Konzeption Kita Eulennest - Hallo und herzlich willkommen auf

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Konzeption
Natur – Kindertagesstätte
„Eulennest“
in Glasewitz
Unsere Kindertagesstätte stellt sich vor
Was brachte uns auf den Weg zur Konzeption?
Aufgrund einer Kündigung des Trägers haben wir uns entschlossen uns als Elterninitiative
zusammen zu schließen. Wir möchten unseren Kindern die naturnahe und familiäre Umgebung
in der Kita für ihre soziale Entwicklung nicht nehmen, sondern weiterhin erhalten.
Lage und bauliche Entwicklung
Unsere Kindertagesstätte liegt zentral im Wohngebiet der Gemeinde Glasewitz. In
unmittelbarer Nähe liegt ein Wiesen- und Waldgebiet, dass gut zu Fuß zu erreichen ist.
Einzugsgebiet
Die Kinder, die in der 430 Einwohner umfassenden Gemeinde leben, können ab dem 1.
Lebensjahr bis zum Eintritt in die Schule unsere Kindertagesstätte besuchen.
Räumlichkeiten und Außengelände
Räume
Insgesamt stehen den Kindern und Pädagogen ca. 5 Räume zur Verfügung. In unserer
Kindertagesstätte haben die Kinder die Möglichkeit, in einem offenen Raumangebot ihre
Spielbereiche zu wählen, das heißt den Kindern stehen verschiedene Räume zur Auswahl. Es
gibt einen Krippenraum, der auch als Schlafraum für alle Kinder genutzt wird, einen
Kindergarten-Mehrzweckraum, einen Essenraum, in den eine Kreativecke integriert ist, einen
Garderobenraum, einen Flur und einen gemeinsam genutzten Sanitärbereich sowie ein Büro.
Außengelände
Unser Außengelände umfasst insgesamt 2000m². Den Mittelpunkt bildet unser Rodelberg und
das Baumhaus mit der danebenstehenden Rutsche und einer Nestschaukel. Die Kinder haben
viele Möglichkeiten ihr Spiel kreativ zu gestalten durch Klettergeräte, den Seilgarten, den
Kriechtunnel, diversen Spiel- und Bewegungsgeräten. Abgerundet wird unser Außengelände
durch einen kleinen Gemüsegarten.
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Kontakt zu anderen Institutionen
Wir kooperieren mit verschiedenen Institutionen:
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Sozialpädagogische Schule
Jugend-/ Gesundheitsamt des Landkreises Rostock
Gemeinde Glasewitz
Austausch mit anderen Kindertagesstätten
Fachberatung des Jugendamtes
Tagesmütter aus der Umgebung
Grundschulen aus der Umgebung
Betrieb der Kindertagesstätte
Personal
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1 Pädagogin > Leiterin und Gruppenerzieherin
2 Pädagogen > Gruppenerzieherinnen
Weiterhin unterstützen uns:
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1 Pädagoge > Springer
1 Raumpflegerin (inklusive Hausmeistertätigkeiten)
Trägerschaft
Elterninitiative Kita Glasewitz e.V.
Lindenstr. 12
18276 Glasewitz
Kinderzahlen
Unsere Kapazität für die Kindertagesstätte umfasst die Betreuung von:
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10 Krippenkindern im Alter von 1 bis 3 Jahren
23 Kindergartenkindern im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt
Öffnungszeiten
6:00 bis 18:00 Uhr
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Prinzipien und Grundsätze der Arbeit
Grundlage unserer Arbeit
Die pädagogische Basis unserer Arbeit ist der Situationsansatz, entscheidend dafür ist die
Lebenssituation der Kinder. Wir verbinden in der Gruppenarbeit soziales und sachbezogenes
Lernen, erwünscht ist dabei die Mitwirkung der Eltern an Projekten.
Unser Bild vom Kind
Das Kind hat ein natürliches Bedürfnis und Interesse die Welt kennenzulernen und sie zu
erforschen.
Wir möchten es nach dem Grundsatz „Erzähle und zeige mir und ich erinnere mich, lass mich
tun und ich verstehe.“ begleiten und unterstützen und eine gerechte Umgebung bereitstellen
um diesen Bedürfnissen nachzukommen. Das Kind soll sich in seiner Ganzheit entfalten und
eigene Fähigkeiten und Ressourcen weiterentwickeln.
Jedes Kind ist ein Individuum mit unterschiedlichen Stärken, Fähigkeiten, Eigenschaften und
auch Schwächen. Somit ist es sehr wichtig, jedes Kind genau kennenzulernen und auf seine
jeweiligen Bedürfnisse einzugehen. Wir versuchen den Kindern in ihren jeweiligen Bedürfnissen
durch verschiedene Angebote, Projekte, den Wochenablauf und mit unserem Raumangebot
gerecht zu werden.
Wir knüpfen an die Entwicklung des Kindes dort an, wo es steht um ihm eine bestmögliche
Weiterentwicklung für das Leben zu bieten.
Das Kind ist ein schaffendes Wesen. Im Naturkindergarten wollen wir dieses losgelöst von
Bastelangeboten fördern. Hier lernt das Kind den Umgang mit verschiedenen Materialien und
Werkzeug. Es erfährt sich selbst als Schöpfer und Baumeister, lernt seine Grenzen zu
überwinden und als Gemeinschaft etwas zu bewirken.
Eingewöhnung in die Kita
Die Eingewöhnung der Kinder in die Krippe bzw. den Kindergarten richten wir nach dem
Berliner Eingewöhnungsmodell aus. Bei dieser Form der Eingewöhnung verbringt ein Elternteil
als wichtigste Bezugsperson seines Kindes mindestens drei Tage jeweils für ein paar Stunden
mit seinem Kind in der Einrichtung, bevor am 4. Tag der erste kurze Trennungsversuch
innerhalb der Einrichtung startet. Lässt das Kind sich gut auf den ersten Trennungsversuch ein,
werden diese in den folgenden Tagen verlängert.
Mit der Anwesenheit eines Elternteils als vertraute Bezugsperson schaffen Eltern eine sichere
Basis, zu der sich das jeweilige Kind jederzeit zurückziehen kann, wenn es elterliche Nähe,
Schutz und Sicherheit braucht. Langsam entstehen Kontakte, Beziehungen zwischen dem Kind
und einer Erzieherin als neue Bezugsperson.
Ende der Eingewöhnung ist, wenn das Kind ein gutes Vertrauen zu den Erzieherinnen
entwickelt hat, es sich einer Erzieherin zuwendet und auch von ihr als weitere Bezugsperson
zum trösten, beruhigen und ermutigen akzeptiert wird.
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Gegenseitiges Vertrauen
Im Kindergarten treffen die Kinder mit vielen neuen Erfahrungen, Eindrücken und Gefühlen
zusammen, die sie teilweise verunsichern, ängstigen und anfangs auch oft überfordern. Deshalb
ist es wichtig, dem Kind als verlässlicher und vertrauensvoller Partner entgegenzutreten. Ihr
Kind kann stabile Beziehungen aufbauen, wenn man ihm die Chance dafür gibt. Dafür ist es
wichtig, dass Ihr Kind regelmäßig den Kindergarten besucht.
Zeit haben – sich wohl fühlen
Unsere Kindertagesstätte soll vor allem ein Ort der Menschlichkeit sein, ein Platz, an dem
Wertschätzung erlebt und Meinungen aktiv ausgetauscht werden. Sie ist ein Ort, an dem sich
Erwachsene und Kinder jeden Morgen voller Freude wieder treffen, sich miteinander wundern,
forschen, spielen, lachen, sprechen, diskutieren, handeln und darüber reflektieren. Deshalb ist
unser Umgang in der Einrichtung wie auch nach außen von Offenheit und Freundlichkeit
geprägt.
Es ist für uns von großer Bedeutung, sich für die Kinder Zeit zu nehmen. Nur durch diesen
intensiven Kontakt zum Kind gelingt es sich gegenseitig wahrzunehmen und die einzelnen
Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle der Kinder zu erkennen.
Portfolio
Ein Portfolio ist eine Entwicklungsdokumentation (Ringordner) über das Kind, das für jedes Kind
individuell erstellt wird. Es werden durch Malarbeiten, Lerngeschichten und Fotos die
Entwicklungsschritte in der Kindergartenzeit sowie der Entwicklungsprozess jedes Kindes
dokumentiert.
Für die Kinder ist das Portfolio im Raum frei zugänglich. Sie können sich „ihr eigenes Buch“
anschauen und ihre Entwicklung und Geschehnisse aus der Kindergartenzeit in Erinnerung
holen.
Die Pädagogen können anhand dieses Ordners erworbene Kompetenzen des Kindes für die
Eltern sichtbar machen und weitere Entwicklungsziele für das Kind erstellen.
Der pädagogische Ansatz
Unsere Einrichtung ist Teil der Lebenswelt der Kinder. In unser Handeln beziehen wir die
Erfahrungen der Kinder in der Familie und der Umwelt mit ein.
Wir verstehen uns als Erweiterung der Familie des Kindes während seiner Kindergartenzeit.
Das pädagogische Angebot geht von einem ganzheitlichen Verständnis kindlicher Entwicklung
aus, stützt sich auf die Fähigkeiten der Kinder und nicht auf ihre Einschränkungen, fördert die
Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder.
Der gute Kontakt zwischen Erziehern und Kindern, der den Kindern Zeit lässt anzukommen und
sich einzuleben, schafft eine vertrauensvolle Umgebung, in der sie angenommen und
respektiert werden und sich wohl fühlen.
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Wir bieten eine Umgebung mit überschaubaren Strukturen. Wenn ein Kind den Tagesablauf,
die Regeln im Kindergarten, die Räume in ihren Funktionen kennt, kann es sich darin sicher
fühlen. Aus dieser Sicherheit heraus kann es lernen und sich auf Neues, Unbekanntes einlassen.
Es kann sich ausprobieren und die Welt entdecken.
Wir finden es wichtig, dass die Kinder sich ihrer selbst bewusst werden und ein
Selbstbewusstsein entwickeln können.
Wichtig ist uns dabei, den Kindern im Rahmen des im Naturkindergartens geltenden Regeln
Freiräume zu eröffnen, um sich und die Umwelt zu entdecken, soziale Erfahrungen zu sammeln
und den vielen Fragen nachzugehen, die sich täglich stellen. Wir wollen die Kinder auf ihren
„Entdeckungsreisen“ unterstützend begleiten und ihnen Rückhalt und Sicherheit
entgegenbringen, um sich auch mal zurückziehen und besinnen zu können. Das Freispiel und
selbständige Tun stellt einen wichtigen Tagesbestandteil dar und bietet dem Kind den Raum,
sich individuell zu entwickeln.
Naturpädagogischer Ansatz
Unter Naturpädagogik verstehen wir eine enge Verknüpfung der Aktivitäten in der Natur und in
den Räumen mit den Jahreszeiten und den damit verbundenen Stadien des natürlichen
Kreislaufs, der sich widerspiegelt in Verbindung mit Spiel-, Musik-, Lern- und Kreativangeboten.
Der Tages- und Wochenablauf hat Struktur und folgt einem Rhythmus. Auch gibt es
Themenprojekte über längere Zeiträume. Unsere Kinder sind täglich und bei jedem Wetter
längst möglich draußen zum Spielen und Lernen. Je mehr Möglichkeiten die Kinder zum
Bewegen haben, desto größer ist ihr Lernvermögen und ausgeglichener ihre Psyche.
Die Kinder sind einen Tag in der Woche im Wald. Hier soll den Kindern die Möglichkeit gegeben
werden, den Wald mit allen Sinnen als naturnahen Lebensraum zu entdecken und zu erleben.
Durch das Leben und Beobachten in der Natur erhalten die Kinder ein sehr umfangreiches
Wissen. Es soll eine emotionale Beziehung zur Natur aufgebaut werden als Grundlage für einen
späteren verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit ihr. Die Natur fördert den Sinn für
Strukturen, fördert Kreativität, den Körper und die Sinne.
Sprachpädagogischer Ansatz
„Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann.“
Sprache ist ein herausragendes Mittel zur Aneignung der Welt. Sie ermöglicht es, sich im Dialog
die Welt zu erschließen, sich neues Wissen anzueignen und selbst Wissen zu formulieren.
Fehlende Sprachkenntnisse erschweren nicht nur die Teilhabe an Bildungschancen, sondern
auch am gesellschaftlichen Leben. Die Entwicklung von Sprache und Sprachkompetenz ist ein
Prozess, der sich maßgeblich in der frühen Kindheit vollzieht und durch eine sprachanregende
Umwelt gefördert wird.
In unserer Kindertagesstätte ist es uns wichtig alltagsintegrierte Sprachförderung zu bieten,
indem wir mit den Kindern viel im offenen Dialog stehen, sie durch Fragen ins Gespräch leiten.
Wir wollen den kindern die Möglichkeit geben deren Gedanken, Erlebnisse und das Wissen
hinauszutragen.
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Um Sprache im Kita-Alltag fördern zu können, spielen bei uns Bewegung, Körperübungen,
Reime, Lieder, Gedichte und Fingerspiele sowie Geschichten eine wichtige Rolle. Die
Wortschatzerweiterung der Kinder im sprachlichen Bereich und die Konzentrationsfähigkeit
sind ein positiver Aspekt des Ganzen.
Die Rolle der Erzieher/in im Sprachförderungsprozess
Ein Focus wird neben den schon erwähnten Angeboten der alltagsintegrierten Sprachförderung
im Kindergarten, auf die Grundprinzipien der allgemeinen Entwicklung und Sprachentwicklung
des Kindes gelegt.
Musik und Sprache im Krippenbereich
Das Nachahmen spielt eine wichtige Rolle beim Sprechen lernen. Die Kinder haben große
Freude daran, einfache Reime, Fingerspiele und Lieder mitzusprechen und in Bewegung
umzusetzen.
Ein Kind hat die angeborene Fähigkeit sich auszudrücken. Die altersgemäßen
Ausdrucksmöglichkeiten unserer Kinder zu erkennen und mit ihnen entsprechend zu
kommunizieren, sehen wir als Basis unserer Arbeit an. Kritik oder Nichtbeachtung hemmt die
Ausdrucksfreudigkeit des Kindes. Die Kommunikationsabsicht des Kindes steht für uns im
Mittelpunkt. Was bedeutet das für uns?
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sich der Sprechgeschwindigkeit des Kindes anpassen
sich der Stimmlage des Kindes anpassen
Mimik und Gestik in der Kommunikation annehmen
Kommunikation nicht unterdrücken sondern fördern
sich auf die Ebene der Kinder begeben
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jeder Ausdrucksmöglichkeit (verbal, nonverbal) eine Sinnhaftigkeit geben
korrektives Feedback geben
Sprechfreude durch gemeinsames Experimentieren mit Lauten, Tönen und Wörtern
wecken und erhalten
Regeln im Naturkindergarten
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Regeln geben Kindern und Erwachsenen Orientierung und Sicherheit im
Zusammenleben. Mit Hilfe von Regeln werden Achtung und Wertschätzung gegenüber
Menschen, Umwelt und Material erlernt.
Regeln müssen einsichtig sein für Kinder. Sie können von Pädagogen gesetzt und auch
gemeinsam mit den Kindern aufgestellt werden.
Regeln sind dazu da, Grenzen aufzuzeigen.
Regeln müssen veränderbar sein in Bezug auf Situation und Entwicklung.
Regeln beinhalten Konsequenzen. Sie sind verbindlich für Kinder und Erwachsene.
Regeln machen Normen und Werte deutlich und begreifbar.
Regeln werden nur da eingesetzt, wo sie gebraucht werden.
Bildungsverständnis und Lernen
Jedes Kind bildet sich selbst, indem es sich die Welt aneignet und zwar von Geburt an. Bildung
findet im Alltag statt. Ein Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Welt und die zu ihr
gehörenden Dinge mit allen Sinnen. Kinder machen sich selbst ihr Bild von der Welt und sie tun
dies aus eigenem Antrieb. Unsere Aufgabe ist es, die Themen der Kinder aufzugreifen, Interesse
an Themen zu wecken und Angebote zu unterbreiten, ebenso wie die Vermittlung von Wissen.
Soziale Beziehungen sind notwendig für Bildungsprozesse. Die Bewegungen, Handlungen und
Äußerungen der Kinder erzeugen und benötigen eine Resonanz von den mit ihnen lebenden
Personen. Unsere Antworten als Bezugspersonen ermutigen sie zu weiteren und
differenzierteren Tätigkeiten. Wir vermitteln ihnen ebenso Normen, Werte und Gebräuche.
Kinder sind von Geburt an mit allen Sinnen und Kräften darum bemüht, sich ein Bild von der
Welt zu machen.
In den ersten 4-6 Lebensjahren differenzieren sich die sensorischen, visuellen und akustischen
Wahrnehmungen besonders nachhaltig. Über Bewegung, Tasten und Fühlen, Riechen und
Schmecken, Sehen und Hören gewonnene Eindrücke und Erkundungen sind besonders wichtig
für die weitere Entwicklung.
Mit der Förderung der Wahrnehmung ist die Basis geschaffen, damit weiteres Lernen möglich
ist.
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Kreativität und Lernen speziell im Krippenbereich
Die Sensibilisierung der Sinne und die Förderung der motorischen Fähigkeiten stehen hier an
erster Stelle. Dinge auf eine neue, vielleicht ungewöhnliche Art zu tun, weckt die Neugierde und
regt die Fantasie an.
Die Kinder haben die Möglichkeit mit den unterschiedlichsten Materialien (Papier, Knete,
Fingerfarben, Naturmaterialien,…) und Angeboten (Bauen mit Kartons, Verkleiden…)
Erfahrungen zu sammeln um somit auch ihre Motorik und Kreativität anzuregen.
Kompetenzen der Kinder, die sie bei uns erlernen und die für ihr weiteres Leben von
Bedeutung sind
Ich-, Sozial-, Sach-, Lernmethodische Kompetenz
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eigene Gefühle, Unsicherheiten und Ängste wahrnehmen und Strategien des Umgangs
damit erlernen
Wünsche und Meinungen klar äußern können
Kritik annehmen und äußern
ein Gefühl für Zeiten, Abläufe, Regeln erlernt haben
eine hohe sprachliche Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit erworben haben
eigene Stärken und Schwächen kennen und den Willen haben, seine Stärken
auszubauen und bei den Schwächen Fortschritte zu erzielen
neue Beziehungen eingehen können und alte verlassen
Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
stabiles Selbstbewusstsein
Problemlösefertigkeiten kennen und umsetzen können
Tätigkeiten zu Ende bringen
wachsende Neugier und Lernbereitschaft
sich konzentrieren und aufmerksam bleiben
konkrete Aufgaben verstehen, bewältigen und lösen wollen
Projekte und gezielte Angebote
Kinder wollen selbsttätig sein, die Welt in Zusammenhängen erleben, sind neugierig und wollen
eine Sache von ihrer Entstehung bis zum Abschluss verfolgen. Diesen Bedürfnissen kann die
Projektarbeit entgegen kommen. Beim Projekt und seinem Verlauf sind die Kinder unmittelbar
beteiligt, lernen selbständig zu handeln und Bezüge zur alltäglichen Lebenswelt herzustellen.
Kinder und Pädagogen sehen sich als Entdecker, die gemeinsam Antworten und Lösungen auf
Fragen zu bestimmten Themen suchen.
Projektarbeit ist eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema. Hier wird durch und in
Erfahrungen und Erfahrungszusammenhängen gelernt. Die Kinder lösen sinnvolle Aufgaben und
Probleme und können dabei möglichst viel Praktisches tun. Projekte werden in unserer Kita im
Krippen- sowie im Kindergartenbereich bzw. auch alters- und gruppenübergreifend angeboten.
Lernen durch Tun!
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Ausgangspunkte für Projekte können sein:
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eine aktuelle Situation
Wünsche/ Ideen der Kinder
Ideen/ Wünsche der Erzieher
Vorschläge/ Ideen der Eltern
Hauswirtschaftliche Angebote
Hauswirtschaftliche Angebote sind eine gute Vorbereitung auf die Schule. Die Kinder lernen
dabei den Umgang mit Mengen und Gewichten und entwickeln ein mathematisches
Grundverständnis. Beim Schneiden und Rühren von verschiedenen Zutaten werden die AugenHand-Koordination sowie die Motorik der Kinder gefördert. Kochen und Backen von
verschiedenen Speisen bereitet den Kindern viel Freude und findet in unserer pädagogischen
Arbeit viel Beachtung.
Vorschulerziehung
Vorschule ist ein irreführender Begriff, denn die gesamte Erziehung der Kinder vor der Schule
ist damit gemeint. Alle Kinder brauchen die Förderung in kleinen Gruppen, je nach Alter und
Entwicklungsstand, Interessen und Neigungen der Kinder. So sind die gewählten Themen
immer eng an die Interessen und Bedürfnisse der Gruppe angelehnt.
Dabei soll sich die altersgemäße Vertiefung und kreative Bearbeitung nicht an einzelne
Schulfächer anlehnen, sondern hier werden vielmehr die einzelnen Lernbereiche gezielt eng
miteinander verzahnt.
Diese umfassen besonders:
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Sprache als Basisqualifikation jeglicher Bildung: Sprachförderung zur Erweiterung
der emotionalen und kognitiven Ausdrucks- und Verständnisfähigkeit;
Begegnung mit Literatur; Vorbereitung des Schriftspracherwerbs, insbesondere
durch die Entwicklung der sog. Phonologischen Bewusstheit; gezielte Förderung
mehrsprachiger Kinder
Musik: Singen, Rhytmik, Tanz, akustische Wahrnehmung, Instrumente
Bewegung und Sport: motorische und sensomotorische Förderung
Künstlerische Gestaltung: Werken, Basteln, Förderung der Feinmotorik, Umgang
mit Farben, Formen, Materialien
Natur und Lebensalltag
Einführung in mathematisches Denken: Vergleichen, Zuordnen, Mengen,
Formen, Größen, Raumlage erkennen, zählen, sortieren, logische Folgen finden,
Symbole erkennen etc.
Nicht zuletzt: Spielen als besonderen Bereich kommunikativen und sozialen
Lernens, der sowohl Spaß und Ausgelassenheit, wie auch Konzentration und
Vertiefung erlaubt
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Den Spaß am Spielen, die Lust zu lernen und schöne Dinge herzustellen bringen die Kinder mit.
Ein differenziertes und individuelles Beobachten und Anleiten soll den Kindern helfen, sich nach
ihren Möglichkeiten zu entwickeln, damit sie fröhlich, neugierig und auf ihre Fähigkeiten
vertrauend in die erste Klasse blicken.
Das Freispiel
Das Spiel gehört zu einer wesentlichen Phase der kindlichen Entwicklung und ist darum in
unserer Kindertagesstätte von besonderer Bedeutung. Das Spiel ist eine selbstgewählte
Betätigung, die Freude, Spaß und Befriedigung gibt. Spielen ist für Kinder eine ernsthafte
Tätigkeit.
Ziele des Freispiels:
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eine ganzheitliche Förderung
die Eigeninitiative anzuregen und zu fördern
Erfahrungen und Erkenntnisse zu gewinnen
Stärkung der Persönlichkeit
soziale Kontakte und Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen
eigene und fremde Grenzen kennenzulernen
sich selbst zu erproben und Absprachen zu treffen
Erlebtes aus dem Alltag zu verarbeiten
unterschiedliche Materialien zu erfahren
Rolle der Pädagogen im Freispiel:
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Kinder empfangen
Begleiter der Kinder zu sein
zuhören
mitspielen/ vorlesen
sich Zeit nehmen für die Bedürfnisse, Wünsche und Probleme der Kinder
Angebote anbieten
Kinder/ Spielsituation beobachten
Kontakte der Kinder untereinander fördern
bei Konflikten/ Unklarheiten Hilfe anbieten
Aufsichtspflicht wahrnehmen
Tür-/ Angelgespräche mit Eltern nutzen
Praktikanten/innen anleiten
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Tagesablauf in der Kindertagesstätte
6:00-7:45 Uhr
gemeinsames Freispiel aller Kinder im Haus
7:45-8:00 Uhr
Vorbereitung auf das Frühstück (Körperpflege, Tisch decken etc.)
8:00-8:30 Uhr
gemeinsames gemütliches Frühstück aller Kinder
8:30-9:00 Uhr
Freispiel der Kinder in ihren Gruppenräumen
9:00-9:10 Uhr
Morgenkreis (Willkommen heißen und fröhliche Einstimmung auf den Tag
mit Liedern und Bewegungsspielen, Besprechen des Tagesablaufes
Wetter-Monat-Jahreszeit mit Hilfe unserer Kalenderuhr
9:10-10:00 Uhr
Angebot nach Situation, Projekt oder Wochenplan
10:00-10:45 Uhr
Freispiel im Freien (nach Wetterlage)
10:45-11:00 Uhr
Vorbereitung auf das Mittagessen
11:00-11:45 Uhr
gemeinsames Mittagessen
11:45-12:00 Uhr
Vorbereitung, Einstimmung auf den Mittagschlaf
12:00-14:00 Uhr
Schlaf- und Ruhephase
14:00-15:00 Uhr
Aufstehzeit, Kaffeezeit
15:00-18:00 Uhr
individuelle Angebote, freies Spiel im Freien (nach Wetterlage)
Zusammenarbeit im Team
Teamsitzungen
Unsere Teamsitzungen finden regelmäßig einmal in der Woche im Kindergarten statt. Die
Inhalte werden schriftlich festgesetzt.
Inhalte unserer Teamsitzungen sind:
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Entwicklungsstände der Kinder
Reflexionen
Austausch von Fort- und Weiterbildungen
ggf. Planungen erstellen
Projekte vorbereiten und besprechen
Vorbereitung von Elternabenden, Festen und Veranstaltungen
Konflikte und Probleme
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Fortbildungen
Um unsere fachliche Kompetenz zu erweitern und auch zu vertiefen, nehmen alle
Teammitglieder regelmäßig an Fortbildungen teil. Daneben informieren wir uns durch Berichte
in Fachbüchern und Fachzeitschriften über aktuelle pädagogische Themen.
Nur durch eine offene, harmonische und ehrliche Zusammenarbeit im Team kann es zu einer
qualitativ hochwertigen Arbeit in der Kindertagesstätte kommen. Das Team ist der zentrale
Kern der Einrichtung. Jedes Teammitglied kann seine persönlichen Stärken und Fähigkeiten
kreativ einbringen und umsetzen und wird im Team darin unterstützt und bestärkt.
Elternarbeit
Mit dem Eintritt in unsere Kindertagesstätte vertrauen Eltern ihre Kinder den Erziehern an. Für
das Kind ist es meist die erste außerfamiliäre Einrichtung, die es besucht. Aber nicht nur das
Kind muss sich mit dieser Situation auseinandersetzen, sondern auch für die Eltern beginnt ein
neuer Lebensabschnitt und die durch den Eintritt in die Kita verbundene Trennung kann als
schmerzlicher Einschnitt erlebt werden.
Eltern können ihrem Kind in diesem Prozess viel Sicherheit geben, indem sie ehrlich mit ihm
umgehen, klare und verbindliche Entscheidungen treffen. Wenn ein Kind spürt, dass seine
Eltern der Einrichtung vertrauen, wird es sich leichter lösen und sich in der Kita einleben
können.
Informationen für die Eltern
Wir informieren über pädagogische Zielsetzung, Inhalte unserer Arbeit, Projekte, Termine,
organisatorische Dinge und Feste. Denn wir sehen unserer Arbeit als familienergänzend an.
Informationen geben wir weiter durch:
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unsere Konzeption
unsere Info-Pinnwand im Flur (Termine für Eltern bzw. Feste)
unsere pädagogische Pinnwand im Garderobenraum (Projektpläne, Dokumentationen,
pädagogische Angebote im Tagesgeschehen
Elterngespräche
Für uns ist ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern die Grundlage für eine qualitativ gute
Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder.
Im Mittelpunkt dieser Gespräche steht die Entwicklung des Kindes, sein Verhalten in der
Einrichtung sowie Erziehungsfragen. Ein offenes Gespräch zwischen Eltern und der Erzieher ist
die beste Voraussetzung, das Kind von beiden Seiten zu begleiten und zu fördern.
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Elternabende
Während des Kindergartenjahres gestalten wir verschiedene thematische und praktische
Elternabende. Dabei berücksichtigen wir das Interesse und die Anregungen der Eltern sowie
aktuelle Ereignisse.
Die Elternabende dienen dem näheren Kennenlernen, dem gegenseitigen Austausch, dem
Vermitteln von Informationen und der Kommunikation.
Aktivitäten / Feste mit Familien
gemeinsame Aktionen sind unter anderem:
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zwei Arbeitseinsätze im Kalenderjahr (Frühjahr / Herbst)
Sommerfest
Oma / Opa-Tag
Laternenfest
Adventsbasteln
Weihnachtsfeier
Wir freuen uns, wenn Eltern regen Gebrauch von diesen Angeboten machen. Hier können sie
sich aktiv an der Gestaltung des Geschehens in der Kita beteiligen und die Zusammenarbeit
wird intensiviert. Diese Aktionen bieten den Eltern auch einen guten Einblick in die
pädagogische Arbeit. Oft ergibt sich bei solchen Anlässen die Möglichkeit zum besseren
Kennenlernen und für ein kurzes Gespräch. Jederzeit sind wir offen für Vorschläge von Seiten
der Eltern die sich mit besonderen Talenten, Hobbys oder Aktivitäten in die Kita-Arbeit
einbringen wollen.
Bei allen Veranstaltungen liegt die Aufsichtspflicht bei den Erziehungsberechtigten.
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Schlusswort
Anstelle eines Schlusswortes
Wenn du mit jemandem ein Schiff bauen willst,
so lehre ihn nicht den Schiffbau,
sondern wecke in ihm die Sehnsucht
nach dem großen weiten Meer.
(Quelle unbekannt)
Diese Konzeption wurde im November 2012 erstellt und im Dezember 2013 angepasst.
Die Konzeption ist Grundlage der verbindlichen Bildungskonzeption für Kinder von null bis zehn
Jahren. Gemäß §1 Abs. 3 des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG M-V) vom 12. Juli 2010
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