Schulinternes Curriculum für das Fach Sozialwissenschaften_GSG

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Schulinternes Curriculum für das Fach Sozialwissenschaften Sekundarstufe II (G8)
1.Einleitung
Am Geschwister-Scholl Gymnasium Aachen wird gemäß der Richtlinien und Lehrpläne für das Fach Sozialwissenschaften in der
gymnasialen Oberstufe an Gymnasium/Gesamtschule der Sekundarstufe II in NRW, Frechen 1999 und der daraus resultierenden
Vorgaben für das Zentralabitur des jeweiligen Abiturjahrganges das Fach Sozialwissenschaften unterrichtet.
Die für den jeweiligen Abiturjahrgang, verbindlichen Vorgaben sind abzurufen unter:
http://www.standardsicherung.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=30.
Um poltische und wirtschaftliche Mündigkeit zu erlangen, sollen die Schülerinnen und Schüler im sozialwissenschaftlichen Unterricht
befähigt werden, die ökonomische, soziale und politische Wirklichkeit hinsichtlich der ihr zugrunde liegenden Strukturen und Legitimationen zu analysieren und kriterienorientiert zu beurteilen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern im Unterricht und durch die Zusammenarbeit zum mündigen demokratiekompetenten Bürgerschaft zu erziehen.
Die in der Sekundarstufe I erworbene Sach (SK)-, Methoden (MK)-, Urteils (UK)- und Handlungskompetenz (HK) werden in den jeweiligen fachlichen Zusammenhängen erweitert und bilden die inhaltliche und methodische Basis für die Fortführung des Bildungsganges
in der gymnasialen Oberstufe.
Die Leitziele des Faches Sozialwissenschaften sind laut Lehrplan:
- Demokratische Partizipation
- Soziale Empathie und Solidarität
- Interkulturelles Verstehen
- Personale Verantwortung und Identitätssuche
- Kommunikative Kompetenz
- Ökonomisches und ökologisches Effizienz- und Nachhaltigkeitsdenken
Für Fach Sozialwissenschaften ergeben sich gemäß der APO-GOSt in der Oberstufe drei Kurstypen:
- Grundkurse in EF, Q1, Q2 (3-stündig)
- Leistungskurse in Q1, Q2 (5-stündig)
- Zusatzkurse in Q2 (3-stündig in G8)
2. Übersicht über obligatorische Inhalte und Methoden
2.1 Inhaltsfelder (IF)
Ökonomie: Marktwirtschaft: Produktion, Konsum und Verteilung (IF I)
Wirtschaftspolitik (IF IV)
Soziologie: Individuum, Gruppen und Institutionen (IF II)
Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel ( IF V)
Politologie: Politische Strukturen und Prozesse in Deutschland (IF III)
Globale politische Strukturen und Prozesse ( IF VI)
2.2 Methodenfelder (MF)
1. Arbeitsweisen zur Gewinnung, Verarbeitung und Darstellung von Informationen (MF 1)
2. Umgang mit (einzelnen) soziologischen, wirtschaftswissenschaftlichen und
politikwissenschaftlichen Fachbegriffen (MF 2)
3. Umgang mit empirischen Verfahren in den Sozialwissenschaften (MF 3)
4. Umgang mit hermeneutischen Verfahren in den Sozialwissenschaften (MF 4)
5. Umgang mit (komplexen) fachwissenschaftlichen Theorien (MF 5)
6. Untersuchung des Zusammenhangs von Wissenschaft und Verwertung (MF 6)
2.3 Die Abfolge der Inhaltsfelder und Methodenfelder in der Oberstufe
2.3.1 Einführungsphase (EF)
In der EF sind im Sinne des Integrationsfaches die Inhaltsfelder (IF) I-III zu thematisieren. Die drei Bezugsdisziplinen Ökonomie,
Soziologie und Politologie sollen inhaltlich und methodisch vertreten sein.
IF I: Marktwirtschaft: Produktion, Konsum, Verteilung
IF II: Individuum, Gruppe und Institutionen
IF III: politische Strukturen und Prozesse in Deutschland
Besonderer Wert ist in der EF auf die Verwendung und Einübung der EPA-Operatoren und auf ein angemessenes Klausurtraining zu legen
2.3.2 Grund-/Leistungskurse in der Qualifikationsphase
In der Qualifikationsphase werden die Inhaltsfelder IV-VI gemäß den Vorgaben für das Zentralabitur thematisiert. Der Leistungskurs grenzt sich inhaltlich vom Grundkurs derart ab, dass nicht nur Grundkursinhalte vom Leistungskurs vertieft betrachtet werden,
sondern auch mindestens ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt je Inhaltsfeld hinzukommt (vgl. entsprechende Vorgaben des Zentralabiturs). Zu berücksichtigen ist, dass in der Q 2.1 das zu behandelnde Thema interdisziplinär behandelt werden muss, so dass
die Methoden der einzelnen Teildisziplinen unter dem Aspekt ihrer gegenseitigen Ergänzung vertiefend analysiert werden. Im
Kursabschnitt Q2.2 werden die drei Teilbereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Politik unter einer interdisziplinären Fragestellung vertieft
(Richtlinien: S. 41).
IF IV: Wirtschaftspolitik
IF V: Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel
IF VI: Globale politische Strukturen und Prozesse
Besonderer Wert ist in der Q1 und Q2 auf die Verwendung der EPA-Operatoren und auf ein angemessenes Klausurtraining zur
Vorbereitung auf das Zentralabitur legen (vgl. auch Lern-und Klausurtraining S. 276, S. 345, S.44, S. 509 in Dialog Sowi, Bd 2.,
Bamberg, 2009 und den Selbstdiagnosebogen zur Klausurvorbereitung und -nachbereitung etc. unter www.Dialog-sowi.de)
2.3.3 Zusatzkurse in Q2
Im Zusatzkurs werden alle drei Bezugsdisziplinen (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft) unterrichtet, um den Schülerinnen und Schülern
ein sozialwissenschaftliches Deutung-und Orientierungswissen zu ermöglichen (demokratische Willensbildung, marktwirtschaftliche
Systemzusammenhänge, soziale Strukturen und ihre Entwicklung). Die Interessen der Schülerinnen und Schüler sollen bei der
Themenwahl angemessen berücksichtigt werden.
Die Abfolge der Inhalts- und Methodenfelder für G 8 am GSG Aachen
Jahrgangsstufe
Inhaltsfelder (IF)
EF
Marktwirtschaft: Produktion, Konsum, Verteilung (IF I)
Die beiden Ökonomiekapitel beziehen sich erfahrungs-und schülerorientiert unter
Verwendung kooperativer und handlungsorientierter Lern-und Arbeitsformen jeweils die
auf folgende Obligatorik:
Jugendliche im Spannungsfeld von Produktion und Konsum
„Marktsystem (Preisbildung, Marktungleichgewichte, Marktgleichgewicht), Privateigentum, Vertragsfreiheit und Wettbewerb als wesentliche Ordnungselemente; Funktionen des Preises und des Wettbewerbs; optimale Allokation der Ressourcen; normative Basis der Sozialen Marktwirtschaft“
Bedürfnisse und Bedarf (Maslow), Güter, Knappheit,
Maximal- und Minimalprinzip, ökonomisches Prinzip,
Modell des Homo oeconomicus,
Produktionsfaktoren, Arbeitsteilung, Sektorenbildung
Wie funktioniert die Marktwirtschaft?
„Zusammenhang von Produktion, Einkommensentstehung und Einkommensverteilung sowie
Konsum anhand des Kreislaufmodells“
Erweiterte Wirtschaftskreislauf
Preisfunktionen, Marktmodell, Rolle des Unternehmers in der SMW, (Grenz-) Nutzen,
Marktformen
Die Funktion des Geldes und der Banken für das Wirtschaftsgeschehen -eine tragende
Rolle?
Individuum, Gruppen und Institutionen (IF II)
Die beiden Soziologiekapitel beziehen sich erfahrungs- und schülerorientiert unter Verwendung kooperativer handlungsorientierter Lern-und Arbeitsformen jeweils auf die folgende Obligatorik ab:
Soziologiekapitel: Eigenes Leben – Identitätsfindung heute
„Sozialisation des Individuums in sozialen Gruppen und Institutionen (Bedürfnisse Normen,
Internalisierung, Identitätsfindung, Erklärungsmodelle) Rollenhandeln des Individuums in sozialen
Gruppen und Institutionen (Erklärungsansätze und Grundbegriffe der strukturfunktionalistischen und
interaktionistischen Rollentheorie, Modellbildung)“
Methodenfelder (MF)
Kompetenzerwerb
Unterrichtsmethoden zur Förderung der Handlungskompetenz
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten wie wissenschaftliche
Sachtexte und Zeitungsberichte
Förderung der Methoden- und
Sachkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Fachbegriffen
MF 3: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Modellen/Begriffsbildungen
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Theorien
Förderung der Urteilskompetenz:
Fähigkeit zur kriterienorientierten Beurteilung
Unterrichtsmethoden zur Förderung der
Handlungskompetenz:
Ultimatumspiel, Bankenerkundung, Planspiele
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Fallbeispiele, biografische Porträts, Sachtexte), Bildern und Grafiken,
Förderung der Methodenkompetenz
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit soziologischen Fachbegriffen
MF 4: Fähigkeit zum Umgang mit soziologischen Modellen
Wie bin ich geworden, wie ich bin? - Die Sozialisation des Individuums aus Sicht verschiedener
Rollentheorie (soziales Handeln, Normen, Werte, Sozialisation, homo sociologicus, flexibles Ich –
Identität, Rollentheorien, Peers)
Qualifizierung im Rollenhandeln, (Empathie und Rollendistanz, Ambiguitätstoleranz, Identitätsdarstellung)
dentität+ Internet= visuelle Identität
Soziologiekapitel: Der Star ist die Mannschaft?!
„Soziale Gruppen und Institutionen (wichtige Strukturen von und Prozesse in sozialen Gruppen,
Habitualisierungs- und Institutionalisierungsprozesse, institutions- und organisationssoziologische
Grundkenntnisse“ (LP Sowi, S.18)
Bin ich immer ich? - Wie Gruppen uns verändern (Merkmale und Arten von Gruppen,
Soziometrie, Gruppen und Aggression, Konformitätsdruck, Ashexperiment)
Leistungsvorteile und/oder –nachteile in Gruppen?
Gruppendynamische Prozesse (z.B.: Mobbing)
Politische Strukturen und Prozesse in Deutschland( IF III)
Die beiden Politologiekapitel beziehen sich erfahrungs- und schülerorientiert unter
Verwendung kooperativer handlungorientierter Lern- und Arbeitsformen jeweils auf die
folgende Obligatorik:
Demokratie in der Diskussion-auf der Suche nach der optimalen Staatsform
Wiederaufnahme, Erweiterung und Vertiefung der bereits in der Sekundarstufe I erworbenen
Kenntnisse der Grundprinzipien unseres politischen Systems (Grundrechte, freiheitlich demokratische
Grundordnung, Repräsentation, Gewaltenteilung, Wahlrecht) Verfassungsgrundsätze des Grundgesetzes (historische Entwicklung, Bedeutung und Realisierung)“
Auswirkungen des raschen sozialen Wandels und der Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur
auf das politische System und auf die Chancen und Bereitschaft der Bürger, an der politischen
Willensbildung teilzunehmen und dafür neue Formen zu entwickeln“
Politik- und/oder Parteienverdrossenheit in Deutschland
Stationen politischer Theorien und Demokratieentwicklung
Politische Institutionen der Bundesrepublik Deutschland
Welche grundlegende Rechte habe ich? – unser Grundgesetz
Geschichte des GG, Grundrechte, freiheitlich-demokratische Grundordnung,
Repräsentation, Gewaltenteilung, Wahlrecht)
Extremismus - eine Gefahr für unsere Demokratie?
können Volksentscheide helfen (indirekte und direkte Demokratie, Aufgaben der Parteien,
Volksgesetzgebung)
Mehr Demokratie durch das Internet
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit soziologischen Theorien
Förderung der Urteilskompetenz:
Fähigkeit zu kriterienorientierte Beurteilung
einer erfahrungsorientierten und
zukunftsrelvanten Problemstellung, z.B:.
Pro-/Kontra-Debatte
Unterrichtsmethoden zur Förderung der
Handlungskompetenz:
Rollenspiele, Ash- Experiment, Training
und Moderation von Arbeitsgruppe
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Sachtexte, Zeitungsberichte), Karikaturen, Grafiken und den digitalen Medien
Förderung der Methoden- und
Sachkompetenz
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit politologischen Fachbegriffen
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit Umgang
mit politischen Theorien
Förderung der Urteilskompetenz:
Fähigkeit zur kriterienorientierten
Beurteilung/Erörterung
von aktuellen Problemstellungen z.B.
Pro-und Kontra-Debatte Volksentscheide
Unterrichtsmethoden zur Förderung der
Handlungskompetenz:
Streitgespräch: Wozu braucht man einen
Staat?
Q1.1.1
Wirtschaftspolitik (IF IV)
Die drei Ökonomiekapitel beziehen sich erfahrungs- und schülerorientiert unter
Verwendung kooperativer handlungsorientierter Lern- und Arbeitsformen jeweils auf die
folgende Obligatorik:
Dem Auf und Ab der Wirtschaft auf der Spur
„Grundzüge der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und Ansätze zur umwelt- und wohlfahrtsökonomischen Gesamtbilanzierung“( LP S. 23)
BIP (Berechnung; Kritik am BIP als Wohlstandsindikator)
Stabilitäts- und Wachstumsgesetz; Zielkonflikte
Arbeitslosigkeit; Preisstabilität, Außenhandel (Indikatoren, Berechnung)
Statistikanalyse: Inwiefern hat sich das StWG bewährt?
„Mögliche Ursachen von Konjunktur- und Wachstumsschwankungen sowie von wirtschaftlichen
Strukturproblemen.“
Analyse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Wirtschaftswachstum, Beschäftigung,
Preisentwicklung, Außenhandel
Konjunkturzyklus
Angebots- und nachfrageorientierte Erklärungsansätze für konjunkturelle Schwankungen
„Wirtschaftspolitische Konzeptionen (Träger, Ziele, Instrumente; intendierte und nichtintendierte Wirkungen; theoretische und ideologische Grundlagen)“
Erarbeitung nachfrageorientierte und angebotsorientierte Wirtschaftspolitik
Kriterienorientierter Vergleich beider Konzeptionen
Beurteilung: Mehr Wachstum um jeden Preis? (qualitatives oder /und quantitatives Wachstum)
Staatsverschuldung- oder Haushaltskonsolidierung?
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit im Umgang mit verschiedenen Textsorten Sachtexte, Zeitungsberichte, Kommentare, Karikaturen, Statistiken und Grafiken
Neuer Textanalyseschritt im Sinne von
MF 6: Wissenschaft und Verwertung
Befähigung zur ideologiekritischen Analyse:
MF 3: Fähigkeit zum Umgang mit empirischen Messverfahren und der Indikatorenbildung
Förderung der Methoden- und
Sachkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Fachbegriffen
MF 4: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Modellen
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Theorien
Förderung der Urteilskompetenz:
Fähigkeit zur kriterienorientierte Beurteilung/Erörterung
von aktuellen Problemstellungen
Q1.1.2
Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel (IF V)
Die beiden Soziologiekapitel beziehen erfahrungs- und schülerorientiert unter Verwendung
kooperativer und handlungorientierter Lern-und Arbeitsformen auf die folgende Obligatorik:
Lust auf Zukunft: Arbeitswelt und Sozialstaat im Wandel
„Beschleunigter sozialer Wandel komplexer Gesellschaften in wichtigen Bereichen (Produktionspotentiale und Technologien, Organisationsstrukturen, Werte; Arbeits- und Medienmärkte)“ ( LP, S.25)
„Auswirkungen des beschleunigten sozialen Wandels auf die soziale Sicherung, Arbeitsverhältnisse
und Bildung, Chancen und Grenzen der politischen Gestaltbarkeit“ ( LP, S.25)
Die Geschichte und Entwicklung der Ausgestaltung des Sozialstaats in Deutschland
Aktuelle Problemlagen und Problemlösungsversuche der Sozialpolitik in Deutschland:
Umbau, Ausbau, Abbau? (vgl. Privatisierung, Deregulierung, Hartz IV etc.)
Kontoverse Positionen zu Sozialstaat und Sozialpolitik in Deutschland:
Hat der Sozialstaat eine Zukunft? (Herausforderungen des Sozialstaats)
Q1.2.1
Globale politische Strukturen und Prozesse (IF VI)
Die vier Kapitel zu den globalen politischen Strukturen und Prozessen beziehen
erfahrungs- und schülerorientiert unter Verwendung kooperativer handlungorientierter
Lern-und Arbeitsformen auf die folgende Obligatorik :
Krieg und Frieden –„gebt dem Frieden eine Chance“
„Muster politischer Antworten auf die globalen Prozesse:
-situatives Konfliktmanagement, z. B. durch einzelstaatliche Interventionen, zeitlich begrenzte
Zweckbündnisse, Kooperationsabbruch, militärische Drohungen, Embargos,ethnische Ausgrenzungen“ (LP, S.27).
„Ziele und Aufgaben internationaler Politik: Friedenssicherung, Menschenrechte (Probleme der
Harmonisierung, der Akzeptanz und der Realisierbarkeit, der Instrumentalisierung für partikulare
Interessen).“ (LP, S.27)
Methodik: Analyse eines internationalen Konflikts (Beispiele internationaler Konflikte:
Nahostkonlikt oder individuelle Schwerpunktsetzung)
(erweiterte) Klassifizierung von Konflikten und Kriegen
Wandel der Bedrohung der internationalen Sicherheit? – Räume begrenzter Staatlichkeit
Friedensbegriffe bzw. -konzepte
Konzept vom negativen und positiven Friedensbegriff (Galtung)
Förderung der Methodenkompetenz
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Fallbeispiele, biografische Porträts, Zeitungs-und Sachtexte)
(vgl. Vertiefung des Analysebegriff des
LP) Textanalyseschritt im Sinne von MF
6: Wissenschaft und Verwertung
Vertiefung der ideologiekritischen Analyse MF 3: Fähigkeit zum Umgang mit
Messverfahren und der Indikatorenbildung
Förderung der Sach- und Methodenkompetenz: MF 2, 4, 5: Fähigkeit zum
Umgang mit soziologischen Fachbegriffen,
Theorien und Modelle
Förderung zur Urteilskompetenz:
Fähigkeit zur kriterienorientierten
Beurteilung/Erörterung
einer erfahrungsorientierten, aktuellen oder
und zukunftsrelevanten Problemstellung
Pro-/Kontra-Debatte zum Thema: Sozialstaat
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Fallberichte, Zeitungsund Sachtexte), Karikaturen, Grafiken und
insbesondere Analytischer und produktivgestaltender Umgang mit neuen Medien
und Filmanalyse
Textanalyseschritt im Sinne von MF 6:
Wissenschaft und Verwertung
Vertiefung der ideologiekritischen Analyse
MF 2: Fähigkeit zum Umgang Messverfahren und Indikatorenbildung
Förderung der Sach-und Methodenkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit politologischen Fachbegriffen
MF 4: Fähigkeit zum Erlernen von und Um-
Das zivilisatorische Hexagon (Senghaas)
Möglichkeiten und Probleme der Friedenssicherung durch die UN)
Entstehung, Ziele und Aufbau der UN (Hauptorgane der UN: Generalversammlung,
UN - Generalsekretär, Internationaler Gerichtshof, Sicherheitsrat)
Die UN – Ein Garant für internationale Sicherheit und Frieden?
Ziele und Grundsätze der Charta (u.a. Kapitel VI und VII der UN-Charta)
Das UN-Peacekeeping im Wandel (Generationen der „Blauhelme“)
(Strukturelle) Probleme der Friedenssicherung durch die UN
Reformansätze des Sicherheitsrates z.B. „Responsibility to Protect“
Q 1.2.2
Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel (IF V)
Lebensgestaltung im 21. Jahrhundert- Grenzenlose Freiheit und Gleichheit?
„Empirische Daten zur sozialen Ungleichheit und Zusammenhänge zwischen der Verfügung über
Ressourcen, individuellen Lebenschancen und politischen Gestaltungschancen, zwischen
Wohlstandssteigerung, sozialer Ungleichheit und Bedürfnisprioritäten – und ihre
gesellschaftstheoretische Deutung (Klassen, Schichten, Milieus)“ (LP, S .25)
Begriffe und Maße der Einkommensverteilung
Verfahren zur Messung der Einkommens- und Vermögensverteilung: z.B. Lorenzkurve
und Gini-Koeffizient, Nettoäquivalenzeinkommen
Begriffe und Maße der Vermögensverteilung: Arten und Funktionen
Empirische Daten zur Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in
Deutschland
Armut in Deutschland (u.a. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung) – im
internationalen Vergleich
Modelle und Theorien zur Beschreibung, Analyse und Deutung gesellschaftlicher
Ungleichheit (Kriterien für Klassen- und Milieutheorien, Schichtmodelle)
Dimensionen sozialer Ungleichheit (einschließlich empirischer Daten): materieller
Wohlstand, Macht, Prestige, Bildung
Modelle sozialer Ungleichheit: Klassengesellschaft, Schichtungsmodelle (Zwiebelmodell,
Hausmodell)
Soziale Lagen, Lebensstile, Soziale Milieus – prägende Faktoren zur Beschreibung der
Gesellschaft
„Entstrukturisierungs- und Neustrukturierungsvorgänge, Konfliktpotentiale und Steuerungschancen im
sozialen Wandel, verstärkte Individualisierungs- und Globalisierungsschübe“ (LP S.25)
Klasse oder Schicht? (Fahrstuhleffekt, Auflösungsthese, Individualisierungsthese)



gang mit politischen Modellen zur internationalen Politik
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit politischen Theorien insbesondere auf dem Sektor der internationalen Politik
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Fallberichte, Zeitungsund Sachtexte), Karikaturen, Grafiken und
insbesondere Analytischer und produktivgestaltender Umgang mit neuen Medien
und Filmanalyse
Textanalyseschritt im Sinne von MF 6:
Wissenschaft und Verwertung
Vertiefung der ideologiekritischen Analyse
MF 2: Fähigkeit zum Umgang Messverfahren und Indikatorenbildung
Förderung der Sach-und
Methodenkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit politologischen Fachbegriffen
MF 4: Fähigkeit zum Erlernen von und Umgang mit politischen Modellen zur internationalen Politik
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit politischen Theorien insbesondere auf dem Sektor der internationalen Politik
Q2.1.2
Globale politische Strukturen und Prozesse (IF VI)
Die vier Kapitel zu den globalen politischen Strukturen und Prozessen beziehen
erfahrungs- und schülerorientiert unter Verwendung kooperativer handlungorientierter
Lern-und Arbeitsformen auf die folgende Obligatorik :
Europa auf dem Weg zur Föderation!?
Europa – Bilder, Meinungen, Definitionen
Quo vadis Europa – Vertiefung und/oder Erweiterung?
Integrationstheorien: Föderalismus, Intergouvernmentalismus und (Neo-)Funktionalismus
Entwicklung der Institutionen der EU bis zum Vertrag von Lissabon (im Spiegel der Integrationstheorien)
Zukunftsperspektiven der EU angesichts der nationalen und internationalen Herausforderungen ( Beitrittswünsche, Staatsverschuldung, Migration, Einheitliche EUAußenpolitik)
Q 2.2.1
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten (Fallberichte, Zeitungsund Sachtexte), Karikaturen, Grafiken und
insbesondere Analytischer und produktivgestaltender Umgang mit neuen Medien
und Filmanalyse
Textanalyseschritt im Sinne von MF 6:
Wissenschaft und Verwertung
Vertiefung der ideologiekritischen Analyse
MF 2: Fähigkeit zum Umgang Messverfahren und Indikatorenbildung
Förderung der Sach-und
Methodenkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit politologischen Fachbegriffen
MF 4: Fähigkeit zum Erlernen von und Umgang mit politischen Modellen zur internationalen Politik
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit politischen Theorien insbesondere auf dem Sektor der internationalen Politik
Wirtschaftspolitik (IF IV)
Kontroverse Positionen zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Zeitalter der Globalisierung
 „Standort Deutschland“ – zu teuer oder sehr effizient? Motive der Standortwahl
 Globalisierung (Definition, Dimensionen, Ursachen, Erscheinungsformen/ Indikatoren, Folgen
und Probleme)
 Globaler Wettbewerb auf drei Ebenen
 Standortfaktoren (Systematik: hart – weich, frei – gebunden, aspektbezogen, Schub- undSogfaktoren)
 Arbeitskosten, Arbeitsproduktivität, Lohnstückkosten Lohndruck als Folge der Globalisierung
 Standort Deutschland im internationalen Vergleich/ Standortqualität (Rankings), Bewertung
des Standorts aus unterschiedlichen Perspektiven: Kontroversen zum Standort
 Freihandelstheorie (Theorie der absoluten und der komparativen Kostenvorteile, Kritik)
 Teilaspekte: ADI, Protektionismus, Global-Player…
Förderung der Methodenkompetenz:
MF 1: Fähigkeit zum Umgang mit verschiedenen Textsorten wie wissenschaftliche
Sachtexte und Zeitungsberichte
Förderung der Methoden- und
Sachkompetenz:
MF 2: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Fachbegriffen
MF 3: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Modellen/Begriffsbildungen
MF 5: Fähigkeit zum Umgang mit ökonomischen Theorien
Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen
im Abitur in der gymnasialen Oberstufe im Jahr 2013, 2014, 2015
Vorgaben für das Fach Sozialwissenschaften
Inhaltliche Schwerpunkte
Wirtschaftspolitik
Analyse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Preisentwicklung, Außenhandel
Wirtschaftspolitische Konzeptionen (angebots- und nachfrageorientierte Politik, „Alternative Wirtschaftspolitik“), wirtschaftspolitische
Zielkonflikte
Kontroverse Positionen zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Zeitalter der Globalisierung
Im Leistungskurs zusätzlich:
Die Diskussion um den Stabilitäts- und Wachstumspakt und das geldpolitische Instrumentarium der EZB
Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel
Die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland seit 1990
Modelle und Theorien zur Beschreibung, Analyse und Deutung gesellschaftlicher Ungleichheit und deren Kritik (zeitgenössische
Klassen-, Milieutheorien, Schichtmodelle, Individualisierungstheorem)
Das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes; Grundzüge kontroverser Positionen zur Ausgestaltung des Sozialstaats in Deutschland
Im Leistungskurs zusätzlich:
Sozialer Wandel in wichtigen Bereichen (Werte, Lebensformen) und die Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen
Globale politische Strukturen und Prozesse
Ziele und Aufgaben internationaler Politik: Menschenrechte, Friedenssicherung, Konfliktlösung unter Einbeziehung der Theorien der
internationalen Politik (realistische Schule, idealistische Schule, Weltsystemtheorien)
Struktur und Bedeutung der UNO in der internationalen Politik
Perspektiven einer vertieften und erweiterten Europäischen Union (Grundstruktur/Legitimationskrise, Staatsverschuldung, Migration)
Im Leistungskurs zusätzlich:
Nachhaltige Entwicklung der Einen Welt angesichts von Armut, Umweltproblemen und Migration, entwicklungspolitische Konzeptionen und Entwicklungstheorien
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