Ausländer Hoher Ausländeranteil in der deutschen Bevölkerung

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AUSLÄNDER
Hoher Ausländeranteil in der deutschen Bevölkerung
Nützlich für Deutschland: Wiederaufbau. Mit dem Mauerbau sind die Türken
gekommen. 1973 Ölkrise => Anwerbestopp
Heute: Türken, Jugoslawien, Asylbewerber
Probleme mit der Integration: Gewalt + Abschottung (sie leben untereinander)
Nach dem 11. September: Islam wird zum Pb > Terrorabwehr
In Berlin-Schöneberg beläuft sich die Bevölkerung mit MH auf 31%.
Frau Gün-Tank: setzt sich für die Antidiskriminierung ein, arbeitet mit der
Jugend (Information, Spracherwerb). Ihr Budget ist sehr gering.
Der Türkische Bund in Berlin Brandenburg
Organisation von Migranten für Migranten  bekämpft die
Fremdenfeindlichkeit
Interessenvertretung + sozialer Träger
Die Migrantenvereine haben mehrere Phasen erlebt, je nach der Entwicklung
der Migration in Deutschland (1961-73= Einwanderungsperiode / 1973-80: 1.
Famileinenachzug / 1980-90: Niederlassungsperiode / 1990-2008:
2.Familennachzug)
=> Das Ziel zahlreicher Migrantenverbände war es, die eigene Kultur
aufrechtzuerhalten, sowie die Eingliederung in Deutschland zu erleichtern
(Spracherwerb: Sprachkurse sind erforderlich, um ALG zu beziehen...)
Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Gelder oder europäische
Unterstützung; viele beteiligen sich auch ehrenamtlich ein.
Viele Freiwillige mit MH sagen, dass sie auf Augenhöhe behandelt werden
wollen. Der 11. September hat den Migranten Übles angetan. Sie sprechen
eher von Teilhabe/Partizipation als von Integration.
In Frankreich > Die Daten fehlen, oder werden nicht offengelegt (aus
politischen Gründen). Es gibt auch keinen Rückblick auf die Investitionen in
die Einwanderungspolitik.
Integration = gegenseitiger Prozess > Was ist der Unterschied zwischen der
Auffassung der Migranten und derjenigen des Staates?
Auf Seite der Migranten:
Die französische Beamtin aus Algerien > Der kulturelle Gedanke ist wichtig:
Was erwartet ein Einwanderer von Frankreich? Er will nicht, dass die
Elemente, auf die er in seiner Kultur Wert legt, verschwinden. Er will nicht als
Verräter betrachtet werden.
Aber es fällt der Mehrheit der Migranten schwer, ein Gleichgewicht zwischen
Kultur und Republik zu finden.
Die Muslime haben z.B. mehr Angst vor der Repression der eigenen Religion
als vor derjenigen der Republik. Islam und Demokratie verteidigen nicht
immer dieselben Interessen.
Ihre Antwort auf diese Probleme: Vielleicht mangelt es den Migranten an
einem Vorbild.
In Deutschland: die vielen Migrationswellen aus den 50er und 60er Jahren. Sie
haben sich dank der Arbeit gut angepasst; als es später keine Arbeit mehr gab
kamen die Probleme.
Der Platz der Religion, sprich des Islam, in Deutschland wurde zum
Anpassungsproblem (Pegida).
Aus der Perspektive des Staats:
Die Algerierin kritisiert die Haltung des Staates. Er weigert sich, die
Statistiken zu erfassen und dieser Realität Rechnung zu tragen. Die
Ausländerkinder erleben Probleme, deren der Staat nicht gewahr sein will
(einer Sache = G gewahr werden: apercevoir/percevoir qqc)
Die Statistiken müssen erhoben und analysiert werden, wenn wir das Problem
angehen wollen. Der Kommunitarismus (Gemeinschaftsgeist) ist zu meiden.
Die Schule sollte über mehr Macht verfügen. Maßnahmen müssen getroffen /
ergriffen werden, um die Integration zu erleichtern. Weil man ihre Situation
nicht gut kennt, führt es leicht zu Vermischungen. Die Abschottung in den
Gemeinschaften verhindert die Integration.
Menschen mit MH, wenn sie einen Franzosen/Deutschen heiraten, gelten als
Beispiele einer gelungenen Integration. Der Integrationsgrad wird leider nicht
konsequent erforscht.
In Frankreich: Misserfolg der Integrationspolitiken, die darauf abzielen,
positive Diskriminierung auf Kosten der Regeln einzuführen.
-> etwas an/wenden: avoir recours à
Seit dem 1. Mai 2011: Freizügigkeit in Deutschland für die letzten
Mitgliedsstaaten.
Aber der erwartete Ansturm hat nicht stattgefunden: Die europäischen
Migranten sind anderswohin gegangen.
Gefahren heute:
- die ungewollte Diskriminierung, die aus einer Bevölkerungsgruppe eine
Problembevölkerung macht.
- die Terrorangriffe vom 11.September => Islamfeindlichkeit auslösen
Viele Verbände bekämpfen diese Diskriminierung: sie setzen sich für die
Gleichstellung von Menschen mit MH. Ihr Ziel ist es auch, die eigene Kultur
aufrechtzuerhalten.
Politisch gesehen gibt es in den betroffenen Stadtvierteln Beauftragte für
Migration & Integration.
Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung: Der Islam
gehöre zu Deutschland.
Schäuble, 2006: Islamkonferenz ins Leben rufen
Viele Initiativen vor Ort: den Akzent auf die Ausbildung legen.
Migranten akzeptieren Jobs, die die Deutschen nicht wollen (erniedrigende
Jobs)
Wahrnehmung der Deutschen zum Thema Migration (in einem Spiegel-Artikel)
Die Deutschen halten sich für tolerant (es gibt Zuwanderer in Deutschland).
68% der befragten Zuwanderer fühlen sich von staatlichen Stellen willkommen
geheißen.
3/4 der Deutschen erwarten von Einwanderern, dass sie sich an die deutsche
Kultur anpassen.
Prognosen des Statistischen Bundesamts (ohne Zuwanderung bis 2060) =
Bevölkerung würde um ein Viertel schrumpfen.
Die Einschätzungen zum Thema Ausländer sind in Ostdeutschland etwas
weniger positiv.
Die Migration ist ein Vorteil für die internationalen Firmen.
61% befürchten die von den Migranten verursachten Probleme in der Schule.
Pegida: Bürgerbewegung seit Oktober 2014 in verschiedenen deutschen
Städten (insbesondere in Dresden).
Legida: Leipziger Pegida
Pegida hat den Journalisten vorgeworfen zu lügen => daher 'Lügenpresse'.
Gauck hat sich dagegen ausgedrückt: Lügenpresse wurde als
Propagandamittel der Nazis benutzt.
Was kann man heute zum Thema Ausländer sagen?
Pegida-Bewegung
Änderung des Rechts in Sache Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, um
die Integration zu erleichtern (und Probleme wegen der Alterung der
Gesellschaft und der Gefährdung des Rentesystems vorzubeugen):
Bis 2000 herrschte in Deutschland das jus sanginis (die Eltern vermitteln ihre
Staatsbürgerschaft). Ab 2000 basierte auch die Staatsbürgerschaft auf dem jus
solis (Abstammungsangehörigkeit), jedoch mit Bedingungen (die von
ausländischen auf deutschem Boden geborenen Kinder mussten vor ihrem 21.
Lebensjahr zwischen der deutschen Staatsbürgerschaft und derjenigen der
Eltern wählen).
Das 2000 verabschiedete Gesetz sah auch vor, dass ein Ausländer nach 8
Jahren Aufenthalt in Deutschland einen Anspruch auf Einbürgerung hatte.
Siehe noch: Maria Böhmer und der Nationalintegrationsplan ab 2007 /
Netzwerk von Bildungspaten / Charta der Vielfalt: 500 Unternehmen und
öffentliche Behörden
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