Walter Gartler über Fichte

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Dienstag 22. Dezember 2015, 17.00 Uhr
Wiener Philosophisches Forum
Walter Gartler
Fichtes absolutes Ich und dessen romantische Xenophobie
Mein Vortrag zu Fichte lässt sich folgendermaßen umschreiben, dass ich als Ausgangspunkt
seine beiden Einleitungen in die Wissenschaftslehre von 1797 nehmen werde, um darin bereits die Vorbereitung seiner Reden an die deutsche Nation festzumachen.
Also könnte man die Quintessenz meines Vortrages auch unter den etwas spektakuläreren
Titel: Fichte als Exorzist des kantschen Ding an sich und die Nationalisierung des reinen
Schreckens zusammenfassen.
Auf jeden Fall möchte ich die gesamte Atmosphäre der Fichteschen Unheimlichkeit dadurch
charakterisieren, dass ich seinen Diskurs als einen unmöglichen Herrendiskurs in die Nähe
des Paul Celanschen Wortes vom Tod als einem Meister aus Deutschland rücken möchte.
Walter Gartler, Von 1986-2010 Lehrbeauftragter am philosophischen Institut der Uni Wien
mit den Themenschwerpunkten: Anthropologie des deutschen Idealismus und Literatur
zur Zeit der Aufklärung und während der Goethezeit, weiters Geschichte der Philosophie des
19.Jh. mit Schwerpunkt Feuerbach, Marx,Engels, Kierkegaard, Nietzsche.
Vorlesungen zur Metaphysik der Kunst am Beispiel von Andre Breton, Antonin Artaud, Henri
Michaux, Antoni Tapies, Heidegger.
Publikationen zu Kant, Fichte, Georg Forster, John Stuart Mill,Francis Hutcherson, K.Ph.
Moritz, Hegel, Nietzsche, Marx.
Vorlesungen zur Freudschen Traumdeutung und zu dessen Studien über Hysterie unter starker
Berücksichtigung der Lacanschen Intervention.
wichtigste Publikationen: Unglückliche Bücher oder die Marginalität des Realen, Wien 1989,
Feindesliebe. Fichtes Wissenschaftslehre zwischen Szientismus und Paranoia, Wien 1990,
Philosophieren in der bösen Zone, Maria Enzersdorf 2002
Das Sittengesetz. Kants verschleierte Göttin, Maria Enzersdorf 2002
Walter Gartler lebt seit 2010 als freischaffender Künstler in Spanien (Bocairente) und organisiert dort Ausstellungen für seine seine arte povera Exponate.
Ort: Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur
Spengergasse 30-32
1050 Wien
Tel.: +43 1 9419358
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