Informationsverarbeitung Trauma

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Reize bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)
Eine experimentelle Studie mit im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Personen und ihren Angehörigen
Informationsverarbeitung Trauma-relevanter Reize bei Posttraumatischer Belastungsstörung
(PTBS) Eine experimentelle Studie mit im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Personen und ihren
Angehörigen
WITTEKIND, CHARLOTTE E.
Flucht und Vertreibung stellen eine besondere Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Im Jahr
2013 erreichten die Flüchtlingszahlen ihren höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg, als insgesamt
mehr als 50 Millionen Menschen vertrieben wurden oder flohen. Auch Jahre später leiden viele der
Betroffene unter den damaligen Ereignissen, beispielsweise in Form einer Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS). In ätiologischen Modellen der PTBS wird Besonderheiten der
Informationsverarbeitung (z.B. Aufmerksamkeitsverzerrungen) sowie Vermeidungsverhalten eine
wesentliche Rolle bei Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung zugeschrieben. Neben den
gravierenden Folgen einer PTBS für die direkt Betroffenen werden auch negative Konsequenzen auf
deren Nachkommen im Sinne einer transgenerationalen Übertragung beschrieben. In der
vorliegenden Monographie werden zwei Studien vorgestellt, in denen sowohl
Aufmerksamkeitsverzerrungen als auch automatische Vermeidungstendenzen gegenüber
Trauma-relevanten Reizen bei PTBS im höheren Lebensalter untersucht wurden. Darüber hinaus
wurde der Frage nachgegangen, ob auch die Angehörigen der Betroffenen Besonderheiten der
Informationsverarbeitung aufweisen. Exemplarisch wurden diese Fragestellungen bei einer Stichprobe
von im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Personen untersucht. Diese Stichprobe wurde bisher kaum
systematisch in Studien zu den Langzeiteffekten von Traumatisierung einbezogen. Vor dem
Hintergrund des demographischen Wandels ist ein verbessertes Verständnis zugrundeliegender
kognitiver Mechanismen bei älteren Betroffenen mit PTBS für die Ableitung effektiver therapeutischer
Interventionen von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus besteht Unklarheit darüber, ob kognitive
Verzerrungen auch Jahre nach dem Trauma persistieren.
2014, 248 Seiten, ISBN 978-3-95853-008-9, Preis: 25,-
September/Oktober 2014
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