Arbeitsblatt: Ablauf de Citratzyklus

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Käthe-Kollwitz-Schule
Steinbeisstraße 17
73730 Esslingen
Stoffwechsel
Citratzyklus
auch
Zitronensäurezyklus, Tricarbonsäurezyklus oder Krebs-Zyklus
genannt
A
H2O
CoA­SH
H2O
F
NADH+H+
NAD+
COOH
|
HO­CH
|
CH2
|
COOH
Äpfelsäure
1
B
COOH
|
CH2
|
HC­COOH
|
HO­CH
|
COOH
2
8
iso-Zitronensäure CO2
7
H2O
3
NAD+
E
NADH+H+
C
CoA­SH
4
6
FADH2
FAD
D
5
GTP
GDP + Pi
H2O
COOH
|
CH2
|
CH2
|
C=O
|
S­CoA
CO2
NAD+
NADH+H+
Bernsteinsäure-CoA
ADP
ATP
COOH
|
CH2
|
CH2
|
C=O
|
COOH
COOH
|
CH2
|
CH2
|
COOH
COOH
|
CH
∥
HC
|
COOH
S­CoA
|
C=O
|
CH3
-1-
COOH
|
O=C
|
CH2
|
COOH
COOH
|
CH2
|
HO­C­COOH
|
CH2
|
COOH
letzte Aktualisierung
25.10.10
Käthe-Kollwitz-Schule
Steinbeisstraße 17
73730 Esslingen
Stoffwechsel
Beschreibung der einzelnen Reaktionsschritte
Achtung: in der Abbildung sind die Säuren dargestellt, in der Beschreibung werden die Namen
der Salze verwendet (vgl. Tabelle).
1. Acetyl-CoA überträgt seine Acetylgruppe (C2-Körper) auf Oxalacetat unter Addition eines
Wassermoleküls. Es entsteht Citrat.
Die Citrat-Synthase katalysiert diesen Schritt.
2. Citrat wird isomerisiert zu Isocitrat. Diese Isomerisierung wird durch eine Dehydratisierung
(Abspaltung eines Wassermoleküls) und einer anschließenden Hydratisierung (Anlagerung
eines Wassermoleküls) erreicht. Das Resultat der Isomerisierung ist, der Austausch eines
H-Atoms und einer OH-Gruppe.
Die Aconitase katalysiert diesen Schritt.
3. In der ersten von insgesamt vier Oxidations-Reduktionsreaktionen wird Isocitrat zu einer instabilen Zwischenverbindung oxidiert, während NAD+ zu NADH+H+ reduziert wird. Die instabile Zwischenverbindung gibt ein CO2 ab und wird in α-Ketoglutarat umgewandelt.
Die Isocitrat-Dehydrogenase katalysiert diesen Schritt.
4. Succinyl-CoA entsteht in einer Oxidations-Reduktionsreaktion aus α-Ketoglutarat. Dabei
wird α-Ketoglutarat oxidiert, während NAD+ zu NADH+H+ reduziert wird. Außerdem wird in
dieser Reaktion ein CO2 abgespalten und das Molekül wird über eine energiereiche
Thioesterbindung mit Coenzym A „aktiviert“.
Der α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex katalysiert diesen Schritt.
5. Das Coenzym A wird vom Succinyl-CoA abgespalten und es entsteht Succinat. Die Hydrolyse des Thioesters (ΔG ≈ -33,5 kJ • mol-1) ist gekoppelt mit der Phosphorylierung des
Guanosindiphospates zur GTP, GTP überträgt ein Phosphat auf ADP so dass ATP entsteht.
Zwei Enzyme sind an dieser Reaktion beteiligt: Succinyl-CoA-Synthethase und Nucleosiddiphosphat-Kinase.
6. Succinat wird zu Fumarat oxidiert. Die frei werdende Energie ist nicht hoch genug um
NAD+ zur reduzieren. Hier wird FAD zur FADH2 reduziert, welches nicht vom Enzym dissoziiert, sondern die Elektronen direkt an die Atmungskette weiter gibt.
Die Succinat-Dehydrogenase katalysiert diesen Schritt, sie ist ein integraler Bestandteil
der Mitochondrienmembran uns direkt mit der Atmungskette verbunden.
7. Fumarat wird hydratisiert, d.h. Wasser wird addiert und Malat entsteht.
Die Fumarase katalysiert diese stereospezifische trans-Addition von H und OH, sodass
nur L-Malt entsteht.
8. Oxalacetat wird durch die Oxidation von Malat regeneriert. NAD + dient hier als Wasserstoffakzeptor und wird zu NADH+H+ reduziert.
Die Malat-Dehydrogenase katalysiert diesen Schritt.
Namen der Säuren und entsprechenden Salze
Säure
Salz
Säure
Salz
α-Ketoglutarsäure
α-Ketoglutarat
Fumarsäure
Fumarat
Acetyl-CoA
Acetyl-CoA
Isozitronensäure
Isocitrat
Äpfelsäure
Malat
Oxalessigsäure
Oxalacetat
Bernsteinsäure
Succinat
Zitronensäure
Citrat
Bernsteinsäure-CoA
Succinyl-CoA
Literatur: Stryer, L., Biochemie, Völlig neubearbeitet Auflage, Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg • Berlin • Oxford, 1987
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letzte Aktualisierung
25.10.10
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