Die beste Ernaehrung gegen Krebs

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Krebs
vorbeugpn&heilen
reduziert
Ernährung
Gesunde
umbiszu
dasKrebsrisiko
o/o
35
'.. TEILl
Dlebest
Ernährung
gegenKrebs
ist eine Menge. Aber wir haben auch viele
ungesunde Gewohnheiten. Und wir verflgen eine Masse: 30 Tonnen Nahrung und
50.000 Liter Flüssigkeit nimmt ein Mensch
in Deutschland im Lauf seines Lebens
durchschnittlich zu sich. Oft nicht das
Richtige. Neben der Qualität spielt auch
die sogenannte Gesamtenergiezufuhr eine
wichtigeRolle, denn
nen unsere Chance
: die ist meist viel zu
auf ein Leben ohne
katttn
Eirveiß,
,Viel
Krebs um mehr als
: hoch. Vor wenigen
zrryeiDrittel verbesKohlenhydrate und i Jahren kamen \{issern." (Siehe auch
! senschaftler in ei"I keinenZncker!"
, ner von der Euro'^-.
Grafik rechts.) ImP.ol" UhikeKdrnr'ertr-,
i päschenUniongemer deutlicher wird
. fördertenAnalysezu
außerdem: Unsere
dem Schluss: Rund
Emährungspieltda72.OO0Krebsneuerkrankungen werden in
bei eine zentrale Rolle. Sie kann sowohl vor
Europa jährlich durch Übergewicht und
Krebszellen schützen als auch im ErlranFettleibigkeit bedingt. Wer zu dick ist, trägt
kungsfall die Beschwerden effektiv lindern.
unbestritten ein höheres Risiko. Tumoren
35 Prozent aller Krebsfälle lassen sich
an Brust, Prostata, Nieren, Bauchspeichelauf falsche Ernährung zurückführen. Das
erreichen, umso größer wird die Gefahr,
keine wir
DerKrankheit
an Krebs zu erlqanken. Den meisten von uns
NeueStudien erscheint das schicksalhaft, eine Frage der
Chance!
die man sowieso nicht beeinflussen
zeigen:
Jederkannsich Gene,
könne. Ein leider oft tödlicher Irrtum!
\tVissenschaftlerwie der US-Epidemiologe
Etwamit Michael
SCHUTZEN!
Thun von der American Cancer
Essen Society (ACS) sind überzeugt: ,,Wir köndemrichtigen
ie Zahlen sind alarmierend: Rund
450.000Menschen erkranken jedes
Iahr in Deutschland neu an Krebs.
Das sind 450.000-malErschrecken,
Panik, Schnldgefühle und Angst. Angst vor
Schmerzen, vor Leid, vor Verlust. Angst vor
dem Tod. Glaubt man den Schätzungen von
Experten, werden die Fallzahlen in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen. Die
immer älter werdende Gesellschaft fordert
ihren Tribut. Denn lGebs ist zuallererst eine
Krankheit des Alters: Je mehr Lebensjahre
6 lrbRrzu
lil
P*::':3:1:ilrlli:Pil:
Sl'NtsftßÜ$cse{$oseunöobdt$ttenst
$$LN$fl
Hierlauerndie
größten Risiken
Fast70Prozent
allerKrebsleiden
habenihreUrsache
ineinem
ungesundem
Lebensstil,
nur
15Prozent
in Erbanlagen.
NebenNikotin
undAlkohol
soielt
Ernährung
einezentrale
Rolle.
f;'
I o/oAndere
,$l3i:;Hii'f,:fl:
2 o/oUV-strahlen,li:*'ilf'liiiiTf
2o/oDrogen
2 o/oUmweltversch
mutzung
o/o
3 Alkohol
5 o/oBerufsbedingte
Risiken
o/o
5 Infektion
drüse und Darm werden damit in Verbindung gebracht. Durch den ungebremsten
Nachschub an Kohlenhydraten ftihlen sich
Krebszellenwie im Schlaraffenland.Schließlich gieren sie nach Zucker, denn der versorgt sie mit schier unerschöpflicher Energie, die sie für ihr Wachstum brauchen.
WAS UNS SCHADEN KANN
,,Krebspatientenwird deshalb eine Ernährung
mit viel Fett und Eiweiß, aber kaum Kohlenhydraten empfohlen", erklärt Prof. Ulrike
lCämmerer.Über die sogenannteketogene Ernährung hat die Tumoreryertin zusanmen
mit Kollegen gerade ein Buch geschrieben:
Der Ratgeber ,,Krebszellen lieben Zucker"
(s.Buchtipp SeiteI l) basiert aufeiner Studie,
die vor wenigen Jahren am Universitätsklinikum Würzburg durchgeführt wurde.
Viele Experten zeigen sich von solchen
Zusammenhängen aber weiterhin unbeeindruckt. Ihr Argument: Schlüssigbewiesensei
bislang noch nichts. Bei keiner Frage sind
sich Krebsspezialistendeshalbso uneinigwie
bei jener über die Wirkung von gesunder
Kost.Dabei sind verschiedeneMechanismen
belegl, die Auswirkungen einzelner krebserregender Substanzen der Nahrung durchaus
bekannt: lOar ist etwa, dass Schimmelpilzgifte (Aflatoxine), die sich auf verdorbenen
Lebensmitteln bilden, Magen-, Darm- und
Leberkrebs verursachen können. Ebensowie
polyzyklische Kohlenwasserstoffe (Benzpyrene), die enryabeim Grillen entstehen. )
TIRruZU7
GESUNDHEIT
15 Helfer im KampfgegenKrebs
DieseFruchte
undGemuse,
und
Gewürze
Kräuterhaben
schützende
Substanzen:
ausder
Medizin
Natur,
dieauch
schmeckt
i*i
t I Kohl
ln ihm steckteine
Mengedes sekundärenPflanzenstoffs Sulforaphan,
dem eineWirkung
gegenKrebszugeschriebenwird.
2 | Knoblauch
Er hemmt dank des
lnhaltsstoffsAllicin
die Entstehung
krebserregender
Nitrosamineund
kannauchTumorzellenabtöten.
3 lZwiebeln
beider
Siespielen
von
Vorbeugung
desVerKrebsarten
dauungssystems
einegroßeRolle.
Wersieoft isst,
erkranktseltener.
4lKurkuma
5lSoja
6 l GrünerTee
7 lWalnüsse
lm Pulverstecktder
WirkstoffCurcumin,
derTumorbildung
verhindernund
etwa bei Brustkrebs
Zellabsiedlungen
stoppenkann.
Dankvielerenthaltener Pflanzenfarbstofie kann sie das
WachstumhormonabhängigerTumoren
(2. B. Brustkrebs)
wirksamstören.
Er hat eineMenge
Catechine,die die
Neubildungvon
Blutgefäßenim Tumor (Angiogenese)
hemmenund damit
dessenWachstum.
Reichan bioaktiven
Substanzen.etwa
die ZellEllagsäure,
gifte bekämpft und
die Angiogenese
hemmt (die Blutzufuhr zum Tumor).
%r
8 | Omega-3Fettsäuren
lm Tierversuch
stopptensie die
Entwicklungeiniger
Krebsarten.Sindin
Lachsund Makrele
enthalten.
9 lTomaten
l0 | Zitrusfrüchte
Sieenthaltenden
FarbstoffLycopin,
ein Antioxidans,das
freie
krebserregende
Radikalevernichtet
und etwa Prostatatumoren hemmt.
BekämpfenTumorzellenund fördern
die Entgiftung.
Zudemverstärken
sie die Anti-KrebsWirkunganderer
Pflanzenstoffe.
12 lVollkorn
Getreide(etwa in
Vollkornbrot)ist
wichtigeBasiseiner
krebsvorbeugenden
Kost.Esentfaltet
in Magenund Darni
seineWirkung.
13lWeintrauben 14 | Rauke
B H.itRZU
lhre Polyphenole
habeneinenAntiTumor-Effekt:
Sie blockierenein
Protein,das Krebszellenzum Überlebenbenötigen.
1l lMangold
EnthältvieleCarotinoide,die starke
Antioxidantiensind
und krebserregende
freie Radikaleattackieren.Obendrein
immunstimulierend.
151Rettich
Wie in vielenscharf
Lieferantfür den
schmeckenden
sekundärenPflanPflanzenstecken
zenstoff Salvestrol:
auchin ihm viele
Er regt die Bildung
also
Glukosinolate.
von Enzymenan,
die Krebswachstum Senföle,die krebshemmendsind.
hemmensollen.
Ein hoher Alkoholkonsum gilt ebenfalls als
Risikofaktor.Gemeint ist damit: mehr als ein
viertel Liter Wein oder ein Liter Bier pro Tag.
Bis zu 25 Prozent aller Leberkrebsleiden
führen Experten auf Alkoholmissbrauch
zurück. Rund 3500 Frauen erkranken pro
Iahr allein in den USA an Brustkrebs, weil
sie verstdrkt zur Flaschegreifen. Zudem beeinflusst Alkohol in Verbindung mit Nikotin
die Entstehung von Tumoren in Mund und
Rachen,an Kehlkopf und Speiseröhre.
Ein hoher Konsum von Fleisch und tierischen Fetten begünstigt Dick- und Mastdarmtumoren. Wer regelmäßig Gepökeltes
isst oder übermäßig viel Salzoder gesalzene
SPeisenzu sichnimmt,
..Pflanzeflerhöht sein Risiko für
Magenlrebs. EindeuStOffe wirken
Fg sind auch die Ausmehrfach
wirkungen von Überna*ata Krebs."
o-o--gewicht: Folge kann
Gerüäuser',Krebs an Speiseröhre,
Dr.Clarissa
lft'ebsDeu{sches
f)arm, Brust, Gebärfolschunrczenttrtnr
mutter, Niere und unter Umstlinden auch an der Bauchspeicheldrüse sein. Auch wer regelmäßig sehr heiße
Speisen und Getränke genießt, bekommt
häufiger Speiseröhren-und Magenkrebs.Das
sind Fakten. Trotzdem bezweifeln viele Experten noch immer den Sinn gesunderKost.
Gem beziehen sie sich dabei auf eine aktuelle Auswertung der europäischenLangzeitsrudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Ob man
Apfel, Orangenund Tomatenesseoder nicht,
so ihr Fazit, spiele für das Krebsrisiko keine
Rolle. Allerdings fanden die Forscher heraus,
dass die europäschen Obst- und Gemüsefans deutlich seltener an Lungen-, Mund-,
Rachen- oder Speiseröhrenkrebsleiden.
WAS UNS WIRKLICH SCHÜTZT
Bei der Studie ist auch ein Blick auf einzelne
Lebensmittel aufschlussreich: Frauen, die
oft Zwiebeln oder Knoblauch essen,erkranken nachweislich selteneran Eierstocklqebs.
SekundärePflanzenstoffeaus Apfeln, Griktkohl oder Zwiebeln senken möglicherweise
das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Akruelle Srudien zeigen auf, dass sich diese
Liste unbegrenzt fortsetzen lässt (siehe auch
Kasten links): Der regelmäßigeVerzehr der
im Curry enthaltenen Kurkuma soll vor
Darm- und Prostatakrebs schützen. Wirkstoffe in Knoblauch und Zwiebeln minimieren möglicherweise das Risiko für Brustund Nierentumoren.Phytoöstrogeneund Flavonoide aus Soja, Leinsamen oder Nüssen
Krebsdiäten:sinnvolloder Unsinn?
Spezielle
Kostformen
versprechen,
dasRisiko
zu minimieren
oderKrebssogarheilenzu können.
WasExperten
dazusagen
rwtRKEN
xnegsotÄrexz
Ftlr den ErnährungswissenschaftlerProf.MichaelHamm
stehtfest: ,,Nein,es gibt keine
Krebsdiät!"Der Hamburger
Experteerläutert:Fürdie
These,dieseErnährungsformen könnten das Wachstum einesTumorsaufhalten
oder gar Krebs heilen, fehle
bislangjederwissenschaftlichfundierteBeweis.
IWOLIEGEN RISIKEN?
DiverseKrebsdiätenkönnen
Nährstoffmangel und Unterernährungverursachenoder
verstärken.Insbesondere
dann,wennder Körperbereits
durchdie oft sehranstren-
gendenschulmedizinischen
Therapien(etwaChemooder
Bestrahlung)geschwächtist.
Als Tumorkachexie (Auszehrung,Abmagerung)bezeichnen Fachleutedie schwerste
FormdieserMangeldiäten.
Sie belastetdie körperliche
Leistungsf
ähigkeit,vor allem
aberdie Lebensqualität.
Tumorwachstumstoppensoll.
Die Kousmine-Diät setzt
unter anderemauf Nahrungsumstellung,Säure-BasenGleichgewicht,
Darmhygiene.
DieMoermann-Diätwill
wiederumdurch Gabenvon
VitaminensowieSchwefel,
Jod,Eisenund Zitronensäurevor Krebsschützen.
TWELCHEDüTEN SIND IN
DERKRITIK?Esgibt mehrere,
die umstrittensind: Mit der
Breuß-DiätetwasollenTumoren regelrechtausgehungert
werden.Die Gonzales-Diät
beruht u. a. aut der Zufuhr von
Enzymenund einemGetränk
aus schwarzerWalnuss.das
TWELCHEREGELNSIND
RICHTIG?Eineausgewogene
Anti-Krebs-Kostsetzt auf viel
Salatund Gemüse.Vorallem
gilt: möglichst keinen Zucker!
Zudemsollteman die Zufuhr
von Kohlenhydraten
reduzieren.Ebenfallsoptimal:Öle mit
vielenOmega-3-Fet'tsäuren.
können helfen, Darmkrebs zu verhindern.
DieEllagsäureinHimbeerenundWalnüssen
wiederum kappt Krebszellen die Versorgungswege(Angiogenese)im Gewebe,ähnIich wie die Catechin-Inhaltsstoffe
desgrünen Tees.Glukosinolate
aus Kohlgemüse sollen ,{-.
i*
BERATUi
Experten
kön
ganzindivid
ge
Esstipps
(DKFZ) in Heidelberg jetzt ganz neue Erkenntnisse entlockt. Das Sulforaphan aus
BrokkolikanndieEntwicklungvonTumoren
hemmen. ,,DieseStoffe", so die Leiterin der
Abteilung für Epigenetik und Krebsrisikofattoren, ,,bekämpfen die
Entstehung von Krebs gleich
mal am Tag! Frische, bunte, vielfältige Kost
liefert dabei eine große Menge wertvoller
bioaktiver Substanzen.Ebenfalls wichtig ist
Getreide,denn seine Abbauprodukte endalten im Magen-Darm-Trakt antikanzerogene
Wrkung. Obendrein sollte man hochwertige
Fette und Öle zu sich nehmen (etwa Leinöl).
100 Gramm
Brustkrebsrisito senteri.*
;;;hreren
Mechanis- Fisch und Fleischsind nur in Maßen erlaubt.
Derregelmäßige
Verzehr ,
geräUcherteFleisch- , men."sulforaphanschleust
Beides sollte man in gepökelter oder geräuvonTomatenoderToma- WafenZUSätZliCh
Stoffeausder cherter Form ganz meiden. Grund: Schon
pf6 TaS , schädliche
eine zusätzlichePortion von 100Gramm pro
Tag erhöht das Krebsrisiko um 70 Prozent.
risiko rechnerisch um
. BildungvonBlutgefäßen,Aus dem in Wurst und Schinken enthalterisiko reduzieren.Ver, ,
nen Nitrit werden im Körper krebserregende Nitrosamine. Auch beim Anbraten und
Grillen von rotem Fleisch können sie enterregende freie Radikale im
stehen. Schmoren und Garen ist hier also
Blut vemichtet. Bioaktive Stoffe
ähnlich umfassende Wirkung zu
immer die bessereAltemative.
sind die wahren Helden, die neuen
erzielen,müsstendortunterschiedliche
WAS UNS HEILEN KANN
Wundermittel. Welnryeittesten Forscher in
Präparateeingesetztwerden.
ihrentaborenderenpräventiveWirkung.
Und welche Kost bietet nun optimalen
Ist man bereits erkrankt, raten Experten
Aus tübem Apfelsaft und Brokkoli stamKrebsschutz?FürdiePräventionistnachwie
allerdings von sogenannten Krebsdiäten ab
men die Stoffe,denen Clarissa Gerhäuser vorobst-undgemüsereicheErnährungideal, (siehe auch Kasten oben). Zu groß ist dabei
am Deutschen Krebsforschungszentrum nach der bekannten,,Fivea day"-Regel- fünfdie Gefahr, dass der Körper anschließend
unter Mangelzuständenleidet. Empfetrlenswert ist es immer, die Kohlenhydratzufuhr
zu reduzieren und komplett auf Zucker zu
verzichten. Wie viel an hochwertigen Fetten,
Geradeerschienen
ist
www.krebshilfe.de,
E-Mail: sellschaft.de;KrebsinforÖlen oder Eiweißen man zu sich nehmen
eineneueBroschüre
der
[email protected] mationsdienst des Deutsollte, muss mit einem Ernährungsexperten
DeutschenKrebshilfe.
Titel: WeiterewichtigeAdressen: schenKrebsforschungsabgestimmtwerden, denn das ist eine kniffbei Krebs"
Deutsche Krebsgesell,,Ernährung
zentrums(KlD),Tel.
lige Angelegenheit. So setzt die ketogene
(Bezuggratis,gern auch
schaft e.V.,Straßedes
OSOO
/42O 30 40 (kostenlos
Ernährung, ähnlich wie die Öl-Eiweiß-Kost,
gegeneineSpende):
17.Juni 106-108,10623
aus dem dt. Festnetz),www.
Deutsche Krebshilfe e.V.,
Berlin,Tel.O3O/ 32 29 32 90, krebsinformationsdienst.de. auf fett- und eiweißreiches Essen. In der
Buschstr.32, 53113Bonn,
Makrobiotik wird beides dagegenreduziert.
www.krebsgesellschaft
.de
E-Mail:krebsinformations
Tel.O228/7299OO,
E-Mail:[email protected]
[email protected]
Es gilt: Jeder Tumor benötigt eine ganz eigene Therapie, die genau aufsein Profil )
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erhöhendas
irens-" fi:llil::n:,ill,,,ff;
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wie
BfuStkfebS i' Ein BeisPieL
'
ve$lndern
;"Jffi,";::H:
wanChleobowskivom
Los Angeles Biomedical
ResearchInstitute an der Harbor-Universität
von Kalifomien eindrucksvoll belegt. Auf der
Basis einer Patientengruppe von 2400 Frauen präsentierte er eine Studie, die leider viel
zu wenig Beachtung fand. Danach kann
eine Kost mit geringem Fettanteil ein !Viederaufflammen von Brustkrebs verhindern.
Allerdings wirkt die Diät nur bei jenen 25 Prozent der Patientinnen, deren Tumor nicht
durch das Hormon Östrogen zum Wachsen
angeregt wtd. In dieser Gruppe abeq, so
der Forscher, reduzierte sich das RücKallrisiko um 42 Prozent. Neue Studien sollen
diesesErgebnisnun absichern.
Bei anderen Tumoren ist wiederum eine
fettreiche Emährung sehr sinnvoll. Deshalb
sollte eine Umstellung grundsätzlich unter
fachkundigem Rat durchgeführt werden.
Eine bewährte Kosdorm, die mittlerweile
viele Wissenschaftler klammheimlich übernehmen, ist die Öl-Eiweiß-Kost, die der
ketogenen Emährungsform sehr ähnlich
ist. Entwickelt wurde sie von der deutschen
Apothekerin, Chemikerin und Physikerin
Johanna Budwig in den l950erjahren. Im
Prinzip geht es darum, die für Krebszellen
typische gestörte Zellatmung wieder zu
verbessern.Dafür brauchen die Zellen Nach.schub an hochwertigen ungesättigten Fettsäuren wie Linol- oder Linolensäure (vor10 t{8RZtf
in Suppen. Die späte Mahlzeit sollte möglichst andschen 17und l8 llhr eingenommen
werden. Bei Gemüserezeptenverwendet man
gern Oleohx, eine Mischung aus LeinöI, Kokosfett, Zwiebeln und Knoblauch. Nahrungsmittel, die Konservierungsstoffe enthalten,
kommen gar nicht auf den Tisch. Frische,
nicht gekochte Lebensmittel stehen im Vordergrund. Gemüse wird hauptsächlich roh
verwendet oder gedämpft. Fett gibt es reichlich, aber immer in Verbindung mit Eiweiß
und im richtigenVerhältnis dazu.
Wie vielf?iltig Anti-Krebs-Essen sein kann, :a
lässt sich an der Malcobiotik aufzeigen.Im E
Unterschied zur Budwig-Kost werden dort c
hochwertige ungesättigte Fette nur in Ma- cfo
ßen eingesetzt. Auf tierische Eiweiße (etwa c
LABORTEST
Diekrebshemmende aus Milchprodukten) verzichtet man ganz'
Gemüse
und
Wirkungron
weil sie den Körper unverhältnismäßig
Obstwid nocherbrscht
belasten. Es handelt sich, grob gesagt, um
eine Ernährung auf Basis der Traditionellen
Chinesischen Merlizin (TCM), deren Ziel
es ist, die Energien Ying und Yang wieder in
wiegend in pflanzlichen Ölen). Doch erst
die Balance zu bringen. Studien aus China
im Zusarnmenspiel mit schwefelhaltigem
und Indien belegen, dass viele asiatische
Eiweiß, wie es bei Milchprodukten in Form
Ernäihrungsregeln bei Krebs sehr effektiv
von Cystein und Methioninvorkommt, wird
sind - auch jene der Ayurveda-Lehre.
der gewtinschte Effekt erzielt. Zuerst ersetzt
Wer sich mit der Malqobiotik beschäftigt,
man die ,,schlechten" Fette (meist gesättigte,
sollte im Vorfeld nach Möglichkeit zu einer
tierische Fette) durch ,güte", die leicht verEmährungsberatung gehen. Dort klärt man,
brennbar sind und Energie liefem. Sie komwo Störungen im Yin- und Yang-Bereich
men etwa im Leinöl vot das deshalb in fast
liegen, um welchen Krebs es sich genau
allen Speisen verarbeitet wird: morgens im
handelt und welche Emährungsfehler mit
Müsli, mittags in Saucen zu Rohkostsalaten
dem Tumor verbunden sind. Der Berater gibt
oder als Quark-Leinöl-Dessert,abends etwa
Naturkraft sekundärePflanzenstoffe
siewirken,worinsiestecken
SiegeltenalsneueWundermittel:Wie
SEKUNDAR-WAS BEDEUTETDAS?DiE
Wirkstoffeheißenso. weil sie in der fflanze
keine primäre,also lebenswichtigeFunktion
Für den
haben,etwa im Energiestoffwechsel.
Menschenstellen sekundärePflanzenstoffe
auf vielfältigeWeiseeine Anti-Krebs-Kost
solcher Substanzensoll es
dar. Etwa10.OOO
geben.Dassind die wichtigsten Gruppen:
Carotinoide I Zu diesenorangefarbenen,roten
oder gelben Farbstoffenzählt das Carotin der
Karotte oder das LycopinEl6Od derTomate.
Stecken in: Möhren,Tomaten,Spinat, Salat,
Bohnen,Brokkoli,Paprika,Mangold,Erdbeeren.
GlukosinolateI Die Senfölemit antioxidativer,
antibakteriellerWirkung könnenauch krebsauslösendeStoffe (Karzinogene)unschädlich
machen,die etwa zur Entwicklungvon Speiseröhrenkrebsbeitragen.Stecken in: vielen
Kohlartenund scharf schmeckendenPflanze
z. B. in Rettich,Rüben,Rauke,Brokkoli.
PhytoöstrogeneI Dazuzählen lsoflavonoide
(etwa aus Soja) und Lignane(aus Leinsaat),
die hormonähnlicheEffeRe entfalten. lhnen
schreibenWissenschaftlerden Effektzu, das
in Asien,wo viel Sojaverzehrt wird, hormonabhängigellrmoren (etwa in Prostata,Brust,
Gebärmutter)seltenersind. Stecken in: Soj
Bohnen,Buchweizen,Roggenund Leinsaat.
Saponine I Sie wirken im Bereichder Darmschleimhaut,hemmen die Tumorbildungund
sind immunstimulierend.Stecken in: Erbse
Reis,Gerste,Hafer,Kartoffelnund Mais.
Sulfide I GeruchsintensiveSchwefelverbindungen,die das Krebswachstumhemmen ur
antioxidativwirken.Stecken in: Schnittlauc
Knoblauch.Porreeund Zwiebeln.
ilr,tll
GESUN
Tipps, wie man sein Essverhalten umstellen
und Defizite ausgleichen kann. Leber-, Milzund Panlqeastumoren führen Makrobioten
beispielsweise auf einen übermäßigen Konsum von Produkten zurück, die dem Yang
zugeordnet werden - etwa Eier, Fleisch und
Käse.Ie nachdem, ob ein Krebsdem Bereich
Yang oder Yin entsprungen ist, werden die
Emährungsempfehlungen angepasst.
WIE EINWUNDER
Von Makrobiotik hatte der Hamburger Innenarchitekt Gerd Peters* nie gehört. Nach
einem Hodentumor, mehreren Operationen
und Chemotherapien eröffrrete ihm sein Arzt
im Hamburger Universitätsklinikum (LIKE):
,,Sie haben nur noch maximal drei Monate
zu leben." Peterswollte das nicht akzeptieren.
Er kämpfte, informierte sich, hörte von der
Makrobiotik und ließ sich von Experten beraten. Dann kochte und aß er quasi um sein
Ieben. Strengnach Plan. Diszipliniert. Dass
er nach einem Jahrimmer noch lebte, machte
seine Arae fassungslos. ,,Mir war das egal",
sagte Peters. ,,Ich glaubte an die Sache,weil
sie mir guttat." Das sieht er immer noch so, heute - 25 lahre
später.
GEORGFRANCKEN
Krebs
voöeugen&heilen
t{ädrstetUoche
TEIL2
Diebesten
Spezialisten
undKliniken
WiedieSchulmedizinheilt,wo
Fachzentren
sind
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Alternatiue
Therapien
Wannsiehelfen,
welche
Risiken
siebergen
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BUNTEKOST
Häbsch
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Farbstoffe
in
Obst&Kräutem
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