apoBank Fokus Research HealthCare Ebola – Epidemie

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apoBank Fokus Research HealthCare
Analyst: Klaus Niedermeier, CEFA, 4. August 2014
Ebola – Epidemie-Ausbruch
 Geographische Ausbreitung
 Infektion und Krankheitsverlauf
 Behandlung
Ebola ist eine Virus-Erkrankung mit einer der höchsten Sterberaten der Welt. Bis zu 90 % der Infizierten sterben an der
Krankheit. Es ist eine der wenigen Krankheiten, welche von Regierungen als Bedrohung der nationalen Sicherheit angesehen wird.
Geographische Ausbreitung
Der jüngste Ausbruch der Krankheit begann im März dieses Jahres in Guinea und Liberia und ist inzwischen bis Sierra Leone
vorgedrungen. Die Anzahl der Verstorbenen in diesen drei Ländern liegt inzwischen bei fast 700. Auch in Nigeria wurde
schon ein Todesfall gemeldet, nachdem ein infizierter Liberianer nach Lagos flog. Es ist einer der schlimmsten Ausbrüche
seit der Virus 1976 zum ersten Mal in der Demokratischen Republik von Kongo in der Nähe des Ebola Flusses gefunden
wurde. Auch mehrere Ärzte, die sich der Behandlung des Virus angenommen haben, sind schon infiziert oder gestorben.
Darunter Scheich Umar Khan in Sierra Leone.
Die größten Ebola-Ausbrüche in Afrika
Sudan, Südsudan
(2004, 1979, 1976)
Guinea, Liberia,
Sierra Leone
(2014)
Cote d‘Ivoire
(1994)
Uganda
(2012, 2011,
2007, 2000)
Gabon
(2001, 1996,
1994)
Kongo
(2005, 2003,
2001)
Infektionen
Todesfälle
Demokratische
Republik Kongo
(1976, 1977, 1995,
2007, 2008, 2012)
1.000
500
200
20
Südafrika
(1996)
Quelle: WHO
Infektion und Krankheitsverlauf
Das Virus wird von Tieren übertragen, z. B. von Schimpansen, Gorillas und Fledermäusen. Eine Übertragung der Viren von
infizierten, aber nicht erkrankten Tieren auf den Menschen ist durch den Kontakt mit deren Blut und durch den Verzehr von
rohem Fleisch möglich. Von Mensch zu Mensch wird das Ebola-Virus laut Robert-Koch-Institut „durch den Kontakt mit Blut
oder anderen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen“ übertragen.
Die hier getroffenen Aussagen beruhen auf Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen,
die wir für zuverlässig halten, aber nicht überprüft haben. Die Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit
der gemachten Angaben ist auf grobes Verschulden begrenzt. Nachdruck nur mit Genehmigung.
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Analyst: Klaus Niedermeier, CEFA, 4. August 2014
Zum Ausbruch kommt es 2 bis 21 Tage nach der Ansteckung. Dann treten Grippe-ähnliche Symptome auf, die gefolgt sind
von u.a. hohem Fieber, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, innere und äußere Blutungen, Krämpfe, Lähmungserscheinungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Zu den äußeren Blutungsstellen gehören auch die Augen, Ohren und der Mund,
was zu einem grotesken Anblick der Patienten führen kann. In den meisten Fällen kommt es innerhalb des ersten Monats
zum Todesfall.
Behandlung
Es gibt weder einen Impfstoff, noch eine heilende Therapie gegen das Ebola-Virus. Wenn ein Patient die Krankheit überlebt,
ist er im weiteren Leben immun gegen das Ebola-Virus. Leider kommt es jedoch äußerst häufig zu Todesfällen. Was auch
daran liegt, dass sich ein Großteil der regionalen Bevölkerung gegen eine Behandlung wehrt. So verhindern Angehörige der
Patienten oft, dass sich Ärzte um diese kümmern. Dabei gäbe es einige einfache Maßnahmen zur Reduktion der Ausbreitung, wie z. B. bessere Hygiene, der Verzicht auf Verzehr von rohem Fleisch und bessere Bestattungsmaßahmen für die
Verstorbenen. Die relative Seltenheit und das Aufkommen in armen, ländlichen Gegenden von Afrika führen dazu, dass die
Entwicklung von Therapeutika für große Pharmaunternehmen nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Forschungsaufwand
liegt daher in den Händen von kleinen Biotechnologie-Firmen und von Laboren, die von Regierungen unterstützt werden.
Die hier getroffenen Aussagen beruhen auf Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen,
die wir für zuverlässig halten, aber nicht überprüft haben. Die Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit
der gemachten Angaben ist auf grobes Verschulden begrenzt. Nachdruck nur mit Genehmigung.
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