Historische Einführung in die Philosophie

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Prof. Dr. Thomas Schärtl-Trendel
PHILOSOPHISCHE GRUNDFRAGEN DER THEOLOGIE
MÖGLICHE PRÜFUNGSTHEMEN FÜR DIE MODULPRÜFUNG IM MAGISTER THEOLOGIAE
MODUL: HISTORISCHE EINFÜHRUNG IN DIE PHILOSOPHIE
TEIL 2
1. Erläutern Sie das Grundanliegen neuzeitlichen Philosophierens anhand der Cartesianischen
Methodenlehre.
2. Stellen Sie das neuzeitliche Idealbild von Philosophie und Wissenschaft an den Cartesianischen Regulae dar.
3. Ist René Descartes ein epistemischer Autist? Legen Sie die Grenzen dieser Zuschreibung anhand der so genannten provisorischen Moral dar. Und beurteilen Sie Descartes‘ Ansatz aus
der Sicht einer sozialen Erkenntnislehre.
4. Welche Konjunktur erlebt der Geist-Begriff in der Metaphysik Leibniz‘? Inwiefern kann man
sagen, dass Leibniz eine Versöhnung von Cartesianismus und Aristotelismus anstrebte?
5. Was verbirgt sich hinter den Schlüsselbegriffen „vollständiger Begriff“, „prästabilierte Harmonie“, „Spiegel des Universums“ und „Seele“ in Leibniz‘ metaphysischer Abhandlung?
Welche Entwicklungsschritte haben zu diesem Gesamtkonzept beigetragen?
6. Welche Grundprinzipien der Vernunft und des Erkennens entfaltet Leibniz in der Monadologie? Wie kommen sie in der Monadologie besonders bei der Gottesfrage zur Anwendung?
7. Legen Sie dar, wieso die Monadologie als radikalisierte Substanzontologie verstanden werden muss? Was genau macht Leibniz‘ Ansatz so radikal und so eigentümlich?
8. Inwiefern trifft der Gedanke der Selbstgesetzgebung der Vernunft auf das Grundanliegen
Immanuel Kants zu?
9. Legen Sie die Kernanliegen der drei so genannten Kritiken Kants dar. Mit welchen Fragen
hat sich der so genannte „vorkritische“ Kant beschäftigt? Was macht Kants kritische Phase
so besonders?
10. Skizzieren Sie das erkenntnistheoretische Grundkonzept in der Kritik der reinen Vernunft.
Inwiefern kann man Kants Erkenntniskonzept als duales Konzept verstehen? Welche prinzipielle Selbstbeschränkung sieht Kant im Hinblick auf Verstand und Vernunft als unüberwindbar an?
11. Wie denkt Kant die so genannte „Deduktion“ der Kategorien? An welchen Ursprungspunkt
bindet Kant die Kategorien zurück? Und welche Aufgabe haben die Kategorien im Erkenntnisprozess?
12. Warum kommt die Vernunft – nach Kant – nicht umhin, die drei transzendentalen Ideale zu
denken? Woraus entspringt die Formulierung dieser Ideale?
13. Welche Strategien verfolgt Kant in seiner so genannten Metaphysikkritik? Welche Strategien kommen bei welchem Ideal der Vernunft wie zur Anwendung. Erläutern Sie Kants Auseinandersetzung mit dem Konzept der unsterblichen Seele, mit der Frage nach der Endlichkeit der Welt und mit der Frage nach der Existenz Gottes.
14. Welche Grundfragen übernimmt der Deutsche Idealismus von der Philosophie Kants? Und
wo finden wir eine deutliche Absetzungsbewegung?
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15. Welche Programmatik kennzeichnet die Philosophie Hegels – ausgehend von der berühmten
Vorrede zur Phänomenologie des Geistes?
16. Auf welche Denkproblematik werden wir von Hegel in den drei ersten Kapiteln der Phänomenologie des Geistes gestoßen? An welchen erkenntnistheoretischen und metaphysischen
Fragen arbeitet sich Hegel hier ab?
17. Welche Perspektive eröffnet Hegel in der Phänomenologie des Geistes auf das Verhältnis
von Subjekt, Gegenstand und Intersubjektivität?
18. Was begreift die selbstbewusste Vernunft nach Hegel, wenn sie die Stufen zum so genannten absoluten Wissen erklommen hat?
19. In welche grundsätzlichen Denkrichtungen können wir die Philosophie des 20. Jahrhunderts
einteilen? Was ist für diese Denkrichtungen archetypisch? Legen Sie das Verhältnis dieser
Denkrichtungen zum Thema bzw. Phänomen Religion dar.
20. Welche markanten Positionen hat Bertrand Russell in der Erkenntnistheorie, in der Kennzeichnungstheorie, in der Sprachtheorie und in der Philosophie des Geistes vertreten?
21. Welches erkenntnistheoretische und wissenschaftliche Anliegen verfolgt Rudolf Carnap im
Logischen Aufbau der Welt?
22. Welche Überlegungen verbergen sich hinter den Schlüsselbegriffen „Konstitutionssystem“,
„eigenpsychische Basis“ und „Rückführung“ in Carnaps Logischem Aufbau der Welt? Warum gilt Carnaps Logischer Aufbau der Welt als gescheitert?
23. Worin besteht der Kern der Metaphysikkritik in Carnaps Abhandlungen zu den so genannten
Scheinproblemen der Philosophie?
24. Welches Grundanliegen teilen Rudolf Carnap im Logischen Aufbau der Welt und Ludwig
Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus?
25. Inwiefern vertritt Ludwig Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus eine Sachverhaltsontologie und eine Korrespondenztheorie der Wahrheit? Wie denkt sich Wittgenstein
in dieser Schrift die Berührung von Sprache und Wirklichkeit?
26. Warum gibt es bei Wittgenstein eine unausweichliche Selbstbegrenzung des Sprechens?
Welche Themen und Fragen unterliegen dieser Selbstbeschränkung? Wie ist in diesem Rahmen Wittgensteins Begriff des „Mystischen“ zu verstehen?
27. Skizzieren Sie Wittgensteins Begriff von Philosophie und von den Aufgaben der Philosophie
im Tractatus und in den Philosophischen Untersuchungen. Inwiefern ist Wittgensteins Anliegen therapeutisch?
28. Worin besteht die „Erbsünde“ der Philosophie nach Wittgenstein?
29. Was verbirgt sich hinter den Schlüsselbegriffen „Übersichtliche Darstellung“, „Sprachspiel“,
„Lebensform“ und „Grammatik“ in Hinblick auf die spätere Phase der Philosophie Wittgensteins?
30. Inwiefern lehrt und Wittgenstein eine Kontingenz des Wissens und eine Kontingenz des
Begreifens? Warum könnte man diesen Ansatz als einen religiösen Standpunkt verstehen?
31. Kommentieren Sie Heideggers Vorstoß zur „eigentlichen“ Seinsfrage in Sein und Zeit.
32. Was verbirgt sich hinter den Schlüsselbegriffen „In-der-Welt-Sein“, „Dasein“, „Sorge“? Was
bedeutet es, das Sein zeitlich zu denken?
33. Was verbirgt sich hinter den Begriffen „Gestell“ und „Geviert“ in der Spätphilosophie Heideggers? Inwiefern kann man angesichts von Heideggers Kehre von einem (durchaus problematischen) Übergang von einem seinsgeschichtlichen zu einem seinsgeschicklichen Ansatz
sprechen?
34. Welche positiven Einsichten lassen sich aus Heideggers Überlegungen zur Gegenstandskonstitution und ihrem Verhältnis zu Kultur und Mensch aus der Spätphilosophie Heideggers
gewinnen?
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35. Welche Schwankungen im Verhältnis von Religion und Philosophie lassen sich in den verschiedenen Schaffensperioden Heideggers identifizieren?
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