Enteroviren - Sekisui Diagnostics

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Enteroviren
Erreger
Krankheitsverlauf und Therapie
Die Enteroviren gehören zu den Picornaviridae
(ital. pico klein). Es handelt sich um säurestabile,
enteropathogene RNA-Viren. Sie umfassen
folgende in Form, Aufbau und Größe einander
ähnliche humanpathogene Viren:
Der Eintrittsort für Enteroviren ist gewöhnlich der
Respirationstrakt und der Darm. Die Inkubationszeit für Enterovirus-Infektionen ist variabel
und reicht von 12 Stunden bis zu 35 Tagen.
Primärsymptome werden bis zu 4 Tagen nach
Viruseintritt beobachtet, während die verschiedenen Krankheitszeichen nach Organbefall
nach 10 – 35 Tagen auftreten. Infektionen durch
Enteroviren verlaufen häufig asymptomatisch.
Durch die verschiedenen Serotypen werden eine
Vielzahl von akuten Krankheitsbildern von
unterschiedlichem Schweregrad und in seltenen
Fällen auch chronische Erkrankungen, die oft einen
letalen Verlauf nehmen, verursacht. Über eine
Virämie kann es zur Beteiligung des Herzens, der
Leber, des ZNS, der Muskulatur und der Haut
kommen. In diesem Zusammenhang können
Enteroviren folgende Erkrankungen auslösen:
Herpangina, akute respiratorische Erkrankungen,
Laryngotracheitis, Lymphadenitis, epidemische
Myalgie, Orchitis, Gastroenteritis, hämorrhagische
Konjunktivitis, Pneumonie, Pleurodynie, Diarrhoen
bei Kindern, Exanthem, Hepatitis, Polyradikuloneuritis, Paresen, Paralysen, postvirales
Müdigkeitssyndrom,
Myokarditis,
Perikarditis,
Enzephalitis, Enzephalomyokarditis. Für die
Behandlung des infizierten Patienten ist die
Kenntnis des spezifischen Enterovirustyps von
untergeordneter Bedeutung. Eine spezifische
antivirale Therapie der Infektion gibt es bislang
nicht. Als sicherer Schutz gegen Infektionen mit
Poliomyelitis-Viren wird eine Schluckimpfung mit
genetisch veränderten Viren empfohlen. Darüber
hinaus ist eine Impfung nach SALK mit inaktivierten
Poliomyelitisviren möglich. Gegen Nicht-PolioEnteroviren steht keine aktive Immunisierung zur
Verfügung.
Poliomyelitisviren:
Coxsackie A-Viren:
Coxsackie B-Viren:
Echoviren:
Enteroviren:
Serotypen 1, 2, 3
Serotypen A1-A22, A24
Serotypen B1- B6
Serotypen 1-7, 9, 11-27,
29-33
Serotypen 68-71
Coxsackieviren wurden erstmals 1947 in den USA
während einer Poliomyelitis-Epidemie aus dem
Stuhl eines erkrankten Kindes isoliert. Ebenfalls
während der Abklärung von PoliomyelitisInfektionen erfolgte 1951 die Entdeckung der
Echoviren, die seit 1955 als „enteric cytopathogenic
human orphan (ECHO)“-Viren bezeichnet werden.
Epidemiologie
Infektionen durch Enteroviren treten weltweit auf.
Sie
werden
durch
schlechte
hygienische
Verhältnisse begünstigt. Während die Infektionen in
tropischen Regionen ganzjährig vorkommen, treten
sie in den gemäßigten Zonen saisonal gehäuft im
Sommer und Frühherbst auf. Betroffen sind vor
allem Kleinkinder. Nach dem Absinken der
diaplazentar übertragenen Antikörper gegen
Coxsackie- und Echoviren werden die Kinder für
diese Erreger empfänglich.
Die
Übertragung
der
Enteroviren
erfolgt
hauptsächlich auf fäkal-oralem Wege durch
Schmier-,
Tröpfchenund
Aerosolinfektion.
Infizierte Personen scheiden die Erreger mit dem
Fäzes aus. In manchen Fällen lassen sich
Coxsackieviren noch nach 70 Tagen im Stuhl
nachweisen.
Enteroviren
bleiben
auf
kontaminierten Gegenständen über längere Zeit
infektiös.
Weitere
Infektionsquellen
sind
konataminiertes Trinkwasser, Schwimmbäder oder
Seen sowie kontaminierte Meeresfrüchte.
Diagnostische Bedeutung
Der Virotech ELISA zum Nachweis von
Antikörpern
gegen
Enterovirus
ist
ein
Screeningtest
zum
Nachweis
von
heterotypischen (gruppenspezifischen) IgG-,
IgA- und IgM- Antikörpern gegen Enteroviren.
Anti – CVB (Coxsacki Virus B) IgM läßt sich in
der Regel über einen Zeitraum von 6 – 8
Wochen nachweisen. In seltenen Fällen kann
IgM auch bei sonst gesunden Personen nach
einer aseptischen Meningitis über 6 Monate
persistieren.
Bei
einem
Patienten
mit
rezidivierender Perikarditis ließ sich die
Persistenz von CVB-IgM über 5 Jahre
nachweisen. Der Nachweis von CVB – IgM bei
sonst gesunden Personen über Monate oder
Jahre wirft einerseits die Frage nach der
Spezifität der EIAs auf, andererseits kann
natürlich die Möglichkeit einer Persistenz des
Erregers nicht ohne Weiteres ausgeschlossen
werden.
Eine akute CVB-Infektion kann auch durch die
Bestimmung von spezifischem IgA serologisch
nachgewiesen werden. In manchen Fällen,
insbesondere bei wiederholten EnterovirusInfektionen, erlaubt nur die gleichzeitige
Bestimmung von spezifischem CVB-IgM, -IgA
und –IgG eine diagnostische Beurteilung.
Tabelle 1: Klinische Daten und Serum Enterovirus (EV) IgA, IgG und IgM
Antikörperantworten von 19 Patienten mit einer EV – Infektion -
Artikelnummern:
Enterovirus IgA Testkit
Enterovirus IgG Testkit
Enterovirus IgM Testkit
EC 116A00
EC 116G00
EC 116M00
F_EC116X00_121126_04
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