MATERIALMAPPE WEST SIDE STORY MUSICAL VON LEONARD

Werbung
MATERIALMAPPE
WEST SIDE STORY
MUSICAL VON
LEONARD BERNSTEIN
SPIELZEIT 2016/2017
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
1
Inhalt
Besetzung am SH Landestheater
Seiten 3/4
Der Inhalt des Musicals
Seite 5
Zur Inszenierung am SHLT
Seite 6
Leonard Bernstein
Seite 7
Straßengangs im heutigen Amerika
Seite 8
Zur Uraufführung der „West Side Story“
Seite 9
Vergleich „West Side Story“ / „Romeo & Julia“
Seiten 10/11
Theaterpädagogische Fragestellungen
Seite 12
Liebe Pädagog*innen,
die vor Ihnen liegende Materialmappe zu unserer Inszenierung hält einige
Informationen rund um Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ bereit. Da es
bereits zahlreiches Material für Schulklassen aus den renommierten
Schulbuchverlagen gibt, wollen wir sie nicht mit Dopplungen belasten und haben diese
Mappe gezielt kurz gehalten. Unsere Patenklasse der Kooperationsschule des Alten
Gymnasiums Flensburg hat inhaltlich einiges beigetragen, wofür wir uns bedanken.
Der Großteil der Materialmappe ist also von Schüler*innen für Schüler*innen.
Obwohl das Musical zeitlich in den 1950er Jahren angesiedelt ist und die Inszenierung
zeitlos ist, also nicht in das 21. Jahrhundert übertragen wurde, bietet der Inhalt ein
großes Potential, um Parallelen zur aktuellen politischen Situation weltweit zu ziehen
und genau darüber mit den Schüler*innen ins Gespräch zu kommen. Nichtsdestotrotz
bleibt aber bei den bekannten Rhythmen auch die schwerelose Unterhaltung nicht zu
kurz. Wir wünschen Ihnen einen interessanten Vorstellungsbesuch!
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und verbleiben mit
herzlichen Grüßen,
Janina Wolf & Konrad Schulze
Theaterpädagogen
04331 / 14 00 334 (Janina Wolf)
04331 / 14 00 335 (Konrad Schulze)
[email protected]
[email protected]
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
2
Besetzung am SH Landestheater
Jets
Riff, der Anführer
Georg Prohazka
Tony, dessen Freund
Christopher Hutchinson
Action
Manuel Steinsdörfer
A-Rab
Martin Ruppel
Diesel
Timo-Felix Bartels
Baby John
Mario Martello Panno
Snowboy
Evgeny Gorbachev
Jet-Girls
Velma
Julia Fechter
Graziella
Lysanne van der Sijs
Clarice
Tanja Probst
Hope
Anna Schumacher
Anybody‘s
Anja Herm
Sharks
Bernardo, der Anführer
Enkhzorig Narmandakh
Chino, Bernardos Freund
Sergio Gianotti
Pepe
Arsen Chraghyan
Indio
Nikolay Boyanov Iliev
Luis
Liang-Che Chien
Anxious
Andrea Viggiano
Shark-Girls
Maria, Bernardos Schwester
Tina Marie Herbert
Anita, Bernardos Freundin
Jasmin Bilek
Rosalie
Svitlana Peter
Consuela
Marleen de Vries
Teresita
Tamirys Candido
Francisca
Yuri Tamura
Estella
Risa Tero
Die Erwachsenen
Doc
Markus Wessiak
Schrank
Kai-Moritz von Blanckenburg
Krupke
Julius Hertel / Thomas Scharroba
Glad Hand
Andreas Strähnz
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
3
Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester
Musikalische Leitung
Stefan Diederich
Inszenierung
Markus Hertel
Choreografie
Katharina Torwesten
Ausstattung
Sibylle Meier
Dramaturgie
Anne Sprenger
Nach einer Idee von Jerome Robbins
Buch von ARTHUR LAURENTS, Musik von LEONARD BERNSTEIN, Gesangstexte von STEPHEN
SONDHEIM
Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser und Nico Rabenald
Die Uraufführung wurde inszeniert und choreografiert von JEROME ROBBINS
Original-Broadwayproduktion von Robert E. Griffith und Harold S. Prince in Übereinkunft mit
Roger L. Stevens
Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit Josef Weinberger LTD. im
Namen von Music Theatre International, Bühnenvertrieb: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft
mbH, Wiesbaden
Premiere am 03. Dezember 2016, 19:30 Uhr, Großes Haus, Stadttheater Flensburg
Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
4
Inhalt des Musicals
Wie bereits in den einführenden Worten erwähnt, gibt es zahlreiches Material zur „West Side
Story“
und
so
wollen
wir
die
Inhaltszusammenfassung
kurz
halten.
Zwei Jugendbanden rivalisieren in einem New Yorker Elendsviertel: die weißen "Jets"
(polnische Einwanderer der zweiten Generation) und die "Sharks", Einwanderer der ersten
Generation
aus
Puerto
Rico.
Tony, der sich von den Jets gelöst und Arbeit gefunden hat, lässt sich von seinem Freund Riff,
dem Anführer
der Jets, überreden, zu
einer
Tanzveranstaltung
zu
kommen,
bei
der auch die Sharks
erwartet
werden. Dort begegnet
er Maria, der
Schwester des SharkAnführers
Bernardo, die gerade
erst aus Puerto
Rico kam und Riffs
Freund Chino
heiraten soll. Tony und
Maria verlieben
sich auf den ersten Blick.
Heimlich
und
Tony
zu
sorgen,
Straßenkampf
treffen sich die beiden,
verspricht Maria, dafür
dass der bevorstehende
nicht stattfinden wird.
Aber als Tony
auf die rivalisierenden
Banden trifft,
gerät die Situation außer
Kontrolle.
Bernardo ersticht Riff,
und wie im
Reflex reißt Tony das
Messer an sich
und
tötet
Bernardo.
Chino
überbringt
Maria
die
Nachricht. Sie
glaubt Tony, dass er
ihren
Bruder
nicht bewusst tötete und
die
beiden
schmieden einen Plan,
um an einem
anderen
Ort
ein
gemeinsames
Leben aufzubauen. Als
Maria
von
Lieutenant
Schrank
verhört
wird,
bittet sie ihre Freundin
Anita,
eine
Nachricht
an
ihren
Geliebten
zu
übermitteln. Als sich die
Jets an Anita
vergehen, behauptet sie,
Bernardos
Freund Chino habe Maria
getötet.
Als
Tony das erfährt, will er
sehen, ob das stimmt. Er rennt zu ihr. Als sich die beiden auf der Straße entdecken, fällt ein
Schuss – Chino erschießt Tony und dieser stirbt in Marias Armen. Erst Marias Trauer ermöglicht
ein Aufeinanderzugehen der Banden, die schließlich gemeinsam Tony zu Grabe tragen.
Quelle: http://www.dieterwunderlich.de/west_side_story.htm#cont
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
5
Zur Inszenierung am SHLT
Als klar war, dass wir für die aktuelle Spielzeit die Rechte für die „West Side Story“ bekommen,
war bereits abzusehen, dass diese Geschichte nicht ganz fernab der Realität ist. Dass sie so
tagesaktuell daher kommt, wird einem spätestens bewusst, wenn man in der Vorstellung sitzt.
Es ins Hier und Jetzt zu übertragen, mit
deutlichen Anspielungen auf die politische
Situation weltweit, würde den
Zuschauer*innen aber den Raum zur
eigenen Interpretation nehmen. Und so
haben sich Regisseur Markus Hertel und
Ausstatterin Sibylle Meier dazu
entschlossen, die Geschichte „zeitlos“ in
Szene zu setzen. Die Kostüme
beispielsweise könnten junge Menschen
zur Entstehungszeit des Musicals (1950er
Jahre) genauso getragen haben wie
heute. Die Jets tragen schwarz/weiße
Kleidung im Jeanslook mit einem Logo
auf dem Rücken, die Kostüme der Sharks
sind generell farbenfroher angelegt. Das
Bühnenbild weist klare Bezüge zu New
York auf, indem es die dort üblichen
Feuerleitern der Häuser integriert. Ein
Podest im Bühnenhintergrund bietet Platz
für Musiker des Orchesters (die
Besetzung ist so groß, dass es ohne den
zusätzlichen Platz auf der Bühne nicht
umzusetzen wäre), im unteren Bereich
verdecken garagentorähnliche
Schiebetüren weitere Elemente des
Bühnenbildes, die in den entsprechenden
Szenen zum Einsatz kommen: ein Bett
für Marias Zimmer samt eines Paravents
mit Ikonen, die ihren katholischen
Glauben zum Ausdruck bringen, sowie
eine Verkaufstheke von Docs Drugstore,
in dem Tony arbeitet. An den
Bühnenseiten direkt hinter dem Eisernen
Vorhang befinden sich Türme, die man zu Brücken ausfahren kann. Die Turnhalle, in der der
Diskoabend stattfindet, wird durch eine große Diskokugel und von oben herabhängende
Girlanden erschaffen. Der Brautmodeladen, in dem Anita und Maria arbeiten, wird durch
Kleider und Schaufensterpuppen mit den entsprechenden Brautmoden angedeutet.
Neben dem Musikalischen Leiter Stefan Diederich, der, wie schon in den vergangenen
Spielzeiten, als Gast die Musicalproduktion übernimmt, ist Choreografin Katharina Torwesten
maßgeblich am Ergebnis dieser Arbeit beteiligt, denn die meisten szenischen Vorgänge
entwickelten sich aus der Choreografie heraus. Nicht nur die Tanzszenen, sondern vor allem
auch die Kampfszenen waren Mittelpunkt der Arbeit von Katharina Torwesten. Um diese so
präzise und tempogeladen zeigen zu können, wie es in der Aufführung der Fall ist, müssen die
Abläufe zuerst langsam organisiert und anschließend wiederholt geprobt werden. Erst dann
kommt die Geschwindigkeit dazu.
Auf der Bühne stehen bei dieser Inszenierung ausgebildete Opernsänger (z.B. Tony und Maria),
unser komplettes Ballettensemble und Gäste, die vor allem aus dem Bereich Musical stammen
(z.B. Riff und Anita).
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
6
Leonard Bernstein
Nachdem der New Yorker Choreograph und
Theaterdirektor Jerome Robbins 1949 die
Idee zur “West Side Story” hatte, vollendete
er diese in Zusammenarbeit mit dem
Komponisten und Pianisten Leonard
Bernstein, der die gesamte musikalische
Untermalung des Musicals komponierte.
Bernstein wurde im August 1918 in
Massachusetts als Sohn eines ukrainischjüdischen Paares geboren.
Leonard Bernstein studierte Klavier und
Komposition an der Harvard University. Mit
nur 25 Jahren wurde er zweiter Dirigent
beim New York Philharmonic Orchestra. Sein
Durchbruch gelang ihm, als Bruno Walter
ausfiel, was Bernstein ermöglichte,
kurzfristig Schumann und Strauss
eindrucksvoll zu dirigieren. Das Konzert
wurde landesweit per Rundfunk übertragen.
1951 heiratete er Felicia Montealegre, eine
aus Chile stammende Schauspielerin, mit der
er drei Kinder hatte. Aufgrund mehrerer
homosexueller Beziehungen trennte er sich
Mitte der 1970er Jahre von seiner Frau, zu
der er allerdings nach ihrer Krebsdiagnose
zurückkehrte und bis zu ihrem Tod bei ihr
blieb.
Bernstein war Musikalischer Leiter des New York Philharmonie Orchestra und Gastdirigent
zahlreicher berühmter Orchester, wie den Wiener Philharmonikern. Zu seinen erfolgreichsten
Bühnenwerken zählte nicht nur die “West Side Story” (1957), sondern zum Beispiel auch “On
the Town” (1944) und „Candide“ (1956).
1990 starb er im Alter von 72 Jahren an akutem Herzversagen in Folge einer Krebserkrankung.
Beerdigt wurde er in Brooklyn.
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Bernstein
https://www.mphil.de/fileadmin/redaktion/Personen_diverse/komponisten/Bernstein_Leonard_
credit_Jack_Mitchell.jpg
Dieser Text stammt von der Patenklasse des Ästhetischen Profils des E-Jahrgangs unserer Kooperationsschule Altes Gymnasium in Flensburg.
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
7
Straßengangs im heutigen Amerika
Schon immer gab es einzelne Gangs in jeweiligen Vierteln in New York City.
Es herrscht(e) eine Art „Miniaturkrieg“ zwischen Afroamerikanern und Latinos.
Das Musical (und der Film) "West Side Story" spielt in den 1950er Jahren und zeigt die Ausein andersetzung von 'Jets' und 'Sharks'.
Heute sind zwei der drei größten Gangs auf New Yorks Straßen die 'Bloods' und die 'Crips'.
In den heutigen Zeiten stehen Gangs für die Einwohner in schlechtem Licht. Die Schusswaffenmordrate steigt. Ganze 40% gehen trotz strenger Waffenregeln auf das Konto von
Straßenbanden.
Die aus ca. 20 Mitgliedern bestehenden Gruppen überwältigen natürlich ganz leicht einzelne
Personen. Außerdem kommen viele in den einzelnen Gangs zu Tode, weil niemand aus den
Gruppen Grenzen während der „Miniaturkriege“ kennt.
Durch die starken Einwanderungswellen verstärken sich tagtäglich die Auseinandersetzungen
sowie der Hass zweier Straßengangs.
Im Gegensatz zu früher markieren einzelne Gangs ihr Revier bzw. ihr Straßenviertel mit Graffiti, Tattoos, Farben, Handzeichen und sogar Tanzschritten. Die meisten Gangs entstehen zwischen Gefängnisbrüderschaften.
Kreative Aufgaben:
1) STANDBILD
• Mindestens 20 Leute
• Bildet aus der Klasse zwei "Gangs" (Lehrer teilt die Klasse auf)
• Diese müssen sich untereinander besprechen, wie sie die andere jeweils "bekriegen"
möchten.
2) DIALOG
• Bildet vier gleich große Gruppen
• jeweils zwei Gruppen stellen jeweils zwei verfeindete Gangs dar
• Schreibt einen Dialog zwischen den Gangs, wie sie sich bekriegen und/oder versöhnen. Spielt
euch die Szenen vor.
3) ÜBERTRAGUNG
• Wie würde deine eigene Gang aussehen?
• Bilde deine eigene Gang mit Freunden aus deiner Klasse, stelle sie vor.
4) SCHREIBAUFTRAG
• Schreibe einen Kommentar zum Thema "Straßengangs in NYC".
• Erarbeite eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen und verwende sie in deinem Text.
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mara_Salvatrucha
https://de.wikipedia.org/wiki/Bloods_und_Crips
https://de.wikipedia.org/wiki/Bande_(Gruppe)
Dieser Text und die Aufgaben stammen von der Patenklasse des Ästhetischen Profils des EJahrgangs unserer Kooperationsschule Altes Gymnasium in Flensburg.
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
8
Zur Uraufführung der West Side Story
INFOBOX
Die Uraufführung der „West Side Story“ fand am 26. September 1957 im Winter Garden Theatre in New
York statt. Bei den Zuschauern wurde die „West Side Story“ sehr gut angenommen, trotz des
verhaltenen Applauses in der ersten halben Stunde. Vor der Premiere fanden zwei ,,Try-Outs statt“, die
im amerikanischen Musicalgeschäft üblich sind und sehr erfolgreich waren. ,,Try-Outs“ dienen dazu, das
gesamte Stück noch einmal anhand der Reaktionen des Publikums zu überarbeiten und die Wirkung der
Songs zu überprüfen. Auch wird darauf geachtet, welche Wirkungen bestimmte Szenen auf das Publikum
ausüben um eventuell Umstellungen vornehmen und Dialoge oder Songs umschreiben oder gar
herausnehmen zu können. Die Dauer der ,,Try-Outs“ und deren Umfang können sehr unterschiedlich
ausfallen. Trotzdem gilt jedoch die New Yorker Premiere als das eigentliche Uraufführungsdatum der
„West Side Story“.
,,West Side Story ist
etwas vollkommen
Neues im Theater - und
einfach großartig.“
~John McClaine~
Besucher
,,Die erste halbe Stunde
lang war das Publikum fast
wie tot. Die Zuschauer
hatten gehört, dies sei ein
<Kunstwerk> - und saßen
also da wie Kinder in der
Kirche.“
~Stephen Sondheim~
Verfasser der Gesangstexte
,,Da hatte ich das
Gefühl, wir landeten
einen Hit.“
~Leonard Bernstein~
Komponist
-nach dem ersten Applaus
Quelle:
Jansen, Wolfgang, Herzfeld, Gregor. Bernstein. West Side Story. Opernführer Kompakt. Bärenreiter-Verlag. Kassel. 2015
Dieser Text stammt von der Patenklasse des Ästhetischen Profils des E-Jahrgangs unserer Kooperationsschule Altes Gymnasium in Flensburg.
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
9
Vergleich „Romeo & Julia“ // „West Side Story“
Gemeinsamkeiten
Romeo und Julia
West Side Story
Ort
Verona (1597)
New York (1957)
Feinde
Montagues und Copulets (Familie)
Sharks und Jets (Straßenbanden)
Hauptcharaktere
Romeo und Julia: Liebe auf
den ersten Blick
Julia hat ihre Amme als Vertraute und Graf Bris als Verehrer
Tony und Maria: Liebe auf
den ersten Blick
Maria hat Anita als Vertraute
und Chino als Verehrer
1. Begegnung
Romeo und Julia: auf einem
Ball
Tony und Maria: auf einem
Tanzabend
Balkonszene
Romeo klettert herauf und er- Balkon ist hier eine Feuerleiklärt Julia seine Liebe
ter, Tony besingt Maria
Die ersten Morde
Tybalt tötet Romeos Freund
Mercutio; Romeo tötet Tybalt
Bernardo tötet Tonys Freund
Riff;
Tony tötet Bernardo
Die Paare im Vergleich
- Julia soll Graf Bris heiraten
- lassen sich von der Liebe
- Maria soll Chino heiraten
- lassen sich von der Liebe
-
-
leiten
Romeo gehört zur verfeindeten Familie und die beiden sind sich der Konsequenzen der Beziehung bewusst
heiraten heimlich
-
leiten
Tony gehört der verfeindeten Gang an und die beiden
wissen worauf sie sich einlassen
- planen Trauung im Brautmodengeschäft
- Kampf zwischen einem
- Kampf zwischen einem
Freund
von Romeo und
Julias Vetter
- Romeo weigert sich zu
-
-
kämpfen
Romeos Freund wird von
Julias Vater umgebracht,
darauf hin ersticht Romeo
Julias Vater
Romeo wird verbannt
Julias Brief, in dem steht,
dass sie nicht tot ist, erreicht Romeo nicht
Romeo bringt sich um
- Romeo ist tot
Ende
durch eine Reihe von Missverständnissen sterben beide,
danach vertragen sich die
beiden Familien
-
Freund von Tony (Riff) und
Marias Bruder (Bernardo)
Tony versucht zu Schlichten
- Tony bringt Bernardo um,
weil Bernardo Riff umgebracht hat
- Tony muss sich verstecken
- Anita überbringt die Nachricht an Tony nicht
- Tony will von Chino getötet
werden
- Tony ist tot
durch eine Reihe von Missverständnissen stirbt Tony, danach vertragen sich die Banden eventuell
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
10
Unterschiede
Julia
Maria
- unerfahren in der Liebe
- will abwarten, ob sich Gefühle für den Gra-
- nicht schüchtern
- weiß, dass Chino nicht der Richtige ist
-
fen entwickeln
distanziert sich erst von Romeo, um den
Kopf nicht zu verlieren
lässt sich trotz enormer Gefühle erst nach
Aufforderung küssen
Pater Lorenzo macht der verzweifelten Julia
wieder Hoffnung
bringt sich um, nachdem sie neben dem toten Romeo aufwacht
entscheidet sich, sich umzubringen, gibt
also Todessehnsucht nach
- vergisst zuerst alles um sich herum
- Kuss wird unterbrochen, findet also nicht
-
beim ersten Treffen statt
gibt nie die Hoffnung auf
- denkt nur darüber nach sich umzubringen
- entscheidet sich weiterzuleben, und trifft
damit den reiferen und für die Gesellschaft
richtigeren Entschluss
Quellen:
http://www.william-shakespeare.de/zusammenfassungen/zs_romeo.htm
http://www.schreiben10.com/referate/Deutsch/6/ROMEO---JULIA--WESTSIDE-STORY-reon.php
http://wwwu.edu.uni-klu.ac.at/kpeer/lv-ep/kpeer.doc
https://www.tillmenke.de/schule/musik/west-side-story.pdf
Dieser Text stammt von der Patenklasse des Ästhetischen Profils des E-Jahrgangs unserer Kooperationsschule Altes Gymnasium in Flensburg.
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
11
Theaterpädagogische Aufgabenstellungen
Sehaufträge (vor dem Vorstellungsbesuch)
Verteilen Sie einige Sehaufträge vor dem Besuch der Vorstellung. So können einzelne
Schüler*innen besonders auf die Beleuchtung achten oder auf die Ausstattung, andere sollen
das abgebildete Frauenbild beobachten, den innerlichen Bogen, den die Hauptcharaktere
durchlaufen (also welche Emotionen können wir ablesen). Dies kann anschließend in einem gemeinsamen Gespräch ausgewertet werden.
Diskussion um Aktualität (nach dem Vorstellungsbesuch)
Besprechen Sie mit den Schüler*innen die aktuellen Bezüge, die den Schüler*innen aufgefallen
sind. Zur weiteren Vertiefung empfiehlt es sich, den folgenden Artikel in die Diskussion aufzunehmen: http://www.bayern-depesche.de/politik/freiburger-w%C3%A4hlerbefragung-afd-st%C3%A4rkstepartei-bei-deutschen-mit-migrationshintergrund.html, der sich damit beschäftigt, dass ein Anteil von
AfD-Wählern, die sich lautstark gegen Einwanderung wendet, selbst einen Migrationshintergrund haben.
Anita trifft gegen Ende des Stückes folgende Aussage: „Wenn einer von euch blutend auf der
Straße liegen würde, ich würde vorbei gehen und auf ihn spucken.“
Auch dieses Zitat kann als Grundlage einer Diskussion dienen und sich mit der Aktualität dieses Gedankens beschäftigen. Die Schüler*innen sollen recherchieren, wie Künstler*innen mit
derlei Parolen und Aktionen umgehen, beispielsweise die Street Artistin Barbara. (Ich bin Barbara. / Das Kleben ist schön.)
Auch ein genauer Blick auf die Stadt, in der die Schüler*innen leben und mögliche Parallelen
zur Geschichte sind möglich.
Emotionen (vor und nach dem Vorstellungsbesuch möglich)
Diese Übung eignet sich auch, um vergleichend zu arbeiten. In einem ersten Schritt (vor dem
Vorstellungsbesuch) sollen die Schüler*innen innerhalb eines Raumlaufs verschiedene Emotionen darstellen (zuerst im Gang, dann als Statue). Der zweite Schritt folgt nach dem Vorstellungsbesuch. In der „West Side Story“ durchlaufen die Figuren viele verschiedene Emotionen,
die man dafür nutzen kann: verliebt, erwartungsvoll, hoffnungsvoll, wütend, traurig, …
Interessant dabei ist, ob es für die Schüler*innen einen Unterschied macht, ob sie diese Emotionen frei aus sich heraus darstellen sollen oder nachdem sie diese auf der Bühne beobachten
konnten.
Raumlauf: Der Raum soll so groß wie möglich sein (Tische und Stühle an die Seiten stellen),
die Schüler*innen sollen in einem gemäßigten Tempo durch den Raum laufen, dabei nicht miteinander Kontakt aufnehmen, aber aufeinander achten, es soll kein Kreis entstehen, in dem
alle hintereinander laufen. Geben Sie als Spielleiter*in dann verschiedene Emotionen rein und
lassen Sie die Schüler*innen diese Emotionen in den Gang aufnehmen bzw. später eine Statue
dazu stellen. Wichtig ist, dass Sie den Schüler*innen dafür Zeit geben, sich auszuprobieren
(pro Emotion mindestens eine Minute). Besprechen Sie anschließend, was den Schüler*innen
leicht und was ihnen schwer gefallen ist.
Variante: Nutzen Sie Musik aus der „West Side Story“ und machen Sie die gleiche Übung: hilft
oder hindert die Musik?
Materialmappe „West Side Story“, SHLT SZ 2016/2017
12
Herunterladen