Körper PM lang - Kaserne Basel

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Andreas Liebmann „Gefühlstraining für weltweite Körper“
Premiere am 09. Dezember 2010, 20 Uhr
im Hebbel am Ufer 3, Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin
weitere Vorstellungen: 10., 11. Und 12. Dezember 2010, 20 Uhr
Gefühlstraining für weltweite Körper
Ein aufgeklärter Weltbürger sein. Sich auf seine Beobachtungen verlassen, die Welt in eigenen
Worten beschreiben und begreifen. Wie funktioniert das in Zeiten der vermeintlich totalen
Information, des Kontakts aller mit allen? Bringt der weltweite Zusammenhang ein neues Gefühl
hervor – THE WORLD LOVE STORY?
Vulkanausbrüche, Choleraepidemien, Flutüberschwemmungen und Regierungsumstürze in
anderen Ländern gehören zum Alltag. Was zur Hölle soll ich dabei denken? Warum wird mir
manchmal schlecht? Was ist das für ein weltweites Gefühlstraining? Wer trainiert wen? Und darf
ich mich verweigern?
Demonstrationen oder ein Purzelbaum fordern meinem Körper etwas anderes ab, als das
Anklicken von Online-Petitionen im Internet. Meine Übung in weltweiter Empathie lässt mich
hoffen, ich könne mir vorstellen, wie es sei, wenn mir in Afghanistan die Nase abgeschnitten wird.
Verändert sich mein Körper, wenn ich meine Gefühle um die Welt winden kann? Die Beziehung
von Einzelnem und Allgemeinem, von Individuum und Gemeinschaft, verschwimmt. Mein
weltverkabelter Körper tanzt aus der Reihe und will doch angeschlossen sein ans Ganze.
Inspiriert von J.M. Coetzees Roman «Tagebuch eines schlimmen Jahres», untersucht Andreas
Liebmann gemeinsam mit den Performern Beatrice Fleischlin und Martin Clausen, der Sängerin
Carla Johnson und den Musikern Michael Emanuel Bauer und Georg Karger die Herstellung von
eigenen Überzeugungen, um sich zu positionieren.
Was heißt das, eine Meinung haben? Was heißt das, Lieben? Ansichten zu Demokratie, zu Schuld
und Verantwortung, zum ewigen Lieben und zum persönlichen Charakter von Städten
synchronisieren sich mit körperlichen Beziehungen. Wann endet die eigene Migrationsgeschichte
im reinen Affekt, im Überschlag oder in den höchsten Tönen? Wie fliegt man ohne Flugzeug?
Coetzees Protagonist schreibt Essays - weitgespannte Theorien, minimale Betrachtungen. Anya,
in die er sich verliebt, bearbeitet und kommentiert sie. Aufsätze und Liebesgeschichte vermischen
sich. In „Gefühlstraining für weltweite Körper“ wird die Buchkomposition zum Ausgangspunkt für
eine szenische Komposition. Eine Gratwanderung zwischen kühler Distanz und persönlicher
Ergriffenheit. Ein getanztes Duett. Salto mortale für zwei. Ich wollte noch über Gibraltar
nachdenken. Der Geliebte taucht auf. Fermate. Ist totale Intimität Voraussetzung fürs globale
Denken?
Einführungstraining auf www.gtwwk.de. Spielen Sie mit und abonnieren Sie den Satz des Tages!
Von und Mit: Michael Emanuel Bauer, Martin Clausen, Beatrice Fleischlin, Jessica Gadani, Georg
Karger | Regie / Konzept: Andreas Liebmann | Dramaturgie: Max-Philip Aschenbrenner |
Assistenz: Maria Fuchs | Bühne/Technische Leitung: Wolfram Sander | Künstlerische Mitarbeit
Bewegung: Pierre Caesar | Inhaltliche Beratung: Dr. Philipp Sarasin, Marcus Steinweg |
Internetprojekt: Thomas Friese | Produktionsleitung/ PR: ehrliche arbeit – Freies Kulturbüro |
Produktion Schweiz/Gastspiele: Almut Rembges
Kontakt: Andrea Oberfeld/ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Schönhauser Allee 73a, 10347 Berlin, Tel:
030/39202140, [email protected]
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Eine Koproduktion von Andreas Liebmann mit dem Hebbel am Ufer Berlin, Alte Liebe
Produktionen in der Schwankhalle Bremen, Kaserne Basel, Schlachthaus Bern. Gefördert durch
den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten, Migros
Kulturprozent, Fondation Nestlé pour l'Art, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Georges und Jenny
Bloch Stiftung und NPN.
Gastspiele:
23. - 24. Januar 2011, 20 Uhr, Gessnerallee Zürich, www.gessnerallee.ch
15., 17. und 18. Februar 2011, 20:30 Uhr, Schlachthaus Bern, www.schlachthaus.ch
24. und 26. März 2011, 20 Uhr, FFT Düsseldorf, www.forum-freies-theater.de
31. März und 1., 2. April 2011, 20 Uhr, Schwankhalle Bremen, www.schwankhalle.de
20. und 21. Mai 2011, 20 Uhr, Kaserne Basel, www.kaserne-basel.ch
22. Mai 2011, bblackboxx Basel, www.bblackboxx.ch
Spielzeit 2011/2012: Theater Tuchlaube Aarau, www.tuchlaube.ch
Biografien:
MAX-PHILIP ASCHENBRENNER - Dramaturgie
Von 2001 bis 2008 Studium der Medienwissenschaft, Prozessgestaltung und Dramaturgie in
Potsdam, Basel und Frankfurt am Main. Seit 2004 eigene Projekte in den Bereichen
Dokumentarfilm, Dramaturgie und Kunstforschung. Von 2005 bis 2007 Mitarbeit in der
Kommunikation des Opernhaus Zürich und im Forschungsprojekt ‚Denken Hilftʻ der ZHdK. Von
2008 bis 2009 Mitarbeiter der Direktion am Theater Neumarkt in Zürich, parallel eigene
Dramaturgien und Assistenzen am Mousonturm und der Oper Frankfurt, der Komischen Oper und
am HAU Berlin. Von 2009 bis 2010 Künstlerischer Mitarbeiter bei Theater der Welt 2010 in Essen
und Mülheim an der Ruhr. Von 2007 bis 2009 Stipendiat der Deutschen-Bank-Stiftung in der
Akademie Musiktheater Heute und seit 2010 Mitglied der IMPULSE-Jury. Max-Philip
Aschenbrenner lebt und arbeitet als freier Dramaturg und Kurator in Berlin.
MICHAEL EMANUEL BAUER - Musik
Michael Emanuel Bauer, geboren 1974, studierte Musikwissenschaften und Alte und Neue
Geschichte in München. Er besuchte Kompositionskurse bei Karlheinz Stockhausen, Dieter
Schnebel und Bernhard Lang. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem
Fassbinder-Komponisten Peer Raben. Er arbeitete am Staatstheater Stuttgart, am Bayerischen
Staatsschauspiel und am Staatsschauspiel Dresden sowie mit Ulrich Rasche auf den Wiener
Festwochen und an den Sophiensaelen. Michael Emanuel Bauer ist Träger des Leonhard-und-IdaWolf-Gedächtnispreises für Musik. Kompositionsaufträge hat er vom Bayerischen Rundfunk, der
Landeshauptstadt München und dem Netzwerk Neue Musik erhalten. 2009 fand die Uraufführung
des Musiktheaterstücks ‚Der Wilhelmine-Code’ am Theater Erlangen, sowie 2010 die Uraufführung
des Musiktheaterstücks ‚Brachland. Geschichten vom Nichts.’ an der Neuköllner Oper statt.
Derzeit promoviert Michael Emanuel Bauer über die Filmmusik von Peer Raben.
PIERRE CAESAR - Künstlerische Mitarbeit Bewegung
Pierre Caesar wurde 1980 einige Sekunden vor seinem Zwillingsbruder geboren. Er war JugendEuropameister und -Weltmeister der Sportakrobatik. Mit 17 Jahren beendete er seine sportliche
Karriere und begann sein Talent in Shows zu präsentieren.
Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Pablo startete Pierre seinen kometenhaften Aufstieg als
die Caesar Twins. Sie performten in 100%, la clique, Pallazzo und tourten weltweit. Ihre Solo
Show spielte im Londoner Westend, sie wurden von Queen Elisabeth II zur Royal Variete Show
eingeladen - ein künstlerischer Ritterschlag. Hier spielten sie mit Shirley Bassey, Sharon und Ozzy
Osbourne, Cliff Richard, Andrea Bocelli. Beim Edinburgh Festival war ihr Programm für 3 Jahre in
Folge ausverkauft. Die Show erhielt den Preis als beste Show beim Brighton sowie beim
Edinburgh Festival.
Kontakt: Andrea Oberfeld/ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Schönhauser Allee 73a, 10347 Berlin, Tel:
030/39202140, [email protected]
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2008 gründeten Pierre und Pablo Caesar gemeinsam mit Markus Pabst die Künstlerplattform
BASE Berlin bei der Artisten, Tänzer, Akrobaten, Regisseure und Fotografen zusammenarbeiten,
um einen neuen Stil zu entwickeln. Pierre inszeniert, schreibt Gedichte sowie Songtexte und
unterrichtet Akrobatik.
MARTIN CLAUSEN - Performance
Martin Clausen, geboren 1973, kam 1993 nach Berlin und begann während seines Kultur- und
Theaterwissenschaftsstudiums an der Berliner Humboldt Universität als Autodidakt bei Berliner
Off-Theatern als Schauspieler, Musiker, Assistent und Regisseur. 1999 - 2002 machte er eine
Ausbildung zum Alexander-Technik-Lehrer. 2000 gründete er zusammen mit Angela Schubot die
Tanz- und Theatercompany TWO FISH (www.twofish.info). Neben TWO FISH kollaboriert er unter
anderem mit den Theatercompanys urban lies, post theater, Gob Squad, Nico and the Navigators,
bösediva, Die Bairishe Geisha und Lubricat und der Choreografin Hanna Hegenscheidt. Er
unterrichtet als Dozent an der HBK Braunschweig und als Alexander-Technik-Lehrer an der
Staatsoper Unter den Linden.
BEATRICE FLEISCHLIN - Performance
Geburt 1971. Primar- und Sekundarschule in Sempach (CH). Beharrliche Berufsversuche als
Haushälterin, Floristin, Altenpflegerin, Hochzeitsfotografin, Tankwart. 1996-2000 Ausbildung an
der Theater Hochschule Zürich. 2002 Mitbegründerin des Performancekollektives GASTSTUBE
und des duos fleischlin/galeazzi, mit denen sie Arbeiten an der Schnittstelle von Theater,
Installation und Interaktion realisierte.
Seit 2007 arbeitet sie als Performerin/Schauspielerin unter anderem mit Thom Luz, Boris
Nikitin, Andreas Liebmann, post theater und SIGNA. Sie entwickelt eigene Projekte mit Fokus auf
"Identität in der Verschiebung" und nimmt in der Spielzeit 2011/2012 am
Autorenförderungsprogramm Stücklabor Basel teil. Beatrice Fleischlin lebt und arbeitet in Berlin
und der Schweiz.
JESSICA GADANI – Gesang
Jessica Gadani ist Sängerin und stammt ursprünglich aus Upstate New York. Sie erhielt eine
klassische Gesangsausbildung am Ithaca College in Ithaca, New York und sang als Mezzo-Sopran
in vielen Opernproduktionen in den USA. Seit einem Jahr arbeitet sie freiberuflich als Sängerin und
Schauspielerin in Berlin, zuletzt in Santiago Blaums Konferenzoper “Switch On” im HAU 3 und mit
Jack Woodhead und Comedy Sportz im Kookaburra Comedy Club.
GEORG KARGER - Musik
Nach seinem klassischen Kontrabass-Studium tourte Georg Karger einige Jahre im Showbusiness
und spielte als Studiomusiker für TV-Shows, bei Filmmusiken und Plattenaufnahmen. Sein
aktuelles Thema ist das Verbinden von scheinbaren Gegensätzen wie Tradition & Innovation,
Improvisation & Komposition, Konzert &
Theater. Neben einer regen Konzerttätigkeit komponiert und produziert er Theatermusiken und
Soundtracks z.T. preisgekrönter Filme und spielt mit Musikern wie Gerd Baumann, Uri Caine,
Karina Erhard, Barry Guy, Viktor Laszlo, Johnny Logan, Barry Manilow, Olga Neuwirth, Michael
Schanze oder Fredy Studer. Oder kollaboriert mit der Bayerischen Staatsoper, dem ICI-Ensemble
und den Nürnberger Symphonikern. Er unterrichtet an der Kreismusikschule Erding, gibt
Workshops und ist Dozent in der Lehrerfortbildung.
ANDREAS LIEBMANN – Konzept/Regie
Andreas Liebmann, 1972 in Zürich geboren, studierte Schauspiel in Zürich. 2002 gründete er
zusammen mit Beatrice Fleischlin und Nicolas Galeazzi die Performancegruppe GASTSTUBE, mit
der er künstlerische Formate und kollektive Arbeitsweisen untersuchte. Seit 2007 wandert Andreas
Liebmann als Autor, Regisseur und Performer in verschiedenen Konstellationen durch
unterschiedliche theatrale Räume und Arbeitsweisen. Seine Projekte untersuchen das Theater als
Wunschmaschine und thematisieren kollektive Autorschaften. Sie kreisen um die Beziehung von
Kontakt: Andrea Oberfeld/ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Schönhauser Allee 73a, 10347 Berlin, Tel:
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körperlich-psychologischer Feinbefindlichkeit und gesellschaftlicher Bewegung. Andreas Liebmann
lebt in Berlin und Zürich. Er arbeitet am HAU Berlin, am Theater Freiburg, der Kaserne Basel und
anderen freien und staatlichen Theatern.
WOLFRAM SANDER - Bühne
Wolfram Sander, geboren 1978, studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und
Theater in Montreal. Diplom 2009 zum Thema ‚Vokale Strategien im zeitgenössischen Theater und
in der Performance: Annäherungen an eine Ästhetik des Hörens’. Er arbeitete als Assistent von
Heiner Goebbels für das szenische Konzert mit dem Hilliard Ensemble ‚I went to the house but did
not enter’.
Eigene künstlerische Arbeiten in Berlin, Lyon, Stockholm, Hamburg, Frankfurt/Main,
Leipzig, Hildesheim und Bremen. Kooperationen mit Rimini Protokoll, bigNOTWENDIGKEIT,
Andreas Liebmann, Hannes Seidl/Daniel Kötter. Seine Musiktheaterarbeit ‚Anfahrt und Abkunft’
war Preisträgerproduktion des Wettbewerbs operare 10 der Zeitgenössischen Oper Berlin. Der
gelernte Tischler lebt und arbeitet freischaffend in Berlin als Licht- und Sounddesigner, Übersetzer,
Regisseur und Bühnenbildner.
EHRLICHE ARBEIT – FREIES KULTURBÜRO - Produktion/PR
Ehrliche arbeit wurde 2006 als Plattform für die freien darstellenden Künste in Berlin gegründet.
Wir verbinden Konzept- und Projektentwicklung mit Projektleitung oder Produktionsleitung, Presseund -Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie sowie Text- und Übersetzungsarbeiten.
ehrliche arbeit wurde 2006 von Janina Benduski, Alexandra Pfeil-Schneider und Elena
Polzer gegründet, seit 2008 arbeiten Janina Benduski, Sandra Klöss, Andrea Oberfeld, Elena
Polzer und Ilka Rümke zusammen, seit 2010 mit Anka Belz. In fester Kooperation arbeiten wir mit
dem Choreografen Christoph Winkler und der Musiktheatergruppe OPER DYNAMO WEST.
Gemeinsame Arbeiten unter anderem mit ada studio Berlin, artscenico, Ballhaus Ost Berlin, brasil
move berlim – Festival für zeitgenössischen brasilianischen Tanz, Jess Curtis, Deutsche Oper
Berlin, Dock 11 Berlin, Hamburger Sprechwerk, Hebbel am Ufer Berlin, Hybrid Arts Fest Australia,
Kulturfestival Junge Kunst, Labor für kontrafaktisches Denken, lunatiks produktion, Johannes
Müller, poesiefestival berlin, post theater [new york/berlin/tokyo], Radialsystem V, Veronika Riz,
Alexandre Roccoli, Schloss Bröllin, She She Pop, sophiensaele Berlin, Spree Agenten Berlin,
squint productions / Ami Garmon, Tanzcompagnie Rubato, Theatercompagnie >fliegende fische>,
Theaterdiscounter Berlin und Nir De Volff/TOTAL BRUTAL.
Kontakt: Andrea Oberfeld/ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Schönhauser Allee 73a, 10347 Berlin, Tel:
030/39202140, [email protected]
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