Uraufführung «Marie und Robert»

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Theater Orchester Biel Solothurn
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Medienmitteilung
17. November 2015
Uraufführung «Marie und Robert»
In der Saison 2017/2018 wird Theater Orchester Biel Solothurn erneut eine Oper zur
Uraufführung bringen. Für «Marie und Robert» nach Paul Haller konnten mit dem
Komponisten Jost Meier und dem Librettisten Hansjörg Schneider zwei der hochkarätigsten Schweizer Kunstschaffenden verpflichtet werden.
Als Premierendatum im Stadttheater Biel ist der 3. November 2017 vorgesehen.
Facettenreich, und berührend ist sie, die im Aargau angesiedelte Liebesgeschichte zwischen
dem verarmten Fabrikarbeiter Robert und seiner einstigen Jugendliebe Marie, die unterdessen einen reichen Kapitalisten geheiratet hat. Vor dem Hintergrund der Arbeiteraufstände zu
Beginn des 20. Jahrhunderts entspinnt sich zwischen den beiden Protagonisten ein Konflikt
voller widersprüchlicher Gefühle, persönlicher Opfer und grossen Emotionen. Persönliche
und politische Ereignisse ergeben eine packende Momentaufnahme Schweizer Geschichte.
Ein Stoff wie geschaffen für ein musikdramatisches Werk. In knapp zwei Jahren wird «Marie
und Robert» tatsächlich auf der Opernbühne zu sehen sein: Im November 2017 wird Theater
Orchester Biel Solothurn die tragische Liebesgeschichte als abendfüllende Oper zur Uraufführung bringen. Eine besondere Bedeutungsebene gewinnt das Projekt durch den 2018
begangenen hundertsten Jahrestag des Schweizer Landesstreiks.
Komponiert wird das Werk von Jost Meier, einem der profiliertesten und wichtigsten Schweizer (Opern-)Komponisten der Gegenwart. Seine Werke sind auf der ganzen Welt zur Aufführung gekommen, etwa an der Deutschen Oper Berlin und der New York City Opera. Jost
Meier ist unserem Haus in besonderer Weise verbunden, war Gründer des heutigen Sinfonie
Orchester Biel Solothurn und musikalischer Direktor des damaligen Städtebundtheaters wo
1995 seine Oper «Pilger und Fuchs» uraufgeführt wurde. Für «Marie und Robert» schwebt
Meier eine «dunkle Grundfarbe» vor, «die einer (unteraargauischen) Gegend zwischen dunkelgrünem Gewässer und grauer (Jura-)Bergkette entspricht».
Librettist Hansjörg Schneider verbindet mit Meier eine langjährige Arbeitsbeziehung. Seit
Jahrzehnten gehört Schneider zu den wichtigsten Vertretern der Schweizer Literatur, verfasst Bühnenwerke, Romane und Libretti. Durch seine Kommissär Hunkeler-Reihe und deren Verfilmung durch das Schweizer Fernsehen wurde er einem breiten Publikum bekannt.
Sein Libretto zu «Marie und Robert» basiert auf dem 1917 uraufgeführten gleichnamigen
Drama des Aargauer Schriftstellers Paul Haller (1882 – 1920). Schneider sieht in dem von
Haller beschriebenen Konflikt zwischen Marie und Robert «ein literarisches Denkmal von
grosser Kraft und Glaubwürdigkeit». Bei der Umarbeitung zum Opernlibretto wurde der ursprünglich im Brugger Dialekt verfasste Text ins Schriftdeutsche übertragen.
Neben dem Schweizer Autorenteam konnten auch für die Umsetzung des Werkes auf den
Bühnen von Biel und Solothurn zwei herausragende Exponenten einheimischen Kulturschaffens gewonnen werden: Inszeniert wird «Marie und Robert» von Reto Nickler, dessen Regiearbeit «Owen Wingrave» zurzeit bei TOBS zu sehen ist. Die musikalische Leitung obliegt
Kaspar Zehnder, Chefdirigent des Sinfonie Orchester Biel Solothurn.
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