Georg Büchner - Digitale Schule Bayern

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Literaturarchiv
Georg Büchner
(1813-1837)
Pastell eines unbekannten Künstlers, um 1839.
Georg Büchner als Freimaurer mit einem Logenbijou
Georg Büchner
(1813 – 1837)
1813
17. Oktober: Karl Georg Büchner wird in Goddelau (Großherzogtum Hessen-Darmstadt) als
Sohn des Amtschirurgen Ernst Büchner und seiner Frau Caroline, geb. Reuß, geboren.
1816
Die Familie siedelt nach Darmstadt über.
1821
Büchner tritt in die "Privat-Erziehungs- und Unterrichtsanstalt" von Dr. Carl Weitershausen in
Darmstadt ein.
1825
März: Büchner wechselt zum Großherzoglichen Gymnasium.
August: Zum Geburtstag des Vaters schreibt Büchner eine Erzählung über die wunderbare
Rettung Schiffbrüchiger.
1828
Mai: Büchner wird in der Darmstädter Stadtkirche konfirmiert. Zusammen mit
Klassenkameraden gründet Büchner einen literarischen Zirkel.
Der Text stammt aus der Studienbibliothek: www.digitale-bibliothek.de. Abdruck mit freundlicher
Genehmigung des Verlags. ©:Directmedia und www.deutsch-digital.de. Vervielfältigung nur für schulische
Zwecke erlaubt.
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Literaturarchiv
Dezember: Zu Weihnachten verfaßt Büchner das Gedicht "Die Nacht" für die Eltern.
1829
August: Das Gedicht "Gebadet in des Meeres blauer Flut" entsteht anläßlich des
Geburtstages der Mutter. Büchner schreibt einen Schulaufsatz zum Thema "Helden-Tod der
vierhundert Pforzheimer". 1830
September: Büchner hält in der Schule eine "Rede zur Verteidigung des Cato von Utika".
1831
März: Nach Ablegung der Examina erhält Büchner das Abschlußzeugnis durch Direktor Dr.
Carl Dilthey. Bei der Abiturfeier hält er eine Rede im Namen des "Menenius Agrippa an das
römische Volk" in lateinischer Sprache (nicht überliefert).
November: Büchner immatrikuliert sich an der Medizinischen Fakultät der Straßburger
Académie. Er wohnt bei dem Pfarrer Johann Jakob Jaeglé.
1832
April: Heimliche Verlobung mit der Tochter seines Vermieters Wilhelmine Jaeglé.
Juni: Büchner wird zum Dauergast der Straßburger Theologenverbindung "Eugenia" ernannt.
Freundschaft mit dem Medizinstudenten Eugène Boeckel und den Theologen August und
Adolph Stoeber
August/Oktober: Aufenthalt in Darmstadt.
1833
Juni: Zusammen mit dem Verwandten Edouard Reuss, dem späteren Ägyptologen Richard
Lepsius und drei weiteren Studenten unternimmt Büchner eine Wanderung durch die
Vogesen.
August: Rückkehr nach Darmstadt.
September: Besuch des Straßburger Freundes Alexis Muston. Oktober: Büchner wechselt
an die Medizinische Fakultät der Großherzoglich-Hessischen Landesuniversität Gießen.
Bekanntschaft mit dem Theologiekandidaten August Becker.
November: Aufgrund einer Hirnhautentzündung kehrt Büchner ins Elternhaus nach
Darmstadt zurück.
1834
Januar: Wiederaufnahme des Studiums in Gießen. Büchner beschäftigt sich intensiv mit der
Geschichte der Französischen Revolution.
Februar: Durch Becker lernt Büchner den oppositionellen Rektor in Butzbach, Friedrich
Ludwig Weidig, kennen.
März: Zusammen mit Weidig entwirft Büchner die später als "Hessischer Landbote" betitelte
politische Flugschrift. Reise nach Straßburg Büchner gibt das heimlichen Verlöbnis mit
Wilhelmine Jaeglé bekannt.
April: Zusammen mit Becker gründet Büchner in Gießen die geheime revolutionäre
"Gesellschaft für Menschenrechte". Rückkehr ins Elternhaus, von wo aus Büchner eine
Darmstädter Sektion der Geheimgesellschaft gründet.
Sommer: Fortsetzung des Studiums in Gießen.
Juli: Büchner nimmt an der Gründungsversammlung eines konspirativen "Preßvereins" teil.
August: Der "Hessische Landbote" wird in Offenbach gedruckt. Karl Minnigerode, ein
Schulfreund Büchners, wird mit 100 Exemplaren der Druckschrift verhaftet. Gegen Büchner
als mutmaßlichen Verfasser des "Hessischen Landboten" wird ein Haftbefehl erlassen.
Büchners wird von dem Universitätsrichter verhört, der Haftbefehl wird aus taktischen
Gründen nicht vollzogen.
September: Mit Vorlesungsschluß kehrt Büchner ins Elternhaus nach Darmstadt zurück.
November: Druck der zweiten Auflage des "Hessischen Landboten". 1835 Januar:
Niederschrift des Dramas "Danton's Tod".
Februar: Büchner sendet das Manuskript an den Verleger Sauerländer in Frankfurt am Main.
Auf Empfehlung von Karl Gutzkow wird das Drama angenommen.
März: Flucht Büchners aus Darmstadt über Wissembourg nach Straßburg.
April: "Danton's Tod" wird in der Zeitschrift "Phönix" gedruckt.
Mai: Büchner beginnt mit den Arbeiten für eine Erzählung über den Sturm-und-DrangDer Text stammt aus der Studienbibliothek: www.digitale-bibliothek.de. Abdruck mit freundlicher
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Literaturarchiv
Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz (als Fragment gedruckt 1839 im "Telegraph für
Deutschland").
Juni: In Darmstädter und Frankfurter Zeitungen wird ein Steckbrief Büchners veröffentlicht.
Juli: "Danton's Tod" erscheint unter dem Titel "Dramatische Bilder aus Frankreichs
Schreckensherrschaft".
Oktober: Büchners Übersetzungen der Dramen "Lucretia Borgia" und "Marie Tudor"
erscheinen als Band 6 von Sauerländers Victor-Hugo-Ausgabe.
November: Beschäftigung mit der Philosophie von René Descartes und Baruch de Spinoza.
Dezember: Beginn der Untersuchungen über das Nervensystem der Barbe
(Süßwasserfisch).
1836
April: Auf drei Sitzungen der Straßburger "Société du Museum d'histoire naturelle" hält
Büchner einen Vortrag in französischer Sprache über das Nervensystem der Flußbarbe.
Mai: Büchner wird zum korrespondierenden Mitglied der naturhistorischen Gesellschaft
ernannt. Abschluß der physiologischen Abhandlung unter dem Titel "Sur le système nerveux
du barbeau". Juni: Für einen Lustspielwettbewerb des Stuttgarter Cotta-Verlags arbeitet
Büchner an der Komödie "Leonce und Lena" (gedruckt 1842). Er beginnt mit den Arbeiten für
sein Drama "Woyzeck" (erscheint als Fragment 1877 in der Berliner Zeitschrift "Mehr Licht").
Juli: Wegen verspäteten Eintreffens wird Büchners Komödie "Leonce und Lena" vom
Wettbewerb ausgeschlossen.
August: Besuch der Mutter und der Schwester Mathilde in Straßburg. September: Aufgrund
der eingereichten Abhandlung über das Nervensystem der Flußbarbe wird Büchner an der
Philosophischen Fakultät der Universität Zürich promoviert.
Oktober: Übersiedlung nach Zürich, wo er bei dem Regierungsrat Dr. med. Zehnder wohnt.
November: Büchner hält eine öffentliche Probevorlesung und wird zum Privatdozenten
ernannt. Provisorische Aufenthaltsgenehmigung für Zürich als Asylant.
1837
Januar: Büchner erkrankt an Typhus.
Februar: Beginn der Delirien. Büchners Braut Wilhelmine Jaeglé trifft in Zürich ein.
19. Februar: Tod Büchners. Zwei Tage später wird er auf dem Friedhof der Gemeinde
Großmünster beerdigt.
Verfasserin: Sylvia Zirden
Werke:
Georg Büchner Dramen
Dantons Tod
Entstanden 1834, verstümmelter Erstdruck in: Phönix. Frühlingszeitung für Deutschland
(Frankfurt/M.), März/April 1835, Erste Buchausgabe: Frankfurt/M. 1835. Uraufführung am
5.1.1902 in Berlin.
Leonce und Lena
Entstanden 1836. Erstdruck in: Telegraph für Deutschland (Hamburg), Nr. 76-80, 1838.
Uraufführung am 31.5.1895 in München.
Woyzeck
Entstanden 1836/37, Erstdruck in: Neue Freie Presse (Wien), Nov. 1875. Uraufführung am
8.11.1913 in München. - Siehe auch die redaktionelle Vorbemerkung am Beginn des
Werktextes.
[Büchner: Digitale Bibliothek Band 1: Deutsche Literatur, S. 16917]
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