29. | 30. November 2014 Philharmonie im Albertinum 5. Konzert

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29. | 30. November 2014
Philharmonie im
Albertinum
5. Konzert
STEINWAY & SONS
BOSTON
ESSEX
AUGUST FÖRSTER
J.C.NEUPERT
Comeniusstraße 99
01309 Dresden
Tel.: 0351 | 2 68 95 15
Netz: www.piano-gaebler.de
E-mail: [email protected]
NOVEMBER
2014
29
30
SAMSTAG
SONNTAG
19.30 19.30
Philharmonie im Albertinum
Lichthof
5. Konzert
»…EI N LA ME N T O, N ICH T FÜ R T OT E , SON D E RN FÜ R U N S, DI E
LEB ENDE N ...« – Pärt
IGOR STRAWINSKY (1882 – 1971)
PAUSE
»Symphonies of Wind Instruments«
(revidierte Fassung von 1947)
JOHN ADAMS (*1947)
Harmonielehre für Orchester
Im Anschluss an das Konzert
vom 29. November: EPILOG
Dennis Russell Davies und
Maki Namekawa spielen an
zwei Flügeln Adams'
»Hallelujah Junction«
Dennis Russell Davies | Dirigent
Maki Namekawa | Klavier
ARVO PÄRT (*1935)
»Lamentate« für Klavier und Orchester
Minacciando
Spietato
Fragile
Pregando
Solitudine – stato d’animo
Consolante
Stridendo
Lamentabile
Risolutamente
Fragile e conciliante
Part I.
Part II. The Anfortas Wound
Part III. Meister Eckhardt and Quackie:
Slowly rocking
1
Vermählung zweier Stile –
Werke von Strawinsky, Pärt und Adams
»Es gibt kurze Abschnitte, eine Art Litaneien in engen Tempobeziehungen, die einander folgen, und einige rhythmische Dialoge
zwischen Bläsern, etwa der Flöte und der Klarinette. Die ganze
besondere Struktur des Werkes erforderte einen besonderen
Titel«, beschrieb Igor Strawinsky 1948 rückblickend seine
»Symphonies of Wind Instruments« – und diesen besonderen
Titel hatte das Werk auch bekommen. Als er seine Bläsersinfonien,
oder im Original »Symphonies d’instruments à vent«, 1920
komponierte, bezog Strawinsky den Begriff »Sinfonien« nicht auf
die Gattungsbezeichnung des 18. Jahrhunderts. Vielmehr verstand
er das Wort in seiner vorklassischen Bedeutung, einer allgemeinen
Bezeichnung für Instrumentalstücke verschiedener Form und
Besetzung. Das einsätzige Stück, das in einer Art Montagetechnik
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komponiert wurde, setzt sich aus vier Teilen und mehreren RitornellZwischenspielen zusammen, die jede für sich einen Zusammenklang bilden – deshalb der Plural »Sinfonien«. Dabei wechseln sich
verschiedene, von Strawinsky selbst benannte Motive ab und werden
von meist fünftönigen Überleitungsfloskeln sowie einer Schlusswendung mit Abschiedscharakter zusammengehalten. Das Ende
markiert ein Choral, der gleichzeitig Ausgangspunkt des Werks ist:
Strawinsky komponierte ihn im Juli 1920 für die Zeitschrift »Revue
Musicale«, die zum Andenken an den zwei Jahre zuvor verstorbenen
Claude Debussy als Sonderheft mit kleinen Musikstücken von Zeitgenossen und Verehrern erscheinen sollte. Bereits unmittelbar nach
Debussys Tod notierte Strawinsky einige musikalische Gedanken,
die er jedoch erst für die »Revue« zusammenfasste. Somit stellt
die Choralmusik die eigentliche Keimzelle der Bläsersinfonien dar.
Daneben steht der Übergang dazu stellvertretend für Strawinskys
Schaffensbruch hin zu seiner neoklassizistischen Phase.
Um den Kriegswirren Europas
zu entkommen, übersiedelte
Strawinsky nach dem Tod seiner
ersten Frau 1939 in die USA.
Dort musste er feststellen, dass
mit der neu gewonnenen Freiheit
auch größere Unsicherheiten in
seinem Leben Einzug hielten.
Bis zum Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft 1945
erhielt Strawinsky durch das
amerikanische Urheberrechtsgesetz keine Tantiemen, wenn
seine Werke aufgeführt wurden.
Aus diesem Grund brachte er
viele seiner alten Kompositionen
IGOR STRAWINSKY
geb. 17. Juni 1882 (5. Juni 1882),
Oranienbaum bei St. Petersburg
gest. 06. April 1971, New York City
»Symphonies of Wind
Instruments« (1947)
Entstehung: 1920, rev. 1947
Uraufführung: 10. Juni 1921 in
London unter Sergej Kussewitzky
Spieldauer: ca. 12 Minuten
Besetzung:
3 Flöten
2 Oboen
Englischhorn
3 Klarinetten
3 Fagotte (3. auch Kontrafagott)
4 Hörner
3 Trompeten
3 Posaunen
Tuba
3
in Übersee neu heraus. Neben kleineren Berichtigungen von Druckfehlern kam es bei einigen Stücken zu größeren Umarbeitungen –
so auch bei den Bläsersinfonien. Strawinsky ersetzte einige
ungebräuchliche Instrumente durch andere und passte die
Komposition seinen gewandelten ästhetischen Ansprüchen an. Diese
revidierte Fassung erklingt heute Abend.
»›Lamentate‹ ist Musik für Solo-Klavier und Orchester. In ihrer Gestalt
kann die Komposition jedoch nicht ganz als klassisches Klavierkonzert bezeichnet werden. Ich habe ein Soloinstrument gewählt,
weil es unsere Aufmerksamkeit auf etwas fixiert, das ›Eins‹ ist. Dieses
›Eins‹ könnte eine Person sein, sie könnte eine Erzählung in Ich-Form
sein. Analog zu der Skulptur, die trotz ihrer überwältigenden Größe
einen leichten und schwebenden Eindruck hinterlässt, erlaubte mir
das Klavier als größtes Instrument eine Sphäre von Intimität und
Wärme zu schaffen, die nicht mehr anonym und abstrakt wirkt.«
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Bei der Figur, auf die sich Arvo Pärt hier bezieht, handelt es sich
um »Marsyas« von Anish Kapoor. Die Monumentalskulptur entstand
2002 für die Turbinenhalle der Tate Gallery of Modern Art in London
und bestand aus drei riesigen Ringen; zwei vertikal an jeweils einem
Hallenende, einer horizontal in der Mitte. Dazwischen verband eine einzige rote PVC-Membran die Ringe. »Lamentate« entstand unter dem
bestürzenden Eindruck dieses Kunstwerks, nicht des antiken MarsyasMythos, und wurde im Zuge der Veröffentlichung in einer Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Peter Sellars 2003 uraufgeführt. Pärt
äußerte sich dazu im Vorfeld: »Ich erwarte mit großem Interesse den
Moment, wo alle drei Kunstobjekte zusammentreffen. Jedes von ihnen
ist getrennt voneinander konzipiert und fertiggestellt worden. Und
doch haben sie etwas Gemeinsames. Nach meinem Empfinden haben
wir drei Künstler, Anish Kapoor, Peter Sellars und ich, ›Lamento‹ als
zentrale Idee unseren Werken zugrunde gelegt – jeder auf seine unverwechselbare und individuelle Art: mythisch bei Kapoor, aktuell politisch
gefärbt bei Sellers, musikalisch
bei mir. Wie eine Koalition, ohne
sich gegenseitig zu doublieren.
Das Tate Event bringt die Werke
zusammen, um von ihnen eine
Einheit zu schaffen.«
Eine Einheit stellt auch »Lamentate« dar: Es verbindet den stark
reduzierten Kompositionsstil Pärts,
den er selbst nach dem altlateinischen Wort für eine kleine
Glocke »Tintinnabuli« nannte,
mit orchestraler Monumentalität,
wie sie für den estnischen
Komponisten selten geworden
ist. Somit stehen dramatische
ARVO PÄRT
geb. 11. September 1935, Paide
»Lamentate« für Klavier und
Orchester
Entstehung: 2002
Uraufführung: 7. und 8. Februar 2003
in London durch Hélène Grimaud mit
der London Sinfonietta unter Alexander
Briger
Spieldauer: ca. 40 Minuten
Besetzung:
Piccoloflöte
2 Flöten (2. auch Altflöte)
2 Oboen (2. auch Englischhorn)
2 Klarinetten
2 Fagotte
4 Hörner
2 Trompeten (2. auch Piccolotrompete)
2 Posaunen
Schlagwerk
Pauken
Streicher
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wie auch zurückgezogene Momente, in denen die Stille als kompositorisches Element einfließt, sehr nah beieinander. »Insgesamt könnte
man sagen, dass mein Werk von zwei polaren Stimmungen geprägt
ist. Überspitzt würde ich diese Polarität als ›brutal-überwältigend‹
und ›intim-zerbrechlich‹ bezeichnen. Die beiden Charaktere sind nicht
statisch gegeneinandergestellt, sondern entwickeln sich in einer Auseinandersetzung während des ganzen Werkes.« Daneben verarbeitete Pärt
die räumlichen Begebenheiten in der Partitur: Beispielsweise findet sich
der ständig erklingende Ton, den das an die Gallery angrenzende Kraftwerk erzeugt, als Bordun-Ton in vielen der zehn Sätze wieder. Trotz der
reinen Instrumentalität liegt der Musik ein altslawischer Text zugrunde,
dessen Parameter wie Silbenzahl oder Interpunktion ebenfalls in das
Werk einflossen. Der Text selbst ist ein Klagelied, das dem Werk neben
seinem Bezug zum Aufführungsort (LamenTate) seinen Namen gab –
nicht für die Toten, sondern für die Lebenden.
Tom Weber
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Der junge John Adams hat die kompositorische Sprachfindung, die
Phase des Tastens und Probierens Ende der 1970er Jahre mit dem
Klavierstück »Phrygian Gates« und den »Shaker Loops« für Streicherensemble hinter sich gelassen, zwei Werke, die auf eigenständige
und doch unverkennbare Weise an die amerikanische Minimal music
anknüpften. Seither ist er das Etikett des »Minimalisten« nie mehr
ganz losgeworden. Wer mit der entsprechenden Erwartung Adams'
»Harmonielehre« begegnet, seiner verkappten ersten Sinfonie von
1984 / 1985, wird freilich schon nach ungefähr sechs Minuten enttäuscht sein. Die buchstäblich schlagende Klangidee der vom vollen
Orchester repetierten Mollakkorde, mit denen der erste Satz beginnt,
folgt zwar in ihrer Reduktion aufs Rhythmische und ihrer pulsierendflächigen Fortführung getreu minimalistischen Prinzipien. Bald aber
zieht sich das daraus entstehende Klanggewebe in den Hintergrund
zurück und eine langgezogene melodische Linie legt sich darüber, die
aus einer spätromantischen Partitur aufzusteigen scheint.
Das ist ein bedeutsamer Moment für das gesamte Stück. Adams ist
es gelungen, mit der Arbeit an diesem ersten Satz von »Harmonielehre« eine fast zweijährige kreative Blockade zu durchbrechen.
Und möglich wurde das nicht zuletzt, indem er solch »inklusives
Komponieren« zuließ, also seinen Erfahrungen mit Wagner, Mahler
oder auch dem frühen Schönberg auf eine für ihn neue, direkte Art
Einlass in die eigene Musik gewährte (auf Schönberg und sein Buch
»Harmonielehre« bezieht sich auch – unter anderem – der Werktitel). Minimal music ist in Adams' »Harmonielehre« also nur noch
eine von zwei musikalischen »Zustandsarten« in einem Wechselspiel, auf dem das Werk weitgehend beruht: auf der einen Seite
repetitive Prozesse über einem schnellen Puls, auf der anderen ein
metrisch ungebundenes, unvorhersehbar schweifendes Melos in
harmonisch schwerblütiger Tönung. Vom Minimalismus her kommen
außerdem die großen energetischen Wellen, aus denen Adams viele
formale Abläufe und speziell die Spiegelform des ersten Satzes
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gestaltet: die rhythmische Energie erschöpft sich an dessen
Anfang derart, dass für die
melodischen Bögen des Mittelteils Raum entsteht, und lädt
sich dann erneut so auf, dass
sie ganz am Schluss wieder in
die hämmernden Akkorde der
ersten Takte mündet.
Hinter den großen, prägenden
Werken des amerikanischen
Minimalismus wie Steve Reichs
»Drumming« stand die Idee
eines tönenden Objekts, das
aus rational organisierten, mitverfolgbaren Klangprozessen
JOHN ADAMS
geb. 15. Februar 1947, Worcester
Harmonielehre für Orchester
Entstehung: 1985
Uraufführung: 21. März 1985
durch die San Francisco Symphony
unter Edo de Waart
Spieldauer: ca. 40 Minuten
Besetzung:
4 Flöten (2., 3. & 4. auch Piccoloflöte)
3 Oboen (3. auch Englischhorn)
4 Klarinetten
(3. und 4. auch Bassklarinette)
Pauken
3 Fagotte
Schlagwerk
Kontrafagott
2 Harfen
4 Hörner
Klavier
4 Trompeten
Celesta
3 Posaunen
Streicher
2 Tuben
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entsteht. Bemerkenswert ist gerade vor diesem Hintergrund, welch
große Rolle Adams in »Harmonielehre« und anderen Stücken dem
Irrationalen im Schaffensvorgang einräumt. Bereits der massige
Block der allerersten Akkorde ist die Umsetzung eines Traumes,
von dem Adams mehrfach berichtet hat: der Traum von einem
riesigen Öltanker, der in der San Francisco Bay schwimmt und
plötzlich wie ein Raumschiff aus dem Wasser abhebt. Der zweite
Satz, »The Anfortas Wound«, hat mit dem leidenden Gralskönig
Anfortas eine mythische Figur als Sujet. Anfortas ist in den mittelalterlichen Dichtungen (anders als später in Wagners »Parsifal«)
an seinen Hoden versehrt; Adams hat dies als Sinnbild kreativer
Impotenz verstanden und hier auch die eigenen Gefährdungen
als Künstler reflektiert. Kompositorisch ist »The Anfortas Wound«
als sinfonisches Adagio angelegt, mit einer Dramaturgie, der man
zwischen Schubert und Mahler wiederholt und nun auch bei
Adams begegnet: Das musikalische Geschehen steuert auf einen
katastrophischen Einschnitt zu, der den Satzverlauf bis zum
Ende überschattet. Die Wendung ins Positive bringt erst der
Finalsatz »Meister Eckhardt and Quackie« mit seinem berstenden
Es-Dur-Schluss, und auch der Anfang dieses Satzes wurde von
einem Bild ausgelöst, das nur ein Traum hervorbringen kann:
Meister Eckhart, der Mystiker des 14. Jahrhunderts, schwebt am
Firmament mit Adams' neugeborener Tochter Emily (genannt
»Quackie«) auf den Schultern, die ihm das »Geheimnis der
Gnade« ins Ohr flüstert.
Mit seiner nicht zuletzt orchestral aufsehenerregenden »Harmonielehre« konnte John Adams sich Mitte der 1980er Jahre in den
USA als weitherum beachteter Komponist etablieren, die Partitur
ist heute eines der nicht so zahlreichen Repertoirestücke der
Neuen Musik. Trotzdem ist Adams auf ihrem stilistischen Weg
nicht weitergegangen: »›Harmonielehre‹ war ein Unikat, ein
einmaliger Versuch, die chromatische Harmonik des Fin-de-siècle
mit den rhythmischen und formalen Verfahren des Minimalismus zu
vermählen«, hat er in »Hallelujah Junction«, seiner Autobiographie,
rückblickend betont. Erfolg lässt sich für einen selbstkritischmodernen Künstler wie Adams nicht nach einem Rezept kopieren.
Thomas Gerlich
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Dresdens Klang. Die Musiker der Dresdner Philharmonie
Chefdirigent
Prof. Michael Sanderling
1. Violinen
Prof. Ralf-Carsten Brömsel KV
Heike Janicke KV
Prof. Wolfgang Hentrich KV
Dalia Schmalenberg KV
Eva Dollfuß
Julia Suslov-Wegelin
Anna Fritzsch
Prof. Roland Eitrich KV
Heide Schwarzbach KV
Christoph Lindemann KV
Marcus Gottwald KM
Ute Kelemen KM
Antje Becker KM
Johannes Groth KM
Alexander Teichmann KM
Annegret Teichmann KM
Juliane Kettschau KM
Thomas Otto
Eunyoung Lee
Theresia Hänzsche
2. Violinen
Markus Gundermann
N.N.
Cordula Fest KM
N.N.
Reinhard Lohmann KV
Viola Marzin KV
Steffen Gaitzsch KV
Dr. phil. Matthias Bettin KV
Heiko Seifert KV
Andreas Hoene KV
Andrea Dittrich KV
Constanze Sandmann KV
Jörn Hettfleisch KM
Dorit Schwarz KM
Susanne Herberg KM
Christiane Liskowsky
Bratschen
Christina Biwank KV
Hanno Felthaus KV
N.N.
Beate Müller KM
Steffen Seifert KV
Steffen Neumann KV
10
Heiko Mürbe KV
Hans-Burkart Henschke KM
Andreas Kuhlmann KM
Joanna Szumiel
Tilman Baubkus
Irena Dietze
Sonsoles Jouve del Castillo
Harald Hufnagel
Tobias Glöckler KV
Olaf Kindel KM
Norbert Schuster KV
Bringfried Seifert KV
Thilo Ermold KV
Donatus Bergemann KV
Matthias Bohrig KM
Ilie Cozmatchi
Dittmar Trebeljahr KV
Klaus Jopp KV
Violoncelli
Matthias Bräutigam KV
Ulf Prelle KV
Victor Meister KV
Petra Willmann KV
Thomas Bäz KV
Rainer Promnitz KV
Karl-Bernhard v. Stumpff KV
Clemens Krieger KV
Daniel Thiele KM
Alexander Will
Bruno Borralhinho
Dorothea Plans Casal
Flöten
Karin Hofmann KV
Mareike Thrun KM
Birgit Bromberger KV
Götz Bammes KV
Claudia Rose KM
Hörner
Michael Schneider KV
Hanno Westphal
Friedrich Kettschau KV
Torsten Gottschalk
Johannes Max KV
Dietrich Schlät KV
N.N.
Carsten Gießmann KM
Kontrabässe
Benedikt Hübner KM
Soo Hyun Ahn
Oboen
Johannes Pfeiffer KM
Undine Röhner-Stolle KM
Prof. Guido Titze KV
Jens Prasse KV
Isabel Kern
Klarinetten
Prof. Hans-Detlef Löchner KV
Prof. Fabian Dirr KV
Prof. Henry Philipp KV
Fagotte
Daniel Bäz
Philipp Zeller
Robert-Christian Schuster KM
Michael Lang KV
Prof. Mario Hendel KV
Trompeten
Andreas Jainz KV
Christian Höcherl KM
Csaba Kelemen
Nikolaus v. Tippelskirch
Björn Kadenbach
Posaunen
Matthias Franz
Stefan Langbein
Joachim Franke KV
Peter Conrad KM
Dietmar Pester KV
Tuba
Prof. Jörg Wachsmuth KV
Harfe
Nora Koch KV
Pauke / Schlagzeug
N.N.
Oliver Mills KM
Gido Maier KM
Alexej Bröse
Orchestervorstand
Norbert Schuster (Vorsitz)
Jörn Hettfleisch
Prof. Guido Titze
Peter Conrad
Prof. Jörg Wachsmuth
KM = Kammermusiker
KV = Kammervirtuos
Dennis Russell Davies | Dirigent
wurde in Toledo (Ohio) geboren und studierte Klavier und Dirigieren an
der New Yorker Juilliard School. Seine Tätigkeit als Dirigent in Oper und
Konzert, als Pianist und Kammermusiker ist gekennzeichnet durch ein
breit gefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur jüngsten Moderne
reicht, durch spannende und durchdachte Programm-Konstellationen
und durch eine enge Zusammenarbeit mit Komponisten wie Luciano
Berio, William Bolcom, John Cage, Manfred Trojahn, Philip Glass,
Philippe Manoury, Aaron Copland und Kurt Schwertsik.
Seit 1972 ist Dennis Russell Davies durchgehend an der Spitze
renommierter Opernhäuser und Orchester engagiert, zunächst in den
USA, ab 1980 in Mitteleuropa.
Seit 2002 ist er Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz und Opernchef am Landestheater Linz, seit 2014 trägt er dort den Titel des
Generalmusikdirektors.
Seit der Spielzeit 2009 / 2010 ist Dennis Russell Davies parallel
Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel.
Als Gast dirigierte Davies u. a. das Cleveland und Philadelphia
Orchestra, die Chicago, San Francisco und Boston Symphony und
das New York Philharmonic Orchestra, während er in Europa derzeit
mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner
Philharmonie, dem Orchestra Filarmonica della Scala Milano, den
Münchner Philharmonikern und dem Netherlands Radio Philharmonic
arbeitet sowie in Japan mit dem Yomiuri Nippon SO.
Nach seinem Debut bei den Bayreuther Festspielen (1978 – 1980) dirigierte er u. a. bei den Salzburger Festspielen, dem Lincoln Center Festival
New York, an der Houston Grand Opera, der Lyric Opera of Chicago, der
Metropolitan Opera New York, den Staatsopern von Hamburg, München
und Wien, der Opéra National de Paris und dem Teatro Real in Madrid.
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Maki Namekawa | Klavier
studierte an der Kunutachi Musikhochschule in Tokio bei Mikio
Ikezawa und Henriette Puig-Roget. 1994 gewann sie den LeonidKreutzer-Preis. 1995 setzte sie ihr Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe fort (Werner Genuit und Kaya Han).
Weitere Impulse erhielt sie u. a. von Edith Picht-Axenfeld, György
Kurtág, Pierre-Laurent Aimard und Stefan Litwin. Sie arbeitete mit
renommierten Orchestern wie u. a. dem Concertgebouw-Orchester
Amsterdam oder den Münchner Philharmonikern und konzertiert
regelmäßig auf internationalen Podien sowie bei zahlreichen
Festivals, z. B. dem Klavier-Festival Ruhr.
Höhepunkte der letzten Jahre waren u. a. Arvo Pärts »Lamentate«
in der Carnegie Hall in New York 2012 und ein Gastauftritt beim
International Arts Festival in Perth 2013 mit Solo-Etüden von
Philip Glass, die unter Mitwirkung des Komponisten teilweise ihre
Uraufführung erlebten. Mit großem Erfolg gab sie Ende April 2014
beim Sinfonieorchester Basel mit Pärts »Lamentate« ihr EnglandDebüt in der Cadogan Hall in London. Im August folgten Konzerte
mit Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente mit
dem Orchestre Francais
¸ des Jeunes unter Dennis Russell Davies in
Frankreich. Im Dezember wird sie alle 20 Klavieretüden von Philip
Glass in der Brooklyn Academy of Music in New York spielen.
Seit 2005 bildet sie ein erfolgreiches Klavierduo mit Dennis Russell
Davies, das regelmäßig in Europa und den USA auftritt, u. a. mit der
amerikanischen Erstaufführung von Philip Glass’ »Four movements
for two pianos« beim Lincoln Center Festival in New York 2009, bei
Other Minds im Herbst Theatre in San Francisco sowie regelmäßig
beim Klavier-Festival Ruhr, zuletzt im Juli dieses Jahres mit Klavieretüden von Philip Glass.
13
GR O S S E K U N ST B R A U C H T G U T E FREUNDE
WIR D A N K EN D E N FÖRDERERN DER DRESDNER PHILHARM ON IE
Heide Süß & Julia Distler
Förderverein Dresdner Philharmonie e.V.
PF 120 424
01005 Dresden
Telefon +49 (0) 351 | 4 866 369
Fax
+49 (0) 351 | 4 866 350
[email protected]
Impressum
Dresdner Philharmonie Spielzeit 2014 | 2015
Postfach 120 424 · 01005 Dresden
Chefdirigent: Prof. Michael Sanderling
Ehrendirigent: Prof. Kurt Masur
Erster Gastdirigent: Bertrand de Billy
Grafische Gestaltung: www.victoriabraunschweig.de
Druck: Elbtal Druck & Kartonagen GmbH · + 49 (0) 351 | 21 30 35 - 0
Blumen: Creativ Floristik Laubner GmbH
Preis: 2,00 Euro
Intendant: Anselm Rose
Redaktion: Dr. Karen Kopp · Tom Weber
www.dresdnerphilharmonie.de
Nachdruck des Textes von Thomas Gerlich mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Der Text von Tom Weber ist ein Originalbeitrag für dieses Heft.
Bildnachweise: Titelfotos: Marco Borggreve; Bildarchiv d. Dresdner Philharmonie.
Arvo Pärt: Kaupo Kikkas; John Adams: Margaretta Mitchell; Dennis Russell Davies
und Maki Namekawa: Andreas H. Bitesnich.
Hinweis: Wo möglich, haben wir die Inhaber aller Urheberrechte der Illustrationen
ausfindig gemacht. Sollte dies im Einzelfall nicht ausreichend gelungen oder es zu
Fehlern gekommen sein, bitten wir die Urheber, sich bei uns zu melden, damit wir
berechtigten Forderungen umgehend nachkommen können.
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Wir machen darauf aufmerksam, dass Ton- und / oder Bildaufnahmen unserer Aufführungen durch jede Art elektronischer Geräte strikt untersagt sind.
Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
Zum Erfrischen des Mundes –
mit reinen Kräuterextrakten
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0812
Wenn man
intensive
Gespräche führt
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