Geschäftsbericht der Tirol Werbung 2015 · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 Tirol / Herz der Alpen Ötztal Inhalte 05 Gemeinsam auf dem Weg Vorwort Landeshauptmann Günther Platter 38 Das Budget 2015 Einnahmen, Ausgaben und deren Entwicklung 06 Das Jahr im Zeitraffer Wichtige Aktivitäten und Projekte 40 20 „Tirol wird noch viele Schätze heben“ Interview Josef Margreiter Struktur und Gremien Die Organisation rund um die Tirol Werbung 42 Die Tirol Werbung Das Unternehmen stellt sich vor 22 Faktenreich und Zahlenspiel Plattformen, Projekte und Maßnahmen kurz und bündig dargestellt 44 30 Die strategischen Weichen sind gestellt Interview Michael Brandl Stimmen aus dem Tiroler Tourismus Was die Branche 2015 bewegt hat und welche Herausforderungen 2016 warten 46 Wussten Sie, dass …? Neues, Informatives, Interessantes 47 Impressum 32 Das Tourismusjahr 2014/15 Interessante Zahlen zu Ankünften, Nächtigungen, Regionen und Quellmärkten · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 3 Kitzbüheler Horn, Blick auf die Loferer Steinberge Günther Platter Landeshauptmann von Tirol Gemeinsam auf dem Weg 2015 – ein Jahr, das geprägt war von wahrlich herausfordernden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die unwillkürlich sowohl den globalen wie auch unseren heimischen Tourismus berührten und noch immer berühren. Der Blick auf das vergangene Jahr zeigt aber auch, dass gerade unser Tourismus ein starker Anker in turbulenten Zeiten wie diesen ist. Stabile Nächtigungs- und Ankunftszahlen. Innovations- und Pioniergeist. Herausragende Gesamtperformance einer ganzen Branche, um nur drei Schlagworte von vielen zu nennen, die die Tiroler Tourismuswirtschaft charakterisieren. Insbesondere in den letzten Monaten rief der auf sich warten lassende Schnee wieder die Frage ins Gedächtnis, was Tirol ohne seinen (Winter-)Tourismus täte. Was wäre die Alternative? Ich wage zu behaupten: „Es gibt keine.“ Fakt ist, dass Tirol das touristische Angebot auch abseits der Piste weiter entwickeln muss – nicht nur angesichts des Klimawandels, sondern auch als Antwort auf eine sich ändernde Gesellschaft. Fakt ist aber auch, dass unser Wintertourismus für viele Orte und Regionen die zentrale Wirtschaftsund Lebensgrundlage darstellt. Der Sommer 2015 war ein meteorologischer Jahrhundertsommer – dies schlug sich auch in den Tourismusstatistiken nieder. Aber es ist nicht das Wetter allein, das über die Bilanz einer Saison oder eines Tourismusjahres entscheidet, in erster Beim Tourismusforum 2015 haben wir im Congresspark Igls den Tiroler Weg 2021 präsentiert. Dieser wurde in enger Zusammenarbeit von Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol sowie der Tirol Werbung und dem Verband der Tiroler Tourismusverbände erarbeitet und soll zur Absicherung unserer Führungsposition im alpinen Tourismus beitragen. Die Vision, dass Tirol „der Inbegriff alpinen · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 Linie ist es die Arbeit der im Tourismus Tätigen. Deshalb danke ich allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement. Dafür, dass sie – Saison für Saison, Jahr für Jahr – konstante Spitzenleistungen erbringen und gleichzeitig noch die finanzielle und ideelle Kraft für Investitionen und Innovationen aufbringen. Neue Kraft für den Tiroler Tourismus verspreche ich mir auch von der Gründung des Verbands der Tiroler Tourismusverbände. Die Fusionierungen der Tourismusverbände haben bereits viele Synergien und positive Effekte bewirkt und Streuverluste reduziert. Die Gründung dieses Verbands der Verbände sehe ich als weiteren Meilenstein im Tiroler Tourismus. Ich bin sicher, dass die Verantwortlichen die Abstimmung und Kooperation zwischen den einzelnen Tourismusverbänden und der Tirol Werbung weiter stärken und in der Folge die internationale Durchsetzungs- und Anziehungskraft unseres Tourismus weiter steigern können. Lebensgefühls ist“, bildet zusammen mit den drei großen Linien („Tirol als Lebens- und Erholungsraum“, „Familienunternehmen“ und „Kompetenzführerschaft“) und vier Handlungsfeldern („Unternehmer & Mitarbeiter“, „Destinationsmanagement“, „Umwelt & Klima“ sowie „Tourismus & Standort“) die Leitplanken für diesen Weg, den wir gemeinsam weiter erfolgreich gehen wollen. 2015 wurde zudem mit der Ausarbeitung der Standortstrategie Tirol begonnen. Die Anwendung der Marke Tirol für Standort- und Kompetenzfelder außerhalb des Tourismus unter Federführung der Tirol Werbung ist mir ein großes Anliegen. Wissend, dass die Kraft der Marke in den vergangenen Jahrzehnten aus dem Tourismus gespeist wurde, bin ich überzeugt, dass auch dieses nächste Kapitel der Marke Tirol erfolgreich aufgeschlagen wird, und sichere dafür meine größte Unterstützung zu. Denn die Marke Tirol ist nicht nur für unseren Tourismus und unser Land ein wertvolles Gut, sondern auch für mich ganz persönlich. Günther Platter Landeshauptmann von Tirol 5 · Highlights Das Jahr im Zeitraffer Die Tirol Werbung setzt alljährlich viele verschiedene Maßnahmen um. Einige davon erreichen ein Millionenpublikum, andere leisten wichtige Grundlagenarbeit. Auf den folgenden Seiten findet sich eine kleine Auswahl, was 2015 unter vielem anderem gelungen ist. James Bond in Tiroler Mission T irol war 2015 erstmals Schauplatz für den berühmtesten Geheimagenten der (Film-)Welt. Die erfolgreiche Bilanz: James Bond hat einmal mehr die Welt gerettet, das Filmland Tirol und die beiden Drehorte Sölden und Obertilliach weltweit mediale Aufmerksamkeit und Wertschöpfung erzielt. Darüber hinaus hat die Produktion das Fundament für die Kampagne „Tirol ist großes Kino“ gelegt. Es ist eine beeindruckende Zahl: Mehr als 100 Millionen Besucher haben das 24. James-Bond-Abenteuer namens „Spectre“ gesehen, in dem neben Daniel Craig auch die Tiroler Bergwelt eine Hauptrolle spielt. Noch erfreulicher aus Sicht des heimischen Tourismus sind die Zahlen zum wirtschaftlichen und werblichen Nutzen für die Branche (siehe auch Faktenreich & Zahlenspiel auf Seite 29). Alleine die produktionsbedingten Ausgaben vor und während der Dreharbeiten haben 8,9 Millionen Euro betragen. Darunter fallen beispielsweise die rund 30.000 Nächtigungen des Produktionsteams und der Schauspieler, deren Verpflegung sowie Mieten für Drehorte. Darüber hinaus haben 4.000 Print- und Onlinebeiträge weltweit über die Filmproduktion in Tirol sowie die beiden Drehorte Sölden und Obertilliach berichtet. „Wir sind sehr dankbar, dass die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Location Austria, Film Industry Support Austria, Land Tirol sowie den Verantwortlichen der Gemeinden, Tourismusverbände und Bergbahnen in Obertilliach und Sölden – allen voran Jack Falkner – perfekte Voraussetzungen für die Realisierung des neuen James-Bond-Films ermöglicht hat. Auch das Wetter und der Schnee haben großartig mitgespielt“, 6 · Das Jahr im Zeitraffer bilanziert Cine Tirol-Leiter Johannes Köck. Für ihn ist James Bond der fi lmische Ritterschlag für Tirol. Diese Filmproduktion hat die Aufmerksamkeit der gesamten Filmbranche auf das Land gelenkt und trägt dazu bei, die Akquisition internationaler Folgeprojekte zu erleichtern. Tirol ist großes Kino Ein weiterer Höhepunkt folgte mit der Premiere des Films Ende Oktober. Um die große Aufmerksamkeit rund um den Kinostart von „Spectre“ für das Land zu nutzen, hat die Tirol Werbung mit „Tirol ist großes Kino“ eine der größten Sonderkampagnen der vergangenen Jahre umgesetzt. Herzstück war ein Kinospot, der in Österreich, Deutschland, Niederlande, Großbritannien und Russland zu sehen war und mehr als 5,4 Millionen Zuseher erreichte. Die Palette an begleitenden Maßnahmen reichte von Pressekonferenzen in wichtigen europäischen Städten zur Filmpremiere über Plakat- und Hörfunkwerbung bis hin zu Onlineplatzierungen. „Mit James Bond hat sich die perfekte Möglichkeit ergeben, die Profi lierung Tirols als Filmstandort voranzutreiben, der eine großartige und einzigartige Szenerie für Filme von Weltformat bietet“, erläutert Claudia Knab, Leiterin Markenmanagement in der Tirol Werbung. „Wir haben die kommunikative Chance, welche ‚Spectre‘ geboten hat, für die Marke Tirol genutzt, um unser Land im Gebirg in die internationalen Kinos zu bringen und so eine Zielgruppe anzusprechen, die wir über herkömmliche Methoden nicht erreicht hätten. Damit hat sich die einmalige Gelegenheit geboten, mit diesem Ereignis nachhaltig positive Effekte für das Image des Landes und damit die Qualität des Urlaubslandes zu erzielen.“ · www.tirolwerbung.at In der internationalen Auslage Plakatsujet Niederlande Съемочная площадка для остросюжетного приключенческого драматического кино Тироль - герой Большого кино K Mag, Polen Горный Тироль знает много историй. Напишите и вы свою! www.visittirol.ru · Foto: Ötztal Tourismus, Rudi Wyhlidal Staraufgebot war unter anderem in Seefeld zu Gast, wo Hollywoodschauspieler Hugh Jackman (3. v. r.) für den Kinofilm „Eddie the Eagle“ vor der Kamera stand. Erfolgreiches Filmjahr für Cine Tirol Когда Тироль cТавиТ Кино, его герои возвышаюТся до небес и мягКие Тени мчаТся с суровых сКал. Когда Тироль сТавиТ Кино, глубоКое видение рисуеТ горизонТ и Каждый день являеТ новый фильм. Neben James Bond „Spectre“ setzten zahlreiche weitere Produktionen das „Herz der Alpen“ 2015 perfekt in Szene. An mehr als 750 Drehtagen in Tirol hieß es für die Filmschaffenden vor und hinter der Kamera „Ruhe bitte – Wir drehen!“. Die dadurch erzielten wirtschaftlichen Effekte bestätigen die Arbeit der Cine Tirol: Rund 14 Millionen Euro wurden durch produktionsbedingte Ausgaben erwirtschaftet. Und mit Ausstrahlungen „made in Tirol“ wurden mehr als 640 Millionen Zuseher erreicht. Plakatsujet Russland Forbes, Tschechien ⁄ ¯ 溯 ˇ ˚º § ˛` ŒŒ̄ „Wir konnten 2015 wieder zahlreiche Produktionen nach Tirol bringen. Neben beliebten Serien-‚Dauerbrennern‘ wie ‚SOKO Kitzbühel‘ oder ‚Der Bergdoktor‘ wurden 26 Spiel- und Dokumentarfi lme sowie 85 Werbefi lme realisiert“, zieht Cine Tirol-Leiter Johannes Köck Resümee. Mit „Winter Heat“ wurde im Ötztal erstmals eine chinesisch-österreichische Koproduktion umgesetzt. æ—˜ njsq – ˚¯ Ø‘ · ˚Ø Q_kqr_e-Qmllr_e 02,-03, Mirm‘cp 0./3 I_ppgcpc z Umflcl z Km‘gj z Pcgqc PCGQC Cvrp_rmsp Qçjbcl8 Gk Rgpmjcp Àrxr_j uspbcl qncir_isjÔpc Qxclcl dîp bcl lcscl @mlb+Dgjk ecbpcfr Qcgrc 40 @_pmaic Np_afr8 M‘cpqafu_‘cl gl bcp ?btclrqxcgr Qcgrc 41 DMRMQ8 QMLW - DMRMJG? &1’ - FCPQRCJJCP I?PPGCPC UMFLCL KM@GJ Oscpcglqrcgecp8 Ump_sd cq dîp @cucp‘cp _limkkr Qcgrc 25 Pcafr8 B_q Umflskdcjb b_pd qgaf tcpÔlbcpl Qcgrc 31 K_afr _sd qgaf _sdkcpiq_k8 Bcp ?sbg ?2 ?t_lr Qcgrc 4. Cgld_af lsp bp_sdqcrxcl pcgafr lgafr8 Pcgrcl gqr cgl Kgrcgl_lbcp ø Ndcpbcqnmpr8 Ucp fmaf xs Pmqq Dpcsbc f_‘cl ugjj* ksqq Pcecjl ‘c_afrcl Qcgrc 37 Statement zum Dreh Bonner General-Anzeiger Titelgeschichte im Magazin meinTirol Bilanzpressekonferenz der Tirol Werbung in Sölden mit Franz Hörl (Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer), Josef Margreiter (Geschäftsführer Tirol Werbung), Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Jack Falkner (Geschäftsführer Bergbahnen Sölden, v. l.) · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 „Wir hätten keine landschaftlich reizvollere und schönere Region auswählen können. Unser Dank gilt den lokalen Mitarbeitern vor Ort, welche die Kompetenz und das Engagement gezeigt haben, das es für derart schwierige Projekte braucht, sowie der Cine Tirol für ihre Unterstützung.“ Barbara Broccoli, Produzentin von „Spectre“ 7 · Online & PR Facelift gibt der tirol.at ein neues Gesicht D ie größte Onlineplattform der Tirol Werbung, tirol.at, hat zahlreiche Neuerungen erfahren. Alles mit dem Ziel, der beste digitale Reiseführer Europas zu sein. Es war nicht nur ein kleiner Facelift, wie die Optimierung einer Webseite neudeutsch heißt. Es war mehr eine umfassende Neugestaltung, der die tirol.at unterzogen wurde. An sämtlichen Bereichen – Inhalt, Layout und Technik – wurde Hand angelegt. Und das Ergebnis spricht für sich. Wenige Wochen nach dem Onlinegang der überarbeiteten Seite Mitte Oktober haben die Änderungen bereits Wirkung gezeigt: So konnten die Besuche auf der tirol.at seit dem Facelift um zehn Prozent gesteigert werden, die Seitenaufrufe sind sogar um 30 Prozent gestiegen. Im Schnitt wurden mehr als drei Seiten pro Besuch angesehen. Mehr Emotionalität Verantwortlich für dieses positive Ergebnis ist eine Vielzahl von Verbesserungen, die ineinandergreifen. So sind die Bilder größer geworden, mehr Weißraum lässt sie ebenfalls besser zur Geltung kommen. Das erhöht wiederum das visuelle Erlebnis und damit – Stichwort bester digitaler Reiseführer – die Emotionalität. Der Inhalt wurde ergänzt und reduziert zugleich: Einerseits wurde der Umfang durch die Erweiterung bestehender und die Integration neuer Themenchannels ausgebaut. Gefragte Inhalte wie umfassende Wetterprognosen oder aktuelle Schneehöhen sind hinzugefügt worden. Das stärkt den Reiseführer- und Servicecharakter. Andererseits wurden doppelte Seiten gebündelt und Inhalte dadurch reduziert. Schnee auf allen Kanälen Winterstimmung auf den Märkten zu verbreiten – das ist das Ziel der „Schneekommunikation“. Insbesondere, wenn es frisch geschneit hat, läuft der Informationstransport auf Hochtouren. Mit einem umfassenden Bündel an Maßnahmen auf den verschiedensten Kanälen (Videoschneeberichte, Newsletter, Social-Media-Maßnahmen, Blogbeiträge, Presseinformationen) wurden die Neuigkeiten zum „weißen Gold“ regelmäßig nach außen getragen. Technisch optimiert Technisch punktet die Seite mit einer optimierten responsiven Darstellung. Das heißt, die Seitendarstellung ist noch besser auf die unterschiedlichen Endgeräte (Tablets, Smartphones) abgestimmt. Auch die Suchmaschinenoptimierung wurde weiter verbessert, was sich bereits in konkreten Zahlen niederschlägt: Der Anteil an Usern, die über die organische Suche – also via Suchmaschine – auf die Website gelangen, ist um fünf Prozent auf 62 Prozent gestiegen. User werden in die Schneekommunikation integriert und eingeladen, ihre Bilder zu zeigen. Große Bilder dominieren die tirol.at (li.). Beim Inhalt wurde unter anderem die Darstellung der Skigebiete (o.) weiter verbessert. 8 · Das Jahr im Zeitraffer · www.tirolwerbung.at Elite der internationalen TourismusBlogger entdeckt Tirol Presse- und Bloggerreisen führten 2015 wieder zahlreiche Medien in das Herz der Alpen. Eine besonders internationale Schar erkundete den Tiroler Bergsommer. 16 internationale Blogger, vier Tage, eine Mission: das abwechslungsreiche Angebot des Tiroler Bergsommers zu erkunden und die Eindrücke per Facebook, Twitter & Co in die Welt zu tragen. Dazu verwandelten sich die Kitzbüheler Alpen in einen Bloggertreffpunkt, zu dem die Tirol Werbung gemeinsam mit Österreich Werbung und Kitzbüheler Alpen Marketing geladen hatte. Das Interesse an der Veranstaltung war im Vorfeld groß gewesen: Mehr als 350 Blogger hatten sich beworben. Die 16 Auserwählten – darunter auch Vertreter aus den USA, Großbritannien und China – erzeugten durch ihre Berichte mehr als 50 Millionen Social-Media-Impressions. 16 internationale Blogger berichteten über ihre Erlebnisse im Tiroler Bergsommer. Soziale Medien von Blog bis Periscope Soziale Medien bilden eine fundamentale Säule in der touristischen Kommunikation. Neben der Bespielung bekannter Kanäle wie Facebook, Blog & Co hat die Tirol Werbung neue Möglichkeiten wie Periscope erschlossen. Neben der tirol.at hat auch der Blog Tirol 2015 eine Frischzellenkur erfahren. Gemäß dem neuen Corporate Design ist der Blog nun ebenfalls übersichtlicher und emotionaler gestaltet – unter anderem durch die Verwendung größerer Bilder. Inhaltlich wurde das Niveau weiter nach oben geschraubt. Hohe Reichweiten haben unter anderem jene Beiträge erzielt, die eine humorvolle Annäherung an das Land bieten („Die langweiligsten Ausflugziele in Tirol“). Ebenfalls gefragt waren aufwändig recherchierte Beiträge – wie die Hinter- grundgeschichten zu den Tiroler Tälern. Weiterhin erfreulich verläuft die Entwicklung auf Facebook. Mittlerweile zählt alleine der deutschsprachige Tirol-Auftritt rund 200.000 Fans. Liveerlebnisse Experimentierfreudig in Sachen soziale Medien präsentiert sich das Team Medien & Content beim Einsatz neuer Kanäle. Als eine der ersten europäischen Tourismusorganisationen hat die Tirol Werbung Periscope für Liveübertragungen verwendet. Auch via „Snapchat“ wurden Geschichten in Echtzeit erzählt. Ein gemeinsames Multimediaarchiv Rumänische Blogger erleben Bergwinter Das bestehende Multimediaarchiv der Tirol Werbung wurde um Inhalte von Tiroler Regions- und Standortpartnern erweitert. Die Bilder der beiden Pilotpartner, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis und Standortagentur Tirol, sind seit Ende 2015 unter bilder. tirol.at abrufbar. Schritt für Schritt werden weitere Teilnehmer ergänzt, um Motive aller Tiroler Regionen und Standortpartner auf der Plattform zu vereinen. Im Jänner waren zwölf rumänische Blogger in Tirol unterwegs, um die Regionen Ötztal und Innsbruck zu erkunden. Unter #auskia, #lovetirol und #tirol teilten die Blogger ihre Erlebnisse auf den sozialen Medien. Alleine mit dem Hashtag #auskia wurden auf Instagram mehr als drei Millionen Sichtkontakte und auf Twitter sogar mehr als 4,1 Millionen Sichtkontakte erzielt. Die dazugehörigen Videos wurden auf Facebook über 21.000-mal aufgerufen. Kurz notiert Die „Chairlift Chats“ wurden 2015 fortgesetzt. Diese redaktionelle Onlinekampagne präsentiert Videos von Erlebnissen internationaler Gäste in Tirol. Die neuen Episoden aus der Skiwelt Wilder Kaiser Brixental, Sölden, Zillertal, St. Johann und Stubai generierten mehr als 33.000 Views. · www.tirolwerbung.at Die Tirol Werbung hat im Winter 2014/15 eine Kooperation mit der Onlineplattform wintersporters.nl umgesetzt: Zwei Blogger berichteten dabei live aus Tirol über ihre Erlebnisse. Ihr Blog erreichte mehr als 60.000 Leser, die Videos wurden fast 240.000mal angesehen. · Geschäftsbericht 2015 Im Rahmen der polnischen Winterkampagne konnten 38 Millionen AdImpressions via Real Time Bidding (RTB) generiert werden. Beim RTB wird automatisiert und in Echtzeit um Online-Werbeplätze (AdImpressions) geboten. Pro AdImpression wird das Werbemittel des jeweils Höchstbietenden ausgeliefert. 9 Christine Stelzer (re.) übergab im Rahmen der Jubiläumsfeier die Leitung des Convention Bureau Tirol an Veronika Handl (li.). CBT: eine zehnjährige Erfolgsgeschichte M it einem Jubiläumsfest in den Swarovski Kristallwelten hat das Convention Bureau Tirol (CBT) seinen zehnten Geburtstag gefeiert, die Partner der ersten Stunde geehrt und die Übergabe der Teamleitung präsentiert. Das Convention Bureau Tirol bewirbt seit seiner Gründung 2005 den Kongressstandort Tirol. Damals hatte die Tirol Werbung mit dem CBT ein eigenes, mittlerweile vierköpfiges Team gegründet, um das Land für Veranstaltungen wie Tagungen und Kongresse auf internationaler Ebene professionell zu vermarkten. Zum zehnten Geburt- Natur bei atb experience im Fokus stag übergab Christine Stelzer die Leitung des CBT an ihre Nachfolgerin Veronika Handl und zog eine erfolgreiche Bilanz: Das Team hat das Partnernetzwerk seit dem Beginn im Jahr 2005 von 32 auf 65 Mitglieder verdoppeln können. Zu diesem Netzwerk zählen unter anderem Tourismusverbände, Kongresszentren, Tagungshotels, Eventlocations sowie Eventagenturen und Incentiveanbieter. Die Partner der ersten Stunde und „Geburtshelfer“ Georg Lamp wurden beim Geburtstagsfest des CBT geehrt. Rund 180 Personen aus ganz Österreich waren zur Veranstaltung in die Swarovski Kristallwelten nach Wattens gekommen. ITB 2015: Via Berlin in die Welt Kals am Großglockner war Schauplatz der zweiten austrian travel business_experience (atb_experience). Inhaltlich widmete sich die Veranstaltung dem Thema „Nature Reloaded“. Mit Netzwerken auf internationaler Ebene, konkreten Produkterlebnissen und Impulsen zur Angebotsentwicklung leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Verkaufsförderung. Nach dem dreitägigen Programm in Osttirol ging es für die Gäste weiter zu „best of_experiences“ in die Bundesländer. Rund 100 internationale Reiseveranstalter, Meinungsbildner und Journalisten aus 28 Nationen nahmen an der Veranstaltung teil. Die Neueröffnung der Swarovski Kristallwelten war eines der Highlights des Tiroler ITB-Auftritts. Die ITB in Berlin ist mit mehr als 10.000 Ausstellern aus 185 Ländern und über 115.000 Fachbesuchern die wichtigste Tourismusmesse der Welt. Tirol präsentierte sich dort gemeinsam mit sechs Tiroler Partnern (Arlberg Marketing, Olympiaregion Seefeld, Hall-Wattens, Kitzbühel Tourismus, Osttirol und Swarovski Kristallwelten) am Gemeinschaftsstand der Österreich Werbung. Hauptthema war die Neueröffnung der Swarovski Kristallwelten, die im Zuge einer Kristalllounge eindrucksvoll dargestellt wurde. Im Rahmen der ITB fand außerdem das traditionelle Tirol Pressefrühstück im BahnTower statt. Dabei stellte die Tirol Werbung den rund 40 Journalisten die Neuigkeiten des Bergsommers Tirol vor: den neugestalteten Adlerweg, die vielfältigen Möglichkeiten der Bahnanreise sowie die Sommerbahnen und Ausflugsziele – mit besonderem Fokus auf den Swarovski Kristallwelten. 10 · Das Jahr im Zeitraffer · www.tirolwerbung.at · Bühnen für Tirol „Tirol Traum“ begeisterte beim Festival der Träume Mit modernen, spektakulären, aber auch poetischen Mitteln des neuen Varieté-Theaters hat das Innsbrucker Festival der Träume zu seinem 25-Jahr-Jubiläum eine neue Form des Tiroler Abends gezeigt: den „Tirol Traum“. Diese facettenreiche Liebeserklärung an die Heimat war von der Ti- rol Werbung gemeinsam mit der Tiroler Tageszeitung initiiert worden. Musiker, Tänzer, Artisten, Komödianten, Poeten – sie alle trugen mit ihren Darbietungen zu einem neuen und modernen Tirol Bild bei, untermalt von traditioneller Musik, die neu interpretiert wurde. Galaabend für Touristiker Anlässlich der Wiedereröffnung der Swarovski Kristallwelten haben Tirol Werbung und Innsbruck Tourismus gemeinsam mit dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck zur glitzernden Gala geladen. Vielseitige Show: Regisseur Karl Heinz Helmschrot und Herbert Waltl, Gründer des Festivals der Träume, beschenkten das Publikum zum 25-Jahr-Jubiläum mit dem „Tirol Traum“. Tirol zu Gast bei der Ski-WM in Vail Mit der „Tirol-Kitzbühel Night“ präsentierten sich Tirol als Sportland Nummer eins der Alpen und die Hahnenkammstadt Kitzbühel bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2015 in Vail (Colorado). Zum Auftakt des sportlich-unterhaltsamen Abends luden die Gastgeber, Tirol Werbung und Kitzbühel Tourismus, zu einer Vorführung des Films „Streif – One Hell of a Ride“. Die Dokumentation über das berühmteste Abfahrtsrennen der Welt Gute Stimmung herrschte bei der „Tirol-Kitzbühel Night“ in Vail. · www.tirolwerbung.at begeisterte die zahlreichen Gäste – allen voran einen Protagonisten des Films, Daron Rahlves. Er war gleichzeitig der erste US-amerikanische Sieger auf der Streif im Jahr 2003. Anschließend folgte ein Tiroler Empfang im „Haus Ski Austria“, das die Tiroler Ski-Legende und Vail-Mitbegründer Pepi Gramshammer in seinem Hotel beherbergte. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der 25-jährigen Partnerschaft zwischen ÖSV und Tirol Werbung. Bei Tiroler Kulinarik, heimischen Klängen und typisch alpiner Gastlichkeit genossen die Besucher einen stimmungsvollen Abend. Unter den Gästen waren viele aktive Athleten. Auch zahlreiche ehemalige Weltklasseskifahrer waren der Einladung gefolgt – unter ihnen Annemarie Moser-Pröll, Franz Klammer, Maria Höfl-Riesch und Kristian Ghedina. Partner aus der Tiroler Industrie zeigten im Rahmen der „Tirol-Kitzbühel Night“, dass das Herz der Alpen nicht nur begehrtes Urlaubsland, sondern auch bedeutender Wirtschaftsstandort ist. Als eines der Partnerunternehmen präsentierte sich die Firma Riedel Glas in Vail. · Geschäftsbericht 2015 Es war ein buntes Bild, das sich im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg geboten hat. Viele der internationalen Gäste, die zum Galaempfang gekommen waren, trugen ihre Nationaltracht. Reiseveranstalter, Medienvertreter und Geschäftspartner aus gut 20 verschiedenen Ländern – darunter China, Korea, SaudiArabien, Indien und Kuwait – waren angereist, um im Vorfeld der großen Wiedereröff nung der Swarovski Kristallwelten ihr Netzwerk mit heimischen Touristikern zu vertiefen. Der Galaabend war Teil der sogenannten „Crystal Mountain Experience“, einem mehrtägigen Programmreigen, der es den internationalen Gästen ermöglichte, Tirol in seinen unterschiedlichen Facetten kennenzulernen. Partner aus rund 20 Ländern waren in den Riesensaal der Innsbrucker Hofburg gekommen. 11 · Bühnen für Tirol Eurobike Media Days: Treff für Topmarken Tausche City gegen Berge Die Tirol Werbung war drei Jahre lang exklusiver Tourismuspartner der weltgrößten Fahrradmesse „Eurobike“. 2015 haben deren Veranstalter im Vorfeld der Messe erstmals zu den „Eurobike Media Days“ nach Kirchberg in Tirol geladen. Bei dieser exklusiven Plattform präsentierten namhafte Hersteller wie Scott, Ghost, Giant oder KTM Medienvertretern ihre Produktneuheiten für das Modelljahr 2016. Dabei bekamen die 120 Journalisten aus aller Welt die Möglichkeit, die neuesten Räder selbst zu testen. Bikesport-Chefredakteur Thomas Werz: „Tirol ist als Location zum Mountainbiken klasse und hat ein riesiges Potenzial.“ Unter diesem Motto hat die Tirol Werbung in München den Bergsommer beworben. Zahlreiche Tauschwillige hatten sich gemeldet, um ihre Alltagsgegenstände aus der Stadt während der dreitägigen Aktion gegen Produkte und Erlebnisgutscheine aus den Bergen einzutauschen. So wurde aus der Handtasche ein Tirol Rucksack oder aus der Stadtwohnung vorübergehend ein Chalet in den Tiroler Bergen. Die zugrundeliegende Idee war denkbar einfach: Interessierte konnten sich im Vorfeld für einen Tausch bewerben. Per Zufallsgenerator wurden rund 200 Glückliche ausgelost, die einen Tausch „gewannen“. Diese mussten dann einen Gegenstand mitbringen, um ihn gegen ein passendes Tiroler Pendant einzutauschen. Journalisten konnten die Räder selbst testen. theALPS 2015 lockte zahlreiche Spitzenvertreter des Alpentourismus Tirol präsentierte sich bei der Weltausstellung „Feeding the Planet, Energy for life“ lautete das Motto der Expo 2015, die von 1. Mai bis 31. Oktober in Mailand stattfand. Passend zu diesem Thema präsentierte sich Tirol in einer Kampagne am italienischen Markt zum Thema „Natur und Nachhaltigkeit“. Die Maßnahmenpalette reichte von zwei „Tirol-Straßenbahnen“ in Mailand bis hin zu einer Out-ofHome-Kampagne in Bologna und Verona. Auch im Österreich-Pavillon, einem Besuchermagneten der Expo, war Tirol präsent: Die Hohen Tauern und die Großglockner Hochalpenstraße repräsentierten dort das „alpine Österreich“. Mit seiner fünften Auflage und einer Rekordbeteiligung hat sich die in Tirol begründete Fachveranstaltung theALPS als Branchentreffpunkt für den Alpentourismus etabliert: Knapp 400 Teilnehmer waren nach Moena (Trentino) gekommen. wurden. Beim theALPS Award kürte eine hochkarätig besetzte Jury unter Vorsitz von Hubert Siller (Management Center Innsbruck / MCI Tourismus) die besten Bikeprojekte der Alpen. Die Auszeichnung ging an die Sellaronda Mountainbiketour mit dem Topevent „Sellaronda Hero“. Der Mythos Ötztaler Radmarathon durfte sich als Tiroler Vertreter über eine Nominierung freuen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter als Präsident von AlpNet, dem Trägerverein von theALPS, einstimmig wiedergewählt. Im Mittelpunt von theALPS 2015 stand der alpine Bike-Tourismus. Dazu hatte die EURAC Bozen in Kooperation mit der Trentino School of Management im Vorfeld eine Studie durchgeführt, die bei der Veranstaltung präsentiert wurde. Fixer Bestandteil von theALPS war außerdem wieder der Handelsraum, wo zahlreiche Geschäftsbeziehungen aufgebaut und gepflegt Im Handelsraum herrschte emsiges Treiben. 12 · Das Jahr im Zeitraffer Die Freude über die Tiroler Preise war groß. Ski und Show in London Das wichtigste Skievent Großbritanniens, die Ski Show London, hat 2015 wieder 30.000 Teilnehmer in den Battersea Park gelockt. Die Tirol Werbung präsentierte sich dort gemeinsam mit Kitzbühel, dem SkiJuwel Alpbachtal Wildschönau, dem Arlberg, Spurart und Go Ski Go Board den englischen Wintersportfans. Am Fachbesuchertag lud die Tirol Werbung zu einem Umtrunk und „Hoangart“. Rund 70 Medienvertreter und 30 Reiseveranstalter sowie das britische Skiteam folg-ten dieser Einladung. · www.tirolwerbung.at · Image und Märkte Die Tirol Werbung rührte gemeinsam mit Touristikern aus St. Anton, Ötztal, Innsbruck, Kitzbühel und Kufstein in China die Werbetrommel. Das Herz der Alpen im Reich der Mitte A ls eine der ersten Delegationen nach der offiziellen Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking reisten rund 50 Touristiker und Wirtschaftsvertreter aus Tirol nach China, um dort die Werbetrommel zu rühren. Das Know-how in puncto Wintersport und Großveranstaltungen war dabei das gefragteste Gut der Abordnung aus Tirol. Aber auch touristisch bietet das Reich der Mitte enormes Potenzial. Die Tirol Werbung präsentierte daher gemeinsam mit Touristikern aus St. Anton, Ötztal, Innsbruck, Kitzbühel und Kufstein das Herz der Alpen und seine Regionen vor rund 100 Medienvertretern und Reiseveranstaltern in Peking und Shanghai. Abgerundet wurde die Reise mit zwei umjubelten Wagner-Darbietungen des Ensembles der Tiroler Festspiele Erl. Auch wenn die Aufenthaltsdauer chinesischer Gäste in Tirol derzeit mit 1,1 Tagen noch deutlich unter dem Durchschnitt liegt, steigt · www.tirolwerbung.at die Bedeutung Chinas als Herkunftsmarkt stark an. Im Tourismusjahr 2014/15 hat das Reich der Mitte die USA gemessen an den Übernachtungen als wichtigsten Fernmarkt abgelöst. 318.000 Ankünfte bedeuten ein Plus von 65,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 340.000 Übernachtungen einen Zuwachs von 64,4 Prozent. Derzeit reist der Großteil der chinesischen Gäste noch in Gruppen an, die nur kurz an einem Ort bleiben. Aber die Nachfrage nach Individual- und Premiumreisen, mit denen auch eine längere Aufenthaltsdauer verbunden ist, wächst. Tirol punktet bei Reisenden aus China mit seiner Bergwelt und der klaren Luft, mit Kultur und Tradition sowie mit Shopping. Letzteres schlägt sich auch wirtschaftlich nieder. Die durchschnittlichen Tagesausgaben chinesischer Gäste liegen bei 229 Euro, was deutlich über dem Durchschnitt der Tiroler Gäste von 101 Euro (Sommer) beziehungsweise 137 Euro (Winter) liegt. · Geschäftsbericht 2015 Ein Besuch im Norden Dänemark ist der wichtigste skandinavische Herkunftsmarkt für den Tiroler Wintertourismus. Eine Delegation hat daher in Kopenhagen Marktchancen sondiert. Rechtzeitig vor dem Start der Wintersaison reiste eine 35-köpfige Gruppe von Tiroler Touristikern im September in die dänische Hauptstadt. Dort erhielten die Teilnehmer von Handelsdelegierten Marktinformationen aus erster Hand, bauten ihr Wissen bei Fachvorträgen aus und vertieften in Workshops ihre Beziehungen zu Reiseveranstaltern. Tirol hatte über viele Jahre eine positive Entwicklung bei den Winternächtigungen aus Dänemark verzeichnet, in den vergangenen Jahren waren diese allerdings rückläufig. Dabei gelten die Dänen als sehr reisefreudig: Auf 5,6 Millionen Einwohner kommen 9,7 Millionen Auslandsreisen pro Jahr. Dieses Potenzial möchte der Tiroler Tourismus in Zukunft wieder stärker ausschöpfen. Die bei dieser Reise gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Marktposition Tirols zu stärken und eine positive Entwicklung bei den dänischen Wintergästen fördern. 13 · Image und Märkte Image sommers wie winters So nah, so fern. = Bergwinter Tirol Heute ein Moment. Morgen ein bleibendes Erlebnis. Tirol. Dich erleben und sich entdecken. Dich entdecken und sich erleben. Sich in deiner schier unendlichen Bergwelt verlieren. Und finden. Erleben Sie eine kostbare Zeit und außergewöhnliche Wintergeschichten: mein.tirol.at Die Bekanntheit und Begehrlichkeit Tirols zu steigern, stand im Fokus der Imagekampagnen für den Bergsommer und den Bergwinter. Neben einem zentralen Bildmotiv haben Auszüge aus Geschichten des meinTirol-Magazins die Printsujets ergänzt. Platziert wurde die Kampagne in hochwertigen und reichweitenstarken Medien im deutschsprachigen Raum wie Der Spiegel oder NZZ Folio. Mit diesen Printanzeigen wurden insgesamt rund 43,4 Millionen Sichtkontakte erzielt. Die Verlinkung in den digitalen Bereich erfolgte über eine Brandingkampagne mit Video-Ads, die circa 8,5 Millionen Sichtkontkate erzielten und auf den Bilderblog tirol.tumblr.com leiteten. Dort werden mittels Bildern, kurzen Texten, Videos und Audiobeiträgen Geschichten der Marke Tirol erzählt. Abgerundet wurde die Imagekampagne mit der Weiterführung der TV-Kooperation mit Kitzbühel Tourismus und Kitzbüheler Alpen Marketing. Dabei wurden mit den Tirol-Spots 54,6 Millionen Sichtkontakte erzielt. Die Wettermoderatoren sendeten ihre Berichte live aus Ischgl. Wetterfrösche am Gipfel Das Wetter spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Urlaubsentscheidung. Daher hatte die Tirol Werbung bereits 2014 gemeinsam mit den Regionen PaznaunIschgl, Arlberg, Tiroler Zugspitz Arena, Ötztal Tourismus, Achensee Tourismus und Kitzbühel Tourismus eine groß angelegte „Wetteroffensive“ gestartet, die 2015 fortgesetzt wurde. In Zentrum der Kampagne stehen umfassende Medienkooperationen mit n-tv und wetter.com sowie die Belieferung von Wetterredaktionen mit aktuellem Bild- und Filmmaterial aus Tirol. Regionsspezifische Wettershows Sport.Tirol setzt auf Freerider Es sind besondere Tiroler Charaktere, die im Zentrum der neuen Sport.Tirol-Imagespots stehen. Im Wintervideo haben die beiden Freerider Stefan Häusl und Björn Heregger diese Hauptrollen übernommen und wurden bei ihrem Tun von der Kamera begleitet. Der Film feierte in der Heimat der beiden Protagonisten, beim Filmfest in St. Anton, Ende August Premiere. Ab Herbst wurde „Heute eine Spur. Morgen ein neuer Weg.“, so der Titel des Spots, im Vorprogramm der Tiroler Kinos gezeigt. Außerdem wird er im deutschsprachigen Raum als Imagespot der Tirol Werbung eingesetzt. Erfolgreiche Außenwerbung Gleichzeitig haben diese Imagekampagnen den Boden für produktorientierte Aktivitäten in den einzelnen Märkten bereitet. So gab es beispielsweise im Zuge der Bergsommer-Bewerbung eine umfangreiche Außenwerbungskampagne in Bayern, die fast 47 Millionen Sichtkontakte erreichte. Mit der Außenwerbung im Rahmen der Bergwinter-Kampagne in NordrheinWestfalen wurden mehr als 42 Millionen Sichtkontakte erzielt. 14 runden das Paket ab. Zusätzlich findet einmal jährlich der sogenannte „Wettergipfel“ in Tirol statt. Dabei treffen sich Wettermoderatoren aus Europa, um sich im informellen Rahmen auszutauschen. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, um Wetterberichte aus Tirol zu produzieren. Im Rahmen der Veranstaltung im Frühwinter 2015 in Ischgl wurden mehr als 40-Live-Schaltungen in Millionen Haushalte weltweit übertragen. Erstmals war auf Vermittlung der Tirol Werbung auch das russische Staatsfernsehen beim Wettergipfel dabei. · Das Jahr im Zeitraffer · www.tirolwerbung.at Kurz notiert Mit neun redaktionellen Medienkooperationen im deutschsprachigen Raum – unter anderem mit GEO Schweiz, NZZ FOLIO und SZ Magazin – wurden 2015 eine Gesamtauflage von mehr als 3,2 Millionen und ein Werbewert von fast zwei Millionen Euro erzielt. Von 12. bis 15. Juni fand in Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter DerTour und der Österreich Werbung Deutschland das „DerTour Länderspecial Österreich“ mit dem Finale in Tirol statt. Insgesamt nahmen mehr als 100 Reisebüroexpedienten und Produktmanager von DerTour Deutschland daran teil. Gemeinsam mit Bio vom Berg setzte die Tirol Werbung eine Wirtschaftskooperation in fast 400 Naturfeinkostläden in Deutschland um. Kunden bekamen beim Kauf eines Tiroler Produktes der Marke „Bio vom Berg“ an der Kassa ein kleines Geschenk. Insgesamt wurden mehr als 55.000 Werbemittel ausgegeben. Vier Wochen lang wurden die Hörer des niederländischen Radiosenders 100 % NL im Jänner 2015 mit Wetterund Schneeberichten aus Tirol versorgt. Begleitet wurden diese aktuellen Informationen von Werbespots und Online-Maßnahmen. Gesamtreichweite: Mehr als zehn Millionen Kontakte. Bei der Kooperation mit dem niederländischen Skiverband wurde ein 28seitiges Tirol Special mit einer Auflage von 60.000 Stück kreiert und an die Mitglieder verteilt sowie an 108.000 skiaffine Abonnenten der Zeitung DeTelegraaf gesendet. Darüber hinaus war Tirol regelmäßig in den Onlinekanälen des Skiverbands vertreten. Eine Out-of-Home-Kampagne zum Bergsommer Tirol in Belgien erreichte 6,5 Millionen Kontakte. Der Schwerpunkt lag auf den Bahnhöfen Antwerpen und Gent, wo sogenannte Boobox Cubes (Automaten mit Bildschirmen, an denen man Fragen beantwortet und ein kleines Geschenk bekommt), digitale Screens und Poster Lust auf Tirol machten. Flankierend gab es Samplings und Gewinnspiele. · www.tirolwerbung.at Im Rahmen einer Kooperation mit 63 Fitnessclubs („Basic Fit“) in Flandern präsentierte sich Tirol als sportlichjunge Sommerdestination. Die eingesetzten Maßnahmen reichten von Spiegelbeklebungen bis hin zu einem Online-Gewinnspiel. In Frankreich präsentierte sich Tirol in der Aprilausgabe von GEO France (Auflage mehr als 250.000 Stück) als Wander- und Raddestination. Gemeinsam mit drei Regionspartnern wurde ein achtseitiger Beihefter gestaltet. „7 resorts in 7 days“ ist ein beliebtes Videoformat des Ski Club of Great Britain. Es präsentiert die populärsten Skigebiete Europas. 2015 wurden sieben „resorts“ in Tirol besucht. Die daraus entstandenen Videos wurden mehr als 50.000-mal angesehen. meinTirol vermittelt alpines Lebensgefühl Zweimal jährlich erscheint das Printmagazin meinTirol, einmal zum Bergsommer und einmal zum Bergwinter. Beiden Ausgaben gemeinsam ist, dass die Geschichten im rund 80-seitigen Magazin alpines Lebensgefühl vermitteln – vom James-Bond-Dreh in Tirol bis hin zum Porträt der kleinen Brillenmanufaktur. Zusätzlich enthält das Magazin ausgewählte Urlaubstipps zur jeweiligen Saison. Basierend auf den Inhalten der Printmagazine wurden einzelne Geschichten webgerecht aufbereitet, ergänzt und in eMagazines veröffentlicht. Die größte U-Bahnunterführung („Muzeum“) im Zentrum von Prag stand im Mai und Juni ganz im Zeichen des Tiroler Bergsommers. Auf rund 500 Quadratmetern präsentierte sich das Herz der Alpen gemeinsam mit fünf Partnerregionen. Zusätzlich wurden 30 Citylights gebucht. Insgesamt wurden rund fünf Millionen Kontaktmöglichkeiten erzielt. Auch in Warschau nutzten Tirol Werbung, drei Regionspartner und die 5 Tiroler Gletscher fünf Fußgängertunnels und eine Gesamtfläche von 1.400 Quadratmetern, um sich zu präsentieren. Dabei wurden rund 4,5 Millionen Sichtkontakte erreicht. Die Tirol Werbung hat gemeinsam mit vier Partnern eine Workshopserie in Russland und der Ukraine umgesetzt. An den Veranstaltungen in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg und Kiew nahmen mehr als 120 Reiseveranstalter und rund 70 Journalisten teil. Zum ersten Mal präsentierte sich Tirol in der indischen Metropole Ahmedabad. Das Herz der Alpen stellte sich gemeinsam mit seinen Partnern 80 Reiseveranstaltern und Journalisten vor. In Mumbai wurden rund 30 Reiseveranstalter und Journalisten zu einem „Tirol Networking Abend“ eingeladen. · Geschäftsbericht 2015 meinTirol war auch als eMagazine erschienen. Ein halbes Jahr Tiroler Winter in Prag Drei Straßenbahnwaggons waren in Prag sechs Monate lang – von Anfang September 2015 bis Ende Februar 2016 – als Werbeträger für Tirol und die 5 Tiroler Gletscher im Einsatz. Zusätzlich wurden zehn Großwerbeflächen bei allen wichtigen Zufahrtsstraßen belegt. Resultat: Rund 50 Millionen Sichtkontakte. 15 · Produkte Steinmandln und eine Adlerskulptur kennzeichnen den Start des Adlerwegs in St. Johann (Bild) sowie das Ziel in St. Christoph. Adlerweg im neuen Federkleid D er Adlerweg wurde zu seinem zehnjährigen Jubiläum 2015 neu gestaltet. Tirols bekanntester Weitwanderweg zeigt sich alpiner denn je und wurde auf zwei Routen – eine davon verläuft quer durch Nordtirol, die andere in Osttirol – reduziert. Wer die Herausforderung des Adlerwegs annimmt, der begibt sich in Nordtirol auf eine Wanderung, die auf 320 Kilometern hoch oben quer durch das Land führt. Auf den 24 Tagesetappen geht es insgesamt 23.000 Höhenmeter bergauf und rund 20.000 bergab. Steinmandln, die traditionellen Wegweiser im alpinen Raum, machen am Startpunkt in St. Johann in Tirol und am Endpunkt in St. Christoph am Arlberg auf den Adlerweg aufmerksam. Die zweite Route, der Osttiroler Adlerweg, führt vom Großvenediger zum höchsten Berg Tirols und Österreichs, dem Großglockner. Wanderer sind inmitten zahlreicher 3.000er unterwegs. Dabei warten auf neun Tagesetappen insgesamt 93 Kilometer mit etwa 8.000 Höhenmetern bergauf und fast ebenso vielen bergab. Wer sich zu diesem Abenteuer entschließt, für den eignet sich das Adlerweg-Starterpaket in idealer Weise. Dieses ist im Tirol Shop zu erwerben oder kann online bestellt werden. Es besteht aus einem Tourenbuch mit Stempelblatt, einem Erste-Hilfe-Paket, einem Adlerweg-Bandana und einem Talisman für die Wanderung. Passagen sind in den Tourenbeschreibungen mit dem Stichwort „Adlerkick“ hervorgehoben. Darüber hinaus erfahren die Wanderer entlang des Adlerwegs Alpingeschichten, die diese Gebirgszüge prägen. Adlerblick und Adlerkick Auf www.tirol.at/adlerweg sind alle Routen genau beschrieben, stehen alle GPS-Tracks zum Download bereit und sind viele Tipps für die Wanderung verfügbar. Die Tourenbeschreibungen enthalten außerdem Hinweise zu den „Adlerblicken“. Das sind sehenswerte Orte und Aussichtspunkte, an denen Wanderer ihren Blick für die Schönheit der Bergwelt schärfen können. Besonders schwierige Im Rahmen der verschiedenen Qualitätsinitiativen des Themenmanagements wurden 133 neue Betriebe besucht. Insgesamt gibt es in Tirol nun 322 qualitätsgeprüfte Betriebe, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern, Kletterern, Langläufern und auch Menschen mit Beeinträchtigung spezialisiert haben. Noch mehr Bikeschaukel 16 Etappen von Nauders im Westen Tirols bis Walchsee im Osten, rund 780 Kilometer und 32.000 Höhenmeter, wovon 15.000 Höhenmeter mit Hilfe von 22 Bergbahnen bewältigt werden können: Das ist die neue Bikeschaukel Tirol. Sie wurde 2015 um ein Teilstück im Zillertal sowie mehrere Singletrails erweitert, um den Ansprüchen der Allmountain- und Enduro-Biker noch besser gerecht zu werden. Was sich nicht geändert hat: Es gibt eine gemeinsame Punktekarte für die Bergbahnen. Zudem stehen individuell buchbare Gepäcktransporte sowie Reiseveranstalter-Pauschalangebote bereit. 16 Kurz notiert Skifahren ist Familiensache Mit der Seilbahn geht’s bequem nach oben. · Das Jahr im Zeitraffer Familien spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Kinder für den Wintersport zu begeistern. Mit einer Qualitätsinitiative zur Weiterentwicklung des Wintersportangebots für Familien verstärkt der heimische Tourismus sein Engagement für den Nachwuchs. Alle wichtigen Partner haben sich an der Ausarbeitung dieser von der Tirol Werbung gestarteten Initiative beteiligt: Tourismusverbände, Bergbahnen, Wirtschaftskammer und der Tiroler Skilehrerverband. Herzstück der Familienskiregionen sind klar definierte Qualitätsstandards. Zum Start des Projekts sind zehn Tourismusverbände an Bord. · www.tirolwerbung.at · Strategie und Infrastruktur Eine neue Strategie für Tirols Tourismus Diskutierten zum Tiroler Weg 2021: Michael Brandl (TW), Theresa Leitner (MCI Tourismus), Franz Tschiderer (TTB), Jürgen Bodenseer (WK), Alfons Parth (VTT) und Isabella Krassnitzer (Moderation, v. r.). E inmal jährlich lädt die Tirol Werbung im Frühsommer zum Tiroler Tourismusforum in den Congresspark Igls. Dieser traditionelle Branchentreff bildete 2015 den Rahmen für die Präsentation der touristischen Zukunftsstrategie „Tiroler Weg 2021“. Der „Tiroler Weg 2021“ wurde den Branchenvertretern in Igls erstmals vorgestellt. Ausgearbeitet wurde die neue Strategie unter Vorsitz von Harald Ultsch von Land, Wirtschaftskammer, Verband der Tiroler Tourismusverbände sowie Tirol Werbung und moderiert vom MCI Tourismus. Inbegriff des alpinen Lebensgefühls Die Vision, dass Tirol der Inbegriff des alpinen Lebensgefühls ist, bildet zusammen mit drei großen Linien und vier Handlungsfeldern den Leitfaden für den „Tiroler Weg 2021“. Die erste große Linie sieht Tirol als Lebens- und Erholungsraum: Das Land ist keine künstliche Urlaubskulisse, sondern bietet Einheimischen und Gästen authentische alpine Erlebnisse. Um dies weiterhin zu gewährleisten, benötigt es auch die Mithilfe der Bevölkerung. „Eine positive Grundeinstellung zum Tourismus muss in der Gesellschaft vorhanden sein, um diese auch den Urlauberinnen und Urlaubern · www.tirolwerbung.at zu vermitteln“, betonte der Obmann des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände, Alfons Parth. alpinen Tourismusforschung zu werden“, zeigte sich Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter überzeugt. Familienbetriebe bilden Fundament Die zweite große Linie bilden die Familienunternehmen. Sie stellen das Fundament des Tiroler Tourismus dar und müssen daher weiterhin unterstützt werden. „Mit ehrlicher Gastfreundschaft und hoher Serviceorientierung lösen Familienbetriebe nach wie vor das Kernversprechen einer alpinen Tourismusregion ein. Diese kleinstrukturierten Familienbetriebe mit Professionalisierungsmaßnahmen zu stärken und mit neuen Kooperationsmodellen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, ist eine zentrale Herausforderung. Zudem wollen wir Konzepte für Unternehmensnachfolgen fördern“, meinte dazu Jürgen Bodenseer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. Die Marke Tirol als Zugpferd Ein zentraler Punkt ist auch die ganzheitliche Vermarktung Tirols. Dabei sollen die einzelnen Regionen das starke Image der Dachmarke Tirol nutzen und auf branchenübergreifende Partnerschaften setzen. Dies geschieht in enger Kooperation mit der Tirol Werbung. „Von der Entwicklung neuer Systempartnerschaften in Destinationen mit der Marke Tirol profitieren alle Partner. Zudem unterstützen wir die zukunftsweisenden Entwicklungen in den Bereichen Klima- und Gesellschaftswandel, Mobilität sowie eine attraktive Landschafts- und Ortsbildentwicklung“, sagte Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung. Kompetenzführerschaft absichern Die dritte und letzte große Linie forciert die Weiterentwicklung Tirols als Kompetenzführer im Tourismus. „Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung, vor allem im Wintertourismus, sind wir in diesem Bereich Weltklasse. Und durch die Bündelung von Erfahrung und Wissen sind wir außerdem auf dem Weg, die Nummer eins in der Vier Handlungsfelder Mit den Handlungsfeldern „Unternehmer & Mitarbeiter“, „Destinationsmanagement“, „Umwelt & Klima“ sowie „Tourismus & Standort“ werden die drei großen Linien operationalisiert. Diesen Handlungsfeldern liegen Aktionsprogramme zugrunde, um den Tiroler Weg 2021 schrittweise in konkrete Maßnahmen umzusetzen. · Geschäftsbericht 2015 17 · Strategie und Infrastruktur Neuer Auftritt für den Tirol Shop D Die drei neuen Linien des Tirol Shop – Tirol Lifestyle, Tirol Tradition und Tirol Klassiker – haben jeweils ihre eigene Ausrichtung und Note. Die Lifestyle-Kollektion bietet mit einem dezenten Branding ausgestattete, sportliche Freizeitbekleidung. In der Traditions-Linie findet sich modische Kleidung mit edler Note, die zum Teil gemeinsam mit heimischen Designern entwickelt wird. So hat die Kitzbüheler Modeschöpferin Sabine Sommeregger Traditions-Stücke für den Tirol Shop kreiert. Abgesehen von dem „Ret- ro-T“, das sich lückenlos in den Stil einfügt, wird in der Traditions-Linie auf sichtbare Logos verzichtet. Ganz im Gegensatz zur Klassik-Reihe: Diese richtet sich an Kunden, die sich mit Tirol und seiner Marke identifizieren und dies auch gerne zeigen. Die Kleidungsstücke zeichnen sich daher durch das gut sichtbar angebrachte Tirol Logo aus. Die drei Linien kommen auch im neugestalteten Tirol Shop besonders gut zur Geltung. Durch den Umbau des Geschäftes im Sommer 2015 ist die Ware durch die reduzierte Gestaltung stärker in den Vordergrund gerückt und die Sortimente von Tradition, Lifestyle und Klassiker können gesondert präsentiert werden. Besonderer Wert wurde außerdem darauf gelegt, möglichst heimische und unbehandelte Materialien zu verwenden, die den Werten der Marke Tirol („echt“ und „stark“) entsprechen. · Das Jahr im Zeitraffer · www.tirolwerbung.at er Tirol Shop hat zweimal erfolgreich umgebaut: einmal sein Sortiment, das nunmehr drei Modelinien umfasst. Zum zweiten hat auch das Geschäft in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße ein neues Gesicht bekommen. 18 V. li.: Katleen Johne (Tirol Werbung), Wilma Himmelfreundpointner (TVB St. Anton), Michael Brandl (TW), Alexander Jug (ÖBB), Silvia Pfeil (Mobilitätscoach), Helmut Hain (E-TirRoller) und Brigitte Hainzer (Mobilitätscoach) Tirol ist weiter auf Schiene Heimische Materialien prägen den neuen Auftritt des Tirol Shop. Tirol verfolgt mit dem Projekt „Tirol auf Schiene“ ein ehrgeiziges Ziel: Gemeinsam mit den Bahnunternehmen in Österreich (ÖBB), Deutschland (DB) und der Schweiz (SBB) soll der Anteil der Gäste, die per Bahn anreisen, von derzeit sechs auf zehn Prozent im Jahr 2020 gesteigert werden. Neu bei „Tirol auf Schiene“ ist das Pilotprojekt „Mobilitätscoach“, das mit dem Tourismusverband St. Anton erstmals durchgeführt wurde. Diese „Coaches“ sind Berater für die Tourismusbetriebe, welche die wichtigsten Kommunikatoren des Themas Mobilität zu den Gästen bilden. Nach vorheriger Terminvereinbarung besuchen die Coaches die Betriebe und erläutern in einem kurzen Gespräch mögliche Marketingmaßnahmen für Gäste, die gerne mit der Bahn anreisen. Die Bera- ter, die von DB, ÖBB, Tourismusverbänden und Tirol Werbung mitfinanziert werden, können für ein geringes Entgelt von den Regionen gebucht werden und arbeiten eng mit diesen zusammen. Zusätzlich führte die Tirol Werbung im Sommer 2015 gemeinsam mit den Bahnpartnern ÖBB und DB ein Online-Ideenprojekt zum Thema „Mit dem Zug nach Tirol“ durch. Auf dem Open-Innovation-Portal brainfloor.com wurde an rund 6.000 Personen aus dem deutschsprachigen Raum die Frage gestellt, welche Maßnahmen dazu führen könnten, dass man beim nächsten Tirol-Urlaub mit der Bahn anreist. Aus insgesamt 323 abgegebenen Ideen wurden 160 weiterführend besprochen. Daraus wurden sechs Themengruppen destilliert, welche die Tirol Werbung in Zukunft forcieren möchte – darunter das Aufzeigen von CO2-Einsparungen durch Zugreise und Carsharing/ Autoverleih. Das große Bild zum Wintertourismus Um Tourismusverbände und strategische Partner im Land noch besser mit Informationen aus der Tourismusforschung zu versorgen, hat die Tirol Werbung 2015 die Reihe „Big Picture“ gestartet. Darin werden zu bestimmten Schwerpunktthemen Statistiken, Analysen und Studien, aber auch Expertisen der Tirol Werbung aus der Praxis leicht verständlich und · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 kompakt aufbereitet und zu einem großen Bild verdichtet. Die erste Ausgabe hatte den Bergwinter Tirol zum Thema. Im Fokus standen die Analyse allgemeiner Entwicklungen wie Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen sowie detaillierte Informationen zu Haupt- und Hoffnungsmärkten, Gästeverhalten und -bedürfnissen. 19 „Tirol wird noch viele Schätze heben“ Im vergangenen Jahr rückte Tirol als Filmschauplatz in den Mittelpunkt der Kinowelt. Die in Sölden/Ötztal und in Obertilliach/Osttirol gedrehten Sequenzen des neuesten James-Bond-Streifens „Spectre“ belegten: Tirol ist großes Kino. Aber auch reich an Schätzen, die es zu heben gilt – wie Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, mit Blick auf neue Herausforderungen betont. 20 festigen. Im Sommer gibt es vergleichsweise noch Aufholbedarf. Die aufwändigen Dreharbeiten zum neuesten James-Bond-Spektakel „Spectre“ im vergangenen Jahr waren nicht nur für das Filmland Tirol höchst erfreulich. Josef Margreiter: Der Slogan der begleitenden Kommunikationskampagne brachte es auf den Punkt: Tirol ist großes Kino. Und James Bonds abenteuerliche Visite in unserem Land war tatsächlich ein Höhepunkt der gemeinsamen Leistung rund um Cine Tirol, die seit 1998 professionelle Arbeit leistet. In Summe wurden bisher über 500 Produktionen vom Werbespot bis hin zu Hollywood-Produktionen begleitet. Allein die Zahl an Kinobesuchern und TV-Zusehern von 2015 in Tirol realisierten Spiel- und Dokumentarfilmen beläuft sich auf 640 Millionen Menschen. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat vor allem „James Bond – Spectre“ geleistet. Weltweit konnte der Film bereits nach wenigen Monaten rund 100 Millionen Kinobesucher mit Bildern aus Tirol begeistern. Und neben der hohen Wertschöpfung, die solche Produktionen in Tirol auslösen, können spektakuläre Film-Locations wie das ice Q von nachhaltigen Effekten profitieren. Mit vereinten Kräften hat sich Tirol als führende Alpenregion in der Welt der bewegten Bilder gut positioniert. Welchen Stellenwert hat dabei die UCI Rad-Weltmeisterschaft, die 2018 in Tirol mit Zielort Innsbruck stattfinden wird? Der Doppelpass Rad-WM und Kletter-WM, die beide im Herbst 2018 in Tirol stattfinden, legen Angebotsoffensiven in beiden so zentralen Kompetenzbereichen unserer Sommerdestination nahe. Am Ende sind „Hiking & Biking“ keine Entweder-Oder-Thematik, sondern ergänzen sich perfekt, gerade auch in ihren „Fomel-1-Disziplinen“, dem Sportklettern und Rennradfahren. In medialer Hinsicht wird die Rad-WM natürlich besonders hell strahlen. Wir rechnen mit rund 700 Media-Akkreditierungen, 150 Länder werden die Rennen im Fernsehen übertragen. Daraus resultieren viele TV-Stunden, welche auch die Schönheit unseres Landes ins Rampenlicht rücken. Viele Gelegenheiten, das Land mit seinen zahlreichen Facetten, mit grandiosen Bildern und einzigartigen Geschichten entlang der Strecken und beim Rahmenprogramm zu präsentieren. Auch vor Ort wird das Interesse groß sein: Rund 400.000 Zuschauer werden zu den zwölf Bewerben an acht Wettkampftagen erwartet. Apropos Positionierung: Tirol rückt wieder mit sportlichen Großereignissen ins internationale Rampenlicht. Über sportliche Spitzenveranstaltungen – wie den Olympischen Spielen, Ski-Weltmeisterschaften oder den kommenden Weltmeisterschaften im Biathlon 2017 in Hochfilzen und im Nordischen Bereich 2019 in der Olympiaregion Seefeld – gelingt es, Tirols Image als führendes Wintersportland der Alpen zu Inwieweit können diese sportlichen Großereignisse für die touristische Produktentwicklung genützt werden? Aus touristischer Sicht geht es hier um eine ganze Reihe an Innovationen rund um das Thema Rad- bzw. Sommersport, die wir im Zuge dieses Großprojektes auf den Weg bringen wollen. Spitzendienstleitungen im gesamten Bike-Spektrum werden in den einzelnen Destinationen weiter ausgebaut, genauso · Interview Josef Margreiter · www.tirolwerbung.at Josef Margreiter Geschäftsführer Tirol Werbung zu festigen. Innovationen unter dem Motto wie der zu verbessernde Inn-Radweg für die Tourenfahrer oder die Möglichkeiten für eine „Wintersport plus“ weiterzudenken und weiter stark wachsende E-Bike-Bewegung, die spannende Produktkombinationen zwischen Natur, Kultur, aktivem Erholen und genussauch zunehmend die gemütlicheren Genießer orientierter Regeneration zu forcieren, ist ins Radland Tirol bringt. Generell gesagt: Die sportliche Facette der Marke Tirol spielt in der aber ebenso ein Gebot der Stunde, wie das Kerngeschäft mit den europäischen gesamten Standortstrategie unseres Landes Nahmärkten abzusichern. Konzepte wie eine wesentliche Rolle. der Lanserhof zeigen vor, dass wertschöpfungsstarke Ganzjahresangebote ausbaufähig Inwieweit kann davon der gesamte sind und Tirol aufgrund seiner natürlichen Wirtschaftsstandort profitieren? Ressourcen dafür beste Voraussetzungen hat. Die Wirtschaftsdelegation, die unser Landeshauptmann Günther Platter im Vorjahr anDer Sommer hat aber noch lässlich der Vergabe der Olympischen WinEntwicklungspotential? terspiele 2022 nach Peking geführt hat, ist Mit Sicherheit, auch wenn der touristische ein gutes Beispiel. Tirol wird im Wintersport Wettbewerb aufgrund des größeren Angebots international höchste Qualität und Wettbeim Sommer sehr viel härter ist. Aber der werbsfähigkeit zugesprochen und von diesen Alpenurlaub hat aufgrund globaler EntwickSynergien können die unterschiedlichsten lungen und Trends im Bereich Lebensstil Wirtschaftssektoren profitieren. Das Zusamund individueller Sehnsüchte Konjunktur – menspiel von Touristikern, Zulieferbranchen mehr Nachfrage und höhere Wertschöpfung und Leistungsträgern rund um das Kompeauf Basis intelligenter Angebotsgestaltung tenzfeld Wintersport war sehr erfolgreich und Vermarktung sind realistisch. Im Somund zieht sicherlich konkrete Folgegeschäfte mer sind noch wesentlich mehr Schätze zu und Aufträge nach sich. In diesem Sinn war heben, was die Vielfältigkeit und Trends des die China-Reise nicht nur werblich wirksam, Outdoorbooms anbelangt: Naturnahe aktive sondern hat auch bei den Beteiligten das Bewusstsein erzeugt, dass ein noch intensiveres, Erholung, der gesunde Schlaf ohne Klimaanlage, regional erzeugte Nahrungsmittel, branchenübergreifendes Zusammenwirken emotional geprägte persönliche Begegnungen, erfolgsträchtig für die Wirtschaftskraft des nicht nur Urlaub und Erholung für den KörStandortes ist. per, sondern auch Auszeit für die Seele – da punktet der familiengeführte AlpentourisWie werden sich die Winter- und Sommus mit echter Gastfreundschaft. Deshalb mersaisonen der Zukunft entwickeln? sind auch immer neue Belastungspakete für Im Winter definiert Tirol als erfolgreichste unsere kleinteilig strukturierte Unternehmeralpine Wintersportdestination die Qualitätsschaft kaum zu verdauen. Denn ein gelungeführerschaft. Unter schwierigen Rahmenbener Generationswechsel unter akzeptablen dingungen – Stichwort Klima- und GesellRahmenbedingungen ist essentiell für den schaftswandel – ist es uns auch im Vorjahr Erfolg des Tourismuslandes Tirol. gelungen, unsere führende Marktposition · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 Auch die touristische Kommunikation unterliegt neuen Rahmenbedingungen. Inwiefern verändert das auch die Tirol Werbung? Die bisher gelernte Werbung wird vor allem bei kritischen Konsumenten nicht mehr empfangen. Nette Beschreibungen, Werbetexte, herkömmliche Einschaltungen verlieren ihre Wirkung. Die digitale Kommunikationswelt bestimmt den Takt und die Buchungsfrequenz. Folgerichtig hat die Tirol Werbung stark in die Social-Media-Kanäle und reichweitenstarken Formate etwa im Bereich der Wetterkommunikation investiert. Der Konsument sucht nach echten, authentischen Geschichten statt nach künstlich konstruierten Werbebotschaften. Es geht dabei nicht nur mehr um reine Tourismusgeschichten, sondern um die Gesamtwertigkeit einer Destination mit verschiedenen Facetten, die in geeigneter Art und Weise in unterschiedlichen Kanälen aufbereitet werden. Klassische Organisationsformen und Abteilungen verlieren mehr und mehr ihre Berechtigung. Eine lohnende Vision hingegen ist: einen branchenübergreifend denkenden und gemäß den modernen Kommunikationstechnologien konzipierten „Newsroom Tirol“ zu schaffen, dessen Geschichten international gehört werden und mit zentralen Botschaften für unsere Identität nach innen und außen wirken. In diese Spitzenleistungen aller Branchen und deren professionelle Kommunikation gezielt zu investieren, ist eine – im wahrsten Sinne des Wortes – wertvolle „TourismusPlus-Strategie“, von der das ganze Land profitieren wird. Vielen Dank für das Gespräch. 21 Faktenreich und Zahlenspiel Die vielen Projekte und Maßnahmen der Tirol Werbung im Jahre 2015 lassen sich nicht einzeln darstellen. Deshalb gibt es an dieser Stelle einen in Zahlen gegossenen Überblick. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit interessanten Daten und Fakten zum Tun der Tirol Werberinnen und Werber. Online-Kampagnen Herbstkampagne Bayern 3.500.000 AdImpressions und mehr als 41.000 Minuten Kontakt mit der Marke Tirol Mehr als 18.000 Interaktionen erzielte das stärkste Video der Kampagne. 30 11 Mehr als auf Winterkampagne Deutschland 500.000 AdImpressions durch onlinegesteuerte TV-Werbung auf Smart-TV-Geräten (Sender: Sat1, Kabel1, Sixx, Pro7) Winterkampagne „So nah, so fern” 758.000 AdImpressions 600.000-mal wurden die dazugehörigen Online-Kampagnen Märkten führten zu ... ... 1.032.000 Sitzungen auf den Informationsseiten der tirol.at und der Länderportale und brachten damit ... ... 1.790.000 Minuten Kontakt mit der Marke Tirol. Videos vollständig angeschaut und sorgten so für 350.000 Minuten Kontakt mit der Marke Tirol im Video. 22 · Faktenreich und Zahlenspiel · www.tirolwerbung.at Social Media und Apps 196.000 Fans auf der deutschen Facebook-Seite Twitter 43.500 Fans Stand Ende 2015 auf der italienischen Facebook-Seite 22.000 Fans auf der internationalen (englischsprachigen) Facebook-Seite 303.800 Facebook-Fans Stand Ende 2015 19.600 Fans 17.100 auf der polnischen Facebook-Seite Follower 16.100 deutsch & 1.000 englisch 15.500 Fans auf der russischen Facebook-Seite, plus 1.500 Fans auf dem russischen Portal Vkontakte 7.200 Fans auf der tschechischen Facebook-Seite Tumblr Blog Tirol Reiseführer App 2.700 16.400 2.000 Downloads (ital. Version) Follower (Stand Ende 2015) 149.500 Seitenaufrufe (im Jahr 2015) Downloads Downloads (Apple) 1.750 (Android, seit Juli 2015) im Jahr 2015 2.600 Downloads (niederl. Version) Blog Tirol im Jahr 2015 350.500 eindeutige Besucher auf dem deutschsprachigen Blog 1.580.500 Video-Aufrufe bei Youtube im Jahr 2015 · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 955.000 Seitenaufrufe 54.000 Seitenaufrufe am englischen Blog 32.000 Seitenaufrufe am neuen niederländischen Blog 23 tirol.at und Länderportale 28 % davon aus Deutschland 3.253.000 Besuche 20 % davon aus Österreich 8.966.000 Seitenaufrufe im gesamten Jahr 2015 im gesamten Jahr 2015 10 % davon aus Italien 2:03 Min. durchschnittliche Besuchsdauer 3,17 Seiten 56 % wurden pro Besuch durchschnittlich aufgerufen 47 % der Besuche kamen der Besuche erfolgdurch organische ten bereits über Suchen zustande mobile Geräte (d. h. via Suchmaschinen) tirol.at tyrol.com tirolo.com 2.098.660 Besuche 493.000 Besuche 353.000 Besuche 6.076.511 Seitenaufrufe 1.520.226 Seitenaufrufe 1.050.000 Seitenaufrufe (deutsch) (englisch) (+25 %) (+19 %) (italienisch) (+32 %) (+54 %) (+53 %) (+30 %) Besuchszahlen weiterer Länderportale Niederlande: 330.000 (+30 %) Frankreich: 207.000 (+44 %) Polen: 124.000 (-11 %) Tschechien: 100.000 (+79 %) 24 Rumänien: 82.000 (+65 %) Russland: 45.000 (+22 %) Dänemark: 34.000 (+57 %) · Faktenreich und Zahlenspiel · www.tirolwerbung.at Bearbeitung Märkte Märkte 3 (Großbritannien, Nord-, Zentral- und Osteuropa, Übersee, 5 Tiroler Gletscher, Bus Tirol, Verkaufsförderung DACH, internationale B2B-Plattformen) • 5 B2C-Plattformen mit 210.000 Besuchern • 29 B2B-Workshops mit mehr als 120.000 Besuchern/Teilnehmern • 8 Studienreisen mit 60 Teilnehmern • 8 Kooperationen mit Reiseveranstaltern • 18 Wirtschafts- und Medienkooperationen Märkte 2 (Niederlande, Belgien, Italien und Frankreich) • 8 B2C-Plattformen mit 300.000 Besuchern • 10 B2B-Workshops und Studienreisen mit ca. 300 Teilnehmern bzw. Verkaufsgesprächen • 2 B2B-Messen • 2 Kooperationen mit Reiseveranstaltern Märkte 1 (DACH – Deutschland, Österreich, Schweiz) • 12 B2C-Plattformen mit 650.000 Besuchern • 9 Medienkooperationen 17.200 Anfragen hat das Infoteam bearbeitet, davon mehr als 3.100 via Live-Chat. · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 25 Internationale PR ... präsentiert 5.500 Pressefotos. ... veröffentlicht 2.300 Pressemeldungen in sieben verschiedenen Sprachen. ... zeigt 280 Videos. presse.tirol.at ... ... versorgt 6.800 internationale Medienvertreter ... adressiert 1.800 Medienvertreter wöchentlich mit einem deutschsprachigen Pressenewsletter. regelmäßig mit Informationen. 350 Journalisten aus aller Welt wurden 2015 in Tirol betreut. Darunter waren ... 44 Medienvertreter 56 Medienvertreter aus Polen. aus Großbritannien. 100 Medienvertreter aus dem DACH-Raum. 34 Medienvertreter aus den Niederlanden. Allein damit wurden eine Gesamtauflage von rund 15 Millionen sowie ein Werbewert von 2,5 Millionen Euro erreicht. 26 · Faktenreich und Zahlenspiel · www.tirolwerbung.at Convention Bureau Tirol (CBT) 597 Verkaufsgespräche 264 Partnerbeteiligungen 34 Verkaufsaktivitäten (Messen, Workshops, Kundenevents) CBT 63 Partner 1.985 Kundenkontakte CBT erhielt 225 Anfragen, Veranstaltungen in Tirol umzusetzen. Davon kamen ... 30 % der Anfragen 23 % der Anfragen telefonisch bzw. direkt. via Verkaufsveranstaltungen. 47 % der Anfragen online. · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 27 Cine Tirol Es w urden 26 Spiel- und Dokumentar film e, ... ge a t h e r D 0 5 7 Tirol statt. fanden in ... 2 T V-Serien Meh r a ls n E ur o 14 Milplroiodunktieonsbedingten sowie ... w urden an Transport, nterkun ft, (U en ab sg erzielt. Au n) in Tirol Motiv m iete illionTeVn6 40 M sucher und K inobe l- und sa hen Spie Zuschauer in Tirol rfi lme, die n. Dokumenta orden ware rea lisiert w 28 ... 85 Werbefilme und Fotoshooti ngs mit · Faktenreich und Zahlenspiel Unterst ützung der Cine Tirol realisiert. · www.tirolwerbung.at James Bond „Spectre” Mehr als 28 Millionen Kontaktmöglichkeiten Der Spot für die Sonderkampagne „Tirol ist großes Kino“ wurde in 766 Kinos in Deutschland, Österreich, Niederlande, Großbritannien und Russland platziert und erreichte mehr als 5,4 Millionen Zuseher. wurden mit den Plakaten der Sonderkampagne „Tirol ist großes Kino“ in Österreich, Deutschland, Niederlande, Großbritannien und Russland erzielt. Die Radiokampagne von Ötztal Tourismus und Tirol Werbung zum Start von „Spectre“ in UK erreichte 11,3 Millionen Zuhörer. 8,9 Millionen Euro produktionsbedingte Ausgaben 100 Millionen Kinobesucher in Tirol (Unterkunft, Verpflegung, Transport, Mieten, Gagen …) haben „Spectre“ weltweit gesehen. 30.000 Nächtigungen durch Cast und Crew in Tirol 210 Zulieferfirmen aus Österreich bzw. Tirol 250 Filmschaffende aus Österreich bzw. Tirol 600 Filmschaffende in der internationalen Crew 31 Drehtage in Tirol · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 29 Die strategischen Weichen sind gestellt Prokurist Michael Brandl ist Mitglied der Geschäftsleitung und dort unter anderem für das Thema Strategie verantwortlich. Im Interview spricht er über die neue Tourismusstrategie des Landes „Der Tiroler Weg 2021“, die Bedeutung des Themas Klima und wie die nachhaltige Anreise der Urlaubsgäste forciert wird. Der Tiroler Weg 2021 wurde 2015 ausgearbeitet und präsentiert. Können Sie den Strategieprozess kurz umreißen? Michael Brandl: Das Besondere am Tiroler Weg 2021 ist, dass dieser erstmals nicht in der Verantwortung der Tirol Werbung, sondern unter der Ägide des Tyrol Tourism Board entstanden ist. Land, Wirtschaftskammer, Verband der Tiroler Tourismusverbände und Tirol Werbung haben sich – moderiert von MCI Tourismus und unter Vorsitz von Harald Ultsch – intensiv eingebracht. Das stellt sicher, dass sich alle relevanten Branchenvertreter im Land dazu bekennen. Welche Schwerpunkte enthält die Strategie? An der Spitze steht die Vision „Tirol ist der Inbegriff alpinen Lebensgefühls“. Davon abgeleitet gibt es drei große strategische Linien, die als Leitfaden für die touristische Weiterentwicklung unseres Landes dienen: Tirol ist Lebens- und Erholungsraum zugleich, Familienunternehmen als Erfolgsfaktor und die Kompetenzführerschaft Tirols im alpinen Tourismus. Die großen Linien werden mit Hilfe von vier strategischen Handlungsfeldern konkretisiert: Unternehmen und Mitarbeiter, Destinationsmanagement, Umwelt und Klima sowie Tourismus und Standort. Innerhalb dieser Handlungsfelder gibt es wiederum konkrete Ziele, die wir bis 2021 erreichen wollen. Wie wird der Tiroler Weg 2021 nun in konkrete Maßnahmen übersetzt? Wir legen den Handlungsfeldern Aktionsprogramme zugrunde, die jährlich abgestimmt werden. Diese Aktionsprogramme umfassen 30 · Interview Michael Brandl die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie. Verantwortlich für die Koordination der Umsetzung ist der Strukturausschuss des Tyrol Tourism Board unter Vorsitz des Landtagsabgeordneten Sigi Egger. Damit sollte auch die letztlich entscheidende Umsetzung der Strategie in einer neuen Qualität funktionieren. Können Sie die Umsetzung anhand eines konkreten Beispiels veranschaulichen? Die Tirol Werbung ist für die Handlungsfelder „Tourismus und Standort“ sowie „Umwelt und Klima“ verantwortlich. Zu letzterem gehört das Thema Mobilität mit dem Ziel, eine möglichst nachhaltige und gleichzeitig bequeme An- und Abreise für die Gäste zu forcieren. Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Mobilitätscoach“ (siehe auch Seite 19) ist eine der ersten konkreten Maßnahmen in diesem Bereich und greift eine wichtige Erkenntnis auf: Unsere Betriebe sind der Schlüssel, die Gäste zu informieren und zum tatsächlichen Umsteigen auf alternative Anreiseformen zu motivieren. Wir haben in einem Pilotversuch in St. Anton festgestellt, dass es hier noch unglaubliche Wissenslücken gibt. Umgekehrt haben wir auch gesehen, welche Servicequalitäten manche Betriebe etwa bezüglich der Bahnanreise schon entwickelt haben. In St. Anton haben bei diesen ersten „Coachinggesprächen“ in Kooperation mit der ÖBB bereits 50 Betriebe mitgemacht. Nun wollen wir das Angebot auf weitere Regionen ausdehnen. Das Thema Mobilität beschäftigt die Tirol Werbung aber schon länger, oder? Ja, wir haben schon 2012 Weichen in diese · www.tirolwerbung.at Michael Brandl Mitglied der Geschäftsleitung Richtung gestellt. Es gibt mittlerweile stapelweise Trendstudien sowie zig Veranstaltungen und Vorträge über das sich ändernde Mobilitätsverhalten. In Hochsaisonzeiten vergeht kein Wochenende ohne Staumeldungen. Die diesbezüglichen Sensibilitäten wachsen – auch vor dem Hintergrund der Klimadiskussionen. Es war uns daher wichtig, hier endlich Taten zu setzen. Und da sehen wir angesichts von Milliardeninvestitionen in Komfort und Fahrzeitenverkürzungen in der Bahnanreise neues Potenzial. die Themen Kulinarik und Ausflugsziele in Verbindung mit der Bahn. Welche sind das? Die Arbeitsgruppe hat folgende Vorschläge aufgegriffen: Vereinfachung des Gepäcktransports sowie Carsharing- und Autoverleihangebote auf Bahnhöfen schaffen. Mehrwerte und Rabatte durch Zugtickets ermöglichen. In der Kommunikation wollen wir verstärkt Blogger ansprechen. Außerdem setzen wir auf Was wollen Sie da unternehmen? Angesichts der enormen Bedeutung des Wintertourismus benötigt es dringend einen verantwortungsvolleren und differenzierEine Frage drängt sich zum Winter teren Zugang zum Thema. Wir diskutieren 2015/16 natürlich auf: Welche Rolle spielt derzeit ein längerfristiges, interdisziplinäres das Klima im Tiroler Weg 2021? Forschungsprojekt, welches zur Aufklärung Wie schon erwähnt, gibt es ein strategisches beitragen und 2017 starten soll. Kurzfristig Handlungsfeld namens Umwelt und Klima, wollen wir zum Thema Großwetterlagen das die Tirol Werbung mitverantwortet. Da– aktuell stellen ja diese und nicht der Klirin ist auch die Ausarbeitung einer Klimastrategie für den Tiroler Tourismus verankert. mawandel die größte Herausforderung dar – für Winter ohne Schnee besser gerüstet sein In diesem Zusammenhang bemühen wir uns, auch die Kommunikation rund um das Thema und unser Angebot optimieren. zu verbessern. Abschlussfrage: Im Geschäftsbericht 2014 haben wir ausführlich über die Was steckt da konkret dahinter? Wichtigkeit des Marketingcontrollings Der vergangene Winter hat gezeigt, wie gesprochen. Wie sieht der aktuelle wichtig eine abgestimmte Position des Tiroler Tourismus in dieser heiß diskutierten Frage ist. Status aus? Dank einer neuen technischen Lösung steBleibt der Schnee aufgrund spezieller Großhen uns nun wichtige Daten aus dem Haus wetterlagen aus, wird in den Medien schon für das Marketingcontrolling ohne großen fast reflexartig das Thema Klimawandel mit Zusatzaufwand zur Verfügung. Damit bedrohlichen Endszenarien für den alpinen Wintertourismus gespielt. In dieser Diskussion haben wir eine Grundlage für umfassende Auswertungen geschaffen. Für 2014 und wird von touristischer Seite derzeit noch zu 2015 können wir ein Komplettbild zeichnen viel reagiert, aber nicht agiert. Insbesondere und sind erstmals in der Lage, Jahresreihen mit den heutigen technischen Beschneiungszu liefern. So sehen wir noch besser, was maßnahmen findet sich der Tourismus medial wirksam ist und was weniger. Das verbessert oft in einem ökologischen Schmuddeleck, in der Folge natürlich die Qualität unserer wo er absolut nicht hingehört. Die DiskusMaßnahmenplanung. Wichtig ist nun noch, sion lebt dabei von großem Unwissen. Etwa dass wir mit Anpassungen der Software dass die Erwärmung in den Alpen der letzten die Eigenauswertungen für die Mitarbeiter Jahrzehnte einschließlich Gletscherschmelze einfacher ermöglichen. vor allem ein Effekt der Sommer ist und eben nicht der Winter. Dass das Klima ein chaoVielen Dank für das Gespräch. tisches System ist und es bezüglich Niederschlagsentwicklungen bis heute noch nicht einmal Prognosemodelle gibt etc. · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 Können Sie dieses Potenzial konkretisieren? Wir wollen den Anteil der Gäste, die per Bahn anreisen, von derzeit sechs auf zehn Prozent im Jahr 2020 steigern. Wir haben dazu schon 2013 eine langfristige Kooperation mit den wichtigen Partnern ÖBB, DB und SBB geschnürt. 2015 haben wir unter anderem ein Open-Innovation-Projekt umgesetzt. Dabei haben wir 6.000 Personen gefragt, was Tirol tun muss, damit sie als Gast beim nächsten Urlaub mit der Bahn anreisen. Dazu sind viele Ideen gekommen – von der Verbesserung der Infrastruktur bis zum Ticketing. Daraus haben wir jene Schwerpunkte destilliert, die wir in Zukunft weiterverfolgen. 31 Das Tourismusjahr 2014/15 Ein statistischer Überblick M it 45,6 Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr 2014/15 wurde ein Zuwachs von 3,0 Prozent im Vergleich zum Jahr davor erzielt. Die Ankünfte stiegen deutlicher, nämlich um 6,2 Prozent auf 10,9 Millionen. Ankünfte bedeuten eine Zunahme um 4,3 Prozent. Bei den Nächtigungen verzeichnete Tirols Tourismusbranche mit knapp 26 Millionen ein Plus von 2,3 Prozent. Dieser Wert bedeutet Rang zwei im langfristigen Vergleich. So viele Wintergäste wie noch nie Ein detaillierter Blick auf die einzelnen Saisonen zeigt ebenfalls ein positives Bild. In der Wintersaison 2014/15 (November 2014 bis April 2015) sind so viele Gäste nach Tirol gekommen wie noch nie: 5,6 Millionen Steigerungen auch im Sommer Auch die Sommersaison 2015 hat Zuwächse gebracht: Von Mai bis Oktober 2015 wurde mit knapp 5,4 Millionen Ankünften (+8,2%) ebenfalls ein neuer Höchstwert erreicht. Die Übernachtungen beliefen sich auf knapp 19,7 Millionen. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent und bedeutet das beste Nächtigungsergebnis seit dem Sommer 1994. Bei einer Betrachtung beider Saisonen wird deutlich, dass die Ankünfte im Winter und Sommer nur mehr rund 200.000 auseinanderliegen. Aufgrund einer deutlich höheren Aufenthaltsdauer im Winter von 4,7 Tagen gegenüber 3,7 Tagen im Sommer ist die Differenz bei den Nächtigungen jedoch bedeutend größer. Im Winter gibt es um knapp 6,3 Millionen Nächtigungen mehr. Nächtigungen und Ankünfte im Tourismusjahr 2014/15 Ankünfte % Vorjahr Nächtigungen % Vorjahr Aufenthaltsdauer (Tage) Winter 2014/15 5.567.531 4,3 % 25.960.729 2,3 % 4,7 Sommer 2015 5.364.719 8,2 % 19.679.641 3,8 % 3,7 Tourismusjahr 2014/15 10.932.250 6,2 % 45.640.370 3,0 % 4,2 Deutschland ist die klare Nummer eins Ein Blick auf die wichtigsten Quellmärkte im Tourismusjahr 2014/15 unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Herkunftsmarktes Deutschland. Nach konstanten Steigerungen bei den Ankünften der deutschen Urlauber während der vergangenen Jahre, wurde mit knapp 5,3 Millionen Ankünften erneut ein Zuwachs von 5,0 Prozent gemeldet. Die Steigerung bei den Übernachtungen betrug 3,1 Prozent. Mit 23,3 Millionen ist Deutschland für rund 51 Prozent aller Tiroler Nächtigungen im Tourismusjahr 2014/15 verantwortlich und damit mit Abstand der Quellmarkt Nummer eins. 32 Nachdem in den vergangenen Jahren deutliche Steigerungen aus dem Quellmarkt Schweiz verbucht worden waren, gab es im abgelaufenen Tourismusjahr wiederum Zuwächse sowohl bei den Ankünften (+6,6 %) als auch den Übernachtungen (+5,2 %). Näch- tigungssteigerungen verzeichnete Tirols Tourismus darüber hinaus aus dem Vereinigten Königreich (+2,4 %), Italien (+5,9 %) sowie Dänemark (+4,2 %). Leichte Nächtigungsrückgänge gab es hingegen bei Gästen aus Belgien (-1,0 %) und Frankreich (-3,1 %). Für eine gemischte Bilanz sorgten die zentral- und osteuropäischen Märkte: Während aus Polen (+10,5 %) und der Tschechischen Republik (+7,2 %) Nächtigungszuwächse gemeldet wurden, war die Entwicklung am russischen Markt mit minus 34 Prozent deutlich rückläufig. Hauptverantwortlich dafür war der schwache Rubel, der den Tirol-Urlaub für Russen sehr teuer macht. Großes Wachstum wies der Herkunftsmarkt China auf: Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Nächtigungsplus von 63,9 Prozent gemeldet. · Das Tourismusjahr 2014/15 · www.tirolwerbung.at Wichtige Märkte wachsen Die Niederlande bleiben der zweitwichtigste Herkunftsmarkt für Tirols Tourismus. Im Tourismusjahr 2014/15 wurden sowohl bei den Übernachtungen (+3,3%) als auch bei den Ankünften (+4,9%) Zuwächse verzeichnet. Auch der Inlandsmarkt setzte seine positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Der an dritter Stelle liegende Quellmarkt wies bei den Übernachtungen eine Steigerung von 2,7 Prozent auf, die Ankünfte wuchsen um 5,1 Prozent. Tirols wichtigste Quellmärkte Herkunftsland Nächtigungen Tourismusjahr 2014/15 % Vorjahr Anteil Gästemix Nächtigungen Winter 2014/15 % Vorjahr Anteil Gästemix Nächtigungen Sommer 2015 Anteil % Vorjahr Gästemix Deutschland 23.322.977 3,1 % 51,1 % 13.176.285 4,0 % 50,8 % 10.146.692 1,9 % 51,6 % Niederlande 4.704.291 3,3 % 10,3 % 3.202.385 2,0 % 12,3 % 1.501.906 6,2 % 7,6 % Österreich 3.918.357 2,7 % 8,6 % 1.763.238 0,1 % 6,8 % 2.155.119 4,9 % 11,0 % Schweiz 2.720.580 5,2 % 6,0 % 1.259.841 5,4 % 4,9 % 1.460.739 5,1 % 7,4 % Vereinigtes Königreich 1.690.837 2,4 % 3,7 % 1.215.074 3,2 % 4,7 % 475.763 0,4 % 2,4 % Belgien 1.527.104 -1,0 % 3,3 % 932.455 -0,3 % 3,6 % 594.649 -2,1 % 3,0 % Italien 1.006.811 5,9 % 2,2 % 303.548 7,4 % 1,2 % 703.263 5,3 % 3,6 % Frankreich 869.734 -3,1 % 1,9 % 356.999 -2,3 % 1,4 % 512.735 -3,6 % 2,6 % Polen 668.377 10,5 % 1,5 % 547.984 9,6 % 2,1 % 120.393 15,0 % 0,6 % Tschechische Republik 644.628 7,2 % 1,4 % 454.953 5,6 % 1,8 % 189.675 11,3 % 1,0 % Dänemark 562.265 4,2 % 1,2 % 393.428 0,5 % 1,5 % 168.837 14,0 % 0,9 % Russland 463.446 -34,0 % 1,0 % 419.554 -34,5 % 1,6 % 43.892 -29,1 % 0,2 % China 338.854 63,9 % 0,7 % 106.415 54,7 % 0,4 % 232.439 68,4 % 1,2 % Schweden 284.882 4,0 % 0,6 % 198.756 1,3 % 0,8 % 86.126 10,8 % 0,4 % USA 270.741 12,4 % 0,6 % 99.238 7,7 % 0,4 % 171.503 15,3 % 0,9 % Deutschland regional betrachtet An der Bedeutung der einzelnen deutschen Bundesländer und Gebiete für den Tiroler Tourismus hat sich im Tourismusjahr 2014/15 wenig geändert. Rund jeweils ein Fünftel der deutschen Übernachtungen entfielen wie schon im Jahr zuvor auf das Nachbarland Bayern sowie das bevölke- rungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Und Gäste aus Mitteldeutschland sorgten neuerlich für 17 Prozent der deutschen Nächtigungen. Bei den Ankünften liegt Bayern klar an erster Stelle – mit knapp 30 Prozent aller deutschen Ankünfte. Die bayerischen Gäste bleiben aufgrund der geographischen Nähe zu Tirol allerdings nur durchschnittlich 3,1 Tage. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der deutschen Gäste liegt im Tourismusjahr insgesamt bei 4,5 Tagen. Deutschland, Tirols wichtigster Quellmarkt, im Detail Bundesland Nächtigungen Tourismusjahr 2014/15 % 09/10–14/15 Anteil Tourismusjahr 2014/15 Ankünfte Tourismusjahr 2014/15 % 09/10–14/15 Aufenthaltsdauer (Tage) Bayern 4.878.098 12,9 % 21 % 1.557.401 21,4 % 3,1 Nordrhein-Westfalen 4.268.361 -4,7 % 18 % 726.538 4,1 % 5,9 Mitteldeutschland 3.954.223 1,3 % 17 % 801.016 8,5 % 4,9 Ostdeutschland 3.500.675 6,4 % 15 % 670.011 13,7 % 5,2 Baden-Württemberg 3.435.139 14,4 % 15 % 881.355 24,8 % 3,9 Norddeutschland 2.490.118 4,4 % 11 % 435.410 12,2 % 5,7 Berlin 796.363 7,7 % 3% 157.851 25,7 % 5,0 Deutschland Gesamt 23.322.977 5,5 % 100 % 5.229.582 15,5 % 4,5 · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 33 Aufenthaltsdauer weiter rückläufig Entwicklung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer in Tagen Der Trend zu kürzeren Reisen ist ungebrochen, die Aufenthaltsdauer geht seit Jahren stetig zurück. Blieben die Gäste im Tourismusjahr 1984/85 noch durchschnittlich 6,8 Tage (Winter) und 5,4 Tage (Sommer) in Tirol, waren es 1994/95 noch 5,8 bzw. 5,2 Tage. Noch einmal zehn Jahre später (Tourismusjahr 2004/05) blieben die Gäste durchschnittlich 5,3 Tage im Winter und 4,6 Tage im Sommer. Im abgelaufenen Tourismusjahr 2014/15 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Wintersaison 4,7 Tage und in der Sommersaison 3,7 Tage. Im langfristigen Vergleich seit 1984/85 ging die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in beiden Saisonen damit um rund zwei Tage zurück, wobei die Wintersaison stärker rückläufig war als der Sommer. 6,8 5,8 5,4 5,3 5,2 4,6 3,7 Wintersaison Sommersaison 1984/85 1989/90 1994/95 1999/00 2004/05 2009/10 2014/15 Russen bleiben am längsten Aufenthaltsdauer in den Top-15-Märkten im Tourismusjahr 2014/15 Deutschland Niederlande Österreich Schweiz Vereinigtes Königreich Belgien Italien Frankreich Polen Tschechische Republik Dänemark Russland China Schweden USA 4,7 4,5 5,4 2,9 4,1 5,5 5,7 3,0 4,5 5,2 4,0 4,4 6,4 1,1 4,5 2,7 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer Tirol Gesamt = 4,2 Tage Mit durchschnittlich 6,4 Tagen führen die Gäste aus Russland die Liste der Aufenthaltsdauer im Tourismusjahr 2014/15 an. Von den Hauptquellmärkten zeichnen sich vor allem die Belgier (5,7 Tage), Briten (5,5 Tage), Niederländer (5,4 Tage) und Polen (5,2 Tage) durch eine relativ lange Aufenthaltsdauer aus, was sich unter anderem mit der längeren Anreise erklären lässt. Verhältnismäßig kurz verweilen hingegen die Gäste aus China (1,1 Tage), den USA (2,7 Tage) und Italien (3,0 Tage) in Tirol. Ausländische Gäste bleiben mit durchschnittlich 4,4 Tagen übrigens um 1,5 Tage länger in Tirol als österreichische Reisende mit 2,9 Tagen. Touristische Wertschöpfung Laut Berechnungen des MCI Tourismus im Auftrag der Tirol Werbung erwirtschaftete der Tiroler Tourismus im Tourismusjahr 2014/15 Umsätze in Höhe von etwas mehr als sieben Milliarden Euro. Die geschätzte Wertschöpfung betrug rund 3,6 Milliarden Euro. Wichtig ist allerdings festzuhalten, dass es sich dabei um eine Hochrechnung der Bruttowertschöpfung auf Saisonbasis han- 34 delt, die auf der umfassenden Berechnung des Tourismussatellitenkontos für Tirol basiert. Die Summe aus beiden Saisonen lässt sich nicht mit dem Gesamtergebnis der Umsätze und Bruttowertschöpfung aus dem Satellitenkonto gegenüberstellen, da für die Saisonhochrechnungen gewisse Daten und Informationen außer Ansatz gelassen werden mussten. Wintersaison 2014/15 Touristische Winterumsätze gesamt: 4,20 Mrd. € Schätzung Bruttowertschöpfung Wintersaison 2014/15: 2,12 Mrd. € · Das Tourismusjahr 2014/15 · www.tirolwerbung.at Sommersaison 2015 Touristische Sommerumsätze gesamt: 2,84 Mrd. € Schätzung Bruttowertschöpfung Sommersaison 2015: 1,43 Mrd. € Tourismusverbände: Ötztal bleibt voran Keine Änderung gab es an der Spitze des Rankings der Tourismusverbände im Tourismusjahr 2014/15. Mit einem Nächtigungszuwachs von 4,0 Prozent liegt Ötztal Tourismus mit rund 3,9 Millionen Nächtigungen und einem Marktanteil von 8,6 Prozent weiterhin ganz vorn. Die sieben topplatzierten Verbände überschritten im abgelaufenen Tourismusjahr jeweils die 2-Millionen-Grenze bei den Übernachtungen und konnten zusammen rund 18,5 Millionen Nächtigungen verbuchen. Das entspricht mehr als 40 Prozent aller Tiroler Übernachtungen. Anmerkung: Seit der Wintersaison 2009/10 werden die Ankünfte und Nächtigungen auf Verbandsebene getrennt von der durch die Tourismusstatistikverordnung angeordneten, gemeindeweisen Erhebung erfasst. Da die Meldungen seitens der Tourismusverbände bzw. Gemeinden nicht immer zum selben Zeitpunkt erfolgen, ist es möglich, dass die Gesamtsummen geringfügig voneinander abweichen. Tirols Tourismusverbände im Jahresüberblick Tourismusverband Nächtigungen Tourismusjahr 2014/15 Nächtigungen Winter 2014/15 Nächtigungen Sommer 2015 Kurtaxe 2015/16 in € Budget 2014 in € Ötztal Tourismus 3.932.589 2.844.405 1.088.184 2,50 – 3,00 11.787.170 Innsbruck und seine Feriendörfer 3.019.396 1.391.243 1.628.153 1,00 – 2,00 14.517.412 Paznaun-Ischgl 2.649.260 2.211.811 437.449 1,70 – 2,70 9.201.287 Serfaus-Fiss-Ladis 2.330.223 1.506.148 824.075 2,60 7.793.335 Erste Ferienregion im Zillertal 2.302.178 1.309.951 992.227 0,75 – 1,00 4.188.117 Mayrhofen – Hippach 2.267.645 1.368.299 899.346 1,50 6.059.682 Olympiaregion Seefeld 2.002.040 926.728 1.075.312 2,80 5.248.992 Osttirol 1.952.037 886.027 1.066.010 2,00 7.735.890 Wilder Kaiser 1.910.656 976.293 934.363 2,00 5.655.178 Stubai Tirol 1.752.098 1.075.012 677.086 2,80 5.590.980 Kitzbüheler Alpen – Brixental 1.524.329 900.033 624.296 1,50 – 2,00 4.688.543 Tiroler Oberland 1.491.266 855.645 635.621 1,40 – 2,00 3.482.592 Achensee 1.466.655 552.477 914.178 1,50 3.752.085 Tiroler Zugspitz Arena 1.465.590 755.462 710.128 2,00 3.492.389 St. Anton am Arlberg 1.445.110 1.197.044 248.066 2,10 – 2,60 5.250.710 Tux-Finkenberg 1.334.102 880.896 453.206 1,50 3.438.559 Zillertal Arena 1.293.192 847.389 445.803 1,80 3.047.812 Kitzbühel Tourismus 1.140.061 623.166 516.895 1,80 5.833.828 Pitztal 1.009.164 632.943 376.221 2,00 2.633.970 Tannheimer Tal 1.003.575 454.377 549.198 1,70 2.801.970 Kitzbüheler Alpen – Pillerseetal 954.115 508.353 445.762 1,50 – 2,50 2.547.201 Alpbachtal & Tiroler Seenland 939.902 441.509 498.393 2,00 3.592.117 Kitzbüheler Alpen – St. Johann 882.160 442.697 439.463 1,20 3.600.150 Kaiserwinkl 843.142 313.719 529.423 1,50 1.609.117 Wildschönau 801.868 430.203 371.665 2,00 1.999.056 Ferienland Kufstein 726.272 290.024 436.248 1,60 2.857.714 Lechtal 575.787 259.288 316.499 1,30 – 2,22 1.004.526 Ferienregion Hohe Salve 507.171 267.899 239.272 1,00 – 1,25 2.830.086 Imst Tourismus 438.246 149.953 288.293 1,00 1.910.935 Silberregion Karwendel 419.153 168.765 250.388 0,55 1.819.533 Naturparkregion Reutte 406.618 134.230 272.388 2,00 2.307.289 Wipptal 289.986 124.563 165.423 1,50 941.881 Tirol West 274.500 126.361 148.139 1,20 1.122.899 Region Hall – Wattens 268.836 101.607 167.229 1,00 1.659.725 Quellen: Landesstatistik Tirol; Bote für Tirol; Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Tourismus. · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 35 Anzahl der Betten und deren Auslastung Auslastung in Vollbelegstagen nach Unterkunftsarten 5/4* Hotel Die Gesamtzahl der Betten im Tiroler Tourismus betrug im Winter 2014/15 knapp 340.000 und im Sommer 2015 rund 330.000. Rund die Hälfte davon entfiel auf die Hotellerie, ein Drittel auf Ferienwohnungen und knapp zehn Prozent auf Privatquartiere. Im Zehnjahresvergleich zeigen sich starke Rückgänge bei den Betten in Privatquartieren, deren Anzahl um rund 40 Prozent sank. Bei den 2-/1-Stern-Hotels nahmen die Betten in diesem Zeitraum um rund ein Viertel ab. Demgegenüber steht eine deutliche Zunahme der Bettenzahlen in Ferienwohnungen und 5-/4-Stern-Hotels zwischen 20 und 30 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt die Umwandlung von Privatquartieren in Ferienwohnungen wider sowie den Trend zu Hotels höherer Kategorien. Auslastung im Winter höher In der Wintersaison 2014/15 verzeichneten Tirols Beherbergungsbetriebe insgesamt eine Auslastung von 76 Vollbelegstagen. Damit war die Auslastung im Sommer 2015 mit 56 Tagen deutlich geringer als im Winter. Die höchste Auslastung verzeichneten die 5-/4-Stern-Hotels mit 104 Tagen im Winter und 94 Tagen im Sommer. Die größte Differenz zwischen den Saisonen zeigten die privaten und gewerblichen Ferienwohnungen mit einer vergleichsweise hohen Auslastung im Winter. 94 3* Hotel Gewerbliche Ferienwohnung Privatquartier am Bauernhof 23 Burgenland 10 Steiermark 10 Wien Oberösterreich Niederösterreich Österreich Ferienwohnung nicht Bauernhof 36 63 33 Ferienwohnung am Bauernhof 41 Sonstige 41 42 Gesamt 53 56 76 Wintersaison 2014/15 Sommersaison 2015 Anmerkung: Die Auslastung wird jeweils über die gesamte Saison berechnet. Eventuelle Schließtage der Betriebe werden in der tirolweiten Berechnung daher nicht berücksichtigt. Basis: Wintersaison 181 Tage, Sommersaison 184 Tage. 8 5 4 16 37 30 49 Vorarlberg 44 27 62 23 80 42 Privatquartier nicht Bauernhof Tirol Kärnten 66 48 Tourismusintensität pro Einwohner auf Basis der Nächtigungen 2015 Salzburg 86 72 2/1* Hotel 104 Tirol ist Tourismusland Nummer eins Die Tourismusintensität misst, wie viele Nächtigungen auf einen Einwohner entfallen. Berechnet wird diese Kennzahl, indem die Anzahl der Nächtigungen durch die Wohnbevölkerung dividiert wird. Mit 62 Nächtigungen pro Einwohner liegt Tirol im Bundesländervergleich an der Spitze, gefolgt von Salzburg mit 49. Die geringste Intensität weisen Niederösterreich mit vier und Oberösterreich mit fünf Nächtigungen pro Einwohner auf. Durchschnittlich kommen in Österreich 16 Nächtigungen auf einen Einwohner. Quelle: Statistik Austria · Das Tourismusjahr 2014/15 · www.tirolwerbung.at Tirol kennt man Tirol ist in den wichtigen Herkunftsländern höchst bekannt. Das ist das Ergebnis einer Image- und Bekanntheitsstudie, die 2015 durchgeführt wurde. So beträgt die gestützte Bekanntheit alleine in Deutschland 98 Prozent. Auch in der Schweiz und den Niederlanden kennen zumindest neun von zehn Personen Tirol. Die Befragung wurde online durchgeführt und richtete sich an alpenurlaubsaffine Personen zwischen 15 und 65 Jahren, also Menschen, die in den vergangenen drei Jahren einen Urlaub in den Alpen verbracht haben oder in den nächsten drei Jahren einen planen. Gestützte Bekanntheit Tirols im Sommer AT 99 % DE 98 % 95 % CH 94 % NL 89 % CZ Gestützte Bekanntheit Tirols im Winter 99 % AT 98 % DE 94 % NL 90 % CH 85 % CZ · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 37 Das Budget 2015 Einnahmen, Ausgaben und deren Entwicklung Der Tirol Werbung ist es 2015 gelungen, 4,5 Millionen Euro aus externen Kooperationen für das ordentliche Budget zu erlösen. Das ist eine Steigerung um mehr als 300.000 Euro gegenüber dem Jahr zuvor. Bei den Fördermitteln konnten mit 1,6 Millionen Euro gleich um 500.000 Euro mehr lukriert werden als 2014. Ein Wermutstropfen bleiben hingegen die öffentlichen Zuwendungen für das ordentliche Budget. Diese stagnieren weiterhin bei rund 15 Millionen Euro. „Wir haben Verständnis für den Sparkurs der öffentlichen Hand und tragen diesen auch mit“, betont Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter. „Andererseits nehmen Konkurrenzdruck und Projektkosten laufend zu. Dadurch wird es immer schwieriger, den Wettbewerbserfordernissen trotz der wachsenden Erlöse aus Kooperationen und Fördermitteln gerecht zu werden“, so Margreiter. Auch die Parität gegenüber den Verbänden gerate zunehmend ins Hinter- treffen, da diese ihr Budget mittels Erhöhung von Kurtaxe und Tourismusabgabe positiv steuern können. „Auf der Kostenseite haben wir unsere Hausaufgaben jedenfalls gemacht“, konstatiert der Geschäftsführer. Mit einem Personalkostenanteil am Gesamtbudget von lediglich 17,8 Prozent zähle die Tirol Werbung zu den „Best Performern“ im Tourismus. Und auch der gesamte Verwaltungskostenanteil inklusive Personalkosten ist mit 25,4 Prozent ein Spitzenwert. Budget 2015 Einnahmen Einnahmen öffentliche Zuwendungen Ausgaben 15.070.000 Geschäftsleitung 222.000 Zuwendungen Land 8.400.000 Unternehmensdienstleistungen Zuwendungen TTFF 6.500.000 Branchen- und Unternehmenskommunikation Wirtschaftskammer 150.000 Strategien & Partner 414.000 Sonstige Einnahmen 20.000 Markenmanagement 6.663.400 6.125.300 Tourismusmarketing 7.760.900 Einnahmen Kooperationen und Fördermittel Einnahmen Fördermittel Einnahmen Kooperationspartner Gesamteinnahmen ordentliches Budget Einnahmen außerordentliches Budget 4.509.300 21.195.300 Zuwendung TW-Gelder 100.000 Standortmarketing Gesamtbudget 161.500 Standortmarketing 161.500 100.000 1.261.500 22.456.800 Gesamtausgaben außerordentliches Budget Gesamtbudget Gesamtbudget Tirol Werbung 22.456.800 Personalkosten 4.000.000 Unternehmensdienstleistungen gesamt 5.700.000 Prozentanteil am Gesamtbudget Verwaltungskosten, exkl. Personalkosten 7,57 % Personalkosten 17,81 % Verwaltungskosten, inkl. Personalkosten 25,38 % · Das Budget 2015 1.261.500 22.456.800 Aufteilung Kosten für Personal und Verwaltung im Budget 2015 38 21.195.300 1.100.000 Cine Tirol 900.000 Gesamteinnahmen außerordentliches Budget Gesamtausgaben ordentliches Budget 1.161.500 Zuwendungen Land Zuwendungen Land 435.000 1.616.000 Cine Tirol Kooperationseinnahmen Cine Tirol 5.700.000 · www.tirolwerbung.at St. Anton am Arlberg Entwicklung der öffentlichen Zuwendungen 2010 bis 2015 Die Grafik zeigt die Entwicklung der öffentlichen Zuwendungen, aus denen sich das Budget der Tirol Werbung speist, über die vergangenen sechs Jahre. Die Zuwendungen von Land Tirol, Tiroler Tourismusförderungsfonds (TTFF) und Wirtschaftskammer Tirol bilden die Basis für das Budget der Landestourismusorganisation. 2015 15,07 1,16 gesamt 16,23 2014 15,07 1,06 gesamt 16,13 2013 14,64 1,12 gesamt 15,76 2012 13,37 3,05 gesamt 16,42 2011 13,67 2,67 gesamt 16,34 2010 14,50 2,89 gesamt 17,39 Einnahmen ordentliches Budget (in Millionen Euro) Land, TTFF, Wirtschaftskammer, sonstige Einnahmen, Rücklagenauflösung und -zufuhr ordentlicher Haushalt Einnahmen außerordentliches Budget (in Millionen Euro) Cine Tirol, Standortmanagement, Rücklagenauflösung außerordentlicher Haushalt, Sondermittel Land Öffentliche Zuwendungen gesamt (in Millionen Euro) Struktur und Gremien Die Organisation rund um die Tirol Werbung Die Tirol Werbung GmbH ist eingebettet in eine Struktur, die Eigentümer (Land, Tourismusförderungsfonds und Wir tschaftskammer) sowie wichtige Partner des Tourismussystems Tirol einbezieht. Dies ermöglicht eine abgestimmte und effiziente Zusammenarbeit innerhalb dieses Systems. Der Verein Tirol Werbung Zweck des Vereins ist, • die Entwicklung des Tiroler Tourismus zu fördern, • das Marketing der Tirol Werbung mit jenem lokaler und regionaler Tourismusverbände sowie der Österreich Werbung zu koordinieren und • die Standortmarke Tirol durch Entwicklung und Kommunikation zu führen und zu stärken. Generalversammlung des Vereins Tirol Werbung • Vertreter des Landes: Landeshauptmann Günther Platter Mag. Günther Frischmann, Büro Landeshauptmann • Vertreter der Wirtschaftskammer: Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident Franz Hörl, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hotelier • Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds: Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der Tiroler Landesregierung • Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände (VTT): Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann Paznaun-Ischgl, Hotelier Das Unternehmen Tirol Werbung GmbH Zur Unternehmensgruppe gehören die Tirol Werbung GmbH und das Tochterunternehmen Tirol Shop Vertriebs GmbH. Aufgaben des Unternehmens sind unter anderem: • das Management der Standortmarke Tirol, • das touristische Marketing im Zusammenspiel mit den Leistungsträgern im Land, • die touristische Grundlagenarbeit (Marktforschung, Pilotprojekte …) sowie • Informations- und Serviceleistungen für Gäste und Partner. 40 Generalversammlung Tirol Werbung GmbH • Vertreter des Landes: Landeshauptmann Günther Platter • Vertreter der Wirtschaftskammer: Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident • Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds: Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der Tiroler Landesregierung • Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände (VTT): Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann PaznaunIschgl, Hotelier Tyrol Tourism Board (TTB) Das TTB ist ein beratendes, konzipierendes und beschließendes Gremium, dessen Zweck es ist, die Generalversammlung und den Vorstand bei der Erfüllung ihrer Agenden zu unterstützen. Eine zentrale Aufgabe besteht in der Abstimmung von Marketingstrategien zwischen der Tirol Werbung und dem Verband der Tiroler Tourismusverbände, um Synergien zu schaffen. Franz Tschiderer, Obmann des TVB Serfaus-Fiss-Ladis, steht dem Gremium vor, das sich zusätzlich in den drei Ausschüssen für Marketing, Controlling und Infrastruktur jeweils um Spezialbereiche der touristischen Weiterentwicklung kümmert. Mitglieder des Tyrol Tourism Boards (in alphabetischer Reihenfolge) • Klaus Dengg, Zillertaler Gletscherbahnen, Hotelier • LAbg. Siegfried Egger, Obmann Fachgruppe Hotellerie der Tiroler Wirtschaftskammer, Hotelier • Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der Tiroler Landesregierung • Mag. Günther Frischmann, Büro Landeshauptmann • Dr. Karl Gostner, TVB-Obmann Innsbruck und seine Feriendörfer • Franz Hörl, Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Tiroler Wirtschaftskammer, Hotelier • Josef Margreiter, Geschäftsführer Tirol Werbung • Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann PaznaunIschgl, Hotelier • Dr. Franz Tschiderer, TVB-Obmann Serfaus-Fiss-Ladis (Vorsitz) • Mag. Horst Wallner (†), Präsidium Wirtschaftskammer Tirol · Struktur und Gremien · www.tirolwerbung.at Kitzbühel, Bichlalm Strategische Ebene Tyrol Tourism Board Generalversammlung des Vereins Verein Tirol Werbung 1 2 Vorstand des Vereins = Geschäftsleitung Generalversammlung der Tirol Werbung GmbH Tirol Werbung GmbH 3 Operative Ebene 1 Mitglieder des Tyrol Tourism Boards: 3 Vertreter des Landes Tirol 3 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol 3 Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände sowie die Geschäftsführung der Tirol Werbung 2 Mitglieder der Generalversammlung des Vereins Tirol Werbung: 2 Vertreter des Landes Tirol 2 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol 1 Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds 1 Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände 3 Die Besetzung des Vorstands des Vereins Tirol Werbung ist identisch mit jener der Generalversammlung der Tirol Werbung GmbH. Die beiden Gremien setzen sich zusammen aus: 1 Vertreter des Landes Tirol 1 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol 1 Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds 1 Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände Das Organigramm Die Tirol Werbung stellt sich vor. Die Tirol Werbung GmbH besteht aus drei großen Bereichen: der Geschäftsleitung mit drei Stabstellen sowie dem Markenmanagement und dem Tourismusmarketing, die jeweils sechs Teams umfassen (siehe Organigramm). 81 Tirol Werberinnen und Werber arbeiten in Voll- oder Teilzeit an der Erreichung der strategischen Vision: Wir sind die führende Marketingunternehmung im Wettbewerb alpiner Standorte. Die wichtigsten Personalkennzahlen (inkl. Tirol Shop) per 31. Dezember 2015 im Überblick Mitarbeiter: Anteil Frauen: Anteil Vollzeitkräfte: Betriebszugehörigkeit: Akademikeranteil: Ge s 81 (74,2 Vollzeitäquivalente) 75 % 84 % 7,9 Jahre (plus 55 % seit 2010) 51 % c h ä f t sl e i t u n g Branchen- & Unternehmenskommunikation* Florian Neuner Tour ent Cine Tirol Johannes Köck M ar Tirol Info* Josef Margreiter Leitung Claudia Knab Märkte I Ingrid Schneider in g Tirol Shop Claudia Pichler us ket Markenführung & Lizenzierung* Claudia Knab i sm ar Themenmanagement Ingrid Schneider ke a na m ge Geschäftsleitung Josef Margreiter Prokurist Michael Brandl Strategien & Partner* Michael Brandl m nm Unternehmensdienstleistungen* Alois Thurner Leitung Josef Margreiter Werbung & Design Bérénice John Medien & Content Eckard Speckbacher Sponsoring & Synergien Christine Stelzer Convention Bureau Tirol Veronika Handl Märkte II Esther Wilhelm Märkte III Holger Gassler *Stabsstellen 42 · Das Organigramm · www.tirolwerbung.at Bereiche und Teams der Tirol Werbung Geschäftsleitung Direktion Strategien & Partner Unternehmensdienstleistungen Branchen- & Unternehmenskommunikation Josef Margreiter Michael Brandl Alois Thurner Florian Neuner • Geschäftsführung • Stv. Geschäftsführung • Strategieprozesse und Standortkoordination • Marketingcontrolling • Tourismusforschung • Tourismusentwicklung • Strategische Partnerschaften • MitarbeiterInnen • Finanzen und Recht • Logistik und Infrastruktur • IT-Systeme • Beteiligungen • Presseinformationen • Interne Kommunikation & Berichtswesen • Tourismusmagazin „Saison“ • Medienkooperationen Tirol & Fachmedien Markenmanagement Markenführung & Lizenzierung Werbung & Design Medien & Content Sponsoring & Synergien Cine Tirol Tirol Shop Claudia Knab Bérénice John Eckard Speckbacher Christine Stelzer Johannes Köck Claudia Pichler • Steuerung der Marke Tirol • Lizenzwesen und Schutzrechte • Corporate Design • Werbemittelkreation und -produktion • Imagekampagnen • www.tirol.at • Redaktion Werbemittel • Presseservice Tirol • Social Media • Kultur • Sport • Standort • Kooperationen • Film Commission • Filmförderung • Einkauf • Verkauf Tourismusmarketing Tirol Info Themenmanagement Märkte I Märkte II Märkte III Convention Bureau Tirol Josef Margreiter Ingrid Schneider Ingrid Schneider Esther Wilhelm Holger Gassler Veronika Handl • Gästeservice • Messemanagement • Produkt- und Angebotsentwicklung • Qualitätsmanagement • D/A/CH • Online Marketing – Paid Media** • Internationale BloggerRelations** • Südeuropa • Westeuropa • Reise-PR** • Zentral-, Ost- und Nordeuropa, Übersee • 5 Tiroler Gletscher • Fluglinienkooperationen • Verkaufsförderung, BUS Tirol • B2B, B2B-Messen** • Kongresse • Incentives • Tagungen • Sonderveranstaltungen **Teamübergreifende Kompetenzfelder, Stand: 31.12.2015 · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 43 Stimmen aus dem Tiroler Tourismus Was die Branche 2015 bewegt hat und welche Herausforderungen 2016 warten Leben und arbeiten in den Tälern Tirols Siegfried Egger, Hotelier, Obmann des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich 2015 war ein schwieriges und richtungsweisendes Jahr für den Tourismus. Überproportionale finanzielle Belastungen für Hotel- und Gastronomiebetriebe verschlechtern die derzeit schon angespannte Eigenkapitalsituation vieler Betriebe noch zusätzlich – neues Regelwerk und damit verbunden ein großer bürokratischer Aufwand verändern auch die Rolle des Gastgebers signifikant. Unternehmer werden immer mehr von ihrer „Gastgeber-Rolle“ in eine Art „Manager-Rolle“ gedrängt. Der „Wirt“, wie wir und unsere Gäste ihn kennen, wird zukünftig weniger Zeit finden, sich um die Kunden zu kümmern. Ein weiteres Problem, das sich zwar in den letzten Jahren schon angekündigt hatte, hat in diesem Jahr nun stark an Tempo zugelegt: das „Fachkräfte-Problem“. Diese kaum mehr zu bewältigende Situation zwingt Betriebe, innerbetrieblich umzustrukturieren! Damit verbunden wird Leistung verändert und eingeschränkt. Das Resultat wird der Gast spüren. Eine typische österreichische Besonderheit geht langsam verloren. Zum Tourismus in Tirol ist noch Folgendes zu sagen: „Skisport ist uns passiert“ – ein reiner Glücksfall für Tirol. Unüberlegte naturschutzrechtliche Einschränkungen wie auch die oben angesprochenen Probleme machen aus einer Leitbranche hoffentlich keine Leidbranche. Erkennen wir die Zeichen der Zeit, schnelles politisches Handeln ist das Gebot der Stunde! Wir brauchen motivierte Unternehmer und auch Unternehmensnachfolger. Nur der Tourismus garantiert weiterhin ein Leben und Arbeiten in vielen Tälern. Bewahren wir uns dieses „Gut“! Starke Wettbewerbsposition gefestigt Kräfte für Tourismusstandort Tirol bündeln Martha Schultz, Unternehmerin, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Trotz der durchaus fordernden Zeiten für den Tourismus in den vergangenen Jahren, die auch vor Tirol nicht Halt gemacht haben, konnten wir mit 45,6 Millionen Nächtigungen im Tiroler Tourismusjahr 2014/15 ein respektables Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Dies verdanken wir einerseits der guten Zusammenarbeit aller Partner im Tiroler Tourismus, andererseits der Top-Leistung unserer Betriebe, die mit tollem Angebot, großartigem Preis-Leistungs-Verhältnis und landestypischer Gastfreundlichkeit punkten. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, müssen wir weiterhin alle Kräfte für den Tourismusstandort Tirol bündeln und gemeinsam positiv nach vorne schauen. Dann wird es uns auch gelingen, unsere Position als führende Tourismusdestination in den Alpen zu halten und weiter auszubauen. Hubert Siller, Leiter MCI Tourismus Der Tiroler Tourismus stand 2015 in einem verschärften Wettbewerbsumfeld. Weiterhin starke Zuwächse im Bereich der Städtereisen, Rekordumsätze in vielen Freizeitparks oder ein weiterhin wachsender Inlandsmarkt im Hauptherkunftsland Deutschland waren zu beobachten. Dennoch ist es Tirol gelungen, seine starke Wettbewerbsposition zu 44 festigen und weiterhin zentraler Impulsgeber in der Entwicklung des alpinen Tourismus zu sein. Auch wenn die Sommersaison 2015 von einer stabilen Hochdruckwetterlage begünstigt war, liegt der wesentliche Grund für die positive Entwicklung in den spürbaren Angebotsinnovationen auf Destinations- und Betriebsebene. Für 2016 kommen einige zusätzliche Herausforderungen auf den Tiroler Tourismus zu, nicht zuletzt aufgrund von unverhältnismäßig großen Belastungen durch die Steuerreform. Ungeachtet dieser Hindernisse muss Tirol seinen positiven Weg weitergehen und gemäß der Tourismusvision 2021 den „Inbegriff alpinen Lebensgefühls“ nach innen und außen repräsentieren. · Stimmen aus dem Tiroler Tourismus · www.tirolwerbung.at Belastungen verärgern die Branche Franz Hörl, Hotelier und Seilbahner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol sowie der Fachgruppe Seilbahnen in der WK Österreich Viele unverhältnismäßige Belastungen haben unsere Branche arg gebeutelt und wir blicken daher auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Begonnen hat es mit der Allergenverordnung, geendet mit dem Aufschrei der großen Tiroler Reisebüros. Diese drohen ihre Firmensitze ins Ausland zu verlegen, weil sie durch die „Margensteuer“ ab Jänner 2017 Mehrbelastungen in Millionenhöhe erwarten. Dazwischen lag die Steuerreform mit ihren massiven Auswirkun- gen. Dass wir eine grandiose Winter- und Sommersaison hatten, ging dabei völlig unter. Auch der neue Kollektivvertrag im Gastgewerbe, der elf Stunden Ruhezeit vorsieht, entfaltet nun seine volle Wirkung. Immerhin konnten unsere beiden WK-Obleute Sigi Egger und Pepi Hackl mit ihrem Verhandlungsgeschick eine Erleichterung erreichen. Aber dass man verkürzte Ruhezeiten – also nicht geleistete Arbeitsstunden – nun extra bezahlen muss, erscheint vielen Betrieben zu Recht als unfair. Kein Wunder also, dass die Stimmung in den Tourismusunternehmen alles andere als gut ist. Ein positiver Höhepunkt des Jahres 2015 war für mich der 9. April. Einen so starken Zusammenhalt der Branche wie beim Protestmarsch der Touristiker in Innsbruck hatte ich weder erwartet noch in meiner Laufbahn als Wirtschaftspolitiker bisher erlebt! Regionen bilden selbstbewusste Phalanx Die einzige Konstante ist die Veränderung Alfons Parth, Hotelier, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Tiroler Tourismusverbände und Obmann des TVB Paznaun-Ischgl Treffender als mit diesem Titel könnte man die touristischen Entwicklungen in den letzten Jahren, allen voran 2015, nicht beschreiben. Die Bewältigung verschiedenster unsinniger Verordnungen und nicht nachvollziehbarer Gesetze, die vor allem unsere Klein- und Mittelbetriebe schwer treffen, steht hier an erster Stelle. Die Tourismusbranche muss für Unternehmer/innen wieder attraktiv und vor allem bewältigbar werden! Dranbleiben müssen wir an der Verbesserung des Onlinever triebes, sodass wir am internationalen und hart umkämpften Tourismusmarkt weiterhin konkurrenzfähig sind. Dabei wird auch die engere Zusammenarbeit der Verbände untereinander immer wichtiger, um bei wesentlichen touristischen Herausforderungen eine abgestimmte Vorgehensweise zu garantieren. Der Sommertourismus birgt nach wie vor großes Potenzial. Das alpine Sommererlebnis muss an Bedeutung gewinnen und wir sind gefordert, in innovative und qualitativ hochwertige Angebote zu investieren. Fokussierung auf die Dienstleistungsqualität Richard Walter, Präsident Österreichischer Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung Land Tirol Von den regulatorischen Rahmenbedingungen durchgeschüttelt, rückten die Tiroler Tourismusverbände unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Der in der jüngsten Novelle des Tourismusgesetzes verankerte Verband der Tiroler Tourismusverbände (VTT) versteht sich als starke Interessenvertretung der Praktiker und umfasst als selbstständige Körperschaft sämtliche Destinationen und Regionen. Die organisatorischen und finanziellen Weichen wurden gestellt, sodass der VTT seiner Bestimmung gerecht werden kann: umfassender Wissenstransfer in der Branche und unüberhörbare Stimme im tourismuspolitischen Prozess. Das parallel dazu eingerichtete Tourismus-Forschungszentrum bündelt die wissenschaftliche Exzellenz von MCI und Universität, um heimische Organisationen und Unternehmer mit substanziellen Entscheidungsgrundlagen zu versorgen. Es ist angerichtet. Skischulverband und Obmann TVB St. Anton Tirols Skischulen sind für die Entwicklung des Tiroler Wintertourismus von großer Bedeutung. Der Schlüssel zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Skischulwesens liegt in der Fokussierung auf die Dienstleistungsqualität. Die fachliche und technische Kompetenz der Schneesportlehrer wird von den Gästen längst als selbstverständlich angesehen. Um die Erwartungshaltung der Skischulgäste zu erfüllen oder bestmöglich zu übertreffen, sind die Soft Skills entscheidend. Dazu gehört vor allem die soziale Kompetenz des Schneesportlehrers: dessen Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse des Gastes. Die mehr als 7.000 Tiroler Schneesportlehrer sind für die Gäste im Tiroler Wintertourismus nicht nur die ersten Ansprechpartner in Sachen Ski-/Schneesport und neuer Trends, sondern sind auch die wichtigsten Bezugspersonen für den Gast während des Urlaubs. Wir haben im Tiroler Skilehrerverband auf diese Anforderungen reagiert und in den Ausbildungsinhalten für die Schneesportlehrerausbildung Schwerpunkte in den Bereichen Dienstleistung und · www.tirolwerbung.at · Geschäftsbericht 2015 Tourismus gesetzt. Darüber hinaus werden diese Themen auch in den Weiterbildungsmaßnahmen für die Ausbildungsleiter und Ausbilder forciert. Wir arbeiten hier mit international höchst anerkannten Experten (z. B. MCI Innsbruck, Prof. Hubert Siller) zusammen. Der Bedeutung der Dienstleistungsgesinnung im Tourismus und speziell im Skilehrwesen wird auch in unserem neuen Lehrplan, der beim Interski-Kongress 2015 in Argentinien präsentiert wurde, ein wichtiger Teil eingeräumt. 45 Wussten Sie, dass … Neues, Informatives, Interessantes … 91 Prozent der Schweizer in den vergangenen drei Jahren eine Auslandsreise gemacht haben bzw. dies in den kommenden drei Jahren planen? (Quelle: Österreich Werbung Länderstudie Schweiz 2015). … durch die 70,3 Millionen Urlaubsreisen der Deutschen 2014 eine Verkehrsleistung von insgesamt 232 Milliarden Kilometer generiert wurde? Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Anreisedistanz von 1.654 Kilometern. (Quelle: Deutsche Reiseanalyse 2015). … im Winter 2014/15 in Tirol auf 1.000 Einwohner 470 Betten kamen? Im Vergleich dazu waren es in Salzburg 389 und in Österreich insgesamt 121 Betten. (Quelle: Statistik Austria). … 98 Prozent der alpenurlaubsaffinen Bevölkerung in Deutschland Tirol sowohl im Sommer als auch im Winter zumindest dem Namen nach kennen? (Quelle: Tirol Werbung, Bekanntheits- und Imagestudie 2015, gestützte Bekanntheit). … chinesische Gäste nur durchschnittlich 1,1 Tage in Tirol verbringen? Trotzdem liegt China gemessen an den Übernachtungen in der Sommersaison 2015 erstmals unter den Top 10 Herkunftsmärkten und belegt mit rund 230.000 Übernachtungen Rang neun. (Quelle: Landesstatistik Tirol). … acht von zehn Tiroler Unterkunftsbetrieben mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Sommersaison 2015 zufrieden bzw. sehr zufrieden waren? (Quelle: Tirol Werbung, Saisonales Tourismusbarometer, Oktober 2015). … 53 Prozent der Deutschen, die im Ausland Skifahren lernen, dies in Tirol tun? Dahinter folgen Vorarlberg (21 %), Salzburg und Südtirol (je 19 %) und die Schweiz mit 11 %. (Quelle: Nationale Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 2011/12). 46 · Wussten Sie, dass ... Blick von der Serles Impressum & Quellenverzeichnis Tirol Werbung GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Alle Informationen wurden mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengetragen, jedoch kann für den Inhalt und die Richtigkeit keinerlei Gewähr übernommen werden. Herausgeber & Medieninhaber: Tirol Werbung GmbH, Maria-Theresien-Straße 55, 6020 Innsbruck, Österreich. Produktion: TARGET GROUP Publishing GmbH, Innsbruck. Fotografie: Seite 5 Land Tirol, Seite 6 2015 Sony Pictures Releasing GmbH, Seite 9 ÖW / Lendl, Seite 11 Emanuel Kaser, Seite 13 Land Tirol; Alle anderen Bilder sind Eigentum der Tirol Werbung GmbH. Statistik-Quellen falls nicht anders angegeben: Amt der Tiroler Landesregierung, Sg. Landesstatistik und tiris. Stand: Innsbruck, April 2016. Satzfehler vorbehalten. Tirol Werbung GmbH Maria-Theresien-Straße 55 6020 Innsbruck · Österreich +43.512.5320-0 +43.512.5320-100 [email protected] www.tirolwerbung.at Tirol / Herz der Alpen · Geschäftsbericht 2015 www.tirolwerbung.at t f e w