Geschäftsbericht der Tirol Werbung 2015

Werbung
Geschäftsbericht
der Tirol Werbung 2015
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
Tirol / Herz der Alpen
Ötztal
Inhalte
05
Gemeinsam auf dem Weg
Vorwort Landeshauptmann
Günther Platter
38
Das Budget 2015
Einnahmen, Ausgaben und deren
Entwicklung
06
Das Jahr im Zeitraffer
Wichtige Aktivitäten und Projekte
40
20
„Tirol wird noch viele
Schätze heben“
Interview Josef Margreiter
Struktur und Gremien
Die Organisation rund um die
Tirol Werbung
42
Die Tirol Werbung
Das Unternehmen stellt sich vor
22
Faktenreich und Zahlenspiel
Plattformen, Projekte und Maßnahmen
kurz und bündig dargestellt
44
30
Die strategischen Weichen
sind gestellt
Interview Michael Brandl
Stimmen aus dem Tiroler
Tourismus
Was die Branche 2015 bewegt hat
und welche Herausforderungen
2016 warten
46
Wussten Sie, dass …?
Neues, Informatives, Interessantes
47
Impressum
32
Das Tourismusjahr 2014/15
Interessante Zahlen zu Ankünften,
Nächtigungen, Regionen und
Quellmärkten
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· Geschäftsbericht 2015
3
Kitzbüheler Horn, Blick auf die Loferer Steinberge
Günther Platter
Landeshauptmann von Tirol
Gemeinsam
auf dem Weg
2015 – ein Jahr, das geprägt war von wahrlich herausfordernden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die unwillkürlich sowohl den globalen wie auch unseren
heimischen Tourismus berührten und
noch immer berühren. Der Blick auf das
vergangene Jahr zeigt aber auch, dass
gerade unser Tourismus ein starker Anker
in turbulenten Zeiten wie diesen ist.
Stabile Nächtigungs- und Ankunftszahlen.
Innovations- und Pioniergeist. Herausragende Gesamtperformance einer ganzen
Branche, um nur drei Schlagworte von
vielen zu nennen, die die Tiroler Tourismuswirtschaft charakterisieren. Insbesondere in den letzten Monaten rief der
auf sich warten lassende Schnee wieder
die Frage ins Gedächtnis, was Tirol ohne
seinen (Winter-)Tourismus täte. Was wäre
die Alternative? Ich wage zu behaupten:
„Es gibt keine.“ Fakt ist, dass Tirol das
touristische Angebot auch abseits der
Piste weiter entwickeln muss – nicht nur
angesichts des Klimawandels, sondern
auch als Antwort auf eine sich ändernde
Gesellschaft. Fakt ist aber auch, dass
unser Wintertourismus für viele Orte
und Regionen die zentrale Wirtschaftsund Lebensgrundlage darstellt. Der
Sommer 2015 war ein meteorologischer
Jahrhundertsommer – dies schlug sich
auch in den Tourismusstatistiken nieder.
Aber es ist nicht das Wetter allein, das
über die Bilanz einer Saison oder eines
Tourismusjahres entscheidet, in erster
Beim Tourismusforum 2015 haben wir
im Congresspark Igls den Tiroler Weg 2021
präsentiert. Dieser wurde in enger Zusammenarbeit von Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol sowie der Tirol
Werbung und dem Verband der Tiroler
Tourismusverbände erarbeitet und soll zur
Absicherung unserer Führungsposition
im alpinen Tourismus beitragen. Die
Vision, dass Tirol „der Inbegriff alpinen
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· Geschäftsbericht 2015
Linie ist es die Arbeit der im Tourismus
Tätigen. Deshalb danke ich allen Beteiligten
für ihr außerordentliches Engagement.
Dafür, dass sie – Saison für Saison, Jahr für
Jahr – konstante Spitzenleistungen erbringen
und gleichzeitig noch die finanzielle und
ideelle Kraft für Investitionen und Innovationen aufbringen.
Neue Kraft für den Tiroler Tourismus verspreche ich mir auch von der Gründung des
Verbands der Tiroler Tourismusverbände.
Die Fusionierungen der Tourismusverbände
haben bereits viele Synergien und positive
Effekte bewirkt und Streuverluste reduziert.
Die Gründung dieses Verbands der Verbände sehe ich als weiteren Meilenstein
im Tiroler Tourismus. Ich bin sicher, dass
die Verantwortlichen die Abstimmung
und Kooperation zwischen den einzelnen
Tourismusverbänden und der Tirol Werbung weiter stärken und in der Folge die
internationale Durchsetzungs- und Anziehungskraft unseres Tourismus weiter
steigern können.
Lebensgefühls ist“, bildet zusammen mit den
drei großen Linien („Tirol als Lebens- und
Erholungsraum“, „Familienunternehmen“
und „Kompetenzführerschaft“) und vier
Handlungsfeldern („Unternehmer & Mitarbeiter“, „Destinationsmanagement“, „Umwelt & Klima“ sowie „Tourismus & Standort“)
die Leitplanken für diesen Weg, den wir
gemeinsam weiter erfolgreich gehen wollen.
2015 wurde zudem mit der Ausarbeitung
der Standortstrategie Tirol begonnen.
Die Anwendung der Marke Tirol für
Standort- und Kompetenzfelder außerhalb
des Tourismus unter Federführung der
Tirol Werbung ist mir ein großes Anliegen.
Wissend, dass die Kraft der Marke in den
vergangenen Jahrzehnten aus dem Tourismus gespeist wurde, bin ich überzeugt,
dass auch dieses nächste Kapitel der Marke
Tirol erfolgreich aufgeschlagen wird, und
sichere dafür meine größte Unterstützung
zu. Denn die Marke Tirol ist nicht nur für
unseren Tourismus und unser Land ein
wertvolles Gut, sondern auch für mich
ganz persönlich.
Günther Platter
Landeshauptmann von Tirol
5
· Highlights
Das Jahr im Zeitraffer
Die Tirol Werbung setzt alljährlich viele verschiedene Maßnahmen um. Einige davon erreichen
ein Millionenpublikum, andere leisten wichtige Grundlagenarbeit. Auf den folgenden Seiten
findet sich eine kleine Auswahl, was 2015 unter vielem anderem gelungen ist.
James Bond in
Tiroler Mission
T
irol war 2015 erstmals Schauplatz für den
berühmtesten Geheimagenten der (Film-)Welt.
Die erfolgreiche Bilanz: James Bond hat einmal
mehr die Welt gerettet, das Filmland Tirol und die beiden
Drehorte Sölden und Obertilliach weltweit mediale
Aufmerksamkeit und Wertschöpfung erzielt. Darüber
hinaus hat die Produktion das Fundament für die Kampagne „Tirol ist großes Kino“ gelegt.
Es ist eine beeindruckende Zahl: Mehr als 100 Millionen
Besucher haben das 24. James-Bond-Abenteuer namens
„Spectre“ gesehen, in dem neben Daniel Craig auch die Tiroler
Bergwelt eine Hauptrolle spielt. Noch erfreulicher aus Sicht
des heimischen Tourismus sind die Zahlen zum wirtschaftlichen und werblichen Nutzen für die Branche (siehe auch
Faktenreich & Zahlenspiel auf Seite 29). Alleine die produktionsbedingten Ausgaben vor und während der Dreharbeiten
haben 8,9 Millionen Euro betragen. Darunter fallen beispielsweise die rund 30.000 Nächtigungen des Produktionsteams
und der Schauspieler, deren Verpflegung sowie Mieten für
Drehorte. Darüber hinaus haben 4.000 Print- und Onlinebeiträge weltweit über die Filmproduktion in Tirol sowie die
beiden Drehorte Sölden und Obertilliach berichtet. „Wir sind
sehr dankbar, dass die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit
Location Austria, Film Industry Support Austria, Land Tirol
sowie den Verantwortlichen der Gemeinden, Tourismusverbände und Bergbahnen in Obertilliach und Sölden – allen
voran Jack Falkner – perfekte Voraussetzungen für die Realisierung des neuen James-Bond-Films ermöglicht hat. Auch
das Wetter und der Schnee haben großartig mitgespielt“,
6
· Das Jahr im Zeitraffer
bilanziert Cine Tirol-Leiter Johannes Köck. Für ihn ist James
Bond der fi lmische Ritterschlag für Tirol. Diese Filmproduktion hat die Aufmerksamkeit der gesamten Filmbranche auf
das Land gelenkt und trägt dazu bei, die Akquisition internationaler Folgeprojekte zu erleichtern.
Tirol ist großes Kino
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit der Premiere des Films
Ende Oktober. Um die große Aufmerksamkeit rund um den
Kinostart von „Spectre“ für das Land zu nutzen, hat die Tirol
Werbung mit „Tirol ist großes Kino“ eine der größten Sonderkampagnen der vergangenen Jahre umgesetzt. Herzstück war
ein Kinospot, der in Österreich, Deutschland, Niederlande,
Großbritannien und Russland zu sehen war und mehr als
5,4 Millionen Zuseher erreichte. Die Palette an begleitenden
Maßnahmen reichte von Pressekonferenzen in wichtigen europäischen Städten zur Filmpremiere über Plakat- und Hörfunkwerbung bis hin zu Onlineplatzierungen. „Mit James Bond
hat sich die perfekte Möglichkeit ergeben, die Profi lierung
Tirols als Filmstandort voranzutreiben, der eine großartige
und einzigartige Szenerie für Filme von Weltformat bietet“,
erläutert Claudia Knab, Leiterin Markenmanagement in
der Tirol Werbung. „Wir haben die kommunikative Chance,
welche ‚Spectre‘ geboten hat, für die Marke Tirol genutzt,
um unser Land im Gebirg in die internationalen Kinos zu
bringen und so eine Zielgruppe anzusprechen, die wir über
herkömmliche Methoden nicht erreicht hätten. Damit hat
sich die einmalige Gelegenheit geboten, mit diesem Ereignis
nachhaltig positive Effekte für das Image des Landes und
damit die Qualität des Urlaubslandes zu erzielen.“
· www.tirolwerbung.at
In der internationalen Auslage
Plakatsujet
Niederlande
Съемочная площадка для остросюжетного
приключенческого драматического кино
Тироль - герой
Большого кино
K Mag, Polen
Горный Тироль знает много историй.
Напишите и вы свою! www.visittirol.ru
· Foto: Ötztal Tourismus, Rudi Wyhlidal
Staraufgebot war unter anderem in Seefeld zu Gast, wo
Hollywoodschauspieler Hugh Jackman (3. v. r.) für den
Kinofilm „Eddie the Eagle“ vor der Kamera stand.
Erfolgreiches Filmjahr
für Cine Tirol
Когда Тироль cТавиТ Кино, его герои возвышаюТся до небес и мягКие Тени мчаТся с суровых сКал.
Когда Тироль сТавиТ Кино, глубоКое видение рисуеТ горизонТ и Каждый день являеТ новый фильм.
Neben James Bond „Spectre“ setzten zahlreiche weitere Produktionen das „Herz der
Alpen“ 2015 perfekt in Szene. An mehr als
750 Drehtagen in Tirol hieß es für die Filmschaffenden vor und hinter der Kamera
„Ruhe bitte – Wir drehen!“. Die dadurch
erzielten wirtschaftlichen Effekte bestätigen die Arbeit der Cine Tirol: Rund 14 Millionen Euro wurden durch produktionsbedingte Ausgaben erwirtschaftet. Und mit
Ausstrahlungen „made in Tirol“ wurden
mehr als 640 Millionen Zuseher erreicht.
Plakatsujet Russland
Forbes, Tschechien
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„Wir konnten 2015 wieder zahlreiche
Produktionen nach Tirol bringen. Neben beliebten Serien-‚Dauerbrennern‘ wie
‚SOKO Kitzbühel‘ oder ‚Der Bergdoktor‘
wurden 26 Spiel- und Dokumentarfi lme
sowie 85 Werbefi lme realisiert“, zieht
Cine Tirol-Leiter Johannes Köck Resümee. Mit „Winter Heat“ wurde im Ötztal
erstmals eine chinesisch-österreichische
Koproduktion umgesetzt.
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Statement zum Dreh
Bonner
General-Anzeiger
Titelgeschichte im Magazin
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Bilanzpressekonferenz der Tirol Werbung in Sölden mit Franz Hörl
(Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer), Josef Margreiter
(Geschäftsführer Tirol Werbung), Tirols Landeshauptmann Günther
Platter und Jack Falkner (Geschäftsführer Bergbahnen Sölden, v. l.)
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
„Wir hätten keine landschaftlich reizvollere und
schönere Region auswählen
können. Unser Dank gilt den
lokalen Mitarbeitern vor
Ort, welche die Kompetenz
und das Engagement gezeigt
haben, das es für derart
schwierige Projekte braucht,
sowie der Cine Tirol für ihre
Unterstützung.“
Barbara Broccoli,
Produzentin von „Spectre“
7
· Online & PR
Facelift gibt der tirol.at
ein neues Gesicht
D
ie größte Onlineplattform der
Tirol Werbung, tirol.at, hat zahlreiche Neuerungen erfahren.
Alles mit dem Ziel, der beste digitale
Reiseführer Europas zu sein.
Es war nicht nur ein kleiner Facelift, wie
die Optimierung einer Webseite neudeutsch
heißt. Es war mehr eine umfassende Neugestaltung, der die tirol.at unterzogen wurde.
An sämtlichen Bereichen – Inhalt, Layout und Technik – wurde Hand angelegt.
Und das Ergebnis spricht für sich. Wenige
Wochen nach dem Onlinegang der überarbeiteten Seite Mitte Oktober haben die
Änderungen bereits Wirkung gezeigt: So
konnten die Besuche auf der tirol.at seit
dem Facelift um zehn Prozent gesteigert
werden, die Seitenaufrufe sind sogar um
30 Prozent gestiegen. Im Schnitt wurden
mehr als drei Seiten pro Besuch angesehen.
Mehr Emotionalität
Verantwortlich für dieses positive Ergebnis ist eine Vielzahl von Verbesserungen,
die ineinandergreifen. So sind die Bilder
größer geworden, mehr Weißraum lässt
sie ebenfalls besser zur Geltung kommen.
Das erhöht wiederum das visuelle Erlebnis und damit – Stichwort bester digitaler
Reiseführer – die Emotionalität. Der Inhalt
wurde ergänzt und reduziert zugleich:
Einerseits wurde der Umfang durch die Erweiterung bestehender und die Integration
neuer Themenchannels ausgebaut. Gefragte
Inhalte wie umfassende Wetterprognosen
oder aktuelle Schneehöhen sind hinzugefügt
worden. Das stärkt den Reiseführer- und
Servicecharakter. Andererseits wurden doppelte Seiten gebündelt und Inhalte dadurch
reduziert.
Schnee auf
allen Kanälen
Winterstimmung auf den Märkten zu
verbreiten – das ist das Ziel der „Schneekommunikation“. Insbesondere, wenn
es frisch geschneit hat, läuft der Informationstransport auf Hochtouren.
Mit einem umfassenden Bündel an
Maßnahmen auf den verschiedensten
Kanälen (Videoschneeberichte, Newsletter, Social-Media-Maßnahmen, Blogbeiträge, Presseinformationen) wurden
die Neuigkeiten zum „weißen Gold“ regelmäßig nach außen getragen.
Technisch optimiert
Technisch punktet die Seite mit einer
optimierten responsiven Darstellung. Das
heißt, die Seitendarstellung ist noch besser
auf die unterschiedlichen Endgeräte (Tablets, Smartphones) abgestimmt. Auch die
Suchmaschinenoptimierung wurde weiter
verbessert, was sich bereits in konkreten
Zahlen niederschlägt: Der Anteil an Usern,
die über die organische Suche – also via
Suchmaschine – auf die Website gelangen, ist
um fünf Prozent auf 62 Prozent gestiegen.
User werden in die Schneekommunikation
integriert und eingeladen, ihre Bilder zu zeigen.
Große Bilder dominieren die tirol.at (li.). Beim Inhalt
wurde unter anderem die Darstellung der Skigebiete
(o.) weiter verbessert.
8
· Das Jahr im Zeitraffer
· www.tirolwerbung.at
Elite der internationalen TourismusBlogger entdeckt Tirol
Presse- und Bloggerreisen führten
2015 wieder zahlreiche Medien in
das Herz der Alpen. Eine besonders
internationale Schar erkundete den
Tiroler Bergsommer.
16 internationale Blogger, vier Tage, eine
Mission: das abwechslungsreiche Angebot des Tiroler Bergsommers zu erkunden und die Eindrücke per Facebook,
Twitter & Co in die Welt zu tragen. Dazu
verwandelten sich die Kitzbüheler Alpen
in einen Bloggertreffpunkt, zu dem die
Tirol Werbung gemeinsam mit Österreich Werbung und Kitzbüheler Alpen
Marketing geladen hatte.
Das Interesse an der Veranstaltung war
im Vorfeld groß gewesen: Mehr als 350
Blogger hatten sich beworben. Die 16
Auserwählten – darunter auch Vertreter
aus den USA, Großbritannien und China
– erzeugten durch ihre Berichte mehr als
50 Millionen Social-Media-Impressions.
16 internationale Blogger berichteten über ihre
Erlebnisse im Tiroler Bergsommer.
Soziale Medien von
Blog bis Periscope
Soziale Medien bilden eine fundamentale Säule in der touristischen Kommunikation. Neben der Bespielung bekannter Kanäle wie Facebook, Blog & Co hat
die Tirol Werbung neue Möglichkeiten
wie Periscope erschlossen.
Neben der tirol.at hat auch der Blog Tirol 2015 eine Frischzellenkur erfahren.
Gemäß dem neuen Corporate Design ist
der Blog nun ebenfalls übersichtlicher und
emotionaler gestaltet – unter anderem
durch die Verwendung größerer Bilder.
Inhaltlich wurde das Niveau weiter nach
oben geschraubt. Hohe Reichweiten haben
unter anderem jene Beiträge erzielt, die
eine humorvolle Annäherung an das Land
bieten („Die langweiligsten Ausflugziele in
Tirol“). Ebenfalls gefragt waren aufwändig
recherchierte Beiträge – wie die Hinter-
grundgeschichten zu den Tiroler Tälern.
Weiterhin erfreulich verläuft die Entwicklung auf Facebook. Mittlerweile zählt alleine der deutschsprachige Tirol-Auftritt
rund 200.000 Fans.
Liveerlebnisse
Experimentierfreudig in Sachen soziale
Medien präsentiert sich das Team Medien
& Content beim Einsatz neuer Kanäle. Als
eine der ersten europäischen Tourismusorganisationen hat die Tirol Werbung Periscope für Liveübertragungen verwendet.
Auch via „Snapchat“ wurden Geschichten
in Echtzeit erzählt.
Ein gemeinsames
Multimediaarchiv
Rumänische Blogger
erleben Bergwinter
Das bestehende Multimediaarchiv der
Tirol Werbung wurde um Inhalte von
Tiroler Regions- und Standortpartnern erweitert. Die Bilder der beiden
Pilotpartner, Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis und Standortagentur
Tirol, sind seit Ende 2015 unter bilder.
tirol.at abrufbar. Schritt für Schritt
werden weitere Teilnehmer ergänzt,
um Motive aller Tiroler Regionen und
Standortpartner auf der Plattform zu
vereinen.
Im Jänner waren zwölf rumänische
Blogger in Tirol unterwegs, um die Regionen Ötztal und Innsbruck zu erkunden. Unter #auskia, #lovetirol und #tirol teilten die Blogger ihre Erlebnisse
auf den sozialen Medien. Alleine mit
dem Hashtag #auskia wurden auf Instagram mehr als drei Millionen Sichtkontakte und auf Twitter sogar mehr
als 4,1 Millionen Sichtkontakte erzielt.
Die dazugehörigen Videos wurden auf
Facebook über 21.000-mal aufgerufen.
Kurz notiert
Die „Chairlift Chats“ wurden 2015
fortgesetzt. Diese redaktionelle
Onlinekampagne präsentiert Videos
von Erlebnissen internationaler Gäste
in Tirol. Die neuen Episoden aus der
Skiwelt Wilder Kaiser Brixental, Sölden,
Zillertal, St. Johann und Stubai generierten mehr als 33.000 Views.
· www.tirolwerbung.at
Die Tirol Werbung hat im Winter
2014/15 eine Kooperation mit der
Onlineplattform wintersporters.nl
umgesetzt: Zwei Blogger berichteten
dabei live aus Tirol über ihre Erlebnisse.
Ihr Blog erreichte mehr als 60.000
Leser, die Videos wurden fast 240.000mal angesehen.
· Geschäftsbericht 2015
Im Rahmen der polnischen Winterkampagne konnten 38 Millionen AdImpressions via Real Time Bidding (RTB)
generiert werden. Beim RTB wird automatisiert und in Echtzeit um Online-Werbeplätze (AdImpressions) geboten. Pro
AdImpression wird das Werbemittel des
jeweils Höchstbietenden ausgeliefert.
9
Christine Stelzer (re.) übergab im
Rahmen der Jubiläumsfeier die
Leitung des Convention Bureau
Tirol an Veronika Handl (li.).
CBT: eine zehnjährige
Erfolgsgeschichte
M
it einem Jubiläumsfest in den
Swarovski Kristallwelten hat das
Convention Bureau Tirol (CBT)
seinen zehnten Geburtstag gefeiert, die
Partner der ersten Stunde geehrt und die
Übergabe der Teamleitung präsentiert.
Das Convention Bureau Tirol bewirbt seit
seiner Gründung 2005 den Kongressstandort Tirol. Damals hatte die Tirol Werbung
mit dem CBT ein eigenes, mittlerweile vierköpfiges Team gegründet, um das Land für
Veranstaltungen wie Tagungen und Kongresse auf internationaler Ebene professionell zu vermarkten. Zum zehnten Geburt-
Natur bei atb
experience im Fokus
stag übergab Christine Stelzer die Leitung
des CBT an ihre Nachfolgerin Veronika
Handl und zog eine erfolgreiche Bilanz: Das
Team hat das Partnernetzwerk seit dem Beginn im Jahr 2005 von 32 auf 65 Mitglieder
verdoppeln können. Zu diesem Netzwerk
zählen unter anderem Tourismusverbände,
Kongresszentren, Tagungshotels, Eventlocations sowie Eventagenturen und Incentiveanbieter. Die Partner der ersten Stunde
und „Geburtshelfer“ Georg Lamp wurden
beim Geburtstagsfest des CBT geehrt. Rund
180 Personen aus ganz Österreich waren zur
Veranstaltung in die Swarovski Kristallwelten nach Wattens gekommen.
ITB 2015: Via Berlin in die Welt
Kals am Großglockner war Schauplatz
der zweiten austrian travel business_experience (atb_experience). Inhaltlich
widmete sich die Veranstaltung dem Thema „Nature Reloaded“. Mit Netzwerken
auf internationaler Ebene, konkreten
Produkterlebnissen und Impulsen zur
Angebotsentwicklung leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur
Verkaufsförderung. Nach dem dreitägigen Programm in Osttirol ging es für die
Gäste weiter zu „best of_experiences“ in
die Bundesländer. Rund 100 internationale Reiseveranstalter, Meinungsbildner und Journalisten aus 28 Nationen
nahmen an der Veranstaltung teil.
Die Neueröffnung der Swarovski Kristallwelten
war eines der Highlights des Tiroler ITB-Auftritts.
Die ITB in Berlin ist mit mehr als 10.000 Ausstellern aus 185
Ländern und über 115.000 Fachbesuchern die wichtigste Tourismusmesse der Welt. Tirol präsentierte sich dort gemeinsam
mit sechs Tiroler Partnern (Arlberg Marketing, Olympiaregion Seefeld, Hall-Wattens, Kitzbühel Tourismus, Osttirol und
Swarovski Kristallwelten) am Gemeinschaftsstand der Österreich Werbung. Hauptthema war die Neueröffnung der
Swarovski Kristallwelten, die im Zuge einer Kristalllounge eindrucksvoll dargestellt wurde. Im Rahmen der ITB fand außerdem das traditionelle Tirol Pressefrühstück im BahnTower statt.
Dabei stellte die Tirol Werbung den rund 40 Journalisten die
Neuigkeiten des Bergsommers Tirol vor: den neugestalteten Adlerweg, die vielfältigen Möglichkeiten der Bahnanreise sowie die
Sommerbahnen und Ausflugsziele – mit besonderem Fokus auf
den Swarovski Kristallwelten.
10
· Das Jahr im Zeitraffer
· www.tirolwerbung.at
· Bühnen für Tirol
„Tirol Traum“ begeisterte beim Festival der Träume
Mit modernen, spektakulären, aber auch
poetischen Mitteln des neuen Varieté-Theaters hat das Innsbrucker Festival der
Träume zu seinem 25-Jahr-Jubiläum eine
neue Form des Tiroler Abends gezeigt: den
„Tirol Traum“. Diese facettenreiche Liebeserklärung an die Heimat war von der Ti-
rol Werbung gemeinsam mit der Tiroler
Tageszeitung initiiert worden. Musiker,
Tänzer, Artisten, Komödianten, Poeten –
sie alle trugen mit ihren Darbietungen zu
einem neuen und modernen Tirol Bild bei,
untermalt von traditioneller Musik, die
neu interpretiert wurde.
Galaabend
für Touristiker
Anlässlich der Wiedereröffnung der
Swarovski Kristallwelten haben Tirol Werbung und Innsbruck Tourismus gemeinsam mit dem Land Tirol
und der Stadt Innsbruck zur glitzernden Gala geladen.
Vielseitige Show: Regisseur Karl Heinz Helmschrot und
Herbert Waltl, Gründer des Festivals der Träume, beschenkten das
Publikum zum 25-Jahr-Jubiläum mit dem „Tirol Traum“.
Tirol zu Gast bei der
Ski-WM in Vail
Mit der „Tirol-Kitzbühel Night“ präsentierten sich Tirol als Sportland Nummer
eins der Alpen und die Hahnenkammstadt
Kitzbühel bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2015 in Vail (Colorado).
Zum Auftakt des sportlich-unterhaltsamen
Abends luden die Gastgeber, Tirol Werbung und Kitzbühel Tourismus, zu einer
Vorführung des Films „Streif – One Hell
of a Ride“. Die Dokumentation über das
berühmteste Abfahrtsrennen der Welt
Gute Stimmung herrschte bei der
„Tirol-Kitzbühel Night“ in Vail.
· www.tirolwerbung.at
begeisterte die zahlreichen Gäste – allen voran einen Protagonisten des Films,
Daron Rahlves. Er war gleichzeitig der erste
US-amerikanische Sieger auf der Streif im
Jahr 2003. Anschließend folgte ein Tiroler
Empfang im „Haus Ski Austria“, das die Tiroler Ski-Legende und Vail-Mitbegründer
Pepi Gramshammer in seinem Hotel beherbergte. Die Veranstaltung stand ganz
im Zeichen der 25-jährigen Partnerschaft
zwischen ÖSV und Tirol Werbung. Bei Tiroler Kulinarik, heimischen Klängen und
typisch alpiner Gastlichkeit genossen die Besucher einen stimmungsvollen Abend. Unter
den Gästen waren viele aktive Athleten. Auch
zahlreiche ehemalige Weltklasseskifahrer
waren der Einladung gefolgt – unter ihnen
Annemarie Moser-Pröll, Franz Klammer,
Maria Höfl-Riesch und Kristian Ghedina.
Partner aus der Tiroler Industrie zeigten
im Rahmen der „Tirol-Kitzbühel Night“,
dass das Herz der Alpen nicht nur begehrtes Urlaubsland, sondern auch bedeutender
Wirtschaftsstandort ist. Als eines der Partnerunternehmen präsentierte sich die Firma
Riedel Glas in Vail.
· Geschäftsbericht 2015
Es war ein buntes Bild, das sich im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg geboten hat. Viele der internationalen Gäste,
die zum Galaempfang gekommen waren,
trugen ihre Nationaltracht. Reiseveranstalter, Medienvertreter und Geschäftspartner aus gut 20 verschiedenen Ländern – darunter China, Korea, SaudiArabien, Indien und Kuwait – waren
angereist, um im Vorfeld der großen Wiedereröff nung der Swarovski Kristallwelten ihr Netzwerk mit heimischen Touristikern zu vertiefen.
Der Galaabend war Teil der sogenannten
„Crystal Mountain Experience“, einem
mehrtägigen Programmreigen, der es
den internationalen Gästen ermöglichte,
Tirol in seinen unterschiedlichen Facetten kennenzulernen.
Partner aus rund 20 Ländern waren in den
Riesensaal der Innsbrucker Hofburg gekommen.
11
· Bühnen für Tirol
Eurobike Media Days:
Treff für Topmarken
Tausche City
gegen Berge
Die Tirol Werbung war drei Jahre lang
exklusiver Tourismuspartner der weltgrößten Fahrradmesse „Eurobike“. 2015
haben deren Veranstalter im Vorfeld der
Messe erstmals zu den „Eurobike Media Days“ nach Kirchberg in Tirol geladen. Bei dieser exklusiven Plattform
präsentierten namhafte Hersteller wie
Scott, Ghost, Giant oder KTM Medienvertretern ihre Produktneuheiten für
das Modelljahr 2016. Dabei bekamen
die 120 Journalisten aus aller Welt die
Möglichkeit, die neuesten Räder selbst
zu testen. Bikesport-Chefredakteur
Thomas Werz: „Tirol ist als Location
zum Mountainbiken klasse und hat ein
riesiges Potenzial.“
Unter diesem Motto hat die Tirol Werbung in München den Bergsommer
beworben. Zahlreiche Tauschwillige
hatten sich gemeldet, um ihre Alltagsgegenstände aus der Stadt während der
dreitägigen Aktion gegen Produkte
und Erlebnisgutscheine aus den Bergen
einzutauschen. So wurde aus der Handtasche ein Tirol Rucksack oder aus der
Stadtwohnung vorübergehend ein Chalet in den Tiroler Bergen. Die zugrundeliegende Idee war denkbar einfach:
Interessierte konnten sich im Vorfeld
für einen Tausch bewerben. Per Zufallsgenerator wurden rund 200 Glückliche
ausgelost, die einen Tausch „gewannen“.
Diese mussten dann einen Gegenstand
mitbringen, um ihn gegen ein passendes
Tiroler Pendant einzutauschen.
Journalisten konnten die Räder selbst testen.
theALPS 2015 lockte
zahlreiche
Spitzenvertreter des
Alpentourismus
Tirol präsentierte
sich bei der
Weltausstellung
„Feeding the Planet, Energy for life“ lautete das Motto der Expo 2015, die von 1.
Mai bis 31. Oktober in Mailand stattfand.
Passend zu diesem Thema präsentierte
sich Tirol in einer Kampagne am italienischen Markt zum Thema „Natur und
Nachhaltigkeit“. Die Maßnahmenpalette
reichte von zwei „Tirol-Straßenbahnen“
in Mailand bis hin zu einer Out-ofHome-Kampagne in Bologna und Verona. Auch im Österreich-Pavillon, einem
Besuchermagneten der Expo, war Tirol
präsent: Die Hohen Tauern und die Großglockner Hochalpenstraße repräsentierten dort das „alpine Österreich“.
Mit seiner fünften Auflage und einer Rekordbeteiligung hat sich die in Tirol begründete Fachveranstaltung theALPS als
Branchentreffpunkt für den Alpentourismus etabliert: Knapp 400 Teilnehmer
waren nach Moena (Trentino) gekommen.
wurden. Beim theALPS Award kürte eine
hochkarätig besetzte Jury unter Vorsitz von
Hubert Siller (Management Center Innsbruck / MCI Tourismus) die besten Bikeprojekte der Alpen. Die Auszeichnung ging an
die Sellaronda Mountainbiketour mit dem
Topevent „Sellaronda Hero“. Der Mythos
Ötztaler Radmarathon durfte sich als Tiroler Vertreter über eine Nominierung freuen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde Tirol
Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter
als Präsident von AlpNet, dem Trägerverein
von theALPS, einstimmig wiedergewählt.
Im Mittelpunt von theALPS 2015 stand
der alpine Bike-Tourismus. Dazu hatte
die EURAC Bozen in Kooperation mit der
Trentino School of Management im Vorfeld eine Studie durchgeführt, die bei der
Veranstaltung präsentiert wurde. Fixer
Bestandteil von theALPS war außerdem
wieder der Handelsraum, wo zahlreiche Geschäftsbeziehungen aufgebaut und gepflegt
Im Handelsraum herrschte emsiges Treiben.
12
· Das Jahr im Zeitraffer
Die Freude über die Tiroler Preise war groß.
Ski und Show in London
Das wichtigste Skievent Großbritanniens, die Ski Show London, hat 2015
wieder 30.000 Teilnehmer in den Battersea Park gelockt. Die Tirol Werbung
präsentierte sich dort gemeinsam mit
Kitzbühel, dem SkiJuwel Alpbachtal
Wildschönau, dem Arlberg, Spurart
und Go Ski Go Board den englischen
Wintersportfans. Am Fachbesuchertag
lud die Tirol Werbung zu einem
Umtrunk und „Hoangart“. Rund 70
Medienvertreter und 30 Reiseveranstalter sowie das britische Skiteam
folg-ten dieser Einladung.
· www.tirolwerbung.at
· Image und Märkte
Die Tirol Werbung rührte gemeinsam mit Touristikern aus St. Anton, Ötztal,
Innsbruck, Kitzbühel und Kufstein in China die Werbetrommel.
Das Herz der Alpen
im Reich der Mitte
A
ls eine der ersten Delegationen
nach der offiziellen Vergabe der
Olympischen Winterspiele 2022 an
Peking reisten rund 50 Touristiker und
Wirtschaftsvertreter aus Tirol nach China, um dort die Werbetrommel zu rühren.
Das Know-how in puncto Wintersport und
Großveranstaltungen war dabei das gefragteste Gut der Abordnung aus Tirol. Aber
auch touristisch bietet das Reich der Mitte
enormes Potenzial. Die Tirol Werbung präsentierte daher gemeinsam mit Touristikern
aus St. Anton, Ötztal, Innsbruck, Kitzbühel
und Kufstein das Herz der Alpen und seine
Regionen vor rund 100 Medienvertretern
und Reiseveranstaltern in Peking und
Shanghai. Abgerundet wurde die Reise mit
zwei umjubelten Wagner-Darbietungen des
Ensembles der Tiroler Festspiele Erl. Auch
wenn die Aufenthaltsdauer chinesischer
Gäste in Tirol derzeit mit 1,1 Tagen noch
deutlich unter dem Durchschnitt liegt, steigt
· www.tirolwerbung.at
die Bedeutung Chinas als Herkunftsmarkt
stark an. Im Tourismusjahr 2014/15 hat das
Reich der Mitte die USA gemessen an den
Übernachtungen als wichtigsten Fernmarkt
abgelöst. 318.000 Ankünfte bedeuten ein Plus
von 65,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr,
340.000 Übernachtungen einen Zuwachs von
64,4 Prozent. Derzeit reist der Großteil der
chinesischen Gäste noch in Gruppen an, die
nur kurz an einem Ort bleiben. Aber die Nachfrage nach Individual- und Premiumreisen,
mit denen auch eine längere Aufenthaltsdauer
verbunden ist, wächst.
Tirol punktet bei Reisenden aus China mit
seiner Bergwelt und der klaren Luft, mit
Kultur und Tradition sowie mit Shopping.
Letzteres schlägt sich auch wirtschaftlich
nieder. Die durchschnittlichen Tagesausgaben
chinesischer Gäste liegen bei 229 Euro, was
deutlich über dem Durchschnitt der Tiroler
Gäste von 101 Euro (Sommer) beziehungsweise 137 Euro (Winter) liegt.
· Geschäftsbericht 2015
Ein Besuch im
Norden
Dänemark ist der wichtigste skandinavische Herkunftsmarkt für den Tiroler Wintertourismus. Eine Delegation
hat daher in Kopenhagen Marktchancen sondiert. Rechtzeitig vor dem Start
der Wintersaison reiste eine 35-köpfige
Gruppe von Tiroler Touristikern im September in die dänische Hauptstadt. Dort
erhielten die Teilnehmer von Handelsdelegierten Marktinformationen aus erster
Hand, bauten ihr Wissen bei Fachvorträgen aus und vertieften in Workshops ihre
Beziehungen zu Reiseveranstaltern.
Tirol hatte über viele Jahre eine positive
Entwicklung bei den Winternächtigungen aus Dänemark verzeichnet, in den
vergangenen Jahren waren diese allerdings rückläufig. Dabei gelten die Dänen
als sehr reisefreudig: Auf 5,6 Millionen
Einwohner kommen 9,7 Millionen Auslandsreisen pro Jahr. Dieses Potenzial
möchte der Tiroler Tourismus in Zukunft
wieder stärker ausschöpfen. Die bei dieser Reise gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Marktposition Tirols
zu stärken und eine positive Entwicklung
bei den dänischen Wintergästen fördern.
13
· Image und Märkte
Image sommers
wie winters
So nah, so fern.
= Bergwinter Tirol
Heute ein Moment.
Morgen ein bleibendes Erlebnis.
Tirol. Dich erleben und sich entdecken. Dich
entdecken und sich erleben. Sich in deiner schier
unendlichen Bergwelt verlieren. Und finden.
Erleben Sie eine kostbare Zeit und außergewöhnliche Wintergeschichten: mein.tirol.at
Die Bekanntheit und Begehrlichkeit
Tirols zu steigern, stand im Fokus der
Imagekampagnen für den Bergsommer und den Bergwinter. Neben einem
zentralen Bildmotiv haben Auszüge
aus Geschichten des meinTirol-Magazins die Printsujets ergänzt. Platziert
wurde die Kampagne in hochwertigen
und reichweitenstarken Medien im
deutschsprachigen Raum wie Der Spiegel oder NZZ Folio. Mit diesen Printanzeigen wurden insgesamt rund 43,4
Millionen Sichtkontakte erzielt. Die
Verlinkung in den digitalen Bereich
erfolgte über eine Brandingkampagne
mit Video-Ads, die circa 8,5 Millionen
Sichtkontkate erzielten und auf den Bilderblog tirol.tumblr.com leiteten. Dort
werden mittels Bildern, kurzen Texten,
Videos und Audiobeiträgen Geschichten der Marke Tirol erzählt. Abgerundet wurde die Imagekampagne mit
der Weiterführung der TV-Kooperation mit Kitzbühel Tourismus und
Kitzbüheler Alpen Marketing. Dabei
wurden mit den Tirol-Spots 54,6 Millionen Sichtkontakte erzielt.
Die Wettermoderatoren sendeten
ihre Berichte live aus Ischgl.
Wetterfrösche am Gipfel
Das Wetter spielt eine immer wichtigere
Rolle bei der Urlaubsentscheidung. Daher hatte die Tirol Werbung bereits 2014
gemeinsam mit den Regionen PaznaunIschgl, Arlberg, Tiroler Zugspitz Arena,
Ötztal Tourismus, Achensee Tourismus
und Kitzbühel Tourismus eine groß angelegte „Wetteroffensive“ gestartet, die 2015
fortgesetzt wurde. In Zentrum der Kampagne stehen umfassende Medienkooperationen mit n-tv und wetter.com sowie
die Belieferung von Wetterredaktionen
mit aktuellem Bild- und Filmmaterial aus
Tirol. Regionsspezifische Wettershows
Sport.Tirol setzt auf Freerider
Es sind besondere Tiroler Charaktere,
die im Zentrum der neuen Sport.Tirol-Imagespots stehen. Im Wintervideo
haben die beiden Freerider Stefan
Häusl und Björn Heregger diese Hauptrollen übernommen und wurden bei
ihrem Tun von der Kamera begleitet.
Der Film feierte in der Heimat der
beiden Protagonisten, beim Filmfest in
St. Anton, Ende August Premiere. Ab
Herbst wurde „Heute eine Spur. Morgen ein neuer Weg.“, so der Titel des
Spots, im Vorprogramm der Tiroler
Kinos gezeigt. Außerdem wird er im
deutschsprachigen Raum als Imagespot
der Tirol Werbung eingesetzt.
Erfolgreiche Außenwerbung
Gleichzeitig haben diese Imagekampagnen den Boden für produktorientierte Aktivitäten in den einzelnen
Märkten bereitet. So gab es beispielsweise im Zuge der Bergsommer-Bewerbung eine umfangreiche Außenwerbungskampagne in Bayern, die fast 47
Millionen Sichtkontakte erreichte. Mit
der Außenwerbung im Rahmen der
Bergwinter-Kampagne in NordrheinWestfalen wurden mehr als 42 Millionen Sichtkontakte erzielt.
14
runden das Paket ab. Zusätzlich findet
einmal jährlich der sogenannte „Wettergipfel“ in Tirol statt. Dabei treffen sich
Wettermoderatoren aus Europa, um sich
im informellen Rahmen auszutauschen.
Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit,
um Wetterberichte aus Tirol zu produzieren. Im Rahmen der Veranstaltung im
Frühwinter 2015 in Ischgl wurden mehr
als 40-Live-Schaltungen in Millionen
Haushalte weltweit übertragen. Erstmals
war auf Vermittlung der Tirol Werbung
auch das russische Staatsfernsehen beim
Wettergipfel dabei.
· Das Jahr im Zeitraffer
· www.tirolwerbung.at
Kurz notiert
Mit neun redaktionellen Medienkooperationen im deutschsprachigen Raum – unter anderem mit GEO
Schweiz, NZZ FOLIO und SZ Magazin
– wurden 2015 eine Gesamtauflage von
mehr als 3,2 Millionen und ein Werbewert von fast zwei Millionen Euro erzielt.
Von 12. bis 15. Juni fand in Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter DerTour
und der Österreich Werbung Deutschland
das „DerTour Länderspecial Österreich“
mit dem Finale in Tirol statt. Insgesamt
nahmen mehr als 100 Reisebüroexpedienten und Produktmanager von DerTour
Deutschland daran teil.
Gemeinsam mit Bio vom Berg setzte
die Tirol Werbung eine Wirtschaftskooperation in fast 400 Naturfeinkostläden
in Deutschland um. Kunden bekamen
beim Kauf eines Tiroler Produktes der
Marke „Bio vom Berg“ an der Kassa ein
kleines Geschenk. Insgesamt wurden
mehr als 55.000 Werbemittel ausgegeben.
Vier Wochen lang wurden die Hörer
des niederländischen Radiosenders
100 % NL im Jänner 2015 mit Wetterund Schneeberichten aus Tirol versorgt.
Begleitet wurden diese aktuellen Informationen von Werbespots und Online-Maßnahmen. Gesamtreichweite:
Mehr als zehn Millionen Kontakte.
Bei der Kooperation mit dem niederländischen Skiverband wurde ein 28seitiges Tirol Special mit einer Auflage
von 60.000 Stück kreiert und an die
Mitglieder verteilt sowie an 108.000
skiaffine Abonnenten der Zeitung DeTelegraaf gesendet. Darüber hinaus
war Tirol regelmäßig in den Onlinekanälen des Skiverbands vertreten.
Eine Out-of-Home-Kampagne zum
Bergsommer Tirol in Belgien erreichte
6,5 Millionen Kontakte. Der Schwerpunkt lag auf den Bahnhöfen Antwerpen
und Gent, wo sogenannte Boobox Cubes
(Automaten mit Bildschirmen, an denen
man Fragen beantwortet und ein kleines
Geschenk bekommt), digitale Screens
und Poster Lust auf Tirol machten.
Flankierend gab es Samplings und Gewinnspiele.
· www.tirolwerbung.at
Im Rahmen einer Kooperation mit
63 Fitnessclubs („Basic Fit“) in Flandern
präsentierte sich Tirol als sportlichjunge Sommerdestination. Die eingesetzten Maßnahmen reichten von
Spiegelbeklebungen bis hin zu einem
Online-Gewinnspiel.
In Frankreich präsentierte sich Tirol
in der Aprilausgabe von GEO France
(Auflage mehr als 250.000 Stück) als
Wander- und Raddestination. Gemeinsam mit drei Regionspartnern wurde
ein achtseitiger Beihefter gestaltet.
„7 resorts in 7 days“ ist ein beliebtes
Videoformat des Ski Club of Great
Britain. Es präsentiert die populärsten
Skigebiete Europas. 2015 wurden sieben
„resorts“ in Tirol besucht. Die daraus
entstandenen Videos wurden mehr als
50.000-mal angesehen.
meinTirol vermittelt
alpines Lebensgefühl
Zweimal jährlich erscheint das Printmagazin meinTirol, einmal zum Bergsommer und einmal zum Bergwinter.
Beiden Ausgaben gemeinsam ist, dass
die Geschichten im rund 80-seitigen
Magazin alpines Lebensgefühl vermitteln – vom James-Bond-Dreh in Tirol
bis hin zum Porträt der kleinen Brillenmanufaktur. Zusätzlich enthält das
Magazin ausgewählte Urlaubstipps zur
jeweiligen Saison. Basierend auf den
Inhalten der Printmagazine wurden
einzelne Geschichten webgerecht aufbereitet, ergänzt und in eMagazines
veröffentlicht.
Die größte U-Bahnunterführung
(„Muzeum“) im Zentrum von Prag stand
im Mai und Juni ganz im Zeichen des
Tiroler Bergsommers. Auf rund 500
Quadratmetern präsentierte sich das Herz
der Alpen gemeinsam mit fünf Partnerregionen. Zusätzlich wurden 30 Citylights
gebucht. Insgesamt wurden rund fünf
Millionen Kontaktmöglichkeiten erzielt.
Auch in Warschau nutzten Tirol
Werbung, drei Regionspartner und die
5 Tiroler Gletscher fünf Fußgängertunnels und eine Gesamtfläche von 1.400
Quadratmetern, um sich zu präsentieren.
Dabei wurden rund 4,5 Millionen Sichtkontakte erreicht.
Die Tirol Werbung hat gemeinsam mit
vier Partnern eine Workshopserie in
Russland und der Ukraine umgesetzt.
An den Veranstaltungen in Moskau,
St. Petersburg, Jekaterinburg und Kiew
nahmen mehr als 120 Reiseveranstalter
und rund 70 Journalisten teil.
Zum ersten Mal präsentierte sich Tirol
in der indischen Metropole Ahmedabad.
Das Herz der Alpen stellte sich gemeinsam mit seinen Partnern 80 Reiseveranstaltern und Journalisten vor. In Mumbai
wurden rund 30 Reiseveranstalter und
Journalisten zu einem „Tirol Networking Abend“ eingeladen.
· Geschäftsbericht 2015
meinTirol war auch als eMagazine erschienen.
Ein halbes Jahr
Tiroler Winter in Prag
Drei Straßenbahnwaggons waren in
Prag sechs Monate lang – von Anfang
September 2015 bis Ende Februar 2016
– als Werbeträger für Tirol und die 5
Tiroler Gletscher im Einsatz. Zusätzlich wurden zehn Großwerbeflächen
bei allen wichtigen Zufahrtsstraßen
belegt. Resultat: Rund 50 Millionen
Sichtkontakte.
15
· Produkte
Steinmandln und eine Adlerskulptur
kennzeichnen den Start des Adlerwegs in St. Johann
(Bild) sowie das Ziel in St. Christoph.
Adlerweg
im neuen
Federkleid
D
er Adlerweg wurde zu seinem
zehnjährigen Jubiläum 2015 neu
gestaltet. Tirols bekanntester
Weitwanderweg zeigt sich alpiner denn je
und wurde auf zwei Routen – eine davon
verläuft quer durch Nordtirol, die andere
in Osttirol – reduziert.
Wer die Herausforderung des Adlerwegs
annimmt, der begibt sich in Nordtirol auf
eine Wanderung, die auf 320 Kilometern
hoch oben quer durch das Land führt. Auf
den 24 Tagesetappen geht es insgesamt
23.000 Höhenmeter bergauf und rund
20.000 bergab. Steinmandln, die traditionellen Wegweiser im alpinen Raum, machen am Startpunkt in St. Johann in Tirol
und am Endpunkt in St. Christoph am
Arlberg auf den Adlerweg aufmerksam.
Die zweite Route, der Osttiroler Adlerweg,
führt vom Großvenediger zum höchsten
Berg Tirols und Österreichs, dem Großglockner. Wanderer sind inmitten zahlreicher 3.000er unterwegs. Dabei warten
auf neun Tagesetappen insgesamt 93 Kilometer mit etwa 8.000 Höhenmetern bergauf und fast ebenso vielen bergab.
Wer sich zu diesem Abenteuer entschließt,
für den eignet sich das Adlerweg-Starterpaket in idealer Weise. Dieses ist im Tirol
Shop zu erwerben oder kann online bestellt
werden. Es besteht aus einem Tourenbuch
mit Stempelblatt, einem Erste-Hilfe-Paket,
einem Adlerweg-Bandana und einem Talisman für die Wanderung.
Passagen sind in den Tourenbeschreibungen
mit dem Stichwort „Adlerkick“ hervorgehoben. Darüber hinaus erfahren die Wanderer
entlang des Adlerwegs Alpingeschichten, die
diese Gebirgszüge prägen.
Adlerblick und Adlerkick
Auf www.tirol.at/adlerweg sind alle Routen
genau beschrieben, stehen alle GPS-Tracks
zum Download bereit und sind viele Tipps
für die Wanderung verfügbar. Die Tourenbeschreibungen enthalten außerdem Hinweise
zu den „Adlerblicken“. Das sind sehenswerte
Orte und Aussichtspunkte, an denen Wanderer ihren Blick für die Schönheit der Bergwelt schärfen können. Besonders schwierige
Im Rahmen der verschiedenen
Qualitätsinitiativen des Themenmanagements wurden 133 neue
Betriebe besucht. Insgesamt gibt es
in Tirol nun 322 qualitätsgeprüfte
Betriebe, die sich auf die Bedürfnisse
von Radfahrern, Kletterern, Langläufern und auch Menschen mit
Beeinträchtigung spezialisiert haben.
Noch mehr
Bikeschaukel
16 Etappen von Nauders im Westen Tirols
bis Walchsee im Osten, rund 780 Kilometer und 32.000 Höhenmeter, wovon 15.000
Höhenmeter mit Hilfe von 22 Bergbahnen
bewältigt werden können: Das ist die neue
Bikeschaukel Tirol. Sie wurde 2015 um ein
Teilstück im Zillertal sowie mehrere Singletrails erweitert, um den Ansprüchen der
Allmountain- und Enduro-Biker noch
besser gerecht zu werden. Was sich nicht
geändert hat: Es gibt eine gemeinsame
Punktekarte für die Bergbahnen. Zudem
stehen individuell buchbare Gepäcktransporte sowie Reiseveranstalter-Pauschalangebote bereit.
16
Kurz notiert
Skifahren ist
Familiensache
Mit der Seilbahn geht’s
bequem nach oben.
· Das Jahr im Zeitraffer
Familien spielen eine Schlüsselrolle, wenn
es darum geht, Kinder für den Wintersport
zu begeistern. Mit einer Qualitätsinitiative
zur Weiterentwicklung des Wintersportangebots für Familien verstärkt der heimische Tourismus sein Engagement für
den Nachwuchs. Alle wichtigen Partner
haben sich an der Ausarbeitung dieser von
der Tirol Werbung gestarteten Initiative
beteiligt: Tourismusverbände, Bergbahnen,
Wirtschaftskammer und der Tiroler
Skilehrerverband. Herzstück der Familienskiregionen sind klar definierte Qualitätsstandards. Zum Start des Projekts sind
zehn Tourismusverbände an Bord.
· www.tirolwerbung.at
· Strategie und Infrastruktur
Eine neue Strategie für Tirols Tourismus
Diskutierten zum Tiroler Weg 2021: Michael Brandl (TW), Theresa Leitner (MCI Tourismus), Franz Tschiderer (TTB),
Jürgen Bodenseer (WK), Alfons Parth (VTT) und Isabella Krassnitzer (Moderation, v. r.).
E
inmal jährlich lädt die Tirol Werbung im Frühsommer zum Tiroler
Tourismusforum in den Congresspark Igls. Dieser traditionelle Branchentreff bildete 2015 den Rahmen für die
Präsentation der touristischen Zukunftsstrategie „Tiroler Weg 2021“.
Der „Tiroler Weg 2021“ wurde den Branchenvertretern in Igls erstmals vorgestellt. Ausgearbeitet wurde die neue Strategie unter Vorsitz von Harald Ultsch von Land, Wirtschaftskammer, Verband der Tiroler Tourismusverbände sowie Tirol Werbung und moderiert
vom MCI Tourismus.
Inbegriff des alpinen Lebensgefühls
Die Vision, dass Tirol der Inbegriff des
alpinen Lebensgefühls ist, bildet zusammen
mit drei großen Linien und vier Handlungsfeldern den Leitfaden für den „Tiroler Weg
2021“. Die erste große Linie sieht Tirol als
Lebens- und Erholungsraum: Das Land ist
keine künstliche Urlaubskulisse, sondern
bietet Einheimischen und Gästen authentische alpine Erlebnisse. Um dies weiterhin zu gewährleisten, benötigt es auch die
Mithilfe der Bevölkerung. „Eine positive
Grundeinstellung zum Tourismus muss in
der Gesellschaft vorhanden sein, um diese
auch den Urlauberinnen und Urlaubern
· www.tirolwerbung.at
zu vermitteln“, betonte der Obmann des
Verbandes der Tiroler Tourismusverbände,
Alfons Parth.
alpinen Tourismusforschung zu werden“,
zeigte sich Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter überzeugt.
Familienbetriebe bilden Fundament
Die zweite große Linie bilden die Familienunternehmen. Sie stellen das Fundament
des Tiroler Tourismus dar und müssen
daher weiterhin unterstützt werden. „Mit
ehrlicher Gastfreundschaft und hoher
Serviceorientierung lösen Familienbetriebe nach wie vor das Kernversprechen
einer alpinen Tourismusregion ein. Diese
kleinstrukturierten Familienbetriebe mit
Professionalisierungsmaßnahmen zu stärken
und mit neuen Kooperationsmodellen die
Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, ist eine
zentrale Herausforderung. Zudem wollen
wir Konzepte für Unternehmensnachfolgen
fördern“, meinte dazu Jürgen Bodenseer,
Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer.
Die Marke Tirol als Zugpferd
Ein zentraler Punkt ist auch die ganzheitliche Vermarktung Tirols. Dabei sollen
die einzelnen Regionen das starke Image der Dachmarke Tirol nutzen und auf
branchenübergreifende Partnerschaften
setzen. Dies geschieht in enger Kooperation
mit der Tirol Werbung. „Von der Entwicklung neuer Systempartnerschaften in Destinationen mit der Marke Tirol profitieren
alle Partner. Zudem unterstützen wir die
zukunftsweisenden Entwicklungen in den
Bereichen Klima- und Gesellschaftswandel,
Mobilität sowie eine attraktive Landschafts- und Ortsbildentwicklung“, sagte
Josef Margreiter, Geschäftsführer der
Tirol Werbung.
Kompetenzführerschaft absichern
Die dritte und letzte große Linie forciert
die Weiterentwicklung Tirols als Kompetenzführer im Tourismus. „Durch unsere
jahrzehntelange Erfahrung, vor allem im
Wintertourismus, sind wir in diesem Bereich Weltklasse. Und durch die Bündelung
von Erfahrung und Wissen sind wir außerdem auf dem Weg, die Nummer eins in der
Vier Handlungsfelder
Mit den Handlungsfeldern „Unternehmer
& Mitarbeiter“, „Destinationsmanagement“,
„Umwelt & Klima“ sowie „Tourismus &
Standort“ werden die drei großen Linien
operationalisiert. Diesen Handlungsfeldern
liegen Aktionsprogramme zugrunde, um den
Tiroler Weg 2021 schrittweise in konkrete
Maßnahmen umzusetzen.
· Geschäftsbericht 2015
17
· Strategie und Infrastruktur
Neuer Auftritt für den Tirol Shop
D
Die drei neuen Linien des Tirol Shop – Tirol
Lifestyle, Tirol Tradition und Tirol Klassiker
– haben jeweils ihre eigene Ausrichtung
und Note. Die Lifestyle-Kollektion bietet
mit einem dezenten Branding ausgestattete,
sportliche Freizeitbekleidung. In der Traditions-Linie findet sich modische Kleidung
mit edler Note, die zum Teil gemeinsam mit
heimischen Designern entwickelt wird. So
hat die Kitzbüheler Modeschöpferin Sabine
Sommeregger Traditions-Stücke für den
Tirol Shop kreiert. Abgesehen von dem „Ret-
ro-T“, das sich lückenlos in den Stil einfügt,
wird in der Traditions-Linie auf sichtbare
Logos verzichtet. Ganz im Gegensatz zur
Klassik-Reihe: Diese richtet sich an Kunden,
die sich mit Tirol und seiner Marke identifizieren und dies auch gerne zeigen. Die
Kleidungsstücke zeichnen sich daher durch
das gut sichtbar angebrachte Tirol Logo aus.
Die drei Linien kommen auch im neugestalteten Tirol Shop besonders gut zur Geltung.
Durch den Umbau des Geschäftes im Sommer 2015 ist die Ware durch die reduzierte
Gestaltung stärker in den Vordergrund
gerückt und die Sortimente von Tradition,
Lifestyle und Klassiker können gesondert
präsentiert werden. Besonderer Wert
wurde außerdem darauf gelegt, möglichst
heimische und unbehandelte Materialien zu
verwenden, die den Werten der Marke Tirol
(„echt“ und „stark“) entsprechen.
· Das Jahr im Zeitraffer
· www.tirolwerbung.at
er Tirol Shop hat zweimal erfolgreich umgebaut: einmal sein
Sortiment, das nunmehr drei
Modelinien umfasst. Zum zweiten hat
auch das Geschäft in der Innsbrucker
Maria-Theresien-Straße ein neues Gesicht bekommen.
18
V. li.: Katleen Johne (Tirol Werbung), Wilma Himmelfreundpointner (TVB St. Anton), Michael Brandl
(TW), Alexander Jug (ÖBB), Silvia Pfeil (Mobilitätscoach), Helmut Hain (E-TirRoller) und
Brigitte Hainzer (Mobilitätscoach)
Tirol ist weiter
auf Schiene
Heimische Materialien prägen den
neuen Auftritt des Tirol Shop.
Tirol verfolgt mit dem Projekt „Tirol auf
Schiene“ ein ehrgeiziges Ziel: Gemeinsam
mit den Bahnunternehmen in Österreich
(ÖBB), Deutschland (DB) und der Schweiz
(SBB) soll der Anteil der Gäste, die per Bahn
anreisen, von derzeit sechs auf zehn Prozent
im Jahr 2020 gesteigert werden. Neu bei „Tirol auf Schiene“ ist das Pilotprojekt „Mobilitätscoach“, das mit dem Tourismusverband
St. Anton erstmals durchgeführt wurde.
Diese „Coaches“ sind Berater für die Tourismusbetriebe, welche die wichtigsten Kommunikatoren des Themas Mobilität zu den
Gästen bilden. Nach vorheriger Terminvereinbarung besuchen die Coaches die Betriebe und erläutern in einem kurzen Gespräch
mögliche Marketingmaßnahmen für Gäste,
die gerne mit der Bahn anreisen. Die Bera-
ter, die von DB, ÖBB, Tourismusverbänden
und Tirol Werbung mitfinanziert werden,
können für ein geringes Entgelt von den
Regionen gebucht werden und arbeiten eng
mit diesen zusammen. Zusätzlich führte
die Tirol Werbung im Sommer 2015 gemeinsam mit den Bahnpartnern ÖBB und
DB ein Online-Ideenprojekt zum Thema
„Mit dem Zug nach Tirol“ durch. Auf dem
Open-Innovation-Portal brainfloor.com
wurde an rund 6.000 Personen aus dem
deutschsprachigen Raum die Frage gestellt,
welche Maßnahmen dazu führen könnten,
dass man beim nächsten Tirol-Urlaub mit
der Bahn anreist. Aus insgesamt 323 abgegebenen Ideen wurden 160 weiterführend
besprochen. Daraus wurden sechs Themengruppen destilliert, welche die Tirol
Werbung in Zukunft forcieren möchte –
darunter das Aufzeigen von CO2-Einsparungen durch Zugreise und Carsharing/
Autoverleih.
Das große Bild zum Wintertourismus
Um Tourismusverbände und strategische
Partner im Land noch besser mit Informationen aus der Tourismusforschung
zu versorgen, hat die Tirol Werbung 2015
die Reihe „Big Picture“ gestartet. Darin
werden zu bestimmten Schwerpunktthemen Statistiken, Analysen und Studien,
aber auch Expertisen der Tirol Werbung
aus der Praxis leicht verständlich und
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
kompakt aufbereitet und zu einem großen
Bild verdichtet. Die erste Ausgabe hatte
den Bergwinter Tirol zum Thema. Im
Fokus standen die Analyse allgemeiner
Entwicklungen wie Klimawandel und
gesellschaftliche Veränderungen sowie
detaillierte Informationen zu Haupt- und
Hoffnungsmärkten, Gästeverhalten und
-bedürfnissen.
19
„Tirol wird noch
viele Schätze heben“
Im vergangenen Jahr rückte Tirol als Filmschauplatz in den Mittelpunkt der Kinowelt. Die in Sölden/Ötztal und in Obertilliach/Osttirol gedrehten Sequenzen des
neuesten James-Bond-Streifens „Spectre“
belegten: Tirol ist großes Kino. Aber auch
reich an Schätzen, die es zu heben gilt –
wie Josef Margreiter, Geschäftsführer
der Tirol Werbung, mit Blick auf neue
Herausforderungen betont.
20
festigen. Im Sommer gibt es vergleichsweise
noch Aufholbedarf.
Die aufwändigen Dreharbeiten zum
neuesten James-Bond-Spektakel „Spectre“
im vergangenen Jahr waren nicht nur für
das Filmland Tirol höchst erfreulich.
Josef Margreiter: Der Slogan der begleitenden
Kommunikationskampagne brachte es auf
den Punkt: Tirol ist großes Kino. Und James
Bonds abenteuerliche Visite in unserem Land
war tatsächlich ein Höhepunkt der gemeinsamen Leistung rund um Cine Tirol, die seit
1998 professionelle Arbeit leistet. In Summe
wurden bisher über 500 Produktionen vom
Werbespot bis hin zu Hollywood-Produktionen begleitet. Allein die Zahl an Kinobesuchern und TV-Zusehern von 2015 in
Tirol realisierten Spiel- und Dokumentarfilmen beläuft sich auf 640 Millionen Menschen.
Einen wesentlichen Beitrag dazu hat vor
allem „James Bond – Spectre“ geleistet. Weltweit konnte der Film bereits nach wenigen
Monaten rund 100 Millionen Kinobesucher mit Bildern aus Tirol begeistern. Und
neben der hohen Wertschöpfung, die solche
Produktionen in Tirol auslösen, können
spektakuläre Film-Locations wie das ice Q
von nachhaltigen Effekten profitieren. Mit
vereinten Kräften hat sich Tirol als führende
Alpenregion in der Welt der bewegten Bilder
gut positioniert.
Welchen Stellenwert hat dabei die UCI
Rad-Weltmeisterschaft, die 2018 in Tirol
mit Zielort Innsbruck stattfinden wird?
Der Doppelpass Rad-WM und Kletter-WM,
die beide im Herbst 2018 in Tirol stattfinden,
legen Angebotsoffensiven in beiden so zentralen Kompetenzbereichen unserer Sommerdestination nahe. Am Ende sind „Hiking
& Biking“ keine Entweder-Oder-Thematik,
sondern ergänzen sich perfekt, gerade auch
in ihren „Fomel-1-Disziplinen“, dem Sportklettern und Rennradfahren. In medialer
Hinsicht wird die Rad-WM natürlich besonders hell strahlen. Wir rechnen mit rund
700 Media-Akkreditierungen, 150 Länder
werden die Rennen im Fernsehen übertragen.
Daraus resultieren viele TV-Stunden, welche
auch die Schönheit unseres Landes ins Rampenlicht rücken. Viele Gelegenheiten, das
Land mit seinen zahlreichen Facetten, mit
grandiosen Bildern und einzigartigen
Geschichten entlang der Strecken und beim
Rahmenprogramm zu präsentieren. Auch
vor Ort wird das Interesse groß sein: Rund
400.000 Zuschauer werden zu den zwölf Bewerben an acht Wettkampftagen erwartet.
Apropos Positionierung: Tirol rückt
wieder mit sportlichen Großereignissen
ins internationale Rampenlicht.
Über sportliche Spitzenveranstaltungen –
wie den Olympischen Spielen, Ski-Weltmeisterschaften oder den kommenden Weltmeisterschaften im Biathlon 2017 in Hochfilzen
und im Nordischen Bereich 2019 in der Olympiaregion Seefeld – gelingt es, Tirols Image
als führendes Wintersportland der Alpen zu
Inwieweit können diese sportlichen
Großereignisse für die touristische Produktentwicklung genützt werden?
Aus touristischer Sicht geht es hier um eine
ganze Reihe an Innovationen rund um das
Thema Rad- bzw. Sommersport, die wir im
Zuge dieses Großprojektes auf den Weg
bringen wollen. Spitzendienstleitungen im gesamten Bike-Spektrum werden in den einzelnen Destinationen weiter ausgebaut, genauso
· Interview Josef Margreiter
· www.tirolwerbung.at
Josef Margreiter
Geschäftsführer Tirol Werbung
zu festigen. Innovationen unter dem Motto
wie der zu verbessernde Inn-Radweg für die
Tourenfahrer oder die Möglichkeiten für eine „Wintersport plus“ weiterzudenken und
weiter stark wachsende E-Bike-Bewegung, die spannende Produktkombinationen zwischen
Natur, Kultur, aktivem Erholen und genussauch zunehmend die gemütlicheren Genießer
orientierter Regeneration zu forcieren, ist
ins Radland Tirol bringt. Generell gesagt: Die
sportliche Facette der Marke Tirol spielt in der aber ebenso ein Gebot der Stunde, wie
das Kerngeschäft mit den europäischen
gesamten Standortstrategie unseres Landes
Nahmärkten abzusichern. Konzepte wie
eine wesentliche Rolle.
der Lanserhof zeigen vor, dass wertschöpfungsstarke Ganzjahresangebote ausbaufähig
Inwieweit kann davon der gesamte
sind und Tirol aufgrund seiner natürlichen
Wirtschaftsstandort profitieren?
Ressourcen dafür beste Voraussetzungen hat.
Die Wirtschaftsdelegation, die unser Landeshauptmann Günther Platter im Vorjahr anDer Sommer hat aber noch
lässlich der Vergabe der Olympischen WinEntwicklungspotential?
terspiele 2022 nach Peking geführt hat, ist
Mit Sicherheit, auch wenn der touristische
ein gutes Beispiel. Tirol wird im Wintersport
Wettbewerb aufgrund des größeren Angebots
international höchste Qualität und Wettbeim Sommer sehr viel härter ist. Aber der
werbsfähigkeit zugesprochen und von diesen
Alpenurlaub hat aufgrund globaler EntwickSynergien können die unterschiedlichsten
lungen und Trends im Bereich Lebensstil
Wirtschaftssektoren profitieren. Das Zusamund individueller Sehnsüchte Konjunktur –
menspiel von Touristikern, Zulieferbranchen
mehr Nachfrage und höhere Wertschöpfung
und Leistungsträgern rund um das Kompeauf Basis intelligenter Angebotsgestaltung
tenzfeld Wintersport war sehr erfolgreich
und Vermarktung sind realistisch. Im Somund zieht sicherlich konkrete Folgegeschäfte
mer sind noch wesentlich mehr Schätze zu
und Aufträge nach sich. In diesem Sinn war
heben, was die Vielfältigkeit und Trends des
die China-Reise nicht nur werblich wirksam,
Outdoorbooms anbelangt: Naturnahe aktive
sondern hat auch bei den Beteiligten das Bewusstsein erzeugt, dass ein noch intensiveres, Erholung, der gesunde Schlaf ohne Klimaanlage, regional erzeugte Nahrungsmittel,
branchenübergreifendes Zusammenwirken
emotional geprägte persönliche Begegnungen,
erfolgsträchtig für die Wirtschaftskraft des
nicht nur Urlaub und Erholung für den KörStandortes ist.
per, sondern auch Auszeit für die Seele – da
punktet der familiengeführte AlpentourisWie werden sich die Winter- und Sommus mit echter Gastfreundschaft. Deshalb
mersaisonen der Zukunft entwickeln?
sind auch immer neue Belastungspakete für
Im Winter definiert Tirol als erfolgreichste
unsere kleinteilig strukturierte Unternehmeralpine Wintersportdestination die Qualitätsschaft kaum zu verdauen. Denn ein gelungeführerschaft. Unter schwierigen Rahmenbener Generationswechsel unter akzeptablen
dingungen – Stichwort Klima- und GesellRahmenbedingungen ist essentiell für den
schaftswandel – ist es uns auch im Vorjahr
Erfolg des Tourismuslandes Tirol.
gelungen, unsere führende Marktposition
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
Auch die touristische Kommunikation
unterliegt neuen Rahmenbedingungen.
Inwiefern verändert das auch die Tirol
Werbung?
Die bisher gelernte Werbung wird vor allem
bei kritischen Konsumenten nicht mehr empfangen. Nette Beschreibungen, Werbetexte,
herkömmliche Einschaltungen verlieren ihre
Wirkung. Die digitale Kommunikationswelt
bestimmt den Takt und die Buchungsfrequenz. Folgerichtig hat die Tirol Werbung
stark in die Social-Media-Kanäle und reichweitenstarken Formate etwa im Bereich
der Wetterkommunikation investiert. Der
Konsument sucht nach echten, authentischen
Geschichten statt nach künstlich konstruierten Werbebotschaften. Es geht dabei nicht
nur mehr um reine Tourismusgeschichten,
sondern um die Gesamtwertigkeit einer Destination mit verschiedenen Facetten, die in
geeigneter Art und Weise in unterschiedlichen Kanälen aufbereitet werden. Klassische
Organisationsformen und Abteilungen verlieren mehr und mehr ihre Berechtigung.
Eine lohnende Vision hingegen ist: einen
branchenübergreifend denkenden und gemäß
den modernen Kommunikationstechnologien
konzipierten „Newsroom Tirol“ zu schaffen,
dessen Geschichten international gehört
werden und mit zentralen Botschaften für unsere Identität nach innen und außen wirken.
In diese Spitzenleistungen aller Branchen
und deren professionelle Kommunikation
gezielt zu investieren, ist eine – im wahrsten
Sinne des Wortes – wertvolle „TourismusPlus-Strategie“, von der das ganze Land
profitieren wird.
Vielen Dank für das Gespräch.
21
Faktenreich
und Zahlenspiel
Die vielen Projekte und Maßnahmen der Tirol Werbung im Jahre 2015 lassen
sich nicht einzeln darstellen. Deshalb gibt es an dieser Stelle einen in Zahlen
gegossenen Überblick. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit interessanten
Daten und Fakten zum Tun der Tirol Werberinnen und Werber.
Online-Kampagnen
Herbstkampagne
Bayern
3.500.000 AdImpressions und
mehr als 41.000 Minuten Kontakt mit der
Marke Tirol
Mehr als 18.000 Interaktionen erzielte das
stärkste Video der Kampagne.
30
11
Mehr als
auf
Winterkampagne
Deutschland
500.000 AdImpressions durch onlinegesteuerte
TV-Werbung auf Smart-TV-Geräten
(Sender: Sat1, Kabel1, Sixx, Pro7)
Winterkampagne
„So nah, so fern”
758.000 AdImpressions
600.000-mal wurden die dazugehörigen
Online-Kampagnen
Märkten führten zu ...
... 1.032.000
Sitzungen auf den
Informationsseiten der tirol.at und der
Länderportale und brachten damit ...
... 1.790.000
Minuten Kontakt
mit der Marke Tirol.
Videos vollständig angeschaut und sorgten so für
350.000 Minuten Kontakt mit der
Marke Tirol im Video.
22
· Faktenreich und Zahlenspiel
· www.tirolwerbung.at
Social Media und Apps
196.000 Fans
auf der deutschen
Facebook-Seite
Twitter
43.500 Fans
Stand Ende 2015
auf der italienischen
Facebook-Seite
22.000 Fans
auf der internationalen
(englischsprachigen)
Facebook-Seite
303.800
Facebook-Fans
Stand Ende 2015
19.600 Fans
17.100
auf der polnischen
Facebook-Seite
Follower
16.100 deutsch &
1.000 englisch
15.500 Fans
auf der russischen Facebook-Seite,
plus 1.500 Fans auf dem
russischen Portal Vkontakte
7.200 Fans
auf der tschechischen
Facebook-Seite
Tumblr Blog
Tirol Reiseführer App
2.700
16.400
2.000
Downloads
(ital. Version)
Follower
(Stand Ende 2015)
149.500
Seitenaufrufe
(im Jahr 2015)
Downloads
Downloads
(Apple)
1.750
(Android, seit Juli 2015)
im Jahr
2015
2.600
Downloads
(niederl. Version)
Blog Tirol
im Jahr 2015
350.500
eindeutige Besucher auf dem
deutschsprachigen Blog
1.580.500
Video-Aufrufe
bei Youtube
im Jahr 2015
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
955.000
Seitenaufrufe
54.000 Seitenaufrufe am englischen Blog
32.000 Seitenaufrufe am neuen
niederländischen Blog
23
tirol.at und Länderportale
28 %
davon aus
Deutschland
3.253.000
Besuche
20 %
davon aus
Österreich
8.966.000
Seitenaufrufe
im gesamten Jahr 2015
im gesamten Jahr 2015
10 %
davon aus
Italien
2:03 Min.
durchschnittliche
Besuchsdauer
3,17 Seiten
56 %
wurden pro Besuch
durchschnittlich
aufgerufen
47 %
der Besuche kamen der Besuche erfolgdurch organische
ten bereits über
Suchen zustande
mobile Geräte
(d. h. via Suchmaschinen)
tirol.at
tyrol.com
tirolo.com
2.098.660 Besuche
493.000 Besuche
353.000 Besuche
6.076.511 Seitenaufrufe
1.520.226 Seitenaufrufe
1.050.000 Seitenaufrufe
(deutsch)
(englisch)
(+25 %)
(+19 %)
(italienisch)
(+32 %)
(+54 %)
(+53 %)
(+30 %)
Besuchszahlen weiterer
Länderportale
Niederlande: 330.000 (+30 %)
Frankreich: 207.000 (+44 %)
Polen: 124.000 (-11 %)
Tschechien: 100.000 (+79 %)
24
Rumänien: 82.000 (+65 %)
Russland: 45.000 (+22 %)
Dänemark: 34.000 (+57 %)
· Faktenreich und Zahlenspiel
· www.tirolwerbung.at
Bearbeitung Märkte
Märkte 3 (Großbritannien, Nord-,
Zentral- und Osteuropa, Übersee,
5 Tiroler Gletscher, Bus Tirol, Verkaufsförderung DACH, internationale
B2B-Plattformen)
• 5 B2C-Plattformen mit 210.000 Besuchern
• 29 B2B-Workshops mit mehr als
120.000 Besuchern/Teilnehmern
• 8 Studienreisen mit 60 Teilnehmern
• 8 Kooperationen mit Reiseveranstaltern
• 18 Wirtschafts- und Medienkooperationen
Märkte 2 (Niederlande, Belgien,
Italien und Frankreich)
• 8 B2C-Plattformen mit 300.000 Besuchern
• 10 B2B-Workshops und Studienreisen mit
ca. 300 Teilnehmern bzw. Verkaufsgesprächen
• 2 B2B-Messen
• 2 Kooperationen mit Reiseveranstaltern
Märkte 1 (DACH – Deutschland,
Österreich, Schweiz)
• 12 B2C-Plattformen
mit 650.000 Besuchern
• 9 Medienkooperationen
17.200 Anfragen hat das Infoteam bearbeitet,
davon mehr als 3.100 via Live-Chat.
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· Geschäftsbericht 2015
25
Internationale PR
... präsentiert
5.500 Pressefotos.
... veröffentlicht
2.300 Pressemeldungen
in sieben verschiedenen Sprachen.
... zeigt
280 Videos.
presse.tirol.at
...
... versorgt
6.800 internationale
Medienvertreter
... adressiert
1.800 Medienvertreter
wöchentlich mit einem
deutschsprachigen Pressenewsletter.
regelmäßig mit Informationen.
350 Journalisten
aus aller Welt wurden 2015 in Tirol betreut.
Darunter waren ...
44 Medienvertreter
56 Medienvertreter
aus Polen.
aus Großbritannien.
100 Medienvertreter
aus dem DACH-Raum.
34 Medienvertreter
aus den Niederlanden.
Allein damit wurden eine Gesamtauflage von rund
15 Millionen sowie ein Werbewert
von 2,5 Millionen Euro erreicht.
26
· Faktenreich und Zahlenspiel
· www.tirolwerbung.at
Convention Bureau Tirol (CBT)
597 Verkaufsgespräche
264 Partnerbeteiligungen
34 Verkaufsaktivitäten
(Messen, Workshops, Kundenevents)
CBT
63 Partner
1.985 Kundenkontakte
CBT erhielt
225 Anfragen,
Veranstaltungen in Tirol umzusetzen.
Davon kamen ...
30 % der Anfragen
23 % der Anfragen
telefonisch bzw. direkt.
via Verkaufsveranstaltungen.
47 % der Anfragen
online.
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
27
Cine Tirol
Es w urden
26 Spiel- und
Dokumentar film
e,
...
ge
a
t
h
e
r
D
0
5
7
Tirol statt.
fanden in
...
2 T V-Serien
Meh r a ls
n E ur o
14 Milplroiodunktieonsbedingten
sowie ...
w urden an
Transport,
nterkun ft,
(U
en
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sg
erzielt.
Au
n) in Tirol
Motiv m iete
illionTeVn6 40 M
sucher und
K inobe
l- und
sa hen Spie
Zuschauer
in Tirol
rfi lme, die
n.
Dokumenta
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28
...
85 Werbefilme
und Fotoshooti
ngs
mit
· Faktenreich und Zahlenspiel
Unterst ützung
der Cine Tirol
realisiert.
· www.tirolwerbung.at
James Bond „Spectre”
Mehr als
28 Millionen
Kontaktmöglichkeiten
Der Spot für die Sonderkampagne
„Tirol ist großes Kino“ wurde in
766 Kinos
in Deutschland,
Österreich, Niederlande, Großbritannien und
Russland platziert und erreichte mehr als
5,4 Millionen Zuseher.
wurden mit den Plakaten der Sonderkampagne „Tirol ist großes Kino“ in
Österreich, Deutschland, Niederlande,
Großbritannien und Russland erzielt.
Die Radiokampagne von Ötztal Tourismus und
Tirol Werbung zum Start von „Spectre“ in UK erreichte
11,3 Millionen Zuhörer.
8,9 Millionen Euro
produktionsbedingte Ausgaben
100 Millionen
Kinobesucher
in Tirol (Unterkunft, Verpflegung, Transport,
Mieten, Gagen …)
haben „Spectre“
weltweit gesehen.
30.000 Nächtigungen
durch Cast und Crew in Tirol
210 Zulieferfirmen
aus Österreich bzw. Tirol
250 Filmschaffende
aus Österreich bzw. Tirol
600 Filmschaffende
in der internationalen Crew
31 Drehtage
in Tirol
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
29
Die strategischen Weichen
sind gestellt
Prokurist Michael Brandl ist Mitglied der
Geschäftsleitung und dort unter anderem
für das Thema Strategie verantwortlich. Im
Interview spricht er über die neue Tourismusstrategie des Landes „Der Tiroler Weg
2021“, die Bedeutung des Themas Klima
und wie die nachhaltige Anreise der Urlaubsgäste forciert wird.
Der Tiroler Weg 2021 wurde 2015 ausgearbeitet und präsentiert. Können Sie
den Strategieprozess kurz umreißen?
Michael Brandl: Das Besondere am Tiroler
Weg 2021 ist, dass dieser erstmals nicht in der
Verantwortung der Tirol Werbung, sondern
unter der Ägide des Tyrol Tourism Board
entstanden ist. Land, Wirtschaftskammer,
Verband der Tiroler Tourismusverbände und
Tirol Werbung haben sich – moderiert von
MCI Tourismus und unter Vorsitz von Harald Ultsch – intensiv eingebracht. Das stellt
sicher, dass sich alle relevanten Branchenvertreter im Land dazu bekennen.
Welche Schwerpunkte enthält die
Strategie?
An der Spitze steht die Vision „Tirol ist der
Inbegriff alpinen Lebensgefühls“. Davon
abgeleitet gibt es drei große strategische
Linien, die als Leitfaden für die touristische
Weiterentwicklung unseres Landes dienen:
Tirol ist Lebens- und Erholungsraum zugleich,
Familienunternehmen als Erfolgsfaktor und
die Kompetenzführerschaft Tirols im alpinen
Tourismus. Die großen Linien werden mit
Hilfe von vier strategischen Handlungsfeldern
konkretisiert: Unternehmen und Mitarbeiter,
Destinationsmanagement, Umwelt und Klima
sowie Tourismus und Standort. Innerhalb
dieser Handlungsfelder gibt es wiederum konkrete Ziele, die wir bis 2021 erreichen wollen.
Wie wird der Tiroler Weg 2021 nun in
konkrete Maßnahmen übersetzt?
Wir legen den Handlungsfeldern Aktionsprogramme zugrunde, die jährlich abgestimmt
werden. Diese Aktionsprogramme umfassen
30
· Interview Michael Brandl
die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung
der Strategie. Verantwortlich für die Koordination der Umsetzung ist der Strukturausschuss des Tyrol Tourism Board unter Vorsitz
des Landtagsabgeordneten Sigi Egger. Damit
sollte auch die letztlich entscheidende Umsetzung der Strategie in einer neuen Qualität
funktionieren.
Können Sie die Umsetzung anhand eines
konkreten Beispiels veranschaulichen?
Die Tirol Werbung ist für die Handlungsfelder „Tourismus und Standort“ sowie „Umwelt und Klima“ verantwortlich. Zu letzterem
gehört das Thema Mobilität mit dem Ziel,
eine möglichst nachhaltige und gleichzeitig
bequeme An- und Abreise für die Gäste zu
forcieren. Das Projekt mit dem Arbeitstitel
„Mobilitätscoach“ (siehe auch Seite 19) ist eine
der ersten konkreten Maßnahmen in diesem
Bereich und greift eine wichtige Erkenntnis
auf: Unsere Betriebe sind der Schlüssel, die
Gäste zu informieren und zum tatsächlichen
Umsteigen auf alternative Anreiseformen zu
motivieren. Wir haben in einem Pilotversuch
in St. Anton festgestellt, dass es hier noch
unglaubliche Wissenslücken gibt. Umgekehrt
haben wir auch gesehen, welche Servicequalitäten manche Betriebe etwa bezüglich
der Bahnanreise schon entwickelt haben. In
St. Anton haben bei diesen ersten „Coachinggesprächen“ in Kooperation mit der ÖBB bereits 50 Betriebe mitgemacht. Nun wollen wir
das Angebot auf weitere Regionen ausdehnen.
Das Thema Mobilität beschäftigt die
Tirol Werbung aber schon länger, oder?
Ja, wir haben schon 2012 Weichen in diese
· www.tirolwerbung.at
Michael Brandl
Mitglied der Geschäftsleitung
Richtung gestellt. Es gibt mittlerweile stapelweise Trendstudien sowie zig Veranstaltungen und Vorträge über das sich ändernde Mobilitätsverhalten. In Hochsaisonzeiten vergeht
kein Wochenende ohne Staumeldungen. Die
diesbezüglichen Sensibilitäten wachsen –
auch vor dem Hintergrund der Klimadiskussionen. Es war uns daher wichtig, hier endlich
Taten zu setzen. Und da sehen wir angesichts
von Milliardeninvestitionen in Komfort und
Fahrzeitenverkürzungen in der Bahnanreise
neues Potenzial.
die Themen Kulinarik und Ausflugsziele in
Verbindung mit der Bahn.
Welche sind das?
Die Arbeitsgruppe hat folgende Vorschläge
aufgegriffen: Vereinfachung des Gepäcktransports sowie Carsharing- und Autoverleihangebote auf Bahnhöfen schaffen. Mehrwerte
und Rabatte durch Zugtickets ermöglichen.
In der Kommunikation wollen wir verstärkt
Blogger ansprechen. Außerdem setzen wir auf
Was wollen Sie da unternehmen?
Angesichts der enormen Bedeutung des
Wintertourismus benötigt es dringend einen
verantwortungsvolleren und differenzierEine Frage drängt sich zum Winter
teren Zugang zum Thema. Wir diskutieren
2015/16 natürlich auf: Welche Rolle spielt
derzeit ein längerfristiges, interdisziplinäres
das Klima im Tiroler Weg 2021?
Forschungsprojekt, welches zur Aufklärung
Wie schon erwähnt, gibt es ein strategisches
beitragen und 2017 starten soll. Kurzfristig
Handlungsfeld namens Umwelt und Klima,
wollen wir zum Thema Großwetterlagen
das die Tirol Werbung mitverantwortet. Da– aktuell stellen ja diese und nicht der Klirin ist auch die Ausarbeitung einer Klimastrategie für den Tiroler Tourismus verankert. mawandel die größte Herausforderung dar –
für Winter ohne Schnee besser gerüstet sein
In diesem Zusammenhang bemühen wir uns,
auch die Kommunikation rund um das Thema und unser Angebot optimieren.
zu verbessern.
Abschlussfrage: Im Geschäftsbericht
2014 haben wir ausführlich über die
Was steckt da konkret dahinter?
Wichtigkeit des Marketingcontrollings
Der vergangene Winter hat gezeigt, wie
gesprochen. Wie sieht der aktuelle
wichtig eine abgestimmte Position des Tiroler
Tourismus in dieser heiß diskutierten Frage ist. Status aus?
Dank einer neuen technischen Lösung steBleibt der Schnee aufgrund spezieller Großhen uns nun wichtige Daten aus dem Haus
wetterlagen aus, wird in den Medien schon
für das Marketingcontrolling ohne großen
fast reflexartig das Thema Klimawandel mit
Zusatzaufwand zur Verfügung. Damit
bedrohlichen Endszenarien für den alpinen
Wintertourismus gespielt. In dieser Diskussion haben wir eine Grundlage für umfassende
Auswertungen geschaffen. Für 2014 und
wird von touristischer Seite derzeit noch zu
2015 können wir ein Komplettbild zeichnen
viel reagiert, aber nicht agiert. Insbesondere
und sind erstmals in der Lage, Jahresreihen
mit den heutigen technischen Beschneiungszu liefern. So sehen wir noch besser, was
maßnahmen findet sich der Tourismus medial
wirksam ist und was weniger. Das verbessert
oft in einem ökologischen Schmuddeleck,
in der Folge natürlich die Qualität unserer
wo er absolut nicht hingehört. Die DiskusMaßnahmenplanung. Wichtig ist nun noch,
sion lebt dabei von großem Unwissen. Etwa
dass wir mit Anpassungen der Software
dass die Erwärmung in den Alpen der letzten
die Eigenauswertungen für die Mitarbeiter
Jahrzehnte einschließlich Gletscherschmelze
einfacher ermöglichen.
vor allem ein Effekt der Sommer ist und eben
nicht der Winter. Dass das Klima ein chaoVielen Dank für das Gespräch.
tisches System ist und es bezüglich Niederschlagsentwicklungen bis heute noch nicht
einmal Prognosemodelle gibt etc.
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
Können Sie dieses Potenzial
konkretisieren?
Wir wollen den Anteil der Gäste, die per Bahn
anreisen, von derzeit sechs auf zehn Prozent
im Jahr 2020 steigern. Wir haben dazu schon
2013 eine langfristige Kooperation mit
den wichtigen Partnern ÖBB, DB und SBB
geschnürt. 2015 haben wir unter anderem ein
Open-Innovation-Projekt umgesetzt. Dabei
haben wir 6.000 Personen gefragt, was Tirol
tun muss, damit sie als Gast beim nächsten
Urlaub mit der Bahn anreisen. Dazu sind viele
Ideen gekommen – von der Verbesserung
der Infrastruktur bis zum Ticketing. Daraus
haben wir jene Schwerpunkte destilliert, die
wir in Zukunft weiterverfolgen.
31
Das Tourismusjahr
2014/15
Ein statistischer Überblick
M
it 45,6 Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr 2014/15
wurde ein Zuwachs von 3,0
Prozent im Vergleich zum Jahr davor
erzielt. Die Ankünfte stiegen deutlicher,
nämlich um 6,2 Prozent auf 10,9 Millionen.
Ankünfte bedeuten eine Zunahme um 4,3
Prozent. Bei den Nächtigungen verzeichnete Tirols Tourismusbranche mit knapp 26
Millionen ein Plus von 2,3 Prozent. Dieser
Wert bedeutet Rang zwei im langfristigen
Vergleich.
So viele Wintergäste wie noch nie
Ein detaillierter Blick auf die einzelnen Saisonen zeigt ebenfalls ein positives Bild. In
der Wintersaison 2014/15 (November 2014
bis April 2015) sind so viele Gäste nach Tirol
gekommen wie noch nie: 5,6 Millionen
Steigerungen auch im Sommer
Auch die Sommersaison 2015 hat Zuwächse
gebracht: Von Mai bis Oktober 2015 wurde
mit knapp 5,4 Millionen Ankünften (+8,2%)
ebenfalls ein neuer Höchstwert erreicht. Die
Übernachtungen beliefen sich auf knapp 19,7
Millionen. Das entspricht einem Plus von
3,8 Prozent und bedeutet das beste Nächtigungsergebnis seit dem Sommer 1994.
Bei einer Betrachtung beider Saisonen wird
deutlich, dass die Ankünfte im Winter und
Sommer nur mehr rund 200.000 auseinanderliegen. Aufgrund einer deutlich höheren
Aufenthaltsdauer im Winter von 4,7 Tagen
gegenüber 3,7 Tagen im Sommer ist die
Differenz bei den Nächtigungen jedoch
bedeutend größer. Im Winter gibt es um
knapp 6,3 Millionen Nächtigungen mehr.
Nächtigungen und Ankünfte im Tourismusjahr 2014/15
Ankünfte
% Vorjahr
Nächtigungen
% Vorjahr
Aufenthaltsdauer (Tage)
Winter 2014/15
5.567.531
4,3 %
25.960.729
2,3 %
4,7
Sommer 2015
5.364.719
8,2 %
19.679.641
3,8 %
3,7
Tourismusjahr 2014/15
10.932.250
6,2 %
45.640.370
3,0 %
4,2
Deutschland ist die klare
Nummer eins
Ein Blick auf die wichtigsten Quellmärkte im
Tourismusjahr 2014/15 unterstreicht einmal
mehr die Bedeutung des Herkunftsmarktes
Deutschland. Nach konstanten Steigerungen
bei den Ankünften der deutschen Urlauber
während der vergangenen Jahre, wurde
mit knapp 5,3 Millionen Ankünften erneut
ein Zuwachs von 5,0 Prozent gemeldet. Die
Steigerung bei den Übernachtungen betrug
3,1 Prozent. Mit 23,3 Millionen ist Deutschland für rund 51 Prozent aller Tiroler
Nächtigungen im Tourismusjahr 2014/15
verantwortlich und damit mit Abstand der
Quellmarkt Nummer eins.
32
Nachdem in den vergangenen Jahren
deutliche Steigerungen aus dem Quellmarkt
Schweiz verbucht worden waren, gab es
im abgelaufenen Tourismusjahr wiederum
Zuwächse sowohl bei den Ankünften (+6,6 %) als
auch den Übernachtungen (+5,2 %). Näch-
tigungssteigerungen verzeichnete Tirols
Tourismus darüber hinaus aus dem Vereinigten Königreich (+2,4 %), Italien (+5,9 %)
sowie Dänemark (+4,2 %). Leichte Nächtigungsrückgänge gab es hingegen bei Gästen
aus Belgien (-1,0 %) und Frankreich (-3,1 %).
Für eine gemischte Bilanz sorgten die zentral- und osteuropäischen Märkte: Während
aus Polen (+10,5 %) und der Tschechischen
Republik (+7,2 %) Nächtigungszuwächse gemeldet wurden, war die Entwicklung am russischen Markt mit minus 34 Prozent deutlich
rückläufig. Hauptverantwortlich dafür war
der schwache Rubel, der den Tirol-Urlaub für
Russen sehr teuer macht. Großes Wachstum
wies der Herkunftsmarkt China auf: Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Nächtigungsplus von 63,9 Prozent gemeldet.
· Das Tourismusjahr 2014/15
· www.tirolwerbung.at
Wichtige Märkte wachsen
Die Niederlande bleiben der zweitwichtigste
Herkunftsmarkt für Tirols Tourismus. Im
Tourismusjahr 2014/15 wurden sowohl bei
den Übernachtungen (+3,3%) als auch bei den
Ankünften (+4,9%) Zuwächse verzeichnet.
Auch der Inlandsmarkt setzte seine positive
Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Der an
dritter Stelle liegende Quellmarkt wies bei den
Übernachtungen eine Steigerung von 2,7 Prozent auf, die Ankünfte wuchsen um 5,1 Prozent.
Tirols wichtigste Quellmärkte
Herkunftsland
Nächtigungen
Tourismusjahr
2014/15
% Vorjahr
Anteil
Gästemix
Nächtigungen
Winter 2014/15
% Vorjahr
Anteil
Gästemix
Nächtigungen
Sommer 2015
Anteil
% Vorjahr Gästemix
Deutschland
23.322.977
3,1 %
51,1 %
13.176.285
4,0 %
50,8 %
10.146.692
1,9 %
51,6 %
Niederlande
4.704.291
3,3 %
10,3 %
3.202.385
2,0 %
12,3 %
1.501.906
6,2 %
7,6 %
Österreich
3.918.357
2,7 %
8,6 %
1.763.238
0,1 %
6,8 %
2.155.119
4,9 %
11,0 %
Schweiz
2.720.580
5,2 %
6,0 %
1.259.841
5,4 %
4,9 %
1.460.739
5,1 %
7,4 %
Vereinigtes
Königreich
1.690.837
2,4 %
3,7 %
1.215.074
3,2 %
4,7 %
475.763
0,4 %
2,4 %
Belgien
1.527.104
-1,0 %
3,3 %
932.455
-0,3 %
3,6 %
594.649
-2,1 %
3,0 %
Italien
1.006.811
5,9 %
2,2 %
303.548
7,4 %
1,2 %
703.263
5,3 %
3,6 %
Frankreich
869.734
-3,1 %
1,9 %
356.999
-2,3 %
1,4 %
512.735
-3,6 %
2,6 %
Polen
668.377
10,5 %
1,5 %
547.984
9,6 %
2,1 %
120.393
15,0 %
0,6 %
Tschechische
Republik
644.628
7,2 %
1,4 %
454.953
5,6 %
1,8 %
189.675
11,3 %
1,0 %
Dänemark
562.265
4,2 %
1,2 %
393.428
0,5 %
1,5 %
168.837
14,0 %
0,9 %
Russland
463.446
-34,0 %
1,0 %
419.554
-34,5 %
1,6 %
43.892
-29,1 %
0,2 %
China
338.854
63,9 %
0,7 %
106.415
54,7 %
0,4 %
232.439
68,4 %
1,2 %
Schweden
284.882
4,0 %
0,6 %
198.756
1,3 %
0,8 %
86.126
10,8 %
0,4 %
USA
270.741
12,4 %
0,6 %
99.238
7,7 %
0,4 %
171.503
15,3 %
0,9 %
Deutschland
regional betrachtet
An der Bedeutung der einzelnen deutschen
Bundesländer und Gebiete für den Tiroler Tourismus hat sich im Tourismusjahr
2014/15 wenig geändert. Rund jeweils ein
Fünftel der deutschen Übernachtungen
entfielen wie schon im Jahr zuvor auf das
Nachbarland Bayern sowie das bevölke-
rungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Und Gäste aus Mitteldeutschland
sorgten neuerlich für 17 Prozent der
deutschen Nächtigungen.
Bei den Ankünften liegt Bayern klar an
erster Stelle – mit knapp 30 Prozent aller
deutschen Ankünfte. Die bayerischen Gäste
bleiben aufgrund der geographischen Nähe
zu Tirol allerdings nur durchschnittlich 3,1
Tage. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der deutschen Gäste liegt im Tourismusjahr insgesamt bei 4,5 Tagen.
Deutschland, Tirols wichtigster Quellmarkt, im Detail
Bundesland
Nächtigungen
Tourismusjahr
2014/15
% 09/10–14/15
Anteil
Tourismusjahr
2014/15
Ankünfte
Tourismusjahr
2014/15
% 09/10–14/15
Aufenthaltsdauer (Tage)
Bayern
4.878.098
12,9 %
21 %
1.557.401
21,4 %
3,1
Nordrhein-Westfalen
4.268.361
-4,7 %
18 %
726.538
4,1 %
5,9
Mitteldeutschland
3.954.223
1,3 %
17 %
801.016
8,5 %
4,9
Ostdeutschland
3.500.675
6,4 %
15 %
670.011
13,7 %
5,2
Baden-Württemberg
3.435.139
14,4 %
15 %
881.355
24,8 %
3,9
Norddeutschland
2.490.118
4,4 %
11 %
435.410
12,2 %
5,7
Berlin
796.363
7,7 %
3%
157.851
25,7 %
5,0
Deutschland Gesamt
23.322.977
5,5 %
100 %
5.229.582
15,5 %
4,5
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
33
Aufenthaltsdauer
weiter rückläufig
Entwicklung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer in Tagen
Der Trend zu kürzeren Reisen ist ungebrochen, die Aufenthaltsdauer geht seit Jahren
stetig zurück. Blieben die Gäste im Tourismusjahr 1984/85 noch durchschnittlich
6,8 Tage (Winter) und 5,4 Tage (Sommer)
in Tirol, waren es 1994/95 noch 5,8 bzw.
5,2 Tage. Noch einmal zehn Jahre später
(Tourismusjahr 2004/05) blieben die Gäste
durchschnittlich 5,3 Tage im Winter und
4,6 Tage im Sommer. Im abgelaufenen Tourismusjahr 2014/15 betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Wintersaison
4,7 Tage und in der Sommersaison 3,7 Tage.
Im langfristigen Vergleich seit 1984/85 ging
die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in
beiden Saisonen damit um rund zwei Tage
zurück, wobei die Wintersaison stärker
rückläufig war als der Sommer.
6,8
5,8
5,4
5,3
5,2
4,6
3,7
Wintersaison
Sommersaison
1984/85
1989/90
1994/95
1999/00
2004/05
2009/10
2014/15
Russen bleiben am
längsten
Aufenthaltsdauer in den Top-15-Märkten im Tourismusjahr 2014/15
Deutschland
Niederlande
Österreich
Schweiz
Vereinigtes Königreich
Belgien
Italien
Frankreich
Polen
Tschechische Republik
Dänemark
Russland
China
Schweden
USA
4,7
4,5
5,4
2,9
4,1
5,5
5,7
3,0
4,5
5,2
4,0
4,4
6,4
1,1
4,5
2,7
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Tirol Gesamt = 4,2 Tage
Mit durchschnittlich 6,4 Tagen führen die
Gäste aus Russland die Liste der Aufenthaltsdauer im Tourismusjahr 2014/15 an. Von
den Hauptquellmärkten zeichnen sich vor
allem die Belgier (5,7 Tage), Briten (5,5 Tage),
Niederländer (5,4 Tage) und Polen (5,2 Tage)
durch eine relativ lange Aufenthaltsdauer
aus, was sich unter anderem mit der längeren
Anreise erklären lässt. Verhältnismäßig kurz
verweilen hingegen die Gäste aus China (1,1
Tage), den USA (2,7 Tage) und Italien (3,0
Tage) in Tirol. Ausländische Gäste bleiben
mit durchschnittlich 4,4 Tagen übrigens um
1,5 Tage länger in Tirol als österreichische
Reisende mit 2,9 Tagen.
Touristische Wertschöpfung
Laut Berechnungen des MCI Tourismus im
Auftrag der Tirol Werbung erwirtschaftete
der Tiroler Tourismus im Tourismusjahr
2014/15 Umsätze in Höhe von etwas mehr
als sieben Milliarden Euro. Die geschätzte
Wertschöpfung betrug rund 3,6 Milliarden
Euro. Wichtig ist allerdings festzuhalten,
dass es sich dabei um eine Hochrechnung der
Bruttowertschöpfung auf Saisonbasis han-
34
delt, die auf der umfassenden Berechnung
des Tourismussatellitenkontos für Tirol
basiert. Die Summe aus beiden Saisonen
lässt sich nicht mit dem Gesamtergebnis der
Umsätze und Bruttowertschöpfung aus dem
Satellitenkonto gegenüberstellen, da für die
Saisonhochrechnungen gewisse Daten und
Informationen außer Ansatz gelassen werden
mussten.
Wintersaison 2014/15
Touristische Winterumsätze gesamt: 4,20 Mrd. €
Schätzung Bruttowertschöpfung
Wintersaison 2014/15:
2,12 Mrd. €
· Das Tourismusjahr 2014/15
· www.tirolwerbung.at
Sommersaison 2015
Touristische Sommerumsätze gesamt: 2,84 Mrd. €
Schätzung Bruttowertschöpfung
Sommersaison 2015:
1,43 Mrd. €
Tourismusverbände: Ötztal bleibt voran
Keine Änderung gab es an der Spitze des
Rankings der Tourismusverbände im
Tourismusjahr 2014/15. Mit einem Nächtigungszuwachs von 4,0 Prozent liegt Ötztal
Tourismus mit rund 3,9 Millionen Nächtigungen und einem Marktanteil von 8,6
Prozent weiterhin ganz vorn. Die sieben
topplatzierten Verbände überschritten im
abgelaufenen Tourismusjahr jeweils die
2-Millionen-Grenze bei den Übernachtungen und konnten zusammen rund 18,5
Millionen Nächtigungen verbuchen. Das
entspricht mehr als 40 Prozent aller Tiroler
Übernachtungen.
Anmerkung: Seit der Wintersaison 2009/10
werden die Ankünfte und Nächtigungen auf Verbandsebene getrennt von der durch die Tourismusstatistikverordnung angeordneten, gemeindeweisen Erhebung erfasst. Da die Meldungen
seitens der Tourismusverbände bzw. Gemeinden
nicht immer zum selben Zeitpunkt erfolgen, ist
es möglich, dass die Gesamtsummen geringfügig
voneinander abweichen.
Tirols Tourismusverbände im Jahresüberblick
Tourismusverband
Nächtigungen
Tourismusjahr
2014/15
Nächtigungen
Winter 2014/15
Nächtigungen
Sommer 2015
Kurtaxe 2015/16
in €
Budget 2014 in €
Ötztal Tourismus
3.932.589
2.844.405
1.088.184
2,50 – 3,00
11.787.170
Innsbruck und seine Feriendörfer
3.019.396
1.391.243
1.628.153
1,00 – 2,00
14.517.412
Paznaun-Ischgl
2.649.260
2.211.811
437.449
1,70 – 2,70
9.201.287
Serfaus-Fiss-Ladis
2.330.223
1.506.148
824.075
2,60
7.793.335
Erste Ferienregion im Zillertal
2.302.178
1.309.951
992.227
0,75 – 1,00
4.188.117
Mayrhofen – Hippach
2.267.645
1.368.299
899.346
1,50
6.059.682
Olympiaregion Seefeld
2.002.040
926.728
1.075.312
2,80
5.248.992
Osttirol
1.952.037
886.027
1.066.010
2,00
7.735.890
Wilder Kaiser
1.910.656
976.293
934.363
2,00
5.655.178
Stubai Tirol
1.752.098
1.075.012
677.086
2,80
5.590.980
Kitzbüheler Alpen – Brixental
1.524.329
900.033
624.296
1,50 – 2,00
4.688.543
Tiroler Oberland
1.491.266
855.645
635.621
1,40 – 2,00
3.482.592
Achensee
1.466.655
552.477
914.178
1,50
3.752.085
Tiroler Zugspitz Arena
1.465.590
755.462
710.128
2,00
3.492.389
St. Anton am Arlberg
1.445.110
1.197.044
248.066
2,10 – 2,60
5.250.710
Tux-Finkenberg
1.334.102
880.896
453.206
1,50
3.438.559
Zillertal Arena
1.293.192
847.389
445.803
1,80
3.047.812
Kitzbühel Tourismus
1.140.061
623.166
516.895
1,80
5.833.828
Pitztal
1.009.164
632.943
376.221
2,00
2.633.970
Tannheimer Tal
1.003.575
454.377
549.198
1,70
2.801.970
Kitzbüheler Alpen – Pillerseetal
954.115
508.353
445.762
1,50 – 2,50
2.547.201
Alpbachtal & Tiroler Seenland
939.902
441.509
498.393
2,00
3.592.117
Kitzbüheler Alpen – St. Johann
882.160
442.697
439.463
1,20
3.600.150
Kaiserwinkl
843.142
313.719
529.423
1,50
1.609.117
Wildschönau
801.868
430.203
371.665
2,00
1.999.056
Ferienland Kufstein
726.272
290.024
436.248
1,60
2.857.714
Lechtal
575.787
259.288
316.499
1,30 – 2,22
1.004.526
Ferienregion Hohe Salve
507.171
267.899
239.272
1,00 – 1,25
2.830.086
Imst Tourismus
438.246
149.953
288.293
1,00
1.910.935
Silberregion Karwendel
419.153
168.765
250.388
0,55
1.819.533
Naturparkregion Reutte
406.618
134.230
272.388
2,00
2.307.289
Wipptal
289.986
124.563
165.423
1,50
941.881
Tirol West
274.500
126.361
148.139
1,20
1.122.899
Region Hall – Wattens
268.836
101.607
167.229
1,00
1.659.725
Quellen: Landesstatistik Tirol; Bote für Tirol; Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Tourismus.
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
35
Anzahl der Betten und
deren Auslastung
Auslastung in Vollbelegstagen nach Unterkunftsarten
5/4* Hotel
Die Gesamtzahl der Betten im Tiroler
Tourismus betrug im Winter 2014/15 knapp
340.000 und im Sommer 2015 rund 330.000.
Rund die Hälfte davon entfiel auf die Hotellerie, ein Drittel auf Ferienwohnungen
und knapp zehn Prozent auf Privatquartiere.
Im Zehnjahresvergleich zeigen sich starke
Rückgänge bei den Betten in Privatquartieren, deren Anzahl um rund 40 Prozent sank.
Bei den 2-/1-Stern-Hotels nahmen die Betten in diesem Zeitraum um rund ein Viertel
ab. Demgegenüber steht eine deutliche Zunahme der Bettenzahlen in Ferienwohnungen und 5-/4-Stern-Hotels zwischen 20
und 30 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt
die Umwandlung von Privatquartieren in
Ferienwohnungen wider sowie den Trend zu
Hotels höherer Kategorien.
Auslastung im Winter höher
In der Wintersaison 2014/15 verzeichneten
Tirols Beherbergungsbetriebe insgesamt eine
Auslastung von 76 Vollbelegstagen. Damit war
die Auslastung im Sommer 2015 mit 56 Tagen
deutlich geringer als im Winter. Die höchste
Auslastung verzeichneten die 5-/4-Stern-Hotels mit 104 Tagen im Winter und 94 Tagen im
Sommer. Die größte Differenz zwischen den
Saisonen zeigten die privaten und gewerblichen Ferienwohnungen mit einer vergleichsweise hohen Auslastung im Winter.
94
3* Hotel
Gewerbliche
Ferienwohnung
Privatquartier
am Bauernhof
23
Burgenland
10
Steiermark
10
Wien
Oberösterreich
Niederösterreich
Österreich
Ferienwohnung
nicht Bauernhof
36
63
33
Ferienwohnung
am Bauernhof
41
Sonstige
41
42
Gesamt
53
56
76
Wintersaison 2014/15
Sommersaison 2015
Anmerkung: Die Auslastung wird jeweils
über die gesamte Saison berechnet. Eventuelle
Schließtage der Betriebe werden in der tirolweiten Berechnung daher nicht berücksichtigt.
Basis: Wintersaison 181 Tage, Sommersaison
184 Tage.
8
5
4
16
37
30
49
Vorarlberg
44
27
62
23
80
42
Privatquartier
nicht Bauernhof
Tirol
Kärnten
66
48
Tourismusintensität pro Einwohner
auf Basis der Nächtigungen 2015
Salzburg
86
72
2/1* Hotel
104
Tirol ist Tourismusland
Nummer eins
Die Tourismusintensität misst, wie viele
Nächtigungen auf einen Einwohner entfallen. Berechnet wird diese Kennzahl, indem
die Anzahl der Nächtigungen durch die
Wohnbevölkerung dividiert wird. Mit 62
Nächtigungen pro Einwohner liegt Tirol im
Bundesländervergleich an der Spitze, gefolgt
von Salzburg mit 49. Die geringste Intensität weisen Niederösterreich mit vier und
Oberösterreich mit fünf Nächtigungen pro
Einwohner auf. Durchschnittlich kommen
in Österreich 16 Nächtigungen auf einen
Einwohner.
Quelle: Statistik Austria
· Das Tourismusjahr 2014/15
· www.tirolwerbung.at
Tirol kennt man
Tirol ist in den wichtigen Herkunftsländern höchst bekannt. Das ist das Ergebnis
einer Image- und Bekanntheitsstudie, die
2015 durchgeführt wurde. So beträgt die
gestützte Bekanntheit alleine in Deutschland
98 Prozent. Auch in der Schweiz und den
Niederlanden kennen zumindest neun von
zehn Personen Tirol.
Die Befragung wurde online durchgeführt
und richtete sich an alpenurlaubsaffine
Personen zwischen 15 und 65 Jahren, also
Menschen, die in den vergangenen drei
Jahren einen Urlaub in den Alpen verbracht haben oder in den nächsten drei
Jahren einen planen.
Gestützte Bekanntheit Tirols im Sommer
AT
99 %
DE
98 %
95 %
CH
94 %
NL
89 %
CZ
Gestützte Bekanntheit Tirols im Winter
99 %
AT
98 %
DE
94 %
NL
90 %
CH
85 %
CZ
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
37
Das Budget 2015
Einnahmen, Ausgaben und deren Entwicklung
Der Tirol Werbung ist es 2015 gelungen, 4,5
Millionen Euro aus externen Kooperationen
für das ordentliche Budget zu erlösen. Das
ist eine Steigerung um mehr als 300.000
Euro gegenüber dem Jahr zuvor. Bei den
Fördermitteln konnten mit 1,6 Millionen
Euro gleich um 500.000 Euro mehr lukriert
werden als 2014. Ein Wermutstropfen bleiben hingegen die öffentlichen Zuwendungen
für das ordentliche Budget. Diese stagnieren
weiterhin bei rund 15 Millionen Euro.
„Wir haben Verständnis für den Sparkurs
der öffentlichen Hand und tragen diesen
auch mit“, betont Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter. „Andererseits nehmen Konkurrenzdruck und Projektkosten
laufend zu. Dadurch wird es immer schwieriger, den Wettbewerbserfordernissen trotz
der wachsenden Erlöse aus Kooperationen
und Fördermitteln gerecht zu werden“, so
Margreiter. Auch die Parität gegenüber den
Verbänden gerate zunehmend ins Hinter-
treffen, da diese ihr Budget mittels Erhöhung
von Kurtaxe und Tourismusabgabe positiv steuern können. „Auf der Kostenseite
haben wir unsere Hausaufgaben jedenfalls
gemacht“, konstatiert der Geschäftsführer.
Mit einem Personalkostenanteil am Gesamtbudget von lediglich 17,8 Prozent zähle die
Tirol Werbung zu den „Best Performern“ im
Tourismus. Und auch der gesamte Verwaltungskostenanteil inklusive Personalkosten
ist mit 25,4 Prozent ein Spitzenwert.
Budget 2015
Einnahmen
Einnahmen öffentliche Zuwendungen
Ausgaben
15.070.000
Geschäftsleitung
222.000
Zuwendungen Land
8.400.000
Unternehmensdienstleistungen
Zuwendungen TTFF
6.500.000
Branchen- und Unternehmenskommunikation
Wirtschaftskammer
150.000
Strategien & Partner
414.000
Sonstige Einnahmen
20.000
Markenmanagement
6.663.400
6.125.300
Tourismusmarketing
7.760.900
Einnahmen Kooperationen und Fördermittel
Einnahmen Fördermittel
Einnahmen Kooperationspartner
Gesamteinnahmen ordentliches Budget
Einnahmen außerordentliches Budget
4.509.300
21.195.300
Zuwendung TW-Gelder
100.000
Standortmarketing
Gesamtbudget
161.500
Standortmarketing
161.500
100.000
1.261.500
22.456.800
Gesamtausgaben außerordentliches Budget
Gesamtbudget
Gesamtbudget Tirol Werbung
22.456.800
Personalkosten
4.000.000
Unternehmensdienstleistungen gesamt
5.700.000
Prozentanteil am Gesamtbudget
Verwaltungskosten, exkl. Personalkosten
7,57 %
Personalkosten
17,81 %
Verwaltungskosten, inkl. Personalkosten
25,38 %
· Das Budget 2015
1.261.500
22.456.800
Aufteilung Kosten für Personal und Verwaltung im Budget 2015
38
21.195.300
1.100.000
Cine Tirol
900.000
Gesamteinnahmen außerordentliches Budget
Gesamtausgaben ordentliches Budget
1.161.500
Zuwendungen Land
Zuwendungen Land
435.000
1.616.000
Cine Tirol
Kooperationseinnahmen Cine Tirol
5.700.000
· www.tirolwerbung.at
St. Anton am Arlberg
Entwicklung
der öffentlichen
Zuwendungen
2010 bis 2015
Die Grafik zeigt die Entwicklung der
öffentlichen Zuwendungen, aus denen
sich das Budget der Tirol Werbung speist,
über die vergangenen sechs Jahre. Die
Zuwendungen von Land Tirol, Tiroler
Tourismusförderungsfonds (TTFF) und
Wirtschaftskammer Tirol bilden die
Basis für das Budget der Landestourismusorganisation.
2015
15,07
1,16
gesamt 16,23
2014
15,07
1,06
gesamt 16,13
2013
14,64
1,12
gesamt 15,76
2012
13,37
3,05
gesamt 16,42
2011
13,67
2,67
gesamt 16,34
2010
14,50
2,89
gesamt 17,39
Einnahmen ordentliches Budget (in Millionen Euro)
Land, TTFF, Wirtschaftskammer, sonstige Einnahmen, Rücklagenauflösung und -zufuhr ordentlicher Haushalt
Einnahmen außerordentliches Budget (in Millionen Euro)
Cine Tirol, Standortmanagement, Rücklagenauflösung außerordentlicher Haushalt, Sondermittel Land
Öffentliche Zuwendungen gesamt (in Millionen Euro)
Struktur und Gremien
Die Organisation rund um die Tirol Werbung
Die Tirol Werbung GmbH ist eingebettet in eine Struktur,
die Eigentümer (Land, Tourismusförderungsfonds und Wir tschaftskammer) sowie wichtige Partner des Tourismussystems Tirol einbezieht. Dies ermöglicht eine abgestimmte
und effiziente Zusammenarbeit innerhalb dieses Systems.
Der Verein Tirol Werbung
Zweck des Vereins ist,
• die Entwicklung des Tiroler Tourismus zu fördern,
• das Marketing der Tirol Werbung mit jenem lokaler und
regionaler Tourismusverbände sowie der Österreich Werbung
zu koordinieren und
• die Standortmarke Tirol durch Entwicklung und Kommunikation zu führen und zu stärken.
Generalversammlung des Vereins Tirol Werbung
• Vertreter des Landes:
Landeshauptmann Günther Platter
Mag. Günther Frischmann, Büro Landeshauptmann
• Vertreter der Wirtschaftskammer:
Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident
Franz Hörl, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hotelier
• Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds:
Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der
Tiroler Landesregierung
• Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände (VTT):
Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann
Paznaun-Ischgl, Hotelier
Das Unternehmen Tirol Werbung GmbH
Zur Unternehmensgruppe gehören die Tirol Werbung GmbH und
das Tochterunternehmen Tirol Shop Vertriebs GmbH.
Aufgaben des Unternehmens sind unter anderem:
• das Management der Standortmarke Tirol,
• das touristische Marketing im Zusammenspiel mit den
Leistungsträgern im Land,
• die touristische Grundlagenarbeit (Marktforschung,
Pilotprojekte …) sowie
• Informations- und Serviceleistungen für Gäste und Partner.
40
Generalversammlung Tirol Werbung GmbH
• Vertreter des Landes:
Landeshauptmann Günther Platter
• Vertreter der Wirtschaftskammer:
Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident
• Vertreter des Tiroler Tourismusförderungsfonds:
Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der
Tiroler Landesregierung
• Vertreter des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände (VTT):
Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann PaznaunIschgl, Hotelier
Tyrol Tourism Board (TTB)
Das TTB ist ein beratendes, konzipierendes und beschließendes
Gremium, dessen Zweck es ist, die Generalversammlung und den
Vorstand bei der Erfüllung ihrer Agenden zu unterstützen. Eine
zentrale Aufgabe besteht in der Abstimmung von Marketingstrategien
zwischen der Tirol Werbung und dem Verband der Tiroler Tourismusverbände, um Synergien zu schaffen. Franz Tschiderer, Obmann
des TVB Serfaus-Fiss-Ladis, steht dem Gremium vor, das sich
zusätzlich in den drei Ausschüssen für Marketing, Controlling
und Infrastruktur jeweils um Spezialbereiche der touristischen
Weiterentwicklung kümmert.
Mitglieder des Tyrol Tourism Boards (in alphabetischer Reihenfolge)
• Klaus Dengg, Zillertaler Gletscherbahnen, Hotelier
• LAbg. Siegfried Egger, Obmann Fachgruppe Hotellerie der Tiroler
Wirtschaftskammer, Hotelier
• Hofrat Dr. Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung beim Amt der
Tiroler Landesregierung
• Mag. Günther Frischmann, Büro Landeshauptmann
• Dr. Karl Gostner, TVB-Obmann Innsbruck und seine Feriendörfer
• Franz Hörl, Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Tiroler
Wirtschaftskammer, Hotelier
• Josef Margreiter, Geschäftsführer Tirol Werbung
• Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender VTT, TVB-Obmann PaznaunIschgl, Hotelier
• Dr. Franz Tschiderer, TVB-Obmann Serfaus-Fiss-Ladis (Vorsitz)
• Mag. Horst Wallner (†), Präsidium Wirtschaftskammer Tirol
· Struktur und Gremien
· www.tirolwerbung.at
Kitzbühel, Bichlalm
Strategische Ebene
Tyrol
Tourism Board
Generalversammlung
des Vereins
Verein
Tirol Werbung
1
2
Vorstand des Vereins
=
Geschäftsleitung
Generalversammlung
der Tirol Werbung
GmbH
Tirol Werbung GmbH
3
Operative Ebene
1
Mitglieder des Tyrol Tourism Boards:
3 Vertreter des Landes Tirol
3 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol
3 Vertreter des Verbandes der Tiroler
Tourismusverbände
sowie die Geschäftsführung der Tirol Werbung
2
Mitglieder der Generalversammlung des
Vereins Tirol Werbung:
2 Vertreter des Landes Tirol
2 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol
1 Vertreter des Tiroler
Tourismusförderungsfonds
1 Vertreter des Verbandes der Tiroler
Tourismusverbände
3
Die Besetzung des Vorstands des Vereins
Tirol Werbung ist identisch mit jener der
Generalversammlung der Tirol Werbung
GmbH. Die beiden Gremien setzen sich
zusammen aus:
1 Vertreter des Landes Tirol
1 Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol
1 Vertreter des Tiroler
Tourismusförderungsfonds
1 Vertreter des Verbandes der Tiroler
Tourismusverbände
Das Organigramm
Die Tirol Werbung stellt sich vor.
Die Tirol Werbung GmbH besteht aus drei
großen Bereichen: der Geschäftsleitung mit
drei Stabstellen sowie dem Markenmanagement und dem Tourismusmarketing,
die jeweils sechs Teams umfassen (siehe
Organigramm). 81 Tirol Werberinnen und
Werber arbeiten in Voll- oder Teilzeit an der
Erreichung der strategischen Vision: Wir
sind die führende Marketingunternehmung
im Wettbewerb alpiner Standorte.
Die wichtigsten Personalkennzahlen (inkl.
Tirol Shop) per 31. Dezember 2015 im Überblick
Mitarbeiter:
Anteil Frauen:
Anteil Vollzeitkräfte:
Betriebszugehörigkeit:
Akademikeranteil:
Ge s
81 (74,2 Vollzeitäquivalente)
75 %
84 %
7,9 Jahre (plus 55 % seit 2010)
51 %
c h ä f t sl e i t u n g
Branchen- &
Unternehmenskommunikation*
Florian
Neuner
Tour
ent
Cine Tirol
Johannes
Köck
M ar
Tirol Info*
Josef
Margreiter
Leitung
Claudia
Knab
Märkte I
Ingrid
Schneider
in g
Tirol Shop
Claudia
Pichler
us
ket
Markenführung
& Lizenzierung*
Claudia Knab
i sm
ar
Themenmanagement
Ingrid
Schneider
ke
a
na
m
ge
Geschäftsleitung
Josef Margreiter
Prokurist
Michael Brandl
Strategien
& Partner*
Michael
Brandl
m
nm
Unternehmensdienstleistungen*
Alois
Thurner
Leitung
Josef
Margreiter
Werbung
& Design
Bérénice
John
Medien
& Content
Eckard
Speckbacher
Sponsoring
& Synergien
Christine
Stelzer
Convention
Bureau Tirol
Veronika
Handl
Märkte II
Esther
Wilhelm
Märkte III
Holger
Gassler
*Stabsstellen
42
· Das Organigramm
· www.tirolwerbung.at
Bereiche und Teams
der Tirol Werbung
Geschäftsleitung
Direktion
Strategien
& Partner
Unternehmensdienstleistungen
Branchen- &
Unternehmenskommunikation
Josef Margreiter
Michael Brandl
Alois Thurner
Florian Neuner
• Geschäftsführung
• Stv. Geschäftsführung
• Strategieprozesse und
Standortkoordination
• Marketingcontrolling
• Tourismusforschung
• Tourismusentwicklung
• Strategische
Partnerschaften
• MitarbeiterInnen
• Finanzen und Recht
• Logistik und
Infrastruktur
• IT-Systeme
• Beteiligungen
• Presseinformationen
• Interne Kommunikation & Berichtswesen
• Tourismusmagazin
„Saison“
• Medienkooperationen
Tirol & Fachmedien
Markenmanagement
Markenführung
& Lizenzierung
Werbung
& Design
Medien
& Content
Sponsoring
& Synergien
Cine Tirol
Tirol Shop
Claudia Knab
Bérénice John
Eckard Speckbacher
Christine Stelzer
Johannes Köck
Claudia Pichler
• Steuerung der Marke
Tirol
• Lizenzwesen und
Schutzrechte
• Corporate Design
• Werbemittelkreation
und -produktion
• Imagekampagnen
• www.tirol.at
• Redaktion Werbemittel
• Presseservice Tirol
• Social Media
• Kultur
• Sport
• Standort
• Kooperationen
• Film Commission
• Filmförderung
• Einkauf
• Verkauf
Tourismusmarketing
Tirol Info
Themenmanagement
Märkte I
Märkte II
Märkte III
Convention
Bureau Tirol
Josef Margreiter
Ingrid Schneider
Ingrid Schneider
Esther Wilhelm
Holger Gassler
Veronika Handl
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Angebotsentwicklung
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Paid Media**
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Nordeuropa, Übersee
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BUS Tirol
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• Incentives
• Tagungen
• Sonderveranstaltungen
**Teamübergreifende Kompetenzfelder, Stand: 31.12.2015
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
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Stimmen aus dem
Tiroler Tourismus
Was die Branche 2015 bewegt hat und welche Herausforderungen 2016 warten
Leben und arbeiten
in den Tälern Tirols
Siegfried Egger, Hotelier, Obmann des Fachverbands
Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
2015 war ein schwieriges und richtungsweisendes Jahr für den Tourismus. Überproportionale finanzielle Belastungen
für Hotel- und Gastronomiebetriebe verschlechtern die derzeit schon angespannte
Eigenkapitalsituation vieler Betriebe noch
zusätzlich – neues Regelwerk und damit
verbunden ein großer bürokratischer
Aufwand verändern auch die Rolle des
Gastgebers signifikant.
Unternehmer werden immer mehr von
ihrer „Gastgeber-Rolle“ in eine Art „Manager-Rolle“ gedrängt. Der „Wirt“, wie
wir und unsere Gäste ihn kennen, wird
zukünftig weniger Zeit finden, sich um
die Kunden zu kümmern. Ein weiteres
Problem, das sich zwar in den letzten
Jahren schon angekündigt hatte, hat in
diesem Jahr nun stark an Tempo zugelegt:
das „Fachkräfte-Problem“.
Diese kaum mehr zu bewältigende Situation zwingt Betriebe, innerbetrieblich
umzustrukturieren! Damit verbunden
wird Leistung verändert und eingeschränkt. Das Resultat wird der Gast
spüren. Eine typische österreichische
Besonderheit geht langsam verloren. Zum
Tourismus in Tirol ist noch Folgendes zu
sagen: „Skisport ist uns passiert“ – ein
reiner Glücksfall für Tirol. Unüberlegte
naturschutzrechtliche Einschränkungen
wie auch die oben angesprochenen Probleme machen aus einer Leitbranche hoffentlich keine Leidbranche. Erkennen wir
die Zeichen der Zeit, schnelles politisches
Handeln ist das Gebot der Stunde! Wir
brauchen motivierte Unternehmer und
auch Unternehmensnachfolger. Nur der
Tourismus garantiert weiterhin ein Leben
und Arbeiten in vielen Tälern. Bewahren
wir uns dieses „Gut“!
Starke Wettbewerbsposition gefestigt
Kräfte für Tourismusstandort
Tirol bündeln
Martha Schultz, Unternehmerin, Vizepräsidentin
der Wirtschaftskammer Österreich
Trotz der durchaus fordernden Zeiten
für den Tourismus in den vergangenen
Jahren, die auch vor Tirol nicht Halt
gemacht haben, konnten wir mit 45,6
Millionen Nächtigungen im Tiroler
Tourismusjahr 2014/15 ein respektables
Plus von drei Prozent im Vergleich zum
Vorjahr erzielen. Dies verdanken wir
einerseits der guten Zusammenarbeit
aller Partner im Tiroler Tourismus,
andererseits der Top-Leistung unserer Betriebe, die mit tollem Angebot,
großartigem Preis-Leistungs-Verhältnis
und landestypischer Gastfreundlichkeit punkten.
Um die Herausforderungen der Zukunft
zu meistern, müssen wir weiterhin alle
Kräfte für den Tourismusstandort Tirol
bündeln und gemeinsam positiv nach
vorne schauen. Dann wird es uns auch
gelingen, unsere Position als führende
Tourismusdestination in den Alpen zu
halten und weiter auszubauen.
Hubert Siller, Leiter MCI Tourismus
Der Tiroler Tourismus stand 2015 in einem
verschärften Wettbewerbsumfeld. Weiterhin
starke Zuwächse im Bereich der Städtereisen, Rekordumsätze in vielen Freizeitparks
oder ein weiterhin wachsender Inlandsmarkt
im Hauptherkunftsland Deutschland waren
zu beobachten. Dennoch ist es Tirol gelungen, seine starke Wettbewerbsposition zu
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festigen und weiterhin zentraler Impulsgeber
in der Entwicklung des alpinen Tourismus
zu sein. Auch wenn die Sommersaison 2015
von einer stabilen Hochdruckwetterlage
begünstigt war, liegt der wesentliche Grund
für die positive Entwicklung in den spürbaren
Angebotsinnovationen auf Destinations- und
Betriebsebene. Für 2016 kommen einige
zusätzliche Herausforderungen auf den
Tiroler Tourismus zu, nicht zuletzt aufgrund
von unverhältnismäßig großen Belastungen
durch die Steuerreform. Ungeachtet dieser
Hindernisse muss Tirol seinen positiven Weg
weitergehen und gemäß der Tourismusvision
2021 den „Inbegriff alpinen Lebensgefühls“
nach innen und außen repräsentieren.
· Stimmen aus dem Tiroler Tourismus
· www.tirolwerbung.at
Belastungen verärgern die Branche
Franz Hörl, Hotelier und Seilbahner, Obmann der Sparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol sowie der Fachgruppe
Seilbahnen in der WK Österreich
Viele unverhältnismäßige Belastungen haben
unsere Branche arg gebeutelt und wir blicken
daher auf ein durchwachsenes Jahr zurück.
Begonnen hat es mit der Allergenverordnung,
geendet mit dem Aufschrei der großen Tiroler
Reisebüros. Diese drohen ihre Firmensitze ins
Ausland zu verlegen, weil sie durch die „Margensteuer“ ab Jänner 2017 Mehrbelastungen in
Millionenhöhe erwarten. Dazwischen lag die
Steuerreform mit ihren massiven Auswirkun-
gen. Dass wir eine grandiose Winter- und
Sommersaison hatten, ging dabei völlig
unter. Auch der neue Kollektivvertrag im Gastgewerbe, der elf Stunden Ruhezeit vorsieht,
entfaltet nun seine volle Wirkung. Immerhin
konnten unsere beiden WK-Obleute Sigi Egger
und Pepi Hackl mit ihrem Verhandlungsgeschick eine Erleichterung erreichen. Aber
dass man verkürzte Ruhezeiten – also nicht
geleistete Arbeitsstunden – nun extra bezahlen
muss, erscheint vielen Betrieben zu Recht als
unfair. Kein Wunder also, dass die Stimmung
in den Tourismusunternehmen alles andere
als gut ist. Ein positiver Höhepunkt des Jahres
2015 war für mich der 9. April. Einen so
starken Zusammenhalt der Branche wie beim
Protestmarsch der Touristiker in Innsbruck
hatte ich weder erwartet noch in meiner Laufbahn als Wirtschaftspolitiker bisher erlebt!
Regionen bilden
selbstbewusste Phalanx
Die einzige Konstante
ist die Veränderung
Alfons Parth, Hotelier, Vorstandsvorsitzender des Verbands der
Tiroler Tourismusverbände und Obmann des TVB Paznaun-Ischgl
Treffender als mit diesem Titel könnte
man die touristischen Entwicklungen
in den letzten Jahren, allen voran 2015,
nicht beschreiben. Die Bewältigung
verschiedenster unsinniger Verordnungen und nicht nachvollziehbarer
Gesetze, die vor allem unsere Klein- und
Mittelbetriebe schwer treffen, steht hier
an erster Stelle. Die Tourismusbranche
muss für Unternehmer/innen wieder
attraktiv und vor allem bewältigbar
werden! Dranbleiben müssen wir an
der Verbesserung des Onlinever triebes,
sodass wir am internationalen und hart
umkämpften Tourismusmarkt weiterhin konkurrenzfähig sind. Dabei wird
auch die engere Zusammenarbeit der
Verbände untereinander immer wichtiger, um bei wesentlichen touristischen
Herausforderungen eine abgestimmte
Vorgehensweise zu garantieren. Der Sommertourismus birgt nach wie vor großes
Potenzial. Das alpine Sommererlebnis
muss an Bedeutung gewinnen und wir
sind gefordert, in innovative und qualitativ hochwertige Angebote zu investieren.
Fokussierung auf die
Dienstleistungsqualität
Richard Walter, Präsident Österreichischer
Gerhard Föger, Leiter Tourismusabteilung Land Tirol
Von den regulatorischen Rahmenbedingungen durchgeschüttelt, rückten
die Tiroler Tourismusverbände unter
einem gemeinsamen Dach zusammen. Der in der jüngsten Novelle des
Tourismusgesetzes verankerte Verband
der Tiroler Tourismusverbände (VTT)
versteht sich als starke Interessenvertretung der Praktiker und umfasst als
selbstständige Körperschaft sämtliche
Destinationen und Regionen. Die organisatorischen und finanziellen Weichen
wurden gestellt, sodass der VTT seiner
Bestimmung gerecht werden kann:
umfassender Wissenstransfer in der
Branche und unüberhörbare Stimme
im tourismuspolitischen Prozess. Das
parallel dazu eingerichtete Tourismus-Forschungszentrum bündelt
die wissenschaftliche Exzellenz von
MCI und Universität, um heimische
Organisationen und Unternehmer mit
substanziellen Entscheidungsgrundlagen zu versorgen. Es ist angerichtet.
Skischulverband und Obmann TVB St. Anton
Tirols Skischulen sind für die Entwicklung des
Tiroler Wintertourismus von großer Bedeutung. Der Schlüssel zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Skischulwesens liegt in der
Fokussierung auf die Dienstleistungsqualität.
Die fachliche und technische Kompetenz der
Schneesportlehrer wird von den Gästen längst
als selbstverständlich angesehen. Um die Erwartungshaltung der Skischulgäste zu erfüllen
oder bestmöglich zu übertreffen, sind die Soft
Skills entscheidend. Dazu gehört vor allem die
soziale Kompetenz des Schneesportlehrers:
dessen Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse des Gastes. Die mehr als 7.000 Tiroler
Schneesportlehrer sind für die Gäste im
Tiroler Wintertourismus nicht nur die ersten
Ansprechpartner in Sachen Ski-/Schneesport
und neuer Trends, sondern sind auch die
wichtigsten Bezugspersonen für den Gast
während des Urlaubs. Wir haben im Tiroler
Skilehrerverband auf diese Anforderungen
reagiert und in den Ausbildungsinhalten für
die Schneesportlehrerausbildung Schwerpunkte in den Bereichen Dienstleistung und
· www.tirolwerbung.at
· Geschäftsbericht 2015
Tourismus gesetzt. Darüber hinaus werden
diese Themen auch in den Weiterbildungsmaßnahmen für die Ausbildungsleiter und
Ausbilder forciert. Wir arbeiten hier mit
international höchst anerkannten Experten
(z. B. MCI Innsbruck, Prof. Hubert Siller)
zusammen. Der Bedeutung der Dienstleistungsgesinnung im Tourismus und speziell
im Skilehrwesen wird auch in unserem neuen
Lehrplan, der beim Interski-Kongress 2015
in Argentinien präsentiert wurde, ein
wichtiger Teil eingeräumt.
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Wussten Sie, dass …
Neues, Informatives, Interessantes
… 91 Prozent der Schweizer in den vergangenen drei Jahren eine Auslandsreise gemacht
haben bzw. dies in den kommenden drei Jahren planen?
(Quelle: Österreich Werbung Länderstudie Schweiz 2015).
… durch die 70,3 Millionen Urlaubsreisen der Deutschen 2014 eine Verkehrsleistung
von insgesamt 232 Milliarden Kilometer generiert wurde? Daraus ergibt sich eine
durchschnittliche Anreisedistanz von 1.654 Kilometern.
(Quelle: Deutsche Reiseanalyse 2015).
… im Winter 2014/15 in Tirol auf 1.000 Einwohner 470 Betten kamen? Im Vergleich dazu
waren es in Salzburg 389 und in Österreich insgesamt 121 Betten.
(Quelle: Statistik Austria).
… 98 Prozent der alpenurlaubsaffinen Bevölkerung in Deutschland Tirol sowohl im Sommer
als auch im Winter zumindest dem Namen nach kennen?
(Quelle: Tirol Werbung, Bekanntheits- und Imagestudie 2015, gestützte Bekanntheit).
… chinesische Gäste nur durchschnittlich 1,1 Tage in Tirol verbringen? Trotzdem liegt
China gemessen an den Übernachtungen in der Sommersaison 2015 erstmals unter den
Top 10 Herkunftsmärkten und belegt mit rund 230.000 Übernachtungen Rang neun.
(Quelle: Landesstatistik Tirol).
… acht von zehn Tiroler Unterkunftsbetrieben mit dem wirtschaftlichen Erfolg der
Sommersaison 2015 zufrieden bzw. sehr zufrieden waren?
(Quelle: Tirol Werbung, Saisonales Tourismusbarometer, Oktober 2015).
… 53 Prozent der Deutschen, die im Ausland Skifahren lernen, dies in Tirol tun? Dahinter
folgen Vorarlberg (21 %), Salzburg und Südtirol (je 19 %) und die Schweiz mit 11 %.
(Quelle: Nationale Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 2011/12).
46
· Wussten Sie, dass ...
Blick von der Serles
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Statistik-Quellen falls nicht anders angegeben: Amt der Tiroler Landesregierung, Sg. Landesstatistik und tiris.
Stand: Innsbruck, April 2016. Satzfehler vorbehalten.
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