TM_Bahnhofsstudie_Stroer

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MEGATREND 1
Short Version
MARKTFORSCHUNG
Zeitbudget für Mediennutzung
Mediennutzung
gesamt in Minuten
*
47
6
25
100
Funk
TV
24
331 min.
TZ
Bahnhof
PZ
129
Internet
>> Fast 8% ihrer täglichen werblichen Erreichbarkeit entfällt auf den Bahnhof.
Quelle: UM/ Media in Mind, 2008, E 14-64, Mo-So, in Minuten; Mediacom Insight Station Study durchschnittliche Bahnhofsaufenthaltsdauer werktags;
*by_Peter-Kirchhoff_pixelio.de
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Zeitbudget für Mediennutzung
> Betrachtet man diese Zahlen, so sieht man, dass die Bahnhofsnutzung mit
täglich 25 Minuten einen relevanten Anteil an der täglichen werblichen
Erreichbarkeit der Bahnhofsnutzer hat.
MARKTFORSCHUNG
Einordnung Reichweite Bahnhof
Nettoreichweiten nach Medium
60%
54%
50%
39%
40%
30%
24%
20%
16%
13%
12%
9%
19%
12%
10%
4%
0%
ARD
Sat 1
Kabel 1
Sport 1
N24
DER SPIEGEL
Stern
Quelle TV: AGF/GfK Fernsehforschung;DAP TV Control, Fernsehp.(D+EU), ohne zeitversetzte Nutzung, ohne außerhaus Nutzung, vorl. gew.
18.04. - 20.04.2010 (Werbeblockreichweiten); Print: ma 2010 Pressemedie; Bahnhof: ma 2010 Plakat;
Vollbelegung CLP und GF, Zielgruppe E 14-49 Jahre; * soweit Flächen verfügbar
Hörzu
Top 200
Bahnhöfe*
alle Bahnhöfe
national
MARKTFORSCHUNG
Frequenzverteilung an Bahnhöfen
Frankfurt am Main HBF
GF
CLP
Ground Poster
Big Banner
Stair Poster/ Branding
Ground Stripes
Quelle: Bahnhofsfrequenzatlas, Fraunhofer Institut 2009
>> Zielgruppen und
>> Frequenzen
Zielgruppenverund
Frequenzen
verteilen
sich in den
teilen sich unterin den
Bahnhöfen
Bahnhöfen unterschiedlich
schiedlich
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Frequenzverteilung an Bahnhöfen
> Anhand des Bahnhofs-Frequenzatlasses von Fraunhofer lassen sich
Bahnhofsbesucherzahlen auf einzelne Bahnhofsbereiche runter brechen.
> Aufgrund unterschiedlicher Verkehrssystemnutzung lassen sich Bereiche
wie Fern- und S-Bahnbereiche trennen, bzw. differenziert betrachten.
> Der Bahnhofs-Frequenzatlas liegt für die 169 größten Bahnhöfe vor.
MARKTFORSCHUNG
Hintergründe und Untersuchungsdesign
Ziel der
Untersuchung
Analyse der Zielgruppen im Bahnhof und der Wirkung und Wahrnehmung von Werbeträgern in
Bahnhofsumfeldern.
Desk Research
Vorgehensweise
Explorierte
Werbeträger
Testmotive
>
Zielgruppen im
Bahnhof
Quantitative
Wirkungsanalyse
Qualitative
Wirkungsanalyse
Implizite
Wirkungsanalyse
Werbewirkung
> Imagewirkung
>
Mindset am Bhf.
> Werbewirkung
>
>
Werbewirkung
> Motivanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Hintergründe und Untersuchungsdesign
> Die Studie hat den Anspruch einer 360 Grad Untersuchung, die neben Nutzerstrukturen
für die Bahnhöfe auch Aussagen über klassische Wirkungsparameter (quantitativ,
Recall, Recognition), sowie innovative Wirkparameter (implizite Erinnerung), wie die
tatsächliche Änderung von Präferenzentscheidungen enthält.
> Um die gemessenen Effekte besser verstehen und erklären zu können, wurde im
Rahmen der Studie eine umfängliche qualitative Hintergrunduntersuchung durchgeführt.
> Testdesign der quantitativen und impliziten Messung ist ein dreidimensionaler Testcube
bestehend aus 3 Werbeträgern (CLP, GP und BB), 3 fiktiven Motiven (Mauritius, Fresh
und Mediol) und 3 Bahnhöfen (Stuttgart, Bremen und München), der sicherstellt, dass
die Messergebnisse genau einer Konstellation zugewiesen werden können.
> Im qualitativen Teil wurden GF, ML, CLP und GP getestet. Hier kam nur das Mauritius
Motiv zum Einsatz.
> Die Kampagnen wurden bewusst mit fiktiven Produkten durchgeführt, um Depot-Effekte
auszuschließen und die gemessene Wirkung ausschließlich auf die durchgeführte
Bahnhofs-Kampagne zurückführen zu können.
> Nachfolgend gehen wir zunächst auf den Desk Research ein.
MARKTFORSCHUNG
„Insight Station“ – Bahnhofszielgruppen
Young
Urbans
Professionals
Business
Traveller
(ICE)
ily
a
D
er
s
U
T ra
vel
ler
Holiday
Traveller
Foto
Leisuretimer
City
Shopper
Quelle: Communications Network 13,0
Night
Owls
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen „Insight Station“ –Bahnhofszielgruppen
> Die Studie stellt fest, dass man Bahnhofsbesucher grundsätzlich in 3
Kerngruppen unterteilen kann, die täglichen Pendler, die Reisenden und die
Freizeitnutzer.
> Hieraus wurden 6 Kernzielgruppen abgeleitet, die Young Urbans, die
Professionals, die City Shopper, die Night Owls, die Holiday Traveller und
die ICE Business Traveller.
> Wie man in dieser Übersicht erkennen kann, entsprechen die im Bahnhof
dominierenden Zielgruppen keineswegs dem oft vorherrschenden Vorurteil
über die Nutzer der Bahnhöfe in Deutschland. Im Gegenteil können wir hier
schon erkennen, dass praktisch alle Kategorien werblich hoch relevanter
Zielgruppenpotentiale beschrieben werden.
> Nachfolgend gehen wir beispielhaft auf die Young Urbans, die Professionals
und die ICE Business Traveller näher ein.
MARKTFORSCHUNG
„Insight Station“ – Bahnhofszielgruppen
Young
Urbans
Professionals
Business
Traveller
(ICE)
ily
a
D
er
s
U
T ra
vel
ler
Holiday
Traveller
Foto
Leisuretimer
City
Shopper
Quelle: Communications Network 13,0
Night
Owls
MARKTFORSCHUNG
Young Urbans – A Day in Life
Steckbrief
A Day in Life
Wir sind
> Morgens
fahre ich mit der Bahn zur Schule
jung
Umsteigen
am Bahnhof
> bzw.
lebenUni,
nochbeim
im „Hotel
Mama“
ich öfters
ein Brötchen holen
> gehe
sind noch
in dernoch
Ausbildung
> haben Eltern die gut verdienen, aber noch
> kein
Nachmittags
mache ich mich auf den
eigenes Einkommen
Nachhauseweg
>Wir
Oft mache ich dann noch einen Abstecher zum
> Supermarkt
nutzen jedenoder
Tagzum
das Shoppen
Internet in der Stadt
> nutzen jeden Tag den ÖPNV / Bahnhof
> Abends
ich ins Kino, bin mit Freunden
gehen oftgehe
ins Kino
gehe zum
Sport oder in die Disco
> zusammen
lesen kaumoder
Zeitungen
und Zeitschriften
> nutzen Radio und TV nicht oft
12
Quelle: Communication Network 13,0; In Ausbildung + Nutze ÖPNV zur Arbeit + BIK 100TEW+ Gebiete (Potential 2,34 Mio.)
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Young Urbans – A Day in Life
> Dies soll nur ein kurzer Eindruck sein. Selbstverständlich umfasst die Studie
weitergehende Auswertungen zu den Bahnhofs-Zielgruppen.
MARKTFORSCHUNG
Zeitschienen Young Urbans
Montag
6-9 Uhr
9-12 Uhr
12-15 Uhr
15-18 Uhr
18-21 Uhr
21-24 Uhr
14
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Zeitschienen Young Urbans
> Zum besseren und vollständigen Verständnis der Erreichbarkeit von
Zielgruppen sind für alle Kernzielgruppen erste Grobstrukturen der
zeitlichen Verteilung der Bahnhofs-Nutzung erstellt worden.
MARKTFORSCHUNG
16
Professionals – A Day in Life
Steckbrief
A Day in Life
Wir
> Morgens
fahre20
ichund
mit59
derJahren
Bahn zur
sind zwischen
alt Arbeit
hole
mir einen Kaffe während ich auf
> und
haben
Familie
Zugüberdurchschnittlich
warte
> meinen
verdienen
gut
> haben eine gute Ausbildung
> Nachmittags mache ich mich auf den
Nachhauseweg
Wir
> lesen
In meiner
Freizeit
treffe
mich oft mit Freunden
gerne
Zeitung
oderichZeitschriften
meiner
> oder
nutzen
jedenFamilie
Tag den ÖPNV / Bahnhof
> gehen gerne ins Kino
> Abends
ichRadio
gerne in Museen oder zu
hören abgehe
und zu
zum Sport
> Ausstellungen
TV schauen wiroder
nichtgehe
so oft
> sind keine Heavy User Internet
Quelle: Communication Network 13,0; Berufstätig + Nutze ÖPNV zur Arbeit + BIK 100TEW+ Gebiete (Potential 3,75 Mio.)
MARKTFORSCHUNG
Zeitschienen Professionals
Montag
6-9 Uhr
9-12 Uhr
12-15 Uhr
15-18 Uhr
18-21 Uhr
21-24 Uhr
17
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
MARKTFORSCHUNG
ICE Business Traveller – A Day in Life
Steckbrief
A Day in Life
Wir sind
>> männlich
denoftbesten
Jahren
Morgens und
fahreinich
mit dem
ICE zu Geschäfts> terminen,
verheiratet,beim
haben
Familie
Umsteigen am Bahnhof hole ich
> mir
haben
eine
höhere
Bildungund
(Abitur,
Fach-/
sehr gerne Zeitungen
Zeitschriften.
Hochschulreife/ Studium)
>> haben
ein hohes
Einkommen
Nachmittags,
nach
einem erfolgreichen Termin,
bummle ich oft durch den Bahnhof, wenn ich auf
meinen Zug warte
Wir
>> nutzen
das Internet
für Informationszwecke
Häufig kaufe
ich mirhäufig
dann auch
einen kleinen
> Snack
nutzenfür
regelmäßig
den
ICE
die Fahrt.
> gehen oft ins Kino
> lesen intensiv Zeitungen und Zeitschriften
> nutzen täglich Radio, TV nicht so oft
18
Quelle: Communication Network 13,0; Geschäftsreisen mit der Bahn + BIK 100TEW+ Gebiete (Potential 1,2 Mio.)
MARKTFORSCHUNG
Zeitschienen ICE Business Traveller
Montag
6-9 Uhr
9-12 Uhr
12-15 Uhr
15-18 Uhr
18-21 Uhr
21-24 Uhr
19
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
MARKTFORSCHUNG
Hintergründe und Untersuchungsdesign
Ziel der
Untersuchung
Analyse der Zielgruppen im Bahnhof und der Wirkung und Wahrnehmung von Werbeträgern in
Bahnhofsumfeldern.
Desk Research
Vorgehensweise
Explorierte
Werbeträger
Testmotive
>
Zielgruppen im
Bahnhof
Quantitative
Wirkungsanalyse
Qualitative
Wirkungsanalyse
Implizite
Wirkungsanalyse
Werbewirkung
> Imagewirkung
>
Mindset am Bhf.
> Werbewirkung
>
>
Werbewirkung
> Motivanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Hintergründe und Untersuchungsdesign
> Nachfolgend gehen wir auf die quantitative Wirkanalyse ein.
MARKTFORSCHUNG
Methodensteckbrief quantitative Wirkungsanalyse
Methode
ƒ Face-to-face Befragung am Bahnhof
Zielgruppe
Fallzahl / Feldzeit
ƒ Erwachsene im Alter von 18-49 Jahren,
die regelmäßig / täglich den jeweiligen
Bahnhof nutzen und eine hohe Kontaktchance mit den Werbeträgern hatten
ƒ Nullwelle N=404
ƒ Testwelle N= 1.004
19. Februar 2010
23. bis 26. Februar 2010
(vor Kampagnenstart)
(während Kampagne)
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Methodensteckbrief quantitative
Wirkungsanalyse
> Zur Messung der klassischen Werbewirkung wurden persönliche Interviews im
Bahnhofs-Umfeld durchgeführt. Es wurden tägliche Pendler zwischen 18 und
49 Jahren befragt. Die Befragung bestand aus einer Null- und einer Messwelle.
MARKTFORSCHUNG
„Insight Station“ – Werbung am Bahnhof wirkt!
ungestützte Werbeerinnerung
14,9
Basis: alle Befragte, Angaben in %
Nullwelle (N=404)
gestützte
Werbeerinnerung
Recognition
3,5
Testwelle (N=1004)
27,2
2,2
41,3
>> Positive Entwicklung aller erhobenen Parameter im Vergleich zur Nullwelle.
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; quantitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen „Insight Station“ – Werbung am
Bahnhof wirkt!
> Die Testkampagne wurden an 5 aufeinander folgenden Werktagen
durchgeführt. Die Wirkungsuntersuchung basiert auf einer fortlaufenden
Kampagnenbefragung, beginnend mit dem 2. Tag. Der Durchschnitt aller
Befragten zeigt sehr positive Ausschläge aller relevanten Wirkungsparameter.
Gleichzeitig ist klar zu erkennen, dass in der Nullmessung kein Effekt auftritt
und sich die Messergebnisse ausschließlich auf die Kampagne beziehen.
MARKTFORSCHUNG
„Insight Station“ – Auswirkung im Zeitverlauf?
Werbewirkung
Ungestützte
Werbeerinnerung
Gestützte
Werbeerinnerung
Big Banner
10,2
18,8
19,7
Ground
Poster
11,6
34,8
48,3
Di/Mi
(N=500)
Do/Fr
(N=504)
CLP
10,4
35,8
Recognition
Basis: alle Befragte,
Angaben in %
17,8
20,5
20,5
20,5
31,5
34,1
34,8
37,1
Foto
47,4
46,0
>> Alle Werbeträger zeigen deutliche Wirkungszuwächse im Zeitverlauf.
Dabei werden die stärksten Zuwächse beim Big Banner erreicht.
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; quantitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen „Insight Station“ – Auswirkung im
Zeitverlauf?
> Die Studie belegt einen signifikanten Anstieg der Werbeerinnerung im Laufe
des Kampagnenzeitraums. Die gemessenen Werte können aufgrund der
Methode nicht direkt mit anderen Kampagnentrackings verglichen werden.
> Da alle 3 Werbeträger im Mix aller 3 Testkampagnen überzeugende Leistung
zeigen, können wir davon ausgehen, dass der Beweis erbracht ist, das der
Bahnhof als Werbeträger ein erfolgreiches Kommunikationsumfeld darstellt.
MARKTFORSCHUNG
Auswirkungen von Kreation und Motiv
Basis: alle Befragte, Angaben in %
Werbewirkung
Ungestützte Werbeerinnerung
Gestützte Werbeerinnerung
18,6
14,0
12,1
33,5
23,8
24,2
>> Touristik mit der besten Wirkung.
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; quantitative Wirkungsanalyse
Testwelle
(N=1004)
Recognition
51,6
36,1
36,3
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Auswirkungen von Kreation und Motiv
> Aufgrund der Kreation erhält Mauritius, nicht wirklich überraschend, die
höchsten Werte, trotzdem erzielen auch die beiden anderen Testmotive sehr
überzeugende Ergebnisse.
> Hierbei muss bedacht werden, dass die gemessenen Ergebnisse sich auf eine
reine Bahnhofskampagne beziehen und die Wirkung für Produkte ohne jedes
Werbedepot beschreiben.
MARKTFORSCHUNG
Hintergründe und Untersuchungsdesign
Ziel der
Untersuchung
Analyse der Zielgruppen im Bahnhof und der Wirkung und Wahrnehmung von Werbeträgern in
Bahnhofsumfeldern.
Desk Research
Vorgehensweise
Explorierte
Werbeträger
Testmotive
>
Zielgruppen im
Bahnhof
Quantitative
Wirkungsanalyse
Qualitative
Wirkungsanalyse
Implizite
Wirkungsanalyse
Werbewirkung
> Imagewirkung
>
Mindset am Bhf.
> Werbewirkung
>
>
Werbewirkung
> Motivanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Hintergründe und Untersuchungsdesign
> Um jetzt verstehen zu können , was die logischen Hintergründe für die guten Ergebnisse
sind, lohnt sich ein Blick in die begleitend durchgeführte qualitative Untersuchung.
MARKTFORSCHUNG
Methodensteckbrief qualitative Wirkungsanalyse
Gruppendiskussionen
ƒ 8 psychologische Gruppendiskussionen:
64 Probanden
Spy Walks
ƒ Psychologische Spy Walks:
19 Probanden
Expertenexplorationen
ƒ 4 psychologische Selbstexplorationen von Experten
(Psychologen) von Bahnhofsbegehungen
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Methodensteckbrief qualitative
Wirkungsanalyse
> Bei der Betrachtung der Anzahl der Testpersonen der qualitativen Studie, muss
bedacht werden, dass hier immer mit signifikant geringeren Gesamtfallzahlen
gearbeitet wird. Daher ist eine Studie mit fast 100 Testpersonen als sehr
umfangreich anzusehen.
> Gleichzeitig ist anzumerken, dass die angewandte Methode, mit 3
verschiedenen Untersuchungsansätzen, ein sehr aussagekräftiges und
belastbares Ergebnis erwarten lässt.
MARKTFORSCHUNG
Werbung an Bahnhöfen wird positiv wahrgenommen
ƒ
Beim Thema ‚Werbung an Bahnhöfen‘ reagieren die Probanden offen
und unvoreingenommen.
ƒ
Das Thema wird nicht abgeblockt, sondern lebhaft und angeregt
diskutiert.
ƒ
Bahnhöfe bringen den Menschen in eine werberezeptive Stimmung
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Werbung an Bahnhöfen wird positiv
wahrgenommen
> Prinzipiell kann gesagt werden, dass die Testpersonen sehr angeregt und
positiv über Werbung diskutiert haben. Ein Key-Insight der Untersuchung ist,
dass Bahnhöfe Menschen in eine sehr werberezeptive Stimmung bringen.
> Diese Grunderkenntnis erlaubt schon einen ersten Blick auf das Level der
gemessenen Ergebnisdaten.
> Im Folgenden wollen wir auf diesen Punkt noch tiefer eingehen.
MARKTFORSCHUNG
Rezeption von Werbung
5 werberelevante Verfassungen
Ausblenden
Routiniertes
Pendeln
Tunnel-Blick
Offenheit für
Alltagsfluchten
Offen weil
Freiräume
Geschlossenheit
weil zu Reizintensiv
Zurechtfinden
Offenheit für
Orientierungen
Entspanntes
Schlendern
Anregende
Entdeckungsreise
Große Offenheit für
Produkte
Große Offenheit
für Aufregendes
x
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
36
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Rezeption von Werbung
> Man kann in der qualitativen Studie sauber unterschiedliche mentale
Verfassungen differenzieren.
> Hierbei wird deutlich, dass Bahnhofsbesucher praktisch in allen
Bahnhofsumfeldern und Verfassungen durch Werbung sehr gut erreicht
werden.
> Dies ist ein weiterer eindeutiger Hinweis, warum die gemessene Wirkreichweite
der durchgeführten Testkampagnen ein positives Niveau erzielt.
> Es muss angemerkt werden, dass jede Person im Laufe eines BahnhofsBesuches durchaus mehrere der beschriebenen Verfassungen durchlaufen
kann.
MARKTFORSCHUNG
Wahrnehmung und Wirkung - Großflächen
Wirkung durch Überdimensionalität
ƒ
Mikroskop-Effekt im Realen
ƒ
Verdichtungsleistung (eine Botschaft)
ƒ
Innerliches Dialogisieren, da Wartesituation
38
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Wahrnehmung und Wirkung - CLP
Hochwertigkeit durch Glas und Beleuchtung
ƒ
Aufwertungswirkung durch
Beleuchtung und Glas-Schutz
ƒ
Sicherheit und Wärme – v.a. an
S-Bahnhöfen
ƒ
Aufmerksamkeitssteigerung
durch Wechsel
39
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Wahrnehmung und Wirkung - ML/PGF
Wirkung durch Größe, Beleuchtung
und Bewegung
ƒ
Multiplikation durch Licht- und
Größe-Effekt
ƒ
Bewegung zieht Blicke magisch an
(Neues im Wechsel)
40
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Wahrnehmung und Wirkung - ML/PGF
> Hinzugefügt werden kann, dass die Befragten spontan die Erwartungshaltung
äußerten, dass in diesem Werbeträger hochwertige Produkte/Dienstleistungen
angeboten werden, bzw. angeboten werden sollten.
> Dies erlaubt uns, von einem sog. Framing Effekt zu sprechen, d.h. der
qualitativen Abstrahlung der Darbringungsform auf die empfangene
Werbebotschaft.
MARKTFORSCHUNG
Wahrnehmung und Wirkung - Folien
Wirkung durch direkten Kontakt
ƒ
Kontakt-Wirkung durch Betreten
ƒ
Brechung der Monotonie des Bodens
ƒ
Aufmerksamkeits-Effekt:
Blickveränderung am Boden
42
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Wahrnehmung und Wirkung - Folien
> Zum Ground Poster ist zu bemerken, dass hier das beworbene Produkt zur
Situation passen muss und deshalb ein wichtiges Kriterium darstellt.
> Es sollten z.B. keine hochwertigen Produkte bzw. Menschen/Gesichter auf dem
Boden dargestellt werden, während Hinweise auf konkrete Themen im Umfeld
(bspw. Veranstaltungen) hervorragend geeignet sind.
MARKTFORSCHUNG
Verfassung und Ansprechbarkeit
Großfläche
City-Light-Poster
x
x
Mega-Light
Plakatwechsler
Ground Poster
x
x
x
x
Ausblenden
Routiniertes
Pendeln
Tunnel-Blick
Zurechtfinden
Entspanntes
Schlendern
x
44
Anregende
Entdeckungs
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Verfassung und Ansprechbarkeit
> Dieses Chart zeigt die Verknüpfung der Verfassungen mit der Wirksamkeit der
einzelnen Werbeträger.
> Im klassischen Umfeld der Großfläche treten gewissen Verfassungen nicht auf,
bspw. entspanntes Schlendern (Großflächen stehen meistens im
Warte/Gleisbereich).
MARKTFORSCHUNG
Fazit
ƒ Form der Bahnhofsmedien spricht Menschen in
ganzheitlicher Sinnlichkeit an!
ƒ Positive Einstellung zu Werbung am Bahnhof!
ƒ Focus auf hinterleuchtete, bzw. digitale Medien!
ƒ Intensive Beschäftigung mit der Werbebotschaft, vor allem in
der Wartesituation!
ƒ Bewegung von Bahnhofsmedien bringt
Aufmerksamkeitsgarantie!
ƒ Inhalt wirkt aktivierend!
>> Ganzheitliche Kommunikation durch Bahnhofsmedien.
Quelle: Insight Station Study, Mediacom 2010; qualitative Wirkungsanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Fazit
> Zusammenfassend können wir zur qualitativen Analyse feststellen, dass die
Ergebnisse verständlich machen, warum wir das Bahnhofs-Umfeld als
hochinteressanten, bisher weitestgehend unterschätzten Werbeträger
bezeichnen dürfen. Sie liefert damit eine sehr stabile Erläuterung der
Messergebnisse der Testkampagne.
MARKTFORSCHUNG
Hintergründe und Untersuchungsdesign
Ziel der
Untersuchung
Analyse der Zielgruppen im Bahnhof und der Wirkung und Wahrnehmung von Werbeträgern in
Bahnhofsumfeldern.
Desk Research
Vorgehensweise
Explorierte
Werbeträger
Testmotive
>
Zielgruppen im
Bahnhof
Quantitative
Wirkungsanalyse
Qualitative
Wirkungsanalyse
Implizite
Wirkungsanalyse
Werbewirkung
> Imagewirkung
>
Mindset am Bhf.
> Werbewirkung
>
>
Werbewirkung
> Motivanalyse
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Hintergründe und Untersuchungsdesign
> Die bisherigen Ergebnisse zeigten klassische Wirkungsparameter, bei denen
das Bahnhofs-Umfeld als werblich aufmerksamkeitsstarkes Umfeld erkannt
werden konnte.
> Um zu ermitteln, ob die gemessene Aufmerksamkeit auch zu einer
substanziellen Wirkung bei den erreichten Personen führt, wurde bei den
selben Testkampagnen im selben Zeitraum eine Messung der impliziten
Werbewirkung vorgenommen.
> Bei diesem innovativen Messverfahren, durchgeführt von der Uni Luxemburg,
geht es um die Erfassung von Präferenzverschiebungen und Änderungen in
der spontanen Produkteinschätzung und nicht um die Frage des bewussten
Erinnerns einer Werbekampagne bzw. Werbebotschaft.
> Man könnte also davon sprechen, dass wir hier ein Stückchen tiefer in den Kopf
hineinbohren, um besser zu verstehen, ob die wirklichen Kommunikationsziele
der Kunden, nämlich Veränderung des Verhaltens durch werbliche
Kommunikation, im Bahnhof umgesetzt werden können.
MARKTFORSCHUNG
Methodensteckbrief implizite Wirkungsanalyse
Methode
ƒ Face-to-face Befragung am Bahnhof
Zielgruppe
Fallzahl / Feldzeit
ƒ Erwachsene im Alter von 18-49 Jahren,
die regelmäßig / täglich den jeweiligen
Bahnhof nutzen und eine hohe Kontaktchance mit den Werbeträgern hatten
ƒ N= 319 + Nullwelle
Testwelle: 23. bis 26. Februar 2010
(während Kampagne)
MARKTFORSCHUNG
Implizites Gedächtnis: Affektive Präferenz
ƒ
Priming: Bereits ein einzelner Kontakt bahnt und
führt bei Wiederholung zu besserer Verarbeitung
ƒ
Mere Exposure Effekt: Wiederholtes wird Neuem
vorgezogen, ohne dass die affektive Präferenz
explizit erinnert wird
ƒ
Plakate und implizites Erinnern: Mere-Exposure
im Feld
oder
?
ƒ
Blüher & Pahl (2007)
Vertrautheit signalisiert Tried-and-Trusted und damit
eine positivere, verhaltenswirksame
Markeneinstellung durch gefühltes Vertrauen (Wahl,
Erwerb)
51
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Implizites Gedächtnis:
Affektive Präferenz
> Zur Erläuterung des Themenbereichs Messung impliziter Gedächtnisleistung/
Werbewirkung wollen wir uns kurz ein interessantes Experiment der Uni Erlangen
anschauen.
> Hierbei wurden 2 Testgruppen im Bereich der Stadt Erlangen zu ihren Vorschlägen zur
Umgestaltung eines zentralen Platzes befragt.
> Bei der einen Testgruppe zeigte das vorgelegte Foto am Bildrand den Ausschnitt eines
Plakats für das Kaubonbon Pfeffi.
> Die Bilder der Kontrollgruppe enthielten keine Plakate. Nach der Befragung durften die
Testteilnehmer als Geschenk zwischen Pfeffi und Zitro wählen.
> In der Kontrollgruppe zeigte sich hier eine deutliche Präferenz zum Produkt Zitro. Die
Testgruppe hingegen wählte zu fast 80% Pfeffi.
> Dies zeigt, auch bei unterschwelliger Wahrnehmung löst das Plakat für Pfeffi eine
Präferenzverschiebung aus.
> Der beschriebene Effekt wird Tried-and-Trusted genannt. Auch Dinge die unterbewusst
wahrgenommen werden, führen zu einem handlungsstützenden Vertrautheitseffekt.
MARKTFORSCHUNG
Implizites Erinnern von Bahnhofsmedien
ƒ
beworben
nicht beworben
Quelle: Insight Station Study, Universität Luxexmburg 2010;implizite Wirkungsanalyse
Paarvorlage: Vergleich der Gedächtnisleistung für
beworbene gegenüber nicht beworbenen Produkten
1.
Spontane Präferenzaufgabe: „Bitte wählen
Sie von jedem Paar jeweils dasjenige Produkt,
das Ihnen persönlich spontan am meisten
zusagt“
2.
Beurteilungsaufgabe: „Geben Sie nun jedem
Produkt eine Note von 1-sehr gut bis 6ungenügend”
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Implizites Erinnern von Bahnhofsmedien
> Der 3. Teil der Testkampagnen befragt die Testpersonen nicht nach werblicher
Erinnerung, sondern ermittelt die Spontanpräferenz in einer Paarvorlage
zwischen einem beworbenen Produkt und einem leistungsgleichen
Alternativprodukt.
> Die grundsätzliche Präferenzgleichheit wurde in der Nullwelle festgestellt. Es
wurde ebenfalls nach einer Beurteilung der beiden Motive gefragt.
MARKTFORSCHUNG
Implizites Erinnern von Bahnhofsmedien –
Where ist the beef?
ƒ
Werbung im Werbeumfeld Bahnhof wirkt.
Für im Bahnhof beworbene Produkte lassen sich implizite
Gedächtniseffekte sowohl auf der Beurteilungs- als auch auf der
Verhaltensebene zeigen.
ƒ
Echte Marken sind stark – neue haben es schwer.
Nur Motive realer Produkte aktivieren einen vorhandenen Anker im
Gedächtnis, der die spätere Spontanwahl und die Beurteilung positiv
beeinflusst.
ƒ
Size matters, braucht aber Unterstützung.
„Formatsieger“ ist stets das Big Banner: Die in diesem Format
beworbenen fiktiven Produkte werden stärker präferiert, besser
beurteilt und auch ungestützt besser erinnert.
Quelle: Insight Station Study, Universität Luxemburg, Dr. Melzer, 2010, beworbene Produkte (55,3%) werden signifikant stärker
präferiert als nicht beworbene (44,7%).
MARKTFORSCHUNG
Erläuterungen Implizites Erinnern von Bahnhofsmedien
– Where ist the beef?
> Als Ergebnis ließ sich eine klare Präferenz und eine ebenso positive
Beurteilung für die beworbenen Produkte nachweisen.
> Anders als in der klassischen Messung gibt es hier einen eindeutigen
Formatgewinner. Das ist in diesem Fall das Big Banner.
MARKTFORSCHUNG
„Insight Station“ – Fazit
ƒ Essenz
Bahnhöfe sind ein hochrelevanter und bis dato stark
unterschätzter Werbeträger.
ƒ Zielgruppen
Bahnhöfe sprechen interessante und spannende
Zielgruppen an.
ƒ Reason Why
Die Situation am Bahnhof öffnet die meisten Menschen
für die positive Wahrnehmung von Werbung.
ungestützte Werbeerinnerung
gestützte
Werbeerinnerung
Recognition
ƒ Beweis
Wichtige Werbewirkungsparameter steigen durch
Werbung an Bahnhöfen deutlich an.
Präferenzveränderung im impliziten Test nachgewiesen.
14,9
3,5
27,2
2,2
Quelle: Insight Station Study
41,3
MARKTFORSCHUNG
Fragen zur Bahnhofsstudie?
Georg Schotten
Tel.: 02236 9645-257 . Fax -6257
Mail: [email protected]
Tanja Rüttgers
Tel.: 02236 9645-483 . Fax -6483
Mail: [email protected]
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