Beethovenfest Bonn 2013 mit sehr guter Halbzeitbilanz

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Bonn, 22. September 2013
Beethovenfest Bonn 2013 mit sehr guter Halbzeitbilanz
Erste Festivalhälfte geprägt durch Residency-Orchester und exquisite
Kammermusikkonzerte
Zur Halbzeit kann das Beethovenfest Bonn 2013 bereits eine Auslastung von 77
Prozent und 22 ausverkaufte Konzerte von 66 Veranstaltungen im Hauptprogramm
vermelden. Auch viele der 95 Angebote im Rahmenprogramm sind sehr gut besucht:
Die Post Tower Lounge-Konzerte sind alle ausverkauft und auch die Workshops mit
Igudesman & Joo und »Jung und neugierig – Beethoven für Azubis« für
Auszubildende aus Bonn und Umgebung waren ausgebucht.
Die erste Festivalhälfte war geprägt durch die Residency-Orchester sowie exquisite
Kammermusikkonzerte. Das Eröffnungskonzert bot die erstmalige und äußerst
erfolgreiche Zusammenarbeit des ständigen »Orchestra in residence«, der
Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit Kent Nagano. Martin Grubinger
begeisterte sowohl mit seinem Vater und den Önder-Zwillingen als auch einem
kurzfristig eingeflogenen brasilianischen Ensemble, das das Publikum in der
Beethovenhalle zum Tanzen brachte. Wenige Tage später beeindruckte Grubinger
als »Artist in residence« mit John Coriglianos Konzert für Schlagzeug »Conjurer«,
das er gemeinsam mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von
Manfred Honeck aufführte. Das Pittsburgh Symphony Orchestra als weiteres
»Orchestra in residence« beschloss mit zwei Konzerten beim Beethovenfest Bonn
2013 seine diesjährige Europatournee. Yuja Wang gab mit Tschaikowskis
Klavierkonzert Nr. 1 ihr Beethovenfest-Debüt mit den Amerikanern.
Am Eröffnungswochenende gab das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von
Thomas Hengelbrock zwei Konzerte: eines gemeinsam mit dem NDR
Jugendsinfonieorchester im Stil der Hamburger Saisoneröffnung, einer dreiteiligen,
kurzweiligen »Opening Night«. Beim zweiten Konzert sprang für die erkrankte
Hélène Grimaud erfolgreich der palästinensischer Pianist Saleem Abboud Ashkar bei
Schumanns Klavierkonzert ein.
Die lokalen Orchester überzeugten mit hervorragenden Solisten: Beim Beethoven
Orchester Bonn dirigierte und proklamierte Christian Lindberg, der zugleich auch
Solo-Posaune in seiner eigenen Komposition »Kundraan« spielte. Die Klassische
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Philharmonie Bonn mit Heribert Beissel bot die Solistinnen Sabine Meyer und Anna
Lucia Richter auf. Auch das World Doctors Orchestra brachte zu seinem
Benefizkonzert unter der Leitung von Stefan Willich zwei renommierte Solisten mit:
Donna Brown und Jochen Kowalski.
Das Ural Philharmonic Orchestra aus Ekaterinenburg gab ein umjubeltes
Beethovenfest-Debüt mit einem russischen Programm, das Dmitri Liss dirigierte.
Boris Berezovsky war der Solist in Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2.
Beeindruckend gerieten die beiden Abende mit Rudolf Buchbinder. Er interpretierte
Krzysztof Pendereckis Klavierkonzert »Resurrection«, das als Reaktion auf den 11.
September 2001 beklemmende Passagen hatte und riss das Publikum am darauf
folgenden Abend mit der Interpretation von Beethovens »Diabelli-Variationen« zu
jubelndem Beifall hin.
Ebenfalls umjubelt war Cameron Carpenters Debüt beim Beethovenfest, das neun
Schülermanager seit Februar organisiert hatten. Die Live Berichterstattung über den
Konzerttag erreichte per Twitter 14.000 Accounts und per Facebook 900 Fans.
Beeindruckend war Christine Schäfers Interpretation von Schönbergs »Pierrot
lunaire« und dem Finale aus Mahlers Symphonie Nr. 4, das der Pianist Eric
Schneider für ein Kammerensemble arrangiert hatte. Auch das Konzert unter dem
Titel »Luxe, calme et volupté – Baudelaire-Metamorphosen« hatte Eric Schneider für
das Beethovenfest Bonn 2013 unter dem Motto »Verwandlungen« zusammengestellt.
Marlis Petersen, Anke Vondung, Werner Güra, Konrad Jarnot und Christoph Berner
kehrten nach der »Schumann-iade« und »Brahms-iade« mit einer »Schubert-iade«
nach Bonn zurück.
Das Ensemble Modern interpretierte im Rahmen eines Konzertes zum 40-jährigen
Jubiläum der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgewählte Werke von bisherigen
Preisträgern: Rihm, Kurtag und Cerha. Mit Fragen der Inszenierung setzte sich das
Ensemble musikFabrik in Rebecca Saunders‘ »Chroma« vor den Kunstwerken im
Kunstmuseum auseinander.
Das Minguet Quartett bot gemeinsam mit Michael Degen ein musikalischliterarisches Programm, das mit der Rezitation aus Franz Kafkas »Die Verwandlung«
auf das Festivalmotto zugeschnitten war. Stefan Mickisch setzte sich in Wort und Ton
mit »Tonarten und Sternzeichen bei Beethoven und Wagner« auseinander.
Die zweite Festivalhälfte wird durch weitere »Artists in residence« und die
Auseinandersetzung mit musikalischen Wurzeln geprägt. András Schiff vollendet
seinen beim Beethovenfest Bonn 2012 begonnenen Beethoven-KlaviersonatenZyklus mit vier Recitals, in denen die späten Sonaten in chronologischer Reihenfolge
erklingen. Für die Konzerte am 22., 25. und 28. September sowie 1 Oktober gibt es
wenige Restkarten. Der Beethoven-Streichquartett-Zyklus des Borodin Quartets
erstreckt sich über drei Jahre von 2012 bis 2014. Wie schon im vergangenen Jahr
stellt das Quartett an vier Abenden Streichquartette von Beethoven den wichtigsten
russischen Werken für diese Besetzung gegenüber. Nur für das Konzert am 26.
September sind noch Karten erhältlich.
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Patricia Kopatchinskaja tritt als »Artist in residence« in drei unterschiedlichen
Besetzungen auf. Bereits am Freitag begeisterte sie gemeinsam mit dem finnischen
Geiger Pekka Kuusisto, der Bratscherin Lilli Maijala und dem Cellisten Pieter
Wispelwey als »quartet-lab«. Neben ihrer Interpretation von Beethovens
Violinkonzert mit den Bamberger Symphonikern präsentiert sich die moldawische
Geigerin mit ihrer Familie. Das Konzert am 22. September ist ausverkauft, für den
23. September sind noch Karten erhältlich.
Wie Kopatchinskaja und Kuusisto – der mit den Luomu Players und einem Stilmix
von Jazz bis Elektronik in der Straßenbahnhalle Dransdorf begeisterte - bringen viele
Künstler ihre traditionellen Wurzeln in ihre Darbietungen und in neue Musikformen
ein. Diesen Musikern widmet das Beethovenfest Bonn 2013 einen Schwerpunkt, um
den Umgang mit Traditionen und Wandel im Laufe der Jahrhunderte aufzuzeigen.
Caitríona O’Leary singt, begleitet von ihrem Ensemble Dúlra, traditionelle
mittelalterliche Musik aus Irland unter dem Titel »Ecstasy. Geantraí – Irish Songs of
Joy«, für die Konzerte am 26. und 27. September gibt es noch Karten. Ragnhild
Hemsing bringt neben ihrer Geige auch die Hardangerfiedel mit, und stellt die
traditionelle Musik für dieses Instrument den klassischen Violinsonaten von Grieg
und Nielsen gegenüber. Auch für Hemsings Auftritt am 4. Oktober sind noch Tickets
erhältlich.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen erarbeitet erstmals mit Paavo Järvi
den »Fidelio« in einer halb-szenischen Produktion. Die beiden Aufführungen beim
Beethovenfest gestaltet ein herausragendes Sängerensemble aus Burkhard Fritz
(Florestan), Emily Magee (Leonore), Detlef Roth (Don Fernando), Evgenij Nikitin (Don
Pizarro), Dmitri Ivashchenko (Rocco), Mojca Erdmann (Marzelline) und Julian
Prégardien (Jaquino), es singt der Deutsche Kammerchor. Ulrich Tukur übernimmt
die Rolle des Rezitators aus Sicht des greisen Rocco. Für beide Aufführungen am 27.
und 29. September sind noch Karten erhältlich, die zweite Aufführung wird live auf
den Bonner Marktplatz übertragen, der Eintritt zum Public Viewing, das bereits um
17 Uhr mit einem Vorprogramm eingeläutet wird, ist frei. Vor dem Konzert am 27.
September setzt sich das »Quartett der Kritiker« um 18. 30 Uhr mit Beethovens
»Fidelio« auseinander. Vier namhafte Juroren des Preises der Deutschen
Schallplattenkritik diskutieren über unterschiedliche Einspielungen: Michael StruckSchloen, Christian Wildhagen, Michael Stegemann und Björn Woll.
Die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Jontahan Nott geben als
weiteres »Orchestra in residence« drei Konzerte, bei denen jeweils ein Werk
Beethovens und ein Werk des 20. Jahrhunderts auf dem Programm steht. Für das
Konzert mit dem Debüt David Frays in Schönbergs Klavierkonzert und Beethovens
Symphonie Nr. 9 am 24. September gibt es noch Karten.
Die Academy of St Martin in the Fields ist ebenfalls »Orchestra in residence« beim
Beethovenfest 2013. Julia Fischer beeindruckte bereits als Dirigentin und Solistin.
Das zweite Konzert dirigiert Sir Neville Marriner. Für das Konzert mit dem
Beethovenring-Preisträger von 2011, Přemysl Vojta, am 4. Oktober gibt es noch
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Karten. Ausverkauft ist das Abschlusskonzert mit dem London Symphony Orchestra
unter der Leitung von Daniel Harding und mit dem Solisten Christian Tetzlaff.
Karten gibt es auch noch für die zweite Aufführung der ersten deutschen
Neuinszenierung von George Benjamins »Written on Skin« am 4. Oktober, einer
Kooperation von Theater Bonn und Beethovenfest Bonn.
Während es für die Konzerte der Quartette Delian Quartett und Cuarteto Casals
noch Karten gibt, ist das Recital von François-Frédéric Guy ausverkauft. Er spielt
die Uraufführung zweier Werke, die das Beethovenfest Bonn gemeinsam mit dem
Institut Français Bonn bei Johannes Motschmann und David Chaillou in Auftrag
gegeben hat. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Elysée-Vertrages
Die Deutsche Welle hat Zeynep Gedizlioğlu einen Kompositionsauftrag erteilt.
„Durak“ wird beim Campuskonzert des Istanbul University State Conservatory
Symphony Orchestra unter der Leitung von Ramiz Malik Aslanov uraufgeführt. Nach
2012 laden Deutsche Welle und Beethovenfest erneut ein türkisches
Nachwuchsorchester zum Orchestercampus unter dem Motto »Beethoven le
buluşma – Begegnung mit Beethoven« nach Berlin und Bonn. Für das
Campuskonzert am 3. Oktober in der Beethovenhalle gibt es noch Karten.
Bei einem deutsch-türkischen Symposium »Kultur, Kreativität, musische
Erziehung« diskutieren türkische und deutsche Kulturschaffende, Kulturpolitiker
und Journalisten über die Situation der Kultur, Kulturförderung und Medien in der
Türkei und Deutschland. Der Eintritt zu dem Symposium am 27. September von 9.30
bis 17 Uhr im Gremiensaal der Deutschen Welle ist frei.
Ebenfalls noch Karten gibt es für das Konzert von The German Women’s Jazz
Orchestra am 28. September in der Rhein-Sieg-Halle Siegburg. Angelika Niescier,
Komponistin und Leiterin des German Women’s Jazz Orchestra, hat sich bei ihrem
Arrangement für Big-Band-Sound von Wagners Originalmusik aus dem »Parsifal«
inspirieren lassen. Dagmar Pecková singt die nahezu unveränderte Partie der
Kundry.
Erneut gastiert das Beethovenfest Bonn in der Harmonie Endenich: »Keep some
secrets within« heißt das Programm des Cécile Verny Quartets am 25. September.
Die Veranstaltung ist ausverkauft. Für Jean-Luc Ponty, der legendäre Jazz-Geiger,
der bereits mit Stéphane Grappelli, Frank Zappa und Joachim Kühn aufgetreten ist,
gibt es noch Karten. Mit seinem Duopartner William Lecomte spielt er am 1. Oktober
eigene Werke, die seine Entwicklung seit den 60er Jahren aufzeigen.
Beim Beethovenfest Bonn 2013 unter der Schirmherrschaft von NordrheinWestfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sind 49.500 Eintrittskarten für 66
Veranstaltungen im Hauptprogramm in 26 Spielstätten in Bonn und Umgebung im
Verkauf.
Eintrittskarten sind bei Bonnticket und allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Telefonische
Bestellungen unter +49-228-50201313 (Mo-Fr 8–20 Uhr, Sa 9-18 Uhr, So 10–16 Uhr. Onlinebestellungen auf
www.beethovenfest.de.Fotos der Künstler und Spielstätten des Beethovenfestes Bonn 2013 können im
Internet unter http://www.beethovenfest.de/downloads/ heruntergeladen werden.
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