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Konzern-Zwischenlagebericht
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Konzern-Zwischenlagebericht
KONZERNSTRUKTUR, -STRATEGIE UND -STEUERUNG
Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen
wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2014
(Geschäftsbericht 2014, Seite 67 ff.). Aus Sicht des Konzerns ergaben sich
hierzu keine wesentlichen Änderungen.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im
zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 dargestellten
Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2015, den Ausblick,
die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken, den Telekommuni­
kationsmarkt sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass keine wesentlichen
unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Das globale Wirtschaftswachstum entwickelte sich im ersten Quartal 2015
verhalten. Stimulierende Faktoren wie der niedrige Ölpreis oder die starken
Wechselkursveränderungen, die v. a. den exportorientierten Volkswirtschaften
halfen, wurden von negativen Faktoren wie dem Nachfragerückgang in den
Schwellenländern oder dem starken Winter in Nordamerika kompensiert.
In unseren Kernmärkten haben sich die Volkswirtschaften in den ersten drei
Monaten des Jahres 2015 weiterhin mehrheitlich positiv entwickelt, was die
gesamtwirtschaftliche Produktion betrifft. Auch die Lage am Arbeitsmarkt hat
sich weiter verbessert. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Wachstum waren neben
dem verhältnismäßig warmen Winter u. a. der niedrige Ölpreis, der schwache
Euro und die Erholung der Mehrzahl der europäischen Volkswirtschaften
ursächlich. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich bei einer Arbeitslosen­
quote von derzeit 6,8 % unverändert robust.
AUSBLICK
Sollte es nicht zu einer deutlichen Verschärfung der geopolitischen Krisenherde oder zu einer erneuten europaweiten Staatsschulden- und Bankenkrise
kommen, gehen wir davon aus, dass sich die Expansion der Weltwirtschaft im
Laufe der Jahre 2015 und 2016 wieder beschleunigt.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Die volkswirtschaftliche Entwicklung und die Aussichten für unsere Märkte
haben sich u. a. durch die expansive Geldpolitik der EZB verbessert. Jedoch
sind nach wie vor, v. a. für unsere europäischen Länder, eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise und ein mögliches Wiederaufflammen
der Bankenkrise die größten volkswirtschaftlichen Risiken. Auch eine
drastische Eskalation aktueller oder zukünftiger geopolitischer Krisen kann
die Volkswirtschaften unserer Länder negativ beeinflussen. Die wirtschaft­
liche Entwicklung in Griechenland könnte durch ein deutliches Abweichen
von der mit den wesentlichen Kreditgebern vereinbarten Staatshaushaltsund Wirtschaftspolitik belastet werden.
TELEKOMMUNIKATIONSMARKT
Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche
ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind in erster Linie sinkende Umsätze –
u. a. durch den steigenden Wettbewerb. Gleichzeitig sind hohe Investitionen
für den Netzausbau nötig: Schließlich gilt es, Schritt zu halten mit den deutlich
steigenden Datenvolumina und -geschwindigkeiten. Seit Dezember 2014 prüft
die Europäische Kommission die geplante Übernahme von Jazztel durch
Orange in Spanien. Darüber hinaus beabsichtigt BT den Erwerb des Joint
Ventures EE und Hutchison 3G hat angekündigt, O2 Großbritannien von
Telefónica erwerben zu wollen.
REGULIERUNG
Finale BNetzA-Beschlüsse zu den Interconnection-Entgelten in Deutschland
veröffentlicht. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 1. April und am
24. April 2015 die finalen Entgeltbeschlüsse zu den Festnetz-Terminierungsentgelten und den Mobilfunk-Terminierungsentgelten veröffentlicht und dabei
die bereits zum 1. Dezember 2014 vorläufig genehmigten Entgelt­höhen nun­
mehr final festgelegt.
Die US-Wirtschaft konnte im ersten Quartal 2015 v. a. aufgrund des harten
Winters gegenüber dem Vorquartal nur einen leichten Anstieg der volkswirtschaftlichen Produktion verzeichnen; gegenüber dem Vorjahresquartal stieg
das BIP um 3,3 %. Die anhaltende positive Entwicklung am Arbeitsmarkt
ließ die Erwerbslosenquote in den USA im März 2015 auf 5,5 % sinken – die
niedrigste seit März 2010.
Die volkswirtschaftliche Entwicklung in unserem operativen Segment Europa
war mehrheitlich positiv – die wirtschaftliche Erholung in Griechenland
stagnierte jedoch im ersten Quartal 2015 aufgrund des erneuten Aufflammens
der Staatsschuldenkrise. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den
meisten Ländern nur leicht verbessert. Die noch relativ hohe Arbeitslosigkeit
hält die Inflation auf einem niedrigen Niveau.
Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht Q1 2015.
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