In Sternberg Chorkonzert der Extraklasse Hallenser Ensemble

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In Sternberg Chorkonzert der Extraklasse/Hallenser Ensemble "Convivium musicum' war zu Gast
in der Stadtkirche
Schweriner Volkszeitung - Ausgabe Sternberg vom 25.07.2016, S. 8
Anzeiger für Sternberg - Brüel - Warin
In Sternberg Chorkonzert der Extraklasse
Hallenser Ensemble "Convivium musicum' war zu Gast in der Stadtkirche
Sternberg
Einen beeindruckenden Konzertabend erlebten die Besucher in der Sternberger Stadtkirche. Zum ersten Mal war das
Hallenser Vokalensemble "Convivium musicum' hier zu Gast. Seit 2010 leitet Till Voss, studierter Musikwissenschaftler und
Chorsänger der Oper Halle, den Kammerchor. Vor allem konzertiert er im mitteldeutschen Raum, war aber auch schon im
benachbarten Ausland.
Nun wollen die Chormitglieder sich von Zeit zu Zeit auch norddeutsches Terrain erobern, wie Leiter Till Voss erklärte. Sie
haben Quartier am Schweriner See in Flessenow gemacht und schwärmen von dort zu einzelnen Konzertabenden aus. Nach
Boltenhagen, der Insel Poel und dem Konzert in Sternberg stehen noch Crivitz und das Abschlusskonzert in der Schweriner
Schelfkirche auf dem Programm.
"Das Hohelied der Liebe in Vertonungen vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart' war an diesem Abend ihr anspruchsvolles
Thema.
Mit Werken der Renaissance begann der musikalische Reigen durch die Jahrhunderte. Eine dreistimmigen Motette von John
Dunstable für Männerstimmen, dann Frauen- und Männerstimmen vereint in der fünfstimmigen Motette des großen Meisters
der Renaissance Giovanni Pierluigi da Palestrina. Immer besser stellte sich das Ensemble auf die Akustik der Kirche ein.
Ausdrucksstark gelang das "Ego dormio' von Heinrich Schütz, die kompositorisch übereinander gesetzten Motive des
Schlafens und Erwachens, klar und rein die Sopranstimmen auch in höchsten Tönen. Till Voss schärfte mit tiefgründigen
Moderationstexten die Aufmerksamkeit des Publikums für kompositorische Besonderheiten der ausgewählten Werke.
Der zweite Teil des Konzerts des vermittelte einen Eindruck davon, dass das Hohelied der Liebe auch in späteren
Jahrhunderten bis in die Gegenwart immer wieder Quelle der Inspiration für Musikschaffende in aller Welt blieb. Werke von
Komponisten aus Frankreich, Kanada, Tschechien erklangen. Wunderschön die Motetten von Edvard Grieg "Wie bist du doch
schön' mit der unüberhörbaren Klangfarbe nordischer Folklore, oder das rhythmische "Dodo li' der israelischen Liedermacherin
Nira Chen.
Nach lang anhaltendem Applaus gab es eine ganz besondere Zugabe, zwei Worte, verpackt in einem wundervollen Chorsatz.
Und wer bis dahin kein Gänsehautgefühl hatte, der bekam es jetzt. Beeindruckend klangsensibel und dynamisch "formte' der
Chor das sanft bis kraftvoll immer wiederkehrende "Alleluia', bis zum leisen Ausklang im "Amen'. Die beeindruckende
Komposition des Amerikaners Randall Thompson, entstanden 1940 unter dem Eindruck des Krieges in Europa, war ein
glanzvoller Abschluss einer glanzvollen Stunde der Musik in Sternberg.
Von Ursula Prütz
Quelle:
Schweriner Volkszeitung - Ausgabe Sternberg vom 25.07.2016, S. 8
Ausgabe:
Sternberg
Dokumentnummer:
E2AD5F6D871775F84723B55F6415A72C
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