Die Rolle des Bundesrates bei der Gesetzgebung

Werbung
Bundesrat
Jahrgangsstufe 10
Die Rolle des Bundesrates bei der Gesetzgebung
Gruppe1:
Stellt mit Hilfe des Textes sowie des Grundgesetzes Art. 50-53 dar, welche Aufgaben das
Verfassungsorgan Bundesrat hat und wie es sich insgesamt zusammensetzt
Gruppe 2:
Recherchiert auf der Seite
http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_9030/DE/struktur/stimmenverteilung/stimmenverteilung
-node.html?__nnn=true
die aktuelle Besetzung des Bundesrates in Bezug auf die Parteien!
Stellt dar, wie viele Stimmen die einzelnen Bundesländer besitzen und bezieht diese
Stimmenanzahl auf die Parteien (wer hat die Mehrheit)!
Gruppe 3:
Erarbeitet aus dem Grundgesetz (Art. 77), wie der Bundesrat bei der Gesetzgebung mitwirkt!
Erstellt dazu eine Skizze!
Gruppe 4:
Erläutert anhand des Textes die Zusammensetzung des Vermittlungsausschusses, seine
Arbeitsweise sowie die Zielsetzung, die mit ihm verbunden ist!
Die Rolle des Bundesrates bei der Gesetzgebung
Gruppe1:
Stellt mit Hilfe des Textes sowie des Grundgesetzes Art. 50-53 dar, welche Aufgaben das
Verfassungsorgan Bundesrat hat und wie es sich insgesamt zusammensetzt
Gruppe 2:
Recherchiert auf der Seite
http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_9030/DE/struktur/stimmenverteilung/stimmenverteilung
-node.html?__nnn=true
die aktuelle Besetzung des Bundesrates in Bezug auf die Parteien!
Stellt dar, wie viele Stimmen die einzelnen Bundesländer besitzen und bezieht diese
Stimmenanzahl auf die Parteien (wer hat die Mehrheit)!
Gruppe 3:
Erarbeitet aus dem Grundgesetz (Art. 77), wie der Bundesrat bei der Gesetzgebung mitwirkt!
Erstellt dazu eine Skizze!
Gruppe 4:
Erläutert anhand des Textes die Zusammensetzung des Vermittlungsausschusses, seine
Arbeitsweise sowie die Zielsetzung, die mit ihm verbunden ist!
© digitale-schule-bayern.de
Astrid van Essenberg
Bundesrat
Jahrgangsstufe 10
Gesetzgebung (AB Gruppe 4)
Vermittlungsverfahren
Einsatz des Vermittlungsausschusses
Der Vermittlungsausschuss ist ein aus Bundestag und Bundesrat paritätisch gebildetes Gremium: Er
besteht aus 16 Mitgliedern des Bundestages und 16 Mitgliedern des Bundesrates.
Die Vertreter des Bundestages werden entsprechend der Stärke der Fraktionen bestimmt. Für den
Bundesrat entsendet jedes Land einen Vertreter. Die Mitglieder sind in ihren Entscheidungen völlig frei
und an keinerlei Weisungen gebunden.
Für die Vergangenheit - und wohl auch für die Zukunft - gilt: Unterschiedliche politische Mehrheiten in
Bundestag und Bundesrat führen dazu, dass der Vermittlungsausschuss häufiger tätig wird.
Gemeinsame Suche nach Kompromissen
Die Erfahrungen belegen aber auch: Nur in einem Bruchteil der Fälle, in denen der Ausschuss
angerufen worden ist, sind die Gesetzesvorlagen am Ende gescheitert. Meist hat es, wenn auch
manchmal erst nach langen Verhandlungen, einen Kompromiss gegeben, bei dem beide Seiten sich
wechselseitig entgegengekommen sind.
Genau das ist Sinn und Zweck des Vermittlungsverfahrens: das betreffende Gesetz so zu
modifizieren, dass Bundestag und Bundesrat der umgearbeiteten Fassung gleichermaßen zustimmen
können. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist der "Einigungsvorschlag" des Vermittlungsausschusses
an Bundestag und Bundesrat.
Mit dem Vermittlungsausschuss stellt die Verfassung also ein Gremium zur Verfügung, mit dem die
Gefahr eines Stillstands der Gesetzgebung wirksam begrenzt wird. In der Praxis wirkt der Ausschuss
als Kompromissschmiede zwischen Bundestag und Bundesrat.
Varianten im Vermittlungsverfahren
Für den Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses gibt es drei Möglichkeiten: die Aufhebung,
die Änderung oder die unveränderte Bestätigung des ursprünglichen Gesetzbeschlusses.
In den beiden ersten Fällen muss darüber zunächst wieder der Bundestag beschließen: Stimmt er der
Aufhebung zu, ist das Gesetzgebungsverfahren gescheitert. Stimmt er den vorgeschlagenen
Änderungen zu, geht das Gesetz erneut an den Bundesrat.
Schlägt der Vermittlungsausschuss eine Bestätigung des Gesetzbeschlusses vor, geht das Gesetz
wieder an den Bundesrat: Stimmt dieser zu, kann das Gesetz in Kraft treten; lehnt er ab, kommt es
darauf an, ob es sich um ein Zustimmungsgesetz oder ein Einspruchsgesetz handelt.
Einspruchs- und Zustimmungsgesetze
Einen Einspruch kann der Bundestag mit entsprechender Mehrheit zurückweisen. Bei
Zustimmungsgesetzen hingegen ist das Vorhaben gescheitert, wenn der Bundesrat seine Zustimmung
verweigert.
Allerdings: Auch Bundestag und Bundesregierung können in diesem Fall ihrerseits den
Vermittlungsausschuss anrufen und damit das Vermittlungsverfahren erneut in Gang bringen.
Der Artikel 77 des Grundgesetzes, der alle in diesem Zusammenhang maßgeblichen Bestimmungen
enthält, unterstreicht damit das politische Konsensprinzip unserer Verfassung: Übereinkunft auf der
Grundlage gegenseitiger Zugeständnisse statt wechselseitiger Konfrontation, Blockade und Lähmung
der Politik.
http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetzgebung/verm.html
© digitale-schule-bayern.de
Astrid van Essenberg
Bundesrat
Jahrgangsstufe 10
Struktur und Aufgaben des Bundesrates (AB
Gruppe 1)
Der Bundesrat ist eines der fünf ständigen Verfassungsorgane der Bundesrepublik
Deutschland. Neben Bundespräsident, Bundestag, Bundesregierung und
Bundesverfassungsgericht ist der Bundesrat als Vertretung der Länder das föderative
Bundesorgan.
Durch den Bundesrat sind die Länder unmittelbar an der Willensbildung des Bundes beteiligt
und wirken dadurch in die Politik des Bundes hinein.
Adler am Rednerpult
Andererseits macht sich der Bund durch den Bundesrat die politischen und
verwaltungsmäßigen Erfahrungen der Länder zunutze und wirkt mit Zustimmung des
Bundesrates durch Gesetze, Rechtsverordnungen, Allgemeine Verwaltungsvorschriften und
indirekt durch Regelungen der Europäischen Union in den Bereich der Länder hinein.
So ist der Bundesrat die Bundeskammer der Länder, gleichzeitig aber auch die Länderkammer
des Bundes. Bei der engen Verflechtung der Zuständigkeiten von Bund und Ländern - sie ist
viel enger als zum Beispiel in den USA - ist eine solche "Mittlerfunktion" besonders wichtig.
Der Bundesrat hat dabei die Belange der Länder zu wahren, gleichzeitig aber auch die
Bedürfnisse des Gesamtstaates zu beachten.
Wer im Bundesrat mitentscheidet, der kann das "Bundesinteresse" nie ohne das
"Länderinteresse" und das "Länderinteresse" nie ohne "Bundesinteresse" sehen.
Durch das Bundesorgan Bundesrat, das von den Regierungen der Länder gebildet wird, sind
die Gliedstaaten also sehr eng in das politische Handeln und Unterlassen des Gesamtstaates
einbezogen. Sie sind nicht nur "Befehlsempfänger", sondern sie entscheiden mit.
http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_6898/DE/struktur/struktur-node.html?__nnn=true
© digitale-schule-bayern.de
Astrid van Essenberg
Bundesrat
Jahrgangsstufe 10
(AB Gruppe 2)
Stimmenverteilung
Gemäß Artikel 51 Absatz 2 des Grundgesetzes hat jedes Land mindestens drei Stimmen,
Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier, Länder mit mehr als sechs
Millionen Einwohnern fünf, Länder mit mehr als sieben Millionen Einwohnern sechs
Stimmen.
Insgesamt hat der Bundesrat 69 ordentliche Mitglieder und demzufolge 69 Stimmen. So
macht die für Beschlüsse in der Regel erforderliche absolute Mehrheit 35 Stimmen und die
manchmal notwendige Zweidrittelmehrheit 46 Stimmen aus.
Die Länder haben ein abgestuftes Stimmengewicht. Dieses orientiert sich zwar an der
Einwohnerzahl, lässt sie jedoch nicht allein ausschlaggebend sein. Die im Bund vereinigten
Länder "zählen" auch als solche. So ergibt sich ein Mittelweg zwischen föderativer und
demokratischer Repräsentation. Das Grundgesetz wollte aber auf jeden Fall vermeiden, dass
die großen Länder die übrigen übertrumpfen können; die kleinen Länder sollten die anderen
allerdings auch nicht majorisieren können.
Land
Baden Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein Westfalen
Rheinland - Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen - Anhalt
Schleswig - Holstein
Thüringen
Einwohner in Ministerpräsident
Millionen *
10,74
Oettinger
Stimmen im
Bundesrat
6
Regierungsparteien
CDU/FDP
12,49
3,40
2,55
0,66
1,75
6,08
1,70
Stoiber
Wowereit
Platzeck
Böhrnsen
von Beust
Koch
Ringstorff
6
4
4
3
3
5
3
CSU
SPD/PDS
SPD/CDU
SPD/CDU
CDU
CDU
SPD/CDU
7,99
18,04
Wulff
Rüttgers
6
6
CDU/FDP
CDU/FDP
4,05
1,05
4,25
2,45
2,83
2,32
Beck
Müller
Milbradt
Böhmer
Carstensen
Althaus
4
3
4
4
4
4
SPD
CDU
CDU/SPD
CDU/SPD
CDU/SPD
CDU
* Quelle Einwohnerzahlen: Statistisches Bundesamt, Stand: 30.09.2006
© digitale-schule-bayern.de
Astrid van Essenberg
Bundesrat
Jahrgangsstufe 10
(Folienvorlage Ergebnisse)
Die Rolle des Bundesrates bei der Gesetzgebung
1. Was ist der Bundesrat?
Zusammensetzung:
Aufgaben:
2. Welche Partei hat aktuell im Bundesrat die Mehrheit?
3. Wie wirkt der Bundesrat bei der Gesetzgebung mit?
4. Was ist ein Vermittlungsausschuss?
© digitale-schule-bayern.de
Astrid van Essenberg
Herunterladen