Zeitplan

Werbung
Betriebswirtschaftslehre II
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
Sommersemester 2005
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
Betriebswirtschaftslehre II
TU München
Zeitplan
11.04.05: Organisatorisches
18.04.05: Strategisches Management
25.04.05: Strategisches Management, Marketing
02.05.05: Marketing
09.05.05: Marketing
16.05.05: Pfingsten
23.05.05: Marketing, Organisation
30.05.05: Organisation
06.06.05: Organisation
13.06.05: Produktion
20.06.05: Produktion
27.06.05: Produktion, Dienstleistungsmanagement
04.07.05: Dienstleistungsmanagement
11.07.05: Zusammenfassung, Klausurvorbereitung
Klausurtermin: steht noch nicht fest
Folie: 2
Lehrstuhl für BWL – Information, Organisation und Management –
TU München
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre – Teil 2
1
Marktkommunikation - Markenmanagement
Marktkommunikation
Vertrieb und
Verkauf
1. Marktforschung
Markenmanagement
2. Absatzmarktprogramm
Werbung
1. Vertriebsmanagement
Absatzvorbereitung
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Absatzrealisierung
1. Fakturierung
2. Logistik
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Wirkung von Marken auf die Präferenzbildung des Konsumenten:
versus
Blindtest
Darbietung der Marken
70
60
51
65
60
50
44
50
40
40
30
30
23
20
20
12
10
5
10
0
0
Marke A
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Marke B
gleich gut
Marke A
Betriebswirtschaftslehre II
Marke B
gleich gut
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2
Marktkommunikation - Markenmanagement
Der Markenbegriff
Markiertes Produkt
Marke als Vorstellungsbild im
Kopf des Konsumenten
Gewerbliches Schutzrecht
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Zuordnung von Markensymbolen und -charakteren
Lila Kuh
Cowboy
Clementine
Herr Kaiser
Eskimo-Junge und Opa
Slogans als identitätsgestaltendes Element
… dir deine Meinung
Wenn‘s um Geld geht …
Bitte ein …
Das einzig Wahre …
… - Schöne Ferien
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3
Marktkommunikation - Markenmanagement
Der Markenbegriff
Die Marke ist ein in der Psyche des Konsumenten und sonstiger Bezugsgruppen der
Marke fest verankertes, unverwechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder einer
Dienstleistung.
Der Markenname ist der Teil der Marke, der sich verbal wiedergeben lässt.
Das Markenzeichen ist der erkennbare Teil der Marke, der sich jedoch nicht verbal
wiedergeben lässt.
Das Warenzeichen und Copyright dient dem gewerblichen Schutz der Marke.
Gewerbliches Schutzrecht
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Der Markenwert
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4
Marktkommunikation - Markenmanagement
Der Markenwert
Der klassische Markenwertbegriff bezeichnet den Wert von Warenzeichen als die Summe
der durch den gegenwärtigen Zeitpunkt diskontierten Zusatzgewinne.
Der Markenwert ist somit der Barwert aller zukünftigen Einzahlungsüberschüsse, die der
Eigentümer aus der Marke erwirtschaften kann.
Verfahren der Markenwertermittlung:
• kostenorientierte Verfahren
• Preisorientierte Verfahren
• Kapitalmarktorientierte Verfahren
• Ertragswertorientierte Verfahren
• Conjoint-Analyse
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Unterschiedliche Markenwerte der Marke Volkswagen in Mio €
Semion
3
BBDO
2
Interbrand
1
18,431
15,486
7,286
0
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
2
4
6
8
10
12
Betriebswirtschaftslehre II
14
16
18
20
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5
Marktkommunikation - Markenmanagement
Nutzen der Marke aus
Nachfragerperspektive
Nutzen der Marke aus
Anbieterperspektive
• Orientierungshilfe
(Identifizierungsfunktion)
• Wertsteigerung des Unternehmens
• Entlastungsfunktion
• Qualitätssicherungsfunktion
• Preispolitischer Spielraum
• Plattform für neue Produkte
• Identifikationsfunktion
• Segmentspezifische
Marktbearbeitung
• Prestigefunktion
• Kundenbindung
• Vertrauensfunktion
• Differenzierung gg. Konkurrenz
• Präferenzbildung
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Einzel- und Mehrmarkenstrategie
Bei der Einzelmarkenstrategie wird jedes Produkt eines Unternehmens unter einer
eigenen Marke angeboten. Jedes Marktsegment wird dabei nur von einer Marke
bearbeitet.
Beispiele: Ferrero (Nutella, Duplo, Giotto, Raffaelo)
Bei der Mehrmarkenstrategie führt ein Unternehmen mindestens zwei Marken in
demselben Produktbereich parallel. Die Marken sprechen oftmals nicht ein spezielles
Segment an, sondern sind auf den Gesamtmarkt ausgerichtet.
Beispiel: Philip Morris (Marlboro, Benson & Hedges),
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6
Marktkommunikation - Markenmanagement
Vergleich: Einzel- und Mehrmarkenstrategie
Aspekte
Einzelmarke
Mehrmarke
Merkmal
Führung eines jeden Produktes
unter einer Marke
In jedem Produktbereich parallele
Führung von mind. zwei auf den
Gesamtmarkt ausgerichteten Marken
Chancen
Gezielte Ansprache einzelner
Kundensegmente
Spezifische Markendifferenzierung
Kaum Gefahr negativer
Ausstrahlungseffekte auf andere
Marken
Geringer Koordinationsbedarf
Bessere Marktausschöpfung
Konkurrenz im eigenen Hause
Schutz der übrigen Produkte durch
Einführung von „Kampfmarken“
Erhöhte Markteintrittbarrieren
Zurechnung der Markenkosten allein
auf ein Produkt
Amortisationsrisiken bei kurzer
Lebensdauer der Einzelmarke
Trend des Markennamens zur
Bezeichnung der Produktgattung
und Verlust der differenzierenden
Markenpersönlichkeit
Gefahr der Übersegmentierung
Kannibalisierung der eigenen Monomarke
durch gegenseitige Substitution der
Marktanteile
Risiken
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Markenfamilien und Dachmarken
Bei der Markenfamilienstrategie werden mehrere verwandte Produkte unter einer Marke
geführt, ohne auf den Unternehmensnamen direkt Bezug zu nehmen (z.B. Nivea). Der
Unterschied zur Dachmarkenstrategie besteht darin, dass innerhalb eines Unternehmens
mehrere Familien parallel existieren können (z.B. Milka, Suchard)
Bei der Dachmarkenstrategie werden sämtliche Produkte eines Unternehmens unter
einer Unternehmensmarke zusammengefasst. Dachmarken finden sich häufig bei
Dienstleistungen (z.B. Allianz) sowie Investitions- und langlebigen Konsumgütern (z.B.
Siemens).
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7
Marktkommunikation - Markenmanagement
Vergleich: Einzel- und Mehrmarkenstrategie
Aspekte
Markenfamilie
Dachmarke
Merkmal
Führung mehrerer Produkte unter
einer Marke
Führung aller Produkte unter einer Marke
Chancen
Übertragung des Goodwill auf
Folgeprodukte
Verjüngerung des Images der
Muttermarke
Relativ geringe Kosten der
Markenbildung
Schnelle Akzeptanz im Handel und bei
Konsumenten
Ansprache neuer Zielgruppen durch
Marktausweitung
Hoher Abstimmungsbedarf
Gefahr von
Substitutionsbeziehungen
Negative Ausstrahlungseffekte
Risiken
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Markentransfers
Markentransfer beschreibt eine Unternehmensaktivität, bei der unter Zuhilfenahme eines
gemeinsamen Markennamens positive Imagekomponenten von einer Hauptmarke eines
bestehenden Produktbereiches auf ein Transferprodukt einer neuen Warengruppe
übertragen werden.
Chancen:
Nutzung eines existierenden Marken Goodwills
Reduzierung des Floprisikos und Erleichterung des Eintritts in neue Produktbereiche
Kognitive Entlastung der Verbraucher im Markenwahlprozess
Risiken:
Glaubwürdigkeitsverlust der Muttermarke
Negative Ausstrahlungseffekte
Verlust der Markenidentität
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8
Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Markentransfers
Beispiele untersuchter Markentransfers
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Erfolgsfaktoren von Markentransfers
• Qualität der Muttermarke
• Fit zwischen MM und TP
• Anzahl vorangegangener Markentransfers
• Breite der Produktpalette
• Qualitätsvarianz innerhalb der MM
• Unternehmensgröße
• Relevanz der Assoziation für TP
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9
Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Co-Branding
Co-Branding bezeichnet den gemeinsamen Auftritt von ansonsten selbstständigen
Marken im kooperativen Verbund. Die Besonderheit des Co-Branding besteht in der
Problematik, dass mindestens zwei Identitäten eigenständiger Marken unter
Berücksichtigung der zugrunde liegenden gemeinsamen Leistung verbunden werden
müssen, ohne dass es zu Widersprüchen kommt.
Chancen:
Vertrauensbonus
Gegenseitiger Imagetransfer
Risiken:
Diffuse Markenidentität
Gefahr negativen Imagetransfers
Fehlende Positionierungsfreiräume
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Handelsmarken
Handelsmarken sind Warenzeichen, deren Eigentümer Handelsunternehmen sind und
über die Gestaltung der strategischen und operativen Handelsmarkenpolitik entscheiden.
Unterschieden wird zwischen Monomarken (Tandil/Aldi), Produktgruppenmarken
(Füllhorn/Rewe), Programmmarken (Gut&Billig/Marktkauf) und Preiseinstiegsmarken (JA!
Bei ReWe):
• Anteil der Handelsmarken liegt international bei 15% mit steigender Tendenz
• Europa mit stärkstem Handelsmarken-Anteil (22%)
• Die größten Wachstumsraten liegen in den osteuropäischen Märkten
• Handelsmarken nach wie vor stark in den traditionellen Kategorien, erobern aber
zunehmend neue Produktfelder
• Handelsmarken meist billiger als Herstellermarken (vor allem in Europa), aber
mittlerweile auch oft im Premiumsegment positioniert
Übersicht: www.wer-zu-wem.de
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10
Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Handelsmarken
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Marktkommunikation - Markenmanagement
Strategische Optionen der Markenführung: Handelsmarken
Wachstumsstärkste Handelsmarken
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11
Marktkommunikation - Werbung
Werbung: Krieg der Botschaften
Anzeigenblätter
Fernsehen
Prospekte
Kino
Bücher
Bannerwerbung
Zeitschriften
Online-Dienste
Zeitungen
KRIEG der
Botschaften
Plakate
Radio
Ladenfunk
Flyer
Kundenzeitschriften
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Broschüren
Betriebswirtschaftslehre II
E-mails
Magazine
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Marktkommunikation - Werbung
Werbung: Definition
Werbung bezeichnet die verkaufspolitischen Zwecken dienende, absichtliche und
zwangfreie Einwirkung auf Menschen mittels spezieller Kommunikationsmittel. Die
Werbung, verstanden als Anbahnung oder Einleitung von Beziehungen zum Zweck der
Beschaffung oder des Absatzes, will den Marktpartner bewusst gemäß den Intentionen
des Werbungtreibenden beeinflussen, d.h., die Werbung soll bei den Umworbenen
Wirkungen hervorrufen, die letztlich dazu führen, dass diejenigen Versorgungsobjekte, für
die geworben wird, über eine Handlungsauslösung bzw. Kaufdisposition gekauft oder
verkauft werden.
Funktionen:
• Bekanntmachung des Werbungstreibenden und der angebotenen bzw. nachgefragten
Versorgungsobjekte
• Informationen über den Werbungstreibenden und die angebotenen bzw. nachgefragten
Versorgungsobjekte
• Hinstimmung bzw. Imagebildung
• Handlungsauslösung bzw. Handlungsdisposition
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12
Marktkommunikation - Werbung
• Werbeobjekt (Produkt oder Dienstleistung)
• Werbesubjekt (Zielgruppe)
• Werbeziele (Bekanntmachung, Nutzen, Einsatzmöglichkeiten, Positionierung gegenüber
der Konkurrenz)
• Werbebotschaft (Marke, Prestige, Nutzen, Preis, …)
• Werbeträger (TV, Radio, …)
• Werbeperiode
• Werbeort
• Werbebudget
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Betriebswirtschaftslehre II
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Marktkommunikation - Werbung
Die werbestärksten Branchen
Rang 2003 Rang 2002
1
2
2
1
3
5
4
4
5
3
6
7
7
9
8
6
9
8
10
10
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
Branche
Handel
Automarkt
Telekommunikation
Süßwaren
Pharmazie
Finanzdienstleister
Rubrikenwerbung
Spezialversender
Unternehmenswerbung
Bier
Betriebswirtschaftslehre II
Etat
1637
1596
694
571
551
467
419
380
373
335
TU München
13
Marktkommunikation - Werbung
Die werbestärksten Unternehmen
Rang 2003 Rang 2002
1
1
2
5
3
3
4
2
5
4
6
13
7
8
8
6
9
23
10
15
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
Branche
Procter & Gamble
Schwarz-Gruppe
Media Markt /Saturn
Ferrero
L'Oreal
Aldi
VW
Unilever
Tengelmann
C&A
Betriebswirtschaftslehre II
Etat
276
270
247
233
222
187
164
152
151
150
TU München
Marktkommunikation - Werbung
Werbebudget – Methoden der Festlegung
`„Prozent vom Umsatz-Methode“
`„Festbetrag-pro-Stück-Methode“
`Konkurrenz-Paritäts-Methode
`All you can afford-Methode
`Werbezielabhängige Methoden
`Marginalanalytischer Ansatz
`Investitionstheoretischer Ansatz
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14
Marktkommunikation - Werbung
Werbebudget – Konkurrenz-Paritäts-Methode
MA = SoA
Marktanteil
(MA)
(%)
Marktführer
SoA<MA
SoA=MA
"Stillhalte"Budget
Marktherausforderer
(SoA>MA)
Nischenanbieter
Share of Advertising (SoA) in %
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Marktkommunikation - Werbung
Werbung - Mediaselektion
Intermediaselektion
Intramediaselektion
Kriterien:
- Darstellungsmöglichkeiten
- Verfügbarkeit
- Nutzungssituation
- generelle Reichweiten-KostenSituation
- Werbeträgernutzungswahrsch.
- Werbemittelkontaktwahrsch.
- zielgruppenspezif. Werbemittelreichweiten
-Kontaktbewertungsfunktion
Æ zielgruppenspezif.
Werbeerfolgsfunktion
- Werbeerfolgs-Kosten-Relationen
Tausender-Kontakt-Preis
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15
Marktkommunikation - Werbung
Werbung - Mediaselektion
Tausender-Kontakt-Preis für den Werbeträger i
TKPi =
Kosten pro Belegung des Werbeträgers i
Reichweite des Werbeträgers i
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Betriebswirtschaftslehre II
• 1000
TU München
Marktkommunikation - Werbung
Werbung – ausgewählte TKP‘s
TV-Sender
Reichweite in Mio
TKP in DM
Super RTL
0,23
23,78
Kabel1
0,33
29,64
VOX
0,29
30,20
RTL2
0,41
31,81
RTL
1,75
40,08
PRO 7
1,12
42,02
Sat.1
1,08
45,95
ARD
0,83
54,30
ZDF
0,85
59,23
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16
Marktkommunikation - Werbung
Werbung – ausgewählte TKP‘s
Zeitungen:
TKP
BamS
11 DM
Bild
30 DM
Zeitschriften:
Bravo
30 DM
ADAC Motorwelt
11 DM
Online:
www.wetteronline.de
10 DM
www.focus.de
20 DM
Quellen: www.medialine.de/M/ME/MEB/MEBC/TABELLEN
www.tagesspielgel-berlin.de/archiv/1998/08/25/in-ne-7217.html
www3.zeit.de/bda/int/zeit/print
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
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Marktkommunikation - Werbung
Kontrolle des Werbeerfolgs
Werbeerfolg
Ökonomisch
(Umsatz, Marktanteil, Gewinn)
Außerökonomisch
(psychologische Determinanten)
Methoden:
Methoden:
• BuBaW-Methode
Recall-Test (gestützt/ungestützt)
• Gebietsverkaufstests
Recognition-Test
(kontrolliert/unkontrolliert))
• Netapps-Methode
• Norrensches Modell
• Direktbefragung
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17
Marktkommunikation - Werbung
Ökonomischer Werbeerfolg
•
BuBaW: Coupontest
•
Gebietsverkaufstest: kontrolliertes Experiment mit Test- und Kontrollmärkten
•
Netapps-Methode: ermittel wird
1)
die Zahl der Personen, die eine Werbebotschaft wahrgenommen haben,
2)
die Zahl der Personen, die die Werbebotschaft wahrgenommen und innerhalb einer bestimmten Zeitperiode das
Produkt, für das geworben wurde, gekauft haben
3)
die Zahl der Personen, die das Werbemittel nicht wahrgenommen haben, und
4)
die Zahl der Personen ermittelt, die die Werbebotschaft nicht wahrgenommen haben, aber dennoch innerhalb
derselben Zeitperiode das Produkt gekauft haben, für das geworben wurde.
So ergibt sich die Ermittlung der ausschließlich auf den Einfluss der Werbung zurückführbaren Käufe als relativ
einfache Rechnung. Geben z.B. in einer Stichprobe von 800 Befragten 480 an, dass sie Werbemittelkontakt
hatten, und geben 320 an, dass sie keinen Kontakt hatten, geben weiterhin 20 % der Personen mit Kontakt an,
dass sie das Produkt gekauft haben, und 15 % der Personen ohne Kontakt, so haben 96 + 48 Personen, also
insgesamt 144 Personen das betreffende Produkt gekauft.
Dabei wird angenommen, dass die 480 Personen mit Werbemittelkontakt in demselben Umfang wie die
Personen ohne Werbemittelkontakt gekauft hätten, also zu 15 % bzw. 72 Stücke, so dass folglich allein 24
Käufe durch Werbung ausgelöst worden sein können.
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Betriebswirtschaftslehre II
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Marktkommunikation - Werbung
Ökonomischer Werbeerfolg
Noreensche-Modell
Johannes Bidlingmaier führt das Beispiel von vier verschiedenen Werbeprogrammen über einen Zeitraum von vier Jahren und
je vier Saisons an, bei denen sich für die effektiven Absatzwirkungen je Programm für die vier Jahre die folgenden Werte
ergeben mögen:
Programm I 172,
Programm II 192,
Programm III 184,
Programm IV 204.
Dividiert man die Werbeprogrammsumme durch 16, ergeben sich für jedes Programm arithmetische Mittelwerte (M1, M2, M3,
M4):
Programm I 10,75 = M1,
Programm II 12,00 = M2,
Programm III 11,50 = M3,
Programm IV 12,75 = M4.
Danach wird das arithmetische Mittel der Mittelwerte, der so genannte Normwert, berechnet, der in diesem Fall 11,75 beträgt,
so dass sich die relative Werbewirksamkeit der vier Programme durch Vergleich der Mittelwerte mit dem Normwert ergibt:
Programm I 10,75 – 11,75 = – 1,00,
Programm II 12,00 – 11,75 = + 0,25,
Programm III 11,50 – 11,75 = – 0,25,
Programm IV 12,75 – 11,75 = + 1,00.
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18
Marktkommunikation - Werbung
Außerökonomischer Werbeerfolg
Recall-Test: Die ausgewählten Versuchspersonen sollen bei der Befragung alle
Einzelheiten, an die sie sich in Bezug auf die Werbung erinnern könne, wiedergeben. Dabei
kann dem Befragten mit vorgegeben Stichworten und Fragen oder z.B.
Anzeigenausschnitten geholfen werden. In diesem Fall spricht man vom gestützten (aided)
Recall. Erhalten die Gefragten keine Gedächtnishilfe,spricht man vom ungestützten
(unaided) Recall.
Recognition-Test: Testpersonen werden mit verschiedenen Werbungen konfrontiert und
gebeten anzugeben, ob sie sich an die Werbung erinnern. Der Recognition-Test kann
entweder unkontrolliert oder kontrolliert vorgenommen werden. Bei dem unkontrollierten
Wiedererkennungstest werden die Aussagen der Befragten nicht überprüft. Beim
kontrollierten Test werden den Testpersonen auch Anzeigen gezeigt, die nie geschaltet
wurden. Die Befragten, die sich an diese Anzeigen angeblich erinnern, werden als
„Nichterinnerer“ eingestuft.
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Marktkommunikation - Werbung
Probleme der Messung des Werbeerfolgs
1. Carry-Over-Effekt
Der Werbeerfolg tritt zeitlich asynchron auf:
a) Nicht sofort sondern erst später (direkter Goodwill-Transfer)
b) Nicht nur sofort sondern auch später (indirekter Goodwill-Transfer)
2. Spill-Over-Effekt
Kommunikationswirkung, die den sachlichen Übertrag zwischen verwandten Werbeobjekten betrifft. Besondere Einflüsse auf die Auswahl von Werbeobjekten können Spillover-Effekte der Werbung auf substitutive und komplementäre Güter haben.
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19
Marktkommunikation - Werbung
Werbung – Carry-Over Effekt (indirekter Goodwill)
Response
a) Ohne Carry-over-Effekt
Y(0)
Absatzmenge
t
Aktivität
t(0)
Response
t(1)
b) Mit Carry-over-Effekt
verzögerte Wirkung
kurzfirstige Wirkung
Y(0)
Absatzmenge
t
Aktivität
t(0)
t(1)
angelehnt an: Erichson, B./Maretzki, J.: Werbeerfolgskontrolle in: Handbuch Marketing-Kommunikation, S: 532.
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Marktkommunikation - Werbung
Unterscheidung zwischen Werbung und PR
Werbung
Anbahnung von Beziehungen in Absatzund Beschaffungsmärkten
Auslösung von Kaufprozessen
Umfaßt einzelne Versorgungsobjekte
Untersteht dem Absatz- und
Beschaffungsmarketing
Neben Langfristeffekten strebt die
Werbung auch kurzfristige Wirkungen an
Öffentlichkeitsarbeit
Anbahnung von Beziehungen mit der
Zielrichtung gesamtgesellschaftliche
Umwelt
Einbettung der Einzelwirtschaft in die
gesamtgesellschaftliche Umwelt
Umfaßt die gesamte Einzelwirtschaft
Untersteht der Leitung der
Einzelwirtschaft
Streben nach dauerhaften und festen
Bindungen zwischen der EW und der
gesellschaftspolitischen Umwelt
Schineis, M. Absatzwerbung und Öffentlichkeitsarbeit, in: Meyer, P.W., Integrierte
Marketingfunktionen, S. 109
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20
Marktkommunikation - Werbung
Product Placement
Gezielte Plazierung eines Markenartikels als reales Requisit
in der Handlung eines Spielfilms, einer Fernsehsendung ohne
Spielfilmcharakter oder eines Videoclips.
- Markenartikel muß deutlich erkennbar sein
- Gegenleistungen: kostenlose Überlassung der Produkte
freie Gewährung von Dienstleistungen
Geldzahlungen
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1. Strategisches Marketing Management: Marketing
1.3. Vertriebsmanagement
Marktkommunikation
Vertrieb und
Verkauf
1. Marktforschung
1. Werbung
2. Absatzmarktprogramm
2. Public Relations
1. Vertriebsmanagement
Absatzvorbereitung
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Absatzrealisierung
1. Fakturierung
2. Logistik
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21
1. Strategisches Marketing Management: Marketing
Direktvertrieb
Hersteller liefert direkt an den Endabnehmer
Formen:
eigener Außendienst, Key Account Management
Handelsvertreter
Party Vertrieb, door-to-door
Versand bzw. Katalogverkauf
Telefonverkauf, Call Center
Verkaufsniederlassung
Werksverkauf
Internet
Indirekter Vertrieb
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Es sind weitere Handelsstufen eingeschaltet
(Großhandel, Einzelhandel).
Der Handel übernimmt best. Funktionen wie
Lagerung, Sortimentsbildung, Finanzierung,...
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1. Strategisches Marketing Management: Marketing
Entscheidungskriterien:
- Vertriebskosten
- Marktpräsenz, Marktdurchdringung
- Kontrollierbarkeit, Steuerbarkeit
- “Kundennähe”, Zugang zu Kundeninformationen
- Abhängigkeit / Unabhängigkeit
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
- Image
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22
1. Strategisches Marketing Management: Marketing
1.3. Vertriebsmanagement: Vergleich
Direktvertrieb
Indirekter Vertrieb
- hohe Vertriebskosten durch
eigenen Vertriebsapparat
- direkter Kundenkontakt, Kundennähe, Zugang zu Kundeninformationen
- Kontrollierbarkeit (Kommunikation,
Preis, Rahmenbedingungen,...)
- Flexibilität gering
- Unabhängigkeit
Tendenz:
Direktvertrieb nimmt zu!
Neue Potentiale durch Entwicklung
der IuK-Technologien (Internet)
Kundennähe als Erfolgsfaktor
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- geringere Kosten
- Abhängigkeit vom Handel
- stärkere Flächendeckung bei
geringeren Kosten
- Marktpräsenz und Markausschöpfung
- begrenzte Kontrollierbarkeit
- Flexibilität höher
- u.U. Image-Vorteile
Tendenz:
Versuch engerer Kooperation und
Partnerschaft mit Handelspartnern
(z.B. ECR-Konzept)
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1. Strategisches Marketing Management: Marketing
Absatzmittler: Vergleich
Entscheidungskriterien:
- Steuerbarkeit
- Marktnähe / Branchenkenntnisse
- Sortiment
- Fachwissen
- Verkaufsaktivität
- Übertragung von Markt- und Kundenwissen
- Absatzrisiko
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23
1. Strategisches Marketing Management: Marketing
Handelsvertreter
Außendienstmitarbeiter
- Vorteile durch Sortimentsbreite
- Vorteile durch übergreifende
Branchenkenntnisse
- begrenzte Steuerbarkeit
- sortimentsbedingtes geringeres
Fachwissen / Beratungskompetenz
- Kundeninformationen werden
weniger an das Unternehmen
gegeben; Abhängigkeit
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- bessere Steuerbarkeit und Kontrolle
hinsichtlich der Qualität der Kundenbetreuung
- z.T. bessere Fachkenntnisse
- besserer Zugriff auf Kundeninformationen für das Unternehmen
- Fixkosten
- Sortimentsnachteile
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1. Strategisches Marketing Management: Marketing
1.3. Vertriebsmanagement: Absatzmittler
Marktkommunikation
Vertrieb und
Verkauf
1. Marktforschung
1. Werbung
2. Absatzmarktprogramm
2. Public Relations
1. Vertriebsmanagement
Absatzvorbereitung
Dipl.-Kfm. Sascha Seifert
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Absatzrealisierung
1. Fakturierung
2. Logistik
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24
1. Strategisches Marketing Management: Marketing
1.4. Absatzrealisierung
1. Bereitschaft zur Abgabe der Leistung
2. Abgabe der Leistung
3. Anforderung der Gegenleistung
4. Annahme der Gegenleistung
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