Anorganische Chemie III - an der Universität Duisburg

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Seminar zur Vorlesung
Anorganische Chemie III
Wintersemester 2016/17
Christoph Wölper
Institut für Anorganische Chemie der Universität Duisburg-Essen
Wiederholung
Was bisher geschah
# 18-Elektronen-Regel
# Dewar-Chatt-Duncanson-Modell
# MO-Theorie
→
→
Ligandengruppenorbitalen
Vorzeichenkombinationen
# Schoenflies-System
# Punktgruppen
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Punktgruppensymbole
# Index n Zähligkeit der Hauptachse
# Index h horizonztale Spiegelebene
→
Spiegelebene senktrecht zur Drehachse mit der höchsten
Zähligkeit
# Index v vertikale Spiegelebene
→
Spiegelebene, die die Achse mit der höchsten Zähligkeit mit
einschließt
# Index d diagonale Spiegelebene
→
Spiegelebene, die die Achse mit der höchsten Zähligkeit
einschließt und zwischen den senktrecht auf dieser stehenden
zweizähligen Achse liegt
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Bestimmung der Punktgruppe
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Von der Punktgruppe zur Charaktertafel
# Punktgruppe
→
relative Anordnung von Symmetrieelementen
# Anwendung von Symmetrie-Operationen
→
→
→
→
auf Atome
auf Orbitale
auf Schwingungen
...
# Darstellung einer Symmetrie-Operation als Martix
→
Spur der Matrix („Charakter“ χ) als Vereinfachung
# vereinfachen und zusammenfassen
→
irreduzible Darstellungen
# Charaktertafeln
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Darstellung von Symmetrie
# Matrizen zur Beschreibung von Symmetrieoperationen

−1
→  0
0

0
0
−1
0 beschreibt z. B. eine Inversion
0 −1
# Reduktion auf die Spur der Matrix (Summe der
Diagonalelemente)
→
χ = −3 für das Beispiel der Inversion
# Darstellungsmöglichkeiten einer Punktgruppe in Charaktertafel
zusammengefasst
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Darstellung von Symmetrie
# Charakter 1
→
Abbildung auf sich selbst
# Charakter −1
→
Abbildung auf sich selbst mit Vorzeichenwechsel
# Charakter 0
→
nicht deckungsgleiche Abbildung
# Charakter n bzw. −n
→
entartet Zustände
# Charaktere mit nicht natürlichen Zahlen
→
Nur ein Teil wird auf sich selbst abgebildet
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Bindungsmodelle in Metallkomplexen > Darstellung von Symmetrie
Beispiel: p-Orbitale im Oktaeder
Oh
E
C3
C2
C4
C42
i
S4
σh
S6
σd
px
py
pz
1
1
1
0
0
0
0
−1
0
0
0
1
−1
−1
1
−1
−1
−1
0
0
−1
1
1
−1
0
0
0
0
0
1
Γp
3
0
−1
1
−1
−3
−1
1
0
1
px
py
pz
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Charaktertafel
Oh
E
8C3
6C2
6C4
3C42
i
6S4
3σh
8S6
6σd
A1g
A2g
Eg
T1g
T2g
A1u
A2u
Eu
T1u
T2u
1
1
2
3
3
1
1
2
3
3
1
1
−1
0
0
1
1
−1
0
0
1
−1
0
−1
1
1
−1
0
−1
1
1
−1
0
1
−1
1
−1
0
1
−1
1
1
2
−1
−1
1
1
2
−1
−1
1
1
2
3
3
−1
−1
−2
−3
−3
1
−1
0
1
−1
−1
1
0
−1
1
1
1
2
−1
−1
−1
−1
−2
1
1
1
1
−1
0
0
−1
−1
1
0
0
1
1
0
−1
1
−1
1
0
1
−1
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Mulliken-Symbole
# Hauptsymbol aus Charakter von E
→ 1 7→ A wenn symmetrisch bezüglich Cnmax
7→ B wenn antisymmetrisch bezüglich Cnmax
→ 2 7→ E
→ 3 7→ T
→ 4 7→ G
→ 5 7→ H
# Indices aus Verhalten bezüglich weiterer Symmetrie-Elemente
→ C2 oder σv senkrecht zu Cnmax
⇒ symmetrisch: 1
⇒ antisymmetrisch: 2
→ i
⇒ symmetrisch: g (gerade)
⇒ antisymmetrisch: u (ungerade)
→ σh
⇒ symmetrisch: 0
⇒ antisymmetrisch: 00
Bindungsmodelle in Metallkomplexen
Mulliken-Symbole
R. S. Mulliken, J. Chem. Phys., 1955, 23, S. 1997
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