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DGP
DEUTSCHE GESELLSCHAFT
FÜR PNEUMOLOGIE UND
BEATMUNGSMEDIZIN e.V.
Prof. Dr. H. Worth - Klinikum Fürth – Med. Klinik I Jakob-Henle-Straße 1 – 90766 Fürth
Die gesundheitlichen Risiken des Zigarettenrauchens und die Wirksamkeit des frühen
Rauchstops wurden kürzlich nochmals stark unterstrichen:
In einer großen US-amerikanischen Studie an >200.000 Personen wurde gezeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei Rauchern dreimal höher als bei Nichtrauchern ist und dass die Lebenserwartung von Rauchern um 10 Jahre verkürzt wird. Jedoch wurde auch gefunden, dass Erwachsene, die im Alter von 2534, 35-44 bzw. 45-54 Jahren mit dem Rauchen aufhörten, 10, 9 bzw. 6 Jahre gewinnen (21st-century
hazards of smoking and benefits of cessation in the United States. NEJM 2013;368:341-50).
In einer weiteren US-amerikanischen Studie an >1 Million Personen wurde gezeigt, dass Raucher gegenüber Nichtrauchern ein erheblich, bis zu 25fach erhöhtes Risiko haben, an Lungenkrebs, COPD,
Durchblutungsstörungen des Herzens oder Schlaganfall frühzeitig zu sterben. Die Untersuchung, die
den Verlauf über die letzten 50 Jahre berücksichtigt, wies nach, dass das Sterblichkeitsrisiko bei Frauen
weiterhin zunimmt und dass es bei Frauen und Männern nahezu gleich ist. Bei Männern hat es dagegen
ein Plateau erreicht außer bei der COPD, wo es weiterhin ansteigt (50-year trends in smoking-related
mortality in the United States. NEJM 2013;368:351-64).
Das diese beiden Studien begleitende Editorial kommt zu der Schlussfolgerung, dass auch in den USA
Zigarettenrauchen die bedeutendste Gefahr für die Gesundheit bleibt (New evidence that cigarette
smoking remains the most important health hazard. NEJM 2013;368:389-90).
Auch die gerade veröffentlichte Studie an 1.2 Millionen Frauen in UK zeigt, dass Rauchen die Lebenserwartung um mindestens 10 Jahre verkürzt und das zwei Drittel der Todesfälle von Raucherinnen über
50 Jahren durch das Rauchen verursacht sind. Hier konnte ebenfalls nachgewiesen werden, dass ein
frühzeitiges Aufhören das Risiko dem von Nichtrauchern angleicht (The 21st century hazards of smoking
and benefits of stopping: a prospective study of one million women in the UK . Lancet 2013; 381: 133–
41).
Die Wirksamkeit von bildlichen Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen, ist in einer gerade erschienen Veröffentlichung der American Thoracic Society nochmals betont worden (The argument in
favor of graphic warning labels on cigarette packages. AnnalsATS 2013;10:50-52). Hier wird darauf hingewiesen, dass bildliche Hinweise nicht nur Raucher dazu motivieren, das Rauchen aufzugeben sondern auch Ex-Raucher davon abhalten können, wieder mit dem Rauchen zu beginnen. Es wird in diesem Artikel eine Reihe von neueren wissenschaftlichen Publikationen zur Wirksamkeit von bildlichen
Warnhinweisen aufgeführt und betont, dass seit der Ersteinführung in Kanada 2001 positive Erfahrungen
in mehr als 30 Ländern gemacht worden sind. U.a. wird auf die Ergebnisse der großen Studie des amerikanischen CDC hingewiesen, die auf einer Umfrage in 14 Ländern in den Jahren 2008-2010 beruht und
zu der Schlussfolgerung kommt, dass starke Gesundheitswarnungen auf Zigarettenpackungen effektiv
darin sind, die Raucher zum Aufgeben des Rauchens zu motivieren (Cigarette package health warnings
and interest in quitting smoking — 14 countries, 2008–2010. Morbidity and Mortality Weekly Report
2011; 60:645-651).
Prof. Dr. H. Worth
Präsident
Prof. Dr. T. Welte
Stellv. Präsident
Prof. Dr. F. J. F. Herth
Generalsekretär
Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
Stralauer Platz 34 · 10243 Berlin · Telefon 030/29364094 · [email protected] · www.pneumologie.de
Vereinsregister-Nr. beim Vereinsregister Marburg/Lahn: VR 622
Bankverbindung: Deutsche Bank · 66421 Homburg/Saar · BLZ 590 700 70 · Konto-Nr. 521 221 200
Prof. Dr. F. J. Meyer
Schatzmeister
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Die E-Zigarette führt bei Rauchern akut zu einer Erhöhung des Atemwiderstands (Acute pulmonary
effects of using an e-cigarette: impact on respiratory flow resistance, impedance and exhaled nitric oxide. Chest 2012;146:1400-1406). Diese Ergebnisse sind inzwischen auch bei gesunden Nichtrauchern
mit oder ohne Nikotingehalt in der E-Zigarette bestätigt worden (S.Vakali et al. E-cigarette acute effect
on symptoms and airways inflammation: Comparison of a nicotine containing with a non-nicotine device.
Abstract, ERS Congress 2012).
Nach unserer Auffassung sollte die E-Zigarette wie andere nikotinhaltige Arzneimittel nur für den Verkauf in Apotheken zugelassen werden. Zudem fehlen Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen beim Langzeitgebrauch sowie unseres Wissens wissenschaftliche Studien zur Frage, ob EZigaretten die Tabakentwöhnung wie andere nikotinhaltige Arzneimittel unterstützen können.
Prof. Dr. H. Worth
Präsident
Prof. Dr. T. Welte
Stellv. Präsident
Prof. Dr. F. J. F. Herth
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