Die organische Chemie

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Die organische Chemie
Die organische Chemie ist die Chemie der Kohlenstoffverbindungen.
Früher bezeichnete man all jene Stoffe als organisch, die von lebenden Organismen
gebildet werden. Als anorganisch galten alle Substanzen der leblosen Natur. Zu den
organischen Stoffen gehören heute alle Substanzen, die Kohlenstoff enthalten. Alle
organischen Substanzen haben 1 gemeinsame Eigenschaft: Sie verbrennen unter
Bildung von CO2 und / oder sie verkohlen beim Erhitzen.
Beispiele organischer Stoffe:
- Zucker
- Stärke
- Alkohole
- Benzin
- Aceton
- Papier
- Essigsäure
- …
Beispiele anorganischer Stoffe:
- Salze
- Basen
- Laugen
- Metalle
- Legierungen
- Wasser
- Gasgemische
- …
Es gibt mehr organische, als
anorganische Stoffe. Die organischen Stoffe bilden so genannte Makromoleküle. Das
Element Kohlenstoff hat die Eigenschaft, dass sich seine Atome in beliebiger Anzahl zu
grossen Molekülen zusammenfügen können. Deshalb werden die organischen Stoffe
nicht mehr als Summenformel (mit Buchstaben und Zahlen) dargestellt, sondern als
Strukturformel (so, dass man sieht wie es aufgebaut ist).
Dies geschieht auch aus diesem Grund, da es Stoffe gibt, die zwar verschiedene
Eigenschaften haben, aber die gleiche Summenformel besitzen. Diese Stoffe nennt
man Isomere.
Der Aufbau der Strukturformel ist einfach: Er vollzieht sich unter Verwendung von
Atomen wie bei einem Baukasten, wobei jedes Element eine bestimmte Anzahl von
Verbindungsmöglichkeiten hat, welche meist der Wertigkeit des Elements entspricht.
Sie werden mit Strichen um das Symbol des Atoms geschrieben. Am Schluss darf keine
Wertigkeit frei bleiben, jeder Verbindungsstrich muss an einen anderen anschliessen.
In der Regel besteht zwischen zwei Atomen nur eine Bindung, die anderen Wertigkeiten
sind mit weiteren Atomen belegt. Dies ist eine gesättigte Verbindung.
In einigen Fällen kann sich aber auch eine Doppel oder Dreifachbindung bilden,
zwischen zwei benachbarten Atomen. Diese Stoffe sind aber weniger stabil, als solche
mit Einfachbindungen, da diese Stoffe versuchen, durch Anlagerung von weiteren
Atomen den stabileren Zustand zu erreichen. Man nennt Stoffe, die Mehrfachbindungen
enthalten, ungesättigte Verbindungen.
Der Übergang einer gesättigten Verbindung zu einer Ungesättigten geschieht meist
durch Anlagerung von Wasserstoffatomen. (Da diese Einwertig sind). Den Vorgang
nennt man Hydrierung. Umgekehrt wird der Entzug von Wasserstoffatomen als
Dehydrierung bezeichnet.
Endung –an = keine Doppelbindung
Endung –in = 1 Dreifachbindung
Endung –en = 1 Doppelbindung
Gibt es häufig wiederkehrende Strukturen, welche typische Eigenschaften einer
Verbindung bestimmen, so fasst man diese in funktionelle Gruppen zusammen.
Verbindungen der gleichen Gruppen haben auch gemeinsame Eigenschaften.
Summenformel
OH
Strukturformel
C-O-H
CHO
C=O-H
COOH
C=O-OH
CO
C=O
C6H5
Zu komplex
Bedeutung
Hydroxylgruppe
Kennzeichnen organische Alkohole
Aldehyldgruppe
Entsteht aus Oxydation von Alkohol
Karboxylgruppe
Kenngruppe von Karbonsäure
Ketogruppe
= Keton
Phenylrest
Aromatisch (Duft, Geschmack)
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