Woche07

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Protokoll Deutsch Woche 7
Mittwoch 4.12.2002 – Grammatik: Die Partikeln
Wir besprechen das Arbeitsblatt „Die Partikeln“, welches wir als Hausaufgabe vorbereitet haben.
Übung zur Bestimmung des Wortes zu:
1.
2.
3.
4.
Diese Variante ist zu verwerfen.
Der Gegner hat am Donnerstag zu stark gespielt.
Er schlägt wieder einmal zu.
Führe mich doch zu deinem Versteck.
1.
2.
3.
4.
Infinitivpartikel, (Terminologie!) zu steht zwischen dem konjugierten Verb und dem Infinitiv.
Adverb, beschreibt „stark“ näher
Verbzusatz, (Infinitiv: zuschlagen), keine Partikel (Theorie Verbzusatz: Sitta S. 36)
Präposition, steht vor Pronomen oder Nomen + bestimmt deren Fall
Nicht veränderbare Wörter sind Partikeln. Einige Ausnahmen lassen sich jedoch steigern, z.B. oft,
öfter, am öftesten (Sitta S. 84 144)
Frage: Weshalb zählt man diese Wörter zu den Partikeln und nicht zu den Adjektiven? Aus folgenden
zwei Gründen: Adjektive können dekliniert werden, und Adjektive können zwischen Artikeln und Nomen stehen.
Folgenden Problemfall besprechen wir auch im Hinblick auf unsere Schreibarbeiten resp. die Kommasetzung: Sie ist gleich gross wie ihre Schwester. Weshalb wird kein Komma gesetzt? Nach der Personalform „ist“ folgt kein konjugiertes Verb mehr, also ist es kein Nebensatz.
Syntax
Wir wechseln die Perspektive und betrachten nicht mehr die einzelnen Wörter, sondern die Elemente
des Satzes. Für die Einteilung der einzelnen Satzglieder gehen wir vom Prädikat aus. Das Prädikat
macht einen vollständigen Satz aus. Bsp.: „Hunger!“ ist eine kompakte, abgeschlossene Aussage,
grammatisch aber kein vollständiger Satz, weil die Personalform fehlt.
Besonderheit: Verbale Wortkette, z.B. Bitte Fenster schliessen.
Die weiteren Wortgruppen unterscheiden wir entweder nach der Form (Wortart im Kern) oder ihrer
Funktion (Abhängigkeit von anderen Wortgruppen).
Die Satzglieder sind innerhalb des Satzes frei verschiebbar. Innerhalb der Satzglieder ist die Stellung
der Wörter jedoch gebunden.
Die Personalform steht im deutschen Aussagesatz immer an 2. Stelle.
Am 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirge.
Anderes Satzglied Personalform Subjekt
Lenz ging am 20. Jänner durchs Gebirge.
Subjekt Personalform anderes Satzglied
Durchs Gebirge ging Lenz am 20. Jänner.
Anderes Satzglied Personalform Subjekt
Wir besprechen die Theorie anhand des folgenden Beispiels im Plenum.
Sandras langer Brief aus Barcelona hat mich überrascht.
Der Kern des Subjekts stellt der Brief dar. Die übrigen Wörter bestimmen den Brief näher, sind aber
für die grammatische Vollständigkeit des Satzes nicht relevant. (Siehe auch Sitta/Gallmann S. 101).
Administratives
Die Lösungen zu den Übungen sind auf dem Netz. Mit Hilfe des Befehls „ausgeblendeter Text“
(Druckbefehl/Optionen) kann das Arbeitsblatt mit den Lösungen ausgedruckt werden.
Hausaufgaben: Grammatik Sitta/Gallmann 167 – 219 lesen.
Donnerstag 5.12.2002 – Schreibwerkstatt: Lead/Vorspann
Wir diskutieren im Plenum, was wir von einem Lead erwarten. Folgende Funktionen muss ein Lead
haben: 1. Einleitung
2. Zusammenfassung 3. Akzentuierung
4. Wecken von Neugier
Je nach Artikel (Zeitung oder Zeitschrift) werden die verschiedenen Funktionen unterschiedlich betont.
Wichtig: Es gibt verschiedene Bedeuteungen Wortes Lead. Es wird zwischen Lead und Vorspann
unterschieden (siehe Arbeitsblatt Lead und Vorspann von Wolf Schneider).
Lead heisst der erste Satz von Agentur-Meldungen oder in den kurzen Nachrichten von Zeitung. Das
Lead wird typographisch nicht abgesetzt.
Vorspann (häufig auch Lead genannt, gerade in der Schweiz!) wird typographisch vom übrigen Text
meist durch Fettung abgehoben und erfüllt die oben genannten Funktionen.
Schreibübung: Wir lesen zwei Zeitungsartikel und schreiben zu einem der Texte selber ein Lead unter
Berücksichtigen des Arbeitsblattes Lead und Vorspann. Das Lead soll inhaltlich präzis, sprachlich
korrekt und stilistisch überzeugend sein.
Hausaufgaben: Wir schreiben das Lead fertig und bringen es am Donnerstag in fünf Exemplaren mit.
Claudia Nägeli, 7.12.2002
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