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Goldstein
Kapitel 1: Einführung in die Untersuchung der Wahrnehmung
1. Welchem Paradox stehen wir gegenüber, wenn Wir nach Wegen zur Untersuchung der
menschlichen Wahrnehmung suchen?

2. In welchen Aspekten ist die Wahrnehmung mit einem Theater vergleichbar?
 Man kann immer nur Teile der Wirklichkeit wahrnehmen, nie alle Aspekte auf einmal.
(Theater nur Bühne, nicht was hinter den Kulissen abläuft)
3. Worin liegen die Hauptziele der Wahrnehmung?
 - Wahrnehmung dient dazu, uns über die Eigenschaften der Umwelt zu informieren, die
für unser Leben wichtig sind
- Wahrnehmen hilft uns angemessen in der Umwelt agieren zu können
Die Bedeutung der Wahrnehmung
4. Wie würde vermutlich Ihr Erleben sein, wenn Sie über keine Wahrnehmung verfügen
würden?
 Dramatische Auswirkungen. Extreme Isolation gegenüber der Umwelt. Subjektiven
Erfahrungen enorm eingeschränkt. Überleben vollständig abhängig von anderen Personen.
5. Welches sind die Gründe für die Erforschung der Wahrnehmung?
 - Intellektuelle Neugier
- Erforschung der eigenen Erkenntnisfähigkeit
- Praktische Gründe: Ausfälle in der Wahrnehmung, die durch Alter, Krankheit oder
Unfälle verursacht werden, durch Hilfsmittel mildern
Der Prozess der Wahrnehmung
Funktionale Aufgaben der Wahrnehmung
6. Welches sind die wichtigsten funktionalen Aufgaben der Wahrnehmung?
 - Aufbau eines Basisbezugssystems
- Räumliche Erfassung der Umwelt und Orientierung in ihr
- Erkennen von Gegenständen und Ereignissen
- Abstimmung unserer motor. Bewegungen auf die Umwelt und Kontrolle ihres Verlaufs
- Wahrnehmung von Zeitdauer und zeitlichen Abfolgen
- Wahrnehmung in der sozialen Kommunikation: Verständnis von Sprache, Mimik, Gestik,
Erkennen von Personen
- Wahrnehmung ist am Aufbau von spezifischen sozialen und beruflichen Fertigkeiten
beteiligt
7. Welchen Stellenwert hat die Analyse der funktionalen Aufgaben der Wahrnehmung für die
Untersuchung der Wahrnehmung?
 Bei der Analyse der Wahrnehmung muss beachtet werden:
 Funktion der Wahrnehmung im Alltag
 Wahrnehmung in einem größeren Kreisprozess des Erkennens,
Verhaltens und Handelns eingebettet
 Ursprung der Wahrnehmung aus der Evolution
 Ihre Prägung durch ontogenetisches Lernen
Komponenten der Informationsverarbeitung und Handlungssteuerung und ihr Bezug zur
Wahrnehmung
8. Welches sind die Hauptkomponenten, die dem menschlichen Erkennen, Verhalten und
Handeln zugrunde liegen?
 Kreisprozess S. 6
9. Nennen Sie Anlassmomente zur Wahrnehmung, die mit verschiedenen Teilaufgaben aus
diesem Kreisprozess zusammenhängen!
 Bsp. Geruch  Wahrnehmbare Umgebung
Wahrnehmung durch die Nase  Wahrnehmung, Aufmerksamkeit
Vergleich des Geruchs mit Konzepten im Gedächtnis  LZG, Denken usw.
Entscheidung, dass man Hunger hat  reflexive Prozesse
Hungergefühl  Motivlage
Planung, wie man an Essen kommt  Verhaltensorganisation
Zum Kühlschrank gehen/Essen holen  Sensumotorik
10. Welche Bedeutung hat die Komponente der Sensumotorik in diesem Kreisprozess?
 Sensumotorik: - wirkt auf das Handlungsfeld und den Bereich der wahrnehmbaren
Umgebung (ausführende und kommunikative)
- wirkt auf die operative Steuerung der Wahrnehmung (explorative)
11. Wie können reflexive Prozesse auf die Wahrnehmung wirken?
 Personen können aktiv auf ihre Wahrnehmung einwirken und sich diese bewusst machen.
z.B. Aufmerksamkeitssteuerung  steuert die Wahrnehmung auf etwas Bestimmtes
12. Was beinhaltet die Idee, das Lebewesen ihre eigene „subjektive“ Lebenswelt haben?
 Lebewesen sind befähigt ihre Wahrnehmung, ihre Motorik und ihre Lebensumwelt
eigenständig abzustimmen/zu steuern  Dadurch erfährt jedes Lebewesen ein für sich
subjektives Erleben.
13. Welche Beiträge zur Wahrnehmungsforschung kommen aus evolutionsgeschichtlichen
Ideen?
 Anpassung der Wahrnehmungsleistungen an einen „Mesokosmos“ im Verlauf der
Evolutionsgeschichte (Mesokosmos: „Welt“ mit mittelgroßen Dimensionen, die auf
unsere Aktionsmöglichkeiten abgestimmt ist.
Wichtige Begriffe und Teilaspekte des Wahrnehmungsprozesses
14. Was unterscheidet verfügbare, durch Eigenbewegung erzeugte und beachtete
Umweltinformation?
 - verfügbar: alle Informationen, die möglich sind wahrzunehmen
- durch Eigenbewegung erzeugte: Erzeugen von Reizinformationen durch z.B. Erkunden
der Umwelt
- beachtete: Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Aspekte der Umwelt
15. Worin bestehen die Ziele und Aufgaben einer ökologischen Physik im Zusammenhang
mit der Wahrnehmungsforschung?
 Herauszufinden, welche Bereiche wir wahrnehmen können (Mesokosmos)
16. Welche Beiträge zur Wahrnehmungsforschung kommen aus dem Bereich der ComputerGraphik?
 - PC kann Bilder von natürlichen Texturen, Oberflächenformen und Objekte durch
Algorithmen herstellen  Computergraphik
=> dadurch kann die Wahrnehmung spezifischer erfasst werden
17. Was sind proximale Reizmuster und welche Bedeutung haben sie in der Untersuchung der
Wahrnehmung?
 Proximale Reizmuster: Abbildung des Gegenstandes auf der Netzhaut (Nahreiz)
18. Beschreiben Sie die Merkmale der Transduktion der Reizmuster an den Sinnesorganen in
bioelektrische Signale
 Signalwandlung, Selektion und Verarbeitung
19. Wodurch ist die komplexe Verarbeitung sowie die multimodale und sensumotorische
Interaktion der neuronalen Signale im Gehirn möglich?
 Einheitliche Sprache des Gehirns: Bioelektrische Signale  Kommunikation möglich
20. Wie hängen Wahrnehmen, Erkennen und Handeln zusammen?
 wirken in einem Kreisprozess  beeinflussen sich gegenseitig
21. Was versteht man unter Top-Down- und unter Bottom-up-Prozessen in der
Wahrnehmung?
 - Top-Down-Prozesse: Kognitive Einflüsse auf die Wahrnehmung (Bsp. Vorwissen;
Informationen höherer Verarbeitungsebenen werden genutzt)
- Bottom-Up-Verarbeitung: Prozesse, die nur Reizmerkmale analysieren und verarbeiten
(wenn man etwas noch nicht kennt!)
22. Welche Arten des Wahrnehmungslernens lassen sich unterscheiden?
 - Differenzierungslernen
- Nachjustieren der Auswertung der Reizinformationen
- Abgleichen zwischen verschiedenen Wahrnehmungssystemen
Untersuchungsmethoden
Ebenen der Untersuchung
23. Welche Idee steht hinter der Unterscheidung mehrerer Ebenen in der Untersuchung der
Wahrnehmung?
 Komplexität der menschlichen Wahrnehmung ( vgl. Verkehr in Großstadt)
24. Welche Beziehungen untersucht vor allem die Psychophysik?
 Psychophysik: Untersuchung der Beziehung zwischen physikalischen Reizen und der
subjektiven Wahrnehmung
25. Welche Beziehungen untersucht vor allem die Neurophysiologie?
 Neurophysiologie: Untersuchung der Beziehung zwischen physikalischen Reizen und der
neuronalen Verarbeitung sowie zwischen neuronaler Verarbeitung und der Wahrnehmung
Psychophysik: Die Untersuchung der Beziehung zwischen Reizmuster und
Wahrnehmung
Beschreibung der Phänomene
26. Was beinhaltet die Methode der Beschreibung der Phänomene?
 - Genaue Beschreibung dessen, was wir wahrnehmen
- Beobachtung des Phänomens unter möglichst breiter Variation der Bedingungen.
27. Warum stellt diese Methode einen ersten wichtigen Schritt in der Untersuchung dar?
 Ausgehend von den ersten Beschreibungen können dann einzelne wesentliche
Hauptaspekte des Phänomens ausgewählt und detaillierter untersucht werden.
Die psychophysiologischen Methoden der Schwellenmessung
28. Was versteht man unter absoluter Schwelle?
 Kleinste Reizintensität, die nötig ist, damit ein Beobachter einen Reiz entdecken kann
29. Auf welcher Vorstellung beruht die klassische Schwellentheorie? Wie erklärt diese
Theorie den allmählichen Übergang, den man zwischen dem Entdecken und dem NichtEntdecken eines Reizes häufig beobachtet?
 Die klassische Schwellentheorie erklärt den allmählichen Übergang damit, dass ein
sprunghafter Übergang nur dann eintritt, wenn alle Faktoren während des Experiments
konstant bleiben.
30. Beschreiben Sie, wie die Grenzmethode, die Herstellungsmethode und die
Konstanzmethode vorgehen. Welche Fehler können dabei auftreten und wie geht man damit
um?
 Grenzmethode: Darbietung von 8 Reizen. Bei jeder Darbietung wird die VP gefragt, ob sie
den Reiz wahrnimmt oder nicht. Übergangspunkt: Reizwert, bei dem die
VP ihre Aussage ändert. Schwelle: Mittelwert der Übergangspunkte
Herstellungsmethode: Reiz wird langsam verändert. Beobachter sagt, ob er den Reiz
gerade noch wahrnimmt. Absolute Schwelle: Punkt des subjektiven
Erscheinens oder Verschwindens eines Reizes.
Konstanzmethode: Reize werden in zufälliger Reihenfolge dargeboten (stärkster Reiz
eindeutig über der Schwelle etc.) Schwelle: Intensität, die bei der Hälfte
der Versuche zum entdecken führt.
- Konstanzmethode ist die genaueste, aber am zeitaufwendigsten Methode
- Herstellungsmethode die ungenaueste, aber am schnellsten
31. Was versteht man unter Unterschiedsschwelle? Wie wird sie gemessen?
 - Unterschiedsschwelle: Reizintensität, die nötig ist, um einen gerade noch merklichen
Unterschied festzustellen
- Messung: ∆s = Si – Sj => kleinster Unterscheid zwischen 2 Reizen, den eine Person
gerade noch feststellen kann. (Si z.B. der größere zweier Holzstäbe)
32. Wie verändert sich der eben merkliche Reizunterschied in Abhängigkeit von der
Reizgröße? Wie lautet das Weber´sche Gesetz? Wann gilt es?
 - Webersches Gesetz: ∆S/S = k
- gilt für die meisten Sinne, sofern die Reizstärke nicht zu nah an der Schwelle liegt
- Wenn die Größe des Reizes wächst, wächst auch die des eben merklichen
Reizunterschiedes
33. Für welche Aufgaben lassen sich die Methoden der Schwellenmessung anwenden?
 - Zur Untersuchung der Übergänge in der subjektiven Qualität des Erlebens aufgrund von
unterschiedlichen Reizbedingungen
- (Untersuchung komplexer Phänomene der Bewegungswahrnehmung)
Die Messung überschwelliger Reizintensitäten
34. Beschreiben Sie Stevens´ Methode der direkten Größenschätzung. Was versteht man unter
Verdichtung und Spreizung der Antwortdimension? (Sie sollten diesen Effekt graphisch
darstellen können)
 - Standardreiz  Zuordnung einer Zahl (z.B. 10)
- Darbietung von Leuchtfeldern mit unterschiedlicher Intensität
- Beobachter soll jedem dieser Leuchtfelder entsprechend seiner Helligkeit eine Zahl
zuordnen
- Verdichtung der Antwortdimension: Verdopplung des Lichtes bewirkt noch keine
Verdopplung der wahrgenommenen Helligkeit
- Spreizung der Antwortdimension: Verdopplung des Stromstoßes bewirkt mehr als die
Verdopplung der wahrgenommenen
Schmerzempfindung.
35. Was versteht man unter einer Potenzfunktion? Was bedeutet der Exponent der
Potenzfunktion?
 - Stevens´sches Potenzgesetz: W=K*S(hoch n)
- Exponent entspricht der Steigung der Linien
Methoden des Erkennens und Wiedererkennens
36. Mit welchen Untersuchungsaufgaben kann man das Erkennen und Wiedererkennen
untersuchen?
 - Gleich-Verschieden-Urteile
- Zuordnung zu einer Klasse
- Alt-Neu-Urteile
- Objektbenennung
- Beurteilung der Natürlichkeit von Objekten
- Bekannt-Nichtbekannt-Urteile
37. Aus welchen Gründen kommt dieser Methode in der Wahrnehmungsforschung Gewicht
zu?
 Da Wahrnehmen in natürlichen Situationen mit dem Erkennen von Gegenständen,
Personen, Ereignissen oder Umgebungsausschnitten eng verbunden ist  Wichtig für das
alltägliche Leben
Suchaufgaben
38. Wie wird die Wahrnehmungsleistung in Suchaufgaben erfasst?
 - Aufgabe: Eine bestimmte geometrische Form aus einer Reihe anderer Formen
herausfinden.
- Erfassung der Wahrnehmungsleistung durch die Anzahl der richtigen Antworten und die
Zeit bis zum Auffinden der richtigen Antworten.
Analyse von Reizinformationen für Merkmale der Umwelt
39. Welchen Kriterien muss eine Beschreibung der verfügbaren Umweltmerkmale genügen?
 Ökologisch adäquate Beschreibung der Umweltaspekte (Bsp. Verdecken, Texturgradienten
zur Beschreibung der räumlichen Tiefe)
40. Beschreiben Sie Umweltmerkmale, mit deren Hilfe wir räumliche Tiefe wahrnehmen
können!
 Verdecken, Texturgradienten, relative Größe der Gegenstände, Schattenbildung,
Stereosehen mit beiden Augen, Eigenbewegungen des Beobachters.
Neurophysiologie: Beziehung zwischen Reizmustern und neuronalen Prozessen
Historischer Hintergrund der Neurophysiologie der Wahrnehmung
41. Wo sah Aristoteles irrtümlich den Sitz des Geistes? Inwiefern lässt sich an den
Vorstellungen Galens, Descartes´ und Kepler zeigen, dass sich in den Spekulationen über das
Gehirn der Stand der damaligen Technik niederschlug?
 Aristoteles: Das Herz und nicht das Gehirn ist der Sitz des Geistes
42. Skizieren Sie Müllers Theorie der spezifischen Sinnesenergien!
 Unsere Wahrnehmungen gehen auf „Sinnesenergien“ zurück, welche auf das Gehirn
wirken, und die spezifische Wahrnehmungsqualität, die wir erleben, hängt davon ab,
welche Nerven stimuliert werden.
43. Nennen Sie die drei Teile des Neurons sowie deren Funktion!
 - Zellkörper: beinhaltet Zellkern und andere für die lebende Zelle notwendige
Stoffwechselmechanismen
- Dendriten: Verästelung zwischen den Neuronen, um bessere Signalaufnahme zu
ermöglichen
- Axon: Fortsatz zur Weiterleitung des elektrischen Nervenimpulses
44. Welche Kenntnisse über die physiologischen Grundlagen der Wahrnehmung waren im
frühen 20. Jahrhundert vorhanden?
 Rezeptoren wandeln Reizsignale aus der Umwelt in bioelektrische Signale, die in den
Neuronen weiter verarbeitet und zu sinnesspezifischen Hirnarealen weitergeleitet werden.
Die Aufzeichnung elektrischer Signale von Neuronen
45. Definieren Sie Ion, Mikroelektrode, Ruhepotential, Aktionspotential! Welche chemischen
Elemente findet man außerhalb und innerhalb der Membranen der Nerven?
 - Ionen: elektrisch geladene Teilchen
- Mikroelektrode: Elektrode zur Messung der elektrischen Spannung, die so fein ist, dass
sie die Membran nicht zerstört
- Ruhepotential: Entsteht durch die ungleiche Verteilung der Ionen außer- und innerhalb
der Zelle  besteht, wenn kein Reiz auf die Zelle wirkt (-70 mV)
- Aktionspotential: Wenn ein Reiz auf die Zelle eintrifft, verändert sich die Durchlässigkeit
der Zellmembran für bestimmte Ionen. Dadurch verschiebt sich das
Membranpotential in positive Richtung, was eine Weiterleitung des
Impulses mit sich zieht.
- Chemische Elemente: Höhere Kaliumkonzentration innerhalb und höhere
Natriumkonzentration außerhalb der Zelle.
46. Wie werden die bioelektrischen Signale eines Neurons gemessen?
 Anbringen einer Elektrode innerhalb und einer außerhalb der Zellmembran, welche an ein
Messgerät angeschlossen sind.
47. Beschreiben Sie die Ionenströme und die Veränderung der elektrischen Ladung, die bei
einem Nervenimpuls in der Faser auftreten!
 Das plötzliche Einströmen von Na+ , gefolgt vom Ausströmen von K+ bewirkt eine
positive Ladung in der Faser.
48. Was bedeutet es, wenn man den Nervenimpuls als fortgeleitete Alles-oder-nichtsReaktion bezeichnet?
 Ist ein Nervenimpuls ausgelöst, so behält er dieselbe Stärke, egal wie weit er das Axon
hinunterläuft und wie stark der Reiz ist.
Grundlegende Eigenschaften von Nervenimpulsen
49. Beschreiben Sie, wie sich Nervenimpulse verändern, wenn die Intensität der Reizung
abnimmt!
 Eine Veränderung der Reizintensität beeinflusst nicht die Amplitude der Nervenimpulse,
sondern die Rate.
50. Beschreiben Sie Refraktärphase und Spontanaktivität!
 - Refraktärphase: Zeit (ca. 1 ms) nach der Entladung, in der die Zelle nicht erregt werden
kann. (Zelle kann eine bestimmte Frequenz an AP nicht überschreiten)
- Spontanaktivität: Feuern von Nervenfasern ohne Reize aus der Umwelt
51. Was ist eine Synapse?
 Spalt zwischen zwei Neuronen; Ort der Informationsübertragung
Chemische und elektrische Vorgänge an der Synapse
52. Worum ging es bei dem Streit zwischen Golgi und Ramón y Cajal über das Wesen der
Synapse?
 hehe
53. Beschreiben Sie, was Neurotransmitter an der Synapse bewirken! Unter welchen
Bedingungen kommt es zu einer Spannungsänderung im postsynaptischen Neuron?
Beschreiben Sie die Wirkung erregender und hemmender elektrischer Impulse und deren
Interaktion!
 - Bewirken an der postsynaptischen Membran die Durchlässigkeit für bestimmte Ionen
- Wenn genügend erregende Neurotransmitter ausgeschüttet werden. (an der Synapse setzt
also ein elektrisches Signal einen chemischen Prozess in Gang, und der wiederum löst
eine Spannungsveränderung im postsynaptischen Neuron aus)
- Erregend: Spannungserhöhung
- Hemmend: Spannungserniedrigung
- Interaktion: Differenz der Beiden
Struktur des Gehirns
54. Welche Bereiche umfasst der cerebrale Cortex? Was bedeutet modulare Organisation?
Wo liegen die primären sensorischen Areale des Cortex?
 - Frontal-, Scheitel-, Schläfen- ,Hinterhauptslappen
- Modulare Organisation: Spezifische Areale des Cortex haben spezifische Funktionen
- Sehen: im Hinterhauptslappen
- Hören: im Schläfenlappen
- Hautsinne: Scheitellappen
55. Womit befasst sich die Neuropsychologie?
 Neuropsychologie: befasst sich unter anderem mit den Zusammenhängen von speziellen
neuronalen Ausfällen und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung
Untersuchung der Hirnaktivität beim Menschen
56. Was versteht man unter evozierten Potentialen? Wie werden sie registriert?
 - Evozierte Potentiale: Durch Hirnaktivität erzeugte elektrische Impulse
- Messung: Durch Elektroden, die an bestimmten stellen des Kopfes angebracht werden
57. Wie funktioniert die Positronenemissions-Tomographie ((PET)?
 PET: Injektion schwach radioaktiver Substanz, diese breitet sich im Blutkreislauf aus
=> Dadurch kann man das Ausmaß der Stoffwechselaktivität und damit das Ausmaß
der Hirnaktivität bestimmen.
58. Warum muss bei der Messung eine Methode der der Differenzenbildung angewandt
werden?
 Differenzenbildung: Aktivität während der Reizung minus der Aktivität in der
Kontrollbedingung (weil schon zuvor eine bestimmte Hirnaktivität
bestehen kann)
59. Wie funktioniert die funktionale Magnetresonanz-Tomographie? Warum ist sie heute die
dominierende Methode?
 - MRT: Erfassung der Durchblutung … Hämoglobin, durch welches der Sauerstoff im Blut
befördert wird, enthält Eisenmoleküle und hat dadurch magnetische Eigenschaft.
- Standardverfahren zur Erfassung der menschlichen Hirnaktivität: weniger schädlich
(keine radioaktive Markierungssubstanz), Auflösung besser!
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