Das Schulprogramm der Grundschule St

Werbung
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Gliederung
A.
Vom Schulprofil zum Schulprogramm der Grundschule
St. Marien
1.) Geographische Lage und Soziostruktur der Schule
1.1. Geschichtlicher Überblick
1.2. Wissenswertes über Enniger
S. 3
S. 4 – 5
S. 6
2.) Die Grundschule St. Marien als katholische Bekenntnisschule S. 7 - 8
3.) Schule als Haus des Lernens
B.
S. 9 - 11
Das Schulprogramm der Grundschule St. Marien
Prolog
I.
S. 12
Schule als Lebensraum
S. 13
II. Bildung und Erziehung in der Schule
1. Erziehender Unterricht
S. 14
2. Werteerziehung
2.1. Programm zur Streitschlichtung
2.2. Projekt „Fair Streiten“
2.3. Sanitätsdienst
S. 15
S. 16
S. 17
S. 18
3. Schulleben
3.1. Feste und Rituale
3.2. Außerschulische Lernorte
3.3. Verbindliche Regeln
3.4. Schuleingangsphase
S. 19
S. 20
S. 21
S. 22 - 23
S. 24 - 25
III. Unterrichtsorganisation und Unterrichtsentwicklung
1. Unterrichtsorganisation
S. 26
2. Sich dem Unterricht öffnen
2.1. Offener Unterricht
2.2. Sich dem Unterricht öffnen
2.3. Fördern als Unterrichtsprinzip
2.4. Kompetenzorientierung
1
S. 27
S. 27 - 28
S. 29 - 30
S. 31 - 32
S. 33 - 35
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.5. Leistungsbewertung
S. 36 - 37
3. Der Englischunterricht an der Grundschule St. Marien
3.1. Englisch in den Klassen 1 bis 4
3.2. Theorie und Praxis des Englischunterrichtes
4. Medienkonzept
S. 38
S. 38
S. 39 - 42
S. 43
IV. Qualitätssicherung
V.
1. Qualitätssicherung als Aufgabe für die Schulleitung
S. 44
2. Qualitätssicherung als Aufgabe für das gesamte Kollegium
S. 45 - 46
3. Differenzierung und Individualisierung als Qualitätsmerkmal
von Unterricht
S. 47
4. Lernentwicklungsberichte
S. 48
Öffnung von Schule
1. Kooperation mit anderen Einrichtungen
S. 49 - 52
VI. Elternarbeit / Mitwirkung / Beratung
1. Mitwirkung und Mitarbeit
S. 53
2. Regelungen bei Erkrankung oder Abwesenheit ein Kindes
S. 53
3. Beratungskonzept
S. 54 - 55
VII. Organisationsplanung
S. 56
1. Vertretungsregelungen
S. 56
2. Vereinbarungen im Kollegium
2.1. Vereinbarungen zur Unterrichtsgestaltung
2.2. Absprachen zum dienstlichen Verhalten
2.3. Gefasste Beschlüsse für die Zusammenarbeit mit den
Kindergärten
VIII. Ausblick
S. 57
S. 57 - 60
S. 61
S. 61
S. 62
2
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
A. Vom Schulprofil zum Schulprogramm
1. Geographische Lage und Soziostruktur der Schule
Die Grundschule St. Marien ist eine katholische Bekenntnisschule und einzige
Schule in Enniger. Sie liegt im Zentrum des Dorfes Enniger. Die Einwohnerzahl
beträgt zurzeit etwa 3500.
Enniger selbst gehört zur Stadt Ennigerloh (ca. 21.0000 Einwohner), ist aber
selbstständiger Ortsteil. Dem Dorf zugehörig sind die Bauerschaften
Sommersell, Balhorn, Rückamp, Wessenhorst und Pöling. Die Kinder aus
diesen zum Teil weitläufigen Gebieten werden mit den Bussen zur Schule
gebracht. Wegen der ansonsten kurzen Schulwege kommen die übrigen Schüler
zu Fuß.
Etwa 90 % der Schüler kommen aus Facharbeiter-, Handwerker- und
Angestelltenfamilien, ein geringer Anteil aus Beamtenfamilien und ca. 8 % aus
bäuerlichen Familien, größere Unternehmer, leitende Angestellte und
Akademiker machen einen sehr geringen (ca. 2 %) Anteil aus. Der Anteil der
Schüler mit Migrationshintergrund liegt bei ca. 3 %.
Insofern treffen wir hier auf eine relativ homogene Sozialstruktur. Das Interesse
der Eltern an einer guten Ausbildung und einer kontinuierlichen Erziehung ist
sehr hoch. Nach der Grundschule besuchen die Kinder die
Anne-Frank-Hauptschule in Ennigerloh
Städtische Realschule in Ennigerloh
Realschule St. Martin in Sendenhorst (priv. Träger)
Gymnasium St. Michael in Ahlen (priv. Träger)
Städtisches Gymnasium in Ahlen
Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen
Kopernikusgymnasium in Neubeckum
3
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
1.1. Geschichtlicher Überblick der kath. Grundschule St. Marien
in Enniger
1676
Im Jahre 1676 wurde in Enniger die erste Schule eingerichtet.
1787
1872
1894
1912
In den Jahren 1787, (Anbau 1830) 1872 wurden neben der Kirche
Schulgebäude errichtet, die um 1894 und 1912 durch einen weiteren
massiven Bau einer Mädchenschule ergänzt wurden.
Im Jahre 1932 betrug die Schülerzahl 258.
1960
1966
Bis zum Jahre 1960 befand sich die kath. Volksschule in den 3
Ursprünglichen Gebäuden mit 6 Klassenräumen neben der Kirche.
1957/58 stand zwingend die Lösung der Schulraumfrage an.
So wurde der nördliche Trakt der jetzigen Schule mit 6 Klassenräumen
und Verwaltungsräumen gebaut und am 3.11.1960 eingeweiht. Sie
Bekam den Namen Marienschule Enniger, kath. Volksschule.
Schon nach wenigen Jahren erwies sich die neue Schule als zu klein.
Eine Klasse musste bereits in einem Kellerraum unterrichtet werden.
1965 begann man mit dem Erweiterungsbau, der am 03.11.1966
eingeweiht wurde (der jetzige Südtrakt).
1968
Zum Schuljahr 1968 besuchten die Vorhelmer Kinder der Klasse 5 und 6
die Hauptschule in Enniger. Die Zahl der Schüler betrug nun 453.
1969
Zum Schuljahr 1969/70 erfolgte die endgültige Trennung von Hauptund Grundschule, da nun auch die anderen Jahrgänge von Vorhelm
nach Enniger zur Hauptschule mussten.
Für die Grundschule wurde ein eigenes neues Gebäude geplant. Da der
Bestand der Hauptschule in Enniger aber noch nicht gesichert erschien,
wurde nur eine Bauweise genehmigt, die transportabel sein sollte.
Hinter der Hauptschule wurde ein Pavillonbau mit 6 Klassen,
1 Lehrerzimmer und 1 Lehrmittelzimmer errichtet. Bis zur Fertigstellung
mussten die Kinder der Grundschule nachmittags unterrichtet werden.
1970
Nach den Herbstferien 1970 wurde der Neubau der Grundschule
bezogen. Die Schülerzahl der Grundschule betrug 246.
1971
Der Grundschulbau wurde 1971 erweitert um 2 Klassenräume,
Schulleiterzimmer und 1 Mehrzweckraum.
4
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
1972
Im Jahre 1972 wurde die neu erbaute Turnhalle auf dem Gelände der
Hauptschule eingeweiht.
1985
Nach langen Auseinandersetzungen besuchen ab 1985 alle Hauptschüler
die Hauptschule in Ennigerloh.
Die Grundschule bezieht das Gebäude der ehemaligen Volks- bzw.
Hauptschule.
Die Pavillonbauten, die bis dahin von der Grundschule benutzt wurden,
wurden der Sonderschule für Sprachbehinderte „Astrid-LindgrenSchule“ zur Verfügung gestellt.
Zu dem Zeitpunkt wurden 308 Kinder in 8 Klassen unterrichtet.
2010
Jubeljahr: 50 Jahre St. Marien Schule.
25 Jahre lang wurde die St. Marien Schule als Hauptschule geführt.
Seitdem, ebenfalls nun 25 Jahre, ist die St. Marien Schule Grundschule
und wird zum 1.8. 2010 Offene Ganztagsschule.
Die Schülerzahl im Schuljahr 2009/2010 beträgt 146 Schülerinnen und
Schüler, die in 8 Klassen unterrichtet werden.
Das Kollegium 2009/2010 besteht aus 8 Lehrerinnen, einem Lehrer und
2 Lehramtsanwärterinnen.
5
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
1.2. Wissenswertes über Enniger
Früher wurde Enniger noch Anigere genannt und geschrieben. In Urkunden tritt der
Name Anigere das erste Mal im Jahre 1226 auf. Seit dem 01.01.1975 zählt Enniger
zu Ennigerloh.
Zur Stadt Ennigerloh gehören seitdem auch Ennigers Nachbarorte Ostenfelde und
Westkirchen.
In Enniger gibt es viele alte Häuser mit einer langen Geschichte.
Der Pfarrhof ist mit seinem alten Fachwerk – gestiftet 1679 – ein Schmuckstück Ennigers.
Er ist eine richtige Fremdenverkehrsattraktion. Die Rückämper Kapelle ist schon 300
Jahre alt. Die alte Mühle am Vossbach in der Nähe des Marienhospitals wird heute
noch als Begegnungsstätte genutzt. Das Krankenhaus wurde 1913 erbaut. Heute werden
dort psychisch kranke Menschen betreut.
Eine Attraktion ist der Enniger Markt. Es gibt ihn schon seit 405 Jahren. Er wird jährlich
in der zweiten Juliwoche vom Heimatverein veranstaltet.
Der Gutsbesitzer Bertoldus de Enigger gab dem Dorf Enniger seinen Namen. Das Haus,
in dem er wohnte, nannte man Haus Enniger. Dieses Haus war von einem Wassergraben
umgeben.
Daneben stand eine Kirche. Die Kirche war umgeben von einem hohen Zaun.
Der Wassergraben und die Kirchturmspitze sind auch heute noch zu sehen.
Im Jahre 1682 ist die Turmspitze neu gebaut worden. Das Haus Enniger gehörte heute
dem Bauern Hermann Koch-Haverkamp.
Die Kirche in Enniger heißt Sankt Mauritius. Der Schutzpatron war der Heiligte Mauritius,
ein christlicher Märtyrer. Der Pastor Pfarrer Kemper wohnt im Pastorat. Früher war um das
Pastorat ein Wassergraben, der bis zur Kirche ging. Einige Menschen bauten ihre Häuser um
die Kirche.
Es wurde immer mehr gebaut und Enniger wurde immer größer. Heute leben hier ungefähr
3240 Menschen. 1976 feierte Enniger die 750-Jahr Feier.
Wir haben in Enniger nur eine Schule.
Wo jetzt das Heimathaus ist, war früher eine Schule. Das Vikariehaus ist über 200 Jahre
alt. Da lebte früher der Priesterdichter August Wibbelt. Es gibt auch den August-WibbeltWeg.
1842 brannte in Enniger das Armenhaus ab. Deshalb baute man 1843 ein neues
Feuerwehrhaus. Auch heute gibt es noch eine Feuerwehr in Enniger.
Das alles wissen wir, weil wir in Enniger einen Heimatforscher haben. Der erste hieß
Hermann Stutenkemper. Heute macht es sein Sohn Egon weiter.
(Matthias Wessel)
6
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Die Grundschule St. Marien als katholische Bekenntnisschule
Die Grundschule St. Marien, Enniger, ist eine katholische und die alleinige
Schule am Ort. Ich erwähne dies, da beide Fakten – nämlich die konfessionelle
Gebundenheit und die Stellung der Schule im Ortsteil Enniger – eine besondere
Bedeutung für das Schulprogramm haben.
Bei einem Prozentsatz von 80 % katholischer Schüler ist zu fragen, wie sich
dieser auf das Schulprofil der Grundschule St. Marien auswirkt und welche
Grundsätze im Schulprogramm festzuhalten sind, die die Basis für eine
christliche Erziehung an unserer Schule bilden.
Auf dem Boden der christlichen Leitgedanken über die Verwirklichung von
katholischen Schulen müssen Elemente herhausgehoben werden, die speziell an
der St. Marien Grundschule durchgeführt werden und weiter zu entwickeln sind.
Zunächst wurden die christlichen Tugenden als Basis für den erziehenden
Unterricht an unserer Schule herausgehoben und wie folgt benannt:
-
Achtung vor dem Leben
Verantwortung übernehmen für mich und die Gemeinschaft
Liebe zur Schöpfung
Toleranz gegenüber anderen
Anerkennung und Achtung des Eigentums
Ehrlichkeit
Hilfsbereitschaft
Diese Tugenden sollen sich im täglichen Miteinander wiederfinden, so dass im
Religionsunterricht darauf eingegangen werden kann und dieser die Synthese
von Leben und Glauben transparent macht.
Die Verwirklichung dieser besonderen Absicht der kath. Schule hängt weniger
vom Lehrgut und den Lehrplänen als von den Personen ab, die dort wirken.
Es wird weitgehend auf die Fähigkeit des Lehrers ankommen, ob der Unterricht
zu einer Unterweisung im Glauben wird, zu einer Mitteilung der christlichen
Botschaft. Die Synthese zwischen Kultur und Glauben wird durch die andere
Synthese zwischen Glauben und Leben in der Person der Erzieher
weitergegeben. „Es gründet sein Tun im Vorbild Jesu.“ (Vgl. G. Fuest
„Innenansicht v. GS“ S. 48/49)
Für diese christlichen Erziehungsziele ist eine intensive Absprache und
Zusammenarbeit mit den Eltern herbeizuführen und zu fördern. Wir erreichen
dies an unserer Schule auch durch das gemeinsame Feiern von christlichen
Festen, d.h.:
7
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Ökumenische Gottesdienste zu Weihnachten, zum Schuljahresende und zum
Erntedank. Diese Gottesdienste finden in der Schule für die ganze
Schulgemeinschaft statt.
Den Bezug zur Kirchengemeinde St. Mauritius erleben die Kinder durch
Schulgottesdienste, die mittwochs in der Zeit von 8.00 – 8.45 Uhr stattfinden,
und durch Kontaktstunden mit dem Pastor. Im täglichen Miteinander pflegen
wir die Gebets- und Meditationskultur.
8
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3. Schule als Haus des Lernens
Als wir, d.h. das Kollegium der Grundschule St. Marien bestehend aus sieben
Lehrerinnen und einem Lehrer, uns 1996 an die Arbeit zur Erstellung unseres
Schulprogramms machten, konzipierten wir zunächst ein Haus des Lernens, das
wir mit Leitlinien und –gedanken füllten, die uns für unsere pädagogische Arbeit
wichtig erschienen und an denen wir weiter arbeiten wollten. Um unsere
Gedanken besser strukturieren zu können, unterteilten wir unser Haus des
Lernens in vier Ebenen:
 Schule als Lebensraum
 Bildung und Erziehung in der Schule / innere und äußere Öffnung von
Schule
 Elternarbeit – Mitbestimmung – Mithilfe – Beratung
 Schulinterne Lehrerfortbildung und Reflexives Lernen als Programm für das
Kollegium
Die inhaltliche Konzeption unterscheidet sich in vielem nicht von anderen
Schulen, die verantwortungsbewusste Arbeit leisten und die stets bemüht sind
unter Berücksichtigung der Bedürfnisse eines jeden Kindes gute Schule zu
gestalten, in der Schulleben, erziehender Unterricht, grundlegende Bildung,
Leistungserziehung und –bewertung, sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern
die wesentlichen Eckpfeiler bilden.
Diese Anforderungen stellten wir auf die Basis der christlichen Werte, die von
christlich geprägten Erzieherpersönlichkeiten vermittelt werden sollen (Nähere
Angaben dazu finden sie Kap. I des Schulprogramms).
Die christlichen Werte und die ethischen Begriffe wie Liebe, Zuneigung,
Ermutigung, Verständnis und Verantwortung bilden gewissermaßen den
Rahmen, in dem unser Schulprogramm eingebunden ist und von dem
derzeitigen Kollegium weiter fortgeführt wird.
9
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Schule als Haus des Lernens
 ist ein Ort, an dem alle willkommen sind, die Lehrenden wie die
Lernenden in ihrer Individualität angenommen werden, die persönliche
Eigenart in der Gestaltung von Schule ihren freien Platz findet
 ist ein Ort, an dem Zeit gegeben wird zum Wachsen, gegenseitige
Rücksichtnahme und Respekt vor einander gepflegt werden
 ist ein Ort, dessen Räume einladen zum Verweilen, dessen Angebote und
Herausforderungen zum Lernen zur selbständigen Auseinandersetzung
locken
 ist ein Ort, an dem Umwege und Fehler erlaubt sind und Bewertungen als
Feedback hilfreiche Orientierung geben
 ist ein Ort, wo intensiv gearbeitet wird und die Freude am eigenen Lernen
wachsen kann
 ist ein Ort, an dem Lernen ansteckend wirkt
Punkt für Punkt zum Erfolg:
In der Grundschule St. Marien setzen wir auf:
Freude am Lernen durch:




Individuelle Förderung
Selbstgesteuertes Lernen
Entdeckendes Lernen
Ein aktives Schulleben
Werteerziehung durch:
 Erziehung zur Teamfähigkeit
 Einen respektvollen Umgang miteinander
 Verantwortung
10
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Zusammenarbeit mit Eltern und Institutionen
Zusammenarbeit und Offenheit im Kollegium
Team-teaching, Austausch
Zusammenarbeit mit der Schulleitung
Fach- und Sachkompetenz
Selbstbestimmtheit
(eigene Zeugnisse)
Mitbestimmung
projektorientiertes
Lernen
- Differenzierung und Individualisierung
- Förderkonzept
- Leistungsanforderungen und Beurteilungen
entdeckendes Lernen
erziehender Unterricht
individuelle Verantwortung
Schule als Lebensraum
Gestaltung
unterschiedliche Lernorte
innerhalb und
außerhalb der Schule
Rituale
Feste und Feiern
der Klassenräume
der Flure
des Schulhofes
Christliche Werte
11
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
B. Das Schulprogramm der Grundschule St. Marien
Prolog
Das Schulprogramm der Grundschule St. Marien ist kein Programm über,
sondern aus der Schule. Es ist entstanden durch die Arbeit, die vierwöchentlich
in den pädagogischen Konferenzen und schulinternen Fortbildungen des
Kollegiums geleistet wurde. Als Schulleiterin habe ich die Aufgabe
übernommen die Ergebnisse zu verschriftlichen und in den Gesamtrahmen des
Bildungs- und Erziehungsauftrages der Grundschule zu stellen. Die im
Schulprogramm dargelegten Punkte sind mit der Schulkonferenz abgesprochen
und in den Klassenpflegschaften den Eltern transparent gemacht worden. Die
einzelnen Gliederungspunkte erheben noch keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Schule ist ein Prozess, der sich ständig verändert und der
permanenten Reflexion bedarf. Dessen waren und sind wir uns bei unserer
Arbeit stets bewusst.
An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten für ihre Offenheit und
Unterstützung danken.
Mein besonderer Dank gilt dem Kollegium der Grundschule, das trotz der
vielfältigen neuen Aufgaben die „Flinte nicht ins Korn geworfen hat“, sondern
hartnäckig an der Sache geblieben ist und im Einzelfalle immer wieder das
Gespräch mit mir gesucht hat, um die Idee und das Ideal von „guter Schule“ mit
realisieren zu können. Die Kolleginnen waren aber auch bereit Überstunden zu
machen, um Unterrichtsaufall zu vermeiden, das Schulleben unter hohem
Zeitaufwand mit zu gestalten (z.B. Theaterstücke und die musikalische
Begleitung für Feste und Gottesdienste zu übernehmen), die Schule zu
schmücken und zu einem angenehmen Lebensraum für die Kinder zu gestalten,
innovativ am schulinternen Curriculum mitzuarbeiten und sich fortzubilden und
bei ganztägigen Veranstaltungen, Leseabenden und –nächten ihren ganzen
Einsatz zu zeigen.
Ein weiterer Dank gilt den Eltern, die in der Schulkonferenz die Verantwortung
für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in vertrauensvoller und unterstützender
Art mit getragen haben. Ich danke auch für ihr Verständnis auch für Klippen und
Schwierigkeiten und ihre Aktivitäten, die Interessen der Schule auch außerhalb
des Schulprogramms zu unterstützen und den Kontakt, sowie die Zusammenarbeit zwischen allen Elterngremien (Förderverein, Schulpflegschaft) zu fördern.
Ich danke ebenso den Kindern, die die Beiträge über die Geschichte und das
Leben in Enniger für dieses Schulprogramm und unsere Schülerzeitung ETUI
verfasst haben.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei unserer Sekretärin Frau Martina Horsthemke
bedanken, die dem Schulprogramm die schriftliche Form gegeben hat.
12
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
I. Schule als Lebensraum
Da in unserem Schulgebäude bis 1985 die ehemalige Hauptschule beheimatet
war, sind wir eine großzügig ausgestattete Grundschule, die über Küche, Werk-,
Musik- und einen Filmraum verfügt. Des Weiteren stehen uns für Feste, Feiern
und Unterricht eine Aula und eine große Eingangshalle zur Verfügung. Pläne
zur Benutzung der Küche, der Aula, der Turnhalle hängen im Lehrerzimmer aus.
Im Rahmen unseres Schulprogramms kümmern wir uns um eine kindgerechte
und ansprechende Gestaltung der Flure, der Klassenräume, der Eingangshalle,
der Aula und des Schulhofes.
Die Eingangshalle, die Flure und Klassenräume werden jahreszeitlich
ausgeschmückt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Advents- und
Weihnachtszeit. Die Flure und die Eingangshalle dienen auch zur Ausstellung
von Schülerarbeiten.
Die Klassenräume sollen durch das Arrangement von Möbeln und Spielecken,
Zonen vorweisen, die zum entdeckenden Lernen (Bücherecke, Versuchsecke
z.B. Pflanzversuche zur Langzeitbeobachtung) zur Differenzierung
(Übungsmaterial) und zum sozialen Lernen (Spielecke) anregen. Die Anordnung
der Stühle wird der Unterrichtssituation angepasst. An unserer Schule werden
Gruppentischanordnungen bevorzugt. Die Klassenräume lassen auf Grund ihrer
Größe einen problemlosen Wechsel z.B. zum Stuhlkreis zu.
Da die Klassen ihre Klassenräume nach Möglichkeit 4 Jahre besuchen, gestaltet
jede Lehrperson den Klassenraum individuell aus.
Die Schülerbücherei ist von einer Präsenzbücherei in eine Leihbibliothek für
die Kinder umstrukturiert worden. Lexika, Atlanten, Wörterbücher und Material
zur Leseförderung sind in den Klassenräumen stets präsent.
Der Schulhof ist in Spiel- und Ruhezonen (Reetdach-Pavillon) unterteilt.
Die Bemalung wird unter Mithilfe der Eltern ca. alle 4 – 5 Jahre erneuert.
Die Umgestaltung des Schulhofes ist ein Langzeitprojekt des Fördervereins,
das bereits im Jahr 2008 begonnen wurde und bis zum Jahre 2013 abgeschlossen
sein soll.
Seit dem 01.08.2000 besteht an unserer Schule das Angebot
„Verlässliche Schule von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr“.
Wir haben derzeit eine Betreuungsgruppe, die von Frau Watermann und Frau
Löffler geleitet wird.
Die Betreuerinnen werden zu mindestens 2 Lehrerkonferenzen im Schuljahr
eingeladen, um sie an der pädagogischen Arbeit der Schule zu beteiligen.
Ausblick:
Ab dem 01.09.2010 wird die Offene Ganztagsschule eingerichtet. Dafür wird
die Kücheneinrichtung erneuert und zwei Kellerräume im Nordtrakt werden
saniert und für die Betreuung eingerichtet.
13
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
II. Bildung und Erziehung in der Schule
1. Erziehender Unterricht
Als katholische Schule sind wir bemüht die Kinder auf der Basis von
christlichen Werten zu erziehen. Dazu gehört eine vorurteilsfreie Begegnung
von Lehrern zu ihren Schülern/innen, aber auch der respektvolle Umgang
zwischen Schülern/innen. Ein freundlicher und verständnisvoller Umgangston
ist die Voraussetzung sowohl für Unterrichts- als auch für Beratungsgespräche.
Innerhalb des Unterrichts ist es unser Ziel, die Kinder zur individuellen und
sozialen Verantwortung zu erziehen, deren Hilfsbedürftigkeit und
Entwicklungsfähigkeit zu berücksichtigen und sie in ihren Lernprozessen zur
Selbstständigkeit zu ermutigen, so dass diese neben den Sachkompetenzen auch
in ihren Sozialkompetenzen gefördert werden. Dabei soll gemäß den Richtlinien
auf ein integriertes Konzept zwischen Erziehung und Unterricht geachtet
werden. Unterricht und Erziehung sind so eng miteinander verknüpft, dass der
Unterrichtsinhalt, sowie seine Struktur und die sogenannten Wertmaßstäbe in
Handlungsvollzügen transformiert werden und problemorientierte Fragen
aufwerfen (vgl. auch Dietrich Benner „Erziehender Unterricht“ in „Das päd.
Profil der Grundschule“ Heinsberg 89, S. 97).
Neben der gezielten und fächervernetzenden Planung und Durchführung von
Unterrichtsinhalten von Seiten der Lehrerin, sowie Projekten und Formen des
offenen Unterrichts sollen die Schüler vielfältig bei Zielsetzungen und
Entscheidungen, sowie an Mitwirkungsmöglichkeiten beteiligt werden, so dass
die Bedeutung der Sache auch im zwischenmenschlichen Umgang sichtbar und
dadurch zur eigenen Sache der Schüler/innen wird.
Erziehender Unterricht und Schulleben dienen dem Kind zur „Hilfestellung“.
“Der erziehende Unterricht, der an den Erfahrungen der Kinder anknüpft, schafft
Lernanlässe und Situationen, in denen Kinder erfahren, dass das in der Schule
Gelernte für sie hilfreich ist und ihr Verständnis von „Welt“ erweitert.“ Er führt
zur grundlegenden Bildung „Ein pädagogisch gestaltetes Schulleben unterstützt
den Erziehungsauftrag der Grundschule und bereichert die Formen des kindl.
Lernens“ (W. Wittenbruch in „Das päd. Profil der Grundschule“ S. 59).
„Verbindliche Regeln, Absprachen und Ordnungen in denen individuelle
Entfaltungsmöglichkeiten und soziale Gerechtigkeit beachtet werden“ (vgl.
Wittenbruch „Schulleben“ in Handbuch GS Beltz - Praxis S. 209) sind dabei zu
berücksichtigen. Sie sollen keine auferlegten Maßregelungen, sondern lediglich
Orientierungshilfe sein, die dem Bedürfnis der Kinder nach Sicherheit gerecht
wird.
14
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Werteerziehung
In der Grundschule wird der Erwerb von Schlüsselqualifikationen angebahnt,
die für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unabdingbar sind.
Hierzu gehören im sozialen Bereich vor allem auch Zuverlässigkeit und
Verantwortungsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und
Kooperationsbereitschaft, sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit
(vergl. Lehrplan „Erziehender Unterricht“ S. 17).
Auf der Grundlage der christlichen Werte, wie bereits in den Ausführungen zum
Schulprofil beschrieben, wollen wir im täglichen Umgang miteinander
respektvoll und höflich miteinander umgehen.
Wir legen Wert darauf, dass der Umgang im Kollegium, der Umgang mit den
Eltern, den Schülerinnen und Schülern von Wertschätzung,
Einfühlungsvermögen und Offenheit gekennzeichnet ist.
Der Unterricht an der Grundschule St. Marien ist von Verständnis und Vertrauen
zu den Schülerinnen und Schülern geprägt, vermittelt den Schülerinnen und
Schülern aber auch klare Regeln, die den Kindern Orientierung geben sollen,
die Fähigkeiten zur Kommunikation erweitern und gewährleisten, dass das
notwendige Maß an Disziplin eingehalten werden kann.
Bei auftretenden Konflikten bilden wir eine Solidargemeinschaft, d.h. die
Kolleginnen und Kollegen werden sowohl bei Konflikten mit den Eltern, als
auch mit Schülerinnen und von der Schulleitung unterstützt, wenn dies
erforderlich ist.
Durch den erziehenden Unterricht, in den wir das Programm „Fair Streiten“
integriert haben, sollen die Kinder der Grundschule St. Marien auch lernen mit
Streitereien umzugehen.
Zur Stärkung der Empathiefähigkeit und zur Steigerung des Selbstvertrauens in
die eigenen Fähigkeiten anderen helfen zu können, führen wir in den 4.
Jahrgängen das Programm zur Streitschlichtung und das „Erste Hilfe
Programm“ durch.
Die Klassen 4 übernehmen jeweils im Wechsel für ein halbes Schuljahr den
„Schulsanitätsdienst“ und den „Streitschlichterdienst“.
Die Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrpersonen entsprechend
eingewiesen. Schülerinnen und Schüler, die sich mit der Aufgabe praktisch
jedoch überfordert fühlen, dürfen sich abwählen lassen, wenn andere ihre
Aufgabe übernehmen.
Die „Streitschlichter“ erhalten orangefarbene Schärpen, damit sie als
Streitschlichter schnell erkannt werden.
Der Dienst soll so organisiert werden, dass die Streitschlichter selbst an jedem
Tag auch eine freie Spielpause haben.
15
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.1. Programm zur Streitschlichtung
Die Streitschlichter helfen von Punkt 1 - 4
1.
2.
3.
4.
Beide erzählen aus ihrer Sicht.
Beide dürfen nachfragen.
Beide überlegen und sagen, was sie zum Streit beigetragen haben.
Beide überlegen, vielleicht unter Mithilfe der Streitschlichter, eine
Lösung.
Sollte der Streit so schlimm sein, dass eine Lehrperson hinzugezogen werden
muss, handelt diese weiter bis Punkt 8
5.
6.
7.
8.
Beide schreiben Lösungsvorschläge auf.
Beide suchen gemeinsam die beste Lösung.
Beide schreiben auf, wer was wann tut, um den Streit beizulegen.
Beide unterschreiben den Vertrag.
Die Streithähne werden drüber informiert, wie das Programm weiter verläuft.
Beispiel: Vertrag zur Streitschlichtung
Wir wollen in Zukunft keinen Streit mehr anfangen. Deshalb gehen wir uns eine
Woche lang erst einmal aus dem Weg. Dann besprechen wir noch einmal,
warum es immer wieder Streit zwischen uns gab.
Anna bekommt in der nächsten Woche ihren Platz wieder und holt für Karen
den Kakaokasten. Karen leiht Anna für zwei Wochen ihr Lieblingsbuch.
Wir sind einverstanden und halten uns an den Vertrag.
16
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.2. Projekt „Fair Streiten“
Im Jahr 2008 wird am 07., 08. und 09. Mai zum ersten Mal das Projekt „Fair Streiten“
unter der Leitung des Hauses „Kloppenburg, Zentrum für psychologische und soziale
Arbeit“ in Münster durchgeführt.
Die Schülerinnen und Schüler der 3. Jahrgänge nehmen an diesem Projekt teil. Sie
sollen im „Fairen Streiten“ einen Weg suchen, der für beide Seiten zufrieden stellend
ist. Dazu werden Fähigkeiten entwickelt und eingeübt wie:





Zuhören
sich in andere hineinversetzen können
eigene Gefühle äußern
sich gegen Übergriffe eines anderen wehren und seine Interesse verteidigen
können
konkrete Lösungsvorschläge machen können
Die Lehrerinnen und Lehrer werden so in das Projekt mit einbezogen, dass sie selbst
auch später als Trainer das Projekt weiter durchführen können.
Eine starke Einbindung der Eltern ist ebenfalls gegeben. Neben einem
Informationsabend, der vorab stattfindet, werden die Eltern auch zu einem
Übungsabend eingeladen, der sich dem Projekt anschließt, um das Programm in den
Familien weiter fortsetzen zu können.
17
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.3. Sanitätsdienst
In jedem Schuljahr kommen an einem Schultag 2 Helfer des DRK um die
Schülerinnen und Schüler in „Erste Hilfe“ – Maßnahmen einzuweisen.
Besonders interessierte und engagierte Kinder sind dann auch bereit, den
Sanitätsdienst während der Pausen zu übernehmen. Die Sanitäter erhalten
neongelbe Westen, damit sie schnell zu erkennen sind, wenn Hilfe geholt
werden muss.
Es ist den Sanitätern erlaubt, nachdem sie Mitteilung an die aufsichtsführende
Lehrkraft gemacht haben, kleine Wunden zu verbinden, die Kühlakkus aus dem
Kühlschrank zu holen und die verunfallten Kinder ggf. in den Klassenraum zu
begleiten.
Der Sanitätsdienst wird jeweils von 2 Schüler/innen durchgeführt und soll so
organisiert werden, dass die „Sanitäter“ selbst auch eine große Spielpause pro
Tag haben, in der sie ihrem Dienst nicht nachgehen müssen.
18
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3. Schulleben
Die Grundschule bietet den Kindern vielfältige Zugänge zur Welt.
Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten sehend, wahrnehmend,
experimentierend, beschreibend, erzählend, verstehend und fragend Erfahrungen
zu machen.
Dieser Auftrag richtet sich sowohl an Eltern (siehe Richtl. S. 21), als auch an die
Lehrer und Lehrerinnen. Es ist die gemeinsame Aufgabe die Grundschule als
„arrangierten Lebensort“ lebendig zu gestalten, den Kindern Hilfestellungen für
das Lernen zu geben, um so ein vielseitig gestaltetes, pädagogisch
verantwortetes Leben zu entfalten (vgl. Wittenbruch „Schulleben“ Grundschule
als Lebensort für Kinder im Handbuch GS Beltz Verlag S. 199 ff).
Schulleben ist kein festgeschriebenes Programm, sondern verändert sich ständig
durch die Reflexion und die Fortbildungen innerhalb des Kollegiums und durch
die äußere Mitwirkung von Eltern, sowie durch die Lebens- und
Handlungszusammenhänge der Kinder, aber auch durch deren Rolle als
Mitplanende, Mitwirkende und Mitgestaltende.
19
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3.1. Feste und Rituale
- Morgenkreis bzw. Morgengebet in jeder Klasse
- Wochenbeginn in der Adventszeit mit einer ca. 15minütigen Adventsfeier in
der Eingangshalle
- Adventsaktion „Licht sein für andere“
(Wir unterstützen: DAHW, Aktion Kleiner Prinz, Krankenhaus St. Marien
in Enniger, etc.)
- Gottesdienste bzw. Begegnungsstunden mittwochs in der 1. Stunde für die
katholischen bzw. evangelischen Schüler der 3. und 4. Jahrgänge
- ökumenische Gottesdienste an letzten Schultagen vor den Sommerferien,
Herbstferien, Weihnachtsferien
- Namenstag der Grundschule St. Marien am 12. September
- Karnevalsfeier
- Klassenfeste mit den Eltern
- Theaterfahrt 1x jährlich für alle Klassen
- mehrtägige Klassenfahrten im 3. oder 4. Schuljahr
- Ausflüge und Schulwanderungen (Klassenbezogen)
- Bundesjugendspiele und Sportspiele sowie Tag der Bewegung
- Veranstaltungen (wie z.B. Radrallye bzw. Flohmarkt, offenes Singen) in
Zusammenarbeit mit dem Förderverein
- alle 2 Jahre findet ein themenbezogenes Schulfest statt
- Teilnahme an den Kinderkulturtagen der Stadt Ennigerloh
- Theateraufführungen der Theater AG
- Lesende Schule 2 x jährlich
- Zirkusprojekt (alle 4 Jahre)
20
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3.2. Außerschulische Lernorte
Unterricht findet nicht nur im der Schule, sondern auch an vielen
außerschulischen Lernorten statt. Die von uns vorgeschlagenen
Unterrichtsgänge und –fahrten sind:
Klasse 1
Gang durch das Dorf Enniger
Unsere Kirche St. Mauritius
Gang durch den Grafenwald (Bröker Holz) von Enniger und Vorhelm
Gang zum Friedhof
Klasse 2
Handwerklicher Betrieb im Dorf (z.B. Bäckerei)
Fahrt zum Allwetterzoo Münster
Klasse 3
Fahrt zum Mühlenhof Münster
Die Schule und ihre Umgebung / vom Konkreten zum Plan
Klasse 4
Mehrtägige Wanderfahrt mit unterschiedlichen Zielen
Die Stadt Münster
Fahrt zum Naturkundemuseum Münster
Fahrt zum Planetarium Münster
Gang zu einem Bauernhof der Umgebung
Das Rathaus der Stadt Ennigerloh
21
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3.3. Verbindliche Regeln an unserer Schule
Hausordnung
 Während der Spielpausen müssen sich alle Kinder auf dem Schulhof
befinden.
 Ein Verlassen des Schulhofes oder Zurücklaufen ins Gebäude ist nicht
gestattet.
 Bei Regenpausen verbleiben die Kinder in den Klassen. Aufsicht wird
jeweils von einer Lehrerin geführt deren Klasse auf dem entsprechenden
Gang liegt; d.h. während der Regenpausen sind 3 Lehrerinnen zur Aufsicht
verpflichtet. Dabei wird der Dienst wechselseitig - von Regenpause zu
Regenpause – versehen.
 Morgens betreten die Kinder die Schulräume in der Regel erst zum Schellen.
 Gleitender Unterrichtsanfang kann nach Absprache mit den Eltern und der
Schulleitung durchgeführt werden.
 In Fluren und Treppenhäusern darf nicht gerannt oder Ball gespielt werden.
 Mittwochsmorgens werden die Kinder, die den Gottesdienst besuchen von
einer Lehrkraft zur Kirche begleitet.
 Der Unterricht beginnt mit einem Morgenritual (Morgenkreis, Gebet, Lied,
Meditation).
 Während der Unterrichtszeiten ist die Tür des Nordtraktes von außen
verschlossen
Regeln im Klassenraum
1. Gesprächsregeln
- Aufzeigen mit einem Finger, wenn ich etwas sagen möchte.
- Aufzeigen mit zwei Fingern, wenn ich etwas fragen möchte.
- Warten bis ich das Wort habe.
- Ich lassen andere ausreden.
- Ich höre anderen zu.
2. Regeln für die Zusammenarbeit
- Wenn ich eine Frage habe, wende ich mich leise an den Mitschüler oder an
die Lehrerin.
- Wenn ich etwas haben möchte, bitte ich freundlich darum.
- Wenn ich etwas bekommen habe, bedanke ich mich.
3. Arbeitsregeln
- Während der Einzelarbeit ist es ganz leise.
- Arbeitsmaterialien werden nach dem Gebrauch sorgfältig weggeräumt.
22
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
4. Pausenregeln
- Ich verlasse auf keinen Fall den Schulhof.
- Bei leichten Unfällen bitte ich die Erste-Hilfe-Kinder oder die Aufsicht
um Hilfe.
- Bei Streit bitte ich die Streitschlichter oder die Aufsicht um Hilfe.
- Ich räume Spielsachen wieder an die richtige Stelle.
- Ich gehe ohne Geschrei durch das Gebäude.
- Die Toilettenräume dürfen nicht als Spielraum genutzt werden.
Regelungen bei verhaltensauffälligen Kindern
Sollte ein Schüler / eine Schülern den Unterricht ständig stören und sich dabei
aggressiv verhalten werden folgende Maßnahmen eingesetzt:
1. Die Lehrerin / der Lehrer setzt zunächst ihr / sein pädagogisches „Know –
how“ ein.
2. Bei weiteren Störungen übernimmt eine Kollegin / ein Kollege das Kind für
die weiteren Unterrichtsstunden des Tages.
3. Sollte die Situation weiterhin eskalieren werden die Eltern benachrichtigt und
holen ihr Kind von der Schule ab.
4. Es werden Sanktionsmöglichkeiten in anschließenden Beratungsgesprächen
mit den Eltern besprochen, z.B.: Ausschluss von Klassenfahrten, Tageweiser
Ausschluss vom Unterricht.
23
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3.4. Schuleingangsphase
Die Schuleingangsphase beginnt für jedes Kind mit der Schulanmeldung, die
traditionsgemäß und nach Absprache mit dem Schulverwaltungs- und Kulturamt
der Stadt Ennigerloh nach den Herbstferien stattfindet.
Der Personalbogen wird den Eltern noch vor der Schulanmeldung zugeschickt.
Dieser ist ausgefüllt und mit einem Passbild versehen zur Anmeldung
mitzubringen.
Die individuelle Förderung der Kinder beginnt bereits zwei Jahre vor
Schuleintritt durch die Sprachstandserhebungen in den KiTa’s sowie zehn
Monate vor Einschulung mit der Durchführung des Schuleingangsparcours.
Um den Stand der Entwicklung feststellen zu können und gegebenenfalls eine
individuelle Förderung anbahnen zu können, führen wir im November einen
Schuleingangsparcours als Stationenlauf („Mit Mirola durch den Zauberwald“)
durch. Über die Ergebnisse werden die Eltern schriftlich informiert. Bei der
Schuluntersuchung werden starke Auffälligkeiten nochmals überprüft und die
Beratung in einem Elterngespräch fortgesetzt.
In den letzten Schulwochen eines Schuljahres findet ein Besuch des
Kindergartens in den 1. Schuljahren statt, und die zukünftigen
Klassenlehrer/innen des 1. Jahrgangs besuchen für jeweils einen ganzen
Vormittag die Kindergärten, um sich einen umfangreicheren Eindruck über
jedes Kind machen zu können
Etwa eine Woche vor Ende des Schuljahres findet ein Informationsabend für die
Eltern statt. Dieser beginnt bereits um 18.00 Uhr, so dass auch die Kinder die
Möglichkeit haben daran teilzunehmen. Dabei werden den Eltern die
Klassenaufteilung, die Unterrichtsversorgung und die grundlegenden Lehrwerke
und Methoden bekannt gegeben. Sie erhalten an diesem Abend auch eine
Informationsbroschüre, die die wesentlichen Punkte aus dem Schulprogramm
enthält und weitere organisatorische Hinweise, die besonders für Schulanfänger
von Bedeutung sind (s. Anlage).
In den Sommerferien erhält jedes Kind einen Brief von seiner Klassenlehrerin.
An den Eingangstüren des Schulgebäudes werden die „Neulinge“ allen anderen
Kindern durch ein Bild mit dem Namen des betreffenden Kindes vorgestellt.
24
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Tag der Einschulung ist jeweils der 2. Schultag nach den Sommerferien.
Er beginnt um 9.00 Uhr mit einem Wortgottesdienst.
Danach wird den Schulanfängern durch die Schüler/innen der St. Marien
Grundschule ein „Empfang“ mit Liedern und kleinen Spielen bereitet.
Während die Klassenlehrerinnen eine Unterrichtsstunde mit den Kindern
durchführen, werden die Eltern zum Kaffee in die Aula gebeten. Dort wird
dann auch der zu zahlende Elternanteil für die Schulbücher eingesammelt.
Der Unterricht wird von Anfang an in vollem Umfang erteilt, wobei dieser fast
ausschließlich in der Hand des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin liegt.
Im besonderen Fall wird zunächst ein/e Fachlehrer/in (z.B. Sport, Religion)
eingesetzt, eventuell eine weitere ab dem 2. Halbjahr für das Fach Englisch.
In der ersten Woche obliegt der Unterricht jedoch im vollen Umfang dem
Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin.
Der Unterricht in Klasse 1 ist nicht an den 45 Minuten Takt gebunden. Eine
Bewegungsphase nach ca. 40 Minuten von 5 – 10 Minuten hat sich bewährt.
Die Aufsicht für Spiele auf dem Schulhof übernehmen die Klassenlehrer/innen.
In der ersten Schulwoche werden die Kinder von einer Fotografin fotografiert.
Die Abnahme der Bilder ist für die Eltern freiwillig.
Zur Schulwegsicherung stehen den Kindern Elternlotsen zur Verfügung, die den
Kindern jeweils vor Beginn der 1. Stunde (7.40 Uhr – 8.00 Uhr) und nach der 4.
Stunde (11.30 Uhr – 11.45 Uhr) beim Überqueren der Hauptstraße helfen.
Der Lotsendienst wird von den Eltern der Klassen 1 übernommen.
Von Anfang an legen wir Wert auf die Schulwegsicherung und
Verkehrserziehung.
Ein ausführliches Konzept zur Schuleingangsphase liegt vor.
25
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
III. Unterrichtsorganisation und Unterrichtsentwicklung
1. Unterrichtsorganisation
Die Anzahl der Schüler in der Grundschule St. Marien liegt auch nach dem
vorliegendem Schulentwicklungsplan bei ca. 140. Derzeit ist eine volle
Zweizügigkeit mit Klassen zwischen 17 und 23 Schülern gegeben.
In den b-Klassen befinden sich aus organisatorischen Gründen die Schüler,
die mit dem Schulbus fahren.
In den Klassen 1 und 2 wird der Unterricht vornehmlich durch die
Klassenlehrerinnen erteilt, Fachlehrerinnen werden hauptsächlich für die Fächer
kath. Religion und Sport eingesetzt. Die Klassen 3 erhalten im Wechsel
Schwimmunterricht.
Zur Förderung des Rechnens und Rechtschreibens stehen den Kindern 12
Computer im Medienraum mit der entsprechenden Software zur Verfügung.
Der Unterricht beginnt morgens um 8.00 Uhr und endet um 13.25 Uhr.
Die Verteilung der Unterrichts- und Pausenzeiten ist wie folgt:
1. Stunde
2. Stunde
Frühstückspause
Spielpause
3. Stunde
Toilettenpause
4. Stunde
Spielpause
5. Stunde
Toilettenpause
6. Stunde
8.00 Uhr 8.45 Uhr 9.30 Uhr 9.40 Uhr 10.00 Uhr 10.45 Uhr 10.50 Uhr 11.35 Uhr 11.50 Uhr 12.35 Uhr 12.40 Uhr -
8.45 Uhr
9.30 Uhr
9.40 Uhr
9.55 Uhr
10.45 Uhr
10.50 Uhr
11.35 Uhr
11.50 Uhr
12.35 Uhr
12.40 Uhr
13.25 Uhr
Die Klassen 1 sind an diese starre 45minuten-Regelung nicht gebunden.
Die ersten beiden Stunden werden nach Möglichkeit als Blockstunden
von der Klassenlehrerin unterrichtet.
Die nun folgenden Gliederungspunkte enthalten vor allem die pädagogischdidaktische Konzeption des Unterrichts.
26
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Sich dem Unterricht öffnen – ein Prozess im Kollegium der
Grundschule St. Marien
2.1. Offener Unterricht
ein didaktischer Reformbegriff und seine Umsetzung in der Grundschule St.
Marien
Der Begriff des „offenen Unterrichts“ kündigte sich bereits beim ersten
Grundschulkongress 1969 an.
„Offenheit wurde zu einem Leitbegriff, um Reformanliegen und –initiationen
auf curricularer, unterrichtsmethodischer und schulorganisatorischer Ebene zu
umschreiben“ (H. Kasper „Sich dem Unterricht öffnen“ im Handbuch
„Grundschule“ Beltz praxis S. 186)
Offener Unterricht wird nach Hildegard Kasper definiert als ein Unterricht, der
am unverschulten Leben der Schüler anknüpft und die Selbstbildungskräfte der
Kinder anspricht um sie als Subjekte des eigenen Lernen zu befähigen. Das
bedeutet, dass Kinder nach und nach zur Übernahme von subjektiver
Verantwortung befähigt werden. Dieser Anspruch setzt eine entsprechende
Passung von Lernangeboten und Lernstrategien, sowie die Aufzeichnung des
individuellen Lernzuwachses – d.h. der Lernentwicklung voraus.
Dafür steht den Lehrpersonen ein umfangreiches Instrumentarium zur
Verfügung (päd. Tagebuch, Beobachtungsbögen, Zensuren zur
Leistungsmessung).
Der Unterricht in der Grundschule St. Marien wird als Klassenunterricht
durchgeführt. Er soll folgenden Kriterien unterliegen:
-
-
-
Flexibler und gelassener Umgang mit der Zeit:
um dies zu ermöglichen wird der Unterricht in den Klassen 1 und 2
ausschließlich von den Klassenlehrerinnen durchgeführt, in den
Klassen 3 und 4 gehören Doppelstunden bei der Klassenlehrerin
zum täglichen Angebot
Öffnung durch innere Differenzierung und Individualisierung:
quantitativ in Bezug auf die Aufgabenmenge (z.B. unterschiedliche
Hausaufgaben) und qualitativ auf die Aufgabenarten, Inhalts- und
Zielbezug, sowie methodische Varianten, um jedes Kind in seiner
individuellen Lernfähigkeit und Fertigkeiten zu unterstützen.
Aber auch die Öffnung durch Einbeziehung von außerschulischen
Erfahrungen (Blitzlicht als Morgenritual) und Aufarbeitung von
existentieller Erfahrung (Zeit für Gespräche mit Kindern – Einüben von
27
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Konzentration und Stille – Meditation – Aktion – Spiel) (vergl. H.
Kasper).
In der Unterrichtsorganisation sind die Lehrerinnen unserer Schule vertraut mit
der Werkstattarbeit, Formen des kooperativen Lernens und der Projektarbeit.
Jahrgangsübergreifende Projekte finden zweimal jährlich statt. Kleinere Projekte
und Formen des projektähnlichen Lernens (Freiarbeit, Werkstattarbeit) werden
im Klassenverband durchgeführt.
An den Freitagen nach den Oster- und Herbstferien ist die „Lesende Schule“ von
8.00 Uhr – 9,00 Uhr eine feste Einrichtung für Eltern, Lehrer und Schüler/innen.
Der Freitag vor Beginn der Adventszeit ist ein Projekttag zur Erstellung des
Weihnachtsschmucks für die Schule
28
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.2. Sich dem Unterricht öffnen – ein Entwicklungsprozess im Kollegium
der Grundschule St. Marien
Sieht man die pädagogische Schulentwicklung unter den drei Schwerpunkten
von Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung so stellt sich in der
praktischen Arbeit sehr schnell heraus, dass sich durch den systemischen
Zusammenhang dieser Elemente alles verändert, sobald an einem Punkt mit der
Arbeit begonnen wird. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass nicht Punkt für
Punkt abgearbeitet werden kann und die Zusammenarbeit im Kollegium intensiv
betrieben werden muss. Diese Überlegungen führten dazu, dass wir uns schon
seit Jahren in einem vierwöchentlichen Rhythmus zu pädagogischen
Konferenzen zusammenfinden, um an der Gestaltung des Schulprogramms und
der Schulentwicklung zu arbeiten. Ein entscheidender Faktor in diesem Prozess
war die Vorgabe auf Grund des Schulgesetzes, das am 01.08.2005 in Kraft
getreten ist, ein Förderkonzept für die Schuleingangsphase zu entwickeln,
wenn die Schule der allgemeinen Verordnung des jahrgangsübergreifenden
Unterrichts in der Klassen 1 nicht Folge leisten kann/will. Darin sind die
Maßnahmen zur Differenzierung und Individualisierung dargestellt und auch
für die Jahrgangsstufen 3 und 4 ansatzweise weiterentwickelt worden.
Die offenen Formen des Unterrichts wie Werkstatt-, Stationen- und Projektarbeit
haben sich inzwischen über viele Jahre hin bewährt und sind fester Bestandteil
der Unterrichtsorganisation. Aus dieser offenen Unterrichtskonzeption erfolgte
zwangsläufig die Entscheidung für einen nicht Fibel gebundenen Lese- und
Schreiblehrgang.
Diese Arbeitsformen erfordern eine intensive Auseinandersetzung mit den
Inhalten, die sowohl von den Lehrerinnen als auch von den Schülern/innen
zu leisten ist. Daraus ergaben sich Schwerpunktthemen, zu denen von den
Kolleginnen Arbeitsmappen erstellt wurden, die ein breites Materialangebot
enthalten (s. Lehrmittelräume).
Durch dieses Vorgehen wurde die gemeinsame Arbeit am Schulcurriculum
kontinuierlich und effektiv fortgesetzt und es stellte sich heraus, dass die
Projekte auch temporär von Expertenlehrerinnen / -lehrern durchgeführt
werden können
Innerhalb eines Schuljahres werden zwei bis drei jahrgangübergreifende
Projekte durchgeführt, die den Bereichen Sprache, Mathematik und
Sachunterricht zugeordnet sind. Der positive Ansatz des
jahrgangsübergreifenden Lernens – Kinder als Helfer / Kinder lernen von
Kindern – soll durch diese Unterrichtsform vertieft werden. Durch die
Evaluation eines jeden Projektes und der Würdigung der Arbeiten durch
29
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Ausstellungen etc. fühlen sich die Kinder ernst genommen und können
auf diese Art und Weise das Bildungsangebot mitbestimmen.
Für die Jahrgänge 3 und 4 werden im jährlichen bzw. zweijährigen Rhythmus
Projekte mit Unterstützung von außerschulischen Moderatoren angeboten:
Das Projekt „Fair Streiten“ und „Der Ernährungsführerschein“ für die 3.
Jahrgänge und das Projekt „Mein Körper gehört mir“ für die 3. und 3.
Jahrgänge.
Das Zeitungsprojekt für die 4. Jahrgänge und alle 4 Jahre das „Zirkusprojekt“
für alle Kinder der Grundschule St. Marien.
Auf Grund der veränderten Gesellschaftsstrukturen und den damit verbundenen
Konsequenzen für den Unterricht, hat sich das Kollegium der Grundschule
St. Marien entschlossen, als erweiterte methodische Möglichkeit die Formen
des kooperativen Lernens in den Unterricht mit einfließen zu lassen. Das
kooperative Lernen ist in besonderem Maße geeignet, Schülerinnen und Schüler
mit den Kompetenzen auszustatten, die sie fächerübergreifend für das
lebenslange Lernen benötigen, als da zu nennen sind:
-
-
Kommunikative und interaktive Kompetenzen
Gemeinschafts- und Teamfähigkeit
Fähigkeit zum Selbstmanagement, Selbstorganisation/Selbstkontrolle,
Umgang mit persönlichen Emotionen und Motivationen,
Pflichtbewusstsein, Durchhaltevermögen und Selbstsicherheit
Konfliktfähigkeit
Verantwortungsbewusstsein
Kritik- und Entscheidungsfähigkeit
(vergl. M. Weidner „Kooperatives Lernen - Unterricht“ Klett Verlag, S. 23)
Damit wollen wir vor allem die Selbststeuerung des Unterrichts und die
Selbstkontrolle der Schülerinnen und Schüler fördern, um ihnen mehr
Selbstsicherheit vermitteln zu können, die sie benötigen, um
verantwortungsbewusst handeln zu können.
Um diese pädagogischen Ziele verwirklichen zu können, entschied sich das
Kollegium für eine schulinterne Fortbildung über die Methoden des
selbstgesteuerten Lernens und den damit verbundenen Trainings- und
Lernspiralen. In weiteren pädagogischen Konferenzen wurde ein
gemeinschaftliches Methodenkonzept erarbeitet.
30
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.3. Fördern als Unterrichtsprinzip
Den größten Förderanteil leisten die Lehrkräfte an der Grundschule St. Marien
durch einen guten Unterricht, um dessen Qualitätsverbesserung wir ständig
bemüht sind. Formen guten Unterrichts, die an unserer Schule praktiziert werden
sind:
 Rhythmisierung und Ritualisierung des Schulalltags
 Absprache über curricular spiralförmig angelegte Zentralthemen in den
Fächern Deutsch, Englisch, Sachunterricht.(Erstellung von Themenkisten
und Themenordnern)
 Fächerübergreifendes und fächervernetzendes Arbeiten im Unterricht –
Verstärkung der Werkstattarbeit
 Erweiterung der Projektarbeit (2 wechselnden Unterrichtsprojekte
jährlich, den „Ernährungsführerschein“ im 3. Schuljahr; „Mein Körper
gehört mir“, „Fair Streiten“, 3./4. Schuljahr; Zeitungsprojekt im
4. Schuljahr; Zirkusprojekt alle 4 Jahr für alle Jahrgänge
 Die „Lesende Schule“ (Schüler, Eltern, Lehrer lesen an dem jeweiligen
Freitag nach den Herbst- und Osterferien eine Stunde gemeinsam still in
der Schule)
 Absprachen bei der Erstellung und Beurteilung von Klassenarbeiten
(Parallelarbeiten)
 Nutzen des Medienraumes - Förderprogramme mit Hilfe des Computers
 AGs zur Förderung im Umgang mit neuen Medien, Theater AG,
Flöten AG (je nach Besetzung)
Durch die Individualisierung des Unterrichts ergeben sich auch
Notwendigkeiten der Einzelförderung, wenn es sich dabei um
verhaltensauffällige oder besonders begabte Schüler/innen handelt.
Dafür sind folgende Fördermaßnahmen vorgesehen:
 Förderung besonders verhaltensauffälliger Schüler/innen durch die
Maßnahme diese stundenweise in einem anderen Klassenverband zu
unterrichten.
 Förderung besonders leistungsstarker Schüler/innen durch die Maßnahme,
diese wochenweise in der nächst höheren Jahrgangsstufe zu fördern, mit
der Möglichkeit einer Vorversetzung oder dem Drehtürenprinzip.
 Förderband (Förderung nach Leistungsgruppen)
(s. Förderkonzept der Grundschule St. Marien)
31
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Fördermöglichkeiten / Kompetenzen
Grundschule St. Marien
Motorische
Förderung
Sportförderunterricht
Psychomotorik
Tanzen
Trampolin
Bewegungspausen
(Kartei)
Edukinesthetik
Kreative
Förderung
Kunst
Werken
Basteln
Begabtenförderung
Theater – AG
Computer – AG
PC-gestützter
Förderunterricht
Teilleistungsschwächen
MA:
Materialgestützter
Förderunterricht in
Kleingruppen
Teilleistungsschwäche
DE:
RS-Förderung
Leseförderung
in Zusammenarbeit
mit der Pestalozzischule
32
Unterrichtskonzepte:
Soziales Lernen
Projekte
Methodenvielfalt
Offener Unterricht
Förderung in
Kleingruppen in
Zusammenarbeit
mit der
Pestalozzischule
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.4. Kompetenzorientierung – eine veränderte Sichtweise auf das Lehren
und Lernen an der Grundschule St. Marien
Seitdem die neuen Lehrpläne in Kraft getreten sind, ist der Begriff der
Kompetenzen in den Fokus gerückt und hat somit eine Veränderung des
Methodencurriculums, sowie eine Überarbeitung der schuleigenen Arbeitspläne
im Hinblick auf die Kompetenzorientierung an der der Grundschule St. Marien
zur Folge.
Kompetenzen sind erwünschte Lernergebnisse, die mit Hilfe von
Testverfahren überprüft werden können.
Der Auftrag der Schule ist es die Kompetenzanforderungen einzulösen.
Der Erwerb von Kompetenzen steht also von nun ab im Mittelpunkt der
pädagogischen Überlegungen.
In den pädagogischen Konferenzen haben wir zunächst den Kompetenzbegriff
geklärt.
Weinert hat sie folgendermaßen definiert und diese Definition hat auch bei der
Gestaltung der Lehrpläne zu Grunde gelegen:
Kompetenzen umfassen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, aber auch
Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen, über die die Schüler und
Schülerinnen verfügen müssen, um den neuen Anforderungssituationen
gewachsen zu sein. Eine Schülerin oder ein Schüler ist z.B. in dem Fach
kompetent, wenn sie oder er:
 Über Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Lösen von Problemen verfügt
 Auf vorhandenes Wissen zurückgreift bzw. sich notwendiges Wissen
beschafft
 Zentrale fachliche Zusammenhänge versteht
 Angemessene Handlungsentscheidungen trifft
 Lerngelegenheiten nutzt
 Motiviert ist, ihre bzw. seine Kompetenzen auch in Zusammenarbeit mit
anderen einzusetzen
Die vielen Facetten der Kompetenzen lassen sich nicht kurzfristig im Unterricht
erwerben, Kompetenzen erfordern eine kontinuierliche und längerfristige
Bearbeitung.
Es wird unterschieden zwischen fachbezogenen und übergreifenden
Kompetenzen.
Fachkompetenzen orientieren sich an den allgemein anerkannten Leitlinien des
Faches und repräsentieren zentrale Bereiche des Faches. Sie beschreiben die
Fähigkeiten, Bereitschaften und Verhaltensweisen die er aktiven
Auseinandersetzung mit Inhalten zu Grunde liegt.
33
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Über geeignete Aufgabenstellungen können Schülerinnen und Schüler ihr
Wissen vertiefen und die angestrebten Kompetenzen als Resultat eines
Lernprozesses erwerben. Dabei spielen auch fachspezifische Lern- und
Problemlösestrategien, methodische und kommunikative Fähigkeiten eine Rolle.
Innerhalb des Faches sollen Schülerinnen und Schüler systematisch ihre
Fähigkeiten ausbauen.
Übergreifende Kompetenzen
Übergreifende Kompetenzen werden entwickelt, indem sich die Schülerinnen
und Schüler Problemstellungen zuwenden:
 eigene Lernwege entwickeln,
 diese beschreiben
 und Ergebnisse der Lerngruppe präsentieren. Dadurch werden
unterschiedliche Lernergebnisse sichtbar und Lösungen transparent. Die
Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Vorgehen bei der
Bewältigung einer Aufgabe reflektieren, neue Lernerfahrungen machen
und diese auf neue Situationen übertragen.
Die Kompetenzen, die diesem Vorgehen zu Grunde liegen sind:




Wahrnehmen und Kommunizieren
Analysieren und Reflektieren
Strukturieren und Darstellen
Transferieren und Anwenden
Die Hinführung zu übergeordneten Kompetenzen hat also viel mit der Anlage
und Strukturierung und der methodischen Vorgehensweise von Unterricht zu
tun.
Der kompetenzorientierte Unterricht ist eine der tragenden Ideen der neuen
Lehrpläne und erfordert eine zu erweiternde Methodik, der wir uns in der
Grundschule St. Marien bereits seit Beginn des Schuljahres 2008 / 2009
zuwenden.
34
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Der kompetenzorientierte Unterricht
Ein kompetenzorientierter Unterricht ist dadurch gekennzeichnet, dass
 handlungs- und anwendungsorientiert gelernt wird, indem erworbenes
Wissen zur Lösung von Problemen und zur Bewältigung von
Anforderungssituationen genutzt wird
 klar und deutlich erkennbar ist, was gelernt werden soll
 die Lernangebote zu grundlegenden Einsichten bei den Schülerinnen und
Schülern führen
 sich der Wissenszuwachs systematisch aufbaut, mit anderen
Wissensgebieten vernetzt wird und dadurch nachhaltig und anschlussfähig
wird
 allgemeine Kompetenzen, wie z.B. Methoden- und
Sozialkompetenzimplizit entwickelt werden
 eine Selbstreflektionskultur entwickelt wird, die den Schülerinnen und
Schüler ihre erworbenen Kompetenzen bewusst macht und ihre
Lernmotivation weiter fördert
 die Schülerinnen und Schüler Lernerfahrungen machen, die über den
Unterricht hinaus reichen und einen Bedeutung für sie haben.
Im Kompetenzerwerb fallen Wissen und Können zusammen. Der Unterricht
muss diese beiden Elemente zusammenführen.
Damit diese Zielrichtung umgesetzt werden kann, gilt es gute Lernaufgaben zu
finden, denn die Bewältigung von Lernaufgaben steht im Mittelpunkt des
kompetenzorientierten Unterrichts. Mit der Erstellung der Lernaufgaben und der
Überarbeitung der schuleigenen Arbeitspläne sind wir derzeit beschäftigt.
Ebenso bemühen wir uns eine Selbstreflektionskultur bei den Schülerinnen und
Schülern anzubahnen und diese systematisch in den Unterricht mit einzubauen.
Literatur: Kompetenzorientierung – Eine veränderte Sichtweise auf das Lehren und Lernen in
der Grundschule
Materialien. Handreichung . Schule NRW Nr. 9043
35
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.4. Leistungsbewertung - Leistungsbeurteilung
„Leistungsbewertung orientiert sich an den Anforderungen der Richtlinien und
Lehrpläne und am erteilten Unterricht. Sie berücksichtigt auch die individuelle
Lernentwicklung…
In die Leistungsbewertung fließen alle, von der einzelnen Schülerin / dem
einzelnen Schüler erbrachten Leistungen ein.“ (vergl. Richtlinien und Lehrpläne
Schule in NRW : Nr. 2012 S. 16)
Auf der Grundlage dieser Aussagen ist schon vor Jahren das Leistungskonzept
der Grundschule St. Marien entstanden, das weiterhin evaluiert und somit den
neuen Lehrplänen und den damit verbundenen Kompetenzerwartungen
angepasst wird.
Die Konferenz hat beschlossen, dass für alle Fächer folgende Kriterien zur
Leistungsbewertung herangezogen werden sollen:
 Mündliche Mitarbeit im Unterricht
 Interesse für das Fach (Mitbringen von Materialien / praktische
Beteiligung z.B. an Versuchen – Experimenten – Projekten)
 Führung des Arbeitsheftes / der Arbeitsmappe
 Ergebnisse von kurzen, schriftlichen Tests
 Verhalten bei der Teamarbeit
 Präsentation von Lernergebnissen
 Reflexionsfähigkeit
Die Lehrpersonen führen ein pädagogisches Tagebuch, in dem die
Unterrichtsbeobachtungen festgehalten werden.
Für die Fächer Sprache, Mathematik und Englisch – also den Fächern, in
denen schriftliche Arbeiten geschrieben werden und die am Landesvergleich der
Schulen (VERA) teilnehmen, liegen differenzierte Beobachtungsbögen und
weitere Bewertungskriterien zur Zensurenfindung vor (s. Konzept zur
Leistungsbewertung).
In den Fächern Sport und Musik werden vor allem auch das Engagement und
die Teamfähigkeit bewertet.
Im Fach Kunst wird der kreative Prozess bei der Erstellung eines Werkes stark
berücksichtigt.
36
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Für die Erteilung der Kopfnoten ist die Selbstreflexion, an die die Schülerinnen
und Schüler der Grundschule St. Marien schon früh herangeführt werden sollen
unbedingt nötig. Der für jedes Kind individuelle Beobachtungsbogen soll in der
zweiten Klasse nach und nach mit den Kindern erarbeitet werden. Auf der
Grundlage der angegebenen Kriterien sollen die Schülerinnen und Schüler
lernen sich selbst zu beurteilen.
Die Kriterien zur Leistungsbewertung und Leistungsbeurteilung sind
sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch den Eltern transparent zu
machen.
37
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3. Der Englischunterricht an der Grundschule St. Marien
3.1. Englisch in den Klassen 1 bis 4
Kinder im Grundschulalter begegnen bereits vor und während ihrer Schulzeit
auf vielfältige Weise anderen Sprachen. Ihre Lebenswirklichkeit ist nicht länger
die muttersprachlich begrenzte Welt. Moderne Massenmedien und mobiles
Freizeitverhalten sowie Wanderungsbewegungen haben andere Sprachen und
Kulturen zum Bestandteil kindlicher Erfahrungen werden lassen.
“Der Englischunterricht in der Grundschule bildet die Grundlage für ein
lebenslanges Fremdsprachenerlernen und den Erwerb einer Mehrsprachigkeit“
(Lehrplan Englisch Grundschule MSW des Landes NRW).
Nach dem neuen Lehrplan von 2008 wird das Fach Englisch ab der
2. Jahreshälfte des Schuljahres 2008/2009 in Klasse 1 mit 2 Wochenstunden
erteilt. Die Wochenstundenzahl wird bis zum Ende der Klasse 4 beibehalten.
Für die Erteilung des Unterrichts stehen zurzeit 4 qualifiziert ausgebildete
Fachlehrerinnen zur Verfügung. (Der erweiterte Bedarf wird durch den
zusätzlichen Einsatz von Lehramtsanwärterinnen abgedeckt.)
Für die Unterrichtsplanung und –durchführung liegt an der Grundschule
St. Marien das Freiarbeitsmaterial des Finken-Verlages vor. Des Weiteren
werden englische Bilderbücher und das Portfolio (Diesterweg-Verlag)
eingesetzt.
Ein Schwerpunkt des Englischunterrichtes ist die Förderung der
Kommunikation. Diese soll von Anfang an mit den Mitteln der verbalen und
nonverbalen Kommunikation im Mittelpunkt des Englischunterrichtes stehen.
Daher machen kooperative Methoden (Interview, market place, chat points),
das Storytelling und Sprechrituale den Hauptbestandteil des Unterrichtes aus.
Durch den Einsatz von authentischem Material werden authentische Bezüge
hergestellt, die auch ihrerseits immer wieder zum Sprechen anregen.
Regelmäßige Überprüfungen (Got it – Finken-Verlag) sichern den Lernerfolg.
Schon in der Schuleingangsphase sollen die Schülerinnen und Schüler durch
portfolioähnliche Arbeitsblätter an die Selbstbeurteilung herangeführt werden.
38
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3.2. Theorie und Praxis des Englischunterichtes
Im Vergleich zu dem Lehrplan von 2003 hat sich ein allgemeiner
Paradigmenwechsel von der Input- zur Outputorientierung vollzogen. Am
Ende der Klasse 4 sollen die Schülerinnen und Schüler auch im
Englischunterricht der Grundschule verbindliche Kompetenzen erworben
haben.
Die Lehrkraft hat bei der Gestaltung des Unterrichts die Aufgabe, die
Sprachaneignung durch einen experimentierenden, entdeckenden, erprobenden,
übenden und handelnden Unterricht zu fördern.
Das Lernen soll dabei in einer spiralförmigen Progression stattfinden.
Die Ziele des Lernprozesses sind ausgerichtet auf den Erwerb unterschiedlicher
Kompetenzen. Die Kompetenzen und Schwerpunkte sind den folgenden vier
Bereichen im Lehrplan zugeordnet:
 Kommunikation und sprachliches Handeln: Hörverstehen/
Hörsehverstehen, Sprechen, Schreiben Leseverstehen, Sprachmittlung
 Verfügbarkeit sprachlicher Mittel: Aussprache und Intonation /
Wortschatz / Redemittel/Grammatik / Orthographie
 Interkulturelles Lernen:
 Lebenswelten erschließen und vergleichen, Handeln in
Begegnungssituationen
 Methoden: Umgang mit Medien, Lern- und Arbeitstechniken,
Experimentieren und Reflektieren über Sprache
Die zu bearbeitenden Erfahrungsfelder und Bereiche wurden in den neuen
Lehrplan übernommen und haben sich nicht geändert.
Fachdidaktische Aussagen
Wie jeder andere Unterricht obliegt auch der Englischunterricht den
allgemeingültigen Kriterien und Aspekten, die für gelungenen Unterricht
relevant sind.
Für den Englischunterricht in NRW wurden folgende Kriterien, die eine
Ergänzung zu den schon von Hilbert Meyer genannten Kriterien für guten
Unterricht, als didaktisch methodisch bedeutsam aufgestellt. In der schulinternen
Fortbildung haben wir diese auf den Englischunterricht übertragen. Sie dienen in
der Grundschule St. Marien als Grundlage für den Englischunterricht in den
Klasse 1 – 4.
39
Grundschule St. Marien
Kriterien zur Gestaltung von gutem
Unterricht nach H. Meyer
Klare Strukturiertheit des
Unterrichts
Schulprogramm 2010
Methodisch-didaktische
Konsequenzen für den
Englischunterricht
Klare Strukturiertheit des
Unterrichts

Ziel und Verlaufstransparent durch
Symbolkarten und Gesten zur
Visualisierung
 Englischsprachige Begrüßungsrituale
 Rhythmisierung des Unterrichts
durch Methodenvielfalt
 Einhalten von Gesprächsregeln durch
eindeutige Signale
Hoher Anteil echter Lernzeit
Hoher Anteil an echter Lernzeit


Englisch als Unterrichtssprache
Häufige Gelegenheit zum Sprechen
mit einem Partner oder in Gruppen
 Gestaltung komplexer
Lernsituationen unter Beachtung der
Erfahrungsfelder und
Kompetenzerwartungen
 Entwicklung der sprachlichen
Handlungsfähigkeit in
bedeutungsvollen, authentischen und
konkreten Sprachsituationen
Lernförderliches Klima
Lernförderliches Klima

Förderung der Freude und des
Interesses am Sprachenlernen
 Mut machen Angst nehmen- loben
 Respektieren der silent period
 Ermutigung zu fremdsprachlichen
Äußerungen durch den Einsatz von
Liedern, Reimen, Spielen und das
Chorsprechen
 Behutsamer Umgang mit Fehlern und
deren Korrektur
 Entwicklung von Aufgeschlossenheit,
Verständnisbereitschaft und Toleranz
der fremden Kultur gegenüber
 Einsatz kooperativer Lernformen
 Eingehen auf individuelle
Bedürfnisse durch Differenzierung
Inhaltliche Klarheit
Inhaltliche Klarheit



40
Sinnvoll und überschaubar
aufgebaute Unterrichtsreihen und –
einheiten
Aufnehmen, Üben, Festigen,
Anwenden Erweitern und Vertiefen
Verständliche Aufgabenstellungen
Grundschule St. Marien
Sinnstiftendes Kommunizieren
Schulprogramm 2010
Sinnstiftendes Kommunizieren

Sinnvolle Kommunikation und
Erprobung und Festigung
sprachlicher Mittel in häufig
wiederkehrenden
Gesprächssituationen
 Thematisierung von
Gemeinsamkeiten und Unterschieden
in Sprache und Kultur
 Geeignete Verfahren zur Präsentation
und Reflexion des Gelernten
Methodenvielfalt
Methodenvielfalt







Individuelles Fördern
Variable Gestaltung des Unterrichts
durch unterschiedliche Sozial- und
Arbeitsformen
Festlegen und Durchführen
bestimmter Rituale
Fachspezifische Methoden anwenden
wie: TPR, Storytelling, role play,
games, chants, etc.
Einsatz von Handpuppen als Ersatz
für den native speaker
Transparente Ergebnissicherung
Einbindung englischsprachiger
Lebenswelten in den Unterricht
(Hörtexte, Fernsehsendungen etc.)
Geeignete Maßnahmen zur Öffnung
des Unterrichts (Stationen, Projekte
oder Werkstätten)
Individuelles Fördern

Geeignete
Differenzierungsmaßnahmen
 Individuell festgelegte Lernziele
 Lernangebote für Einzel-, Partner-,
und Gruppenarbeit
 Phasenweise Öffnung des Unterrichts
 Individuelle Lernstandsanalyse
 Fluency before accuracy
 Zulässige Vereinfachungen des
Inputs und Outputs
 Intelligentes Üben
Intelligentes Üben



41
Berücksichtigen der Phasen:
Aufnehmen /Üben / Festigen
Anwenden, Erweitern, Vertiefen
Methodisch abwechslungsreich Üben
(Spiele, Geschichten, Rollenspiele,
Dialoge, Lernkartei etc.)
Training des Hörverstehens und
Sprechens durch den Einsatz von
Grundschule St. Marien




Transparente
Leistungserwartungen
Schulprogramm 2010
Tonträgern und Computern
Kritischer Einsatz von
Arbeitsblättern, Lernmitteln und
Materialsammlungen insbesondere
beim Lesen und Schreiben
Herausfordern von selbstständigem
Erkenntnisgewinn und Erschließung
sprachlicher Elemente und
Regelhaftigkeiten durch
Hypothesenbildung
Handelndes Umgehen mit Material
(z.B. Realien beim role play)
Selbstständiges Entwickeln von
Material durch Kinder (pocket books)
Transparente
Leistungserwartungen






Vorbereitete Umgebung
Lernentwicklungsgespräche führen,
um die Selbsteinschätzung zu fördern
(Individuelle Lernfortschritte,
Anstrengungsbereitschaft)
Mündliche Kommunikation als
Hauptkriterium für
Leistungsbewertung
Geeignete Dokumentation zur
Leistungsbeobachtung und –
bewertung (z.B. Beobachtungsbögen)
Hinführung zur Selbsteinschätzung
durch den Einsatz von Portfolios /
Lerntagebüchern
Vorbereitete Umgebung
Bereitstellen von Bildwörterbüchern,
Wortsammlungen, Medien,
 Ausstellungsmöglichkeiten schaffen
 Thematisch übersichtliche
Strukturierung (Poster, Plakate,
picture cards, word cards)
 Flexibles und fächerübergreifendes
Material bereitstellen ….
42
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
4. Das Medienkonzept der Grundschule St. Marien
Das Medienkonzept der Grundschule St. Marien steht auf folgenden Säulen:
Einsatz von Medien im Unterricht in den einzelnen Klassen:
 Fördern und Fordern mit dem PC:
- Lernwerkstatt 7
- Lernsoftware Denken und Rechnen für jeden Jahrgang
- Blitzrechnen
 Schreiben von Texten und Geschichten auf dem PC (Word)
 Texte überarbeiten
Einsatz des Computerraumes:
 Internet nutzen lernen
 Recherche im Internet
 Tastaturtraining (WinDactylo)
 Übungsstunden (Lernwerkstatt 7, Lernsoftware Mathematik, Sprachen
Sachunterricht und Englisch)
 Herstellung der Schülerzeitung in Klassen 4
 Computer AG in den Klassen 3 und 4
Video und DVD aus der Kreisbildstelle:
 Einsatz von begleitenden Informationsfilmen zu Themen des Deutschund Sachunterrichts
Homepage der Grundschule St. Marien Enniger:
Unter der Adresse www.gs-enniger.de finden sich folgende Informationen rund
um den Schulalltag:
 Aktuelles und Termine
 Elterninformationen:
- Allgemeine Informationen
- Förderkonzept
- Schulprogramm
- Schulordnung
 Lehrer der einzelnen Klassen
 Projekte etc. aus den Klassen
 Informationen zum Förderverein
 Bilder von Gebäuden, Räumen und Aktivitäten
 Informationen zur Verlässlichen Schule
 Jubeljahr 2010
 Kontakt zur Schule
43
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
IV. Qualitätssicherung
1. Qualitätssicherung als Aufgabe für die Schulleitung
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Bildungs- und
Erziehungsarbeit an unserer Schule ist unabdingbar mit dem Begriff von
„Guter Schule“ verknüpft.
Kurt Aurin hat in seinem Buch „Gute Schulen – worauf beruht ihre
Wirksamkeit“ darauf hingewiesen, dass Klima und Kultur einer Schule
Charakteristika sind, die organisch zusammenwachsen müssen und die bei einer
bürokratischen Manipulation nicht zugänglich sind. Diese Prämisse sollte bei
den zu erstellenden Berichten über Qualitätssicherung nicht außer Acht gelassen
werden. Dies soll jedoch nicht heißen, dass Qualitätssicherung nicht hinreichend
beachtet werden muss, steht sie doch im engen Zusammenhang mit dem
Schulprogramm und der Selbstevaluation der Schule.
Seit den 90iger Jahren besteht die Forderung der Landesregierung, dass Schulen
auf unterschiedlichen Ebenen ermutigt und unterstützt werden müssen, um
professionelle Kompetenz und die eigenen Gestaltungskräfte zur
Qualitätssicherung der Bildungs- und Erziehungsarbeit an den Schulen nutzen
zu können.
Die Forderungen, die derzeit an die Schulleitungen gestellt werden und
kontinuierlich zugenommen haben, sind unter den bestehenden
Rahmenbedingungen kaum zu leisten und führen eher zu einer Ent- denn einer
Ermutigung. Um den Qualitätsansprüchen von guter Schule gerecht werden zu
können, müssen viele Anforderungen und Variablen beachtet werden, die es zu
erarbeiten, zu erproben und zu reflektieren gilt. Diesem Prozess wird bislang
noch zu wenig Zeit eingeräumt, so dass Schulleiter permanent mit einem
schlechten Gewissen behaftet sind, weil sie befürchten, hinter diesen
Ansprüchen, so wichtig sie für gute Schule sind, zurückzubleiben.
44
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Qualitätssicherung als Aufgabe für das gesamte Kollegium
Qualitätssicherung setzt zunächst einmal ein hohes Maß an Kommunikation und
Konsens im Kollegium bezüglich der pädagogischen Arbeit in der Schule
voraus. Durch monatlich stattfindende pädagogische Konferenzen, in denen
auch Freiraum für gemeinsame Problembewältigung gegeben wird,
Fortbildungen und Selbstbestimmung von Inhalten innerhalb der gemeinsamen
Arbeit ist an der Grundschule St. Marien in Enniger ein hohes Maß an
gemeinsamer Zielsetzung erreicht worden. Zu den Fragen der
Qualitätssicherung im Unterricht haben die Kollegen/innen schriftlich Stellung
genommen. Dabei stellte sich eine große Übereinstimmung in der Zielsetzung
und Entwicklung der Bildungs- und Erziehungsarbeit heraus. Folgende Punkte
seien hier genannt:
 intensive Unterrichtsplanung mit Hilfe der Richtlinien
 genaue Erfassung der Lernvoraussetzungen/Lernentwicklung
- Überprüfung von Vorkenntnissen bei Beginn des neuen Lernstoffs
- Lernzielkontrollen, auch im Vergleich zu Nachbarklassen
- Aufzeichnungen der individuellen Lernentwicklung
 Hinzuziehen außenstehender Experten
- Fortbildungen
- Fachliteratur
- Hilfen in der Erziehungsarbeit durch außerschulische Organisationen
 Differenzierte Unterrichtsplanung und -durchführung
- Anwendung unterschiedlicher Unterrichtskonzepte und Methoden
(Freiarbeit, Stationenarbeit, Formen des selbstgesteuerten Lernens: SEGEL)
- quantitative und qualitative Differenzierung
- Einbau von Übungsphasen
 Erziehung zur Selbständigkeit (Selbstkontrolle, Partnerhilfe,
Arbeitstechniken, Arbeitsorganisation)
 Erhaltung einer positiven Arbeitshaltung
- Ermutigung
- Beteiligung an der Unterrichtsplanung (Verantwortung)
- Erfolgserlebnisse sichern
- Transparenz des Unterrichts
 Individuelle Förderung
 enge Zusammenarbeit mit Eltern
Aus dieser Aufstellung lässt sich unschwer das hohe Anspruchsniveau, unter das
sich die Kollegen/innen stellen herauslesen. Engagierte Lehrkräfte arbeiten oft
bis zur Erschöpfung und es ist dafür Sorge zu tragen, dass die selbst gesetzten
Anforderungen auch zu leisten sind.
45
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Deshalb muss Schule unterstützt werden:
 bei der schulinternen Fortbildung
 bei der Entwicklung schulinterner Lehrpläne und Lernprogramme
 durch eine höhere Anzahl von Lehrkräften, so dass Formen des Teamteachings durchgeführt werden können
 durch sehr gut ausgebildete Lehrkräfte
 durch laufbahnrechtliche Konsequenzen auch im Primarstufenbereich
 durch ausreichende geldliche Mittel für Unterrichtsmaterialien
 durch Herabsetzung der Unterrichtsverpflichtung für Schulleiter/innen, um
die Maßnahmen der Qualitätssicherung durchführen und kontrollieren zu
können.
46
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Differenzierung und Individualisierung als Qualitätsmerkmal
für Unterricht
Die innere Differenzierung ist ein unverzichtbarer Baustein in der
Grundschularbeit. Sie drückt sich in der geplanten Hilfe für jeden einzelnen
Schüler aus. Abgesehen von der Berücksichtigung des einzelnen Schülers, der
Beratung der Eltern, der Zusammenarbeit mit den Institutionen (s.
Beratungskonzept) und der kollegiumsinternen Konsensfindung, die den Eltern
transparent zu machen ist, stehen wir vermehrt vor der Situation auf einzelne
Schüler besonders eingehen zu müssen, wie es auch im neuen Schulgesetz
gefordert wird.
Für die Arbeit in der Schule bedeutet dies, dass der Unterricht so geplant wird,
dass er eine Brücke schlägt zwischen der außerschulischen Erfahrungswelt des
Kindes und dem Unterricht. Dies setzt zum einen eine intensive
Zusammenarbeit mit Eltern und Institutionen voraus. Dabei sind die Formen des
selbstentdeckenden und selbstkontrollierten Lernens zu berücksichtigen.
Individuelle Lern- und Förderprogramme werden insbesondere für
leistungsschwache Schüler, Schüler mit Migrationshintergrund und für
hochbegabte Schüler erstellt. Die individuellen Förderkonzepte werden in einem
4 – 6-wöchigen Rhythmus innerhalb eines Beratungsgespräches mit den Eltern
besprochen. Diese Beratungsgespräche finden außerhalb der Unterrichtszeit
statt. (Förderkonzept liegt vor)
47
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3. Lernentwicklungsberichte
Es ist der Auftrag der Grundschule zu fördern und nicht zu selektieren. Dieser
Satz sollte als Präambel über jede Art von Leistungsüberprüfung und
Lernentwicklungsberichtes stehen. Um die individuelle und die sachbezogene
Lernentwicklung aufzeichnen zu können, ist es unerlässlich kontinuierlich
Beobachtungsnotizen über jedes Kind anzulegen, damit die Lehrerin der
Gesamtpersönlichkeit des Kindes, seinen Stärken und Schwächen und der
daraus resultierenden Förderung gerecht werden kann.
Im Kollegium der Grundschule St. Marien herrscht Konsens über die Führung
eines pädagogischen Tagesbuches. Von den Kolleginnen werden die
Beobachtungen des Lernverlaufs als Grundlage zur Beratung genutzt.
Klassenarbeiten sollen als lernbegleitende Überprüfungen gesehen werden und
dienen sowohl der Lernzielkontrolle für den Lehrer, als auch der individuellen
Rückkopplung über das Gelernte für das Kind. Durch einen sachbezogenen und
ermutigenden Kommentar sollen den Schülern Erfolge bescheinigt, aber auch
Schwächen oder Mängel mitgeteilt werden, die es zu überwinden gilt. Das heißt
u.a. auch, dass entsprechende Übungsvorschläge gemacht werden. Andere
Formen der Leistungsüberprüfung (Selbst- und Fremdkontrolle, mündliche
Beteiligung, Selbstständigkeit bei der Arbeit, Ausdauer, Konzentration,
Verhalten bei der Gruppenarbeit etc.) sind mit für die Beurteilung
einzubeziehen. Bei nicht ausreichenden Leistungen wird ein entsprechendes
Förderprogramm zur Behebung des Lernrückstandes dem
Lernentwicklungsbericht bzw. dem Zeugnis in den Klassen 3 und 4 beigefügt.
Wie im neuen Schulgesetz festgelegt, erhalten die Kinder am Ende der Klasse 2
ein Versetzungszeugnis mit Zensuren. Der dazu verfasste Lernentwicklungsbericht muss die Zensierung transparent machen und in der Aussage deckungsgleich mit der Zensur sein. Besondere Fähigkeiten, Interessen und Motivationen
sollen im Lernentwicklungsbericht mit aufgenommen werden. In der Klasse 4
erhalten die Kinder nur ein Zensurenzeugnis.
Von dem Instrument der „Nichtversetzung“ ist nur mit größter Behutsamkeit
Gebrauch zu machen (vgl. H. Schwarz „Lebens- und Lernort Grundschule,
Cornelsen Verlag S. 81).
Wir, d.h. die Kolleginnen unserer Schule, empfehlen nach sorgfältiger Prüfung
und eingehender Beratung mit den Eltern lieber den Rücktritt in die jüngere
Klasse, wenn dieses als bestmögliche Hilfe für das Kind anerkannt wird.
48
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
V. Öffnung von Schule
1. Kooperation mit anderen Einrichtungen
Bezirksreg.
Münster
Ärzte/Psychologen/
Therapeuten/Schulberatunsstelle:
Anlage
Schulamt
Warendorf
Kompetenzzentrum
Pestalozzischule
(Herr Kropp)
Kollegium
(Anlage)
Stadt Ennigerloh
Netzwerk:
Jugendamt
Grundschule
St. Marien Enniger
(Hr. Voskuhl)
Präventionsangebote
Förderangebote
Kirchen:
Kinderchor
gemeinsame
Gottesdienste
Kontaktstunden
Regionales
Bildungsbüro
Warendorf
(Fr. Massin)
Eltern
Lesemütter
Kochkurse …
Förderverein
Freie Anbieter
akquirieren:
Musikschule, Bücherei,
Turnverein, Malkurse
49
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Anlage
Beratungshilfen
Grundschule St. Marien
Kollegium
Pestalozzischule
Therapeuten/Ärzte
Beratungsstellen
1.
2.
3.
1.
1.
1.
4.
5.
6.
Austausch/Team
Fortbildungen
Klassenübergr.
unterrichten
Projekte
Offener
Unterricht
Fallbeispiele
2.
3.
4.
5.
6.
Unterrichtsbeobachtung
Beratung
Förderung
Diagnostik
Elternberatung
Erstellung
Förderpläne
2.
3.
4.
5.
6.
50
Walstedde
(Prof. Weglage)
Logopädin
(Stratmann)
Bruckmann
Dr. Franken
(Oelde)
Dr. Hage (Ahlen)
Offenberg (WAF)
2.
3.
4.
Schulberatungsstelle WAF
Erziehungsberatungsstelle NB
Jugendamt WAF
Reg.
Bildungsbüro
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
1. Zusammenarbeit mit den Kindergärten
(Kindergarten Wiemstr., Tel.: 8390; Kindergarten Drosselgrund 5, Tel.: 3599)
Die zukünftigen Klassenlehrer/innen besuchen die Kindergärten über einen
ganzen Vormittag um einen umfassenden Einblick von der Erziehungsarbeit
der Kindergärten zu bekommen und das Verhalten der Kinder innerhalb der
Gruppe beobachten zu können.
In den letzten Schulwochen nehmen die zukünftigen Erstklässler an einer
Unterrichtsstunde des 1. Schuljahres teil.
Jährlich sollen zwei gemeinsame Konferenzen stattfinden. Im Mai eines jeden
Jahres eine so genannte „Einschulungskonferenz“; dabei sollen die
zukünftigen Klassenlehrer/innen der Klassen1 und eventuell notwendige
Fachlehrer (Englisch/Religion), sowie die Erzieherinnen / Erzieher der
Gruppen mit zukünftigen Schulkindern anwesend sein. (Teilkonferenz).
Dazu wird die Zustimmung der Eltern eingeholt.
Einmal jährlich findet mit beiden Kindergärten und der Schule ein
gemeinsamer Elternabend statt, zu dem zu aktuellen Erziehungsfragen
Referenten eingeladen werden.
Der vom Gesetzgeber verpflichtende Informationsabend zur Einschulung für
die Eltern der 4jährigen Kinder wird im Frühjahr in der Aula der Schule
durchgeführt.
Alle Einladungen und Terminabsprachen über Besuche gehen von der Schule
aus. Ebenso soll auch zu Schulfesten und anderen Projekten wie z.B.
Theateraufführungen und Zirkusbesuche eingeladen werden.
2. Zusammenarbeit mit Erziehungsberatungsstellen
Bei Auffälligkeiten in der Entwicklung eines Schülers wird nach Einwilligung
der Eltern mit einer Erziehungsberatungsstelle Kontakt aufgenommen.
Mit folgenden Beratungsstellen besteht eine enge Zusammenarbeit:
Jugendamt des Kreises Warendorf
Schul- und Erziehungsberatungsstelle Neubeckum,
Vellerner Str. 5, Tel.: 02525/2063
Regionale Schulberatungsstelle Warendorf,
Zumlohstr. 1 a, 48231 Warendorf, Tel.: 02581/633224
Dr. Rolf Bruckmann, Kinderpsychologische Praxis, Ahlen,
Weststr. 114, Tel.: 02382/2388
51
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Praxis für Ergotherapie, Tel.: 02581/633866
Haus Walstedde, Tel.: 02387/91940
Verein für Mototherapie, Tel.: 02581/782778
3. Zusammenarbeit mit Kirchen
Die Schule hält ständig Kontakt zu den Pastoren der katholischen und
evangelischen Kirche. Diese besuchen die Schüler/innen im Unterricht und
bereiten gemeinsam mit den Lehrerinnen Schulgottesdienste vor. (Pastor
Kemper Tel.: 950190; Pfarrer Wolfgang Gradt Tel.: 02524/9295101)
4. Zusammenarbeit mit der Pestalozzi-Schule
Die 2 Wochenstunden wurden vor allem zur Durchführung von Tests genutzt
um den individuellen Förderbedarf bei Teilschwächen festlegen zu können.
Ansprechpartner: Herr Dartmann
5. Zusammenarbeit mit Eltern
Die im Schulmitwirkungsgesetz festgesetzten Gremien
Betreuungspersonal
spontan gebildete Gremien bei Schulfesten etc.
6. Betreuungsangebot
52
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
VI. Elternarbeit / Mitbestimmung / Beratung
1. Mitwirkung und Mitarbeit
An der Grundschule St. Marien bestehen die nach dem Schulmitwirkungsgesetz
vorgeschriebenen Mitwirkungsorgane der Klassenpflegschaften,
Lehrerkonferenzen, Schulpflegschaft und Schulkonferenz, die erstmals zu
Beginn des Schuljahres tagen. Aufgrund der geringen Größe der Schule
(9-Köpfiges Kollegium) finden Fachkonferenzen nicht gesondert statt.
Lehrerkonferenzen finden alle 4 Wochen statt, Schulkonferenzen viermal
jährlich, Klassenpflegschaften zweimal jährlich und
Schulpflegschaftsversammlungen ein- bis zweimal jährlich (je nach Bedarf).
Kontakte zwischen den einzelnen Aktiven in den Mitwirkungsgremien bestehen
auch auf persönlicher Ebene (kleine Schulgemeinde im Dorf) und beeinflussen
in positiver Weise die Kooperation. In der alltäglichen Arbeit erwarten wir die
Unterstützung durch die Elternschaft.
 Bundesjugendspiele, Tag der Bewegung
 gemeinsame Planungen von Klassenausflügen
 Feiern: Backen und Basteln in der Adventszeit, Schulabschlussfeiern,
Klassenfeste
 gemeinsame Aktivitäten zu bestimmten Unterrichtsinhalten:
Radfahrprüfung, Verkehrserziehung, Schulfrühstück
 Mithilfe bei der Gestaltung und Renovierung des Schulhofes
 Mitgestaltung von Schulfesten
 Mithilfe bei den Projektwochen und –tagen
 Lesende Schule (2 Mal jährlich)
 Ehrenamtliche Helfer in der Bücherei
2. Regelung bei Erkrankung oder Abwesenheit eines Kindes
Bei Erkrankung eines Kindes ist die Klassenlehrerin umgehend zu informieren.
Bei längeren Erkrankungen (über 3 Tage) muss ein ärztliches Attest vorgelegt
werden.
Eintägige Beurlaubungen müssen frühzeitig (spätestens 1 Woche vorher) mit der
Klassenlehrerin abgesprochen werden. Beurlaubungen vor und nach den Ferien
sind unzulässig.
Längere Beurlaubungen (z.B. Kuraufenthalte) müssen 6 Wochen vor Kurantritt
bei der Schulleitung schriftlich eingereicht werden.
53
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
3. Beratungskonzept der Grundschule St. Marien
Die Beratung von Eltern und Erziehungsberechtigten hat an unserer Schule
einen wichtigen Stellenwert.
Zehn Monate vor der Einschulung findet ein Schuleingangsparcours statt.
Sollte sich dabei noch Förderbedarf in den Bereichen der Motorik,
Konzentration, der Wahrnehmung, des mathematischen Vorwissens oder der
Sprache herausstellen werden die Eltern darüber schriftlich informiert bzw. bei
umfangsreicherem Förderbedarf auch in einem persönlichen Gespräch beraten.
Bereits in der Schuleingangsphase unterrichtet die Schulleiterin die Eltern der
zukünftigen Schüler/innen, etwa eine Woche vor Beginn der Sommerferien,
an einem Elternabend über das Bildungs- und Erziehungskonzept der
Grundschule St. Marien und stellt in diesem Zusammenhang die Lehrer/innen
der Klassen 1 vor, die den Eltern die spezifischen Lehr- und Lernziele für die
Klasse 1, die zugrunde liegenden Lehrwerke und die besondere Methodik des
Anfangsunterrichts erläutern.
Innerhalb der Klassenpflegschaftsversammlungen zu Beginn eines jeden
Schulhalbjahres werden die Lernziele (Minimalwissen), Lerninhalte und
Lernverfahren dargestellt und Informationen über Fördermaßnahmen und die
Leistungsbewertung gegeben. Dabei wird vor allem Wert auf die innere
Differenzierung und die individuelle Förderung gelegt, die mit Hilfe von
offenen, schülerorientierten Unterrichtskonzeptionen verwirklicht werden soll.
Um den Umfang der Informationen sinnvoll begrenzen zu können, werden in
jedem Schuljahr mindestens zwei Klassenpflegschaftsversammlungen
angeboten. Elternstammtische finden nicht in allen Klassen statt und richten sich
nach dem Wunsch der Eltern.
Am Ende der Klasse 2 werden die Eltern über das neue Fach „Englisch“ in der
Grundschule informiert.
Für die Eltern der 4. Jahrgänge findet Ende September/Anfang Oktober ein
Informationsabend über die weiterführenden Schulen statt. Um den Eltern die
Schulwahl zu erleichtern, wird ein Fragebogen* an die Eltern ausgeteilt, der
Hilfestellungen zum Arbeits-, Lehr- und Konzentrationsverhalten des Kindes
geben und zur eigenen Reflexion darüber anregen soll.
Elternsprechtage werden zweimal jährlich, aber außerhalb der Unterrichtszeit
durchgeführt. Dabei wird berücksichtigt, dass in der Klassen 1 möglichst
frühzeitig ein Informations- und Beratungsgespräch stattfindet.
Im Januar und zwar unmittelbar nach den Weihnachtsferien, werden die Eltern
der Klassen 4 nochmals zu einem Beratungsnachmittag eingeladen um die
endgültige Entscheidung über die Schulwahl ihres Kindes im Zusammenhang
mit der Empfehlung der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers abzuklären.
54
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
Die Zeugnisausgabe am Ende des ersten Halbjahres ist für die Eltern der
Klasse 3, am Ende des Schuljahres für die Klassen 1 bis 3 mit einem
Beratungsgespräch verbunden, das den Eltern über die individuellen
Lernfortschritte oder -schwierigkeiten, sowie Auffälligkeiten im Arbeits- bzw.
Sozialverhalten in Verbindung mit dem Lernentwicklungsbericht und den
Zeugnisnoten Auskunft gibt.
55
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
VII. Organisationsplanung im Kollegium
1. Vertretungsregelungen
Im Krankheitsfalle oder in Abwesenheit einer Kollegin wurden in Absprache
mit der Lehrer- und Schulkonferenz folgende Vereinbarungen getroffen:
1. Anlegen einer Notfallmappe.
Diese enthält neben wichtigen Angaben zur Klasse die fortlaufende
Jahresplanung, mindestens drei Monate im Voraus; Arbeitsblätter zur Übung
und zur Konzentration, die auch außerhalb des unterrichtlichen
Gesamtzusammenhanges eingesetzt werden können. (Die Mappen liegen im
Fache des jeweiligen Klassenlehrers.)
2. Im Falle einer plötzlichen Erkrankung einer Lehrkraft sind die Schüler/innen
nach dem laufenden Stundenplan zu unterrichten. Dafür können Gruppen von
Kindern in anderen Klassen betreut oder zwei Klassen für einzelne Fächer
z.B. Sport, Förderstunden zusammengefasst werden.
Kann der Unterricht nicht in vollem Umfang erteilt werden treten die mit den
Eltern abgesprochen Regelungen in Kraft.
3. Für die Aufsicht vor Schulbeginn und während der Pausen hat jede
Lehrperson eine/n Vertreter/in (siehe Aufsichtsplan)
4. Im Falle einer längeren Erkrankung wird eine Lehrkraft aus dem
Vertretungspool des Schulaufsichtsbezirkes angefordert.
56
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2. Vereinbarungen im Kollegium der Grundschule St.Marien
Über die Diskussion „Was ist guter Unterricht“ und „Haben wir ein einheitliche
Vorstellung von gutem Unterricht?“ ist das Kollegium der Grundschule
St. Marien in einen Prozess geraten, der Diskussion, Erprobung, Evaluation und
Fortbildung in Gang setzte, und der gemeinsame Absprachen erforderlich
machte. Neben dem Konzept zur Individuellen Förderung, bemühen wir uns,
die Kriterien zur Gestaltung von gutem Unterricht nach Hilbert Meyer
umzusetzen und unser neu erworbenes Methodenrepertoire im Unterricht
einzusetzen. Darüber hinaus haben wir schon seit langem Absprachen bezüglich
der Werteerziehung und des dienstlichen Verhaltens getroffen.
Hinzu kamen Vereinbarungen mit den beiden Kindergärten Drosselnest und
St. Marien Kindergarten.
2.1. Vereinbarungen zur Unterrichtsgestaltung:
Kriterien zur
Gestaltung von gutem
Unterricht
Klare Strukturierung
des Unterrichts
Indikatoren








Hoher Anteil echter
Lernzeit


Einheitlich
eingesetztes Material
Wir achten auf verständliche
Lehrer- und Schülersprache
Wir halten uns an unsere
eigenen Ankündigungen
Wir kündigen Unterrichtsreihen
an und visualisieren nach
Möglichkeit deren inhaltlichen
Verlauf
Wir achten auf klare
Aufgabenstellungen.
Wir markieren sinnstiftend
einzelne Unterrichtsschritte
Wir beachten die
Rhythmisierung des Unterrichts
durch den Wechsel von
lehreraktiven und schüleraktiven
Phasen und machen diese für die
Schülerinnen und Schüler
deutlich
Wir halten Regeln und Rituale
ein
Die Raumgestaltung zeugt vom
Inhalt des Unterrichts und den
eingesetzten Methoden
Wir achten darauf, dass die
Schülerinnen und Schüler aktiv
bei der Sache sind
Wir vermeiden Lerntempo und
57
Karten zum Tagesplan
Karten zur Ziel- und
Verlaufstransparenz
Fördermaterialien
Grundschule St. Marien

Lernförderliches Klima










Inhaltliche Klarheit








Schulprogramm 2010
Zeitdruck
Wir stellen Fördermaterial,
Die Uhr /Karte mit der
sowohl für langsam, als auch
Uhr
schnell lernende Schülerinnen
und Schüler zur Verfügung
Wir befristen Arbeitszeiten
Wir begegnen uns mit
gegenseitigem Respekt
Wir achten darauf, dass die
Haus- und Schulordnung, sowie
die Gesprächsregeln eingehalten
werden
Wir nehmen unsere
Fürsorgepflicht als Lehrerin /
Lehrer aktiv wahr
Wir gewähren den Kindern
Bewegungspausen
(Bewegungskartei)
Wir sind jedem einzelnen Kind
gegenüber gerecht
Wir leiten die Schüler an,
Rücksicht auf einander zu
nehmen und sich gegenseitig zu
helfen
Wir dulden keine Beleidigungen
und Zotten
Ämter sind klar definiert
Wir gehen mit Fehlern behutsam
um
Wir loben und machen Mut
Wir informieren die
Schülerinnen und Schüler zu
Beginn des Unterrichts über die
anstehenden Inhalte
Wir setzen neue Medien ein (s.
auch Medienkonzept)
Wir konzentrieren uns auf die
Themenstellung
Wir achten auf einen sauberes,
klar strukturiertes Tafelbild
Wir achten auf sauber geführte
Arbeitshefte und Arbeitsmappen
Wir achten darauf, dass
vorangegangener Lernstoff nach
Möglichkeit von den
Schülerinnen und Schüler
wiederholt wird, um den
Anschluss an die
Unterrichtseinheit zu gewähren
Wir achten, dass der aktuelle
Unterricht mit Bekanntem und
58
Grundschule St. Marien


Sinnstiftendes
Kommunizieren





Methodenvielfalt


Individuelles Fördern
und intelligentes Üben


Transparente
Leistungserwartungen
s. auch Konzept zur
Leistungsbewertung


Gekonnten verankert wird.
Wir üben und wiederholen in
sinnvollen Bezügen
Wir fördern die
Metakommunikation durch den
Einbau von Reflektionsphasen
Wir beteiligen Schüler so weit
wie möglich an der Planung
Wir bemühen uns durch die
Verwendung von neuen
Methoden (Doppeldrehkreis,
Tablesets, Interviews) des
Lernens den Redeanteil der
Schülerinnen und Schüler
während des Unterrichtes zu
erhöhen
Wir fördern die „feed back
Kultur“, indem die Schülerinnen
und Schüler Auskunft über ihre
eigenen Lernfortschritte und
Lernschwierigkeiten geben
(Reflektionsphase)
Wir fördern Schülerinnen und
Schüler, die Qualität der eigenen
Arbeitsergebnisse selbst zu
beurteilen
Wir helfen ihnen ihre
Arbeitsergebnisse vorzustellen,
um diese als Möglichkeit zum
Lernen zu nutzen
Wir setzen lehrerzentrierte und
schülerorientierte Methoden
(offene Unterrichtsformen) ein
Wir bemühen uns unser
gemeinsames
Methodenrepertoire
kontinuierlich zu erweitern (s.
oben)
Wir verfolgen das Prinzip der
Differenzierung und der
individuellen Förderung
Das Üben gestalten wir
abwechslungsreich und nach
Möglichkeit individuell (S.
Förderkonzept)
Wir informieren Kinder und
Eltern über die
Leistungserwartungen
Wir informieren die
Schülerinnen und Schüler über
die Zielerwartungen
59
Schulprogramm 2010
Individuelle
Förderpläne und
Förderempfehlungen
Karten zur Verlaufsund Zieltransparenz
Grundschule St. Marien



Vorbereitete Umgebung




Absprachen zur
Werteerziehung






Ausblick:
Wir besprechen Leistungen mit
Kindern und Eltern
Wir machen unsere
Beurteilungskriterien transparent
Wir zeigen Schülerinnen und
Schülern Wege, wie sie eine
erwünschte Leistung erreichen
können
Der Klassenraum enthält
„Lernecken“
Das Arbeitsmaterial für die
Kinder liegt geordnet bereit
Die Anordnung der Tische und
Stühle entspricht der
gewünschten Sozialform
Wir bemühen uns, unserem
Klassenraum ein individuelles
Gesicht zu geben
Wir beginnen die erste
Unterrichtsstunde mit einem
Gebet / Lied / Meditation
Wir nehmen alle an den
ökumenischen Gottesdiensten
und Adventsfeiern teil
Die Religion- und Klassenlehrer
nehmen an dem Gottesdienst zur
Erstkommunion teil
Wir unterstützen jährlich eine
Hilfsorganisation
Wir unterstützen die
Zusammenarbeit mit den
Kirchen
Wir planen, eine Patenschaft für
ein Kind aus Haiti zu
übernehmen, da zwei
Adoptivkinder aus Haiti unsere
Schule besuchen
60
Schulprogramm 2010
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
2.2. Absprachen zum dienstlichen Verhalten
 Wir beginnen den Unterricht pünktlich
 Die Frühaufsicht beginnt um 7.40 Uhr
 Die Klassenlehrerinnen /Klassenlehrer der Klassen 1 und 2 übernehmen
die Aufsicht für die kleinen Bewegungspausen
 In den Wochen ohne Konferenz, findet montags um 7.30 Uhr eine
Dienstbesprechung statt
 Wir nehmen alle an den vierwöchigen Konferenzen teil (s. auch
Teilzeitkonzept)
 Wir übernehmen Vertretungen für Kolleginnen (Unterricht, Aufsicht,
Aufgaben)
 Wir planen Unterricht im Team (Vorzugsweise mit der
Jahrgangsstufenkollegin / dem Jahrgangsstufenkollegen)
 Tausch von Expertenlehrern bei Projekten
 Die Schülerergebnisse von VERA werden von den Klassen- und
Fachlehrerinnen/-lehrern der 3. Klassen korrigiert
 Unterrichtsplanungen von besonders herausragenden Unterrichtsstunden
sollen dem Kollegium zur Verfügung gestellt werden
 Wir nehmen Probleme wahr, möglichst bevor sie entstehen, und
besprechen diese im Kollegenkreis bzw. mit der Schulleiterin
2.3. Gefasste Beschlüsse für die Zusammenarbeit mit den Kindergärten:
 Zweimal jährlich finden gemeinsame Konferenzen statt
 Zwei gemeinsame Elternabende im Jahr
 Der Einschulungsparcours wir gemeinsam mit den Erzieherinnen
durchgeführt
 Die Fördermöglichkeiten werden von Seiten der Eltern an die
Erzieherinnen weitergegeben
61
Grundschule St. Marien
Schulprogramm 2010
VIII. Ausblick
Seit Beginn des Schulprogramms im Jahre 1996 haben sich entscheidende
Veränderungen in der schulischen Arbeit ergeben, so dass das vorliegende
Schulprogramm bereits die 3. Fassung ist.
Die wesentlichen Neuerungen, die eine Überarbeitung nötig machten werden an
dieser Stelle genannt.
Der Englischunterricht wird seit dem Schuljahr 2008/2009 ab Klasse 1 erteilt
und hat bewirkt, dass sich methodische Veränderungen ergeben haben, die sich
vor allem auf die Transparenz von Unterrichtsreihen und Unterrichtsstunden und
der Förderung der „Kultur des Lobens“ ausgewirkt haben.
Neue Unterrichtsmethoden, wie das Programm des selbstgesteuerten und
kooperativen Lernens sind hinzugekommen.
Aus den Modulen „Schuleingangsphase“ , „Förderung“ und
„Leistungsbewertung“ sind eigene Konzepte entstanden, die in diesem
Schulprogramm nicht in vollem Umfang zu finden sind, gleichwohl für die
unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer an unserem System zu beachten sind.
Der Umgang mit den neuen Medien ist durch entsprechende
Arbeitsgemeinschaften und das Zeitungsprojekt erweitert worden und
inzwischen verfügen wir auch über eine Homepage.
Schule ist also einem stetigen Wandel unterworfen.
Daher ergeben sich für die nächsten Jahre neue Ziele, die es zu verfolgen gilt.
Nachdem sich die neuen Methoden etabliert haben, sollen Evaluationen
(Elternfeedback – Schülerfeedback) durchgeführt werden.
Um die Qualität von Unterricht zu sichern:
-
-
-
sollen gegenseitige Hospitation, auch im Rahmen von schulinternen
Fortbildungen stattfinden
soll die Offene Ganztagsschule auf ihre pädagogische Dimension hin nach
einem Jahr evaluiert werden.
soll im Schuljahr 2010 /2011 ein Leitbild für die Grundschule St. Marien
erarbeitet werden
62
Herunterladen