Hanf - Schulen

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Inhaltsverzeichnis
1
2
Shit, Dope, Gras - Was ist was? ................................................... 3
Wirkungsweise .............................................................................. 3
2.1 Erwünschte Wirkungen ........................................................... 3
2.2 Als positiv oder negativ empfundene Wirkungen .................... 3
2.3 Unerwünschte Wirkungen ....................................................... 4
3 Konsumformen ............................................................................. 4
3.1 Rauchen ................................................................................. 4
3.1.1 Joint , Tüte ........................................................................ 4
3.1.2 Pfeife ................................................................................ 4
3.1.3 Bong, Blubber ................................................................... 5
3.1.4 Oral: Keks, Kakao, Brot, Tee, Joghurt u.a. ........................ 5
3.1.5 Vaporizer (Verdampfer) .................................................... 5
4 Das Abhängigkeitspotential........................................................... 5
5 Hanf als Medizin ........................................................................... 6
5.1 Anwendungsbereiche ............................................................. 7
5.1.1 Appetitlosigkeit und Abmagerung ..................................... 7
5.1.2 Asthma ............................................................................. 7
5.1.3 Bewegungsstörungen ....................................................... 7
5.1.4 Depression ....................................................................... 7
5.1.5 Grüner Star ....................................................................... 8
5.1.6 Entzugssymptome ............................................................ 8
5.1.7 Epilepsie ........................................................................... 8
5.1.8 Erbrechen und Übelkeit .................................................... 8
5.1.9 Schmerzen ....................................................................... 9
5.2 Nebenwirkungen ..................................................................... 9
6 Botanisches über Hanf ................................................................ 10
6.1 Cannabis sativa .................................................................... 10
6.2 Cannabis indica .................................................................... 10
6.3 Cannabis ruderalis ................................................................ 10
7 Herkunft der Hanfpflanze ............................................................ 10
8 Hanf-Verwendung ....................................................................... 11
8.1 Blüten und Samenhüllen ....................................................... 11
8.2 Samen .................................................................................. 11
8.3 Langfasern............................................................................ 11
8.4 Kurzfasern und Schäben ...................................................... 11
3
1
Shit, Dope, Gras - Was ist
Hauptwirkstoff der "Cannabisdro-
was?
gen" Haschisch und Marihuana. Es
entspricht in seiner Wirkung dem
Cannabis ist unter vielen Namen
bekannt. Die gebräuchlichsten sind
Weed oder Kraut, Blow, Gear,
Gras, Draw, Pot, Smoke, Shit, sowie Herb.
körpereigenen
ndamid. Dieses wird unter anderem ausgeschüttet, wenn wir uns
wohl und entspannt fühlen.
Dabei
Shit, Piece, Stein
oder Haschisch bezeichnet man jedoch nur
das getrocknete, gepresste Harz
der weiblichen Hanfpflanze.
ge-
trockneten
und
von
den
Ana-
1
Als Dope,
Die
Hormon
Blättern
werden
keine
lebenser-
haltenden Funktionen wie die Atmung beeinflusst. THC gilt auch
als die ungiftigste aller psychoaktiven Substanzen. Im Gegensatz zu
Nikotin, wo bereits zwei Zigaretten,
wenn man sie nicht raucht, sondern isst, zum Tode führen können.
Die folgenden Wirkungen können
durch Cannabiseinfluss auftreten:
2.1
befreiten
Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze
Erwünschte Wirkungen

Euphorie bis Entspannung

Aphrodisierung

Lach- und Laberflash
sind als Marihuana, Gras, Weed,
Ganja o.ä. bekannt2.
2
Wirkungsweise
2.2
Als positiv oder negativ
empfundene Wirkungen

en aller Sinne und des Zeit-
Delta-9-Tetrahydrocannabinol
gefühls
auch als THC bekannt, ist der
1
RUDGLEY, Richard: LEXICON der
psychoaktiven Pflanzen. 2. Aufl.München:
Econ Et Taschenbuch Verlag, 1999.
2 MULLEN, Peter : Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere. Stuttgart: FranckhKosmos Verlags-GmbH&Co, 2000.
veränderte Wahrnehmung-

Appetitanregung

Schläfrigkeit
Julian Peer 2003
4
2.3
Unerwünschte Wirkungen

Missstimmung

gerötete Bindehäute

Angst, Panik

Depressionen

Schwindel und Übelkeit

Herzrhythmusstörungen

Koordinationsstörungen

Eingeschränkte Gedächtnis-
3
3.1
Konsumformen
Rauchen
Rauchen ist eines der seltsamen
menschlichen Rituale. Es ist fast
überall verbreitet, man findet es in
primitiven, aber auch in hochentwickelten Gesellschaften3.
3.1.1 Joint , Tüte
leistung
Das Auftreten dieser Wirkungen ist
von der Dosis, der Konsumform
und der Cannabiserfahrung sowie
von Set (Stimmung, Erfahrung und
psychischen Zustand der/des Konsumentin/en) und Setting (Umgebung und Umfeld) aber auch dessen Erwartungen abhängig.
Abb. 34
Joint oder Tüte ist die klassische
Konsumform, auch als "Haschischzigarette" bekannt. Sie ist
regional unterschiedlich: Pur oder
mit Tabak gemischt, lang oder
Im Normalfall wird die Wirkung als
kurz. Die Wirkung setzt meist
angenehm empfunden und hinter-
nach circa zehn Minuten ein und
lässt keine irreversiblen neurona-
hält subjektiv ungefähr drei bis vier
len Veränderungen. Es wird disku-
Stunden an.
tiert, dass der Ausbruch von laten-
3.1.2 Pfeife
ten Psychosen und Schizophrenie
beschleunigt werden kann. Aller-
Die Pfeife ist ähnlich wie der Joint,
dings liegen hierzu leider keine
wird jedoch öfters pur geraucht. Es
wissenschaftlich beweiskräftigen
gibt auch spezielle Purpfeifen und
Studien vor.
alle Größen und Formen.
3
GOTTLIEB, Adam: Kochen mit Cannabis.
4
Kein Autor: Zitation von Internet Quellen.
Online in Internet: URL:
http://hanfwelt.ch/info_joint.htm
Julian Peer 2003
5
3.1.3 Bong, Blubber
heftig im Kopf. “ 7
Bong oder Blubber ist eine Art Was
3.1.5 Vaporizer (Verdampfer)
serpfeife in allen Größen und ForDer Vaporizer ist eine in der Medi-
men.
Der Rausch ist kürzer und intensiver als bei einem Joint oder einer
Tabak
raucht,
tritt
krebserregenden Rauch, der beim
gemischt
oft
Konsumform. Durch das Verdampfen von THC vermeidet man den
Pfeife. Wenn man Gras
mit
zin, aber auch privat anzutreffende
Verbrennen entsteht.
sehr
schnell ein "Tabakflash"
4
Das Abhängigkeitspotential
auf, der allerdings nicht
vom
Cannabis
Laut der Kleiber-Kovar-Studie zu
verur-
sacht wird.
Abb.45
den
Auswirkungen
des
Can-
nabiskonsums kann "Hanfabhän3.1.4 Oral: Keks, Kakao, Brot,
Tee, Joghurt u.a.
In erwärmtem Fett gelöstes THC
kann auch gegessen oder getrunken werden. Je nach Füllzustand
des Magens dauert der Rausch bis
zu 5 Stunden an.6 Hierbei ist das
gigkeit" nicht aus den pharmakologischen Wirkungen der Droge,
sondern aus vorab bestehenden
psychischen
Stimmungen
des
Konsumenten erklärt werden. Das
ist etwa wie bei "Fernseh-" oder
"Internetsucht".
Risiko einer Krebserkrankung im
Auslöser
Grunde genommen ausgeschlos-
Hanfkonsum sind meist Probleme
sen.
mit der Familie, Schule, Freunden
„Vorsicht! Im Gegensatz zum Genuss
für
problematischen
oder einfach der Pubertät.
durchs Rauchen kann man sich sehr
leicht überdosieren. Und dann wird es
Diese KonsumentInnen bevorzugen härtere Konsumformen wie
bspw. große Bongs oder sogenannte "Eimer". Die dabei beo-
5
Kein Autor: Zitation von Internet Quellen.
Online in Internet: URL:
https://sunstar.cosmicshop.de/cgibin/Cosmicshopcom.storefront
6
Kein Autor: Zitation von Internet Quellen.
Online in Internet: URL: http://www.druginfopool.de/rauschmittel/cannabis.htm
(Stand: 2003-04-30)
bachteten
Entzugserscheinungen
wie Unruhe, Schlaflosigkeit und
7
HAI, Hainer: Hanf Handbuch. 2.Aufl.
Löhrbach: Werner Piepers MedienXperimente, 1998.
Julian Peer 2003
6
verstärkter Speichelfluss klingen
meistverordneter
aber innerhalb von einigen Tagen
drängt.
Wirkstoff
ver-
ab und werden in der Regel nicht
als unüberwindlich empfunden.
Warum ist Hanf als Medizin
sinnvoll? Wogegen hilft es?
Vorbeugen kann man dem, indem
man Kiffen nicht zum einzigen oder
zentralen "Hobby" werden lässt.
Wer täglich konsumiert, sollte versuchen, sich durch Konsumpausen
daran zu gewöhnen, auch "clean"
Hanf ist eine ausgesprochen ungiftige Substanz, es ist praktisch
noch nie eine tödliche Überdosierung vorgekommen und es werden
keine Organe durch den Wirkstoff
THC geschädigt.8
klarzukommen.
5
Wirkung der wichtigsten Cannabinoide:
Hanf als Medizin
Vermutlich
THC: stark psychoaktiv; beruhigend,
stimulierend, halluzinogen,
Brechreiz lindernd, Pulsfrequenz steigernd
CBN:
leicht halluzinogen, Augeninnendruck senkend, antiepileptisch, Pulsfrequenz verringernd
9
wurde
Hanf
bereits
vor
mehr
als
4000 Jahren
in China als
Abb.6
Medizin genutzt, ab dem
16. Jahrhundert ist es auch in Mitteleuropa als Mittel gegen rheumatische und bronchiale Erkrankungen sowie als Opiumersatz bekannt.
CBD: schmerzlindernd, angstlösend,
leicht beruhigend, Augeninnendruck senkend, antiepileptisch, antibiotisch
CBG: leicht psychoaktiv, schlafanstoßend, Augeninnendruck
senkend, antibiotisch
CBC: schmerzlindernd, beruhigend,
entzündungshemmend
Weiterhin wurde Hanf im 19. Jahrhundert gegen Migräne, Neuralgie,
Epilepsieähnliche Krämpfe, Schlafstörungen und sogar Hühneraugen
verwendet. Mit der Einführung von
synthetisch hergestellten Medikamenten, wie 1898 das Aspirin,
8
Vgl. Kein Autor: Zitation von InternetQuellen. Online in Internet: URL:
http://www.hanf-fuer-alle.de/ (Stand:
2003-04-30)
9 OTT, Elias (2002): Zitation von InternetQuellen. Online im Internet: URL:
http://www.themadrogen.net/Drogen/Cann
abis/Can_Wirkung.html (Stand: 2003-0430)
wurde Hanf von seiner Position als
Julian Peer 2003
7
5.1
Anwendungsbereiche
mittel wie Salbutamol. Nach der
5.1.1 Appetitlosigkeit und Abmagerung
Inhalation hält die Wirkung etwa
Aids-Patienten
rauchen würde sich speziell bei
verlieren
wegen
zwei Stunden an. Anstatt Hanf zu
Appetitlosigkeit und Unwohlsein oft
diesem
in kurzer Zeit stark an Gewicht.
Verdampfen und Inhalieren mit
Patienten berichten, dass sie nach
einem Vaporizer empfehlen.
Hanfeinnahme zum ersten Mal
Anwendungsgebiet
ein
5.1.3 Bewegungsstörungen
wieder richtig Appetit verspüren.
Ein appetitanregender Effekt bei
Es liegen positive Erfahrungen
Aids und Krebs wird bereits bei
über eine Behandlung mit Hanf
Tagesdosen von 5 mg THC beo-
beim Tourette-Syndrom und bei
bachtet. Die Dosierung kann bei
einigen anderen Bewegungsstö-
Bedarf bis auf täglich 20 Milli-
rungen vor (dystonische Störungen
gramm gesteigert werden.
wie spastischer Schiefhals und
tardive
Dyskinesien).
Endocan-
Eine Grundlagenforschung zeigt,
nabinolide scheinen eine natürliche
dass die Inhaltsstoffe der Canna-
Rolle bei der Unterdrückung von
bispflanze vorbeugend gegenüber
Krämpfen zu spielen.11 Die meis-
der Nervenschädigung durch das
ten Patienten erleben nur eine ge-
Amyloid-Beta-Peptit,
eine
ringe Besserung, einige jedoch
wichtige Rolle bei Altsheimerer-
eine bemerkenswert Gute, bis zur
kankungen spielt, wirken.10
völligen Symptomkontrolle.
5.1.2 Asthma
5.1.4 Depression
Hanf hat eine stark bronchiener-
Wiederholt wurde eine stimmungs-
weiternde Wirkung. Die Wirkungen
aufhellende
einer Marihuanazigarette bzw. von
bzw. Hanf bei reaktiver Depression
15 mg oralem THC entsprechen
im Rahmen schwerer Erkrankun-
hinsichtlich
bronchienerwei-
gen beobachtet. Nach Patienten-
ternden Wirkung etwa den klini-
berichten wird Hanf in der moder-
schen Dosen bekannter Asthma-
nen Volksmedizin, oft mit Duldung
der
das
Wirkung
von
THC
der behandelnden Ärzte, auch bei
10
Vgl. NEUROSCI, Milton: Med Info. In:
Hanf das Magazin. Dezember 2002, S.
28.
11
NEUROSCI, Milton: A. a. O. , S. 28
Julian Peer 2003
8
endogenen Depressionen einge-
gigkeit. Es wird daher auch gern
setzt.12
als Ausstiegsdroge bezeichnet.
5.1.5 Grüner Star
5.1.7 Epilepsie
Auch der Grüne Star, bei dem
Nach Erfahrungsberichten ist Hanf
sich der Augeninnendruck stark
für einige Patienten mit generali-
erhöht, was bis zur Erblindung
sierter Epilepsie ein Mittel, um eine
führen kann, kann mit Cannabis
sonst
behandelt werden. Ohne operati-
fallserkrankung
ven Eingriffe, allein durch Rau-
Hanf
zeigt
chen von Cannabis, kann der
auch
anfallsauslösende
Augeninnendruck
Hier müsste von Fall zu Fall beur-
wieder
auf
normale Werte gesenkt werden.
nicht
kontrollierbare
zu
jedoch
An-
kontrollieren.
gelegentlich
Effekte.
teilt werden.
Für diesen Effekt ist nicht das
psychoaktive THC verantwortlich,
5.1.8 Erbrechen und Übelkeit
sondern die kaum psychoaktiven
Hanf ist ein Anti-Emetikum, ein
Stoffe CBN (Cannabinol) und
Mittel gegen Übelkeit und Erbre-
CBD (Cannabidiol). Daher kann
chen. THC, der Hauptwirkstoff von
eine therapeutische Anwendung
Hanf, ist in den USA bereits 1985
auch mit THC-armen Hanfpro-
als Anti-Emetikum von der Food
dukten erfolgen.13
and Drug Administration (FDA)
zugelassen worden.
5.1.6 Entzugssymptome
Nach historischen Berichten und
einigen Fallberichten ist Hanf ein
gutes Mittel zur Bekämpfung der
Entzugssymptomatik bei Benzodiazepin-, Opiat- und Alkoholabhän-
Sicher ist THC heute nicht das einzige oder das generell wirksamste
Anti-Emetikum, aber es hilft in Einzelfällen auch dann noch, wenn
andere Mittel versagt haben, oder
deren Nebenwir-kungen nicht tolerierbar sind.
12
Vgl. Kein Autor: Zitation von InternetQuellen. Online in Internet: URL:
http://www.hanf-fuer-alle.de/ (Stand:
2003-04-30)
13 OTT, Elias (2002): Zitation von InternetQuellen. Online in Internet: URL:
http://www.themadrogen.net/
Drgen/Cannabis/Can_Medizin.htm
(Stand: 2003-04-30)
Hanfprodukte haben in der Behandlung der Nebenwirkungen der
Krebschemotherapie erheblich an
Bedeutung verloren. Sie werden
Julian Peer 2003
9
jedoch in der Selbsttherapie gern
und reduzieren durch eine Stim-
bei anderen Ursachen von Übelkeit
mungsveränderung die Schmer-
eingesetzt, vor allem bei AIDS und
zen.15
Hepatitis C.
5.2
Weitere
günstig
beeinflusste
Symptome umfassen Schmerzzustände, Missempfindungen, Zittern
und Koordinationsstörungen der
Muskulatur. In Umfragen wurde
wiederholt auch von einer verbesserten Kontrolle der Blasen- und
Mastdarmfunktion
berichtet.
Die
Dosierungen bewegen sich in einer
Größenordnung von täglich 5 bis
30 mg THC.14
Nebenwirkungen
Die absolut unwahrscheinlichste
Nebenwirkung einer medizinischen
Behandlung mit Hanf ist der Tod
durch Überdosierung. Alle anderen
Nebenwirkungen sind dosisabhängig, bestimmte therapeutische Wirkungen wie Muskelentspannung
treten unterhalb der Schwelle zur
psychoaktiven Wirkung auf. Es ist
also möglich, Hanf ohne psychische Nebenwirkungen als Medikament zu nutzen.
5.1.9 Schmerzen
Die positiven Eigenschaften
Akut können folgende Neben-
des Hanfs in der Bekämp-
wirkungen auftreten:
fung von Gelenkschmerzen,
Migräne, Neuralgien usw.
sind schon lange bekannt.
Bei
starken
können
die
Schmerzen
Dosen
von
Opiaten durch gleichzeitige
Einnahme von Hanf herab-

Sedierung

Euphorie

Missstimmung

Angst

Gefühl des Kontrollverlustes

eingeschränkte Gedächtnisleistung
gesetzt werden. Opiate und

Hanf wirken auf das zentra-
veränderte
Zeitwahrneh-
mung
le Nervensystem

Depressionen

Halluzinationen
15
14
Vgl. Kein Autor: Zitation von InternetQuellen. Online in Internet: URL:
http://www.hanf-fuer-alle.de (Stand: 200304-30)
Kein Autor: Zitation von InternetQuellen. Online im URL:
http://www.hanfmedizin.de/forschung/heil
an.html
(Stand: 2003-04-30)
Julian Peer 2003
10
Physische Nebenwirkungen sind
die beim Freizeitkonsum bekannten: Trockener Mund, Bewegungsstörung, Muskelschwäche, Sprachprobleme, erhöhte Herzfrequenz,
Schwindelgefühl durch Blutdruckabfall im Stehen können dosisabhängig auftreten. Außerdem klingen diese Nebenwirkungen im allgemeinen recht schnell ab.
Bei chronischer Therapie wurde
Abhängigkeit mit Entzugssymptomen bisher nicht als Problem bei
der
medizinischen
Hanfverwen-
6.1
Cannabis sativa
Einjährige Pflanzen, die bis zu
sechs Meter hoch werden können.
Sehr
ausgeprägte
Faserbildung,
doch nur geringe Harzabsonderung. Daher nicht zur Gewinnung
von Haschisch geeignet. Die Blüten sind allerdings als Marihuana
brauchbar.
6.2
Cannabis indica
dung empfunden. Allerdings kann
eine Toleranz auftreten. Weiterhin
kann der Verlauf einer Psychose
unter Umständen negativ beeinflusst werden. Bei Immunschwächepatienten
kann
chronischer
Niedrigerer Wuchs und daher weniger für die Fasergewinnung als
vielmehr für die Haschischgewinnung nutzbar.
6.3
Cannabis ruderalis
Hanfkonsum ungünstige Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf
haben, bei AIDS wurde dies bisher
nicht beobachtet.
Cannabis ruderalis ist die zuletzt
klassifizierte Art, die ausschliesslich in der ehemaligen Sowietunjon
vorkommt. Kennzeichen sind: nied-
6
Botanisches über Hanf
riger Wuchs und wenige, fetthaltige
Blätter.
Hanf ist auch unter dem botanischen Namen Cannabis bekannt.
7
Herkunft der Hanfpflanze
Sie wird der Pflanzenfamilie der
Cannabaceae zugeordnet, welche
außer dem Hanf nur noch den
Hopfen umfasst. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen
Cannabissorten:
Die Herkunft der Hanfpflanze gilt
bis heute als umstritten und wird in
Zentralasien vermutet. In China
war Cannabis als Nutzpflanze seit
dem Neolithikum bekannt, auch im
Julian Peer 2003
11
8.2
alten Indien ist Cannabis schon
sehr lange bekannt und hat sich
Samen

vermutlich von dort aus über den
Hanföl, welches mit seinem
hohen
Orient nach Europa ausgebreitet.
Anteil
an
ungesättigten
Fettsäuren beinahe einzigartig ist,
kann weiterverarbeitet werden zu
Nach hinduistischer Überlieferung
Speiseöl, Margarine,
hat der Gott Shiva das Cannabis

zur Erleuchtung und Erbauung
sowie
auch
Pflegemitteln
wie Shampoos, Seifen und Mas-
vom Himalaja nach Indien ge-
sageölen.
bracht. Das Wort Cannabis ist ein

skythisches Wort. Die Skythen rös-
Des weiteren kann man aus
Hanföl
teten Hanf auf Steinplatten und
Ölfarben,
Schmiermittel,
Reinigungsmittel und Treibstoffe
inhalierten ihn dann.
(Biodiesel) herstellen.
Sie brachten Cannabis nach Ägyp8.3
ten und Palästina und nördlich
Langfasern
nach Russland und Europa, wo
Die Langfasern kann man zu Texti-
Hanf seit dem 1. Jahrhunder v.
lien für Kleidung, Schuhe, sowie
Chr.
auch zu Seilen, Netzen, Säcken,
angebaut
wird.
Arabische
Händler brachten ihn dann von
Teppichen,
Indien nach Afrika.
lungsbelägen verarbeiten.
8
8.4
Hanf-Verwendung
Hanf ist eine Pflanze, die schon
seit Jahrtausenden für alle erdenklichen Zwecke genutzt wurde. Folgende Bestandteile dieser Pflanze
können verwendet werden:

Brems-
und
Kupp-
Kurzfasern und Schäben
Die Kurzfasern kann man zur
Herstellung
Schreibpapier
von
Druck-
und
verwenden.
Bei-
spielsweise ist die Bibel auf Hanfpapier gedruckt. Im Kaiserreich
wurde mit Geldscheinen bezahlt,
8.1
Blüten und Samenhüllen

Arztneimittel, z.B. auf THCBasis

Rauschmittel
die anteilig aus Hanf bestanden.

Aus den Schäben kann man
Zeitungspapier und Verpackungsmaterial herstellen.
Julian Peer 2003
12

Aus den Kurzfasern und
Schäben
kann
man
weiterhin
Baumaterialien,

wie
Spanplatten, Wärme-
dämmmaterial und Hohlraumziegel
herstellen.

Es wurden bereits ganze
Häuser aus Hanf hergestellt. 16
16
Vgl. Kein Autor: Zitation von InternetQuellen. Online in Internet: URL:
http://www.hanf-fuer-alle.de/(Stand: 200304-30)
Julian Peer 2003
13
Literaturverzeichnis
RIPPCHEN, Roland: Hanf Handbuch. 2.Aufl. Löhrbach: Werner Piepers MedienXperimente, 1998.
NEUROSCI, Milton: Hanf das Magazin. Dezember 2002.
GOTTLIEB, Adam: Kochen mit Cannabis.
MULLEN, Peter : Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere. Stuttgart: FranckhKosmos Verlags-GmbH&Co, 2000.
RUDGLEY, Richard: LEXICON der psychoaktiven Pflanzen. 2. Aufl. München:
Econ Et Taschenbuch Verlag, 1999.
Kein Autor: Online in Internet: URL: http://www.hanf-fuer-alle.de/ (Stand: 2003-0430)
OTT, Elias (2002): Online im Internet: URL: http://www.themadrogen.net/Drogen/Cannabis/Can_Medizin.html (Stand: 2003-04-30)
RUDGLEY, Richard: LEXICON der psychoaktiven Pflanzen. 2. Aufl. München:
Econ Et Taschenbuch Verlag, 1999.
Kein Autor: Online in Internet: URL:
http://www.hanfmedizin.de/forschung/heilan.html (Stand: 2003-04-30)
Kein Autor: Online in Internet: URL: http://www.druginfopool.de/rauschmittel/cannabis.html (Stand: 2003-04-30)
Julian Peer 2003
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