Literaturhinweise

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B.10 Das Fach „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“
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B.10 Das Fach „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“
Die Bedeutung dieses Studienfaches ergibt sich zum einen daraus, dass es die ansonsten spezialisierte betriebswirtschaftliche Ausbildung ausgleichen soll. Zum anderen greifen die Speziellen Betriebswirtschaftslehren zwangsläufig immer wieder auf die Elemente der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre zurück.
Wir behandeln die ABWL nach den drei Fragestellungen „wer“, „was“ und „wie“.
11. Wer studiert das Fach „ABWL“?
Die „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ ist ein Prüfungsfach im Rahmen der Abschlussprüfung der folgenden Studiengänge:
1. Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre,
2. Diplom-Studiengang Wirtschaftsmathematik (und/oder wahlweise zur AVWL),
3. Diplom-Studiengang Angewandte Mathematik mit Wahl der ABWL als Nebenfach,
4. Diplom-Studiengang Wirtschaftsinformatik,
5. Magister-Studiengang mit Wahl der BWL als dem 2. Hauptfach,
6. Magister-Studiengang mit Wahl der ABWL als Nebenfach.
Das neugeregelte Prüfungsverfahren - vgl. Abschnitt B.40 - gilt für alle ABWL-Studierenden,
die das WS 1999/2000 als das 5. Fachsemester (= Beginn des Hauptstudiums) beginnen. Für
Studierende in höherem Fachsemester zu diesem Zeitpunkt gilt die alte PO vom 21.10.1991
weiter.
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12. Die Teilgebiete des Faches „ABWL“
Die 6 Teilgebiete der ABWL benennen jeweils eine zweistündige Vorlesung, die gegebenenfalls in einer zugehörigen semestergleichen Übung vertieft wird. Sie werden in einer Übersicht vorgestellt und dann einzeln beschrieben.
Der Inhalt des Studien- und Prüfungsfaches „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ umfasst
die nachfolgend zusammengestellten 6 Teilgebiete zuzüglich des Unternehmensplanspiels
TOPSIM:
AbschnittNummer
Teilgebiet/Vorlesung
Angebot durch die folgenden
Hochschullehrer
12.1
Marketing und Innovation
Weiber, Swoboda
12.2
Investition und Finanzierung
Milde
12.3
Jahresabschluss und Steuern
Lehmann, Rückle
12.4
Personal und Organisation
Sadowski, Wächter
12.5
Entrepreneurship und strategische Un- Schertler, Schmidt
ternehmensführung
12.6
Informations- und Entscheidungssys- Czap, Weiber
teme
12.7
TOPSIM
Vedder, Müller, u.a.
Ersichtlich umfasst das Fach „ABWL“ 6 Teilgebiete, deren Inhalte in den nachfolgenden Abschnitten 12.1 bis 12.6 mit Hilfe von Stichworten verdeutlicht werden sollen. Die zugehörigen
angegebenen Literaturhinweise grenzen nicht den Prüfungsstoff ab, sondern sollen neben
Vorlesung und gegebenenfalls vertiefender Übung eine Hilfe darstellen, um die Inhalte der
Teilgebiete zu verdeutlichen. Meistens werden in den Lehrveranstaltungen auch weitergehende Literaturhinweise gegeben. Die nachfolgenden Literaturhinweise dürfen deshalb nicht mit
den Prüfungsanforderungen gleichgesetzt werden.
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Prüfungsrelevante Teilgebiete/Vorlesungen für die
studienbegleitenden Klausuren nach der PO 1999 zur ABWL
WS 2005/2006
Lehmann
Müller
Wächter
Vedder
Weiber
Hörstrup
Jahresabschluss und Besteuereung
Mi, 13:00 - 14:30 Uhr
zugehörige Übung
Do, 14:30 - 16:00 Uhr
Personal und Organistion
Di, 08:30 - 10:00 Uhr
zugehörige Übung
Di, 18 - 20 Uhr
Marketing und Strategie
Di, 14 - 16 Uhr
zugehörige Übung
Do, 10 - 12 Uhr
SS 2006
Rückle
Schmalzhaf
Milde
--Schertler
N.N.
Informations- und Entscheidungssysteme
Do, 16 - 18 Uhr
zugehörige Übung
Di, 18:00 - 19:30 Uhr
Investition und Finanzierung
Mo, 08:30 - 10:00 Uhr
keine zusätzliche Übung
Entrepreneurship
N.N.
N.N.
Siehe auch: Homepage der Fachstudienberatung BWL
http://www.uni-trier.de/uni/fb4/fsb-bwl/index.html
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12.1 Marketing und Strategie
Die neu konzipierte Vorlesung „Marketing und Strategie“ bildet die Grundlage einer marktorientierten Ausbildung. Auf der Sicht des Marketing als Grundkonzeption der Betriebswirtschaftslehre fußend, werden die Fundamente einer marktorientierten Unternehmensführung
vermittelt. Die Kernbereiche der Vorlesung, die im Wechsel und in Abstimmung von Professor Dr. Rolf Weiber und Professor Dr. Bernhard Swoboda konzipiert und angeboten werden,
bilden die Grundlagen des Marketing: Die zentralen Entscheidungsfelder des (strategischen)
Marketing-Managements sowie die zentralen Entscheidungsfelder der (operativen) Instrumentalbereiche des Marketing. Damit wird ein klassischer Marketing-Konzeptionierungsprozess
zugrunde gelegt, der das Denken von der Kundenseite her und auf die Kunden hin im Wettbewerb nahe legt.
Zielrichtung der Aktivitäten sind sogenannte komparative Konkurrenzvorteile (KKVs), die
die Effektivität und letztlich den Erfolg eines Unternehmens im Wettbewerb bedingen. Ein
Unternehmen besitzt dann einen KKV, wenn es ihm gelingt, in der subjektiven Wahrnehmung
der Nachfrager ein Leistungsangebot zu entwickeln und zu präsentieren, das den Präferenzen
der Kunden besser erfüllt als die Leistungsangebote der relevanten Konkurrenten. Das Kernziel im Marketing ist damit die Kundenorientierung. Vor diesem Hintergrund liegt die primäre Aufgabe der Tätigkeit eines marktorientierten Unternehmens in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des unternehmerischen Leistungsangebotes, in der anhaltenden Schaffung von
Differenzierungsmöglichkeiten im Wettbewerb und in der Übertragung dieser auf Märkte.
Entsprechende konzeptionelle Grundlagen, gepaart mit vielen praktischen Beispielen kennzeichnen die Vorlesung, die sich inhaltlich wir folgt gliedert.
Grobgliederung der Vorlesung “Marketing und Strategie”
A. Einführende Grundlagen
I. Von der Absatzwirtschaft zum marktorientierten Führungskonzept
II. Definitionen und Abgrenzungen
III. Entwicklungslinien des Marketing
IV. Marketing-Management
B. Der Kunde im Zentrum des Marketingdenkens
C. Datengewinnung und Datenanalyse als Grundlage für Marketing-Entscheidungen
D. Entscheidungsfelder im Marketing-Management
I. Strategische Grundsatzentscheidungen der Unternehmung
II. Situationsanalyse
1. Analyse der unternehmensexternen Faktoren
2. Analyse der unternehmensinternen Faktoren
III. Zielbestimmung
IV. Strategieentwicklung
E. Entscheidungsfelder im Instrumentalbereich des Marketing
I. Überblick über die Marketing-Instrumente
II. Produktpolitik: Gestaltung des Leistungsprogramms
III. Preis- und Konditionenpolitik: Gestaltung des Leistungsentgeltes
IV. Kommunikationspolitik: Gestaltung der Kommunikationsleistung
V. Distributionspolitik: Gestaltung der Distributionsleistung
VI. Gestaltung des Marketing-Mix
F. Implementierung und Kontrolle der Marketing-Entscheidungen
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Literaturhinweise
Pflichtliteratur
 Swoboda, Bernhard: Arbeitsbuch zum Marketing-Management, (Schäffer-Poeschel)
Stuttgart 2002.
 Weiber, Rolf: Was ist Marketing - Ein informationsökonomischer Erklärungsansatz,
Arbeitspapier Nr. 1 zur Marketingtheorie, 2. Aufl., (Selbstverlag) Trier 1996
 Zentes, Joachim; Swoboda, Bernhard: Grundbegriffe des Marketing. Marktorientiertes
globales Management-Wissen, 5. Aufl., (Schäffer-Poeschel / Absatzwirtschaft) Stuttgart 2001.
Weitergehende Standardwerke der deutschen Marketing-Literatur
 Becker, Jochen: Marketing-Konzeption – Grundlagen des strategischen und operativen Marketing-Managements, 7. Aufl., (Vahlen) München 2001.
 Kotler, Philip; Bliemel, Friedhelm W.: Marketing-Management, 10. Aufl., (SchäfferPoeschel) Stuttgart 2001.
 Meffert, Heribert: Marketing, 9. Aufl., (Gabler) Wiesbaden 2001.
 Nieschlag, Robert; Dichtl, Erwin; Hörschgen, Hans: Marketing, 18. Aufl., (Duncker &
Humblot) Berlin 1997.
 Tietz, Bruno; Köhler, Richard; Zentes, Joachim (Hrsg.): Handwörterbuch des Marketing, 2. Aufl., (Schäffer-Poeschel) Stuttgart 1995.
12.2 Investition und Finanzierung
Schlicht erklärt, bezeichnet „Finanzwirtschaften“ den Umgang mit Geld zwecks Investieren.
Infolgedessen werden nicht Leistungen in arbeitsteiligem Wirtschaften erstellt und dann gegen Entgelt abgegeben. Vielmehr liegt hier die bekannte Situation vor, dass der Eine Geld
übrig hat, welches der Andere für investive Zwecke benötigt. Nicht „Leistung gegen Entgelt“
ist der zentrale Vorgang, sondern das Übertragen des sicheren Eigentums und damit der Verfügungsmacht über Geld an den Kapitalnehmer, der seinerseits das „Kapitalrecht“ zugunsten
des Kapitalgebers schafft. Für diesen ist die erlangte Rechtsposition der rechtlich gefasste
Ersatz für das übertragene Eigentum am Geld, und sie repräsentiert zugleich die rechtlich gefasste Zukunft als Ausgleich für den mit der Zahlung weggegebenen Geldbetrag.
„Finanzwirtschaften“ heißt also Markthandeln, weshalb die Kennzeichnung des Kapitalmarktes im Sinne möglicher Marktverfassungen die Grundlage der Ausführungen bildet über das
einzelwirtschaftliche Rechnen, Planen und Finanz-Entscheiden.
Der Marktgegenstand sind dabei nicht zu erstellende Leistungen bzw. bereits verfügbare Güter, sondern (Kapital-)Zahlungen und gegenläufig dazu rechtlich gefasste Kapitalansprüche.
Angesichts ihrer zeitlichen Dimension als Dauerrechtsverhältnisse einer Finanzierung lag es
nahe, die Kapitalpositionen handelbar zu machen. Während auf den Leistungsmärkten wegen
Gebrauch bzw. Verbrauch der Leistungen der einmalige Marktvorgang dominiert, gilt auf
dem Kapitalmarkt infolge des Prinzips der Ersetzbarkeit/Substitution des Marktgegenstands
die unendliche Wiederholung des Marktvorgangs.
Die Nachfrage der Kapitalnehmer wird auf die Unternehmen einschränkend festgelegt. Deren
Absicht der investiven Verwendung der Mittel verbindet zur Investitions- und Finanzierungs-
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Rechnung und -Planung. Mittelbeschaffung, Mittelverfügbarkeit (Liquidität) und Mittelverwendung sind die Entscheidungsbereiche der betrieblichen Finanzwirtschaft.
Das Angebot der Kapitalgeber wird als das finanz-investive Entscheidungsverhalten der privaten Haushalte dargestellt.
Die Vorlesung über das Planen und Handeln in der Finanzwirtschaft bezieht abschließend die
Unternehmen in die Überlegungen ein, die entweder zwischen Angebot und Nachfrage von
Kapital vermitteln oder selbst als Anbieter oder/und Nachfrager auftreten.
Gliederung der Vorlesung:
10.
20.
30.
40.
50
60.
Was heißt „Wirtschaften in der Finanzwirtschaft“?
Die Kennzeichnung des Kapitalmarktes: Marktverfassungen
Der Marktgegenstand: die Beziehungen, insbesondere Zahlungen zwischen Unternehmung und Kapitalgebern
Die leistungswirtschaftlich tätigen Unternehmen als Nachfrager und Verwender von
Kapital:
- Das Investieren als das auf die Leistungswirtschaft bezogene Handeln.
- Das Finanzieren als das auf den Kapitalmarkt bezogene Handeln.
Der private Haushalt als Anbieter von Kapital.
Die finanzwirtschaftlichen Unternehmen als Nachfrager und Anbieter von Kapital.
Literaturhinweise
 Brealey, R. A./Myers, S. C.: Principles of Corporate Finance, 5. Th. Edition; Mc
Graw-Hill 1996
 Ross, S./Westerfield, R./Jaffe, J.: Corporate Finance, 3 th. Edition, Irvin 1993
 Kruschwitz, L.: Finanzierung und Investition, 2. Aufl., Oldenburg 1999
12.3 Jahresabschluss und Steuern
Der erste Teil der Vorlesung behandelt die Grundlagen des Erfolgsermittlungsverbundes
Doppelte Buchhaltung und Jahresabschluss. Dabei werden neben den Zielen und Zwecken der
Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht insbesondere die zwei Ausgangspunkte und deren Sichtweisen sowie das Konzept der Erfolgsermittlung dargestellt.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Prinzipien zur Ermittlung des Erfolges an dem planmäßigen Wirtschaften: Dem Realisationsprinzip sowie den Prinzipien zum Ausweis des Aufwands bis zum ordentlichen Erfolg.
Abschließend geht es im dritten Teil um die kritische Auseinandersetzung über die Berücksichtigung von Datenänderungen und Erwartungsabweichungen, die dann in die außerordentliche Erfolgsrechnung eingehen.
Gliederung der Vorlesung:
10.
Grundlagen
11. Ziele und Zwecke der Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht
12. Die ökonomische Analyse des Jahresabschlusses
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13. Erwerbswirtschaftliche Betätigungen und das „Ermitteln der Einkünfte“ nach Einkommenssteuerrecht
14. Zwei Ausgangspunkte und ihre Sichtweisen
15. Das Konzept der „Erfolgsermittlung“
16. Das geltende Bilanzrecht
20.
Prinzipien zur Ermittlung des Erfolges aus dem planmäßigen Wirtschaften
21. Das Realisationsprinzip
22. Die Prinzipien auf Seiten der Aufwände
23. Der ordentliche Erfolg: Zusammenfassungen
30.
Die Fortsetzung der Erfolgsermittlung zur bilanzrechtlichen Gewinnermittlung
31. Das Imparitätsprinzip im Sinne der „Verlust-Antizipation“
32. Das Imparitätsprinzip im Sinne „niedrigerer Werte“
33. Das Bilden von Rückstellungen wegen unsicherer Verbindlichkeiten
34. Der außerordentliche Erfolg
Literaturhinweise
 Lehmann/Müller, Jahresabschluss. Vom Erwerbswirtschaften bis zur Erfolgsermittlung, Herne/Berlin 2002
 Federmann, Rudolf, Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht, 11. Auflage 2000
 Wagenhofer, A./Ewert, R.: Externe Unternehmensrechnung, Heidelberg 2003
12.4 Personal und Organisation
Personalpolitik bezeichnet das Zustandekommen und Treffen grundsätzlicher Entscheidungen
über die Bereitstellung und Verhaltensbeeinflussung des Personals. Der Begriff 'Personal'
impliziert eine bestimmte Verfasstheit, innerhalb derer Arbeit geleistet wird, nämlich Unternehmungen, die mit Gewinnabsichten Fremdbedarf decken.
Die Veranstaltung beschäftigt sich vor dem Hintergrund neuerer ökonomischer und psychologischer Theorien mit folgenden Themen:
1.) Der Zusammenhang von Personalpolitik und Unternehmenserfolg
2.) Die ökonomische Interpretation des Arbeitsvertrages
3.) Betriebliche Beschäftigungspolitik
4.) Betriebliche Entgeltpolitik
5.) Entwicklung um Vertrauen und Reputation in internen Arbeitsmärkten
6.) Kollektive Arbeitsbeziehungen: Mitbestimmung, Tarifverträge, Arbeitsrecht
Literaturhinweise (weitere Literatur siehe detaillierte Vorlesungsgliederung)
 Baron, J./Kreps, D.: Strategic Human Resources. Framework for General Managers,
New York et al. 1999
 Hendry, Ch.: Human Resource Management: A Strategic Approach to Employment,
Oxford 1995
 Lazear, E.: Personnel Economics for Managers, New York et al. 1998
deutsche Übersetzung: Backes-Gellner, U./ Lazear, E.P./ Wolff, B.: Personalökonomik, Stuttgart 2001.
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Milgrom, P./Roberts, J.: Economics, Organization and Management, New Jersey 1992
(insbesondere Kap. 10-13)
Oechsler, W.A.: Personal und Arbeit, 6. Aufl., München 1997
Ridder, H.G.: Personalwirtschaftslehre, Stuttgart 1999
Sadowski, D.: Personalökonomie und Arbeitspolitik, Stuttgart 2002
12.5 Entrepreneurship und strategische Unternehmensführung
Das „Trierer Modell“ des Strategischen Managements ist ein integrierender Ansatz, der die
Elemente „Vision“, „Strategie“, „Organisation“ und „Kultur“ als Bausteine der strategischen
Ausrichtung von Unternehmen versteht. Daran schließt sich der Prozess der Strategieentwicklung sowie des Strategiecontrollings an, der den Einsatz von Instrumenten des Strategischen
Managements ebenso vorsieht wie Strategieimplementierung und Change Management. Aktuelle, strategisch relevante Themen der Unternehmensführung werden berücksichtigt.
Unternehmensgründung und Entrepreneurship hängen eng mit der konzeptionellen Erarbeitung der strategischen Erfolgsgrundlagen eines Unternehmens zusammen. Unternehmensgründung als strategische Aufgabe, Entwicklungsmuster neugegründeter Unternehmen und
deren Wachstumsstrategien sind weitere Schwerpunkte des Inhalts dieser Lehrveranstaltung.
Literaturhinweise
 Hinterhuber, H.H.: Strategische Unternehmensführung, Bd. I (Strategisches Denken),
6. neubearb. und erw. Aufl., Berlin/New York 1996
 Kaiser, Lars/Gläser, Joachim (1999): Entwicklungsphasen neu gegründeter Unternehmen,
 Trierer Arbeitspapiere zur Mittelstandsökonomie Nr. 6, Trier 1999
 Schertler, W. (Hrsg.): Management von Unternehmenskooperationen, Wien 1995
12.6 Informations- und Entscheidungssysteme



Modellgestützte Entscheidungsfindung und Gegenüberstellung deskriptiver und präskriptiver Entscheidungstheorie
Die Entscheidungs- und Spieltheorie
(Unterteilung der Entscheidungstheorie; Grundlagen der Entscheidungslogik; Das
Bernoulli-Prinzip; Der Zusammenhang zwischen Risikoverhalten und Nutzenfunktion;
Klassische Entscheidungsprinzipien (speziell das --Prinzip) und ihre Vereinbarkeit mit
dem Bernoulli-Prinzip; Grundmodelle der Spieltheotie)
Lineare Programmierung
a) allgemeine Problemstellung
(Beispiel: Produktionsplanung) Allgemeines Verfahren: Simplex-Algorithmus; Endlichkeit des Simplex-Algorithmus; Die Phasen der Simplex-Methode (SM); Umwandlungen
in die Standardform; Struktur der Simplex-Methode (Phase II); Dualität; ökonomische Interpretation der Dualitätstheorie; Die duale Simplex-Methode; Sensitivitäts-Analyse
(Postoptimale Analysis)
b) spezielle Problemstrukturen (Transport- und Zuordnungsproblem)
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
Nichtlineare Optimierungsprobleme und mehrfache Ziele (nur übersichtsartig)
(Mehrfache Ziele; Diskrete Optimierungsprobleme; Konvexe Optimierungsprobleme)
Literaturhinweise
Bamberg, G., Coenenberg, A.: Betriebswirtschaftliche Entscheidungstheorie, 4. Aufl., München 1994
Bitz, M., Entscheidungstheorie, München 1981
Bradley/Hax/Magnanti: Applied Mathematical Programming, Reading (Mass.) u.a. 1977,
insbes. S. 1-177, S. 366-398.
Brink u.a.: Lineare und ganzzahlige Programierung mit Impac, München 1991
Dürr/Kleibohm: Operations Research, 3. Auflage, München/Wien 1992
Ellinger: Operations Research, 4. Auflage, Berlin 1998
Foliensammlung zur Vorlesung (Prof. Czap) im www (Zugriff über Seite der Wirtschaftsinformatik I)
12.7 Unternehmensplanspiel TOPSIM
TOPSIM – General Management II bildet als Unternehmensplanspiel eine Brücke zwischen
betriebswirtschaftlicher Theorie und betrieblicher Praxis. Das Planspiel stellt eine modellhafte
Abbildung eines Industriebunternehmens dar und bietet damit für den Teilnehmer schnelles,
risikoloses und nachhaltiges Sammeln von praxisbezogenen Erfahrungen. Dazu wird der
Spielverlauf in sechs Perioden aufgeteilt, die auf sechs Wochen verteilt gespielt werden. Dabei treten fünf Spielgruppen gegeneinander an, die sich in einer Konkurrenzsituation behaupten müssen. Jede Gruppe besteht aus sechs Personen, die dieses virtuelle Unternehmen leiten.
Bei dem Unternehmen handelt es sich um die Copyfix AG, ein Hersteller von Kopiergeräten.
Zunächst werden schwarz-weiß-Kopierer der Marke Copy auf einem Markt angeboten. In
einer späteren Spielrunde kann ein Nachfolgegerät entwickelt werden oder es kann ein Relaunch des bisherigen Produktes erfolgen. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, einen
weiteren Markt zu beliefern sowie einen Farbkopierer zu entwickeln.
Nach jeder Spielrunde erfolgt durch die Spielleiter eine Präsentation der zuletzt erzielten Ergebnisse der jeweiligen Gruppen sowie ein Ranking der Spielergebnisse. Gewinner des Spieles ist diejenige Gruppe, die nach der letzten Spielrunde die höchsten Aktienkurse erzielt haben. Die Maximierung des Aktienkurses kann durch verschiedene Strategien und Verhaltensweisen erreicht werden.
Das Unternehmensplanspiel TOPSIM wird jedes Semester angeboten. Eine schriftliche Anmeldung ist online erforderlich. Der Leistungsnachweis kann erworben werden durch die aktive Teilnahme am Spiel und mit mindestens 4,0 bewerteten Reflektionspapieren.
13. Die Diplomprüfung im Fach „ABWL“
Das für die drei A-Fächer übereinstimmend geregelte Prüfungsverfahren ist im Abschnitt
B.40 beschrieben, so dass wir uns hier auf Erläuterungen beschränken, die spezifisch die
ABWL betreffen.
Von den 6 Teilgebieten werden im Regelfall drei in demselben Semester angeboten. Die Vorlesungen münden jeweils in einer einstündigen Klausur. Die ABWL-Vorlesungen eines Semesters werden im Rahmen der Planung des Studien- und Lehrangebotes und nicht (schon)
generell im Wege dieses Hauptstudiumsführers festgelegt. Somit steht gegen Ende eines
B.10 Das Fach „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“
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Sommersemesters die Planung der ABWL für das nächste Studienjahr fest, d.h. wie sich die 6
Teilgebiete auf die beiden Semester verteilen.
14. Der Seminarschein in Allgemeiner Betriebswirtschaftslehre
Dieser Leistungsnachweis ist Voraussetzung, um die Prüfung im Fach „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ abschließen zu können. Da die studienbegleitenden Teilprüfungen (Klausuren) bereits nach dem 5. Fachsemester beginnen, kann der Seminarschein nicht mehr (wie
bisher) die Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung im Fach ABWL sein, sondern nur noch die Voraussetzung dafür, die Prüfung in diesem Fach abschließen zu können.
Darüber hinaus enthält § 50 PO mit den Absätzen 3 und 4 die zeitliche Bestimmung, dass der
Leistungsnachweis bis zum Ende des 9. Fachsemesters eingereicht werden muss. Alle Studierenden der BWL müssen einen Seminarschein in ABWL (Hausarbeit und Präsentation) erwerben.
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