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eqiooki.de | Redoxreaktionen [Realschule] | Seite 1 von 9
Redoxreaktionen
Ob bei der Herstellung von Roheisen und Stahl, bei der Erzeugung von Aluminium und
anderer Metalle aus entsprechenden Erzen, bei elektrochemischen Vorgängen wie bei der
Elektrolyse von Wasser oder auch biochemische Reaktionen in Lebewesen - überall spielen
Redoxreaktionen eine wichtige Rolle.
Redoxreaktion im engeren Sinne
 Redoxreaktion im engeren Sinne → chemische Reaktion mit Sauerstoffübertragung;
Teilreaktionen Oxidation und Reduktion liegen immer gekoppelt vor ...
 Oxidation → Teilreaktion mit Sauerstoffaufnahme [Teilreaktion, bei der ein Stoff
mit Sauerstoff reagiert (verbunden wird)]
 Reduktion → Teilreaktion mit Sauerstoffabgabe [Teilreaktion, bei der einem Oxid
der Sauerstoff entzogen wird]
 Ausgangsstoffe bei einer Redoxreaktion → jeweils ein Ausgangsstoff der
Redoxreaktion fungiert als ...
 Oxidationsmittel → Stoff, der Sauerstoff abgibt [reduziert wird]
 Reduktionsmittel → Stoff, der sich Sauerstoff aufnimmt [oxidiert wird]
 Beispiele ↓
chemische Reaktion von Kupfer(II)-oxid
mit Zink → es entstehen Kupfer und Zinkoxid
[exotherm]
chemische Reaktion von Kupfer(II)-oxid
mit Kohlenstoff → es entstehen Kupfer und
Kohlenstoffdioxid [exotherm]


weitere Beispielreaktionen ↓
 Reaktion von Kupfer(II)-oxid mit Wasserstoff
CuO + H2 → Cu + H2O ; Q = -129 kJ/mol
 Reaktion von Quarz [Siliciumdioxid] mit Magnesium
SiO2 + 2 Mg → Si + 2 MgO ; Q = -291 kJ/mol
 Reaktion von Zinkoxid mit Magnesium
ZnO + Mg → Zn + MgO ; Q = -256 kJ/mol
 Verbrennung von Methan [z.B. im Bio- oder Erdgas]
CH4 + 2 O2 → CO2 + 2 H2O ; Q = -890 kJ/mol
 Verbrennung von Kohlenstoff
C + O2→ CO2 ; Q = -393 kJ/mol
 Rösten von Eisendisulfid [Pyrit] zur Schwefeldioxidgewinnung
4 FeS2 + 11 O2 → 2 Fe2O3 + 8 SO2 ; Q = -1660 kJ/mol
 Verbrennen des flüssigen Raketentreibstoffs Hydrazin durch Reaktion mit flüssigem
Sauerstoff N2H4 + O2 → N2 + 2 H2O ; Q = -622 kJ/mol
einige praktisch bedeutsame Redoxreaktionen → Herstellung von Roheisen im
Hochofenprozess, Thermitverfahren zum Schweißen von Eisenbahnschienen, biologische
Oxidation [Zellatmung]
Hochofenprozess
 Ziel → Herstellung von Roheisen, um es in eine Form zu gießen [Gusseisen] oder zu
Stahl weiterzuverarbeiten
 Produkte → Roheisen, Gichtgas [enthält z.B. CO, CO2, N2] sowie Schlacke
 Ausgangsstoffe → Eisenerz, Koks, Heißluft [vorgewärmt in Winderhitzern]
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



Hilfsstoffe → Kalkstein [Calciumcarbonat; für Schlackebildung] u.a.
Reaktionsapparat → Hochofen
Reaktionsbedingungen → ca. 1800°C in der Schmelzzone; Normaldruck
Chemische Reaktionen → hier nur die wichtigsten ...
 Verbrennung von Koks → Reaktion von Kohlenstoff mit Sauerstoff [exotherm]
C + O2 → CO2 ; Q = -393 kJ/mol
 Bildung des Reduktionsmittels Kohlenstoffmonooxid → aus Kohlenstoffdioxid
durch Reaktion mit Kohlenstoff [endotherm!] oder direkt durch Reaktion von
Kohlenstoff mit Sauerstoff ...
C + CO2 → 2 CO ; Q = +171 kJ/mol
2 C + O2 → 2 CO ; Q = -110 kJ/mol
 Reduktion der Eisenoxide → z.B. [abhängig von den zum Einsatz kommenden
Eisenerzen] ...
Fe2O3 + 3 CO → 2 Fe + 3 CO2 ; Q = -22 kJ/mol
bzw. auch in mehreren Schritten z.B. ...
Fe3O4 + CO → 3 FeO + CO2 und FeO + CO → Fe + CO2
 Aufbau und Arbeitsweise des Hochofens ↓
Herstellung von
Roheisen → Nach
dem Vorwärmen
und Komprimieren
der Luft in den
Winderhitzern [nicht
abgebildet], wird
diese in den
Hochofen
eingeblasen, der
bereits mit Eisenerz,
Koks und
Zuschlagstoffen
[z.B. Kalkstein]
beschickt wurde.
Nach ca. 3 Stunden
kann man dann das
Roheisen
abstechen, ebenso
die Schlacke, die
darauf schwimmt.
Hochöfen sind im Innern mit feuerfesten Ziegeln ausgekleidet und können bis zu 20 Jahren ihren
Dienst tun.
 Arbeitsprinzipien
 kontinuierliche Arbeitsweise → Reaktionen laufen ständig ab
 aber: diskontinuierliche Beschickung → feste Ausgangsstoffe werden nur einmal je
Reaktionsprozess zugeführt und nicht ständig
 Wärmeaustausch in stofflichem Gegenstrom → in den Winderhitzern [nicht
abgebildet]; heißes Gichtgas wärmt Luft im Wärmeaustauscher vor
 Kopplung endothermer und exothermer Reaktionen → exotherme Verbrennung
von Koks liefert Wärme für die endotherme Erzeugung des Reduktionsmittel
Kohlenstoffmonooxid CO
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
einige Eisenerze ↓
Eisenerz
Herkunft in deutschen Eisenhüttenwerken
z.B.
USA, Brasilien
Schweden, Russland
Frankreich, Deutschland
Österreich
Roteisenstein, enthält Fe2O3
Magneteisenstein, enthält Fe3O4
Brauneisenstein, enthält Fe2O3 · H2O
Spateisenstein, enthält FeCO3
 Verwendung eisenhaltiger Werkstoffe ↓
Roheisen [Gusseisen]
Stahl
Formteile [z.B. Brückengeländer, Pumpen,
Schienen, Rohre, Stahlbeton, Stahlbleche für
Laternen, Zierteile]
Autos u.v.a.
 Vergleich der Eisenlegierungen ↓
Roheisen
Stahl
enthält neben Fe auch noch
Massenanteil an C nur noch 0,05 – 2%
C [ca. 5%], S, P, Si
spröde, hart, nicht schmiedbar!
schmiedbar, elastisch
Redoxreaktion im weitesten Sinne
 Redoxreaktion im weiteren Sinne → chemische Reaktion mit Elektronenübergang;
Teilreaktionen Oxidation und Reduktion liegen immer gekoppelt vor ...
 Oxidation → Teilreaktion mit Elektronenabgabe
 Reduktion → Teilreaktion mit Elektronenaufnahme
 Ausgangsstoffe bei einer Redoxreaktion → jeweils ein Ausgangsstoff der
Redoxreaktion fungiert als ...
 Oxidationsmittel → Teilchen, die Elektronen aufnehmen [werden reduziert]
 Reduktionsmittel → Teilchen, die Elektronen abgeben [werden oxidiert]
 Beispiele ↓
chemische Reaktion von Magnesium mit Sauerstoff
→ beim Verbrennen von Magnesium entsteht
Magnesiumoxid, das aus Magnesiumionen und
Oxidionen besteht [exotherm]
Oxidation [Elektronenabgabe] →
2 Mg → 2 Mg2+ + 4 e–
Reduktion [Elektronenaufnahme] →
O 2 + 4 e– → 2 O 2 –
Redoxreaktion [Elektronenübergang] →
2 Mg + O2 → 2 MgO ; Q= -1202 kJ/mol
chemische Reaktion von Zink mit verdünnter
Salzsäure [Chlorwasserstoffsäure] → dabei
entstehen Zinkchloridlösung und Wasserstoff; hier
Ionengleichung
[Alle Reaktionen zwischen Metallen und Säuren sind
Redoxreaktionen!]
Oxidation [Elektronenabgabe] →
Zn → Zn2+ + 2 e–
Reduktion [Elektronenaufnahme] →
2 H+ + 2 e– → H2
Redoxreaktion [Elektronenübergang] →
Zn + 2 H+ → Zn2+ + H2
mit Gegenionen →
Zn + 2 H+ + 2 Cl– → Zn2+ + 2 Cl– + H2
Reaktionsgleichung →
Zn + 2 HCl → ZnCl2 + H2 ; Q= -156 kJ/mol
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
einige praktisch bedeutsame Redoxreaktionen [Reaktionen mit Elektronenübergang] →
elektrochemische Reaktionen wie z.B. Elektrolysen [z.B. Elektrolyse von Wasser] sowie
Anwendungen galvanische Elemente zur Erzeugung von Strom [z.B. Batterien, Akkus];
Reaktionen unedler Metalle mit Säurelösungen oder mit Wasser; alle Redoxreaktionen im
engeren Sinne natürlich ebenso und viele viele andere
Oxidationszahlen [Regeln]
 Begriff Oxidationszahlen → Hilfsmittel zur Erkennung von Redoxreaktionen;
kennzeichnen Art und Anzahl der Ladung von Teilchen unabhängig von
Bindungsverhältnissen; hängen von Art und Anzahl der verbundenen Teilchen ab
 Beispiele für Oxidationszahlen ↓
kennzeichnen Art und Anzahl
Erläuterung
von Ladungen
als Element besteht Wasserstoff aus neutralen Atomen im
Molekül [Oxidationszahl 0]; in Verbindung aber +1 [siehe
H+]; Magnesiumionen sind 2-fach positiv geladen,
Chloridionen einfach negativ [daher die Oxidationszahlen]
abhängig von Art und Anzahl
Erläuterung
der Teilchen
verschiedene Oxidationszahlen des Elements Kohlenstoff,
je nachdem, mit welchen anderen Atomen der verbunden
ist
 Regeln für das Erteilen der Oxidationszahlen ↓
Es gilt für ...
... die Festlegung:
Beispiele
freie Elemente
[ElementOxidationszahl ist stets Null
substanzen]
Metalle in
Oxidationszahl [positiv] =
Wertigkeit [= Ionenladung]
Verbindungen
Oxidationszahl
Wasserstoff in
Verbindungen
stets +1
fast immer
Sauerstoff in
Verbindungen
Oxidationszahl –2
einfache Ionen
Oxidationszahl = Ladung
zusammengesetzte Ionen
Summe der Oxidationszahlen
= Ladung
ganzes Molekül
bzw.
Elementargruppe
Summe aller Oxidationszahlen
einer Verbindung = Null
organische
Moleküle
[Stets (verkürzte)
Strukturformel
benutzen!]
Summe der Oxidationszahlen je
Atomgruppe ist Null [Eine
Atomgruppe bilden alle Atome an
einem C-Atom.]


Beispiel SO42-: -2 = 1·(+6)+4·(-2)
Beispiel
H2SO4: 0 = 2·(+1)+1·(+6)+4·(-2)
Oxidationszahlen und PSE ↓
 Hauptgruppennummer = größte Oxidationszahl (I.-VII. Hauptgruppe) [+1 ...+7];
kleinste Oxidationszahl (I.-III. Hauptgruppe) [also -1 ...-3]; Anzahl positiver
Ionenladungen (I.-III. Hauptgruppe)
 8 – Hauptgruppennummer = kleinste Oxidationszahl (IV.-VII. Hauptgruppe) [also
-4 ... –7]; Anzahl negativer Ionenladungen (V.-VII. Hauptgruppe)
Redox-Begriffe mit Hilfe von Oxidationszahlen ↓
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

Redoxreaktion → chemische Reaktion, bei der sich Oxidationszahlen
verändern
 Oxidation → Teilreaktion mit Oxidationszahlen-Erhöhung
 Reduktion → Teilreaktion mit Oxidationszahlen-Erniedrigung
Ausgangsstoffe bei einer Redoxreaktion → jeweils ein Ausgangsstoff der
Redoxreaktion fungiert als ...
 Oxidationsmittel → Teilchen mit Oxidationszahlen-Erniedrigung
 Reduktionsmittel → Teilchen mit Oxidationszahlen-Erhöhung
Beispielreaktionen mit Oxidationszahlen
chemische Reaktion von Natrium mit Chlor → bei
der Synthese von Natriumchlorid aus den
Elementen [Oxidationszahlen jeweils 0] entstehen
aus neutralen Atomen bzw. Molekülen Ionen im
Natriumchlorid [Na+, Cl-]; die Oxidationszahlen der
einfachen Ionen entsprechen der Ladung [exotherm]
chemische Reaktion von Zink mit verdünnter
Salzsäure [Chlorwasserstoffsäure] → die
Oxidationszahl von Zink erhöht sich von 0 auf +2
[Oxidation; die Oxidationszahl von Wasserstoff sinkt
von +1 [Wasserstoff in Verbindung; Festlegung] auf
Null [Reduktion] [exotherm]
chemische Reaktion von Magnesium mit
verdünnter Schwefelsäure → die Oxidationszahl
von Magnesium erhöht sich von 0 auf +2 [Oxidation;
die Oxidationszahl von Wasserstoff sinkt von +1
[Wasserstoff in Verbindung; Festlegung] auf Null
[Reduktion] [exotherm]
alle Reaktionen unedler Metall mit Säuren sind
Redoxreaktionen
chemische Reaktion von Kupfer(II)-oxid mit
Kohlenstoff → natürlich sind alle Redoxreaktionen
im engeren Sinne auch welche im weitesten Sinne
[exotherm]
vollständige Verbrennung von Methan → alle
Verbrennungen [Reaktionen mit Sauerstoff] sind
Redoxreaktionen; hier erhöht sich die
Oxidationszahl von Kohlenstoff [Oxidation], die von
Sauerstoff sinkt [exotherm]
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Elektrolyse von Wasser im Hofmannschen Apparat
Grundlagen → Elektrolyse von Wasser in
Wasserstoff und Sauerstoff durch elektrischen Strom
[Zerlegung von Wasser ist endotherm] an
Platinelektronen, Gesamtreaktion:
2 H2O → 2 H2 + O2 ; Q = +571,8 kJ/mol
Entsprechend Reaktionsgleichung entsteht das
doppelte Volumen an Wasserstoff im Vergleich zu
Sauerstoff.
Hofmannscher Wasserzersetzungsapparat →
geeignete Laborapparatur zur Zerlegung von Wasser
mittels elektrischem Strom [Wasser muss mit
Schwefelsäure angesäuert werden, also mit H+, als
leitfähigkeitsfördernder Zusatz] →
Kathode [Minuspol] → Elektronenaufnahme
[Reduktion] in saurer Lösung;
Bildung von Wasserstoff vereinfacht ...
4 H+ + 4 e- → 2 H2
Anode [Pluspol] → Anode [Pluspol],
Elektronenabgabe [Oxidation] in saurer Lösung;
Bildung von Sauerstoff vereinfacht ...
2 H2O → O2 + 4 e-
Reaktion unedler Metalle mit Säurelösungen oder Wasser
 Prinzip → Da Atome unedler Metalle dazu neigen, ihre Außenelektronen abzugeben
[oxidiert zu werden], gehen sie u.a. mit Säurelösungen oder auch mit Wasser
Redoxreaktionen ein. Die Metalle wirken also als Reduktionsmittel.
Zur Vereinfachung verwenden wir hier statt Oxoniumionen H3O+ Wasserstoffionen H+.
 chemische Reaktion von Magnesium mit verdünnter Salzsäure
[Chlorwasserstoffsäure] ↓
 Oxidation [Elektronenabgabe] → Mg → Mg2+ + 2 e–
 Reduktion [Elektronenaufnahme] → 2 H+ + 2 e– → H2
 Redoxreaktion [Elektronenübergang] → Mg + 2 H+ → Mg2+ + H2
 mit Gegenionen → Mg + 2 H+ + 2 Cl– → Mg2+ + 2 Cl– + H2
 Reaktionsgleichung → Mg + 2 HCl → MgCl2 + H2
 chemische Reaktion von Natrium mit Wasser ↓
 Oxidation [Elektronenabgabe] → 2 Na → 2 Na+ + 2 e–
 Reduktion [Elektronenaufnahme] → 2 H2O + 2 e– → 2 OH– + H2
 Redoxreaktion [Elektronenübergang] → 2 Na + 2 H2O → 2 Na+ + 2 OH– + H2
 Reaktionsgleichung → 2 Na + 2 H2O → 2 NaOH + H2
 Beachte: Die Anzahl der Elektronen bei Oxidation und Reduktion muss übereinstimmen.
Daher wurde die Gleichung für die Oxidation mit 2 multipliziert.
Schrittfolge für das Aufstellen von Redoxgleichungen
Beispiel → Reaktion von Natrium mit Sauerstoff
 Schritt 1 → Reaktionsgleichungen für die Teilreaktionen aufstellen
Oxidation [Elektronenabgabe] → Na → Na+ + e–
Reduktion [Elektronenaufnahme] → O2 + 4 e– → 2 O2 Schritt 2a → Ausgleich der Elektronenbilanz durch Multiplikation mit Faktoren
Oxidation [Elektronenabgabe] → Na → Na+ + e– |·4
Reduktion [Elektronenaufnahme] → O2 + 4 e– → 2 O2- [bleibt]
 Schritt 2b → Ausgleich der Elektronenbilanz - Ergebnis ...
Oxidation [Elektronenabgabe] → 4 Na → 4 Na+ + 4 e–
Reduktion [Elektronenaufnahme]→ O2 + 4 e– → 2 O2-
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


Schritt 3 → Zusammenfassen zur Redoxgleichung [unter Weglassen der Elektronen]
Redoxreaktion [Elektronenübergang] → 4 Na + O2 → 4 Na+ + 2 O2Schritt 4 → ggf. Gegenionen [Aufnahme von Ionen in die Gleichung, die an der
Elektronenübertragung nicht beteiligt sind] - hier nicht erforderlich
Schritt 5 → Zusammenfassen von Ionen nicht gelöster Stoffe [hier für Natriumoxid; 4
Na+ und 2 O2- ergeben zusammen 2 Na2O]
Redoxreaktion [Elektronenübergang] → 4 Na + O2 → 2 Na2O
Beispiel → Reaktion von Natrium mit verdünnter Salzsäure
 Schritt 1 → Reaktionsgleichungen für die Teilreaktionen aufstellen
Oxidation [Elektronenabgabe] → Na → Na+ + e–
Reduktion [Elektronenaufnahme] → 2 H+ + 2 e– → H2
 Schritt 2a → Ausgleich der Elektronenbilanz durch Multiplikation mit Faktoren
Oxidation [Elektronenabgabe] → Na → Na+ + e– |·2
Reduktion [Elektronenaufnahme] → 2 H+ + 2 e– → H2 [bleibt]
 Schritt 2b → Ausgleich der Elektronenbilanz - Ergebnis ...
Oxidation [Elektronenabgabe] → 2 Na → 2 Na+ + 2 e–
Reduktion [Elektronenaufnahme] → 2 H+ + 2 e– → H2
 Schritt 3 → Zusammenfassen zur Redoxgleichung [unter Weglassen der Elektronen]
Redoxreaktion [Elektronenübergang] → 2 Na + 2 H+ → 2 Na+ + H2
 Schritt 4 → ggf. Gegenionen [Aufnahme von Ionen in die Gleichung, die an der
Elektronenübertragung nicht beteiligt sind]
Redoxreaktion [Elektronenübergang] → 2 Na + 2 H+ + 2 Cl- → 2 Na+ + 2 Cl- + H2
 Schritt 5 → Zusammenfassen von Ionen nicht gelöster Stoffe [hier nicht vorhanden]
Redoxreihe der Metalle
 Hintergrund → Metalle zeigen unterschiedliches Bestreben, ihre Außenelektronen
abzugeben, also Abstufung hinsichtlich ihrer Wirkung als Reduktionsmittel [z.B. geben
Metallatome mit vielen Elektronenschalen ihre Außenelektronen leichter an
Reaktionspartner ab, als Atome mit wenigen Elektronenschalen, wo die Elektronen vom
Atomkern stärker angezogen werden]
 Redoxreihe der Metalle [vereinfacht] ↓
Nach links werden die Metalle
immer unedler [sind immer
bessere Reduktionsmittel].
Hingegen wird die Wirkung der
entsprechenden Metallionen als
OM nach rechts immer besser.



Wichtig → Das Oxid bzw. Metallion eines edleren Metalls in der Reaktivitätsreihe kann
durch ein unedleres Metall reduziert werden, umgekehrt jedoch nicht. Beispielsweise ist
die Reaktion von Magnesiumoxid mit Zink nicht möglich, die Reaktion von Zinkoxid mit
Magnesium schon.
Wasserstoff → Zwischen Blei und Kupfer ließe sich auch Wasserstoff einordnen, der [als
Nichtmetall] zur Elektronenabgabe fähig ist bzw. Wasserstoffionen als Oxidationsmittel.
Hinweise → Für Nichtmetalle ließe sich eine ähnliche Abstufung finden, hinsichtlich des
Vermögens ihrer Atome Elektronen aufzunehmen [also ihrer Wirkung als Oxidationsmittel].
Vergleiche unsere Darstellung unbedingt einmal auch mit der elektrochemischen
Spannungsreihe im Tafelwerk für die Sek. II. Das ist die Redoxreihe aus
elektrochemischer Sicht. Dort sind auch Nichtmetalle und Ionen aufgenommen [also alle
RM und OM].
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Oxide und Oxidationen
 Tipp → Auf unserer Seite zu Sauerstoff haben wir auch Informationen zu einigen Oxiden
zusammengestellt.
Einige Fachbegriffe aus diesem Thema
 Eisenoxide → Eisen(II)-oxid FeO, Eisen(III)-oxid Fe2O3 und Eisen(II.III)-oxid Fe3O4
 Thermitverfahren → Schweißverfahren besonders für Eisenbahnschienen, bei der vor
Ort flüssiges Roheisen aus Eisenoxidpulver [Fe2O3 oder Fe3O4] und Aluminiumgrieß
erzeugt wird, welches dann in eine Form läuft, um die Schienen zu verbinden [stark
exotherm, liefert etwa 2400°C]
Fe2O3 + 2 Al → 2 Fe + Al2O3 ; Q = -851,5 kJ/mol
Um die Reaktion in Gang zu setzen, muss allerdings ein Zündgemisch verwendet werden,
um die Aktivierungsenergie [bei etwa 1500°C] bereitzustellen.
 Winderhitzer → Wärmeaustauscher zum Vorwärmen der Luft
 Legierung → Stoffgemisch, dessen Bestandteile in der Schmelze zusammengeführt
werden; z.B. Messing, Bronze, Stahl
 Reaktionswärme → exotherm [Abgabe von Wärmeenergie] Q = -n kJ/mol; endotherm
[Aufnahme von Wärmeenergie] Q = +n kJ/mol; manchmal auch mit ΔH = ... statt Q
angegeben (Q für Wärmemenge); Schreibweise der Einheit kJ/mol auch als kJ · mol-1
möglich
Bei umkehrbaren Reaktionen gilt die Angabe für die Hinreaktion [für die Rückreaktion
dann das Gegenteil]!
 Q → physikalische Größe Wärmemenge
 Elektronenpaarbindung [Atombindung] → Art der chemischen Bindung, die auf
Anziehungskräften zwischen einem elektrisch negativ geladenen gemeinsamen
Elektronenpaar und den positiv geladenen Atomkernen der beteiligten Atome beruht
 Edelgaskonfiguration → Außenelektronenanordnung von Edelgasatomen [siehe VIII.
Hauptgruppe]; d.h. 8 Außenelektronen [oder 2 auf der 1. Elektronenschale, wenn diese
bei Helium Außenschale ist]
 Molekül → zusammengesetztes Teilchen, bestehend aus mindestens 2 Atomen, die
durch starke Anziehungskräfte zusammengehalten werden
 galvanisches Element [galvanische Zelle] → Einrichtung zur Umwandlung chemischer
in elektrische Energie; besteht aus 2 Halbzellen, z.B. das Daniell-Element: Ein Zinkstab
taucht in eine Zinksulfatlösung [Elektrolyt], ein Kupferstab in eine Kupfersulfatlösung;
beide Zellen sind räumlich getrennt, aber durch eine halbdurchlässige Membran können
einige Teilchen hindurch; zwischen beiden Halbzellen ist eine Spannung [über 1 V]
messbar, die immerhin eine LED zum Leuchten bringen kann
vereinfacht ohne räumliche Trennung: Zitronenbatterie. Ein Kupfer- und ein Zinkstreifen
steckt man in eine Zitrone. Beide Metallstreifen verbindet man mit einem
Spannungsmessgerät.
Quellenangaben und weitere Hinweise

Die Inhalte dieser Webseite wurden urheberrechtlich durch den Autor zusammengestellt und eigenes Wissen
sowie Erfahrungen genutzt. Bilder und Grafiken sind ausschließlich selbst angefertigt.

Für die Gestaltung dieser Internetseite verwendeten wir zur Information, fachlichen Absicherung sowie
Prüfung unserer Inhalte auch folgende Internetangebote: wikipedia.de, schuelerlexikon.de, seilnacht.com,
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
darüber hinaus die Schroedel-Lehrbücher Chemie heute SI sowie SII [Ausgaben 2004 bzw. 1998 für
Sachsen]. Zitate oder Kopien erfolgten nicht.
Diese Seite wurde speziell auf dem Niveau der Sekundarstufe I erstellt. Eine Seite mit höherem
Schwierigkeitsgrad extra für das Gymnasium [nur Sek. I] haben wir auch.
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