Newsletter 10/Februar/März 2006 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir hoffen, Sie haben die „tollen Tage“ gut überstanden und freuen sich auf den hoffentlich bald kommenden Frühling. Inzwischen ist das ifs in sein neues Tagungshaus eingezogen und die ersten Seminare sind in den neuen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Nachdem jetzt der Alltag wieder eingekehrt ist, wird auch der ifs-Newsletter wieder regelmäßig erscheinen. Dieser Newsletter enthält viele Hinweise auf Zeitschriftenbeiträge, sowie Literaturhinweise und andere Informationen aus der systemischen „Welt“. Hier finden sich vor allem für Weiterbildungsteilnehmer interessante Hinweise, wie aus dem Europäischen Sozialfond Weiterbildungsunterstützungen gewonnen werden können. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und schauen einmal rein, ob sich unter den Themen Nützliches für Sie befindet. 1. Zeitschriftenschau 1.1 Beratung und Therapie 1.1.1 Familiendynamik 1.1.2 Zeitschrift für systemische Therapie 1.1.3 Kontext 1.1.4 Psychotherapie im Dialog 1.1.5 Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin 1.1.6 Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 1.2 Supervision, OE und Coaching 1.2.1 OSC 1.2.2 Wirtschaft und Weiterbildung 1.2.3 Organisationsentwicklung 1.2.4 Supervision 2. Literaturbesprechungen: 3. Konferenzen und Tagungen 4. Informationen 5. News aus dem ifs 6. Stellenanzeigen und Kooperationshinweise Familiendynamik Heft 1, Januar 2006-02-24 www.Familiendynamik.de Heft 1 der Familiendynamik hat den thematischen Schwerpunkt. Kranke Familienangehörige M.Ochs/J.Schweitzer: Kindliche Kopfschmerzen im familiären Kontext. 23 Seiten M.Galliker/M.Grivel/M.Klein: Abhängig von Abhängigen: Gibt es Auswege. 21 Seiten J.Ernst/H.Götz/G.Weißflog/Ch.Schröder/R.T.Schwarz: Angehörige von Krebspatienten. 23 Seiten J.Horn: Depressive Störungen – Ursachen und Behandlung (Teil 2) 22 Seiten 1.1.1 Zeitschrift für systemische Therapie Heft 3 Juli 2005 www.verlag-modernes-lernen.de Schwerpunktthema Systemische Kinder- und Jugendpsychiatrie E.Kjellber. Reflektierende Prozesse – ein übergreifender Ansatz in einer Kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz. 7 Seiten E. Küttner: Das Wolverhampton City Modell. 10 Seiten E.Asen: Von Multi-Institutionen-Familien zur Selbsthilfe 6 Seiten M. Scholz: Was können systemische Familientageskliniken in der Kinder- und Jugendpsychiatrie leisten. 7 Seiten U. Behme-Matthiessen/T. Pletsch: Themenorientierte Eltern-Kind-gruppentherapie. 9 Seiten 1.1.2 Kontext Heft 3 2005 www.vandenhoeck-ruprecht.de M. Müller: kant als Konstruktivist? Für eine Korrektur konstruktivistischer Erkenntnistheorie am Beispiel von Kant und Bourdieu 13 Seiten W. Rotthaus: Psychiatrie und Familie – ihre Koexistenz in der Entwicklung der systemischen Perspektive 11 Seiten F.Natho: Die Skalierungsscheibe – ein nützliches Arbeitsverfahren im rahmen systemischer team- und Gruppenleitung 15 Seiten R.Hess: Ich bin ein Stück Scheiße – destruktive innere Stimmen 13 Seiten Kontext Heft 4 2005 Themenschwerpunkt: Systemische Organisationsentwicklung und -beratung F.Balk: Organisationsentwicklung – Konzepte, Methoden und Evaluation 15 Seiten J.Schweitzer: Organisationen systemisch in Schwung bringen – Einige kreative handlungsorientierte Methoden 17 Seiten H.Rohling/G.Schaal: Zurück in die Zukunft – Organisationsrekonstruktion in der Organisationsentwicklung. 15 Seiten H.Bertsch/H.Böing: Lernende Organisationen – lernende Professionelle, Praxistools in der Jugendhilfe 12 Seiten 1.1.3 Psychotherapie im Dialog Heft 4 Dezember 2005 6. Jahrgang www.thieme.de/pid Heft 4 beschäftigt sich mit dem Thema Angststörungen. Viele praktische Beiträge aus den unterschiedlichen therapeutischen Richtungen. W.Butollo/M.Maragkos: Angststörungen: Grundlagen und ein integrativer Ansatz 9 Seiten C:E:Scheidt/E.Waller: Angststörungen und Bindungsforschung. 8 Seiten E:Jaeggi: Angst: die tiefenpsychologische Betrachtungsweise. 6 Seiten B.Wittmund: Angststörungen aus systemischer Sicht. 8 Seiten H.Bents: Verhaltenstherapie bei Phobien und Angststörungen H.Alsleben: Psychoedukation bei Angst- und Panikstörungen 1.1.4 Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie Heft 3 /2004 Vandenhoeck u. Ruprecht 1.1.6 Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin Heft 3 2005, 3. Jahrgang Themenschwerpunkt: Trauma und Sucht I.Schäfer/L.Reddemann: Traumatisierung und Sucht – eine Literaturübersicht. 10 Seiten I.Schäfer: Traumatisierungen bei Suchtpatienten: Versorgungsmodelle und Anforderungen an das Hilfesystem 10 Seiten W. Langeland u.a.: Gender and the relationship between childhood trauma, dissociation and alcohol dependence. 14 Seiten S. Heynen: “Wäre ich frontal damit konfrontiert gewesen, hätte ich das nicht ausgehalten“ – Vergewaltigung und Sucht 16 Seiten F.Lamott: Trauma und Sucht: Bindungskatastrophen und Drogenabhängigkeit von Frauen. 14 Seiten S.Teunißen: Resourcenorientierung in der stationären Therapie bei Drogenabhängigen mit Traumafolgestörungen. 7 Seiten Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin Heft 4 2005 Themenschwerpunkt: Trauma und Erwerbslosigkeit I.Udie Kosten der Erwerbslosigkeit – gesundheitlich, psychisch, sozial, gesellschaftlich. G. Mohr/K. Otto: Langzeiterwerbslosigkeit: Welche Interventionen machen aus psychologischer Sicht Sinn? R.Fäh: Seelische Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit: erklärende Konzepte und Hinweise für die Beratung und Therapie N.Lilienthal: Wenn Arbeit verboten ist: Arbeitslosigkeit und Beschäftigung bei traumatisierten Flüchtlingen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------1.2.1 OSC Organisationsberatung Supervision Coaching Heft 2/2004 Themenschwerpunkt ist die Bedeutung der Philosophie für Organisationsberatung, Supervision, Coaching. C.J. Schmidt-Lellek: Philosophie als Einübung des Perspektivenwechsels, am Beispiel von Platon und Nietsche. F.Buer: Unsicherheiten im Beratungsdiskurs. Wozu Berater und Beraterinnen Philosophie brauchen – Pragmatismus zum Beispiel. T.Vierus: Sorge als philosophischer Eckpfeiler der Beratung C. von Wolzogen: Alles ist gut. Vom Nutzen der Weisheit für die Unternehmensführung H.Geißler: Braucht Coaching eine philosophisch begründete Ethik? Zur Begründung eines systemischwertrationalen Imperativs für Coaching F. Buer: Stoische Gelassenheit oder leidenschaftliches Engagement? Was sollen wir raten in unruhigen Zeiten. C.Willmitzer: Zeit als Dimension des sozialen Menschenwertes in Bourdieus “Meditationen“ 1.2.2 Wirtschaft und Weiterbildung, www.wirtschaftundweiterbildung.de Heft 7/8 2004 hat den Themenschwerpunkt Sicherer werden beim Umgang mit Veränderungen. u.a. mit einem Interview mit Fritz Simon: Tools geben keine Orientierung 1.2.3 Organisationsentwicklung Heft 2/2004 www.zoe.ch G. Ortmann: Post-archimedisches Management. 6 Seiten P. Wolf: Eine Geschichte über Communities. 10 Seiten C. Lauterburg: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Auswahl, Einsatz und Steuerung externer Berater. 10 Seiten M. Stiel, M. Brater: Die lernenden Filialen. Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung bei dm Drogeriemarkt A.Petmecky, T. Dellmann: Zur Entwicklung des Unternehmensberatungsmarktes. 6 Seiten Forum: Projektmanagement (weiterhin) auf dem Prüfstand. 28 Seiten 1.2.4 Supervision Heft 2/2004 Themenschwerpunkt ist Kreativität. W.Münch: Kreativität 3 Seiten O.A.Burow: Wie Organisationen zu kreativen Feldern werden. 11 Seiten I.Mandl: Von der Kreativität im Material. 7 Seiten J.Menschik-Bendele: Auf der Suche nach der Blauen Blume. 10 Seiten W.Münch: Vom Vermögen der Sprache. 10 Seiten K.Ottomeyer: Psychodrama als kreatives Supervisionsverfahren 9 Seiten M.Schubert: Zu Risiken der Wirkungen inszenierter kreativer Improvisationen in der Supervision mit Teams. 8 Seiten ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- 2. Literaturbesprechungen: Michaela Huber: Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1 Junfermann Verlag, Paderborn 2003, 279 S. Veröffentlichung zum Bereich: Beratung, Therapie Das vorliegende Buch von Michaela Huber, Trauma und die Folgen Teil 1, gehört sicherlich zu den bedeutendsten Büchern zur Traumatherapie in Deutschland. Die Autorin gehört zu den Pionierinnen auf dem Gebiet der Traumaforschung und Therapie. Sie hat bereits mit ihren Veröffentlichungen zur „Multiplen Persönlichkeit“ Meilensteine gesetzt. Mit ihrem ersten Teil legt die Autorin eine umfassende Einführung in die Thematik vor, die von der neurobiologischen Betrachtung über die Symptombeschreibung bis zur Therapie reicht. Das Buch schließt mit einem umfangreichen Kapitel mit Fragebögen und Diagnoseinstrumenten, die zum Teil erstmalig veröffentlicht werden. Das Buch beginnt mit einer längeren Einleitung, in der die Autorin den Rahmen des Buches absteckt und grundsätzliche Fragen der Traumatherapie wie z.B. Definitionen, Geschichte, Diagnosen klärt. Im ersten Kapitel: „Was ist ein Trauma – und was ein belastendes Lebensereignis?“ versucht die Autorin eine Unterscheidung von Lebenserfahrungen, um die Besonderheit traumatischer Erfahrungen zu erklären. Daran anschließend zeigt sie die besonderen Reaktionsweisen von betroffenen Menschen, um danach zu zeigen, wie sich das menschliche Gehirn auf diese Erfahrungen einstellt und reagiert. Das 2. Kapitel ist überschrieben mit: „Wieso hilft Dissoziation, ein Trauma zu überleben?“ Nachdem geklärt worden ist, was Dissoziationen sind, widmet sich die Autorin den vielfältigen Erscheinungsformen von Dissoziationen: der Amnesie, der Derealisation, der Fuge und der dissoziativen Identitätsstörung. Kapitel 3 heißt: „Welche Traumatisierungen sind besonders schwer zu verarbeiten?“ In diesem Kapitel zeigt die Autorin, welche Erschütterung ein Trauma für die gesamte Persönlichkeit darstellt, und die posttraumatische Belastungsstörung wird vorgestellt. Anhand eines beeindruckenden Beispiels aus dem Kosovo-Krieg zeigt die Autorin die Auswirkung von traumatischen Erfahrungen. Anschließend erörtert sie 15 Punkte (wie z.B. Länge, Wiederholung, noch nicht gefestigte Persönlichkeit, Opfer mochte den Täter etc.), die Ereignisse beschreiben, die zu besonders schweren Traumareaktionen führen können und besondere Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit von PTSD erhöhen. Im 4. Kapitel geht die Autorin der Frage nach: „Wie wirken sich frühe Gewalterfahrungen auf die Bindungsfähigkeit aus?“ Zuerst wird dazu die Entwicklung des Bindungs- und Beziehungsverhaltens beschrieben und die Bindungsstile nach Bowlby und anderen vorgestellt. Danach geht es um Entwicklungstraumatologie, wie das Gehirn Bindungserfahrungen verarbeitet, um die „Developmental Traumatology“ und darum, wie sichere Bindungen gefördert werden können. Das 5. Kapitel beschäftigt sich mit den Diagnosen, die man nach Traumata bekommen kann. Hier werden die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung diskutiert und die körperlichen Schäden, die Störungen im Bereich Konzentration und Leistungsfähigkeit, die Störungen der Affekt- und Impulskontrolle, die Persönlichkeitsstörungen beschrieben. Ausführlich beschäftigt sich die Autorin dann mit den dissoziativen Störungen nach Trauma. Es folgt ein Abschnitt über Trauma-Exploration bei Kindern und die Vorstellung unterschiedlicher Diagnostikinstrumente. Kapitel 6 heißt: „Wieso erscheint traumatisierten Menschen der Tod oft näher als das Leben?“ Dieses Kapitel beschäftigt sich mit PTSD und Suizidgefahr. Hier werden Erklärungsansätze, Suizidalität und Therapie, Grundmotive für Suizid und begünstigende Faktoren für Suizidalität vorgestellt. Im 7. Kapitel: „Warum erleben viele Traumatisierte den Zwang, sich selbst zu verletzen?“ beschäftigt sich die Autorin mit den Gründen für selbstverletzendes Verhalten. Ferner geht sie der Frage nach, wie Selbstverletzung der Stressbewältigung dient und Selbstverletzungen nach sexualisierter Gewalt. Das 8. Kapitel beschäftigt sich mit der Frage: „Was ist das besondere an ritueller Gewalt?“ Dazu wird zuerst geklärt, was rituelle Gewalt ist, die Rolle der Täter und Opfer beschrieben, die Geschichte religiöser Begründungen für antisoziales Verhalten erörtert, Hinweise auf rituelle oder Kultmisshandlungen gegeben und häufig gestellte Fragen zu Programmen ritueller Gewalt beantwortet. Es folgt ein „Nachwort und ein Ausblick“ und ein ausführliches Literaturverzeichnis. Das Buch schließt mit einem ausführlichen Anhang für die Praktiker. Hier finden sich unterschiedliche Diagnostikinstrumente wie der Fragebogen von Putnams für dissoziative Störungen bei Kindern und Jugendlichen, der SDQ 20 in Übersetzung, der PSQ in Übersetzung, die „States Description Procedure“ von A. Ryle, das Interview zur komplexen posttraumatischen Belastungsstörung und der Fragebogen zur rituellen Gewalt an Kindern von P. Hudson. Mit einem ausführlichen Stichwortverzeichnis schließt das Buch. Der vorliegende erste Teil von Michaela Hubers Werk „Trauma und die Folgen“ macht mehr als neugierig auf den zweiten Teil. In seiner klaren Sprache, der hervorragenden didaktischen Aufarbeitung und in seiner fachlichen Komprimierung gehört das Buch zu den lesenswertesten Fachveröffentlichungen der Traumatherapie der letzten Jahre. Reinert Hanswille Michaela Huber: Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 2 Junfermann Verlag, Paderborn 2003, 397 S. Veröffentlichung zum Bereich: Beratung, Therapie Der vorliegende 2 Teil des Buches von Michaela Huber, Wege der Traumabehandlung schließt da an, wo der erste aufgehört hat. Auch er ist für alle Therapeutinnen und Therapeuten die mit traumatisierten Menschen arbeiten ein Muss und gehört sicherlich zu den bedeutendsten Büchern zur Traumatherapie in Deutschland. Die Autorin gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der Traumaforschung und Therapie. Sie hat bereits mit ihren Veröffentlichungen zur „Multiplen Persönlichkeit“ Meilensteine gesetzt. Mit ihrem 2. Teil setzt sie ihre erfolgreiche Arbeit fort. Auch der zweite Teil ist für alle Praktiker, ob erfahrene Traumatherapeuten oder Neueinsteiger im Bereich der Traumatherapie, eine Fundgrube für ihre praktische Arbeit und bietet vielfältigste Hinweise für die Therapiestrategie, Diagnostik, Interventionsplanung und Intervision. Das Buch gliedert sich in 11 Kapitel und beginnt wie es bei einem 2. Teil zu erwarten ist nicht mit Kapitel 1, sondern 9. Ich folge dieser Aufteilung auch in dieser Besprechung. Nach einer längeren Einleitung beginnt der 2. Teil mit Kapitel 9 „Wann ist Zeit für Traumatherapie – und wann nicht? Kapitel 10 „Grundhaltungen der Traumaarbeit“ beschäftigt sich mit den Grundlagen der therapeutischen Beziehung und des Therapeutenverhaltens im Rahmen einer Traumatherapie. Dies geschieht anhand von 16 Thesen. „Wieso brauchen Frauen und Männer verschiedene Therapien?“ heißt das 11 Kapitel und es beschäftigt sich mit der Genderproblematik in der Traumatherapie. Dabei ist es für die Autorin eigentlich keine Frage und sie zeigt in diesem Kapitel eindrucksvoll wieso Frauen und Männer eine unterschiedliche Therapie benötigen. Im Kapitel 12 geht sie der Frage nach, ob eine ambulante oder eine stationäre Traumabehandlung sinnvoll wäre. Dabei bevorzugt sie die ambulante Therapie und sieht in der stationären eine sinnvolle Ergänzung, vor allem zur Erholung in der Krise. Kapitel 13 klärt die Frage: „Wehalb beginnt die Traumatherapie mit Stabilisierung und Ressourcen-Aktivierung?“. Dieses Kapitel zeigt vielfältige Interventionen zur Stabilisierungsarbeit. Ausführlich sind hier viele Stabilisierungstechniken beschrieben und wird über Erfahrungen berichtet. „Was heißt hier Täter-Opfer-Spaltung?“ ist das Thema im 14 Kapitel und im 15 widmet sich die Autorin dem Thema „Was ist bei der Traumatherapie mit rituell misshandelten Menschen zu beachten“. Vielfältige Frage- und Checklisten machen dieses schwierige Thema handhabbar. Kapitel 16 geht der Frage nach „Wie lässt sich das Traumaschema verändern? Und das folgende Kapitel widmet sich dann der Frage „Wie lernt man, mit Flashbacks, Täterintrojekten und anderen heftigen Gefühlszuständen umzugehen? Viele Beispiele, Techniken und Methoden bieten hier eine gute Hilfe an. Im Kapitel 18 kommt dann das Thema „Und nun die Traumadurcharbeitung“ an die Reihe. Sie hat hier den geringen Stellenwert den sie in jeder Traumabehandlung haben sollte. Denn „99,9 Prozent der Traumabehandlung besteht aus anderen Maßnahmen, vor allem Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und ein Gezielt-in-Dienst-Bringen des Traumamaterials“ (Huber S.237) Näher vorgestellt werden zur Traumadurcharbeitung EMDR und die Bildschirmtechnik. Kapitel 19 „Psychohygiene: die Mitempfindens-Müdigkeit verhindern“ beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Therapeuten für sich selbst zu sorgen. Eine Ausführliche Literaturliste und ein umfangreicher Anhang beschließen das Buch. Der Anhang ist eine Fundgrube. Hier findet sich eine Checkliste zu den Stadien der Traumaarbeit. Anhang 2 ist der Selbstverletzung gewidmet und Anhang 3 bietet vielfältige kreative IdeenTipps und Tricks wenn nichts mehr geht. Anhang 4 sind die Behandlungsrichtlinien der ISSD für Erwachsenen und Kinder (Richtlinien der ISSD für die Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung) bei Erwachsenen). Anhang 5 bietet eine Liste von empfehlenswerten stationären Therapie-Einrichtungen. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis schließt das Buch ab. Der vorliegende 2. Teil Trauma und Traumabehandlung ist eine Fundgrube und allen zu empfehlen, die sich mit der Problematik Trauma und der Therapie von traumatisierten Menschen beschäftigen. Reinert Hanswille ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------3. Konferenzen und Tagungen 27.9.-30.9.2006 in Leipzig Sieben tage hat die Woche – alltäglich aufregende Systeme. Anmeldung 03437-762871 [email protected] Internet www.fam.thera.de --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------4. Informationen Der Europäische Soziafond fördert Weiterbildungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Unternehmen die nicht mehr als 250 Beschäftigte haben mit einer maximalen Förderung von 750,00Euro. Informationen finden Sie unter www.mags.nrw.de sowie unter www.bildungsscheck.nrw.de Genograph: Klaus Wessiepe hat ein Computerprogramm entwickelt um Genogramme zu erstellen. Informationen unter www.klaus-wessiepe.de oder [email protected] ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------5. Informationen aus dem DGSF Auf der letzten MV im September 2005 hat die Mitgliederversammlung des DGSF endlich die Richtlinien für Systemische Kinder- und Jugendtherapie verabschiedet. Jetzt können Teilnehmerinnen der Weiterbildung auch ein entsprechendes Dachverbandszertifikat erwerben. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------6. Informationen aus dem ifs Im Frühjahr startet der 2. Durchgang der Weiterbildung Systemische Traumatherapie mit Gunther Schmidt und Luise Reddemann . Der nächste Durchgang beginnt dann im Jahr 2007. Interessenten sollten sich rechtzeitig für den nächsten Durchgang anmelden. Im Herbst beginnt die nächste Weiterbildung Systemische Supervision und Organisationsentwicklung. Das ifs ist das einzige Institut, dass sowohl eine Anerkennung des DGSF als auch der DGSV hat. Kennenlerntage sind im Sommer. Im November beginnt eine Weiterbildung in Clownpädagogik. Diese ist Ideal für Kolleginnen und Kollegen die in ihrer Arbeit gerne mehr lachen würden. Die nächste Weiterbildung Kinder- und Jugendtherapie beginnt im Oktober. Die Weiterbildung ist nach der Beschlussfassung des DGSF etwas verändert. Im Herbst wird das Beratungszentrum für Traumatherapie und System- und Familientherapie seine Arbeit aufnehmen. Das ifs ist einer der Trägerorganisationen. Weitere Informationen in einer späteren Newsletter. Alle Informationen und Termine finden Sie auf der Internetseite unter www.ifs-essen.de oder www.ifs-consulting.de - 7. Kooperationsanfragen/Stellenangebote Stellenangebot: Praxis für Kinder- u. Jugendpsychiatrie in Essen-Steele sucht Eine systemisch ausgebildete Therapeutin mit beruflicher Erfahrung - in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und/oder - im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie Als Grundausbildung sollte ein Abschluss als Dipl. Psych. vorliegen. Gerne auch mit Interesse bzw. Weiterbildung in Traumatherapie. Honorarstelle oder Festanstellung möglich; 10-20 Wochenstunden Informationen über das ifs Stellenangebot: Die soziale Facheinrichtung für Gewalt geschädigte Kinder sucht einen männlichen Dipl.Päd oder Dipl.Psych mit systemischer Ausbildung - für sein Team. Informationen unter 0211312023 Herr Gollmann Stellenangebot: Das haus St. Stephanus in Grevenbroich sucht regelmäßig teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den Bereich Mobile Familientherapie und Mobiles Clearing. Es ist eine aufsuchende Arbeit mit Multiproblemfamilien. Aktuell haben wir eine Stelle mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 25 Stunden pro Woche zu besetzen. Weitere Informationen unter über den träger und die Stellenausschreibung im Internet unter www.haus-st-stephanus.de Honorartätigkeit SKF-Wegnis in Essen . Wegnis organisiert ambulante, flexible erzieherische Hilfen nach dem Kinder und Jugendhilfegesetz Auskunft und Informationen: Frau Pattberg Tel 0201-27508-310 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie uns bitte eine mail. ifs Institut für Systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung Rodberger Straße 102 45257 Essen Tel. 0201-8486560 Fax: 0201-8486570 Mail: [email protected] Wir möchten Sie einladen, den Newsletter als ein Netzwerk zu betrachten, an dem Sie sich beteiligen können. Senden Sie uns doch bitte interessante Hinweise auf Literatur, Medien, Kongresse, Fachtagungen (Hinweise auf Einzelseminare und Fort- und Weiterbildungen veröffentlichen wir nicht.). Wir möchten in späteren Nummern auch inhaltliche Diskussionen anregen und laden Sie zu Stellungnahmen ein.