Enzyme. sind Proteinmoleküle, die als . Biokatalysatoren

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Biologie-Skript 11/12, Herr Blaurock
1. Cytologie – Zellkunde
1.1
Zellaufbau und Zellorganellen
Alle uns bekannten Lebewesen sind aus Zellen aufgebaut. Daher ist die Untersuchung dieser
Bausteine für die Biologie von großer Bedeutung. Anhand von grundlegenden Unterschieden in
ihrem Aufbau werden zwei Typen von Zellen unterschieden, anhand derer auch alle Lebewesen in
zwei sogenannte „Domänen“ unterteilt werden können: Die Prokaryoten und die Eukaryoten.
 Arbeitsblätter: Struktur eukaryotischer Zellen; Zellorganellen: Steckbriefe
1.2
Die Zellmembran
Jede Zelle und die meisten Zellorganellen sind von Biomembranen umschlossen. Diese Membranen
erfüllen mehrere Funktionen:
-
Zusammenhalten des Zellinhalts
Auswahl von Molekülen, die in die Zelle eintreten/die Zelle verlassen können (selektive
Permeabilität)
Schnittstelle für Signalmoleküle
Flexible Formgebung der Zelle
Alle Biomembranen bestehen aus einer Phospholipid-Doppelschicht, die sich mithilfe
zwischenmolekularer Kräfte von selbst ausrichtet.
Phosphatkopf
(wasseranziehend ->
hydrophil)
Fettsäureschwanz
(wasserabweisend ->
hydrophob
bzw. fettanziehend ->
lipophil)
Da die Moleküle der Biomembran nicht miteinander verbunden sind, können sie sich innerhalb der
Membran bewegen und besitzen keinen festen Platz.
Die Funktionen der Biomembran werden von Proteinen übernommen, die in die Membran
eingelassen sind. Sie werden als Membranproteine bezeichnet und können sich ebenfalls innerhalb
der Membran frei bewegen. Man spricht daher bei Biomembranen von einem Flüssig-MosaikModell.
 Arbeitsblätter: Transportmethoden durch die Zellmembran; Zuordnungs-AB;
Übungsaufgaben und Übersicht zum Membrantransport
Membranproteine können nach ihrer Lage in der Membran in zwei Kategorien eingeteilt werden.
-
Proteine die auf einer Seite der Membran angelagert sind werden als periphere Proteine
bezeichnet. Beispiel: Proteine in Signalketten
Proteine die die Membran komplett oder teilweise durchdringen werden als integrale
Proteine bezeichnet. Beispiel: Transportproteine
Biologie-Skript 11/12, Herr Blaurock
Ein letzter wichtiger Baustein im Membranaufbau sind Kohlenhydratketten. Diese befinden sich stets
auf der Außenseite einer Zellmembran und dienen beispielsweise der Zellerkennung durch das
Immunsystem. Die Kohlenhydratketten sind stets an einen Membranbaustein gebunden und werden
hierdurch kategorisiert.
-
Kohlenhydratketten, die an ein Phospholipid gebunden sind werden als Glykolipide
bezeichnet.
Kohlenhydratketten, die an ein Membranprotein gebunden sind werden als Glykoproteine
bezeichnet.
 Präsentation zum Thema Osmose
1.3
ATP- Die universale Energiewährung der Zelle
 Arbeitsblatt: ATP – Die universale Energiewährung der Zelle
1.4
a)
b)
c)
d)
e)
f)

1.5
Proteinaufbau (Aufgabe aus Coverstunde)
Aminosäure
Peptidbindung
Primärstruktur
Sekundärstruktur
Tertiärstruktur
Quartärstruktur
Buch S. 22/23
Enzyme
 Arbeitsblatt: Enzyme
Definition (vom AB)
Enzyme sind Proteinmoleküle, die als Biokatalysatoren fast alle Stoffwechselreaktionen in
Organismen beschleunigen. Enzyme senken die Aktivierungsenergie einer ganz bestimmten Reaktion,
gehen aus dieser jedoch unverändert hervor. Ausgangsstoffe einer enzymatischen Reaktion werden
als Substrate bezeichnet.
Substratspezifität (Schlüssel-Schloss-Prinzip)
Das sogenannte aktive Zentrum eines Enzyms ist aufgrund seiner Raumstruktur ("das Schloss":
Tertiär/Quartärstruktur des Proteins) nur für bestimmte Moleküle ("die Schlüssel": das Substrat)
zugänglich.
Beispiel:
Chymotrypsin
Biologie-Skript 11/12, Herr Blaurock
Wechselzahl
Sagt aus, wie viele Substratmoleküle in einer bestimmten Zeiteinheit durch das Enzym umgesetzt
werden können.
hohe Wechselzahl: schnell arbeitendes Enzym
niedrige Wechselzahl: langsam arbeitendes Enzym
Benennung
Enzyme werden meist nach ihrem Substrat benannt:
Amylase
-
katalysiert Stärkeabbau (Amylose)
Lipase
-
katalysiert Fettabbau (Lipide)
Protease
-
katalysiert Eiweißabbau (Proteine)
 Arbeitsblatt: Abhängigkeit der Enzymaktivität
Abhängigkeiten der Enzymaktivität (vom AB)
Substratkonzentration
Die Umsatzgeschwindigkeit eines Enzyms hängt von der Substratkonzentration ab. Bei steigender
Substratkonzentration wächst die Umsatzgeschwindigkeit, da die Wahrscheinlichkeit eines
Zusammenstoßes von Enzym- und Substratmolekül höher wird. Bei sehr hohen Konzentrationen
erreicht die Umsatzgeschwindigkeit asymptotisch die Maximalgeschwindigkeit vmax.
Die Substratkonzentration bei halber Maximalgeschwindigkeit wird Michaelis-Menten-Konstante
(KM) genannt.
Einfluss des Bindungspartners auf die Enzymaktivität
Kompetitive Hemmung
Bei der kompetitiven Hemmung treten das Substrat und der Hemmstoff, der das aktive Zentrum des
Enzyms für eine kurze Zeit besetzen kann, dabei aber nicht gespalten wird, in „Wettbewerb“.
Entscheidend ist dabei, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein unbesetztes Enzymmolekül auf
ein Substratmolekül bzw. ein Hemmstoffmolekül trifft.
Bei einer niedrigen Konzentration des Substrats ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Enzymmolekül
auf ein Substratmolekül trifft niedriger als die Wahrscheinlichkeit auf ein Hemmstoffmolekül zu
treffen. Die meisten Enzyme werden mit dem Hemmstoff besetzt, die Reaktionsgeschwindigkeit ist
daher niedriger als bei der ungehemmten Reaktion. Bei sehr hohen Substratkonzentrationen ist die
Wahrscheinlichkeit, dass das Enzymmolekül auf ein Substratmolekül trifft, sehr hoch. Daher ist der
Effekt des Hemmstoffes hier kaum noch zu spüren. Die Maximalgeschwindigkeit der Reaktion vmax ist
daher unverändert gegenüber der ungehemmten Reaktion. Allerdings wird vmax erst später erreicht,
KM ist also größer.
 Schaubild und Grafik dazu siehe Buch S. 28
Biologie-Skript 11/12, Herr Blaurock
Allosterische Hemmung
Bei der allosterischen Hemmung treten Enzym und Hemmstoff nicht wie bei der kompetitiven
Hemmung in Konkurrenz um das aktive Zentrum. In diesem Fall besitzt das Enzym zwei getrennte
Bindungsstellen, eine für das Substrat und eine für den Hemmstoff. Die räumlich Struktur, und damit
auch die Passform für das Substratmolekül, ändern sich in Abhängigkeit davon, ob ein
Hemmstoffmolekül an der zweiten Bindungsstelle anliegt oder nicht.
Mit gebundenem Hemmstoffmolekül passt das Substrat nicht in die ursprüngliche Bindungsstelle und
kann daher das aktive Zentrum nicht erreichen. Ist kein Hemmstoff gebunden kann die
Substratreaktion normal durch das Enzym katalysiert werden. Es gibt übrigens auch den
umgekehrten Fall, also Enzyme deren aktives Zentrum erst durch die allosterische Veränderung für
das Substrat zugänglich wird.
Da die Bindung des Hemmstoffs an seiner eigenen Bindungsstelle von der Substratkonzentration
unabhängig ist. ist ein gewisser Prozentsatz aller Enzymmoleküle bei der allosterischen Hemmung
dauerhaft inaktiv. Insgesamt entspricht das Schaubild der Reaktionsrate daher einer Reaktion, der
eine geringere Substratmenge hinzugefügt wurde: Vmax ist im Vergleich zur ungehemmten Reaktion
kleiner, ½ vmax wird aber bei der gleichen Substratkonzentration erreicht, KM ist also gleich.
 Schaubild und Grafik dazu siehe Buch S. 29
Irreversible Hemmung
Im Vergleich zu der reversiblen Hemmung, bei der die Hemmstoffe eine Bindungsstelle nach kurzer
Zeit wieder verlassen, bleibt der Hemmstoff bei der irreversiblen Hemmung entweder permanent an
der Bindungsstelle haften oder aber er verändert die Raumstruktur des Enzyms permanent,
wodurch die ursprüngliche Enzymfunktion nicht wiederhergestellt werden kann. Ein Beispiel für
letzteres sind Schwermetallionen, die Disulfidbrücken in Proteinen zerstören können und damit die
Tertiärstruktur des Moleküls verändern.
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