Kapitel 7: Konsumenten, Produzenten und die Effizienz

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Kapitel 7: Konsumenten, Produzenten und die Effizienz von Märkten
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Wohlfahrtsökonomik:
 Lehre davon, wie die Allokation der Ressourcen die wirtschaftliche Wohlfahrt
beeinflusst
Der Preis, der angebotene und nachgefragte Menge zur Übereinstimmung bringt, ist in
dem Sinne der beste Preis, als er den Gesamtnutzen der Produzenten und
Konsumenten maximiert
Konsumentenrente
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Zahlungsbereitschaft:
 Der Höchstpreis, den ein Käufer bereit ist für ein Gut zu zahlen
 Jeder würde ein Gut gerne zu einem Preis unterhalb seiner maximalen
Zahlungsbereitschaft kaufen, jeder würde eine Bezahlung jenseits dieser
Zahlungsbereitschaft verweigern, und jeder wäre indifferent bei einem Preis genau
in der Höhe der Zahlungsbereitschaft
Konsumentenrente:
 Zahlungsbereitschaft (persönlichster Höchstpreis) des Käufers minus tatsächlich
bezahlter Preis
 Die Konsumentenrente misst den Nutzen eines Käufers aus der Teilnahme am
Marktgeschehen
Messung der Konsumentenrente mit der Nachfragekurve
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Grenznachfrager:
 Der Nachfrager, der den Markt bei einer Preiserhöhung als erster verlässt
Die Konsumentenrente ist eng mit der Nachfragekurve eines Gutes verbunden
Der Bereich unterhalb der Kurve und oberhalb des Preises misst die
Konsumentenrente eines Marktes
Der Grund liegt darin, dass die Höhe der Kurvenpunkte die Bewertung des Guts durch
die potenziellen Käufer ausdrückt (Zahlungsbereitschaft)
 Somit ist die Gesamtfläche unter der Nachfragekurve und oberhalb des
Marktpreises die Summe der Konsumentenrenten aller Käufer in diesem Markt
Bei niedrigeren Preisen erhöht sich die Konsumentenrente um den Rückgang der
Ausgaben der einzelnen Käufer und außerdem treten neue Käufer in den Markt ein,
die nun zu niedrigeren Preisen kauf- und zahlungsbereit sind
 Die Konsumentenrente misst den Nutzen der Käufer eines Guts, so wie sie ihn
selbst wahrnehmen
Schaubild
Produzentenrente
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Kosten:
 Wert von allem, worauf ein Unternehmer bei der Herstellung eines anderen Guts
verzichten muss
 Der Begriff Kosten wird außerdem mit den Opportunitätskosten definiert
Produzentenrente:
 Verkaufspreis minus Kosten eines Guts
Bei jeder beliebigen Angebotsmenge zeigt der Preis auf der Angebotskurve die Kosten
des Grenzanbieters, des potenziellen Verkäufers also, der bei einem noch niedrigeren
Preis als erster den Markt verlassen würde, an
Die Produzentenrente ist eng mit der Angebotskurve verbunden
Der Bereich unterhalb eines Preises und oberhalb der Angebotskurve misst die
Produzentenrente eines Marktes
Der Grund liegt darin, dass die Höhe der Angebotskurve die Kosten misst und die
Differenz zwischen Preis und Produktionskosten jeweils die Produzentenrente darstellt
 So ist die gesamte Fläche die Summe aller Produzentenrenten des Marktes
Bei höheren Preisen erhalten die bisherigen Anbieter mehr und es treten neue Anbieter
in den Markt
Schaubild
Markteffizienz
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Wohlfahrt oder Gesamtrente:
 Summe der Konsumenten- und Produzentenrente
 Gesamtrente = Güterwert für die Käufer – Kosten der Verkäufer
Sofern eine Allokation der Ressourcen die Gesamtheit der Renten maximiert, zeichnet
sich diese Allokation durch Effizienz aus
Effizienz:
 Eigenschaft einer bestimmten Ressourcenallokation, die Wohlfahrt aller
Mitglieder der Gesellschaft zu maximieren
 So ist eine Allokation z.B. ineffizient, wenn ein Gut nicht zu den geringst
möglichen Kosten produziert wird
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 In diesem Fall würde eine Verlagerung der Produktion vom Hochkosten-Produzent
zum Niedrigkosten-Produzenten die Gesamtkosten der Produzenten senken und
die Gesamtrenten der Gesellschaft steigern
 Ein anderes Beispiel für Ineffizienz liegt dann vor, wenn ein Gut nicht von den
Käufern mit der höchsten Wertschätzung und Zahlungsbereitschaft konsumiert
wird
Gerechtigkeit:
 Fairness der Wohlfahrtsverteilung unter den Mitgliedern der Gesellschaft
Die Kernfrage der Effizienz richtet sich darauf, ob der Kuchen so groß wie möglich ist
Die Kernfrage der Gerechtigkeit dagegen richtet sich darauf, ob der Kuchen fair geteilt
wird
Fallstudie „Sollte es einen Markt für menschliche Organe geben?“
Menschen werden mit 2 Nieren geboren, brauchen aber nur eine zum Leben. Man könnte
seine 2. verkauften um jemanden damit das Leben zu retten. Doch so würden die Reichen den
Armen bevorzugt werden. Aber genauso gut kann man die Gerechtigkeit im gegenwärtigen
System in Frage stellen.
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