Folie 1 - Goethe

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NEM und Doping
Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Abteilung Sportmedizin
Frankfurt am Main
http://www.sportmedizin.uni-frankfurt.de
Kontakt: [email protected]
Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel
Umsatzentwicklungen
Mio. EUR (BRD) 2002
2003
2004
2003/2004
Nahrungsergänzungsmittel
187,6
193,0
2,9 %
169,5
Quelle: Pharma-Daten 2005
NEM als ergogene Substanzen
Definition
„...Nahrungsbestandteile bzw. Nahrungsmittel,
die einen leistungssteigernden Effekt besitzen
sollen. Sie werden von Sportlern eingesetzt, um
Kraft- und Ausdauerleistungen zu verbessern.
Allerdings liegen für die wenigsten Wirkstoffe
gesicherte wissenschaftliche Ergebnisse vor.“
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Aktuelle Untersuchungen
Nahrungsmittel bergen ein hohes Risiko der Kontamination mit
anabol-androgenen Steroiden
Können zu positiven Befunden bei der Dopingkontrolle von
Sportlern führen1
Internationale Marktstudie:
Von 634 zufällig ausgewählten nichthormonellen NEMs
enthielten 94 Produkte (14,8%) nicht deklarierte anabolandrogene Steroide
Davon wurden 129 Produkte aus Deutschland erworben,
davon enthielten 15 (11,6%) anabol-androgene Steroide
1Geyer,
et al. Dtsch. Z. Spomed. 51,11 (2000)
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
!!! Cave !!!
Als Hauptgründe für die Kontaminationen werden unzureichende
Standards bei Herstellung und Qualitätskontrolle vermutet
Es muss immer drauf hingewiesen werden, dass
Kontaminationen mit anabol-androgenen Steroiden nie
vollständig ausgeschlossen werden können (Schänzer 2003)
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Positive Dopingfälle
Aus einer aktuellen Studie Geyer (2000):
Gefundene kontaminierte Nahrungsergänzungsmittel
wurden alle in den USA von Herstellern produziert, die auch
sog. Prohormone in ihrer Produktpalette haben
Vor Verwendung müssen Athleten ausdrücklich gewarnt
werden
Möglicherweise sind NEMs aus anderen Ländern
kontaminiert, wenn sie im Auftrag von ProhormonProduzenten gefertigt werden
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Fall Alexander Leipold (2001)
Der 31-jährige Freistilringer ist Olympiasieger im FreistilRingen
Bei den Olympischen Spielen in Sydney wurde Leipold der
Einnahme des verbotenen Anabolikums Nandrolon überführt
In der Folge war der Freistilringer für 2 Jahre für alle
nationalen Wettbewerbe gesperrt worden
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Fall Dieter Baumann (2001)
zwei unangemeldeten Trainingskontrollen im Oktober und November 1999.
Im Urin finden sich hohe Konzentrationen des anabolen Steroids 19Norandrostesteron.
Der 5000-Meter-Olympiasieger von 1992 wird vom Deutschen LeichtathletikVerband (DLV) suspendiert
Der 36 Jahre alte Läufer war wegen Dopings vom Leichtathletik-Weltverband
bis 2002 gesperrt worden.
Baumann hatte immer bestritten, verbotene Mittel eingenommen zu haben.
Bei Kontrolle war der verbotene Stoff Nandrolon in seiner Zahnpastatube
entdeckt worden
es konnte nie zweifelsfrei geklärt
werden, wie die Doping-Substanz
in Baumanns Zahnpasta kam
???
Aktuelles aus dem Sport
Mit dem French-Open-Finalisten droht
erstmals einem Tennis-Profi eine lebenslange
Dopingsperre.
nach dem Endspiel am 5. Juni dieses Jahres
in Paris positiv auf das Stimulanzmittel Etilefrin
getestet worden
sowohl A- als auch B- Probe positiv
Argentinier Mariano Puerta
Der mexikanische Fussballverband hat seine
beiden Spieler Carmona und Galindo wegen
Dopings vom weiteren Turnier ausgeschlossen.
Ergogene Substanzen
•
Kreatin
•
Carnitin
•
Ubichinon (Q10)
•
Koffein
Ergogene Substanzen
Kreatin
• Aus Arginin, Glycin und Methionin (AS) gebildet
 Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse
• Speicherung zu 95% in der Muskulatur
• Wichtigsten Energiequellen in Form von KP und ATP
• Täglicher Bedarf: ca. 2g
– 1g endogene Synthese
– 1g aus der Nahrung
• Natürlicher Bestandteil tierischer Lebensmittel
 v.a. Fisch und Fleisch (3-5 g/kg)
• Nahrungsergänzungsmittel
Ergogene Substanzen
Kreatin – Folgen & Nebenwirkungen
Folgen
• Kraft- und Muskelmassenzuwachs
 Steigerung Maximalkraft und
max. Wiederholungszahl
•
•
Nebenwirkungen:

Vermehrtes Auftreten von
Muskelkrämpfen
•
Zunahme des Körpergewichts
 ca. 2 kg in wenigen Tagen
Unangenehmes Spannungsgefühl
in Muskulatur
•
Keine erhöhte
Verletzungsanfälligkeit (?)
Verstärkte Wassereinlagerungen
•
Bislang keine kontrollierten
Langzeitstudien
•
Gegenanzeigen:
 cave: körpergewichtsbezogene
Sportarten
Nierenfunktionsstörungen
Ergogene Substanzen
Carnitin – Vorkommen und Funktionen
•
•
•
•
•
•
•
•
AS-ähnliche Struktur, 1905 aus Fleischextrakten isoliert
Endogen aus Lys und Met in Leber und Niere
Endogene Synthese mit Vit C, B6 und Nicotinamid
Nötig für Abbau der Fette
Umwandlung der FS in Acyl-Carnitin (Transportform)
Transport in Mitochondrien, Beta-Oxidation
20 g im Organismus: Muskeln, Herz, Leber, Niere
10 – 70 g in Milch, Fleisch
L-Carnitin-Struktur
Ergogene Substanzen
Carnitin und Ausdauersport
• Optimale Fettverwertung erforderlich
• Verarmung an Carnitin während
intensiver Belastungen
• Substitution 0,2 - 0,6 g/d L-Carnitin
• Schonung von Glykogen?
• Toxische Wirkung von D-Carnitin unklar
• Zuerst im Training, dann im Wettkampf
Ergogene Substanzen
Ubichinon (Coenzym Q10)
Vorkommen und Funktion
Anwendungsgebiete
•
•
•
•
•
•
•
Fettlöslich, vitaminähnlich
Coenzym in Atmungskette,
ATP-Bildung
Abnahme im Alter
ca. 0,5-1,5 g Gesamtbestand
 Leber, Herz, Niere, Pankreas
Quellen:
•Fleisch
•Eier
•Pflanzenöle 10 mg/d
•
•
•
•
Koronarerkrankungen USA,
Japan etc.
Zunahme der Leistungsfähigkeit nach 4-8 Wochen,
30-90 mg/d
Wirkung bei niedrigem
Spiegel
Vitamin E-ähnliche Wirkung
Antioxidans im Fettgewebe,
unterstützt Vit. E
Ergogene Substanzen
Koffein
Vorkommen und Stoffwechsel
•
•
•
•
•
•
•
Anregendes Alkaloid
Kaffee, Tee, Colagetränken, "Energy drinks", Guarana, Kakao
1 Tasse Kaffee: 60–120 mg Koffein
Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke bis zu 320 mg/l
Koffein wird vollständig absorbiert
Koffeinspiegel im Blut erreicht nach 30–60 Min. ein Maximum
Gelangt kurz nach Absorption ins Gehirn
 anregende Wirkung
 Wirkungsdauer bei Erwachsenen ca. 4–6 Std.
Ergogene Substanzen
Koffein im Sport
•
Vermehrte Bereitstellung von FS in ersten Minuten
der Belastung
 Einsparung von Muskelglykogen
 Nur bei Ausdauerbelastung sinnvoll
•
Günstige Beeinflussung des Na-K-Verhältnisses
in Muskulatur
 Verzögerung der muskulären Ermüdung
•
Erhöhte Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit
•
Bei Langstrecken-Wettkämpfen angeboten (Cola etc.)
 z.B. Triathlon, Marathon
 Abschwächung der Effekte durch Gewöhnung
Doping im Sport
Dopingdefinition (Europarat 1963)
„Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder Substanzen in jeder Form und physiologischer
Substanz in abnormaler Form oder auf abnormalem Weg
an gesunde Personen mit dem Ziel der künstlichen und
unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf“
Blutdoping
• Blutdoping
(„EPO & Co.“)
HBoCs
Transfusionen
• Gendoping
Meinung eines Spitzensportlers zu EPO
JA
zur EPO – Freigabe!!!
Body Miller (Focus 10.10.2005)
„Mighty Mice“
Bsp.: „Mighty Mice“ (Vogel G.,2004)
• 2001 erstmals als
„Schwarzenegger“ Maus
beschrieben.
• Verdoppelte Muskelmasse
• Extra Kopie des Gens
codierend für IGF - 1
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Ausblick
Verbesserung der Überprüfung und Kontrolle von NEMs auch im
Hinblick auf im Sport verbotene Substanzen
Athleten sollten nur Produkte einnehmen, die auf
Verunreinigungen überprüft worden sind
Herstellung von NEMs sollte weltweit nach GMP-Bedingungen
(Good Manufacturing Practices) erfolgen
NEMs, die Prohormone enthalten sollten weltweit verboten
werden
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Aktuelle Untersuchungen
Untersuchte Produkte aus der Deutschen Roten Liste ®
In keinem der 201 Produkte wurden anabol-androgene
Steroide nachgewiesen
In 14 NEMs von Herstellern pharmazeutischer Produkte
(nicht in der Roten Liste) wurden keine anabol-androgene
Steroide nachgewiesen
Allgemeine Rückschlüsse auf andere NEMs können
aufgrund geringer Anzahl nicht vorgenommen werden
Ergebnisse:
Kontamination mit anabol-androgenen Steroiden bei NEMähnlichen Produkten der Deutschen Roten Liste ® sehr gering
Produkte können als risikoarme Alternativen zu NEM eingestuft
werden
Aktuelles zu Nahrungsergänzungsmitteln
Doping
„Selbstverpflichtung der Industrie soll die große Zahl positiver
Dopingfälle durch Nahrungsergänzungsmittel eindämmen. Das war
das Ergebnis des zweiten Treffens der Welt-Antidoping-Agentur zu
diesem Thema in Leipzig“ [Die Welt am 01.Okt.05]
Quellenangaben
Geyer H, Mareck-Engelke U, et al. Positive Dopingfälle mit
Norandrosteron durch verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel.
Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 51 (2000), Nr. 11. 378-382.
Schänzer W. Untersuchung von Nahrungsergänzungsmittelähnlichen Produkten der Deutschen „Roten Liste ®“ auf anabolandrogene Steroide. Institut für Biochemie, Deutsche
Sporthochschule Köln.
Deutsche Ärztezeitung, 18.10.2000 („Affäre Leipold – ein neuer
Fall Baumann“)
Deutsche Ärztezeitung, 30.01.2001 („Dopingfall Leipold – Urin
manipuliert?)
Deutsche Ärztezeitung, 15.02.2002, Der Fall Baumann hat das
Dopingkontroll-System in Frage gestellt
Pharma-Daten 2005
Lance Armstrong Dopingfall
06.10.
Fall Armstrong: UCI beauftragt unabhängigen Prüfer – Ex-US Postal Arzt mit weiteren
Vorwürfen
23.09.
UCI wählt Iren McQuaid zu neuem Präsidenten – Verbruggen bleibt im IOC
23.09.
Forderung: WADA soll Pariser Doping-Labor Chatenay-Malabry schließen
20.09.
Machtkampf
unsicher
19.09.
Mit
Armstrongs
Presse aus
19.09.
UCI-Machtkampf: Verbruggen wehrt sich mit Strafanzeige
16.09.
Armstrong
schließt
Comeback
gegenseitigen Vorwürfen
14.09.
UCI-Vize-Direktorin
Armstrong
12.09.
Doping-Verdacht: Weitere
Castelblanco stammen
07.09.
Armstrong überlegt Comeback – Neue Anschuldigungen von Ex-Betreuer
06.09.
Fall Armstrong:
Verfahrens
der
UCI-Funktionäre
Erlaubnis
vermutet
vor
händigte
Rad-WM
UCI-Mediziner
endgültig
WADA-Präsident
zweifelt
–
aus
Interessenkonflikt
EPO-Proben
-
sollen
nicht
des
von
an
Präsidenten-Wahltermin
Beweis-Dokument
UCI
und
Wada
mit
im
Fall
Hamburger
und
Weltverbandes
Beltran,
Qualität
an
des
Dopinganalyse-
Quellenangaben
Baur, J.; Bös, K. & Singer, R. (1994). Motorische Entwicklung.
Ein Handbuch. Schorndorf: Hofmann.
Dietrich, M.; Carl, K. & Lehnertz, K. (1991). Handbuch Trainingslehre.
Schorndorf: Hofmann.
Geiss, K.-R.; Hamm, M.(2000): Handbuch Sportler Ernährung. Hamburg:
B. Behr´s Verlag
De Marees, H. (1996). Sportphysiologie. Köln: Sport und Buch Strauß
http://www.cenit-ag.net/Ernahrung/hauptteil_ernahrung.html
http://www.sportmedinfo.de/
http://www.vitaminprofis.de/Vitaminuebersicht.html
http://www.sportandfood.de/start.html
http://www.dopinginfo.de [Institut für Biochemie, Köln]
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Nandrolon
Ein anabol-androgenes Steroidhormon
Im Gegensatz zu Testosteron in C-19 Position des
Ringersystems keine Methylgruppe
Bereits 1950 synthetisiert worden
Nebenwirkungen:
geringe Wasser- und Salzretention,
Amenorrhoe bei Frauen
Virilisierung (Vermännlichung) bei weiblichen Patienten
(einschließlich irreversible Stimmveränderungen),
Spermatogenesehemmung bei Männern,
vorzeitige Pubertätszeichen bei Knaben,
beschleunigte Knochenreifung und
vorzeitiges Schließen der Epiphysenfugen bei Kindern
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Nandrolon
Nachweis: Logarithmische Darstellung der Konzentration von Norandrosteron
und Nachweiszeit im Urin einer männlichen Versuchsperson nach oraler
Einnahme einer Tablette mit 100 mg 4-Norandrostendion
Steroid
Menge mg
Zeit in h
NA > 20 ng/ml
Zeit in h
NA > 2 ng/ml
4-Norandrostendion (A)
100
89,5
111
4-Norandrostendion (B)
100
80
210
4-Norandrostendiol (A)
100
96
115
Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln, letztes Update15.6.2005,
Webseite des Instituts für Biochemie der DSHS Köln www.dopinginfo.de
„EPO & Co.“
• EPO: bekanntestes und sehr weit
verbreitetes rekombinant hergestelltes
Blutdopingmittel
• NESP: (Novel Erythropoesis Stimulating
Protein) --> EPO Weiterentwicklung
• CERA: - neues „Super EPO“.
- Seit Juli 2004 im Gespräch
- HWZ von 133h (EPO ca. 4-12h)
- geplante klinische Zulassung 06/07
HBoCs
(Hemoglobine based oxygen carriers)
• Verbesserung der aeroben Leistungsfähigkeit
• Für Doping vor allem Rinderhämoglobin
verwendet.
• HWZ: 4-12h --> Einnahme knapp vor Wettk.
• Keine zugelassenen Testverfahren
• Aber schon Studien & Zusammenarbeit mit
Pharmafirmen --> schnellere Forschung
Gendoping
• Zukunftsmusik oder schon Realität??
• Auch hier werden (zukünftige) Therapieformen
(z.B.: Gentherapie gegen Anämien) missbraucht
• Der wohl effektivste Ansatz zur Leistungssteigerung
• Einbringung von Genen mit Retroviren
Bsp.: „Eero Mäntyranta“ (McCrory P.,2003)
• Finnischer Ski-Langläufer und DoppelOlympiasieger 1964 in Innsbruck.
• Träger einer Mutation in einem für den
EPO - Rezeptor codierenden Gen. -->
Fehler im Rückkopplungssystem
• 25-50 % höhere O2- Transportkapazität.
HIFs
(Hypoxia inducible factor)
• Erst kürzlich entdeckte Gruppe von Proteinen
welche als Transkriptionsfaktoren fungieren.
• Wichtig bei geringem O2 – Angebot
• HIFs auch verantwortlich für Expression von
„EPO-Gen“.
• Manipulation der HIFs sowohl als Therapieansatz
als auch als „perfektes“ Doping.
Verbotene Methoden
Blutdoping
Gabe von Blut, Erythrozyten, künstlichen
Sauerstoffträgern oder von analogen
Blutprodukten
IGF-1 - MGF
• IGF-1 + HGH --> Wachstum
• MGF --> Lokal in Muskulatur (keine Blutzirkulation)
• In Forschung für Therapie gegen muskulär bedingte
Krankheitsbilder
• Bei Missbrauch schwer (nicht?) nachweisbar.
(Muskelbiopsie vor Wettkampf!!??)
• Derzeit in dieser Form nur an Mäusen getestet.
Bsp.: „Mighty mice“ (Vogel G.,2004)
• Nebenwirkungen
--> Herzfehler und Krebs
• IGF - 1 nur lokal in Gewebe
--> nicht im Blutkreislauf
--> schwerer detektierbar
Ergogene Substanzen
Wirksamkeit von Carnitin
• Forschungsschwerpunkte: u. a. VO2max, RQ, Laktat, Regenerationszeit
• Leistungssteigerung durch Carnitin-Supplementierung kontrovers diskutiert:
- Zunahme der VO2max (Marconi et al. 1985)
- verringerter Laktatwert (Dragen et al. 1987, Vecchi et al. 1990)
- erhöhte Fettsäurenoxidation (Natali et al. 1993)
- keine sign. Veränderungen der O2- Aufnahme, Hf, Laktatproduktion
(Gorostiaga et al. 1989, Barnett et a. 1994)
Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel
Positive Dopingfälle
Mögliche Opfer solcher verunreinigten
Nahrungsergänzungsmittel, Beispiel Anabolikum Nandrolon
Dieter Baumann
Alexander Leipold
Verbotene Methoden
Pharmakologische, chemische, physikalische Manipulation
• Austausch u/o Veränderung der Dopingkontroll-Proben
• Verdünnung mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten
• Katheterisierung
• Beeinflussung der renalen Stoffausscheidung mit
Substanzen wie z.B. Probenecid
• Beeinflussung der Messergebnisse für Testosteron und
Epitestosteron z.B. durch Bromantan
• Beeinflussung des Verhältnisses Testosteron/Epitestosteron
durch Zufuhr von Epitestosteron
• U.v.m.
Anabole Steroide
Wirkung
•
Zunahme an Muskelmasse
•
Körpergewichtszuwachs
•
Veränderung des Körperbildes
•
Kraftzuwachs
•
Steigerung der Ausdauerleistung
•
Verbesserung der Regenerationsfähigkeit
•
Psychotrope Effekte
Diuretika
Nebenwirkungen
•
Kreislaufregulationsstörungen
•
Kollaps
•
Muskelkrämpfe
•
HRST
•
Magen-Darmstörungen

Seit April 1986 auf Dopingliste

Seit 1988 im Sport verboten
Doping im Sport
Peptidhormone und analog
wirkende Substanzen
• Choriongonadotropin (HCG)
• Hypophysäres und synthetisches
Gonadotropin
• Corticotropin (ACTH, Tetracosactid)
• Somatotropin (HGH)
• Insulinähnliches Wachstums-
hormon (IGF-1)
• Erythropoietin (EPO)
• Insulin
Mit Einschränkungen
zugelassene Substanzen
Alkohol
•
Von einzelnen Sportverbänden verboten
•
Alkoholtests
Lokalanästhetika
•
Z.B. Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Procain etc.
•
Zulassung bei medizinischer Indikation
•
Lokale und intraartikuläre Injektion (Ausnahme: Kokain)
•
Ärztliches Attest und Meldung bei Wettkämpfen
•
Äußerliche Verwendung üblicher Lokalanästhetika
(außer Kokain) ist erlaubt
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