Vorlesungsfolien Kapitel 4

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Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
1. Einführung/Motivation
2. Konsumtheorie
3. Produktionstheorie
4. Marktanalyse
Marktanalyse
Aggregation: Marktangebot und Marktnachfrage
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Vollkommene Konkurrenz und Marktgleichgewicht
Marktmacht und Monopolpreisbildung
Literatur zu 4.1: Li
41
Pindyck/Rubinfeld, 4.3, 8.6 ‐ 8.8
Varian, ch. 15, 23
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
145
Aggregation: Marktnachfrage und Marktangebot
Aufbau von Abschnitt 4.1:
• graphisch: horizontale Aggregation (bei Angebot und Nachfrage)
• Nachfrageaggregation und Einkommensverteilung
hf
d k
l
repräsentativer Konsument vs. Ceteris‐paribus‐Analyse
• inverse
inverse Nachfrage als marginale Zahlungsbereitschaft
Nachfrage als marginale Zahlungsbereitschaft
Marktnachfrage misst GRS jedes Konsumenten
• langfristiges Gleichgewicht bei vollkommenem Wettbewerb
Gewinne/Verluste induzieren Marktein‐ bzw. Marktaustritte,
langfristig Produktion im Minimum der Durchschnittskosten
• Sk
Skalenerträge auf Branchenebene und langfristiges Angebot
l
tä
fB
h
b
dl
f i ti
A b t
kurz‐ vs. langfristige Reaktion bei Änderung der Marktnachfrage
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
146
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Aggregation individueller Nachfragen – Grundidee
Fragestellung:
•
Optimierungskalkül eines Haushalts bedingt individuelle Nachfrage
•
N t
Notwendig für Marktanalyse: Beschreibung der Nachfrage aller Haushalte
di fü M kt l
B h ib
d N hf
ll H h lt
•
Folgerung: Individuelle Nachfragen aggregieren
Formal:
x1 ( p1 , p2 , m1 , m2 ,, m n )  i 1 x1i ( p1 , p2 , m i )
n
Problem: Aggregierte Nachfrage hängt von Verteilung individueller Einkommen ab.
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
147
Repräsentativer Konsument vs. Ceteris‐paribus‐Bedingung
Zi l
Ziel:
Aggregierte Nachfrage unabhängig von individuellen Einkommen Ansatzpunkte:
• Annahme eines repräsentativen Konsumenten mit Einkommen M. Die aggregierte Nachfrage lässt sich dann schreiben als:
x 1 ( p1 , p 2 , M )
(Annahme im Produktionsmöglichkeiten‐Diagramm)
• Ceteris‐paribus‐Bedingung
p
g g ((Annahme im Preis‐Mengen‐Diagramm)
g
g
)
Preis des Gutes 2 und alle individuellen Einkommen sind konstant.
In diesem Fall lautet die aggregierte Nachfrage:
x1 ( p1 , p2 , m 1 , , m n ) : x1N ( p1 )
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
148
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Aggregation individueller Nachfragekurven im Preis‐Mengen‐Diagramm
p1
Thema: Aggregation im Preis‐Mengen‐Diagramm
Grundlage: Ceteris‐paribus‐Bedingung
Ergebnis: Die aggregierte Nachfrage ergibt sich graphisch durch horizontale Aggregation.
x1N ( p1 )  i 1 x1i ( p1 )
n
Formal:
p1 ( x12  0)
p̂1
N2
x12 ( pˆ1 )
© K. Morasch 2013
N1
x11 ( pˆ1 )
N
x1
x1N ( pˆ1 )
Grundzüge der Mikroökonomik
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
149
Marktnachfragekurve und marginale Zahlungsbereitschaft
Aussage: Inverse Nachfrage p(x) misst marginale Zahlungsbereitschaft
( )
(wichtig für Wohlfahrtsanalyse mittels Konsumentenrente!)
© K. Morasch 2013
•
Preis eines Gutes entspricht Grenzrate der Substitution (GRS)
Preis
eines Gutes entspricht Grenzrate der Substitution (GRS)
gegenüber allen anderen Gütern (x2 als „zusammengesetztes Gut“).
•
Preis ist somit als marginale Zahlungsbereitschaft interpretierbar.
•
Bei identischem Preis haben bei optimaler Entscheidung alle
Konsumenten dieselbe Grenzrate der Substitution.
•
EErgebnis:
b i Die inverse (Markt‐)Nachfragekurve p(x)
Di i
(M k )N hf
k
( ) misst i
somit die GRS bzw. die marginale Zahlungsbereitschaft jedes Konsumenten, der dieses Gut zum entsprechenden Preis kauft.
Grundzüge der Mikroökonomik
150
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Aggregation individueller Angebotskurven ‐ Grundidee
Fi
Firmen mit unterschiedlichen DVK
i
hi dli h DVK
Problem:
bl
Aggregation individueller Angebotskurven
p
A2
Vorgehensweise:
A
A1
horizontale Aggregation (wie bei Nachfrage)
n
F
Formal:
l
x ( p)   x i ( p)
A
i 1
zusätzlicher Aspekt bei Angebot:
min DVK 2
Individuelle Angebotskurven starten erst im Minimum der DVK (kurzfristig) bzw. im Minimum der DK (langfristig)!
min DVK 1
x
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151
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Langfristiges Gleichgewicht bei vollkommenem Wettbewerb
p
p
Unternehmen
Markt
A1
KDK
KGK
LGK
LDK
A2
p1
p2
N
x 1i x 2i
© K. Morasch 2013
x Li ( p 1 )
x
Grundzüge der Mikroökonomik
x1
x2
x
152
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Skalenerträge auf Branchenebene – Konzept
Skalenerträge – drei Konzepte:
(1) auf Grundlage der Produktionstechnologie (returns to scale)
Änderung des Output bei gleichmäßiger Änderung aller Inputs
Änderung des Output bei gleichmäßiger Änderung aller Inputs
(2) auf Grundlage der Kostenfunktion (economies to scale)
Veränderung der Kosten bei Erhöhung des Outputs
(Unterschied: Faktoren optimal angepasst)
(3) auf Branchenebene (z.B. decreasing cost industry)
V ä d
Veränderung des Minimum der langfristigen Durchschnittskosten d Mi i
d l fi i
D h h i k
bei Erhöhung des Branchenoutputs (langfristiges Angebot)
(Unterschied: Marktein‐ und ‐austritte berücksichtigt)
© K. Morasch 2013
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Grundzüge der Mikroökonomik
153
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Langfristiges Angebot bei konstanten Skalenerträgen der Branche
p
Unternehmen
LGK
Markt
p
A1
LDK
A2
p2
AL
p1
N1
x Li
© K. Morasch 2013
x Li ( p2 )
x
Grundzüge der Mikroökonomik
x1
x2
N2
x
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1. Einführung/Motivation
2. Konsumtheorie
3. Produktionstheorie
4. Marktanalyse
Marktanalyse
Aggregation: Marktangebot und Marktnachfrage
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Vollkommene Konkurrenz und Marktgleichgewicht
Marktmacht und Monopolpreisbildung
Literatur zu 4.2: Li
42
Pindyck/Rubinfeld, 4.4, Teile von 8.6 Varian, ch. 14, Teile von 15, 22 und 23
© K. Morasch 2013
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
155
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Aufbau von Abschnitt 4.2:
• Ziel: operationale Messgrößen für Wohlfahrt (auf Angebots‐ und Nachfrageseite)
(auf Angebots
und Nachfrageseite)
• quasilineare Nutzenfunktion und Konsumentenrente
kein Einkommenseffekt: Konsumentenrente ist unverfälschtes Maß
• Bestimmung der Konsumentenrente
Fläche zwischen (Markt‐)Nachfragekurve und Marktpreis
• Produzentenrente als Deckungsbeitrag
Konzept und alternative Bestimmung im Preis‐Mengen‐Diagramm
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
156
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Gesucht: operationale Messgrößen für das „Wohlbefinden“
(bei Wohlfahrtsmessung auf Konsumentenseite)
Problem:
Problem: Nutzen selbst ungünstig, da nicht direkt beobachtbar
Nutzen selbst ungünstig, da nicht direkt beobachtbar
Alternative:
monetäre Messgrößen
‐ Konsumenten‐ und Produzentenrente
(A l
(Analyse im Angebots‐Nachfragediagramm)
i A b
N hf
di
)
‐ Äquivalenz‐ und Kompensationsvariation
(berücksichtigen Einkommenseffekt)
Anwendung: Deregulierungsdiskussion, Projektevaluation
Beachte:
Für die qualitative komparativ statische Analyse im Partialmarkt
sind Konsumenten und Produzentenrente geeignet.
sind Konsumenten‐
und Produzentenrente geeignet
Für das allgemeine Gleichgewicht kann entsprechend das
Konzept eines repräsentativen Konsumenten verwendet werden.
(i h A
(siehe Anwendungsbeispiel Aufnahme von Außenhandel in 4.3!) d
b i i lA f h
A ß h d l i 4 3!)
© K. Morasch 2013
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157
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Problem: Einkommenseffekt bei Preisänderung Ausgangspunkt: k
x2
Quasi‐lineare Nutzenfunktion
u ( x1 , x 2 )  v ( x1 )  x 2
Eigenschaften:
‐ Nachfrage nach Gut 1 unabhängig vom Konsum aller anderen Güter
C
A
B
‐ für gegebene Menge von Gut 1 ist die Steigung aller Indifferenzkurven gleich:
Steigung aller Indifferenzkurven
gedrehte Budgetgerade
x2  u  v ( x1 )  GRS  v ( x1 )
Implikation:
Kein Einkommenseffekt bei quasi‐linearer Nutzenfunktion!
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eue
neue Budgetgerade
 x1s
x1
ursprüngliche Budgetgerade
Grundzüge der Mikroökonomik
158
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Konsumentenrente – Grundidee auf Basis quasi‐linearer Nutzenfunktion
Ausgangspunkt: Interpretation der inversen Nachfrage als marginale Zahlungsbereitschaft
konkret:
(i) Gut 2 ist als Warenkorb aller Güter außer Gut 1 definiert (ii) Preis von Gut 2 wird auf Eins normiert  inverse Nachfrage gibt marginale Zahlungsbereitschaft für Gut 1 an
inverse Nachfrage gibt marginale Zahlungsbereitschaft für Gut 1 an
Besonderheit bei quasi‐linearer Nutzenfunktion:
Da es keinen Einkommenseffekt gibt, ist die marginale Zahlungsbereitschaft g
g
g
für Gut 1 unabhängig von den Konsumausgaben für alle anderen Güter.
Implikation: Zahlungsbereitschaft für Gut 1 kann isoliert betrachtet werden.
(Praxis: Analyse annähernd korrekt, wenn Einkommenseffekt relativ unbedeutend) © K. Morasch 2013
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Grundzüge der Mikroökonomik
159
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Konsumentenrente – einzelner Konsument
formal:
graphisch:
• Brutto‐Konsumentenrente
Aggregation der marginalen Zahlungs
Aggregation der marginalen Zahlungs‐
bereitschaften bis zu derjenigen beim herrschenden Preis p1(x1*) x1*
liefert die gesamte  p1 ( x)dx
Zahlungsbereitschaft:
0
• Dem
Dem stehen gegenüber die
stehen gegenüber die
Ausgaben des Konsumenten:
p1
K
t
Konsumenten‐
rente
p1*
p1* x1*
• Differenz zwischen Brutto‐Konsumentenrente und Ausgaben des Konsumenten liefert dann x1*
die Konsumentenrente KR p1 ( x )dx  p1* x1*

(consumer surplus, CS)
surplus, CS)::
0
© K. Morasch 2013
gesamte Zahlungs‐
bereitschaft
Grundzüge der Mikroökonomik
p1 ( x1 )
x1*
x1
Konsumausgaben für Gut 1
160
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Konsumentenrente – Marktperspektive und Änderung der KR Aggregation und Änderungen der Konsumentenrente
(i) Wenn wir die individuellen Konsumentenrenten addieren
ddi
, erhalten wir ein konsumseitiges Wohlfahrtsmaß für einen Markt.
p1
KR *
Änderung von KR
Änderung von KR
p1*
(ii) Von Interesse ist meist nicht
p1**
die absolute Höhe, sondern die
Änderung der Konsumentenrente
(z.B. bei der ökonomischen Analyse p
g
)
eines wirtschaftspolitischen Eingriffs).
Beachte:
Im Gegensatz zur gesamten KR ist Änderung empirisch einfach bestimmbar
Änderung empirisch einfach bestimmbar. © K. Morasch 2013
N
x1*
x1**
Grundzüge der Mikroökonomik
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
x1
161
Produzentenrente – Konzept Ausgangspunkt:
Suche nach monetärer Messgröße für den Markterfolg des Produzenten Idee: • Für jede verkaufte Einheit betrachten wir die Differenz zwischen ‐ dem Erlös (= Marktpreis) und dem Erlös (= Marktpreis) und
‐ dem Betrag, für den der Produzent die Einheit zu verkaufen bereit gewesen wäre (= inverse Angebotskurve).
• Aggregation über alle Einheiten führt dann auf das Konzept
der Produzentenrente PR (producer surplus, PS)
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
162
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Produzentenrente – einzelnes Unternehmen
formal:
graphisch:
Produzentenrente als Differenz zwischen Erlös
Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten:
DK
GK
E  px *  E ( x * )
G
GK
p* a
x*
DK
b
 GK( x)dx  K ( x )
DVK
*
v
0
Drei Möglichkeiten:
 PR  E ( x )  Kv ( x )
*
*
g
Unterschied zum Gewinn:
  E ( x )  Kv ( x )  K f
*
• Erlös – variable Kosten
(Fläche abcf)
f
c
*
e
d
 Interpretation der Produzentenrente
als l D
Deckungsbeitrag
k
b it
• Fläche links von A
(Fläche abde)
x*
© K. Morasch 2013
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• Fläche über GK
(Fläche ab
(Fläche ab‐GK‐g)
GK g)
x
Grundzüge der Mikroökonomik
163
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Produzentenrente – Marktperspektive p
Beachte:
Produzenten‐
rente
A
p*
• Grundlage ist die dritte
Möglichkeit zur Bestimmung
der individuellen Produzenten‐
der individuellen Produzenten‐
rente (Fläche rechts von A).
• Wegen der Aggregation über sehr viele, sehr kleine Unternehmen startet die
Marktangebotskurve auf der Preisachse.
x*
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x
164
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1. Einführung/Motivation
2. Konsumtheorie
3. Produktionstheorie
4. Marktanalyse
Marktanalyse
Aggregation: Marktangebot und Marktnachfrage
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Vollkommene Konkurrenz und Marktgleichgewicht
Marktmacht und Monopolpreisbildung
Literatur zu 4.3: Morasch/Bartholomae, 4.2, Kap. 14
Pindyck/Rubinfeld, 2.2‐2.5, 9.2, 9.5, 16.4, 16.5
(Varian, 16.1‐16.5, 32.9, 32.11)
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
165
Vollkommene Konkurrenz und Marktgleichgewicht
Aufbau von Abschnitt 4.3:
• Konzept „Markt“ Begriff Marktstruktur vollkommene Konkurrenz
Begriff, Marktstruktur, vollkommene Konkurrenz
• Marktlösung bei vollkommener Konkurrenz ‐ Partialanalyse
Bestimmung, Interpretation und Wohlfahrtsanalyse
• Nachfrage‐ und Angebotselastizität
Preiselastizität der Nachfrage als zentrales Analysekonzept
k
kurz‐
vs. langfristige Nachfrage‐
l f i ti N hf
und Angebotselastizitäten
d A b t l ti ität
• komparative Statik
Anpassung an exogene Schocks, Vergleich handelspolitischer Instrumente
Anpassung an exogene Schocks, Vergleich handelspolitischer Instrumente
• Marktlösung bei vollkommener Konkurrenz – Allgemeines Gleichgewicht
Produktionsmöglichkeiten, Effizienz im Gütermarkt, Beispiel Außenhandel
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
166
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Was ist ein Markt?
Definition:
Ein Markt ist der ökonomischer Ort des Tausches, d h der Ort an dem Anbieter und Nachfrager zusammentreffen
d.h. der Ort, an dem Anbieter und Nachfrager zusammentreffen.
(z.B. Wochenmarkt, Innenstadt, Börse, Internet) Marktabgrenzung g
g bezüglich Güter, Ort und Zeit notwendig
g
,
g
(Kriterium: Substituierbarkeit der Güter, Teilnahme am Markt)
Marktstruktur:
• qualitative Beschaffenheit des Marktes
(z.B. Markteintrittsbarrieren, Preisanpassungsmechanismen)
• quantitative Besetzung des Marktes
tit ti B t
d M kt
(Anzahl von Anbietern und Nachfragern)
© K. Morasch 2013
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
167
Marktstruktur – quantitative Besetzung des Marktes
Nachfrager
einer
An‐
bieter
viele
einer
bilaterales
Monopol
beschränktes
Monopol
Monopol
wenige
i
beschränktes
b
h ä kt
Monopson
bilaterales
bil
t l
Oligopol
Oli
Oligopol
l
viele
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wenige
Monopson
Oligopson
Grundzüge der Mikroökonomik
(bilaterales)
Polypol
168
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Vollkommene Konkurrenz
Vollkommener Markt
• Homogene Güter (sachliche Gleichartigkeit) • keine Präferenzen (persönlich, räumlich, zeitlich) keine Präferenzen (persönlich räumlich zeitlich)
• vollkommene Information
 impliziert einheitlichen Preis
p
Vollkommene Konkurrenz
zusätzlich Polypol
yp (viele Anbieter und Nachfrager)
g
 impliziert Mengenanpasserverhalten
Beachte:
wenig realistische Marktstruktur, aber Referenzfall mit maximaler Effizienz
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
169
Marktgleichgewicht – Graphik und Interpretation
p
Im Marktgleichgewicht liegt gleichzeitig vor:
Überschussangebot
*
p
A
Marktgleichgewicht
•
Optimierungsverhalten der Nachfrager
•
Optimierungsverhalten der Anbieter
•
wechselseitige Kompatibilität d ök
der ökonomischen Aktivitäten
i h Ak i i ä
(Gleichgewichtsprinzip)
Alt
Alternative Formulierung:
ti F
li
Überschussnachfrage
x*
© K. Morasch 2013
N
x
Der Gleichgewichtspreis p* ist derjenige Preis, g g
zu dem die Nachfrager gerade soviel kaufen wollen, wie die Anbieter zu diesem Preis verkaufen wollen.
Grundzüge der Mikroökonomik
170
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Analytische Bestimmung des Marktgleichgewichts
Beispiel: (lineare Angebots‐ und
Nachfragefunktionen)
x N ( p)   N   N p
Gleichgewichtsbedingung:
x N ( p* )  x A ( p* )
x A ( p)   A   A p
Bestimmung von Gleichgewichtspreis und menge:
Bestimmung von Gleichgewichtspreis und –menge:
    A   N A   N A
 
x N ( p* )   N   N  N
N   A
 N   A 
 N   N p*   A   A p*
 p* 
N   A
N   A
    A   N A   N A
 
x A ( p* )   A   A  N
N   A
 N   A 
Beachte:
Analog auf Basis inverser Nachfrage‐ und Angebotsfunktionen lösbar!
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
171
Überlegungen zur Preisbildung
Probleme:
(1) Wie wird der markträumende Preis gefunden?
(2) Wie schnell erfolgt die Anpassung bei Ungleichgewichten?
(3) Marktergebnis bei temporären Ungleichgewichten Lö
Lösungsansätze:
ä
ad (1): Walras‘scher Auktionator (passt Preis an)
y
detaillierte Analyse: Intermediationstheorie ad (2): unendlich schnelle Anpassung unterstellt (nur bei Börse oder Devisenmarkt einigermaßen realistisch)
ad (3): Märkte in der Realität mit verzögerter Anpassung
Rationierung: kürzere Marktseite determiniert Menge
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
172
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Beurteilung von Marktergebnissen
Messgröße für die Wohlfahrt im Partialmarkt:
Sozialer Überschuss (total surplus, TS)
es gilt: TS  KR  PR
d.h. Summe von Konsumentenrente und Produzentenrente
B h
Beachte:
• Konzentration auf Allokation, Verteilung nicht berücksichtigt
• Partialanalyse, d.h. Einkommenseffekte vernachlässigt Partialanalyse d h Einkommenseffekte vernachlässigt
• Fixkosten im sozialen Überschuss unberücksichtigt
(Wohlfahrtsvergleich nur korrekt, wenn identische Fixkosten!)
• Bei Steuern oder Subventionen für Gesamteffekt zusätzlich die Staatsausgaben bzw. ‐einnahmen berücksichtigen
© K. Morasch 2013
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173
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Marktergebnis bei vollkommener Konkurrenz
p
A
Ergebnis:
KR
Der soziale Überschuss wird
Der soziale Überschuss wird im Marktgleichgewicht maximiert. (Effizienz der Marktlösung)
*
p
PR
N
x
© K. Morasch 2013
x*
x
Grundzüge der Mikroökonomik
x
174
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Wohlfahrtsanalyse im Partialmarkt
Ergebnis aus Preis‐Mengen‐Diagramm:
Bei vollkommenem Wettbewerb maximiert der Marktmechanismus den (
und Produzentenrente).
)
sozialen Überschuss (Summe aus Konsumenten‐
Definition „Pareto‐Effizienz“
In einer pareto‐effizienten Situation kann man keine Person besser stellen, p
,
ohne gleichzeitig mindestens eine andere Person schlechter stellen zu müssen.
Erstes Wohlfahrtstheorem
Ein Marktgleichgewicht bei vollkommenem Wettbewerb ist pareto‐effizient.
Beachte:
Reine Effizienzerwägung, die Verteilungsaspekte ignoriert!
(zweites Wohlfahrtstheorem stellt Verbindung zu Verteilung her)
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175
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Nachfrageelastizität – Grundidee Fragestellung: Wie stark reagiert die Nachfrage auf Preis‐ oder Einkommensänderungen? Ansatzpunkt: Steigung der Nachfragekurve als Maß für die „Empfindlichkeit“ der Nachfrage
x
dx
bzw.
p
dp
Problem:
Diese Maße hängen von der Skala ab, mit der gemessen wird.
Gesucht wird darum eine wird darum eine dimensionslose Maßgröße
dimensionslose Maßgröße.
Lösung:
Die Preiselastizität der Nachfrage ist in diskreter Form definiert als die prozentuale Veränderung der Menge bei Änderung des Preises um 1%:
In stetiger Formulierung ergibt sich entsprechend:
© K. Morasch 2013
 x ,p 
 x x relative Mengenänderung  x p



p p
p x
relative Preisänderung
 x ,p 
dx p dx dp
 
dp x
x p
(„Ableitung geteilt durch Durchschnitt“)
Grundzüge der Mikroökonomik
176
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Elastische vs. unelastische Nachfrage – Konzept • Fallender Verlauf der Nachfragekurve: Preiselastizität ist negativ. Wegen der einfacheren Interpretierbarkeit sprachlicher Aussagen
( B hohe Elasti ität“) orientieren wir uns im
(z.B. „hohe Elastizität“)
orientieren ir ns im Weiteren am
Weiteren am Absolutbetrag
Absol tbetrag.
• Eine elastischen Nachfrage liegt entsprechend vor, wenn
g
p
,
 x ,p  1
Ein Wert größer als eins für die Nachfrageelastizität bedeutet, dass bei einer
Preiserhöhung um 1% die nachgefragte Menge um mehr als 1 % zurückgeht.
Eine hohe Elastizität ist insbesondere bei Existenz enger Substitute gegeben!
• Von unelastischer Nachfrage sprechen wir andererseits, wenn
© K. Morasch 2013
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
 x ,p  1
Grundzüge der Mikroökonomik
177
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Nachfrageelastizität – graphische Darstellung
p
p
elastischer
Bereich
 x ,p  
N2
vollkommen elastisch
 x, p  1
 x ,p  0
unelastischer
Bereich
vollkommen
unelastisch
 x ,p  1
N3
N1
x
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Grundzüge der Mikroökonomik
x
178
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Nachfrageelastizität – kurz vs. langfristig
Benzin
p
Autos
p
Nkurz
Nlang
Nlang
Nkurz
x
© K. Morasch 2013
x
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
179
Angebotselastizität – kurz‐ und langfristig
p
Langfristig ist Angebot normalerweise elastischer
(aber: Recycling‐Produkte!)
•
Kapazität kann angepasst werden
•
Markteintritte und Markteintritte
und
‐austritte findet statt
Akurz
Alang
x
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Grundzüge der Mikroökonomik
180
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Elastizität und Spezialfälle des Marktgleichgewichts
vollkommen unelastisches Angebot
(N bestimmt Preis, A bestimmt Menge)
vollkommen elastisches Angebot
(A bestimmt Preis, N bestimmt Menge)
p
p
A
A
*
*
p
p
N
N
x
x*
© K. Morasch 2013
x*
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
x
181
Komparative Statik – Grundidee
Fragestellung:
Wie wirken sich Veränderung bei Einkommen oder Technologie, wirtschaftspolitische Maßnahmen oder Preisänderungen in anderen
wirtschaftspolitische Maßnahmen oder Preisänderungen in anderen Märkten auf Angebot bzw. Nachfrage und damit das Gleichgewicht aus?
Vorgehensweise:
• Auswirkungen auf individuelles Angebot bzw. individuelle Nachfrage
(Information aus Konsum‐ bzw. Produktionstheorie verwenden)
• resultierende Verschiebung des aggregierten Angebots bzw. der
aggregierten Nachfrage im Preis‐Mengen‐Diagramm einzeichnen
Auswirkung auf Gleichgewichtspreis und ‐menge
menge ermitteln
ermitteln
• Auswirkung auf Gleichgewichtspreis und © K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
182
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Komparative Statik – Verschiebung der Nachfragekurve
Wie verändert sich die Nachfragekurve bei einer:
p
‐ Preiserhöhung bei einem Substitut (einem Komplement)?
‐ Erhöhung
Erhöhung des Budgets
des Budgets eines eines
Konsumenten, für den das Gut normal (inferior) ist?
A
‐ Senkung des Budgets des repräsentativen Konsumenten
((bei normalem Gut)?
)
p0
N
N
N
x
x0
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Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
Grundzüge der Mikroökonomik
183
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Komparative Statik – Grundidee
Wie verändert sich die Angebotskurve bei einer:
A
p
A
‐ Verringerung der Grenzkosten
eines Produzenten durch eine Prozessinnovation?
‐ Besteuerung eines Inputs für die Produktion durch den Staat? A
‐ Markteintrittsentscheidung eines neuen Anbieters?
p0
‐ Erhöhung
Erhöhung der Nachfrage
der Nachfrage
nach dem betrachteten Gut?
N
x0
© K. Morasch 2013
x
Grundzüge der Mikroökonomik
184
Institut für
Ökonomie und Recht
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Komparative Statik – Exogener Schock und endogene Anpassung
Immer auseinander halten:
‐ Verschiebung einer Kurve
(hier: Nachfragekurve)
‐ Grund ist die Änderung einer exogenen Größe
p
A
‐ Bewegung auf einer Kurve
(hier: Angebotskurve)
(hier: Angebotskurve)
‐ endogene Anpassung zum
neuen Marktgleichgewicht
p0
N
N
x
x0
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Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
185
Beispiel Handelspolitik – handelspolitische Instrumente
• (Einfuhr‐)Zoll: Abgabe bei grenzüberschreitendem Warenverkehr,
d.h. eine Konsumsteuer t, die nur für Importe erhoben wird
(t ist spezifischer Zoll: x GE pro ME; Wertzoll: x% des Wertes)
ist spezifischer Zoll: x GE pro ME; Wertzoll: x% des Wertes)
• Kontingent: mengenmäßige Beschränkung der Importe
(Verteilung nach bisherigen Marktanteilen oder Versteigerung)
• Freiwillige Exportselbstbeschränkung:
Kontingent der ausländischen Regierung auf die Exporte
• P
Produktionssubvention
d kti
b ti
fester Subventionsbetrag s je im Inland produzierter Mengeneinheit
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Grundzüge der Mikroökonomik
186
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Zollwirkung im Partialmarkt
A
p
Konsu‐
menten
–A
–B
–C
C
–D
pZ = pW+Z
pW
B
A
C
xA
–B
+C
C
–D
D
xN
Z
xN
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Transfer:
A (Rente)
C (Zoll)
V l t
Verlust:
B (Produktionseffizienz)
B
(P d kti
ffi i )
D (Konsumeffizienz)
x
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
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Gesamt
+A
N
xAZ
Produ‐ Staat
zenten
187
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Äquivalenz von Kontingent und Zoll
p
A
AK
pZ = pK
A
B
C
D
pW
Kontingent
= IMZ
N
x
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Grundzüge der Mikroökonomik
188
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Vergleich von Zoll und Produktionssubvention
p
A
Produktionssubvention:
d k
b
ASub
pZ
W = p
pW = pS
A
B
C
D
Produzenten
+A (Rente)
Staat
–AB AB (Subvention)
Konsumenten:
kein Effekt!
Summe
–B
B
(statt –BD beim Zoll)
N
xAS = xxAZ
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xN Z
xN S
x
Grundzüge der Mikroökonomik
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Ökonomie und Recht
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
189
Beispiel Handelspolitik – zentrale Ergebnisse
• Zoll erhöht inländischen Preis und inländische Produktion, er verringert Importmenge und inländischen Konsum
• Umverteilung von Konsumenten an Staat und Produzenten und
von Konsumenten an Staat und Produzenten und
Nettowohlfahrtsverlust (Produktions‐ und Konsumineffizienz)
• gleiche Preis‐ und Mengeneffekte durch Kontingent (Äqivalenz),
aber andere Rentenverteilung und dynamische Anreizstruktur
(insbesondere freiwillige Exportselbstbeschränkung ungünstiger)
• Produktionssubvention vermeidet Konsumeffizienz
vermeidet Konsumeffizienz
(erstbestes Instrument für Beeinflussung inländischer Produktion)
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Grundzüge der Mikroökonomik
190
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Allgemeines Gleichgewicht – Grundidee und Anwendung Außenhandel
Konzept Allgemeines Gleichgewicht
• Effiziente Faktorallokation und Produktionsmöglichkeitenkurve
• Effiziente Produktion im Marktgleichgewicht
Effiziente Produktion im Marktgleichgewicht
Annahmen bei Anwendung auf Außenhandel:
• Übergang von Autarkie zu Freihandel für ein einzelnes, kleines Land
• repräsentativer Konsumenten, d.h. keine Verteilungswirkungen
• graphisches Zwei‐Güter‐Modell mit sinkenden Grenzerträgen
Aufbau:
• Produktionseffekt: Erweiterte Konsummöglichkeiten durch Spezialisierung
• Konsumeffekt: Erweiterte Tauschmöglichkeiten durch Außenhandel
Konsumeffekt: Erweiterte Tauschmöglichkeiten durch Außenhandel
• Gesamteffekt im Modell mit Produktion und Konsum
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Grundzüge der Mikroökonomik
191
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Allgemeines Gleichgewicht ‐ Pareto‐Effizienz in Konsum und Produktion
x2
Produktionsmöglichkeitenkurve
w
( ffi i t F kt ll k ti
(effiziente Faktorallokation: )
GRTS qx11q2  1  GRTS qx12q2 )
w2
Indifferenzkurve
GRS1x1 x2  GRS2x1 x2   GRSnx1 x2
(effizienter Tausch: )
C
Marktgleichgewicht
(effiziente Produktion:
GK1 p1
GRTx1 x2 

 GRS x1 x2 )
GK 2 p2
x1
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Grundzüge der Mikroökonomik
192
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Ökonomie und Recht
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Gewinne aus Handel – Produktionseffekt
Erweiterte Konsummöglichkeiten durch Spezialisierung
x2
PF
pF
PA
pA
x1
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Ökonomie und Recht
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193
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Gewinne aus Handel – Konsumeffekt
Erweiterte Tauschmöglichkeiten durch Außenhandel
x2
pA
uA uF
P A=CA
CF
pF
x1
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Grundzüge der Mikroökonomik
194
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Ökonomie und Recht
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Gewinne aus Handel – Gesamteffekt
Anpassung bei Produktion und Konsum
pA
x2
uA u' uF
PF
CF
PA=CA
pF
C'
pF
x1
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Grundzüge der Mikroökonomik
1. Einführung/Motivation
2. Konsumtheorie
195
3. Produktionstheorie
4. Marktanalyse
Marktanalyse
Aggregation: Marktangebot und Marktnachfrage
Wohlfahrtsanalyse: Konsumenten‐ und Produzentenrente
Vollkommene Konkurrenz und Marktgleichgewicht
Marktmacht und Monopolpreisbildung
Literatur zu 4.4: Pindyck/Rubinfeld, 10.1‐10.4, 11.1, 11.2, 11.4, 12.1
Varian, 24.1‐24.5, 25.1‐25.4, 25.6
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
196
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Marktmacht und Monopolpreissetzung
Aufbau von Abschnitt 4.4:
• Monopollösung
graphisch analytisch Effizienz komparative Statik
graphisch, analytisch, Effizienz, komparative Statik
• Nachfrageelastizität und Markmacht
Preiselastizität und Umsatz, Mark‐up‐Pricing, Marktmachtmessung
,
p
g,
g
• Monopolistische Konkurrenz
Grundidee: Produktdifferenzierung, kurz‐ vs. langfristig, Effizienz
• Preisdiskriminierung
Grundidee: individualisierte Preise (PD 1. Grades),
Gruppenpreise (PD 3 Grades) Mengenabhängige Preise (PD 2 Grades)
Gruppenpreise (PD 3. Grades), Mengenabhängige Preise (PD 2. Grades),
Beispiel: Preisdiskriminierung bei Informationsgütern
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
197
Monopol vs. vollkommene Konkurrenz
Zwei extreme Marktformen:
© K. Morasch 2013
Polypol
‐ Es gibt sehr viele Anbieter.
‐ Diese Unternehmen verhalten sich als Preisnehmer,
d.h. sie passen die Menge entsprechend ihrer Kosten
optimal an den vorgegebenen Marktpreis an.
p
g g
p
Monopol
‐ Ein einziges Unternehmen sieht sich der g
gesamten Marktnachfrage gegenüber. g g g
‐ Dieses Unternehmen bestimmt die gewinnmaximale Preis‐Mengen‐Kombination
auf Grundlage von Marktnachfrage und Kosten. f G dl
M kt hf
dK t
Grundzüge der Mikroökonomik
198
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Gewinnmaximierung im Monopol – Zahlenbeispiel mit Graphik
Zahlenbeispiel: Kosten K(x) = 50 + x2 und Nachfrage p(x) = 40 – x
Erlös und Kosten
E
Euro
400 _
Grenzerlös und Grenzkosten
E /ME
Euro/ME
40 _
K
e'
GK
E
300 _
30
_
DK
k'
e
10
15
© K. Morasch 2013
x
20
5
10
_
_
GE
_
_
5
N = DE
10 _
Gewinn
k
Gewinn
_
_
100 _
50 _
15
_
_
20
_
200 _
150 _
15
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
x
199
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Monopolmarkt – graphische Lösung
Gewinnmaximierungsbedingung: Grenzkosten = Grenzerlös
p
Beachte:
Beim Monopolisten
Unterschied zwischen
Durchschnittserlös DE
und Grenzerlös GE.
(im Polypol gilt:
(im Polypol
Ni = p = DE = GE )
GK
pM
GE  dE / dx
N  DE  E / x
x
xM
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
200
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Monopolmarkt – formale Analyse
max p( x ) x  K ( x )  E ( x )  K ( x )
Gewinnmaximierungsproblem
x
dp
p
dK
0
x
dx
dx
 p  px  K 
resultierende
Optimalitätsbedingung
p
 GE( x )  GK( x )
Vergleich mit
vollkommener
Konkurrenz
p
dp
dK
x
0
dx
dx

0
 p  GK( x )
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
201
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Effizienzverlust durch Monopolmacht
Auswirkung auf Konsumenten und Produzentenrente
p
GK
A+B = Verlust an Konsumentenrente
A‐C = Zuwachs an Produzentenrente
B C Effizienzverlust (deadweight
B+C = Effi i
l (d d i h loss)
l )
M
p
pW
B
A
C
GE
N
xM
© K. Morasch 2013
x
xW
Grundzüge der Mikroökonomik
202
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Komparative Statik im Monopol: Verschiebung der Nachfragekurve
Kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Preis‐ und Mengenänderungen:
p
Preisänderung, gleiche Menge
p
Mengenänderung, gleicher Preis
GK
GK
p1  p2
p1
N2
GE2
p2
N2
N1
GE1
N1
GE1
GE2
x1  x2
x1
x
© K. Morasch 2013
x2
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
x
203
Monopolpreissetzung: Preiselastizität und Umsatz
Fragestellung:
Wie wirkt sich eine Preiserhöhung auf den Umsatz aus?
Abhängig von Elastizität:
• Bei unelastischer Nachfrage folgt auf eine Preiserhöhung nur (p
)
g g
g
ein (prozentual) schwacher Rückgang der verkauften Menge Folge: Der Umsatz steigt.
• Bei elastischer Nachfrage folgt auf eine Preiserhöhung ein (prozentual) starker Rückgang der verkauften Menge. i (
t l) t k Rü k
d
k ft M
Folge: Der Umsatz sinkt.
Fazit:
© K. Morasch 2013
Kenntnis der Preiselastizität ist von zentraler Bedeutung Kenntnis
der Preiselastizität ist von zentraler Bedeutung
für Preisentscheidungen von Unternehmen.
Grundzüge der Mikroökonomik
204
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Preiselastizität und Grenzerlös
Formale Betrachtung:
Wie hängen Elastizität und Grenzerlös zusammen?
Umsatz (Erlös ( lö E, revenue R))
G
Grenzerlös GE lö G (marginal revenue, MR)
(
i l
)
GE 
E  p( x ) x  E ( p , x )
E
dp
 p x
x
dx
Ableitung des Zusammenhangs zwischen Grenzerlös und Elastizität:
GE  p  x


x dp 
1 
1 
dp

  p 1 
 p 1 
  p 1 

 x , p 
dx
p dx 
 x , p 



Somit ist GE = 0 bei einer Preiselastizität von Eins und GE > 0 (< 0) bei elastischer (unelastischer) Nachfrage. © K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
205
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Lineare Nachfrage und Preiselastizität
Lineare Nachfrage: x     p  p 
p



1
 1 
E    x x  x  x2


  
 2
GE   x
 x ,p  1

 x ,p  1

 GE  0 , wenn x 
GE
 1
 x
 

2
 x ,p  1
N( p )
 2
© K. Morasch 2013

x
Grundzüge der Mikroökonomik
206
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Preisbildung in der Praxis: Markup‐Pricing
Problemstellung: • Manager kennen Nachfrage und Grenzerlöskurve nicht
• Informationen über Preiselastizität eher verfügbar
I f
ti
üb P i l ti ität h
fü b
Wie kann auf dieser Grundlage Monopolpreis bestimmt werden?
Wir wissen:
GE  p  x

1 
dp
 p  p 1 

dx
 x , p 

Damit lässt sich die Gewinnmaximierungsbedingung schreiben als:

1 
GK( x )
p 1 
 GK( x )  p 

1  1  x ,p
 x ,p 

© K. Morasch 2013
oder
p  GK
1

p
 x ,p
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
207
Marktmacht und Elastizität der individuellen Nachfrage
Ableitung des Lerner Index L (Maß für die Marktmacht)
px 

GE( x )  p  px  GK( x )  p 1 
  GK( x )
p 


1 
p  GK( x )
1
 p 1  Unt   GK( x )  L 
 Unt

p
 x ,p 
 x ,p

Beachte: Beachte:
• Marktmacht abhängig von Preiselastizität der individuellen Nachfrage des Unternehmens, nicht der Preiselastizität der Marktnachfrage!
• Lerner Index kann Werte zwischen null und eins annehmen:
(i) L = 0 bei p = GK; (ii) je höher der Wert für L desto mehr Marktmacht
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
208
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Eingeschränkte Monopolmacht
M k
Marktnachfrage
hf
N hf
Nachfrage für Firma i
fü Fi
i
p
p
GK i
pMarkt
GE i
N
© K. Morasch 2013
xi
xi (piM  pMarkt)
x
x Markt
Ni
Grundzüge der Mikroökonomik
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
209
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Nachfrageelastizität und Aufschlag auf Grenzkosten
geringer Markup
(wenig Marktmacht)
(wenig Marktmacht)
p
hoher Markup
(viel Marktmacht)
(viel Marktmacht)
p
GK
GK
pM
p  GK
pM
N
GE
p  GK
GE
xM
© K. Morasch 2013
©K M
h 2011
x
Grundzüge der Mikroökonomik
W ttb
b d R li
xM
N
x
210
210
Institut für
Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Determinanten der Marktmacht
Quellen der Monopolmacht [Monopsonmacht]
Elastizität der Marktnachfrage der Marktnachfrage [Angebotselastizität]
• Elastizität
geringere Marktmacht bei elastischerer Marktnachfrage
[
f
]
• Anzahl der Unternehmen im Markt [Anzahl der Käufer im Markt]
geringere Marktmacht, wenn mehr Wettbewerber
• Interaktion zwischen den Wettbewerbern [zwischen den Käufern]
geringere Marktmacht je aggressiver das Wettbewerbsverhalten
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Institut für
Ökonomie und Recht
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Grundzüge der Mikroökonomik
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
211
Produktdifferenzierung und monopolistische Konkurrenz
Grundidee:
• Konsumenten präferieren Produktdifferenzierung
( p
(Anpassung an individuelle Präferenz, Präferenz für differenzierte Produkte)
g
,
)
• Produktdifferenzierung führt zu Markmacht (imperfekte Substitute → fallende individuelle Nachfragekurve)
• ffreier Marktzutritt + moderate Skalenerträge i
k
i
d
Sk l
ä
 monopolistischer Wettbewerb (viele kleine Unternehmen)
Fragestellungen:
• Wie wird Produktdifferenzierung erreicht?
Produktpositionierung bzw. Standortwahl → strategische Entscheidung
[wird in Wettbewerb und Regulierung“ behandelt]
[wird in „Wettbewerb und Regulierung
behandelt]
• Wie erfolgt Wettbewerb bei monopolistischer Konkurrenz?
kurzfristig (n fix) vs. langfristig (Markteintritt) wie bei vollkommener Konkurrenz
[j t t]
[jetzt]
© K. Morasch 2013
Grundzüge der Mikroökonomik
212
Institut für
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Monopolistische Konkurrenz: kurz vs. langfristig
kurzfristiges Gleichgewicht
langfristiges Gleichgewicht
p
p
GK
GK
DK
pK
DK
pL
NL
NK
GEK
GEL
x
xK
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x
xL
Grundzüge der Mikroökonomik
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Ökonomie und Recht
der globalen Wirtschaft
213
4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Effizienz bei monopolistische Konkurrenz
vollkommener Wettbewerb
monopolistischer Wettbewerb
p
p
GK
GK
DK
DK
pM
pW
a
NW=GEW
b
c
NM
GEM
xW
x
xM
x
abc: Effizienzverlust
abc: Effizienzverlust
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Monopolistische Preisdiskriminierung
• Grundidee und perfekte Preisdiskriminierung (PD 1. Grades)
Konsumentenrente abschöpfen durch individualisierte Preise • Nicht
Nicht‐lineare Preissetzung
lineare Preissetzung(PD 2. Grades)
(PD 2 Grades)
Optimale mengenabhängige Preise durch zweistufigen Tarif p
g
((PD 3. Grades))
• Aufspaltung in Teilmärkte Verschiedene lineare Preise für unterscheidbare Konsumentengruppen
• Beispiel: Preisdiskriminierung bei Software
unelastische Nachfrage: Qualitätsdifferenzierung statt mengenabhängiger Preise © K. Morasch 2013
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4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Perfekte Preisdiskriminierung (PD 1. Grades)
Idee: Abschöpfung der Konsumentenrente
d
b h f
d
p
a
abg:
b Konsumentenrente bei
b pM
ade: Produzentenrente bei pM
pM
g
GK
b
pW f
acd: zusätzlicher
zusätzlicher Gewinn durch
Gewinn durch
perfekte Preisdiskriminierung
c
d
GE
N
e
xM
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x
xW
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4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Optimaler zweistufiger Tarif bei identischen Konsumenten Idee bei PD 2. Grades durch zweistufigen Tarif:
Vollständige Abschöpfung der Konsumentenrente
durch Kombination aus Grenzkostenpreissetzung
durch Kombination aus Grenzkostenpreissetzung
(p*=GK) in Verbindung mit einer Grundgebühr T* in Höhe der dabei resultierenden Konsumentenrente.
p
T*
GK
p*
N
x
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4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Preisdiskriminierung bei unterscheidbaren Konsumentengruppen p
Idee bei PD 3. Grades:
Höhere Gewinne durch individuelle Preise
für jede der beiden Konsumentengruppen
(GE1 = GE2 = GK: identischen Grenzerlöse für
beide Konsumentengruppen!)
beide Konsumentengruppen!)
p1
p2
GK
GE2
x2
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GE1
N2
N1
x
x1
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4.1 Aggregation
4.3 Vollkommene Konkurrenz
4.2 Wohlfahrtsanalyse
4.4 Marktmacht und Monopol
Beispiel MS‐Office – Gruppen‐ und Versionenbildung Zahlungsbereitschaften
Fragestellungen:
• optimaler Einheitspreis? • optimale Gruppenpreise?
• Versionenbildung
‐ Studentenversion ohne Access
Studentenversion ohne Access
‐ Preisanpassung notwendig?
‐ mehr Erlös durch „Abspecken“
d St d t
der Studentenversion?
i ?
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