Vorhofflimmern - Arztpraxis Limmatplatz

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Was ist Vorhofflimmern? .................................................................... 1 Wie entsteht Vorhofflimmern? ............................................................ 1 Symptome .......................................................................................... 1 Wie wird Vorhofflimmern diagnostiziert? ............................................ 2 Therapie ............................................................................................. 2 Prognose ............................................................................................ 2 Vorhofflimmern
Was ist Vorhofflimmern?
Das Vorhofflimmern ist eine spezielle Herzrhythmusstörung. Dabei kommt es zu einer ungeordneten Tätigkeit der Vorhöfe, d.h. die Stromleitung in den Vorhöfen ist
einem ständigen Wechsel unterworfen
Die Folge dieser ungeordneten Tätigkeit ist eine unregelmässige Schlagfolge der
Herzkammern. Die Krankheit kann immer wieder oder aber auch plötzlich und für
eine bestimmte Zeit auftreten. Das Vorhofflimmern tritt als tachykarde (übersschnelle) oder bradykarde (zu langsam) Herzrhythmusstörung auf. Beim tachykarden Vorhofflimmern ist der Puls immer über 100 Schläge pro Minute, beim bradykarden unter
50 pro Minute.
Wie entsteht Vorhofflimmern?
Ursachen für Vorhofflimmern sind meist organische Herzerkrankungen wie:
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Herzinfarkt
Eine oder mehrere Verengungen der Herzkranzgefässe, die durch eine Kalkablagerung in den Herzkranzgefässen bedingt ist (koronare Herzkrankheit), Arteriosklerose
Rheumatische Herzerkrankung
Hoher blutdruck (Hypertonie)
Schilddrüsenüberfunktion
Herzklappenfehler, z.B. eine Mitralklappenverengung
Nach Alkoholeinnahme/-exzess ohne Hinweis auf eine organische Herzerkrankung
(auch Holiday-Heart-Syndrom genannt)
In zirka acht Prozent aller Fälle von Patienten mit Vorhofflimmern besteht keine organische Erkrankung. Dann tritt eine Herzrhythmusstörung plötzlich und meist für
kurze Zeit auf.
Symptome
Der Herzschlag ist nicht mehr regelmässig. Beim tachykarden Vorhofflimmern hat der
Erkrankte Herzrasen, Herzklopfen, Luftnot und Schmerzen hinter dem Brustbein. Ihm
ist übel, er neigt zu Erbrechen und verspürt Unruhe. Beim bradykarden Vorhofflimmern tritt häufig Schwindel auf. Wird der Herzschlag zu niedrig, führt dies zu Bewusstlosigkeit. Häufig muss dann ein Herzschrittmacher eingebaut werden.
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Beim Vorhofflimmern können sich in den Vorhöfen Blutgerinnsel (Embolien) bilden.
Die Blutgerinnsel werden eventuell mit dem Blut ausgeschwemmt und verschliessen
möglicherweise Gefässe. Tritt dieser Fall ein und werden Halsgefässe verschlossen,
führt dies zum Schlaganfall.
Wie wird Vorhofflimmern diagnostiziert?
Mittels EKG.
Therapie
Die Behandlung eines Vorhofflimmerns erfordert:
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Eine Behandlung der ursächlichen Störungen, z.B. Schilddrüsenüberfunktion
Eine Verlangsamung der Herzfrequenz durch Medikamente bei tachykardem Vorhofflimmern
Eine Wiederherstellung des Grundrhythmus (Sinusrhythmus) durch Medikamente oder
elektrische Kardioversion, d.h. eine elektrische Überleitung vom Vorhofflimmern in den
Grundrhythmus durch Elektroschock
Verhütung von Embolien durch Blutverdünnung
Alle Bemühungen gehen dahin, den Grundrhythmus des Herzens wiederherzustellen. Im Akutfall wird eine Elektroschocktherapie (elektrische Kardioversion) mit anschliessender Gabe von Medikamenten durchgeführt. Sollte dies jedoch nicht in den
ersten 48 Stunden nach erstmaligem Auftreten von Vorhofflimmern gelingen, ist eine
Blutverdünnung (Antikoagulation) von mehreren Wochen nötig, um bei einer elektrischen Kardioversion das Risiko einer Embolie zu vermindern. Der Elektroschock wird
in Kurznarkose durchgeführt.
Prognose
Je länger das Vorhofflimmern bestanden hat (besonders über sechs Monate),
desto grösser werden die Herz-Vorhöfe und desto schwieriger wird es, den
Grundrhythmus wiederherzustellen.
Man spricht dann von einem chronischen Vorhofflimmern.
Es kann auch sein, dass nach einer erfolgreichen Überleitung von Vorhofflimmern in
den Grundrhythmus nach einiger Zeit wieder Vorhofflimmern auftritt. Häufig passiert
dies bei unveränderter Herzerkrankung. Je grösser der Vorhof ist, desto geringer ist
die Chance, den Grundrhythmus zu erlangen bzw. mit Medikamenten zu stabilisieren. Man versucht trotzdem, erneut den Grundrhythmus zu erzielen, was jedoch nicht
immer gelingt.
Bei einem chronischen Vorhofflimmern muss man das Embolierisiko gering halten.
Hierzu wird das Blut stets medikamentös ungerinnbar gemacht („verdünnt“)z.B. mit
Marcumar. Man spricht von Dauerantikoagulation. Betroffene lernen, mit diesen Blutverdünnern umzugehen.
Beim bradykarden Vorhofflimmern kann der Herzschlag zu langsam werden. Längere
Pausen zwischen den Herzschlägen können auftreten, so dass ein Herzschrittmacher implantiert werden muss. Bei Personen mit Vorhofflimmern ohne organische
Krankheit hilft oft ein Anhalten der Luft, das Trinken eines Schlucks Wasser oder das
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Pressen in den Bauch hinein wie beim Stuhlgang. Häufig wird eine medikamentöse
Therapie versucht, was sich oft als enttäuschend erweist.
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