figaros hochzeit

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FIGAROS HOCHZEIT
nach Wolfgang Amadeus Mozart
in einer Bearbeitung von Marguerite Dunitz-Scheer
DIE HELDEN DES STÜCKS
GRAF ALMAVIVA
ist ein Chef, ein Mann, der alles im Griff hat; sein Haus, sein
Personal, sein Volk. Nur seine Fraueng’schichten nicht. Das ist
seine Schwachstelle. Wenn er gerade nicht schönen Frauen nachschaut, studiert er Börsenberichte.
GRÄFIN ALMAVIVA
ist eine einsame Frau. Sie ist nett, schön und reich, aber oft alleine. Sie hätte gerne Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklapppt. Sie sehnt sich nach Freundinnen, nach Kindern, nach ihrem
Mann, nach Liebe.
FIGARO (BUTLER)
ist ein Aufsteiger, er ist tüchtig, hat Sinn fürs Praktische, ein guter
Verwalter. Er liebt Susanna, aber versteht von Frauen nicht viel. Er
glaubt, dass man sie einfach heiratet und dann alles von selbst
läuft.
SUSANNA (ZOFE)
weiß was sie will und ist schlau. Sie versucht es allen recht zu
machen und selbst nicht zu kurz zu kommen. Sie ist auch die
Vertraute der Gräfin und hofft auf deren Schutz in ihrem Projekt,
von Figaro geheiratet zu werden.
DON BARTOLO (HOFARZT)
ein alter Arzt und Apotheker. Der kennt sich eigentlich nur mit
Dingen aus, nicht mit Menschen. Er hat vor viele Jahren mit
Marcellina was gehabt, aber sonst ist er zu beschäftigt für
Liebessachen.
MARCELLINA (DIENERIN)
ist eine temperamentvolle Frau, die die Hoffnung auf eine stabile
Beziehung noch nicht aufgegeben hat, sie ist eine Kämpferin. Sie
steht noch immer auf Bartolo, weiß aber nicht wie sie es ihm
sagen soll.
CHERUBINO (PAGE)
ist 15, er ist zum ersten Mal verliebt. In Barbarina, aber er kennt
sich bei diesem Gefühl noch nicht richtig aus, es juckt, es verwirrt
ihn. Er möchte cool sein, weiß aber noch nicht richtig, wie das
geht, er möchte Schlagersänger werden.
BARBARINA (JUNGES MÄDCHEN)
ist 12, sie ist ein Mädchen und die sind einfach früher erwachsen.
Ihr Vater, der Gärtner Antonio ist streng, aber das ist ihr egal,
denn sie möchte einfach gerne viel mit Cherubino zusammen
sein.
DON CURZIO (JURIST)
ist der Notar, der sich bei Akten am besten auskennt. Er ist in
zwischenmenschlichen Dingen abgeklärt, denn in seinem Beruf
hat man schon alles erlebt. Er ist korrekt und tut, was die Leute
von ihm wollen.
ANTONIO (GÄRTNER)
trinkt oft etwas zu viel. Trotzdem nimmt er seinen Beruf sehr
ernst. Er ist der Gärtner und kümmert sich um die Gartenanlage
und die Blumen und um seine Tochter. Er findet, dass sie auf alle
Fälle noch zu jung für Männer ist.
BASILIO (MUSIKMEISTER)
Der schleimige Musiklehrer auf dem Schloss rennt den ganzen Tag
mit seiner Videokamera herum, nur um alle Geheimnisse zu
erfahren und alle gegeneinander ausspielen zu können. Er hat
selbst niemanden. Irgendwie ist er ein Loser.
Regie, Konzept und Libretto Marguerite Dunitz-Scheer ~ Chor
Skating Amadeus ~ Bühne & Kostüme Alonso & Laura JimenezArboleda ~ Musikalische Leitung Maurizio Nobili ~ Dirigent
Dejan Dacic ~ Korrepetition Andrey Skorobagatko ~
Choreographie Bettina Rebel ~ Redaktion & Texte Mag.
Claudia Furthner, Georg Schütky ~ Stimmcoach Maureen
Browne ~ Videoinstallation Anna Scheer, Tatiana Nedialkova ~
Orchester Next Liberty Orchester
Solisten
Graf Almaviva Florian Nicoletti, Michael Stark
Gräfin Almaviva Lissy Heyszl, Juana Cano
Figaro (Butler) Aaron Scheer, Thomas Stark
Susanna (Zofe) Daphne Reitinger, Gloria Jancic
Don Bartolo (Hofarzt) Andreas Kuhn, Elias Kulmer
Marcellina (Dienerin) Rivka Saltiel, Tilla Rath
Cherubino (Page) Lisa Smolle, Laura Jimenez
Barbarina (Junges Mädchen) Myriam Heypke, Milena Kapfer
Don Curzio (Jurist) Peter Stark, Manuel Pass
Antonio (Gärtner) Lorenz Rafolt, Noah Scheer
Basilio (Musikmeister) Lukas Guschelbauer, Hanni Niedermair
Kleiner Mozart Jakob Pertl, Lukas Partl
PREMIERE AM 20. APRIL 2007,
15.30 Uhr
Folgevorstellungen:
April 20., 21., 28. (15.30 Uhr), 24. (10.30+15.30 Uhr); Mai
2., 30. (10.30+15.30 Uhr), 26. (15.30 Uhr); November 14.,
23. (10.30+15.30 Uhr), 15., 22. (10.30 Uhr), 24. (15.30 Uhr);
Weitere Termine auf Anfrage an der Theaterkasse unter
0316-8000
Übst du noch oder spielst du schon?
Wow! Da ist was los auf der Bühne! Weil im letzten Jahr DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL ein so großer Erfolg war, werden unsere Kinder heuer wieder ein Opernerlebnis der Extraklasse zaubern! Denn: Wenn die Kinder und Jugendlichen des Skating Amadeus Chor beim Folgeprojekt FIGAROS HOCHZEIT so richtig loslegen, dann kann man sich auf was gefasst machen: auf Gesang, Spiel, farbenfrohe Kostüme und vor allem viel, viel Begeisterung! Figaro und Susanne lieben sich. Und wollen heiraten. Doch auch Graf Almaviva hat ein Auge auf die Schöne geworfen. Was seiner Frau, der Gräfin, gar nicht recht ist. Figaro ersinnt nun einen Plan und ein herrliches Verwirrspiel sorgt dafür, dass am Ende alles wieder stimmt: Figaro bekommt seine Susanne, die Gräfin ihre wohlverdiente Entschuldigung und wir bekommen ein Theatererlebnis, an das man sich noch lange erinnern kann! ZUM STÜCK
1. Akt
Figaro möchte heiraten. Es fehlt ihm nur noch ein Sofa, das in das Zimmer passen muss, das er und seine Braut bewohnen möchten. Susanna ist mit ganz anderen Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, eine Frau muss ja schön sein! Jetzt wird’s kompliziert: Der Graf steht auf Susanna, Marcellina steht auf Figaro, aber Figaro will nichts von ihr. Susanna und Marcellina sind total eifersüchtig aufeinander und Figaro ist auf den Grafen wütend … 2. Akt
Die Gräfin ist traurig, weil ihr Mann sich zu wenig um sie und zu viel um andere Frauen kümmert, im Moment eben um Susanna. Und da ist auch noch Cherubino, der eigentlich auf Barbarina steht, aber sich nicht traut es ihr zu sagen. Also erzählt er seinen Liebeskummer den anderen Frauen. Der Graf erwischt ihn in Susannas Zimmer und es kommt zu einem großen Ehekrach zwischen ihm und der Gräfin … 3. Akt
Nun will der Figaro endlich heiraten, alle seine Freunde wollen es auch; der Graf will es natürlich verhindern. Als er versucht, das Ganze aufzuhalten, stellt sich heraus, dass Marcellina Figaros Mutter und Bartolo sein Vater ist, weil er als kleines Baby entführt worden war. Nun ist natürlich alles ganz anders und Figaro glaubt, es geht jetzt endlich. 4. Akt
Cherubinos Freundin Barbarina ist verzweifelt, sie soll zwischen dem Grafen und Susanna Liebesbriefchen hin und her tragen, aber das Ganze ist ihr zu viel. Im Garten, am Abend, treffen sich alle, sie sind aber verkleidet, sodass es zu sehr vielen Missverständnissen und Überraschungen kommt. Es ist wie im richtigen Leben, nach langem Streiten und Reden kommt’s dann doch zum Happy-End! KONZEPTIONS - DISKUSSIONSBASIS
Die vorliegende Inszenierung von Mozarts komischer Oper „Die Hochzeit des Figaro“ (Uraufführung 1.5.1786) fokussiert auf zwei Grundthemen menschlichen Lebens: Einerseits die Unterschiedlichkeit der Geschlechter mit den sich daraus ergebenden Anziehungen, Spannungen, Eifersüchteleien und Verwicklungen. Andererseits die Unterschiedlichkeit der sozialen Welten: Mächtige und Wohlhabende stehen der Welt der Dienstnehmer und des Volks in einer schicksalhaften und doch individuell beeinflussbaren Kodependenz gegenüber. Obschon Mozarts Werk von einem eher unkreativen Grafen und seinem listigen Diener erzählt, kann der Inhalt der Oper auch zeitunabhängig bearbeitet und SERVICENUMMER NEXT LIBERTY 0316 / 8008 – 1120 KARTENRESERVIERUNG 0316 / 8000
verstanden werden. Mozarts Lösung der Konflikte, die sich aus den beiden grundsätzlichen Gegensätzen ergeben, liegt eindeutig in der Bevorzugung des Liebesthemas; am Ende siegt die Liebe auf allen Ebenen und in allen sozialen Schichten! Der Tag endet nicht nur mit einer Hochzeit, sondern letztlich mit 4 geläuterten und glücklichen Paaren. Gerade in der heutigen Zeit, die durch wenig stabile Beziehungswelten der Erwachsenen untereinander charakterisiert ist, wird durch die Einführung einer neuen Gruppe - nämlich die der Amorinchen - die kindliche Perspektive und somit eine Identifikationsmöglichkeit für die kindlichen Zuschauer gezielt in den Vordergrund gerückt. Die Amorinchen werden von sehr kleinen Kinder gespielt, welche stellvertretend die Wahrnehmung des Inhalts aus der Sicht der kindlichen Betroffenheit darstellen; ihr Wunsch nach Aufmerksamkeit, Zugehörigkeit, Stabilität, Harmonie, Spaß und Liebe. Zugleich ihr Interesse, aber auch ihre Sorge um die Beziehungskonstanz der Erwachsenen untereinander, ihre Freude an Spielen aber auch ihre Angst vor Trennung und dadurch erlebter Verunsicherung und Verlust. Ihre Fertigkeit, strategisch aktiv zu werden, soll weder im richtigen Leben noch auf der Bühne unterschätzt werden. In dieser Inszenierung kommunizieren sie ständig miteinander, schmieden Pläne und nehmen dadurch aktiv an der dargestellten Geschichte teil. Die Rezitative wurden für diese Inszenierung von Marguerite Dunitz-Scheer vollständig neu getextet, die gesungenen Texte werden nach der Fassung von Georg Schühnemann (Edition Peters Nr 4472) verwendet. Die jungen Akteure werden sowohl von einem klassischen Orchester, als auch von einer Jazzband begleitet. Der Vorhang geht mit Beginn der Musik auf. Auf der Bühne ist rechts ein in rotes Licht getauchtes Herz zu sehen. Es symbolisiert die Geschlossenheit der Vision Liebe. In der herzförmigen Schale sitzen 1+16 Musiker eines klassischen Kammerorchesters, teils sind ihre Rücken zu sehen, teils die Köpfe und teils die Instrumente. Das Herz ist in 2 gleich große Hälften substrukturiert, im ersten Akt als Form geschlossen, später teilen sich die 2 Hälften; im letzten Akt ist das Herz wieder vereint. DAS PROJEKT – KINDER SPIELEN FÜR
KINDER
„Den Kindern ihr Theater“!
von Marguerite Dunitz-Scheer (unpubl.)
Kinder und Jugendliche sind nicht nur ein wichtiger zukunftsträchtiger Marketingfaktor, der, uneingefangen, durch die massive Konkurrenz attraktiver alternativer Medienangebote das Ende des traditionellen Theaters bedeuten würden; Nein, sie wollen wirklich ins Theater! Aber nicht als Konsumenten, vor welchen sich Erwachsene albern benehmen und ihnen vorschreiben, was spaßig ist und wo sie lachen sollen, sondern als selbst aktive Partizipatoren. Das seit 5 Jahren laufende Projekt „Skating Amadeus“ ist ein lebendes Beispiel dafür, dass dies gelingen kann. Dass sogar ganz junge Kinder im Kindergartenalter die Theaterbretter als „ihre Bühne“ empfinden und betrachten können und dass Schulkinder den Sommerferien ganz traurig entgegenblicken, da während der Sommerferien das wöchentliche Theaterspielen pausiert. „Ich will am liebsten immer ein Kind bleiben; ich will nicht groß werden, denn die Erwachsenen dürfen nicht so viel Theater spielen, wie wir; die müssen auch ernst sein. Das „als ob spielen“ ist einfach lustiger als das echte Leben, da geht einfach alles!“ Kinder spielen seit Jahrtausenden Theater, jedenfalls lange bevor die alten Griechen das klassische Theater begründet haben. Das Erreichen der Entwicklungsstufe der „symbolischen Abstraktion“, die Fähigkeit des „als ob Spiels“ ist ein unabdingbarer SERVICENUMMER NEXT LIBERTY 0316 / 8008 – 1120 KARTENRESERVIERUNG 0316 / 8000
Bestandteil der frühkindlichen präverbalen Entwicklung ab dem 2. Lebensjahr und ein wesentlicher Bestandteil ihrer heranwachsenden Intelligenz. Ohne diese Fähigkeit gibt es kein abstraktes Denken, keine emotionale Identifikation, keine Vorstellung außerhalb der unmittelbaren konkreten Sinneswahrnehmungen. Das Kind wäre ein autistisches Wesen für sich ohne Möglichkeit der wechselseitigen Empathie und motivational gesteuerten Kommunikationsstrategie. Ist ein Kind seelisch verstört, schwer traumatisiert und krank, wird mit ihm aus therapeutischen Gründen Theater gespielt; es versucht selbst seine inneren Welten und die quälenden Konflikte auf der therapeutischen Bühne darzustellen und besprechbar zu machen. Wenn das gelingt, ist der Weg für den spieltherapeutisch analytisch arbeitenden Kindertherapeuten geöffnet, der Weg zurück aus der einsamen Welt des emotionalen Rückzuges kann behutsam beschritten werden. Sigmund Freud, seine Tochter Anna Freud, Carl Moreno, der Begründer des Psychodrama und nicht zuletzt Max Reinhard wussten dies. Denn Theater ist Ausdruck, Ausdruck schafft Berührung, Berührung macht Kommunikation, Kommunikation ist Leben und selbst Beziehungen gestalten können. 80 Jahre nach dem Ausspruch Max Reinhards: „den Schauspielern ihr Theater“ über seine Visionen als Theaterregisseur ist diese - zumindest in manchen Orten akzeptierte - Einstellung sicherlich für die Theaterkonsumenten von morgen, der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen also mit aller Kraft und Überzeugung zu fordern. Ein erfolgreiches Projekt…
Vor sechs Jahren ist eine Dame namens Marguerite Dunitz-Scheer aufgebrochen, um eine andere Welt des Theaters zu entdecken. Gemeinsam mit einer Horde Kinder und Jugendlicher hat sie sich zum Ziel gesetzt: „Wahrnehmen, innehalten, einatmen, ausatmen, fließen lassen, mach die Augen zu, dann auf, und dann mach´s einfach!“ so lautet ihre Zauberformel. Und die mittlerweile 77 Kinder, die sich im Laufe der Zeit dem Projekt angeschlossen haben, sind begeistert, begeistern sich gegenseitig und andere. Nach dem Erfolg des Großprojekts KINDER ZAUBERN FLÖTE und DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL haben sich die ARGE Kinderkultur und das NEXT LIBERTY wieder zusammengeschlossen und bringen diese Spielzeit Mozarts Verwirrspiel um die Liebe FIGAROS HOCHZEIT heraus. Und da geht’s nicht nur darum, so gut wie möglich zu singen und zu spielen, was vorher monatelang unter professioneller Anleitung probiert wurde, sondern darum, dass junge Menschen etwas erleben und leben, das ihr Leben bereichern kann und das sie nie wieder vergessen werden: die Faszination Theater. Für die Jugendlichen nur ein Spiel oder schon Teil des Lebens? Für Andreas „Bobby“ Kuhn ist das Theater ein zentraler Punkt in seinem Leben geworden, „Theaterspielen ist für mich sehr wichtig geworden; zur Zeit opfere ich meine ganze Freizeit dem Üben; ich geh jetzt auch viel mehr zu Parties und treff mich mit Leuten vom Next Liberty; tja, mein tollster Moment war wohl auch der, dass ich, als ich zum ersten Mal zu einer Probe kam, auch gleich eine Hauptrolle bekam“ (schmunzelt). Auch Gloria Janjic strahlt: „Ehrlich gesagt könnte ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen, ein Leben ohne das Theaterspielen zu führen; schließlich bin ich ja jeden Tag dort und es ist mein zweites Zuhause“. Die Kinder und Jugendlichen sind zwischen 5 und 19 Jahre alt und werden von einem professionellen Orchester unter der Leitung von Dejan Dacic und einer Band unter der Leitung von Maurizio Nobili begleitet. Ein Proben(all)tag sieht so aus:
Dienstag, 15.00 Uhr: Die ersten kleinen Menschlein zwischen 5 und 12 tröpfeln langsam aber sicher im Aufenthaltsraum im SERVICENUMMER NEXT LIBERTY 0316 / 8008 – 1120 KARTENRESERVIERUNG 0316 / 8000
Next Liberty ein. Schultaschen werden verstaut, die neuesten Spiele ausgetauscht und manchmal auch um die Jause gekämpft. 15.30 Uhr: Der Weg zum Büro ist verstopft. 16.00 Uhr: Marguerite kommt und schnappt sich die 70 Kinder samt Begleitpersonen und geht mit ihnen auf die Probebühne. Manchmal fließt eine kleine Träne; weil ein AMORINCHEN lieber ein Soldat oder ein Blumenmädchen wäre, aber meistens wird gelauscht, gesungen, gespielt und vor allem sehr viel gelacht. 18.00 Uhr: 70 Kinder suchen ihre Schultaschen, tauschen die übrig gebliebene Jause aus und verschwinden wieder von der Bildfläche – bis zur nächsten Woche. Ihr Lachen hallt in den Räumen allerdings noch tagelang nach. Disziplinierter laufen da hingegen die Proben schon für die Solisten, die das Theaterspielen neben dem schulischen Alltag teilweise schon professionell betreiben. Martina Kerbl erzählt: Ein richtiger Probentag im Theater dauert von 10.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends. Zu Beginn der Probe gibt es meistens eine kurze Ansprache der Regisseurin oder des musikalischen Leiters. Wenn die Probe einmal begonnen hat, geht es meistens sehr diszipliniert zu, weil die Schauspieler und Sänger sich konzentrieren müssen. Es gibt aber auch genügend Pausen zum Rumblödeln. Zu Mittag gehen dann meistens alle gemeinsam Essen, dann wird weiterprobiert, gesungen, getanzt und geübt bis zum Abend. Am Schluss gehe ich hinaus und kann gar nicht glauben, dass es schon wieder so spät ist, weil ich bei den Proben immer das Gefühl habe, dass die Zeit stehen bleibt. Dann lerne ich noch ein bisschen für die Uni.“ Eine Profi-Oper im Jugendtheater, mit Kindern und Jugendlichen als Mitwirkenden? Kann das denn gehen??? Klar doch, und wer jetzt noch nicht überzeugt ist, sieht es sich am besten selber an! FIGAROS HOCHZEIT STATEMENT VON MICHAEL SCHILHAN
Ich bin sehr stolz darauf, dass dieses Projekt
ein österreichweites Aushängeschild ist. Wir
geben den Kindern den Raum, sich zu
präsentieren, obwohl das nicht unser
Hauptziel ist. Wir wollen keine zukünftigen
Schauspieler oder Sänger heranzüchten;
vielmehr geben wir den Kindern hier die
Möglichkeit, sich auf eine Bühne zu stellen
und zu zeigen, was sie können. Am
schönsten zu beobachten ist, dass Kinder
aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen
und Kulturen so toll zusammenarbeiten. Ein
Ziel von NEXT LIBERTY ist ja auch, den
Toleranzgedanken zu vermitteln; wenn man
schon als Kind auf die unterschiedlichsten
Kuturen, Lebens- und Weltentwürfe stößt,
wird
die
Teamfähigkeit
und
der
Toleranzgedanke schon in jungen Jahren
gefördert. Dies entspricht der Philosophie
von NEXT LIBERTY. Und das macht das
Projekt SKATING AMADEUS in Österreich
einzigartig.
Michael Schilhan, 12.02.2007 SERVICENUMMER NEXT LIBERTY 0316 / 8008 – 1120 KARTENRESERVIERUNG 0316 / 8000
BEARBEITUNGSBEISPIEL
von MARGUERITE DUNITZ-SCHEER
Auf der linken Bühnenseite hängt ein
dünner Vorhang, auf welchem eine
Videoinstallation das Thema Liebe und Spiel
darstellt.
(VIDEO 1: PREPARATIONS OF A
WEDDING, 2.5 minutes)
Overtüre, Nr 1. und Prolog
Ein kleiner als Mozart verkleideter Bub läuft
herein und ruft ins Publikum:
MOZART
Figaro heiratet heute!
(Text wird zur Overtüre gesprochen)
LENA P
So ein Quatsch! Stimmt
gar nicht!
JO JAUK
zu dem Kind: Pscht! zu
Mozart: Wer ist Figaro?
MARIA R
So heißt doch niemand
heute!
Der Figaro ist doch schon
lang tot!
CAROLINE Wen soll er eigentlich
heiraten?
ANNA B Heiraten tut man doch
nicht im Theater!
RAFFAELA Meine Mama und mein Papa
sind
auch
nicht
verheiratet!
Und die
sind
trotzdem
gut
miteinander!
MANUEL Sei still, hier geht’s doch
überhaupt nicht um Dich!
JO JAUK zu Mozart: Wieso weißt du
denn das überhaupt?
MOZART Weil ich der Mozart bin,
ich hab’s doch selber
komponiert!
LENA So ein Blödsinn, der schwindelt!
Der Mozart ist doch schon
ganz lange tot!
JO JAUK Jetzt seid’ s doch endlich
still! Es ist doch Theater!
TAMARA Ja schon, aber der ist ja selber
noch ein Kind!
THERESA heim!
Pscht jetzt, sonst geh ich
Figaro wird von 2 Amörchen herein
gezogen
MOZART Das ist er ja, der Figaro!
Hi! Coole Begrüssung.
Dann beginnt Figaro sehr eifrig im Raum zu
messen.
Susanna wird auch von 2 Amörchen herein
gezogen, die einen Spiegel halten; sie dreht
sich stolz und zeigt ihnen ihren neuen Hut.
MOZART
Und das ist die Susanna,
die will er nämlich heiraten!
LENA Das glaub ich nicht!
MOZART Wirst ja sehen! Es wird eh
nicht so einfach gehen,
denn der Graf ist ja
dagegen,
aber
selber
verheiratet.
Der
will
trotzdem die Susanna für
sich selber haben! Es ist
ziemlich kompliziert. Hört
und schaut einfach gut zu!
KINDER
still
Nicken, und sind nun endlich
Während des Vorspiels zum folgenden
Duettino ziehen weitere 4 Amörchen von
links seitlich gemeinsam ein flaches
Sofa/Doppelbett auf Rollen herein. Sie
machen Purzelbäume drauf, hüpfen herum
und lenken den Figaro ab. Die zweite
Gruppe spielt mit Susanna, hält einen
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Spiegel, drehen sich immer wieder herum,
sodass sie sich und den neuen Hut nie gut
und lange sehen kann.
KINDER, AMORINCHEN, HOCHZEITSGÄSTE, SOLDATEN, BLUMENMÄDCHEN Alder Sophie – Auer Marie-Therese –
Battisti Laura & Nico – Bidovec Anna –
Bodo Marcel – Bonmasser Sarah –
Bucher Valerie & Johanna – Byloff Artys
– Cano Juana – Darvishzadeh Valentina
– Del Vacchio Rebecca – Dobesberger
Julia – Donelly Tina – Dunitz-Scheer
Noah – Eberl Viktoria – Ebner Julia –
Eddoudi Dina & Leyla & Maha – Erdödy
Leandra & Yvette – Feuchter Isabella –
Florian Johanna – Goschnik Maria –
Grafeneder Jonas & Miriam – Gratl
Valentin & Vinzenz – Gross Sinoun –
Haas Helena – Habjanic Pia – Haidacher
Fiona – Hanschitz Manuel Hartl Marion
– Heypke Miriam – Hirschberg Charlotte
& Miriam & Rebecca – Hofmeister Elena
& Sebastian – Höldrich Elisabeth –
Hooshmandi Shirin & Nathalie – Hössl
Hanna – Igl Nicole & Tanja – Jäger
Magdalena - Jauk Jo – Jimenez
Maximiliano – Josel Clara – Jost David –
Kaponig Laura – Karl Max – Kastner
Lukas – Knam Laura – Konrad Laura
Elisa – Korp Elena & Maximilian – Kricej
Hannah & Moritz – Kroneis Maria
Christina – Kubizek Julia – Kühner Paula
– Kyurumyan Astghik – Leitner Jakob &
Magdalena – Lintner Laura – Lücker
David & Jonas – Maierhofer Larissa &
Raphaela – Mandl Ulli – Marat Eva &
Verena – Mark Gabriel & Niklas – Merl
Anna Moser Martina – Neubert Anna –
Niedermaier Johanna – Noelle Naime –
Nogradnik Laura Oberthaler Lotte –
Österreicher Sarah – Pansi Franziska –
Partl Lukas – Paß Chiara & Manuel –
Peisser Sofie & Anna – Pertl Jakob –
Petio Fiona – Pfleger Lena – Pölzl
Karoline – Puntigam Atlanta – Pusswald
Jonathan – Riester Anatina – Rigler
Anna-Therese – Rissner Maria – Rosman
Mara Lena – Rossmann Christina –
Rudlof Selina & Freya – Sako Armela –
Santer Laura – Savilla Nathalie –
Schäffer Anais & Lillion – Schaller
Maximillian – Schlammberger Mara
Nina – Schmückler-Schüssler Max –
Schrittwieser
Benjamin
–
Schüttengruber Eva – Seeleitner Amina
& Simona – Senemann Marie – Simon
Sophie
–
Standhartinger
Clara
Magdalena – Steinberger Paulina –
Steiner Alice & Michael & Tina Stichler
Maria Christin – Trummer Johanna &
Rosa – Udier Andrea & Christoph – Uhl
Michael – Vallant Fabian & Gloria – Vogl
Jillian – Wabl Marie & Nicola – Wadsack
Theresa – Walch Paul & Lieselotte –
Walgram Kim – Weiss Laura – Wendler
Carina – Wiener Carolina – Ziegler
Sophie
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