Gleichgewichtsspiel Wir betrachten folgende Reaktion (z.B. eine

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Gleichgewichtsspiel
Wir betrachten folgende Reaktion (z.B. eine Isomerisierung).
→ W
S ←
k1
(1)
k −1
Die Geschwindigkeit dieser Reaktion ist:
−
d [S]
= k1 [ S ] − k − 1 [ W ]
dt
(2)
1) Anfangsreaktion: [W] = 0
−
d [S]
=
k1 [ S ]
dt
Reaktion 1. Ordnung
(3)
k1 [S] = k −1 [ W ]
(4)
W]
[=
[S ]
(5)
2) Gleichgewicht:
−
d [S]
=
0→
dt
K
=
k1
k −1
Mit Hilfe des Spiels soll gezeigt werden, dass die Gleichgewichtseinstellung ein statistischer
Vorgang ist. Die Reaktionsgeschwindigkeit kann mit Hilfe verschiedener
Wahrscheinlichkeiten beschrieben werden:
−
d [S]
= W (S → W ) ⋅ W (S) − W ( W → S) ⋅ W ( W )
dt
(6)
W(S → W)
Wahrscheinlichkeit, dass ein "aktiviertes" S-Teilchen zu W reagiert
W(W → S)
Wahrscheinlichkeit, dass ein "aktiviertes" W-Teilchen zu S reagiert
W(S)
Wahrscheinlichkeit für Aktivierung von S
W(W)
Wahrscheinlichkeit für Aktivierung von W
Wir realisieren das Spiel durch folgende Regeln:
(Im Prinzip ist das das sog. Ehrenfest'sche Urnenmodell)
1. Wir nehmen einen Topf, der 140 schwarze Kugeln S enthält.
2. Wir ziehen blind.
3. Wenn eine schwarze Kugel gezogen wird, geben wir eine weiße Kugel zurück, d.h. die
Reaktionswahrscheinlichkeit ist W (S → W) = 1
(7)
4. Wenn eine weiße Kugel gezogen wird, werfen wir eine Münze. Wenn das Wappen
oben ist, dann wird die schwarze Kugel in den Topf zurückgeben, wenn die Zahl oben
ist, wird die weiße Kugel zurückgegeben, d.h. die Reaktionswahrscheinlichkeit ist
1
W ( W → S) =
2
(8)
5. Wir tragen die Zahl der schwarzen und der weißen Kugeln im Topf als Funktion der
Zahl der Ziehungen auf. Eine Ziehung entspricht einer Zeiteinheit.
Wir müssen jetzt noch die Wahrscheinlichkeit für die Aktivierung berechnen. Wir nehmen an,
dass die herausgezogene Kugel ein aktiviertes Teilchen darstellt. Die Wahrscheinlichkeit eine
bestimmte Kugel (z.B. Nr. 34) aus insgesamt Nges Kugeln zu ziehen ist:
W ( Nr.34 ) =
1
N ges
(9)
Sind insgesamt Ns schwarze Kugeln vorhanden (z.B. die Kugeln Nr. 1, 10, 34, usw.), so ist
die Wahrscheinlichkeit, eine schwarze Kugel zu ziehen:
W ( S ) =W ( Nr.1) + W ( Nr.10 ) + W ( Nr.34 ) + ...
=
1
1
1
N
+
+
+ ...... = S
N ges N ges N ges
N ges
(10)
Entsprechend gilt für Wahrscheinlichkeit eine weiße Kugel zu ziehen (bei NW weißen Kugeln
im Topf)
W (W) =
NW
N ges
(11)
Wir setzen Gl. 7, 8, 10 und 11 in Gl.6 ein und erhalten:
−
d [S]
N
1 NW
=
1⋅ S −
dt
N ges 2 N ges
Im Gleichgewicht erhalten wir aus Gl. 12 mit −
NS
1 NW
N
=
→ W= 2
N ges 2 N ges
NS
(12)
d [S]
=
0
dt
(13)
d.h. die Gleichgewichtskonstante ist K = 2.
Aus der Massenerhaltung ergibt sich:
N S ( Anfang ) =N S + N W =140
(14)
Aus Gl. 13 und 14 ergibt sich:
NW
2
=→
2 N W = N S ( Anfang )
N S ( Anfang ) − N W
3
(15)
Mit der Anfangszahl ( N S ( Anfang ) = 140 ) und der Gleichgewichtskonstante K = 2 erhalten
wir die Zahlen von S und W im Gleichgewicht:
NW
NS
≈ 93
≈ 47
𝑁𝑆 (𝐴𝑛𝑓𝑎𝑛𝑔) = 140
𝑘2 = 2 𝑘1 → 𝑘 =
𝑊(𝑆 → 𝑊) = 1
1
𝑊(𝑊 → 𝑆) =
2
1
2
Statistische
Schwankungen
um die
Gleichgewichtslage
Zahl der Ziehungen
Einfluss der Wegnahme von B
und Zugabe von A auf das
Gleichgewicht
Häufigkeit des
Auftretens von
𝑛𝐴
Gleichgewicht
liegt bei →
𝑛𝐴 = 50
Zahl der
Teilchen A
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