Name: Jörg Blasius Veranstaltungsnummer

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Name: Jörg Blasius
Veranstaltungsnummer: 5750
Titel:
Veranstaltungsart: Vorlesung
Argumentieren mit Zahlen
Veranstaltungsort und -beginn: Dienstag 12-14, HG, HS X
Beginn: 12.10. 2003
Scheinkriterien: Klausur in der letzten Sitzung
Kommentierung:
Die Veranstaltung richtet sich an alle Haupt- und Nebenfachstudenten, die mit Zahlen argumentieren
wollen oder müssen. Sie ist gleichzeitig Pflichtveranstaltung für Politikwissenschaftler für den Bereich
Methoden.
Zahlen begegnen uns in den unterschiedlichsten Formen in allen Bereichen des Lebens. Angefangen
von Prognosen für die Wahlforschung, Aussagen über die Gründe von Wahlniederlagen und
Wahlsiegen auf der Basis der Umfrageforschung, Zahlen in öffentlichen Statistiken, grafisch
aufbereitete Zahlen in den Medien – von dem Wirtschaftsteil der Tages- und Wochenzeitungen bis
zum Politbarometer im Fernsehen – bis hin zur Wahrscheinlichkeit, fünf oder sechs Richtige im Lotto
zu haben oder mit dem statistischen Risiko, an Krebs zu erkranken. Im Rahmen der Vorlesung
werden zum einen einige statistische Grundlagen gegeben, um einen damit in die Lage zu versetzen,
Wahrscheinlichkeiten zu bestimmen (z.B. sechs Richtige im Lotto) bzw. publizierte
Wahrscheinlichkeiten zu bewerten (z.B. Auftrittswahrscheinlichkeit von bestimmten Ereignissen wie
Unfällen in Kernkraftwerken oder Risiken bei der Einnahme von Medikamenten). Zum anderen wird
gezeigt, wie mit Zahlen argumentiert werden kann. Hierbei wird u.a. gezeigt, wie leicht ein Wert
fehlerhaft dargestellt werden kann und wie es damit zu falschen Interpretationen kommt, also letztlich,
wie mit Statistik gelogen werden kann und wie mit Statistik gelogen wird. Letzteres wird anhand von
Beispielen aus den Medien dokumentiert, insbesondere aus Zeitungen und Zeitschriften.
Die Vorlesung wird von Tutorien begleitet, in denen Übungsaufgaben gerechnet werden und in denen
einige der Argumentationen im kleinen Kreis vertieft diskutiert werden können.
Grundlegende Literatur:
Bortz, Jürgen, 1999: Statistik für Sozialwissenschaftler. Berlin: Springer.
Diekmann, Andreas, 1995: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen.
Reinbek: Rowohlt.
Gigerenzer, Gerd, Zeno Swijtink, Theodore Porter, Lorraine Daston, John Beatty und Lorenz Krüger
(Hg.), 1999: Das Reich des Zufalls. Wissen zwischen Wahrscheinlichkeiten, Häufigkeiten und
Unschärfen. Heidelberg: Spektrum.
Krämer, Walter, 1994a: So lügt man mit Statistik. Frankfurt am Main: Campus.
Krämer, Walter, 1994b: So überzeugt man mit Statistik. Frankfurt am Main: Campus.
Kühnel, Steffen-M. und Dagmar Krebs, 2001: Statistik für die Sozialwissenschaften. Reinbek:
Rowohlt.
Meyerson, Michael, 2002: Political Numeracy. Mathematical Perspectives on Our Chaotic
Constitution. New York: Norton.
Thiessen, Victor, 1993: Arguing with Numbers. Halifax: Fernwood.
Sprechstunde: Mo. 10.00 – 12.00
Name: Prof. Dr. Werner Gephart
Titel: Gesellschaftstheorie und Recht
Veranstaltungsnummer:
5751
Veranstaltungsart:
Vorlesung
Veranstaltungsort und -beginn:
Juridicum, HSG, Do 16-18, Beginn: 21. Oktober 2004
Scheinkriterien: Erfolgreiche Klausur am Ende des Semesters
Kommentierung:
Nach einer stiefmütterlichen Behandlung des Rechts in der Gesellschaftstheorie ist die Analyse von
Recht in eindrucksvoller Weise ins Zentrum soziologischer Analysen zurückgekehrt.
Die Vorlesung beginnt mit der engen Verflechtung von Recht und Gesellschaftstheorie unter den
soziologischen Klassikern Weber, Tönnies und Durkheim, um dann einen gewissen Verlust des
Rechts in der Gesellschaftstheorie, insbesondere bei Alfred Schütz und George Herbert Mead und
den interpretativen Ansätzen in der Sozialwissenschaft insgesamt zu beobachten.
Faszinierend ist die Wiederentdeckung des Rechts in der Gesellschaftstheorie, wo nicht nur Luhmann
eine umfassende gesellschaftstheoretische Analyse von Recht vorgelegt hat, sondern auch bei
Habermas - nach einer ursprünglichen Fundamentalkritik – das Recht einen bedeutenden Platz im
Projekt der Moderne eingenommen hat.
Die Vorlesung vermittelt daher einerseits Grundzüge soziologischer Großtheorien, andererseits wird
gezeigt, wie „Recht“ ein bevorzugter Gegenstand soziologischer Beobachtung wird, von der auch der
Jurist profitieren kann. Denn die vielbeschworene Fremdheit von Recht und Gesellschaftstheorie
beruht auf einem Mißverständis über die Genese der Soziologie, nämlich der Geburt der Soziologie
aus dem Geist der Jurisprudenz.
Literatur:
Neben der Grundliteratur zu Weber, Durkheim, Tönnies, Parsons, Luhmann, Habermas möchte ich
verweisen auf:
Werner Gephart, Gesellschaftstheorie und Recht. Das Recht im soziologischen Diskurs der Moderne,
Frankfurt am Main 1993
Sprechstunde: Die 17-19 im Seminar für Soziologie und im Anschluß an die Vorlesung
Veranstaltungstitel:
Vorl.Verz.Nr.
Leiter
Veranstaltungsart:
Veranstaltungszeit und -Ort:
Veranstaltungsbeginn:
Kommentierung:
Einführung in die Soziologie
5758
Dr. K.-H. Saurwein
Übung im Grundstudium (Allgemeine Soziologie)
Do 11.00-13.00 (großer Übungsraum)
14.10.2004
Die Übung richtet sich an Studierende im Grundstudium. Sie vermittelt
einen Überblick über zentrale Fragestellungen, Grundbegriffe und
Realitätsperspektiven der Soziologie. Dabei werden mikro- und
makrosoziologische Ansätze zur Analyse beleuchtet.
Diskussionsgrundlage für die einzelnen Seminarsitzungen bilden
ausgewählte Texte klassischer und moderner Autoren. Zu den Texten
werden Übungsfragen gestellt, die die Arbeit mit den Texten erleichtern
sollen und zur Vorbereitung auf die Endklausur dienen.
Thematischer Aufbau
Leitfragen und Bezugsrahmen soziologischer Handlungsanalyse
-
Grundlegende Fragestellungen der Soziologie: Bedingungen
sozialer Kooperation und sozialer Ordnungsbildung
Handlungen und Strukturen in mikrosozialen und makrosozialen
Zusammenhängen
Situationen, Akteure und soziale Interaktion
Die normative Orientiertheit sozialen Handelns: Soziale Rollen
Die rationale Orientierung sozialen Handelns: Sozialer Austausch
-
Die symbolische Orientierung sozialen Handelns: Symbolische
Interaktion
Individuelle Autonomie und soziale Bindung
Bedingungen, Formen und Folgen kollektiven und organisierten
Handelns
Soziale Kollektive und das Kollektivgutproblem
-
Rationalität kollektiven Entscheidens in Organisationen
Paradoxe Effekte kollektiven Handelns
Soziologische Diagnosen makrosozialer Strukturen und Prozesse
-
Politische Herrschaft und Legitimation
Soziale Ungleichheit und soziale Konflikte
Politik und Öffentlichkeit
-
Gesellschaftliche Differenzierung und Individualisierung
-
Basisliteratur
Bogenhold, D., Moderne amerikanische Soziologie, Stuttgart 2000
Esser, H., Soziologie, Frankfurt 1993
Friedrichs, J. u.a., Die Diagnosefähigkeit der Soziologie, Opladen 1998
Friedrichs, J., Jagodzinski, W., Soziale Integration, Opladen 1999
Schimank, U., Handeln und Strukturen, München 2000
(Kopien von Basis- und Vertiefungstexten werden zu Beginn des
Semesters im Handapparat zur Verfügung stehen).
Anforderungen für den
Erwerb eines Übungsscheins
•
Regelmäßige und aktive Teilnahme
•
Vor-/ Nachbereitung der Basistexte anhand von Übungsfragen, die
für jede Sitzung (ab der 2. Sitzungswoche) ausgegeben werden.
Die Übungsfragen sind aus dem Internet abrufbar (www.unibonn.de/soziologie).
Kurzreferat*(15 min) und ein zusammenfassendes Thesenpapier
(max 3 S.) über einen Vertiefungstext bzw. schriftliche Bearbeitung
von 2 aus 4 gestellten Themen. Die Themen werden am 20.01.05
ausgegeben. Die schriftliche Bearbeitung der beiden Themen soll
insgesamt 6 Seiten (maschinenschriftlich) nicht überschreiten. Die
Note der schriftlichen Arbeit geht zu 50 % in die Endnote ein. Die
Bearbeitungszeit beträgt eine Woche. Bitte beachten Sie, dass die
pünktliche Abgabe der Hausarbeit Voraussetzung für die
Teilnahme an der Klausur ist. (*Wer ein Kurzreferat hält, muss nur
eine Aufgabe schriftlich bearbeiten.)
Bearbeitung einer Klausuraufgabe. Hier soll ein Thema aus drei
angebotenen Themen bearbeitet werden.
•
•
Name: Thiemo Heidelbach
Veranstaltungsnummer: 5759
Titel:
Veranstaltungsart:
Übung im Grundstudium
Einführung in die Soziologie
Veranstaltungsort und -beginn: Mi 17.00 - 19.00 Uhr Großer Übungsraum
Beginn: Mi 13.10.2004
Scheinkriterien: Regelmäßige Teilnahme, Referat (mündlich und schriftlich) und die Erfolgreiche
Teilnahme an der Abschlussklausur. Das Referat ist Vorraussetzung zur Teilnahme an der
Abschlussklausur
Kommentierung:
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Grundstudium und führt in die Grundlagen der
soziologischen Wissenschaft ein.
Grundlegende Fragen wie etwa: "Wie ist Gesellschaft möglich" stehen hiebei im Vordergrund. Die
Veranstaltung hat zum Ziel dem Studienfachneuling einen Überblick über die Arbeitsfelder und
Interessenschwerpunkt dieses Faches zu vermitteln und ihn in die soziologische Denkweise
einzuführen.
Neben der rein fachlichen Einführung ist das Erlernen wichtiger grundlegender Fertigkeiten des
wissenschaftlichen Arbeitens ein zweiter Schwerpunkt dieser Veranstaltung
Literatur:
(grundlegend) Abels, Heinz: Einführung in die Soziologie, Band 1 und 2, Wiesbaden 2001
Sprechstunde: Di 15.00 - 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Veranstaltungstitel:
Vorl.Verz. Nr.
Leiter
Veranstaltungsart:
Veranstaltungszeit und -Ort:
Veranstaltungsbeginn:
Kommentierung
Paradoxien und Eigendynamiken sozialen Handelns
5760
Dr. K.-H. Saurwein
Proseminar im Grundstudium (Allgemeine Soziologie)
Mi 15.00-17.00 (großer Übungsraum)
13.10.04
Paradoxe Effekte und eigendynamische Prozesse sind als meist
ungewolltes Resultat von Handlungen oder als Folge funktionaler
Interdependenzen allgegenwärtig. Schon den Klassikern der
Ökonomie war aufgefallen, dass private Laster zum öffentlichen
Wohl betragen können. Wir wissen, dass der Versuch von
Konsumenten, Unternehmen und Gewerkschaften den
Kaufkraftverlusten einer Inflation zu entgehen, meist zu einer
Verschärfung des Inflationstempos führt. In einer Vielzahl von
Situationen führt individuell rationales Verhalten dazu, dass
angestrebte kollektive Ziele nicht erreicht werden. Wir möchten gerne
glauben, dass mehr Bildung soziale Ungleichheiten beseitigt und
müssen konstatieren, dass sich die Strukturen der Ungleichheit trotz
großer Anstrengungen kaum verändert haben. Wir stellen fest, dass
viele gut gemeinten Reformprojekte genau die Probleme verstärken,
zur deren Lösung sie in Gang gesetzt wurden. Wir müssen
beobachten, wie sich soziale und politische Konflikte selbst
verstärken und verstetigen, selbst wenn ihre ursprünglichen Anlässe
und Rechtfertigungsgründe längst vergessen sind. Wir kennen die oft
fatale Wirkung von Gerüchten und Vorurteilen, die die Tendenz
haben, sich selber zu bestätigen.
Das Seminar will aufzeigen, dass paradoxe Effekte und
Eigendynamiken nicht einfach die Folge von Wertkonflikten oder
Interessensgegensätzen sind, sondern aus der Interdependenz und
Komplexität sozialer Handlungssysteme selbst resultieren. Sie
zeichnen sich dadurch aus, dass sie von den beteiligten Akteuren
nicht beabsichtigt wurden und die Absichten in keinen kausalen
Zusammenhang mit dem Auftreten der fraglichen Effekte gebracht
werden können. Wenn Eigendynamiken und paradoxe Effekte auf
komplexen und nichtlinearen Wechselwirkungen beruhen, stellt sich
nicht nur die Frage, wie man mit der dabei erzeugten
„Unübersichtlichkeit sozialer Verhältnisse“ praktisch umgehen soll,
sondern wie das Auftreten solcher Effekte mit den analytischen
Instrumenten der Soziologie beschrieben und erklärt werden kann.
.
Thematische Schwerpunkte
Theoretisch-begriffliche Grundlagen und Ansätze
Die handlungstheoretische Perspektive: Die unintendierten
Folgen absichtsvollen Handelns
Der kommunikationstheoretische Perspektive: Paradoxe
Kommunikation
Die systemtheoretische Perspektive: Emergenzeffekte sozialer
Systeme
Paradoxien und Eigendynamiken kollektiven Handelns
Individuelle und kollektive Rationalität: Die Paradoxien sozialer
Partizipation
Eigendynamik bürokratischer Organisationen
Die Eigendynamik sozialer Konflikte
Paradoxe Effekte gesellschaftlicher (Selbst-)Steuerung und
Selbstbeobachtung
Paradoxe Effekte sozialpolitischer und wirtschaftspolitischer
Interventionen
Medien und Meinungen: Die Eigendynamik öffentlicher
Kommunikation
Der Umgang mit Wissen und Nichtwissen: Risiko und Sicherheit
-
Grundlegende Literatur
Balke, F. u.a. (Hg.), Paradoxien der Entscheidung, Bielefeld 2004
Boudon, R., Die Logik gesellschaftlichen Handelns, Neuwied 1980
Boudon, R., Widersprüche sozialen Handelns, Neuwied 1979
Dörner, D., Die Logik des Misslingens. Strategisches Denken in
komplexen Situationen, Reinbek 1995
Elster, J., Subversion der Rationalität, Frankfurt 1987
Gerhards, Jürgen /Hitzler, Ronald (Hg.), Eigenwilligkeit und
Rationalität sozialer Prozesse. Friedhelm Neidhardt zum 65.
Geburtstag, Opladen 1999.
Hirschman, A., Leidenschaften und Interessen, Frankfurt 1980
Luhmann, N., Soziologie des Risikos, Berlin 1991
Olson, M., Die Logik kollektiven Handelns, Tübingen 1968
Watzlawick, P. u.a., Menschliche Kommunikation, Bern 1999
Anforderungen / Hinweise
Für Proseminarschein: Regelmäßige Teilnahme, Referat und
schriftliche Hausarbeit (ca. 12-15 S. + Literaturverzeichnis mit ca. 15
eigenständigen Titeln).
Für Teilnahmeschein: Regelmäßige Teilnahme, Referat mit
Thesenpapier (3-4 S.) und Literaturverzeichnis
Veranstaltungstitel:
Vorl.Verz.Nr.
Leiter
Veranstaltungsart:
Veranstaltungszeit und -Ort:
Veranstaltungsbeginn:
Kommentierung:
Wertewandel in der Gesellschaft
5763
Dr. Karl-Heinz Saurwein
Übung im Hauptstudium (Forschungsübung; Methoden)
Mo 11.00-13.00 und Do 15.00-17.00
14.10.04 (!) (Teilnehmerbegrenzung: 20)
Diagnosen, Interpretationen und Zukunftsszenarien zum Wertewandel
in der modernen Gesellschaft sind zu einem Dauerthema in der
wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion geworden. In der
Öffentlichkeit wird „Wertewandel“ häufig als Defizitformel verwendet,
die vielfältige Problemlagen und Funktionsdefizite auf eine einfache
und unangreifbare Erklärungsfolie spannt und mahnende Appelle an
einen notwendigen Bewusstseinswandel hervorbringt.
Eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Thema muss
zunächst von der schlichten Frage ausgehen, ob und wie sich
grundlegende Werthaltungen und Einstellungen der Bürger zu
zentralen gesellschaftlichen Werten, zu institutionellen Ordnungen und
persönlichen und Lebenszielen und Lebensbereichen geändert haben.
Wenig strittig ist der allgemeine Befund, dass es seit Mitte der
sechziger Jahre zu deutlichen Veränderungen im Verständnis und der
Bewertung sozialer und persönlicher Ziele, normativer Verpflichtungen
oder sozialer und politischer Institutionen gekommen ist. Umstritten ist
allerdings die Frage, ob und wie diese Veränderungen nach Ausmaß,
Richtung, Struktur und Kontinuität beschrieben und erklärt werden
können. An generellen Deutungsangeboten fehlt es nicht: Schlagworte
wie „Postmaterialismus“, „Postmoderne“, „Individualisierung“,
„Pluralisierung der Lebensformen“ oder „Erlebnisgesellschaft“ sind nur
einige der generellen Deutungsangebote, die dem Bedürfnis nach
Verallgemeinerbarkeit und Orientierung entgegenkommen.
Ziel der Übung ist es, theoretische und empirische Befunde zum
„Wertewandel“ in unterschiedlichen Lebensbereichen zu
rekonstruieren und – soweit möglich - durch Sekundäranalysen
empirischer Daten zu prüfen. Dies schließt den Versuch ein,
alternative Strategien oder Modelle zu entwickeln und anhand
vorliegender Daten zu erproben.
Thematischer Schwerpunkte
Die Akzeptanz von Leistung, Gleichheit und Ungleichheit
Die moralische Erosion? Der Wandel von Erziehungszielen,
moralischen Urteilen und Sanktionsverlangen
Der Stellenwert von Religion und religiösen Überzeugungen in der
individualisierten Gesellschaft
Politische Kulturen: Konvergenz und Divergenz politischer
Orientierungen in Ost und West
Basisliteratur
Inglehart, R., Kultureller Umbruch. Wertwandel in der westlichen Welt,
Frankfurt 1989
Glatzer, W. u.a. (Hrsg.) (2002), Sozialer Wandel und gesellschaftliche
Dauerbeobachtung, Opladen: Leske und Budrich
Meulemann, H. Werte und Wertewandel, Weinheim u. München 1996
Meulemann, H., (Hg.), Werte und nationale Identität im vereinten
Deutschland, Opladen 1998
Scheuch, E. K., Sozialer Wandel Band 2: Gegenwartsgesellschaften
im Prozess des Wandels, Wiesbaden 2003
Osterdiekhoff, G.W., Jegelka, N. (Hg.), Werte und Wertewandel in
westlichen Gesellschaften: Resultate und Perspektiven der
Sozialwissenschaften, Opladen 2001
Anforderungen
Die Übung richtet sich vor allem an Studierende, die selbst empirische
Forschungsarbeiten durchführen wollen oder z.B. im Rahmen einer
Magisterarbeit die Auswertung statistischer Daten planen.
Im Rahmen der Übung kann ein Übungsschein für Fortgeschrittene
erworben werden. Voraussetzung dafür sind Kurzvorträge zum
Forschungsstand, die Präsentation eines eigenen empirischen
Projekts und die schriftliche Ausarbeitung eines Berichts zu dem
gewählten Thema.
Unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme sind Kenntnisse der
deskriptiven und schließenden Statistik (z.B. Tabellenanalyse,
Korrelation und multiple Regression, Testverfahren) und Erfahrungen
im Umgang mit dem Programmpaket SPSS (oder einem anderen
statistischen Programmpaketen wie z.B. SAS, STATA etc.).
Wünschenswert sind Erfahrungen im Umgang mit Office-Programmen
wie Word, Excel oder Powerpoint.
Name: Doris Lucke
Veranstaltungsnummer: 5764
Titel: Phänomene der Macht
Veranstaltungsart: Übung f Fortge schrittene
Veranstaltungsort und -beginn: Großer Übungsraum, Do. 9-11 Uhr
erste Semesterwoche
Scheinkriterien: Regelmäßige Teilnahme und individuell zurechenbare Leistung in Form eines
mündlichen Referats oder einer schriftlichen Ausarbeitung (ca. 15-20 Seiten) zum Semesterende.
Kommentierung:
Macht spielt in nahezu allen Lebensbereichen und Sozialbeziehungen eine mehr oder Minder
dominante Rolle. Herrschaftsfreie Situationen sind soziologisch betrachtet eine Illusion.
Ziel der Veranstaltung ist es, den Spuren der Macht nachzugehen und das grundlegende
soziale Phänomen auf der Grundlage von Referaten in seinen unterschiedlichen, auch latenten
Erscheinungsformen aufzudecken und zu diskutieren.
Grundlegende Literatur:
ARENDT, Hannah 1994: Macht und Gewalt, München
CLAESSENS, Dieter 2002: Macht und Herrschaft. S. 11-125,in: KORTE, Hermann / SCHÄFERS,
Bernhard (Hrsg.) 2002: Einführung in die Hauptbegriffe der Soziologie Opladen
FOUCAULT, Michel 1976: Mikrophysik der Macht. Michel Foucault über Strafjustiz, Psychiatrie und
Medizin. Berlin
HRADIL, S. 1980: Die Erforschung der Macht. Stuttgart u.a.
IMBUSCH, Peter (Hrsg.) 1998: Macht und Herrschaft. Sozialwissenschaftliche Konzeptionen und
Theorien. Opladen
LUHMANN, Niklas 1975: Macht. Stuttgart
WEBER, Max 1980: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Kapitel III
Typen der Herrschaft, S. 122-176. In: Wirtschaft und Gesellschaft (5. rev. Aufl.)
Sprechstunde: Mi. 11.00
Hauptseminar „Politische Kultur“ (5766)
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Seminar für Soziologie
Wintersemester 2004/5
Prof. Dr. rer. soc. Michael Opielka
Fachhochschule Jena, FB Sozialwesen / University of California at Berkeley, School of
Social Welfare
Institut für Sozialökologie, 53639 Königswinter
e-mail: [email protected] - Sprechstunde: nach der Veranstaltung
Zeit:
Ort:
Montag 15-17 Uhr; erste Sitzung: 18.10.2004
Adenauerallee 98a, großer Übungsraum
Politik besteht nicht nur aus Institutionen und Akteuren. Die politische Philosophie hat
immer schon Weltanschauungen, Ideologien und Ethiken zum Gegenstand. In den letzten
Jahrzehnten wurde zudem die „politische Kultur“ entdeckt, nicht zuletzt als Teil einer
kulturalistischen Wende in den Sozialwissenschaften: Alltag, Erfahrung, Narrative, Werte,
Normen, Integration sind Stichworte in dieser erweiterten Perspektive auf das Politische.
Der Soziologie ist seit Max Weber und Emile Durkheim die Kulturdimension des Sozialen
vertraut: sie scheint fluide, in einem nicht leicht greifbaren Reich zwischen den Akteuren
und den Institutionen angesiedelt, unterhalb der großen Ideologien und diese zugleich
einschließend. Seit 1989 und nochmals seit dem 11.9.2001 wurde die politische Kultur zu
einer zentralen Analyseebene der politischen Soziologie.
Lektüre und die Ausarbeitung eines Seminarbeitrages sind Teilnahmevoraussetzung. Der
Scheinerwerb setzt ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung voraus.
Almond, Gabriel A./Verba, Sidney, 1963, The Civic Culture. Political Attitudes and Democracy in Five Nations, Princeton:
Princeton University Press
Archer, Margaret, 1996, Culture and Agency. The Place of Culture in Social Theory, 2nd ed., Cambridge: Cambridge University
Press
Arts, Wil et al. (eds.), 2003, The Cultural Diversity of European Union. Findings, Explanations and Reflections from the European
Values Study, Leiden: Brill
Benhabib, Seyla, 2000, Kulturelle Vielfalt und demokratische Gleichheit. Politische Partizipation im Zeitalter der Globalisierung,
Frankfurt: Fischer
Böhme, Hartmut u.a., 2002, Orientierung Kulturwissenschaft. rowohlts enzyklopädie, 2. Aufl., Reinbek: Rowohlt
Dahrendorf, Ralf, 2003, Auf der Suche nach einer neuen Ordnung. Vorlesungen zur Politik der Freiheit im 21. Jahrhundert,
München: Beck
Greiffenhagen, Martin & Sylvia (Hrsg.), 2002, Handwörterbuch zur politischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland,
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag
Breit, Gotthart, 2003, Politische Kultur in Deutschland, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag
Giesen, Bernhard (Hrsg.), 1991, Nationale und kulturelle Identität. Studien zur Entwicklung des kollektiven Bewusstseins in der
Neuzeit, Frankfurt: Suhrkamp
Hofmann, Martin Ludwig u.a. (Hrsg.), 2004, Culture Club. Klassiker der Kulturtheorie, Frankfurt: Suhrkamp
Huntington, Samuel P., 1997, Der Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, 5. Aufl.,
München/Wien: Europa
ders./Harrison, Lawrence E. (Hrsg.), 2002, Streit um Werte. Wie Kulturen den Fortschritt prägen, Hamburg/Wien: Europa
Lakoff, George, 2002, Moral Politics. How Liberals and Conservatives Think , 2 nd ed., Chicago/London: University of Chicago
Press
Miegel, Meinhard/Wahl, Stefanie, 1996, Das Ende des Individualismus. Die Kultur des Westens zerstört sich selbst, 2. Aufl.,
München: Bonn aktuell
Offe, Claus, 2003, Herausforderungen der Demokratie. Zur Integrations- und Leistungsfähigkeit politischer Institutionen,
Frankfurt/New York: Campus
Opielka, Michael, 2004, Gemeinschaft in Gesellschaft. Soziologie nach Hegel und Parsons, Wiesbaden: Verlag für
Sozialwissenschaften
Pfau-Effinger, Birgit, 2000, Kultur und Frauenerwerbstätigkeit in Europa. Theorie und Empirie des internationalen Vergleichs,
Opladen: Leske + Budrich
Pickel, Susanne/Pickel, Gert, 2004, Politische Kultur- und Demokratieforschung im internationalen Vergleich, Stuttgart: UTB
Putnam, Robert D., 2000, Bowling Alone. The Collapse and Revival of American Community, New York et al.: Simon & Schuster
ders. (Hrsg.), 2001, Gesellschaft und Gemeinsinn. Sozialkapital im internationalen Vergleich, Gütersloh: Bertelsmann Stiftung
Reckwitz, Andreas, 2000, Die Transformation der Kulturtheorien. Zur Entwicklung eines Theorieprogramms, Weilerswist:
Velbrück
Rieger, Elmar/Leibfried, Stephan, 2004, Kultur versus Globalisierung. Sozialpolitische Theologie in Konfuz ianismus und
Christentum , Frankfurt: Suhrkamp
Links: http://www.ifk.ac.at ; http://viadrina.euv-frankfurt-o.de/~vgkulsoz/AK/AKwelcome.html ; http://www.soros.org ;
http://www.gallup.com ; http://www.tompaine.com
18.10.2004
25.10.2004
27.10.2004
1.11.2004
8.11.2004
15.11.2004
22.11.2004
29.11.2004
6.12.2004
13.12.2004
10.1.2005
17.1.2005
24.1.2005
31.1.2005
Einführung, Vergabe der Referate
Kultur als Gegenstand der Soziologie
Politische Kultur und demokratische Regierung
Feiertag
Kampf der Kulturen?
Keine Sitzung wegen auswärtigem Vortrag
Politische Kultur im vereinten Deutschland
Politische Kultur in den USA
Wertewandel und europäische politische Kultur
Politische Ideologien und politische Parteien
Gleichheit als Kulturidee: sozialpolitische Kultur
Green Cultures - Deutschland und Kalifornien im Vergleich
Civic Culture - Einstellungsforschung in der Diskussion
Welche Zukunft hat die Demokratie?
Name: Jörg Blasius
Veranstaltungsnummer: 5768
Titel:
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Soziale Schichtung und Lebensstile
Veranstaltungsort und -beginn: Montag 13-15, Seminargebäude, ÜR
Beginn: 11.10. 2004
Scheinkriterien: Referat und Hausarbeit
Kommentierung:
Das Seminar richtet sich an Haupt- und Nebenfachstudenten im Hauptstudium, die einen vertiefenden
Überblick über die soziale Schichtung und über die Verwendung von Lebensstilen bekommen
möchten. In der Veranstaltung werden die wichtigsten Theorien der sozialen Schichtung als auch die
wichtigsten Vertreter der Lebensstilforschung vorgestellt, u.a. Pierre Bourdieu, Gerhard Schulze,
Ulrich Beck und Hartmut Lüdtke. In der praktischen Anwendung der Lebensstile kann insbesondere
die Marktforschung genannt werden, hier sind Lebensstile und Merkmale der sozialen Schichtung
wichtig, um z. B. Käuferprofile zu erstellen; in den Medienwissenschaften werden sie verwendet, um
Medien-Nutzer-Typologien zu erstellen. Mit diesen Profilen sind Präferenzen in der Mediennutzung
eng verbunden, z. B. welche Käufergruppen bevorzugen welche Sendungen im Fernsehen?
11.10. Einführung in die Veranstaltung, Vergabe der letzten Referate
18.10. Definitionen und Grundlagen (Geißler 2002, Hartmann 1999, Konietzka 1995, Zimmermann
1994)
25.10. Die Verteilung von Einkommen und Vermögen (Becker und Hauser 2003, Bundesministerium
für Arbeit und Sozialordnung 2001a,b, Hauser 2003, Hauser und Becker 2001: K. 1-6, Krause
u.a. 2001)
8.11. Armut und Armutsrisiken (Hauser und Becker 2001: K. 7, Hausstein und Krieger 2004, Kölling
1999, Münnich und Illgen 2001, Tobias und Boettner 1992)
15.11. Klassen und Schichten (Beck 1983, Blackburn und Prandy 1997, Erikson und Goldthorpe
1992, Geißler 2002: K. 5, Goldthorpe 1996, Vester 1998)
22.11. Der Erwerb von Bildung und Einkommen (Becker und Schönemann 1996, Diekmann u.a.
1993, PISA-Konsortium 2001, Schimpl-Neinmanns und Lüttinger 1993, Weick 1998)
29.11. Soziale Mobilität (Hartmann 1998, Klocke 1998, Mayer und Solga 1994, Wirth 1996)
6.12. Empirische Lebensstilforschung (Becker und Nowak 1982, Blasius 1994, GfK (ohne Jahr),
Giegler 1994, Kirchberg 1984, Mitchel 1984)
13.12. Ulrich Beck: Individualisierung (Beck 1986, Friedrichs 1998, Schnell und Köhler 1995)
20.12. Hartmut Lüdtke: Expressive Ungleichheit (Lüdtke 1989, 1990, 1992)
10. 1. Gerhard Schulze: Erlebnisgesellschaft (Jäckel 1998, Lechner 1998, Müller-Schneider 2000,
Schnierer 1996, Schulze 1992)
17. 1. Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede (Anheier und Gerhards 1995, Blasius und Winkler
1989, Bourdieu 1982, 1983, 1985, 1987, Müller 1986)
24. 1. Probleme des Lebensstilkonzeptes (Eder 2001, Frenzen u.a. 1994, Hermann 2004, Lüdtke
1996, Otto 1996)
31. 1. Abschlussdiskussion
Grundlegende Literatur:
Anheier, Helmut K, Jürgen Gerhards und Frank P. Romo, 1995: Forms of Capital and Social Structure
in Cultural Fields. Examining Bourdieu’s Social Topography. American Journal of Sociology 100, S.
859-903.
Beck, Ulrich, 1983: Jenseits von Stand und Klasse? Soziale Ungleichheiten, gesellschaftliche
Individualisierungsprozesse und die Entstehung neuer sozialer Formationen und Identitäten. In:
Reinhard Kreckel (Hg.): Soziale Ungleichheiten. Sonderband 2 der „Soziale Welt“, S. 35-74.
Beck, Ulrich, 1986: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt am Main:
Suhrkamp.
Becker, Irene und Richard Hauser, 2003: Anatomie der Einkommensverteilung. Ergebnisse der
Einkommens - und Verbrauchsstichproben 1969-1998. Berlin: Edition Sigma.
Becker, Rolf und Klaus Schönemann, 1996: Berufliche Weiterbildung und Einkommensdynamik. Eine
Längsschnittanalyse mit besonderer Berücksichtigung von Selektionseffekten. Kölner Zeitschrift für
Soziologie und Sozialpsychologie 48, S. 426-461.
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Befunde zu Strukturen, Bewußtsein und Politik. Opladen: Leske + Budrich, S. 303-346.
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Ungleichheit. Bildungsforschung mit Daten der amtlichen Statistik. ZUMA-Nachrichten 32, S. 76-115.
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Schnierer, Thomas, 1996: Von der kompetitiven Gesellschaft zur Erlebnisgesellschaft? Zeitschrift für
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Schulze, Gerhard, 1992: Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Frankfurt am Main:
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Tobias, Gertrud und Johannes Boettner (Hg.), 1992: Von der Hand in den Mund. Armut und Armutsbewältigung in einer westdeutschen Großstadt. Essen: Klartext.
Vester, Michael, 1998: Klassengesellschaft ohne Klassen. Auflösung oder Transformation der
industriegesellschaftlichen Sozialstruktur? In: Peter A. Berger und Michael Vester (Hg.): Alte
Ungleichheiten, neue Spannungen. Opladen: Leske + Budrich, S. 109-147.
Weick, Stefan, 1998: Einkommensungleichheit. In: Michael Braun und Peter Ph. Mohler (Hg.):
Blickpunkt Gesellschaft 4. Soziale Ungleichheit in Deutschland. Opladen: Westdeutscher, S. 13-41.
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Westdeutschland. Zeitschrift für Soziologie 25, S. 371-394.
Zerger, Frithjof, 2000: Klassen, Milieus und Individualisierung. Frankfurt am Main: Campus.
Zimmermann, Gunter E., 1994: Armut: Konzepte, Definitionen und Operationalisierungsansätze in der
BRD. Soziale Probleme 4, S. 193-228.
Sprechstunde: Mo. 10.00 – 12.00
Name: Jörg Blasius
Veranstaltungsnummer: 5769
Titel:
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Analyse kategorialer Daten
Veranstaltungsort und -beginn: Do. 13-15, Seminargebäude, ÜR
Beginn: 14. 10. 2002
Die Veranstaltung wird ergänzt durch eine Blockveranstaltung am Ende des Semesters
Scheinkriterien: Entwicklung einer sozialwissenschaftlichen Fragestellung und selbständige,
multivariate Analyse eines geeigneten Datensatzes, Vorstellung des Projektes im Seminar und
Anfertigung eines Ergebnisberichtes.
Kommentierung:
In der sozialwissenschaftlichen Forschung sind die meisten empirischen Daten kategorial. Variablen
wie Berufsposition, Familienstand oder Parteipräferenz werden in nahezu jeder Erhebung
berücksichtigt und mit anderen Variablen verbunden. Sehr oft werden diese Daten nur in Form von
einfachen Kreuzzähltabellen abgebildet, und mittels des Chi-Quadrat-Testes wird angegeben, ob der
Zusammenhang signifikant ist oder nicht. Nicht berücksichtigt wird bei globalen Angaben wie dem ChiQuadrat -Wert, woher der signifikante Zusammenhang kommt; so ist es z. B. möglich, dass nur die
Ledigen überdurchschnittlich oft eine bestimmte Partei präferieren und es bei allen anderen Gruppen
lediglich geringe Abweichungen vom Durchschnitt gibt. Mit Hilfe neuerer statistischer Verfahren
können beliebige Arten von Tabellen und eine Vielzahl von Variablen ausgewertet werden. Die
Ergebnisse dieser multivariaten Verfahren werden in Form von Koeffizienten bzw. in Form von
grafischen Darstellungen präsentiert.
In dem Kurs wird schwerpunktmäßig die Korrespondenzanalyse vorgestellt, so dass die Teilnehmer
hinterher in der Lage sein sollten, dieses Verfahren zur Auswertung eigener Daten in der Diplom- oder
in der Magisterarbeit anzuwenden. Im Seminar werden auch die log-linearen Modelle und die Analyse
latenter Klassen vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich an die Studenten im Hauptstudium, die
beabsichtigen, eine empirische Abschlussarbeit zu schreiben sowie an jene, die an multivariater
Datenanalyse und statistischer Modellierung interessiert sind.
Grundlegende Literatur:
Andreß, Hans-Jürgen, Jacques Hagenaars und Steffen Kühnel, 1997: Analyse von Tabellen und
kategorialen Daten. Berlin: Springer.
Backhaus, Klaus, Bernd Erichson, Wulff Plinke und Rolf Weiber, 2002. Multivariate Analysemethoden.
Berlin: Springer.
Blasius, Jörg, 2001. Korrespondenzanalyse. München: Oldenbourg.
Sprechstunde: Mo. 10.00 – 12.00
Name: Prof. Dr. Werner Gephart
(zusammen mit Youssef Dennaoui, M.A.)
Veranstaltungsnummer:
5770
Titel: Der soziologische Diskurs der
Modernität
Veranstaltungsart:
Hauptseminar
Veranstaltungsort und -beginn:
Großer Übungsraum, 19. Oktober 2004
Scheinkriterien:
Referat, Hausarbeit und regelmäßige Teilnahme
Kommentierung:
19-10-2004: Allgemeine Einführung: Die Geburt der Soziologie aus dem Geist der „Moderne“:
Tönnies-Weber-Durkheim-Simmel-Marx
Wie ist die „Moderne“ historisch entstanden? Welche strukturellen, institutionellen und kulturellen
Merkmale hat die soziale Ordnung der Modernität ausgezeichnet? Wie jedes Theoriegebäude oder
Paradigma so hat sich auch der Modernitätsdiskurs in Anlehnung und Abgrenzung an andere
Diskurse herausgebildet. Die Einführungsveranstaltung soll auf die Entstehungs- und
Wirkungsgeschichte
dieses
Diskurses
eingehen
und
seine
Aktualität
im
Globalisierungszusammenhang verdeutlichen. Ferner sollen die Begriffe „Moderne“, Modernisierung
Modernität eingeführt und erklärt werden.
26-10-2004: Rationalisierung (Weber-Foucault-Habermas)
02-11-2004: Differenzierung (Durkheim- Parsons-Luhmann)
09-11-2004: Individualisierung (Simmel- Touraine- Beck)
Dimensionen von Modernität (Rationalisierung-Differenzierung-Individualisieurng) sind bereits in der
Klassischen Gesellschaftstheorie ausgearbeitet worden. Der Klassischen Theorie der „Moderne“
zufolge erhalte die „Moderne“ durch bestimmte strukturelle Merkmale eine einheitliche Form: Formale
Rationalisierung (Weber), Funktionale Differenzierung (Durkheim-Luhmann), Wertgeneralisierung
(Parsons), Kapitalisierung (Marx), Industrialisierung, Reflexivisierung der Individuen (Beck),
Kommunikative Rationalisierung (Habermas) etc. Worin die Strukturmerkmale bestehen genau bleibt
strittig, aber leitend ist die Vorstellung eines Gegensatzes zwischen Traditionalität und „Moderne“: Im
Unterschied zur traditionalen Gemeinschaft, die auf kollektiven Sinnmustern der Kultur beruht,
erscheint Die „Moderne“ in erster Linie als ein Produkt neuer, formaler Merkmale sozialer Struktur.
Diesen strukturell-formalen Merkmalen- sei es die Arbeitsteilung zwischen sozialen Systemen, die
Entwicklung der Technik, die Gesamtheit institutionaler Regeln oder die Reflexivität von Individuenwird regelmäßig explizit oder implizit eine besondere Rationalität zugeschrieben, die sich in der
gesellschaftlichen Entwicklung steigern lässt.
16-11-2004: Reflexive Modernisierung (Beck-Giddens-Lash)
Das Konzept der reflexiven Modernisierung versucht, in Abgrenzung zu bisherigen Theorien der
industriellen Modernisierung, eine veränderte Sichtweise der gesellschaftlichen Entwicklung in der
„Moderne“
zu
entwerfen.
Obschon die Fundamente der Ansätze von Beck und Giddens, auf die ich mich hier beziehe, die
gleichen sind, ist ihr Verständnis einer reflexiven Modernisierung nicht identisch. Bei Giddens wird
reflexive Modernisierung im Sinne von Wissen oder Reflexion über Modernisierungsprozesse
gebraucht, während Beck die Nebenfolgen der Modernisierung in den Vordergrund stellt, welche mit
dem Nicht - Wissen verbunden sind, weshalb von Reflexivität im Sinne der Rückbezüglichkeit der
„Moderne“
auf
sich
selbst
die
Rede
ist.
Was
ist
aber
allgemein
unter
reflexiver
Modernisierung
zu
verstehen?
'Reflexive Modernisierung' ist zunächst ein Stichwort der Gruppenbildung dass wenig festschreibt,
allerdings eine Richtung vorgibt, Abgrenzungen erlaubt. Diese Abgrenzungen finden einerseits
gegenüber den Vertretern der einfachen Modernisierung statt. Ihnen wird vorgeworfen, die eigenen
Grundlagen und gesellschaftlichen Formen als unantastbar anzusehen und dadurch zu erstarren. Die
Soziologie ist nach Beck in Kategorien der Industrialisierung gefangen, worüber bei allen
theoretischen Gegensätzen ein scheinbarer Konsens herrscht. Die Analyse der „Moderne“ bleibt auf
der Grundlage der Theorien von Marx, mit dem Verhältnis von Arbeit und Kapital als Zentralachse,
und Weber, mit der linearen Steigerung von Bürokratie und Rationalisierung als zwangsweise
Auswirkung auf das soziale Handeln, den Beschaffenheiten der industrialisierten „Moderne“ verhaftet.
Dadurch leugnet sie die Möglichkeit einer Weiterentwicklung der „Moderne“. Giddens weist darüber
hinaus auf die reflexive Anwendung des Wissens auch in den Sozialwissenschaften. Dadurch, dass
das Wissen über die Gesellschaft wieder in die Gesellschaft zurückfließt, verändert es diese auch. Die
Reflexivität der „Moderne“ als ständige Selbsterkenntnis führt zu keiner Stabilisierung, sondern trägt
zur Instabilität oder Unbeständigkeit der Welt bei.
23-11-2004: Das unvollendete Projekt der „Moderne“ (Habermas)
30-11-2004: „Moderne“ und Ambivalenz (Zygmunt Baumann)
Zygmunt Bauman entwirft das Bild einer „Moderne“, die sich durch exterritorial und mobil gewordene
Machtstrukturen auszeichnet. Das Individuum ist zwar in die Freiheit entlassen, muss das soziale
Gewebe jedoch in Heimarbeit selbst herstellen. Es gibt kein Schaltzentrum der Macht mehr, die
Strukturen sind flüchtig, die Freiheit beliebig.
Die Untersuchungen von Zygmunt Bauman zum Holocaust zeigen das barbarische Potenzial
der „Moderne“ auf. In dem Seminar sollen erstens diese barbarischen Mechanismen anhand
der Texte von Bauman aufgedeckt und anhand zweier Filme – "Schindlers Liste" und "Das
Leben ist schön" – exemplifiziert werden.
07-12-2004: Globalisierung als radikalisierte „Moderne“ (Giddens)
Antony Giddens stellt die These auf, wonach die Globalisierung als eine radikalisierte „Moderne“ oder
Spätmoderne konzipiert wird. Der multidimensionale Startpunkt der Analyse geht davon aus, dass
eine Konfiguration von vier nicht aufeinander reduzierbaren „institutional clusters“ bestehend aus
„capitalism“, „surveillance“, „industrialism“ und „military power“ die Infrastruktur für das Globalisieren
der „Moderne“ bereitstellt. Für Giddens ist das Zusammenspiel dieser Dimensionen, das den globalen
Siegeszug der westlichen „Moderne“ erklärt. Globalisierung ist somit nicht als Verwestlichung der Welt
zu verstehen, sondern als Übersetzung der „institutional clusters“ der westlichen „Moderne“ im
globalen Kontext, wobei diese institutionellen Schienen selbst eine Transformation erfahren.
14-12-2004: Multiple Modernität (Charles Tylor-Samuel Eisenstadt)
Vor allem in der englischsprachigen Diskussion haben sich alternative Ansätze einer Theorie der
Modernität ausgebildet. Sie treten im weitesten Sinne als kulturalistische Theorien der „Moderne“ auf,
die die Multiplizität „Moderne“r Kulturmuster aufzeigen: Charles Taylor und Samuel Eisenstadt
rekonstruieren vor dem Hintergrund einer interpretativen Kulturtheorie die Konkurrenz verschiedener –
historischer und geographischer – Traditionen in der „Moderne“.
21-12-2004: Die Ökonomie der Netze (Manuel Castells)
Der Gedanke von Netzwerken, die Lokalitäten und Regionen verbinden und über
Nationalstaatsgrenzen hinausgreifen, wird aus sozioökonomischer Perspektive von Manuel Castells
zu einem umfassenden Theoriegebäude einer network society systematisiert.
Wir haben es nach Castells mit einem historischen Trend zu tun, der die gesamte Gesellschaft um die
elektronischen Informationsnetzwerke herum organisiert- Was er anhand einer sehr detaillierten und
materialreichen Analyse belegt. Alle Sphären des Sozialen würden von der (kapitalistisch dominierten)
Netzwerklogik durchdrungen. Als eine der vielleicht dramatischen Konsequenzen könne dabei die
immer weiter voranschreitende Medialisierung der kulturellen Sinnwelten gelten. Die Realität werde in
der Folge nämlich symbolisch überformt, während analog die digitale Welt des Virtuellen sich zur
sozial bestimmenden Realität entwickele- wofür Castells den Begriff der „real virtuality“ einführt. Denn
die realen Orte würden immer mehr von den globalen Kapital-, Informations -, und Bilder Flüssen
infiltriert und so in ihrer Bedeutung abgelöst. Diese Transformation der sozialen Räume hat zur Folge
einen Zusammenbruch gesellschaftlicher Historizität, dominiert von Kurzfristigkeit und einem durch
Simultanität geprägten Zeitregime. Vor allem aber entsteht für Castells auch eine Opposition zwischen
Individuum und Netz: Den Bedürfnissen der Subjekte nach individueller Verwirklichung stünden immer
häufiger Anforderungen des technologisch transformierten Marktes und seiner virtualisierten wie
flexibilisierten Ökonomie entgegen.
11-01-2005: Globale Kulturökonomien: (Appadurai- Lash- Urry)
Theoretiker aus dem Feld post-kolonialer Kulturtheorien und bestimmter Theorien Kultureller
Globalisierung (Appadurai,Hannerz,lash,Urry) gehen von der Multiplizität und Überlagerung
verschiedener geographischer Zentren und Peripherien aus: Die von Arjun Appadurai sowie von Scott
Lash und John Urry entwickelte Analyse der globalisierten Verhältnisse kultureller Reproduktion kann
vielleicht als eine Radikalisierung des Giddensschen Ansatzes mit postmodernem Unterton
beschrieben werden.
Appadurai zum Beispiel stellt dem Nexus particular/universal seinen Konzept einer „Landschaft“
entterritorialisierter „globaler Flüsse“ gegenüber. Als Landschaften“ (im plural) sich überlappender und
durchkreuzender Flüsse ist die globale Kulturökonomie keine Konfiguration objektiver Verhältnisse,
sondern ein perspektivisches Gebilde, abhängig von der Positionierung der die verschiedenen Höhen
und Tiefen navigierenden sozialen Akteuren (Nationalstaaten, multinationale Konzerne, Ethnien,
Individuen etc.), welche umgekehrt selbst wichtige Konstituenten dieser „Welt in Bewegung“ sind.
„Landschaft verweist zugleich auf den unregelmäßigen und Kontingenten und unvorhersehbaren
Charakter der globalen kulturellen Konfigurationen.
18-01-2005: Hypride Akteure/Netzwerke oder Wir sind nie modern gewesen:(Bruno Latour)
Die „moderne“ Ordnung der Dinge geht fälschlicherweise nach Latour davon aus, dass sich alles fein
säuberlich trennen lasse, dass man zwischen Menschen und Maschinen, Gesellschaft und Technik
klar unterscheiden kann. Diese Unterscheidung war Latour zufolge für die klassische „Moderne“
konstitutiv. Doch die Welt der Technik erzeuge aktuell vermehrt „Hybride“, welche durch ihre reale
Präsenz die Perspektive der Trennung zunehmend problematisch werden lasse. In der
Trennungsperspektive bleibt zudem unerkannt, wie sehr aktuell nicht die Welt der Technik sozialen
Einflüssen unterliegt, sondern auch Technik und die von ihr initiierten Netzwerke der Gesellschaft
durchdringt und formt
25-01-2005: : Modernität im Süden. Gibt es eine Modernitätstheorie im Süden?
Die Errungenschaften de „Moderne“ stehen gegenwärtig in den unterschiedlichen nichtwestlichen
Kontexten zur Debatte; sie werden auf je eigene Weise adaptiert oder verworfen, transformiert oder
verzerrt. Daraus resultiert auch eine Hinterfragung bestehender Normen, indem die „Moderne“ quasi
von den Rändern her, aus einer Nichtwestlichen Perspektive reflektiert wird, können auch die Grenzen
der Idee „Moderne“ erkannt oder neue Verständnismöglichkeiten und Konzepte für den Begriff
entwickelt werden.
01-02-2005: Fazit und Kritik
Literatur:
Eine ausführliche Literaturliste liegt zu Beginn des Semesters aus
Sprechstunde:
Dienstags 17-19
Anfragen zum Seminar können auch schon an Herrn Dennaoui gerichtet werden:
[email protected]
Name: Prof. Dr. Werner Gephart
Veranstaltungsnummer: 5771
Titel: Das Projekt des okzidentalen
Rationalismus und die globalisierte
Gesellschaft
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Veranstaltungsort und -beginn: Di 15-17, Beginn: 19. Oktober 2004
Scheinkriterien:
Hausarbeit und Referat
Kommentierung:
Das Seminar knüpft an die Diskussion des vergangenen Semesters über „Kulturelle Grenzen und
Voraussetzungen der Globalisierung“ an. Hier nun geht es primä um eine Deutung der Weberschen
vergleichenden Studien, deren Fokus die Eigenart des okzidentalen Rationalis
mus ist, um sie gegen ihre Intention auch als Gesamtdeutung einer in sich widersprüchlichen,
konflikthaften Welt zu begreifen, dessen Konfliktlinien und Spannungen gerade aus Webers Analysen
erhellt werden können.
Daher geht es nicht um die törichte Vorstellung, Weber habe die heutige Globalisierungsdebatte
bereits geführt, sondern darum, seine Erkenntnisse über den Zusammenhang von religiöser Ethik und
Welt in den „Weltkulturen“für die Analyse von Globalisierungsprozessen zu nutzen. Hieraus ergibt sich
nicht einfach ein fundamentaler „clash of civilizations“ (Huntington), sondern eine Vielfalt an
Bruchlinien, Brennpunkten, Knotenpunkten und Konfliktherden in den unterschiedlichen Dimensionen
der Globalisierung, d.h. in Recht, Wirtschaft, Politik, Lebensstilgemeinschaften, in multiplen
Rationalitäten und multiplen Modernen (Eisenstadt).
Literatur:
Primärliteratur:
Webers komparative Studien zum Protestantismus, Hinduismus, Konfuzianismus, Judentum etc.
Wolfgang Schluchter, Entwicklung des okzidentalen Rationalismus, Tübingen 1977
Diverse Arbeiten aus dem Projekt der „Zweiten Moderne“, hrsg. von Ulrich Beck
Sprechstunde: die 17-19
Name: Doris Lucke
Veranstaltungsnummer: 5772
Titel: Symbole als Tat-Sachen (HS 1)
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Veranstaltungsort und -beginn: Großer Übungsraum, Mi. 9-11 Uhr
erste Semesterwoche
Scheinkriterien:
Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung einer Sitzung, d.h. Übernahme eines Referates, sowie
schriftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 20 Seiten zum Semesterende. Bis spätestens zur ersten
Sitzung ist ein entsprechendes Exposé (1-2 Seiten) einzureichen. Für die Anfertigung des Exposés
bitte Empfehlungen (s. Extrablatt) beachten.
Kommentierung:
Für die Soziologie liegt grundsätzlich Nichts in der Natur, sondern allenfalls in der Kultur der Sache.
Symbole als soziale Tat-Sachen, „faits sociaux“ im Sinne von Durkheim bilden wie die Macht (s. ÜfF),
spätestens seit Bourdieu einen Schlüsselbegriff soziologischer Analyse. Ausgehend von der
Vorstellung nicht nur eines „animal sociale“ (Aristoteles), sondern auch eines „animal symbolicum“
(Cassirer) befasst eine spezifisch soziologische Semiotik sich mit der symbolischen Repräsentanz der
empirisch, d.h. unmittelbar erfahrenen Wirklichkeit und rekonstruiert Lebenszusammenhänge in ihrer
symbolvermittelten sozialen Sinnhaftigkeit.
Ziel der Veranstaltung ist es , symbolische Formen und ihre sozialen Funktionen in ih rer
Bedeutung für die soziologische Erforschung der Lebenswelt zu erschließen. Als Modell von und für
Wirklichkeiten verweist die Symbolthematik zugleich auch auf das Hauptseminar „Realität und
Virtualität“ (HS 2).
Grundlegende Literatur:
BOURDIEU, Pierre 1975: Zur Soziologie der symbolischen Formen, Frank furt/M.
CASSIRER, E. 1994: Philosophie der symbolischen Formen, (9. Nachdruck d. 2. Aufl. 1954),
Darmstadt
ELIAS, Norbert 2001: Symboltheorie, Frankfurt/M. (engl. 1992)
HONER, Anne 1985, Beschreibung einer Lebens-Welt, in: ZfS Jg. 14, S. 131-139
LIPP, W. 1979: Kulturtypen, Kulturelle Symbole, Handlungswelt, in:KZfSS, Jg. 31,
S. 450-484
MEAD, G. H. 1973: Geist, Identität und Gesellschaft, Frankfurt/M. (engl. 1934)
VEBLEN, Th. 1986: Theorie der feinen Leute, München (engl. 1899)
Sprechstunde: Mi. 11.00
Name: Doris Lucke
Veranstaltungsnummer: 5773
Titel: Realität und Virtualität (HS 2)
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Veranstaltungsort und -beginn: Großer Übungsraum, Mi. 13-15 Uhr
erste Semesterwoche
Scheinkriterien:
Regelmäßige Teilnahme, Vorbereitung einer Sitzung, d.h. Übernahme eines Referates, sowie
schriftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 20 Seiten zum Semesterende. Bis spätestens zur ersten
Sitzung ist ein entsprechendes Exposé (1-2 Seiten) einzureichen. Für die Anfertigung des Exposés
bitte Empfehlungen (s. Extrablatt) beachten.
Kommentierung:
Seit dem Thomas-Theorem, den „Multiple-Realities“ von Alfred Schütz und der Wissenssoziologie von
Berger / Luckmann weiß man in der Soziologie um die Objektivität subjektiver Perspektiven und um
die kulturelle Konstruiertheit und soziale Konstituiertheit dessen, was uns als jeweilige Wirklichkeit
erscheint. Die Massenmedien und das Internet erschaffen weitere Hyper-, Cyber- und andere vi rtuelle
Realitäten und lassen die „Real Reality“ als wirkliche Wirklichkeit nur noch als eine unter einer Vielzahl
anderer, auch möglicher Wirklichkeiten erscheinen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die vielen Wirklichkeiten in der einen Welt auf der Basis
theoretischer und empirischer soziologischer und interdisziplinärer Fachliteratur zu erkunden und u.a.
Fragen der Realität des Virtuellen und der Virtualität des Realen für unterschiedliche Bereiche auf der
Grundlage von Referaten zu diskutieren.
Grundlegende Literatur:
BERGER, P./LUCKMANN, Th. 1980: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Frankfurt/M.,
4. Aufl.
BÜHL, A. 1997: Die virtuelle Gesellschaft. Ökonomie, Politik und Kultur im Zeichen des Cy berspace.
Opladen/Wiesbaden
PAETAU, M./BECKER, B. (Hrsg.) 1997: Virtualisierung des Sozialen, Frankfurt/M./New York
RHEINGOLD, H. 1994: Virtuelle Gemeinschaft. Soziale Beziehungen im Zeitalter des Computers,
Bonn u.a.
SCHÜTZ, A. 1967: Collected Papers I. The Problem of Social Reality. The Hague (M. Nijhoff) 207,
229-233 (zuerst 1945)
SCHÜTZ, A. 1977: Multiple Realities, S. 227-231, in: Douglas, M. (ed.) Rules and Meanings. The
Antropology of Everyday Knowledge. Harmondsworth u.a. (erstmals 1945)
VATTIMO, G./WELSCH, W. (Hrsg.) 1998: Medien – Welten – Wirklichkeiten, München
WATZLAWICK, P. 1976: Wie wirklich ist Wirklichkeit?, München/Zürich
Sprechstunde: Mi. 11.00
Name: Jörg Blasius
Veranstaltungsnummer: 5775
Titel:
Veranstaltungsart: Colloquium
Colloquium für Examenskandidaten
Veranstaltungsort und -beginn: Dienstag 17 -19, Seminargebäude, ÜR
Beginn: 12.10. 2004
Scheinkriterien:
Kommentierung:
Diese Veranstaltung richtet sich an diejenigen, die vielleicht eine Examensarbeit bei mir schreiben
möchten und an jene, die Interesse an dem jeweiligen Thema haben. In der Veranstaltung stellen die
Kandidaten ihre Projekte, Untersuchungspläne und vorläufigen Ergebnisse vor und diskutieren sie
ausführlich mit den Teilnehmern. Die Teilnahme und Präsentation ist bindend für alle, bei denen ich
Erstgutachter sein werde.
Grundlegende Literatur:
Sprechstunde: Mo. 10.00 – 12.00
Name: Doris Lucke
Veranstaltungsnummer: 5777
Titel: Colloquium für ExamenskandidatInnen
Veranstaltungsart: Colloquium
Veranstaltungsort und -beginn: nach Absprache
Scheinkriterien: --Kommentierung: Die Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Studierende der Soziologie im
Hauptfach im fortgeschrittenen, d.h. (absehbar) scheinfreien Stadium ihres Soziologiestudiums, die
eine Magisterarbeit bei mir planen bzw. mit deren Ausarbeitung bereits befasst sind. Das Colloquium
ist ausdrücklich auch schon für jene gedacht, die sich noch in der Phase der Themenfindung befinden,
Anregungen suchen oder erste Ideen vorstellen und im Kreise anderer PrüfungskandidatInnen
diskutieren wollen.
Das Colloquium soll bei der Vorbereitung und praktischen Durchführung von Magisterarbeiten
helfen. Es bietet ein Forum zur Präsentation und konstruktiven Diskussion der Arbeiten auf dem
jeweiligen Stand. Die Veranstaltung dient auch dazu, mit Studierenden im vergleichbaren
Studienabschnitt in Kontakt zu treten und Informationen über das Prüfungs verfahren und
Prüfungsmodalitäten im Einzelnen in Erfahrung zu bringen.
Die Veranstaltung hat den informellen Charakter eines Workshops und richtet sich im
wesentlichen nach dem Diskussionsbedarf und den individuellen Anliegen der TeilnehmerInnen. Die
Termine werden jeweils per Aushang und per Email-Verteiler bekannt gegeben.
D. Lucke
Exposés für Hauptseminare
Ein Exposé enthält:
-
Name
-
Veranstaltung
-
Arbeitstitel, möglichst aussagekräftig
-
Beschreibung der vorgesehenen Referats- bzw. Hausarbeitsinhalte
-
Angabe des Vorgehens
-
Literatur, soweit bereits gesichtet
Das Exposé sollte einen Umfang vom 1-1,5 Seiten (1,5 zeilig) nicht überschreiten, auch optisch
übersichtlich gestaltet sein und spätestens zur ersten Seminarsitzung vorliegen. Es bildet die
Grundlage für das mündliche Referat (ca. 20 Min.) und in der Regel auch der 20-25seitigen
Hausarbeit zum Semesterende. Bei der Ausformulierung ist darauf zu achten, dass erkennbar wird,
worauf (d.h. Auf welche These, welches zugrundeliegende Werk, welche Forschungsfragestellung,
etc.) es besonders ankommen wird und wo entsprechend auch die Schwerpunkte der geplanten
Ausführungen und der sich daran anschließenden Diskussionen liegen werden. Das Exposé ist im
Stil einer (erfolgversprechenden) Bewerbung um einen Vortrag, etwa im Rahmen Soziologie Tagung,
abzufassen.
Veranstaltungs-Nr.: 2282
Dozent/in:
B. Mann, R. Reiche
Titel der Veranstaltung: Medizinsoziologie
Ort: HS 2, Anatomisches Institut, Nussallee
Tel.: 02224/941908
[email protected]
Zeit: Dienstags, 10-11
Beginn: 12.10.2004
Ist Gesundheit in der Postmoderne vergesellschaftet? Die Medizinsoziologie untersucht diese Frage auf
der Basis historisch-kritischer, theoretischer, empirisch-epidemiologischer, anwendungsorientierter und
evaluativer Ansätze: Was waren die Motive zur Etablierung dieses Faches? Wie hat sich das Fach
entwickelt? Wer sind ihre Klassiker? Welche Theorien werden rezipiert? Welche Bedeutung hat das
Fach für die Entwicklung des Gesundheitswesens - national wie international? Was ist mit WHO-Ziele
der Gesundheit, integrierter Versorgung, Salutogenese, Health Promotion, Gesundheitskompetenz, management oder -heitspolitik gemeint?
I. Medizinsoziologische Grundlagen zwischen Gesundheit und Gesundheitssystem
12.10.04: Geschichte der Medizinsoziologie im Kontext der WHO-Ziele und Public-Health-Sciences
Lit.: Cockerham: 1995, S. 1-12; Eckart: 2000; Siegrist: 1995; S. 1-26; Waller (2): 2002, S.
11-33
19.11.04: Sozialstruktur und Gesundheit - Gesundheitsrisiken in der modernen Gesellschaft
Lit.: Cockerham: 1995, S. 5-88; Siegrist: 1995, S. 27-86; 157-198; Waller (2): 2002, S. 6598
26.11.04: Gesundheitsforschung und Gesundheitsberichterstattung
Lit.: Cockerham: 1995, S. 13-34; Siegrist: 1995, S. 27-86; 157-198; Waller (2): 2002, S.
142-150
02.11.04: Gesundheitsressourcen zwischen Sozialepidemiologie und Salutogenese
Lit.: Cockerham: 1995, S. 89-132; Siegrist: 1995, S. 27-86; 157-198; Waller (2): 2002, S.
36-65
II. Mikro-, Meso- und Makrosoziologie der Gesundheit
09.11.04: Soziologie des Patienten - von der Vergesellschaftung zum mündigen Patienten
Lit.: Cockerham: 1995, S. 149-172; Siegrist: 1995, S. 199-226
16.11.04: Soziologie des Arztes - zwischen Bürokratie und hypokratischem Eid
Lit.: Cockerham: 1995, S. 173-206; S. 249-262; Siegrist: 1995, S. 227-264
23.11.04: Beruf im Gesundheitswesen - zwischen Rationalisierung und kommunikativem Handeln
Lit.: Cockerham: 1995, S. 133-148; S. 207-224;
30.11.05: Gesundheitssystemgestaltung - zwischen Blockaden und Qualitätsentwicklung
Lit.: Cockerham: 1995, S. 225-248; Siegrist: 1995, S. 265-286; Waller (2): 2002, S. 124-150
III. Handlungsfelder der Gesundheit - Ansätze des Gesundheitsmanagements
07.12.05: Vorsorge mit Gesundheitsförderung und Prävention
Lit.: Waller: 2002, S. 118-131; dgl. (2) S. 150-235
14.12.05: Rehabilitation vor Pflege
Lit.: Waller: 2002, S. 138-144
21.12.05: Ambulante und stationäre Versorgung
Lit.: Cockerham: 1995 (S. 261-332); Waller: 2002, S. 144-153
11.01.05. Gesundheitspolitik
Lit.: Waller (2): 2002, S. 124-133
18.01.05: Gesundheit in einer globalisierten Welt
Lit.: Cockerham: 1995 (S. 261-332);
25.01.05: Ethik in der Medizin
Lit.: Sass: 1989
IV. Fazit
01.02.05: Medizinsoziologie - Entwicklungen, Aufgaben und Perspektiven in der Postmoderne
Literatur: Cockerham, W.C., Medical Sociology. 6th ed. N. J. 1995; Eckart, W., Geschichte der
Medizin. 4. Aufl. Berlin 2000; Mann, B., Krankenhaussoziologie u. Gesundheitswesen. Soz. Rev.
2004/3; Niehoff, J.-U., Braun, B., Sozialmedizin u. Public Health. Baden-Baden 2003; Siegrist, J.,
Med. Soziologie. 5. Aufl. München 1995; Reibnitz v., C., Schnabel, P.-E., Hurrelmann, K. (Hg.) Der
mündige Patient. Weinheim 2001; Waller, H., Sozialmedizin, 5. Aufl. Stuttgart 2002; dgl.,
Gesundheitswissenschaft, 3. Aufl. Stuttgart 2002 (2); Sass, H.-M., Ethik in der Medizin. Stuttgart
1989.
Leistungsnachweise: regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit oder Klausur
Sprechstunde: nach Vereinbarung
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