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© RUZ Nationalpark Harz 2005
B 7
Elsbeere ( Sorbus torminalis)
B 6
Trauben-, Winter- Eiche
(Quercus petraea) bis 40 m hoch und 700 J alt
Licht 6 Temperatur 6 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, sind gestielt, regelmäßig gelappt,
oben glänzend dunkelgrün, unten mattgrün. Blüten
April-Mai, windbestäubt. Nur alle 2-7 J werden Eicheln
gebildet. Sie werden von Wildschweinen, Eichhörnchen
und Eichelhähern gefressen und für den Winter versteckt,
aus manchen vergessenen wachsen neue Eichen. Rinde
tiefrissig, graubraun. Eichen bilden kein sehr dichtes
Blätterdach, es lässt Licht für junge Bäume und Kräuter
auf den Boden fallen. Von der Eiche leben etwa 2000
Tierarten.
B 8
bis 20 m hoch und um 100 J alt
Licht 4 Temperatur 7 Feuchte 4 Reaktion 7 Nährstoff 4
Blätter wechselständig, tiefgelappt, scharf gesägt, oben
dunkelgrün, unten anfangs befilzt, später blassgrün.
Die weißen Blüten, Mai-Juni, in aufrechten Trugdolden,
werden von Bienen und Fliegen bestäubt. Die Beeren
sind bis 1,5 cm groß, braun und hellpunktiert. Wenn sie
nicht von Drosseln und anderen Tieren gefressen werden,
vertrocknet die Fruchtwand zu einer lederartigen Hülle
und der Same kann nicht keimen.
Rinde glatt und grau, im Alter längsrissig.
Kommt im Harz nur noch selten vor.
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5
Licht 4 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion 7 Nährstoff x
Immergrün, mit weichen, flachen Nadeln, Mittelrippe
beiderseits vorgewölbt. Fast alle Teile der Pflanze sind
für Menschen und viele Tiere giftig. (Brechdurchfall,
Tod durch Atem- und Kreislauflähmung). Mit dem nicht
giftigen Samenmantel werden die roten Früchte von
Vögeln und Säugern gefressen, Same wird mit dem Kot
ausgeschieden und die Eibe so verbreitet. Braune Rinde,
die sich ablösende Platten bildet. Aus dem Holz wurden
im Mittelalter Bögen und Armbrüste gemacht.
Kommt im Harz bis 500 m Höhe sehr selten vor, in
Gärten häufig angepflanzt.
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Eibe (Taxus baccata) bis 15 m hoch und 1000 J B
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Stiel-, Sommer- Eiche (Quercus robur)
bis 50 m hoch und 1000 J alt
Licht 7 Temperatur 6 Feuchte x
Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, kurzgestielt, derb, glatt, mit
abgerundeten Lappen, dunkelgrün. Blüten April-Mai,
windbestäubt. Eicheln in napfförmigen Bechern an
langen Stielen, von Wildschweinen, Eichhörnchen und
Eichelhähern gefressen und für den Winter versteckt,
aus manchen vergessenen wachsen neue Eichen. Rinde
tiefrissig graubraun.
Von der Eiche ernähren sich etwa 2000 Tierarten.
Lebt in Symbiose mit vielen Pilzen.
B 9
Rot-, Schwarz- Erle (Alnus glutinosa)
bis 30 m hoch und 120 J alt
Licht 5 Temperatur 5 Feuchte 9 Reaktion 6 Nährstoff x
Blätter wechselständig, kahl, oben etwas glänzend,
unten heller als oben, in den Winkeln der Blattadern
braun behaart. Blätter häufig vom metallisch-blauen
Erlenblattkäfer gefressen. Abgefallenes Laub wichtige
Nahrung für Tiere im Bach. Blüht März-April, männliche
Hängekätzchen schon im Winter sichtbar. Rinde grau,
glänzend. Wächst an feuchten Stellen und Bächen, die
Wurzeln bilden eine natürliche Uferbefestigung.
Lebt in Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien.
Kommt im Harz häufig bis knapp 700 m Höhe vor.
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B 3
Weiß-, Sand-, Hänge- Birke
(Betula pendula) bis 25 m hoch und 100 J alt
Licht 7 Temperatur x Feuchte x Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, dünn, kahl, grob doppeltgesägt,
am Stiel glattrandig, anfangs klebrig. Männliche Blüten
(Hängekätzchen) ab Herbst sichtbar, weibliche klein und
unscheinbar, windbestäubt. Der kleine, geflügelte Same
wird vom Wind sehr weit mitgenommen. Rinde weiß.
Braucht viel Licht, Pioniergehölz, Flachwurzler. Auf ihr
leben Birkenwanzen, -blattroller, Blattwespen und viele
Schmetterlingslarven.
Kommt im Harz überall häufig vor. Bricht im Winter
manchmal unter der Schneelast ab.
B 4
400 J alt
Licht 3 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, mit welligem Rand, oben
glänzend, glatt, unten heller. Junge Blätter mit weichen
Haaren und Wimperrand. Blüht mit etwa 40 Jahren das
erstemal und bildet Früchte, nur alle 4-7 Jahre gibt es sehr
viele Bucheckern. Rinde graubraun und glatt.
Ist Nahrung für Eichhörnchen, Eichelhäher, Mäuse,
Käfer, Raupen, Larven und viele andere. Wächst in ganz
Mitteleuropa sehr gut. Das dichte Laubdach der Buchenwälder lässt am Boden fast nur Frühblüher wachsen.
Im Harz von Natur aus die häufigste Baumart bis
700 m Höhe.
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B 2
Spitz- Ahorn (Acer platanoides)
bis 30 m hoch und 200 J alt
Licht 4 Temperatur 6 Feuchte x Reaktion x Nährstoff x
Blätter kreuzweise gegenständig, handförmig mit spitzgezähnten Lappen, beiderseits glänzend, häufig von
Pilzen bewohnt, die schwarze Flecken bilden. Blattnerven und der meist rote Stiel milchsaftführend, Winkel
der Blattnerven behaart. Gelbe Blüten erscheinen vor
dem Laubaustrieb, März-April, werden von Insekten
(vor allem Bienen) bestäubt. Früchte mit waagerechten
Flügeln werden vom Wind verbreitet. Rinde längsrissig,
braun mit schwärzlicher Borke. Kommt im Harz bis in
Höhen von 400 m vereinzelt vor, wird in Städten häufig
Buche (Fagus sylvatica) bis 40 m,
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B 1
Berg- Ahorn (Acer pseudoplatanus )
bis 40 m hoch und 500 J alt
Licht 4 Temperatur x Feuchte 6 Reaktion X Nährstoff 7
Blätter kreuzweise gegenständig, straff, derb, oben kahl,
dunkelgrün, unten in den Adern der Blattwinkel behaart.
Der Ahornblattroller, ein Käfer, formt aus den Blättern
eine Tüte, in die er seine Eier legt. Blüht, wenn die
Blätter schon da sind. Wird durch Insekten, insbesondere
Bienen bestäubt, die auch mit Zuckersaft aus Blattdrüsen
angelockt werden. Rinde braungrau, häufig von Moosen
und Flechten bewachsen.
Typische Ahornart des Harzes, kommt bis 800 m Höhe
mit Fichte und Buche als wichtige Mischbaumart vor.
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B 15
Trauben-, Hirsch-, Roter Holunder
(Sambucus racemosa) 2-3 m hoher Strauch
Licht 6 Temperatur 4 Feuchte 5 Reaktion 5 Nährstoff 8
Blätter kreuzweise gegenständig, glatt, dünn, grob und
scharf gesägt, stark riechend, werden von Rehen, Hirschen und Raupen z.B.eines Scheckenfalters gefressen.
Blüten gelblich, schwach nach Mehl riechend, von AprilMai, von Wanzen und Fliegen bestäubt. Leuchtend rote
Früchte sind unreif sehr schwach giftig (Brechdurchfall).
Werden von Amseln, Drosseln und 60 anderen Vogelarten
gefressen. Zweige mit rotbraunem Mark. Wächst auf
nährstoffreichen Böden, vor allem im Gebirge.
Typische Holunderart des Harzes, bis in 700 m Höhe.
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B 12
Licht 5 Temperatur 3 Feuchte x Reaktion x Nährstoff x
Immergrüne Nadeln stachelspitzig, glänzend, entnadelte
Zweige rau, wie eine Feile. Blüte April-Mai. Zapfen herunterhängend, Zapfenschuppen gezähnelt, darunter sitzen
die kleinen Samen. Sie werden gerne von Spechten, Eichhörnchen, Fichtenkreuzschnabel und Mäusen gefressen.
Rinde anfangs glatt, rotbraun, später in runden Schuppen
abblätternd. Unter der Rinde leben Borkenkäfer. Flache
Wurzeln. Keimt und wächst gut auf Totholz.
Im Harz überall sehr häufig. Die nur noch seltenen Harzer
Gebirgsfichten sind schmaler, dadurch brechen sie nicht so
leicht unter dem Gewicht von Schnee und Eis ab.
B 14
bis 5 m hoher Strauch, 60 - 70 J alt
Licht 6 Temperatur 5 Feuchte x Reaktion x Nährstoff 5
Blätter wechselständig, mit kurzer Spitze doppeltgesägt,
fühlen sich wollig und weich an, unten treten die behaarten Blattadern stark hervor. Weibl. Blüten ganz klein,
mit roten Fäden, männl. als herabhängende Kätzchen ab
Herbst sichtbar, im Februar und März sammeln Bienen daran Pollen, windbestäubt. Ob Eichelhäher, Maus, Specht
oder Rüsselkäfer eine Haselnuss gefressen haben, ist an
den Fraßspuren zu erkennen. Aus versteckten und nicht
wiedergefundenen Nüssen können neue Bäume wachsen.
Rinde graubraun, glatt. Im Harz bis 400 m.
B 17
Roß- Kastanie (Aesculus hippocastanum)
bis 25 m hoch und 300 J alt
Licht 4 Temperatur 8 Feuchte 6 Reaktion 6 Nährstoff 6
Blätter kreuzweise gegenständig, groß, oben schwach
glänzend, kahl, unten heller, mit filzigen Adern, Stiel mit
Rinne. Weiße oder rötliche Blüten (Mai-Juni) in hohen,
aufrechtstehenden Rispen. Die 1-3 glänzend rotbraunen
Samen mit grauweißem Nabelfleck liegen in einer grünen, runden, weichschaligen und stacheligen Frucht.
Kastanien schmecken bitter, werden von vielen Insekten,
Schweinen und Hirschen gefressen. Rinde dunkelbraun,
glatt, später borkig, in dünnen Schuppen abblätternd.
Ist im Harz bis in 600 m Höhe angepflanzt worden.
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Fichte (Picea abies) bis 50 m, 600 J alt
Hasel (Corylus avellana)
B 16
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
bis 7 m hoher Strauch
Licht 7 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff 9
Blätter kreuzweise gegenständig, mit 3-7 Fiedern, glatt,
fühlen sich feucht an, dünn, grob und scharf gesägt, kräftiger Holundergeruch. Blüten gelblichweiß, süßlich, stark
eigenartig riechend, Juni-Juli, von Bienen, Rosenkäfer
und Fliegen bestäubt. Reife, schwarzglänzende Früchte
sind unreif sehr schwach giftig (Brechdurchfall). Werden
von Amseln, Drosseln und 60 anderen Vogelarten gefressen und dadurch auch verbreitet. Zweige mit deutlichen
Rindenporen und weißem Mark.
Kommt am Harzrand und den unteren Lagen vor.
Kiefer (Pinus sylvestris)
B 18
bis 40 m hoch und 600 Jahre alt
Licht 7 Temperatur x
Feuchte x Reaktion x Nährstoff x
2 immergrüne Nadeln je Kurztrieb, 3-6cm lang. Weibliche Blüten rötlich, klein, unscheinbar, an der Triebspitze,
die männlichen produzieren viele Pollen, die als gelber
Staub die Umgebung überziehen, windbestäubt. Samen
der Kiefernzapfen geflügelt, drehen sich im Wind, werden
von Spechten und Eichhörnchen gefressen oder verbreitet. Mit dicker, weicher brauner Borke. Lebt in Symbiose
mit vielen Pilzen (Fliegen-, Butterpilz, Krause Glucke),
sehr viele Insekten ernähren sich von ihr.
Im Harz als Nutzholz angepflanzt, sonst fehlend.
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B 11
(Populus tremula) bis 30 m hoch und 100 J alt
Licht 6 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, kahl, glänzend, mit sehr langem,
elastischen Stiel, "zittern wie Espenlaub", weil schon
bei kleinsten Luftbewegungen der seitlich zusammengedrückte Stiel das Blatt umkippen und zurückfedern lässt,
deswegen steigt die Verdunstung, die Nährsalzversorgung
und das Wachstum. Von Blättern leben viele Schmetterlingsraupen, z.B. Kleiner Schillerfalter.
Winzige Samen mit weißwolligem Haarschopf fliegen
Ende Mai durch die Luft. Rinde gelbgrau und glatt.
Im Harz häufig bis etwa 800 m
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Espe, Aspe, Zitterpappel
bis 40 m hoch und 250 J alt
Licht 4 Temperatur 5 Feuchte x Reaktion 7 Nährstoff 7
Blätter kreuzweise gegenständig, ledrig, groß, gefiedert,
oben dunkelgrün, unten heller, kahl bis auf die Mittelrippe. Von den Blättern leben z.B. Schmetterlingsraupen,
der Eschenblattfloh, der schwarze Rüsselkäfer. Frostempfindlich, blüht erst im April-Mai bevor das Laub
kommt. Früchte 3-4 cm lang, zusammengedrückt mit
gedrehtem Flügel.
Rinde hell, grünlichgrau, glatt, später rau, in regelmäßigen Rhomben. In der Rinde lebt der Eschenbastkäfer.
Kommt im Harz bis in 600 m Höhe eher selten vor.
B 13
Weiß-, Hainbuche (Carpinus betulus)
bis 25 m hoch und 150 J alt
Licht 4 Temperatur 6 Feuchte x Reaktion x Nährstoff x
Blätter wechselständig, mit scharf doppelt gezähntem
Rand, oben kahl, auf der Unterseite in den Aderwinkeln
etwas behaart. Werden von Buchenzirpen und anderen
Insekten gefressen oder bleiben bis in den Winter am
Baum, werden am Boden schnell zersetzt. Blüten im Juni
windbestäubt. Früchte werden als typische Drehflieger
bis zu 70 m weit vom Wind weggeweht oder von Vögeln und Mäusen gefressen. Rinde glatt, Stamm später
längswulstig, aschgrau.
Im Harz in Hanglagen nur bis etwa 600 m.
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B 10
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Esche (Fraxinus excelsior)
B 21
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Sommer- Linde (Tilia platyphyllos)
bis 40 m hoch und etwa 1000 J alt
Licht 4 Temperatur 6 Feuchte 6 Reaktion x Nährstoff 7
Blätter wechselständig, zweizeilig, groß, schief herzförmig, weich, beiderseits behaart, dunkelgrün, Haarbüschel
in den Winkeln der Leitbündeläste auf der Unterseite hell.
In ihnen wohnen tags Milben, die nachts parasitäre Pilze
von den Blättern weiden. 3 intensiv duftende Blüten (je
Dolde), bieten Bienen und anderen Insekten im Juni Nektar und Pollen. Geflügelte Samen vom Wind verbreitet.
Rinde schwärzlich, längsrissig. Von Blättern, Holz und
Rinde leben Käfer, Wespen und Schmetterlinge.
Kommt im Harz in den unteren Lagen selten vor.
Berg- Ulme, -Rüster
B 24
(Ulmus glabra) bis 30 m hoch und 400 J alt
Licht 4 Temperatur 5 Feuchte 6
Reaktion 7 Nährstoff 7
Die großen, wechselständigen Blätter sind scharf doppelt
gesägt, dünnhäutig, oben rau, unten kurzhaarig, am Stiel
meist asymmetrisch. Von ihnen leben viele Insektenlarven. Blüht bevor die Blätter kommen, März-April,
unscheinbar grün-rötlich, windbestäubt. Samen liegen
in der Mitte der scheibenartigen kleinen Früchte, die der
Wind weit wegwehen kann.
Seit Anfang des Jahrhunderts durch Schlauch-Pilz stark
gefährdet, der vom Ulmensplintkäfer übertragen wird.
Kommt im Harz bis in 600 m Höhe nur noch selten vor.
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B 23
(Prunus spinosa) bis 3 m hoch und 40 J alt
Licht 7 Temperatur 5 Feuchte 4 Reaktion 7 Nährstoff x
Blätter wechselständig, klein, weich, anfangs behaart,
später kahl. Blüte weiß, April-Mai, bevor die Blätter
kommen, nach Honig duftend, mit Nektar und Pollen
für viele Insekten. Früchte schwarzblau, bereift, essbar,
sehr herb. Sperriger, dorniger Strauch mit dünnem, rußig
schwarzbraunem Stamm. In Hecken und an Waldrändern. Bietet Vögeln Nistplätze, der Neuntöter spießt
seine Beute an den Dornen auf. Gespinstmotten hüllen
manche Büsche ganz ein. Futterpflanze von Schmetterlingsraupen, z.B. des Segelfalters.
B 25
(Sorbus aucuparia) bis 20 m hoch und 80 J alt
Licht 6 Temperatur x Feuchte x Reaktion 4 Nährstoff x
Blätter wechselständig, mit 9-19 Fiedern, scharfgesägt,
kurzbehaart, werden von Insektenlarven gefressen.
Weiße Blüten,Mai-Juni, bieten Käfern, Fliegen, Hummeln und Bienen Nahrung, Wicklerraupen hüllen manche
Blütendolden in Gespinste. Unreife Früchte sind roh
schwach abführend, Vögel fressen die roten Vogelbeeren
sehr gern, durch die ausgeschiedenen Samen verbreiten
sie den Baum.
Rinde gelbgrau, glatt, im Alter längsrissig.
Im Harz in allen Höhenlagen sehr häufig.
B 26
Sal- Weide (Salix caprea) bis 10 m, 60 J alt
Licht 7 Temperatur x Feuchte 6 Reaktion 7 Nährstoff 7
Blätter wechselständig, mit kurzer, zurückgebogener
Spitze, oben kahl und runzelig, unten graufilzig und
samtig anzufühlen. 100 Arten Schmetterlingslarven leben
von ihnen. Blüten (Kätzchen) mit feinem Honigduft sind
als erstes Futter von März-Mai wichtig für Bienen und
andere Insekten. Männl. und weibl. Blüten auf versch.
Bäumen. Rinde anfangs fein-, später breitrissig. Weiden
schmecken Bockkäfer, Rehen und Hirschen gut.
Wächst fast überall, besonders an Flüssen.
Kommt im Harz in allen Höhenlagen häufig vor, auf der
Brockenkuppe als höchstens 1 m hoher Strauch.
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bis 50 m hoch und 600 Jahre alt
Licht 8 Temperatur x Feuchte 4 Reaktion x Nährstoff 3
Einziger Nadelbaum, der die weichen, in Büscheln stehenden Nadeln im Winter verliert. Kleine Blüten von
März-Mai, männliche gelb, weibliche rot, Zapfen fallen
nicht ab, die geflügelten Samen werden vom Wind verbreitet. Rinde rissig graubraun.
Von der Lärche leben viele Insekten: z. B.Lärchenwickler,
-borkenkäfer, -gallmücke und -spanner.
Symbiose mit Lärchenröhrling und Fliegenpilz.
Im Harz als Nutzholz angepflanzt.
Schlehe, Schwarzdorn
Vogelbeere, Eberesche, Quitsche
Weißdorn (Crataegus laevigata)
B 27
bis 4 m hoch und 100 J alt
Licht 6 Temperatur 6 Feuchte 5 Reaktion 7 Nährstoff 5
Blätter wechselständig, glänzend dunkelgrün, werden von
der Baumweißling- und Segelfalterraupe gefressen. Blüten von Mai-Juni, weiß oder rosa, unangenehm riechend,
besonders von Fliegen und Sandbienen bestäubt.
Rote Früchte werden von Vögeln, Mäusen und Hasen
gefressen. Rinde kahl, aschgrau, glänzend.
Wurzeln festigen Hänge.
Dorniger, sperriger Strauch, manchmal auch baumartig. Am
Waldrand und in Hecken bietet er Vögeln Nistplätze.
Kommt im Harz bis 400 m Höhe vor.
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B 20
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Lärche (Larix decidua)
B 22
Winter- Linde (Tilia cordata)
bis 30 m hoch und etwa 1000 J alt
Licht 5 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff 5
Blätter wechselständig, zweizeilig, klein, fein und scharf
gesägt, beiderseits kahl, Unterseite heller, mit dunklen
Haarbüscheln in den Winkeln der Blattadern. Intensiv
duftende Blüten einer Dolde, Juni-Juli, bieten Bienen und
anderen Insekten Nektar und Pollen. Fruchtstand mit
5-11 Früchten und einem Flügelblatt dreht sich wie
ein Propeller und wird so vom Wind verbreitet. Rinde
jung glatt, später dunkler, der Länge nach aufgerissene,
eichenartige Borke.
Kommt im Harz bis in Höhen von 600 m selten vor.
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B 19
Vogel- Kirsche (Prunus avium)
bis 25 m hoch und 90 Jahre alt
Licht 4 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion 7 Nährstoff 5
Blätter wechselständig, länglich, grobgesägt, dünn,
meist etwas runzelig, oben kahl, unten fein behaart,
mit zwei Saftmalen am Blattstiel, ihr Nektar wird vor
allem von Ameisen gesammelt, Pollen und Nektar der
weißen Blüten von Bienen und vielen anderen Insekten. Erbsengroße, schwarzglänzende Früchte werden
von vielen Tieren gern gefressen, die nicht verdauten
oder von Mäusen versteckten Kerne werden zu neuen
Kirschbäumen. Rinde glatt graubraun mit querlaufender,
rostfarbener Borke.
Efeu (Hedera helix) bis 20 m hoch, 450 J alt
B 30
x
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Licht 4 Temperatur 5 Feuchte 5 Reaktion x Nährstoff
Immergrüner Strauch mit dünnem verzweigten Stamm,
kriecht mit Haftwurzeln entweder am Boden oder an
Bäumen hoch. Nistplatz für viele Vögel. Blätter wechselständig, mit sehr verschiedenen Formen, kahl, lederartig,
ganzrandig, oben glänzend, unten matt. Blüten weiß bis
gelbgrün, von Oktober-November wichtige Herbstnahrung für Wespen, Bienen und Fliegen. Früchte erbsengroß, blauschwarz, von Februar-April des 2. Jahr reifend,
werden von Amseln und Drosseln gefressen. So wird
Efeu verbreitet, weil die Samen unverdaulich sind.
Im Harz häufig.
Totholz
B 32
umgefallene oder stehende tote Bäume,
abgefallene Äste und Stubben.
Zerfällt dadurch, dass es von anderen Lebewesen gefressen wird. Das dauert meist etwa 10 Jahre (abhängig von
Baumart, Größe, Temperatur und Feuchtigkeit).
Pilze fangen an, sie ernähren sich von Zellulose und
Lignin, die die Festigkeit des Holzes bewirken. Sie zersetzen diese Stoffe, dadurch wird das Holz weich und
morsch. Den größten Teil des Pilzes machen die weißlichen oder bräunlichen Pilzfäden aus, die man im toten
Holz sieht, außen sitzt nur der Fruchtkörper. Wenn die
Zellwände nicht mehr so fest sind, können auch andere
vom Totholz leben.
Baumpilz, Porling
B 33
bis 50 cm groß und viele Jahre alt
Einige Arten sind auf bestimmte Bäume spezialisert,
andere wachsen auf vielen verschiedenen Arten. Manche
wachsen auf lebendem, die meisten aber auf totem Holz
oder anderem organischen Material.
Ernährt sich von dem Holz der bewohnten Bäume,
lässt die weiße Zellulose übrig, dadurch wird der Baum
morsch und bröckelig. Dann kann das schwer zersetzliche
Holz von anderen Lebewesen gefressen werden.
Fruchtkörper außen auf dem Baum, muschelförmig,
korkartig oder holzig, Pilzfäden (der eigentliche Pilz)
wachsen im Baum. Ist nicht giftig, aber zäh und hart.
Kommt überall im Harz vor. (Abb. Zunderschwamm)
Knospen anliegend:
Spitzahorn, Vogelbeere, Espe,
mehrere Gipfelknospen:
Eiche, Kirsche, Schlehe
Knospe klebrig: Erle, Birke, Espe
Knospe dreikantig, gestielt: Erle
Bedeutung der Zeigerwerte
B
Abbildungen aus folgenden Büchern:
B
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Hainbuche
Knospen abstehend: Erle, Ulme, Buche
z.B. Birken haben in Bezug auf Licht den Zeigerwert oder
Ökofaktor 7, das bedeutet, dass sie nur dort wachsen, wo
wenig Schatten ist. Sie sind Zeigerpflanzen für wenig
schattige Standorte. In Bezug auf Feuchte steht in der Beschreibung auf den Kärtchen ein x, weil sie auf feuchten
und trockenen Böden wachsen können. Das heißt, dass
sie keine Zeigerpflanzen für Feuchte sind.
Gibt es an einem Ort Birken, so besagt der Zeigerwert
7, dass der Standort wenig schattig ist. Sonst könnten
Birken dort nicht vorkommen. Über die Feuchte des
Bodens kann nichts ausgesagt werden, denn in der Beschreibung steht ein x.
© RUZ Nationalpark Harz 2005
eines Standortes nicht geeignet.
Blätter gezähnt, Blattstiel und -nerven mit rückwärts
gerichteten Stacheln, meist wintergrün, Nahrung für
Rehe, Hasen und viele Insektenlarven. Blüten weiß oder
rötlich, Mai-September, von Schmetterlingen, Hummeln
und Bienen bestäubt. Früchte glänzend schwarz, von
August-Oktober. Knospen spiralig, grünlich bis rötlich.
Zweige kantig oder rund, mit derben gekrümmten Stacheln, an der besonnten Seite violettrot, lang kriechend
und einwurzelnd, oberirdische Triebe zweijährig, bilden
dichtes Gestrüpp.
Im Harz sehr häufig.
bis 50 cm hoch und 1000 J alt.
Licht 5 Temperatur x Feuchte x Reaktion 2 Nährstoff 3
Blätter wechselständig, dünn, fein gesägt, kahl, von
Insektenlarven gefressen. Blüht grünlich-rosa von AprilJuli, von Bienen und Hummeln bestäubt. Früchte von
Vögeln, Schnecken, Füchsen und anderen gefressen. Die
Samen werden unverdaut ausgeschieden und so die Pflanze
verbreitet. Knospen kahl, länglich eiförmig. Meist winterkahler Zwergstrauch. Breitet sich durch unterirdische
Ausläufer über sehr große Flächen aus. Zweige kantig, im
Winter grün und Photosynthese betreibend. Wurzeln bis
1 m tief, können auch bei Kälte Wasser aufnehmen.
Knospenstellung gegenständig: schwarz: Esche,
rotbraun: Spitzahorn, gelbgrün: Bergahorn,
eiförmig: Holunder, klebrig: Ross-Kastanie
Ellenberg, H. u.a.
Zeigerwerte von Pflanzen in
Mitteleuropa, SCRIPTA GEOBOTANICA, Universität
Gerhardt-Dircksen, A. Blickpunkt Natur, Aulis 1992
Harz, K.
Bäume und Sträucher,
BLV, München Wien Zürich 1993
Kremer, B.
Die Bäume Mitteleuropas, Kosmos
Reichholf, J.
Wald, Mosaikverlag 1990
Rothmaler, W.
Exkursionsflora-Atlasband
Volk u. Wissen, 1991
Scherzinger, W.
Naturschutz im Wald,
Verlag Ulmer, 1996
Strasburger, E.
Lehrbuch der Botanik,
Gustav Fischer, Stuttgart, 1967
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B 29
bis 2 m lange Zweige, Sammelart, zur Kennzeichnung
Brombeere (Rubus fruticosus)
B 31
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Licht 7 Temperatur x Feuchte x Reaktion x Nährstoff
Blätter grob gesägt, runzlig, oben kahl, unten weißfilzig, Stiel und Rippen behaart oder mit Stacheln. Werden
von Raupen und Rehen gefressen. Von Mai-Juni weiß
blühend, von Bienen und Schmetterlingen bestäubt.
Vermehrt sich stark über ausdauernden Wurzelstock.
Früchte, Juli-August, rot und samtig, von Himbeermaden
(Larven des Himbeerkäfers), anderen Insektenlarven und
Vögeln gefressen, die die Samen wieder ausscheiden,
so werden Himbeeren verbreitet. Knospen spiralig, von
hellbraunen Schuppen umhüllt. Triebe mit zahlreichen
kleinen, weichen Stacheln.
Im Harz sehr häufig.
Heidel-, Blaubeere (Vaccinium myrtillus)
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B 28
6
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Himbeere (Rubus idaeus) bis 1,5 m hoch
eine Knospenschuppe: Weide
zwei-drei Knospenschuppen: Erle, Linde
Ast mit Dornen: Brombeere, Weißdorn, Schlehe;
(Himbeere, nur in Erdnähe vorhanden)
Knospe behaart: weißfilzig: Vogelbeere
Knospe bewimpert: Eiche, Hainbuche, Ulme
Blattknospen schief,
Blütenknospen rund:
Ulme
mit Hängekätzchen:
Birke, Erle, Hasel
Zeigerwert
Faktor
Licht
Temperatur
(Durchschnitt
des Jahres)
Feuchte
des Bodens
Reaktion
1
5
7
9
TiefHalbSchatten Halb
schatten licht
schatten
kalt
kühl
mäßig warm
warm
Licht
austrocknend
sehr
sauer
naß
Nährsalz, vor am
allem N-salze
3
ärmsten
sehr warm
trocken
mittelfeucht
feucht
sauer
etwas
sauer
arm
mäßig
reich
neutral alkalisch
(Boden enthält Kalk)
reich
überversorgt
Holzfressende Insektenlarven fressen Löcher und Gänge in verschiedene Teile des Holzes. Von ihnen
leben räuberische Insekten, Tausendfüßer, Waldspitzmäuse und
Spechte. Nach 3-4 Jahren wachsen
auf feuchtem Totholz Algen,
Moose, Farne und Bäume.
Totholz ist Lebensraum zum Verkriechen für Insekten, Schnecken
und Eidechsen, bietet Höhlen für
Bienen Spechte, Baummarder,
Bienen und Fledermäuse.
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