Pressedossier No. 2 JAN. 2016 JUNI 2016

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Pressedossier No. 2
JAN. 2016
JUNI 2016
Draussen die Stadt Gehrig/Busch/Stierle, ZELL:STOFF theaterproduktionen
La Chemise Lacoste Anne Lepper / Regie: Manuel Bürgin
Kosovo for Dummies Jeton Neziraj und forever productions
Ameisen, die nur herumstehen, bravo! Beide Messies
So fängt es an huber & teuwissen
Die weisse Insel / Aus dem Leben eines Taugenichts subbotnik
Der Rock meines Vaters top ten productions
Memetuum Plex Staffel 1 + Staffel 2 ONTOVORE Christoph Rath
Lunchtime Teresa Vittucci
Ein Gespenst geht um in Europa Hengst&Hitzkopf
Die Schutzbefohlenen / Die, should sea be fallen in Versatorium Wien und Refugee
Protest Camp Vienna / Ivna Ziv und Peter Waterhouse
Stückbox 1 – 4 Lukas Holliger, Aglaja Veteranyi, Dmitrij Gawrisch, Daniel
Mezger
Nachtreise Astride Schlaefli und Christian Kuntner
Sommergäste 2016: TRAUMKAPELLE Lena Schwarz und Krzysztof Gruse
DRAMENPROZESSOR / Schwamendingerplatz
Residenz Werdinsel Marcel Schwald und Team
Radio SRF Zu Ohren kommen Judith Schalansky, Chris Thorpe, Andreas Liebmann
und Hansjörg Schneider
out of real or fictive archives Maria Guggenbichler, Rosalie Schweiker
Plat du jour Agota Dimen, Gerrit Frers, Tim Fletcher
Thomas Sarbacher erzählt Thomas Sarbacher
Konzerte Julian Sartorius, Scratches
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HAUPTPROGRAMMPUNKTE
13. bis 16. Januar
DRAUSSEN DIE STADT – von Dominik Busch
Ein Kammerspiel für vier Wände
Tom und Pia sind ein Paar wie aus dem Bilderbuch. Bisher waren sie mehr als zufrieden mit ihrem
Leben, das sie sich zu zweit so schön eingerichtet hatten. Doch plötzlich sind sie zu viert: Tom,
seine aus dem Nichts aufgetauchte Angst, Pia und ihre vollständig umsorgende Nachsicht. Eine
Weile hat das gut funktioniert mit der Überbevölkerung in den eigenen vier Wänden. Man lernte
sich zwar unter Zwängen, aber doch irgendwie neu kennen. Trotzdem, irgendwann waren es dann
zwei zu viel.
Ausgangspunkt von «Draußen die Stadt» war ein einschneidendes Ereignis in Patric Gehrigs
Leben: Panikattacken! Was passiert mit uns, wenn Angst plötzlich die Kontrolle über unser Leben
übernimmt? - Und wie reagieren die Menschen, die wir lieben, auf diese quasi unsichtbare
Bedrohung?
Gehrig/Busch/Stierle durchbrechen für «Draußen die Stadt» die schützende Membran der
Privatsphäre. Das Stück wird nicht auf der Bühne, sondern in den vier Wänden einer
Privatwohnung aufgeführt.
Die freie Gruppe ZELL:STOFF theaterproduktionen wurde von Patric Gehrig mit dem Ziel
gegründet, eigene Spielformen unter der Prämisse «form follows function» zu entwickeln. Der
Stücktext von DRAMENPROZESSOR Autor Dominik Busch basiert zu wesentlichen Teilen auf
Interviews mit Menschen, die unter Angststörungen leiden. (www.zell-stoff.ch)
Regie: Sophie Stierle / Spiel: Annette Lober und Patric Gehrig / Video, Licht- und Tontechnik: Kevin Graber / Musik
und Komposition: Mareike Hube / Szenische Einrichtung: Nina Steinemann / Produktionsleitung: Annette von
Goumoëns / Gastspiel von ZELL:STOFF Theaterproduktionen
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23./28. bis 30. Januar und 3. bis 6. sowie 11. bis 13. Februar
LA CHEMISE LACOSTE - von Anne Lepper (Schweizer Erstaufführung)
Wann geht das Tennis los?
Felix darf Balljunge werden: Ein ominöser Staat hat ihn auserkoren in höhere Sphären
aufzusteigen, in die Welt der Privilegierten und Reichen, aus der man nicht Geld, aber weiße
Hemden nachhause schickt. Auch Kay, die Freundin des erfolgreichen Tennisstars Sebastian, darf
scheinbar dazugehören. Auf einer Party im Vereinshaus, wo sich Sebastian feiern lässt, ruft sie
mit ihren verzweifelten Versuchen, sich immer wieder in Szene zu setzen, jedoch Irritationen
hervor, so dass sie am Ende ausgestoßen und von einem wütenden Mob überwältigt wird.
Anne Lepper hat mit «La Chemise Lacoste» eine Parabel geschrieben über den grotesken Kampf
um Anpassung und Anerkennung in einer Gesellschaft, in der keiner mehr «Die Regeln des Tennis»
zu kennen scheint. Bitterböse nimmt sie die Rituale und Denkmuster einer sogenannt liberalen
Gesellschaft aufs Korn und zeigt am Beispiel von Felix und Kay zwei absurde Aufstiegsversuche,
die von den Protagonisten entweder mit dem Verstand oder dem Leben bezahlt werden.
Mit Anne Lepper haben wir uns für eine der eigenwilligsten und sprachgewandtesten,
zeitgenössischen Autorinnen entschieden. Ihre kondensierten Sätze gehen keinen modischen
Trends auf den Leim. Lepper kreiert ihren eigenen Sound, der unaufgeblasen, direkt und
wohltuend unzeitgemäß wirkt. Ihr Stück «La Chemise Lacoste» ist am Theater Winkelwiese als
Schweizer Erstaufführung zu sehen. Es ist gleichzeitig die erste Regiearbeit von Manuel Bürgin an
der Winkelwiese in seiner Funktion als neuer Leiter.
Regie: Manuel Bürgin / Spiel: Jeanne Devos, Alexander Maria Schmidt, Vivianne Mösli, Matthias Rott / Bühne:
Barbara Pfyffer / Kostüme: Diana Ammann / Musik: Sandro Corbat / Dramaturgie: Denise Rickenbacher /
Eigenproduktion Theater Winkelwiese
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17. bis 20. Februar
KOSOVO FÜR DUMMIES – von Jeton Neziraj und forever productions
Schweizer Komödie mit Nashörnern
Wenn man nicht weiß, wie etwas funktioniert, kauft man sich einen Ratgeber.
Gibt es diese Reihe eigentlich auch für fremde Kulturen? Im Dönerlokal «Ali Baba und die 40
Räuber» trifft Antigona aus dem Kosovo auf Salal, den muslimischen Inhaber des Dönerlokals und
auf Herrn Schmidt, einen gutgläubigen und ehrlichen Schweizer, der einen Reiseführer mit dem
Titel «Kosovo for Dummies» schreiben möchte und das, obwohl er noch gar nie dort war.
Antigona gefällt die Schweiz und sie möchte auf jeden Fall hier bleiben. Von all den zahlreichen
Bescheinigungen, die sie auf ihrem Fußmarsch vom Kosovo in die Schweiz mitgebracht hat, fehlt
ihr nur die eine: Der Nachweis, dass sie kein Nashorn ist. Herr Hartmann aber, ein sturer
Staatsbeamter, dessen siebter Sinn – er wittert Illegalität – weit entwickelt ist, gibt ihr dafür 10
Tage Zeit.
Die Gruppe forever productions wurde 2013 von Albana Agaj, Gunther Kaindl und Johannes Mager
mit dem erklärten Ziel gegründet, für all jene ein Sprachrohr zu sein, die im Konflikt der Kulturen
keine Stimme haben. Schon beim ersten Aufeinandertreffen der Gruppe mit dem Autor Jeton
Neziraj wurde offensichtlich, dass sie sozialpolitische und ethische Anliegen teilen, die im Theater
verhandelt werden müssen. Auch Neziraj sieht einen wichtigen Auftrag seiner Arbeit im
Aufzeigen und Ermöglichen des interkulturellen Dialogs. (www.foreverproductions.com)
Regie: Johannes Mager / Spiel: Albana Agaj, Gunther Kaindl, Ursula Stäubli, Robert Baranowski, Nadim Jarrar /
Mediales Setting und Bühne: Hugo Ryser und Manuel Schüpfer / Musik: Maurice Könz / Körperarbeit: Emilia
Giudicelli / Technik: Lorenz Guntner / Produktionsleitung: Annette von Goumoëns / forever productions in
Koproduktion mit Schlachthaus Theater Bern, Theater Winkelwiese Zürich und Kleintheater Luzern
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25. bis 27. Februar
BEIDE MESSIES
Eine als Konzert getarnte Performance
Es ist ja wahr, dass es unter den Ameisen solche gibt, die einfach nur rumstehen und nichts tun,
außer einfach nur rumzustehn, und dies, wo alle Welt weiß, wie fleißig die gemeine Ameise im
Allgemeinen ist! Wehe der, die bloß herumsteht! Wer sind die, die nur herumstehen? Sind es als
Ameisen getarnte TaxifahrerInnen, JuwelierInnen, AufsichtsrätInnen oder andere Vorsitzende?
«Beide Messies» kümmern sich um alle und auch um Dinge, die bloss herumstehen. Rumstehen
ist Arbeit, liebe Ameisen, und Arbeit issen heisses Eisen!
Es erwarten Sie drei Konzerttanzunterhaltungsabende mit herumstehenden Melodien,
aussortierten Liedern, abgestandenen Tänzen sowie auch die vermutlich grösste getragene
Krawattensammlung, wenn das Berliner Duo «Beide Messies» kommt und aufräumt, was
rumsteht. Und es steht einiges rum, denn «Beide Messies» schmeissen nichts weg!
«Beide Messies» Performances sind ein fröhliches Durcheinander von Konzert, Tanz, Kabarett und
Art-Happening. Mit «obsessivem, imperativem Entertainment» haben sich «Beide Messies» über
die Berliner Tanz- und Performance Szene hinaus eine grosse Fangemeinde erspielt. Seit 2007
treten der Tänzer und Songwriter Andreas A. Müller und der Cellist und Komponist Bo Wiget als
«Beide Messies» in Theatern, Galerien, Tanz- und Performancefestivals von Brüssel bis Tallinn auf.
Musik, Tanz und Text: Bo Wiget und Andreas A. Müller / Gastspiel
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2. bis 5. März
SO FÄNGT ES AN – von Stephan Teuwissen (Wiederaufnahme)
Eine Märtyrerkomödie
Die gefeierte Eröffnungsproduktion der Spielzeit 201516 ist ein versponnen-melancholisches
Duett übers Ankommen, Anpacken und Abwarten, über große Pläne, die sich kaum verwirklichen,
und über Altlasten, die sich nicht abschütteln lassen.
Ein etwas heruntergekommener Herr zieht in ein Haus und trifft auf eine Concierge – und eine
Unmenge an Waren und alten Geschichten. Der sichtlich überforderte Herr fängt an
aufzuräumen, denn er hat – so behauptet er mehrmals – Gewaltiges vor. Die Concierge dagegen
würde die Dinge lieber so belassen, wie sie sind. Zwischen den beiden entspinnt sich eine
Märtyrerkomödie, in der kein Satz bedeutet, was sein Wortlaut auszusagen scheint. Fassaden
bröckeln, Vergangenes aufersteht und der Raum füllt sich, je leerer er wird, mit Hall,
Mutmaßungen und Erinnerungen. Schrittweise kommen sich die Protagonisten näher – näher, als
uns womöglich lieb ist.
Die Regisseurin Mélanie Huber inszenierte zuletzt «Bartleby, der Schreiber» am Schauspielhaus
Zürich und war mit dieser Arbeit zum Schweizer Theatertreffen eingeladen. Auch in der freien
Szene sind ihre dichten Theaterarbeiten, die in enger Zusammenarbeit mit Stephan Teuwissen
entstehen, zu sehen – dazu gehören «Kleist in Thun» oder auch «stecken bleiben».
Regie: Mélanie Huber / Mit: Manuel Bürgin, Ingo Ospelt / Text und Dramaturgie: Stephan Teuwissen / Bühne: Nadia
Schrader / Kostüme: Eva Krämer / Licht: Tashi-Yves Dobler Lopez / Sounds: Andrea Brunner / Technik: Paul Schuler,
Tashi-Yves Dobler Lopez/ Regieassistenz: Hans-Christian Hasselmann / Eigenproduktion des Theater Winkelwiese in
Zusammenarbeit mit huber & teuwissen
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9. und 10. März
DIE WEISSE INSEL – von subbotnik (Gastspiel)
subbotnik erzählt die Geschichte dreier Polarfahrer – bis zum bitteren Ende
1896. Der Nordpol ist einer der letzten blinden Flecke auf der Weltkarte, eines der letzten Ziele,
um Ruhm für sich und sein Land zu erwerben. Zu Fuss, im Hundeschlitten oder auf Schiffen
brechen zahlreiche Expeditionen zu heldenhaften Polarfahrten auf und scheitern an der
unerträglichen Kälte und den kräftezehrenden Märschen durch das ewige Eis. Der Ingenieur
Salomon August Andrée aus Schweden hat die Idee, den Strapazen aus dem Weg zu gehen und
den Nordpol innerhalb weniger Tage auf dem Luftweg zu erreichen. König und Volk unterstützen
ihn, eine Welle der nationalen Begeisterung trägt Andrée nach Spitzbergen. Am 11. Juli 1897
weht der Wind aus Süd-West und der Ballon hebt ab...
Von und mit: Kornelius Heidebrecht, Martin Klopfer und Oleg Zhukov / Musiker: Daniel Brandel und Henning
Beckmann / Eine Produktion von subbotnik (D)
11. und 12. März
AUS DEM LEBEN EINES TAUGENICHTS – von subbotnik nach Joseph von Eichendorff
(Gastspiel)
Ein Live-Hörspiel
In «Aus dem Leben eine Taugenichts» gestaltet ein Schauspieler die Abenteuer aus Eichendorffs
Novelle in einer Aufnahmesituation: Eine Reise voller Irrwege von Deutschland nach Italien auf
der Suche nach einem eigenen Platz in der Welt, getrieben von inneren Sehnsuchtsbildern. Die
Zuschauer sehen die Metaebene der Aufnahme, hören aber über Lautsprecher ein perfektes
Hörspiel, in dem der Held mit seinem eigenen Mythos vom Ewig-Junggebliebenen abrechnet. In
der Rückschau, die er vor dem Publikum und gleichsam für die Nachwelt zu Protokoll gibt,
entfaltet er mit den Stimmen, Geräuschen und Melodien seiner Erinnerung eine
Lebensgeschichte zwischen Selbstverwirklichung und enttäuschter Hoffnung.
Das in Köln und Düsseldorf ansässige Theaterkollektiv subbotnik wurde 2013 für seine
Theaterarbeit mit dem Förderpreis für Darstellende Kunst der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet.
Beim NRW Theaterfestival FAVORITEN 2014 waren subbotnik mit gleich drei Produktionen
eingeladen. Im Theater Winkelwiese stellen sie ihre Arbeit zum ersten Mal in der Schweiz vor.
Von und mit: Andreas Maier und Oleg Zhukov / Eine Produktion von subbotnik (D)
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17. bis 19. März
Der Rock meines Vaters – von top ten productions
Ein Theaterabend zwischen Emanzipation und Versöhnung
«Lieber Papa, ich bitte Dich folgende Fragen bis Dezember zu beantworten. Ich muss Dich
darüber informieren, dass Teile des Interviews für den Theaterabend verwendet werden und Dich
daher fragen, ob du damit einverstanden bist. Sonst denke ich mir was aus. Immerhin geht es ja
um Dich und mich.»
Auf der Bühne zwei junge Menschen: Sie genossen eine problemlose, antiautoritäre Kindheit in
emanzipierten Elternhäusern mit coolen 68er Vätern, die nie durch Abwesenheit glänzten. Sie
können sich nicht beklagen. Nun sind sie Ende zwanzig und haben keine eigene Meinung. Sie
möchten Pink Floyd hassen können und auch mal auf Unverständnis stoßen. Sie sehnen sich nach
Reibung. Und manchmal wünschen sie sich insgeheim, eine schwierigere Kindheit gehabt zu
haben. Mit Alkoholiker-Vätern zum Beispiel ..., oder einem Schrebergartenhäuschen; Dinge, von
denen sie sich kraftvoll hätten distanzieren können.
top ten productions ist ein frisch gegründetes Theaterkollektiv aus Bern. Ihre Bühne ist nicht nur
ein Raum der Fiktion, sondern auch ein Feld, auf dem biografisches Material verarbeitet und
weitergesponnen wird. Unter diesem Leitsatz wollen sie die Schnittstelle zwischen Verwandlung
und Echtheit ausloten – nicht ohne dem Unvorhergesehenen Raum zu lassen.
Konzept, Idee, Spiel: Johanna Dähler und Simon Labhart / Ausstattung Jimena Cugat / Licht und Technik Demian
Jakob / Stückentwicklung Nils Torpus / Produktionsleitung Simon Labhart / Eine Produktion von top ten productions
/ In Koproduktion mit Schlachthaus Theater Bern / Gastspiel
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31. März bis 30. April
Episode01 Das unheimliche Tal: 31. März bis 3. April
Episode02 Punkt ohne Wiederkehr: 13. bis 16. April
Episode03 Das Schiff des Theseus: 28. bis 30. April
MEMETUUM PLEX Staffel 2 - ONTOVORE - von Christoph Rath (Uraufführung)
Die Science-Fantasy Theaterserie
Nach Jahrzehnten ist Mantikor der Menschenfresser wieder erwacht und sucht nach seiner Beute.
ONTOVORE erzählt von der Irrfahrt der Forscher_innengruppe CROSS, die es sich zur Aufgabe
gemacht hat, derlei Fabelwesen und Aberglauben zu widerlegen. Anhand der beiden ungleichen
Zwillingsbrüder Endres und Milon Lachwitch Ghon diskutiert das Stück, wie irrationaler Glaube
und analytischer Sachverstand im unversöhnlichen Widerstreit unsere Welt gestalten: Während
auf dieser Monsterjagd das gesamte Expeditionsteam zu zerfallen droht, steuern die Zwillinge
das Forschungsschiff Episode für Episode weiter in die blutige Vergangenheit ihrer eigenen
Familie. Schließlich hatte schon einmal eine junge Frau das Biest Mantikor zu bändigen versucht.
Entsprungen ist dieser missglückten Zähmung eine Sprache, die uns nun allen nach dem Leben
trachtet.
Memetuum Plex ONTOVORE ist die zweite Staffel der KMUProduktionen Serie Memetuum Plex,
die 2013 im Kunstraum Walcheturm ihren Anfang nahm und im selben Jahr durch die Stadt
Zürich ausgezeichnet wurde. Vorkenntnisse der ersten Staffel sind nicht notwendig. Ein Einstieg
in die Serie ist mit jeder Episode möglich!
Text und Regie: Christoph Rath / Mit: Ursula Reiter, Nicolas Batthyany, Nikolai Bosshard, Anna-Katharina Müller,
Sebastian Krähenbühl / Bühne: Peter Meier / Licht: Michael Omlin / Musik und Ton: Andrea Brunner / Christoph Rath
und KMU Produktionen / In Koproduktion mit dem Theater Winkelwiese und dem Tanzhaus Zürich**
**Im Rahmen von TanzWIESE/WINKELhaus – ein Häusertausch zwischen dem Tanzhaus Zürich und dem Theater
Winkelwiese (siehe Seite 17). Das Theater Winkelwiese schickt Christoph Rath mit «Memetuum Plex ONTOVORE» ins
Tanzhaus, das Tanzhaus beschert uns im Gegenzug eine unvergessliche Begegnung mit Teresa Vittucci.
MEMETUUM PLEX Staffel 1 - von Christoph Rath (siehe Lesungen Seite 19)
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21. bis 23. April
LUNCHTIME - von Teresa Vittucci
Anybody hungry?
Zu üppigem Sound kommt eine Diva mit barockem Körper ans verlassene Rednerpult auf der
Bühne.
Mit ihrem Solostück LUNCHTIME erforscht die Performerin und Choreographin Teresa Vittucci das
Konzept Fressen. Dabei unternimmt sie einen Tauchgang in die Gewalt des Humors, in das
explosive Potenzial von Ekel und die körperliche Eruption von Lust und Appetit. Wie viel kann
eine Seele verschlingen? Und wie schmeckt Scham?
Teresa Vittucci ( * Wien) ist Tänzerin und Choreographin. Ihre Ausbildung erhielt sie am
Konservatorium der Stadt Wien, an der Alvin Ailey School in New York sowie an der SEAD. 2013
schloss sie mit dem Solo «unleash» ihr Masterstudium mit Vertiefung Performance an der
Hochschule der Künste Bern ab. Seither kollaboriert sie mit deRothfils, make make
produktionen, The Loose Collective und Nils Amadeus Lange. Teresa Vittuccis neuste Arbeit
«LUNCHTIME» war bisher bei imagetanz im brut Wien, zürich moves! und «tanz ist Festival» in
Dornbirn zu sehen. In der Spielzeit 2014/15 war sie als Schauspielerin am Staatsteater Mainz
engagiert. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das danceWEB Stipendium und das
Auslandstipendium des Bundeskanzleramtes Wien.
Konzept und Performance: Teresa Vittucci / Soundkomposition und Musik: Sebastian Meyer / Beratung Bühne und
Kostüme: Anke Philipp / Dramaturgische Beratung: Andrea Salzmann / Produktionsassistenz: Julia Wiggers / Eine
Koproduktion von: OH DEAR productions und imagetanz/brut Wien
LUNCHTIME findet im Rahmen von TanzWIESE/WINKELhaus statt – ein Häusertausch zwischen dem Tanzhaus Zürich
und dem Theater Winkelwiese (siehe Seite 17). Das Theater Winkelwiese schickt Christoph Rath mit «Memetuum Plex
ONTOVORE» ins Tanzhaus, das Tanzhaus beschert uns im Gegenzug eine unvergessliche Begegnung mit Teresa
Vittucci.
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5. bis 14. Mai
EIN GESPENST GEHT UM IN EUROPA (Uraufführung) - von Hengst&Hitzkopf
Im Glauben an die revolutionäre Kraft
Täglich schließen sich europäische Jugendliche dem bewaffneten Kampf des Islamischen Staates
an. Jetzt legt ein junger Mann aus der Hamburger Vorstadt offen, was er und seine Freunde am
Westen und seinen Werten verachten und warum er im Dschihad eine neue Heimat gefunden
hat. Eine geballte Ladung Glaube, Wut und Hoffnung treibt ihn an. Ein einzigartiger Einblick in
die letzte revolutionäre Jugendbewegung unserer Zeit.
Die Gruppe Hengst&Hitzkopf besteht im Kern aus Dominik Locher (Regie), Rahel Sternberg
(Schauspiel) und Timo Krstin (Autor und Produzent). Seit 2013 machen sie zusammen Theater und
bewegen sich in den Grenzregionen zwischen Erzählung und Performance – mit einem heimlichen
Hang zur Poesie.
Wichtige Produktionen, die Hengst&Hitzkopf zugerechnet werden, sind: «Angelina Jolie und der
1 Million Dollar Hengst», «Die Versenkung des Atom-U-Boots Kursk durch den Feigling Steven
Jobs» und «Once Upon A Time In The Middle East», das den zweiten Platz bei PREMIO gewonnen
hat. Mit «Charles Bronson bin ich» debutierten sie im Dezember 2015 im Fabriktheater Rote
Fabrik.
Mit: Rahel Sternberg, Dominik Locher, Timo Krstin , Lukas Sander + Special Guest José Barros / Eine Hengst&Hitzkopf
Produktion in Koproduktion mit dem Theater Winkelwiese, TOJO THEATER und PREMIO (MIGROS-KULTURPROZENT)
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21. Mai
DIE SCHUTZBEFOHLENEN – Ein stadtweiter Theaterparcours
Ausgehend von Elfriede Jelineks Flüchtlingsdrama «Die Schutzbefohlenen», das sich motivisch an
eines der ältesten Flüchtlingsdramen der Welt anlehnt – «Die Schutzflehenden» von Aischylos –,
haben sich mehrere Zürcher Theater zu einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen.
Damit soll eine öffentliche Plattform geschaffen werden, die verschiedene Sichtweisen auf die
weltweiten Krisen und Konflikte, die Menschen immer wieder zur Flucht treiben, auffächert und
zum Ausdruck bringt.
Das Projekt «Die Schutzbefohlenen» lädt die Zuschauer zu einem Theaterparcours durch die
Stadt ein.
Den Beitrag des Theater Winkelwiese werden Ivna Zic und Peter Waterhouse zusammen mit dem
Versatorium Wien und Flüchtlingen des Refugee Protest Camp Vienna unter dem Titel «Die,
should sea be fallen in» erarbeiten.
Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen rund um «Die Schutzbefohlenen» zwischen dem 16. und 20. Mai
(Lesungen, Filme, Diskussionsrunden) finden sich auf den Internetseiten der teilnehmenden Theater.
20. + 21. Mai
Die, should sea be fallen in – Ein Übersetzungsprojekt – von Versatorium Wien und
Refugee Protest Camp Vienna in Zusammenarbeit mit dem DRAMA Forum von uniT Graz
In «Die, should sea be fallen in» werden die ambivalenten Stimmen in Elfriede Jelineks Text «Die
Schutzbefohlenen» besprochen, ihnen widersprochen, ihrer Fürsprache nicht entsprochen.
In diesem Resonanzraum wird die Einsprachigkeit der deutschen Fassung mehrsprachig
aufgefasst, auf Englisch, Urdu, Pashtu, Arabisch und Georgisch übersetzt und von den
Flüchtlingen und beteiligten Übersetzer_innen gesprochen, gesungen, gelesen. Es ist der
Versuch, den Asylbewerbern, die 2012 an der Besetzung der Votivkirche in Wien teilgenommen
haben, Jelineks Text näher zu bringen und ihn zusammen weiterzuführen.
Das Versatorium – Verein für Gedichte und Übersetzen – arbeitet an der Erforschung und
Übersetzung von Poesie und bildet eine Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft. Aus
mehreren Universitätsseminaren hervorgegangen, ist das Versatorium eine unabhängige Gruppe
von rund 30 jungen Forscher_innen aus verschiedenen Fachbereichen, dem österreichischen
Autor Peter Waterhouse und der georgischen Übersetzerin Nino Idoidze.
Künstlerische Leitung und Konzept: Ivna Žic und Peter Waterhouse / Mit: Flüchtlingen des Refugee Protest Camp
Vienna und Mitgliedern des VERSATORIUMS Wien / Eine Produktion des VERSATORIUMS Wien, Refugee Protest
Camp Vienna, DRAMA FORUM von uniT Graz, Theater Winkelwiese / Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes von:
Schauspielhaus Zürich, Junges Schauspielhaus Zürich, Theater Neumarkt, Theater Winkelwiese Zürich, Fabriktheater
Rote Fabrik, Gessnerallee Zürich / In Zusammenarbeit mit: Opernhaus Zürich, Theater HORA und der ZHdK
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STÜCKBOX 1 - 4
Die STÜCKBOX erarbeitet viermal pro Jahr Stücke zeitgenössischer Autor_innen für die Bühne.
Eine kurze Probenzeit von zwei bis zweieinhalb Wochen und minimale Infrastruktur prägen die
Handschrift der Aufführungen. Es geht nicht um die perfekte Bühnenshow. Im Zentrum stehen
der Text und das Spiel. Diese rohe Form der Präsentation stellt die Stücktexte zur Debatte,
anstatt auf einen Sockel. Die STÜCKBOX hat ihre Heimat in Dornach neuestheater.ch.
(www.stückbox.ch)
27. Mai (erster Doppelabend)
MONSTER ZERTRAMPELN HOCHHÄUSER – von Lukas Holliger
DRAMENPROZESSOR Autor Lukas Holliger vereint die Themen Wohnungsnot, Bildungsferne und
Neue Musik und lässt sie in einen unterhaltsamen Zimmerkrieg münden. Das Stück ist Gewinner
des Publikumspreises sowie des Preises der Jugendjury bei den Autorentagen «Stück auf!» am
Schauspiel Essen 2013. Nominiert für die Endrunde des «Berliner Stückemarkts 2011».
Regie: Ursina Greuel / Spiel: Franziska von Fischer, Newa Grawit, Krishan Krone, Agnes Lampkin und Michael Wolf /
Licht: Jens Seiler / Ton: Jonas Darvas / Eine Produktion der STÜCKBOX (Basel)
MAMAMIA oder TRAURIGKEIT MACHT DICH ALT – von Aglaja Veteranyi
Eine Mutter erzählt von ihrer Tochter, schwankend zwischen Bewunderung, Besitznahme und
eigener Eitelkeit. In der zur Kunstsprache stilisierten Ausdrucksweise der rumänischen
Einwanderer nimmt sie uns mit in eine Welt des Zirkus und des Varietés. Glanz und Glamour sind
hier ebenso zuhause wie Traurigkeit und Sehnsucht, denn unter dem scheinbar leichten
Erzählton blitzen immer wieder Erinnerungen auf an die Diktatur und die Flucht. – Ein
wiederentdecktes Kleinod der 2002 verstorbenen Autorin .
Regie: Ursina Greuel / Spiel: Robert Baranowski / Eine Produktion der STÜCKBOX (Basel)
28. Mai (zweiter Doppelabend)
BRACHLAND – von Dmitrij Gawrisch
Zwei Brüder, die ohne Papiere in die Schweiz gelangt sind, lernen eine Ärztin kennen, die sich für
sie einsetzt. Im Spannungsfeld zwischen Familie und Individuum, Heimat und Fremde, Sehnsucht
und Realität werden die unsichtbaren, aber ständigen Verlagerungen von Macht sichtbar.
«Brachland» wurde zum Berliner Stückemarkt eingeladen und mehrfach ausgezeichnet.
Regie: Ursina Greuel / Spiel: Robert Baranowski, Jonas Gygax und Agnes Lampkin / Eine Produktion der STÜCKBOX
(Basel)
BAUCHLAGE – von Daniel Mezger
In seinem Stück beschreibt der Autor auf eindringliche Weise und mit feiner Komik die Ängste
einer jungen Frau vor dem endgültigen Erwachsenwerden und ihr Scheitern daran im Angesicht
einer unbewältigten Mutterbeziehung.
Regie: Ursina Greuel / Spiel: Robert Baranowski, Franziska von Fischer, Newa Grawit und Jonas Gygax / Eine
Produktion der STÜCKBOX (Basel)
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5. und 8./9./10. Juni
Nachtreise – Musiktheater von Astride Schlaefli und Christian Kuntner
Im Rahmen von Blickfelder 2016 – Künst für ein junges Publikum
Eine Klinik für Jugendliche, eine grüne Oase in der Stadt. Keine Ärzte, keine Betreuer, die jungen
Menschen leben alleine, seit Zeiten sich selbst überlassen. Sie haben gemeinsam ihre eigene
Welt mit neuen Ritualen und Formeln kreiert. Sie sprechen nicht mehr, denn alles wurde ja
damals gesagt und aufgenommen. Diese Aufnahmen verwenden sie jetzt. Sie musizieren,
basteln und bereiten sich wie jeden Abend auf den Schlaf vor.
Dabei wird die Villa Winkelwiese zu einem seltsamen Klang- und Schlaflaboratorium: Klänge
rauschen aus den Büschen, Menschen wandeln im Schlaf unter den Bäumen. Die einen singen
leise, damit die Blumen sanft einschlafen, andere haben ihre schönsten Erinnerungen sorgfältig
eingepackt und machen sich auf die Reise in ihre Traumwelten.
Nachtreise ist ein installatives und poetisches Musiktheater, das die Räume der Winkelwiese
vielfältig bespielt.
Astride Schlaefli arbeitet als Regisseurin, Performerin und Musikerin. 2006 gründete sie das
collectif barbare. Sie macht Musiktheater und Performance in Theatern sowie in öffentlichen
Räumen. (www.collectif-barbare.ch/www.astrideschlaefli.ch)
Christian Kuntner arbeitet als Musiker, Künstler und Sounddesigner und hat seit Jahrzehnten
internationale Bühnenerfahrung mit seinen Projekten. (www.kuntner.ch)
Von und mit: Astride Schlaefli, Christian Kuntner und Jugendlichen aus Affoltern a. Albis
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13. bis 18. Juni
Sommergäste - TRAUMKAPELLE – von und mit Lena Schwarz und Krzysztof Gruse
«Eine Kopfbewegung nach links nimmt mir die Landschaft rechts», schreibt Krzysztof Gruse in
einem Gedicht. Gruse ist Maler, Filmer, Schriftsteller, einer, der stets auf der Suche nach dem
Sinn der ihn umgebenden Welt ist. Diese Suche spiegelt sich in seinem Schreiben und in seinen
Bildern mit einer Direktheit und Einfachheit, mit einer Achtung vor den Dingen und Menschen,
die die Zerbrechlichkeit des Augenblicks und unseres Seins betont. In Bochum ist er Lena Schwarz
begegnet. Eine Zeit lang haben sie dort ein Atelier geteilt, zusammen gemalt und ausgestellt,
sind Freunde und Verbündete geworden. Dieses Bündnis gehen sie nun erneut ein und sind für
eine Woche lang die Sommergäste in der Winkelwiese.
«Wir bauen einen Innenraum, erstellen eine Art TRAUMKAPELLE im Bauch des Tieres. Das Tier ist
die Winkelwiese. Das Tier gibt keine Erklärung ab. Das Tier wird bewohnt, das Tierinnere, von uns
und den Schriften, den Bildern, die kurz vor dem Wegdämmern, dem Schlaf auftauchen. Oder
sind es Erinnerungsversuche? Existenzbeweise? Stempel?
Wir laden alle herzlich ein, vorbeizuschauen.»
Lena Schwarz ist Ensemblemitglied des Schauspielhaus Zürich und spielte u.a. am Schauspielhaus
Bochum, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Köln und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
Krzysztof Gruse, geboren 1957 in Bydgoszcz, Polen, lebt seit 2000 in Bochum. Er ist Autor der
«Theorie des Durchschnittlichen», Mitbegründer der «Bydgoszczer Schule» und des «Freien Kunst
Territoriums» in Bochum. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Ausstellungen in Deutschland,
Polen und Frankreich gezeigt.
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DRAMENPROZESSOR
2. Juni (in der Pestalozzi Bibliothek Schwamendingen)
SCHWAMENDINGERPLATZ – Die Autor_innen des DRAMENPROZESSORS stellen sich mit
ersten Texten dem Publikum vor
Im Tramtunnel zwischen Milchbuck und Schwamendingerplatz verwandelt sich das Züri-Tram in
eine rumpelnde und großstädtische U-Bahn. Nach der Durchquerung taucht man in einer
anderen Welt auf. Das hochglänzende Zürcher Zentrum liegt hinter, das ungeschminkte
Schwamendingen vor einem.
Die ehemalige DRAMENPROZESSOR Absolventin Ariane Koch sammelt und montiert zusammen
mit den neuen Autor_innen Geschichten rund um den Schwamendingerplatz und beleuchtet die
Kehrseiten einer Stadt, die für viele zum Inbegriff von Wohlstand und Lebensqualität geworden
ist. Die Ergebnisse der Schreibwoche werden von den Autor_innen und drei Schauspieler_innen in
der PBZ Bibliothek Schwamendingen präsentiert.
Die aktuellsten Informationen zu den Programmpunkten des DRAMENPROZESSOR finden Sie auf
www.winkelwiese.ch/ dramenprozessor.
Künstlerische Leitung: Manuel Bürgin / Andreas Sauter
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SPEZIELLE PROGRAMMGEFÄSSE
10. Februar und 12. Juni
RESIDENZ WERDINSEL – „It is Edith, she is killing me“ – Gertrude Stein
Ein Projekt von Marcel Schwald und Team zu Gertrude Steins «The Making of Americans»
Marcel Schwald und sein Team beschäftigen sich in ihrer Residenz weiterhin mit der
Aufführbarkeit von Gertrude Steins «The Making of Americans». Der 1000-seitige Roman beginnt
als fast konventionell erzählte Familiensaga mit der Migration zweier Familien in die «Neue Welt».
Im weiteren Verlauf tritt die äußere Handlung mehr und mehr in den Hintergrund und der Text
widmet sich mit radikalen sprachlichen Mitteln der psychologischen Erkundung seiner
Protagonisten. Stein entwirft ein Panoptikum vermeintlich allgemeingültiger Gemüter und
schreibt so an einer «history of everyone who ever was or is or will be living».
Im zweiten Residenzblock am 10. Februar erkunden zwei Schauspielerinnen das Textmaterial,
während im finalen dritten Block am 12. Juni Konzepte für Raum und Sound entwickelt und
erprobt werden.
Mit: Susanne Abelein und Julia Schmidt (10. Februar), Elisabeth Fritsch, Matthias Meppelink und Anna Sophia Röpcke
(12. Juni), Alan Twitchell und Marcel Schwald
ZU OHREN KOMMEN
Das Neueste aus den Hörspielstudios in der W inkelwiese
Einmal pro Monat präsentiert die SRF-Hörspiel-Redaktion gemeinsam mit der Winkelwiese ihre
aktuellsten Produktionen und Lieblingsstücke. Am 10. Mai und am 21. Juni 2016 zeigen wir zwei weitere
Ausgaben von «Zu Ohren kommen».
5. Januar
Atlas der abgelegenen Inseln
Musikalisches Hörspiel von Thom Luz nach Texten von Judith Schalansky
Regie: Thoma Luz / Musikalische Leitung: Mathias Weibel
2. Februar
Möglicherweise gab es einen Zwischenfall
Hörspiel nach dem Theaterstück von Chris Thorpe
Regie: Andreas Sauter
22. und 23. März
Blue Garden
Hörspiel von Andreas Liebmann
Regie: Andreas Liebmann
5. April
Hunkeleres Geheimnis
Nach dem gleichnamigen Roman von Hansjörg Schneider
Regie: Reto Ott / Musik : Martin Bezzola
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RAHMENPROGRAMM
OUT OF REAL OR FICTIVE ARCHIVES
Romy Rüegger lädt bildende Künstler_innen ein, die sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis von Körper,
Sprache und Publikum beschäftigen. Sie intervenieren in soziale Räume und Rollenbilder, um Formen des
Erinnerns und Erzählkonventionen zu befragen. Dabei setzen sie sich kritisch mit der Verwendung von
archiviertem Text-, Bild- und Audiomaterial auseinander; Performance als Möglichkeit, Geschichte im
Aufführen umzuschreiben und zu aktualisieren.
9. April
Maria Guggenbichler
Maria Guggenbichler redet, denkt, arbeitet, tanzt, organisiert gern mit anderen Leuten zusammen, oft in
freundschaftlichen und langfristigen Kollaborationen. Projekte finden als offene, lustige und großzügige
Treffen statt, zumeist in selbstorganisierten, informellen, nahen und oft privaten Strukturen. Eigentlich
nie innerhalb institutioneller Wände oder in kommerziellen Währungen.
(www. mariaguggenbichler.com)
26. April
Rosalie Schweiker
Rosalie Schweiker (*1963) lebt und arbeitet in London. Mit ihren Arbeiten etabliert sie neue Formate und
Inhalte für Kunst. Ro- salie Schweiker studierte am Dartington College of Arts und unterrichtet als
associate lecturer an der «University of the Arts» London. Ihre Arbeiten realisiert sie meist in
Kollaborationen, u.a. mit Maria Guggenbichler, Romy Rüegger, San Keller und ihrem Bruder Stefan
Schweiker.
(www.rosalieschweiker.info)
PLAT DU JOUR
Eine Werkstatt für Unfertiges und Zukünftiges
Im Sinne eines Testlabors werden in der Theaterbar künstlerische Projekte präsentiert, die noch im
Entstehungsprozess sind – immer auf der Suche nach Austausch, Kritik und Experten.
27. Januar
Eine Stand-up Comedy von und mit Agota Dimen
24. März
UTOP(S)IE
Entwurf für einen Theaterabend zum Thema Utopie(n)/Dystopien von Gerrit Frers
24. Mai
Meticulous random selection on deliberate minitaure surfaces Oder «Sorgfältig
zufällige Auswahl auf vorsätzliche Miniatur-Oberflächen»
Eine Videoinstallation von Tim Fletcher
www.winkelwiese.ch
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LESUNGEN
23. Februar
Memetuum Plex Staffel 1 – von Christoph Rath
Episode01 «REC» / Episode02 «Süsse Träume» / Episode03 «Lange Schatten»
Die erste Staffel der Science-Mystery-Theater-Serie kehrt zurück! - Für eine lange Nacht... für
Eingeweihte und Neugierige! In einer szenischen Lesung machen wir uns nochmal auf die Suche
nach dem menschlichen Wesenskern und fragen, wie ein «Ich» im
Gegenüber aufgehoben sein kann. Eine Technologie verspricht, menschliches Bewusstsein zu
transportieren. Was künstlerisches Werk, Wahnvorstellung oder wissenschaftliche Erkenntnis ist,
vermischt sich zunehmend.
Manuel Bürgin, Anna-Katharina Müller, Ursula Reiter und Nicolas Batthyany hauchen ihren zwölf
Figuren Leben ein und verknoten die Netze zwischen eigenem und fremdem Bewusstsein neu.
Thomas Sarbacher erzählt – Eine Lesereihe
12. Januar, 9. Februar, 15. März, 19. April, 17. Mai und 7. Juni
Seit 2013 liest der Schauspieler Thomas Sarbacher im Theater Winkelwiese regelmäßig
literarische Texte. Nach russischer Literatur des 19. Jahrhunderts standen neuere amerikanische
Literatur, Novellen von Gottfried Keller und zum Abschluss der Roman «Madame Bovary» in
sieben Teilen auf dem Programm. Die erfolgreiche Lesereihe fand ein treues Stammpublikum
und wird ab Januar 2016 fortgesetzt.
Von Januar bis Juni 2016 wird Thomas Sarbacher Geschichten arabischer und afrikanischer
Autor_nnen lesen, deren Werke sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch
bewegen. Erzählungen aus Ägypten, Libyen, Syrien, Marokko, Algerien, dem Sudan und dem
Libanon geben Einblicke in die islamische Kultur, in der Mythen und lebendige Erzähltraditionen
eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Auseinandersetzung mit dem technischen Fortschritt,
der Globalisierung und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Umwälzungen.
Thomas Sarbacher, 1961 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet als freischaffender Schauspieler
in Zürich. Neben zahlreichen Arbeiten für Film und Fernsehen gastierte er in Zürich an diversen
Theatern, unter anderem am Theater Neumarkt und am Schauspielhaus. Am sogar theater
realisierte er Soloabende auf der Grundlage literarischer Texte, insbesondere «Moskau Petuschki»
und «Tagebuch eines Psychopathen» von Wenedikt Jerofejew. Zuletzt war er im sogar theater in
der Produktion «Das Phantom des Alexander Wolf» von Gaito Gasdanow zu sehen.
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KONZERTE
25. Mai
Julian Sartorius
Solokonzert des Berner Klangtüftlers.
Der Beat ist das bestimmende Element im Leben von Julian Sartorius. 1981 in Thun geboren, fand
er früh via Marschmusik, Michael Jackson und als Mitglied von lokalen Underground-Bands zum
Schlagzeug. Mit seinen Rhythmen, die Neue Musik, Hip-Hop und Weltmusik ausloten, zeigt
Sartorius die Vielfalt und Möglichkeiten seines Instrumentes auf. Oft präpariert er das
Schlagzeug, arbeitet mit ungewöhnlichen akustischen Sounds und erschließt so Schlag um
Schlag eine ungehörte Klangwelt. (juliansartorius.ch)
22. Juni
Scratches – Im Rahmen des Sommerabschlussfestes
2009 taten sich die Schauspielerin und Regisseurin Sarah-Maria Bürgin und der Gitarrist und
Theatermusiker Sandro Corbat für eine Theaterproduktion der formation poe:son zusammen.
Da- bei hat es gefunkt zwischen den beiden und sie verfolgten, losgelöst vom Theater, ihren
musikalischen Weg weiter. Zuerst bestand ihr Repertoire aus eigenwilligen Coverversionen, mit
denen sie zum Fringe Festival in Recklinghausen und zum BestOFFstyria in Graz eingeladen
wurden. Später arbeitete das Duo an eigenen Songs und brachte 2014 sein erstes Album «fade»
heraus. (scratches.ch)
Das detaillierte Programm wird ab Mitte Dezember auf winkelwiese.ch publiziert und dort laufend
angepasst und erweitert werden.
www.winkelwiese.ch
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