Das mathematisch-naturwissenschaftliche - Sauerland

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Das mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabenfeld
Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundkenntnisse sind für das Verständnis und für eine
zukunftsverträgliche Gestaltung unserer Lebenswelt von entscheidender Bedeutung. Dies gilt
um so mehr in einer Gesellschaft, in der zukunftsorientierte Technologien eine rasante
Entwicklung nehmen und von den Menschen unter ökologischen, ökonomischen, ethischen und
moralischen Gesichtspunkten beurteilt werden müssen. Ein in diesem Sinne
verantwortungsbewusster Umgang mit unserer Lebenswelt kann nur in einer Zusammenarbeit
aller Gesellschaftsmitglieder erzielt werden, die auf einer kritischen Auseinandersetzung mit
eigenen Handlungsweisen, untereinander und mit den Sachthemen basiert. Weitere
Voraussetzungen dafür sind ein uneigennütziges Interesse am Fortbestand naturerhaltender,
biologischer Gleichgewichte, eine respektvolle Haltung gegenüber Menschen, Tieren und
Pflanzen sowie das Bewusstmachen von Grenzen menschlicher Erkenntnis.
1. Der Unterricht im Fach Biologie
1.1 Übergeordnete Zielsetzung für den Unterricht im Fach Biologie
Die Themen und Inhalte des Biologieunterrichts am Abendgymnasium und am Kolleg
berücksichtigen die Vorgaben für das Zentralabitur in NRW. Auf der Grundlage dieser Vorgaben
und die Überlegungen zu dem mathematischen-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld, werden
folgende übergeordnete Ziele im Biologieunterricht verfolgt.
Die Studierenden sollen:
• durch Behandlung der verschiedenen Unterrichtsdisziplinen (vgl. 2.) ein umfassendes
biologisches Grundlagenwissen erwerben und durch unterschiedliche Zugangsweisen an
modellhafte Betrachtungen, welche das abstrakte Denkvermögen und eine kreative
Vorgehensweise ermöglichen, herangeführt werden.
• durch einen gezielten Einsatz von Experimenten im Unterricht Methoden naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung exemplarisch kennen lernen und dadurch
problemlösende Denk- und Lernstrategien für ein lebenslanges Lernen entwickeln.
• durch die erworbenen Sach- und Methodenkenntnisse über die Grundphänomene
lebender Systeme, ihr Zusammenspiel und ihre Bedeutung für gegenwärtige und
zukünftige Lebenssituationen die Handlungsbereitschaft und Handlungskompetenz für
den Natur- und Umweltschutz bzw. für die Auseinandersetzung mir ethischen Fragen
erwerben.
• durch Arbeiten im Team eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen, gemeinsame
Lösungswege finden, sich über ihre Vorgehensweise verständigen und dadurch wichtige
kommunikative und soziale Kompetenzen erlangen.
• eine angemessene Fachsprache, welche die sprachliche Ausdrucksfähigkeit schult,
kennen lernen.
Dies alles soll die Studierenden zur Studierfähigkeit führen und darüber hinaus gleichzeitig
Einblicke in die Berufswelt ermöglichen.
1.2 Themen und verbindliche Inhalte im Fach Biologie
Thema: Cytologie
Unterthema
Einführung
Vergleich von
tierischen und
pflanzlichen
Zellen
Fachinhalte
Leitbegriffe
Kennzeichen des
Lebendigen
Wachstum, Bewegung, Stoffwechsel,
Reizbarkeit, Fortpflanzung
Definition Zelle
kleinste Einheit mit allen Kennzeichen des
Lebendigen
Grundlagen des
Mikroskopierens,
Bau und Funktionsweise
des Lichtmikroskops
Okular, Tubus, Revolver, Objektive, Stativ,
Objekttisch, Kondensor, Grob-/ Feintrieb,
Objektträger, Deckgläschen
pflanzliche Zellen:
Zwiebelepidermis,
Wasserpest
Bestandteile der
pflanzlichen Zellen
Zellkern, Zellwand, Chloroplasten, Vakuole,
Zellplasma, Zellmembran
tierische Zellen:
Mundschleimhautzelle
Zellmembran, Zellkern, Zellplasma
Vergleich von Bau und
Funktion, Zusammenhang
als biologisches Prinzip
Transportprozesse an
Biomembranen
EM-Bild der Zelle
Zellorganellen: ER, Ribosomen, Mitochondrien,
Golgi-Apparat (aufgebaut aus Dictyosomen)
Aufbau der Biomembran
fluid-mosaic-modell (NICOLSON und SINGER)
Kohlenhydrate, Fette (Lipide), Eiweiße (Proteine)
Bau- und Inhaltsstoffe
Diffusion und Osmose
Konzentrationsunterschied, BROWN'sche
Molekularbewegung (Teilchenbewegung),
selektiv permeabel (semipermeabel)
Plasmolyse,
Deplasmolyse
hypertonisch, hypotonisch, isotonisch, Turgor,
physiologische Lösung
fakultativ: Spaltöffnung
aktiver, passiver Transport Kanalprotein, Carrierprotein, ATP als Träger von
Energie
Unterthema
Zelle als
metabolisches
System
(Kompartimentierung)
Fachinhalte
Leitbegriffe
Funktion der
Zellorganellen (als
Vergleich mit dem
Produktionsablauf in einer
Fabrik)
Proteinbiosynthese (Ribosomen); Bereitstellung
von ATP (Mitochondrien); Auf- und
Umbau,Transport von Inhaltsstoffen (GolgiApparat, ER); Fotosynthese (Chloroplasten)
Membranfluss
Umwandlungs- und Bewegungsvorgänge, Endo-,
Exocytose
Zelle als
reproduktives
System
Zellkern
Träger der Erbsubstanz (Zellkern),
Chromosomen
Mitose und Zellzyklus
Interphase, Pro-, Meta-, Ana-, Telophase
Systematik der
Lebewesen
Aufbau Prokaryot
Kernäquivalent
Fünf Reiche
Prokaryoten, Eukaryoten: kernhaltige Einzeller,
Pilze, Tiere, Pflanzen
Themen: Stoffwechsel und Klassische Genetik
Unterthema
Fachinhalte
Leitbegriffe
Einführung
„Was ist Stoffwechsel“
autotroph, heterotroph, Energiebegriff
(am Beispiel der 5
(Fähigkeit Arbeit zu verrichten)
Reiche)
Gleichung der
Wasser + Kohlenstoffdioxid → Glucose +
Fotosynthese
Sauerstoff; Licht, Chlorophyll
Gleichung der Atmung
Bedeutung der
Fotosynthese in der
Biosphäre
(Kohlenstoffkreislauf)
Äußere Einflüsse auf die
Fotosynthese
Stoffwechsel
der Pflanzen
Aufbau Pflanzen
fakultativ: Querschnitt
Blatt
Chloroplasten
Glucose + Sauerstoff
→ Wasser + Kohlenstoffdioxid
Kohlenstoffdioxidgehalt
Temperatur
Lichtintensität
Lichtkompensationspunkt
Wurzel, Spross, Blatt
fakultativ: Cuticula, Epidermis, Leitbündel
(Xylem, Phloem), Schwamm- und
Palisadenparenchym, Spaltöffnungen
Grana, Stroma, Thylakoid,
Blattfarbstoffe (Chlorophyll a und b,
Carotionoide usw.)
fakultativ: Lichtreaktion I und II, Fotosystem I,
Fotosystem II, Strahlungsabsorption durch
Pigmente,
Dunkelreaktion
Zellatmung und
Enzyme
Grundlagen der
klassischen
Genetik
Sonnen- und
Schattenblatt
Enzyme sind
Biokatalysatoren
Überblick Zellatmung
Verlauf enzymatischer
Reaktionen,
Hemmungsmechanismen
Meiose
MENDEL'sche Regeln
Enzym, Substrat, Produkt, Aktivierungsenergie,
aktives Zentrum, Enzym-Substrat-Komplex,
Bedingungen der Enzymreaktion
Glykolyse, Zitronensäurezyklus, Atmungskette
RGT-Regel
kompetetive Hemmung, nichtkompetetive bzw.
allosterische Hemmung
haploid, diploid, 1. und 2. Reifeteilung, Zygote,
Gameten (Keimzellen)
Erbgänge: dominant-rezessiv, monohybrid,
dihybrid; homozygot, heterozygot, Phänotyp,
Genotyp
fakultativ: Rückkreuzung, intermediärer
Erbgang
Thema: Ökologie
Unterthema
Einführung
Wechselwirkungen
zwischen
Organismen und
Umwelt
(Abiotische
Faktoren)
Wechselbeziehungen
zwischen
Organismen
(Biotische
Faktoren)
Fachinhalte
Leitbegriffe
Operatoren
Basisbegriffe
Ökologie, Biotop, Ökologische Nische,
Population, Biozönose, Ökosystem, Biosphäre
Gliederung eines
Ökosystems
Produzent, Konsument, Destruent,
Biomassenproduktion
Gegenüberstellung
abiotischer und
biotischer Umweltfaktoren
Toleranzbereich,
physiologisches und
ökologisches Optimum
Stenök, Euryök, Optimum, Maximum, Minimum,
Präferendum, Reaktionsnorm
Physiologische und
ökologische Potenz
physiologische und ökologische Potenz/
Optimum
Wirkung von abiotischen
Umweltaktoren
(Temperatur, Wasser,
Licht) auf Pflanzen und
Tiere
poikilotherm, homoiotherm,
Überwinterungsstrategien, Klimaregeln,
Gegenstromprinzip
Wirkungsgefüge der
Umweltfaktoren
Gegenüberstellung interund intraspezifischer
Beziehungen
Minimumfaktor, Wirkungsgefüge
Konkurrenzausschluss
und
Konkurrenzvermeidung
Schutztrachten,
Parasitismus, Symbiose
Interspezifische und intraspezifische Konkurrenz
Konkurrenzausschluss und
Konkurrenzvermeidung
Verflechtungen
in Lebensgemeinschaften
Biomassenproduktion
Trophieebenen, Energiefluss
Stoffkreisläufe
Biogeochemischer Kreislauf am Beispiel des
Stickstoffkreislaufs (obligatorisch) und
Kohlenstoffkreislauf (fakultativ)
Ökologische
Nische
Einnischung von
Organismen
Ökologische Nische, ökologische Planstelle
Unterthema
Populationsökologie
Fachinhalte
Wachstum von
Populationen
Räuber-Beute-Beziehung
Fortpflanzungsstrategien
Veränderung und
Regulation der
Populationsdichte (z.B.
Steuerung durch den
Menschen am Beispiel
Schädlingsbekämpfung)
Ökosystem
Einführung Systemökologie
Fließgewässer am Beispiel Fließgewässer
Gliederung eines
Fließgewässers
Lebensbedingungen im
Fließgewässer
Nahrungsnetz und
Energiefluss
Fließgewässeranalyse
(fakultativ für den GK,
obligatorisch für den LK)
Ökosystem
See
Nachhaltige
Nutzung und
Erhaltung von
Ökosystemen
Selbstreinigung und
Abwasserbelastung
Renaturierung von
Fließgewässern
See im Wechsel der
Jahreszeiten
oligotropher und eutropher
See
Belastung des Wassers
Leitbegriffe/ Fachbegriffe
Exponentielles und logistisches Wachstum,
Wachstumsrate, Umweltwiderstand,
Kapazitätsgrenze, Massenwechsel
LOTKA-VOLTERRA-Regeln 1 - 3
r- und K-Strategen
Ökologisches Gleichgewicht
Allgemeine Untersuchungen, Bestimmung der
Gewässerstrukturgüte, Biologische und
chemische Gewässergütebestimmung: Erfassen
physikalischer und chemischer Faktoren (Licht,
Temperatur, pH-Wert),
Anwenden des Saprobienindex
Eutrophierung, Aerobier, Anaerobier,
Faulschlamm, Wasserblüte, Stickstoffkreislauf
Sommer- und Winterstagnation, Frühjahrs- und
Herbstzirkulation
Wassergewinnung, Wassernutzung,
Wasserbelastung
Thema: Genetik
Unterthema
Fachinhalte,
Leitbegriffe
Klassische
MENDEL'sche Regeln 1-3
Genetik
(als Einstieg, zur
Wiederholung für
Quereinsteiger)
dominant-rezessiver Erbgang
Phänotyp, Genotyp,
heterozygot, homozygot,
monohybrider, dihybrider Erbgang
intermediärer Erbgang
Rückkreuzung
Molekulare
Grundlagen der
Vererbung
DNA als Erbsubstanz
Molekularer Bau (Nucleinsäuren, Basen,
Desoxyribose, Doppelhelix, Watson-CrickModell, Chargaff-Regel,
Replikation
Meselson-Stahl-Experiment,
DNA-Polymerase, OKAZAKI-Fragment, DNALigase, Primase
Autoradiogramm
Proteinbiosynthese
Ein Gen-ein Polypetid-Hypothese, mRNA,
Transskripiton, Genetischer Code (Codesonne),
Codogener Strang, Anticodon, Codon, tRNA,
Translation
Wobble-Hypothese, Ableserichtung,
Knüpfrichtung
Intron, Exon, Spleißen (Unterschiede zu
Prokaryoten)
Wirkungsweise von
Mutagenen
Physikalische/chemische Mutagene, Säuren, UVStrahlung, Röntgenstrahlen, Antibiotika
Mutation: Punktmutation, Insertion, Deletion,
Inversion
Regulation der
Genaktivität am Beispiel
der Prokaryoten
lac-Operon, trp-Operon, Regulatorgen, Promotor,
Operator, Strukturgen, Induktion,
Endproduktrepression
PCR
Primer, Taq-Polymerase, Denaturieren,
Hybridisieren
genetischer
Fingerabdruck
Restriktionsenzyme, Loci, VNTR,
Gelelektrophorese, Laufrichtung,
Vaterschaftstest
Nur LK: Methoden der
Bakteriengenetik
Bau und Vorkommen von Bakterien und Viren,
Lysogener und lytischer Vermehrungszyklus,
Herstellung und Isolierung von gentechnisch
veränderten Bakterien
Aufbau von
Chromosomen
Verpackung der DNA: Histone;
Centromer, Schwesterchromatiden,
Karyogramm, diploid, haploid,
Geschlechtschromosomen
Werkzeuge und
Verfahrenstechnik der
Gentechnik
Aspekte der
Cytogenetik mit
humanbiologischem
Unterthema
Bezug
Fachinhalte,
Leitbegriffe
Meiose, Crossing over
und Rekombination
Chromosomentheorie der Vererbung,
1./2. Reifeteilung, Pro-, Meta-, Ana-, Telophase
Crossing over, Zygote, Chromosomenmutation,
Trisomie 21
Stammbaumanalyse und
Erbgänge in der
humangenetischen
Beratung
Autosomal-dominant, Autosomal-rezessiv,
Gonosomal-rezessiv, Gonosomal-dominant,
Erbkrankheiten
Thema: Evolution
Unterthema
Fachinhalte
Spurensuche –
Fossilien, Päloontologie,
Indizien für die
Entstehung von
Evolution
Fossilien, Überblick
über die Erdzeitalter
und Kontinentalverschiebung
Hinweise aus der Kriterium der Lage, der
vergleichenden
spezifischen Qualität
Anatomie und
und Verknüpfung der
Morphologie
Zwischenformen
Hinweise aus der DNA-Vergleich
Molekularbiologie
Aminosäuresequenzanalyse
Leitbegriffe
Fossilien, Leitfossilien, Brückentiere,
Übergangsformen, lebende Fossilien,
Erdzeitalter, Kontinentalverschiebung: Pangaea,
Gondwana, Laurasia
(Nur LK: Datierungsmethoden)
Homologie der Wirbeltiergliedmaßen, Analogie
und Konvergenz
(fakultativ: rudimentäre Organe und Atavismen
beim Menschen)
PCR, DNA-Sequenzierung (Wiederholung)
Anwendung der
Techniken zur
Erstellung eines
Stammbaums
Synthetische
Evolutionstheorie
Humanevolution
Fakultativ: Historische
Evolutionstheorien
Evolutionsfaktoren
Synthetische
Evolutionstheorie
Artbildung
Anwendung der
synthetischen
Evolutionstheorie
Ablauf der Evolution
Wirbeltierstammbaum
Stammbaum der
Primaten
Stammbaum der
Hominiden
Fossile und rezente
Hinweise zur Evolution
des Menschen
Wiederholung und
Festigung
Humanevolution
Gegenüberstellung von LAMARCK und DARWIN
Mutation und Rekombination,
Genpool
Selektion (gerichtete, disruptive, stabilisierende),
Fitness
Isolation (ökologische, geografische,
ethologische, sexuelle), Separation, Gendrift,
Migration
Art, Rasse
Allopatrische und sympatrische Artbildung,
Separation (Präzisierung), zum Beispiel
DARWIN-Finken
Aufstellen eines Stammbaum
Aufrechter Gang, Skelett-Vergleich
Einstieg: Tabellarische Übersicht der Hominiden
(Werkzeuggebrauch, Schädel etc.);
Vertiefung und Anwendung: Schädelvergleich
Homo sapiens, Homo neanderthalensis und
Homo erectus
Geografische Verbreitung: Vergleich zweier
Hypothesen: Out of Africa und multiregionaler
Ursprung
Ergänzungen zum LK-Bereich:
Allgemein: Vertiefung der Inhalte Evolution an weiteren Übungsaufgaben;
zusätzliche klausurvorbereitende und prüfungsvorbereitende (Prüfungssituation: mündliches
Abitur) Vorgehensweise und Materialien.
des weiteren:
Unterthema
Verhalten,
Fitness,
Anpassung
Fachinhalte
Einführung:
Verknüpfung von
Evolutionstheorie und
Verhalten
Fortpflanzungsstrategien
Paarungssyteme
Sozialverhalten
Verwandtenselektion
Leitbegriffe
Verhalten…
• variabel
• genetische Grundlage
• Fortpflanzungserfolg
• Stammesgeschichte
Evolutionsfaktor
Sexuelle Selektion: intra- und intersexuelle
Selektion; Sexualdimorphismus, HandicapTheorie
Monogamie, Polygynie, Polyandrie,
Promiskuität; Spermienkonkurrenz
Kooperation, soziale Gruppe, Hierarchie
altruistisches Verhalten, Gruppenselektion,
Verwandtenselektion; Fitness;
staatenbildende Insekten
Fakultativ:
Reziproker Altruismus, indirekter reziproker
Altruismus
ggf. Gestaltung einer fächerübergreifenden/fächerverbindenden Einheit mit Philosophie
1.3 Didaktische und methodische Schwerpunkte
Neben der Vermittlung von Kenntnissen über biologische Zusammenhänge liegt der didaktischmethodische Schwerpunkt darin, die naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung zu fördern
durch:
praktisches Arbeiten mittels Betrachten, Beobachten und Untersuchen biologischer Objekte als
Naturobjekt oder an Hand von Abbildungen und Filmsequenzen
• Durchführung und Auswertung von Experimenten
• Bildung von Hypothesen und Theorien durch Deduktion und Induktion
• Veranschaulichung und Simulation der Realität an geeigneten Modellen, sowie eine
kritische Auseinandersetzung mit diesen
• Beschreibung und Interpretation von Grafiken und Tabellen
• projektorientiertes Arbeiten
• Einsatz neuer Medien (z. B. geeignete Computersoftware)
1.4 Unterrichtsorganisation
Die naturwissenschaftliche Ausbildung sieht eine 2-semestrige Einführungsphase und eine 4semestrige Kursphase vor.
Der Unterricht in den Leistungskursen umfasst fünf Semesterwochenstunden. Der Unterricht in
den Grundkursen ist in der Regel am Abendgymnasium zweistündig, am Kolleg zwei- bis
dreistündig.
Es wird ausschließlich in Doppelstunden (90 Minuten) unterrichtet.
1.5 Leistungsbewertung
Laut Fachkonferenzbeschluss und unter Berücksichtigung der APO setzt sich die
Gesamtqualifikation zu jeweils gleichen Teilen aus den schriftlichen Leistungen und der
sonstigen Mitarbeit zusammen.
Zur Feststellung der schriftlichen Leistungen werden in zweistündigen Kursen keine, in dreioder fünfstündigen Kursen zwei Klausuren geschrieben.
Die Dauer der Klausuren beträgt zwei bis vier Schulstunden. Die Dauer der letzten Klausur, die
unter Abiturbedingungen geschrieben wird, beträgt im Grundkurs drei, im Leistungskurs 4¼
Zeitstunden.
Zur Beurteilung der „Sonstigen Mitarbeit“ werden herangezogen:
• Mitarbeit im Unterricht
• Hausaufgaben
• Schriftliche Protokolle
• Präsentationen und Referate
• Lernzielerfolgskontrollen durch schriftliche Übungen
Einzelheiten und Bewertungsmaßstäbe siehe Leistungsbewertungskonzept.
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