3.4 Essigsäure-(–)-menthylester aus (–)

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3.4
Essigsäure-(–)-menthylester aus (–)-Menthol und Essigsäureanhydrid
CH3
CH3
O
OH
H3C
+
H3C
O
O
CH3
O
CH3
O
O
H2SO4
H3C
+
CH3
H3C
OH
CH3
Zeitbedarf: 2 – 3 d
Apparatur, Geräte
100-ml-Dreihalskolben mit KPG-Rührer, Rückflusskühler und Trockenrohr, Ölbad, 10-mlSpritze, 250-ml-Scheidetrichter, Rotationsverdampfer, kleine Apparatur zur Destillation im
Vakuum
Ausgangsverbindungen, Reagenzien,
Lösungsmittel
(–)-Menthol*)
15.6 g (0.10 mol)
Signalwort
Achtung
Hazard
Statements
H315
Precautionary
Statements
P262, P302 +
P352
Essigsäureanhydrid
(= Acetanhydrid)
10.5 ml (0.11 mol)
Gefahr
H226, H332,
H302, H314,
H335
P280, P301 +
P330 + P331,
P305 + P351 +
P338
Schwefelsäure
(96proz. = 18 M)
2 Tropfen
Gefahr
H290, H314
Cyclohexan
90 ml
Gefahr
H225, H304,
H315, H336,
H410
P280, P301 +
P330 + P331,
P309, P310,
P305 + P351 +
P338
P210, P240,
P273, P301 +
P310, P331,
P403 + P235
Alte Kennzeichnung:
Ausgangsverbindungen, Reagenzien, Lösungsmittel
(–)-Menthol
15.6 g (0.10 mol)
Xi
Essigsäureanhydrid
10.5 ml (0.11 mol)
C
R-Sätze
36
10-20/22-34
konz. Schwefelsäure
35
2 Tropfen
C
S-Sätze
26-36/37/
39-45
26-30-45
*) Statt (-)-Menthol können Sie auch rac-Menthol verwenden. Überlegen Sie, welche
Konsequenzen dies für Ihre Produktmischung hätte!
Cyclohexan
90 ml
F, Xn, N
11-38-50/
53-65-67
9-16-3360-61-62
Arbeitsvorschrift
In dem Dreihalskolben suspendiert man unter Rühren (–)-Menthol in Essigsäureanhydrid (mit
10-ml-Spritze abmessen). Nach Zugabe von konz. Schwefelsäure erhitzt man 2.5 h mit einem
ca. 90 – 100 °C heißen Ölbad.
Nach Abkühlen des Gemischs gießt man es in den Scheidetrichter mit Eiswasser (50 ml),
schüttelt und trennt die organische Phase ab. Man extrahiert die wässrige Phase mit Cyclohexan
(2 x 30 ml). Die vereinigten organischen Phasen werden mit wässriger NatriumcarbonatLösung (1 M, 3 x 30 ml) und Wasser (2 x 30 ml) gewaschen. Danach trocknet man die
organische Phase mit Natriumsulfat (ca. 5 g, ca. 0.5 h) (Vorgehensweise siehe Trocknen der
Extrakte Teil A, Kapitel 8). Man dekantiert die Lösung durch einen Trichter mit Filter in einen
100-ml-Kolben und destilliert das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer (45 °C, 220 hPa).
In der Apparatur zur Destillation im Vakuum destilliert man das Rohprodukt (Ölbadtemperatur
ca. 120 – 130 °C, 16 hPa). Man fängt als erste Fraktion einen Vorlauf auf, bis die
Siedetemperatur konstant ist, und erhält dann eine farblose Flüssigkeit (85 – 95 %, Sdp. 102 –
103 °C / 21 hPa, nD20 = 1.4461) als Hauptfraktion. Steigt die Temperatur gegen Ende der
Destillation, so nimmt man eine dritte Fraktion. Notieren Sie Siedepunkt und Menge der
einzelnen Fraktionen.
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