Schulverpflegung Fachmagazin für die professionelle Verpflegung von Kindern und Jugendlichen 10. Jahrgang Ausgabe 2/2015 Heftpreis: 8 E Küchenplanung Kompakt konzipiert Kita Erfolgsmodell Kooperation Schulkiosk Plattform Pausenverpflegung Kategorie Küchenhelfer: Bartscher GmbH (Markus Kosfeld, Detlev Schlünder) Kategorie Foodlogistik: BLANCO Professional (Ralph Debes) Kategorie Beilagen: Aviko (Margit Smeekens) Kategorie Würzmittel: WIBERG GmbH (Marcel Thiele) Kategorie Kühltechnik: Cool Compact Kühlgeräte GmbH (Andreas Lindauer, Friedhelm Schwald) Kategorie Herdanlagen: MKN, Maschinenfabrik Kurt N ­ eubauer GmbH & Co. KG (Donina Stindt, Martin Ubl) BEST of Market 2015! Kat. High Convenience: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG (G. Klüh) Kategorie Textilien: Hotelwäsche Erwin Müller GmbH & Co. KG (Manuela Vogt, Matthias Ammon) Wir gratulieren Kategorie Thermosysteme: Rieber GmbH & Co. KG (Sabine Kühne, Jochen Schwarz) Kategorie Hygienesysteme: Ecolab Deutschland GmbH (Dr. Viktoria Wagner, Robert Diede) Kategorie Tischkultur: BAUSCHER (Manuela Küfner) Kategorie Frühstückskonzepte: KELLOGG Deutschland GMBH (Gunter Philipp Vittali) Kategorie Suppen/Saucen: Unilever Deutschland GmbH, Unilever Food Solutions (Arnim Brohmeyer) Kategorie Kassensysteme: Vectron Systems AG (Thomas Stümmler) Kategorie Dessert: NESTLÉ SCHÖLLER GmbH (Kerstin Krischer) Kategorie Heißgetränke: J.J.Darboven GmbH & Co. KG (Frank Hilgenberg) Kategorie Spültechnik: MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG (Michael Mayer) Kategorie Backwaren: EDNA ­Inter­national GmbH (Josef Stöckle) Kategorie Frontcooking: Bohner® ProduktionsGmbH (Karin, Hubert und Claudia Bohner) Fotos den Gewinnern unseres Leserpreises BEST of Market! Kategorie Milchprodukte: frischli Milchwerke GmbH (Curd Kießler) Kategorie Objektmöbel: GO IN GmbH (Jennifer Lynn Jehle, Kay Bukmaier) Kategorie Kaffeemaschinen: WMF AG (Melanie Nolte) Kategorie Kombidämpfer: RATIONAL Aktiengesellschaft (Oliver Frosch) Wer wird GV-Manager des Jahres 2015? Inhalt 2/2015 18 35 Aktuelles Fachthemen Kurz notiert ��������������������������������������� 5, 7 Deutscher Schulleiterkongress 2015������� 6 Aus den Ländern������������������������������������� 8 Erfolgsmodell Kooperation������������������� 35 Antworten darauf, wie es gelingt beim Spülprozess Wasser und damit auch bares Geld zu sparen, gibt es hier. Wer Schüler und Kitakinder aus einer Hand verpflegen möchte, sollte vorab verschiedene Kriterien prüfen. Kita: Aus der Praxis DNSV didacta 2015, Hannover: DNSV auf der didacta 2015 ����������������� 10 Neuigkeiten aus dem DNSV ������������������10 Private Kant-Schule Berlin: Frischküche ist keine Utopie������������������26 Internatsdorf Haubinda: Leben und Lernen����������������������������������30 Marktrestaurant Mittenwald: Interview Kinder kochen wie die Profis����������������� 38 Elternsache: Geteilte Verantwortung������������������������ 11 Blick ins Ausland: Belgien Zwischenzeugnis: Schulessen nach Leitbild����������������������� 34 „Die finanziellen Risiken waren zu hoch“ ��������������������������������������������� 32 BEST of Market 2015 Fachthemen Leser zu Fans gemacht������������������������� 40 Schulkiosk: Rubriken Plattform Pausenverpflegung ��������������� 12 Fisch: Interview: Meer Wissen������������������������� 16 Tipps & Trends������������������������������������� 50 Termine, Impressum����������������������������� 51 Sonderkostformen: Sichere Seite����������������������������������������� 17 Spültechnik: Am richtigen Ende sparen��������������������� 18 Bestell- und Bezahlsysteme: Die Crux mit dem Chip������������������������� 22 Küchenplanung: Kompakt konzipiert ����������������������������� 28 Titelbild: © Elina Manninen – Fotolia.com Haben Sie bereits unsere komplette Aus­ ­­ gabe im ­Internet entdeckt? Schauen Sie mal hinein unter: www.gastroinfoportal.de. Sind Sie schon unser Fan auf Facebook? www.facebook.de/SchulverpflegungMagazin Für tägliche Informationen rund um die Gemeinschafts- und Schulverpflegung folgen Sie uns auf Twitter: @GV_manager Nominieren Sie Ihren Favoriten: www.gastroinfoportal.de/GVM Der Gesamtauflagedieser Ausgabe liegt eine Beilage von Meyer Menü, Bielefeld bei. Wir bitten um freundliche Beachtung. Schulverpflegung 2/2015 Der Umwelt zuliebe: gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Der Versand dieses Hefts erfolgt CO2-neutral mit dem Umweltschutzprogramm GoGreen der Deutschen Post. 15. Oktober vormerken! Deutsches Tiefkühlinstitut e.V. (dti) Tiefkühlfans Der Anteil von Tiefkühlprodukten steigt sowohl in Privathaushalten als auch in Profiküchen an, wie das Deutsche Tiefkühlinstitut dti berichtet. 2014 verbrauchte jeder Bürger 42,2 kg, also 600 g mehr als im Vorjahr. Und während 2013 jeder Haushalt 84,5 kg TK-Waren zu sich nahm, waren es 2014 schon 85,2 kg. In Profiküchen stieg die Menge verbrauchter Produkte um 4,3 % auf 1,68 t. www.tiefkuehlkost.de Ackerdemia e.V. GemüseAckerdemie Fotos: dti, privat, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. Mit dem Ziel, Schülern die Chance zu bieten, u. a. Gemüseanbau zu erlernen sowie die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern, wurde das Konzept GemüseAckerdemie des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia e.V. gegründet. Das schulbegleitende und praxisorientierte Bildungsprogramm soll Basiswissen und gartenbauliche Fähigkeiten vermitteln. Im Pilotjahr 2014 wurde das Konzept an sechs Schulen getestet. In diesem Jahr setzen es 20 Schulen in Berlin, Brandenburg, NRW und Niedersachsen um. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zeichnete die GemüseAckerdemie 2014 als Bundespreisträger „start social“ aus. www.gemueseackerdemie.de Der neuMeT JOKER Kindergarten Frau Holle 1x1 des Kochens „Eine leckere und kindgerechte Ernährung lässt sich nicht über gesunde Regeln erzielen, sondern über gelebten Genuss“, sagt Claudia Paland, Dipl.-Oecotrophologin und Mutter. Deshalb wird im Kindergarten Frau Holle in Warmsen täglich ein frisch zubereitetes und ausgewogenes zweites Frühstück angeboten. Aufbauend auf die pädagogische Arbeit der Erzieher hat Claudia Paland im Projekt „1x1 des Kochens“ zudem ehrenamtlich mit den Vorschulkindern gekocht und gebacken. Es gab u. a. selbstgebackene Brötchen und bunte Wraps. Vom „Koch-Knigge“ über die „aid Ernährungspyramide“ sind verschiedene Lebensmittelgruppen besprochen und verarbeitet worden. Mit finanzieller Unterstützung der Westfalia Stiftung „von klein auf“ konnte das Projekt ermöglicht werden. www.kindergarten-frau-holle.de Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. Bäckman auf Tour Bäckman hat in Berlin seine Deutschlandtour 2015 begonnen, die 16 Stationen umfasst. Noch bis Juli reist das speziell für Kindergarten- und Grundschulkinder entworfene Maskottchen des Bäckerhandwerks mit seinem Backbus durch alle Bundesländer, um Kitas und Schulen zu besuchen. Bäckman ist Teil einer deutschlandweiten Frühstückskampagne des Bäckerhandwerks. Neben dem Frühstückshelden ist auch ein echter Bäckermeister mit dabei, der mit den Kindern Brot und Brötchen backt und zeigt, wie vielfältig das Bäckerhandwerk ist. www.fruehstuecksbaecker.de 2/2015 Schulverpflegung Einfach kochen – jetzt auch in der Kompaktklasse Neu in 2/3 und 1/1-Ausführung Einzigartige MT Technology Intuitives MultiTouch-Display Multi Connect: USB, LAN, WLAN Klein und kompakt: nur 52 cm breit Auflagenabstand 67 mm Echte vollautomatische Reinigung autoclean® MT Eloma GmbH | + 49 (0) 8141 395 - 0 | www.eloma.com DSLK 2015 Rund 2.000 Teilnehmer waren nach Düsseldorf zum Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) gekommen. In diesem Jahr spielte zum ersten Mal auch die Schulverpflegung eine Rolle. DSLK 2015 – Forum für Anregungen und Impulse Vormerken: DSLK 2016 Wann: 3.-5.3.2016 Wo: Kongresszentrum CCD Süd, Düsseldorf Anmeldung: ab sofort unter www.deutscher-schulleiterkongress.de (DNSV) wieder mit einem Stand vor Ort vertreten und konnte über 900 Unterschriften für seine Aktion „7 % auf Schulessen!” sammeln. Die zahlreichen Anfragen der Schulleiter an das DNSV beschäftigten sich alle mit der Qualität der Schulverpflegung und dem Problem der Akzeptanz. Das Thema Schulverpflegung und geistige Leistungsfähigkeit stand dann im Mittelpunkt des Vortrags von DNSV-Botschafter Günter Wagner, Vorstandsmitglied im Institut für Sporternährung e.V. 6 Großes Fortbildungsinteresse NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte auf der Abschlussveranstaltung, dass Schulleiter einen verantwortungsvollen Beruf ausüben. Die Ministerin würdigte das große Fortbildungsinteresse von Schulleitern, das sich auch auf dem Schulleiterkongress zeige. In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auf die umfangreiche und bundesweit anerkannte Leitungsqualifizierung des Landes: „Wir wollen Schulleitern frühzeitig und so gut wie möglich für ihre Leitungsarbeit qualifizieren. Deshalb beginnen wir in NRW damit, noch bevor ein Schulleiter ins Amt kommt.“ Kongressschwerpunkt war in diesem Jahr das digitale Lernen, das an den Schulen immer noch mit unzureichenden Ressourcen unterfüttert ist, wie eine Umfrage unter den Teilnehmern ergab. Veranstaltet wurde der DSLK wieder vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) und dem Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland (WKD). Ausblick: DSLK 2016 Neue Impulse und hochkarätige Referenten aus Wirtschaft und Kultur warten auch im nächsten Jahr wieder auf die Teilneh- mer des Deutschen Schulleiterkongresses. Dabei sein wird u. a. Prof. Dr. Dr. Rita ­Süssmuth. Auch die Soziologin Dr. Auma Obama, Schwester des US-Präsidenten, hat ihr Kommen angekündigt, ebenso der Unternehmer Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, der Theologe und Mediziner Prof. Dr. Manfred Lütz, der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth und Pater Anselm. Die Schwerpunktthemen des fünften Kongresses lauten: „Schule als Ort für Erziehung“, „Schule als Lernort und A ­rbeitsplatz“, „Führungsstrategien“, „Schule als Ort für guten Unterricht“ und „Die digitale Schule“. Mit vor Ort wird 2016 auch wieder das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung sein. dmp Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Polster B ereits zum vierten Mal konnten sich die Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum und dem europäischen Ausland auf dem Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) über ihre Arbeit in den Schulen austauschen sowie in Workshops und Vorträgen neue Erkenntnisse und Anregungen sammeln. In diesem Jahr war das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung e.V. Kurz notiert 3 Fragen an... ...Christian Witte, Vertriebsleiter Prima Menü Fotos: Prima Menü , J. Carstensen, Universität Vechta, Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern Herr Witte, Sie sprechen mit Ihren tiefgekühlten Fertiggerichten u. a. die Zielgruppe Schulverpflegung an – ein anspruchsvoller Markt. Wie werden Sie den Anforderungen (einfaches Handling, gute Qualität, günstiger Preis) mit Ihren Produkten gerecht? Unsere TK-Menüs und Komponenten sind für das GN-Blech optimiert und teilweise sogar einzeln als Portionsblöcke einnehmbar. Die Regeneration findet im Backofen/Dampfgarer statt. Dieses garantiert ein einfaches und sicheres Handling. Der Geschmack und die Produktqualität sind uns besonders wichtig, daher setzen wir z. B. keine Geschmacksverstärker oder Aromen ein und garen unser Gehacktes aus frischem Stückfleisch selber. Ein gutes PreisLeistungsverhältnis erreichen wir durch sehr schlanke Strukturen und eine hohe Automatisierung bei der Herstellung. Wie groß ist Ihr derzeitiges Sortiment für den Bereich Gemeinschafts- und Schulverpflegung? Wir produzieren seit Beginn an für die Gemeinschaftsverpflegung. Seit 2008 ist der Umfang deutlich gewachsen. Aufgrund der vielen Anfragen erweiterten wir unser Sortiment und bieten Gerichte und Menü-Komponenten jetzt unter der Marke Prima Menü Professional an. Wir starten mit 14 Artikeln, darunter vier Menü-Komponenten, zwei Saucen, fünf Pasta-Artikel und drei Aufläufe. Je nach Nachfrage wollen wir das Sortiment weiter ausbauen. Nachhaltigkeit ist für Sie eine gelebte Notwendigkeit. Wie äußert sich das konkret im Sortiment? Prima Menü ist ein Familienunternehmen, bei dem der Nachhaltigkeits­ gedanke von der Gründung an fester Bestandteil war. Beispiele dafür sind Fisch aus nachhaltiger Fischerei (MSCzertifiziert), Bio-zertifizierte Gerichte, eine nachhaltige Verpackung, eine Produktion, die ausschließlich mit „grünem Strom“ – teils aus Eigenproduktion – betrieben wird, oder eine schonende Frostung mit Ammoniak und CO2 im doppelstufigen Kreislauf. Danke für das Gespräch. lan 2/2015 Schulverpflegung BMEL, Nolte Küchen Ernährung in Töpfe und Köpfe bringen „Wer die Schule verlässt, sollte das Einmaleins der Ernährung kennen, zumindest für sich selbst kochen können sowie schmackhaftes und ausgewogenes Essen zu Hause und in der Schule erfahren haben. Deshalb ist die Ernährung für uns auch die Schwester der Schulverpflegung“, betonte Bundesernährungsminister Christian Schmidt anlässlich der Preisverleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Klasse, Kochen!“ Zehn Schulen dürfen sich über eine neue Schulküche freuen. Die neue Runde läuft bereits: Noch bis 28. Juni 2015 haben Schulen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich mit ihren kreativen Wettbewerbsbeiträgen zur Ernährungsbildung zu bewerben. Das Motto 2015 lautet: „Lecker und günstig – gutes Essen muss nicht teuer sein“. www.klassekochen.de Universität Vechta Ringvorlesung Unter dem Titel „SchulESSEN – Ein starkes Stück Gesundheit“ veranstaltet das Kompetenzzentrum Schulverpflegung an der Universität in Vechta seine erste Ringvorlesung im Wintersemester 2015/2016. Die Vortragsreihe wird vom 2.11.2015 bis 1.2.2016 in Kooperation mit dem Deutschen Netzwerk Schulverpflegung (DNSV) stattfinden. Mehr zur Ringvorlesung hat uns Dr. Marion Rieken, ­Vizepräsidentin für Lehre und Studium, wissenschaft­ liche Weiterbildung und Internationales der Uni Vechta, im Interview verraten: www.gastroinfoportal.de/ringVL Markenschaufenster Bestell- und Abrechnungssysteme Bio-Produkte DNSV Bestes Schulrestaurant auf Youtube Das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung (DNSV) hat 2014 zum vierten Mal den „Goldenen Teller“ an die gebundene Ganztagsschule Wilhelm-BrackeGesamtschule und die Betreiber des Schulrestaurants, die Frischküche Stefan Gerhardt e.K. in Braunschweig, vergeben. DNSV TV war vor Ort und drehte einen Film über die Schulverpflegung. Hier geht‘s direkt zum Film: bit.ly/1yVD8X8 nabuko Bio Großverbraucher-Service Von-Estorff-Str. 26-30 • 29525 Uelzen Tel.: 0581/976180 Fax: 0581/9761818 www.nabuko-biogvs.de Obst, Gemüse (frisch, ready-cut,TK), Vollsortiment für Großverbraucher der AHV Käse Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern Neue Wunschgerichte Drei VitalMenüs von uwm Kulinaria haben 121 Schüler der Verbundenen Regionalen Schule und des Gymnasiums David Franck in Sternberg getestet. Am besten kamen die Landputenbuletten mit Wirsing an (92 %), vor der Nudelpfanne mit Putenbruststreifen (78 %) und Stralsunder Kuttermatjes. Gut zwei Drittel der Schüler wünschten sich diese – vorgestellt von Agrarmarketing MecklenburgVorpommern (AMV) und AOK Nordost – auf dem Speiseplan. www.mvernaehrung.de Kaffeemaschinen Melitta SystemService Ihr Systempartner für die Kaffeeversorgung Zechenstr. 60 • 32429 Minden www.melittasystemservice.de Tel.: 0571 50 49 0 • [email protected] 7 Aus den Ländern BAYERN Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landwirtschaft erlernen und erleben Bayerische Grundschulklassen können kostenfrei einen Bauernhof besuchen, um den Ursprung der Lebensmittel erlebbar zu machen. A lle Lebensmittel, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, werden von Landwirten produziert. Das Wissen um diese Tatsache und das damit einhergehende Bewusstsein für Lebensmittel geht jedoch immer mehr verloren – vor allem bei Kindern. Das Programm „Erlebnis Bauernhof“, ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Landwirtschafts- und Kultusministeriums, tritt dieser Entwicklung vehement entgegen. Landwirtschaft nicht nur erlernen, sondern auch aktiv erleben ist das Ziel des Programms. Bayerische Grundschulklassen der 3. und 4. Jahrgangsstufe besuchen dabei kostenfrei einen qualifizierten Bauernhof. Kälber streicheln, Kühe füttern, berechnen, wie viel eine Kuh frisst und trinkt oder auch Getreide mahlen, lassen den Vormittag zu einem Erlebnis für Kinder und Lehrkräfte werden. Ganz nebenbei lernen die Kinder vor Ort die Herstellung heimischer, regional erzeugter Lebensmittel kennen, wie es im neuen Grundschullehrplan vorgesehen ist. Weitere Informationen sowie begleitendes Unterrichtsmaterial erhalten interessierte Lehrer im für den Landkreis zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. www.erlebnis-bauernhof.bayern.de BADEN-WÜRTTEMBERG Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg Q ualität & Wirtschaftlichkeit in der Mensa stehen im Fokus der Veranstaltungsreihe der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg unter dem Titel „Werkstattgespräche Schule 2015“. Es geht darum, die möglichen Stellschrauben in den verschiedenen Betriebs-, Verpflegungs- oder Ablaufsystemen und Kostenblöcken auszuschöpfen, und zwar von der Lebensmittelauswahl bis zum Personal, denn es herrscht meist eine große Diskre- panz zwischen Wunsch und Wirtschaftlichkeit. Was bedeutet Qualität in der Schulverpflegung im Einzelnen und was ist wirtschaftlich tatsächlich machbar? Die Nachmittagsveranstaltungen richten sich an alle Akteure, u. a. Schulträger und -leitungen sowie Mensa-Verantwortliche, Elternschaft und Fördervereine, denen die Qualität des Schulessens wichtig ist. Die Termine für den Bereich Kita und Schule sind einsehbar unter der Rubrik „Termine“ auf www.dge-bw.de. NIEDERSACHSEN Verbraucherzentrale Niedersachsen Bundesernährungsminister zu Besuch in der Schulmensa B undesernährungsminister Christian Schmidt hat sich beim Besuch eines niedersächsischen Ganztagszentrums in Meinersen einen Eindruck von der Schulverpflegung verschafft. Die Schulmensa in Meinersen zeige eindrucksvoll, wie eine gute Schulverpflegung funktionieren könne. Bei der Mensa handelt es sich um eine reine Frischküche, die bereits mehrfach von der Verbraucherzentrale Niedersachsen (Schulen auf EssKurs) ausgezeichnet wurde. „Ich schätze vor allem die Idee des gemeinsamen Mittagessens. Es stärkt 8 den Zusammenhalt“, erklärte Christian Schmidt. Zudem würden sich die Schüler so Zeit für das Essen nehmen. Bezugnehmend auf die von ihm im November geforderte Qualitätsoffensive betonte er erneut: „Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in der Schule etwas Vernünftiges zu essen bekommen.“ Jeder müsse sich fragen, was er wie dazu beitragen kann, damit Schulessen erstklassig wird. Vorrangig gelte es, verbindliche Qualitäts­ standards in den Ausschreibungen zu verankern. www.bmel.de Schulverpflegung 2/2015 Foto: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Werkstattgespräche Wirtschaftlichkeit Aus den Ländern NIEDERSACHSEN Verbraucherzentrale Niedersachsen Schule auf EssKurs – neue Bewerbungsrunde Die Verbraucherzentrale Niedersachsen lädt erneut niedersächsische Schulen zur Teilnahme am Programm „Schule auf EssKurs“ ein. Foto: Verbraucherzentrale Niedersachsen D ie Qualität des Schulessens entspricht in der Praxis häufig (noch) nicht den Erwartungen. Die Ernährung der Schüler ist vielerorts weder ausgewogen noch schmackhaft oder nachhaltig. Mit dem EssKurs-Programm haben die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale neue Wege eingeschlagen, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Schüler optimal zu fördern. Bis zum 31. Juli 2015 können interessierte niedersächsische Schulen ihr Konzept einreichen. Wichtig ist, dass dabei eine nachhaltige und qualitative Verbesserung der Verpflegungssituation beim Mittagsangebot berücksichtigt wird. Pausenverpflegung, Ernährungsbildung oder Rahmenbedingungen bei den Mahlzeiten können weitere Handlungsfelder betreffen. Die vom Ernährungsteam ausgewählten Schulen werden rechtzeitig zum neuen Schuljahr informiert und können rasch damit beginnen, ihre Ideen und Pläne umzusetzen. Dafür haben sie etwa neun Monate Zeit. Fortschritte im Prozess sind dabei vom schuleigenen Team zu dokumentieren. Schulen können auch mehrmals an dem Programm teilnehmen – sie sichern sich dadurch eine kontinuier- liche Weiterentwicklung als Schule „auf EssKurs“. Nach erfolgreicher Umsetzung gibt es am Ende des Schuljahres eine Auszeichnung mit „EssKursSternen“. Damit gewinnen die teilnehmenden Schulen nicht nur eine verbesserte Schulverpflegung, sondern auch das Schulprofil wird nach innen und außen gestärkt. Das Programm „Schule auf EssKurs“ wird durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Die Teilnahme ist für die Schulen kostenfrei. Die zur Bewerbung notwendigen Unterlagen sowie weitere Details stehen auf der Homepage als Download zur Verfügung unter www. verbraucherzentrale-niedersachsen.de/neue-runde-schule-auf-esskurs. SCHMECKT GUT wie noch nie Natürliche Zutaten Kreative Rezepte Meisterlich gekocht Freuen Sie sich auf das neue große Geschmackserlebnis aus der apetito Küche. Ganz natürlich! www.apetito.de/geschmackpur Deutsches Netzwerk Schulverpflegung e.V. DNSV auf der didacta 2015 In einer Podiumsdiskussion des DNSV auf der didacta 2015 in Hannover wurde das Thema Schulverpflegung ins Kreuzfeuer genommen. M ehr als 750 Aussteller präsentierten den über 72.000 Besuchern auf der Bildungsmesse didacta in Hannover ihre An­ gebote. „Familien, das soziale Umfeld und außerschulische sowie virtuelle Lernorte ha­ ben einen immer stärkeren Einfluss auf Bil­ dungsprozesse. Diese zu integrieren, ist eine der Hauptaufgaben in den kommenden Jah­ ren. Die didacta hat dazu wichtige Impulse geliefert“, sagt Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbands. Noch lange nicht ist das Erreichte das Erreichbare – vor al­ lem, wenn es um die Schulverpflegung geht. Deshalb lautete der Titel einer Podiums­ diskussion des DNSV auf der didacta: Essen, was schmeckt & wissen, was schmeckt! Kita& Schulverpflegung im Kreuzfeuer. Die Praxisexperten (s. Foto, v. l.), Alexander Pilling vom Projekt „Schulessen – Regional, Gesund und Gut”, Prof. Dr. Günter Eissing von der Techni­ schen Universität Dortmund, Schulleiter Her­ mann Bläsius vom Gymnasium am Römerkas­ tell Bad Kreuznach und Wilfried Hänchen (r.), Vorsitzender der Unternehmensgruppe Hän­ chen, nahmen zusammen mit Dr. M ­ ichael Polster, Vorsitzender des DNSV (2.v.r.) die aktuelle Situation der Schulverpflegung in Deutschland ins Visier. Die Ergebnisse u. a.: Die Schulverpflegung muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden, sie muss gesund, regio­ nal und wirtschaftlich machbar sein. Sie muss den Geschmack und damit die Akzeptanz der Tischgäste treffen. Der Bund muss dazu mehr Verantwortung übernehmen und entspre­ chende finanzielle Mittel in die Kanäle geben. Unabhängig vom Verpflegungssystem muss jede Schule über eine Küche verfügen, in der praktische Ernährungsbildung stattfinden kann. Frischküche geht vor Warmanlieferung, so das einhellige Fazit der Expertenrunde. Auf der didacta wurde deutlich, dass Bildung sich dort gut erleben lässt, wo Wissen leben­ dig und in Anwendung vermittelt wird. Das heißt, auch die Ausstattung der Schulen erhält eine immer größere Bedeutung; sichtbar wur­ de dies z. B. bei den Angeboten des DNSVFördermitglieds Sico (Sico Europe Limited), für das Sascha Reitz, Vertriebsleiter Bildung, eine positive Bilanz auf der Messe zog. dmp Wieso sind Sie Fördermitglied? angeboten werden. An den Schulen steckt diese Entwicklung gewissermaßen noch in den Kinderschuhen; wir sehen hier auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Der Erfolg des Verpflegungsangebots hängt davon ab, ob gesunde und kindgerechte Gerichte mit viel Geschmack zu einem vernünftigen Preis angeboten werden können. Ansonsten sinkt die Akzeptanz sehr schnell und damit auch der ökonomische Erfolg.“ Fotos: Polster, Rational Sabine Zimmerer, Leiterin Marktkommunikation D, A, CH, Rational: „Gesundes, leckeres und hochwertiges Essen ist die Voraussetzung für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Der Wunsch nach gesundem Essen besteht natürlich in allen Be­ reichen der Außer-Haus-Verpflegung. Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Dank der modernen Gerätetechnik kann heute in jeder Einrichtung eine hohe Speisenqualität Sie wollen auch Mitglied beim DNSV werden? Weitere Infos über den Verein finden Sie unter: www.schulverpflegungev.net 10 Schulverpflegung 2/2015 Elternsache Geteilte Verantwortung Für sein Familienmodell und sein ehrenamtliches Engagement wurde Norman Heise zum „Spitzenvater des Jahres“ gekürt. Ein Gespräch mit ihm über seine Rolle in der Familie und das Zusammenspiel zwischen Eltern, Kita und Schule. G leichstellung ist gleich Frauen­ sache – das ist eine Gleichung, die nicht aufgeht. Es kommt ebenso auf die Männer an“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in ihrem Grußwort anläss­ lich der Verleihung „Mestemacher Preis Spit­ zenvater des Jahres“. Der Preis will die Wich­ tigkeit des Vaters für die kindliche Entwick­ lung betonen. 2015 wurde u. a. Norman Heise als „Spitzenvater“ ausgezeichnet. Der 36-Jährige lebt mit seiner Partnerin Christine Schulze und den beiden gemeinsamen ­Söhnen in Berlin. Während seine Partnerin als Vollzeit-Führungskraft tätig ist, besetzt er eine Teilzeitstelle und ist in der Familie sowie ehrenamtlich sehr engagiert. Foto: privat Herr Heise, Glückwunsch zu dem Preis des Spitzenvaters! Wie kam es dazu? Ich wurde für den Preis vorgeschlagen. Prof. Dr. Ulrike Detmers, die Initiatorin des Preises, hat die Entscheidung dann anhand eines wissenschaftlichen Kriterienkatalogs getrof­ fen. Mir wurde gesagt, dass ich durch mein ehrenamtliches Engagement gepunktet ha­ be. Ich arbeite in Teilzeit, also drei Tage die Woche und die anderen zwei Tage habe ich Zeit für ehrenamtliche Termine. In den Vor­ mittags- und frühen Abendstunden bin ich in erster Linie Vater, den Abendbereich über­ nimmt meine Frau, die sehr früh aus dem Haus geht. Genau das ist der Hintergrund des Preises, dass wir ein Familienmodell ver­ treten, das in der Praxis gut umsetzbar ist, wenn man sich aktiv dafür entscheidet. Muss es so einen Preis geben? Natürlich ist der Preis eine Bestätigung; aber er ist auch in die Kritik geraten, denn: Als Preisträger mache ich ja nichts, was nicht auch Tausende andere Väter machen. Kritisiert wurde auch: Wieso wird der Preis von einem Unternehmen verliehen? Fami­ 2/2015 Schulverpflegung lienministerin Manuela Schwesig ist zwar Schirmherrin der Veranstaltung, aber es gibt dennoch die Frage, warum das Bun­ desfamilienministerium so einen Preis nicht selbst – auch für Frauen – verleiht. Sie sind in der Elternvertretung der Kita und Grundschule Ihrer Söhne engagiert. Wird in diesen Gremien auch tern in der Pflicht. Wie sehen Sie dies? Auf beiden Seiten liegt die Verantwortung. Kitas und Schulen sind familienergänzende Einrichtungen und deshalb spielt die gesun­ de Ernährung auch hier eine Rolle. Über das Essen gibt es von unseren Kindern überra­ schenderweise gar keine Klagen. In unserer Grundschule wird das Essen von einem Ca­ terer warm angeliefert, in unserer Kita wird frisch gekocht. Frühstück müssen die Eltern mitbringen und Vesper wird durch unsere Kita angeboten. An der Zusammenstel­ lung des Vesperspeiseplans sind die Kinder unmittelbar beteiligt. Zusammen mit den Erziehern wählen sie z. B. unter Berücksich­ tigung des Mittagessens aus, was es in der Woche zum Vesper geben soll. Sie stellen die Zutaten und Einkaufslisten mit Bildern zusammen und gehen gemeinsam mit den „Die Verantwortung liegt auf beiden Seiten. Kitas und Schulen sind familienergänzende Einrichtungen.“ Norman Heise, Vater die Verpflegung thematisiert? Ja. In der Kita z. B., weil die Eltern oft nicht verstehen, wie man für einen Essensanteil von 23 E im Monat ein gutes Mittagessen frisch kochen kann. Dabei ist das nur ein Teil, der der Kita zur Verfügung steht – der Rest wird vom Land Berlin bezuschusst. Vie­ le wünschen sich auch die Möglichkeit der Vollverpflegung in der Kita mit Frühstück und Vesper. Dies ist aber nur durch eine Zu­ zahlung möglich. Auch hier leisten wir Auf­ klärung. Regelmäßig gibt es auch Eltern­ abende zum Thema gesunde Ernährung. Viele Eltern schieben die Verantwortung der gesunden Ernährung gerne der Schule zu, die Schule sieht die El- Erzieherinnen einkaufen. Diese Möglichkeit gibt es in unserer Schule leider nicht. Seit dem Beschluss des Kultusministeriums von 2012, dass Ernährung und Verbraucher­ schutz auch Teil der Bildung und der Schule ist, gibt es jährlich Projekte, die umgesetzt werden. In der Schule meines Sohnes z. B. eine Projektwoche „Was ist gesunde Ernährung?“ Ich weiß nicht, wie das Thema Ernährung sonst im Unterricht eine Rolle spielt. Aber ich glaube nicht, dass es zu kurz kommt. Bei uns gibt es teilweise Überra­ schungseffekte, wenn wir mit unseren Söh­ nen zum Einkaufen gehen und dann hören: Das sollten wir lieber nicht kaufen, weil da bestimmte ungesunde Zutaten enthalten sind, das haben wir in der Schule gelernt. Vielen Dank für das Gespräch. lan 11 Schulkiosk Plattform Pausenverpflegung Z wischen Ernährung und geistiger Leistungsfähigkeit besteht ein enger Zusammenhang – das ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Feldversuche bewiesen. Auch auf bundes- und landespolitischer Ebene wird die Bedeutung der Ernährungsbildung und Schulverpfle- gung immer wieder mit Nachdruck betont. Nur bei der Umsetzung hapert es. Der ­ Ernährungsexperte Günter Wagner vom ­ Institut für Sporternährung e.V. in der Sportklinik Bad Nauheim, Mitinitiator von Kiks up Bad Nauheim und Mitglied beim Institut für Gesundheitsförderung im Bildungsbereich (IfGB) e.V., rief auf dem Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf dazu auf, Schulverpflegung zur Chefsache zu machen und so aktiv für mehr Chancengerechtigkeit zu sorgen: 20 bis 45 % der Schüler gehen ohne Frühstück zur Schule und nehmen auch keine Pausenmahlzeit zu sich. Die Folge: Schon in der ersten Unterrichtsstunde können diese Kinder müde, unkonzentriert, reizbar und aggressiv sein. Milch als Grundversorgung „Schulmilch ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Chancengerechtigkeit. Hier sind auch Schulleiter mit in der Verantwortung. Gerade Kinder aus sozial schwachen Familien­ erhalten oft kein Frühstück und werden so schon gehirnphysiologisch im Unterricht abgehängt“, sagt Günter Wagner. Er empfiehlt Schulmilch und -kakao als „Grundversorgung“ in der Schule sicherzustellen, zumal sich der bei den Schülern beliebte Kakao durch einen empfehlenswerten, mittleren glykämischen Index auszeichnet. Der Konsum von Schulkakao als Pausenmahlzeit in der Schule verbessert 12 nachweislich die Lernleistung, die Konzentrations­ fähigkeit, Merkspanne und das Selbstvertrauen. In Zahlen: Durch die Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms könnten nachweislich Verbesserungen von bis zu 7 IQ- bzw. 46 PISA-Punkten erzielt werden. Dennoch bieten immer weniger Schulen das von der EU geförderte Lebensmittel überhaupt an. Die Ursachen sind vielfältig: An immer mehr Schulen wird der Hausmeister wegrationalisiert, oft sind es auch Eltern und Lehrer, die den Kakao aufgrund seines Zuckergehalts von der Schule verbannen wollen. „Das Gehirn von Kindern benötigt Glukose und Flüssigkeit, besonders am Morgen. Der Schulkakao stellt diese Inhaltsstoffe ernährungsphysiologisch empfehlenswert den Schülern zur Verfügung, da er prolongiert und nachhaltig verstoffwechselt wird, anders als z. B. bei Cola, Limos oder Eistee, bei denen der Zucker gleich ins Blut schießt und ­zusätzlich das Risiko für Heißhunger erhöht“, erklärt Günter Wagner.­ „Deshalb ist das EU-Schulmilchprogramm so wichtig. Schulleiter sollten unbedingt sicherstellen, dass es in den Schulen auch konsequent umgesetzt wird und auch Kakao angeboten wird“, fügt er hinzu. „Der sogenannte ‚zuckerfreie Vormittag‘ wie er in Hessen eingeführt wurde, ist gut gemeint, erweist den Kindern jedoch einen Bären- Schulverpflegung 2/2015 Fotos: LVBM, Gastro/FrieslandCampina Foodservice, Archiv Mit Milch, Obst und Müsli sind die Schüler bestens gerüstet für die ersten Schulstunden. Diese Produkte eignen sich auch als „to go“-Variante für den Schulkiosk und Obst, Gemüse und Milch werden zudem von der EU finanziell gefördert. Mit der neuen WMF espresso kann jeder ihr Barista sein. „Best of Market“ kann nur einer werden. dienst.“ Das Schulmilchprogramm sei aus seiner Sicht kein Erkenntnis-, sondern vielmehr ein Umsetzungsproblem, denn oft sehen sich Schulleiter nicht zuständig – dabei gibt es Unterstützung. „Wir beraten Schulleiter, Hausmeister und interessierte Eltern, wie man die Versorgung der Kinder mit Schulmilch und -kakao sicherstellen kann. Wir bieten umfangreiches Informationsmaterial und helfen, die Bestellung und Belieferung der Schulen mit Milch und Kakao besonders unkompliziert, kostengünstig und reibungslos zu gestalten“, sagt Diplom-Oecotrophologin Gabriele Johag, Leiterin der Abteilung Schulmilch bei FrieslandCampina Germany. Ergänzend zur Schulmilch können Milchprodukte auch über die Zwischen- und Mittagsverpflegung attraktiv in Szene gesetzt wer- „Kinder aus sozial schwachen Familien erhalten oft kein Frühstück und werden gehirnphysiologisch im Unterricht abgehängt. Deshalb ist das Schulmilchprogramm wichtig.“ Erneut wurde WMF von den Leserinnen und Lesern der Fachzeitschriften first class, GVmanager, 24 Stunden Gastlichkeit und Schulverpflegung als „Best of Market“ in der Kategorie Kaffeemaschinen gewählt. Dafür sagen wir herzlich danke! 2015 BEST of Market Kategorie: Kaffeemaschinen 1. Platz Foto: Landliebe/FrieslandCampina Germany Günter Wagner, Institut für Sporternährung e.V. den, z. B. als Joghurt- oder Quarkspeise, dekoriert mit frischem Obst oder Müsli. Denn um die gerade in der Jugend so essenzielle Kalziumversorgung sicherzustellen, empfiehlt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) täglich drei Portionen Milch. Hohe Qualität, leichte Portionierbarkeit und Abwechslung liefern z. B. die Produkte von Gastro aus dem Hause FrieslandCampina Foodservice. So bedienen die vielfältigen Fruchtjoghurt-Variationen im 5-kg-Eimer die unterschiedlichsten Vorlieben. Sie sind mit Pfirsich-Maracuja, Apfel-Garantapfel oder Mango sowie mit dem Geschmack heimischer Früchte wie Erdbeere oder Kirsche erhältlich. Die Fruchtquark-Range umfasst sieben Geschmacksrichtungen wie Birne, Vanilla, Erdbeere oder Mandarine. Der Inhalt der Eimer lässt sich nach Belieben in Schüsseln oder Dessertgläsern anrichten. Im wiederverschließbaren Eimer wird die Ware hygienisch und ohne Qualitätsverlust gelagert. Vitamine am Stück Neben der Schulmilch wird auch Schulobst und -gemüse von der EU gefördert. Die EU hatte ihren Finanzierungsanteil erst für das Schuljahr 2014/2015 von 50 auf 75 % erhöht, sodass es für die Länder noch attraktiver geworden ist, sich zu beteiligen. Für das kommende Schuljahr erhält Deutschland rund 28 Mio. E für das Schulobstprogramm von der EU-Kommission. Das sind rund 50 % mehr als die für das laufende Jahr bewilligten 19,7 Mio. E. Bun- 2/2015 Schulverpflegung Entdecken Sie die neue WMF espresso auf www.wmf-espresso.com Schulkiosk Frisches aus dem Automaten Da die Organisation der Pausenverpflegung in der Schule mit frischem Obst und Gemüse oft kostenintensiv und ­arbeitsaufwändig für alle Beteiligten ist, hat das Unternehmen Come Vending das Konzept Happy Snack entwickelt. Dahinter verbirgt sich ein Verpflegungsautomat, der mit einem selbst entwickelten Telemetriemodul (STEKOM) ausgerüstet ist und kostenlos in Schulen aufgestellt wird. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, die Frische der Produkte zu garantieren, sodass auch frisches Obst und Gemüse angeboten werden können. Sollten sich im Automat Produkte mit abgelaufenem Verfallsdatum befinden, werden diese automatisch von der Steuerung erkannt und die Ausgabe verhindert. Gleichzeitig wird das Serviceteam online benachrichtigt. Die Abwicklung läuft bargeldlos. Das Projekt soll die Schulobst- und -milchprogramme, die von der Europäischen Union mittels Subventionen gefördert werden und ab 2016 zu einem Förderungsprogramm verschmelzen, vereinigen. Bei Obst und Gemüse setzt das Unternehmen auf regio­ nale Bio-Qualität und saisonale Abwechslung. Ein breit gefächertes Angebot an Schulmilch bietet die Vogtlandmilch GmbH an. Zudem sollen sich Bio-Direktsäfte ohne Zucker und Zusatzstoffe im Sortiment befinden sowie Mineralwasser. Eine Kombination aus Müsli & Milch (oder Joghurt), genauso wie Nüsse, laktosefreie Müsliriegel und einige Backwaren. „Seit vier Jahren ist das Projekt Happy Snack in der Tschechischen Republik im Einsatz“, sagt Bruno Cevelik von Come Vending „Im März wurde Happy Snack einem Gremium der Europäischen Union vorgestellt und wird sehr wahrscheinlich in Belgien mit einem Partner umgesetzt“, verrät er. „In Deutschland sind wir noch auf der Suche nach Schulen, bzw. nach einem oder mehreren Partnern.“ www.come-vending.de beteiligen sich neun Bundesländer (BadenWürttemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, NRW, RheinlandPfalz, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen) an dem Programm. Bundesernährungsminister Christian Schmidt betont das attraktive Förderprogramm: „Damit besteht eine ausgezeichnete Möglichkeit auch für die übrigen Bundesländer, sich nun zu beteiligen und an der Erfolgsgeschichte mitzuschreiben.“ Das Schulobstprogramm hat die Europäische Union im Jahr 2009 in den Mitgliedstaaten gestartet. Inzwischen heißt das Programm Schulobst- und -gemüseprogramm, um die volle Vielfalt des Angebots deutlich zu machen. Über das Programm bekommen Schüler, überwiegend an Grundschulen, aber auch Kinder in Kindertageseinrichtungen regelmäßig – je nach Land einmal wöchentlich bis täglich – kostenlos eine Portion Obst und Gemüse. „Die Essgewohnheiten eines Menschen werden in den ersten Lebensjahren geprägt. Wer früh lernt, Obst und Gemüse in seinen Speiseplan zu integrieren, wird das auch später beibehalten“, sagt ­ Sabine Lauxen, Sprecherin der EUgeförderten Kampagne 5 am Tag, die sich für die Einführung des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms in ganz Deutschland aktiv einsetzt. denn Schulen können ­ihre Lieferanten selbst auswälen. „Mit den Bio-Obstund -Gemüse-Lieferungen ist ein pädagogisches Begleitprogramm verbunden“, sagt Bettina Stiffel­vom KÖN. Dazu gehören z. B. ­Exkursionen zu den Betrieben. Der hohe Bio-Anteil im niedersächsischen Schulobstprogramm ist nicht nur ein Beitrag zur gesunden Ernährung, sondern auch eine Stärkung des regionalen Handels. Über 1.000 t Obst und Gemüse werden im Jahr von der EU und dem Land Niedersachsen finanziert. Die Bio-Betriebe bekommen für ihre Ware mit 3,50 E pro kg 50 ct mehr als die konventionellen Betriebe. Dieser Betrag soll auch alle Nebenkosten wie ­Kommissionierung, Verpackung und Lieferung abdecken. „Das Schulobstprogramm hat sich für den Ökolandbau in Niedersachsen zu einem interessanten neuen Absatzmarkt entwickelt“, erläutert Bettina Stiffel. Die meisten Bio-Lieferanten aber hätten ­ideelle Gründe, sich daran zu beteiligen. „Es ist eben auch eine Chance, den Ökolandbau schon in der Schule zu thematisieren.“ desernährungsminister Christian Schmidt begrüßt den dadurch ermöglichten Ausbau des Schulobstprogramms: „Das Schulobstprogramm ist eine Erfolgsgeschichte. Mit den Obst- und Gemüselieferungen werden Kinder regelmäßig mit wertvollen Vitaminen und Ballaststoffen versorgt und mit dem pädagogischen Begleitprogramm erfahren sie, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausmacht.“ Bislang 14 In Niedersachsen geht das Programm ins zweite Jahr. Im Schuljahr 2014/2015 haben 650 Schulen daran teilgenommen. Mehr als 70 % der teilnehmenden Schulen haben sich für ökologisch angebautes Obst und Gemüse entschieden, 15 % für konventionelle Ware, weitere 15 % für sowohl konventionelle wie ökologische Ware. Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) unterstützt und berät BioBetriebe, die als Lieferanten am Schulobstprogramm teilnehmen möchten. Das sind Obstbauern, Gemüsegärtner, Naturkosthändler und Abo-Kisten-Betreiber. Die Betriebe werden mit Informationen versorgt, z. B. zum Bewerbungs- und Zulassungsverfahren. Eine Broschüre hilft bei der Akquise, Wer kein Obst am Stück aber dennoch Fruchtiges anbieten möchte, kann auf Smoothies und Säfte zurückgreifen. „Frische Säfte und Smoothies sind ganz klar auf dem Weg, den Erfolg des Coffee to go zu wiederholen“, ist sich Thomas Novak, Geschäftsführer von Elka-Frische, sicher. Das Unternehmen bietet mit „The Fruit Lab“ ein neues Konzept für individuellen Saftkonsum an. Ein Konzept, das laut Unternehmen „ein Verkaufsschlager“ auch in der Schulgastronomie ist. Immer häufiger wählen Kunden einen frischen, leckeren Saft oder Smoothie zum Snack, wenn beide zusammen in der Verkaufstheke platziert werden. Gestartet war das Konzept 2014 in Betriebsrestaurants. In der 125-ml-Flasche stehen Smoothies in den Sorten Mango, Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Come Vending, Capri-Sonne, Elsdorfer, Elka-Frische Fruchtiges & Flüssiges Schulobst in Niedersachsen Fotos: Hafervoll, Silke Heyer Erdbeere und Kokosnuss; in der 250-mlFlasche die Varianten Orange, Kiwi und Erdbeere zur Verfügung. Capri-Sonne erweitert seine Bio-Range und ist mit dem neuen Produkt Fruit Snack jetzt auch im Fruchtmus-Segment vertreten. Fruit Snack ist ein ­ cremiges Fruchtpüree in Bio-­ Qualität, ohne Zusatz von Zucker, das in den ­Geschmacksrichtungen Banane­ -Apfel und Banane-­ Kirsche erhältlich ist. Das Fruchtpüree ist in einer Verpackung enthalten, die zu über 50 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, in diesem Fall Zuckerrohr aus umweltverträglichem Anbau. Um den verantwortungsvollen Umgang mit endlichen Ressourcen zu fördern, unterstützt Capri-Sonne zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. (BAG) einen bundesweiten Schulgartenwettbewerb. „Capri-Sonne möchte die Lehrer in ihrem Engagement unterstützen und seinen Beitrag dazu leisten, dass Schüler sich auch zukünftig in der Schule mit der Natur und ihrer umweltgerechten Bewirtschaftung auseinandersetzen können“, sagt Johannes Schmalenstroer,­Vice President Vertrieb und Marketing bei Capri-Sonne. Müsli to go Als „schnelles Frühstück für zwischendurch“ eignet sich das Müsli to go von ­Elsdorfer. Der Snack setzt sich aus einer Quarkcreme mit Früchten und einer 4-KornGetreideflocken­mischung zusammen und ist optimal für den kleinen Hunger. Die Sorten Kirsche-Schokolade oder Apfel-Banane stehen zur Auswahl. Das Müsli to go ist dank Quetschbeutel unterwegs gut und ohne Löffel verzehrbar. Statt maschinell gepresster Müsliriegel hat Hafervoll mit seinen Flapjacks in sechs Varianten gebackene Haferriegel à 65 g im Gepäck, die sich aufgrund einer hohen Nährstoffdichte z. B. „Das Schulobstprogramm hat sich für den Ökolandbau in Niedersachsen zu einem interessanten neuen Absatzmarkt entwickelt.“ Bettina Stiffel, KÖN als Frühstück to go oder Snack zwischendurch eignen. Der verwendete Müsliteig, der u. a. ohne c­hemische Zusatzstoffe sowie Zuckerzusätze auskommt, wird in einem schonenden Prozess gebacken und anschließend von Hand geschnitten. Geschmackliche Abwechslung ist mit den Sorten Mandel & Rosine, Cashew & Cranberry, Kakao & Haselnuss, Mohn & Aprikose, Banane & Paranuss sowie Hanf & Sauerkirsch gegeben. Alle Flapjacks sind laktosefrei und vegetarisch. lan Gute Verpflegung macht Schule Das ganzheitliche Verpflegungskonzept von Transgourmet bietet individuell anpassbare GV-Systemlösungen für eine ausgewogene Ernährung junger Menschen. Beratung vor Ort, Speisenangebote, Wareneinkauf, Planung und Einrichtung der Küche: alles kommt aus einer Hand. OHG Transgourmet GmbH & Co. | Zentrale: Wilhelm-Theodor-Römheld-Str. 18 | 55130 Mainz Tel.: 06131 502-0 | Fax: 06131 592-393 | E-Mail: [email protected] | www.transgourmet.de Telefon-Hotline: 0800 100 76 78 (kostenfrei aus dem dt. Fest- und Mobilfunknetz) Interview Vor sechs Jahren ging die Seafood-Akademie von Transgourmet an den Start: Ralf Forner, Geschäftsführer von Transgourmet Seafood, gibt einen Einblick. Meer Wissen Welche Seminare bieten Sie speziell für gastronomische Betriebe wie auch die Gemeinschaftsverpflegung an? Wir arbeiten in der Seafood-Akademie sehr kundenindividuell und zielgruppenorientiert. Dabei werden Workshops, Seminare und Warenkundeschulungen sowie IHK-Prüfungskurse für eigene Mitarbeiter und Kunden aus der Gastronomie, der Gemeinschaftsverpflegung und dem LEH angeboten. Dabei legen wir großen Wert „Bei den Programminhalten versuchen wir auf die Bedürfnisse und Wünsche einzugehen und die Schulungsparts entsprechend zu gestalten.“ Ralf Forner, Geschäftsführer, Transgourmet Seafood darauf, dass Theorie und Praxis sich in etwa die Waage halten. Theoretische Themen wie Wertschöpfung und Wertschätzung von Seafood, Markttrends oder Themen zur Nachhaltigkeit wechseln sich mit prak- 16 tischen Themen zur Warenkunde und Betriebsbesichtigungen ab. Bei der Zusammenstellung der Programminhalte versuchen wir auf die Bedürfnisse und Wünsche einzugehen und die Schulungsparts entsprechend zu gestalten. Kochpartys oder praktische Workshops gehören genauso dazu, wie Besuche toller Restaurants in der Region. Fest steht: Immer steht der Teilnehmer im Mittelpunkt. Welche internen und externen Referenten unterstützen Sie? Transgourmet Seafood arbeitet eng mit der Fischschule Melanie Becker zusammen, die bei mehreren Terminen ihr Wissen weitergibt. Zudem unterstützen uns Profis von Lieferanten zu verschiedenen Themen. Mit Ingo Gäbler verfügt die Seafood-Akademie selbst über einen erfahrenen Trainer, der schon viele Jahre das Seefischkochstudio geleitet hat. Transgourmet-Seafood-Fachberater, Profis aus dem Einkauf und anderen Abteilungen übernehmen Fachvorträge zu speziellen Themen. Selbst aus der Mainzer Zentrale unterstützen Mitarbeiter die Schulungsaktivitäten. Wie lange dauert ein Seminar und wie ist der Kostensatz? Die Seminare dauern im Schnitt zwei Tage. Es gibt jedoch auch Tagesschulungen. Die Kosten für ein zweitägiges Seminar inklusive Übernachtung und Eventprogramm belaufen sich auf ca. 250 € pro Person. Wie viele Teilnehmer besuchen die Seafood-Akademie durchschnittlich? Die Seminare werden im Regelfall von 25 bis 30 Teilnehmern besucht. Ab 20 Anmeldungen findet ein Seminar statt. In 2014 hatten Mitarbeiter und Kunden die Gelegenheit, an mehr als 70 Veranstaltungen teilzunehmen. Gibt es bei Ihnen auch ein Zertifikat oder eine Urkunde als Nachweis? Jeder Teilnehmer erhält ein TransgourmetSeafood-Zertifikat für seine persönlichen Unterlagen. In Kooperationskursen mit anschließender Prüfung gibt es, in Zusammenarbeit mit der IHK, entsprechende IHKZertifikate. Die Fischschule Becker vergibt zudem Zertifikate der Fischschule. Danke für das Gespräch. Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Transgourmet Herr Forner, wann wurde die SeafoodAkademie in Bremerhaven gegründet und wie war der Start? 2009 wurden die ersten Schulungen in der Seafood-Akademie durchgeführt. Vom ersten Tag an war die Akademie ein großer Erfolg. Seit Beginn wurden mehr als 5.000 Mitarbeiter und Kunden geschult. Sonderkostformen Sichere Seite 6 bis 8 % aller Kinder leiden unter Nahrungsmittelallergien. Wenn Kinder mit Allergien täglich in der Kita oder Schule essen, gerät das Verpflegungssystem schnell an die Grenzen. Illustrationen: Kantoci K ita- und Schulessen soll gesund sein, bezahlbar und lecker. Diese drei Anforderungen bekommen die meisten Caterer, Schulträger und Kitas mehr oder weniger gut unter einen Hut. Und die meisten aufgeklärten Eltern akzeptieren, dass gute Kinderspeisung nicht zum Billigtarif zu bekommen ist. Wenn aber Kinder mit Allergien täglich speziell zubereitete Speisen benötigen, sind Caterer und Lehrer stark herausgefordert. Das ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion zum Thema Schulspeisung und Lebensmittelallergien. Die Veranstaltung der Sarah-Wiener-Stiftung (SWS) und der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) ging im April der Frage nach, wie der Spagat zu schaffen sei, allen Kindern eine gesunde und verträgliche Ernährung zu akzeptablen Kosten zu servieren. Auch standen die täglichen Herausforderungen für Eltern, Erzieher und Lehrer von Kindern mit Lebensmittelallergien im Mittelpunkt. Das Problem werde leider immer noch bagatellisiert, warnte Prof. Torsten Zuberbier, der als Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung besonders drastische Fälle kennt. „Wir wünschen uns, dass in jeder Schule und Kita Notfallsets für Allergiker bereit liegen“, forderte er. Auf Seiten der Caterer und Mensen wächst das Problem ebenfalls in kritische Dimensionen: „Die Kontrolle der Zulieferer und Zutaten nimmt einen immer breiteren Raum ein“, berichtete SWS-Vorstand Anja Schermer aus ihrer Erfahrung als Leiterin des Projekts „Sarah Wiener Kita-Catering“. Dazu kommt der enorme Aufwand, wenn täglich neben dem Hauptspeiseplan noch dutzende Mahlzeiten für unterschiedliche Allergiker-Kinder extra zubereitet werden müssen. „Ein glutenfreies Brötchen etwa kostet dreimal so viel wie eine Vollkornschrippe“, sagt Anja Schermer. Entscheidend, weil teuer, sei aber die Mehrarbeit der Köche und Mitarbeiter für die individuelle Zubereitung von Allergiker-Essen – „das bezahlt uns niemand, was die ohnehin extrem knappe Kalkulation der Caterer gehörig versalzen kann“. Frage der Verantwortung Für Schulen, Lehrer und Erzieher ist das Thema Verantwortung entscheidend: Sie müssen im Zweifel schnell und richtig reagieren, wenn ein Kind einen allergischen Schock erleidet. „Um diese Verantwortung tragen zu können, müssen Lehrer und Erzieher besser ausgebildet werden“, forderte Beate Deckelmann, die sich als School Nurse um das Wohl von Schülern der Berlin Brandenburg International School kümmert. In Zeiten von Inklusion sei „völlig unverständlich, dass das Thema Allergie in der Bildung so wenig „Um diese Verantwortung tragen zu können, müssen Lehrer und Erzieher besser ausgebildet werden.“ Beate Deckelmann, School Nurse beachtet wird“. Konkret müsse mehr Wissen vermittelt werden, wie man Schulessen vollwertig und schmackhaft gestalten kann; zudem brauche man spezielle Schulungen im Umgang mit Notfallsets und Erster Hilfe. NUR ERHITZEN? KOMPLETT GEGART TIEFGEKÜHLT Kundenvorteile: Geflügel-, Fleisch- und Sojaprodukte auf überzeugendem kulinarischem Niveau – schnelle, einfache Zubereitung – leichte Einhaltung von Servierstandards – hohe hygienische Sicherheit – nahezu kein Bratverlust – geringer Energieverbrauch bei der Regeneration – „clean label“ bei fast allen Artikeln Vossko GmbH & Co. KG · Vossko-Allee 1 · D-48346 Ostbevern Tel. 0049 (0)2532. 96 02 - 0 · Fax 0049 (0)2532. 96 02 - 911 [email protected] · www.vossko.de 2/2015 Schulverpflegung Panierte, frittierte Soja Nuggets High Convenience für Fertiggerichte & Snacks 17 Am richtigen Ende sparen Wasser ist keine teure Ressource. Warum es sich dennoch lohnt, damit sparsam umzugehen, erklären die Experten vom Netzwerk Culinaria und Beispiele der Industrie zeigen, wie sparsam die Spülmaschinentechnik der neuesten Generation ist. F risch- und Abwasser spielen im Gesamtkostengefüge einer Profiküche stets eine untergeordnete Rolle. Für ein Essen in einer mittelgroßen Betriebsgastronomie, die mit hohem Frischegrad kocht, sind z. B. rund 25 l Wasser notwendig, bezieht man alle Posten für Ko- 18 chen, Reinigen, Spülen und Heizen ein. Das entspricht gerade mal 10 ct. Lohnt es sich dann überhaupt, ein paar Liter im Küchenalltag einzusparen? „Ja, denn der Wasserverbrauch steht in einer direkten Wechselbeziehung mit weiteren Posten“, sagt Martin Ubl vom Netzwerk Culinaria- Mitglied MKN. Wer Wasser nutzt, benötigt es zu 50 % warm, so ein grober Faustwert, und mithin auch Energie zum Erhitzen. Je nachdem, ob es auf 40 oder 60°C erwärmt bzw. Gas oder Strom verwendet wird, können die Warmwasserkosten um 50 bis 200 % über denen von Kaltwasser liegen. Weitere Posten, die mit dem Wasserverbrauch korrelieren, sind der Aufwand für Chemie und die Arbeitszeit. „Ein sehr starker Hebel für wirtschaftliches Arbeiten ist dabei immer die Arbeitszeit“, erläutert Martin Ubl. Wer manuell Böden oder Geräte schrubbt, benötigt nicht nur Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Meiko, Karlheinz Friedrichs decker Spültechnik; Illustration: Lopez-Ruiz Spültechnik Spültechnik vom Netzwerk-Mitglied Meiko ein Beispiel. Das macht rund 1 ct an Wasserkosten je Spülgang bzw. Korb mit 18 Tellern aus. Bei einer kleinen Bandtransportmaschine, wie einer M-iQ mit einer Leistung von 1.730 Tellern je Stunde, sind bei Volllast nur noch 150 l Frischwasser notwendig, das entspricht 1,5 l Wasser je Korb bzw. 18 Tellern. Arbeitet die Maschine übrigens nicht bei Volllast, weil Schmutzgeschirr während des laufenden Betriebs nicht kontinuierlich zurückkommt, drosselt die M-iQ „Wir sind in der Branche stark auf den im Gegensatz zu Wasserverbrauch fokussiert – im Hinblick auf anderen Modellen ökologische Belange sicher gerechtfertigt.“ ihren Verbrauch Johann Wagner, Meiko um bis zu 50 %. Per Greeneye-Technologie erkennt die Maschine alle Belegungslücken auf bis zu drei Bandspuren und verteilt Klarspülwasser nur auf die Zonen, in denen auch Teller stehen. „Die Maschine informiert nicht nur jederzeit zu aktuellen Verbräuchen bei Wasser, Reiniger und Klarspüler, sondern sie wertet diese aus und gibt dem Personal an der Geschirraufgabe per Grünlicht Hinweise zur optimalen Spur- bzw. Bandbelegung“, erklärt Johann Wagner. „Wir sind in der Branche stark auf den Wasserverbrauch fokussiert – im Hinblick auf ökologische Belange sicher gerechtfertigt. Aber unter rein wirtschaftlichen Aspekten schlagen beim Geschirrspülen andere Posten deutlich stärker zu Buche. Dazu gehören etwa die Energie für den Maschinenbetrieb und den vorgeschriebenen Lüftungsausgleich.“ Fazit: Moderne Technologien helfen auch, verantwortlich mit der Ressource Wasser umzugehen. Am Ende verbessern sie die Kostenbilanz über erwünschte Nebenwirkungen auf bedeutendere Kostenstellen: eine Prozessoptimierung mit positiven Effekten auf Energie, Arbeitszeit und eine effizientere Kapazitätsauslastung von Großgeräten. Tipps zur bedarfsgerechten Wahl Wer auf der Suche nach einer neuen Spülmaschine ist, sollte verschiedene Faktoren berücksichtigen, um eine auf den Bedarf ausmehr Wasser, sondern auch deutlich mehr Arbeitszeit. Alternative Techniken wie Bodenreinigungsmaschinen oder automatische Selbstreinigungsprogramme bei Gargeräten kommen mit einem Bruchteil davon aus. Hinzu kommt: Wer thermische Geräte nicht zeitaufwändig reinigt, sondern in Minutenschnelle wieder für den nächsten Garschritt bereitstellt, erhöht die Prozesseffizienz und die noch immer geringe Kapazitätsauslastung in deutschen Küchen. „Hier ist noch sehr viel Luft nach oben. Gerade die multifunktionalen Gargeräte sollten für effiziente Prozesse schnell wieder zur Verfügung stehen“, ergänzt Martin Ubl. Energieeffizient - Zuverlässig - Flexibel Qualitativ hochwertige Spültechnik mit modernster Technik zu kleinen Preisen. Foto: Winterhalter Wasserverbrauch halbiert Sucht man in der Branche nach einem Paradebeispiel für technischen Fortschritt, landet man beim Wasserverbrauch von gewerblichen Geschirrspülmaschinen. Im Vergleich zu Modellen von vor 30 Jahren hat sich der Wasserverbrauch hier nahezu halbiert. „Eine Untertischmaschine benötigt heute für eine Korbspülung mit 18 Tellern nur noch 2,4 l Frischwasser“, nennt Johann Wagner 2/2015 Schulverpflegung Karlheinz Friedrichs GmbH decker Spültechnik Haldenstr. 11 88487 Baltringen Tel.: 07356/9358-0 Fax: 07356/9358-50 www.decker-spueltechnik.de · [email protected] 19 Spültechnik „Unter rein wirtschaftlichen Aspekten schlagen beim Geschirrspülen aber der Energieverbrauch und Lüftungsausgleich deutlich stärker zu Buche.“ Johann Wagner, Meiko können, ist die theoretische Leistungsangabe notwendig. Diese wiederum wird durch die praktischen Faktoren Anordnung, Spülgutvielfalt, Maschinenart, Personal sowie typenspezifische Besonderheiten gemindert. Als Hilfestellung zur Leistungsermittlung sind im Praxishandbuch des Arbeitskreises Gewerbliches Geschirrspülen (siehe Kasten, r.) passende Checklisten aufgeführt. Kleiner Marktüberblick Mit dem DW 511 gibt es von Karlheinz Friedrichs decker Spültechnik z. B. einen kompakten Geschirrspülautomaten, der aufgrund der Position und Neigung der Spüldüsen, in Kombination mit der Geschwindigkeit der Spülarme und dem Druck des Wasserstrahls bestmögliche Ergebnisse erzielt. Die kombinierte Wirkung des dreistufigen Filtersystems und der Ablaufpumpe ermöglicht eine Trennung des verschmutzten 20 Spülmittel, was eine mechanische Reinigung von Töpfen und Kochgeschirr ermöglicht. Die Granulattechnik spült in Kombination mit der hohen Temperatur in wenigen Minuten hygienisch sauber und verwendet dabei laut Unternehmen deutlich weniger Wasser, Energie und Chemikalien, als traditionelle Topfspüllösungen. Neu im Sortiment von Meiko ist eine geschlossene Speiseresteanlage: Das WasteStar-System CC (Compact Configuration) wurde in Kooperation mit der alpS GmbH sowie unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Innsbruck entwickelt. Mit der Kompaktklasse gibt es eine Variante für Betriebe mit wenig Platz, die Gerüche ohne Abwasser- oder Frischwasseranschluss sowie Kühlung zuverlässig vermeidet und sich in jede bestehende Infrastruktur integrieren lässt. Die Speisereste werden direkt ins System eingegeben. Ein Hochleistungsmahlwerk zerkleinert selbst Knochenreste zu einer homogenen Masse. Das Substrat gelangt per Pumpe in einen Sammeltank, wo es auf den Abtransport wartet. Danach kann in einer Biogasanlage Energie daraus gewonnen werden. Spülen & Sparen Mit dem Ziel, die Kompatibilität der Einzelkomponenten zu erhöhen und dadurch Optimierungspotenziale beim gewerblichen Spülen zu realisieren, ist der Arbeitskreis Gewerbliches Geschirrspülen (AK GGS) 2013 gegründet worden. Der verbandsunabhängige Zusammenschluss aller beim gewerblichen Spülen beteiligten Industrien wächst stetig weiter. Hersteller von gewerblichen Spülmaschinen, Wasseraufbereitungsgeräten, Reinigungsprodukten, Dosiertechnik und Spülgut sowie die Zulieferindustrie arbeiten seit der Gründung eng zusammen, um praxisnahe Empfehlungen für Anwender oder Planer zu entwickeln. Zusätzlich soll es für diese vereinfacht werden, die europäischen und internationalen Normen zu erfüllen. Mit einem Praxishandbuch liefert der Arbeitskreis allen Interessierten Handlungsempfehlungen bei der Planung und Inbetriebnahme von Spültechnik. In einzelnen Kapiteln wird u. a. auf die Dosiertechnik, Wasserqualität, verschiedene Spülgutarten sowie Umwelt und Nachhaltigkeit eingegangen. Nach und nach stehen diese auf der Homepage des Arbeitskreises kostenlos zum Download bereit. www.akggs.de Schulverpflegung 2/2015 Foto: Granuldisk gerichtete Wahl zu treffen. Art und Größe der Spültechnik sind so z. B. abhängig vom Auslastungsgrad, der Art der Spülgutrückgabe oder der Anzahl, Art und Umschlaghäufigkeit der zu spülenden Teile. Um die einzelnen Maschinentypen vergleichen zu Wassers. Es wird bis zum Ende des Spülgangs am Beckenboden zurückgehalten und danach abgelassen. So bleibt das zum Klarspülen zugeflossene Wasser sauber. Die Nutzhöhe von 415 mm ermöglicht es, im Korb Teller mit großem Durchmesser, Tabletts und Bratpfannen unterzubringen. Die einfache und intuitive Bedienblende erleichtert den Gebrauch der Spülmaschine, so ist sie auch für Ungeübte einfach zu benutzen. Eine energieeffiziente Lösung stellt auch das Modell River 385 mit Wärmerückgewinnung des gleichen Unternehmens dar. Die Maschine verfügt über das patentierte EDS-Ablasssystem (Drain System), bei dem das physikalische Prinzip der verbundenen Gefäße ausgenutzt wird: Auf dem Weg zum Abfluss fließt das Wasser durch die schmutzigsten Bereiche im Becken und hält so die Waschlösung möglichst sauber. Aus diesem Grund können die Flüssigkeitsmenge im Becken und die Spülmittelkonzentration reduziert werden. Auch die Wassermenge für den Nachspülgang konnte reduziert werden. Die kompakten Maße der Maschine mit einer Nutzöffnung von 410 mm und das umfangreiche Spültischsortiment erlauben ein einfaches Einfügen in alle Küchen, auch über Eck. Mit einer patentierten Wärmepumpe sind die Durchschubspülmaschinen der PTSerie von Winterhalter ausgestattet. Die PT ClimatePlus nutzt sowohl die Energie des Wasserdampfs, der beim Spülen im Inneren der Maschine entsteht, als auch die überschüssige Wärmeenergie der Raumluft, um das Zulaufwasser vorzuwärmen. Der Energiebedarf, welcher zum Aufheizen benötigt wird, reduziert sich dadurch laut Unternehmen deutlich. Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima, da beim Öffnen der Maschine nahezu kein Dampf entweicht. Bei ausreichender Be- und Entlüftung kann darüber hinaus auf eine Ablufthaube für die Maschine verzichtet werden, was wiederum eine zusätzliche Kosteneinsparung bedeutet. Vor allem für Töpfe und Behälter sind die Spülmaschinen von Granuldisk gedacht. Die Maschinen arbeiten mit PowerGranules®, Wasser und nur einer geringen Menge Alles-in-einer-Hand-Lösung Kontrolle und Einfluss der Eltern Einfaches Bestell- und Abrechnungswesen Verlust und Vergesslichkeit Investitions­kosten Software und Terminal Bargeldlos in der Mensa bezahlen – das hat viele Vorteile, doch nicht immer läuft alles rund. Was Mensen­ betreiber vor der Anschaffung eines elektronischen ­Bestellund Abrechnungssystems beachten sollten, damit das System punktet. 22 M it Eröffnung des neuen Schul­ restaurants verschwand das Bar­ geld: Seit Oktober 2014 ist in der Stadtteilschule Bergedorf in Hamburg das Menü-Organizer-System des Unterneh­ mens FormSoft interaktiv im Einsatz. Auch am Pausenkiosk wird bargeldlos gezahlt. „Derzeit funktioniert das System mit einem personalisierten Chip“, berichtet Schulleiter Thimo Witting. Die Schüler wählen, ob sie ein Abo kaufen möchten oder die Einzel­ abrechnung wünschen. Der Chip verwaltet die Infos „Abo“ und „Guthabenkonto“. Von zu Hause aus kann ein Betrag überwie­ sen oder täglich in der ersten großen Pause ein Barbetrag ab 15 € eingezahlt werden. „Schwierigkeiten gibt es noch, wenn Gäste der Schule in der Mensa essen“, schränkt der Schulleiter ein. „Dass der Caterer für diesen Fall eine Barkasse haben muss, ist umständlich.“ Auch der identisch ausse­ hende Chip ist bei Verlust ein Problem, weshalb nun auf einen mit Lichtbild verse­ henen Schülerausweis und einen Barcode Schulverpflegung 2/2015 Fotos: GeldKarte, © atScene – Fotolia.com Die Crux mit dem Chip Bestell- und Bezahlsysteme umgestellt werden soll. Anfangs beklagten die Schüler auch eine fehlende Flexibilität. Bargeld vs. bargeldlos Was bei privaten Einkäufen gang und gä­ be ist, ist in der Schulmensa längst nicht selbstverständlich. Noch immer scheuen manche Mensabetreiber die Umstellung auf bargeldlose Bezahlung. „Zu teuer“, sa­ gen die einen und verweisen auf Kosten, die für Software und Terminals schnell auf 10.000 E klettern können. Die anderen befürchten sinkende Essenszahlen, wenn Schüler Chip oder Karte häufiger zu Hau­ se vergessen, das Speichermedium nicht entsprechend aufladen und nicht mehr mit Bargeld zahlen können. Noch immer ist Bargeld für viele Schüler die direkteste und flexibelste Bezahlungsmethode. Doch der Umgang mit Bargeld ist umständlich und führt in Stoßzeiten zu Warteschlangen in der Mensa. Der bürokratische Aufwand nach Mensaschluss, zu dem auch die täg­ Auch mit girogo! liche Bankeinzahlung gehört, kommt noch hinzu. Hygienegründe sprechen ebenfalls gegen Bargeld. Die Vorteile der bargeld­ losen Zahlungssysteme wiegen deshalb auch für Zweifler schwer. Sabine Chilla, Inhaberin des Beratungsunter­ nehmens Pro Schulverpflegung (www.proschulverpflegung.de), stellt in ihrem BadenWürttemberger Wirkungskreis fest, dass in Grundschulen zwar noch erfolgreich Wer­ tebons und Abo-Systeme im Einsatz sind, aber in weiterführenden Schulen die Be­ reitschaft für bargeldlose Zahlungssysteme wächst. „Vor allem die Eltern schätzen die Systeme, da sie meist zweckgebunden sind. Sie können kontrollieren und Einfluss neh­ men, wo und was ihre Kinder essen.“ Im Umkehrschluss erklärt dies, warum gerade Jugendliche oft ihre Probleme mit bargeld­ losen Systemen haben – sie mögen keine Kontrolle, wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Geld ausgeben. „In der Praxis hat es sich deshalb bewährt, die Barzahlung im Ki­ „Vor allem die Eltern schätzen die Systeme, da sie meist zweckgebunden sind. Sie können kontrollieren, wo und was ihre Kinder essen.“ Sabine Chilla Ansprechpartner für Schüler und Eltern. Der Mehrwert der Alles-in-einer-HandLösung kostet Geld. Die Caterer schlagen die Ausstattungs- und Betriebskosten auf die Schülermenüs auf den Menüpreis um. Ein Essen kann sich so um 20 bis 30 ct ver­ teuern. Doch immer mehr Schulen bzw. Schulverpflegung mit der girocard Das bargeldlose Bestell- und Bezahlsystem für Schulen! • • • • • • • Wir sind Mitglied im Netzwerk: osk beizubehalten, um Spontankäufe wei­ terhin zu ermöglichen“, rät Sabine Chilla. Um die Investitionskosten für ein bargeld­ loses Zahlungssystem zu sparen, aber auch, um sich umfangreicher fachfremder Auf­ gaben zu entledigen, sind gerade in gro­ ßen Schulen zunehmend Caterer gefragt, die Fullservice bieten. Caterer bringen bei Auftrag ihr Bestell- und Abrechnungssys­ tem mit und fungieren darüber hinaus als Geringe Anschaffungskosten Kein aufwändiges Bargeld-Handling Keine zeitintensive Verwaltung Kinderleichte Bedienung Einfache Vorbestellungen Optimierte Essensdisposition Steigerung der Hygiene Inge Rott informiert Sie gerne umfassend zu unseren Schulverpflegungs-Produkten: Tel. 0711 / 78299 – 201 E-Mail: [email protected] Web: www.scard.de/bezahlloesungen/schulverpflegung S-CARD Service GmbH, Am Wallgraben 125, 70565 Stuttgart Anzeige_Vorlage_185x120mm_2015.indd 1 2/2015 Schulverpflegung 04.05.2015 15:17:05 23 Kostenkontrolle Es ist nicht leicht, sich in der Vielfalt der am Markt befindlichen Systeme zurechtzufinden. Es gibt Systeme wie Sams-on, deren Soft­ ware an jedem Computer mit Internetanschluss funktioniert. Ein Laptop an der Speisenausgabe reicht, um anhand des personalisier­ „In der Praxis hat es sich bewährt, die ten Ausweises das Konto des Schü­ Barzahlung im Kiosk beizubehalten, um lers zu identifizie­ Spontankäufe weiterhin zu ermöglichen.“ ren. Auch GiroWeb Sabine Chilla Menü genügt als Hardware ein gewöhnlicher PC mit Internetzugang und Drucker. Das Touchscreen-Bestellterminal ist eine Zusatzeinrichtung. Als Faustregel gilt: Je flexibler ein Bestellsystem sein soll, desto wich­ tiger wird die Elektronik und umso teurer die Anschaffung. Und je unkomplizierter das Angebot gestaltet ist – z. B. verbindliches Mit­ tagessen mit einem festen Menü – desto eher kann man auf tech­ nische Lösungen verzichten. Das Bestell- und Abrechnungssystem sollte dabei eine Schnittstelle zur schulinternen Software haben. Möchten Schulträger bzw. Mensabetreiber das Bestell- und Ab­ rechnungswesen nicht an einen Caterer übertragen, sondern selbst Transparente Kommunikation Ein Problem, das im Zusammenhang mit bargeldloser Bezah­ lung häufig beklagt wird, ist die „Vergesslichkeit“ der Schüler. „Die ­stehen vor der Essensausgabe und haben ihre Magnetkar­ te nicht dabei“, berichtet Sabine Chilla aus der Beratungspraxis. „Der Mensabetreiber steckt in der Zwickmühle: Das Menü nicht ausgeben und den Schüler hungrig lassen? Oder ausnahmswei­ se mit Bargeld b ­ ezahlen lassen?“ Mensenbetreiber, die sich für Letzteres entscheiden, tun sich keinen Gefallen. „Aus dem einem Spontan-Esser werden schnell 20, weil sie die Erfahrung machen, dass sie auch ohne Karte ein Mittagessen bekommen“, weiß die Schul­verpflegungs-Expertin. „Ein Mix aus bargeldloser und barer Bezahlung stiftet schnell ein heilloses Durcheinander in Mensa ­ und Buchhaltung.“ Ihr Rat: Nur Konsequenz erzieht die Schüler zu weniger „Vergesslichkeit“. Wer das nicht übers Herz bringt, kann erwägen, ein Spezialmenü für Spontanesser mit Barzahlung anzubieten, jedoch mit dem Hinweis, dass kein Anspruch besteht, wenn das Essen aus ist. abhängige Organisations-, BestellDas un und Be Optimales System für alle Schulen – das Bestellsystem ist internetbasiert, ohne dass zusätzliche Software nötig wäre. zahlsyste m für Schulen • bis zu 70% schnellere Essensausgabe, d.h. weniger Stress – mehr Zeit zum Essen! • für Schulen und Eltern einfach zu bedienen, bargeldloses Zahlungssystem • transparentes System, auch in der Abrechnung • Kontrolle für die Eltern über das Essverhalten ihrer Kinder • Bestellsystem sehr leicht in Warenwirtschaftssysteme integrierbar • Konto 24 h einsehbar, daher für die Eltern volle Kostenkontrolle • diskrete Zuschussabrechnung für Schüler in sozialer Notlage gewährleistet ... weil die Pausen der Schüler wichtig sind Az_Schuelermenue_182x62.indd 1 24 18.10.11 12:57 Schulverpflegung 2/2015 Foto: GeldKarte Schulträger nehmen diesen Wermutstropfen in Kauf, um das kom­ plexe Bestell- und Abrechnungswesen aus dem Kreuz zu haben. verwalten, dann sollten vor der An­ schaffung die Systeme und Dienstleistungen der Anbieter gründlich geprüft werden. Welche Serviceleis­ tungen werden bei etwaigem Systemausfall geboten? Wie hoch sind die Kosten für War­ tung und Pflege des Systems? Wie robust sind die Terminals gegen mutwillige Zerstörung? Und was passiert, wenn die Software im laufenden Be­ trieb versagt, Schüler Schlange stehen und niemand weiß, wer was bestellt hat? Empfehlenswert ist, sich die Erfahrun­ gen anderer Schulen zunutze zu machen. Welche Systeme sind dort im Einsatz? Mit welchen Kosten? Mit welchem Ergebnis? Bestell- und Bezahlsysteme Die Kommunikationsarbeit sollte gerade nach Einführung eines bar­ geldlosen Systems intensiviert werden. Eltern und Schülern einen festen Ansprechpartner zur Seite zu stellen, ist hilfreich. „Jede Um­ stellung auf ein anderes Bezahlungssystem ist zunächst mit sinken­ den Essenszahlen verbunden“, schränkt Sabine Chilla ein. Ein Be­ lohnungssystem kann die Gewöhnung an das System und die Ak­ zeptanz fördern. „Beispielsweise in Form eines Frühbucherrabatts, der auf der Magnetkarte hinterlegt werden könnte. Wer bis zum Zeitpunkt X bestellt, bekommt sein Essen etwas billiger. Umgekehrt profitiert der Caterer davon, vorausschauend planen und kalkulie­ ren zu können.“ In der Kommunikation mit Eltern und Schülern sollte immer wieder betont werden, dass frühe Buchungen zweck­ dienlich für beide Seiten sind. Und wenn ein Schüler z. B. wegen Krankheit nicht essen gehen kann, ist eine Stornierung der vorbe­ stellten Mahlzeit möglich. Dies hervorzuheben ist wichtig, damit sich Schüler nicht in ihrer Flexibilität beeinträchtigt fühlen. Bedacht werden muss bei der Anschaffung und Einführung des bargeldlosen Systems darüber hinaus, dass nicht jede Familie über einen Inter­ netzugang verfügt. Um jedem Schüler die Chance zu geben, am Mittagessen teilzunehmen, sollte es deshalb in jeder Schule einen PC oder ein Terminal zum Bestellen geben. Der Mensabetreiber sollte die Schulleitung frühzeitig mit ins Boot holen, damit die bar­ geldlose Abwicklung der Mittagsverpflegung erfolgreich umgesetzt werden kann. Vorsicht Falle! Das Mittagsessen ist subventioniert, die Kioskware jedoch nicht, und das Bestellsystem und damit das Guthabenkonto liegen in der Hand des Schulträgers? In diesem Fall muss darauf geachtet wer­ den, die beiden Verkaufsbereiche nicht mit dem gleichen bargeld­ losen System abzuwickeln, da es sonst zu einer Vermischung beider Erträge auf dem Guthabenkonto des Trägers kommt. Ein Caterer, der einen solchen subventionierten Mensabetrieb nebst Pausenver­ kauf übernimmt, riskiert bei Nichtbeachtung schnell ein vertrags­ rechtliches Problem. verfügt über eine integrierte Jugendschutz-Funktion. Lade- und Be­ stellvorgänge sind über die Transaktionshistorie stets nachvollzieh­ bar. girocards, die über die kontaktlose girogo-Funktion verfügen, sorgen durch eine entsprechende Smartphone-App für Transparenz bei der Nutzung. Ein Verschulden oder unkontrolliertes Abbuchen des Geldes ist so nicht möglich. Bei Vorbestellung kann die Abrech­ nung auch im Voraus erfolgen. Die Kosten sind abhängig von der Schulgröße, der Anzahl der Bestellterminals sowie etwaiger Lade­ terminals. Der Vorteil: Sparkassen und Banken unterstützen häufig bei der Anschaffung und Implementierung. Auch die EURO Kartensysteme GmbH bietet Fördermittel für die Integration der GeldKarte in den Schulbetrieb. „Ein Mix aus bargeldloser und barer Bezahlung Die Besonderheit: stiftet schnell ein heilloses Durcheinander in Mit der Geldbörsen­ funktion kann auch Mensa und Buchhaltung.“ außerhalb der Schule Sabine Chilla bezahlt werden. Bei Verlust der girocard ist meist auch das Gut­ haben verloren, da für eine Geldbörsen-Zahlung keine Legitimation durch PIN-Eingabe oder Unterschrift erforderlich ist. Schulverpflegung basis und Schulverpflegung plus von S-Card ­Service liefern eine Komplettlösung auf Basis der SparkassenCard bzw. girocard mit Geldbörsen-Funktion. Kontaktloses Bezahlen mit girogo wird unterstützt. In der basis-Version sind bis 100 Produkte speicherbar. Die Bestellung und Bezahlung erfolgt an Terminals, die Speisenausgabe per Wertebon. In der plus-Version erfolgt die Be­ stellung und Bezahlung per Internet und an Terminals, eine Stornie­ rung ist bis Bestellschluss möglich. Online sind Statistiken abrufbar, auch der Pausen- und Kioskverkauf ist integrierbar. Die Ausweisung an der Speisenausgabe erfolgt mit der girocard. Eine Installation erfolgt durch die EDV-Service Schaupp GmbH. Cornelia Liederbach Bargeldlose Systeme im Überblick Online-Speiseplan, Ausweisung von Allergenen, Zusatzstoffen und Nährwerten, Abrechnung von Spontanessen, Aufladung des Essensgeldkontos durch Vorauskasse, Lastschrift etc., Abrechnung von Nachlässen und Zuschüssen, Ausgabe-, Kiosk- und Bestell­ terminals sowie Vendingautomaten sind über das i-NET-Menue von Schwarz Computer Systeme möglich und können jederzeit ergänzt werden. Eine automatische Bestellung (Abo) ist möglich, genau­ so wie ein automatischer Import der Kontobewegungen. Auf den Ausweismedien wird kein Geld gespeichert. Andere Schulkosten für z. B. Papiergeld, Lektüren sowie Betreuungsangebote können ebenfalls bargeldlos abgerechnet werden. Die Kosten bei aus­ schließlicher Software-Nutzung liegen einmalig bei 1.500 E net­ to plus 300 E Installation plus evtl. Schulung/Monatliche Kosten von 37,50 €. Optional sind Bestellterminals erhältlich. Eine kontaktbehaftete Prepaid-Funktion sichert die GeldKarte der Initiative Deutsche Zahlungssysteme auf der verbreiteten girocard. Die „Geldbörse“ in Chipform, die am Geldautomaten, an speziel­ len Ladeterminals oder über das Internet aufgeladen werden kann, 2/2015 Schulverpflegung Internetbasiertes bargeldloses Bestell- und Abrechnungssystem Online-Speiseplan mit Allergenen und Zusatzstoffen bargeldlos (Kein Geld auf der Karte gespeichert) kinderleichte Bestellung von zu Hause aus und in der Schule Abo-Variante, Kontingent-Variante,... Anbindung von Vendingautomaten (Getränke, Kaffee...) Abrechnung von Zuschüssen (BuT) transparent zu jeder Zeit www.i-net-schule.de 25 Aus der Praxis Frischküche ist keine Utopie In der Privaten Kant-Schule in Berlin steht bei den Schülern jeden Tag ein frisches Mittagessen auf dem Tisch. Möglich macht dies ein engagierter Caterer und eine multifunktionale Gartechnik. Ein Blick in die Schule und die Details der Technik. legt. An insgesamt drei Standorten im Südwesten Berlins bietet man heute ein staatlich anerkanntes Grundschul- und Oberschulprogramm mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Die Kant-Grundschule (Klassen 1-6), die Kant-Oberschule (Klassen 7-13), die Internationale Schule Berlin (Klassen 1-13, die Berlin International School (Klassen 1-13) und die Kant-Kindergarten gGmbH gehören zur Stiftung Private Kant-Schulen gGmbH. „Von der Privaten Kant-Schule gingen neue Impulse aus, die die Berliner Bildungslandschaft nicht nur bereichert, sondern nachhaltig beeinflusst haben“, äußerte sich der Berliner Staatssekretär für Bildung, Mark Rackles anlässlich der Ehrung des Gründers mit dem Bundesverdienst Kreuz am Bande. 26 Pädagogischer Auftrag Der Schulverpflegung kommt in der Privaten Kant-Schule mit über 2.200 Schülern an allen Standorten eine besondere Aufmerksamkeit zu. Anfänglich lieferte noch die Kantine des Rathauses Steglitz das Schulessen. 1969 beschloss Erika Seidel, die Ehefrau von Horst W. Seidel, mit ihrem eigenen Unternehmen „cook & clean“, die anwachsende Zahl von Schülern zu versorgen und frisch zubereitete, selbst hergestellte Menüangebote in den Fokus zu stellen. Begonnen mit 150 Portionen pro Tag, sind es aktuell über Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Polster, © cook & clean D ie Anfänge der Privaten KantSchule gehen mehr als 50 Jahre zurück. Horst W. Seidel gründete im Jahr 1959 seine erste Oberschule mit Mittagessen und Nachmittagsangeboten – „Für uns war eine multifunktionale Lösung besonders damit war der wichtig, die uns hilft die von uns gestellten Ansprüche Grundstein für eine an eine gesunde Schulverpflegung zu realisieren.“ pädagogische ErErika Seidel, cook & clean folgsgeschichte ge- Aus der Praxis 2.000 und das Unternehmen ist auf 50 Mitarbeiter angewachsen. In der Grundschule wurde dafür die kleine Küche nach professionellen Gesichtspunkten modernisiert und umgebaut. Die erste Anschaffung war eine große Profi-Kippbratpfanne des Unter­ ­ nehmens Elro – der Beginn einer langen Partnerschaft mit dem Großküchengerätehersteller. Heute stehen in jeder Schulküche Geräte dieses Herstellers: eine Druckgarbraisière, ein Kombidämpfer und ein Herd als Basis für die tägliche Frischküche. „Wir brauchen Geräte, die uns auf relativ kleinem Raum eine tägliche Frischproduktion garantieren“, sagt die Betriebsleiterin Ute Roth. „Für uns war eine multifunktionale Lösung besonders wichtig, die uns hilft, die von uns gestellten Ansprüche an eine gesunde Schulverpflegung zu realisieren. Deshalb folgten wir dem damaligen Rat des Küchenfachplaners und entschieden uns für die Geräte von Elro, mit denen wir bis heute erfolgreich arbeiten“, fügt Erika Seidel hinzu. In jeder Schule ist eine mit moderner Gartechnik eingerichtete Schulküche vorhanden, in der täglich frisch gekocht wird. Neben den Schulen werden zwei eigene Kitas versorgt. Den jeweiligen Küchen stehen Küchenleiterinnen vor. Seit der Eröffnung der Internationalen Schule 1988 verzichtet man auf Schweinefleisch, denn die weltanschaulich neutrale Schule besuchen viele Moslems. Seit Jahren wird täglich ein vegetarisches Gericht angeboten und bei der Menüplanung dreht sich immer alles um Gemüse, Getreide und viele Salate. Blick in die Herstellung Wie wird aus Stahl ein Kochkessel und wie funktionieren Druckgar­ braisièren? Um diese und weitere Fragen zu klären, machte sich die Redaktion auf den Weg nach Bremgarten in der Nähe von Zürich, um einen Blick hinter die Kulissen der technischen Fertigung von Elro zu werfen. Bei einem Werksrundgang erläuterte Frank Wüstemann, Verkaufsleiter der Elro Grossküchen GmbH, die einzelnen Produktionsschritte bis zum fertigen Endprodukt. Das Unternehmen fertigt multifunktionale Apparate: Flexipfannen, Druckgar­ braisièren, Kochapparate mit Rührwerk und Rückkühlung, Kochkessel, Modulkochherde, A-la-Carte-Kochherde sowie Kombidämpfer. Da die Schul- und Kitaküchen räumlich sehr begrenzt sind, m ­ üssen die technischen Kücheninfrastrukturen kompakt sein. Dadurch ­ergeben sich auch klare Anforderungen an die Küchentechnik: Sie muss modular, effizient und bedienerfreundlich sein. Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten müssen relativ einfach erfolgen. Zudem müssen die Geräte übersichtlich und multifunktional zu handhaben sein, charak„Wir brauchen Geräte, die uns auf relativ terisiert Frank Wüstemann die Grundüber- kleinem Raum eine tägliche Frischproduktion legungen des Unter- garantieren.“ nehmens. Moderne Ute Roth, Betriebsleiterin Gartechnologien kommen solchen Anforderungen entgegen, wenn man frische und abwechslungsreiche Ernährung gewährleisten will. Multifunktionalität als Messlatte Geräte für die Frischkostproduktion sind moderne „Alleskönner“. Sie gewährleisten eine nährwertschonende und bedarfsgerechte Produktion, garantieren ein natürliches Aussehen und erhalten den Geschmack der Lebensmittel. Für jedes Produkt gibt es die optimale Garmethode. Fleischkomponenten, z. B. Bratenstücke oder Ragout, können mittels Langzeitgaren mit Niedertemperatur über Nacht oder mittels Druckgaren frisch produziert werden. Frisch verarbeitete Lebensmittel, z. B. Gemüse, werden in kurzen Gar­zeiten ­Vitamin- und nährwertschonend unter Druck gegart. So kann z. B. in den Apparaten der neuesten Generation mittels einer ­High-speed-Dampfeinspritzung in den Garraum ein Brokkoli innerhalb von 60 Sekunden frisch zubereitet werden. Nichts anderes ist die Druckgarbraisière, landläufig auch bekannt als „Omas Schnellkochtopf“. dmp Fotos: © Coloures-Pic – Fotolia.com; © Les Cunliffe – Fotolia.com Seit 13.12.2014 muss laut der EU-Verordnung Nr. 1169/2011 bei allen losen Produkten und Gerichten, die zum sofortigen Verzehr angeboten werden, über die enthaltenen Allergene informiert werden. Unser Handbuch „Achtung Allergene“ klärt auf! F achinformationen Wie gelingt eine übersichtliche Allergenkennzeichnung? Wie sieht ein allumfassendes Allergenmanagement im Betrieb aus? Welche Chancen bietet die neue Lebensmittelinformationsverordnung? C hecklisten T ipps Umfangreiches Adressenverzeichnis: Welche Unternehmen bieten Unterstützung? Wer liefert was? D ie wichtigsten Unternehmen auf einen Blick E-Paper: 16 €, Printausgabe: 18 € (inkl. MwSt) B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37 80339 München [email protected] www.gastroinfoportal.de Kompakt konzipiert Für das Gymnasium Marienthal und die Stadtteilschule Holstenhof in Hamburg entsteht aktuell eine neue Mensa mit Produktionsküche. Welche Herausforderungen es bei der Planung gab und wieso das Konzept auf eine Mischküche fiel, hat uns die Küchenplanerin verraten. 28 harter Kampf zwischen den jeweiligen Planungsbeteiligten. Für diese Nutzfläche in der Küche musste sie sich durchsetzen: „Man muss eigentlich bei jeder Schule Überzeugungsarbeit leisten, z. B. dass man ab einer gewissen Anzahl an Geschirrteilen eine Band­spülmaschine benötigt“, nennt sie ein Beispiel. Hier hat sich ausgezahlt, schon in frühen Planungsphasen, wie dem Flächenlayout, den tatsächlich benötigten Bedarf an Spenderwagen etc. in der Spül­ küche darzustellen, um den Flächenbedarf zu belegen. Auch beim aktuellen Projekt Holstenhofweg wurde um jeden Qua­ dratmeter gerungen, damit man den ca. 800 Verpflegungsteilnehmern ge­ recht wird. Für die Produktionsküche sind jetzt ca. 55 m² Produktionsfläche, 35 m² Spülküchenfläche und 50 m² Lagerflä­ che eingeplant sowie ca. 120 m² für zwei ­getrennte Ausgaben und ca. 430 m² für zwei Speisesäle, die für Sonderveranstal­ tungen zusammengelegt werden kön­ nen. „Unsere Planung ist dennoch nicht großzügig, sondern minimalistisch – aber es wird funktionieren“, ist sich VdF-Fach­ planerin Silke Warntjes sicher. Planungsbeginn Der Küchenneubau entsteht zwischen den beiden Schulen: dem Gymnasium Marienthal mit 840 Schülern und der Stadtteilschule Holstenhof mit 450 Schü­ lern. Die Fertigstellung der Küche ist für September 2015 geplant, derzeit läuft der Rohbau. Die Entscheidung für den Küchenund Mensa­ neubau als Produktionsküche hatte der Schulbau Hamburg getroffen; zurzeit betreibt der Caterer ­ Alraune hier eine kleine Küche mit Ausgabe auf 45 m². Anfang 2013 wurde die Kolb Planungs­ gesellschaft in das Projekt involviert. „Die große He­ rausforderung bei Schul­ projekten ist immer, dass man bei der Schulverpflegung 2/2015 Foto: Kolb Planungsgesellschaft Z u Beginn unserer Planungstätigkeit 2011 gab es für Schulmensen einen allgemeinen Quadratmeterschlüssel von 48 m² und eine entsprechende Aus­ stattungsliste, die aus meiner Sicht eher auf Haushaltsküchen als auf Großküchen abgestimmt war“, erinnert sich Fach­ planerin Silke Warntjes an die Anfangs­zeiten der Zusammenarbeit mit dem Schulbau Hamburg (SBH). „Inzwischen wurden diese Grundlagen aufgrund der Erfahrungen aus den zahlreichen Realisie­ rungen überarbeitet. Diese Flächenmodel­ le werden jetzt unterschieden zwischen Regene­ rier-, Misch- und Produktions­ küchen und der Quadratmeterschlüssel ist angepasst auf die Anzahl der Verpfle­ gungsteilnehmer.“ Aufgrund der hohen Investi­tionskosten ist jeder zusätzliche Quadratmeter Küchen­ fläche, der nur zu Lasten der Essensein­ nahmefläche realisiert werden kann, ein Küchenplanung Verband der Fachplaner (VdF) Die Planer-Experten für das System Gastronomie & Küche Unsere Experten dieser Rubrik sind Mitglied im VdF. Die Fachplaner und Berater nehmen als Spezialisten für das System von Großküchen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschafts­verpflegung stets das Ganze in den Blick: Auf Basis von Wirtschaftlichkeitsanalysen und Mach­barkeitsstudien ­erarbeiten sie individuelle, gastronomische Lösungen. Im Fokus stehen die Faktoren Wirtschaftlichkeit, eine hohe Produkt- und Service­qualität der Küche, die Optimierung des Workflows unter Berücksichtigung der Senkung von Personal- und Betriebskosten sowie eine hohe Energieeffizienz. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im VdF ist eine mindestens fünf­jährige Berufs­ tätigkeit sowie ein regelmäßiger Qualifizierungsnachweis. Unter www.vdfnet.de/ Mitglieder finden Bauherren neben einer Mitgliederliste auch eine Deutschlandkarte mit allen Fachplanern. Weitere Infos: VdF – Verband der Fachplaner Gastronomie Hotellerie – Gemeinschafts­ver­ pflegung e.V. www.vdfnet.de Auf einen Blick Foto: privat Neubau Produktionsküche Holstenhofweg, Hamburg Träger: Schubau Hamburg (SBH) Gymnasium Marienthal: 840 Schüler Stadtteilschule (STS) Holstenhof: 450 Schüler Schulverpflegung: 1 Küche, 2 Ausgaben, 2 Speisesäle (für Veranstaltungen kombinierbar) Verpflegungsbeteiligung geplant: 62 %, ca. 800 VT Küchenplanung: Kolb Planungsgesellschaft, Oldenburg Planungsbeginn: Anfang 2013 Fertigstellung: ca. September 2015 Betreiber Mensa: Alraune gGmbH Planung nicht weiß, wie viele Schüler letztendlich in der Schule essen“, nennt Silke Warntjes eine Schwierigkeit. Beide Schulen zusammen ­ verfügen über ca. 1.200 Schüler – auf wie viele Schüler wird die Küche dann ausgelegt? „Es ­ werden nie 100 % essen und es hängt auch im­ 2/2015 Schulverpflegung mer davon ab, welche Alternativen – z. B. Bäckereien oder Supermärkte – es in der Umgebung für die Oberschüler gibt“, gibt sie einen Anhaltspunkt. „Beim Pro­ jekt Holstenhofweg gehen wir von einer Essensbeteiligung von 62 % aus. Diese ­ Zahl kann natürlich nur erreicht wer­ den, wenn die Qualität und das Angebot­ stimmen.“ 2 Fragen an... …Silke Warntjes, Küchenplanerin Kleine Küche Um den Qualitätsanspruch und die vor­ handene Platzkapazität in Einklang zu­ bringen, wurde keine klassische Produk­ tionsstätte für 800 Essen geplant, sondern eine kleine Produktionsküche im ZweiSchicht-Betrieb, in der der Caterer frisch und zeitnah produziert. Die Küchentech­ nik ist auf den begrenzten Platz ausgelegt, d. h. kompakt geplant und multifunk­ tional gedacht. „In der Küche stehen zwei Multifunktions­ geräte 2/1 und 3/1, ein kleiner Kessel und zwei Kombidämpfer – fertig“, sagt Fachplanerin Silke Warntjes. „Bei dieser Ausstattung muss der Caterer permanent produzieren, um die Kapazität zu erreichen.“ Aufgrund des begrenzten Platzes wird die Küche mit vielen Con­venience-Produkten arbeiten müssen, zu­ dem ist eine tägliche Warenanlieferung angedacht. Auch wenn die Planung bereits mit dem Caterer, der Alraune gGmbH, abgestimmt wurde, ist die Ausstattung der Küchen­ technik vom Caterer weitgehend unab­ hängig. „Je nach Qualität und Akzeptanz der Schüler kann es sein, dass der Caterer früher oder später einmal wechselt – die­ sen Fall müssen wir bei der Planung bereits bedenken“, verdeutlicht Silke Warntjes. Wichtiges Thema Dass die Wichtigkeit der Schulverpflegung mittlerweile generell in den Köpfen ange­ kommen ist, merkt die Fachplanerin auch in der Praxis. „Die Bereitschaft zu inves­ tieren ist da. Gerade von Hamburg weiß ich, dass besonders darauf geachtet wird, dass sozial schwächere Schüler eingeglie­ dert werden und es auch eine finanzielle Unterstützung gibt“, erzählt Silke Warntjes von ihren Erfahrungen. „Geld ist bei den Städten natürlich nicht im Überfluss vor­ handen, aber sie nehmen die Schulverpfle­ gung ernst.“ lan Frau Warntjes, welche Schwierigkeiten gibt es bei der Planung von Schulküchen? Eine Herausforderung ist, dass in der Schulverpflegung viele Leute mitreden: wir als Küchenplaner, der Architekt, der Schulleiter, der Caterer, der Träger natürlich etc. Man muss hier viele Parteien einbinden. Und das Wichtigste ist, dass jede Schule und somit auch jede Küche individuell ist – vom pädagogischen Ansatz und dementsprechend auch von der Verpflegungslösung. In manchen Schulen helfen die Schüler mit, decken die Tische und räumen sie ab; das ist abhängig von der Schul- und Klassenform und dem Alter der Kinder. Deshalb finde ich die Küchenplanung aber auch so spannend, gerade weil man die Küchentechnik nicht über einen Kamm scheren kann, sondern jeder Betrieb, egal ob Krankenhaus, Betriebscasino oder Schule, individuell und jedes Mal anspruchsvoll ist. Wo geht Ihrer Erfahrung nach der Trend der Schulverpflegung aktuell hin? Es zeigt sich gerade eine Veränderung: Während zu Beginn der Schulver­ pflegung vor allem in eine warme ­Anlieferung oder eine reine Ausgabe­ küche investiert wurde, sind es nun ­vermehrt Küchen, in denen vor Ort produziert wird. Der Trend Cook & Serve geht meiner Erfahrung nach wieder zurück, vielmehr ist gerade eine Mischform aus fertig angelieferten (Cook & Chill- oder Sous vide-Produkte) und frisch dazu produzierten Produkten im Kommen. Danke für das Gespräch. lan 29 Eine ökologisch-landwirtschaftliche Erziehung in Theorie und Praxis hat Priorität im Internatsdorf Haubinda. Wie sich dies auf die Verpflegung auswirkt und welchen Einfluss dieses Konzept auf den Küchen- und Mensaneubau hatte, hat uns das Planungsbüro Götz Gastroküchen verraten. R uhe und Natur statt Hektik und Großstadtlärm – das Internatsdorf Haubinda in Thüringen setzt bewusst auf eine Reduzierung, um den Blick für das Wesentliche zu schärfen – beim Lernen und auch beim Leben an sich. Eine Handyverbindung ist z. B. nur bedingt möglich. Die Philosophie basiert auf dem Grundgedanken von Hermann Lietz, nachhaltig mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Zum pädagogischen Programm gehört auch das tägliche, gemeinsame warme Mittagessen, das an Tischgruppen im Speisesaal in Schüsseln serviert wird. „Für uns ist das Essen nicht nur eine Nahrungsaufnahme“, betont der Schulleiter Burkhard Werner. „Man beginnt gemeinsam, unterhält sich, es sitzen Lehrer mit an den Tischen, und man beendet das Essen zusammen.“ Die Entscheidung für die kleinen runden Tische mit fester Sitzordnung und die Ausgabe über Schüsseln hat in der Schule eine lange Tradition. „Der runde Tisch stellt eine Art Familientafel dar, fördert die Gemeinschaft und die Verantwortung“, bringt es der Schulleiter auf den Punkt. Planung und Umsetzung Das stetige Wachstum brachte das Internatsdorf in den letzten Jahren an seine Kapazitätsgrenzen. Dieser Grund und der Anspruch, das Mittagessen als pädago- Fotos: Götz Gastroküchen, Internatsdorf Haubinda Leben und Lernen gisches Konzept zu sehen, waren ausschlaggebend für einen Küchen- und Mensaneubau, der 2014 zusammen mit dem Planungsbüro Götz Gastroküchen realisiert wurde. Eine kleine Herausforderung bei der Planung war der Standort: Da sich die Schule mit ihren übrigen Gebäuden in einen Hang integriert, durfte der Neubau nicht zu dominant wirken. „Mit dem Bauherrn, dem Architekten und auch den übrigen Fachplanern wurde ein gutes Team geschaffen“, freut sich Günter Götz, Geschäftsführer von Götz Gastroküchen, der das Projekt betreute. „Voraussetzung für eine gelungene Küchenplanung ist die Tatsache, dass der Küchenplaner frühzeitig eingebunden wird und nicht nur die Restfläche im Gebäude erhält“, fügt er hinzu. Wichtig sei, dass die Küche als Arbeitsplatz und Lebensraum gesehen werde, mit ihrem Umfeld, der Umwelt und den Menschen – mit dem Ziel, ein leistungsstarkes Miteinander zu erreichen. Das zweigeschossige Gebäude beherbergt im Untergeschoss die Küche, den Technikbereich, die Sozialräume und die Logistik. Im Erdgeschoss befinden sich die Ausgabe, der Speiseraum und die Spülküche. Der Aus der Praxis St e c k b r i e f saneubau Küchen-/Men e Internat Haubinda ul Ganztagssch ner Burkhard Wer ingen Schulleiter: oküchen, Kitz tr as G z öt G : ro bü hüler: 400 Planungs 0 Externe Sc 15 : er ) ül ch ss er, Angestellte Internat g: 550 (+Lehr Ta o pr en ss Mittage & Serve/Hold system: Cook Verpflegungs Tischdienst) hüsseln (mit Sc : m te ys ls Vertei e Ausstatter: Ausgewählt innen: Barit ; Fußboden/R lda Thermik: MKN hter: KPC, Fu Hobart; Einric Spültechnik: Standort der Küche ist bewusst vom Speiseraum getrennt, um Zeit zum Arbeiten sowie zum Speisen zu haben. Bereits im Vorfeld achtete man baulich auf eine energieeffiziente Planung. Die Kühlräume befinden sich z. B. im Untergeschoss, wodurch eine zusätzliche Isolation gegeben ist. Die eigentliche Kältetechnik befindet sich auf der sonnenabgewandten Seite. Die Kälteversorgung wurde als Verbundanlage konzipiert. Die im System integrierten Wärmetauscher unterstützen die Warmwasserversorgung und den Heizkreislauf. Alle Arbeitsbereiche in der Küche sind hell und mit großzügigen Fensterflächen ausgestattet. Außenjalousien spenden bei Bedarf Schatten und reduzieren das Aufheizen der Küche. Bei der Planung der Spülküche im Erdgeschoss wurde der Standort im Bauwerk so angeordnet, dass eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird, sodass das Arbeitsklima nicht zusätzlich durch eine erhöhte Temperatur belastet wird. Zwei Fenster zur Querlüftung in der Spülküche und ein eigenes Abluftsystem sorgen bei Bedarf zudem für ein annehmbares Raumluftklima. Wertigkeit des Mittagessens kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Schulleiter immer von einem „Speisesaal“ und nicht von einer „Mensa“ spricht. Günter Götz geht sogar noch weiter: „Die Schüler speisen in einem Wellness-Restaurant“, sagt er. Sieht man die gedeckten, runden Tische mit weißer Tischdecke, Besteck und Wasserkrug, ist der Begriff „Restaurant“ mit Sicherheit nicht fehl am Platz. In Tischdienste eingeteilt, tragen die Schüler die Schüsseln an den Tisch, räumen ab und decken danach den Tisch wieder. „Am runden Tisch kann keiner ‚anecken‘, keiner ist ausgegrenzt“, erklärt der Küchenplaner. „Diese Variante fordert zwar etwas mehr Raum, ist für die menschliche Verbindung und Zusammengehörigkeit aber von Vorteil. Gleichzeitig schafft sie Verantwortung.“ Weitere Vorteile dieses Verteilsystems: Bei der Ausgabe wird Zeit gespart und weniger Abfall produziert. der landwirtschaftlichen Produktion nachzuvollziehen. Neben hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie dem Zubereiten von Speisen in der eigenen Lehrküche stehen nach dem Unterricht praktische Arbeiten an: Ganz gleich, ob die Verpflegung der Pferde, Schafe und Hasen oder der Anbau von Obst- und Gemüsesorten. Von der eigenen Landwirtschaft profitiert auch die Küche – z. B. werden die Produkte der Gärtnerei, wie Salate und Kräuter, dort eingesetzt. lan Foto: Internatsdorf Haubinda Essen im Restaurant Eine bodentiefe Verglasung bringt viel Licht in den Speiseraum und ermöglicht den Schülern einen weiten Blick auf die Landschaft. Die Akustikdecke und die Regelung der Speisenausgabe über einen Tischdienst sorgen dafür, dass die Atmosphäre während des Mittagessens besonders angenehm ist und nicht etwa einer klassischen, lauten Schulmensa gleicht. „Bei uns laufen nicht 500 Schüler durcheinander, sondern nur 15 bis 20 Schüler, die das Essen in Schüsseln holen“, verdeutlicht der Schulleiter. Die 2/2015 Schulverpflegung Eigene Produktion Von der Grundschule bis hin zum Abitur wechseln sich im Schulalltag kognitives Lernen mit Erlebnislernen, kreativem, projektbezogenem und sozialem Lernen ab. Dabei lernen die Schüler nachhaltig mit natürlichen Ressourcen umzugehen und den Naturkreislauf 31 Zwischenzeugnis „Die finanziellen Risiken waren zu hoch“ Der Förderverein der Dreieichschule Langen gab die Eigenbewirtschaftung der Mensa nach zähem Ringen auf. Ein Rückblick auf fünfeinhalb turbulente Jahre und viele Aufs und Abs. steht. Am Anfang produzierten ehrenamtliche Mütter abwechselnd einzelne Komponenten zu den gelieferten Teilmenüs dazu. Das gab schnell Probleme. Schon im ersten Jahr war klar, dass wir ein Unternehmen mit 200.000 E Umsatz im Jahr nicht ausschließlich auf Ehrenämter stützen konnten. Wie ging es weiter? Zunächst beschäftigten wir unsere Mitarbeiter im 450-E-Minijob. Die Leitung teilten sich zwei engagierte Mitarbeiterinnen. Ein Steuerberater unterstützte uns mit kostenloser Buchhaltung, die Lohnbuchhaltung erhielten wir vergünstigt von einer Firma. Doch die Grenzen des Ehrenamts waren erreicht. 2011 kamen wir nicht umhin, einen Vollzeit-Mensaleiter einzustellen. Um den bürokratischen Aufwand zu bewältigen, leisteten wir uns später noch eine Sekretärin. „Welche Ausmaße ein solches Projekt hat, das hatten wir uns zu Anfang nicht vorstellen können.“ Volker Worringer, Fördervereinsvorsitzender 32 F­ ördervereinsvorsitzenden Volker Worringer in Langen und fragte nach: Der Förderverein ist nun nicht mehr Pächter von Mensa und Cafeteria. Sind Sie erleichtert? Dass wir an Bedeutung und Einfluss verloren haben, schmerzt. Andererseits sind wir froh, diese Mammutaufgabe los zu sein. Sie hat enorm viel Kraft gekostet. Welche Ausmaße ein solches Projekt hat, das hatten wir uns zu Anfang nicht vorstellen können. Waren Sie und der Rest der engagierten Elternschaft zu blauäugig? Als die Umstellung auf G8 bevorstand und klar war, dass wir die Mensa selbst in die Hand nehmen wollten, investierten wir ein Jahr Vorbereitungszeit. Wir mussten uns in eine komplexe Materie einarbeiten. Das Frischkochen schied aus, weil nur eine Ausgabeküche mit vier Herdplatten, zwei Kombidämpfern und Kühlung zur Verfügung Unter professioneller Führung müsste es doch aufwärts gegangen sein? Der Mensaleiter arbeitete anfangs sehr engagiert, doch sein Führungsstil wurde häufig kritisiert. Der Vorstand hatte nun weniger Arbeit, aber auch weniger Kontrolle und bemerkte spät, dass die Kasse öfter mal nicht stimmte. Erst in der Buchhaltung stellten wir fest, dass z. B. schon wieder 1.000 Servietten auf der Einkaufsliste standen. Auch Getränke und Essen wurden bisweilen nicht ordnungsgemäß eingetippt. Da wurde mal eine Cola getrunken oder ein Schnitzelbrötchen nach Schichtende mit nach Hause genommen. Wir mussten den Mitarbeitern vermitteln, dass sie erst mal drei Brötchen verkaufen müssen, um dieses Minus wieder wett zu machen! Ende 2013 spitzte sich die Krise zu… Der Vorstand traf sich nun wöchentlich. Der Verein mit seinen 450 Mitgliedern stand Schulverpflegung 2/2015 Foto: privat V iele Eltern spielen mit dem Gedanken, die Verpflegung für ihre Kinder an der Schule selbst zu organisieren. Sie möchten das Mensakonzept demokratisch mitgestalten und stärkeren Einfluss nehmen auf das, was ihr Kind täglich in den Bauch bekommt. Hinter dem Wunsch „näher dran“ zu sein, steckt meist ein zentrales Problem: mangelndes Vertrauen in den Schulträger, der über alle Köpfe hinweg einen unpassenden Caterer verpflichten könnte. Die Motivation, es „lieber selbst zu machen“, trieb 2009 auch engagierte Eltern der Dreieichschule Langen in Hessen an. Unter dem Dach des Fördervereins beschlossen sie, es mit der Eigenregie zu versuchen und den Mensabetrieb zu pachten. Nun, fünfeinhalb Jahre später, fiel zum Jahresende der Vorhang. Der Förderverein kündigte seinen Vertrag, weil es ihm trotz aller Anstrengungen nicht gelungen war, schwarze Zahlen zu schreiben. Mensa und Cafeteria des 1.300 Schüler zählenden Gymnasiums sind inzwischen in der Hand einer privaten Betreiberfamilie, die bereits zwei Schulen im Umkreis mit ­Essen versorgt. Was ist schief gelaufen mit der Eigenregie? Schulverpflegung traf den Zwischenzeugnis „Schon im ersten Jahr war klar, dass wir ein Unternehmen mit 200.000 E Umsatz im Jahr nicht ausschließlich auf Ehrenämter stützen konnten.“ Volker Worringer, Fördervereinsvorsitzender Trotz großem Engagement scheiterte der Förderverein an der Eigenbewirtschaftung. Heute ist die Mensa in der Hand einer privaten Betreiberfamilie. Foto: privat kurz vor der Insolvenz. Wir hatten über 25.000 E Vereinsmittel in die Mensa geschossen, damit der Betrieb aufrecht erhalten bleibt und die Gehälter gezahlt werden können. Der Kreis war nicht bereit Geld zuzuschießen, da er uns schon das Gebäude pacht- und nebenkostenfrei überlassen hatte. Mehr Essen verkaufen und so mehr Umsatz erwirtschaften – das gelang uns nicht, wir hatten ja auch nur 120 Sitzplätze in der Mensa. Die Preise weiter zu erhöhen war unmöglich, viele jammerten bereits über den alten Preis von 4,20 E fürs Bestellmenü. Wir fanden keinen Ausweg. Von Oktober 2013 bis Juli 2014 investierten die Vorstandsmitglieder über 1.000 Stunden ihrer Freizeit in die Rettung der Mensa. Ein Vorstandsmitglied kam täglich, um das Geld zu zählen und zur Bank zu bringen. Ein enormer Zeitaufwand, der neben einer Berufstätigkeit einfach nicht dauerhaft zu leisten ist. Im Juli 2014 beschloss eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins fast einstimmig die Auflösung des Pachtvertrags. Worin sehen Sie rückblickend die Hauptgründe für das Scheitern der Eigenregie? Die finanziellen Risiken waren einfach zu hoch, die Mensa musste * 39E sich ja selbst tragen. Es gab nie feste Essenszahlen, mit denen wir rechnen konnten. Im Januar trieben Praktikum, Skifreizeit und Fasching die Essenszahlen nach unten, im Mai das mündliche Abitur. Dazu lastete die gesamte Verantwortung auf wenigen Schultern. Und das Abgeben war kaum möglich. Der enge Kreis der Ehrenamtlichen hatte sich in das komplette Management eines professionellen Verpflegungsbetriebs eingearbeitet, mit HACCP, Warenwirtschaft, Großküchentechnik, Lohnbuchhaltung und Steuersatzungen – da fällt es schwer, Nachfolger oder Mitstreiter zu finden, die diese Aufgabe ausfüllen können. Wenn ich nicht beruflich selbstständig wäre, hätte ich es gar nicht leisten können. Zu oft musste ich tagsüber in die Schule, um dort dringende Dinge zu erledigen. Und nun? Wie geht es weiter? Wir haben der neuen Mensabetreiberin einen geordneten Betrieb mit einer professionell eingerichteten Büro-Infrastruktur übergeben. Die neue Pächterin arbeitet mit Familienmitgliedern und festen Vollzeitkräften. Wir als Förderverein sind außen vor. Wir können uns nun wieder auf Dinge und Vorhaben konzentrieren, die zu Zeiten des Mensabetriebs durch den Förderverein nicht im Vordergrund standen. Diesen Freiraum werden wir nun nutzen! Vielen Dank für das Gespräch. Cornelia Liederbach ➘ Wie die Zusammenarbeit mit der Schulleitung klappte und welche Herausforderung die Akzeptanz der Schüler war, lesen Sie hier: www.gastro­infoportal.de/Worringer Die Profiküche der Zukunft! Sie wollen in Ihrem Betrieb nachhaltig und zukunftsorientiert handeln? Statt der üblichen „Floskeln und Allgemeinheiten“ steckt unser Buch „Die nachhaltige Profiküche in Theorie und Praxis“ auf 266 Seiten voller: yx Praxisideen yx Checklisten yx umsetzbarer Tipps yx Best Practice Beispiele yx konkreter Möglichkeiten yx Rezepte die Ihnen helfen, im Umgang mit Food und Technik nachhaltig zu agieren. Richten Sie sich jetzt schon auf die Zukunft ein. Das kommt Ihrem Budget, Ihrer Qualität, Ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt der Umwelt zugute. ISBN 978-3-928709-16-3 BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstraße 37 80339 München * inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. In Belgien gibt es kein System, das Schulen verpflichtet, ein Mittagessen für die Kinder bereitzustellen. Umso erstaunlicher ist es, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) hier einen eigenen, autonomen Weg geht. Ein Besuch vor Ort. O stbelgien, Heimat der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) mit ca. 76.200 Einwohnern, ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs der Belgier. Da eine Bestandsaufnahme ergeben hatte, dass es um die Schulverpflegung schlecht bestellt war – aus ernährungsphysiologischer und infrastruktureller Hinsicht – wurde im DG-Parlament die Vorbildfunktion der Schulen in den Mittelpunkt gerückt und das groß angelegte Public Private Partnership (PPP) Projekt umgesetzt, eine Kooperation zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft. In diesem Rahmen wurden acht Schulen der DG inkl. Mensen, Turnhallen, Werkstätten und Kindertagesstätten renoviert und mo- dernisiert. Im Zuge des PPP-Projekts wurde auch der Bau einer Großküche realisiert, die die Schulen und Einrichtungen der DG optimal versorgen und die kleineren Schul­ küchen ersetzen sollte. Die eigens gegründete Gesellschaft „Service und Logistik im Gemeinschaftsunterrichtswesen” ist sowohl für den Unterhalt der Gebäude, die Schulküchen und die Busbegleitung von Schülern verantwortlich. Gegenwärtig kocht das Team um Küchenchef Jürgen M. Jordans für ca. 700 Essensteilnehmer täglich. Täglich werden alle Speisen frisch zubereitet und in wenigen Minuten dann an die anderen Schulen mit modernen Essenstransportwagen verteilt und relativ zeitgleich an die Schüler ausgegeben. „Wir nutzen eine Zentralküche“, sagt der Küchenchef, „weil wir ganz kurze Wege haben.“ Das Finish wird dann vor Ort gemacht, denn jede Schulmensa verfügt über eine kleine Küchenbrigade. Jürgen M. Jordans ist seit Oktober 2012 der Projektleiter und Küchenchef der DGSL (Deutschsprachige Gemeinschaft Service & Logistik). Als Eurotoques-Küchenchef war er Mitbegründer des Wettbewerbs „Ostbelgien kocht“ und Mitbegründer des Conviviums Slow-Food in Ost-Belgien. Leitbild zur Ernährung Für die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit der Schulköche wurde das „Leitbild zur Ernährung im Gemeinschaftsunterrichtswesen“ 34 zur nachhaltigen Entwicklung durch die Regierung im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft gesetzt. Es gilt nun als die gesetzliche Vorlage zur Produktion von Verpflegung an allen Schulen und Kindertagesstätten der DG. Es ist damit klar definiert, wie ein Schulessen auszusehen habe, verdeutlicht Jürgen M. Jordans. Dieses Leitbild soll in den Schulrestaurants, bei den Zwischenmahlzeiten und in den pädagogischen Aktivitäten aller fachspezifischen Studienrichtungen Anwendung finden. Im Leitbild verankert sind u. a. das Alter des Nutzers, eine regionale Esskultur, die Vielfalt im interkulturellen Nahrungsangebot, lokale und regionale Eigenheiten sowie biologisch angebaute Erzeugnisse. Täglich gibt es ein Drei-Gänge-Menü, für das sich die Schüler spontan – ohne Vorbestellung – entscheiden können. Besonders stolz ist der Küchenchef auf den VeggieDonnerstag – ebenfalls mit Drei-GängeMenü. Trotz aller Bestrebungen und dem Leitbild, ist beim Besuch vor Ort vor allem eines auffallend: die zahlreichen Fritteusen. Aber im „Mutterland der Fritten“ sind die Kartoffelstäbchen aus der Küche nicht wegzudenken und gehören wie Pralinen und Bier zum kulturellen Erbe der Nation, belehrt Jürgen M. Jordans, strahlt, und gibt mir mit auf den Weg, dass es Bestrebungen gebe, belgische Fritten zum UNESCO-Weltkulturerbe erheben zu lassen. dmp Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Polster Schulessen nach Leitbild Kita Erfolgsmodell Kooperation Wenn Kindergartenkinder zu den Gästen von Schulmensen zählen, kann das Nutzen für beide Seiten bringen. Doch bevor die Zusammenarbeit beginnt, sollten verschiedene Kriterien genau geprüft werden. Illustration: Lopez-Ruiz T äglich um die Mittagszeit halten in der Mensa des Bildungszentrums Zell ungewöhnliche Gäste Einzug: kleine Jungen und Mädchen aus dem benachbarten Kindergarten „Villa ­Regenbogen“. „Etwa zehn bis zwölf Kinder, die ganztägig betreut werden, essen hier“, berichtet Ludwig Börsig, Hauptamtsleiter in Zell am Harmersbach. Damit die Kita-Kinder in Ruhe essen und dem großen Pausensturm der rund 700 Grund-, Haupt- und Realschüler entgehen können, kommen sie etwas früher. Das Wahlgericht, das ein Caterer an die Mensa liefert, wird im Kindergarten aus der Speisekarte gewählt und vor Ort mit Menü-Bon bezahlt. Zurzeit ist eine neue Mensa im Bildungszentrum in Planung. Investitions­ kosten: 2,4 Mio. E. Gut möglich, dass die Zusammenarbeit mit benachbarten Kinderbetreuungseinrichtungen dann noch intensiviert wird. „Wir machen gute Erfahrung mit Kooperationen dieser Art“, sagt Ludwig Börsig. „Kinder aus einem weiteren Kindergarten essen in einem Betriebsrestaurant. Das kommt bei kleinen und großen Gästen gleichermaßen gut „Das Team der Mensa bzw. der Caterer sollte an und hilft uns vorher genau prüfen, welche Leistungen außerdem, Geld erwartet werden.“ zu sparen.“ Marcus Seidl, Geschäftsführer S&F-Consulting Auch die Mensa der Förderschule Maria Montessori und des Freundeskreises Hermann-Merz-Schule in Ilshofen zählt Kindergartenkinder zu ihren Kostenlose Info-Pakete Mit je bis zu 10 verschiedenen Katalogen + Urlaubsführer mit 300 Anbietern weltweit Bitte Info-Paket(e) senden für: Bauernhof-Urlaub Wander-Urlaub Fahrrad-Urlaub Einfach Coupon ausfüllen, ausschneiden und senden an: oder faxen an: 089/370 60 111 Städte Bauernhof Rad Wandern Städte Familien-Urlaub B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstraße 37 80339 München Schulverpflegung Absender: Vorname, Name: Straße, Hausnummer: PLZ, Ort: Telefon: Familie Kita Gästen, und zwar seit 2008. Täglich produziert ein vierköpfiges Küchenteam rund 200 Essen für eigene Schüler, aber auch „Es macht keinen Sinn, sich auf einen Niedrigpreis drücken zu lassen, letztlich aber nicht damit auszukommen.“ Marcus Seidl, Geschäftsführer S&F-Consulting für Schüler einer Nachbarschule, sowie für Kinder zweier Kindergärten und einer Kinderkrippe. „Die Stadt ist damals an uns he- rangetreten und bat uns, die Betreuungseinrichtungen mitzuversorgen“, berichtet Michaela Garimort vom Förderverein M ­ aria Montessori. „Wir freuen uns darüber, denn wir konnten so unsere Essenszahlen steigern und profitabler arbeiten.“ Weil die Speisen von Verantwortlichen der Kindergärten und Kinderkrippe in Thermobehältern abgeholt werden, bleiben die 120 bis 160 Schüler, die von Montag bis Donnerstag in der Mensa speisen, unter sich. Wenn die Mensa während der Ferien geschlossen APPsolut komfortabel! olen Sie sich jetzt Ihr Schulverpflegung H e-Paper im online Zeitungskiosk: Foto: jesussanz/fotolia.com e-Paper je t Mac, PC, zt für S und Table martphones ts! Sie sind fit im Job? Sie wollen permanent über Ihren Markt informiert sein, egal wo Sie gerade sind? Dann holen Sie sich unser Fachmagazin Schulverpflegung zum Sonderpreis auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer. Schnell und unkompliziert downloaden, als Einzel-, Halbjahres- oder Jahres e-Paper: Mac: iTunes Zeitungskiosk (App Store) Schulverpflegung PC: pressekatalog.de Schulverpflegung Android: Google Play Store Schulverpflegung epaper B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG, Ridlerstr. 37, D-80339 München Tel. (089) 370 60-0, Fax (089) 370 60-111, [email protected], www.gastroinfoportal.de hat, springt ein Caterer ein und beliefert stattdessen die Kita-Kinder. Mögliche Win-win-Situation Ist die Zusammenarbeit von Schulmensen und Kitas eine Win-win-Situation für beide Seiten? „Häufig ja“, sagt Marcus Seidl, Geschäftsführer von S&F-Consulting. Vor ­ allem die geldwerten Vorteile wiegen schwer. Investitions- und Betriebskosten für Verpflegungsbereiche fallen nicht zweimal an. Auch kann die Steigerung der ­Essenszahlen Schulmensen, in denen frisch gekocht wird, besser auslasten und so profitabler machen. Auch reine Ausgabeküchen können unter Umständen durch größere Bestellmengen bessere Konditionen beim Caterer erreichen. Dennoch bedeutet eine­Kooperation nicht automatisch eine höhere Wirtschaftlichkeit für alle Seiten. Unter Druck steht vor allem der Anbieter bzw. der Caterer, der mitversorgen soll. Gesundes, hochwertiges Essen wird von den meisten Eltern der Kita-Kinder erwartet, doch die Bereitschaft, angemessen dafür zu zahlen, ist oft gering, schließlich geht es ja „nur“ um kleine Portionen für die Drei- bis Sechsjährigen. „Das Team der Mensa bzw. der Caterer sollte deshalb genau prüfen, welche Leistungen erwartet werden“, rät Marcus Seidl. „Es macht keinen Sinn, sich auf einen Niedrigpreis drücken zu lassen, letztlich aber nicht damit auszukommen.“ Auch der organisatorische Aufwand muss berücksichtigt werden: Sollen die Speisen geliefert oder abgeholt oder vor Ort in der Mensa verzehrt werden? Berücksichtigt man diese Nebenkosten in der Preiskalkulation, dann kommen even­ tuell­Essenspreise heraus, die von den Eltern der Kita-Kinder ohne eine beglei­ tende Kommunikation oft nicht akzeptiert werden. Den Preis vergleichen Eltern nämlich oft mit den Mittagstischangeboten von Restaurants. Hier gibt es bisweilen das Stammessen für 5,50 E inklusive Getränk. Im Vergleich dazu wird ein Schulmenü, das 4 E kosten soll, als teuer empfunden. „Ein Gastronom macht sein Geld mit seinem Abendgeschäft sowie mit Veranstaltungen“, erläutert Marcus Seidl. „Am billigen Mittagsmenü verdient der Gastronom im Grunde nichts, es ist eine Werbeaktion, um Gäste zu locken und die Küche auszulasten.“ Der Experte rät Caterern dazu, stärker Schulverpflegung 2/2015 Kita Fragen, bevor Sie kleine Gäste bewirten: w Welches Speisenkonzept ist gewünscht? Können Sie das E­ ssen zu einem Preis anbieten, der für Sie und die neuen Gäste ­akzeptabel ist? w Wissen Sie, wie hoch der Deckungsbeitrag sein muss, damit Sie kein Minus mit Ihrem Zusatzgeschäft machen? w Können Sie den höheren Aufwand für Logistik und Organisation bewältigen, ohne dass der reguläre Mensabetrieb empfindlich gestört wird? w Sind Sie bereit, einen höheren Kommunikationsaufwand zu leisten, um auch den Eltern und Erziehern Ihrer neuen ­Gästezielgruppe als Ansprechpartner zu dienen und über Ihre Dienstleistung zu informieren? w Wenn Sie Kita-Kinder vor Ort bewirten: Können Sie Maßnahmen umsetzen, damit sich Ihre internen Gäste nicht gestört fühlen? als ­bisher die Hintergründe seiner Preiskalkulation zu kommunizieren und die Wertigkeit des eigenen Angebots hervorzuheben. Foto: privat; Illustration: Lopez-Ruiz Klare Kommunikation Damit es keinen Frust auf beiden Seiten gibt, sollte es nicht nur darum gehen, den Auftrag für Kita-Catering in die Tasche zu ­ ­bekommen. Vielmehr muss im gemeinsamen Gespräch die Dienstleistung genau definiert werden: Wie genau soll das Speisenangebot aussehen? Ist Bio oder ein großer Anteil an regionalen Produkten ­erwünscht? Was ist zum Preis X möglich, und was erhält der Kunde an Mehrwert, wenn er noch ein bisschen was drauf legt? Wird neben dem Speisentransport vielleicht auch ein Spülservice gewünscht? „Jede Küche, die ihre Dienstleistung für externe Gäste a­nbietet, muss wissen, wo ihre Kosten liegen, und ab wann Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden“, betont Marcus Seidl. Um am Ende nicht draufzulegen, ist es nötig zu wissen, wo das Limit liegt unter dem ein Essen nicht mehr kostendeckend verkauft werden kann. Sollen die Kindergartenkinder vor Ort verköstigt werden, bedarf es ebenfalls einer gewissenhaften Prüfung. Wie hoch ist der ­Personalaufwand, um die zusätzlichen Gäste bewirten zu können? Hält die Küchentechnik genug Kapazitäten bereit? Entschädigt die höhere Auslastung für die Beeinträchtigung der Betriebsabläufe in der Mensa? Sind alle Fragen beantwortet, dann gilt es, ­Regeln a­ ufzustellen, damit der Besuch von internen und externen Gästen später reibungslos funktioniert. Feste, versetzte Essens­ ­ zeiten, eventuell auch ein spezieller Sitzbereich für die externe Gruppe, bewähren sich oft in der Praxis. Was die Verwaltung der ­unterschiedlichen Gästegruppen angeht, so gibt es ­verschiedene Modelle. Schulen und Kindergärten können beim Caterer gemeinsam als Kunden auftreten und auch eine ­gemeinsame Rechnung erhalten, die sie später unter sich ausmachen. Schulen und ­Kindergärten können aber auch gemeinsam ihre Menüs bestellen, aber ­getrennte Rechnungen von den Lieferanten erhalten. Vieles ist möglich und sollte zuvor am runden Tisch genau besprochen werden, damit h ­ interher alle zufrieden sind und die Kooperation das ist, was sie sein kann: ein Erfolgsmodell. Cornelia Liederbach catering Gewusst wie Catering und Partyservice Sie wollen Ihr Geschäftsfeld um professionelle Caterings und Partyservice-Angebote erweitern? Dann holen Sie sich Tipps zu den Grundlagen sowie neue Ideen aus den Best Practice-Beispielen in unserem Buch. Auf rund 200 Seiten finden Sie: praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen Expertentipps bewährte Erfolgskonzepte kreative Rezeptideen effiziente Küchentechnik Deko-Erlebniswelten 39E * Sichern Sie sich jetzt unser Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. ISBN 978-3-928709-18-7 BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstr. 37 80339 München * inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Aus der Praxis Das Projekt „Kinderrestaurant“ hat den bayerischen Staatspreis gewonnen: als Botschafter für Gesundheitserziehung, und als Bindeglied zwischen Mittelschule und dem Berufsfeld Gastronomie. Den teilnehmenden Fünftklässlern macht das Ganze großen Spaß – so auch in Andreas Hillejans Marktrestaurant in Mittenwald. U m Blitzeis herzustellen, müsst ihr tiefgekühlte Beeren in einen Mixer geben“, beginnt Hermann Birkner, Koch im Marktrestaurant in Mittenwald, den Kindern ein Rezept zu erklären, das sie auch leicht selbst zu Hause nachmachen können. Er hat ihre volle Aufmerksamkeit auch bei den Arbeiten für den dritten Gang des Menüs, das die Fünftklässler der Mit- telschule Mittenwald heute für ihre Eltern, ihre Lehrerin, die Schulleiterin und für sich selber kochen. In der Küche bereiten die Kinder zusammen mit Chefkoch Andreas Hillejan in Zweier- und Dreiergruppen alles für die Kartoffelschaumsuppe, die Maispou- 38 lardenbrust mit Pilzrisotto und das Dessert „Crèpe mit Marillenmarmelade und Beeren-Blitzeis“ vor. Da wird püriert, Gemüse geschnitten, gerührt und angerichtet. Die Köche erklären nicht nur, was die Kinder wie zubereiten sollen, sondern geben auch Informationen zu den einzelnen Zutaten. Kultur für Kinder „Deshalb sollen die Teilnehmer des Projekts auch aus der gehobenen Gastronomie kommen“, betont Peter Urban, der zusammen mit dem Nördlinger Sternekoch Joachim Kaiser die Idee zum Kinderrestaurant hatte. „Als wir einmal vor dem Meyer’s Keller saßen, hörten wir, wie eine Lehrerin bei ihrem Wanderausflug zu ihren Schülern sagte, dass dieses noble Restaurant nichts für sie wäre. Da luden wir die Schulklasse spontan in Joachim Kaisers Sternerestaurant ein, damit sie es kennenlernen konnten.“ Sehr schnell war klar, dass die Zielgruppe für ein Projekt mit Kindern Mittelschüler sein müssten, da hier die Schere zu Ess- und Tischkultur am weitesten aufspringt. Neben dem Vermitteln dieser Werte und der Freude an gutem Essen hat das Projekt, das die beiden Freunde daraufhin initiierten, noch einen anderen Fokus: die Berufe der Gastronomie, also das Handwerk des Kochs und der Restaurantfachkräfte, aufzuwerten. Dafür wurden die beiden im Januar 2015 mit dem bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Der bayerische Kultusminister ­Ludwig Spaenle bezeichnet das Koch- und Ernährungsprojekt, bei dem er 2012 bei einer Nördlinger 5. Klasse im Gourmetres­ taurant Meyer’s Keller selbst zu Gast war, als „wertvollen Beitrag zur anschaulichen und praxisnahen Gesundheits- und Verbrauchererziehung.“ Er betonte: „Joachim Kaisers Engagement ist es zu verdanken, dass an den teilnehmenden Mittelschulen das Thema einer gesunden und guten Ernährung auf spannende Weise in den Fokus gerückt wird.“ Im Rahmen des Projekts vernetzen sich Restaurants und örtliche ­ Mittelschulen in zahlreichen bayerischen Städten und Gemeinden mit dem Ziel, Kindern und Eltern die Grundlagen gesunder Ernährung, die Wertschätzung heimischer Nahrungsmittel und deren Zubereitung zu vermitteln. Zielgruppe sind dabei besonders Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder aus sozial schwächeren Familien und deren Eltern. Der Bayerische Staatspreis für Unterricht und Kultus wird höchstens achtmal jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus besonders verdient gemacht haben. F. König Schulverpflegung 2/2015 Fotos: König Kinder kochen wie die Profis JETZTPrämie sichern! Zur Begrüßung erhalten Sie ein exklusives Geschenk: Klein & Lecker! In Amerika sind Whoopie Pies bei jeder Dinner- oder Coffeeparty mit dabei! Es handelt sich um ein Gebäck, das mit einer Mischung aus Marshmallowcreme, Butter und Zucker gefüllt ist. Um die süßen Teilchen perfekt backen zu können, ist das 12er Whoopie-Backblech von Zenker ideal! Das Set besteht aus zwei Backblechen und ­einer Teigkarte zum Verstreichen. www.zenker-backformen.de Reichhaltige Gesichtspflege Ob normale, trockene, empfindliche, reife oder zu frühzeitiger Alterung ­neigende Haut – die Rosen Tagescreme von Dr. Hauschka bietet jeder Haut opti­malen Schutz und unterstützt die haut­eigene Regeneration. Kostbares Rosenöl und Auszüge aus Wildrosenfrüchten ­umgeben das Gesicht mit einer schützenden Hülle. Sheabutter, Rosenblütenwachs und Avocadoextrakt bewahren vor Austrocknung. www.dr.hauschka.com Bestellen Sie 4 Ausgaben zum Jahres-Abo-Preis von nur 28 E Abo auch im Internet: ✂ Ja, ich möchte Schulverpflegung zum Jahresabo-Preis von 28 € inkl. Porto und MwSt. (Ausland 36 €) lesen. Einfach Coupon ausfüllen, ausschneiden und senden an: B&L MedienGesellschaft Abo-Service Postfach 21 03 46 80673 München Oder faxen an: (089) 370 60-111 Schulverpflegung erscheint 4-mal pro Jahr. Das Abo verlängert sich automatisch, wenn es nicht mindestens drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Firma Als Begrüßungsgeschenk wähle ich Name, Vorname q das Whoopie-Backblech oder q die Rosen Tagescreme Straße, Nr. PLZ, Ort Telefon, Fax E-Mail SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Verlag auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. r Ich zahle gegen Rechnung. r Ich zahle bequem per Bankeinzug. Meine Bestellung kann ich innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen schriftlich widerrufen. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung einer schriftlichen Kündigung an: B&L MedienGesellschaft, Abo-Service, Postfach 21 03 46, 80673 München IBAN BIC Kreditinstitut SV 2/15 Widerrufsgarantie: Datum, Unterschrift BEST of Market 2015 Leser zu Fans gemacht Dass man nicht nur bei Facebook Fans gewinnen kann, sondern auch klassisch als Marke, erläuterte Keynote Speaker Martin Schmitz auf der Veranstaltung BEST of Market 2015 am 12. März in Hamburg. An diesem Abend wurden auch die besten Unternehmen des Marktes mit dem Leserpreis ausgezeichnet. BEST of Market 2012 2014 BEST of Market 2015 BEST of Market BES BEST of Market Kategorie: Gartechnik 3. Platz Kategorie: Küchenhelfer 1. Platz Kategorie: Küchenhelfer 1. Platz „ PRODUKTNEUHEITEN 2015 seit 1876 FAX-Bestellung Position Ort: Datum Fax: Stück Bezeichnung / Artikel Nummer „ 01_Umschlag_Katalog2015_6S_D.indd 1 Rechtsverbindliche Unterschrift Ich bitte um einen Firmenkatalog. Ich bitte um den Besuch Ihres Außendienstmitarbeiters. Einzelpreis Gesamtpreis GARTECHNIK KÜHLTECHNIK SPÜLTECHNIK seit 1876 Hi-Light-Lift-Salamander “Premium” Ich bitte um einen Rückruf. 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Die Auszeichnung BEST of Market zeigt, dass es uns gelungen ist, unser Versprechen einzulösen. Unsere Position ‚qualitativ gute Kühlgeräte, hergestellt in Deutschland‘ verfolgen wir konsequent und ausdauernd. Dieser Weg beginnt schon vor dem Verkauf – in der Beratung – setzt sich in der effizienten und zuverlässigen Herstellung fort und endet nicht mit der Auslieferung. Denn auch in der Anwendung stehen wir unseren Kunden gerne mit Ratschlägen und Tipps zur Seite. Besonders schön ist es zu wissen, dass mit dieser Auszeichnung nicht ausschließlich die Leistung unserer Vertriebsmannschaft bewertet wurde, sondern dass die Menschen, die tagtäglich mit unseren Kühlgeräten arbeiten, diejenigen Menschen ausgezeichnet haben, die tagtäglich in unserer Produktion ihr Bestes geben. Darauf sind wir außerordentlich stolz und versprechen unseren ‚Fans‘ auf diesem Weg zu bleiben.“ Andreas Lindauer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing € 2.329,-* Art.-Nr. 700208G Kalte Theke “Bartscher Deli-Cool II D“ Art.-Nr. 2002096 Pizzaofen NT 622VS fertig montiert - abschließbar, mit Panikschloss mit 2 Schiebetüren, je vorne und hinten 2x 4 Pizzen Ø 30 cm • Außen: Stahlblech PVC beschichtet • Innen: Aluminium, Edelstahlboden • Vorbereitet für Auflageschienen und Roste, Aufhängevorrichtung, Auffahrrampe • Kühlraum: Inhalt 1240 Liter, Maße: B 855 x T 900 x H 1760 mm • Betriebstemperatur: 2 °C bis 10 °C • Anschlusswert: 0,571 kW / 230 V 50 Hz • Maße: B 975 x T 1040 x H 2200 mm • Gewicht: 160 kg • Kunststoffgehäuse mit Doppel-Glasscheibe, Sicherheitsglas, LED-Beleuchtung • Umluftkühlung mit 2 Lüftern • Betriebstemperatur: 2 °C bis 12 °C • Inhalt: 120 Liter • Anschlusswert: 0,16 kW / 230 V 50 Hz • Maße: B 710 x T 568 x H 686 mm • 2 höhenverstellbare Auflageroste, Maße: B 630 x T 340 mm, B 630 x T 370 mm • Gewicht: 55 kg • Ausführung Stahlblech lackiert • Backkammer Vollschamotte • Thermostatische Analogkontrolle der regelbaren Temperatur von 0 °C bis 400 °C • Unabhängige obere und untere Temperaturregelung • Innenbeleuchtung • Backkammer je: B 620 x T 620 x H 140 mm • Anschlusswert: 10 kW / 400 V 50/60 Hz 3 NAC • Maße: B 910 x T 810 x H 770 mm • Gewicht: 130 kg GTIN 4015613630359 GTIN 4015613617688 GTIN 4015613641034 Weitere Informationen: Katalogseite 132 Weitere Informationen: Katalogseite 116 Weitere Informationen: Katalogseite 103 * Nettopreise zzgl. gesetzl. MwSt. | Alle technischen Dokumentationen finden Sie unter - www.bartscher.de D Fotos: E. Heinrichsdobler, Theimer H arte Fakten und das Produkt allein reichen nicht. Wer den Ritter­ schlag der Markenbildung anstrebt – also, dass die eige­ nen Kunden zu Fans werden – muss heutzutage mehr leis­ ten. So lautete der Tenor von Martin Schmitz, der mit sei­ nem Vortrag „Die Macht der Marke“ auf die Auszeichnung der BEST of Market 2015 und die große­Bedeutung eines solchen Preises einstimmte. Am Beispiel von Apple zeigte der Hotelbetriebswirt, Mar­ keteer und Dozent u. a. auf, dass die Geschichte, die man erzählt, das ist, was man ver­ kauft – und nicht nüchterne Zahlen. „Produkte entstehen in Fabriken, Marken entste­ hen in den Köpfen“, betonte der Querdenker unter Zuhil­ fenahme eines Zitats des De­ signers Walter Landor. Unter dem Motto „Ein gutes Image ist nicht alles. Aber ohne (gu­ tes) Image ist alles nichts“ rief er dazu auf, daran zu ar­ beiten – nicht nur gegenüber dem Kunden, sondern auch gegenüber dem Mitarbeiter, und dabei die Digitalisierung nicht außer Acht zu lassen. Michael Teodorescu, Chef­ redakteur des Fachmagazins und Moderator des Abends, stell­ te anknüpfend daran fest, 25.11.14 18:13 41 2/2015 Schulverpflegung DANKE_Bartscher_90x254mm.indd 1 23.03.15 18:04 BEST of Market 2015 v.l.n.r.: Donina Stindt und Martin Ubl (MKN); das Restaurant Mazza v.l.n.r.: Sandy Lehmann und Marion Voggeser (Edna); Chefredakteur Michael­Teodorescu und Verlagsleiterin Annemarie Heinrichsdobler besprechen die letzten Details; Oliver Frosch (Rational) und Martin Ubl (MKN) im Gespräch Fotos: E. Heinrichsdobler, Theimer v.l.n.r.: In den Pausen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Unterhalten und Netzwerken; die BEST of Market-Gewinner Blanco Professional, vertreten durch Ralph Debes, und Bauscher, vertreten durch Manuela Küfner v.l.n.r.: Guido Klüh (Dr. August Oetker Nahrungsmittel); das orientalische Buffet des Mazza 42 Schulverpflegung 2/2015 dass die Preisträger des BEST of Market 2015 schon vieles richtig machen müssen und leitete zu dem Highlight des Events, das wieder im Ham­ burger Restaurant Mazza stattfand, über. Bereits zum fünften Mal vergaben die Fachmagazine GV m n a ge r , Schulverpflegung, first class, sowie den Leserpreis BEST of Mar­ ket am Vorabend des Inter­ norga-Starts an die besten ­Industriepartner der Branche. Methodik Etabliert im vergangenen Jahr, wurde­die Befragung erneut ausschließlich online durchge­ führt. Im ersten Teil der Befra­ gung wurden die Teilnehmer dabei den jeweiligen Fachma­ gazinen und Teilbereichen des Außer-Haus-Markts zugeord­ net. Im Hauptteil waren dabei in verschiedenen Kategorien insgesamt 857 Unternehmen zu bewerten. Dabei konnten einzelne Unternehmen mit ei­ nem sehr breiten Portfolio auch in mehreren Kategorien beur­ teilt werden. Die Platzierungen ergaben sich aus der Summe der Einzelnoten in den Bewer­ tungskriterien Qualität, Service und Preis-Leistungs-Verhältnis. Basis der Platzierungen ist das Urteil von 2.674 Teilnehmern aus der Hotellerie, Gastrono­ mie sowie Gemeinschafts- und Schulverpflegung, die zwischen Oktober 2014 und F ­ ebruar 2015 an der Online-­Befragung kom­ plett teilgenommen haben. Vergeben wurde der Preis von Michael Teodorescu, Syl­ vie Konzack,­der Chefredakteurin first class, und Claudia­ Kirchner, der Chefredakteurin­ GVmanager,­in 24 Kategorien. Die zehn Kategorien im Be­ reich Food & Beverage lau­ teten: Backwaren, Beilagen, Dessert, Fingerfood/Feinkost, Würzmittel, Frühstückskon­ zepte, High Convenience, Milchprodukte, Suppen/Sau­ cen und Heißgetränke. „ BEST of Market 2015 Dr. August Oetker Nahrungsmittel, Sortiments­bereich Professional „Um Kunden dauerhaft für uns einzunehmen, haben wir unsere Aktivitäten ganz auf ihre Anforderungen in den jeweiligen Marktsegmenten ausgerichtet. Wir ruhen uns nicht auf den traditionellen Stärken unserer Marke aus, wie Qualität und Innovationskraft, sondern haben sie um solche erweitert, die im Außer-Haus-Markt noch wichtiger sind. Ich denke dabei an praxis- und großverbrauchergerechte Rezepturen für alle relevanten Segmente – Care, B & I, HoGa und Education – professionellen Service und die erstklassige Betreuung durch unseren Außendienst. Dieses Gesamtpaket überzeugt unsere Kunden – und trägt dazu bei, dass uns viele bereits seit Jahren eng verbunden sind.“ Guido Klüh, Senior Executive Manager Sales – Bereichsleiter Professional Rational „Ein positives Markenimage wird dadurch erreicht, dass Kunden positive Erlebnisse mit der Marke haben. Veranstaltungen, wie unsere Rational GarenLives oder die Shows auf den Messen, bieten dazu Gelegenheit. Nach dem Kauf ist entscheidend, dass das Produkt die Erwartungen des Kunden erfüllt. Wenn dies der Fall ist, resultiert daraus eine hohe Markenbindung und Wiederkaufsrate. Wir arbeiten tagtäglich daran, unseren Kunden positive Erfahrungen mit der Marke Rational zu schaffen, denn Fans möchten auch immer wieder aufs Neue überzeugt werden.“ Oliver Frosch, Geschäftsführer der Rational Großküchentechnik „ Ihre Nr. 1 für Frühstückskonzepte sagt Danke! - Mit 4 neuen Müslisorten - In ausgezeichneter Profi-Qualität - Im vorteilhaften Big Bag 2015 BEST of Market Kategorie: Frühstückskonzepte 1. Platz BEST of Market 2015 Die BEST of Market-Preise warten auf ihre Gewinner. Die Gäste – z. B. Daniela Bautz (Headline, l.), und Hubert Bohner (Bohner, r.), warten gespannt auf die Preisträger des Abends. v.l.n.r.: Bei den Vorspeisen griff jeder gerne zu; Claudia und Karin Bohner (Bohner); Josef Stöckle (Edna International); BEST of Market-Gewinner Bartscher, vertreten durch Markus Kosfeld Fotos: Foto: E. Heinrichsdobler, Theimer v.l.n.r.: Stephan Dewender, Marina Kielmann und Tim Woljeme (Dewender Foodservice) sowie Bastian Pauls und Christian Witte (Prima Menü); Die Gäste hören gespannt dem Vortrag von Martin Schmitz zu. v.l.n.r.: Michael Teodorescu führte durch den Abend; Key Note Speaker Martin Schmitz; Claudia, Hubert und Karin Bohner (Bohner) 44 Schulverpflegung 2/2015 Zu den 14 Kategorien im Be­ reich Technik & Ausstattung zählten: Kombidämpfer, Front­ cooking, Herd­ anlagen, Spül­ technik, Kaffeemaschinen, Küchenhelfer, Kühltechnik, Thermosysteme, Foodlogistik, Hy­gienesysteme, Objektmö­ bel, Tischkultur, Kassensys­ teme und Textilen. Wiederholungstäter Zusammengefasst ist festzu­ stellen, dass 2015 einige „Wiederholungstäter“ aus 2014 oder sogar mehreren Jahren zuvor überzeugten. So bestätigten Bartscher, Bauscher,­Ecolab, Edna, frischli, Hotelwäsche­Erwin Müller, GO IN, Kellogg, J.J. Darboven, Rational, Unilever Deutschland, Vectron, Wi­ berg und WMF ihre Premium­ stellung in ihren aus 2014 an­ gestammten Bereichen. Das Erfolgsrezept war mehrheit­ lich eine große Markenbe­ kanntheit und -glaubwürdig­ „ Bohner „Wir von Bohner zählen auf höchste Qualität mit größtem Kundennutzen. Innovative Produkte, die wir ständig weiterentwickelt haben, sind das Herzstück unseres ­Unternehmens. Durch unser kompetentes Köche-Team und unseren direkten Kontakt zu den Nutzern in der Küche, sind wir in der Lage schnell und direkt auf die Wünsche und Anforderungen am Markt einzugehen. Die Geräte werden auf Messen auch immer live vorgeführt und somit die Qualität und die Möglichkeiten für den Kunden erlebbar gemacht. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Leser von den Fachzeitschriften der B&L Medien­ Gesellschaft uns auf den 1. Platz im Bereich ‚Frontcooking‘ gewählt haben und wir möchten uns für das entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich bedanken.“ Claudia Bohner, Geschäftsführung Ecolab Deutschland „Wir freuen uns sehr und sind auch sehr stolz, dass wir den BEST of Market nun das zweite Jahr in Folge erhalten haben. Mit unseren Innovationen wie Apex und KitchenPro ist es uns gelungen, Kunden zu begeistern und starke Marken zu kreieren. Mit einem guten Service vor Ort ist es unser Ecolab-Fachberater, der die Herausforderungen unserer Kunden kennt und Tag für Tag die richtigen Lösungen anbietet.“ Dr. Viktoria Wagner, Senior Marketing Manager (Interim) BEST of Market 2015 MKN „Als Hersteller für thermische PremiumKochtechnik liegen uns die besondere Qualität und anwenderorientierten Features unserer Produkte besonders am Herzen. Dazu gehören neben einer hohen Praxis­tauglichkeit auch Multifunktionalität, Effi­zienz und Wirtschaftlichkeit. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Leser uns zum BEST of Market 2015 gewählt haben.“ Donina Stindt, Marketing Manager Blanco Professional „Grundlage unserer starken Marke sind qualitativ hochwertige Produkte ‚made in Germany‘. Entwickelt, produziert und auf den Markt gebracht werden sie von kompetenten Mitarbeitern – seit 90 Jahren konstant mit hohem Engagement, inklusive Beratung und umfassendem Service. Wir setzen alles daran, damit das Gesamtpaket überzeugt und unsere Kunden begeistert.“ Ralph Debes, Vertriebsleiter Deutschland der Geschäftseinheit Catering „ Danke für Platz 1 in der Kategorie High Convenience Ein starker Auftritt! Dr. Oetker Professional · 0800 5891773 · www.oetker-professional.de BEST of Market 2015 v.l.n.r.: Stefan Forster, Volker Waterkamp, Margit Smeekens, Henny Assink (Aviko); Claudia und Stefan Göring, Christopher Rapp (Macchiavalley) v.l.n.r.: Nach dem „Sturm aufs orientalische Buffet“ folgten eine ausgelassene Stimmung sowie gute Gespräche bei den Gästen. Fotos: Foto: E. Heinrichsdobler, Theimer v.l.n.r.: Peter Jacob (Electro Calorique) und Wolfgang Mittermayr (Beer Grill), Jennifer Lynn Jehle und Kay Bukmaier (GO IN); BEST of Market-Gewinner Edna International, vertreten durch Josef Stöckle v.l.n.r.: Die Gäste tauschen sich am Vorabend der Internorga schon mal über die Branche aus; Kathrin Sticher (Frima) und Annette Jacob (Electro Calorique) 46 Schulverpflegung 2/2015 keit über alle Teilbereiche des Außer-Haus-Markts hinweg. Die Macht ihrer Marke spie­ len Rational, Unilever Food Solutions und Dr. Oetker Pro­ fessional gut aus, die bisher bei jeder Preisverleihung auf dem Siegertreppchen stan­ den, Rational stets ganz oben, Unilever viermal, Dr. Oetker dreimal. Meist führte eine Mischung aus sehr guter Qualitäts- und Servicenote zum Sieg, beson­ ders herausragend bei Ratio­ nal, Wiberg, WMF und Nestlé Schöller. Das Preis-­LeistungsVerhältnis wurde von den Anwendern tendenziell et­ was kritischer bewertet, aus­ genommen bei den PreisLeistungs-Siegern Aviko und Cool Compact. Einige Kategorien wurden neu akzentuiert, um sie bes­ ser abzugrenzen, wie Fein­ kost/Fingerfood, Foodlogistik und Thermosysteme. Dabei überzeugten wiederum Un­ 2/2015 Schulverpflegung „ frischli Milchwerke „frischli macht seit über 100 Jahren Milchprodukte und war eine der ersten Molkereien,­die bereits in den 1960erJahren Sahneprodukte für die Gastronomie hergestellt hat. Loyalität baut man sich langfristig auf: durch gute Qualität zu angemessenen Preisen und eine immerwährende Weiterentwicklung der eigenen Angebote an die sich entwickelnden Bedürfnisse im Markt. Es freut uns sehr, dass es uns dabei sogar gelungen ist, den einen oder anderen Trend zu setzen. So hat sich frischli von einer traditionellen Molkerei immer mehr zum Kompetenzpartner für Sahne, Milch, aber auch Dessertprodukte und pikante Saucen für den out of homeMarkt entwickelt. Wir gehen diesen Weg mit voller Konsequenz weiter so und bauen aktuell unser Sortiment z. B. mit Crème Brûlée und Panna Cotta und auch unsere Vertriebsmannschaft dafür deutlich weiter aus. Wir hoffen, dass es uns gelingt, im nächsten Jahr die Verwender erneut für ein BEST of Market-Voting zu gewinnen. Das wäre schön.“ Curd Kießler, Marketingleiter BEST of Market 2015 WMF „Kunden sind für uns nicht nur einfach Kunden, sondern Partner. Partner, deren Meinungen und Probleme uns wirklich am Herzen liegen. Deshalb suchen wir stets den engen Kundenkontakt und kennen daher ihre ganz speziellen Herausforderungen im Alltagsgeschäft. Bei unserer Produkt­entwicklung und der Ausrichtung unseres Dienstleistungsportfolios stehen darum der Kunde und seine Bedürfnisse stets im Mittelpunkt. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden – bzw. Sie als Leser – dieses Engagement honorieren und uns aus diesem Grund zum vierten Mal in Folge mit dieser Auszeichnung belohnt haben. Kein Wunder also, dass wir uns umso mehr darüber freuen und selbstverständlich auch ein wenig stolz darauf sind. Sie können sicher sein, dass das gesamte WMF-Team auch weiterhin sein Bestes geben wird, um auch nächstes Jahr wieder zum BEST of Market gekürt zu werden. Besten Dank für das Vertrauen, welches unserer Marke, unseren Produkten und den vielen Menschen, die dahinter stecken, entgegengebracht wurde.“ Melanie Nolte, Head of Marketing Coffeemachines „ 47 BEST of Market 2015 v.l.n.r.: Martin Rösner (Mirror Communication, r.), und Sabine Kausch (Salomon FoodWorld, 3. v .r.); Thorsten Gstatter, Dr. Janine Kühn, Pavel Vokatý, Michael Bártek, Oliver Skoluda (Retigo) v.l.n.r.: Sabine Kühne und Jochen Schwarz (Rieber); Dr. Viktoria Wagner, Dustin Loesche und Heidi Busch (Ecolab) Die Gewinner der Kategorie Food (v.l.n.r.): Nestlé Schöller, Kellogg, Wiberg, Aviko, frischli, J.J.Darboven, Edna, Dr. Oetker, Unilever Informieren Sie sich täglich auf gastroinfoportal.de über Neuigkeiten und Nachrichten aus Ihrer Branche. alle Magazine online lesen Newsletter oder RSS-Feeds abonnieren Schneller zum Thema mit der übersichtlichen Navigation Die Gewinner der Kategorie Non-Food (v.l.n.r.): Hotelwäsche Erwin Müller, Ecolab, GO IN, Vectron Systems, Bauscher Karrieren, die die Branche bewegen gastroinfoportal.de ist unsere virtuelle Fachzeitschrift für den Außer-Haus-Markt in Ergänzung unserer Fachmagazine: Fa ch m ag Stunden a z i n für m o d no m ie k o n z e pte ru n du Uh m d UPDATE G 48 tro ie e as r Gastlichkeit er n und unserer Sonderpublikationen Die Gewinner der Kategorie Technik (v.l.n.r.): Cool Compact, Bartscher, MKN, Rational, Bohner, Blanco, Rieber, WMF, Meiko Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Foto: E. Heinrichsdobler, Theimer aktuelle Messe- und Seminartermine ternehmen, die bereits in den Vorjahren zu den BEST of Mar­ ket gehörten, darunter Achen­ bach, Blanco Professional und Rieber. Mit der Schaffung neu­ er Kategorien reihten sich im Technikbereich zusätzlich die Unternehmen MKN (Herd­ anlagen) und Bohner (Front­ cooking) in die Siegerriege ein. Neulinge in der Siegerhistorie sind Cool Compact­(Kühltech­ nik) und A ­viko (Beilagen). Nach 2013 wieder an die Spit­ ze gerückt ist Meiko (Kategorie Spültechnik). Für den kulinarischen Rah­ men des Events sorgte zum wiederholten Mal das Team des Restaurants Mazza. Es tischte zwischen den Preis­ verleihungsblöcken orienta­ li­­sche Köstlichkeiten auf. Die Pausen boten zudem genü­ gend Gelegenheiten zum Netzwerken und zum Aus­ tausch. So starteten die rund 230 Gäste strategisch gerüstet in die Internorga. kir BEST of Market Die Gewinner unseres Leserpreises 2015: Kategorie Backwaren: EDNA International GmbH, Zusmarshausen Kategorie Beilagen: Aviko B.V., Steenderen/NL Kategorie Dessert: NESTLÉ SCHÖLLER GmbH, Nürnberg Kategorie Suppen/Saucen: Unilever Deutschland GmbH, Unilever Food Solutions, Heilbronn Kategorie Kühltechnik: Cool Compact Kühlgeräte GmbH, Grosselfingen Kategorie Heißgetränke: J.J.Darboven GmbH & Co. KG, Hamburg Kategorie Thermosysteme: Rieber GmbH & Co. KG, ­Reutlingen Kategorie Kombidämpfer: RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech Kategorie Fingerfood/Feinkost: Rudolf Achenbach GmbH & Co. KG, Sulzbach Kategorie Frontcooking: Bohner® Produktions GmbH, Bad Waldsee Kategorie Würzmittel: WIBERG GmbH, Salzburg/A Kategorie Herdanlagen: MKN, Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG, Wolfenbüttel Kategorie Frühstückskonzepte: KELLOGG Deutschland GMBH, Bremen Kategorie Spültechnik: MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG, Offenburg Kategorie High Convenience: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Sortimentsbereich Professional, Ettlingen Kategorie Kaffeemaschinen: WMF AG, Geislingen an der Steige Kategorie Milchprodukte: frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum Kategorie Küchenhelfer: Bartscher GmbH, Salzkotten Kategorie Foodlogistik: BLANCO Professional GmbH + Co KG, Oberderdingen Kategorie Hygienesysteme: Ecolab Deutschland GmbH, Monheim am Rhein Kategorie Objektmöbel: GO IN GmbH, Landsberg am Lech Kategorie Tischkultur: BAUSCHER, Eine Marke der BHS tabletop AG, Weiden Kategorie Kassensysteme: Vectron Systems AG, Münster Kategorie Textilien: Hotelwäsche Erwin Müller GmbH & Co. KG, Wertingen Für die besten Feste! Unentbehrlich für alle, die gerne Gäste verwöhnen wollen. ■Mehr als 300 Seiten mit Rezepten, Tipps, Ideen und Vorschlägen für Catering und Partyservice ■Über 600 Seiten Ideen, Anregungen und Vorschläge für außergewöhnliche Tischinszenierungen ■270 Rezepte von einfach und schnell bis exotisch und ausgefallen ■16 Themen-Ideen für exklusive Events mit spezifischen Dekorationsvorschlägen auf großen Panorama-Aufklappseiten ■Komplett in einem hochwertigen Ordner mit herausnehmbaren Innenseiten 149 € 138 € ■Zu jedem Thema drei eigens entwickelte Fünf-Gang-Menü-Vorschläge, die unter­ einander kombiniert werden können – bis hin zu exklusiven Buffets Einfach ausfüllen und per Post oder Fax an: (02103) 204 204 Bestellung: _____ Exemplar(e) des Buches „Kleine Köstlichkeiten“ à 138 € * Bestellung: _____ Exemplar(e) des Buches „Tisch-Events mit Genuss“ à 149 € * Name, Vorname Firma B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Fachbuchversand Max-Volmer-Straße 28 Straße/Nr. PLZ/Ort Tel. (02103) 20 40 · Fax (02103) 204 204 [email protected] · www.blmedien.de Datum/Firmenstempel und Unterschrift oder Sie besuchen einfach unseren Internetshop: SV 2/15 40724 Hilden * inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Preisänderungen vorbehalten. Tipps & Trends Halal & fleischlos Prämierter Joghurtdrink Der Ayran von Baktat wurde von der DLG mit dem „Goldenen Preis 2015“ ausgezeichnet. Speziell die Sensorik sowie die Mikrobiologie und der Fettgehalt wurden bewertet. Ayran ist ein traditionelles Joghurtgetränk aus der Türkei, das durch die Verwendung anderer Bakterienkulturen (lacto­bacillus bulgaricus) viel saurer ist, als hiesige Joghurtvarianten. Das Erfrischungs­ getränk setzt sich aus Joghurt, Wasser und Salz zusammen und ist frei von Farb- und Aroma­ stoffen. Durch die Herstellung des Ayrans aus „Schwarzwald Milch“ und dank lebender Bakterienkulturen ist dieses Getränk besonders ­günstig für die Verdauung. www.baktat.com Vossko, Anbieter von High-Convenience-Produkten aus Geflügel, Schweine- und Rindfleisch sowie Soja für Fertiggerichte und Snacks, hat auch Produkte für Gäste mit Sonderwünschen im Sortiment. Im November 2014 erteilte die Halal Certification Germany das Zertifikat Nr. A 10028 für die Produkte Hähnchenschnitzel, gebratenes Hähnchenbrustfilet, Hähnchen Nuggets, Chicken Wings und gebräunte Hähnchen-Keulenstücke, deren Verzehr damit – amtlich bestätigt – für Muslime unbedenklich ist. An die Vegetarier wurde mit der Artikelgruppe aus Soja (Nuggets, Schnitzel, Streifen) gedacht. Alle sind von der Europäischen Vegetarier-Union zertifiziert. Die meisten Produkte des Unternehmens enthalten keine kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe, sind also „clean label“. www.vossko.de Kompaktserie Mit dem JokerMT ist die Eloma-eigene MT Technology sowohl in der Geräte­ größe 2/3 als auch in der 1/1-Ausführung verfügbar. Die Joker-Modelle sind genauso intuitiv zu handhaben wie ihr großer Bruder, der GeniusMT. Bei einer Breite von nur 52 cm ermöglicht der Joker die Verwendung von bis zu sechs Einschüben und ist für einen flexiblen Einsatz auf kleinstem Raum gedacht. Über das hochauflösende MT-Display sind Funktionen wie Last® 20, Quick Set, Quick Mode und Climatic® MT einfach und bequem abrufbar. Optional ist das Modell mit externem Kerntemperaturfühler, externem Sous vide-Fühler und Barcode-Scanner erhältlich. Via optionalem WLAN kann das Gerät kabellos über Notebook oder PC verwaltet werden. www.eloma.com Panna Cotta, Crème Brûlée und Tiramisu im h­ andlichen 1-kg-Gebinde gibt es ab sofort von frischli. Die drei Dessertspezialitäten sind nach Originalrezeptur hergestellt und unkompliziert in der Zubereitung: Die Tiramisu-Creme wird direkt auf die getränkten Löffelbiskuits gestrichen und drei Stunden gekühlt. Crème Brûlée und Panna Cotta werden nur kurz erhitzt, portioniert und ebenfalls drei Stunden kalt gestellt. Sie eignen sich auch für zahlreiche Abwandlungen, z. B. ein Mango ­Tiramisu, für das Orangensaft – statt klassisch Espresso – und Mangopüree hinzukommt. Darüber hinaus sind die Produkte zusatzstofffrei und sie sind ungekühlt mehrere Wochen haltbar. www.frischli.de 50 Alles unter einem Dach FrieslandCampina Foodservice bündelt seine drei Marken Debic, Gastro und Valess unter einem Dach. Die anlässlich der Internorga 2015 gelaunchte neue Website fungiert als Landingpage für alle drei Marken und verweist von dort auf die einzelnen Websites. Mit diesem Schritt gibt das Unternehmen den Profi-Anwendern direkten und schnellen Zugriff auf die drei Foodservice-Marken. Die Marke Gastro verfügt über eine vielfältige Range an Milchprodukten für die Gemeinschaftsverpflegung und die vegetarischen Produkte von Valess eignen sich für eine fleischlose, gesunde Ernährung in der Außer-Haus-Gastronomie. Debic bietet Klassiker wie Desserts, Sahnen und Butterprodukte für den Profianwender. Mit den Dessertbasen entstehen im Handumdrehen köstliche Kreationen. Ende 2014 wurde das gesamte Debic Sortiment einem umfassenden Verpackungs-Relaunch unterzogen. www.frieslandcampina-foodservice.de Schulverpflegung 2/2015 Fotos: Baktat, Vossko, Eloma, frischli, FrieslandCampina Foodservice Süßes Trio Termine TERMINE 4./10.6.2015 Berlin Qualitätssicherung und -kontrolle des schulischen Mittagessens Thema: Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat aktuell die Handreichung „Qualitätssicherung und -kontrolle des schulischen Mittagessens“ veröffentlicht – mit dem Ziel, praxisorientierte Hilfestellungen zur Verbesserung und Kontrolle des Schulessens zu geben. Inhalte der Veranstaltung sind u. a. die Arbeitsweise und Mitwirkungsmöglichkeiten von schulischen Mittagessensausschüssen, externe Qualitätskontrollen sowie Handlungsschritte und Informationsfluss bei Qualitätsmängeln. Zielgruppe: Schulleitungen, Mittagessensausschüsse Termin: 4.6.2015 bzw. 10.6.2015, jeweils 18 bis 20 Uhr Ort: Rathaus Zehlendorf (Raum C 22 EG), Kirchstr. 1/3, Berlin bzw. Rathaus Spandau (Bürgersaal), Carl-Schurz-Str. 2/6, Berlin Veranstalter: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin Weitere Infos: Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin, www.vernetzungsstelle-berlin.de 10.6.2015 Mengen Bio kann jeder – Nachhaltig essen in Kita und Schule Thema: Der Workshop gibt Antworten auf Fragen wie: Was bedeutet eine nachhaltige Verpflegung für Kinder und Jugendliche? Wie können auch bei knappen Budgets mehr regionale und biologische Produkte in das Verpflegungsangebot integriert werden? Welche Erfahrungen gibt es dazu bereits in der Praxis? Interessierte können sich während der Veranstaltung, die zudem die Besichtigung eines Bioland-Hofs umfasst, über Mögliches und Machbares informieren. Zielgruppe: Kindergärten/Kitas und Schulen Termin: 10.6.2015, 14 bis ca. 18 Uhr Ort: Bioland-Hof Göhring, Riedbachstraße 3, 88512 Mengen-Rulfingen Veranstalter: Ökonsult Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Infos und Anmeldung: Ökonsult www.oekonsult-stuttgart.de, www.biokannjeder.de 12.6.2015 München Fachsymposium: Gesund essen ein Leben lang Thema: Im Rahmen von Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen beleuchten Experten auf dem Fachsymposium „Gesund essen ein Leben lang: Kinderernährung und Sensorik“ das komplexe Thema Kinderernährung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Thematisiert werden u. a. Kindermarketing, die Kinderernährung 2015, Schul- und Kitaverpflegung, Kinderernährung und Kinderlebensmittel, die Entwicklung von Ernährungsverhalten sowie Kommunikationsregeln für die Ansprache von Kindern. Darüber hinaus wird ein Einblick in verschiedene Best Practice-Projekte gegeben. Impressum Schulverpflegung 10. Jahrgang w vereint mit KiSchuMe w Offizielles Organ des DNSV w Redaktioneller Partner des VDOE w Redaktioneller Partner vom Verband der Fachplaner Gas­ tronomie – Hotellerie – Gemeinschaftsverpflegung e.V., Berlin Verlag: B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Verlagsniederlassung München Postadresse: Postf. 21 03 46, D-80673 München Hausadresse: Ridlerstraße 37, D-80339 München Telefon: (089) 370 60-0 Fax: (089) 370 60-111 Internet: www.blmedien.de www.schulverpflegung.com E-Mail: [email protected] Termin: 12.6.2015, 9.30 bis ca. 16.45 Uhr Ort: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Ludwigstraße 2, 80539 München Veranstalter: Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) Kosten: 130 E inkl. Symposiumsunterlagen und Verpflegung Weitere Infos und Anmeldung: Kompetenzzentrum für Ernährung, Am Gereuth 4, 85354 Freising, Tel. (08161) 71 27 76, Fax (08161) 71 27 93, [email protected], www.ernaehrungstage.de Herausgeberin: Frederike Kintscher-Schmidt Verlagsleitung München: Annemarie Heinrichsdobler (089) 370 60-100 Paula Pommer (Stv.) -110 Chefredakteurin (verantwortl. i.S.d.P.): Claudia Kirchner (kir) (089) 370 60-155 Redaktion: Larissa Nubert (lan) -190 Sarah Hercht (sar) -160 Dr. Michael Polster (dmp), Redaktionsbüro mepax Berlin (030) 513 92 14 Anzeigenverkauf: Paula Pommer (verantwortl.) (089) 370 60-110 Gerhild Burchardt -205 Fritz Fischbacher -230 Eva Heinrichsdobler -240 Rosi Höger -210 Gabriele Leyhe -225 Sebastian Lindner -215 Rocco Mischok -220 -200 Bernd Moeser Layout: Sanda Kantoci, Michael Kohler, Liane Rosch, Lifesens e.V., Rita Wildenauer, Melina Lopez-Ruiz Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 10 vom 1.1.2015 Anzeigenabwicklung: Felix Hesse (089) 370 60-261 Stefanie Wagner -260 Anschrift aller Verantwortlichen: B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG, Verlagsniederlassung München, Ridlerstraße 37, 80339 München Abonnentenbetreuung: Basak Aktas (089) 370 60-270 E-Mail: [email protected] Bezugspreis: E rscheint 4 x im Jahr, 28 E jährlich inkl. MwSt., Ausland 36 E inkl. ­Versandkosten, Einzelheft: I­nland 8 E ­ Jahrespreis im Koppelabonnement mit: w G Vmanager: 85 E inkl. Porto und 7 % MwSt., Ausland: 99 E inkl. Porto w fi rst class: 59 E inkl. Porto und 7 % MwSt., Ausland: 77 E inkl. Porto w 2 4 Stunden Gastlichkeit: 32 E inkl. Porto und 7 % MwSt., Ausland: 40 E inkl. Porto. Der Abopreis für Verbandsange­hö­rige des DNSV, des VdF und des VDOE ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Bestellungen direkt an den Verlag. Kündigungs­frist: Nur schriftlich drei Monate vor ­Ende des b­ erech­neten Bezugsjahres. Druck: Mayr Miesbach GmbH, Am Windfeld 15, 83714 Miesbach Bankverbindung: Commerzbank AG, Hilden IBAN DE58 3004 0000 0652 2007 00 BIC COBADEFFXXX Gläubiger-ID: DE 13ZZZ00000326043 Für unaufgefordert eingesandte Manu­­­s­­kripte übernimmt der Verlag keine Gewähr. Namentlich gekennzeichnete Bei­­träge geben nicht immer die Meinung der Redak­tion ­wieder. Nachdruck und Übersetzung veröffentlichter Bei­träge dürfen, auch auszugs­weise, nur mit vor­heriger Genehmigung des Ver­­la­ges erfolgen. Im Falle von Herstellungs- und Vertriebsstörungen durch höhere Gewalt besteht kein Ersatzanspruch. Für den Inhalt der Werbe­anzeigen ist das ­jeweilige Unternehmen verantwortlich Geschäftsführer der B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG, 40724 Hilden: Harry Lietzenmayer Gerichtsstand: Hilden ISSN: 1863-0375 Der Informationsgemeinschaft zur ­Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern angeschlossen. Jürgen M. Jordans Projektleiter PPP-Küchen und Küchenchef der DGSL (Deutschsprachige Gemeinschaft Service & Logistik) EUPEN - Belgien Foto: Jordans „Ich unterstütze das DNSV, weil ich weiß, was Kinder zu Mittag essen sollen!“ Essen will gelernt sein. Im Schulalltag wird von Schulkindern ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit gefordert. Dafür benötigen sie eine gesunde Schulverpflegung, die leider noch nicht selbstverständlich ist. Daher widmet sich der Verein Deutsches Netzwerk Schulverpflegung e.V. der Verbesserung der Qualität in der Schulverpflegung. Unterstützen auch Sie das DNSV mit einer Spende, Ihrem Engagement oder werden Sie Fördermitglied. Alle Infos dazu finden Sie unter: ➘www.schulverpflegungev.net