Editorial Am Horizont unseres Berufsstandes kündigt sich ein deutlicher Strukturwandel an! Das Zauberwort heißt „Building Information Modeling“ oder kurz BIM. Der Grundgedanke ist, die Prozesse des Planens und Bauens mittels moderner CAD-Technik und intelligenter Strukturen deutlich zu verbessern und zu optimieren, und das ist auch dringend erforderlich! Wir arbeiten auf den meisten Baustellen suboptimal. Wertvolle Ressourcen werden durch Fehler und schlechte Koordination verschwendet; dies kostet Geld, Zeit und Nerven und führt zu einer unzureichenden Gebäudequalität. Die Negativmeldungen zu den Leuchtturmprojekten BER, Elbphilharmonie und S21 sind nur die Spitze des Eisbergs. Seit Jahren fordern, ja predigen wir von der VDI-GBG die verbesserte Koordination unter den Planungsbeteiligten und zu den ausführenden Unternehmen. Es gibt Ansätze und Fortschritte, aber der Weg bis zu einem optimierten, integralen Vorgehen ist noch weit, sehr weit. Das fängt schon in der Ausbildung an. Es gibt an den Hochschulen viel zu wenige Verknüpfungspunkte zwischen den Fachgebieten des Bauens. Hochschullehrer und damit auch die Studierenden der Architektur, des Bauingenieurwesens, der Versorgungstechnik, des Maschinenbaus (wo einige Lehrstühle der TGA angesiedelt sind) und der Elektrotechnik kennen sich nicht, reden nicht miteinander, machen keine oder zumindest viel zu wenig gemeinsame Studienarbeiten oder Seminare. Da ist unser WIP (Wettbewerb integrales Planen) schon ein Highlight. Aber genau dort zeigen sich trotz aller Bemühungen der Auslober und der Wettbewerbsteilnehmer - die Defizite. Umso mehr werden wir weiter intensiv an diesem Thema arbeiten! Vor dem Hintergrund dieser Gedanken wird deutlich, welch positive Entwicklung unsere VDI-GBG in den vergangenen Jahren genommen hat. Aus zunächst zwei Fachgesellschaften „Bautechnik“ und „Technische Gebäudeausrüstung“ haben sich unter dem Dach der VDI-GBG vier interessante Fachbereiche Architektur, Bautechnik, TGA und Facility-Management entwickelt, und wir reden miteinander und machen gemeinsame Projekte: - Der Studentenwettbewerb - Die Querschnittsthemen Gebäudeenergetik, Grundlagen des Bauens, BIM, Gebäudesicherheit - Die gemeinsame Jahrestagung u.v.a. Dabei wird die fachbezogene Arbeit in den Bereichen keineswegs vernachlässigt, sondern sogar intensiviert. Ich bin mir sicher, dass wir den sich abzeichnenden Strukturwandel gut antizipieren und aktiv mitgestalten. Wir brauchen vor der Zukunft keine Bange zu haben. Alle, die mitmachen, sind früh an den Themen dran und für BIM und Co. gut gerüstet. Ihr Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI Inhaltsverzeichnis 1. Intro 2. Gremien der VDI-GBG 3. Arbeitskreise in den Bezirksvereinen 4. Mitglieder 5. Nachwuchsförderung 6. Ehrungen 7. Initiativen und Stellungnahmen 8. Richtlinien 9. Publikationen und Fachzeitschriften 10. Kooperationen 11. Schulungen zu VDI-Richtlinien 12. Messeauftritte und Veranstaltungen 13. Ansprechpartner in der Geschäftsstelle 14. Jahrestagung 2014 - Fachvorträge 1. Das Zukunftsmodell VDI-GBG Bauen und Gebäudetechnik als ganzheitliches Konzept Die Gebäude der Zukunft werden mit den Gebäuden von heute nicht mehr vergleichbar sein. Immer mehr Menschen einer zunehmend alternden Gesellschaft werden in immer größeren Städten leben. Die Bedürfnisse ihrer Benutzer nach Behaglichkeit, Komfort und Mobilität werden steigen. Diese Bedürfnisse werden mit weniger Ressourcenverbrauch befriedigt werden. Gebäude müssen zukünftig aber nicht allein ästhetisch anspruchsvoll, funktional und nutzerfreundlich sein, sie müssen den gesellschaftlichen Forderungen nach Energieeffizienz ebenso Rechnung tragen wie den gewaltigen Herausforderungen, vor die uns die Auswirkungen des Klimawandels stellen werden. Diese grundlegend veränderten Rahmenbedingungen verlangen nach einer signifikanten Qualitätssteigerung von Gebäuden und anderen Bauwerken. Ein ambitionierter Anspruch, der nur über ein ganzheitliches Konzept, eine bessere Vernetzung und die Zusammenarbeit aller beteiligten Fachleute und Gewerke zu erreichen sein wird. Die Struktur der VDI-GBG bietet die Möglichkeit, Themen gemeinsam zu bearbeiten und Ziele zu erreichen. 2. Gremien 2.1 Beirat/Vorstand GBG Dem Beirat, der auch die Aufgaben des Vorstands in Personalunion innehat, gehören an: Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer VDI, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH, Stuttgart Prof. Dr.-Ing. Marten F. Brunk VDI, Bergisch Gladbach Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI, IQ Real Estate GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke VDI, Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK), Dresden Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Koch VDI, Koch Architekten, Düsseldorf Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter VDI, SMP Ingenieure im Bauwesen GmbH, Karlsruhe Dipl.-Ing. Peter Steinhagen VDI, Ed. Zueblin AG, Stuttgart M. Eng. Daniel Wehmeier VDI, Siemens Building Technologies, Bielefeld Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Spie GmbH, Erlangen 2.1 Fachbereich Architektur Mitglieder im Fachbeirat sind: Dipl.-Ing. Architekt Michael Beisemann, Bürogemeinschaft Beisemann + Schenk, Dortmund Univ. Prof. Dr.-Ing. Architekt Dirk Henning Braun, RWTH Aachen Dipl.-Ing. Jürgen Einck, DS-Plan Ingenieurgesellschaft für ganzheitliche Bauberatung und Generalfachplanung mbH, Köln Dipl.-Ing. Architekt Hans-Günther Friedrich, BFK-Architekten, Stuttgart Dipl.-Ing. Thomas Kleist VDI, Greydot, Düsseldorf Dipl.-Ing. (TH) Architektin Anke Koch VDI, Ingenieurbüro Anke Koch, Hamburg Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Koch VDI, Koch Architekten, Düsseldorf (Vorsitzender) Dipl.-Ing. (FH) Architekt Martin Leibhammer VDI, Züblin AG, Karlsruhe (stellvertretender Vorsitzender) Dipl.-Ing. Peter Lein VDI, Berlin Dirk Schenkel, ECE Projektmanagement, Hamburg Prof. Dr.-Ing. Jürgen Tenhumberg VDI, Fachhochschule Trier Inhalte und Ziele: Die Anforderungen an die Architektur steigen. Nicht nur Neubauten, sondern auch ältere Gebäude sollen den wachsenden Ansprüchen genügen, dabei ist die Koordination aller beteiligten Fachleute zu einem funktionierenden Gesamtwerk eine zentrale Aufgabe. Die Architektur mit den anderen Fachbereichen in der VDIGBG und baufernen Disziplinen im VDI zu vernetzen, ist eines der Ziele des Fachbereichs Architektur in der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Das Stichwort ist hier integrale Planung. Bei aller Notwendigkeit durchdachter Planung: Architektur ist darauf nicht zu reduzieren. Grundlage für jedes ästhetische und in der Ausführung gelungene Gebäude ist eine tragende Idee, ein überzeugendes kreatives Konzept. Der Maßstab ist dabei stets der Mensch – mit seinen Bedürfnissen, aber auch mit seinen Sinnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Bedürfnisse der Menschen im Verlauf des Lebens und durch gesellschaftliche Trends deutlich verändern können. 2.2 Fachbereich Bautechnik Mitglieder im Fachbeirat sind: Dipl.-Ing. (FH) Markus Bartsch, Wessling GmbH, Hamburg Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI, IQ Real Estate GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) Dipl.-Ing. Wolfgang Feldwisch VDI, Deutsche Bahn Netz AG, Frankfurt/Main Univ.-Prof. Dr.-Ing. Oliver Fischer VDI, Technische Universität München Dipl.-Ing. Günther Funke VDI, Echterhoff GmbH, Münster Univ.-Prof. Dr.-Ing. Reinhard Harte VDI, Bergische Universität, Wuppertal (stellvertretender Vorsitzender) Dipl.-Ing. Claus-Dieter Hauck VDI, Tiefbauamt Stuttgart Dipl.-Ing. PhD Bernhard Hauke VDI, bauforumstahl e.V., Düsseldorf Dipl.-Ing. Eva-Maria Hinkers VDI, Arup GmbH, Düsseldorf Univ. Prof. Dr.-Ing. Peter Jehle, Technische Universität Dresden Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Günter Jösch VDI, Bundesverband Bausysteme e.V., Koblenz Dr. Ulrich Klotz VDI, TÜV Süd AG, München Prof. Dr.-Ing. Ulrike Kuhlmann VDI, Universität Stuttgart Dr.-Ing. Konrad Nübel VDI, Smoltczyk & Partner, Stuttgart Dipl.-Ing. Philipp Orban VDI, Julius Berger International GmbH, Wiesbaden (Vertreter Studenten und Jungingenieure) Ministerialdirigent Dipl.-Ing. Ralf Poss VDI, Bundesministerium Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bonn Prof. Dr. Ing. Uwe Rickers, HTWG Konstanz Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter VDI, SMP Ingenieure im Bauwesen GmbH, Karlsruhe Dipl.-Ing. Peter Steinhagen VDI, Ed. Zueblin AG, Stuttgart (stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dipl.-Ing. Rasso Steinmann, Hochschule München Prof. Dr.-Ing. Uta Stewering VDI, Hochschule Osnabrück Dipl.-Ing. Eike Vetter VDI, Eike, Ingenieurbüro Salveter-Vetter, Netphen Prof. Dr.-Ing. Norbert Vogt VDI, Technische Universität München Dr.-Ing. Dieter Werner VDI, ARCUS Planung + Beratung Bauplanungsgesellschaft mbH, Cottbus Inhalte und Ziele: Das Themenspektrum im VDI-Fachbereich Bautechnik umfasst den konstruktiven Ingenieurbau, den Baubetrieb und die Bauwirtschaft, die Bereiche Wasser, Abbruch, Energie und Umwelt, Baustoffkunde, Bauphysik, Bauinformatik sowie das breite Feld des Infrastrukturbaus. Im Fachbereich Bautechnik werden unter anderem folgende Richtlinienthemen bearbeitet: • Abbruch von Gebäuden und technischen Anlagen • Building Information Modeling (BIM) • Raumzellen in Stahlrahmenbauweise • Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung • Softwaregestützte Tragwerksberechnung • Standsicherheit • Schadstoffsanierung • Transportanker • Wirtschaflichkeitsberechnung Weitere Themen sind in Vorbereitung, z.B. zu den Themen „Gebäudeenergetik“, „Lean Construction“ und „Erhalt der Infrastruktur“. 2.3 Fachbereich TGA Mitglieder im Fachbeirat sind: Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer VDI, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH, Stuttgart Dr. Markus Beukenberg, WILO SE, Dortmund Prof. Dr. Manfred Büchel VDI, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Ministerialrat Dipl.-Ing. Knut Czepuck, MBWSV NRW, Düsseldorf Prof. Dr.-Ing. Ulrich Finke VDI, Klimakonzept, Berlin Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke VDI, Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK), Dresden (Vorsitzender) Prof. Dr.-Ing. Rainer Hirschberg VDI, Ingenieurbüro Rainer Hirschberg, Wiesbaden Dipl.-Ing. Frank Kasperkowiak VDI, Viega GmbH & Co KG, Attendorn Prof. Dr.-Ing. Martin Kriegel, TU Berlin Dipl.-Ing. Peter Kronenberg VDI, Hamburg Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Rainer Kryschi VDI, Kryschi Wasserhygiene, Kaarst Prof. Dr.-Ing. habil. Birgit Müller, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Dipl.-Ing. Bernd Richter VDI, bri - bernd richter ingenieurgesellschaft mbH, Magdeburg Dr.-Ing. Nicole Riedle VDI, Ingenieurbüro Balneatechnik, Wiesbaden Prof. Dipl.-Ing. Klaus Rudat VDI, Beuth Hochschule für Technik, Berlin Horst Schickor VDI, Aufzug- und Fördertechnik Niggemeier & Leurs GmbH, Bottrop Dipl.-Ing. Bernhard Smets VDI, Infracor GmbH, Marl Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten VDI, Fachverband SHK NRW, Düsseldorf Prof. Dr.-Ing. Jürgen Tenhumberg VDI, Trier Dipl.-Ing. Roger Wassmuth VDI, Wassmuth Ingenieure, Schwalbach M. Eng. Daniel Wehmeier VDI, Siemens Building Technologies, Bielefeld (Vertreter Studenten und Jungingenieure) Prof. Dr. Horst Weißsieker VDI, Deerns Deutschland GmbH, Berlin Dr. Dipl.-Ing. Andreas Winkens VDI, Ing.-Büro Dr. Winkens, Wegberg Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Spie GmbH, Erlangen Inhalte und Ziele: Der Fachbereich berücksichtigt alle technischen Gewerke in Gebäuden. Er ist in die Fachausschüsse Aufzugtechnik, Elektrotechnik und Gebäudeautomation, Raumlufttechnik, Reinraumtechnik, Sanitärtechnik und Wärme-/Heiztechnik untergliedert. Hier arbeiten derzeit ca. 100 Gremien aktiv an der Fortschreibung des VDI-Richtlinienwerks. Mit über 180 VDI-Richtlinienblättern ist der Fachbereich TGA ein führender Regelsetzer in der Branche. Zudem ist der Fachbereich Partner zahlreicher Institutionen bei der Durchführung von Schulungen zu den Themen Lufthygiene, Wasserhygiene, Aufzugs- und Reinraumtechnik mit über 1000 Teilnehmern pro Jahr. 2.4 Fachbereich Facility-Management Mitglieder im Fachbeirat sind: Prof. Dr.-Ing. Marten F. Brunk VDI, Bergisch Gladbach (Vorsitzender) Ministerialrat Dipl.-Ing. Knut Czepuck, MWEBWV NRW, Düsseldorf Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Glauche VDI, Rödl & Partner GbR, Nürnberg (stellvertretender Vorsitzender) RA Hartmut Hardt VDI, Kanzlei RA Hardt, Witten Holger Knuf, i2fm GmbH, Oberhausen Prof. Dr. Michaela Lambertz VDI, Drees & Sommer, Düsseldorf Dipl.-Ing. Klaus Mengede VDI, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Düsseldorf Dr.-Ing. Ronald Miller VDI, Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin Prof. Dr.-Ing. Günter Mügge VDI, Hochschule Lausitz (FH), Cottbus Mathias Müller, STRABAG Property and Facility Services GmbH, Berlin Dr. Christoph Sinder VDI, DMT, Dortmund Prof. Dr. Markus Thomzik, Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen Prof. Gerald Weindel VDI, Hamburger Fernhochschule, Hamburg Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Hochtief Solutions AG, Erlangen (stellvertretender Vorsitzender) Dipl.-Volkswirt Carl Zeine VDI, ages GmbH, Münster Inhalte und Ziele: Steigende Energiekosten und Wettbewerbsdruck rücken auch in Deutschland das professionelle Managen von Immobilien und die optimale Nutzung der betrieblichen Infrastruktur immer stärker in den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Bedeutung des FacilityManagements als Instrument zur Senkung der liegenschaftsbezogenen Kosten und zur Steigerung der Produktivität wird heute auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen erkannt. Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik konzentriert sich hierbei auf das technische Gebäudemanagement. Richtlinienprojekte aus den aktuellen Schwerpunkten dieses Themengebiets sind: - VDI 2077 „Verbrauchskostenerfassung“ - VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten“ - VDI 6009 „FM-Grundlagen“ - VDI 6041 „Technisches Anlagenmonitoring“ 2.5 Koordinierungskreise VDI-GBG Koordinierungskreise haben das Ziel, die Aktivitäten zu bestimmten Themenkomplexen innerhalb der vier Fachbereiche Architektur, Bautechnik, Facility-Management und Technische Gebäudeausrüstung zu initiieren, zu koordinieren und zu begleiten. Die fachbereichsübergreifende Koordinierungskreise sprechen hier Empfehlungen an die VDI Fachbeiräte aus und sollen die Anlaufpunkte für alle fachrelevanten Aktivitäten des VDI sein. Zur Zeit haben zwei VDI-GBG Koordinierungskreise Ihre Arbeit aufgenommen. VDI - Koordinierungskreis BIM BIM (Building Information Modeling) bezeichnet die digitale Darstellung eines Gebäudes und dessen Funktionen auf der Basis fortlaufend aktualisierter Daten. BIM ermöglicht dabei eine verlässliche Datenbasis für alle an Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung von Bauprojekten beteiligten Personen und dies während des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks, also von den ersten Planungen bis zum Abriss. Dabei werden alle relevanten Gebäudedaten mit Hilfe bauspezifischer Softwarelösungen digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Die Visualisierung des virtuellen Gebäudes ist hierbei nur ein Aspekt, die kontinuierliche Aufbereitung und unmittelbare Verfügbarkeit einer gemeinsamen Datenbasis für alle am Bauprojekt Beteiligten ermöglicht eine Produktivitätssteigerung des Planungs- und Bauprozesses sowie des Facility-Managements hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität. Ziel der Arbeit des Koordinierungskreises, bei dem Vertreter aus allen Fachbereichen der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (Architektur, Bautechnik, Facility-Mangement und Technische Gebäudeausrüstung) mitarbeiten, ist die Initiierung und Begleitung von Richtlinienprojekten zur Schaffung eines normativen Rahmens für die Anwendung von BIM. Auch die Formulierung von Statements und Empfehlungen an die Politik, sowie die Durchführung eigener und Unterstützung fremder Veranstaltungen zum Thema BIM sind Aufgabe des Koordinierungskreises. Die erste Sitzung des VDI Koordinierungskreises BIM hat am 03. Dezember 2013 in Düsseldorf stattgefunden, inzwischen sind auf Initiative des Koordinierungskrieses einige durch den VDI Fachbeirat Bautechnik genehmigte Richtlinienprojekte ins Leben gerufen worden. Weitere Informationen zum Thema www.vdi.de/bim VDI - Koordinierungskreis GebäudeEnergetik In allen Fachbereichen der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik spielt das Thema Gebäudeenergetik eine große Rolle. Energie, Nachhaltigkeit und Lebenszyklus sind wesentliche Zukunftsthemen, die nur fachbereichsübergreifend bearbeitet werden können. Der Koordinierungskreis GebäudeEnergetik der VDI – GBG hat das Ziel, diese koordinative Aufgabe zu übernehmen um so Hilfestellungen und Antworten auf die Herausforderungen, die durch politische und klimatische Veränderungen an die Entwicklung und Sanierung unserer Bauwerke und Städte gestellt werden, geben zu können. Ein hilfreiches Instrument zum Transfer von Technik und Wissen sind dabei die VDI-Richtlinien, die interdisziplinär mit allen am Bau beteiligten Fachleuten – Bauingenieure, Architekten, Ingenieure der TGA und Facility-Manager etc. – entwickelt werden. Durch Kommentierung aktueller Entwicklungen, beispielsweise von Gesetzentwürfen, kann der Koordinierungskreis GebäudeEnergetik, unter Betrachtung aller Fachbereiche der VDI-GBG, Position beziehen zu den wesentlichen Fragen der Energiepolitik. Zentrale Themen der GebäudeEnergetik im VDI: • • • • • • • • Energetische Bewertung Energiebedarf Energieeffizienz Energetische Sanierung Lebenszyklusbetrachtungen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Komfort Nachhaltigkeit Weitere Informationen zum Thema www.vdi.de/gebaeudeenergetik 3. GBG-Arbeitskreise in den VDI-Bezirksvereinen Die Arbeitskreise sind Bestandteile der Bezirksvereine. Sie bieten den Mitgliedern die Möglichkeit zur Vernetzung vor Ort. Die VDI-GBG unterstützt die Arbeitskreise in fachlicher Hinsicht. Die Arbeitskreisleiter treffen sich auf Einladung der VDI-GBG einmal im Jahr auf der Jahrestagung. Die Leiter der Arbeitskreise geben regelmäßig Einladungen zu ihren regionalen Veranstaltungen heraus. Alle Veranstaltungen und Ihre regionalen Ansprechpartner finden Sie auch im Internet auf www.vdi.de. Derzeit bestehen in 3 Bezirksvereinen Arbeitskreise für Bauen und Gebäudetechnik, in 30 Bezirksvereinen Arbeitskreise für Bautechnik, in 36 Bezirksvereinen Arbeitskreise für TGA sowie 2 Arbeitskreise für 3 Arbeitskreise für Facility-Management. 4. Ihr Vorsprung als VDI Mitglied Der VDI mit seinen über 150.000 Mitgliedern steht für weit mehr als nur für ein vielfältiges Portfolio an Beratungs- und Serviceleistungen, an qualifiziertem Wissenstransfer sowie Angeboten zur Weiterbildung oder Karriereplanung, das jedes VDI-Mitglied individuell nutzen kann. Der VDI gibt Impulse, verbindet Kompetenz und bietet Ingenieuren wie auch dem Ingenieurnachwuchs ein breites Netzwerk. Und setzt sich weitsichtig für eine Politik ein, in der sich das große Innovationspotential der Ingenieure voll entfalten kann. Er nimmt kritisch Stellung zu wichtigen Themen in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihr persönlicher VDI-Vorsprung: - Networking in Bezirksvereinen, internationalen Freundeskreisen, Sozialen Netzwerken auf Veranstaltungen sowie für Studenten und Jungingenieure (suj) und Frauen im Ingenierberuf (fib) - Weiterbildung auf allen Ebenen: national und international, sogar regional zu praktisch allen Technikdisziplinen, aber auch berufspolitischen Fragen - Wissensquellen: Neben den VDI-Nachrichten gibt es für Mitglieder verschiedene Fachzeitschriften , nicht zu vergessen die VDI-Richtlinien und die persönliche Fachberatung und die VDI-FachNews exklusiv für Mitglieder - Service – weit mehr als Sie denken: z.B. Versicherungsdienst, Karriereberatung, Rechtsauskunft, Gründerberatung oder attraktive Konditionen bei Autovermietung und Mobilfunk - Für Gründer: konkrete Hilfe beim Schritt in die Selbständigkeit durch Rechtsberatung, Beantragung von Fördermitteln, Fragen zu Patent und Markenrecht - Für die Karriere: Unterstützung bei der systematischen Karriereplanung z.B. durch individuelle Beratung, Bewerbungs-Check, Gehaltsanalyse 4.1 Mitglieder in der VDI-GBG VDI Mitglieder können sich bis zu vier von 55 VDI-Fachbereichen oder einer VDI-Fachgesellschaft mit allen zugehörigen Fachbereichen zuordnen. Zum 01.07.2014 betreuen die Fachbereiche der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik: Architektur: Bautechnik: Technische Gebäudeausrüstung Facility-Management und in Summe 3.362 Mitglieder 8.495 Mitglieder 11.360 Mitglieder 3.753 Mitglieder 17.232 persönliche VDI-Mitglieder. Die VDI-GBG bietet ein Netzwerk für alle an Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken und Gebäuden beteiligten Fachleuten. 5. Nachwuchsförderung Der VDI begleitet Sie aktiv: vor, während und nach dem Studium – auch während des gesamten Berufslebens. Für junge Nachwuchskräfte ist der VDI Türöffner zu exklusiven Praktika und Exkursionen. Er ist eng mit Wirtschaft und Industrien verbunden und ist Praxisratgeber für Studierende. Mehr als 70 Teams aus Studenten und Jungingenieuren (suj-Teams) an fast allen Hochschulen bilden ein lokales Netzwerk mit zahlreichen Aktivitäten, z.B. Besuche von Fachmessen, Betriebsbesichtigungen, Vorträge, Workshops, Seminare. Weitere Informationen zum Studium und zur Nachwuchsförderung in der GBG finden Sie auch im Internet unter www.vdi.de in den Ressorts „Studium“ und „Karriere“, sowie fachspezifische Themen www.vdi.de/gbg. 5.1 Albert-Tichelmann-Preis Zur Förderung des Nachwuchses verleiht die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik den AlbertTichelmann-Preis an Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung. Als herausragende Arbeit ist pro Universität oder Fachhochschule maximal eine deutschsprachige Diplom-, Bachelor-oder Masterarbeit (Fachhochschule) bzw. eine Diplom-, Bachelor-, Master- oder Studienarbeit (Universität) pro Jahr vom jeweiligen Betreuer mit einem Gutachten der VDI-GBG vorzuschlagen. Das Gutachten muss nicht nur das hervorragende fachliche Niveau der eingereichten Arbeit, sondern auch Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit und Führungseignung des Vorgeschlagenen bestätigen. Die Kandidaten stellen Ihre Arbeiten im Rahmen einer Kurzpräsentation vor der Jury vor. Es wird maximal ein Preis jährlich vergeben. Er wird bei der Abschlussfeier zur Übergabe der Abschlusszeugnisse vom Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik überreicht. Der Preis besteht aus mehreren Teilen: • Urkunde für den Preisträger • Urkunde und Wanderpokal für die Hochschule • Der Preisträger wird zur nachfolgenden VDI GBG-Jahrestagung eingeladen und hält dort über seine Arbeit einen Vortrag. • Optional: Die Arbeit kann von der VDI-GBG in einer gesonderten Schriftenreihe des VDI veröffentlicht werden • Der Preisträger wird zu einem international bedeutsamen Kongress im Ausland eingeladen. Die Kosten hierfür sind Teil des Preises. In der Regel wird die Teilnahme am REHVAStudentenwettbewerb damit verbunden. Der Albert Tichelmann-Preis wurde im Jahre 2003 erstmals zur Erinnerung an Albert Tichelmann, den bekanntesten und erfolgreichsten Schüler des Begründers der Wissenschaft in der Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Hermann Rietschel, verliehen. Seinen Zeitgenossen galt Tichelmann als ein Fachmann der "Ingenieurkunst" für den Bau größerer Warmwasserheizungen mit natürlichem Umlauf. In einem Aufsatz vom April 1911 über ein Warmwasserheizungssystem mit abgestuften Rohrdimensionen der Vor- und Rücklaufleitungen schreibt Tichelmann, dass nach dem damaligen Stand der Technik es möglich sei, Rechenapparate zu konstruieren, die im Bruchteil einer Sekunde Resultate der kompliziertesten Formeln ermitteln könnten. Er war ein vorbildlicher Ingenieur! Albert-Tichelmann-Preis 2013 geht an Jakob Hahn Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke, Vorsitzender des VDI-Fachbereichs TGA, verlieh den Albert-TichelmannPreis 2013 an Jakob Hahn von der Hochschule Esslingen. Herr Hahn erhielt den Preis für seine Masterarbeit zum Thema „Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings“, die er als Student der Fakultät Gebäude-EnergieUmwelt erstellt hat. Die Übergabe des Preises fand im Rahmen einer Feierstunde in der Stadthalle von Göppingen statt. Die Arbeit von Jakob Hahn wird als VDI-Fortschrittsbericht Nr. veröffentlicht und im Rahmen der Jahrestagung der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik am 26. September 2014 in Bamberg veröffentlicht. Neben der Auszeichnung des Absolventen erhielt auch die Hochschule eine Urkunde und einen Wanderpokal, der bis zum 1. Oktober 2014 an der Hochschule Esslingen bleibt. Prof. Franzke betonte in seiner Laudatio die Weitsicht Tichelmanns, einem der prägenden Wissenschaftler der frühen Heizungstechnik, der schon vor 100 Jahren Rechenapparate vorausgesehen hatte, mit denen man im Bruchteil von Sekunden komplizierteste Berechnungen vornehmen kann. In dieser Kontinuität stehen auch die Preisträger, die der VDI seit 2003 für besondere Leistungen im Rahmen einer Abschlussarbeit auf dem Gebiet der TGA auszeichnet. Der Preis wird bundesweit an einen Absolventen vergeben. Jakob Hahn hatte sich im Rahmen der Jahrestagung der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) in Hamburg im Oktober 2013 vor der Jury durchgesetzt. Seine Arbeit „Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings“ wird als VDIFortschrittsbericht Nr. 4 der Reihe 23 veröffentlicht (Albert-Tichelmann-Reihe Band 11). 5.2 VDI- Wettbewerb Integrale Planung Wintersemester 2013/2014 „Nachhaltiges Holzhotel“ Ausgelobt durch die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) war es Aufgabe der Studierenden in interdisziplinären Teams aus Architekten, Bau-, und TGA-Ingenieuren ein Holzhotel im Herzen von Berlin zu planen. Die Resonanz auf den diesjährigen VDI-Wettbewerb Integrale Planung "Nachhaltiges Holzhotel" war enorm: 89 Teams von 33 Hochschulen mit insgesamt 297 Studierenden haben sich am Wettbewerb beteiligt und ihre Arbeiten an die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geschickt. Jedes Team musste eine schriftliche Ausarbeitung seines Entwurfs sowie ein Energie-/TGA-Konzept einreichen und zwei Planwerke anfertigen. Die besten 30 Teams wurden zur Endausscheidung am 16. Mai 2014 ins Deutsche Architektur Zentrum (DAZ) nach Berlin eingeladen. Anhand ihrer erstellten Pläne bekamen die Studierenden-Teams dort zehn Minuten Zeit, die relevanten Aspekte ihrer Entwürfe der Fachjury zu präsentieren. Am Ende des Tages hatte ein Team der RWTH Aachen, bestehend aus Kathrin Ebner, Elisa Lublasser und Sven Glaser, mit seinem Entwurf "Musikbox-Hotel" die Nase vorn. Den zweiten Preis sicherte sich ein Team der Universität Stuttgart vor der TU Wien. Eine gelungene Mischung einer auf die Funktion eines Musikhotels ausgerichteten Gestaltung, kombiniert mit einer durchdachten baulichen und technischen Planung, machte die Arbeit „MusikboxHotel“ zum Siegerentwurf. Gleichzeitig berücksichtigte das Team der RWTH Aachen die entscheidenden energetischen, nachhaltigen und innovativen Aspekte des modernen Bauens. Die Jury vergab zudem vier Anerkennungspreise für besonders gelungene Einzelaspekte. Hiervon gingen zwei an Teams der HafenCity Universität Hamburg und je einer an die TU Wien und TU Graz. Die finale Preisverleihung fand im Rahmen der Messe „Consense“ in Stuttgart statt. Auf einer Sonderausstellung des VDI wurden dort die Entwürfe der drei erst platzierten Teams, sowie die vier Anerkennungspreise noch einmal präsentiert. Am 2. Juli fand im Forum Praxis die offizielle Preisverleihung statt. Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, stellte in einem kurzen Vortrag den Wettbewerb noch einmal vor. Dann erhielten alle Teams die entsprechenden Urkunden und Pokale. Die drei erst platzierten zudem einen Scheck. Im Anschluss präsentierten die Studierenden aus Aachen ihren Siegerentwurf dem Publikum. In Zusammenarbeit mit dem Informationsdienst Holz wurde eine Dokumentation zum Wettbewerb erstellt, die alle 89 Entwürfe vorstellt. Ein Exemplar erhalten Sie über die Geschäftsstelle der VDI-GBG oder als Download auf der Internetseite www.vdi.de/holzhotel . Wintersemester 2014/2015 "Energieeffizientes Hochhaus" Der VDI-Wettbewerb Integrale Planung der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geht in die nächste Runde. Im Wintersemester 2014/2015 lautet das Thema "Energieeffizientes Hochhaus". Der Schwerpunkt liegt auch diesmal auf der Zusammenarbeit von Architekten, Bauingenieuren und Ingenieuren der TGA und des Facility-Managements an einem gemeinsamen Projekt. Im letzten Jahr galt es ein „Nachhaltiges Holzhotel“ zu planen, nun geht es um ein „Energieeffizientes Hochhaus“. Der Wettbewerb richtet sich an Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens der Gebäudetechnik und des Facility-Managements oder verwandter Studienrichtungen an deutschsprachigen Universitäten und Fachhochschulen. Zugelassen sind Teams von 2 bis 6 Personen bestehend aus mindestens zwei Fachrichtungen. Ein Team bestehend aus 3 bis 4 Studierenden wird empfohlen. Die Teilnahme am Wettbewerb kann im Zusammenhang mit einer Studien-, Bachelor-, Master-, oder Diplomarbeit stehen. Dies ist jedoch nicht Voraussetzung zur Teilnahme. Die Ausschreibungsunterlagen können über die Internetseite www.vdi.de/hochhaus heruntergeladen werden. Am 7. November wird es im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung in Düsseldorf zusätzliche Informationen zum Wettbewerb geben. Für alle, die nicht persönlich teilnehmen können, werden die Unterlagen im Anschluss im Internet bereitgestellt. Der Einsendeschluss der Entwürfe ist der 31.03.2015. Bei Fragen zum Wettbewerb wenden Sie sich bitte an Herrn Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff. 5.3 Teilnahme von Studierenden an VDI-Tagungen Der VDI übernimmt für interessierte Studierende bei ausgewählten Fachtagungen und Kongressen des VDI-Wissensforums die Teilnahmegebühr durch den VDI-Spendenfond "Junge Ingenieure". Studierende müssen lediglich Reise- und Übernachtungskosten selbst tragen. Tagungen des VDI sind als Informationsplattformen etabliert und haben sich oft zu einem Branchentreff entwickelt, auf dem man Kontakte zu Experten aus Industrie und Wissenschaft knüpfen kann. In Vorträgen werden neue Technologien vorgestellt. Darüber hinaus bietet meist eine begleitende Fachausstellung Produkte und Dienstleistungen des jeweiligen Themenfeldes „zum Anfassen“. Fachlicher Träger einer solchen Tagung sind die Fachgesellschaften des VDI e.V.. Das Programm der Veranstaltung wird in enger Kooperation mit Kompetenzträgern erarbeitet. Diese ehrenamtlichen Gremienmitglieder des VDI e.V. sorgen immer wieder dafür, dass wissenschaftlicher Anspruch und praxisorientierte Betrachtung Hand in Hand gehen. Tagungen finden über das ganze Jahr hinweg zu den unterschiedlichsten Themenfeldern statt. Eine Übersicht findet sich unter www.vdi-wissensforum.de. Die für die Studierenden kostenfreie Teilnahme ist jedoch für jede Veranstaltung auf ein festgelegtes Kontingent begrenzt und bezieht sich nur auf Tagungen des VDI-Wissensforums (nicht auf z.B. Seminare, Foren oder Lehrgänge). Diejenigen, die einen Platz in Anspruch nehmen möchten, müssen eingeschrieben und sollten nach Möglichkeit im Hauptstudium und VDI-Mitglieder sein. Interessenten kontaktieren bitte bis spätestens vier Wochen vor der Veranstaltung den zuständigen Professor oder die jeweilige VDI-Fachgesellschaft. Eine Anmeldung muss bis zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung erfolgen. Eine Übersicht der Veranstaltungen für 2014/2015, an denen Studierende kostenfrei teilnehmen können, finden Sie im Internet unter www.vdi.de/studium . 5.4 Netzwerk der Studenten und Jungingenieure Netzwerke sind heute das A und O. Gerade, wenn es um die Karriere geht. Das haben die engagierten Studenten und Jungingenieure im VDI längst erkannt. „Technik. Netzwerk. Karriere.“ lautet deshalb folgerichtig das Motto der Mitglieder. Konkret heißt das: Projekte und Aktionen nicht aus Selbstzweck oder für den Lebenslauf starten, sondern um Organisationserfahrung zu sammeln. Gemeinsam die Begeisterung für Technik und Wissenschaft teilen. Etwas bewegen, auch neben Studium oder Beruf. Und ganz nebenbei die eigene Karriere vorantreiben. Das ist das Ziel. Die Studenten und Jungingenieure im VDI knüpfen wertvolle Kontakte in die Praxis. Sie bilden so ein erfolgreiches Netzwerk, das wichtige Tipps zu den Themen Jobeinstieg und Studium an Hochschulen und auf Messen vermittelt. Wen wundert’s, dass rund ein Viertel aller VDI-Mitglieder bei den Studenten und Jungingenieuren organisiert ist. Mitarbeit der Studenten und Jungingenieure in den Gremien der VDI-GBG: Dipl.-Ing. Philipp Orban VDI: - Fachbeirat Bautechnik Daniel Wehmeier M.Eng. VDI: - Vorstand / Beirat der VDI-GBG - Fachbeirat TGA Anastasia Zaluga VDI: - Fachbeirat Architektur Darüber hinaus sind weitere Vertreter der Studenten und Jungingenieure, die an einer ehrenamtlichen Mitarbeit bei der VDI-GBG interessiert sind, herzlich willkommen. VDI- Studenten erhalten einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn AG (DB AG) Auf Einladung der DB AG trafen sich 25 im VDI organisierte Studentinnen und Studenten am 11. und 12. Juni 2014 in Berlin. Dort stellte sich die DB AG Studierenden des Bauingenieurwesens, Maschinenbaus, Wirtschaftsingenieurwesens und weiterer Ingenieurdisziplinen als hochtechnisiertes Unternehmen und attraktiver Arbeitgeber vor. Organisiert wurde die Veranstaltung durch Dipl.-Ing. Nebi Kubat, Arbeitsgebietsleiter Technikmanagement Großprojekte der DB Netz AG in Frankfurt am Main, und Dipl.-Ing. Philipp Orban, Vertreter der Studenten und Jungingenieure im Fachbeirat Bautechnik der VDI Fachgesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Nachdem am 11. Juni die Organisationsstruktur des Integrierten Konzerns DB AG vorgestellt sowie die Komplexität und Bauvolumina der Infrastrukturprojekte durch Dipl.-Ing. Nebi Kubat und Dipl.-Ing. Siegmar Lies, Arbeitsgebietsleiter BHV Großprojekte RB Nord, veranschaulicht wurden, konnten sich die Studierenden über die Konditionen während eines Praktikums oder den Tätigkeiten als Werksstudent und mögliche Karrierewege für Ingenieure bei der Bahn informieren. Im Anschluss besuchten die Studierenden das Großprojekt Ostkreuz und wurden vor Ort von der Bauherrenvertreterin der DB Netz AG, Dipl.-Ing. Karin Kamitz, direkt über die Baustelle geführt. Herausforderung für den Bauherrn ist hier die bürger- und umweltfreundliche Bautätigkeit in mitten einer Metropole wie Berlin unter dem „rollenden Rad“, denn der Nahverkehrsknotenpunkt mit mehr als 100.000 Fahrgästen pro Tag kann nicht einfach gesperrt werden. Am Abend konnten sich die Nachwuchsingenieurinnen und ingenieure persönlich beim „Netzwerken" mit Mitarbeitern der DB AG im Hofbräuhaus Berlin austauschen. Am 12. Juni war es den Studierenden möglich direkt vor Ort in der Betriebsleitzentrale Berlin Pankow zu erfahren, was es heißt, wenn Unwetter Strecken in Deutschland lahm legen. Tags zuvor gab es starke Blitzeinschläge auf der Strecke von Hannover nach Berlin, so dass einige Teilnehmer verspätet ankamen. Nun konnten sie sehen, wie Fahrdienstleiter Fahrstraßen über Signale und Weichen elektronisch stellen und die Disposition von Zügen im Nordosten Deutschlands vornehmen. Am Nachmittag fanden sich die Teilnehmer am Bahnhof Schönefeld ein und wurden von Dipl.-Ing. Peter Schulze, ehemaliger Bauherrenvertreter der DB Netz AG und jetziger Projektleiter der DB ProjektBau GmbH für die Schienenanbindung des neuen Hauptstadtflughafens BER, mit einer Sonderfahrt in den Tiefbahnhof geleitet. Hier wurden die seit 01.11.2010 fertiggestellten Örtlichkeiten besichtigt und anschließend durch den Referenten für Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Flughäfen eine Begehung des Flughafenterminals ermöglicht. Vor Ort wurde erläutert, welche Herausforderungen und Problemstellungen für Planer und Ausführende bei derartigen großen Infrastrukturprojekten zu bewältigen sind. Nach Abschluss der Besichtigungen starteten die Studierenden am Abend in den jährlichen VDI SUJ Kongress, der dieses Mal in Berlin unter dem Motto „Geh in Führung“ stattfand. Autor: Philipp Orban, 15.06.2014 6 Ehrungen VDI-Ehrungen werden nach der Ehrungsordnung des VDI und nach den „Richtlinien für die Vergabe und Abwicklung von Ehrungen und Preisen“ verliehen. In den letzten Jahrzehnten wurden folgende Mitglieder der Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geehrt: Ehrenzeichen des VDI Gestiftet zur 75-Jahrfeier 1931 für Ingenieure, die besondere Leistungen aufzuweisen oder sich Verdienste auf dem Gebiet technisch-wissenschaftliche Gemeinschaftsarbeit im In- und Ausland erworben haben. 1952 1952 1956 1956 1971 1973 1977 1977 1980 1981 1983 1984 1987 1989 1991 1992 1993 1993 1996 1997 2000 2000 2001 2002 2003 2004 2013 Otto Graf † Fritz Leonhardt † Georg Garbotz † Kurt P. Klöppel † Franz Vaessen † Bruno Regenscheit Max Mengeringhausen Hans Wittfoht Helmut Laakso Heribert Thul † Helmut Bockholt Wolfgang Zerna † Hans Siebke † Burkart Rümelin Heinz Rausch† Leonhard Obermeyer Hans-Gustav Olshausen Hans Vießmann Horst Esdorn Helmut August Heinz Bach Bertram Canzler sen. † Klaus W. Usemann † Tibor Rácóczy Wilfried B. Krätzig Manfred Nußbaumer Michael Schmidt 1977 1989 1992 1992 1995 1999 2000 2000 2001 2002 2004 2004 2005 2009 Günther Valtinat Rainer Wanninger Peter Steinhagen Josef Zimmermann Kai-Uwe Bletzinger Uwe Franzke Rolf Jung Madjid Madjidi Michael Bauer Markus Ewert Ulrich Klotz Nicole Riedle Dirk Müller Konstantinos Stergiaropoulos 2011 Frank Bitter 2013 Guido Hardkop Ehrenmedaille des VDI Die Ehrenmedaille des VDI (Gold) wird an besonders verdiente Mitglieder von Bezirksvereinen und Mitarbeiter von Fachgliederungen verliehen. 1961 Wilhelm Raiss 1963 Max Mengeringhausen 1964 Otto Krischer 1967 Hans-Bert Chowanetz 1967 Friedrich Schiele 1969 Helmut Laakso 1970 Albrecht Kolmar 1974 Werner Linke 1974 Arthur Röhnisch 1975 Eberhard Sprenger 1976 Hubert Lenz 1976 Eberhard Jacobi 1977 Helmut Bockholt 1977 Rud. Chowanetz Ehrenring des VDI Gestiftet 1934 für Ingenieure bis zum 1978 Gerd Labohm vollendeten 40. Lebensjahr, die 1978 Bernard Dreiner sich durch ihre Arbeit auf 1978 Werner Krüger technisch-wissenschaftlichem 1978 Günther Rexroth Gebiet ausgezeichnet haben. 1979 Helmut Pfaar 1960 Heinz Beck 1981 Horst Esdorn 1969 Siegfried Schattulat 1984 Karl Steinfeld 1973 Wieland Ramm 1986 Hermann Flessner 1975 Jürgen Masuch 1987 Hans Vießmann 1977 Heinz Brockmeyer 1988 Walter Bilger 1988 1988 1989 1989 1990 1990 1991 1991 1991 1992 1992 1993 1993 1994 1994 1995 1996 1996 1997 1997 1997 1998 2001 2002 2003 2003 2004 2004 2004 2005 2005 2007 2007 2007 2008 2008 2009 2010 2011 Dieter Jungwirth Günter Kühlmann Helmuth Paproth Wilhelm Zellner Wilhelm Linkerhägner Rolf Windels Rudolf Floss Roland Idler Franz John Otto Rohde Otto Stenger Rudolf Klasen Hans Kurt Nonnenkamp Georg Dröge Siegfried Mängel Gerhart Mathis Leonhard Jussen Günther Krause Paul Bornemann Gerhard Brüsehaber Günter Thäle Hartwig Beiche Günter Albers Horst Falkner Peter Eiermann Hubertus Kopatschek Johann Christoph Kröhan Wolfgang Schneider Wolfgang Polhaus Henning Jagau Albrecht Memmert † Wolfgang Ellinger Dieter Eschenfelder Klaus Peter Keuntje Harald Beitzel Martin Herrenknecht Friedhelm Schlößer Wolfgang Feldwisch Ulrike Kuhlmann Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille Die Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille des VDI wird seit 1991 vom VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung in Würdigung der hervorragenden und beispielhaften Persönlichkeit des Namensgebers verliehen als Auszeichnung für besonders verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter oder Ingenieure, die auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung besondere Verdienste erworben haben. 1991 Lothar Siebert 1991 Klaus W. Usemann † 1992 Uichi Inouye 1993 Heinz Bach 1994 Heribert Schmitz 1995 Bertram Canzler sen. † 1996 Tibor Rákóczy 1997 P. Ole Fanger † 1998 Hermann Berger † 2000 Rüdiger Detzer 2001 Bernd Pasterkamp 2002 Rainer Hirschberg 2003 Jürgen Diehl 2004 Michael Schmidt 2005 Frank Zimmermann 2006 Tatsuaki Tanaka 2007 Harald Bitter 2007 Jochen Opländer 2008 Achim Keune 2009 Lothar Rouvel 2011 Jürgen Tenhumberg 2012 Marten F. Brunk 2013 Klaus Rudat 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Alexander Adloch Sebastian Schramm Florian Dittel Christian Stäbler Frederik Schmahl Jasmin Pfuhler Charlotte Buhl Jakob Hahn Gruson-Ehrenplakette Die Gruson-Ehrenplakette des VDI wird vom Magdeburger Bezirksverein verliehen und der Ehrenplakette des VDI gleich gewertet. 1996 Georg Nachtwei Ehrenplakette des VDI Die Ehrenplakette des VDI wird an verdiente Mitglieder von Bezirksvereinen und Mitarbeiter von Fachgliederungen verliehen. 1950 Fritz Imhoff 1956 Otto Hetzel 1958 Louis Opländer 1959 Bruno Regenscheid 1960 Helmut Laakso 1961 Gerd Labohm 1962 Otto Heinz Brandi 1963 Hans Bilden 1964 Eberhard Jacobi 1965 Eberhard Sprenger Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille Die Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille 1966 Werner Halbig des VDI wird von der VDI-GBG in 1966 Alfred Popp Würdigung der hervorragenden und 1968 Albrecht Kollmar beispielhaften Persönlichkeit des 1969 Hubert Lenz Namensgebers verliehen. 1969 Heinz Roth Sie ist eine Auszeichnung für 1969 Ernst Ferdinand Thon besonders verdiente Mitglieder und 1970 Bernhard Dreiner ehrenamtlich Tätige oder für 1971 Helmut Bockholt Ingenieure, die sich auf den Gebieten 1971 Bertram Canzler sen. † der Bautechnik besondere Verdienste 1972 Paul Holl erworben haben. 1973 Jürgen Lehmann 1973 Georg Wendel 2014 Manfred Curbach 1975 J.H.A. Kaldschmidt 1975 Meno Pfister 1976 Eduard Merkle Albert-Tichelmann-Preis Dieser Preis wird für eine 1976 Hermann Pütz Abschlussarbeit des Studiums 1977 Horst Esdorn im Fachgebiet der TGA 1977 Claus Willi Hövel vergeben. 1978 Günter Kühlmann † 2003 Tobias Burkard 1978 Hans Heinrich Timmer † 2004 Nicole Henerichs 1979 Johannes Baden 2005 Florian Keppler 1980 Heinz Beck 1980 1980 1981 1981 1981 1981 1981 1981 1982 1982 1982 1982 1984 1984 1984 1984 1984 1984 1985 1985 1986 1986 1986 1986 1987 1987 1987 1987 1988 1988 1988 1989 1989 1989 1990 1990 1990 1991 1991 1992 1992 1992 1994 1994 1994 1994 1995 1995 1996 1996 1996 1997 1997 1997 Heinz Kein Friedrich Pape Heinz Bach Harald Kopp Klaus-Dietrich Laabs Hannes G. Rödiger Lothar Siebert Klaus W. Usemann † Gottfried Flatow Helmut Hampel Günther Reichow Heribert Schmitz Adolf Bornschlegl Frank Dehli Paul Gluch Leonhard Jussen Wolfgang Salzwedel Ernst Schmidt Schäffer Hermann Berger † Karl Knapp Karl-Hubert Kuebel Gerhart Mathis Werner Sell Josef Stein Helmut Börstinghaus Peter Diesterhaupt Rudolf Floss Tibor Rákóczy Karl-Heinz Birke Franz Hörmann Heinz Otten Wolfgang Collmann Hans Schiebold Fritz Starp Wolfgang Schneider Klaus Schulte-Bonsfeld Robert Zipelius† Harald Flicke Fritz Wagner Peter Eiermann Hans-Dieter Kondermann Reinhard Seeling Dieter Arndt Winfried Cremer Dieter Wagner † Dieter Wolff Rüdiger Detzer Frank Zimmermann Wolfgang Gießelmann Bernd Pasterkamp Gerhard Salveter Bernhard Fritzsche Rainer Hirschberg Norbert Kröschel † 1997 1997 1997 1997 1997 1998 1998 1998 1998 1998 1998 1998 1998 1998 1999 1999 1999 1999 1999 2000 2000 2000 2000 2001 2001 2001 2002 2002 2002 2002 2002 2002 2002 2002 2003 2003 Paul Möllers Wolfgang Morenz Hans-Jürgen Niemeyer Helmut Pokern Michael Schmidt Jürgen Diehl Gerhard Frisch Hans-U. Haering Reinhard Jungk Carl-Ludwig Kruse Jürgen Masuch Hildegard Tesch Harald Bitter † Klaus Franz Lothar Gail Klaus Fitzner Edwin Hadré Hartmut Lückemeyer Günter Reuther Achim Keune Rainer Kryschi Wolfgang Richter Chan-Suk Lee Peter Lein Günter Mügge Heinz-Jürgen Tenhumberg Bert Brümmendorf Hans-Friedrich Hinrichs Erich Koops Nikolaus Rosmanitz Hans R. Kranz Wolfgang Möckel Eberhard Oesterle Klaus Rudat Wolfgang Becker Marten F. Brunk 2003 2003 2003 2003 2003 2003 2004 2004 2004 2004 2004 2004 2004 2005 2005 2005 2005 2006 2006 2006 2006 2006 2006 2007 2007 2007 2007 2007 2007 2007 2008 2008 2008 2009 2009 2009 Wolfgang Ellinger Adolf Heeb Gerold Hillig Rüdiger Krampe Bjarne Olesen Jobst Frh. von Heintze Ulrich Busweiler Sigmar Hesslinger Klaus Peter Keuntje Hans-Peter Prömper Horst Schuhose Günther Volz † Michael Weise Friedhelm Meermann Martin Schata Franz-Peter Schmickler Bernd Wattenberg Günther Keller Manfred Pikart Horst-Georg Schmalfuß Bernhard Smets Manfred Zeller Konrad Zilch Heinz Eberhard Manfred Büchel Wolfram Klingsch Martin Krone † Udo Kunz Franz-Hermann Schlüter Rainer Wäntig Michael Bauer Arnold Brunner Uwe Franzke Günter Ohl Karin Rühling Olli Seppanen 2010 2010 2010 2010 2010 2010 2011 2012 2012 2012 2012 2012 2013 2013 2013 2014 2014 Erwin Janzen Denis Loskant Hans-Jörg Moritz Horst Weißsieker Thomas Wiedemann Andreas Winkens Ulrich Finke Hermann Dinkelacker Bernhard Küter Mathias Ruß Christian Seifert Siegfried Weishaupt Harald Fonfara Eva Hinkers Andreas Wokittel Udo Gommel Rolf Joska Grashof-Denkmünze des VDI 1973 Fritz Leonhardt † Korrespondierende Mitgliedschaft des VDI 1985 Ben C. Gerwick, USA† 1985 Robert Krapfenbauer, Österreich 1985 Bruno Thürlimann, Schweiz 1993 André Thiébault, Frankreich 1995 José Medem Sanjuan, Spanien 2000 Klaus Ostenfeld, Dänemark 2009 Koos Mast, Niederlande 2010 Michel Virlogeux, Frankreich 2012 Yuri Tabunschikov, Rußland VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer (re) zeichnet Prof. Dr.-Ing. Michael Schmidt. mit dem Ehrenzeichen des VDI aus. 7 Initiativen und Stellungnahmen Aktuelle Handlungsfelder und Thesen der VDI-GBG Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik arbeitet regelmäßig an Stellungnahmen und Positionspapieren zu aktuellen Themen der Branche. Die Langfassungen der Stellungnahmen finden Sie im Internet unter www.vdi.de/gbg-stellungnahmen Die Gebäude der Zukunft werden mit den Gebäuden von heute nicht mehr vergleichbar sein. Immer mehr Menschen einer zunehmend alternden Gesellschaft werden in immer größeren Städten leben. Die Bedürfnisse ihrer Benutzer nach Behaglichkeit, Komfort und Mobilität werden steigen. Diese Bedürfnisse werden mit weniger Ressourcenverbrauch befriedigt werden müssen. Gebäude müssen zukünftig aber nicht allein ästhetisch anspruchsvoll, funktional und nutzerfreundlich sein, sie müssen den gesellschaftlichen Forderungen nach Energieeffizienz ebenso Rechnung tragen wie den gewaltigen Herausforderungen, vor die uns die Auswirkungen des Klimawandels stellen werden. Diese grundlegend veränderten Rahmenbedingungen verlangen nach einer signifikanten Qualitätssteigerung von Gebäuden und anderen Bauwerken. Ein ambitionierter Anspruch, der nur über ein ganzheitliches Konzept, eine bessere Vernetzung und die Zusammenarbeit aller beteiligten Fachleute aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung und Facility-Management zu erreichen sein wird. Die Struktur der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bietet die Möglichkeit, diese Themen gemeinsam zu bearbeiten und Ziele zu erreichen. In der VDI-Gesellschaft Bauen und fachbereichsübergreifenden Themen diskutiert: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Gebäudetechnik werden aktuell folgende Akzeptanz von Infrastruktur- und Großprojekten Erhalt der Infrastruktur GebäudeEnergetik Barrierefreies Bauen Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung Building Information Modeling Stadtentwicklung Gebäudesicherheit In einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik antworteten auf die Frage „Welche der folgenden Themen beschäftigt Sie aktuell?“: 29% Akzeptanz von Großprojekten 33% Erhalt der Infrastruktur 68% GebäudeEnergetik 27% Barrierefreies Bauen 30% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung 21% Building Information Modeling (BIM) 19% Stadtentwicklung 31% Gebäudesicherheit Wirtschaftliche Impulse für die eigene Arbeit erwarten die Mitglieder der VDI-GBG zu den Themen wie folgt: 21% Akzeptanz von Großprojekten 36% Erhalt der Infrastruktur 66% GebäudeEnergetik 24% Barrierefreies Bauen 35% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung - 24% 19% 28% Building Information Modeling (BIM) Stadtentwicklung Gebäudesicherheit Ein langfristiges, wirtschaftliches Entwicklungspotenzial sehen die VDI-Mitglieder zu den Themen wie folgt: 39% Akzeptanz von Großprojekten 57% Erhalt der Infrastruktur 70% GebäudeEnergetik 38% Barrierefreies Bauen 39% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung 28% Building Information Modeling (BIM) 36% Stadtentwicklung 29% Gebäudesicherheit Der nachfolgend dargestellte Diskussionsstatus als Zwischenstand zu betrachten, alle Themen werden innerhalb der nächsten Monate weiter bearbeitet, ggf. werden konkrete Positionierungen auch für die politikorientierte Öffentlichkeitsarbeit daraus abgeleitet. Im Zuge der mehrfach zitierten Studie wurden rd. 11.000 Ingenieure aus allen Bereichen des Bauens befragt. 7.1 Akzeptanz von Infrastruktur- und Großprojekten In der jüngsten Vergangenheit waren Planungen und Durchführungen bedeutender Infrastrukturvorhaben Gegenstand medialer und öffentlicher Debatten. Sachliche Aspekte in der Abwägung des Für und Wider von Projekten standen oftmals hinter Emotionen zurück. Um als weltweit führender Industrie- und Technikstandort auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern und dem gestiegenen Bedarf an Mobilität innerhalb der Bevölkerung gerecht zu werden, sind Investitionen in Ausbau und Modernisierung von Infrastrukturen jedoch unerlässlich. Am Beispiel des Ausbaus der Energieinfrastruktur im Zuge der Energiewende ist zu beobachten, dass ihr Ausbau nicht schnell genug voranschreitet. Ein Grund hierfür ist die oft ambivalente Haltung der Bevölkerung und insbesondere der betroffenen Bürger gegenüber Maßnahmen wie dem Bau neuer Stromleitungen, dem Ausbau der Verkehrswege oder der Errichtung neuer Kraftwerke. Es hat sich gezeigt, dass sich das gestiegene Bedürfnis der Menschen nach Mitsprache auch auf die Gestaltung ihrer Umwelt auswirkt. Um den Ausbau und die Modernisierung von Infrastruktur in der Zukunft zu ermöglichen, bedarf es Lösungen, die gesellschaftlich tragfähig sind. Diese Lösungen müssen im Dialog gefunden werden. Der VDI setzt sich für eine neue Dialogkultur und eine effektive Bürgerbeteiligung ein. Ein konstruktiver Dialog aller an der Planung und Durchführung von Infrastrukturvorhaben Beteiligten schafft die Voraussetzung für Offenheit und Verständnis gegenüber geplanten Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen. Eine effektive Bürgerbeteiligung, rechtzeitige Information und eine bessere Kommunikation sind wesentliche Bestandteile hierfür und erfordern gleichermaßen das Engagement von Politik, Verwaltung, Ingenieuren und der Öffentlichkeit. In einer Studie der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik gaben 79% der befragten Fachleute an, dass nach ihrer Einschätzung Großprojekte durch eine frühe Bürgerbeteiligung und einen konstruktiven Dialog eine höhere Akzeptanz finden, nur 13,6% der befragen sehen hier keinen erfolgversprechenden Ansatz. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um einen ergebnisoffenen Dialog zu führen und die Bedürfnisse der Beteiligten nach Information, Einbindung und Transparenz des Planungsprozesses zu berücksichtigen. Der VDI hat in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Verwaltung, NGOs und Wissenschaft Empfehlungen erarbeitet, um die konstruktiven Ansätze bei den beteiligten Akteuren zu stärken und damit zu gesellschaftlich tragfähigen Lösungen bei Infrastrukturvorhaben zu kommen. Dabei standen die Fragen: Wie kann Dialog konstruktiv gestaltet werden? Wie kann effektive Bürgerbeteiligung gelingen? Wie kann die Kommunikation der Akteure verbessert werden? im Vordergrund. Der VDI hat daraus Leitlinien für eine bessere Kommunikation, Bürgerbeteiligung und ein Stakeholdermanagement entwickelt, diese drücken sich in den Richtlinien VDI 7000 (Stakeholdermanagement) und VDI 7001 (Kommunikation und Bürgerbeteiligung – Empfehlungen für Ingenieure) aus. Diese Richtlinien sollten auch bei öffentlichen Bauvorhaben angewandt und ausprobiert werden. Kritisch sehen die Ingenieure des Fachgebiets die eigenen Fähigkeiten zur Außendarstellung Ihrer Arbeit. Auf die Frage „Werden Ingenieure so ausgebildet, dass sie ihre Projekte und Planungen in der Öffentlichkeit gut erklären können?“ antworteten: 1% ja, immer 24% ja, meistens 61% nein, eher nicht 11% nein 3% weiß nicht Mit der VDI-Richtlinie 7001 Blatt 1 wurde ein Konzept zur Fortbildung von Ingenieuren erarbeitet, Ziel ist es Kommunikationsaktivitäten entlang des üblichen Planungs- und Bauprozesses zu planen. Für die Mitarbeiter in den Baubehörden kann ein Schulungskonzept in Anlehnung an VDI 7001 Blatt 1 entwickelt werden. 7.2 Erhalt der Infrastruktur Die in Deutschland vorhandene Infrastruktur in Form von Schienen, Brücken, Straßen sowie Ver- und Entsorgungsystemen ist ein wesentlicher Faktor für die Leistungsfähigkeit des Industrie- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Dabei steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Regionen, in denen diese Strukturen gerade neu geschaffen werden oder neu zu erschaffen sind. Maßnahmen zum Erhalt der Infrastruktur werden nicht ausreichend finanziert. So sind nach einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik 89% der Meinung, die öffentliche Hand sollte mehr Finanzmittel für den Erhalt der Infrastruktur bereitstellen. Der Finanzbedarf der Entwicklungsprojekte der deutschen Wiedervereinigung hat diese Situation, in den letzten zwanzig Jahren verschärft. Deutschland lebt hier von der Substanz, die die letzten Generationen geschaffen haben. In der Folge sind erste Schäden und Einschränkungen für die Öffentlichkeit wahrnehmbar geworden, z.B. an einer Autobahnbrücke auf der A1 bei Leverkusen. Die VDI-GBG beabsichtigt hier im Dialog mit anderen Vereinen und Verbänden zur Versachlichung der Diskussion beizutragen und höhere Mittel für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Infrastruktur einzufordern. Auf die Frage: „In welchen Infrastrukturbereichen sehen Sie besondere Defizite bezüglich der Instandhaltung?“ antworteten die Mitglieder der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik: 57% Schienennetze 45% Stromnetze 29% Datennetze 87% Straßen, Brücken, Autobahnen 7.3 GebäudeEnergetik Die politischen Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes sind ohne einschneidende energetische Verbesserungen des Gebäudebestandes nicht zu erreichen. In Deutschland wird 40 Prozent der Energie für den Betrieb von Gebäuden eingesetzt. Der überwiegende Anteil daran ist Wärmeenergie für die Heizung und die Trinkwassererwärmung, aber auch die Raumlufttechnik bietet erhebliche Potentiale. Bisher ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung mit weniger als zehn Prozent sehr klein. Auch die momentane Steigerungsrate liegt mit unter zehn Prozent pro Jahr sehr niedrig. Selbst wenn alle neuen Gebäude energieautark wären, bewirkt die geringe Neubauquote, dass dieser Beitrag zur Zielerreichung nicht ausreicht. Gebäude müssen, zur Erfüllung Ihrer Aufgaben in hohem Maße technisiert sein, sie müssen aber für den Nutzer handhabbar und damit gebrauchstauglich bleiben. Entsprechend der vorgesehenen Nutzung ist daher für jedes Gebäude in der Planung festzulegen: Nutzungsanforderungen Energetische Anforderungen Technische Realisierung Betriebskonzept In vielen Bereichen des Bauens wird ein guter Standard angestrebt, der sowohl in der Investition als auch im Lebenszyklus nicht zu teuer ist. Für zukünftige Technologien können ggf. Vorbereitungen getroffen werden, auch wenn der Einsatz aus heutiger Sicht noch nicht dem Stand der Technik entspricht oder die Nutzer die Anforderungen heute noch nicht stellen. Der VDI bietet mit seinen technischen Regeln umfassende Unterstützung und Planungshilfen in diesem Zusammenhang. Fachleute des Bauens greifen auf die Standards des VDI zurück und wenden diese an. Dringenden Handlungsbedarf sieht der VDI insbesondere in den Bereichen: a. Neubau oder Sanierung – Transparenz über die Qualität der Gebäude b. Wohnungsbau c. Nicht-Wohnungsbau d. Vorbildrolle der öffentlichen Hand e. Beratung, Planung, Qualität a) Neubau oder Sanierung – Transparenz über die Qualität der Gebäude Der Gebäudebestand birgt national wie international ein gewaltiges Einsparpotential hinsichtlich des Energieverbrauchs und der CO2 Emissionen. Neue Gebäude können mit sehr guter energetischer Qualität erstellt werden. Für Neubauten sind alle Zielwerte der Energieeinsparverordnung sowohl unter technischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne Zweifel zu erreichen. Im Bestand ist es, abgesehen von denkmalwerten Gebäuden, technisch möglich, die Gebäude auf einen Niederenergiestandard (Zielwert etwa 35 kWh/(m²a) umzurüsten. Der VDI spricht sich für eine technologieoffene Förderung bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands mit langfristigen, verlässlichen Bedingungen aus. Nach einer Studie der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik halten selbst die Fachleute in der Branche die Ermittlung des Energiebedarfs von Gebäuden für nicht ausreichend transparent. In einer Umfrage antworteten die Mitglieder auf die Frage: „Halten Sie die Berechnung des Energiebedarfs von Gebäuden in Deutschland für transparent?“: 23% ja 65% nein 12% weiß nicht Das Gebäude sollte als ein Gesamtsystem verstanden werden. Die baukonstruktiven, bauphysikalischen und anlagentechnischen Funktionen zusammen bestimmen die funktionalen Eigenschaften, die energetischen Eigenschaften und die ökologischen Eigenschaften. Nur die Verbesserung des Gesamtsystems eröffnet die Chance der angestrebten Minimierung des Energiebedarfs. Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass: • Alle Gebäude auf Basis einer Bedarfsermittlung in ihrem bezogenen Jahresenergiebedarf und ihrem CO2-Ausstoss gekennzeichnet werden. • Die Anwendung der Lebenszykluskostenanalyse als Entscheidungsgrundlage für mögliche Investitionen in Gebäudeeffizienz gestärkt wird. • Die Emissionsgrenzwerte für Heizungsanlagen im Bestand gesenkt werden, um als Sofortmaßnahme wesentliche Beiträge zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz zu leisten. b) Wohnungsbau Wohngebäude bestimmen durch ihre Anzahl wesentlich das Portfolio des Gebäudebestands in Deutschland. Investitionen zur Modernisierung sind häufig von anderen Motiven als der Energieeffizienz geprägt. Um höhere Investitionen für die energetische Gebäudesanierung auszulösen, müssen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden, das heißt: Notwendige Investitionen in die Effizienz des Gebäudebestands werden gemeinsam von Gebäudeeigentümern und Gebäudenutzern zu tragen sein. Bei vermieteten Immobilien, insbesondere in der Wohnungswirtschaft, kommt eine verbesserte energetische Qualität zunächst dem Mieter über geringere Nebenkosten zugute. Der Wert einer energetisch modernisierten Wohnung sollte angemessen bei der ortsüblichen Vergleichsmiete berücksichtigt werden. Kosten für die energetische Sanierung auf die Grenzwerte des Energiebedarfs sollten in einer angemessenen Zeit für den Investor refinanzierbar sein. Die Förderung der energetischen Sanierung könnte mit anderen förderungswürdigen Sanierungszielen, wie z.B. der Barrierefreiheit gekoppelt werden. Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik halten 87% energieeffizientes Bauen für ein förderungswürdiges Ziel, nur 11% der Befragten sprechen sich dagegen aus. Eine gesetzliche Regelung des Energiebedarfs im Gebäudebestand wird von der Mehrheit der Fachleute im VDI abgelehnt. c) Nicht-Wohnungsbau Der Wohnungsbau macht etwa einen 90%-igen Anteil an der Anzahl der Gebäude aus. Die sogenannten Nichtwohngebäude in Deutschland umfassen aber einen Bestand von ca. 2.400 Millionen m² Nutzfläche Bezogen auf die Fläche ist der Anteil der Wohngebäude demnach weitaus geringer und der Energieverbrauch/m² ist im Nicht-Wohnungsbau keinesfalls zu vernachlässigen. Eine Fokussierung auf den Wohnungsbau wird dazu führen, dass die klima- und energiepolitischen Ziele verfehlt werden. Die Maßnahmen für den Nicht-Wohnungsbau sind fachlich anders zu beurteilen, insbesondere der wechselseitige Einsatz von Heiz- und Kühlenergie ist mit dem Wohnungsbau nicht vergleichbar. Im stärkeren Ausbau der TGA in diesen Gebäuden stecken zusätzliche Potenziale, z.B. in der Gebäudeautomation sowie der Raumlufttechnik mit den Aspekten der Wärmerückgewinnung, die im Wohnungsbau aufgrund fehlender Lüftungstechnik oft nicht zu erschließen sind, und der Durchsetzung der energetischen Inspektion von Klimaanlagen nach ENEV. Der Einsatz von Wärmerückgewinnungsgeräten in Nicht-Wohngebäuden ist besonders effizient und wirtschaftlich. Eine Vermeidung von rund 100 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ist nach einer Studie des Fachinstituts Gebäude-Klima (FGK) möglich. Zur Erschließung der Potenziale ist die Wärmerückgewinnung nach Ansicht des VDI den regenerativen Energien gesetzlich gleichstellen. Wärmeverluste beim Lüften von Gebäuden machen rund 35 % der gesamten Wärmeverluste aus. Bei der Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen wird die warme Luft im Gebäude, die bei einer Fensteröffnung ungenutzt in die Umgebung entweichen würde, zur Erwärmung der kühlen neu angesaugten Luft eingesetzt. Bestehende Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei Nichtwohngebäuden in Deutschland erhebliche Energieeinsparpotentiale liegen. Trotz der dafür verfügbaren Technologien bleiben diese Potentiale insbesondere im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik ungenutzt. Eine Ursache dafür wird in der schleppenden Umsetzung des § 12 der Energieeinsparverordnung (EnEV) zur Energetischen Inspektion von Klimaanlagen gesehen. Trotz der gesetzlicher Pflicht nach § 12 EnEV sind bisher weniger als 3 % der Klimaanlagen in Deutschland energetisch inspiziert. Folgende Potenzial werden von Fachleuten gesehen: • Einsparpotential von bis zu 20,4 Terrawattstunden (TWh) Wärme, 12,5 TWh Strom und umgerechnet 12,9 Millionen Tonnen CO2 ungenutzt • Erweiterung der Inspektionspflicht auf weitere Lüftungsanlagen erschließt zusätzliche Potentiale d) Vorbildrolle der öffentlichen Hand Die öffentliche Hand wird aufgefordert, Ihrer Vorbildrolle auf dem Weg zu „nZEB“ (Nearly Zero Energy Buidlings) gerecht zu werden. Die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion bei der Demonstration und flächenhaften Umsetzung energiesparender Technologien. Trotz der in der Regel höheren Investitionsaufwendungen solcher Technologien, sollte die öffentliche Hand als Bauherr diese tätigen und damit signalisieren, dass Energieeinsparung möglich und sinnvoll ist. Hinzu kommt, dass das Finanzvolumen der öffentlichen Hand auch zu einer veränderten Anbietersituation führen kann, was positive Auswirkungen auf den einzelnen Privatinvestor hat. Darüber hinaus setzt sich die VDI-GBG dafür ein, konstante, verlässliche und langfristige Rahmen- und Förderbedingungen zu schaffen, die auch für kommunale Finanzplanung einen verlässlichen Rahmen bietet. Energieausweise sollten in allen öffentlichen Gebäuden aushängen, auch in Schulen und Kindergärten, um so das Selbstverständnis in der Öffentlichkeit zu verändern. Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass Öffentliche Bauherren auf allen Ebenen in die Lage versetzt werden, ihren politisch bereits zugewiesenen Vorbildaufgaben nachzukommen und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. In einer Studie der VDI-GBG wird festgestellt, dass 75% der Fachleute der Meinung sind, dass die öffentliche Hand ihrer Vorbildrolle bei der Gebäudeenergieeffizienz nicht wahrnimmt. Auf die Frage: „Halten Sie die Förderung der energetischen Gebäudesanierung für transparent und langfristig planbar?“ antworteten im August 2014: 7% ja, transparent und planbar 25% ja, transparent, aber nicht langfristig planbar 56% weder transparent noch langfristig planbar 12% keine Meinung. e) Beratung, Planung, Qualität Nicht alle Versuche der Vergangenheit, Energie einzusparen, waren aus Sicht der Fachleute durchdacht. Alle bau- und anlagentechnischen Maßnahmen an Gebäuden sollten von ausreichend qualifizierten Fachleuten vorgenommen werden, um gesundheitlichen oder baulichen Schäden vorzubeugen. Auch Maßnahmen mit dem Ziel der energetisch-ökologischen Verbesserung der Gebäude dürfen die primäre Aufgabe der Gebäude in keinem Fall außer Acht lassen, nämlich die Bereitstellung von gesunden Raumkonditionen. Dieses schließt die thermischen Konditionen (ausreichend geheizte und nicht überwärmte Räume) sowie die lufthygienischen Konditionen (ausreichende Außenluftzufuhr, Vermeidung von Schadstoffbelastungen) ein. Kompromisse zwischen der diesbezüglichen Funktionserfüllung von Räumen und dem notwendigen Energieeinsatz sind kontraproduktiv. Generell muss das Thema Energieeffizienz stärker im Vordergrund stehen und zu einer Bedarfsreduzierung führen. Insbesondere bei der Bestandsoptimierung ist die Kombination von verbesserter Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien zielführend, der integrale Ansatz sollte stärker gefördert werden, das gilt auch für die notwendigen Leistungen zur integralen Planung. Der Passivhausgedanke allein findet im Gebäudebestand schnell seine Grenzen, auch weil intensive Maßnahmen der Gebäudedämmung das Erscheinungsbild der Gebäude verändern, damit Akzeptanzprobleme schaffen und dem Ansatz der Nachhaltigkeit nicht in jedem Fall genügen. 7.4 Barrierefreies Bauen Das Thema Barrierefreiheit ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als Handlungsfeld angesprochen. Bisherige fachliche Betrachtungen, die zumeist eine „rollstuhlfahrergerechte“ Lösung zur Folge hatten, werden der demographischen Entwicklung nicht gerecht. Ziel muss eine möglichst selbständige Nutzung von Gebäuden und Einrichtungen für möglichst alle Gebäudenutzer sein, dabei ist zu beachten, dass Lösungen oder Hilfsmittel, die für Nutzer mit Einschränkungen notwendig ist, für andere als Komfort zu betrachten sein kann. Der VDI zeigt in der Richtlinienreihe VDI 6008 innovative Lösungsansätze in allen Gewerken des Bauens, von der Aufzugstechnik über die Elektro- und Sanitärtechnik bis zu baulichen Maßnahmen. Ambient Assistant Living (AAL) ist eine Teilmenge dieses Portfolios. Neben Hinweisen zur technischen Umsetzung im Sinne der Nutzbarkeit von Räumlichkeiten, schlägt der VDI vor, insbesondere bei Gefahrenabwehr, wie z.B. der Gestaltung von Fluchtwegen, Barrierefreiheit konsequent, durch Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips für Alarm- und Signalisierungseinrichtungen, zu realisieren. Durch die Anwendung der VDI-Richtlinie entsteht aber keine Normierung einer barrierefreien Umgebung, sondern individuelle Lösungen, die auf fundierten Rahmenbedingungen beruhen, nur dadurch kann einer unnötigen Kostensteigerung beim Bauen im Interesse der Barrierefreiheit entgegengewirkt werden. Insbesondere bei geförderter Sanierung von Wohngebäuden z.B. im Rahmen der GebäudeEnergetik, sollte darauf geachtet werden, dass die geringinvestiven Maßnahmen der Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Mit einem in Vorbereitung befindlichen Fortbildungskonzept sollen alle an Planung- und Errichtung beteiligten Fachleute für die Chancen, Barrieren zu reduzieren sensibilisiert werden. Unter den VDI-Mitgliedern des Fachgebiets halten 75% barrierefreies Bauen für ein förderungswürdiges Ziel, nur 17% sprechen sich gegen eine Förderung aus. Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass • die Förderung von barrierefreiem Bauen an die Einhaltung der VDI 6008 gebunden wird • die Anwendung der VDI 6008 in öffentlich zugänglichen Gebäuden erreicht • Barrieren in Lebensräumen durch innovative Lösungen zu reduzieren • Individuelle Lösungen auf Grundlage der VDI 6008 und abgestimmter Rahmenbedingungen entwickelt werden 7.5 Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung Anlagen der TGA transportieren lebensnotwendige Medien wie Luft und Wasser. Fehler in der Planung, Ausführung und beim Betrieb können gesundheitliche Risiken bergen und damit schwerwiegende Folgen haben. Ingenieure im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung planen, errichten und betreiben Anlagen, die Menschen in Gebäuden mit den lebenswichtigen Medien Luft und Trinkwasser versorgen. In der Lebensmittelbranche planen und Betreiben Ingenieure Anlagen, die für die Abfüllung von Lebensmitteln eingesetzt werden. In der Historie des Fachgebiets sind daher häufig die Begriffe der „Gesundheitstechnik“ und des „Gesundheitsingenieurs“ verwendet worden. Der VDI beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der hygienegerechten Verbesserung der technischen Anlagen in diesem Bereich, wissend, dass die Medien Luft und Trinkwasser keinen Status als „Lebensmittel“ haben, obwohl ein Leben in Gebäuden ohne beide Medien nicht möglich wäre. Mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit wurden in der damaligen VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung in den 1990er Jahren die Richtlinien VDI 6022 "HygieneAnforderungen an Raumlufttechnische Anlagen" und VDI 6023 „Hygiene in der TrinkwasserInstallation“ erarbeitet. Da VDI-Richtlinien alle fünf Jahre auf Aktualität geprüft und ggf. an den Stand der Technik angepasst werden, liegen die Blätter der Richtlinienreihe VDI 6022 sowie die VDI/DVGW 6023 nun bereits in der dritten, überarbeiteten Fassung vor. In vielen Ländern, auch in Europa, ist der Themenbereich unter „Indoor Environment“ im Umweltbereich etabliert und gefördert. Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass: • Alle Anstrengungen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz die Einhaltung der Hygieneanforderungen voraussetzen • Gesundheits- und Verbraucherschutz durch die Anwendung der VDI-Richtlinien durch technisches Personal sichergestellt werden kann • Ein Dialog zur Abstimmung zwischen Ingenieuren und Medizinern erfolgt, der zu gemeinsamen Sprachregelungen führt. • Die Qualifikation von Fachleuten der Technik zu Fragen der Hygiene gefördert und eingefordert wird Zu folgenden Themen bieten die VDI-Richtlinien Handlungsunterstützung: a) Hygiene im Kontext zu anderen Anforderungen b) Qualifizierung von Fachleuten c) Raumlufttechnik/Raumluftqualität d) Trinkwasserhygiene e) Technische Abfüllung von Lebensmitteln f) Vermeidung von Legionellen-Problemen durch technische Anlagen A) Hygiene im Kontext zu anderen Anforderungen Eine hoher Hygiene-Standard wird sowohl bei Trinkwasser als auch in der Lüftungstechnik und der Abfüllung von Lebensmitteln von der Öffentlichkeit als selbstverständlich angenommen, dabei steht die Einhaltung der Hygiene häufig im Gegensatz zu anderen technischen und wirtschaftlichen Zielen wie z.B. der Energie- oder Wassereinsparung. Bemühungen der Energieeinsparung, des Wassersparens, der Nachhaltigkeit oder moderne Entwürfe der Architektur dürfen nicht dazu führen, dass Belange der Hygiene im Bereich der Raumluft, der Trinkwasserversorgung oder bei der Abfüllung von Lebensmitteln negativ beeinflusst werden. Zwecks Energieeinsparung auf Heizung oder Kühlung in bestimmten Temperaturgrenzen zu verzichten, ist ggf. eine Komfortfrage, die VDI-Richtlinien zeigen auf, ab welchen Grenzen Einschränkungen für die Hygiene zu erwarten sind. B) Qualifizierung von Fachleuten Die fachliche Bewertung der Raumluft- oder Trinkwasserqualität sowie der Einhaltung der Hygieneanforderungen an Trinkwasserinstallationen oder RLT-Anlagen und -Geräten nach VDI 6022 oder VDI 6023 setzt eine entsprechende Qualifikation und Berufserfahrung der an der Planung, Konstruktion, Herstellung, Errichtung und dem Betrieb inklusive Instandhaltung beteiligten Personen voraus. Mit der Erstellung dieser VDI-Richtlinien wurden zudem die Inhalte und Abläufe der Schulung aller mit Planung, Bau und Betrieb von RLT- bzw. Trinkwasser-Anlagen betrauten Personen definiert. Dabei ist eine einschlägige fachliche Ausbildung als Eingangsvoraussetzung anzusehen. Der VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung führt diese Schulungen nicht durch. Er bietet jedoch natürlichen und juristischen Personen eine Schulungspartnerschaft mit Qualitätssicherung an. Er organisiert einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulungspartnern und den Richtlinienausschüssen. Schulungsinstitute, die die VDI-Urkunde aushändigen, unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle und werden ständig über aktuelle Neuerungen informiert. Zielgruppe der Schulungen in den Kategorien A + B sind, neben den Betreibern, Planer, Hersteller sowie Anlagenbauer aus Handwerk und Industrie. Die Qualifizierung nach dieser Schulung ist freiwillig, leistet jedoch einen entscheidenden Beitrag zur Rechtssicherheit und zur Qualitätssicherung. Durch VDI-Schulungspartner qualifiziertes Personal hebt sich fachlich vom Wettbewerb ab. Die nach den VDI-Richtlinien geschulten Personen (Lufthygiene, ca. 20.000 Personen) und (Trinkwasserhygiene, ca. 15.000 Personen), tragen erheblich dazu bei, öffentliche Kritik in diesem Themenbereich zu reduzieren und technische Lösungen zu verbreiten (vergleich Sick Building Syndrom in den 1980 und 1990er Jahren). Besondere Fachkunde hat in diesem Zusammenhang der VDI-geprüfte Fachingenieur RLQ. Die Zertifizierung nach VDI-Richtlinie 6022/4 wird von DINCERTCO vorgenommen. Die VDI 6022 empfiehlt vor der ersten Inbetriebnahme einer RLT-Anlage eine Hygiene-Erstinspektion zusammen mit dem Betreiber durchzuführen, bei der die Erfüllung der Hygieneanforderungen nach VDI 6022 Blatt 1 überprüft wird. Der RLQ-Fachingenieur ist berechtigt, bei bestandener Erstinspektion die Prüfbescheinigung nach VDI 6022 Blatt 1.1 auszustellen und das Prüfzeichen des VDI zu vergeben. In einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bestätigten 70% der Mitglieder das Engagement des VDI in diesem Bereich als zielführend, 26% wünschen sich sogar eine Ausweitung der Möglichkeiten, mit Prüfzeichen des VDI Sicherheit und Vertrauen zu schaffen. c) Raumlufttechnik / Raumluftqualität nach VDI 6022 Ziel der Richtlinienreihe VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ ist die Schaffung von gesundheitlich zuträglicher Atemluft in Gebäuden. Dazu beschäftigt sich die Richtlinie einerseits mit der Hygiene raumlufttechnischer Anlagen und Geräten, mit dem Minimalziel, dass die dem Raum zugeführte Luft nicht schlechter ist als die vom Gerät oder der Anlage angesaugte Luft, d.h., dass die Raumlufttechnik nicht selbst Quelle von Verunreinigungen ist. Andererseits befasst sich die Richtlinie mit der Bewertung der Raumluftqualität, und zwar unabhängig von der vorhandenen oder ggf. nicht vorhandenen Lüftungstechnik. RLT-Anlagen und -Geräte haben die Aufgabe, auch in Ergänzung zu den sonstigen gebäudetechnischen Anlagen (z.B. Flächenheiz- und Kühlsysteme), ein physiologisch günstiges Raumklima und eine hygienisch einwandfreie Qualität der Raumluft zu schaffen. Sie sollen Lasten (Stoffe, Gerüche, Feuchte, Wärme) abführen und helfen, die anwesenden Personen gegen die Einwirkungen von gesundheitlich nachteiligen und belästigenden Stoffen und Einflüssen zu schützen. Sie sind nach dem Stand der Technik so zu planen, auszuführen, zu betreiben und instand zu halten, dass von ihnen weder eine Beeinträchtigung der Gesundheit noch Störungen der Befindlichkeit, der thermischen Behaglichkeit oder Geruchsbelästigungen ausgehen. Herstellererklärungen nach dem Muster der VDI 6022/1.1 eine wesentliche Hilfestellung sein. Eine gesundheitsverträgliche Raumluftqualität im Sinne dieser Richtlinie ist dann gegeben, wenn die Raumluft und das Raumklima von den Nutzern als angenehm und behaglich empfunden werden, keine Geruchswahrnehmungen vorhanden sind und bestimmte physikalische, chemische und biologische Messgrößen in einem gesundheitsverträglichen Bereich liegen. Die Raumluftqualität kann nicht allein durch die Raumlufttechnik, sondern nur im Zusammenwirken der Raumlufttechnik mit anderen am Bau beteiligten Gewerken erreicht werden. Entsprechend ist eine Bestimmung der Raumlasten mit allen am Bau und Betrieb beteiligten Personen als Auslegungsgrundlage für die Raumlufttechnik erforderlich. Der Betreiber hat durch Dimensionierung und Gestaltung der Räume und der vorhandenen Möglichkeiten zur Be- und Entlüftung dafür Sorge zu tragen, dass der Nutzer in die Lage versetzt wird die geltenden Anforderungen an die Raumluftqualität einzuhalten. Es obliegt dem Betreiber dabei die ihn betreffenden Verpflichtungen so zu erfüllen, dass er erkennbare und dadurch vermeidbare Gefahren gegen Dritte beherrscht und so Schaden abwendet. Es ist unerlässlich, dass die Erfüllung der Pflichten hinreichend dokumentiert wird. Bei Neubauten oder Sanierungen sind Architekten und/oder Planer die wichtigsten Helfer/Berater der Betreiber und Nutzer zur Durchsetzung notwendiger Voraussetzungen, um Räume in Gebäuden zu schaffen, in denen der Nutzer keinen Gesundheitsgefahren oder erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Dies gilt auch für die Ausgestaltung der Räume mit ursprünglich nicht vorgesehenen Materialien z.B. für Möbel, Fußbodenbeläge oder Wandverkleidungen, ebenso bei Einsatz von Geräten, Maschinen oder Technologien die die Raumluftqualität beeinflussen können. Hinzuweisen ist auf die allgemein nicht der Raumluftqualität dienende Zugabe von Duft- oder Aromastoffen in den Raum oder – noch kritischer – in die Lüftungsanlage selbst. Die ständig zunehmende Anzahl von Allergikern verbietet, die Raumluft noch mehr mit solchen Stoffen zu belasten, als dies schon durch persönlich verwendete Kosmetika etc. schon der Fall ist. Ganz besonders kritisch sind gemäß VDI 6022 (siehe auch Keune, Achim: Innenraumluftqualität und Hygiene-Anforderungen an die Raumlufttechnik - Kommentar zu VDI 6022 und VDI 6032, Beuth Verlag GmbH, Berlin 2008 und/oder UBA Hintergrundpapier: Duftstoffe: Wenn Angenehmes zur Last werden, Hintergrundpapier April 2006 des Umweltbundeamtes]) die „unterschwelligen Konzentrationen“, die man nicht sofort als solche wahrnimmt. Die aufgenommene Dosis steigt mit der Aufenthaltsdauer und kann dann einen gesundheitsbeeinträchtigenden Dosiswert erreichen. Nur in selbst genutzten Räumen oder nach Information und Zustimmung aller Raumnutzer sollte eine solche Technik angewandt werden. d) Trinkwasserhygiene Die Zusammenhänge zwischen Trinkwasserbeschaffenheit, der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Nutzer erfordern, dass alle Beteiligten die Anforderungen an die Trinkwasser-Installation besonders auch unter Gesichtspunkten der Hygiene festlegen: Von der Planung bis zur Abnahme sind dies der Bauherr und die von ihm beauftragten Planer, Ingenieure, Hygieniker, Architekten, ausführenden Unternehmer und Lieferanten, die im Wege der Delegation die dem Bauherrn obliegenden Pflichten zu erfüllen haben. Ebenso bietet diese Richtlinie wichtige Entscheidungs- und Bewertungsgrundlagen für die Mitarbeiter der Überwachungsbehörden (Bau- und Gesundheitsbehörden sowie für den baulichen Brandschutz zuständige Behörde). Mit der Übernahme nach erfolgter Abnahme sind dies im Sinne der Trinkwasserverordnung der Unternehmer und sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation ebenso wie die für die Überwachung der TrinkwasserInstallationen zuständigen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden. Die hohe Bedeutung der Trinkwasserbeschaffenheit für gesundes Wohnen und Arbeiten verlangt eine Verständigung unter allen verantwortlichen Partnern für: • Planung und Erstellung • Betrieb • Instandhaltung Bei Außerachtlassen der notwendigen technischen und hygienerelevanten Anforderungen, bei nicht bestimmungsgemäßem Betrieb oder bei Vernachlässigung der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen der Trinkwasser-Installation sind Risiken für die Gesundheit nicht auszuschließen. Ziel ist es, die einwandfreie Trinkwasserbeschaffenheit in der Trinkwasser-Installation zu bewahren und negative Rückwirkungen aus dem Gebäude auf die kommunale Versorgungsinfrastruktur auszuschließen. Die möglichen Beeinträchtigungen können durch mikrobiologische, chemische und/oder physikalisch-chemische Veränderungen des Trinkwassers in Trinkwasser-Installationen verursacht sein und auch nachträglich durch Veränderungen der Betriebs-bedingungen entstehen. Gleichwertig nebeneinander stehen • vorsorgend planende, • benutzende und betreibende und • erhaltende-pflegende Handlungen und Maßnahmen. Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass: • die VDI 6023 explizit in der Trinkwasserverordnung herangezogen wird • die Anwendung der VDI 6023 in öffentlich zugänglichen Gebäuden gewährleistet ist • die Grenzen der Hygiene bei Kampagnen zum „Wasser sparen“ dargestellt werden • die Nutzung anderer Wässer in Gebäuden (nach VDI 2070) an die Einhaltung der VDI/DVGW 6023 gebunden ist. e) Abfüllung von Lebensmitteln Die VDI-Richtlinie 4066 gibt eine Handlungsanleitung für Planung, Errichtung, Abnahme und Betrieb von Anlagen zur hygienisch sicheren Verarbeitung und für die aseptische Abfüllung von mikrobiologisch sensiblen Getränken und Milchmischgetränken, ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln und Kaltentkeimungsmitteln sowie ohne Maßnahmen zur Keiminaktivierung, z.B. die Heißabfüllung oder Tunnelpasteurisation, nach dem Verschließen des Gebindes. Die Richtlinie gilt für aseptische Abfüllanlagen und deren Peripherie, die kommerzielle sterile Getränke und Milchmischgetränke rekontaminationsfrei in vorentkeimte bzw. in der Anlage keimfrei produzierte Packmittel einfüllen und verschließen. Des Weiteren gilt diese Richtlinie für alle zugeordneten Maschinen und Aggregate sowie das Anlagenumfeld. Aseptische Abfüllanlagen der pharmazeutischen Industrie werden nicht behandelt, da die Begrifflichkeiten und Anforderungen von denen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie abweichen. f) Vermeidung von Legionellenfreisetzung aus technischen Anlagen Rückkühlwerke können Quellen für luftgetragene Keime sein. Der Betreiber steht in der Verantwortung, das Risiko aus dem Betrieb solcher Anlagen zu minimieren. Das BMUB beabsichtigt in diesem Bereich durch eine Verordnung klarere Regeln zu schaffen, dabei könnte die VDI-Richtlinie 2047 Blatt 2 als Vorlage dienen. Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 gibt dem Betreiber Hinweise zum hygienegerechten Betrieb. Diese Richtlinie gilt für bestehende und neu zu errichtende Verdunstungskühlanlagen und apparate, bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann, mit Ausnahme von Naturzugkühltürmen mit einer thermischen Leistung von mehr als 200 MW. Dabei ist es unerheblich, ob das Kühlwasser als Kühlmedium im Prozess direkt eingesetzt wird oder die Prozesswärme über Wärmeübertrager aus einem Primärkühlkreislauf auf einen Wasserkühlkreislauf übertragen wird. Anlagen und Apparate, bei denen Kondenswasserbildung durch Taupunktunterschreitung möglich ist, werden nicht behandelt, z.B. solche mit Kaltwassersätzen. Die Richtlinie gilt nicht für Wärmeübertrager im Trockenbetrieb. 7.6 Building Information Modeling Im internationalen Vergleich hat die deutsche Bauwirtschaft Nachholbedarf bei BIM. Die Prozesse der Bauplanung und –ausführung werden sich durch BIM verändern, alle am Bau Beteiligten müssen sich darauf einstellen. Der VDI begleitet das Thema durch den VDI Koordinierungskreis BIM der VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, hier engagieren sich Architekten, Bauingenieure, TGA-Planer und Facility Manager gemeinsam, um dem Thema, unter Anderem durch Schaffung eines normativen Rahmens, ein noch klareres Profil zu geben. Synergien bestehen innerhalb des VDI mit anderen Fachbereichen, insbesondere des Maschinenbaus und der Fabrikplanung. Die Bedarfsplanung für die TGA wird dadurch gestärkt. Auch beim Thema BIM sollte die öffentliche Hand eine Vorreiterrolle einnehmen. Gerade im Hinblick auf bestehende Großprojekte, bei denen die Themen „Kommunikation der Beteiligten“ und „Planungskonsistenz“ nicht reibungslos verlaufen sind, kann aufgezeigt werden, dass die Anwendung von BIM gewinnbringend für Planer, Ausführenden und den Bauherren/Betreiber ist und zudem die Qualität der Gebäude gesteigert werden kann. Im europäischen Ausland wird BIM bei öffentlichen Bauvorhaben bereits vielfach gefordert und das nicht als Selbstzweck, sondern weil sich hierdurch vor allem auch im Betreiben von Bauwerken Kostenreduzierungen einstellen, die einen unter Umständen nur geringfügig höheren Planungsaufwand schnell rechtfertigen. Der Begriff BIM wird für weitaus mehr als nur die Planung verwendet. Es geht dabei um Datenmodelle, die auch in der Ausführung, im Facility-Management und der Asset Verwaltung weiter nutzbar sind und erhebliche Potenziale bieten. Eine konsequente Forderung der Anwendung von BIM wird ein wichtiges Signal an die deutsche Bauwirtschaft sein, und letztendlich dazu führen, dass diese auch international wieder gestärkt wird. 7.7 Stadtentwicklung Neben den vorgenannten Themen der GebäudeEnergetik, Barrierefreiheit, Bauplanung und Visualisierung mit BIM, werden die Städte der Zukunft maßgeblich vom Anteil an Produktionsleistung und der Mobilität geprägt. Im VDI-Fachbereich „Verkehr und Umfeld“ werden die ergänzenden Themen zum Bauen und der Gebäudetechnik bearbeitet. In der öffentlichen Diskussion werden unter Schlagworten wie „Innovation City“, „Morgenstadt“ oder „Metropolitan Solutions“ häufig Stadtentwicklungen auf der grünen Wiese diskutiert. In Deutschland und Westeuropa werden wir die Städte nur schrittweise weiterentwickeln, die Erstellung von mittelfristigen Planungen ist daher von entscheidender Bedeutung. Darin sind die Trends des demographischen Wandels zu berücksichtigen. Für die Stadtentwicklung in Deutschland gilt, dass es einen normativen Ansatz einer „SmartCiry“ nach Ansicht des VDI nicht geben sollte, vielmehr sind Positivbeispiele gefordert, die Entwicklungen und Innovationen in allen Bereichen offen lassen. 7.8 Gebäudesicherheit Die Sicherheit unserer Gebäude und der Menschen in unseren Gebäuden ist ein hohes Gut, welches durch den Sachverstand der Fachleute in Planung, Errichtung und Betrieb von Gebäuden gesichert wird. Dabei ist das Thema Sicherheit vielfältig und umfasst neben baulichen Aspekten der Standsicherheit und anlagentechnischen Aspekten wie der Sicherheit von Aufzugsanlagen, von Heizungsanlagen und der Sicherheit der elektrischen Installationen auch organisatorische und gewerkeübergreifende Aspekte wie z.B. den Brandschutz. VDI-Richtlinien zum Thema "Sicherheit" sind z.B. VDI 3564 „Brandschutz in Hochregalanlagen“ VDI 3819 "Brandschutz in der Gebäudetechnik" VDI 4062 „Evakuierung“ VDI 4705 "Aufzüge - Notrufmanagement" VDI 6004 "Schutz der Technischen Gebäudeausrüstung" VDI 6010 "Sicherheitstechnische Einrichtungen" VDI 6019 "Ingenieurverfahren zur Bemessung der Rauchableitung aus Gebäuden" VDI 6200 "Standsicherheit von Bauwerken" Mit diesen Handlungsanleitungen gibt der VDI Fachleuten Empfehlungen, wie der aktuelle Stand der Technik im individuellen Gebäude realisiert werden kann. Insbesondere im Bereich des Brandschutzes erscheint es für Ingenieure nicht nachvollziehbar, dass bedingt durch förderalistische und regionale Verordnungssysteme ortsabhängig unterschiedliche Anforderungen gelten. Eine ingenieurtechnische Beurteilung von Risiken beruht immer auf technischen Zusammenhängen und kann nur in Abhängigkeit von Gebäude- und Umgebungseigenschaften, nicht aber von den Interessen einer Kommune oder eines Bundeslandes abhängen. 8 Richtlinien Alle Richtlinien sind grundsätzlich einzeln, als Druckversion oder als PDF Datei erhältlich. Bezug der Richtlinien durch Beuth Verlag, 0 30 / 26 01 / 22 60, E-Mail: [email protected], oder im Download unter www.beuth.de Zu bestimmten Themengebieten in der VDI-GBG gibt es zusätzlich Richtlinien-Handbücher, die alle zum Fachgebiet gehörenden Richtlinien umfassen: VDI-Handbuch Architektur VDI-Handbuch Aufzugstechnik VDI-Handbuch Bautechnik VDI-Handbuch Elektrotechnik und Gebäudeautomation VDI-Handbuch Facility-Management VDI-Handbuch Produktdatenaustausch VDI-Handbuch Raumlufttechnik VDI-Handbuch Reinraumtechnik VDI-Handbuch Sanitärtechnik VDI-Handbuch Wärme-/Heiztechnik Ihr Ansprechpartner für fachliche Fragen der VDI-Mitglieder in der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik: Dipl.-Ing. (FH) Björn Düchting, Telefon: +49 211 6214 470, Fax: +49 211 6214 177, E-Mail: [email protected]. Die vollständigen Inhaltsverzeichnisse und weitere Informationen zu den Richtlinien können im Internet unter www.vdi.de/xxxx (4-stellige Richtlininenummer, Bsp. www.vdi.de/6022 ) nachgelesen werden. Verbesserungsvorschläge zu den Richtlinienentwürfen sind unter Wahrung der Einspruchsfrist an die VDI-GBG-Geschäftsstelle zu richten. 8.1 Richtlinienerscheinungsplan 10/2013 – 09/2014 (sortiert nach Erscheinungsdatum) Entwürfe VDI 2083/3 „Reinraumtechnik - Reinstmedien - Qualität, Bereitstellung, Verteilung“ VDI 4700/1 „Begriffe der Bau- und Gebäudetechnik“ VDI 4700/3 „Begriffe der Bau- und Gebäudetechnik - Formelzeichen (Schwerpunkt Raumlufttechnik)“ VDI 4703 „Facility-Management Lebenszykluskostenorientierte Ausschreibung“ VDI 2047/2 „Rückkühlwerke - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen (VDIKühlturmregeln)“ VDI 6010/3 „Sicherheitstechnische Einrichtungen für Gebäude – Vollprobetest“ VDI 6012/1.4 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen - Befestigung von Solarmodulen und kollektoren auf Gebäuden“ VDI 2166//2 „Planung elektrischer Anlagen in Gebäuden - Hinweise für die Elektromobilität“ VDI 6012/2.1 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude - Thermische Systeme – Biomassefeuerungsanlagen“ VDI 6017 „Aufzüge - Steuerungen für den Brandfall“ VDI 6026/1.1 „Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung - Inhalte und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungsund Revisionsunterlagen - FM-spezifische Anforderungen an die Dokumentation“ VDI 4710/4 „Meteorologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung - t,xKorrelationen und Windstatistiken für 122 europäische Orte“ VDI 6210/1 „Abbruch von baulichen und technischen Anlagen“ VDI 2077/3.3 „Verbrauchskostenabrechnung für die Technische Gebäudeausrüstung Wärme- und Warmwasserversorgungsanlagen - Kostenaufteilung bei Solaranlagen“ VDI 2083/2 „Reinraumtechnik - Festlegungen zur Prüfung und Überwachung der fortlaufenden Übereinstimmung mit den Anforderungen“ VDI 3805/6 „Produktdatenaustausch in der Technischen Gebäudeausrüstung - Heizkörper, Heiz- und Kühlkonvektoren mit und ohne Gebläse“ VDI 3803/3 „Raumlufttechnik, Geräteanforderungen - Zentrale Luftbefeuchtungssysteme (VDILüftungsregeln)“ VDI 6012/1.2 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen – Systemauswahl“ VDI 6040/2 „Raumlufttechnik - Schulen Ausführungshinweise (VDI-Lüftungsregeln, VDI-Schulbaurichtlinien)“ VDI 7001/1 „Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planung und Bau von Infrastrukturprojekten - Schulung für die Leistungsphasen der Ingenieure“ VDI 6022/1.3 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität - Hygieneanforderungen an Raumlufttechnische Anlagen und Geräte Sauberkeit von Luftleitungen (VDILüftungsregeln)“ VDI 6201/1 „Softwaregestützte Tragwerksberechnung - Grundlagen, Anforderungen, Modellbildung“ Weißdrucke VDI 4707/2 „Aufzüge - Energieeffizienz von Komponenten“ VDI 6022/7.1 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität - Branchenspezifische Leitfäden – Abfallbehandlungsanlagen“ VDI/GVSS 6202/1 „Schadstoffbelastete bauliche und technische Anlagen - Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten“ VDI 2050/1 „Anforderungen an Technikzentralen - Technische Grundlagen für Planung und Ausführung“ VDI 3805/32 „Produktdatenaustausch in der Technischen Gebäudeausrüstung Verteiler/Sammler“ VDI 3810/6 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen – Aufzüge“ VDI 6028/1.1 „Bewertungskriterien für die Technische Gebäudeausrüstung - Technische Qualität für nachhaltiges Bauen“ VDI 2067/40 „Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen - Energieaufwand für die Erzeugung“ VDI 3810/4 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen Raumlufttechnische Anlagen“ VDI 6022/6 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität - Luftbefeuchtung über dezentrale Geräte - Planung, Bau, Betrieb, Instandhaltung“ VDI 6002/1 „Solare Trinkwassererwärmung Allgemeine Grundlagen - Systemtechnik und Anwendung im Wohnungsbau“ VDI 6002/2 „Solare Trinkwassererwärmung Anwendungen in Studentenwohnheimen, Seniorenheimen, Krankenhäusern, Hallenbädern und auf Campingplätzen“ VDI 6022/4.1 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität - Qualifizierung von Personal für Hygienekontrollen, Hygieneinspektionen und die Beurteilung der Raumluftqualität Nachweisverfahren zur Qualifizierung in Schulungskategorie A und Schulungskategorie B“ VDI 7001 „Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planung und Bau von Infrastrukturprojekten - Standards für die Leistungsphasen der Ingenieure“ VDI 3805/99 „Produktdatenaustausch in der Technischen Gebäudeausrüstung - Allgemeine Komponenten“ VDI 6012/1.1 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen Projektplanung und –durchführung“ VDI 2073/1 „Hydraulik in Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung Hydraulische Schaltungen“ VDI 6013 „Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige Informationsaustausch mit anderen Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 6022/1.2 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität - Hygieneanforderungen an Raumlufttechnische Anlagen und Geräte Hinweise zu erdverlegten Komponenten (VDILüftungsregeln)“ VDI 2035/3 „Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen - Abgasseitige Korrosion“ VDI 2074 „Recycling in der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 4704 „Warmwasser-Heizungsanlagen Wasserbeschaffenheit, Druckhaltung, Entgasung – Schulungen“ VDI 2073/3 „Hydraulik in Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung – Schulungen“ VDI 3802/1 „Raumlufttechnische Anlagen für Fertigungsstätten“ VDI 3810/1.1 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen - Grundlagen – Betreiberverantwortung“ 8.2 Laufende Richtlinienprojekte Fachbereich Architektur Fachbereich Bautechnik VDI 2050 „Anforderungen an Technikzentralen“ VDI 2552 „Building Information Modeling – Rahmenrichtlinie“ VDI 6008 „Barrierefreie Lebensräume“ VDI 6016 „Bedarfsberatung für Gebäude“ VDI 2553 „Building Information Modeling – Begriffe“ VDI 6050 „Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden – Qualifizierung von Personen“ VDI 2554 „Building Information Modeling – Mengen/Controlling” VDI 6203 „Planungsgrundlagen Fassadentechnik“ VDI 2555 “Building Information Modeling – Datenausstausch“ VDI 2556 „Building Information Modeling – Datenmanagement“ VDI 2166 „Planung elektrischer Anlagen in Gebäuden“ VDI 6201 „Softwaregestützte Tragwerksberechnung“ VDI 2262 „Luftbeschaffenheit am Arbeitsplatz“ VDI 6202 „Sanierung schadstoffbelasteter Gebäude und Anlagen“ VDI/BV-BS 6206 „Gebäude aus wiederverwendbaren vorgefertigten Raumzellen in Stahlrahmenbauweise“ VDI 6210 „Abbruch und Rückbau von Bauwerken“ VDI 7001“Öffentlichkeitsbeteiligung bei Infrastrukturprojekten“ Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung VDI 3781 „Heizungstechnik – Schornsteinhöhen“ VDI 3803 „Raumlufttechnik – Geräteanforderungen“ VDI 3805 „Produktdatenaustausch in der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 3809 „Prüfung gebäudetechnischer Anlagen“ VDI 3811 „Modernisierung heiztechnischer Anlagen“ VDI 3813 „Raumautomation“ VDI 3814 „Gebäudeautomation“ VDI 2035 „Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen“ VDI 3815 „Bemessung Wärmeerzeuger“ VDI 2047 „Rückkühlwerke“ VDI 4700 „Begriffe der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 2051 „Raumlufttechnik in Laboratorien“ VDI 2052 „Raumlufttechnik für Küchen“ VDI 4704 „Warmwasser-Heizungsanlagen“ VDI 4707 „Aufzüge – Energieeffizienz“ VDI 2053 „Raumlufttechnische Anlagen für Garagen“ VDI 4708 „Heizungsanlagen-Druckhaltung“ VDI 2054 „Raumlufttechnische Anlagen für Datenverarbeitung“ VDI 4710 „Metereologische Grundlagen für die Technische Gebäudeausrüstung“ VDI 2067 „Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen“ VDI 6000 „Ausstattung von und mit Sanitärräumen“ VDI 2072 „Dezentrale Trinkwassererwärmung“ VDI 6007 „Thermisches Verhalten von Räumen“ VDI 2073 „Hydraulik in Anlagen der TGA“ VDI 6010 „Sicherheitstechnik“ VDI 2078 „Berechnung der Kühllast klimatisierter Räume“ VDI 6011 „Lichtplanung“ VDI 2081 „Geräuscherzeugung und Lärmminderung in RLT-Anlagen“ VDI 2083 „Reinraumtechnik“ VDI 2086 „Raumlufttechnische Anlagen für Druckereien“ VDI 2164 „Latentspeichersysteme in der Gebäudetechnik“ VDI 6012 „Regenerative und dezentrale Energiesysteme für Gebäude“ VDI 6014 „Regelbare Antriebe“ VDI 6017 „Aufzüge; Steuerungen für den Brandfall“ VDI 6018 „Kälteversorgung in der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 6020 „Anforderungen an Rechenverfahren zur Gebäude- und Anlagensimulation“ VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ VDI 6024 „Sanitärtechnik – Reduktion des Trinkwasserbedarfs“ VDI 6026 „Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 3922 „Energieberatung für Liegenschaften und Gebäude“ VDI 4703 „Lebenszykluskostenorientierte Ausschreibung in der Technischen Gebäudeausrüstung“ VDI 6009 „FM – Grundlagen“ VDI 6030 „Auslegung von Raumheizflächen“ VDI 6040 „Raumlufttechnik – Schulen“ VDI 6041 „Facility-Management - Technisches Anlagenmonitoring“ VDI 6042 „Abdichtung von Sanitärräumen“ Fachbereich Facility-Management VDI 2077 „Verbrauchskostenabrechnung für die Technische Gebäudeausrüstung“ VDI 3807 „Energieverbrauchskennwerte für Gebäude“ VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten von gebäudetechnischen Anlagen“ 9 Publikationen und Fachzeitschriften Als VDI-Mitglied können Sie aus den verfügbaren „Wunsch-Abos“ eine Zeitschrift im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft kostenfrei beziehen. Für viele weitere Zeitschriften gibt es Rabatte. Eine Übersicht finden Sie unter www.vdi.de/fachzeitschriften Mögliche Mitgliederleistungen Jahresausgabe „Der Bauingenieur“ Die Jahrespublikation des VDI-Fachbereichs Bautechnik erscheint jeweils im September eines Jahres als Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Bauingenieur“ im Springer-VDI Verlag, Düsseldorf. Die Pubklikation enthält interessante Berichte über die Ausbildung der Bauingenieure, bemerkenswerte aktuelle Bauwerke und neue Entwicklungen im Bereich der Bautechnik. HLH Die Fachzeitschrift „HLH“ ist eine Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure und das Organ der VDI-GBG für Technische Gebäudeausrüstung. Hier finden sich praxisnahe und dennoch wissenschaftlich fundierte Beiträge vor allem über Heiz-, Raumluft- und Sanitärtechnik und Gebäudeautomation. DBZ Die DBZ Deutsche Bauzeitschrift beinhaltet ein umfassendes Themenspektrum aller relevanten Segmente der Hochbauplanung. Informieren Sie sich monatlich über die Schwerpunktbereiche Architektur, Bautechnik und Produkte. So erhalten Sie praxisnahe Unterstützung bei der Lösung der täglichen Arbeitsaufgaben. Die DBZ ist eine Fachzeitschrift des Deutschen Bauverlags. Facility Management Das Fachmagazin FACILITY MANAGEMENT richtet sich an die betriebswirtschaftlich Verantwortlichen für Immobilien und Liegenschaften, die gewerblich, öffentlich oder industriell genutzt werden. Profitieren Sie von Fachbeiträgen, dem aktuellen Geschehen, Rechtsfragen und Nachrichten aus der Branche. Rabattierte Zeitschriftenangebote Bauingenieur Die Fachzeitschrift „Bauingenieur“, die sich schwerpunktmäßig den Themen Massivbau, Stahlbau, Geotechnik, Glas- und Holzbau, Brücken, Tunnel, Baudynamik, Brandschutz, Informatik, Normen und Management widmet, ist das Organ der VDI-GBG für Bautechnik. 50% Rabatt für Mitglieder Der Bausachverständige Die Zeitschrift richtet sich an Bau- und Immobiliensachverständige und alle, die sich mit Bausanierung, Bauschäden, Bauen im Bestand und Bauphysik befassen. Herausgeber sind das Fraunhofer IRB und der Bundesanzeiger Verlag. Durch eine Kooperation mit dem VDI erhalten VDI-Mitglieder 20% Rabatt auf den Abo-Preis. Es erscheinen 6 Ausgaben pro Jahr. Weitere Informationen erhalten Sie auf: www.derbausv.de Hotelbau Die Zeitschrift „hotelbau“ ist ein Immobilienfachtitel für die Spezialimmobilie Hotels. Marktbetrachtungen, Standortanalysen, Investment- und Expansionsstrategien sowie Architektur und Gebäudetechnik, stehen im Mittelpunkt journalistisch fundierter Objektreportagen. VDI-Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf den Abo-Preis. Industriebau Die Zeitschrift „industrieBAU“ richtet sich an Investoren und Bauherren, Architekten und Planer in Industrie, Handel und Gewerbe, informiert u.a. über professionelles Planen und Bauen für Industrie, Handel und Gewerbe, sowie aktuelle Trends und Entwicklungen in der Industriearchitektur. VDI-Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf den Abo-Preis. Der Facility-Manager „Der Facility Manager“ informiert konzentriert und fundiert über alle Entwicklungen in dem großen Markt für Facility Services und gibt praxisbezogene Handlungsempfehlungen für die strategische Ebene der Unternehmensorganisation und für die praktische Ebene des operativen Immobilien und Liegenschaftsbetriebs. VDI-Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf den Abo-Preis. Weitere Publikationen VDI-Richtlinien im DGNB Zertifizierungssystem Die Sonderausgabe enthält Auszüge aus VDI-Richtlinien, auf die in den Kriterien des DGNB Zertifizierungssystems verwiesen wird und führt damit erstmalig Hintergrundwissen und Arbeitspraxis direkt zusammen. Die Sonderpublikation stellt die passende Ergänzung zum DGNB Handbuch dar. Planer wie Auditoren erhalten auf diese Weise ein ganzheitliches, komfortables Arbeitsinstrument und Nachschlagewerk zur Berechnung und Bewertung nachhaltiger Bauprojekte – auf dem Weg zum DGNB Zertifikat. Bestellung zum Preis von 69,00 € telefonisch unter +49 211 6214 577 oder per E-Mail [email protected] Kommentar zu VDI 4100 „Schallschutz im Hochbau“ Die Richtlinie VDI 4100 (2012-10) bildet die Grundlage für den Schutz der Bewohner vor unakzeptablem und störendem Lärm sowie zur Vereinbarung und zur Gewährleistung höherer Komfortansprüche zwischen den am Bau Beteiligten und den Bauherren. In Ergänzung zu den Mindestanforderungen an die Schalldämmung nach DIN 4109 definiert die Richtlinie drei zusätzliche Schallschutzstufen (SSt) für Planung und Bewertung des erhöhten Schallschutzes von Gebäuden. Mit den in der VDI 4100 beschriebenen Schallschutzstufen als Gesamtbewertungskriterium erhält der Anwender einfache Entscheidungshilfen, mit deren Hilfe er den gewünschten, in Teilbereichen (z. B. Luftschallschutz, Trittschallschutz, Schutz gegen Geräusche aus gebäudetechnischen Anlagen) aufeinander abgestimmten Schallschutz erreichen kann. Der Kommentar liefert wichtige Hintergrundinformationen zur Entstehung der Richtlinie. Er soll die Interpretation der einzelnen Passagen des Werkes erleichtern und Hilfestellung bei der Umsetzung leisten. Mit ihren Erläuterungen möchten die Autoren den Bekanntheitsgrad der Richtlinie in der Praxis erhöhen. Der Kommentar trägt damit wesentlich zu einem besseren Allgemeinverständnis und zu einer höheren Akzeptanz der Richtlinie bei. VDI FachNews Der VDI verbessert und erweitert laufend die Angebote für seine über 150 000 Mitglieder. Dazu zählt es auch, wichtige und interessante Informationen schnell und bequem via E-Mail und Internet zur Verfügung zu stellen. In 2011 startete ein Fachinformationsangebot exklusiv für VDIMitglieder. Einmal monatlich erhalten VDI-Mitglieder die für sie individuell zusammengestellten VDI-FachNews entsprechend ihrer fachlichen Zuordnungen. Auf diese Weise werden Mitglieder umfassend über laufende Aktivitäten in ihren Fachbereichen und über fachbezogene Neuigkeiten aus Forschung, Wirtschaft und Politik informiert. Melden Sie sich jetzt an unter www.vdi.de/fachnews Der VDI in den sozialen Medien Mittlerweile gibt es weltweit eine nahezu unüberschaubare Fülle von sozialen Netzwerken. Ca. 60% der VDI-Mitglieder sind laut der letzten Mitgliederumfrage in mindestens einem sozialen Netzwerk registriert. Grund genug für den VDI, seine Aktivitäten in den vier Netzwerken XING, Facebook, Twitter und Youtube im Rahmen seiner Social Media-Strategie auszubauen. Die Profile des VDI in den sozialen Medien finden Sie hier: http://www.facebook.com/VereinDeutscherIngenieure http://vdi.xing.com http://www.twitter.com/VDI_news http://www.youtube.com/meinVDI http://www.blog.vdi.de Alle Profile sind auch ohne Registrierung im jeweiligen Netzwerk einsehbar. Seit Beginn des Jahres können Sie im VDI-Blog hinter die Kulissen des VDI schauen. Berichte von Veranstaltungen, Vorstellungen interessanter Menschen aus und um den Verein herum sowie Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen: Erfahren Sie mehr über uns! Rehva Guidebooks 20 Rehva Guidebooks zu Themen der Lüftungs- und Heizungstechnik stellen Grundlagen und Anwendungen zu aktuellen Themen vor. Bezug der englischen Originale durch: Beuth Verlag GmbH Telefon 030 2601-2260 www.beuth.de Rehva Journal REHVA, der europäische Dachverband der Heizungs-, Lüftungs- und KlimatechnikIngenieure bietet das REHVA-Journal kostenfrei als Web-Version an. Die jeweils aktuelle Ausgabe kann im Netz gelesen oder kostenfrei elektronisch abonniert werden. Das REHVA-Journal erscheint in englischer Sprache. Sie können ebenso kostenfrei den REHVA-Newsletter bestellen. www.rehva.eu 10 Kooperationen Mitgliedschaften Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ist in folgenden Organisationen Mitglied: ICCCS - International Committee of Contamination Control Societies; Internet: http://www.icccs.org/ REHVA - Federation of European Heating and Air-Conditioning Associations Washington street 40, 1050 Brussels, BELGIEN Tel.: (+32 2) 5 14 11 71 Fax: (+32 2) 5 12 90 62 Internet: www.rehva.eu Aktivitäten in Zusammenarbeit mit REHVA sind: Die Arbeit an den REHVA Guidebooks (siehe Publikationen) Die Übersetzung des REHVA International HVAC Dictionary (Ziel: 12000 Fachbegriffe, 21 Sprachen), das unter www.rehvadictionary.eu frei verfügbar ist. REHVA tagte beim VDI in Düsseldorf - 100 Teilnehmer zur Fachkonferenz "Energy efficient, smart and healthy buildings" Auf Einladung des VDI tagte die REHVA-Generalversammlung vom 28. bis zum 30. April 2014 beim VDI in Düsseldorf. Rund 130 Teilnehmer besuchten die Meetings der Rehva-Committees, die Generalversammlung oder die Fachkonferenz am dritten Tag. VDI-Direktor Ralph Appel stellte den Teilnehmern aus 25 Ländern Europas und den USA den VDI und seine Angebote vor. Er führte aus, dass der VDI-Fachbereich TGA neben den Rehva-Themen von Heizung, Lüftung und Energieeffizienz auch Fachleute aus den Bereichen der Aufzugstechnik, der Elektrotechnik und der Sanitärtechnik beheimatet. Im Zusammenspiel mit den anderen Fachbereichen der VDI-GBG entsteht eine interdisziplinäre Kompetenz rund um das Bauen, so Appel zur Eröffnung der Generalversammlung. REHVA-Präsident Prof. Karel Kabele aus Prag bedankte sich beim VDI für die Einladung und stellte die positive Entwicklung von Rehva mit vielen Aktivitäten dar. Insbesondere das REHVA-Journal hat sich zu einem Aushängeschild der Arbeit des europäischen Dachverbands entwickeln können. Im Rahmen der Generalversammlung fand auch der Studentenwettbewerb statt. Die Studierenden aus 9 Ländern boten mit ihren Postern und Kurzvorträgen ein hochwertiges Programm, dass auch Zuhörer aus anderen Parallelsektionen ins VDI-Haus zog. Der erste Preis ging an ein Studierendenteam aus Rumänien, die beiden Studenten hatten sich mit der Lüftung von Schulen beschäftigt. Für Deutschland war M. Eng. Jakob Hahn von der Hochschule Esslingen an den Start gegangen und belegte einen guten dritten Platz. Im Rahmen der Fachkonferenz unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Birgit Müller, HTW-Berlin, wurden aktuelle Regelwerksarbeiten aus REHVA und dem VDI sowie einige Projektergebnisse aus EUProjekten von REHVA vorgestellt. Alle Beiträge sind als Download im Internet verfügbar (www.vdi.de/rehva-am-2014 ). Prof. Uwe Franzke, Vorsitzender des VDI-Fachbereichs TGA, dankte den Sponsoren Spie und Trox (Platin), Wilo (Gold), Belimo und Howatherm (Silber), die mit ihrer finanziellen Unterstützung zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Die nächste REHVA-Generalversammlung findet vom 6. – 8. Mai 2015 in Riga statt, der nächste REHVA-Kongress „Clima 2016“ findet im Mai 2016 in Aalborg, Dänemark statt. Internationale Kooperationen Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik pflegt seit vielen Jahren mit ausländischen Institutionen und Verbänden die technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit. ABOK - Rußland Association of Engineers in Heating, Ventilation, Airconditioning, Heat Supply & Building Thermal Physics www.abok.ru ASCE – USA American Society of Civil Engineers www.asce.org ASHRAE – USA American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers www.ashrae.org CIBSE – GB The Chartered Institution of Building Services Engineers www.cibse.org SWKI – Schweiz Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren www.swki.ch TVVL – NL Nederlandse technische vereniging voor installaties in gebouwen www.tvvl.nl TTMD - Türkei Turkish Society of HVAC & Sanitary Engineers www.ttmd.org.tr Nationale Kooperationen Kooperation zwischen Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau und VDI-GBG Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik konnte die Rahmenvereinbarung mit dem Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau im Interesse der zugeordneten Mitglieder erneuern. Das Fraunhofer IRB bietet den Mitgliedern der VDI-GBG mit Zuordnung zu den Fachbereichen Architektur, Bautechnik, Technische Gebäudeausrüstung oder Facility-Management Sonderkonditionen für die Nutzung von Datenbanken und den Bezug von IRB-Fachzeitschriften an: RSWB®plus Die Datenbank zum Nachweis deutschsprachiger und internationaler Baufachliteratur RSWB®plus unterstützt schnell und zielsicher Fachleute aus Planungsfirmen, Industrie und Forschung bei Nachweis und Beschaffung von Fachinformation zum Planen und Bauen. RSWB®plus beinhaltet über 1,3 Millionen Hinweise mit bibliographischen Informationen zur Primärquelle, Schlagwörtern und/oder Kurzreferate (Abstracts) in deutscher/englischer Sprache (Fachbücher, Zeitschriftenartikel, Normen, Forschungsberichte u.v.m.) und bietet zahlreiche Volltextlinks und Optionen zum Export von Rechercheergebnissen zur Weiterverarbeitung in Text- oder Literaturverwaltungsprogrammen. Mitglieder der VDI-GBG erhalten einen einmonatigen kostenloser Testzugang zur Datenbank mit voller Funktionalität und danach einen Nachlass auf die Jahrespauschalpreise in Höhe von 20 %. Das Jahresabonnement erlaubt zeitlich unbeschränkten Zugriff auf die Datendank im Rahmen der Lizenzbedingungen des Fraunhofer IRB. SCHADIS® – Die Datenbank zu Bauschäden SCHADIS® ist die größte deutschsprachige Sammlung von Fachwissen anerkannter Bausachverständiger und Bauforscher zu Entstehung und Vermeidung von Schäden an Gebäude und enthält weitaus über 700 Fachbücher, Zeitschriftenartikel und Forschungsberichte in fast 10.000 Volltextdokumenten mit System- und Detailskizzen, Fotos und Tabellen. Mitglieder der VDI-GBG erhalten entweder einen Nachlass in Höhe von 20 % auf den Jahrespauschalpreis für das Jahr des Erstbezuges von SCHADIS auf DVD oder einen Nachlass auf die Online-Flatrate in Höhe von 10% jährlich. Das Jahresabonnement bzw. die Flatrate erlaubt unbeschränkten Zugriff auf die Datendank während der Laufzeit im Rahmen der Lizenzbedingungen des Fraunhofer IRB. Außerdem ermöglicht die Kooperation einen Bezugsrabatt von 20% auf die Abonnements der IRBFachzeitschriften „Der Bausachverständige“, „Bausubstanz“ und „Kurzberichte aus der Bauforschung“ Kooperationsvereinbarung VDI und DGNB Im Rahmen der Messe Consense unterzeichneten Prof. Alexander Rudolphi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB, und Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der DGNB, die ausgearbeitete Kooperationsvereinbarung mit dem Verein Deutscher Ingenieure, die im Vorfeld von VDI-Präsident Prof. Udo Ungeheuer und VDI-Direktor Ralph Appel unterzeichnet worden war. Um eine Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden auf Grundlage der in Planung und Ausführung verwendeten anerkannten Regeln der Technik, z.B. VDI-Richtlinien und DIN-Normen zu ermöglichen, unterstützt der VDI das Bewertungssystem der DGNB. Hier liegt auch das Schwerpunktinteresse der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, betonte Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-GBG, im Rahmen der Unterzeichnung. Die anerkannten Regeln der Technik sollten als Basis für die Kriterien der DGNB herangezogen werden, nur dann kann es gelingen, die Aspekte der Nachhaltigkeit schon frühzeitig in die Planungsprozesse zu integrieren und letztendlich auf der gleichen Basis später auch zu bewerten. Prof Rudolphi betonte, dass die Fortbildung von Fachleuten, auch unterhalb der Ebene der DGNBAuditoren aus Sicht der DGNB das wesentliche Feld der Kooperation in den nächsten Monaten sein wird. Die DGNB ist dazu auch an der Erstellung der Richtlinie VDI 6050 "Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden – Qualifizierung von Personen" beteiligt, mit der ein Rahmen für die Qualifizierung von Planungsbeteiligten für die Nachhaltigkeit beim Bauen erarbeitet werden soll. Weitere Punkte der Kooperation bestehen in gemeinsamen Aktivitäten zur Förderung des Nachwuchses, so unterstützt die DGNB weiterhin als ideeller Mitträger den VDI-Wettbewerb Integrale Planung (WIP), möglichen gemeinsamen Auftritten auf Fachmessen und Veranstaltungen sowie einem Austausch von Publikationen. 11 Schulungen zu VDI Richtlinien Der VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung bietet zu verschiedenen der von ihm herausgegebenen VDI-Richtlinien Schulungen an. Die Inhalte und Abläufe der Schulung sind bereits in den betroffenen VDI-Richtlinien definiert. Der VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung führt diese Schulungen nicht durch, er bietet jedoch natürlichen und juristischen Personen eine Schulungspartnerschaft mit Qualitätssicherung an. Er organisiert einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulungspartnern und den Richtlinienausschüssen. Schulungsinstitute, die die VDI-Urkunden aushändigen, unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle und werden ständig über aktuelle Neuerungen informiert. Zielgruppe dieser Schulungen sind, neben den Betreibern, Planer, Hersteller sowie Anlagenbauer aus Handwerk und Industrie. Die Qualifizierung nach diesen Schulungen ist freiwillig, leistet jedoch einen entscheidenden Beitrag zur Rechtssicherheit und zur Qualitätssicherung. Durch VDI-Schulungspartner qualifiziertes Personal hebt sich fachlich vom Wettbewerb ab. Wenn die Lehrinhalte gemäß der Richtlinie vermittelt wurden, besteht bei einem Rechtsstreit die Sicherheit qualifiziertes Personal eingestellt zu haben, da der Lehrplan durch die offene Erstellung als VDI-Richtlinie abgestimmt und anerkannt ist. Schulungen zur Reinraumtechnik nach VDI 2083 Die Schulungen basieren auf der VDI Richtlinie 2083 Blatt 15. Diese umfasst die reinraumbezogenen Anforderungen an Personen und deren Bekleidung. Weiterhin werden Hinweise für die Schulung, zum Verhalten im Reinraum sowie zur Erfolgskontrolle gegeben. Die Partikelkontamination durch das Personal lässt sich durch Reinraumbekleidung, Schulung und Arbeitsplatzgestaltung wirksam beeinflussen. Die Erörterung derartiger Maßnahmen, die möglichen Störeinflüsse des "Kontaminationsfaktors Mensch" innerhalb festgelegter Grenzen zu halten, ist Zweck dieser Richtlinie. Schulungen zur Qualifizierung von Personal im Aufzugsbereich nach VDI 2168 Ziel dieser Schulungen ist die Qualifizierung von Fachpersonal für die Aufzugsbranche. Es werden für die Qualifizierungen geeignete Schulungsinhalte und Rahmenbedingungen der Schulungen beschrieben. Die Richtlinie bietet die Möglichkeit, einen Nachweis der Fachkenntnisse herbeizuführen. Die erfolgreiche Teilnahme an diesen Qualifizierungsmaßnahmen führt nicht von sich aus zur Bezeichnung befähigte Person. Die Richtlinie richtet sich an Personen, nicht aber an Organisationen, die im Rahmen NB oder ZÜS tätig sind. Sie gibt keine Schulungsinhalte für andere überwachungsbedürftige Anlagen vor. Hygieneschulungen nach VDI 6022 und VDI 6023 Mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit wurden im VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung die Richtlinien VDI 6022 Blatt 1 "Hygiene-Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen und -Geräte" und VDI/DVGW 6023 "Hygiene-Anforderungen an TrinkwasserInstallationen“ erarbeitet. Da VDI-Richtlinien alle fünf Jahre auf Aktualität geprüft und ggf. an den Stand der Technik angepasst werden, liegen die Richtlinien VDI 6022 und VDI/DVGW 6023 nun bereits in der "dritten Generation" vor. www.vdi.de/hygieneschulungen. Die Richtlinie VDI/DVGW 6023 wurde im Einvernehmen mit dem DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. aufgestellt. Sie ist als Technische Regel des DVGW in das Regelwerk Wasser des DVGW einbezogen worden. VDI und DVGW möchten mit diesem Schritt die Wichtigkeit der Trinkwasserhygiene und den breiten Konsens der Branche in diesem Gebiet betonen. Zertifizierte Fortbildung zum VDI-geprüften Fachingenieur RLQ Aufbewahrung, Aufbereitung und der Transport des "Lebensmittels" Luft muss so erfolgen, dass jeder negative Einfluss auf dessen Qualität und die Hygiene vermieden wird. Raumlufttechnische Anlagen sollen relevante Mengen von Schadstoffen aus der Luft entfernen und damit die Beschwerdehäufigkeit der Raumnutzer reduzieren. Die Richtlinie VDI 6022 empfiehlt vor der ersten Inbetriebnahme einer RLT-Anlage eine Hygiene-Erstinspektion zusammen mit dem Betreiber durchzuführen, bei der die Erfüllung der Hygieneanforderungen nach VDI 6022 Blatt 1 überprüft wird. Dieser Nachweis der hygienegerechten Planung und Installation soll gemäß VDI 6022 Blatt 4 mindestens durch einen qualifizierten Mitarbeiter der Kategorie A erfolgen, empfohlen wird jedoch eine Hygienefachkraft, beispielsweise der Kategorie RLQ. Nur der RLQ-Fachingenieur ist berechtigt, bei bestandener Erstinspektion die Prüfbescheinigung nach VDI 6022 Blatt 1.1 auszustellen und das Prüfzeichen des VDI zu vergeben. Ingenieure geeigneter Fachrichtungen haben die Möglichkeit, ihren Auftraggebern diese Qualifikation durch ein VDI-Zertifikat von DIN CERTCO nachzuweisen. Der neue RLQFachingenieur hat gegenüber dem A-geschulten Personal einen zertifizierten Abschluss und ist befähigt, Hygiene-Erstinspektionen eigenständig durchzuführen. Außerdem ist er zur Beurteilung der Raumluftqualität nach der Beurteilungsstufe 2 der VDI 6022 Blatt 3 berechtigt und kann eine Gefährdungsbeurteilung bezüglich der Hygiene vornehmen. Die neue Fortbildungskategorie besteht aus mindestens 27 Unterrichtseinheiten sowie einer theoretischen und praktischen Prüfung. Ein Studium der Technischen Gebäudeausrüstung, praktische Erfahrungen in der Raumlufttechnik sowie eine bestandene Prüfung in der Kategorie A nach VDI 6022 werden ebenso vorausgesetzt wie praktische Erfahrungen mit der Umsetzung der VDI 6022 (zum Beispiel bei Hygieneinspektionen) und umfangreiche Kenntnisse in der Messtechnik, mindestens in der Beurteilungsstufe 1 nach VDI 6022 Blatt 3. Institute, die eine Schulung zum VDI-geprüften Fachingenieur RLQ anbieten möchten, müssen sich bei DIN CERTCO, dem Zertifizierungspartner der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, zunächst zertifizieren lassen. Alle Informationen zur Zertifizierung von Schulungszentren, zur Schulung selbst sowie den Referenten und Eingangsvoraussetzungen für Teilnehmer sind auf der Internetseite zur Richtlinie VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ unter www.vdi.de/6022 oder www.vdi.de/hygieneschulungen aufgeführt. Schulungen in Planung: Wärme-/Heiztechnik Die neuen Richtlinien VDI 2073 Blatt 3 für die Anlagenhydraulik und VDI 4704 für den Anlagenerhalt von Heizungsanlagen bilden die Grundlage für die neuen Schulungen der VDI-GBG in der Wärme-/Heiztechnik. Mit Erstellung dieser VDI-Richtlinien werden die Inhalte und Abläufe der Schulungen aller mit der Planung, Bau und dem Betrieb von Heizungsanlagen definiert. Schulungsinstitute, die das VDI-Zertifikat aushändigen, unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle und werden ständig über aktuelle Neuerungen unterrichtet. Mehr Informationen zu Zielgruppe, Schulungspartnern und Terminen finden Sie unter: www.vdi.de/richtlinien-schulungen 12 Messeauftritte und Veranstaltungen 12.1 Messen Alle Leistungsangebote der VDI-Gruppe sind jährlich auf der Hannover Messe zu sehen. VDI-Mitglieder erhalten automatisch eine Einladung zur Messe. Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik präsentiert ihre aktuellen Aktivitäten und Projekte sowie das umfangreiche Serviceund Beratungsangebot jährlich auf verschiedenen Fachmessen. Für fast alle dieser Fachmessen erhalten die zugeordneten Mitglieder der VDI-GBG eine Freikarte zum Besuch der Messe. In 2015 wird die VDI-GBG auf folgenden Messen vertreten sein: • • Bau: ISH: 19 .- 24. Januar 2015 in München 10. - 14. März 2015 in Frankfurt 12.2 Expertenforen der VDI-GBG VDI-Expertenforum „Lean Construction“ Eine ganzheitliche Betrachtung der Planung und Ausführung von Bauprojekten ermöglicht zum einen die Verbesserung der Qualität von Bauwerken und verhindert zum anderen unnötigen Ressourcenverbauch. Der Begriff „Lean Construction“ beschreibt einen praxiserprobten Ansatz für eine wirtschaftlichere und kooperative Abwicklung von Bauprojekten. Lean Construction ist somit die Adaption des, beispielsweise in der Automobilindustrie schon lange praktizierten, Lean Managements auf das Bauwesen. Die VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik wird auf einem Expertenforum verschiedenste Aspekte sowie Beispiele für diese für das Bauwesen innovative Management-Methode thematisieren und diskutieren. Das VDI Expertenforum „Lean Construction“ wird am 02. Dezember 2014 im Maritim Hotel in Düsseldorf stattfinden. Das Programm zur Veranstaltung sowie die Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite www.vdi.de/lean-construction . VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" – 18. November 2014 in Düsseldorf Was ist der Unterschied zwischen einer Gefahr und einer Gefährdung? Was bedeutet es, wenn die Beweislast für den Geschädigten erleichtert oder zum Nachteil des Betreibers umgekehrt wird? Wie definiert sich der Jetztstand des Wissens bzgl. der Pflichten zur Einhaltung der gebotenen Sorgfalt? Auf diese und andere Fragen gibt das VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" am 18.11.2014 in Düsseldorf eine Antwort. Die Technik birgt Risiken. Diese Risiken sind zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Die Richtlinienreihe VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und Gebäudetechnik“ wird betreut vom Fachbereich Facility-Management der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Sie befasst sich mit den Anforderungen der Gebäudetechnik und verkörpert den Jetztstand des Wissens der jeweiligen Fachkreise. Der Gesetzgeber verwendet unbestimmte Rechtsbegriffe, wie „anerkannte Regeln der Technik“, „Stand der Technik“ u. Ä., die von den jeweiligen Fachleuten der betroffenen Gewerke mit Leben gefüllt werden. Das Expertenforum befasst sich u.a. mit den Gewerke bezogenen Themen Hygiene (speziell RLT und Trinkwasser), Energie und Nachhaltigkeit, Monitoring, Aufzugstechnik sowie Blitzschutz und Überspannung aus Sicht der Betreiberverantwortung. Die Teilnehmer werden mit den dazugehörigen Gefährdungsanalysen vertraut gemacht und dadurch befähigt, ein breites Spektrum der Risiken abzudecken, die beim Betreiben von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen zu berücksichtigen sind. Das VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" wird von der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik veranstaltet und findet am 18. November 2014 im FFFZ Hotel-Tagungshaus Düsseldorf statt. Weitere Informationen: www.vdi.de/betreiberverantwortung Rückblick VDI-Expertenforum Gebäudesicherheit: „Wir planen, bauen und betreiben Gebäude sehr sicher“ Im Konferenzzentrum des Flughafen Düsseldorf, in unmittelbarer Nähe des Ortes, an dem in den 1990er Jahren der Großbrand ausbrach, trafen sich am 27. November 2013 Fachleute aus den Bereichen Architektur, Bautechnik, TGA und Facility-Management um gesamtheitlich über Aspekte der Gebäudesicherheit zu diskutieren. In seiner Begrüßung betonte Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, dass bei allen notwendigen Reglementierungen, die baulichen und technischen Lösungen auch praxisgerecht umzusetzen sein müssen. Im ersten Vortrag stellte Dr. Mingyi Wang vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft die Grundlagen des Risikomanagements und der mathematischen Betrachtung der Wahrscheinlichkeit dar. In Beispielen erläuterte Wang die Anwendung dieser Grundlagen in der Gebäudesicherheit aus Sicht der Versicherungswirtschaft. Sicherheit kann, wie Risiko beziffert werden, damit ist ein Vergleich und eine Bewertung unterschiedlicher Lösungen möglich. Dr.-Ing. Meinolf Gerstkamp betrachtete das Gebäude aus der Sicht eines Betreibers. Wesentlicher Baustein ist dabei die Betriebssicherheitsverordnung, die ggf. im nächsten Jahr grundlegend novelliert werden soll. Gerstkamp stellte die Anforderungen an die Betreiber auf Grundlage der Betriebssicherheitsverordnung dar und betonte insbesondere die Risiken beim Betreiben einer Immobilie für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dipl.-Ing. Peter Lein stellte die Richtlinienreihe VDI 6004 „Schutz der TGA vor äußeren Einflüssen“ vor. Die Richtlinienreihe besteht aus den Blättern 1 „Schutz vor Hochwasser“, 2 „Schutz vor Blitzen und Überspannungen“ und 3 „Schutz vor Vandalismus und Zerstörung“. Während die Themen Hochwasser und Blitz-/Überspannungsschutz durch in den letzten Jahren durch häufigere Schadensereignisse an Bedeutung gewinnen, gibt es im Blatt 3 zum Schutz vor Vandalismus praxisgerechte Lösungsvorschläge für die Klassifizierung von Gebäuden oder Gebäudeteilen mit entsprechenden Empfehlungen in der Ausstattung. Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter von SMP-Ingenieure in Karlsruhe berichtete über die Organisation der Standsicherheit von Gebäuden. Nach seiner Einschätzung sind 90% der Fehler im Bauprozess durch normale Aufmerksamkeit vermeidbar. Aus der Erfahrung eines Prüfers fügte Schlüter aber hinzu: „Wo nicht kontrolliert wird, werden Vorschriften auch nicht eingehalten!“. Dipl.-Ing. Ronald Winterfeld vom Fachverband für Fassaden sprach sich aus Sicht des Brandschutzes für mineralische Dämmstoffe in Fassaden aus. Mit Hilfe der BBSR-Liste für Nutzungsdauern von Bauteilen wird nach seiner Einschätzung auch eine Orientierung für die Planung bezüglich der Sicherheit gegeben. Dipl.-Ing. Klaus Helzel vom TÜV Süd in München stellte in seinem Vortrag insbesondere die Sicherheitsanforderungen an Gebäude vor, die überwiegend von alten oder behinderten Menschen genutzt werden. Das Zusammenwirken der DIN 18040 mit der den Bauordnungen der Länder wurde am Beispiel von Bayern erörtert. Die als Katalog von Möglichkeiten aufgebaute Richtlinienreihe VDI 6008 ist geeignet die hier entstehenden Aufgaben zu lösen. Herr Jörg Balow von Cofely Deutschland stellte die Vorschläge für einen Vollprobetest von Gebäuden vor, wie sie im Entwurf der VDI Richtlinie 6010 Blatt 3 vom Richtlinienausschuss erarbeitet wurden. Grundsätzlich ist dabei zwischen dem Zustand der normalen Nutzung und einer baurechtlichen Sicherheitsfunktion zu unterscheiden. Im vollprobetest nach VDI 6010 Blatt 3 sind die baurechtlich geforderten Wirkprinzipprüfungen und ggf. zusätzliche nutzungsspezifische Prüfungen sowie eine „Schwarzschaltung (Stromabschaltung) vorzusehen. Gegen die Richtlinie, die einen grundsätzlichen Rahmen für Vollprobetests vorgibt, können Einsprüche bis zum 30. April 2014 eingereicht werden. Dipl.-Ing. Cemalettin Demirel vom Ingenieurbüro BPK stellte neue Möglichkeiten mit Nachweisen nach Eurocodes am Beispiel von Geschossdecken in einem Bestandsgebäude vor. Die Geschossdecken wurden als „feuerbeständig“ eingestuft. In einem zweiten Beispiel wurde ein Nachweis für eine Stahlkonstruktion in F30 Qualität dargestellt. Im Bereich der Aufzugstechnik stellte Dipl.-Ing. Thomas Lipphardt aus dem Hause Kone vor, wie Steuerungen von Aufzügen im Brandfall funktionieren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Aufzüge überhaupt eine Brandmeldung bekommen, dies ist, so Lipphardt, in über 75% der Gebäude, die einen Aufzug haben, nicht der Fall. Die Richtlinie VDI 6017 stellt nicht nur die unterschiedlichen Konzepte von Brandfallsteuerungen vor, sie formuliert auch Anforderungen an die Gebäudeinfrastruktur sodass ein Zusammenwirken von Aufzügen mit anderen Anlagen im Gebäude sichergestellt werden kann. Im zweiten Teil seines Vortrags stellte Lipphardt die neue Richtlinie VDI 4705 vor. Mit dieser Richtlinie soll Betreibern eine Hilfestellung zur Konzeption eines, für das jeweilige Gebäude geeigneten, Notfallmanagementsystems gegeben werden. Im Fazit stellte Prof. Clauß fest, dass Gebäude in Deutschland schon heute sehr sicher geplant, gebaut und betrieben werden. Die Komplexität und die damit verbundenen Anforderungen an die Planer und die Bauausführenden sind aber extrem hoch, mit Veranstaltungen wie diesem VDI-Expertenforum soll der Gefahr vorgebeugt werden, dass wichtige Aspekte übersehen werden. Große Resonanz und gute Diskussionsbeiträge: „VDI-Expertenforum "Barrierefreiheit nach VDI 6008 - Pflicht oder Kür?" Als fachliche Auftaktveranstaltung der Kongressmesse "Zukunft Lebensräume" hat die VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik am 01. April 2014 ein Expertenforum mit dem Titel "Barrierefreiheit nach VDI 6008 - Pflicht oder Kür?" durchgeführt. Über 80 Teilnehmer verfolgten im Portalhaus der Messe Frankfurt die vier Vortragsblöcke zu den gewerkespezifischen Themenbereichen der Richtlinienreihe VDI 6008 "Barriefreie Lebensräume". Häufig stellt man sich die Fragen: Barrierefreiheit – was ist das eigentlich? Und ist die Ausführung eher Pflicht oder Kür? Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) publizierte bereits im Jahr 2003 "Für 10 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit absolut unentbehrlich, für 30-40 Prozent ist sie notwendig und für 100 Prozent der Gesellschaft ist eine barrierefreie Umgebung komfortabel und ein Qualitätsmerkmal". Dies zeigt auf der einen Seite die Notwendigkeit, aber auf der anderen Seite auch das enorme Potenzial, das „Barrierefreiheit“ mit sich bringt. Eine große Anzahl von gesetzlichen Regelungen zum Schutz und zur Vermeidung von Nachteilen für Personen mit Behinderungen machen dazu konkrete Vorgaben. Dennoch wird gerade die Planung und Umsetzung dieser Vorgaben am Bau oft noch sehr stiefmütterlich behandelt. Die Referenten des VDI-Expertenforums haben die Notwendigkeit aber auch entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten zur Realisierung von Barrierefreiheit für die verschiedensten Nutzergruppen und die verschiedenen Gewerke aufgezeigt. Fokussiert war die Veranstaltung auf vier verschiedene Themenblöcke. - Anerkannte Regeln der Technik und deren Bindungswirkung, Betreiberverantwortung und Möglichkeiten der Sanitärtechnik nach VDI 6008 Blatt 2 Die Elektrotechnik und Gebäudeautomation als Bindeglied der TGA im barrierefreien Umfeld - Möglichkeiten nach VDI/VDE 6008 Blatt 3 Evakuierung im Notfall und Möglichkeiten der Fördertechnik im barrierefreien Lebensräumen nach VDI 6008 Blatt 4 Brandschutz und Barrierefreiheit – Möglichkeiten der Ausführung von Türen und Toren in barrierefreien Lebensräumen nach VDI 6008 Blatt 5 Das Thema "Barrierefreie Lebensräume" und die Richtlinienreihe VDI 6008 werden in der VDI-GBG auch zukünftig weiter bearbeitet. Expertenforen der VDI-GBG in 2015: Im nächsten plant die VDI-GBG Expertenforen zu folgenden Themen: - Kühllastberechnung Korrosion in der TGA Hotels Infrastrukur 12.3 Fachliche Trägerschaft von Tagungen Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ist fachlicher Träger von Tagungen und Seminaren der VDI-Wissensforum GmbH. Anmeldung und Informationen zu allen VDI-Fachtagungen und Seminaren: VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, [email protected], Telefon: + 49 (0) 211 62 14-201, Telefax: +49 (0) 211 62 14-154. E-Mail: 13 Ansprechpartner in der VDI-GBG-Geschäftsstelle Wir sind für Sie da: VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik VDI-Platz 1 40468 Düsseldorf [email protected] www.vdi.de/gbg Geschäftsführer: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Terhorst E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 466 Technisch-Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Björn Düchting Fachbereich TGA E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 470 Dipl.-Ing. (FH) Frank Jansen Fachbereich Bautechnik E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 313 Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff Fachbereich Architektur E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 645 Dipl.-Phys. Thomas Wollstein Fachbereich Facility-Management E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 500 Sachbearbeitung: Claudia Brinkschulte E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 634 Tanja Teloy E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 251 Christiane Güntner E-Mail: [email protected] Tel: +49 211 – 6214 577 14 Fachvorträge zur Jahrestagung 2014 Barrierefreies Bauen Dipl-Phys. Ing. Rolf Joska VDI, GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG Bereits im November ’94 wurde Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes durch den Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ergänzt. Seit dem 1.05.2002 ist das sog. BGG „Behinderten-Gleichstellungsgesetz“ auf Bundesebene in Kraft getreten. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Benachteiligungen von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Die Bauordnungen der Länder konkretisieren den Anspruch aus dem vom Bund erlassenen BGG. Der § 50 der Musterbauordnung der Länder sagt z.B. zum Thema barrierefreies Bauen: „(1) In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad sowie die Küche oder die Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 4 bleibt unberührt. (2) Bauliche Anlagen, die öffentlich zugänglich sind, müssen in den dem allgemeinen Besucherverkehr dienenden Teilen von Menschen mit Behinderungen, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe zweckentsprechend genutzt werden können. Diese Anforderungen gelten insbesondere für 1. Einrichtungen der Kultur und des Bildungswesens, 2. Sport- und Freizeitstätten, 3. Einrichtungen des Gesundheitswesens, 4. Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude, 5. Verkaufs- und Gaststätten, 6. Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen. Als Grundlage dienen die DIN 18040 und die darin beschriebenen Schutzziele. • DIN 18040 Teil 1:2010-10 „Öffentlich zugängliche Gebäude“ • DIN 18040 Teil 2:2011-09 „Wohnungen“ • DIN 18040 Teil 3:2013-05 „Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“ Die DIN 18040 gilt für Neubauten, soll aber auch bei Umbauten oder Modernisierungen sinn-gemäß angewendet werden. Ein Teil der Norm bezieht sich auf öffentliche Gebäude sowie dazugehörige Außenanlagen, ein zweiter Teil befasst sich mit den Privatbauten. Die DIN 18040 besagt, dass die Schutzziele auch auf andere Weise als in der Norm festgelegt erfüllt werden können und für spezielle Nutzergruppen zusätzliche oder andere Anforderungen not-wendig sein können. Die Schutzziele bieten Orientierung und veranschaulichen beispielhaft, was unter dem teils abstrakt empfundenen Begriff »Barrierefreiheit« zu verstehen ist. Sie sa-gen aus, welches Sicherheitsniveau mit Maßnahmen aller Art hinsichtlich einer bestimmten Gefahrenkategorie im Minimum erreicht werden muss. Sie sind so formuliert, dass sie den angestrebten Endzustand darstellen, lassen aber den Weg, wie das Ziel erreicht werden soll, möglichst offen. Die Anforderungen an barrierefreies Bauen sind damit nicht immer eindeutig formuliert – in den aktuellen Regelwerken zum Thema »Barrierefreie Lebensräume« finden sich immer noch große Lücken. Mit der Richtlinienreihe VDI 6008 gibt die VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG) deshalb einen Überblick, wie sich durch den Einsatz technischer Lösungen Barrieren im Alltag reduzieren lassen. Im Gegensatz zu anderen Regelwerken beschränkt sie sich dabei nicht vorrangig auf Rollstuhlfahrer, sondern berücksichtigt auch diverse andere Personengruppen – von Menschen mit Gehbehinderung, kognitiven Einschränkungen bis hin zu Senioren oder Eltern mit Kindern. Die Richtlinienreihe VDI 6008 soll es möglichst vielen Personengruppen erleichtern – ob mit oder ohne Mobilitätseinschränkungen –, die eigene Wohnung und außerhalb ihres Wohnumfeldes öffentliche Einrichtungen zu nutzen. Dafür werden sowohl Anforderungen als auch Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen betrachtet und entsprechend geeignete Produkte und Systeme aufgezeigt. Die Richtlinienreihe VDI 6008 gliedert sich in fünf Blätter. Während sich Blatt 1 den allgemeinen Anforderungen und Planungsgrundlagen für barrierefreie Lebensräume widmet, fokussieren die übrigen Blätter die Bereiche Sanitärtechnik, Elektrotechnik, Fördertechnik und Zugänge: • Blatt 1 Allgemeine Anforderungen und Planungsgrundlagen • Blatt 2 Möglichkeiten der Sanitärtechnik • Blatt 3 Möglichkeiten der Elektrotechnik und Gebäudeautomation • Blatt 4 Möglichkeiten der Fördertechnik • Blatt 5 Möglichkeiten der Ausführung von Türen und Toren Folgende Blätter sind in Vorbereitung: • • Blatt 1.1 Möglichkeiten von Bild- und Schriftzeichen Blatt 1.2 Qualifikation und Schulung von Personal Die Anforderungen zum barrierefreien Bauen berücksichtigen überwiegend die Bedürfnisse von Menschen, die sehr starke Seheinschränkungen haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, z.B. Rollstuhlfahrer. »Barrierefrei« wird dabei oft mit »behindertengerecht« verwechselt. Die VDI Richtlinienreihe 6008 versucht, die Bedürfnisse möglichst aller Menschen zu berücksichtigen, und definiert Barrierefreiheit wie folgt: »Barrierefreiheit bedeutet, dass Liegenschaften und deren technische Gebäudeausrüstung von Menschen in jedem Alter und mit jeder Mobilitätseinschränkung oder Behinderung betreten oder befahren und selbständig sowie weitgehend ohne fremde Hilfe benutzt werden können und damit individuelle Potenziale zum selbstständigen Handeln nicht einschränken.« Diese Definition orientiert sich an gesetzlichen Forderungen wie dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), erweitert aber den Nutzerkreis erheblich. Barrierefreiheit ist demnach ein Ziel für alle Menschen, egal ob jung oder alt, klein oder groß, gesund oder krank, uneingeschränkt oder behindert. Das Ziel ist dann erreicht, wenn man barrierefreie Lösungen gar nicht mehr als solche erkennen kann. Die Richtlinienreihe VDI 6008 unterscheidet zwischen Nutzergruppen und versucht deren typische Bedarfe zu formulieren. Hierbei handelt es sich um die folgenden Nutzergruppen: • Senioren • Senioren mit Einschränkungen, gefährdet • Rollstuhlfahrer • Gehbehinderte/bewegungseingeschränkte Menschen • Menschen mit Einschränkung der visuellen und auditiven Wahrnehmung • Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Demenz • Andere Menschen mit besonderen Anforderungen Besonders wichtig in einem barrierefreien Lebensraum ist die unauffällige Unterstützung der Nutzer durch die Visualisierung von Zuständen, durch eine automatische Steuerung von Systemen, die nutzerorientierte Überwachung von Abläufen und das automatische Eingreifen im Gefahrenfall. Zu diesem Zweck kommen AAL-Systeme (Ambient Assisted Living) zum Einsatz. Assistenzsysteme sind grundsätzlich für Menschen aller Altersgruppen hilfreich, sie erhöhen den Wohnkomfort und schützen vor gefährlichen Situationen: Für kleine Kinder, die in der Dunkelheit Angst haben, ist eine Orientierungsbeleuchtung, die sich bei Bewegung automatisch einschaltet, genauso hilfreich wie für ältere Menschen, die in der Nacht aufgrund von kognitiven Einschränkungen Orientierungsschwierigkeiten haben oder sturzgefährdet sind. Die VDI/VDE 6008 Blatt 3 gibt dem Elektrohandwerk u. a. einen umfassenden Überblick über marktfähige Assistenzsysteme und deren Nutzen. Um technische Systeme einfach und intuitiv benutzen zu können, müssen sie auf den Anwendungskontext des Nutzers zugeschnitten sein und dessen Alter, seine Erfahrungen und Fähigkeiten sowie seine Denk- und Arbeitsweisen berücksichtigen. Bei älteren Nutzern erhöht ein möglichst frühzeitiger Einsatz der Systeme die notwendige Akzeptanz. Denn ältere Menschen können sich insbesondere nach dem Auftreten einer Beeinträchtigung nicht mehr so einfach mit neuen Technologien vertraut machen. Bei Beeinträchtigungen in der Mobilität, in der visuellen oder der auditiven Wahrnehmung können Hilfsmittel wie z. B. spezielle Sensoren, Schalter und Steuerungen eine weitgehend eigenständige Lebensführung unterstützen. Zusätzliche Funkschalter, optische Anzeigen (Leuchten) und akustische Signale (Tür-/Telefonklingel) erleichtern die Bedienung. Ausreichend helles Licht ist für viele Tätigkeiten erforderlich und hilft u.a., Stürze zu verhindern. Viele Nutzer empfinden sehr helles Licht aber als »ungemütlich« oder sogar störend, besonders wenn z.B. die Blendwirkung zu groß ist. Der gezielte Einsatz von kaltweißem Licht (>5000K) senkt die Produktion des Schlafhormons Melantonin und aktiviert dadurch den Nutzer. Überdies erleichtert es durch bessere Wahrnehmung bestimmte Tätigkeiten wie z. B. das Lesen oder auch Pflegetätigkeiten. Die Verwendung von warmweißem Licht (≤3000K) am Abend kann umgekehrt die Schlafphase vorbereiten. Eine dynamische Steuerung der Farbtemperatur des Lichtes unterstützt den Bio-rhythmus des Nutzers. Steckdosen mit einem integrierten LED-Orientierungslicht leuchten dezent den Bodenbereich aus. In Bereichen, in denen eine besondere Gefährdung der Nutzer besteht – z.B. in Fluren, Treppenhäusern und Kellerbereichen –, sollte das Licht selbsttätig durch Automatikschalter (bei Bedarf gedimmt) eingeschaltet werden. Eine Türkommunikationsanlage muss vorhanden sein. Neben der Kommunikation dient sie der Zugangskontrolle und bietet dem Nutzer damit zusätzliche Sicherheit. Die Türstation muss die Bereitschaft zum Sprechen optisch anzeigen. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz einer Videotürsprechanlage. Der Nutzer sieht, wer vor der Tür steht, und die Kommunikation vereinfacht sich durch das Erkennen der Gesten und der Lippenbewegungen. Alle Funktionen wie Bild und Sprache müssen auch auf andere Geräte übertragen werden können, z.B. auf Computer oder spezielle Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen. Beispiele: Steckdose mit LED-Orientierungslicht Bildzeichen für „Sprachaufforderung“ Türstation mit barrierefreien Bildzeichen für Sprachaufforderung Bildzeichen für „Türfallenfreigabe“ Automatisches Einschalten der Beleuchtung mit einem wählbaren Dimmwert und berührungsloses Schalten im Nahbereich (ca. 5 cm) Bauprojekte zwischen Protest und Akzeptanz: Grundregeln für die Kommunikation in den Leistungsphasen der Ingenieurplanung Prof. Dr. Frank Brettschneider, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, Universität Hohenheim Nicht nur Infrastrukturprojekte aus den Bereichen Verkehr und Energie stoßen immer wieder auf Protest von Teilen der Bevölkerung: Flughafenerweiterungen, der Ausbau von Autobahnen und Eisenbahnstrecken, der Bau von Kohle- oder Gaskraftwerken, Strom-Überlandleitungen, Pumpspeicher- und Wasserkraftwerke, Windenergieanlagen. Auch Einkaufszentren, öffentliche Bauten oder Hotelanlagen stehen in der Kritik. Stets artikulieren lokale Bürgerinitiativen ihren Unmut. Naturschutzverbände springen ihnen bei. Und in der Regel werden die Konflikte auch von Parteien aufgegriffen, teilweise für Wahlen instrumentalisiert. Nicht selten eskaliert die Auseinandersetzung, Fronten verhärten sich und ein sachlicher Austausch findet kaum noch statt. Proteste stellen Vorhabenträger vor Herausforderungen: Sie müssen ihre Positionen frühzeitig und verständlich erklären. Sie müssen das Gespräch mit den Bürgern und mit den vielfältigen Interessengruppen suchen. Sie müssen sämtliche Kommunikationsinstrumente – Flyer, InternetAuftritte, Medienberichterstattung, Informationsveranstaltungen, Social Networks – aufeinander abgestimmt einsetzen, um ihre Kernbotschaften zu platzieren und in den Dialog zu treten. Vor diesem Hintergrund geht es um folgende Fragen: 1) Was sind die Gründe für Protest? 2) Welche Rolle spielt Kommunikation im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Bauprojekten? 3) Wie lässt sich Kommunikations-Management in das Projekt-Management integrieren? Proteste gegen Bauprojekte haben zahlreiche Wurzeln: 1. NIMBY-Effekt. Anwohner sehen durch das Projekt ihre eigene Lebensqualität eingeschränkt: Der Fluglärm beeinträchtigt das Wohlbefinden oder ein Strommast verschandelt den Ausblick. Dieser Protest ist am stärksten motiviert. Daher bleibt er oft auch nach Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Schallschutz, finanzielle Kompensation) bestehen. 2. Projektbezogene Gründe. Menschen kritisieren einzelne Aspekte eines Projektes: Sie stufen die Auswirkungen auf Umwelt und Natur als nicht vertretbar ein. Ihnen sind die Kosten eines Projektes zu hoch. Oder sie stellen seinen Nutzen in Frage. Oft wird auch ein vermeintlich zu hohes Risiko kritisiert. Dabei verwenden Laien meist absolute Maßstäbe zur Beurteilung dieser Aspekte, während Experten Risiken anhand von Wahrscheinlichkeiten oder Vergleichen bewerten. 3. „Verborgene Gründe“. Mitunter werden einzelne Aspekte eines Projektes kritisiert, obwohl die Wurzeln des Protestes ganz woanders liegen. So nehmen einige Menschen Bauprojekte als Angriff auf die „kulturelle Identität“ ihrer Region wahr. Oder die Beschleunigung des eigenen Lebens wird als unangenehm empfunden. Selten werden diese Gründe explizit geäußert, obwohl sie ein wesentliches Motiv hinter dem Protest sind. 4. Vertrauensverlust in Wirtschaft und Politik. Protest wird durch mangelndes Vertrauen in „die Politik“ und „die Wirtschaft“ verschärft. Die negative Grundstimmung gegenüber Unternehmen überträgt sich dann auf die von ihnen betriebenen Projekte. 5. Art der Kommunikation und Intransparenz formaler Verfahren. Oft bemängeln Kritiker die Art des Umgangs von Politikern und/oder von Vorhabenträgern mit „der Bürgerschaft“. Diese würden „die Bürger“ von oben herab behandeln und ihre Einwände nicht ernst nehmen. Das Gefühl, nicht „auf Augenhöhe“ behandelt zu werden, hängt auch mit der Konstruktion formaler Verfahren zusammen, in denen rechtliche Fragen im Mittelpunkt stehen. Die dort übliche Fachsprache (juristisch, ingenieurtechnisch) wird als unverständlich und als distanzierend wahrgenommen. Dies wird mit dem Vorwurf verbunden, Informationen seien unvollständig, zu spät oder gar nicht zur Verfügung gestellt worden. Gelegentlich werden den Beteiligten auch Lügen unterstellt. Der Umgang mit den Protest-Gründen sowie das Herbeiführen gesellschaftlich tragfähiger Lösungen erfordern auch von Ingenieuren neue Fähigkeiten: Technische, rechtliche und wirtschaftliche Kompetenz alleine reichen nicht mehr aus. Daneben sind auch eine gute Kommunikation und eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich. Das Kommunikations-Management muss daher permanenter Bestandteil des Projekt-Managements sein. Der VDI unterstützt mit seiner Richtlinie 7001 Ingenieure dabei, diese neuen Aufgaben angemessen und pragmatisch zugleich zu bewältigen. Grundprinzipien und Standards für eine „gute“ Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung wurden seit 2011 in der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik erarbeitet und im Rahmen eines Kongresses im Oktober 2012 mit der Fachöffentlichkeit diskutiert. Daraus ging die VDI-Richtlinie 7001 hervor, die seit März 2014 in Kraft ist: „Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planung und Bau von Infrastrukturprojekten – Standards für die Leistungsphasen der Ingenieure“. Sie richtet sich an Vorhabenträger, Generalplaner, Ingenieur-/Planungsbüros, Projektsteuerer und ausführende Unternehmen. Sie richtet sich aber auch an Behörden und Bauämter sowie an Verbände und Bürgerinitiativen. Neben allgemeinen Regeln für die Kommunikation bei Bauprojekten beschreibt die VDI-Richtlinie 7001 entlang der neun Leistungsphasen der Ingenieurplanung (nach HOAI), welche Besonderheiten beachtet werden sollten: Beispielsweise sind bereits während der Grundlagenermittlung die organisatorischen Grundlagen für die Projektkommunikation zu schaffen. Der Vorhabenträger muss klären, wer in welchem Umfang für die interne und für die externe Kommunikation verantwortlich ist. Es ist auch zu klären, welche Projekt-Verantwortlichen auf die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und den Medien vorbereitet werden müssen. In der Vorplanung werden die inhaltlichen Grundlagen der Projektkommunikation geschaffen. Sie beginnt mit einer gründlichen Stakeholder- und Themenanalyse und endet mit einer Kommunikationsstrategie. In ihr werden Anspruchsgruppen, Botschaften und Kommunikationsinstrumente aufeinander abgestimmt. Die Umsetzung der Kommunikationsstrategie ist während der Entwurfsplanung zu forcieren. Spätestens jetzt geht es auch um die Kommunikation von Varianten. Ebenso wichtig wie die Diskussion von Alternativen ist die offensive Kommunikation möglicher Risiken und ihrer Beherrschung. Grundsätzlich gilt: Pläne und Technikunterlagen müssen vereinfacht dargestellt werden. Visualisierungen sind in dieser Phase besonders wichtig. Das Gleiche gilt für das Übersetzen von Fachbegriffen; komplexe Sachverhalte müssen verständlich kommuniziert werden. Auch ist ein Anwohner-Dialog aufzusetzen. Die Anforderungen an eine verständliche Kommunikation gelten auch in den Phasen Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung sowie Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe. Während der Bauausführung sind dann nicht nur Vorhabenträger gefordert, sondern auch die Akteure der Bauwirtschaft. In dieser Phase geht es darum, Anwohner über den Stand der Arbeiten auf dem Laufenden zu halten. Sie müssen auch darüber informiert werden, welche Baumaßnahmen unmittelbar bevorstehen. Für Beschwerden oder Nachfragen von Seiten der Anwohner sollte spätestens jetzt ein Ombudsmann rund um die Uhr ansprechbar sein. Auch sollte die Baustelle für die Öffentlichkeit positiv erlebbar gemacht werden. Hierfür stehen die Instrumente des Baustellen-Marketings zur Verfügung: Baustellen-Besichtigungen, Tage der offenen Tür, Kultur-Events an und in der Baustelle, Veranstaltungen für Kinder (z.B. Schulführungen). Eventuell sollte ein Informations- und Besucherzentrum eingerichtet werden. In der abschließenden Dokumentation steht die Eröffnungsfeier im Mittelpunkt. Es Ingenieurleistungen kommuniziert werden. Die Planungs- und helfen, den „guten Ruf“ der Ingenieure auf- und auszubauen. Und gangspunkt für die Kommunikation beim nächsten Bauprojekt. Phase der Objektbetreuung und sollten aber auch exemplarisch Bauphasen als Erfolgsgeschichte der „gute Ruf“ ist wiederum Aus- Welche Instrumente der Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung im jeweiligen Fall bzw. in der jeweiligen Leistungsphase einzusetzen und welche Instrumente wann und wie miteinander zu kombinieren sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab: u.a. vom Konflikt- und Eskalationspotenzial, vom in der öffentlichen Debatte wahrgenommenen Nutzen des Bauvorhabens, von den vorhandenen Verhandlungsspielräumen sowie von den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen. Das Befolgen der Regeln für gute Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung erleichtert die Realisierung von gesellschaftlich getragenen Projekten, aber sie garantiert keinen Konsens. Mit Protesten werden Bauprojekte weiterhin leben müssen, denn sie berühren vielfältige Interessen. Sehr wahrscheinlich stehen Bürgerinitiativen auch künftig Projekten vor der eigenen Haustür skeptisch gegenüber. In der Frühphase eines Projektes sind sie aber selten unversöhnliche Gegner. Für gesellschaftlich tragfähige Lösungen ist die Kommunikation der Vorhabenträger von enormer Bedeutung. Und das proaktive Kommunizieren mit allen relevanten Anspruchsgruppen endet nicht mit dem Planfeststellungsbeschluss. Für die Kommunikation werden Ressourcen benötigt. Sie nicht bereit zu stellen, kann am Ende sowohl den Vorhabenträger als auch die gesamte Gesellschaft teuer zu stehen kommen. Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings M. Eng. Jakob Hahn, Esslingen Der Prozess, bestehend aus Technischem Monitoring und anschließender Betriebsoptimierung als Bestandteil des Facility-Managements, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung hinzugewonnen. Ziel ist es, den maximalen Nutzerkomfort bei gleichzeitig bedarfsgerechtem, effizientem und damit wirtschaftlichem Gebäude- und Anlagenbetrieb zu gewährleisten. Abbildung 1: Monitoring und Betriebsoptimierung als Werkzeug der Qualitätssicherung: PDCA-Zyklus Die Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsvorhabens „Monitoring und Betriebsoptimierung der Kreissparkasse Göppingen“ an der Hochschule Esslingen, Fakultät Gebäude - Energie – Umwelt unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler. Gefördert wurde das Vorhaben durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Forschungsschwerpunkt Energieoptimiertes Bauen (EnOB). Etwa 5000 Datenpunkte mit den Messdaten von Zählern, Sensoren, Aktoren und Eingangsdaten, wie Zeitschaltprogrammen, werden kontinuierlich in einer zentralen Datenbank abgelegt. Viele der beschriebenen Methoden und Analysetechniken der Arbeit konnten anhand dieser realen Messdaten auf ein praktisches Beispiel angewandt werden. Abbildung 2: Neubau der Kreissparkasse [Auer+Weber+Assoziierte, Stuttgart] Göppingen und das sanierte Hochhaus Im Rahmen dieser Arbeit werden zunächst die Grundlagen des Monitorings detailliert erläutert. Neben der Definition und Klassifizierung werden dabei die Konzeption, die Datenspeicherung sowie wirtschaftliche und rechtliche Aspekte herausgestellt. Die daraus gewonnenen Messdaten bilden die Basis für weitere Analysen. Zunächst müssen diese jedoch aufbereitet, bereinigt und skaliert werden. Die Fehlererkennung und Diagnose können datengetrieben mit Methoden des Data Minings, zum Beispiel der Zeitreihenanalyse, oder durch den Einsatz von modell- und wissensbasierten Methoden erfolgen. Ausgangspunkt ist in diesem Zusammenhang die physikalische Modellbildung. Einfache, bekannte Beziehungen zwischen verschiedenen Größen können durch die mathematische Beschreibung und diagnostisches Schließen zur Fehlerdetektion genutzt werden. Auch die klassische Grenzwertüberwachung stützt sich auf das Wissen über den zulässigen Bereich einer Messgröße. Einzelne Messgrößen lassen sich mit Signalmodellen überwachen, mehrere bzw. Prozesse mit Prozessmodellen. Ein Sonderfall letzterer ist die rechnergestützte dynamische Gebäude- und Anlagensimulation: Durch Kalibrierung der Parameter mit Messdaten kann das Modell zur Fehleranalyse eingesetzt werden. Unsichere Randbedingungen, verursacht durch den Nutzereinfluss, können unter Verwendung von Monte-Carlo-Methoden abgebildet werden. Auch einfache 1-ZonenModelle nach der DIN V 18599 lassen sich als Referenzwerte ansetzen. Zur kontinuierlichen Überwachung von Prüfdaten kommen im Qualitätsmanagement sogenannte Qualitätsregelkarten (QRK) zum Einsatz. Im normalen Betrieb bewegt sich die überwachte Größe innerhalb von Warn- und Fehlergrenzen, die sich durch Kalibrierung mittels eines Testdatensatzes oder durch die vorgegebenen Toleranzen ergeben. Dieses Verfahren kann auch zur Fehlererkennung im Gebäude- und Anlagenbetrieb eingesetzt werden. Am Beispiel der Leistung des Strombezugs der Kreissparkasse Göppingen wird die Methode ausgiebig untersucht. Überwacht wird in diesem Fall nicht die Messgröße selbst, sondern deren Änderung. Ausdrücken lässt sich diese durch die aus der Finanzmathematik stammende logarithmische Rendite. Abbildung 3: Zeitreihe des Strombezugs und Qualitätsregelkarte (QRK); rot: obere/untere Warngrenzen, blau: obere, untere Eingriffsgrenzen Detaillierte Analyse- und Überwachungsverfahren sind oft aufwendig und erfordern ein hohes Maß an Fachkompetenz zur Modellierung. Im Gegensatz dazu können durch die Verwendung von praktischen Methoden wichtige und häufig auftretende Fehler erkannt werden. Kennwerte für den Verbrauch und deren Bereinigung liefern die Basis für einen Vergleich mit anderen Gebäuden (Benchmarking) und den Verbräuchen desselben Gebäudes aus vergangenen Jahren. Aufschluss über die Effizienz des Anlagenbetriebs geben darüber hinaus Kennwerte, wie Nutzungsgrade, Leistungszahlen und die Rückwärmzahl. Einen weiteren Teil bilden die grafischen Methoden: Messdaten lassen sich durch Histogramme, Box-Plots, Rasterdiagramme und Scatterplots darstellen und bewerten. Letztere können mathematisch durch die Berechnung einer Regressionsgerade konkretisiert werden. Zur Visualisierung von Energie- und Mengenflüssen eignen sich Sankey-Diagramme. Die Analyse von Frequenzspektren ist mittels schneller Fourier-Transformation möglich. Alle grafischen Methoden werden ausführlich erläutert und anschließend auf ein praktisches Beispiel angewandt. Abbildung 4: Calendar Heatmap als Beispiel für grafische Methoden zur Analyse des Heizenergieverbrauchs: Mittlere Leistung der Randstreifenelemente in kW Zusammenfassend lassen sich folgende wichtige Erkenntnisse aus der Arbeit formulieren: • Einfache, oft grafische Ansätze, liefern mit vertretbarem Aufwand schnell gute Ergebnisse. Dazu sind im Rahmen dieser Masterarbeit Skripte in R-Statistics erstellt worden. Diese lassen sich jederzeit weiterverwenden und anpassen. Eine manuelle Kontrolle von Anlagenfunktionen kann auf dieser Basis auch im Laufe des Gebäudebetriebs eingesetzt werden, es ist allerdings weiterhin erforderlich, Fachpersonal für den Betrieb der Anlage einzustellen. Für tiefer gehende Analysen muss auf aufwendigere Methoden, beispielsweise mit modellbasiertem Ansatz, zurückgegriffen werden. • Häufig auftretende Anlagenfehler sind bekannt und können aus diesem Grund auch mathematisch durch Boolesche Logik modelliert bzw. formuliert werden. Durch Simulation des Fehlers können die Routinen anschließend auf ihre Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Beim Einsatz dieser Methodik werden allerdings „unbekannte“ bzw. nicht definierte Fehler nicht erkannt. Eine Minimierung von fehlerhaften Anlagenzuständen ist dadurch aber möglich. • Wird als Referenz zur Symptomgenerierung der Anlagenbetrieb zu Beginn der Nutzungsphase verwendet, ist zu beachten, dass darin bereits Fehler aus der Inbetriebnahme und Installation mit in die Referenz aufgenommen werden. • Die aktuellen Methoden zur Bereinigung von Energiekennwerten, Gradtage nach VDI 3807 Blatt 1 bzw. VDI 4710 Blatt 2, berücksichtigen die inneren Lasten und den hohen energetischen Standard nur durch die Heizgrenztemperatur. Es sollte daher eine neue Korrekturmethode entwickelt werden, welche auch Einflussfaktoren, wie Stromverbrauch oder Strahlungsdaten am Standort mit in die Korrektur einbezieht. • Einen guten Anhaltswert zur Überwachung von Anlagen sind die Auslegungsdaten aus der Planungsphase. In der Ausführung wird häufig, aufgrund von Kosten- und Zeitgründen, auf andere Komponenten zurückgegriffen. Das kann zu Fehleinschätzungen im Monitoringprozess führen. • Im Zuge der Inbetriebnahme (Commissioning) des Gebäudes kann neben einer Emulation auch ein begleitendes Monitoring durchgeführt werden, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu stützen. • Soll der Betrieb einer komplexen Anlage oder gar die ganze Gebäudetechnik einer Liegenschaft überwacht werden, ist es nie ausreichend nur auf eine einzige Methode zu vertrauen. Vielmehr muss eine Kombination aus verschiedenen heuristischen und analytischen Methoden und Ansätzen kombiniert werden. Letztlich bleibt im Gebäude, anders als zum Beispiel in der Produktion, der Gebäudenutzer Teil des Systems. Es gibt daher immer unsichere Randbedingungen in den Modellansätzen, welche auch unter dem Gesichtspunkt der ganzheitlichen Betrachtung nicht ausgeräumt werden sollten: Ziel des Gebäudebetriebs ist vor allem dem Nutzer ein möglichst angenehmes Gebäudeklima und hohen Komfort zu schaffen. • Grundsätzlich ist jedes Gebäude mit seiner Nutzung individuell und muss daher auch individuell modelliert werden. Wichtig ist es im Zuge dessen den Grund für einen optimierten und flexiblen Gebäudebetrieb, den Nutzer, nicht zu „vergessen“. Im Rahmen der Arbeit konnten Fehlzustände aufgezeigt werden, zum Beispiel ein zeitgleiches Heizen und Kühlen im selben Gebäudebereich. Daraus abgeleitete Verbesserungsvorschläge führen zu einer Verbesserung der Energieeffizienz und zur Erhöhung des thermischen Komforts. Der umfassende Überblick von Methoden zur Analyse von Messdaten aus dem Technischen Monitoring verspricht ein großes Optimierungspotenzial im Gebäude- und Anlagenbetrieb und bietet eine breite Grundlage zur weiteren Entwicklung von Methoden. Die Arbeit „Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings“ wird als VDIFortschrittsbericht Nr. 4 der Reihe 23 veröffentlicht (Albert-Tichelmann-Reihe Band 11). DEUTSCHER BRÜCKENBAUPREIS 2014 DER ERBA-STEG IN BAMBERG – Ein Bauzeitprovisorium mit Zweitverwendung Dipl.-Ing. Matthias Dietz, Architekt BDA, Bamberg Aufgabenstellung Der Erba-Steg ist indirekt Ergebnis eines 2006 von der Stadt Bamberg ausgelobten europaweiten Wettbewerbs von Planungsgemeinschaften aus Tragwerksplanern und Architekten zum Neubau der Kettenbrücke Bamberg. Die ursprüngliche Aufgabenstellung sah eine provisorische Fußgänger- und Radfahrerbrücke als Verbindung zwischen der Gärtner- und der Inselstadt des UNESCOWeltkulturerbes der Stadt Bamberg während des Neubaus der Kettenbrücke vor, also eine höchst lapidare q•l²/8-Interimsbrücke unter Beachtung des vorgegebenen Lichtraumprofils mit einer Spannweite von ca. 60 m über den viel befahrenen Main-Donau-Kanal. Der Wettbewerbsbeitrag 2006 war demzufolge eine schlichte Stahlfachwerk-Konstruktion: Die Grobkostenschätzung lag bei deutlich über einer halben Million Euro, nach Verkehrsfreigabe der neuen Kettenbrücke hätte der Steg nur noch Schrott-Wert gehabt. Die zunächst belächelte Überlegung der Planer-Arge: Trotz über 40 vorhandener Brücken und Stege sollte es in Bamberg mit seiner Fülle an fließenden und stehenden Gewässern doch Bedarf an einer weiteren dauerhaften Brückenverbindung ungefähr gleicher Spannweite geben ... – nach einigen Wochen wurde die Stadtverwaltung im Sommer 2008 fündig: Der Siegerentwurf des garten- und landschaftsplanerischen Wettbewerbs aus dem Büro Brugger für die Landesgartenschau 2012 auf der Erba-Halbinsel im Norden Bambergs beinhaltete einen Haupterschließungssteg für Fußgänger und Radfahrer über einen zum Fischpass auszubauenden Regnitzaltarm. Mit diesem sollten die Landesgartenschau und die dauerhaften Folgenutzungen auf der Erba-Halbinsel mit universitären Einrichtungen und Geschosswohnungen an das Uferwegenetz der Altstadt angebunden werden. Die nun gravierend geänderte Aufgabenstellung forderte Lösungsansätze für eine möglichst filigrane, sich in die Auenlandschaft des Fischpasses am Rande des Nordparks unaufdringlich einfügende Fußgänger- und Radfahrerbrücke mit ca. 48 Meter Spannweite. Vorab sollte diese Konstruktion interimistisch als Behelfsbrücke während des Neubaus der Kettenbrücke einsetzbar sein, dort wegen des strikt einzuhaltenden Lichtraumprofils über den Main-Donau-Kanal mit ca. 60 Meter Spannweite. Konstruktion Der 60 Meter lange Brückenbaukörper besteht aus einer luftdicht verschweißten torsionssteifen Stahlkonstruktion mit Längs- und Querschotten sowie 12 mm starken Deckblechen. Die Ausformung folgt in Längs- und Querrichtung strikt dem Kräfteverlauf. Die Konstruktionshöhe des im Schnitt dreieckigen Brückentragwerks beträgt in Stegmitte gerade einmal 35 Zentimeter, bei einer Spannweite von 48 Metern. Zu den Auflagern nimmt die Brückendicke entsprechend dem Zuwachs der Biegemomente kontinuierlich zu. Die Stahlkonstruktion wurde in zwei je 30 Meter langen Teilen in der Werkstatt vorgefertigt, auf der alten Kettenbrücke verschweißt, als Bauzeitprovisorium mit Zugstählen unterspannt und mit zwei Autokränen auf interimistische Stahl-Vorlandbrücken eingehoben. BAUZEITPROVISORIUM MÄRZ 2009 – DEZ. 2010 ERBA-STEG AB APRIL 2012 Nach Verkehrsfreigabe der neuen Kettenbrücke Ende 2010 wurde die Hilfsbrücke demontiert, mittig getrennt und nach Transport an den endgültigen Standort erneut am mittigen Stoß verschweißt und als integrales System mit 48 Meter Spannweite montiert. Die Volleinspannung wird durch zug- und druckbeanspruchte Stabverpresspfähle gewährleistet. Nachhaltigkeit Die Verwendung des gleichen Brückenbaukörpers für zwei Einsatzorte ist ein äußerst ressourcenschonender Beitrag, dank des luftdicht verschweißten Brückenkörpers und der Geländerkonstruktion aus Edelstahl ist der Wartungsaufwand für den Steg minimal. Besuchen Sie uns auch im nächsten Jahr: 24. - 26. September 2015 www.vdi.de/gbg