Tätigkeitsbericht VDI-GBG 2013-2014

Werbung
Editorial
Am Horizont unseres Berufsstandes kündigt sich ein deutlicher
Strukturwandel an! Das Zauberwort heißt „Building Information Modeling“
oder kurz BIM. Der Grundgedanke ist, die Prozesse des Planens und Bauens
mittels moderner CAD-Technik und intelligenter Strukturen deutlich zu
verbessern und zu optimieren, und das ist auch dringend erforderlich! Wir
arbeiten auf den meisten Baustellen suboptimal. Wertvolle Ressourcen werden
durch Fehler und schlechte Koordination verschwendet; dies kostet Geld, Zeit
und Nerven und führt zu einer unzureichenden Gebäudequalität. Die
Negativmeldungen zu den Leuchtturmprojekten BER, Elbphilharmonie und
S21 sind nur die Spitze des Eisbergs.
Seit Jahren fordern, ja predigen wir von der VDI-GBG die verbesserte Koordination unter den
Planungsbeteiligten und zu den ausführenden Unternehmen.
Es gibt Ansätze und Fortschritte, aber der Weg bis zu einem optimierten, integralen Vorgehen ist noch
weit, sehr weit. Das fängt schon in der Ausbildung an. Es gibt an den Hochschulen viel zu wenige
Verknüpfungspunkte zwischen den Fachgebieten des Bauens. Hochschullehrer und damit auch die
Studierenden der Architektur, des Bauingenieurwesens, der Versorgungstechnik, des Maschinenbaus
(wo einige Lehrstühle der TGA angesiedelt sind) und der Elektrotechnik kennen sich nicht, reden nicht
miteinander, machen keine oder zumindest viel zu wenig gemeinsame Studienarbeiten oder Seminare.
Da ist unser WIP (Wettbewerb integrales Planen) schon ein Highlight. Aber genau dort zeigen sich trotz aller Bemühungen der Auslober und der Wettbewerbsteilnehmer - die Defizite. Umso mehr werden
wir weiter intensiv an diesem Thema arbeiten!
Vor dem Hintergrund dieser Gedanken wird deutlich, welch positive Entwicklung unsere VDI-GBG in
den vergangenen Jahren genommen hat. Aus zunächst zwei Fachgesellschaften „Bautechnik“ und
„Technische Gebäudeausrüstung“ haben sich unter dem Dach der VDI-GBG vier interessante
Fachbereiche Architektur, Bautechnik, TGA und Facility-Management entwickelt, und wir reden
miteinander und machen gemeinsame Projekte:
- Der Studentenwettbewerb
- Die Querschnittsthemen Gebäudeenergetik, Grundlagen des Bauens, BIM, Gebäudesicherheit
- Die gemeinsame Jahrestagung u.v.a.
Dabei wird die fachbezogene Arbeit in den Bereichen keineswegs vernachlässigt, sondern sogar
intensiviert.
Ich bin mir sicher, dass wir den sich abzeichnenden Strukturwandel gut antizipieren und aktiv
mitgestalten. Wir brauchen vor der Zukunft keine Bange zu haben. Alle, die mitmachen, sind früh an
den Themen dran und für BIM und Co. gut gerüstet.
Ihr
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI
Inhaltsverzeichnis
1. Intro
2. Gremien der VDI-GBG
3. Arbeitskreise in den Bezirksvereinen
4. Mitglieder
5. Nachwuchsförderung
6. Ehrungen
7. Initiativen und Stellungnahmen
8. Richtlinien
9. Publikationen und Fachzeitschriften
10. Kooperationen
11. Schulungen zu VDI-Richtlinien
12. Messeauftritte und Veranstaltungen
13. Ansprechpartner in der Geschäftsstelle
14. Jahrestagung 2014 - Fachvorträge
1. Das Zukunftsmodell VDI-GBG
Bauen und Gebäudetechnik als ganzheitliches Konzept
Die Gebäude der Zukunft werden mit den Gebäuden von heute nicht mehr vergleichbar sein. Immer
mehr Menschen einer zunehmend alternden Gesellschaft werden in immer größeren Städten leben. Die
Bedürfnisse ihrer Benutzer nach Behaglichkeit, Komfort und Mobilität werden steigen. Diese
Bedürfnisse werden mit weniger Ressourcenverbrauch befriedigt werden. Gebäude müssen zukünftig
aber nicht allein ästhetisch anspruchsvoll, funktional und nutzerfreundlich sein, sie müssen den
gesellschaftlichen Forderungen nach Energieeffizienz ebenso Rechnung tragen wie den gewaltigen
Herausforderungen, vor die uns die Auswirkungen des Klimawandels stellen werden.
Diese grundlegend veränderten Rahmenbedingungen verlangen nach einer signifikanten
Qualitätssteigerung von Gebäuden und anderen Bauwerken. Ein ambitionierter Anspruch, der nur über
ein ganzheitliches Konzept, eine bessere Vernetzung und die Zusammenarbeit aller beteiligten
Fachleute und Gewerke zu erreichen sein wird.
Die Struktur der VDI-GBG bietet die Möglichkeit, Themen gemeinsam zu bearbeiten und Ziele zu
erreichen.
2. Gremien
2.1 Beirat/Vorstand GBG
Dem Beirat, der auch die Aufgaben des Vorstands in Personalunion innehat, gehören an:
Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer VDI, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH,
Stuttgart
Prof. Dr.-Ing. Marten F. Brunk VDI, Bergisch Gladbach
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI, IQ Real Estate GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender)
Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke VDI, Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK), Dresden
Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Koch VDI, Koch Architekten, Düsseldorf
Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter VDI, SMP Ingenieure im Bauwesen GmbH, Karlsruhe
Dipl.-Ing. Peter Steinhagen VDI, Ed. Zueblin AG, Stuttgart
M. Eng. Daniel Wehmeier VDI, Siemens Building Technologies, Bielefeld
Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Spie GmbH, Erlangen
2.1 Fachbereich Architektur
Mitglieder im Fachbeirat sind:
Dipl.-Ing. Architekt Michael Beisemann, Bürogemeinschaft Beisemann + Schenk, Dortmund
Univ. Prof. Dr.-Ing. Architekt Dirk Henning Braun, RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Jürgen Einck, DS-Plan Ingenieurgesellschaft für ganzheitliche Bauberatung und
Generalfachplanung mbH, Köln
Dipl.-Ing. Architekt Hans-Günther Friedrich, BFK-Architekten, Stuttgart
Dipl.-Ing. Thomas Kleist VDI, Greydot, Düsseldorf
Dipl.-Ing. (TH) Architektin Anke Koch VDI, Ingenieurbüro Anke Koch, Hamburg
Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Koch VDI, Koch Architekten, Düsseldorf (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. (FH) Architekt Martin Leibhammer VDI, Züblin AG, Karlsruhe (stellvertretender
Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Peter Lein VDI, Berlin
Dirk Schenkel, ECE Projektmanagement, Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Tenhumberg VDI, Fachhochschule Trier
Inhalte und Ziele:
Die Anforderungen an die Architektur steigen. Nicht nur
Neubauten, sondern auch ältere Gebäude sollen den
wachsenden Ansprüchen genügen, dabei ist die Koordination
aller beteiligten Fachleute zu einem funktionierenden
Gesamtwerk eine zentrale Aufgabe.
Die Architektur mit den anderen Fachbereichen in der VDIGBG und baufernen Disziplinen im VDI zu vernetzen, ist eines
der Ziele des Fachbereichs Architektur in der VDI-Gesellschaft
Bauen und Gebäudetechnik. Das Stichwort ist hier integrale
Planung.
Bei aller Notwendigkeit durchdachter Planung: Architektur ist darauf nicht zu reduzieren. Grundlage für
jedes ästhetische und in der Ausführung gelungene Gebäude ist eine tragende Idee, ein überzeugendes
kreatives Konzept. Der Maßstab ist dabei stets der Mensch – mit seinen Bedürfnissen, aber auch mit
seinen Sinnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Bedürfnisse der Menschen im Verlauf des
Lebens und durch gesellschaftliche Trends deutlich verändern können.
2.2 Fachbereich Bautechnik
Mitglieder im Fachbeirat sind:
Dipl.-Ing. (FH) Markus Bartsch, Wessling GmbH, Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß VDI, IQ Real Estate GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Wolfgang Feldwisch VDI, Deutsche Bahn Netz AG, Frankfurt/Main
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Oliver Fischer VDI, Technische Universität München
Dipl.-Ing. Günther Funke VDI, Echterhoff GmbH, Münster
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Reinhard Harte VDI, Bergische Universität, Wuppertal (stellvertretender
Vorsitzender)
Dipl.-Ing. Claus-Dieter Hauck VDI, Tiefbauamt Stuttgart
Dipl.-Ing. PhD Bernhard Hauke VDI, bauforumstahl e.V., Düsseldorf
Dipl.-Ing. Eva-Maria Hinkers VDI, Arup GmbH, Düsseldorf
Univ. Prof. Dr.-Ing. Peter Jehle, Technische Universität Dresden
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Günter Jösch VDI, Bundesverband Bausysteme e.V., Koblenz
Dr. Ulrich Klotz VDI, TÜV Süd AG, München
Prof. Dr.-Ing. Ulrike Kuhlmann VDI, Universität Stuttgart
Dr.-Ing. Konrad Nübel VDI, Smoltczyk & Partner, Stuttgart
Dipl.-Ing. Philipp Orban VDI, Julius Berger International GmbH, Wiesbaden (Vertreter Studenten und
Jungingenieure)
Ministerialdirigent Dipl.-Ing. Ralf Poss VDI, Bundesministerium Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,
Bonn
Prof. Dr. Ing. Uwe Rickers, HTWG Konstanz
Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter VDI, SMP Ingenieure im Bauwesen GmbH, Karlsruhe
Dipl.-Ing. Peter Steinhagen VDI, Ed. Zueblin AG, Stuttgart (stellvertretender Vorsitzender)
Prof. Dipl.-Ing. Rasso Steinmann, Hochschule München
Prof. Dr.-Ing. Uta Stewering VDI, Hochschule Osnabrück
Dipl.-Ing. Eike Vetter VDI, Eike, Ingenieurbüro Salveter-Vetter, Netphen
Prof. Dr.-Ing. Norbert Vogt VDI, Technische Universität München
Dr.-Ing. Dieter Werner VDI, ARCUS Planung + Beratung Bauplanungsgesellschaft mbH, Cottbus
Inhalte und Ziele:
Das Themenspektrum im VDI-Fachbereich Bautechnik umfasst den konstruktiven Ingenieurbau, den
Baubetrieb und die Bauwirtschaft, die Bereiche Wasser, Abbruch, Energie und Umwelt, Baustoffkunde,
Bauphysik, Bauinformatik sowie das breite Feld des Infrastrukturbaus.
Im Fachbereich Bautechnik werden unter anderem folgende Richtlinienthemen bearbeitet:
•
Abbruch von Gebäuden und technischen Anlagen
•
Building Information Modeling (BIM)
•
Raumzellen in Stahlrahmenbauweise
•
Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung
•
Softwaregestützte Tragwerksberechnung
•
Standsicherheit
•
Schadstoffsanierung
•
Transportanker
•
Wirtschaflichkeitsberechnung
Weitere Themen sind in Vorbereitung, z.B. zu den Themen „Gebäudeenergetik“, „Lean Construction“
und „Erhalt der Infrastruktur“.
2.3 Fachbereich TGA
Mitglieder im Fachbeirat sind:
Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer VDI, Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH, Stuttgart
Dr. Markus Beukenberg, WILO SE, Dortmund
Prof. Dr. Manfred Büchel VDI, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen
Ministerialrat Dipl.-Ing. Knut Czepuck, MBWSV NRW, Düsseldorf
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Finke VDI, Klimakonzept, Berlin
Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke VDI, Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK), Dresden (Vorsitzender)
Prof. Dr.-Ing. Rainer Hirschberg VDI, Ingenieurbüro Rainer Hirschberg, Wiesbaden
Dipl.-Ing. Frank Kasperkowiak VDI, Viega GmbH & Co KG, Attendorn
Prof. Dr.-Ing. Martin Kriegel, TU Berlin
Dipl.-Ing. Peter Kronenberg VDI, Hamburg
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Rainer Kryschi VDI, Kryschi Wasserhygiene, Kaarst
Prof. Dr.-Ing. habil. Birgit Müller, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Dipl.-Ing. Bernd Richter VDI, bri - bernd richter ingenieurgesellschaft mbH, Magdeburg
Dr.-Ing. Nicole Riedle VDI, Ingenieurbüro Balneatechnik, Wiesbaden
Prof. Dipl.-Ing. Klaus Rudat VDI, Beuth Hochschule für Technik, Berlin
Horst Schickor VDI, Aufzug- und Fördertechnik Niggemeier & Leurs GmbH, Bottrop
Dipl.-Ing. Bernhard Smets VDI, Infracor GmbH, Marl
Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten VDI, Fachverband SHK NRW, Düsseldorf
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Tenhumberg VDI, Trier
Dipl.-Ing. Roger Wassmuth VDI, Wassmuth Ingenieure, Schwalbach
M. Eng. Daniel Wehmeier VDI, Siemens Building Technologies, Bielefeld (Vertreter Studenten und
Jungingenieure)
Prof. Dr. Horst Weißsieker VDI, Deerns Deutschland GmbH, Berlin
Dr. Dipl.-Ing. Andreas Winkens VDI, Ing.-Büro Dr. Winkens, Wegberg
Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Spie GmbH, Erlangen
Inhalte und Ziele:
Der Fachbereich berücksichtigt alle technischen Gewerke in Gebäuden. Er ist in die Fachausschüsse
Aufzugtechnik, Elektrotechnik und Gebäudeautomation, Raumlufttechnik, Reinraumtechnik,
Sanitärtechnik und Wärme-/Heiztechnik untergliedert. Hier arbeiten derzeit ca. 100 Gremien aktiv an
der Fortschreibung des VDI-Richtlinienwerks.
Mit über 180 VDI-Richtlinienblättern ist der Fachbereich TGA ein führender Regelsetzer in der
Branche. Zudem ist der Fachbereich Partner zahlreicher Institutionen bei der Durchführung von
Schulungen zu den Themen Lufthygiene, Wasserhygiene, Aufzugs- und Reinraumtechnik mit über 1000
Teilnehmern pro Jahr.
2.4 Fachbereich Facility-Management
Mitglieder im Fachbeirat sind:
Prof. Dr.-Ing. Marten F. Brunk VDI, Bergisch Gladbach (Vorsitzender)
Ministerialrat Dipl.-Ing. Knut Czepuck, MWEBWV NRW, Düsseldorf
Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Glauche VDI, Rödl & Partner GbR, Nürnberg (stellvertretender Vorsitzender)
RA Hartmut Hardt VDI, Kanzlei RA Hardt, Witten
Holger Knuf, i2fm GmbH, Oberhausen
Prof. Dr. Michaela Lambertz VDI, Drees & Sommer, Düsseldorf
Dipl.-Ing. Klaus Mengede VDI, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Düsseldorf
Dr.-Ing. Ronald Miller VDI, Dussmann AG & Co. KGaA, Berlin
Prof. Dr.-Ing. Günter Mügge VDI, Hochschule Lausitz (FH), Cottbus
Mathias Müller, STRABAG Property and Facility Services GmbH, Berlin
Dr. Christoph Sinder VDI, DMT, Dortmund
Prof. Dr. Markus Thomzik, Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen
Prof. Gerald Weindel VDI, Hamburger Fernhochschule, Hamburg
Dipl.-Ing. Andreas Wokittel VDI, Hochtief Solutions AG, Erlangen (stellvertretender Vorsitzender)
Dipl.-Volkswirt Carl Zeine VDI, ages GmbH, Münster
Inhalte und Ziele:
Steigende Energiekosten und Wettbewerbsdruck rücken auch in
Deutschland das professionelle Managen von Immobilien und die
optimale Nutzung der betrieblichen Infrastruktur immer stärker in
den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Bedeutung des FacilityManagements
als
Instrument
zur
Senkung
der
liegenschaftsbezogenen Kosten und zur Steigerung der
Produktivität wird heute auch von kleinen und mittelständischen
Unternehmen erkannt. Die VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik konzentriert sich hierbei auf das technische
Gebäudemanagement. Richtlinienprojekte aus den aktuellen
Schwerpunkten dieses Themengebiets sind:
- VDI 2077 „Verbrauchskostenerfassung“
- VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten“
- VDI 6009 „FM-Grundlagen“
- VDI 6041 „Technisches Anlagenmonitoring“
2.5 Koordinierungskreise
VDI-GBG Koordinierungskreise haben das Ziel, die Aktivitäten zu bestimmten Themenkomplexen
innerhalb der vier Fachbereiche Architektur, Bautechnik, Facility-Management und Technische
Gebäudeausrüstung zu initiieren, zu koordinieren und zu begleiten. Die fachbereichsübergreifende
Koordinierungskreise sprechen hier Empfehlungen an die VDI Fachbeiräte aus und sollen die
Anlaufpunkte für alle fachrelevanten Aktivitäten des VDI sein.
Zur Zeit haben zwei VDI-GBG Koordinierungskreise Ihre Arbeit aufgenommen.
VDI - Koordinierungskreis BIM
BIM (Building Information Modeling) bezeichnet die digitale Darstellung eines Gebäudes und dessen
Funktionen auf der Basis fortlaufend aktualisierter Daten. BIM ermöglicht dabei eine verlässliche
Datenbasis für alle an Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung von Bauprojekten beteiligten Personen
und dies während des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks, also von den ersten Planungen bis zum
Abriss.
Dabei werden alle relevanten Gebäudedaten mit Hilfe bauspezifischer Softwarelösungen digital erfasst,
kombiniert und vernetzt. Die Visualisierung des virtuellen Gebäudes ist hierbei nur ein Aspekt, die
kontinuierliche Aufbereitung und unmittelbare Verfügbarkeit einer gemeinsamen Datenbasis für alle am
Bauprojekt Beteiligten ermöglicht eine Produktivitätssteigerung des Planungs- und Bauprozesses sowie
des Facility-Managements hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität.
Ziel der Arbeit des Koordinierungskreises, bei dem Vertreter aus allen Fachbereichen der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (Architektur, Bautechnik, Facility-Mangement und Technische
Gebäudeausrüstung) mitarbeiten, ist die Initiierung und Begleitung von Richtlinienprojekten zur
Schaffung eines normativen Rahmens für die Anwendung von BIM. Auch die Formulierung von
Statements und Empfehlungen an die Politik, sowie die Durchführung eigener und Unterstützung
fremder Veranstaltungen zum Thema BIM sind Aufgabe des Koordinierungskreises.
Die erste Sitzung des VDI Koordinierungskreises BIM hat am 03. Dezember 2013 in Düsseldorf
stattgefunden, inzwischen sind auf Initiative des Koordinierungskrieses einige durch den VDI
Fachbeirat Bautechnik genehmigte Richtlinienprojekte ins Leben gerufen worden. Weitere
Informationen zum Thema www.vdi.de/bim
VDI - Koordinierungskreis GebäudeEnergetik
In allen Fachbereichen der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik spielt das Thema
Gebäudeenergetik eine große Rolle. Energie, Nachhaltigkeit und Lebenszyklus sind wesentliche
Zukunftsthemen, die nur fachbereichsübergreifend bearbeitet werden können.
Der Koordinierungskreis GebäudeEnergetik der VDI – GBG hat das Ziel, diese koordinative Aufgabe
zu übernehmen um so Hilfestellungen und Antworten auf die Herausforderungen, die durch politische
und klimatische Veränderungen an die Entwicklung und Sanierung unserer Bauwerke und Städte
gestellt werden, geben zu können.
Ein hilfreiches Instrument zum Transfer von Technik und Wissen sind dabei die VDI-Richtlinien, die
interdisziplinär mit allen am Bau beteiligten Fachleuten – Bauingenieure, Architekten, Ingenieure der
TGA und Facility-Manager etc. – entwickelt werden.
Durch Kommentierung aktueller Entwicklungen, beispielsweise von Gesetzentwürfen, kann der
Koordinierungskreis GebäudeEnergetik, unter Betrachtung aller Fachbereiche der VDI-GBG, Position
beziehen zu den wesentlichen Fragen der Energiepolitik.
Zentrale Themen der GebäudeEnergetik im VDI:
•
•
•
•
•
•
•
•
Energetische Bewertung
Energiebedarf
Energieeffizienz
Energetische Sanierung
Lebenszyklusbetrachtungen
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Komfort
Nachhaltigkeit
Weitere Informationen zum Thema www.vdi.de/gebaeudeenergetik
3. GBG-Arbeitskreise in den VDI-Bezirksvereinen
Die Arbeitskreise sind Bestandteile der Bezirksvereine. Sie bieten den Mitgliedern die Möglichkeit zur
Vernetzung vor Ort. Die VDI-GBG unterstützt die Arbeitskreise in fachlicher Hinsicht. Die
Arbeitskreisleiter treffen sich auf Einladung der VDI-GBG einmal im Jahr auf der Jahrestagung. Die
Leiter der Arbeitskreise geben regelmäßig Einladungen zu ihren regionalen Veranstaltungen heraus.
Alle Veranstaltungen und Ihre regionalen Ansprechpartner finden Sie auch im Internet auf www.vdi.de.
Derzeit bestehen in 3 Bezirksvereinen Arbeitskreise für Bauen und Gebäudetechnik, in 30
Bezirksvereinen Arbeitskreise für Bautechnik, in 36 Bezirksvereinen Arbeitskreise für TGA sowie 2
Arbeitskreise für 3 Arbeitskreise für Facility-Management.
4. Ihr Vorsprung als VDI Mitglied
Der VDI mit seinen über 150.000 Mitgliedern steht für weit mehr als nur für ein vielfältiges Portfolio an
Beratungs- und Serviceleistungen, an qualifiziertem Wissenstransfer sowie Angeboten zur
Weiterbildung oder Karriereplanung, das jedes VDI-Mitglied individuell nutzen kann. Der VDI gibt
Impulse, verbindet Kompetenz und bietet Ingenieuren wie auch dem Ingenieurnachwuchs ein breites
Netzwerk. Und setzt sich weitsichtig für eine Politik ein, in der sich das große Innovationspotential der
Ingenieure voll entfalten kann. Er nimmt kritisch Stellung zu wichtigen Themen in Technik, Wirtschaft
und Gesellschaft.
Ihr persönlicher VDI-Vorsprung:
- Networking in Bezirksvereinen, internationalen Freundeskreisen, Sozialen Netzwerken auf
Veranstaltungen sowie für Studenten und Jungingenieure (suj) und Frauen im Ingenierberuf (fib)
- Weiterbildung auf allen Ebenen: national und international, sogar regional zu praktisch allen
Technikdisziplinen, aber auch berufspolitischen Fragen
- Wissensquellen: Neben den VDI-Nachrichten gibt es für Mitglieder verschiedene
Fachzeitschriften , nicht zu vergessen die VDI-Richtlinien und die persönliche Fachberatung und
die VDI-FachNews exklusiv für Mitglieder
- Service – weit mehr als Sie denken: z.B. Versicherungsdienst, Karriereberatung, Rechtsauskunft,
Gründerberatung oder attraktive Konditionen bei Autovermietung und Mobilfunk
- Für Gründer: konkrete Hilfe beim Schritt in die Selbständigkeit durch Rechtsberatung,
Beantragung von Fördermitteln, Fragen zu Patent und Markenrecht
- Für die Karriere: Unterstützung bei der systematischen Karriereplanung z.B. durch individuelle
Beratung, Bewerbungs-Check, Gehaltsanalyse
4.1 Mitglieder in der VDI-GBG
VDI Mitglieder können sich bis zu vier von 55 VDI-Fachbereichen oder einer VDI-Fachgesellschaft mit
allen zugehörigen Fachbereichen zuordnen. Zum 01.07.2014 betreuen die Fachbereiche der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik:
Architektur:
Bautechnik:
Technische Gebäudeausrüstung
Facility-Management
und in Summe
3.362 Mitglieder
8.495 Mitglieder
11.360 Mitglieder
3.753 Mitglieder
17.232 persönliche VDI-Mitglieder.
Die VDI-GBG bietet ein Netzwerk für alle an Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken und Gebäuden
beteiligten Fachleuten.
5. Nachwuchsförderung
Der VDI begleitet Sie aktiv: vor, während und nach dem Studium – auch während des gesamten
Berufslebens. Für junge Nachwuchskräfte ist der VDI Türöffner zu exklusiven Praktika und Exkursionen.
Er ist eng mit Wirtschaft und Industrien verbunden und ist Praxisratgeber für Studierende.
Mehr als 70 Teams aus Studenten und Jungingenieuren (suj-Teams) an fast allen Hochschulen bilden ein
lokales Netzwerk mit zahlreichen Aktivitäten, z.B. Besuche von Fachmessen, Betriebsbesichtigungen,
Vorträge, Workshops, Seminare.
Weitere Informationen zum Studium und zur Nachwuchsförderung in der GBG finden Sie auch im
Internet unter www.vdi.de in den Ressorts „Studium“ und „Karriere“, sowie fachspezifische Themen
www.vdi.de/gbg.
5.1 Albert-Tichelmann-Preis
Zur Förderung des Nachwuchses verleiht die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik den AlbertTichelmann-Preis an Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten für herausragende Arbeiten auf
dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung. Als herausragende Arbeit ist pro Universität oder
Fachhochschule maximal eine deutschsprachige Diplom-, Bachelor-oder Masterarbeit (Fachhochschule)
bzw. eine Diplom-, Bachelor-, Master- oder Studienarbeit (Universität) pro Jahr vom jeweiligen Betreuer
mit einem Gutachten der VDI-GBG vorzuschlagen.
Das Gutachten muss nicht nur das hervorragende fachliche Niveau der eingereichten Arbeit, sondern auch
Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit und Führungseignung des Vorgeschlagenen bestätigen. Die
Kandidaten stellen Ihre Arbeiten im Rahmen einer Kurzpräsentation vor der Jury vor. Es wird maximal
ein Preis jährlich vergeben. Er wird bei der Abschlussfeier zur Übergabe der Abschlusszeugnisse vom
Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik überreicht.
Der Preis besteht aus mehreren Teilen:
• Urkunde für den Preisträger
• Urkunde und Wanderpokal für die Hochschule
• Der Preisträger wird zur nachfolgenden VDI GBG-Jahrestagung eingeladen und hält dort über
seine Arbeit einen Vortrag.
• Optional: Die Arbeit kann von der VDI-GBG in einer gesonderten Schriftenreihe des VDI
veröffentlicht werden
• Der Preisträger wird zu einem international bedeutsamen Kongress im Ausland eingeladen. Die
Kosten hierfür sind Teil des Preises. In der Regel wird die Teilnahme am REHVAStudentenwettbewerb damit verbunden.
Der Albert Tichelmann-Preis wurde im Jahre 2003 erstmals zur Erinnerung an Albert Tichelmann, den
bekanntesten und erfolgreichsten Schüler des Begründers der Wissenschaft in der Heizungs-, Klima- und
Sanitärtechnik, Hermann Rietschel, verliehen. Seinen Zeitgenossen galt Tichelmann als ein Fachmann der
"Ingenieurkunst" für den Bau größerer Warmwasserheizungen mit natürlichem Umlauf. In einem Aufsatz
vom April 1911 über ein Warmwasserheizungssystem mit abgestuften Rohrdimensionen der Vor- und
Rücklaufleitungen schreibt Tichelmann, dass nach dem damaligen Stand der Technik es möglich sei,
Rechenapparate zu konstruieren, die im Bruchteil einer Sekunde Resultate der kompliziertesten Formeln
ermitteln könnten. Er war ein vorbildlicher Ingenieur!
Albert-Tichelmann-Preis 2013 geht an Jakob Hahn
Prof. Dr.-Ing. Uwe Franzke, Vorsitzender des VDI-Fachbereichs TGA, verlieh den Albert-TichelmannPreis 2013 an Jakob Hahn von der Hochschule Esslingen.
Herr Hahn erhielt den Preis für seine Masterarbeit zum Thema
„Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen
Monitorings“, die er als Student der Fakultät Gebäude-EnergieUmwelt erstellt hat. Die Übergabe des Preises fand im Rahmen
einer Feierstunde in der Stadthalle von Göppingen statt. Die
Arbeit von Jakob Hahn wird als VDI-Fortschrittsbericht Nr.
veröffentlicht und im Rahmen der Jahrestagung der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik am 26. September 2014
in Bamberg veröffentlicht. Neben der Auszeichnung des
Absolventen erhielt auch die Hochschule eine Urkunde und einen
Wanderpokal, der bis zum 1. Oktober 2014 an der Hochschule Esslingen bleibt.
Prof. Franzke betonte in seiner Laudatio die Weitsicht Tichelmanns, einem der prägenden Wissenschaftler
der frühen Heizungstechnik, der schon vor 100 Jahren Rechenapparate vorausgesehen hatte, mit denen
man im Bruchteil von Sekunden komplizierteste Berechnungen vornehmen kann. In dieser Kontinuität
stehen auch die Preisträger, die der VDI seit 2003 für besondere Leistungen im Rahmen einer
Abschlussarbeit auf dem Gebiet der TGA auszeichnet. Der Preis wird bundesweit an einen Absolventen
vergeben. Jakob Hahn hatte sich im Rahmen der Jahrestagung der VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik (GBG) in Hamburg im Oktober 2013 vor der Jury durchgesetzt. Seine Arbeit
„Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings“ wird als VDIFortschrittsbericht Nr. 4 der Reihe 23 veröffentlicht (Albert-Tichelmann-Reihe Band 11).
5.2 VDI- Wettbewerb Integrale Planung
Wintersemester 2013/2014 „Nachhaltiges Holzhotel“
Ausgelobt durch die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik in Kooperation mit dem Bund
Deutscher Architekten (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) war es
Aufgabe der Studierenden in interdisziplinären Teams aus Architekten, Bau-, und TGA-Ingenieuren ein
Holzhotel im Herzen von Berlin zu planen.
Die Resonanz auf den diesjährigen VDI-Wettbewerb Integrale Planung "Nachhaltiges Holzhotel" war
enorm: 89 Teams von 33 Hochschulen mit insgesamt 297 Studierenden haben sich am Wettbewerb
beteiligt und ihre Arbeiten an die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geschickt. Jedes Team
musste eine schriftliche Ausarbeitung seines Entwurfs sowie ein
Energie-/TGA-Konzept einreichen und zwei Planwerke
anfertigen. Die besten 30 Teams wurden zur Endausscheidung
am 16. Mai 2014 ins Deutsche Architektur Zentrum (DAZ) nach
Berlin eingeladen. Anhand ihrer erstellten Pläne bekamen die
Studierenden-Teams dort zehn Minuten Zeit, die relevanten
Aspekte ihrer Entwürfe der Fachjury zu präsentieren. Am Ende
des Tages hatte ein Team der RWTH Aachen, bestehend aus
Kathrin Ebner, Elisa Lublasser und Sven Glaser, mit seinem
Entwurf "Musikbox-Hotel" die Nase vorn. Den zweiten Preis sicherte sich ein Team der Universität
Stuttgart vor der TU Wien.
Eine gelungene Mischung einer auf die Funktion eines Musikhotels ausgerichteten Gestaltung,
kombiniert mit einer durchdachten baulichen und technischen Planung, machte die Arbeit „MusikboxHotel“ zum Siegerentwurf. Gleichzeitig berücksichtigte das Team der RWTH Aachen die
entscheidenden energetischen, nachhaltigen und innovativen Aspekte des modernen Bauens. Die Jury
vergab zudem vier Anerkennungspreise für besonders gelungene Einzelaspekte. Hiervon gingen zwei an
Teams der HafenCity Universität Hamburg und je einer an die TU Wien und TU Graz.
Die finale Preisverleihung fand im Rahmen der Messe „Consense“ in Stuttgart statt. Auf einer
Sonderausstellung des VDI wurden dort die Entwürfe der drei erst platzierten Teams, sowie die vier
Anerkennungspreise noch einmal präsentiert. Am 2. Juli fand im Forum Praxis die offizielle
Preisverleihung statt. Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik, stellte in einem kurzen Vortrag den Wettbewerb noch einmal vor. Dann erhielten alle
Teams die entsprechenden Urkunden und Pokale. Die drei erst platzierten zudem einen Scheck. Im
Anschluss präsentierten die Studierenden aus Aachen ihren Siegerentwurf dem Publikum.
In Zusammenarbeit mit dem Informationsdienst Holz wurde eine Dokumentation zum
Wettbewerb erstellt, die alle 89 Entwürfe vorstellt. Ein Exemplar erhalten Sie über die
Geschäftsstelle der VDI-GBG oder als Download auf der Internetseite
www.vdi.de/holzhotel .
Wintersemester 2014/2015 "Energieeffizientes Hochhaus"
Der VDI-Wettbewerb Integrale Planung der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geht in die
nächste Runde. Im Wintersemester 2014/2015 lautet das Thema "Energieeffizientes Hochhaus". Der
Schwerpunkt liegt auch diesmal auf der Zusammenarbeit von Architekten, Bauingenieuren und
Ingenieuren der TGA und des Facility-Managements an einem gemeinsamen Projekt.
Im letzten Jahr galt es ein „Nachhaltiges Holzhotel“ zu planen, nun geht es
um ein „Energieeffizientes Hochhaus“. Der Wettbewerb richtet sich an
Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens der Gebäudetechnik
und des Facility-Managements oder verwandter Studienrichtungen an
deutschsprachigen Universitäten und Fachhochschulen. Zugelassen sind
Teams von 2 bis 6 Personen bestehend aus mindestens zwei Fachrichtungen.
Ein Team bestehend aus 3 bis 4 Studierenden wird empfohlen. Die
Teilnahme am Wettbewerb kann im Zusammenhang mit einer Studien-, Bachelor-, Master-, oder
Diplomarbeit stehen. Dies ist jedoch nicht Voraussetzung zur Teilnahme.
Die Ausschreibungsunterlagen können über die Internetseite www.vdi.de/hochhaus heruntergeladen
werden.
Am 7. November wird es im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung in Düsseldorf zusätzliche
Informationen zum Wettbewerb geben. Für alle, die nicht persönlich teilnehmen können, werden die
Unterlagen im Anschluss im Internet bereitgestellt. Der Einsendeschluss der Entwürfe ist der 31.03.2015.
Bei Fragen zum Wettbewerb wenden Sie sich bitte an Herrn Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff.
5.3 Teilnahme von Studierenden an VDI-Tagungen
Der VDI übernimmt für interessierte Studierende bei ausgewählten Fachtagungen und Kongressen des
VDI-Wissensforums die Teilnahmegebühr durch den VDI-Spendenfond "Junge Ingenieure".
Studierende müssen lediglich Reise- und Übernachtungskosten selbst tragen. Tagungen des VDI sind
als Informationsplattformen etabliert und haben sich oft zu einem Branchentreff entwickelt, auf dem
man Kontakte zu Experten aus Industrie und Wissenschaft knüpfen kann. In Vorträgen werden neue
Technologien vorgestellt. Darüber hinaus bietet meist eine begleitende Fachausstellung Produkte und
Dienstleistungen des jeweiligen Themenfeldes „zum Anfassen“. Fachlicher Träger einer solchen
Tagung sind die Fachgesellschaften des VDI e.V.. Das Programm der Veranstaltung wird in enger
Kooperation mit Kompetenzträgern erarbeitet. Diese ehrenamtlichen Gremienmitglieder des VDI e.V.
sorgen immer wieder dafür, dass wissenschaftlicher Anspruch und praxisorientierte Betrachtung Hand
in Hand gehen.
Tagungen finden über das ganze Jahr hinweg zu den unterschiedlichsten Themenfeldern statt. Eine
Übersicht findet sich unter www.vdi-wissensforum.de. Die für die Studierenden kostenfreie Teilnahme
ist jedoch für jede Veranstaltung auf ein festgelegtes Kontingent begrenzt und bezieht sich nur auf
Tagungen des VDI-Wissensforums (nicht auf z.B. Seminare, Foren oder Lehrgänge).
Diejenigen, die einen Platz in Anspruch nehmen möchten, müssen eingeschrieben und sollten nach
Möglichkeit im Hauptstudium und VDI-Mitglieder sein. Interessenten kontaktieren bitte bis spätestens
vier Wochen vor der Veranstaltung den zuständigen Professor oder die jeweilige VDI-Fachgesellschaft.
Eine Anmeldung muss bis zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung erfolgen.
Eine Übersicht der Veranstaltungen für 2014/2015, an denen Studierende kostenfrei teilnehmen können,
finden Sie im Internet unter www.vdi.de/studium .
5.4 Netzwerk der Studenten und Jungingenieure
Netzwerke sind heute das A und O. Gerade, wenn es um die Karriere geht. Das haben die engagierten
Studenten und Jungingenieure im VDI längst erkannt. „Technik. Netzwerk. Karriere.“ lautet deshalb
folgerichtig das Motto der Mitglieder. Konkret heißt das: Projekte und Aktionen nicht aus Selbstzweck
oder für den Lebenslauf starten, sondern um Organisationserfahrung zu sammeln. Gemeinsam die
Begeisterung für Technik und Wissenschaft teilen. Etwas bewegen, auch neben Studium oder Beruf.
Und ganz nebenbei die eigene Karriere vorantreiben. Das ist das Ziel. Die Studenten und
Jungingenieure im VDI knüpfen wertvolle Kontakte in die Praxis. Sie bilden so ein erfolgreiches
Netzwerk, das wichtige Tipps zu den Themen Jobeinstieg und Studium an Hochschulen und auf Messen
vermittelt. Wen wundert’s, dass rund ein Viertel aller VDI-Mitglieder bei den Studenten und
Jungingenieuren organisiert ist.
Mitarbeit der Studenten und Jungingenieure in den Gremien der VDI-GBG:
Dipl.-Ing. Philipp Orban VDI:
-
Fachbeirat Bautechnik
Daniel Wehmeier M.Eng. VDI:
-
Vorstand / Beirat der VDI-GBG
-
Fachbeirat TGA
Anastasia Zaluga VDI:
-
Fachbeirat Architektur
Darüber hinaus sind weitere Vertreter der Studenten und Jungingenieure, die an einer ehrenamtlichen
Mitarbeit bei der VDI-GBG interessiert sind, herzlich willkommen.
VDI- Studenten erhalten einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn AG (DB AG)
Auf Einladung der DB AG trafen sich 25 im VDI organisierte Studentinnen und Studenten am 11. und 12.
Juni 2014 in Berlin. Dort stellte sich die DB AG Studierenden des Bauingenieurwesens, Maschinenbaus,
Wirtschaftsingenieurwesens und weiterer Ingenieurdisziplinen als hochtechnisiertes Unternehmen und
attraktiver Arbeitgeber vor.
Organisiert wurde die Veranstaltung durch Dipl.-Ing. Nebi Kubat, Arbeitsgebietsleiter
Technikmanagement Großprojekte der DB Netz AG in Frankfurt am Main, und Dipl.-Ing. Philipp Orban,
Vertreter der Studenten und Jungingenieure im Fachbeirat Bautechnik der VDI Fachgesellschaft Bauen
und Gebäudetechnik.
Nachdem am 11. Juni die Organisationsstruktur des Integrierten Konzerns DB AG vorgestellt sowie die
Komplexität und Bauvolumina der Infrastrukturprojekte durch Dipl.-Ing. Nebi Kubat und Dipl.-Ing.
Siegmar Lies, Arbeitsgebietsleiter BHV Großprojekte RB Nord, veranschaulicht wurden, konnten sich
die Studierenden über die Konditionen während eines Praktikums oder den Tätigkeiten als Werksstudent
und mögliche Karrierewege für Ingenieure bei der Bahn informieren.
Im Anschluss besuchten die Studierenden das Großprojekt Ostkreuz und wurden vor Ort von der
Bauherrenvertreterin der DB Netz AG, Dipl.-Ing. Karin Kamitz, direkt über die Baustelle geführt.
Herausforderung für den Bauherrn ist hier die bürger- und umweltfreundliche Bautätigkeit in mitten einer
Metropole wie Berlin unter dem „rollenden Rad“, denn der Nahverkehrsknotenpunkt mit mehr als 100.000
Fahrgästen pro Tag kann nicht einfach gesperrt werden.
Am Abend konnten sich die Nachwuchsingenieurinnen und ingenieure persönlich beim „Netzwerken" mit Mitarbeitern der
DB AG im Hofbräuhaus Berlin austauschen.
Am 12. Juni war es den Studierenden möglich direkt vor Ort in
der Betriebsleitzentrale Berlin Pankow zu erfahren, was es
heißt, wenn Unwetter Strecken in Deutschland lahm legen.
Tags zuvor gab es starke Blitzeinschläge auf der Strecke von
Hannover nach Berlin, so dass einige Teilnehmer verspätet
ankamen. Nun konnten sie sehen, wie Fahrdienstleiter
Fahrstraßen über Signale und Weichen elektronisch stellen und
die Disposition von Zügen im Nordosten Deutschlands
vornehmen.
Am Nachmittag fanden sich die Teilnehmer am Bahnhof Schönefeld ein und wurden von Dipl.-Ing. Peter
Schulze, ehemaliger Bauherrenvertreter der DB Netz AG und jetziger Projektleiter der DB ProjektBau
GmbH für die Schienenanbindung des neuen Hauptstadtflughafens BER, mit einer Sonderfahrt in den
Tiefbahnhof geleitet. Hier wurden die seit 01.11.2010 fertiggestellten Örtlichkeiten besichtigt und
anschließend durch den Referenten für Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Flughäfen eine Begehung des
Flughafenterminals ermöglicht. Vor Ort wurde erläutert, welche Herausforderungen und
Problemstellungen für Planer und Ausführende bei derartigen großen Infrastrukturprojekten zu bewältigen
sind.
Nach Abschluss der Besichtigungen starteten die Studierenden am Abend in den jährlichen VDI SUJ
Kongress, der dieses Mal in Berlin unter dem Motto „Geh in Führung“ stattfand.
Autor: Philipp Orban, 15.06.2014
6 Ehrungen
VDI-Ehrungen werden nach der Ehrungsordnung des VDI und nach den „Richtlinien für die Vergabe und
Abwicklung von Ehrungen und Preisen“ verliehen.
In den letzten Jahrzehnten wurden folgende Mitglieder der Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik geehrt:
Ehrenzeichen des VDI
Gestiftet zur 75-Jahrfeier 1931
für Ingenieure, die besondere
Leistungen aufzuweisen oder
sich Verdienste auf dem Gebiet
technisch-wissenschaftliche
Gemeinschaftsarbeit im In- und
Ausland erworben haben.
1952
1952
1956
1956
1971
1973
1977
1977
1980
1981
1983
1984
1987
1989
1991
1992
1993
1993
1996
1997
2000
2000
2001
2002
2003
2004
2013
Otto Graf †
Fritz Leonhardt †
Georg Garbotz †
Kurt P. Klöppel †
Franz Vaessen †
Bruno Regenscheit
Max Mengeringhausen
Hans Wittfoht
Helmut Laakso
Heribert Thul †
Helmut Bockholt
Wolfgang Zerna †
Hans Siebke †
Burkart Rümelin
Heinz Rausch†
Leonhard Obermeyer
Hans-Gustav Olshausen
Hans Vießmann
Horst Esdorn
Helmut August
Heinz Bach
Bertram Canzler sen. †
Klaus W. Usemann †
Tibor Rácóczy
Wilfried B. Krätzig
Manfred Nußbaumer
Michael Schmidt
1977
1989
1992
1992
1995
1999
2000
2000
2001
2002
2004
2004
2005
2009
Günther Valtinat
Rainer Wanninger
Peter Steinhagen
Josef Zimmermann
Kai-Uwe Bletzinger
Uwe Franzke
Rolf Jung
Madjid Madjidi
Michael Bauer
Markus Ewert
Ulrich Klotz
Nicole Riedle
Dirk Müller
Konstantinos
Stergiaropoulos
2011 Frank Bitter
2013 Guido Hardkop
Ehrenmedaille des VDI
Die Ehrenmedaille des VDI
(Gold) wird an besonders verdiente Mitglieder von Bezirksvereinen und Mitarbeiter von
Fachgliederungen verliehen.
1961 Wilhelm Raiss
1963 Max Mengeringhausen
1964 Otto Krischer
1967 Hans-Bert Chowanetz
1967 Friedrich Schiele
1969 Helmut Laakso
1970 Albrecht Kolmar
1974 Werner Linke
1974 Arthur Röhnisch
1975 Eberhard Sprenger
1976 Hubert Lenz
1976 Eberhard Jacobi
1977 Helmut Bockholt
1977 Rud. Chowanetz
Ehrenring des VDI
Gestiftet 1934 für Ingenieure bis zum 1978 Gerd Labohm
vollendeten 40. Lebensjahr, die
1978 Bernard Dreiner
sich durch ihre Arbeit auf
1978 Werner Krüger
technisch-wissenschaftlichem
1978 Günther Rexroth
Gebiet ausgezeichnet haben.
1979 Helmut Pfaar
1960 Heinz Beck
1981 Horst Esdorn
1969 Siegfried Schattulat
1984 Karl Steinfeld
1973 Wieland Ramm
1986 Hermann Flessner
1975 Jürgen Masuch
1987 Hans Vießmann
1977 Heinz Brockmeyer
1988 Walter Bilger
1988
1988
1989
1989
1990
1990
1991
1991
1991
1992
1992
1993
1993
1994
1994
1995
1996
1996
1997
1997
1997
1998
2001
2002
2003
2003
2004
2004
2004
2005
2005
2007
2007
2007
2008
2008
2009
2010
2011
Dieter Jungwirth
Günter Kühlmann
Helmuth Paproth
Wilhelm Zellner
Wilhelm Linkerhägner
Rolf Windels
Rudolf Floss
Roland Idler
Franz John
Otto Rohde
Otto Stenger
Rudolf Klasen
Hans Kurt Nonnenkamp
Georg Dröge
Siegfried Mängel
Gerhart Mathis
Leonhard Jussen
Günther Krause
Paul Bornemann
Gerhard Brüsehaber
Günter Thäle
Hartwig Beiche
Günter Albers
Horst Falkner
Peter Eiermann
Hubertus Kopatschek
Johann Christoph Kröhan
Wolfgang Schneider
Wolfgang Polhaus
Henning Jagau
Albrecht Memmert †
Wolfgang Ellinger
Dieter Eschenfelder
Klaus Peter Keuntje
Harald Beitzel
Martin Herrenknecht
Friedhelm Schlößer
Wolfgang Feldwisch
Ulrike Kuhlmann
Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille
Die Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille des VDI wird seit 1991 vom
VDI-Fachbereich Technische
Gebäudeausrüstung in Würdigung der
hervorragenden und beispielhaften
Persönlichkeit des Namensgebers
verliehen als Auszeichnung für
besonders verdiente ehrenamtliche
Mitarbeiter oder Ingenieure, die auf
dem Gebiet der Technischen
Gebäudeausrüstung besondere
Verdienste erworben haben.
1991 Lothar Siebert
1991 Klaus W. Usemann †
1992 Uichi Inouye
1993 Heinz Bach
1994 Heribert Schmitz
1995 Bertram Canzler sen. †
1996 Tibor Rákóczy
1997 P. Ole Fanger †
1998 Hermann Berger †
2000 Rüdiger Detzer
2001 Bernd Pasterkamp
2002 Rainer Hirschberg
2003 Jürgen Diehl
2004 Michael Schmidt
2005 Frank Zimmermann
2006 Tatsuaki Tanaka
2007 Harald Bitter
2007 Jochen Opländer
2008 Achim Keune
2009 Lothar Rouvel
2011 Jürgen Tenhumberg
2012 Marten F. Brunk
2013 Klaus Rudat
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Alexander Adloch
Sebastian Schramm
Florian Dittel
Christian Stäbler
Frederik Schmahl
Jasmin Pfuhler
Charlotte Buhl
Jakob Hahn
Gruson-Ehrenplakette
Die Gruson-Ehrenplakette des
VDI wird vom Magdeburger
Bezirksverein verliehen und der
Ehrenplakette des VDI gleich
gewertet.
1996 Georg Nachtwei
Ehrenplakette des VDI
Die Ehrenplakette des VDI wird
an verdiente Mitglieder von
Bezirksvereinen und Mitarbeiter
von Fachgliederungen verliehen.
1950 Fritz Imhoff
1956 Otto Hetzel
1958 Louis Opländer
1959 Bruno Regenscheid
1960 Helmut Laakso
1961 Gerd Labohm
1962 Otto Heinz Brandi
1963 Hans Bilden
1964 Eberhard Jacobi
1965 Eberhard Sprenger
Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille
Die Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille 1966 Werner Halbig
des VDI wird von der VDI-GBG in 1966 Alfred Popp
Würdigung der hervorragenden und 1968 Albrecht Kollmar
beispielhaften Persönlichkeit des
1969 Hubert Lenz
Namensgebers verliehen.
1969 Heinz Roth
Sie ist eine Auszeichnung für
1969 Ernst Ferdinand Thon
besonders verdiente Mitglieder und 1970 Bernhard Dreiner
ehrenamtlich Tätige oder für
1971 Helmut Bockholt
Ingenieure, die sich auf den Gebieten 1971 Bertram Canzler sen. †
der Bautechnik besondere Verdienste 1972 Paul Holl
erworben haben.
1973 Jürgen Lehmann
1973 Georg Wendel
2014 Manfred Curbach
1975 J.H.A. Kaldschmidt
1975 Meno Pfister
1976 Eduard Merkle
Albert-Tichelmann-Preis
Dieser Preis wird für eine
1976 Hermann Pütz
Abschlussarbeit des Studiums
1977 Horst Esdorn
im Fachgebiet der TGA
1977 Claus Willi Hövel
vergeben.
1978 Günter Kühlmann †
2003 Tobias Burkard
1978 Hans Heinrich Timmer †
2004 Nicole Henerichs
1979 Johannes Baden
2005 Florian Keppler
1980 Heinz Beck
1980
1980
1981
1981
1981
1981
1981
1981
1982
1982
1982
1982
1984
1984
1984
1984
1984
1984
1985
1985
1986
1986
1986
1986
1987
1987
1987
1987
1988
1988
1988
1989
1989
1989
1990
1990
1990
1991
1991
1992
1992
1992
1994
1994
1994
1994
1995
1995
1996
1996
1996
1997
1997
1997
Heinz Kein
Friedrich Pape
Heinz Bach
Harald Kopp
Klaus-Dietrich Laabs
Hannes G. Rödiger
Lothar Siebert
Klaus W. Usemann †
Gottfried Flatow
Helmut Hampel
Günther Reichow
Heribert Schmitz
Adolf Bornschlegl
Frank Dehli
Paul Gluch
Leonhard Jussen
Wolfgang Salzwedel
Ernst Schmidt Schäffer
Hermann Berger †
Karl Knapp
Karl-Hubert Kuebel
Gerhart Mathis
Werner Sell
Josef Stein
Helmut Börstinghaus
Peter Diesterhaupt
Rudolf Floss
Tibor Rákóczy
Karl-Heinz Birke
Franz Hörmann
Heinz Otten
Wolfgang Collmann
Hans Schiebold
Fritz Starp
Wolfgang Schneider
Klaus Schulte-Bonsfeld
Robert Zipelius†
Harald Flicke
Fritz Wagner
Peter Eiermann
Hans-Dieter Kondermann
Reinhard Seeling
Dieter Arndt
Winfried Cremer
Dieter Wagner †
Dieter Wolff
Rüdiger Detzer
Frank Zimmermann
Wolfgang Gießelmann
Bernd Pasterkamp
Gerhard Salveter
Bernhard Fritzsche
Rainer Hirschberg
Norbert Kröschel †
1997
1997
1997
1997
1997
1998
1998
1998
1998
1998
1998
1998
1998
1998
1999
1999
1999
1999
1999
2000
2000
2000
2000
2001
2001
2001
2002
2002
2002
2002
2002
2002
2002
2002
2003
2003
Paul Möllers
Wolfgang Morenz
Hans-Jürgen Niemeyer
Helmut Pokern
Michael Schmidt
Jürgen Diehl
Gerhard Frisch
Hans-U. Haering
Reinhard Jungk
Carl-Ludwig Kruse
Jürgen Masuch
Hildegard Tesch
Harald Bitter †
Klaus Franz
Lothar Gail
Klaus Fitzner
Edwin Hadré
Hartmut Lückemeyer
Günter Reuther
Achim Keune
Rainer Kryschi
Wolfgang Richter
Chan-Suk Lee
Peter Lein
Günter Mügge
Heinz-Jürgen Tenhumberg
Bert Brümmendorf
Hans-Friedrich Hinrichs
Erich Koops
Nikolaus Rosmanitz
Hans R. Kranz
Wolfgang Möckel
Eberhard Oesterle
Klaus Rudat
Wolfgang Becker
Marten F. Brunk
2003
2003
2003
2003
2003
2003
2004
2004
2004
2004
2004
2004
2004
2005
2005
2005
2005
2006
2006
2006
2006
2006
2006
2007
2007
2007
2007
2007
2007
2007
2008
2008
2008
2009
2009
2009
Wolfgang Ellinger
Adolf Heeb
Gerold Hillig
Rüdiger Krampe
Bjarne Olesen
Jobst Frh. von Heintze
Ulrich Busweiler
Sigmar Hesslinger
Klaus Peter Keuntje
Hans-Peter Prömper
Horst Schuhose
Günther Volz †
Michael Weise
Friedhelm Meermann
Martin Schata
Franz-Peter Schmickler
Bernd Wattenberg
Günther Keller
Manfred Pikart
Horst-Georg Schmalfuß
Bernhard Smets
Manfred Zeller
Konrad Zilch
Heinz Eberhard
Manfred Büchel
Wolfram Klingsch
Martin Krone †
Udo Kunz
Franz-Hermann Schlüter
Rainer Wäntig
Michael Bauer
Arnold Brunner
Uwe Franzke
Günter Ohl
Karin Rühling
Olli Seppanen
2010
2010
2010
2010
2010
2010
2011
2012
2012
2012
2012
2012
2013
2013
2013
2014
2014
Erwin Janzen
Denis Loskant
Hans-Jörg Moritz
Horst Weißsieker
Thomas Wiedemann
Andreas Winkens
Ulrich Finke
Hermann Dinkelacker
Bernhard Küter
Mathias Ruß
Christian Seifert
Siegfried Weishaupt
Harald Fonfara
Eva Hinkers
Andreas Wokittel
Udo Gommel
Rolf Joska
Grashof-Denkmünze des VDI
1973 Fritz Leonhardt †
Korrespondierende Mitgliedschaft
des VDI
1985 Ben C. Gerwick, USA†
1985 Robert Krapfenbauer,
Österreich
1985 Bruno Thürlimann, Schweiz
1993 André Thiébault, Frankreich
1995 José Medem Sanjuan, Spanien
2000 Klaus Ostenfeld, Dänemark
2009 Koos Mast, Niederlande
2010 Michel Virlogeux, Frankreich
2012 Yuri Tabunschikov, Rußland
VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer (re)
zeichnet Prof. Dr.-Ing. Michael Schmidt.
mit dem Ehrenzeichen des VDI aus.
7 Initiativen und Stellungnahmen
Aktuelle Handlungsfelder und Thesen der VDI-GBG
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik arbeitet regelmäßig an Stellungnahmen und
Positionspapieren zu aktuellen Themen der Branche. Die Langfassungen der Stellungnahmen finden
Sie im Internet unter www.vdi.de/gbg-stellungnahmen
Die Gebäude der Zukunft werden mit den Gebäuden von heute nicht mehr vergleichbar sein. Immer
mehr Menschen einer zunehmend alternden Gesellschaft werden in immer größeren Städten leben. Die
Bedürfnisse ihrer Benutzer nach Behaglichkeit, Komfort und Mobilität werden steigen. Diese
Bedürfnisse werden mit weniger Ressourcenverbrauch befriedigt werden müssen. Gebäude müssen
zukünftig aber nicht allein ästhetisch anspruchsvoll, funktional und nutzerfreundlich sein, sie müssen
den gesellschaftlichen Forderungen nach Energieeffizienz ebenso Rechnung tragen wie den gewaltigen
Herausforderungen, vor die uns die Auswirkungen des Klimawandels stellen werden.
Diese grundlegend veränderten Rahmenbedingungen verlangen nach einer signifikanten
Qualitätssteigerung von Gebäuden und anderen Bauwerken. Ein ambitionierter Anspruch, der nur über
ein ganzheitliches Konzept, eine bessere Vernetzung und die Zusammenarbeit aller beteiligten
Fachleute aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung und
Facility-Management zu erreichen sein wird. Die Struktur der VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik bietet die Möglichkeit, diese Themen gemeinsam zu bearbeiten und Ziele zu erreichen.
In
der
VDI-Gesellschaft
Bauen
und
fachbereichsübergreifenden Themen diskutiert:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Gebäudetechnik
werden
aktuell
folgende
Akzeptanz von Infrastruktur- und Großprojekten
Erhalt der Infrastruktur
GebäudeEnergetik
Barrierefreies Bauen
Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung
Building Information Modeling
Stadtentwicklung
Gebäudesicherheit
In einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik antworteten
auf die Frage „Welche der folgenden Themen beschäftigt Sie aktuell?“:
29% Akzeptanz von Großprojekten
33% Erhalt der Infrastruktur
68% GebäudeEnergetik
27% Barrierefreies Bauen
30% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung
21% Building Information Modeling (BIM)
19% Stadtentwicklung
31% Gebäudesicherheit
Wirtschaftliche Impulse für die eigene Arbeit erwarten die Mitglieder der VDI-GBG zu den Themen
wie folgt:
21% Akzeptanz von Großprojekten
36% Erhalt der Infrastruktur
66% GebäudeEnergetik
24% Barrierefreies Bauen
35% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung
-
24%
19%
28%
Building Information Modeling (BIM)
Stadtentwicklung
Gebäudesicherheit
Ein langfristiges, wirtschaftliches Entwicklungspotenzial sehen die VDI-Mitglieder zu den Themen wie
folgt:
39% Akzeptanz von Großprojekten
57% Erhalt der Infrastruktur
70% GebäudeEnergetik
38% Barrierefreies Bauen
39% Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung
28% Building Information Modeling (BIM)
36% Stadtentwicklung
29% Gebäudesicherheit
Der nachfolgend dargestellte Diskussionsstatus als Zwischenstand zu betrachten, alle Themen werden
innerhalb der nächsten Monate weiter bearbeitet, ggf. werden konkrete Positionierungen auch für die
politikorientierte Öffentlichkeitsarbeit daraus abgeleitet. Im Zuge der mehrfach zitierten Studie wurden
rd. 11.000 Ingenieure aus allen Bereichen des Bauens befragt.
7.1
Akzeptanz von Infrastruktur- und Großprojekten
In der jüngsten Vergangenheit waren Planungen und Durchführungen bedeutender
Infrastrukturvorhaben Gegenstand medialer und öffentlicher Debatten. Sachliche Aspekte in der
Abwägung des Für und Wider von Projekten standen oftmals hinter Emotionen zurück. Um als weltweit
führender Industrie- und Technikstandort auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, Wohlstand und
Arbeitsplätze zu sichern und dem gestiegenen Bedarf an Mobilität innerhalb der Bevölkerung gerecht zu
werden, sind Investitionen in Ausbau und Modernisierung von Infrastrukturen jedoch unerlässlich.
Am Beispiel des Ausbaus der Energieinfrastruktur im Zuge der Energiewende ist zu beobachten, dass
ihr Ausbau nicht schnell genug voranschreitet. Ein Grund hierfür ist die oft ambivalente Haltung der
Bevölkerung und insbesondere der betroffenen Bürger gegenüber Maßnahmen wie dem Bau neuer
Stromleitungen, dem Ausbau der Verkehrswege oder der Errichtung neuer Kraftwerke. Es hat sich
gezeigt, dass sich das gestiegene Bedürfnis der Menschen nach Mitsprache auch auf die Gestaltung ihrer
Umwelt auswirkt. Um den Ausbau und die Modernisierung von Infrastruktur in der Zukunft zu
ermöglichen, bedarf es Lösungen, die gesellschaftlich tragfähig sind. Diese Lösungen müssen im Dialog
gefunden werden.
Der VDI setzt sich für eine neue Dialogkultur und eine effektive Bürgerbeteiligung ein. Ein
konstruktiver Dialog aller an der Planung und Durchführung von Infrastrukturvorhaben Beteiligten
schafft die Voraussetzung für Offenheit und Verständnis gegenüber geplanten Ausbau- und
Modernisierungsmaßnahmen. Eine effektive Bürgerbeteiligung, rechtzeitige Information und eine
bessere Kommunikation sind wesentliche Bestandteile hierfür und erfordern gleichermaßen das
Engagement von Politik, Verwaltung, Ingenieuren und der Öffentlichkeit. In einer Studie der VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik gaben 79% der befragten Fachleute an, dass nach ihrer
Einschätzung Großprojekte durch eine frühe Bürgerbeteiligung und einen konstruktiven Dialog eine
höhere Akzeptanz finden, nur 13,6% der befragen sehen hier keinen erfolgversprechenden Ansatz.
Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um einen ergebnisoffenen Dialog zu führen und die
Bedürfnisse der Beteiligten nach Information, Einbindung und Transparenz des Planungsprozesses zu
berücksichtigen.
Der VDI hat in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Verwaltung, NGOs und
Wissenschaft Empfehlungen erarbeitet, um die konstruktiven Ansätze bei den beteiligten Akteuren zu
stärken und damit zu gesellschaftlich tragfähigen Lösungen bei Infrastrukturvorhaben zu kommen.
Dabei standen die Fragen:
Wie kann Dialog konstruktiv gestaltet werden?
Wie kann effektive Bürgerbeteiligung gelingen?
Wie kann die Kommunikation der Akteure verbessert werden?
im Vordergrund. Der VDI hat daraus Leitlinien für eine bessere Kommunikation, Bürgerbeteiligung und
ein Stakeholdermanagement entwickelt, diese drücken sich in den Richtlinien VDI 7000
(Stakeholdermanagement) und VDI 7001 (Kommunikation und Bürgerbeteiligung – Empfehlungen für
Ingenieure) aus. Diese Richtlinien sollten auch bei öffentlichen Bauvorhaben angewandt und
ausprobiert werden.
Kritisch sehen die Ingenieure des Fachgebiets die eigenen Fähigkeiten zur Außendarstellung Ihrer
Arbeit. Auf die Frage „Werden Ingenieure so ausgebildet, dass sie ihre Projekte und Planungen in der
Öffentlichkeit gut erklären können?“ antworteten:
1%
ja, immer
24% ja, meistens
61% nein, eher nicht
11% nein
3%
weiß nicht
Mit der VDI-Richtlinie 7001 Blatt 1 wurde ein Konzept zur Fortbildung von Ingenieuren erarbeitet, Ziel
ist es Kommunikationsaktivitäten entlang des üblichen Planungs- und Bauprozesses zu planen. Für die
Mitarbeiter in den Baubehörden kann ein Schulungskonzept in Anlehnung an VDI 7001 Blatt 1
entwickelt werden.
7.2
Erhalt der Infrastruktur
Die in Deutschland vorhandene Infrastruktur in Form von Schienen, Brücken, Straßen sowie Ver- und
Entsorgungsystemen ist ein wesentlicher Faktor für die Leistungsfähigkeit des Industrie- und
Wirtschaftsstandorts Deutschland. Dabei steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Regionen, in
denen diese Strukturen gerade neu geschaffen werden oder neu zu erschaffen sind.
Maßnahmen zum Erhalt der Infrastruktur werden nicht ausreichend finanziert. So sind nach einer
Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik 89% der Meinung, die
öffentliche Hand sollte mehr Finanzmittel für den Erhalt der Infrastruktur bereitstellen.
Der Finanzbedarf der Entwicklungsprojekte der deutschen Wiedervereinigung hat diese Situation, in
den letzten zwanzig Jahren verschärft. Deutschland lebt hier von der Substanz, die die letzten
Generationen geschaffen haben. In der Folge sind erste Schäden und Einschränkungen für die
Öffentlichkeit wahrnehmbar geworden, z.B. an einer Autobahnbrücke auf der A1 bei Leverkusen.
Die VDI-GBG beabsichtigt hier im Dialog mit anderen Vereinen und Verbänden zur Versachlichung
der Diskussion beizutragen und höhere Mittel für den Erhalt und die Weiterentwicklung der
Infrastruktur einzufordern.
Auf die Frage: „In welchen Infrastrukturbereichen sehen Sie besondere Defizite bezüglich der
Instandhaltung?“ antworteten die Mitglieder der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik:
57% Schienennetze
45% Stromnetze
29% Datennetze
87% Straßen, Brücken, Autobahnen
7.3
GebäudeEnergetik
Die politischen Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes sind ohne einschneidende energetische
Verbesserungen des Gebäudebestandes nicht zu erreichen. In Deutschland wird 40 Prozent der Energie
für den Betrieb von Gebäuden eingesetzt. Der überwiegende Anteil daran ist Wärmeenergie für die
Heizung und die Trinkwassererwärmung, aber auch die Raumlufttechnik bietet erhebliche Potentiale.
Bisher ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung mit weniger als zehn Prozent
sehr klein. Auch die momentane Steigerungsrate liegt mit unter zehn Prozent pro Jahr sehr niedrig.
Selbst wenn alle neuen Gebäude energieautark wären, bewirkt die geringe Neubauquote, dass dieser
Beitrag zur Zielerreichung nicht ausreicht.
Gebäude müssen, zur Erfüllung Ihrer Aufgaben in hohem Maße technisiert sein, sie müssen aber für den
Nutzer handhabbar und damit gebrauchstauglich bleiben. Entsprechend der vorgesehenen Nutzung ist
daher für jedes Gebäude in der Planung festzulegen:
Nutzungsanforderungen
Energetische Anforderungen
Technische Realisierung
Betriebskonzept
In vielen Bereichen des Bauens wird ein guter Standard angestrebt, der sowohl in der Investition als
auch im Lebenszyklus nicht zu teuer ist. Für zukünftige Technologien können ggf. Vorbereitungen
getroffen werden, auch wenn der Einsatz aus heutiger Sicht noch nicht dem Stand der Technik
entspricht oder die Nutzer die Anforderungen heute noch nicht stellen. Der VDI bietet mit seinen
technischen Regeln umfassende Unterstützung und Planungshilfen in diesem Zusammenhang. Fachleute
des Bauens greifen auf die Standards des VDI zurück und wenden diese an.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der VDI insbesondere in den Bereichen:
a.
Neubau oder Sanierung – Transparenz über die Qualität der Gebäude
b.
Wohnungsbau
c.
Nicht-Wohnungsbau
d.
Vorbildrolle der öffentlichen Hand
e.
Beratung, Planung, Qualität
a)
Neubau oder Sanierung – Transparenz über die Qualität der Gebäude
Der Gebäudebestand birgt national wie international ein gewaltiges Einsparpotential hinsichtlich des
Energieverbrauchs und der CO2 Emissionen. Neue Gebäude können mit sehr guter energetischer
Qualität erstellt werden. Für Neubauten sind alle Zielwerte der Energieeinsparverordnung sowohl unter
technischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne Zweifel zu erreichen. Im Bestand ist es,
abgesehen von denkmalwerten Gebäuden, technisch möglich, die Gebäude auf einen
Niederenergiestandard (Zielwert etwa 35 kWh/(m²a) umzurüsten. Der VDI spricht sich für eine
technologieoffene Förderung bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestands mit langfristigen,
verlässlichen Bedingungen aus.
Nach einer Studie der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik halten selbst die Fachleute in der
Branche die Ermittlung des Energiebedarfs von Gebäuden für nicht ausreichend transparent. In einer
Umfrage antworteten die Mitglieder auf die Frage: „Halten Sie die Berechnung des Energiebedarfs von
Gebäuden in Deutschland für transparent?“:
23% ja
65% nein
12% weiß nicht
Das Gebäude sollte als ein Gesamtsystem verstanden werden. Die baukonstruktiven, bauphysikalischen
und anlagentechnischen Funktionen zusammen bestimmen die funktionalen Eigenschaften, die
energetischen Eigenschaften und die ökologischen Eigenschaften. Nur die Verbesserung des
Gesamtsystems eröffnet die Chance der angestrebten Minimierung des Energiebedarfs. Die VDI-GBG
setzt sich dafür ein, dass:
•
Alle Gebäude auf Basis einer Bedarfsermittlung in ihrem bezogenen Jahresenergiebedarf und
ihrem CO2-Ausstoss gekennzeichnet werden.
•
Die Anwendung der Lebenszykluskostenanalyse als Entscheidungsgrundlage für mögliche
Investitionen in Gebäudeeffizienz gestärkt wird.
•
Die Emissionsgrenzwerte für Heizungsanlagen im Bestand gesenkt werden, um als
Sofortmaßnahme wesentliche Beiträge zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz zu leisten.
b)
Wohnungsbau
Wohngebäude bestimmen durch ihre Anzahl wesentlich das Portfolio des Gebäudebestands in
Deutschland. Investitionen zur Modernisierung sind häufig von anderen Motiven als der
Energieeffizienz geprägt. Um höhere Investitionen für die energetische Gebäudesanierung auszulösen,
müssen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden, das heißt:
Notwendige Investitionen in die Effizienz des Gebäudebestands werden gemeinsam von
Gebäudeeigentümern und Gebäudenutzern zu tragen sein. Bei vermieteten Immobilien, insbesondere in
der Wohnungswirtschaft, kommt eine verbesserte energetische Qualität zunächst dem Mieter über
geringere Nebenkosten zugute. Der Wert einer energetisch modernisierten Wohnung sollte angemessen
bei der ortsüblichen Vergleichsmiete berücksichtigt werden.
Kosten für die energetische Sanierung auf die Grenzwerte des Energiebedarfs sollten in einer
angemessenen Zeit für den Investor refinanzierbar sein.
Die Förderung der energetischen Sanierung könnte mit anderen förderungswürdigen
Sanierungszielen, wie z.B. der Barrierefreiheit gekoppelt werden.
Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik halten
87% energieeffizientes Bauen für ein förderungswürdiges Ziel, nur 11% der Befragten sprechen sich
dagegen aus. Eine gesetzliche Regelung des Energiebedarfs im Gebäudebestand wird von der Mehrheit
der Fachleute im VDI abgelehnt.
c)
Nicht-Wohnungsbau
Der Wohnungsbau macht etwa einen 90%-igen Anteil an der Anzahl der Gebäude aus. Die sogenannten
Nichtwohngebäude in Deutschland umfassen aber einen Bestand von ca. 2.400 Millionen m² Nutzfläche
Bezogen auf die Fläche ist der Anteil der Wohngebäude demnach weitaus geringer und der
Energieverbrauch/m² ist im Nicht-Wohnungsbau keinesfalls zu vernachlässigen. Eine Fokussierung auf
den Wohnungsbau wird dazu führen, dass die klima- und energiepolitischen Ziele verfehlt werden. Die
Maßnahmen für den Nicht-Wohnungsbau sind fachlich anders zu beurteilen, insbesondere der
wechselseitige Einsatz von Heiz- und Kühlenergie ist mit dem Wohnungsbau nicht vergleichbar. Im
stärkeren Ausbau der TGA in diesen Gebäuden stecken zusätzliche Potenziale, z.B. in der
Gebäudeautomation sowie der Raumlufttechnik mit den Aspekten der Wärmerückgewinnung, die im
Wohnungsbau aufgrund fehlender Lüftungstechnik oft nicht zu erschließen sind, und der Durchsetzung
der energetischen Inspektion von Klimaanlagen nach ENEV.
Der Einsatz von Wärmerückgewinnungsgeräten in Nicht-Wohngebäuden ist besonders effizient und
wirtschaftlich. Eine Vermeidung von rund 100 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ist nach
einer Studie des Fachinstituts Gebäude-Klima (FGK) möglich. Zur Erschließung der Potenziale ist die
Wärmerückgewinnung nach Ansicht des VDI den regenerativen Energien gesetzlich gleichstellen.
Wärmeverluste beim Lüften von Gebäuden machen rund 35 % der gesamten Wärmeverluste aus. Bei
der Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen wird die warme Luft im Gebäude, die bei einer
Fensteröffnung ungenutzt in die Umgebung entweichen würde, zur Erwärmung der kühlen neu
angesaugten Luft eingesetzt.
Bestehende Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei Nichtwohngebäuden in Deutschland erhebliche
Energieeinsparpotentiale liegen. Trotz der dafür verfügbaren Technologien bleiben diese Potentiale
insbesondere im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik ungenutzt. Eine Ursache dafür wird in der
schleppenden Umsetzung des § 12 der Energieeinsparverordnung (EnEV) zur Energetischen Inspektion
von Klimaanlagen gesehen. Trotz der gesetzlicher Pflicht nach § 12 EnEV sind bisher weniger als 3 %
der Klimaanlagen in Deutschland energetisch inspiziert. Folgende Potenzial werden von Fachleuten
gesehen:
•
Einsparpotential von bis zu 20,4 Terrawattstunden (TWh) Wärme, 12,5 TWh Strom und
umgerechnet 12,9 Millionen Tonnen CO2 ungenutzt
•
Erweiterung der Inspektionspflicht auf weitere Lüftungsanlagen erschließt zusätzliche
Potentiale
d)
Vorbildrolle der öffentlichen Hand
Die öffentliche Hand wird aufgefordert, Ihrer Vorbildrolle auf dem Weg zu „nZEB“ (Nearly Zero
Energy Buidlings) gerecht zu werden. Die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion bei der
Demonstration und flächenhaften Umsetzung energiesparender Technologien. Trotz der in der Regel
höheren Investitionsaufwendungen solcher Technologien, sollte die öffentliche Hand als Bauherr diese
tätigen und damit signalisieren, dass Energieeinsparung möglich und sinnvoll ist. Hinzu kommt, dass
das Finanzvolumen der öffentlichen Hand auch zu einer veränderten Anbietersituation führen kann, was
positive Auswirkungen auf den einzelnen Privatinvestor hat. Darüber hinaus setzt sich die VDI-GBG
dafür ein, konstante, verlässliche und langfristige Rahmen- und Förderbedingungen zu schaffen, die
auch für kommunale Finanzplanung einen verlässlichen Rahmen bietet.
Energieausweise sollten in allen öffentlichen Gebäuden aushängen, auch in Schulen und Kindergärten,
um so das Selbstverständnis in der Öffentlichkeit zu verändern.
Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass Öffentliche Bauherren auf allen Ebenen in die Lage versetzt
werden, ihren politisch bereits zugewiesenen Vorbildaufgaben nachzukommen und gesetzliche
Vorgaben zu erfüllen.
In einer Studie der VDI-GBG wird festgestellt, dass 75% der Fachleute der Meinung sind, dass die
öffentliche Hand ihrer Vorbildrolle bei der Gebäudeenergieeffizienz nicht wahrnimmt. Auf die Frage:
„Halten Sie die Förderung der energetischen Gebäudesanierung für transparent und langfristig planbar?“
antworteten im August 2014:
7%
ja, transparent und planbar
25% ja, transparent, aber nicht langfristig planbar
56% weder transparent noch langfristig planbar
12% keine Meinung.
e) Beratung, Planung, Qualität
Nicht alle Versuche der Vergangenheit, Energie einzusparen, waren aus Sicht der Fachleute durchdacht.
Alle bau- und anlagentechnischen Maßnahmen an Gebäuden sollten von ausreichend qualifizierten
Fachleuten vorgenommen werden, um gesundheitlichen oder baulichen Schäden vorzubeugen. Auch
Maßnahmen mit dem Ziel der energetisch-ökologischen Verbesserung der Gebäude dürfen die primäre
Aufgabe der Gebäude in keinem Fall außer Acht lassen, nämlich die Bereitstellung von gesunden
Raumkonditionen. Dieses schließt die thermischen Konditionen (ausreichend geheizte und nicht
überwärmte Räume) sowie die lufthygienischen Konditionen (ausreichende Außenluftzufuhr,
Vermeidung von Schadstoffbelastungen) ein. Kompromisse zwischen der diesbezüglichen
Funktionserfüllung von Räumen und dem notwendigen Energieeinsatz sind kontraproduktiv.
Generell muss das Thema Energieeffizienz stärker im Vordergrund stehen und zu einer
Bedarfsreduzierung führen. Insbesondere bei der Bestandsoptimierung ist die Kombination von
verbesserter Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien zielführend, der integrale Ansatz
sollte stärker gefördert werden, das gilt auch für die notwendigen Leistungen zur integralen Planung.
Der Passivhausgedanke allein findet im Gebäudebestand schnell seine Grenzen, auch weil intensive
Maßnahmen der Gebäudedämmung das Erscheinungsbild der Gebäude verändern, damit
Akzeptanzprobleme schaffen und dem Ansatz der Nachhaltigkeit nicht in jedem Fall genügen.
7.4
Barrierefreies Bauen
Das Thema Barrierefreiheit ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als Handlungsfeld
angesprochen. Bisherige fachliche Betrachtungen, die zumeist eine „rollstuhlfahrergerechte“ Lösung zur
Folge hatten, werden der demographischen Entwicklung nicht gerecht. Ziel muss eine möglichst
selbständige Nutzung von Gebäuden und Einrichtungen für möglichst alle Gebäudenutzer sein, dabei ist
zu beachten, dass Lösungen oder Hilfsmittel, die für Nutzer mit Einschränkungen notwendig ist, für
andere als Komfort zu betrachten sein kann. Der VDI zeigt in der Richtlinienreihe VDI 6008 innovative
Lösungsansätze in allen Gewerken des Bauens, von der Aufzugstechnik über die Elektro- und
Sanitärtechnik bis zu baulichen Maßnahmen. Ambient Assistant Living (AAL) ist eine Teilmenge
dieses Portfolios.
Neben Hinweisen zur technischen Umsetzung im Sinne der Nutzbarkeit von Räumlichkeiten, schlägt
der VDI vor, insbesondere bei Gefahrenabwehr, wie z.B. der Gestaltung von Fluchtwegen,
Barrierefreiheit konsequent, durch Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips für Alarm- und
Signalisierungseinrichtungen, zu realisieren.
Durch die Anwendung der VDI-Richtlinie entsteht aber keine Normierung einer barrierefreien
Umgebung, sondern individuelle Lösungen, die auf fundierten Rahmenbedingungen beruhen, nur
dadurch kann einer unnötigen Kostensteigerung beim Bauen im Interesse der Barrierefreiheit
entgegengewirkt werden.
Insbesondere bei geförderter Sanierung von Wohngebäuden z.B. im Rahmen der GebäudeEnergetik,
sollte darauf geachtet werden, dass die geringinvestiven Maßnahmen der Barrierefreiheit berücksichtigt
werden. Mit einem in Vorbereitung befindlichen Fortbildungskonzept sollen alle an Planung- und
Errichtung beteiligten Fachleute für die Chancen, Barrieren zu reduzieren sensibilisiert werden. Unter
den VDI-Mitgliedern des Fachgebiets halten 75% barrierefreies Bauen für ein förderungswürdiges Ziel,
nur 17% sprechen sich gegen eine Förderung aus.
Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass
•
die Förderung von barrierefreiem Bauen an die Einhaltung der VDI 6008 gebunden wird
•
die Anwendung der VDI 6008 in öffentlich zugänglichen Gebäuden erreicht
•
Barrieren in Lebensräumen durch innovative Lösungen zu reduzieren
•
Individuelle Lösungen auf Grundlage der VDI 6008 und abgestimmter Rahmenbedingungen
entwickelt werden
7.5 Gesundheitsrelevanz der Technischen Gebäudeausrüstung
Anlagen der TGA transportieren lebensnotwendige Medien wie Luft und Wasser. Fehler in der Planung,
Ausführung und beim Betrieb können gesundheitliche Risiken bergen und damit schwerwiegende
Folgen haben. Ingenieure im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung planen, errichten und
betreiben Anlagen, die Menschen in Gebäuden mit den lebenswichtigen Medien Luft und Trinkwasser
versorgen. In der Lebensmittelbranche planen und Betreiben Ingenieure Anlagen, die für die Abfüllung
von Lebensmitteln eingesetzt werden. In der Historie des Fachgebiets sind daher häufig die Begriffe der
„Gesundheitstechnik“ und des „Gesundheitsingenieurs“ verwendet worden.
Der VDI beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der hygienegerechten Verbesserung der technischen
Anlagen in diesem Bereich, wissend, dass die Medien Luft und Trinkwasser keinen Status als
„Lebensmittel“ haben, obwohl ein Leben in Gebäuden ohne beide Medien nicht möglich wäre. Mit
Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit wurden in der damaligen VDI-Gesellschaft
Technische Gebäudeausrüstung in den 1990er Jahren die Richtlinien VDI 6022 "HygieneAnforderungen an Raumlufttechnische Anlagen" und VDI 6023 „Hygiene in der TrinkwasserInstallation“ erarbeitet. Da VDI-Richtlinien alle fünf Jahre auf Aktualität geprüft und ggf. an den Stand
der Technik angepasst werden, liegen die Blätter der Richtlinienreihe VDI 6022 sowie die VDI/DVGW
6023 nun bereits in der dritten, überarbeiteten Fassung vor. In vielen Ländern, auch in Europa, ist der
Themenbereich unter „Indoor Environment“ im Umweltbereich etabliert und gefördert.
Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass:
•
Alle Anstrengungen der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz die Einhaltung der
Hygieneanforderungen voraussetzen
•
Gesundheits- und Verbraucherschutz durch die Anwendung der VDI-Richtlinien durch
technisches Personal sichergestellt werden kann
•
Ein Dialog zur Abstimmung zwischen Ingenieuren und Medizinern erfolgt, der zu gemeinsamen
Sprachregelungen führt.
•
Die Qualifikation von Fachleuten der Technik zu Fragen der Hygiene gefördert und eingefordert
wird
Zu folgenden Themen bieten die VDI-Richtlinien Handlungsunterstützung:
a)
Hygiene im Kontext zu anderen Anforderungen
b)
Qualifizierung von Fachleuten
c)
Raumlufttechnik/Raumluftqualität
d)
Trinkwasserhygiene
e)
Technische Abfüllung von Lebensmitteln
f)
Vermeidung von Legionellen-Problemen durch technische Anlagen
A)
Hygiene im Kontext zu anderen Anforderungen
Eine hoher Hygiene-Standard wird sowohl bei Trinkwasser als auch in der Lüftungstechnik und der
Abfüllung von Lebensmitteln von der Öffentlichkeit als selbstverständlich angenommen, dabei steht die
Einhaltung der Hygiene häufig im Gegensatz zu anderen technischen und wirtschaftlichen Zielen wie
z.B. der Energie- oder Wassereinsparung.
Bemühungen der Energieeinsparung, des Wassersparens, der Nachhaltigkeit oder moderne Entwürfe der
Architektur dürfen nicht dazu führen, dass Belange der Hygiene im Bereich der Raumluft, der
Trinkwasserversorgung oder bei der Abfüllung von Lebensmitteln negativ beeinflusst werden. Zwecks
Energieeinsparung auf Heizung oder Kühlung in bestimmten Temperaturgrenzen zu verzichten, ist ggf.
eine Komfortfrage, die VDI-Richtlinien zeigen auf, ab welchen Grenzen Einschränkungen für die
Hygiene zu erwarten sind.
B)
Qualifizierung von Fachleuten
Die fachliche Bewertung der Raumluft- oder Trinkwasserqualität sowie der Einhaltung der
Hygieneanforderungen an Trinkwasserinstallationen oder RLT-Anlagen und -Geräten nach VDI 6022
oder VDI 6023 setzt eine entsprechende Qualifikation und Berufserfahrung der an der Planung,
Konstruktion, Herstellung, Errichtung und dem Betrieb inklusive Instandhaltung beteiligten Personen
voraus. Mit der Erstellung dieser VDI-Richtlinien wurden zudem die Inhalte und Abläufe der Schulung
aller mit Planung, Bau und Betrieb von RLT- bzw. Trinkwasser-Anlagen betrauten Personen definiert.
Dabei ist eine einschlägige fachliche Ausbildung als Eingangsvoraussetzung anzusehen.
Der VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung führt diese Schulungen nicht durch. Er bietet
jedoch natürlichen und juristischen Personen eine Schulungspartnerschaft mit Qualitätssicherung an. Er
organisiert einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulungspartnern und den
Richtlinienausschüssen. Schulungsinstitute, die die VDI-Urkunde aushändigen, unterliegen einer
regelmäßigen Kontrolle und werden ständig über aktuelle Neuerungen informiert.
Zielgruppe der Schulungen in den Kategorien A + B sind, neben den Betreibern, Planer, Hersteller
sowie Anlagenbauer aus Handwerk und Industrie. Die Qualifizierung nach dieser Schulung ist
freiwillig, leistet jedoch einen entscheidenden Beitrag zur Rechtssicherheit und zur Qualitätssicherung.
Durch VDI-Schulungspartner qualifiziertes Personal hebt sich fachlich vom Wettbewerb ab.
Die nach den VDI-Richtlinien geschulten Personen (Lufthygiene, ca. 20.000 Personen) und
(Trinkwasserhygiene, ca. 15.000 Personen), tragen erheblich dazu bei, öffentliche Kritik in diesem
Themenbereich zu reduzieren und technische Lösungen zu verbreiten (vergleich Sick Building Syndrom
in den 1980 und 1990er Jahren).
Besondere Fachkunde hat in diesem Zusammenhang der VDI-geprüfte Fachingenieur RLQ. Die
Zertifizierung nach VDI-Richtlinie 6022/4 wird von DINCERTCO vorgenommen.
Die VDI 6022 empfiehlt vor der ersten Inbetriebnahme einer RLT-Anlage eine Hygiene-Erstinspektion
zusammen mit dem Betreiber durchzuführen, bei der die Erfüllung der Hygieneanforderungen nach VDI
6022 Blatt 1 überprüft wird. Der RLQ-Fachingenieur ist berechtigt, bei bestandener Erstinspektion die
Prüfbescheinigung nach VDI 6022 Blatt 1.1 auszustellen und das Prüfzeichen des VDI zu vergeben. In
einer Umfrage unter den Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik bestätigten 70%
der Mitglieder das Engagement des VDI in diesem Bereich als zielführend, 26% wünschen sich sogar
eine Ausweitung der Möglichkeiten, mit Prüfzeichen des VDI Sicherheit und Vertrauen zu schaffen.
c)
Raumlufttechnik / Raumluftqualität nach VDI 6022
Ziel der Richtlinienreihe VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ ist die Schaffung von
gesundheitlich zuträglicher Atemluft in Gebäuden. Dazu beschäftigt sich die Richtlinie einerseits mit
der Hygiene raumlufttechnischer Anlagen und Geräten, mit dem Minimalziel, dass die dem Raum
zugeführte Luft nicht schlechter ist als die vom Gerät oder der Anlage angesaugte Luft, d.h., dass die
Raumlufttechnik nicht selbst Quelle von Verunreinigungen ist. Andererseits befasst sich die Richtlinie
mit der Bewertung der Raumluftqualität, und zwar unabhängig von der vorhandenen oder ggf. nicht
vorhandenen Lüftungstechnik.
RLT-Anlagen und -Geräte haben die Aufgabe, auch in Ergänzung zu den sonstigen gebäudetechnischen
Anlagen (z.B. Flächenheiz- und Kühlsysteme), ein physiologisch günstiges Raumklima und eine hygienisch einwandfreie Qualität der Raumluft zu schaffen. Sie sollen Lasten (Stoffe, Gerüche, Feuchte,
Wärme) abführen und helfen, die anwesenden Personen gegen die Einwirkungen von gesundheitlich
nachteiligen und belästigenden Stoffen und Einflüssen zu schützen. Sie sind nach dem Stand der
Technik so zu planen, auszuführen, zu betreiben und instand zu halten, dass von ihnen weder eine
Beeinträchtigung der Gesundheit noch Störungen der Befindlichkeit, der thermischen Behaglichkeit
oder Geruchsbelästigungen ausgehen.
Herstellererklärungen nach dem Muster der VDI 6022/1.1 eine wesentliche Hilfestellung sein.
Eine gesundheitsverträgliche Raumluftqualität im Sinne dieser Richtlinie ist dann gegeben, wenn die
Raumluft und das Raumklima von den Nutzern als angenehm und behaglich empfunden werden, keine
Geruchswahrnehmungen vorhanden sind und bestimmte physikalische, chemische und biologische
Messgrößen in einem gesundheitsverträglichen Bereich liegen. Die Raumluftqualität kann nicht allein
durch die Raumlufttechnik, sondern nur im Zusammenwirken der Raumlufttechnik mit anderen am Bau
beteiligten Gewerken erreicht werden. Entsprechend ist eine Bestimmung der Raumlasten mit allen am
Bau und Betrieb beteiligten Personen als Auslegungsgrundlage für die Raumlufttechnik erforderlich.
Der Betreiber hat durch Dimensionierung und Gestaltung der Räume und der vorhandenen
Möglichkeiten zur Be- und Entlüftung dafür Sorge zu tragen, dass der Nutzer in die Lage versetzt wird
die geltenden Anforderungen an die Raumluftqualität einzuhalten. Es obliegt dem Betreiber dabei die
ihn betreffenden Verpflichtungen so zu erfüllen, dass er erkennbare und dadurch vermeidbare Gefahren
gegen Dritte beherrscht und so Schaden abwendet. Es ist unerlässlich, dass die Erfüllung der Pflichten
hinreichend dokumentiert wird.
Bei Neubauten oder Sanierungen sind Architekten und/oder Planer die wichtigsten Helfer/Berater der
Betreiber und Nutzer zur Durchsetzung notwendiger Voraussetzungen, um Räume in Gebäuden zu
schaffen, in denen der Nutzer keinen Gesundheitsgefahren oder erheblichen Belastungen ausgesetzt ist.
Dies gilt auch für die Ausgestaltung der Räume mit ursprünglich nicht vorgesehenen Materialien z.B.
für Möbel, Fußbodenbeläge oder Wandverkleidungen, ebenso bei Einsatz von Geräten, Maschinen oder
Technologien die die Raumluftqualität beeinflussen können.
Hinzuweisen ist auf die allgemein nicht der Raumluftqualität dienende Zugabe von Duft- oder
Aromastoffen in den Raum oder – noch kritischer – in die Lüftungsanlage selbst. Die ständig
zunehmende Anzahl von Allergikern verbietet, die Raumluft noch mehr mit solchen Stoffen zu belasten,
als dies schon durch persönlich verwendete Kosmetika etc. schon der Fall ist. Ganz besonders kritisch
sind gemäß VDI 6022 (siehe auch Keune, Achim: Innenraumluftqualität und Hygiene-Anforderungen
an die Raumlufttechnik - Kommentar zu VDI 6022 und VDI 6032, Beuth Verlag GmbH, Berlin 2008
und/oder UBA Hintergrundpapier: Duftstoffe: Wenn Angenehmes zur Last werden, Hintergrundpapier
April 2006 des Umweltbundeamtes]) die „unterschwelligen Konzentrationen“, die man nicht sofort als
solche wahrnimmt. Die aufgenommene Dosis steigt mit der Aufenthaltsdauer und kann dann einen
gesundheitsbeeinträchtigenden Dosiswert erreichen. Nur in selbst genutzten Räumen oder nach
Information und Zustimmung aller Raumnutzer sollte eine solche Technik angewandt werden.
d)
Trinkwasserhygiene
Die Zusammenhänge zwischen Trinkwasserbeschaffenheit, der Gesundheit und dem Wohlbefinden der
Nutzer erfordern, dass alle Beteiligten die Anforderungen an die Trinkwasser-Installation besonders
auch unter Gesichtspunkten der Hygiene festlegen:
Von der Planung bis zur Abnahme sind dies der Bauherr und die von ihm beauftragten Planer,
Ingenieure, Hygieniker, Architekten, ausführenden Unternehmer und Lieferanten, die im Wege der
Delegation die dem Bauherrn obliegenden Pflichten zu erfüllen haben. Ebenso bietet diese Richtlinie
wichtige Entscheidungs- und Bewertungsgrundlagen für die Mitarbeiter der Überwachungsbehörden
(Bau- und Gesundheitsbehörden sowie für den baulichen Brandschutz zuständige Behörde). Mit der
Übernahme nach erfolgter Abnahme sind dies im Sinne der Trinkwasserverordnung der Unternehmer
und sonstige Inhaber der Trinkwasser-Installation ebenso wie die für die Überwachung der TrinkwasserInstallationen zuständigen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden.
Die hohe Bedeutung der Trinkwasserbeschaffenheit für gesundes Wohnen und Arbeiten verlangt eine
Verständigung unter allen verantwortlichen Partnern für:
•
Planung und Erstellung
•
Betrieb
•
Instandhaltung
Bei Außerachtlassen der notwendigen technischen und hygienerelevanten Anforderungen, bei nicht
bestimmungsgemäßem
Betrieb
oder
bei
Vernachlässigung
der
erforderlichen
Instandhaltungsmaßnahmen der Trinkwasser-Installation sind Risiken für die Gesundheit nicht
auszuschließen.
Ziel ist es, die einwandfreie Trinkwasserbeschaffenheit in der Trinkwasser-Installation zu bewahren und
negative Rückwirkungen aus dem Gebäude auf die kommunale Versorgungsinfrastruktur
auszuschließen. Die möglichen Beeinträchtigungen können durch mikrobiologische, chemische
und/oder physikalisch-chemische Veränderungen des Trinkwassers in Trinkwasser-Installationen
verursacht sein und auch nachträglich durch Veränderungen der Betriebs-bedingungen entstehen.
Gleichwertig nebeneinander stehen
•
vorsorgend planende,
•
benutzende und betreibende und
•
erhaltende-pflegende
Handlungen und Maßnahmen.
Die VDI-GBG setzt sich dafür ein, dass:
•
die VDI 6023 explizit in der Trinkwasserverordnung herangezogen wird
•
die Anwendung der VDI 6023 in öffentlich zugänglichen Gebäuden gewährleistet ist
•
die Grenzen der Hygiene bei Kampagnen zum „Wasser sparen“ dargestellt werden
•
die Nutzung anderer Wässer in Gebäuden (nach VDI 2070) an die Einhaltung der VDI/DVGW
6023 gebunden ist.
e)
Abfüllung von Lebensmitteln
Die VDI-Richtlinie 4066 gibt eine Handlungsanleitung für Planung, Errichtung, Abnahme und Betrieb
von Anlagen zur hygienisch sicheren Verarbeitung und für die aseptische Abfüllung von
mikrobiologisch sensiblen Getränken und Milchmischgetränken, ohne den Zusatz von
Konservierungsmitteln und Kaltentkeimungsmitteln sowie ohne Maßnahmen zur Keiminaktivierung,
z.B. die Heißabfüllung oder Tunnelpasteurisation, nach dem Verschließen des Gebindes. Die Richtlinie
gilt für aseptische Abfüllanlagen und deren Peripherie, die kommerzielle sterile Getränke und
Milchmischgetränke rekontaminationsfrei in vorentkeimte bzw. in der Anlage keimfrei produzierte
Packmittel einfüllen und verschließen. Des Weiteren gilt diese Richtlinie für alle zugeordneten
Maschinen und Aggregate sowie das Anlagenumfeld. Aseptische Abfüllanlagen der pharmazeutischen
Industrie werden nicht behandelt, da die Begrifflichkeiten und Anforderungen von denen der
Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie abweichen.
f)
Vermeidung von Legionellenfreisetzung aus technischen Anlagen
Rückkühlwerke können Quellen für luftgetragene Keime sein. Der Betreiber steht in der Verantwortung,
das Risiko aus dem Betrieb solcher Anlagen zu minimieren. Das BMUB beabsichtigt in diesem Bereich
durch eine Verordnung klarere Regeln zu schaffen, dabei könnte die VDI-Richtlinie 2047 Blatt 2 als
Vorlage dienen. Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 gibt dem Betreiber Hinweise zum hygienegerechten
Betrieb. Diese Richtlinie gilt für bestehende und neu zu errichtende Verdunstungskühlanlagen und apparate, bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der
Atmosphäre kommen kann, mit Ausnahme von Naturzugkühltürmen mit einer thermischen Leistung
von mehr als 200 MW. Dabei ist es unerheblich, ob das Kühlwasser als Kühlmedium im Prozess direkt
eingesetzt wird oder die Prozesswärme über Wärmeübertrager aus einem Primärkühlkreislauf auf einen
Wasserkühlkreislauf übertragen wird. Anlagen und Apparate, bei denen Kondenswasserbildung durch
Taupunktunterschreitung möglich ist, werden nicht behandelt, z.B. solche mit Kaltwassersätzen. Die
Richtlinie gilt nicht für Wärmeübertrager im Trockenbetrieb.
7.6
Building Information Modeling
Im internationalen Vergleich hat die deutsche Bauwirtschaft Nachholbedarf bei BIM. Die Prozesse der
Bauplanung und –ausführung werden sich durch BIM verändern, alle am Bau Beteiligten müssen sich
darauf einstellen. Der VDI begleitet das Thema durch den VDI Koordinierungskreis BIM der VDI
Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, hier engagieren sich Architekten, Bauingenieure, TGA-Planer
und Facility Manager gemeinsam, um dem Thema, unter Anderem durch Schaffung eines normativen
Rahmens, ein noch klareres Profil zu geben. Synergien bestehen innerhalb des VDI mit anderen
Fachbereichen, insbesondere des Maschinenbaus und der Fabrikplanung. Die Bedarfsplanung für die
TGA wird dadurch gestärkt.
Auch beim Thema BIM sollte die öffentliche Hand eine Vorreiterrolle einnehmen. Gerade im Hinblick
auf bestehende Großprojekte, bei denen die Themen „Kommunikation der Beteiligten“ und
„Planungskonsistenz“ nicht reibungslos verlaufen sind, kann aufgezeigt werden, dass die Anwendung
von BIM gewinnbringend für Planer, Ausführenden und den Bauherren/Betreiber ist und zudem die
Qualität der Gebäude gesteigert werden kann. Im europäischen Ausland wird BIM bei öffentlichen
Bauvorhaben bereits vielfach gefordert und das nicht als Selbstzweck, sondern weil sich hierdurch vor
allem auch im Betreiben von Bauwerken Kostenreduzierungen einstellen, die einen unter Umständen
nur geringfügig höheren Planungsaufwand schnell rechtfertigen. Der Begriff BIM wird für weitaus
mehr als nur die Planung verwendet. Es geht dabei um Datenmodelle, die auch in der Ausführung, im
Facility-Management und der Asset Verwaltung weiter nutzbar sind und erhebliche Potenziale bieten.
Eine konsequente Forderung der Anwendung von BIM wird ein wichtiges Signal an die deutsche
Bauwirtschaft sein, und letztendlich dazu führen, dass diese auch international wieder gestärkt wird.
7.7
Stadtentwicklung
Neben den vorgenannten Themen der GebäudeEnergetik, Barrierefreiheit, Bauplanung und
Visualisierung mit BIM, werden die Städte der Zukunft maßgeblich vom Anteil an Produktionsleistung
und der Mobilität geprägt. Im VDI-Fachbereich „Verkehr und Umfeld“ werden die ergänzenden
Themen zum Bauen und der Gebäudetechnik bearbeitet. In der öffentlichen Diskussion werden unter
Schlagworten wie „Innovation City“, „Morgenstadt“ oder „Metropolitan Solutions“ häufig
Stadtentwicklungen auf der grünen Wiese diskutiert. In Deutschland und Westeuropa werden wir die
Städte nur schrittweise weiterentwickeln, die Erstellung von mittelfristigen Planungen ist daher von
entscheidender Bedeutung. Darin sind die Trends des demographischen Wandels zu berücksichtigen.
Für die Stadtentwicklung in Deutschland gilt, dass es einen normativen Ansatz einer „SmartCiry“ nach
Ansicht des VDI nicht geben sollte, vielmehr sind Positivbeispiele gefordert, die Entwicklungen und
Innovationen in allen Bereichen offen lassen.
7.8
Gebäudesicherheit
Die Sicherheit unserer Gebäude und der Menschen in unseren Gebäuden ist ein hohes Gut, welches
durch den Sachverstand der Fachleute in Planung, Errichtung und Betrieb von Gebäuden gesichert wird.
Dabei ist das Thema Sicherheit vielfältig und umfasst neben baulichen Aspekten der Standsicherheit
und anlagentechnischen Aspekten wie der Sicherheit von Aufzugsanlagen, von Heizungsanlagen und
der Sicherheit der elektrischen Installationen auch organisatorische und gewerkeübergreifende Aspekte
wie z.B. den Brandschutz.
VDI-Richtlinien zum Thema "Sicherheit" sind z.B.
VDI 3564 „Brandschutz in Hochregalanlagen“
VDI 3819 "Brandschutz in der Gebäudetechnik"
VDI 4062 „Evakuierung“
VDI 4705 "Aufzüge - Notrufmanagement"
VDI 6004 "Schutz der Technischen Gebäudeausrüstung"
VDI 6010 "Sicherheitstechnische Einrichtungen"
VDI 6019 "Ingenieurverfahren zur Bemessung der Rauchableitung aus Gebäuden"
VDI 6200 "Standsicherheit von Bauwerken"
Mit diesen Handlungsanleitungen gibt der VDI Fachleuten Empfehlungen, wie der aktuelle Stand der
Technik im individuellen Gebäude realisiert werden kann.
Insbesondere im Bereich des Brandschutzes erscheint es für Ingenieure nicht nachvollziehbar, dass
bedingt durch förderalistische und regionale Verordnungssysteme ortsabhängig unterschiedliche
Anforderungen gelten. Eine ingenieurtechnische Beurteilung von Risiken beruht immer auf technischen
Zusammenhängen und kann nur in Abhängigkeit von Gebäude- und Umgebungseigenschaften, nicht
aber von den Interessen einer Kommune oder eines Bundeslandes abhängen.
8 Richtlinien
Alle Richtlinien sind grundsätzlich einzeln, als Druckversion oder als PDF Datei erhältlich. Bezug der
Richtlinien durch Beuth Verlag, 0 30 / 26 01 / 22 60, E-Mail: [email protected], oder im
Download unter www.beuth.de
Zu bestimmten Themengebieten in der VDI-GBG gibt es zusätzlich Richtlinien-Handbücher, die
alle zum Fachgebiet gehörenden Richtlinien umfassen:










VDI-Handbuch Architektur
VDI-Handbuch Aufzugstechnik
VDI-Handbuch Bautechnik
VDI-Handbuch Elektrotechnik und Gebäudeautomation
VDI-Handbuch Facility-Management
VDI-Handbuch Produktdatenaustausch
VDI-Handbuch Raumlufttechnik
VDI-Handbuch Reinraumtechnik
VDI-Handbuch Sanitärtechnik
VDI-Handbuch Wärme-/Heiztechnik
Ihr Ansprechpartner für fachliche Fragen der VDI-Mitglieder in der VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik: Dipl.-Ing. (FH) Björn Düchting, Telefon: +49 211 6214 470, Fax: +49 211 6214
177, E-Mail: [email protected].
Die vollständigen Inhaltsverzeichnisse und weitere Informationen zu den Richtlinien können im
Internet unter www.vdi.de/xxxx (4-stellige Richtlininenummer, Bsp. www.vdi.de/6022 )
nachgelesen werden. Verbesserungsvorschläge zu den Richtlinienentwürfen sind unter Wahrung
der Einspruchsfrist an die VDI-GBG-Geschäftsstelle zu richten.
8.1 Richtlinienerscheinungsplan 10/2013 – 09/2014
(sortiert nach Erscheinungsdatum)
Entwürfe
VDI 2083/3 „Reinraumtechnik - Reinstmedien
- Qualität, Bereitstellung, Verteilung“
VDI 4700/1 „Begriffe der Bau- und
Gebäudetechnik“
VDI 4700/3 „Begriffe der Bau- und
Gebäudetechnik - Formelzeichen
(Schwerpunkt Raumlufttechnik)“
VDI 4703 „Facility-Management Lebenszykluskostenorientierte Ausschreibung“
VDI 2047/2 „Rückkühlwerke - Sicherstellung
des hygienegerechten Betriebs von
Verdunstungskühlanlagen (VDIKühlturmregeln)“
VDI 6010/3 „Sicherheitstechnische
Einrichtungen für Gebäude – Vollprobetest“
VDI 6012/1.4 „Regenerative und dezentrale
Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen -
Befestigung von Solarmodulen und kollektoren auf Gebäuden“
VDI 2166//2 „Planung elektrischer Anlagen in
Gebäuden - Hinweise für die Elektromobilität“
VDI 6012/2.1 „Regenerative und dezentrale
Energiesysteme für Gebäude - Thermische
Systeme – Biomassefeuerungsanlagen“
VDI 6017 „Aufzüge - Steuerungen für den
Brandfall“
VDI 6026/1.1 „Dokumentation in der
Technischen Gebäudeausrüstung - Inhalte und
Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungsund Revisionsunterlagen - FM-spezifische
Anforderungen an die Dokumentation“
VDI 4710/4 „Meteorologische Grundlagen für
die Technische Gebäudeausrüstung - t,xKorrelationen und Windstatistiken für 122
europäische Orte“
VDI 6210/1 „Abbruch von baulichen und
technischen Anlagen“
VDI 2077/3.3 „Verbrauchskostenabrechnung
für die Technische Gebäudeausrüstung Wärme- und Warmwasserversorgungsanlagen
- Kostenaufteilung bei Solaranlagen“
VDI 2083/2 „Reinraumtechnik - Festlegungen
zur Prüfung und Überwachung der
fortlaufenden Übereinstimmung mit den
Anforderungen“
VDI 3805/6 „Produktdatenaustausch in der
Technischen Gebäudeausrüstung - Heizkörper,
Heiz- und Kühlkonvektoren mit und ohne
Gebläse“
VDI 3803/3 „Raumlufttechnik,
Geräteanforderungen - Zentrale
Luftbefeuchtungssysteme (VDILüftungsregeln)“
VDI 6012/1.2 „Regenerative und dezentrale
Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen –
Systemauswahl“
VDI 6040/2 „Raumlufttechnik - Schulen Ausführungshinweise (VDI-Lüftungsregeln,
VDI-Schulbaurichtlinien)“
VDI 7001/1 „Kommunikation und
Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planung und
Bau von Infrastrukturprojekten - Schulung für
die Leistungsphasen der Ingenieure“
VDI 6022/1.3 „Raumlufttechnik,
Raumluftqualität - Hygieneanforderungen an
Raumlufttechnische Anlagen und Geräte Sauberkeit von Luftleitungen (VDILüftungsregeln)“
VDI 6201/1 „Softwaregestützte
Tragwerksberechnung - Grundlagen,
Anforderungen, Modellbildung“
Weißdrucke
VDI 4707/2 „Aufzüge - Energieeffizienz von
Komponenten“
VDI 6022/7.1 „Raumlufttechnik,
Raumluftqualität - Branchenspezifische
Leitfäden – Abfallbehandlungsanlagen“
VDI/GVSS 6202/1 „Schadstoffbelastete
bauliche und technische Anlagen - Abbruch-,
Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten“
VDI 2050/1 „Anforderungen an
Technikzentralen - Technische Grundlagen für
Planung und Ausführung“
VDI 3805/32 „Produktdatenaustausch in der
Technischen Gebäudeausrüstung Verteiler/Sammler“
VDI 3810/6 „Betreiben und Instandhalten von
Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen –
Aufzüge“
VDI 6028/1.1 „Bewertungskriterien für die
Technische Gebäudeausrüstung - Technische
Qualität für nachhaltiges Bauen“
VDI 2067/40 „Wirtschaftlichkeit
gebäudetechnischer Anlagen - Energieaufwand
für die Erzeugung“
VDI 3810/4 „Betreiben und Instandhalten von
Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen Raumlufttechnische Anlagen“
VDI 6022/6 „Raumlufttechnik,
Raumluftqualität - Luftbefeuchtung über
dezentrale Geräte - Planung, Bau, Betrieb,
Instandhaltung“
VDI 6002/1 „Solare Trinkwassererwärmung Allgemeine Grundlagen - Systemtechnik und
Anwendung im Wohnungsbau“
VDI 6002/2 „Solare Trinkwassererwärmung Anwendungen in Studentenwohnheimen,
Seniorenheimen, Krankenhäusern,
Hallenbädern und auf Campingplätzen“
VDI 6022/4.1 „Raumlufttechnik,
Raumluftqualität - Qualifizierung von Personal
für Hygienekontrollen, Hygieneinspektionen
und die Beurteilung der Raumluftqualität Nachweisverfahren zur Qualifizierung in
Schulungskategorie A und Schulungskategorie
B“
VDI 7001 „Kommunikation und
Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planung und
Bau von Infrastrukturprojekten - Standards für
die Leistungsphasen der Ingenieure“
VDI 3805/99 „Produktdatenaustausch in der
Technischen Gebäudeausrüstung - Allgemeine
Komponenten“
VDI 6012/1.1 „Regenerative und dezentrale
Energiesysteme für Gebäude - Grundlagen Projektplanung und –durchführung“
VDI 2073/1 „Hydraulik in Anlagen der
Technischen Gebäudeausrüstung Hydraulische Schaltungen“
VDI 6013 „Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige Informationsaustausch mit anderen Anlagen
der Technischen Gebäudeausrüstung“
VDI 6022/1.2 „Raumlufttechnik,
Raumluftqualität - Hygieneanforderungen an
Raumlufttechnische Anlagen und Geräte Hinweise zu erdverlegten Komponenten (VDILüftungsregeln)“
VDI 2035/3 „Vermeidung von Schäden in
Warmwasser-Heizungsanlagen - Abgasseitige
Korrosion“
VDI 2074 „Recycling in der Technischen
Gebäudeausrüstung“
VDI 4704 „Warmwasser-Heizungsanlagen Wasserbeschaffenheit, Druckhaltung,
Entgasung – Schulungen“
VDI 2073/3 „Hydraulik in Anlagen der
Technischen Gebäudeausrüstung –
Schulungen“
VDI 3802/1 „Raumlufttechnische Anlagen für
Fertigungsstätten“
VDI 3810/1.1 „Betreiben und Instandhalten
von Gebäuden und gebäudetechnischen
Anlagen - Grundlagen –
Betreiberverantwortung“
8.2 Laufende Richtlinienprojekte
Fachbereich Architektur
Fachbereich Bautechnik
VDI 2050 „Anforderungen an Technikzentralen“
VDI 2552 „Building Information Modeling –
Rahmenrichtlinie“
VDI 6008 „Barrierefreie Lebensräume“
VDI 6016 „Bedarfsberatung für Gebäude“
VDI 2553 „Building Information Modeling –
Begriffe“
VDI 6050 „Bewertung der Nachhaltigkeit von
Gebäuden – Qualifizierung von Personen“
VDI 2554 „Building Information Modeling –
Mengen/Controlling”
VDI 6203 „Planungsgrundlagen Fassadentechnik“
VDI 2555 “Building Information Modeling –
Datenausstausch“
VDI 2556 „Building Information Modeling –
Datenmanagement“
VDI 2166 „Planung elektrischer Anlagen in
Gebäuden“
VDI 6201 „Softwaregestützte
Tragwerksberechnung“
VDI 2262 „Luftbeschaffenheit am Arbeitsplatz“
VDI 6202 „Sanierung schadstoffbelasteter
Gebäude und Anlagen“
VDI/BV-BS 6206 „Gebäude aus
wiederverwendbaren vorgefertigten
Raumzellen in Stahlrahmenbauweise“
VDI 6210 „Abbruch und Rückbau von
Bauwerken“
VDI 7001“Öffentlichkeitsbeteiligung bei
Infrastrukturprojekten“
Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung
VDI 3781 „Heizungstechnik – Schornsteinhöhen“
VDI 3803 „Raumlufttechnik –
Geräteanforderungen“
VDI 3805 „Produktdatenaustausch in der
Technischen Gebäudeausrüstung“
VDI 3809 „Prüfung gebäudetechnischer Anlagen“
VDI 3811 „Modernisierung heiztechnischer
Anlagen“
VDI 3813 „Raumautomation“
VDI 3814 „Gebäudeautomation“
VDI 2035 „Vermeidung von Schäden in
Warmwasser-Heizungsanlagen“
VDI 3815 „Bemessung Wärmeerzeuger“
VDI 2047 „Rückkühlwerke“
VDI 4700 „Begriffe der Technischen
Gebäudeausrüstung“
VDI 2051 „Raumlufttechnik in Laboratorien“
VDI 2052 „Raumlufttechnik für Küchen“
VDI 4704 „Warmwasser-Heizungsanlagen“
VDI 4707 „Aufzüge – Energieeffizienz“
VDI 2053 „Raumlufttechnische Anlagen für
Garagen“
VDI 4708 „Heizungsanlagen-Druckhaltung“
VDI 2054 „Raumlufttechnische Anlagen für
Datenverarbeitung“
VDI 4710 „Metereologische Grundlagen für die
Technische Gebäudeausrüstung“
VDI 2067 „Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer
Anlagen“
VDI 6000 „Ausstattung von und mit
Sanitärräumen“
VDI 2072 „Dezentrale Trinkwassererwärmung“
VDI 6007 „Thermisches Verhalten von Räumen“
VDI 2073 „Hydraulik in Anlagen der TGA“
VDI 6010 „Sicherheitstechnik“
VDI 2078 „Berechnung der Kühllast
klimatisierter Räume“
VDI 6011 „Lichtplanung“
VDI 2081 „Geräuscherzeugung und
Lärmminderung in RLT-Anlagen“
VDI 2083 „Reinraumtechnik“
VDI 2086 „Raumlufttechnische Anlagen für
Druckereien“
VDI 2164 „Latentspeichersysteme in der
Gebäudetechnik“
VDI 6012 „Regenerative und dezentrale
Energiesysteme für Gebäude“
VDI 6014 „Regelbare Antriebe“
VDI 6017 „Aufzüge; Steuerungen für den
Brandfall“
VDI 6018 „Kälteversorgung in der Technischen
Gebäudeausrüstung“
VDI 6020 „Anforderungen an Rechenverfahren
zur Gebäude- und Anlagensimulation“
VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“
VDI 6024 „Sanitärtechnik – Reduktion des
Trinkwasserbedarfs“
VDI 6026 „Dokumentation in der Technischen
Gebäudeausrüstung“
VDI 3922 „Energieberatung für Liegenschaften
und Gebäude“
VDI 4703 „Lebenszykluskostenorientierte
Ausschreibung in der Technischen
Gebäudeausrüstung“
VDI 6009 „FM – Grundlagen“
VDI 6030 „Auslegung von Raumheizflächen“
VDI 6040 „Raumlufttechnik – Schulen“
VDI 6041 „Facility-Management - Technisches
Anlagenmonitoring“
VDI 6042 „Abdichtung von Sanitärräumen“
Fachbereich Facility-Management
VDI 2077 „Verbrauchskostenabrechnung für die
Technische Gebäudeausrüstung“
VDI 3807 „Energieverbrauchskennwerte für
Gebäude“
VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten von
gebäudetechnischen Anlagen“
9 Publikationen und Fachzeitschriften
Als VDI-Mitglied können Sie aus den verfügbaren „Wunsch-Abos“ eine Zeitschrift im Rahmen Ihrer
Mitgliedschaft kostenfrei beziehen. Für viele weitere Zeitschriften gibt es Rabatte. Eine Übersicht
finden Sie unter www.vdi.de/fachzeitschriften
Mögliche Mitgliederleistungen
Jahresausgabe „Der Bauingenieur“
Die Jahrespublikation des VDI-Fachbereichs Bautechnik erscheint jeweils im
September eines Jahres als Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Bauingenieur“ im
Springer-VDI Verlag, Düsseldorf. Die Pubklikation enthält interessante Berichte
über die Ausbildung der Bauingenieure, bemerkenswerte aktuelle Bauwerke und
neue Entwicklungen im Bereich der Bautechnik.
HLH
Die Fachzeitschrift „HLH“ ist eine Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure
und das Organ der VDI-GBG für Technische Gebäudeausrüstung. Hier finden sich
praxisnahe und dennoch wissenschaftlich fundierte Beiträge vor allem über Heiz-,
Raumluft- und Sanitärtechnik und Gebäudeautomation.
DBZ
Die DBZ Deutsche Bauzeitschrift beinhaltet ein umfassendes Themenspektrum
aller relevanten Segmente der Hochbauplanung. Informieren Sie sich monatlich
über die Schwerpunktbereiche Architektur, Bautechnik und Produkte. So erhalten
Sie praxisnahe Unterstützung bei der Lösung der täglichen Arbeitsaufgaben. Die
DBZ ist eine Fachzeitschrift des Deutschen Bauverlags.
Facility Management
Das Fachmagazin FACILITY MANAGEMENT richtet sich an die
betriebswirtschaftlich Verantwortlichen für Immobilien und Liegenschaften, die
gewerblich, öffentlich oder industriell genutzt werden. Profitieren Sie von
Fachbeiträgen, dem aktuellen Geschehen, Rechtsfragen und Nachrichten aus der
Branche.
Rabattierte Zeitschriftenangebote
Bauingenieur
Die Fachzeitschrift „Bauingenieur“, die sich schwerpunktmäßig den Themen
Massivbau, Stahlbau, Geotechnik, Glas- und Holzbau, Brücken, Tunnel,
Baudynamik, Brandschutz, Informatik, Normen und Management widmet, ist das
Organ der VDI-GBG für Bautechnik. 50% Rabatt für Mitglieder
Der Bausachverständige
Die Zeitschrift richtet sich an Bau- und Immobiliensachverständige und alle, die
sich mit Bausanierung, Bauschäden, Bauen im Bestand und Bauphysik befassen.
Herausgeber sind das Fraunhofer IRB und der Bundesanzeiger Verlag. Durch eine
Kooperation mit dem VDI erhalten VDI-Mitglieder 20% Rabatt auf den Abo-Preis.
Es erscheinen 6 Ausgaben pro Jahr. Weitere Informationen erhalten Sie auf:
www.derbausv.de
Hotelbau
Die Zeitschrift „hotelbau“ ist ein Immobilienfachtitel für die Spezialimmobilie
Hotels. Marktbetrachtungen, Standortanalysen, Investment- und
Expansionsstrategien sowie Architektur und Gebäudetechnik, stehen im Mittelpunkt
journalistisch fundierter Objektreportagen. VDI-Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf
den Abo-Preis.
Industriebau
Die Zeitschrift „industrieBAU“ richtet sich an Investoren und Bauherren,
Architekten und Planer in Industrie, Handel und Gewerbe, informiert u.a. über
professionelles Planen und Bauen für Industrie, Handel und Gewerbe, sowie
aktuelle Trends und Entwicklungen in der Industriearchitektur. VDI-Mitglieder
erhalten 20% Rabatt auf den Abo-Preis.
Der Facility-Manager
„Der Facility Manager“ informiert konzentriert und fundiert über alle
Entwicklungen in dem großen Markt für Facility Services und gibt praxisbezogene
Handlungsempfehlungen für die strategische Ebene der Unternehmensorganisation
und für die praktische Ebene des operativen Immobilien und
Liegenschaftsbetriebs. VDI-Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf den Abo-Preis.
Weitere Publikationen
VDI-Richtlinien im DGNB Zertifizierungssystem
Die Sonderausgabe enthält Auszüge aus VDI-Richtlinien, auf die in den Kriterien
des DGNB Zertifizierungssystems verwiesen wird und führt damit erstmalig
Hintergrundwissen und Arbeitspraxis direkt zusammen. Die Sonderpublikation
stellt die passende Ergänzung zum DGNB Handbuch dar. Planer wie Auditoren
erhalten auf diese Weise ein ganzheitliches, komfortables Arbeitsinstrument und
Nachschlagewerk zur Berechnung und Bewertung nachhaltiger Bauprojekte – auf
dem Weg zum DGNB Zertifikat.
Bestellung zum Preis von 69,00 € telefonisch unter +49 211 6214 577 oder per E-Mail [email protected]
Kommentar zu VDI 4100 „Schallschutz im Hochbau“
Die Richtlinie VDI 4100 (2012-10) bildet die Grundlage für den Schutz der
Bewohner vor unakzeptablem und störendem Lärm sowie zur Vereinbarung und
zur Gewährleistung höherer Komfortansprüche zwischen den am Bau Beteiligten
und den Bauherren. In Ergänzung zu den Mindestanforderungen an die
Schalldämmung nach DIN 4109 definiert die Richtlinie drei zusätzliche
Schallschutzstufen (SSt) für Planung und Bewertung des erhöhten Schallschutzes
von Gebäuden.
Mit den in der VDI 4100 beschriebenen Schallschutzstufen als
Gesamtbewertungskriterium erhält der Anwender einfache Entscheidungshilfen, mit deren Hilfe er
den gewünschten, in Teilbereichen (z. B. Luftschallschutz, Trittschallschutz, Schutz gegen
Geräusche aus gebäudetechnischen Anlagen) aufeinander abgestimmten Schallschutz erreichen
kann.
Der Kommentar liefert wichtige Hintergrundinformationen zur Entstehung der Richtlinie. Er soll
die Interpretation der einzelnen Passagen des Werkes erleichtern und Hilfestellung bei der
Umsetzung leisten. Mit ihren Erläuterungen möchten die Autoren den Bekanntheitsgrad der
Richtlinie in der Praxis erhöhen. Der Kommentar trägt damit wesentlich zu einem besseren
Allgemeinverständnis und zu einer höheren Akzeptanz der Richtlinie bei.
VDI FachNews
Der VDI verbessert und erweitert laufend die Angebote für
seine über 150 000 Mitglieder. Dazu zählt es auch, wichtige
und interessante Informationen schnell und bequem via E-Mail
und Internet zur Verfügung zu stellen.
In 2011 startete ein Fachinformationsangebot exklusiv für VDIMitglieder. Einmal monatlich erhalten VDI-Mitglieder die für
sie
individuell
zusammengestellten
VDI-FachNews
entsprechend ihrer fachlichen Zuordnungen. Auf diese Weise
werden Mitglieder umfassend über laufende Aktivitäten in
ihren Fachbereichen und über fachbezogene Neuigkeiten aus Forschung, Wirtschaft und Politik
informiert.
Melden Sie sich jetzt an unter www.vdi.de/fachnews
Der VDI in den sozialen Medien
Mittlerweile gibt es weltweit eine nahezu unüberschaubare Fülle von sozialen Netzwerken. Ca.
60% der VDI-Mitglieder sind laut der letzten Mitgliederumfrage in mindestens einem sozialen
Netzwerk registriert. Grund genug für den VDI, seine Aktivitäten in den vier Netzwerken XING,
Facebook, Twitter und Youtube im Rahmen seiner Social Media-Strategie auszubauen.
Die Profile des VDI in den sozialen Medien finden Sie hier:
http://www.facebook.com/VereinDeutscherIngenieure
http://vdi.xing.com
http://www.twitter.com/VDI_news
http://www.youtube.com/meinVDI
http://www.blog.vdi.de
Alle Profile sind auch ohne Registrierung im jeweiligen Netzwerk einsehbar.
Seit Beginn des Jahres können Sie im VDI-Blog hinter die Kulissen des VDI schauen. Berichte von
Veranstaltungen, Vorstellungen interessanter Menschen aus und um den Verein herum sowie
Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen: Erfahren Sie mehr über uns!
Rehva Guidebooks
20 Rehva Guidebooks zu Themen der Lüftungs- und Heizungstechnik
stellen Grundlagen und Anwendungen zu aktuellen Themen vor.
Bezug der englischen Originale durch:
Beuth Verlag GmbH
Telefon 030 2601-2260
www.beuth.de
Rehva Journal
REHVA, der europäische Dachverband der Heizungs-, Lüftungs- und KlimatechnikIngenieure bietet das REHVA-Journal kostenfrei als Web-Version an.
Die jeweils aktuelle Ausgabe kann im Netz gelesen oder kostenfrei elektronisch
abonniert werden.
Das REHVA-Journal erscheint in englischer Sprache. Sie können ebenso kostenfrei
den REHVA-Newsletter bestellen.
www.rehva.eu
10 Kooperationen
Mitgliedschaften
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ist in folgenden Organisationen Mitglied:
ICCCS - International Committee of Contamination Control Societies; Internet:
http://www.icccs.org/
REHVA - Federation of European Heating and Air-Conditioning Associations
Washington street 40, 1050 Brussels, BELGIEN
Tel.: (+32 2) 5 14 11 71
Fax: (+32 2) 5 12 90 62
Internet: www.rehva.eu
Aktivitäten in Zusammenarbeit mit REHVA sind:


Die Arbeit an den REHVA Guidebooks (siehe Publikationen)
Die Übersetzung des REHVA International HVAC Dictionary (Ziel: 12000 Fachbegriffe, 21
Sprachen), das unter www.rehvadictionary.eu frei verfügbar ist.
REHVA tagte beim VDI in Düsseldorf - 100 Teilnehmer zur Fachkonferenz "Energy efficient,
smart and healthy buildings"
Auf Einladung des VDI tagte die REHVA-Generalversammlung vom 28. bis zum 30. April 2014 beim
VDI in Düsseldorf. Rund 130 Teilnehmer besuchten die Meetings der Rehva-Committees, die
Generalversammlung oder die Fachkonferenz am dritten Tag.
VDI-Direktor Ralph Appel stellte den Teilnehmern aus 25 Ländern Europas und den USA den VDI und
seine Angebote vor. Er führte aus, dass der VDI-Fachbereich TGA neben den Rehva-Themen von
Heizung, Lüftung und Energieeffizienz auch Fachleute aus den Bereichen der Aufzugstechnik, der
Elektrotechnik und der Sanitärtechnik beheimatet. Im Zusammenspiel mit den anderen Fachbereichen
der VDI-GBG entsteht eine interdisziplinäre Kompetenz rund um das Bauen, so Appel zur Eröffnung der
Generalversammlung.
REHVA-Präsident Prof. Karel Kabele aus Prag bedankte sich beim VDI für die Einladung und stellte die
positive Entwicklung von Rehva mit vielen Aktivitäten dar. Insbesondere das REHVA-Journal hat sich
zu einem Aushängeschild der Arbeit des europäischen Dachverbands entwickeln können.
Im Rahmen der Generalversammlung fand auch der
Studentenwettbewerb statt. Die Studierenden aus 9 Ländern
boten mit ihren Postern und Kurzvorträgen ein hochwertiges
Programm, dass auch Zuhörer aus anderen Parallelsektionen
ins VDI-Haus zog. Der erste Preis ging an ein
Studierendenteam aus Rumänien, die beiden Studenten
hatten sich mit der Lüftung von Schulen beschäftigt. Für
Deutschland war M. Eng. Jakob Hahn von der Hochschule
Esslingen an den Start gegangen und belegte einen guten
dritten Platz.
Im Rahmen der Fachkonferenz unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Birgit Müller, HTW-Berlin, wurden
aktuelle Regelwerksarbeiten aus REHVA und dem VDI sowie einige Projektergebnisse aus EUProjekten von REHVA vorgestellt. Alle Beiträge sind als Download im Internet verfügbar
(www.vdi.de/rehva-am-2014 ).
Prof. Uwe Franzke, Vorsitzender des VDI-Fachbereichs TGA, dankte den Sponsoren Spie und Trox
(Platin), Wilo (Gold), Belimo und Howatherm (Silber), die mit ihrer finanziellen Unterstützung zum
Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.
Die nächste REHVA-Generalversammlung findet vom 6. – 8. Mai 2015 in Riga statt, der nächste
REHVA-Kongress „Clima 2016“ findet im Mai 2016 in Aalborg, Dänemark statt.
Internationale Kooperationen
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik pflegt seit vielen Jahren mit ausländischen
Institutionen und Verbänden die technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit.
ABOK - Rußland
Association of Engineers in Heating, Ventilation,
Airconditioning, Heat Supply & Building Thermal
Physics
www.abok.ru
ASCE – USA
American Society of Civil Engineers
www.asce.org
ASHRAE – USA
American Society of Heating,
Refrigerating and Air-Conditioning Engineers
www.ashrae.org
CIBSE – GB
The Chartered Institution of
Building Services Engineers
www.cibse.org
SWKI – Schweiz
Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren
www.swki.ch
TVVL – NL
Nederlandse technische
vereniging voor installaties in gebouwen
www.tvvl.nl
TTMD - Türkei
Turkish Society of
HVAC & Sanitary Engineers
www.ttmd.org.tr
Nationale Kooperationen
Kooperation zwischen Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau und VDI-GBG
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik konnte die Rahmenvereinbarung mit dem
Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau im Interesse der zugeordneten Mitglieder erneuern.
Das Fraunhofer IRB bietet den Mitgliedern der VDI-GBG mit Zuordnung zu den Fachbereichen
Architektur,
Bautechnik,
Technische
Gebäudeausrüstung
oder
Facility-Management
Sonderkonditionen für die Nutzung von Datenbanken und den Bezug von IRB-Fachzeitschriften an:
RSWB®plus
Die Datenbank zum Nachweis deutschsprachiger und internationaler Baufachliteratur RSWB®plus
unterstützt schnell und zielsicher Fachleute aus Planungsfirmen, Industrie und Forschung bei
Nachweis und Beschaffung von Fachinformation zum Planen und Bauen. RSWB®plus beinhaltet über
1,3 Millionen Hinweise mit bibliographischen Informationen zur Primärquelle, Schlagwörtern
und/oder Kurzreferate (Abstracts) in deutscher/englischer Sprache (Fachbücher, Zeitschriftenartikel,
Normen, Forschungsberichte u.v.m.) und bietet zahlreiche Volltextlinks und Optionen zum Export von
Rechercheergebnissen zur Weiterverarbeitung in Text- oder Literaturverwaltungsprogrammen.
Mitglieder der VDI-GBG erhalten einen einmonatigen kostenloser Testzugang zur Datenbank mit
voller Funktionalität und danach einen Nachlass auf die Jahrespauschalpreise in Höhe von 20 %. Das
Jahresabonnement erlaubt zeitlich unbeschränkten Zugriff auf die Datendank im Rahmen der
Lizenzbedingungen des Fraunhofer IRB.
SCHADIS® – Die Datenbank zu Bauschäden
SCHADIS® ist die größte deutschsprachige Sammlung von Fachwissen anerkannter
Bausachverständiger und Bauforscher zu Entstehung und Vermeidung von Schäden an Gebäude und
enthält weitaus über 700 Fachbücher, Zeitschriftenartikel und Forschungsberichte in fast 10.000
Volltextdokumenten mit System- und Detailskizzen, Fotos und Tabellen.
Mitglieder der VDI-GBG erhalten entweder einen Nachlass in Höhe von 20 % auf den
Jahrespauschalpreis für das Jahr des Erstbezuges von SCHADIS auf DVD oder einen Nachlass auf
die Online-Flatrate in Höhe von 10% jährlich. Das Jahresabonnement bzw. die Flatrate erlaubt
unbeschränkten Zugriff auf die Datendank während der Laufzeit im Rahmen der Lizenzbedingungen
des Fraunhofer IRB.
Außerdem ermöglicht die Kooperation einen Bezugsrabatt von 20% auf die Abonnements der IRBFachzeitschriften „Der Bausachverständige“, „Bausubstanz“ und „Kurzberichte aus der
Bauforschung“
Kooperationsvereinbarung VDI und DGNB
Im Rahmen der Messe Consense unterzeichneten Prof. Alexander
Rudolphi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges
Bauen DGNB, und Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der
DGNB, die ausgearbeitete Kooperationsvereinbarung mit dem
Verein Deutscher Ingenieure, die im Vorfeld von VDI-Präsident
Prof. Udo Ungeheuer und VDI-Direktor Ralph Appel
unterzeichnet worden war.
Um eine Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden auf Grundlage der in Planung und Ausführung
verwendeten anerkannten Regeln der Technik, z.B. VDI-Richtlinien und DIN-Normen zu
ermöglichen, unterstützt der VDI das Bewertungssystem der DGNB. Hier liegt auch das
Schwerpunktinteresse der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, betonte Thomas Terhorst,
Geschäftsführer der VDI-GBG, im Rahmen der Unterzeichnung. Die anerkannten Regeln der Technik
sollten als Basis für die Kriterien der DGNB herangezogen werden, nur dann kann es gelingen, die
Aspekte der Nachhaltigkeit schon frühzeitig in die Planungsprozesse zu integrieren und letztendlich
auf der gleichen Basis später auch zu bewerten.
Prof Rudolphi betonte, dass die Fortbildung von Fachleuten, auch unterhalb der Ebene der DGNBAuditoren aus Sicht der DGNB das wesentliche Feld der Kooperation in den nächsten Monaten sein
wird. Die DGNB ist dazu auch an der Erstellung der Richtlinie VDI 6050 "Bewertung der
Nachhaltigkeit von Gebäuden – Qualifizierung von Personen" beteiligt, mit der ein Rahmen für die
Qualifizierung von Planungsbeteiligten für die Nachhaltigkeit beim Bauen erarbeitet werden soll.
Weitere Punkte der Kooperation bestehen in gemeinsamen Aktivitäten zur Förderung des
Nachwuchses, so unterstützt die DGNB weiterhin als ideeller Mitträger den VDI-Wettbewerb
Integrale Planung (WIP), möglichen gemeinsamen Auftritten auf Fachmessen und Veranstaltungen
sowie einem Austausch von Publikationen.
11 Schulungen zu VDI Richtlinien
Der VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung bietet zu verschiedenen der von ihm
herausgegebenen VDI-Richtlinien Schulungen an.
Die Inhalte und Abläufe der Schulung sind bereits in den betroffenen VDI-Richtlinien definiert. Der
VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung führt diese Schulungen nicht durch, er bietet jedoch
natürlichen und juristischen Personen eine Schulungspartnerschaft mit Qualitätssicherung an. Er
organisiert einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen den Schulungspartnern und den
Richtlinienausschüssen. Schulungsinstitute, die die VDI-Urkunden aushändigen, unterliegen einer
regelmäßigen Kontrolle und werden ständig über aktuelle Neuerungen informiert.
Zielgruppe dieser Schulungen sind, neben den Betreibern, Planer, Hersteller sowie Anlagenbauer aus
Handwerk und Industrie. Die Qualifizierung nach diesen Schulungen ist freiwillig, leistet jedoch einen
entscheidenden Beitrag zur Rechtssicherheit und zur Qualitätssicherung. Durch VDI-Schulungspartner
qualifiziertes Personal hebt sich fachlich vom Wettbewerb ab. Wenn die Lehrinhalte gemäß der
Richtlinie vermittelt wurden, besteht bei einem Rechtsstreit die Sicherheit qualifiziertes Personal
eingestellt zu haben, da der Lehrplan durch die offene Erstellung als VDI-Richtlinie abgestimmt und
anerkannt ist.
Schulungen zur Reinraumtechnik nach VDI 2083
Die Schulungen basieren auf der VDI Richtlinie 2083 Blatt 15. Diese umfasst die reinraumbezogenen
Anforderungen an Personen und deren Bekleidung. Weiterhin werden Hinweise für die Schulung,
zum Verhalten im Reinraum sowie zur Erfolgskontrolle gegeben. Die Partikelkontamination durch
das Personal lässt sich durch Reinraumbekleidung, Schulung und Arbeitsplatzgestaltung wirksam
beeinflussen. Die Erörterung derartiger Maßnahmen, die möglichen Störeinflüsse des
"Kontaminationsfaktors Mensch" innerhalb festgelegter Grenzen zu halten, ist Zweck dieser
Richtlinie.
Schulungen zur Qualifizierung von Personal im Aufzugsbereich nach VDI 2168
Ziel dieser Schulungen ist die Qualifizierung von Fachpersonal für die Aufzugsbranche. Es werden für
die Qualifizierungen geeignete Schulungsinhalte und Rahmenbedingungen der Schulungen
beschrieben. Die Richtlinie bietet die Möglichkeit, einen Nachweis der Fachkenntnisse
herbeizuführen. Die erfolgreiche Teilnahme an diesen Qualifizierungsmaßnahmen führt nicht von sich
aus zur Bezeichnung befähigte Person. Die Richtlinie richtet sich an Personen, nicht aber an
Organisationen, die im Rahmen NB oder ZÜS tätig sind. Sie gibt keine Schulungsinhalte für andere
überwachungsbedürftige Anlagen vor.
Hygieneschulungen nach VDI 6022 und VDI 6023
Mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit wurden im VDI-Fachbereich Technische
Gebäudeausrüstung die Richtlinien VDI 6022 Blatt 1 "Hygiene-Anforderungen an Raumlufttechnische
Anlagen und -Geräte" und VDI/DVGW 6023 "Hygiene-Anforderungen an TrinkwasserInstallationen“ erarbeitet. Da VDI-Richtlinien alle fünf Jahre auf Aktualität geprüft und ggf. an den
Stand der Technik angepasst werden, liegen die Richtlinien VDI 6022 und VDI/DVGW 6023 nun
bereits in der "dritten Generation" vor. www.vdi.de/hygieneschulungen. Die Richtlinie VDI/DVGW
6023 wurde im Einvernehmen mit dem DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
aufgestellt. Sie ist als Technische Regel des DVGW in das Regelwerk Wasser des DVGW einbezogen
worden. VDI und DVGW möchten mit diesem Schritt die Wichtigkeit der Trinkwasserhygiene und
den breiten Konsens der Branche in diesem Gebiet betonen.
Zertifizierte Fortbildung zum VDI-geprüften Fachingenieur RLQ
Aufbewahrung, Aufbereitung und der Transport des "Lebensmittels" Luft muss so erfolgen, dass
jeder negative Einfluss auf dessen Qualität und die Hygiene vermieden wird. Raumlufttechnische
Anlagen sollen relevante Mengen von Schadstoffen aus der Luft entfernen und damit die
Beschwerdehäufigkeit der Raumnutzer reduzieren. Die Richtlinie VDI 6022 empfiehlt vor der ersten
Inbetriebnahme einer RLT-Anlage eine Hygiene-Erstinspektion zusammen mit dem Betreiber
durchzuführen, bei der die Erfüllung der Hygieneanforderungen nach VDI 6022 Blatt 1 überprüft
wird.
Dieser Nachweis der hygienegerechten Planung und Installation soll gemäß VDI 6022 Blatt 4
mindestens durch einen qualifizierten Mitarbeiter der Kategorie A erfolgen, empfohlen wird jedoch
eine Hygienefachkraft, beispielsweise der Kategorie RLQ. Nur der RLQ-Fachingenieur ist
berechtigt, bei bestandener Erstinspektion die Prüfbescheinigung nach VDI 6022 Blatt 1.1
auszustellen und das Prüfzeichen des VDI zu vergeben.
Ingenieure geeigneter Fachrichtungen haben die Möglichkeit, ihren Auftraggebern diese
Qualifikation durch ein VDI-Zertifikat von DIN CERTCO nachzuweisen. Der neue RLQFachingenieur hat gegenüber dem A-geschulten Personal einen zertifizierten Abschluss und ist
befähigt, Hygiene-Erstinspektionen eigenständig durchzuführen. Außerdem ist er zur Beurteilung der
Raumluftqualität nach der Beurteilungsstufe 2 der VDI 6022 Blatt 3 berechtigt und kann eine
Gefährdungsbeurteilung bezüglich der Hygiene vornehmen.
Die neue Fortbildungskategorie besteht aus mindestens 27 Unterrichtseinheiten sowie einer
theoretischen und praktischen Prüfung. Ein Studium der Technischen Gebäudeausrüstung, praktische
Erfahrungen in der Raumlufttechnik sowie eine bestandene Prüfung in der Kategorie A nach VDI
6022 werden ebenso vorausgesetzt wie praktische Erfahrungen mit der Umsetzung der VDI 6022
(zum Beispiel bei Hygieneinspektionen) und umfangreiche Kenntnisse in der Messtechnik,
mindestens in der Beurteilungsstufe 1 nach VDI 6022 Blatt 3.
Institute, die eine Schulung zum VDI-geprüften Fachingenieur RLQ anbieten möchten, müssen sich
bei DIN CERTCO, dem Zertifizierungspartner der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik,
zunächst zertifizieren lassen. Alle Informationen zur Zertifizierung von Schulungszentren, zur
Schulung selbst sowie den Referenten und Eingangsvoraussetzungen für Teilnehmer sind auf der
Internetseite zur Richtlinie VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ unter www.vdi.de/6022
oder www.vdi.de/hygieneschulungen aufgeführt.
Schulungen in Planung: Wärme-/Heiztechnik
Die neuen Richtlinien VDI 2073 Blatt 3 für die Anlagenhydraulik und VDI 4704 für den
Anlagenerhalt von Heizungsanlagen bilden die Grundlage für die neuen Schulungen der VDI-GBG
in der Wärme-/Heiztechnik. Mit Erstellung dieser VDI-Richtlinien werden die Inhalte und Abläufe
der Schulungen aller mit der Planung, Bau und dem Betrieb von Heizungsanlagen definiert.
Schulungsinstitute, die das VDI-Zertifikat aushändigen, unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle
und werden ständig über aktuelle Neuerungen unterrichtet. Mehr Informationen zu Zielgruppe,
Schulungspartnern und Terminen finden Sie unter: www.vdi.de/richtlinien-schulungen
12 Messeauftritte und Veranstaltungen
12.1 Messen
Alle Leistungsangebote der VDI-Gruppe sind jährlich auf der
Hannover Messe zu sehen. VDI-Mitglieder erhalten automatisch
eine Einladung zur Messe.
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik präsentiert ihre
aktuellen Aktivitäten und Projekte sowie das umfangreiche Serviceund Beratungsangebot jährlich auf verschiedenen Fachmessen. Für
fast alle dieser Fachmessen erhalten die zugeordneten Mitglieder
der VDI-GBG eine Freikarte zum Besuch der Messe. In 2015 wird
die VDI-GBG auf folgenden Messen vertreten sein:
•
•
Bau:
ISH:
19 .- 24. Januar 2015 in München
10. - 14. März 2015 in Frankfurt
12.2 Expertenforen der VDI-GBG
VDI-Expertenforum „Lean Construction“
Eine ganzheitliche Betrachtung der Planung und Ausführung von Bauprojekten ermöglicht zum einen
die Verbesserung der Qualität von Bauwerken und verhindert zum anderen unnötigen
Ressourcenverbauch. Der Begriff „Lean Construction“ beschreibt einen praxiserprobten Ansatz für
eine wirtschaftlichere und kooperative Abwicklung von Bauprojekten. Lean Construction ist somit die
Adaption des, beispielsweise in der Automobilindustrie schon lange praktizierten, Lean Managements
auf das Bauwesen. Die VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik wird auf einem Expertenforum
verschiedenste Aspekte sowie Beispiele für diese für das Bauwesen innovative Management-Methode
thematisieren und diskutieren.
Das VDI Expertenforum „Lean Construction“ wird am 02. Dezember 2014 im Maritim Hotel in
Düsseldorf stattfinden. Das Programm zur Veranstaltung sowie die Anmeldemöglichkeiten finden Sie
auf der Internetseite www.vdi.de/lean-construction .
VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" – 18. November 2014 in Düsseldorf
Was ist der Unterschied zwischen einer Gefahr und einer Gefährdung? Was bedeutet es, wenn die
Beweislast für den Geschädigten erleichtert oder zum Nachteil des Betreibers umgekehrt wird? Wie
definiert sich der Jetztstand des Wissens bzgl. der Pflichten zur Einhaltung der gebotenen Sorgfalt?
Auf diese und andere Fragen gibt das VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" am 18.11.2014
in Düsseldorf eine Antwort.
Die Technik birgt Risiken. Diese Risiken sind zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Die
Richtlinienreihe VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und Gebäudetechnik“ wird
betreut vom Fachbereich Facility-Management der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Sie
befasst sich mit den Anforderungen der Gebäudetechnik und verkörpert den Jetztstand des Wissens
der jeweiligen Fachkreise.
Der Gesetzgeber verwendet unbestimmte Rechtsbegriffe, wie „anerkannte Regeln der Technik“,
„Stand der Technik“ u. Ä., die von den jeweiligen
Fachleuten der betroffenen Gewerke mit Leben gefüllt
werden. Das Expertenforum befasst sich u.a. mit den
Gewerke bezogenen Themen Hygiene (speziell RLT und
Trinkwasser), Energie und Nachhaltigkeit, Monitoring,
Aufzugstechnik sowie Blitzschutz und Überspannung aus
Sicht der Betreiberverantwortung. Die Teilnehmer werden
mit den dazugehörigen Gefährdungsanalysen vertraut
gemacht und dadurch befähigt, ein breites Spektrum der
Risiken abzudecken, die beim Betreiben von Gebäuden und
gebäudetechnischen Anlagen zu berücksichtigen sind.
Das VDI-Expertenforum "Gefährdungsbeurteilung" wird von der VDI-Gesellschaft Bauen und
Gebäudetechnik veranstaltet und findet am 18. November 2014 im FFFZ Hotel-Tagungshaus
Düsseldorf statt. Weitere Informationen: www.vdi.de/betreiberverantwortung
Rückblick VDI-Expertenforum Gebäudesicherheit: „Wir planen, bauen und betreiben Gebäude
sehr sicher“
Im Konferenzzentrum des Flughafen Düsseldorf, in unmittelbarer Nähe des Ortes, an dem in den
1990er Jahren der Großbrand ausbrach, trafen sich am 27. November 2013 Fachleute aus den
Bereichen Architektur, Bautechnik, TGA und Facility-Management um gesamtheitlich über Aspekte
der Gebäudesicherheit zu diskutieren. In seiner Begrüßung betonte Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß,
Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, dass bei allen notwendigen
Reglementierungen, die baulichen und technischen Lösungen auch praxisgerecht umzusetzen sein
müssen.
Im ersten Vortrag stellte Dr. Mingyi Wang vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft die
Grundlagen des Risikomanagements und der mathematischen Betrachtung der Wahrscheinlichkeit dar.
In Beispielen erläuterte Wang die Anwendung dieser Grundlagen in der Gebäudesicherheit aus Sicht
der Versicherungswirtschaft. Sicherheit kann, wie Risiko beziffert werden, damit ist ein Vergleich und
eine Bewertung unterschiedlicher Lösungen möglich.
Dr.-Ing. Meinolf Gerstkamp betrachtete das Gebäude aus der Sicht
eines Betreibers. Wesentlicher Baustein ist dabei die
Betriebssicherheitsverordnung, die ggf. im nächsten Jahr
grundlegend novelliert werden soll. Gerstkamp stellte die
Anforderungen
an
die
Betreiber
auf
Grundlage
der
Betriebssicherheitsverordnung dar und betonte insbesondere die
Risiken beim Betreiben einer Immobilie für den Arbeits- und
Gesundheitsschutz.
Dipl.-Ing. Peter Lein stellte die Richtlinienreihe VDI 6004 „Schutz der TGA vor äußeren Einflüssen“
vor. Die Richtlinienreihe besteht aus den Blättern 1 „Schutz vor Hochwasser“, 2 „Schutz vor Blitzen
und Überspannungen“ und 3 „Schutz vor Vandalismus und Zerstörung“. Während die Themen
Hochwasser und Blitz-/Überspannungsschutz durch in den letzten Jahren durch häufigere
Schadensereignisse an Bedeutung gewinnen, gibt es im Blatt 3 zum Schutz vor Vandalismus
praxisgerechte Lösungsvorschläge für die Klassifizierung von Gebäuden oder Gebäudeteilen mit
entsprechenden Empfehlungen in der Ausstattung.
Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter von SMP-Ingenieure in Karlsruhe berichtete über die Organisation
der Standsicherheit von Gebäuden. Nach seiner Einschätzung sind 90% der Fehler im Bauprozess
durch normale Aufmerksamkeit vermeidbar. Aus der Erfahrung eines Prüfers fügte Schlüter aber
hinzu: „Wo nicht kontrolliert wird, werden Vorschriften auch nicht eingehalten!“.
Dipl.-Ing. Ronald Winterfeld vom Fachverband für Fassaden sprach sich aus Sicht des Brandschutzes
für mineralische Dämmstoffe in Fassaden aus. Mit Hilfe der BBSR-Liste für Nutzungsdauern von
Bauteilen wird nach seiner Einschätzung auch eine Orientierung für die Planung bezüglich der
Sicherheit gegeben.
Dipl.-Ing. Klaus Helzel vom TÜV Süd in München stellte in seinem Vortrag insbesondere die
Sicherheitsanforderungen an Gebäude vor, die überwiegend von alten oder behinderten Menschen
genutzt werden. Das Zusammenwirken der DIN 18040 mit der den Bauordnungen der Länder wurde
am Beispiel von Bayern erörtert. Die als Katalog von Möglichkeiten aufgebaute Richtlinienreihe VDI
6008 ist geeignet die hier entstehenden Aufgaben zu lösen.
Herr Jörg Balow von Cofely Deutschland stellte die Vorschläge für einen Vollprobetest von Gebäuden
vor, wie sie im Entwurf der VDI Richtlinie 6010 Blatt 3 vom Richtlinienausschuss erarbeitet wurden.
Grundsätzlich ist dabei zwischen dem Zustand der normalen Nutzung und einer baurechtlichen
Sicherheitsfunktion zu unterscheiden. Im vollprobetest nach VDI 6010 Blatt 3 sind die baurechtlich
geforderten Wirkprinzipprüfungen und ggf. zusätzliche nutzungsspezifische Prüfungen sowie eine
„Schwarzschaltung (Stromabschaltung) vorzusehen. Gegen die Richtlinie, die einen grundsätzlichen
Rahmen für Vollprobetests vorgibt, können Einsprüche bis zum 30. April 2014 eingereicht werden.
Dipl.-Ing. Cemalettin Demirel vom Ingenieurbüro BPK stellte neue Möglichkeiten mit Nachweisen
nach Eurocodes am Beispiel von Geschossdecken in einem Bestandsgebäude vor. Die
Geschossdecken wurden als „feuerbeständig“ eingestuft. In einem zweiten Beispiel wurde ein
Nachweis für eine Stahlkonstruktion in F30 Qualität dargestellt.
Im Bereich der Aufzugstechnik stellte Dipl.-Ing. Thomas Lipphardt aus dem Hause Kone vor, wie
Steuerungen von Aufzügen im Brandfall funktionieren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Aufzüge
überhaupt eine Brandmeldung bekommen, dies ist, so Lipphardt, in über 75% der Gebäude, die einen
Aufzug haben, nicht der Fall. Die Richtlinie VDI 6017 stellt nicht nur die unterschiedlichen Konzepte
von Brandfallsteuerungen vor, sie formuliert auch Anforderungen an die Gebäudeinfrastruktur sodass
ein Zusammenwirken von Aufzügen mit anderen Anlagen im Gebäude sichergestellt werden kann. Im
zweiten Teil seines Vortrags stellte Lipphardt die neue Richtlinie VDI 4705 vor. Mit dieser Richtlinie
soll Betreibern eine Hilfestellung zur Konzeption eines, für das jeweilige Gebäude geeigneten,
Notfallmanagementsystems gegeben werden.
Im Fazit stellte Prof. Clauß fest, dass Gebäude in Deutschland schon heute sehr sicher geplant, gebaut
und betrieben werden. Die Komplexität und die damit verbundenen Anforderungen an die Planer und
die Bauausführenden sind aber extrem hoch, mit Veranstaltungen wie diesem VDI-Expertenforum soll
der Gefahr vorgebeugt werden, dass wichtige Aspekte übersehen werden.
Große Resonanz und gute Diskussionsbeiträge: „VDI-Expertenforum "Barrierefreiheit nach
VDI 6008 - Pflicht oder Kür?"
Als fachliche Auftaktveranstaltung der Kongressmesse "Zukunft Lebensräume" hat die VDIGesellschaft Bauen und Gebäudetechnik am 01. April 2014 ein Expertenforum mit dem Titel
"Barrierefreiheit nach VDI 6008 - Pflicht oder Kür?" durchgeführt. Über 80 Teilnehmer verfolgten im
Portalhaus der Messe Frankfurt die vier Vortragsblöcke zu den gewerkespezifischen Themenbereichen
der Richtlinienreihe VDI 6008 "Barriefreie Lebensräume".
Häufig stellt man sich die Fragen: Barrierefreiheit – was ist das eigentlich? Und ist die Ausführung
eher Pflicht oder Kür?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) publizierte bereits im Jahr 2003 "Für
10 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit absolut unentbehrlich, für 30-40 Prozent ist sie
notwendig und für 100 Prozent der Gesellschaft ist eine barrierefreie Umgebung komfortabel und ein
Qualitätsmerkmal". Dies zeigt auf der einen Seite die Notwendigkeit, aber auf der anderen Seite auch
das enorme Potenzial, das „Barrierefreiheit“ mit sich bringt.
Eine große Anzahl von gesetzlichen Regelungen zum Schutz und zur Vermeidung von Nachteilen für
Personen mit Behinderungen machen dazu konkrete Vorgaben. Dennoch wird gerade die Planung und
Umsetzung dieser Vorgaben am Bau oft noch sehr stiefmütterlich behandelt.
Die Referenten des VDI-Expertenforums haben die Notwendigkeit aber auch entsprechende
Umsetzungsmöglichkeiten zur Realisierung von Barrierefreiheit für die verschiedensten
Nutzergruppen und die verschiedenen Gewerke aufgezeigt. Fokussiert war die Veranstaltung auf vier
verschiedene Themenblöcke.
-
Anerkannte Regeln der Technik und deren Bindungswirkung, Betreiberverantwortung und
Möglichkeiten der Sanitärtechnik nach VDI 6008 Blatt 2
Die Elektrotechnik und Gebäudeautomation als Bindeglied der TGA im barrierefreien Umfeld
- Möglichkeiten nach VDI/VDE 6008 Blatt 3
Evakuierung im Notfall und Möglichkeiten der Fördertechnik im barrierefreien Lebensräumen
nach VDI 6008 Blatt 4
Brandschutz und Barrierefreiheit – Möglichkeiten der Ausführung von Türen und Toren in
barrierefreien Lebensräumen nach VDI 6008 Blatt 5
Das Thema "Barrierefreie Lebensräume" und die Richtlinienreihe VDI 6008 werden in der VDI-GBG
auch zukünftig weiter bearbeitet.
Expertenforen der VDI-GBG in 2015:
Im nächsten plant die VDI-GBG Expertenforen zu folgenden Themen:
-
Kühllastberechnung
Korrosion in der TGA
Hotels
Infrastrukur
12.3 Fachliche Trägerschaft von Tagungen
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik ist fachlicher Träger von Tagungen und Seminaren
der VDI-Wissensforum GmbH. Anmeldung und Informationen zu allen VDI-Fachtagungen und
Seminaren:
VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf,
[email protected], Telefon: + 49 (0) 211 62 14-201, Telefax: +49 (0) 211 62 14-154.
E-Mail:
13 Ansprechpartner in der VDI-GBG-Geschäftsstelle
Wir sind für Sie da:
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
[email protected]
www.vdi.de/gbg
Geschäftsführer:
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Terhorst
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 466
Technisch-Wissenschaftliche Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. (FH) Björn Düchting
Fachbereich TGA
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 470
Dipl.-Ing. (FH) Frank Jansen
Fachbereich Bautechnik
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 313
Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff
Fachbereich Architektur
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 645
Dipl.-Phys. Thomas Wollstein
Fachbereich Facility-Management
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 500
Sachbearbeitung:
Claudia Brinkschulte
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 634
Tanja Teloy
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 251
Christiane Güntner
E-Mail: [email protected]
Tel: +49 211 – 6214 577
14 Fachvorträge zur Jahrestagung 2014
Barrierefreies Bauen
Dipl-Phys. Ing. Rolf Joska VDI, GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG
Bereits im November ’94 wurde Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes durch den Satz „Niemand darf
wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ergänzt. Seit dem 1.05.2002 ist das sog. BGG
„Behinderten-Gleichstellungsgesetz“ auf Bundesebene in Kraft getreten. Ziel dieses Gesetzes ist es, die
Benachteiligungen von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die
gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten
und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.
Die Bauordnungen der Länder konkretisieren den Anspruch aus dem vom Bund erlassenen BGG. Der §
50 der Musterbauordnung der Länder sagt z.B. zum Thema barrierefreies Bauen:
„(1) In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei
erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad sowie
die Küche oder die Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 4 bleibt unberührt.
(2) Bauliche Anlagen, die öffentlich zugänglich sind, müssen in den dem allgemeinen Besucherverkehr
dienenden Teilen von Menschen mit Behinderungen, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern
barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe zweckentsprechend genutzt werden können. Diese
Anforderungen gelten insbesondere für
1. Einrichtungen der Kultur und des Bildungswesens,
2. Sport- und Freizeitstätten,
3. Einrichtungen des Gesundheitswesens,
4. Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude,
5. Verkaufs- und Gaststätten,
6. Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen.
Als Grundlage dienen die DIN 18040 und die darin beschriebenen Schutzziele.
•
DIN 18040 Teil 1:2010-10 „Öffentlich zugängliche Gebäude“
•
DIN 18040 Teil 2:2011-09 „Wohnungen“
•
DIN 18040 Teil 3:2013-05 „Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“
Die DIN 18040 gilt für Neubauten, soll aber auch bei Umbauten oder Modernisierungen sinn-gemäß
angewendet werden. Ein Teil der Norm bezieht sich auf öffentliche Gebäude sowie dazugehörige
Außenanlagen, ein zweiter Teil befasst sich mit den Privatbauten. Die DIN 18040 besagt, dass die
Schutzziele auch auf andere Weise als in der Norm festgelegt erfüllt werden können und für spezielle
Nutzergruppen zusätzliche oder andere Anforderungen not-wendig sein können. Die Schutzziele bieten
Orientierung und veranschaulichen beispielhaft, was unter dem teils abstrakt empfundenen Begriff
»Barrierefreiheit« zu verstehen ist. Sie sa-gen aus, welches Sicherheitsniveau mit Maßnahmen aller Art
hinsichtlich einer bestimmten Gefahrenkategorie im Minimum erreicht werden muss. Sie sind so
formuliert, dass sie den angestrebten Endzustand darstellen, lassen aber den Weg, wie das Ziel erreicht
werden soll, möglichst offen.
Die Anforderungen an barrierefreies Bauen sind damit nicht immer eindeutig formuliert – in den
aktuellen Regelwerken zum Thema »Barrierefreie Lebensräume« finden sich immer noch große
Lücken. Mit der Richtlinienreihe VDI 6008 gibt die VDI Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik
(VDI-GBG) deshalb einen Überblick, wie sich durch den Einsatz technischer Lösungen Barrieren im
Alltag reduzieren lassen. Im Gegensatz zu anderen Regelwerken beschränkt sie sich dabei nicht
vorrangig auf Rollstuhlfahrer, sondern berücksichtigt auch diverse andere Personengruppen – von
Menschen mit Gehbehinderung, kognitiven Einschränkungen bis hin zu Senioren oder Eltern mit
Kindern. Die Richtlinienreihe VDI 6008 soll es möglichst vielen Personengruppen erleichtern – ob mit
oder ohne Mobilitätseinschränkungen –, die eigene Wohnung und außerhalb ihres Wohnumfeldes
öffentliche Einrichtungen zu nutzen. Dafür werden sowohl Anforderungen als auch Bedürfnisse der
unterschiedlichen Nutzergruppen betrachtet und entsprechend geeignete Produkte und Systeme
aufgezeigt. Die Richtlinienreihe VDI 6008 gliedert sich in fünf Blätter. Während sich Blatt 1 den
allgemeinen Anforderungen und Planungsgrundlagen für barrierefreie Lebensräume widmet,
fokussieren die übrigen Blätter die Bereiche Sanitärtechnik, Elektrotechnik, Fördertechnik und
Zugänge:
•
Blatt 1 Allgemeine Anforderungen und Planungsgrundlagen
•
Blatt 2 Möglichkeiten der Sanitärtechnik
•
Blatt 3 Möglichkeiten der Elektrotechnik und Gebäudeautomation
•
Blatt 4 Möglichkeiten der Fördertechnik
•
Blatt 5 Möglichkeiten der Ausführung von Türen und Toren
Folgende Blätter sind in Vorbereitung:
•
•
Blatt 1.1 Möglichkeiten von Bild- und Schriftzeichen
Blatt 1.2 Qualifikation und Schulung von Personal
Die Anforderungen zum barrierefreien Bauen berücksichtigen überwiegend die Bedürfnisse von
Menschen, die sehr starke Seheinschränkungen haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, z.B.
Rollstuhlfahrer. »Barrierefrei« wird dabei oft mit »behindertengerecht« verwechselt. Die VDI
Richtlinienreihe 6008 versucht, die Bedürfnisse möglichst aller Menschen zu berücksichtigen, und
definiert Barrierefreiheit wie folgt:
»Barrierefreiheit bedeutet, dass Liegenschaften und deren technische Gebäudeausrüstung von Menschen
in jedem Alter und mit jeder Mobilitätseinschränkung oder Behinderung betreten oder befahren und
selbständig sowie weitgehend ohne fremde Hilfe benutzt werden können und damit individuelle
Potenziale zum selbstständigen Handeln nicht einschränken.«
Diese Definition orientiert sich an gesetzlichen Forderungen wie dem Behindertengleichstellungsgesetz
(BGG), erweitert aber den Nutzerkreis erheblich. Barrierefreiheit ist demnach ein Ziel für alle
Menschen, egal ob jung oder alt, klein oder groß, gesund oder krank, uneingeschränkt oder behindert.
Das Ziel ist dann erreicht, wenn man barrierefreie Lösungen gar nicht mehr als solche erkennen kann.
Die Richtlinienreihe VDI 6008 unterscheidet zwischen Nutzergruppen und versucht deren typische
Bedarfe zu formulieren.
Hierbei handelt es sich um die folgenden Nutzergruppen:
•
Senioren
•
Senioren mit Einschränkungen, gefährdet
•
Rollstuhlfahrer
•
Gehbehinderte/bewegungseingeschränkte Menschen
•
Menschen mit Einschränkung der visuellen und auditiven Wahrnehmung
•
Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Demenz
•
Andere Menschen mit besonderen Anforderungen
Besonders wichtig in einem barrierefreien Lebensraum ist die unauffällige Unterstützung der Nutzer
durch die Visualisierung von Zuständen, durch eine automatische Steuerung von Systemen, die
nutzerorientierte Überwachung von Abläufen und das automatische Eingreifen im Gefahrenfall. Zu
diesem Zweck kommen AAL-Systeme (Ambient Assisted Living) zum Einsatz. Assistenzsysteme sind
grundsätzlich für Menschen aller Altersgruppen hilfreich, sie erhöhen den Wohnkomfort und schützen
vor gefährlichen Situationen: Für kleine Kinder, die in der Dunkelheit Angst haben, ist eine
Orientierungsbeleuchtung, die sich bei Bewegung
automatisch einschaltet, genauso hilfreich wie für ältere Menschen, die in der Nacht aufgrund von
kognitiven Einschränkungen Orientierungsschwierigkeiten haben oder sturzgefährdet sind. Die
VDI/VDE 6008 Blatt 3 gibt dem Elektrohandwerk u. a. einen umfassenden Überblick über marktfähige
Assistenzsysteme und deren Nutzen.
Um technische Systeme einfach und intuitiv benutzen zu können, müssen sie auf den
Anwendungskontext des Nutzers zugeschnitten sein und dessen Alter, seine Erfahrungen und
Fähigkeiten sowie seine Denk- und Arbeitsweisen berücksichtigen. Bei älteren Nutzern erhöht ein
möglichst frühzeitiger Einsatz der Systeme die notwendige Akzeptanz. Denn ältere Menschen können
sich insbesondere nach dem Auftreten einer Beeinträchtigung nicht mehr so einfach mit neuen
Technologien vertraut machen.
Bei Beeinträchtigungen in der Mobilität, in der visuellen oder der auditiven Wahrnehmung können
Hilfsmittel wie z. B. spezielle Sensoren, Schalter und Steuerungen eine weitgehend eigenständige
Lebensführung unterstützen. Zusätzliche Funkschalter, optische Anzeigen (Leuchten) und akustische
Signale (Tür-/Telefonklingel) erleichtern die Bedienung.
Ausreichend helles Licht ist für viele Tätigkeiten erforderlich und hilft u.a., Stürze zu verhindern. Viele
Nutzer empfinden sehr helles Licht aber als »ungemütlich« oder sogar störend, besonders wenn z.B. die
Blendwirkung zu groß ist.
Der gezielte Einsatz von kaltweißem Licht (>5000K) senkt die Produktion des Schlafhormons
Melantonin und aktiviert dadurch den Nutzer. Überdies erleichtert es durch bessere Wahrnehmung
bestimmte Tätigkeiten wie z. B. das Lesen oder auch Pflegetätigkeiten. Die Verwendung von
warmweißem Licht (≤3000K) am Abend kann umgekehrt die Schlafphase vorbereiten. Eine dynamische
Steuerung der Farbtemperatur des Lichtes unterstützt den Bio-rhythmus des Nutzers. Steckdosen mit
einem integrierten LED-Orientierungslicht leuchten dezent den Bodenbereich aus. In Bereichen, in
denen eine besondere Gefährdung der Nutzer besteht – z.B. in Fluren, Treppenhäusern und
Kellerbereichen –, sollte das Licht selbsttätig durch Automatikschalter (bei Bedarf gedimmt)
eingeschaltet werden.
Eine Türkommunikationsanlage muss vorhanden sein. Neben der Kommunikation dient sie der
Zugangskontrolle und bietet dem Nutzer damit zusätzliche Sicherheit. Die Türstation muss die
Bereitschaft zum Sprechen optisch anzeigen. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz einer
Videotürsprechanlage. Der Nutzer sieht, wer vor der Tür steht, und die Kommunikation vereinfacht sich
durch das Erkennen der Gesten und der Lippenbewegungen. Alle Funktionen wie Bild und Sprache
müssen auch auf andere Geräte übertragen werden können, z.B. auf Computer oder spezielle Hilfsmittel
für Menschen mit Behinderungen.
Beispiele:
Steckdose mit LED-Orientierungslicht
Bildzeichen für „Sprachaufforderung“
Türstation mit barrierefreien
Bildzeichen für Sprachaufforderung
Bildzeichen für „Türfallenfreigabe“
Automatisches Einschalten der Beleuchtung mit einem
wählbaren Dimmwert und berührungsloses Schalten im
Nahbereich (ca. 5 cm)
Bauprojekte zwischen Protest und Akzeptanz: Grundregeln für die Kommunikation in den
Leistungsphasen der Ingenieurplanung
Prof. Dr. Frank Brettschneider, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft,
Universität Hohenheim
Nicht nur Infrastrukturprojekte aus den Bereichen Verkehr und Energie stoßen immer wieder auf
Protest von Teilen der Bevölkerung: Flughafenerweiterungen, der Ausbau von Autobahnen und
Eisenbahnstrecken, der Bau von Kohle- oder Gaskraftwerken, Strom-Überlandleitungen, Pumpspeicher- und Wasserkraftwerke, Windenergieanlagen. Auch Einkaufszentren, öffentliche Bauten oder
Hotelanlagen stehen in der Kritik. Stets artikulieren lokale Bürgerinitiativen ihren Unmut. Naturschutzverbände springen ihnen bei. Und in der Regel werden die Konflikte auch von Parteien aufgegriffen, teilweise für Wahlen instrumentalisiert. Nicht selten eskaliert die Auseinandersetzung, Fronten
verhärten sich und ein sachlicher Austausch findet kaum noch statt.
Proteste stellen Vorhabenträger vor Herausforderungen: Sie müssen ihre Positionen frühzeitig und
verständlich erklären. Sie müssen das Gespräch mit den Bürgern und mit den vielfältigen
Interessengruppen suchen. Sie müssen sämtliche Kommunikationsinstrumente – Flyer, InternetAuftritte, Medienberichterstattung, Informationsveranstaltungen, Social Networks – aufeinander
abgestimmt einsetzen, um ihre Kernbotschaften zu platzieren und in den Dialog zu treten. Vor diesem
Hintergrund geht es um folgende Fragen:
1) Was sind die Gründe für Protest?
2) Welche Rolle spielt Kommunikation im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Akzeptanz
von Bauprojekten?
3) Wie lässt sich Kommunikations-Management in das Projekt-Management integrieren?
Proteste gegen Bauprojekte haben zahlreiche Wurzeln:
1.
NIMBY-Effekt. Anwohner sehen durch das Projekt ihre eigene Lebensqualität eingeschränkt:
Der Fluglärm beeinträchtigt das Wohlbefinden oder ein Strommast verschandelt den
Ausblick. Dieser Protest ist am stärksten motiviert. Daher bleibt er oft auch nach Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Schallschutz, finanzielle Kompensation) bestehen.
2.
Projektbezogene Gründe. Menschen kritisieren einzelne Aspekte eines Projektes: Sie stufen
die Auswirkungen auf Umwelt und Natur als nicht vertretbar ein. Ihnen sind die Kosten eines
Projektes zu hoch. Oder sie stellen seinen Nutzen in Frage. Oft wird auch ein vermeintlich zu
hohes Risiko kritisiert. Dabei verwenden Laien meist absolute Maßstäbe zur Beurteilung dieser Aspekte, während Experten Risiken anhand von Wahrscheinlichkeiten oder Vergleichen
bewerten.
3.
„Verborgene Gründe“. Mitunter werden einzelne Aspekte eines Projektes kritisiert, obwohl
die Wurzeln des Protestes ganz woanders liegen. So nehmen einige Menschen Bauprojekte
als Angriff auf die „kulturelle Identität“ ihrer Region wahr. Oder die Beschleunigung des
eigenen Lebens wird als unangenehm empfunden. Selten werden diese Gründe explizit
geäußert, obwohl sie ein wesentliches Motiv hinter dem Protest sind.
4.
Vertrauensverlust in Wirtschaft und Politik. Protest wird durch mangelndes Vertrauen in „die
Politik“ und „die Wirtschaft“ verschärft. Die negative Grundstimmung gegenüber
Unternehmen überträgt sich dann auf die von ihnen betriebenen Projekte.
5.
Art der Kommunikation und Intransparenz formaler Verfahren. Oft bemängeln Kritiker die
Art des Umgangs von Politikern und/oder von Vorhabenträgern mit „der Bürgerschaft“.
Diese würden „die Bürger“ von oben herab behandeln und ihre Einwände nicht ernst nehmen.
Das Gefühl, nicht „auf Augenhöhe“ behandelt zu werden, hängt auch mit der Konstruktion
formaler Verfahren zusammen, in denen rechtliche Fragen im Mittelpunkt stehen. Die dort
übliche Fachsprache (juristisch, ingenieurtechnisch) wird als unverständlich und als distanzierend wahrgenommen. Dies wird mit dem Vorwurf verbunden, Informationen seien unvollständig, zu spät oder gar nicht zur Verfügung gestellt worden. Gelegentlich werden den
Beteiligten auch Lügen unterstellt.
Der Umgang mit den Protest-Gründen sowie das Herbeiführen gesellschaftlich tragfähiger Lösungen
erfordern auch von Ingenieuren neue Fähigkeiten: Technische, rechtliche und wirtschaftliche
Kompetenz alleine reichen nicht mehr aus. Daneben sind auch eine gute Kommunikation und eine
frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich. Das Kommunikations-Management muss daher
permanenter Bestandteil des Projekt-Managements sein. Der VDI unterstützt mit seiner Richtlinie
7001 Ingenieure dabei, diese neuen Aufgaben angemessen und pragmatisch zugleich zu bewältigen.
Grundprinzipien und Standards für eine „gute“ Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung
wurden seit 2011 in der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik erarbeitet und im Rahmen eines
Kongresses im Oktober 2012 mit der Fachöffentlichkeit diskutiert. Daraus ging die VDI-Richtlinie
7001 hervor, die seit März 2014 in Kraft ist: „Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung bei
Planung und Bau von Infrastrukturprojekten – Standards für die Leistungsphasen der Ingenieure“. Sie
richtet sich an Vorhabenträger, Generalplaner, Ingenieur-/Planungsbüros, Projektsteuerer und ausführende Unternehmen. Sie richtet sich aber auch an Behörden und Bauämter sowie an Verbände und
Bürgerinitiativen.
Neben allgemeinen Regeln für die Kommunikation bei Bauprojekten beschreibt die VDI-Richtlinie
7001 entlang der neun Leistungsphasen der Ingenieurplanung (nach HOAI), welche Besonderheiten
beachtet werden sollten: Beispielsweise sind bereits während der Grundlagenermittlung die
organisatorischen Grundlagen für die Projektkommunikation zu schaffen. Der Vorhabenträger muss
klären, wer in welchem Umfang für die interne und für die externe Kommunikation verantwortlich ist.
Es ist auch zu klären, welche Projekt-Verantwortlichen auf die Kommunikation mit der Öffentlichkeit
und den Medien vorbereitet werden müssen. In der Vorplanung werden die inhaltlichen Grundlagen
der Projektkommunikation geschaffen. Sie beginnt mit einer gründlichen Stakeholder- und
Themenanalyse und endet mit einer Kommunikationsstrategie. In ihr werden Anspruchsgruppen,
Botschaften und Kommunikationsinstrumente aufeinander abgestimmt. Die Umsetzung der Kommunikationsstrategie ist während der Entwurfsplanung zu forcieren. Spätestens jetzt geht es auch um die
Kommunikation von Varianten. Ebenso wichtig wie die Diskussion von Alternativen ist die offensive
Kommunikation möglicher Risiken und ihrer Beherrschung. Grundsätzlich gilt: Pläne und
Technikunterlagen müssen vereinfacht dargestellt werden. Visualisierungen sind in dieser Phase
besonders wichtig. Das Gleiche gilt für das Übersetzen von Fachbegriffen; komplexe Sachverhalte
müssen verständlich kommuniziert werden. Auch ist ein Anwohner-Dialog aufzusetzen. Die
Anforderungen an eine verständliche Kommunikation gelten auch in den Phasen
Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung sowie Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe.
Während der Bauausführung sind dann nicht nur Vorhabenträger gefordert, sondern auch die Akteure
der Bauwirtschaft. In dieser Phase geht es darum, Anwohner über den Stand der Arbeiten auf dem
Laufenden zu halten. Sie müssen auch darüber informiert werden, welche Baumaßnahmen unmittelbar
bevorstehen. Für Beschwerden oder Nachfragen von Seiten der Anwohner sollte spätestens jetzt ein
Ombudsmann rund um die Uhr ansprechbar sein. Auch sollte die Baustelle für die Öffentlichkeit positiv erlebbar gemacht werden. Hierfür stehen die Instrumente des Baustellen-Marketings zur Verfügung: Baustellen-Besichtigungen, Tage der offenen Tür, Kultur-Events an und in der Baustelle,
Veranstaltungen für Kinder (z.B. Schulführungen). Eventuell sollte ein Informations- und
Besucherzentrum eingerichtet werden. In der abschließenden
Dokumentation steht die Eröffnungsfeier im Mittelpunkt. Es
Ingenieurleistungen kommuniziert werden. Die Planungs- und
helfen, den „guten Ruf“ der Ingenieure auf- und auszubauen. Und
gangspunkt für die Kommunikation beim nächsten Bauprojekt.
Phase der Objektbetreuung und
sollten aber auch exemplarisch
Bauphasen als Erfolgsgeschichte
der „gute Ruf“ ist wiederum Aus-
Welche Instrumente der Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung im jeweiligen Fall bzw. in der
jeweiligen Leistungsphase einzusetzen und welche Instrumente wann und wie miteinander zu
kombinieren sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab: u.a. vom Konflikt- und Eskalationspotenzial,
vom in der öffentlichen Debatte wahrgenommenen Nutzen des Bauvorhabens, von den vorhandenen
Verhandlungsspielräumen sowie von den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen
Ressourcen.
Das Befolgen der Regeln für gute Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung erleichtert die
Realisierung von gesellschaftlich getragenen Projekten, aber sie garantiert keinen Konsens. Mit
Protesten werden Bauprojekte weiterhin leben müssen, denn sie berühren vielfältige Interessen. Sehr
wahrscheinlich stehen Bürgerinitiativen auch künftig Projekten vor der eigenen Haustür skeptisch
gegenüber. In der Frühphase eines Projektes sind sie aber selten unversöhnliche Gegner. Für gesellschaftlich tragfähige Lösungen ist die Kommunikation der Vorhabenträger von enormer Bedeutung.
Und das proaktive Kommunizieren mit allen relevanten Anspruchsgruppen endet nicht mit dem Planfeststellungsbeschluss. Für die Kommunikation werden Ressourcen benötigt. Sie nicht bereit zu
stellen, kann am Ende sowohl den Vorhabenträger als auch die gesamte Gesellschaft teuer zu stehen
kommen.
Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings
M. Eng. Jakob Hahn, Esslingen
Der Prozess, bestehend aus Technischem Monitoring und anschließender Betriebsoptimierung als
Bestandteil des Facility-Managements, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung hinzugewonnen.
Ziel ist es, den maximalen Nutzerkomfort bei gleichzeitig bedarfsgerechtem, effizientem und damit
wirtschaftlichem Gebäude- und Anlagenbetrieb zu gewährleisten.
Abbildung 1: Monitoring und Betriebsoptimierung als Werkzeug der Qualitätssicherung: PDCA-Zyklus
Die Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsvorhabens „Monitoring und Betriebsoptimierung der
Kreissparkasse Göppingen“ an der Hochschule Esslingen, Fakultät Gebäude - Energie – Umwelt unter
der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler. Gefördert wurde das Vorhaben durch das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Forschungsschwerpunkt Energieoptimiertes
Bauen (EnOB).
Etwa 5000 Datenpunkte mit den Messdaten von Zählern, Sensoren, Aktoren und Eingangsdaten, wie
Zeitschaltprogrammen, werden kontinuierlich in einer zentralen Datenbank abgelegt. Viele der
beschriebenen Methoden und Analysetechniken der Arbeit konnten anhand dieser realen Messdaten auf
ein praktisches Beispiel angewandt werden.
Abbildung 2: Neubau der Kreissparkasse
[Auer+Weber+Assoziierte, Stuttgart]
Göppingen
und
das
sanierte
Hochhaus
Im Rahmen dieser Arbeit werden zunächst die Grundlagen des Monitorings detailliert erläutert. Neben
der Definition und Klassifizierung werden dabei die Konzeption, die Datenspeicherung sowie
wirtschaftliche und rechtliche Aspekte herausgestellt. Die daraus gewonnenen Messdaten bilden die
Basis für weitere Analysen. Zunächst müssen diese jedoch aufbereitet, bereinigt und skaliert werden.
Die Fehlererkennung und Diagnose können datengetrieben mit Methoden des Data Minings, zum
Beispiel der Zeitreihenanalyse, oder durch den Einsatz von modell- und wissensbasierten Methoden
erfolgen. Ausgangspunkt ist in diesem Zusammenhang die physikalische Modellbildung. Einfache,
bekannte Beziehungen zwischen verschiedenen Größen können durch die mathematische Beschreibung
und diagnostisches Schließen zur Fehlerdetektion genutzt werden. Auch die klassische
Grenzwertüberwachung stützt sich auf das Wissen über den zulässigen Bereich einer Messgröße.
Einzelne Messgrößen lassen sich mit Signalmodellen überwachen, mehrere bzw. Prozesse mit
Prozessmodellen. Ein Sonderfall letzterer ist die rechnergestützte dynamische Gebäude- und
Anlagensimulation: Durch Kalibrierung der Parameter mit Messdaten kann das Modell zur
Fehleranalyse eingesetzt werden. Unsichere Randbedingungen, verursacht durch den Nutzereinfluss,
können unter Verwendung von Monte-Carlo-Methoden abgebildet werden. Auch einfache 1-ZonenModelle nach der DIN V 18599 lassen sich als Referenzwerte ansetzen.
Zur kontinuierlichen Überwachung von Prüfdaten kommen im Qualitätsmanagement sogenannte
Qualitätsregelkarten (QRK) zum Einsatz. Im normalen Betrieb bewegt sich die überwachte Größe
innerhalb von Warn- und Fehlergrenzen, die sich durch Kalibrierung mittels eines Testdatensatzes oder
durch die vorgegebenen Toleranzen ergeben. Dieses Verfahren kann auch zur Fehlererkennung im
Gebäude- und Anlagenbetrieb eingesetzt werden. Am Beispiel der Leistung des Strombezugs der
Kreissparkasse Göppingen wird die Methode ausgiebig untersucht. Überwacht wird in diesem Fall nicht
die Messgröße selbst, sondern deren Änderung. Ausdrücken lässt sich diese durch die aus der
Finanzmathematik stammende logarithmische Rendite.
Abbildung 3: Zeitreihe des Strombezugs und Qualitätsregelkarte (QRK); rot: obere/untere Warngrenzen,
blau: obere, untere Eingriffsgrenzen
Detaillierte Analyse- und Überwachungsverfahren sind oft aufwendig und erfordern ein hohes Maß an
Fachkompetenz zur Modellierung. Im Gegensatz dazu können durch die Verwendung von praktischen
Methoden wichtige und häufig auftretende Fehler erkannt werden. Kennwerte für den Verbrauch und
deren Bereinigung liefern die Basis für einen Vergleich mit anderen Gebäuden (Benchmarking) und den
Verbräuchen desselben Gebäudes aus vergangenen Jahren. Aufschluss über die Effizienz des
Anlagenbetriebs geben darüber hinaus Kennwerte, wie Nutzungsgrade, Leistungszahlen und die
Rückwärmzahl. Einen weiteren Teil bilden die grafischen Methoden: Messdaten lassen sich durch
Histogramme, Box-Plots, Rasterdiagramme und Scatterplots darstellen und bewerten. Letztere können
mathematisch durch die Berechnung einer Regressionsgerade konkretisiert werden. Zur Visualisierung
von Energie- und Mengenflüssen eignen sich Sankey-Diagramme. Die Analyse von Frequenzspektren ist
mittels schneller Fourier-Transformation möglich. Alle grafischen Methoden werden ausführlich
erläutert und anschließend auf ein praktisches Beispiel angewandt.
Abbildung 4: Calendar Heatmap als Beispiel für grafische Methoden zur Analyse des
Heizenergieverbrauchs: Mittlere Leistung der Randstreifenelemente in kW
Zusammenfassend lassen sich folgende wichtige Erkenntnisse aus der Arbeit formulieren:
• Einfache, oft grafische Ansätze, liefern mit vertretbarem Aufwand schnell gute Ergebnisse. Dazu sind
im Rahmen dieser Masterarbeit Skripte in R-Statistics erstellt worden. Diese lassen sich jederzeit
weiterverwenden und anpassen. Eine manuelle Kontrolle von Anlagenfunktionen kann auf dieser Basis
auch im Laufe des Gebäudebetriebs eingesetzt werden, es ist allerdings weiterhin erforderlich,
Fachpersonal für den Betrieb der Anlage einzustellen. Für tiefer gehende Analysen muss auf
aufwendigere Methoden, beispielsweise mit modellbasiertem Ansatz, zurückgegriffen werden.
• Häufig auftretende Anlagenfehler sind bekannt und können aus diesem Grund auch mathematisch
durch Boolesche Logik modelliert bzw. formuliert werden. Durch Simulation des Fehlers können die
Routinen anschließend auf ihre Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Beim Einsatz dieser Methodik
werden allerdings „unbekannte“ bzw. nicht definierte Fehler nicht erkannt. Eine Minimierung von
fehlerhaften Anlagenzuständen ist dadurch aber möglich.
• Wird als Referenz zur Symptomgenerierung der Anlagenbetrieb zu Beginn der Nutzungsphase
verwendet, ist zu beachten, dass darin bereits Fehler aus der Inbetriebnahme und Installation mit in die
Referenz aufgenommen werden.
• Die aktuellen Methoden zur Bereinigung von Energiekennwerten, Gradtage nach VDI 3807 Blatt 1
bzw. VDI 4710 Blatt 2, berücksichtigen die inneren Lasten und den hohen energetischen Standard nur
durch die Heizgrenztemperatur. Es sollte daher eine neue Korrekturmethode entwickelt werden, welche
auch Einflussfaktoren, wie Stromverbrauch oder Strahlungsdaten am Standort mit in die Korrektur
einbezieht.
• Einen guten Anhaltswert zur Überwachung von Anlagen sind die Auslegungsdaten aus der
Planungsphase. In der Ausführung wird häufig, aufgrund von Kosten- und Zeitgründen, auf andere
Komponenten zurückgegriffen. Das kann zu Fehleinschätzungen im Monitoringprozess führen.
• Im Zuge der Inbetriebnahme (Commissioning) des Gebäudes kann neben einer Emulation auch ein
begleitendes Monitoring durchgeführt werden, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu stützen.
• Soll der Betrieb einer komplexen Anlage oder gar die ganze Gebäudetechnik einer Liegenschaft
überwacht werden, ist es nie ausreichend nur auf eine einzige Methode zu vertrauen. Vielmehr muss eine
Kombination aus verschiedenen heuristischen und analytischen Methoden und Ansätzen kombiniert
werden. Letztlich bleibt im Gebäude, anders als zum Beispiel in der Produktion, der Gebäudenutzer Teil
des Systems. Es gibt daher immer unsichere Randbedingungen in den Modellansätzen, welche auch
unter dem Gesichtspunkt der ganzheitlichen Betrachtung nicht ausgeräumt werden sollten: Ziel des
Gebäudebetriebs ist vor allem dem Nutzer ein möglichst angenehmes Gebäudeklima und hohen Komfort
zu schaffen.
• Grundsätzlich ist jedes Gebäude mit seiner Nutzung individuell und muss daher auch individuell
modelliert werden. Wichtig ist es im Zuge dessen den Grund für einen optimierten und flexiblen
Gebäudebetrieb, den Nutzer, nicht zu „vergessen“.
Im Rahmen der Arbeit konnten Fehlzustände aufgezeigt werden, zum Beispiel ein zeitgleiches Heizen
und Kühlen im selben Gebäudebereich. Daraus abgeleitete Verbesserungsvorschläge führen zu einer
Verbesserung der Energieeffizienz und zur Erhöhung des thermischen Komforts. Der umfassende
Überblick von Methoden zur Analyse von Messdaten aus dem Technischen Monitoring verspricht ein
großes Optimierungspotenzial im Gebäude- und Anlagenbetrieb und bietet eine breite Grundlage zur
weiteren Entwicklung von Methoden.
Die Arbeit „Entwicklung und Anwendung von Methoden des Technischen Monitorings“ wird als VDIFortschrittsbericht Nr. 4 der Reihe 23 veröffentlicht (Albert-Tichelmann-Reihe Band 11).
DEUTSCHER BRÜCKENBAUPREIS 2014 DER ERBA-STEG IN BAMBERG – Ein
Bauzeitprovisorium mit Zweitverwendung
Dipl.-Ing. Matthias Dietz, Architekt BDA, Bamberg
Aufgabenstellung
Der Erba-Steg ist indirekt Ergebnis eines 2006 von der Stadt Bamberg ausgelobten europaweiten
Wettbewerbs von Planungsgemeinschaften aus Tragwerksplanern und Architekten zum Neubau der
Kettenbrücke Bamberg. Die ursprüngliche Aufgabenstellung sah eine provisorische Fußgänger- und
Radfahrerbrücke als Verbindung zwischen der Gärtner- und der Inselstadt des UNESCOWeltkulturerbes der Stadt Bamberg während des Neubaus der Kettenbrücke vor, also eine höchst
lapidare q•l²/8-Interimsbrücke unter Beachtung des vorgegebenen Lichtraumprofils mit einer
Spannweite von ca. 60 m über den viel befahrenen Main-Donau-Kanal. Der Wettbewerbsbeitrag 2006
war demzufolge eine schlichte Stahlfachwerk-Konstruktion:
Die Grobkostenschätzung lag bei deutlich über einer halben Million Euro, nach Verkehrsfreigabe der
neuen Kettenbrücke hätte der Steg nur noch Schrott-Wert gehabt.
Die zunächst belächelte Überlegung der Planer-Arge: Trotz über 40 vorhandener Brücken und Stege
sollte es in Bamberg mit seiner Fülle an fließenden und stehenden Gewässern doch Bedarf an einer
weiteren dauerhaften Brückenverbindung ungefähr gleicher Spannweite geben ... – nach einigen
Wochen wurde die Stadtverwaltung im Sommer 2008 fündig: Der Siegerentwurf des garten- und
landschaftsplanerischen Wettbewerbs aus dem Büro Brugger für die Landesgartenschau 2012 auf der
Erba-Halbinsel im Norden Bambergs beinhaltete einen Haupterschließungssteg für Fußgänger und
Radfahrer über einen zum Fischpass auszubauenden Regnitzaltarm. Mit diesem sollten die
Landesgartenschau und die dauerhaften Folgenutzungen auf der Erba-Halbinsel mit universitären
Einrichtungen und Geschosswohnungen an das Uferwegenetz der Altstadt angebunden werden.
Die nun gravierend geänderte Aufgabenstellung forderte Lösungsansätze für eine möglichst filigrane,
sich in die Auenlandschaft des Fischpasses am Rande des Nordparks unaufdringlich einfügende
Fußgänger- und Radfahrerbrücke mit ca. 48 Meter Spannweite. Vorab sollte diese Konstruktion
interimistisch als Behelfsbrücke während des Neubaus der Kettenbrücke einsetzbar sein, dort wegen
des strikt einzuhaltenden Lichtraumprofils über den Main-Donau-Kanal mit ca. 60 Meter Spannweite.
Konstruktion
Der 60 Meter lange Brückenbaukörper besteht aus einer luftdicht verschweißten torsionssteifen
Stahlkonstruktion mit Längs- und Querschotten sowie 12 mm starken Deckblechen. Die Ausformung
folgt in Längs- und Querrichtung strikt dem Kräfteverlauf. Die Konstruktionshöhe des im Schnitt
dreieckigen Brückentragwerks beträgt in Stegmitte gerade einmal 35 Zentimeter, bei einer Spannweite
von 48 Metern. Zu den Auflagern nimmt die Brückendicke entsprechend dem Zuwachs der
Biegemomente kontinuierlich zu.
Die Stahlkonstruktion wurde in zwei je 30 Meter langen Teilen in der Werkstatt vorgefertigt, auf der
alten Kettenbrücke verschweißt, als Bauzeitprovisorium mit Zugstählen unterspannt und mit zwei
Autokränen auf interimistische Stahl-Vorlandbrücken eingehoben.
BAUZEITPROVISORIUM MÄRZ 2009 – DEZ. 2010
ERBA-STEG AB APRIL 2012
Nach Verkehrsfreigabe der neuen Kettenbrücke Ende 2010 wurde die Hilfsbrücke demontiert, mittig
getrennt und nach Transport an den endgültigen Standort erneut am mittigen Stoß verschweißt und als
integrales System mit 48 Meter Spannweite montiert.
Die Volleinspannung wird durch zug- und druckbeanspruchte Stabverpresspfähle gewährleistet.
Nachhaltigkeit
Die Verwendung des gleichen Brückenbaukörpers für zwei Einsatzorte ist ein äußerst
ressourcenschonender Beitrag, dank des luftdicht verschweißten Brückenkörpers und der
Geländerkonstruktion aus Edelstahl ist der Wartungsaufwand für den Steg minimal.
Besuchen Sie uns auch im nächsten Jahr:
24. - 26. September 2015
www.vdi.de/gbg
Herunterladen