Marktausblick - FONDS professionell

Werbung
Marktausblick
7. Juli 2008
Das Wesentliche auf einen Blick
Obligationen
Î
Aktien
Ò
Hedge Funds
Ò
6-Monatsprojektionen
Der auf Rekordniveau verharrende Ölpreis hat ernste
Folgen. Er belastet die Wirtschaft durch eine Aushöhlung
der Kaufkraft und die Geldpolitik. Die Risikoabwägung der
Zentralbanken neigte sich so eher dem Teuerungsrisiko zu,
während sich zugleich die Anzeichen einer Verlangsamung
mehren. Die EZB hat ihren Leitzins angehoben, während
die FED und die Bank of England ihre Zinssenkungen
eingestellt haben. Überall auf der Welt konzentrieren sich
die Mitteilungen der Währungsbehörden stärker auf die
Inflationssorgen.
Die
Rohstoffpreisexplosion
beeinflusst
auch
die
Entwicklung an den Finanzmärkten. Die letzten Wochen
waren für die Weltbörsen schmerzhaft und die meisten
Indizes sanken auf Jahrestiefs. Die Versteilung der
Zinskurven
bewirkte
eine
Erholung
der
Obligationenportfolios und korrigierte gewisse Exzesse bei
Vorwegnahmen der Geldpolitik.
Wirtschaft
USA ................................................................................. 2
Deprimiert, aber ausgabenfreudig: Der Konsument unter
Einfluss der Steuervergünstigung.
Europa ............................................................................ 2
Zinserhöhungen im Euroraum und in Skandinavien.
Japan .............................................................................. 4
Tankan-Bericht
bestätigt
Abschwächung
der
Wirtschaftstätigkeit.
Schwellenländer ............................................................ 4
In Türkei droht politische Krise.
Märkte
Veröffentlichung des Teams Research & Analyse
Banque SYZ & CO SA
Tel. +41 (0)22 819 09 09
[email protected]
Verfasser:
Yasmina Barin
Enrico Bolzani
Fabrizio Quirighetti
Aktien ............................................................................. 4
Aderlass geht weiter.
Obligationen ................................................................... 5
Versteilung der Renditekurve.
Wechselkurse ................................................................. 5
Schweizer Franken bleibt trotz nervöser Finanzmärkte
stabil.
Portfoliozusammensetzung
Allokationstabelle ........................................................... 6
Status quo.
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Marktausblick – 7. Juli 2008
Wirtschaft
Vereinigte Staaten
Das Wirtschaftswachstum bleibt laut jüngsten
Statistiken zaghaft. Die Frühindikatoren ISM
bewegen sich nach wie vor um die Schwelle
zwischen
Expansion
und
Schrumpfung
der
Wirtschaftstätigkeit. Im Juni erholte sich der
Umfragewert im produzierenden Gewerbe auf über
50 (50,2), während der ISM für Dienstleistungen auf
48,2 sank. Insgesamt unterstreichen diese Indizes,
dass die Tätigkeit ohne Baugewerbe stagniert. Die
Industrieproduktion sank im Mai leicht (-0,2%) und
der im Mai gegenüber April unveränderte Wert für
Gebrauchsgüterbestellungen bestätigt diesen Trend.
Der Immobilienmarkt tendiert nach wie vor nach
unten. Die Immobilienpreise haben etwa 15%
verloren und die Tätigkeit im Sektor bleibt
deprimiert. Übrigens kann die leichte Erholung der
Verkäufe bestehender Häuser nicht den Einbruch bei
Neuverkäufen ausgleichen: Im Mai wurden (seit
Vorjahresmonat) nur 512'000 neue Häuser verkauft,
was einen Rückgang von mehr als 60% gegenüber
dem Spitzenwert vom Juli 2005 bedeutet.
Die gute Nachricht kommt vom Konsum: Im Mai
nahm der Einzelhandelsumsatz um 1% zu und die
Verbraucherausgaben um 0,8%. Das Steuerpaket
scheint eindeutig den Konsum zu stimulieren: Im
April und Mai wurden nämlich etwa 50 Milliarden
Dollar an die Privathaushalte verschickt, was deren
Einnahmen erhöhte (+1,9% für April und Mai).
Allerdings
erinnert
uns
das
rückläufige
Verbrauchervertrauen daran, dass das Umfeld wenig
gefestigt bleibt: Die Konsumausgaben könnten mit
Ende der Stimulierungsmassnahme leiden.
BIP UND AUSGABEN DER PRIVATHAUSHALTE
6
150
140
5
130
120
4
110
100
3
90
80
2
70
60
1
50
0
95
96
97
98
99
US - Cons umer Confidenc e(R.H.SCALE)
US - Pers onal consumption, YoY%
40
00
01
02
03
04
05
06
07
08
Sourc e: Thoms on Datas tream
2/6
Zumal sich die Lage am Arbeitsmarkt im Juni weiter
verschlechtert hat. Die Arbeitslosenquote blieb
unverändert bei 5,5% (obwohl nach der Erholung
vom vergangenen Monat eine Korrektur erwartet
wurde), aber die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
sind über die Schwelle von 400'000 angestiegen und
62'000 Stellen wurden vernichtet. Die Löhne steigen
weiter, allerdings langsamer (+3,4% gegenüber
Vorjahr). Das heisst, dass die Reallöhne bei einer
Inflationsrate von nunmehr über 4% (sie stieg von
3,9% im April auf 4,2% im Mai) sinken und die
Kaufkraft der US-Haushalte abnimmt.
Die Währungsbehörden liessen die Rückkehr des
Teuerungsdrucks nicht unbeachtet. Die FED beliess
nämlich ihren Leitzins unverändert bei 2% und
beendete
so
einen
bisweilen
aggressiven
Zinssenkungszyklus, der seit September 2007
gedauert hatte. Mit diesem Schritt verband sie eine
Neueinschätzung der Risiken und nahm angesichts
der schwierigen Entscheidung zwischen Wachstum
und Teuerung eine ausgeglichenere Haltung ein.
Europa
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins um
25 Basispunkte auf 4,25% angehoben, wie nach den
Kommentaren des EZB-Präsidenten im vergangenen
Monat erwartet. Gerechtfertigt wurde dies durch die
Notwendigkeit,
die
Teuerungserwartungen
zu
verankern und so einen Inflationsexzess zu
vermeiden. Aber Jean-Claude Trichet schien nach
der letzten EZB-Sitzung anzudeuten, dass diese
Zinserhöhung kein Anfang eines neuen Straffungszyklus ist. Dies bestätigt unsere Vorwegnahmen,
dass die EZB die Konjunkturentwicklung der
kommenden Monate genau beobachten wird. Sollten
nämlich die Erdölpreise nicht weiter ansteigen, so
dürfte sich die Inflationsrate (die im Juni auf 4%
emporschnellte) ab Ende des Sommers automatisch
wieder abschwächen. Überdies dürfte sich die
Wirtschaftstätigkeit
laut
Frühindikatoren
verlangsamen.
Übrigens verschlechtert sich das Geschäftsklima laut
jüngsten Daten weiter. Selbst in Deutschland ist der
ifo-Indikator weiter rückläufig. In Frankreich und
Italien ist der Rückgang ausgeprägter, während die
Lage in Spanien ganz besonders heikel ist: Zum
Platzen der Immobilienblase kommen jetzt noch die
Verschlechterung
am
Arbeitsmarkt
(37'000
zusätzliche Arbeitslose im Juni) und der sinkende
Einzelhandelsumsatz hinzu. Auch die spanischen
Vertrauensindikatoren sind wenig erfreulich: Die
Konsumstimmung ist im freien Fall und das
Geschäftsklima
stark
rückläufig.
In
Irland
schliesslich stagniert die Wirtschaftstätigkeit: Nach
einem Anstieg um 0,1% im Schlussquartal 2007
nahm das BIP im ersten Quartal 2008 um 0,2% ab.
Der Konsum hält sich dank der Steuermassnahmen gut,
dürfte aber bei deren Ende nachlassen.
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Marktausblick – 7. Juli 2008
EINKAUFSMANAGERINDEX
(PMI)
PRODUZIERENDE GEWERBE IN EUROPA
FÜR
DAS
60
58
56
54
52
50
48
46
EMU
ITA
44
GER
ESP
FRA
IRL
42
Mar-08
May-08
Jan-08
Nov-07
Jul-07
Sep-07
Mar-07
May-07
Jan-07
Nov-06
Jul-06
Sep-06
Mar-06
May-06
40
Der Rückgang der Frühindikatoren gilt für die gesamte
Euro-Zone, aber der Umfang der Verschlechterung des
Geschäftsklimas ist je nach Land unterschiedlich.
In Grossbritannien spitzt sich die Lage am
Immobilienmarkt weiter zu. Die Preise sind zum
Vorjahr um etwa 5% gesunken, während die Zahl
der für einen Immobilienkauf gewährten Kredite
weiter sank (42'000 im Mai, was etwa einem Drittel
der Zahl zu Spitzenzeiten vor achtzehn Monaten
entspricht).
Der
PMI-Trend
ist
alarmierend:
allgemeiner Rückgang auf Niveaus weit unter 50
(Baugewerbe bei 38,8, Dienstleistungen bei 47,1
und produzierendes Gewerbe bei 45,8). Die
Erholung des Einzelhandelsumsatzes scheint eher
eine statistische Anomalie (u.a. wegen der Volatilität
der monatlichen Datenreihe) als eine gute Nachricht.
Übrigens deutet der Einbruch des Verbrauchervertrauens (tiefster Stand seit 1990) bereits an,
dass ein Rückgang der Konsumausgaben bevorsteht.
ZAHL
DER
GEWÄHRTEN
KREDITE
EINZELHANDELSUMSATZ IN GROSSBRITANNIEN
UND
3/6
Schliesslich hat die Inflationsrate im Mai mit 3,3%
den höchsten Stand seit 1997 erreicht: Wie die FED
und die EZB befindet sich die Bank of England in
einer heiklen Lage: Sie will nicht die Zinsen senken,
während sich die Inflation zuspitzt. Aber noch mehr
als die anderen befindet sie sich in einer wirklich
delikaten Situation: Die Zinsen von 5% sind
wesentlich höher als jenseits des Atlantiks, während
der Abschwung viel deutlicher zu sein scheint als auf
dem Festland.
Die Zentralbanken Norwegens und Schwedens
haben dieses Jahr zum zweiten Mal ihre Leitzinsen
um
25
Basispunkte
angehoben.
Mit
ihrer
Entscheidung, den Leitzins auf 5,75% zu erhöhen,
will die der Norges Bank die hausgemachte Inflation
bekämpfen. Das norwegische Wachstum hat sich
zwar etwas verlangsamt, bleibt aber mit einer
Arbeitslosenquote von 1,5% (tiefster Stand seit 20
Jahren) sehr dynamisch und der Einzelhandelsumsatz belief sich im Mai auf 6,1% gegenüber dem
Vorjahr. Die schwedische Riksbank scheint sich
dagegen stärker über die Entwicklung der Energiepreise Sorgen zu machen, die die schwedische
Inflationsrate auf 4% beschleunigt haben (höchster
Stand seit Mitte der 1990er Jahre). Sie räumte zwar
eine gewisse Schwäche des aktuellen Umfeldes ein,
schloss aber zwei weitere Zinsanhebungen in den
kommenden zwölf
Monaten nicht aus, um
Inflationsexzesse
zu
vermeiden,
was
einen
Leitzinsanstieg von 4,5% auf 5% bedeutet.
ENTWICKLUNG DER LEITZINSEN VON EZB, RIKSBANK UND
NORGES BANK
9
ECB
Riksbank
Norges Bank
8
7
6
5
160
10
140
8
120
6
4
3
2
40
87 88
89 90
91 92 93
94 95
UK - Mortgage applic ations
UK - Retail sales , YoY% 3mMAV(R.H.SCALE)
Jul-08
Jul-07
Jan-08
Jul-06
Jan-07
Jul-05
Jan-06
Jul-04
Jan-05
Jul-03
Jan-04
Jul-02
Jan-03
Jul-01
Jan-02
0
Jul-00
60
Jan-01
2
Jul-99
80
1
Jan-00
4
Jan-99
100
In Frankfurt wie in Stockholm und Oslo zögerten die
Währungsbehörden nicht, die monetären Bedingungen zu
straffen, um die Inflation zu bekämpfen.
-2
96
97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07
Sourc e: Thoms on Datas tream
Die brutale Wende am Immobilienmarkt wird sich schon
bald im Konsum niederschlagen.
Das dritte skandinavische Land Dänemark befindet
sich technisch in Rezession, denn die letzten BIPZahlen deuten auf zwei Quartale in Folge mit
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Marktausblick – 7. Juli 2008
Kontraktion
der
Wirtschaftstätigkeit
hin.
Im
Schlussquartal 2007 wurde sie nämlich nach unten
revidiert (von +0,3% auf -0,2% gegenüber
Vorquartal), während der Rückgang zwischen Januar
und März 2008 noch deutlicher war (-0,6%).
4/6
wird die Lage in der Türkei immer schwieriger mit
Spannungen
zwischen
der
regierenden
islamistischen Partei und der laizistischen Elite
(insbesondere in Militär- und Rechtskreisen). Die
Finanzmärkte standen bereits aufgrund der für die
Türkei besonders ungünstigen internationalen Lage
unter
Druck
(Risikoaversion,
Anstieg
des
Leistungsbilanzdefizits) und reagierten auch auf die
neuen Gerüchte über eine schwere politische Krise:
Die wichtigsten Börsenindizes brachen ein und die
türkische Lira erfuhr starke Kursschwankungen.
Die
Schweizerische
Nationalbank
geht
den
Abschwung mit Realismus an, zeigt sich aber
weniger besorgt über das Niveau der Inflation (die
sie als „vorübergehend“ ansieht) und beliess ihren
Leitzins unverändert (Libor bei 2,75%). Allerdings
erklärte sie sich bereit, gegebenenfalls rasch
einzugreifen, falls die Preisstabilität dies auf mittlere
Sicht erfordern sollte, und schliesst somit eine
mögliche geldpolitische Straffung nicht aus.
Märkte
Japan
Aktien
Die von der Bank of Japan jedes Quartal durchgeführte Tankan-Umfrage deutet auf eine spätere
Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit in der
zweitgrössten
Volkswirtschaft
der
Welt
hin.
Allerdings dürfte es nicht zur Rezession kommen:
Die Auslandsnachfrage verlangsamt sich zwar, hält
sich aber gut. Die Unternehmen planen nach wie vor
Investitionen und das Land scheint weiterhin von
der Kreditkrise verschont zu werden. Zudem sind die
Leitzinsen sehr niedrig (0,5%) und dürften dies auch
bleiben: Die Inflationsrate stieg zwar (1,5% im Mai),
aber die Preise stagnieren weiter, wenn man sie um
die Komponenten Energie und Nahrungsmittel
bereinigt.
ENTWICKLUNG DES TANKAN-INDEX UND DES BIP IN JAPAN
5
30
4
20
3
10
2
0
1
-10
0
-20
-1
-30
-2
-40
Die letzten beiden Juni-Wochen erwiesen sich als
besonders schmerzhaft für die Aktienmärkte und die
meisten Indizes sanken auf Jahrestiefs. Trotz immer
mehr Anzeichen für eine Konjunkturverschlechterung hielten sich die Erdölpreise auf Rekordniveaus und schürten wieder Inflationsängste.
Zugleich wurde der Finanzsektor durch eine neue
Welle von Abschreibungen und Kapitalerhöhungen
geschwächt. An den Märkten herrschte vor der EZBSitzung Nervosität, aber sie konnten die Erhöhung
der europäischen Refinanzierungssätze um einen
Viertelpunkt reibungslos verkraften. Die Marktteilnehmer wurden durch einen eher neutralen
Kommentar von Jean-Claude Trichet beruhigt und
scheinen nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden
weiteren Zinsanhebung zu rechnen. Nach Sektoren
stiegen die defensiven Werte, vor allem Telekomund Versorgertitel, wieder in der Anlegergunst. Der
Pharma-Sektor wurde weiter besser bewertet, allen
voran zwei Schweizer Gesellschaften (Roche,
Novartis).
ENTWICKLUNG DES PHARMA-SEKTORS VS. DJ STOXX 600 SEIT
JAHRESBEGINN
110
105
100
-3
95
96
97
98
99
00
Japan - GDP, YoY%
Japan - Tankan Composite Index(R.H.SCALE)
-50
01
02
03
04
05
06
95
07
Sourc e: Thoms on Datas tream
Die Abschwächung des Tankan-Index deutet auf ein
weiterhin schwaches Wachstum in Japan hin.
Schwellenländer
In Zeiten, in denen die steigenden Rohstoffpreise die
Kaufkraft der Verbraucher schmälern, erregt die
Schwäche einiger Schwellenländer Besorgnis. So
90
85
80
75
JAN
FEB
DJ STOXX 600 E - PRICE INDEX
DJ STOXX TM PHARM E - PRICE INDEX
MAR
APR
MAY
JUN
Source: Thomson Datastream
Der Sektor stösst weiter auf grösseres Interesse.
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Marktausblick – 7. Juli 2008
Hingegen mussten Titel der Bereiche Nahrungsmittel
und Einzelhandel Federn lassen, während die Ängste
in Bezug auf den Konsum weiter wachsen. Auch die
zyklischen Sektoren, etwa Baufirmen, litten unter
Anzeichen einer Immobilienflaute in Europa.
Vor diesem Hintergrund bleibt unsere Anlagepolitik
heute vorsichtig. Während das gesamtwirtschaftliche
Umfeld offensichtlich schwierig bleiben wird, sind wir
der Überzeugung, dass sowohl die Qualität der
Fundamentaldaten
der
Gesellschaften
(hohe
Cashflow-Generierung,
solide
Bilanzen
im
Nichtbankenbereich)
als
auch
die
historisch
niedrigen Bewertungen dem Abwärtsrisiko Grenzen
setzen. Nach Sektoren begünstigen wir weiter so
genannte defensive Valoren (Versorger, Pharma,
Telekom) und haben jüngst Konsumgütertitel
zurückgefahren.
Das
Geschehen
an
den
Aktienmärkten wird in den kommenden Wochen
wahrscheinlich durch den Beginn der Berichtssaison
für die Unternehmen und die Entwicklung des
Ölpreises bestimmt. Jede grössere Konsolidierung
des Ölpreises würde den internationalen Börsen eine
willkommene Verschnaufpause bescheren.
5/6
profitierte die schwedische Krone von den
Kommentaren der Riksbank, die bereit scheint, ihre
Geldpolitik weiter zu straffen, und zog Ende der
vergangenen Woche kräftig an.
ENTWICKLUNG
DER
WECHSELKURSE
CHF/EUR
CHF/SEK (BASIS 100 AM 1. JANUAR 2008)
UND
101
100
99
98
97
96
95
94
93
Obligationen
Nach einem kräftigen Rückgang in den letzten drei
Monaten infolge sinkender Risikoaversion und
danach ansteigenden Teuerungsdrucks haben sich
die Obligationenportfolios Mitte Juni wieder erholt.
Die Trendwende ist vor allem einer Anpassung der
Erwartungen
in
Bezug
auf
die
Geldpolitik
zuzuschreiben. Die EZB deutete nämlich nach ihrer
letzten Zinsanhebung an, dass sie eine neutralere
Haltung einnehmen werde, was Vorwegnahmen
eines neuen Erhöhungszyklus deutlich Wind aus den
Segeln nahm. Trotz Sorgen über den Teuerungsdruck scheint die FED ihren Leitzins keineswegs
anheben zu wollen. Was die BoE betrifft, so waren
die Konjunkturnachrichten derart enttäuschend,
dass sie eine Zinserhöhung in Grossbritannien
vorerst ausschliessen. Die Kurzfristzinsen sind daher
stärker gesunken als die Kapitalmarktzinsen, was
eine neue Versteilung der Zinskurve bewirkte.
JAN
CHF to Euro
CHF to 100 SEK
FEB
MAR
APR
MAY
JUN
Sourc e: Thoms on Datas tream
Während dem Franken die erneute Nervosität an den
Finanzmärkten
nicht
zugutekam,
ermöglichte
die
restriktivere Haltung der Riksbank der schwedischen Krone
eine Festigung.
Wechselkurse
Nach ihrer Zinsanhebung ging die EZB zu einer
neutraleren Haltung über und bremste die Festigung
des Euro, der in der zweiten Juni-Hälfte zum Dollar
von
1,54
auf
1,59
gestiegen
war.
Die
Einheitswährung sank so wieder auf 1,57 zum
Greenback. Nicht zum ersten Mal bewirkte die
Nervosität an den Finanzmärkten diesmal keine
kräftige Frankenfestigung. Die Schweizer Währung,
die Mitte März noch bei 1,55 zum Euro stand
entwickelte sich im Juni in einer sehr engen Spanne
von derzeit 1,61 Franken pro Euro. Schliesslich
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Marktausblick – 7. Juli 2008
6/6
Portfoliozusammensetzung
Angesichts der oben beschriebenen Entwicklungen ändern wir die Portfoliozusammensetzung für ein mittleres
Risikoprofil nicht.
Hier die Portfoliozusammensetzung für ein mittleres Risikoprofil in Euro per 7. Juli 2008:
Allokationstabelle für ein mittleres Risikoprofil in Euro:
Obligationen
38%
Kurzläufer
Langläufer
Aktien
24%
14%
28%
Europa
Vereinigte Staaten
Japan
Emerging Markets
Alternative Anlagen
13%
9%
3%
3%
26%
Strukturierte Produkte
4%
Liquide Mittel
4%
TOTAL
100%
Das vorliegende Dokument dient zu reinen Informationszwecken und stellt weder eine Aufforderung zu investieren noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf noch ein Vertragsdokument dar. Die hier geäusserten Meinungen spiegeln unsere Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung des
Dokuments wieder und können jederzeit und ohne besondere Mitteilung geändert werden. Wir übernehmen keine Haftung für indirekt oder
direkt erlittene Einbussen infolge der Verwendung der in dieser Unterlage gemachten Angaben.
Herunterladen