Probeklausur

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Übung zur Klausurvorbereitung
1. Verglichen mit dem Fall des vollkommenen Wettbewerbs führt ein Monopol zu einer
Erhöhung der Produzentenrente bei entsprechendem Verlust der Konsumentenrente,
während die Gesamtwohlfahrt unverändert bleibt.
a) Stimmen Sie mit dieser Aussage überein? Erläutern Sie anhand einer Graphik. (5 Punkte)
b) Nennen Sie zwei mögliche Argumente, die gegen eine staatliche Preisaufsicht zur
Lösung des Monopolproblems sprechen. Erläutern Sie jeweils kurz. (3 Punkte)
c) Welche alternative wirtschaftspolitische Lösung sehen Sie? (1 Punkt)
2.
Worin liegt nach Adam Smith die grundlegende Ursache für Produktivität und Wohlstand
einer Nation? Erläutern Sie kurz, welche Rolle ein gut funktionierender Rechtsstaat in
diesem Zusammenhang spielt. (3 Punkte)
3.
Was besagt der Begriff der Paretoeffiziens innerhalb der Produktionssphäre? (2 Punkte)
1.
Verglichen mit dem Fall des vollkommenen Wettbewerbs führt ein Monopol zu einer
Erhöhung der Produzentenrente bei entsprechendem Verlust der Konsumentenrente,
während die Gesamtwohlfahrt unverändert bleibt.
a) Stimmen Sie mit dieser Aussage überein? Erläutern Sie anhand einer Graphik. ( 5
Punkte)
Konsumentenrente
Deadweight Loss
Preis,
Kosten
Grenzkosten
Monopolpreis
Marktpreis
Plus an Prod.rente
Grenzerlös
Produzentenrente
XMonopol
XMarkt/Soz.
Preis-Absatz-Funktion
Menge X
Die Graphik zeigt, dass sich die Produzentenrente im Monopolfall erhöht (Viereck mit
Plus an Produzenten). Dieses Plus an Produzentenrente geht jedoch zu Lasten der
Konsumentenrente die sich im Vergleich zum Fall mit vollkommenen Wettbewerb
verringert.
Die Gesamtwohlfahrt bleibt jedoch nicht unverändert. Im Monopolfall kommt es aufgrund
der geringeren abgesetzten Menge und des, im Vergleich zum vollkommenen
Wettbewerb, höheren Monopolpreises zu einem Verlust an Wohlfahrt, dem sogenannten
Deadweight Loss.
b) Nennen Sie zwei mögliche Argumente, die gegen eine staatliche Preisaufsicht zur
Lösung des Monopolproblems sprechen. Erläutern Sie jeweils kurz. ( 3 Punkte)
Es ist einerseits fraglich woher der Staat Information zur Preisaufsicht nehmen soll bzw.
wie genau der Staat der Staat die Grenzkostenkurve des Monopolanbieters kennt. Eine
falsche Schätzung kann hier ggf. zu einer weiteren Abnahme der Wohlfahrt führen.
(Lenkungswissen)
Außerdem fallen durch die Preisaufsicht selbst Kosten an, etwa Bürokratiekosten, die mit
den evt. zu erzielenden Gewinnen an Wohlfahrt verrechnet werden müssen. Auch die
Gewinnung von Informationen für den Lenkungsprozess ist mit Kosten verbunden.
Ferner sorgt eine Preisaufsicht dafür, dass möglicherweise hohe Monopolgewinne
verloren gehen können. Dies erhöht den Anreiz für den Monopolisten zu verschärften
Lobbymaßnahmen zu greifen was wiederum die Korruptionsanfälligkeit der Regierung
erhöhen kann.
c) Welche alternative wirtschaftspolitische Lösung sehen Sie? (1 Punkt)
Insgesamt ist eine indirekte Monopolkontrolle vorzuziehen, also eine Politik die der
Genesis von Monopolen vorbeugt etwa durch Beseitigung von Marktzutrittsbarrieren um
Konkurrenzsituationen auf Märkten zu schaffen.
2.
Worin liegt nach Adam Smith die grundlegende Ursache für Produktivität und Wohlstand
einer Nation? Erläutern Sie kurz, welche Rolle ein gut funktionierender Rechtsstaat in
diesem Zusammenhang spielt. (3 Punkte)
Besonders wichtig als Ursache für den Wohlstand einer Nation sind laut Smith die
Arbeitsteilung und die damit einhergehende Spezialisierung. Beide erhöhen langfristig die
Produktivität.
Rechtsstaatlichkeit vereinfacht die gesellschaftliche Arbeitsteilung der Individuen, indem sie
einen verlässlichen Rahmen für die individuellen Aktivitäten schafft. Der Rechtsstaat schützt
die Individuen vor willkürlichen Eingriffen des Staates in ihre Freiheitsrechte (z.B.
Privateigentum), und er regelt die private Koordination der Individuen untereinander (z.B.
Vertragsrecht)
3.
Was besagt der Begriff der Paretoeffizienz innerhalb der Produktionssphäre?
Das Paretoprinzip ist ein Bewertungsmaßstab innerhalb der Wohlfahrtsökonomie. Es
ermöglicht den Vergleich von Handlungen und Endzuständen anhand ihrer Auswirkungen
auf die Wohlfahrt.
Wenn die Ressourcen einer Volkswirtschaft zwischen den Sektoren so alloziiert (zugeteilt)
worden sind, dass die Produktion eines Sektors nicht mehr erhöht werden kann, ohne die
der (des) anderen zu vermindern, heißt die Ressourcenallokation paretoeffizient.
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