Nie wieder nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer.

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Pressemitteilung
Medizin/Gesundheit/Schlafmedizin
Neue Behandlungsvielfalt für Ausgeschlafene:
Nie wieder nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer.
Die richtige Diagnose ist entscheidend für die Therapie und den Behandlungserfolg.
Spezialisierte Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sind heutzutage bereits durch ihre Ausbildung befähigt, die gesamte Bandbreite erfolgreicher Therapieformen anzubieten. Auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnittene Behandlungskonzepte
versprechen beste Erfolgschancen.
Hofheim, Juni 2006. Morgens müde und gerädert? Schnarchgeräusche so laut wie ein
D-Zug vertreiben den Partner aus dem gemeinsamen Schlafzimmer? Die Ursachen für
nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer sind vielfältig. Neben typischen Veränderungen der Nase, die zu Verengungen oder ungünstiger Luftdurchleitung führen, basieren sie jedoch meist auf Verengungen im Bereich des weichen Gaumens, Zäpfchens oder Zungengrundes. Derartige Einengungen können durch Gewebeerschlaffung oder auch Kieferfehlstellung entstehen. „Aufgrund dieser Zusammenhänge zwischen knöchernen und weichgeweblichen anatomischen Strukturen und deren Funktion ist das Fachgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie speziell durch seine
fachliche Ausrichtung als kompetenter Partner des Schlafmediziners zur operativen
Behandlung schlafbezogener Atemstörungen besonders qualifiziert“, sagt Prof. Dr. Dr.
Elmar Esser, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG).
MKG-Chirurgen bieten ein breites diagnostisches und therapeutisches Spektrum zur effektiven und erfolgreichen Ursachen- und damit Problembeseitigung. Die Bandbreite reicht von
der einfachen Schienenbehandlung, die bei richtiger Diagnose ebenso erfolgreich sein kann,
über schonende operative Straffungen des weichen Gaumens und der Rachenwand bis hin
zu funktionellen Korrektureingriffen im Nasenbereich oder umfangreichere verlagernde Operationen des Oper- und Unterkiefers. Was wann richtig ist, weiß nur der erfahrene Experte,
der dann auch in der Lage ist, den Eingriff erfolgreich durchzuführen.
Stellungswechsel: Schiene schiebt Unterkiefer vor
Das Prinzip: Durch die Schiene wird der Unterkiefer um 5 – 8 mm nach vorn bewegt, Zunge,
Zungenbein und Kehlkopf folgen dieser Bewegung. Dadurch werden die hinteren Luftwege
zwischen Zungengrund und Rachenwand geöffnet. Diese so genannte Unterkieferprotrusionsschiene in den verschiedenen Varianten hat sich daher zu einer Standardtherapie entwickelt. Ihre Wirksamkeit ist durch mehrere kontrollierte Studien belegt. Wichtig dabei ist, dass
die Schiene vom Experten individuell ausgewählt, angepasst und in regelmäßigen Intervallen
kontrolliert wird. Denn: Das Vorziehen des Unterkiefers belastet die Kiefergelenke und kann
bei Daueranwendung zu Kiefergelenkbeschwerden und möglicherweise Zahnschäden führen.
Wieder auf voller Fahrt: Gaumensegel richtig setzen
Bei der Erschlaffung der Gaumensegelmuskulatur werden heutzutage schonende, minimalinvasive Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise die so genannte Radiofrequenzablation.
Bei dieser neuen, bereits etablierten und wenig belastenden Behandlungsmethode wird mit
einer speziellen Sonde mittels Radiofrequenz ein Plasmafeld erzeugt, das Molekülbindungen
im Gewebe aufbricht. Der Effekt: Nach ca. 4 – 6 Wochen schrumpft das behandelte Gewebe
und bewirkt dadurch eine Erweitung des Luftweges.
Profilstärke: Schön und topfit durch freie Atmung
Rücklagen des Ober- und/oder Unterkiefers können ebenfalls eine Einengung des Gaumensegel- oder Zungenbereichs verursachen. Häufig ist ein enger Oberkiefer auch mit einer Einengung der Nasengänge kombiniert. Bei Kieferfehlstellungen treten neben der möglichen
Einengung der Luftwege noch weitere funktionelle und ästhetische Aspekte auf wie eine eingeschränkte Kaufunktion, Fehlbelastung der Kiefergelenke, Schmerzen der Kau- und Nackenmuskulatur und Profilstörungen. Bei der skelettverlagernden Operation, die als zwar
aufwendiges, allerdings auch effektivstes Verfahren gilt, wird beispielsweise der Unterkiefer
dauerhaft vorverlegt. „Überdies kann beispielsweise bei Kieferengstand heutzutage mit einem technisch relativ unkomplizierten Eingriff der Kiefer effektiv gedehnt werden. Die Vorteile: Die Behandlungszeit ist drastisch verkürzt und zusätzlich wird die Ästhetik des Mittelgesichtsbereiches optimiert“, so Esser.
Derartige Eingriffe erfordern jedoch hohes planerisches Knowhow und verfahrenstechnische
Erfahrung sowie die enge Kooperation mit einem Kieferorthopäden zur Einstellung der
Zahnbögen auf die neue Kieferstellung.
Die DGMKG: reine Kopfsache
Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurde in ihren Wurzeln
bereits im Jahre 1951 zunächst als rein wissenschaftliche Gesellschaft gegründet. Im Jahre
2000 fusionierte sie mit dem Berufsverband Deutscher Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und vertritt seitdem mit über 1.300 Mitgliedern sowohl alle wissenschaftlichen und
medizinischen Belange als auch die berufs- und standespolitischen Aspekte des Fachgebietes.
Dabei ist MKG-Chirurgie das einzige Fachgebiet, das ausschließlich auf das gesamte Spektrum der Gesichtschirurgie einschließlich des Schädels und Kiefers spezialisiert ist. Anders
als alle anderen Fachärzte hat der MKG-Chirurg eine umfassende Ausbildung sowohl in der
Medizin als auch in der Zahnmedizin, hohe Kompetenz in der Knochen- und PlastischRekonstruktiven Chirurgie. So werden zum Beispiel aktuell über 50 % aller Zahnimplantate
von MKG-Chirurgen gesetzt, denn inhaltlich hat sich gerade diese Verzahnung von allgemeinchirurgischen Verfahren und zahnärztlicher Chirurgie unter spezieller Kenntnis von Anatomie und Physiologie des Gesichtsschädels und der Mundhöhle sowie der Handhabung
dentaler Werkstoffe als sehr effektiv erwiesen. Diese Spezialisierung setzt die erfolgreiche
Behandlung von Unfallfolgen, Fehlbildungen, Tumorerkrankungen und aller Erkrankungen im
Zusammenhang mit dem Zahn- und Kausystem und seinen komplexen Funktionen voraus.
Im Gegensatz zum Facharzt für Plastische Chirurgie, dessen Ausbildung 6 Jahre dauert und
den gesamten Körper umfasst, erwirbt der MKG-Chirurg seine Kompetenz durch eine
7jährige chirurgische Ausbildung nur für das Gesicht, im Bereich der Präventiven Diagnostik,
zum Beispiel bei Tumor- oder Systemerkrankungen bietet die MKG-Chirurgie die Diagnostik
und Therapie unabhängig von der Ausdehnung der Erkrankung aus einer Hand. Somit ist der
MKG-Chirurg grundsätzlich bereits von seiner Ausbildung her der hoch qualifizierte und spezialisierte Ansprechpartner für alle Problemstellungen des Gesichts und der Mundhöhle, einschließlich Korrektur von Fehlbisssituationen, schlafassoziierter Erkrankungen, plastisch rekonstruktiver Verfahren und ästhetischer Gesichtschirurgie.
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