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PROGRAMM
9. Deutsch-Polnische Medientage 2016
Media City Leipzig, Altenburger Str. 13, 04275 Leipzig
Europa am Scheideweg – Integration oder Abschottung?
Europa na rozstajach – integracja czy wykluczenie?
Die Deutsch-Polnischen Medientage 2016 richten ihren Fokus auf aktuelle tagespolitische Themen
beider Länder. Im Rahmen des Hauptpanels „Europa am Scheideweg – Integration oder Abschottung?“
analysieren die Teilnehmer die Flüchtlingsfrage aus deutscher und polnischer Sicht. In verschiedenen
thematischen Workshops werden die geladenen Gäste unter die Lupe nehmen, inwiefern die Politik
Einfluss auf die Medien nimmt, wie die Grundsätze der Kulturpolitik in beiden Ländern aussehen sowie
einen Einblick in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Medien und der Digitalisierung des
Radios erhalten. Das Abschlusspanel der Korrespondenten geht auf die gegenwärtige politische,
wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in Polen aus deutscher Perspektive sowie das
Deutschlandbild in den polnischen Medien ein. Feierlicher Höhepunkt der Medientage ist die
Preisverleihung des Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2016 am Abend des
11. Mai. Weitere Informationen zu den Deutsch-Polnischen Medientagen finden Sie auf der Seite
www.medientage.org
Die diesjährige Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland
(MTM) organisiert. Dieser steht unter dem Motto „Die Wucht des Wandels – In neuen Systemen
leben“. Der MTM geht den Deutsch-Polnischen Medientagen vom 9. bis zum 10. Mai 2016 voran.
Weitere Informationen zum Medientreffpunkt Mitteldeutschland sind auf der Internetseite
medientreffpunkt.de zusammengestellt.
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11. Mai 2016
9:30-10:30
Polen: Verstehen wir unsere Nachbarn? – gemeinsames Podium mit dem
„Medientreffpunkt Mitteldeutschland“
Als die nationalkonservative polnische Regierung Ende des vergangenen Jahres ihre umstrittene
Reform der öffentlich-rechtlichen Medien im Parlament verabschiedet hat, war die Empörung groß.
Sowohl Vertreter der internationalen Politik als auch europäischer Medienorganisationen liefen Sturm
gegen die Entscheidung Sturm. Anfang dieses Jahres wiederum hat die EU erstmalig das neue
Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit eingeleitet, im Zuge dessen auch das Mediengesetz einer
Prüfung unterzogen wird. Die polnische Regierung verteidigt hingegen das neue Mediengesetz. Es
verstoße keineswegs gegen geltende EU-Standards, sondern reformiere das System.
In der Podiumsdiskussion wird es um folgende Fragen gehen: Objektivität – Wer sorgt für eine
differenzierte Auseinandersetzung? Mediensystem Polen: Um welche Parameter geht es? Wie wurde
die Diskussion bisher geführt? Was ist zur Herstellung eines gemeinsamen Verständnisses als
Grundlage einer sachlichen Auseinandersetzung nötig? Vergleichsperspektive – Wie steht es um die
öffentlich-rechtlichen Medien sowie Rahmenregulierungen und Entfaltungsmöglichkeiten für private
Medien in anderen Ländern der europäischen Union?
Impulsreferat: Izabela Surynt, Institut für Internationale Kommunikation, Universität Wrocław
Podiumsteilnehmer:
Cornelius Ochmann, Geschäftsführender Vorstand, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Bartosz T. Wieliński, Gazeta Wyborcza
11:00-12:30
Den Wandel gestalten. Medienpolitische Herausforderungen – Diskussion
des „Medientreffpunkts Mitteldeutschland“ (Teilnehmer der Medientage herzlich
eingeladen)
Der Wandel angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen erfasst Medien und Politik
gleichermaßen. Wesentlicher Bestandteil dieses Wandels ist die Digitalisierung und das sich dadurch
verändernde Nutzungsverhalten. Informationen sind nicht nur in Echtzeit für jeden abrufbar, es gibt
außerdem eine Vielzahl neuer Akteure, die Informationen liefern, analysieren und einordnen. Das
Tempo und die Wucht dieses Wandels stellen auch die Rolle und die Funktion der Medien selbst in den
Fokus. Welche Verantwortung tragen Sender und Politik? Welche Werte geben Orientierung? Wie kann
Glaubwürdigkeit hergestellt werden?
Podiumsteilnehmer:
Prof. Dr. Karola Wille, ARD
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Julian Geist, ProSiebenSat.1
Minister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Freistaat Thüringen
Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel, Freistaat Sachsen
Dr. Tobias Schmid, RTL
Siegfried Schneider, DLM
Moderation:
Andreas Stopp, Deutschlandfunk
12:30-13:00
Lunch
13:00-13:15
Eröffnung der Deutsch-Polnischen Medientage
Begrüßung
Cornelius Ochmann, Geschäftsführender Vorstand, Stiftung für deutschpolnische Zusammenarbeit
Fritz Jaeckel, sächsischer Staatsminister für Bundes- und
Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei
Grußworte
Jerzy Margański, Botschafter der Republik Polen in Deutschland und
Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Warschau
Tagesmoderation
Klaudiusz Kaufmann
13:15-14:45
„Europa am Scheideweg – Integration oder Abschottung?“
Aus den Kriegsgebieten in Syrien, dem Irak und Afghanistan fliehen zahlreiche Schutzsuchende nach
Europa. Zunächst stand der Wunsch im Vordergrund, den in Not geratenen Menschen zu helfen. Es
werden jedoch die Stimmen laut, die den Zuwanderern insbesondere aufgrund der kulturellen Distanz
mit Misstrauen begegnen. Gleichzeitig hat Europa mit einer demographischen Krise zu kämpfen, die
durch die Zuwanderung von Menschen aus anderen Teilen der Welt gelöst werden könnte. Dabei stellt
sich allerdings die Frage nach Integrationsmöglichkeiten, welche die Vorteile der Einwanderung den
finanziellen, kulturellen und sozialen Nebenkosten gegenüber stellen und möglichst alle Beteiligten
profitieren.
Wen kann Europa, wen muss Europa aufnehmen – und welcher Rahmen muss dafür geschaffen
werden? Wie können legale Zugangswege gestaltet werden? Welche Maßnahmen sind nötig, um die
Integration der Neuankömmlinge in die Aufnahmegesellschaften bestmöglich zu fördern? Welche Rolle
spielt hier die europäische Solidarität? Und schließlich: Wie soll entschieden werden, wer in Europa
bleiben darf, und wer nicht? Paradoxerweise haben die beiden geographisch nah beieinanderliegenden
Nachbarn Deutschland und Polen – auch wegen ihrer unterschiedlichen Erfahrungen mit Einwanderung
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– grundlegend verschiedene Antworten auf diese Fragen. Während Deutschland angesichts der
humanitären Notlage auf den Wanderungsrouten die Zuwanderer zunächst mit Enthusiasmus
aufgenommen hat, hat Polen von Anfang an versucht, ihre Zuwanderung zu begrenzen. Ist angesichts
dieser völlig unterschiedlichen Herangehensweise an eine der schwierigsten Herausforderungen, die
Europa je zu bewältigen hatte, eine konstruktive Zusammenarbeit bei der Lösung anderer politischer
Probleme möglich? Kann ohne eine Einigung in diesem Bereich von einer tatsächlich existierenden
deutsch-polnische Partnerschaft die Rede sein?
Podiumsteilnehmer:
Aydan Özoğuz, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und
Integration
Kaja Puto, Publizistin, Aktivistin
Justyna Segeš Frelak, Programmleiterin Migrationspolitik, Institut für öffentliche Angelegenheiten
Moderation:
Sandro Viroli, Direktor, Mitteldeutscher Rundfunk, Landesfunkhaus Sachsen
14:45-15:00
Kaffeepause
15:00-16:30
1. Workshoprunde (3 parallele Workshops)
Medien machen Meinung oder wie die Politik Medien beeinflusst
Die Ereignisse der Silvesternacht in deutschen Städten fanden einen großen Wiederhall in den Medien
– mit bedeutender Verspätung. In der stark an die Wirkung der Medien glaubenden deutschen
Gesellschaft kam eine Welle des Misstrauens auf – einerseits gegenüber den Medien, die unbequeme
Fakten verschwiegen hatten, andererseits gegenüber Vertretern der Regierungselite, die ihrerseits
Einfluss auf die verspätete Berichterstattung hatten. Woher stammt die Bezeichnung „Lügenpresse“ und
was kann man tun, damit die Bürger den deutschen Medien wieder vertrauen?
Die polnischen Medien wurden seit den Wahlen im Herbst 2015 stark polarisiert und teilten sich in zwei
Lager: das der Regierung wohlgesinnte und das die Regierung deutlich kritisierende Lager. Die
Veränderungen in den Medien werden von den einen als Angriff auf Freiheit und Demokratie
wahrgenommen – von den anderen als die Verteidigung genau dieser Werte. (Wie) Nimmt die Politik
Einfluss auf deutsche und polnische Medien? Welchen Einfluss nehmen die Medien auf die Politik?
Während der Diskussion werden folgende Angelegenheiten thematisiert:
- Information und Meinungsbildung: Wie definieren die Medien ihre Rolle, ihre Mission und ihren Platz
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im demokratischen Systems Deutschlands und Polens?
- Wem gehören die öffentlichen Medien? Wer kontrolliert ihre Aktivität und Übertragung?
- (Wie) Nimmt die Politik Einfluss auf deutsche und polnische Medien? Welchen Einfluss nehmen die
Medien auf die Politik?
- Auf welche Weise berichtet man objektiv über Ereignisse, um sich nicht dem Vorwurf der Zensur oder
der Befangenheit auszusetzen?
- Wie kann man zu Zeiten von Social Media und beinahe direktem Informationsfluss einen hohen
Standard der Berichterstattung gewährleisten?
- Woher stammt die Bezeichnung „Lügenpresse“/ „prasa kłamie” und was kann man tun, damit die
Bürger den deutschen und polnischen öffentlichen Medien vertrauen?
Podiumsteilnehmer:
Peter Frey, Chefredakteur ZDF
Piotr Gursztyn, Chefredakteur, TVP Historia
Elke Haferburg, Direktion NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern
Barbara Stanisławczyk, Chefin, Polskie Radio
Moderation:
Weronika Priesmeyer-Tkocz, Studienleiterin / Programme Director, Europäische Akademie Berlin e.V.
NATO-Politik vor dem Warschauer Gipfel am 8.-9. Juli 2016
Die Sicherheitslage des euroatlantischen Gebiets hat sich auf der Ost- und Süd-Flanken verändert. Laut
Aussage des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg wird in Warschau „die Ausrichtung des
Bündnisses an neue Sicherheitsanforderungen angepasst, sodass die NATO jederzeit bereit ist, ihre
Mitglieder vor Bedrohungen aus jeglicher Richtung zu verteidigen.“ Der Gipfel wird der
Zusammenfassung der in Newport im Jahr 2014 getroffenen Vereinbarungen und der Neuausrichtung
der NATO dienen, um sie modernen Sicherheitsherausforderungen anzupassen. Diesem Ziel dient u.a.
bereits die Entscheidung vom 30. März 2016 über die Entsendung einer Panzerbrigade nach Mittel- und
Osteuropa.
Nach Einschätzung des polnischen Außenministers Witold Waszczykowski handle es sich bei dem
Gipfel in Warschau um ein besonderes Ereignis für Polen: „Der Gipfel wird in einer Stadt stattfinden, die
einem Militärpakt aus dem Jahre 1955 zu Zeiten des Kalten Krieges ihren Namen gegeben hat. Dieser
Pakt war für fast vier Jahrzehnte der Hauptfeind [der NATO]. […] Zum ersten Mal seit dem Gipfel in
Bukarest findet damit wieder ein Treffen in einem Bündnisland statt, dass sich an der Ostflanke der
NATO befindet.“ – sagte Waszczykowski während der Enthüllung des Logos zum Gipfeltreffen im
NATO-Hauptquartier in Brüssel.
Wie sieht die Aufgabenstellung für die NATO im 21. Jahrhundert aus, welche Prioritäten sollte die
NATO heute setzen? Worin besteht ihre Rolle angesichts neuer Sicherheitsbedrohungen in
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Ostmitteleuropa? Ist in Anbetracht der neuen Rolle eine weitere Verstärkung der NATO-Streitkräfte in
den Ländern dieser Region notwendig? Welche Positionen vertreten Polen und Deutschland? Ist die
Ausarbeitung einer gemeinsamen Position zur Sicherheit in der Region überhaupt möglich? Wie sollten
die Beziehungen der NATO zu Russland gestaltet werden? Ist ihre Weiterentwicklung in der aktuellen
geopolitischen Situation überhaupt möglich?
Impuls: Klaus Wittmann, Brigadegeneral a.D., Senior Fellow, Aspen Institute Deutschland
Podiumsteilnehmer:
Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion, Der Tagesspiegel
Przemysław Pacuła, Leiter der Abteilung Bündnissicherheit, Strategische Analysen, Büro National
Security Bureau
Gustav C. Gressel, Policy Fellow, European Council on Foreign Relations
Beata Górka-Winter, Ministerium für nationale Verteidigung der Republik Polen (Anfrage)
Moderation:
Krzysztof Miszczak, Geschäftsführender Vorstand, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Digitalisierung im Hörfunk – Folgen für Mitarbeiter- und Senderstrukturen?
Die Digitalisierung verändert den Hörfunk. Durch die Ausstrahlung mit DAB+ bzw. über das Netz
ergeben sich völlig neue Formen und Möglichkeiten für Hörfunkprogramme. Dadurch verändern sich
tradierte Arbeitsstrukturen und Hörgewohnheiten.
Wie weit ist die technologische Entwicklung in Polen und in Deutschland und was bedeutet das für die
Programme?
Podiumsteilnehmer:
Martin Deitenbeck, Mitglied im Fachausschuss Netze, Technik und Konvergenz der
Landesmedienanstalten
Mirosław Ostrowski, Berater im Vorstand der Polnischen Digitalen Rundfunkkammer, Mitglied des
Teams zur Einführung des digitalen Radios in Polen beim Nationalen Rundfunk- und Fernsehrat,
Polskie Radio Wrocław
Jörg Wagner, Medienjournalist beim rbb
Krystyna Rosłan-Kuhn, Expertin DAB+, National Broadcasting Council (KRRiT)
Moderation:
Robert Skuppin, Programmchef von radioeins
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16:45-18:00
Gespräche mit Nominierten zum Deutsch-Polnischen TadeuszMazowiecki-Preis 2016
Was ist besser: Erinnern oder Vergessen? Bringt es über siebzig Jahre nach dem Krieg immer noch
einen Erkenntnisgewinn, sich mit dessen deutsch-polnischer Geschichte zu befassen? Welche
Erfahrungen machen deutsche und polnische Journalisten mit Reportagen über historische Themen?
Wie sollte man mit Zeitzeugen sprechen, welche Sprache gebrauchen? Warum gab es früher Tabus
oder blinde Flecken bei Themen, über die wir heute sprechen und schreiben können? Vielleicht aber
sollte man die Geschichte auch ruhen lassen, um keine bösen Geister zu wecken?
Moderation:
Magdalena Grzebałkowska, Preisträgerin 2015 in der Kategorie Print
19:00
Verleihung des 19. Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises 2016
Rede
Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
22:00
Shuttle in die Stadt
Donnerstag, 12. Mai 2016
09:00-10:30
2. Workshoprunde (3 parallele Workshops)
Zugeschaltet aus Breslau, Prag und Dresden – grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den
Medien
Thema dieses Workshops ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit deutscher, polnischer und
tschechischer Medien, mit Schwerpunkt Fernsehen und Radio. Im Mittelpunkt stehen dabei
Redaktionen und Sendeanstalten in Polen, Deutschland und Tschechien. Innerhalb des Workshops soll
der derzeitige IST – Zustand in der medialen Zusammenarbeit analysiert werden. Dabei werden bereits
gängige und etablierte Strukturen grenzüberschreitender Zusammenarbeit vorgestellt, wie zum Beispiel
die Arbeit der Korrespondenten oder die Arbeit der EBU. Ein weiteres, bisher noch selten genutztes
Instrument ist die inhaltliche und redaktionelle Zusammenarbeit der jeweiligen Medienanstalten. Der
Workshop soll die Möglichkeiten grenzüberschreitender Zusammenarbeit aufzeigen. Welche Chance
bieten Kooperationen und welche Risiken birgt eine solche Zusammenarbeit?
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Innerhalb des Workshops werden vor allem am
Beispiel der Radiosendung „Mensch Nachbar” von MDR 1 Radio Sachsen
folgende Schwerpunkte skizziert: Strukturelle Möglichkeiten der
Zusammenarbeit (dazu gehören technische Voraussetzungen, sprachliche Herausforderungen aber
auch unterschiedliche Sendeformate), inhaltliche Schnittmengen zwischen den Sendeanstalten, wie
zum Beispiel
gleiche thematische Interessen, Interesse der Rezipienten, unterschiedliche
Schwerpunkte in der Sender- bzw. Redaktionspolitik…, Einfluss äußerer Faktoren auf die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit: politische Einflussnahme, Struktur der Sender, finanzielle
Möglichkeiten, Risiken
grenzüberschreitender medialer Zusammenarbeit, Bewertung von Recherchen, Einflussnahme durch
Werbepartner oder politische Akteure, weiterer Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Podiumsteilnehmerin:
Kinga Wołoszyn-Kowanda, Redakteurin TVP Wrocław, Kowalski trifft Schmidt
Moderation:
Peter Kumpfe, Česky rozhlas
Roman Nuck, MDR
Tomasz Sikora, Polskie Radio Wrocław
Kulturhauptstadt Europa 2016 in Breslau: Was wissen wir über die Kulturpolitik im
Nachbarland?
Breslau: kaum eine andere Stadt in Europa hat eine Geschichte, die so reich ist an Brüchen, an
Spannungen und Konflikten. Und nur wenige Städte dürften so vielschichtig sein an nationalen,
kulturellen und religiösen Identitäten. Wie spiegeln sich dieser Reichtum und diese Vielschichtigkeit nun
im Kulturhauptstadtjahr 2016? Welchen Anspruch hat das Programm dieses Jahres – und in welchem
Maße steht es tatsächlich im Gegensatz zur national-konservativen Kulturpolitik Warschaus, wie
Medienberichte in Deutschland es gelegentlich suggerieren? Welche Kämpfe werden da ausgetragen,
was drückt sich in ihnen aus? Diesen Fragen geht der Workshop nach in der Absicht, das Feld
auszuleuchten zwischen nationaler Rückbesinnung und dem Anspruch Breslaus „Quintessenz
mitteleuropäischer Multikulturalität“ zu sein.
Podiumsteilnehmer:
Olga Wysocka, stellv. Direktorin des Adam-Mickiewicz-Instituts (Anfrage)
Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Katarzyna Młyńczak-Sachs, internationale Beziehungen, Büro der Europäischen Kulturhauptstadt
Breslau 2016
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Moderation:
Bernd Schekauski, MDR-Figaro
Energiepolitik und Umwelt in Polen und Deutschland – Investitionen in Energietechnik im
Grenzgebiet
Dieser Workshop setzt sich mit folgenden Themen auseinander: Status quo in Polen und Deutschland –
Energiesicherheit unter besonderer Berücksichtigung des Energiemixes (Anteil einheimischer
Energiequellen an der produzierten Energie – Kohle, Gas, Biomasse, Verbrennung von Abfällen,
erneuerbare Energie – und Anteil importierter Energieträger am Energiemarkt – Ankauf von Strom aus
dem Ausland, Gas aus Russland, Kohle aus Russland und anderen Ländern sowie seiner Folgen:
Abhängigkeit vom Ausland („politische Gasröhre“) sowie Abhängigkeit von Lieferbarkeit,
Umweltschädigung.
Der Workshop resümiert die Nutzung der konventionelle Energiequelle – KOHLE: Fortsetzung der
Kohleförderung in Polen und in Deutschland. Aufbau neuer Braunkohleförderung und Bau eines
Kraftwerks an der Grenze Polens zu Deutschland. Rückfahren der Steinkohleförderung in Deutschland.,
Beteiligung der Bevölkerung am Prozess der Planung neuer Energiequellen, auch im Grenzgebiet,
Folgen für die Umwelt, Belastung für das Staatsbudget – Subventionen, Entschädigung für
Bergwerkschäden, Entschädigung für Unternehmen bei vorzeitiger Schließung – sowie alternativer
Energiequelle: ATOMENERGIE: Schließung der deutschen Atomkraftwerke, Pläne des Baus eines
neuen Kraftwerks in Polen, Beteiligung der Bevölkerung am Planungsprozess, auch im Nachbarland,
Folgen für Umwelt, Belastung für Staatsbudget – Subventionen, Problem der Endlagerung der Abfälle,
Entschädigung für Unternehmen bei vorzeitiger Schließung und ERNEUERBARE ENERGIE: Formen
erneuerbarer Energie: Windenergie, Wasserenergie, Sonnenenergie. Möglichkeiten und Grenzen,
Gesetzliche Voraussetzungen. Einspeisung dezentraler Energie ins Zentralnetz. Marktregulierung,
Notwendigkeit des Trassenbaus für Stromtransport, Beteiligung der Bevölkerung im Planungsprozess,
Folgen für Umwelt – Umwelt- und Naturschutz – Belastung für Staatsbudget – Subventionen.
Während des Workshops werden die Teilnehmenden Handlungsempfehlungen Aufgaben für Politik und
Wirtschaft in beiden Staaten ausarbeiten.
Podiumsteilnehmer:
Martin Cames, Leiter Bereich Energie & Klimaschutz, Öko-Institut e.V.
Marian Miłek, Rektor der Berufshochschule in Sulechów
Moderation:
Krzysztof Baług, stellv. Chefredakteur, Radio Zachód
Hermann Schmidtendorf, Journalist, Berlin
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10:30-11:00
Kaffeepause
11:00-12:30
Korrespondentendebatte
Die Debatte greift die aktuellen Ereignisse in Polen (Wahlen im Herbst 2015, deren politische
Nachwirkungen, Veränderungen in den öffentlichen Medien, Programmleitbild) und Deutschland
(sogenannte Flüchtlingskrise, Wandel des politischen Klimas, wie zuletzt in den Landtagswahlen in
Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt deutlich wurde, Vertrauen der Bevölkerung
zu den Medien und Frage eines Missbrauchs desselben) aus polnischer und deutscher Sicht auf.
Die zur Diskussion eingeladenen Journalisten aus Polen und Deutschland machen sich schon seit dem
ersten Tag Gedanken zu dem Thema, das sich im Hintergrund oder als roter Faden durch zahlreiche
Arbeitseinheiten der diesjährigen Medientage zieht: Inwiefern und wie sehr nimmt die Politik Einfluss auf
die Medien? Wie und wie viel Einfluss nehmen die Medien auf die Politik? Die geladenen Gäste
unterziehen die öffentliche Diskussionskultur in beiden Ländern und die Berichterstattung hierüber einer
Analyse und denken über die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen nach.
Podiumsteilnehmer:
Gerhard Gnauck, Die Welt
Aleksandra Rybińska, wsieci.pl
Joanna Stolarek, Märkische Oderzeitung
Bartosz T. Wieliński, Gazeta Wyborcza
Moderation: Cornelius Ochmann, Geschäftsführender Vorstand, Stiftung für deutsch-polnische
Zusammenarbeit
12:30
Abschluss der Medientage
Krzysztof Miszczak, Geschäftsführender Vorstand, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
12:30-13:30
Lunch
14:00-16:30
Rahmenprogramm
Stadtrundfahrt mit anschließendem geführten Rundgang zu Fuß durch die Innenstadt. Sprachen:
Deutsch, Polnisch. Shuttle aus der Media City.
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Die Stadtrundfahrt von 14.00-15.00 Uhr wird in
deutscher und polnischer Sprache begleitet. Die Rundfahrt beinhaltet
Völkerschlachtdenkmal, Südvorstadt, Musikviertel und PoniatowskiDenkmal.
Für den Rundgang von 15.00-16:30 werden ab Thomaskirche 2 Gruppen in deutscher Sprache und 2
Gruppe in polnischer Sprache gebildet, Inhalte des Rundganges sind u.a. Augustusplatz, SolidarnośćDenkmal, Polnisches Institut. Endpunkt des Rahmenprogramms ist das Motel One, Nikolaikirchhof.
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